SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
05.10.2012




           Versuch einer handlungsorientierten
           Zusammenfassung der Diskussion
           des Forums Hochschulräte

           Prof. Dr. Frank Ziegele | Berlin, September 2012




Zusammenführung der Positionen


− Konsens:
         Hochschulratskonstruktion kann im Prinzip klassische Blockaden
         überwinden
         in diesem Sinne ist eine Stärkung des Präsidiums richtig
         allerdings kann „Unterwachung“ zum Problem werden, völlig
         unkontrolliertes Handeln Präsidium (oder sogar Präsident(in)?)
− Welche praktischen Maßnahmen taugen dazu, ein adäquates Maß
  an Kontrolle zu schaffen?
− Umsetzung der Kontroverse in konkrete Handlungsempfehlungen,
  aus Defiziten Optimierungsvorschläge machen!




Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012   2




                                                                                             1
05.10.2012




           Versuch einer handlungsorientierten
           Zusammenfassung der Diskussion
           des Forums Hochschulräte

           Prof. Dr. Frank Ziegele | Berlin, September 2012




Zusammenführung der Positionen


− Konsens:
         Hochschulratskonstruktion kann im Prinzip klassische Blockaden
         überwinden
         in diesem Sinne ist eine Stärkung des Präsidiums richtig
         allerdings kann „Unterwachung“ zum Problem werden, völlig
         unkontrolliertes Handeln Präsidium (oder sogar Präsident(in)?)
− Welche praktischen Maßnahmen taugen dazu, ein adäquates Maß
  an Kontrolle zu schaffen?
− Umsetzung der Kontroverse in konkrete Handlungsempfehlungen,
  aus Defiziten Optimierungsvorschläge machen!




Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012   2




                                                                                             1
05.10.2012




 Empfehlungen (I)

− Besetzung des Hochschulrats optimieren:
       Mindestkompetenzen sicherstellen oder schaffen
       ausgewogenes Kompetenzportfolio (in der Summe), um in der Hochschule
       mitreden zu können
       Mitglieder (oder Gäste!), die ein anderes internes Bild als das des Präsidenten
       beisteuern (ohne für interne Interessen zu instrumentalisieren), inkl. Studierende
       „Kümmerer“, die Zeit haben
       ggf. Know-how einkaufen (Bsp. Finanzen) – aber nur Unterstützung
       nicht „inzestuös“ (unkritische und distanzlose Personen aus persönl. Umfeld)
− Kommunikationsmöglichkeit in die Hochschule hinein suchen
  („Bypass“):
       präsent sein: Begehungen, bilaterale Gespräche…
       mehr-perspektivische Eindrücke aktiv einholen, ungeschminktes, reales Bild
       erhalten
       „Bypass“ aus dem Hinterzimmer wieder herausholen, offiziell gebilligtes Mittel
       Gefahren: willkürliche, zufällige Eindrücke, Einmischung in operatives Geschäft
 Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012          3




 Empfehlungen (II)

 − adäquates Selbstverständnis schaffen:
          Stakeholder-Orientierung statt Präsidenten-Orientierung (Bsp. regionale
          Orientierung in ländlichen Gebieten)
          explorative Haltung, offenes Ohr
          Finger weg von Operativem!
          „Nur mit formalen Entscheidungskompetenzen wird ein HSR ernst
          genommen – aber er arbeitet idealerweise so, dass er als Berater
          wahrgenommen wird.“
          Festhalten in University Governance Codex


 − Berichtswesen für HSR adäquat gestalten:
          die richtigen globalen Kennzahlen (von denen aber nicht unmittelbar das
          Gehalt des Präsidenten abhängen darf)
          profilbezogene Ausrichtung, kein deutsches Einheitssystem
          auch Benchmarking mit anderen Hochschulen erwägen



 Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012          4




                                                                                                     2
05.10.2012




 Empfehlungen (I)

− Besetzung des Hochschulrats optimieren:
       Mindestkompetenzen sicherstellen oder schaffen
       ausgewogenes Kompetenzportfolio (in der Summe), um in der Hochschule
       mitreden zu können
       Mitglieder (oder Gäste!), die ein anderes internes Bild als das des Präsidenten
       beisteuern (ohne für interne Interessen zu instrumentalisieren), inkl. Studierende
       „Kümmerer“, die Zeit haben
       ggf. Know-how einkaufen (Bsp. Finanzen) – aber nur Unterstützung
       nicht „inzestuös“ (unkritische und distanzlose Personen aus persönl. Umfeld)
− Kommunikationsmöglichkeit in die Hochschule hinein suchen
  („Bypass“):
       präsent sein: Begehungen, bilaterale Gespräche…
       mehr-perspektivische Eindrücke aktiv einholen, ungeschminktes, reales Bild
       erhalten
       „Bypass“ aus dem Hinterzimmer wieder herausholen, offiziell gebilligtes Mittel
       Gefahren: willkürliche, zufällige Eindrücke, Einmischung in operatives Geschäft
 Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012          3




 Empfehlungen (II)

 − adäquates Selbstverständnis schaffen:
          Stakeholder-Orientierung statt Präsidenten-Orientierung (Bsp. regionale
          Orientierung in ländlichen Gebieten)
          explorative Haltung, offenes Ohr
          Finger weg von Operativem!
          „Nur mit formalen Entscheidungskompetenzen wird ein HSR ernst
          genommen – aber er arbeitet idealerweise so, dass er als Berater
          wahrgenommen wird.“
          Festhalten in University Governance Codex


 − Berichtswesen für HSR adäquat gestalten:
          die richtigen globalen Kennzahlen (von denen aber nicht unmittelbar das
          Gehalt des Präsidenten abhängen darf)
          profilbezogene Ausrichtung, kein deutsches Einheitssystem
          auch Benchmarking mit anderen Hochschulen erwägen



 Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012          4




                                                                                                     2
05.10.2012




Empfehlungen (III)


− keine institutionalisierte Rechenschaftspflicht des HSR (Richtung
  Ministerium / Parlament o.ä.) vorsehen:
         sonst Gefahr einer Mehrstimmigkeit der versch. Organe – die
         Hochschulleitung vertritt die HS in der Öffentlichkeit!
         Vorrang vor vertrauensbasierter Zusammenarbeit (lebendige
         Kommunikation, wechselseitige Information, Einladung
         Ministeriumsvertreter)
         Transparenz pflegen über Schwerpunkte und Entscheidungen etc.
         (Webseite, Begegnungen…)
         Auf Anfrage jederzeit Auskunft geben (Senat, Landtag,
         Wissenschaftsausschuss...), aber keine regelmäßige formalisierte
         „Fleißarbeit“


− Aufgaben des HSR ausgewogen wahrnehmen:
         Nicht nur auf „sympathische“ Aufgaben konzentrieren
         Weder Überschätzung noch Unterschätzung der eigenen Bedeutung


Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012   5




                                                                                             3

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

Mainz 2011 - Stadt der Wissenschaft
Mainz 2011 - Stadt der WissenschaftMainz 2011 - Stadt der Wissenschaft
Mainz 2011 - Stadt der Wissenschaft
stifterverband
 
Hochschule Mittelhessen: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Mittelhessen: Innovative StudieneingangsphaseHochschule Mittelhessen: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Mittelhessen: Innovative Studieneingangsphasestifterverband
 
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative StudieneingangsphaseHochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative Studieneingangsphasestifterverband
 
University Governance
University GovernanceUniversity Governance
University Governance
stifterverband
 
Study & Work
Study & WorkStudy & Work
Study & Work
stifterverband
 
Villa-Hügel-Gespräch 2012 - Zusammenfassung
Villa-Hügel-Gespräch 2012 - ZusammenfassungVilla-Hügel-Gespräch 2012 - Zusammenfassung
Villa-Hügel-Gespräch 2012 - Zusammenfassung
stifterverband
 
Mint Ruhr Uni Bochum
Mint Ruhr Uni  BochumMint Ruhr Uni  Bochum
Mint Ruhr Uni Bochum
stifterverband
 
Mint Tu Berlin
Mint Tu BerlinMint Tu Berlin
Mint Tu Berlin
stifterverband
 
Wirtschaftsfaktor Hochschule
Wirtschaftsfaktor HochschuleWirtschaftsfaktor Hochschule
Wirtschaftsfaktor Hochschule
stifterverband
 
Wie internationale Studierende den Berufseinstieg erleben
Wie internationale Studierende den Berufseinstieg erlebenWie internationale Studierende den Berufseinstieg erleben
Wie internationale Studierende den Berufseinstieg erleben
stifterverband
 
MOOCs als Teil der Hochschulstrategie
MOOCs als Teil der HochschulstrategieMOOCs als Teil der Hochschulstrategie
MOOCs als Teil der Hochschulstrategie
Anja Lorenz
 
Universität des Saarlandes: Innovative Studieneingangsphase
Universität des Saarlandes: Innovative StudieneingangsphaseUniversität des Saarlandes: Innovative Studieneingangsphase
Universität des Saarlandes: Innovative Studieneingangsphasestifterverband
 
Blackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele Möglichkeiten
Blackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele MöglichkeitenBlackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele Möglichkeiten
Blackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele Möglichkeiten
CeDiS / Freie Universität Berlin
 
Digital ist keine Option, sondern unser Standard
Digital ist keine Option, sondern unser StandardDigital ist keine Option, sondern unser Standard
Digital ist keine Option, sondern unser Standard
Anja Lorenz
 
Online learning 4 refugees #bchh16
Online learning 4 refugees #bchh16Online learning 4 refugees #bchh16
Online learning 4 refugees #bchh16
Anja Lorenz
 
Massiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im Netz
Massiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im NetzMassiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im Netz
Massiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im Netz
Anja Lorenz
 
Best Practice: OER und Hochschule
Best Practice: OER und HochschuleBest Practice: OER und Hochschule
Best Practice: OER und Hochschule
Anja Lorenz
 
MOOCs auf mooin: Bildung für alle
MOOCs auf mooin: Bildung für alleMOOCs auf mooin: Bildung für alle
MOOCs auf mooin: Bildung für alle
Anja Lorenz
 
Einführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCs
Einführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCsEinführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCs
Einführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCs
Andrea Lißner
 
E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.
E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.
E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.
e-teaching.org
 

Andere mochten auch (20)

Mainz 2011 - Stadt der Wissenschaft
Mainz 2011 - Stadt der WissenschaftMainz 2011 - Stadt der Wissenschaft
Mainz 2011 - Stadt der Wissenschaft
 
Hochschule Mittelhessen: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Mittelhessen: Innovative StudieneingangsphaseHochschule Mittelhessen: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Mittelhessen: Innovative Studieneingangsphase
 
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative StudieneingangsphaseHochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative Studieneingangsphase
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Innovative Studieneingangsphase
 
University Governance
University GovernanceUniversity Governance
University Governance
 
Study & Work
Study & WorkStudy & Work
Study & Work
 
Villa-Hügel-Gespräch 2012 - Zusammenfassung
Villa-Hügel-Gespräch 2012 - ZusammenfassungVilla-Hügel-Gespräch 2012 - Zusammenfassung
Villa-Hügel-Gespräch 2012 - Zusammenfassung
 
Mint Ruhr Uni Bochum
Mint Ruhr Uni  BochumMint Ruhr Uni  Bochum
Mint Ruhr Uni Bochum
 
Mint Tu Berlin
Mint Tu BerlinMint Tu Berlin
Mint Tu Berlin
 
Wirtschaftsfaktor Hochschule
Wirtschaftsfaktor HochschuleWirtschaftsfaktor Hochschule
Wirtschaftsfaktor Hochschule
 
Wie internationale Studierende den Berufseinstieg erleben
Wie internationale Studierende den Berufseinstieg erlebenWie internationale Studierende den Berufseinstieg erleben
Wie internationale Studierende den Berufseinstieg erleben
 
MOOCs als Teil der Hochschulstrategie
MOOCs als Teil der HochschulstrategieMOOCs als Teil der Hochschulstrategie
MOOCs als Teil der Hochschulstrategie
 
Universität des Saarlandes: Innovative Studieneingangsphase
Universität des Saarlandes: Innovative StudieneingangsphaseUniversität des Saarlandes: Innovative Studieneingangsphase
Universität des Saarlandes: Innovative Studieneingangsphase
 
Blackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele Möglichkeiten
Blackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele MöglichkeitenBlackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele Möglichkeiten
Blackboard in der Lehre. Eine Lehrplattform– viele Möglichkeiten
 
Digital ist keine Option, sondern unser Standard
Digital ist keine Option, sondern unser StandardDigital ist keine Option, sondern unser Standard
Digital ist keine Option, sondern unser Standard
 
Online learning 4 refugees #bchh16
Online learning 4 refugees #bchh16Online learning 4 refugees #bchh16
Online learning 4 refugees #bchh16
 
Massiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im Netz
Massiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im NetzMassiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im Netz
Massiv, offen und online: kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten im Netz
 
Best Practice: OER und Hochschule
Best Practice: OER und HochschuleBest Practice: OER und Hochschule
Best Practice: OER und Hochschule
 
MOOCs auf mooin: Bildung für alle
MOOCs auf mooin: Bildung für alleMOOCs auf mooin: Bildung für alle
MOOCs auf mooin: Bildung für alle
 
Einführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCs
Einführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCsEinführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCs
Einführungswebinar E-Teaching 2014: Social Media, PLE &MOOCs
 
E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.
E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.
E-Learning-Kooperationen hochschulintern und -extern.
 

Ähnlich wie Zusammenfassung des Forums Hochschulräte am 27. September 2012

Bundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller Entwicklungspfad
Bundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller EntwicklungspfadBundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller Entwicklungspfad
Bundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller Entwicklungspfad
FGF-Plattform
 
Tekom jt 2015 psychologischer vertrag __ schaffner
Tekom jt 2015   psychologischer vertrag __ schaffnerTekom jt 2015   psychologischer vertrag __ schaffner
Tekom jt 2015 psychologischer vertrag __ schaffner
Michael Schaffner
 
2. Führung - Kloster Holzen 2013
2. Führung - Kloster Holzen 20132. Führung - Kloster Holzen 2013
2. Führung - Kloster Holzen 2013
isb GmbH Systemische Professionalität
 
Statt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigen
Statt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigenStatt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigen
Statt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigen
Olaf Hinz
 
Dialogische Führung am Beispiel der dm Drogeriemärkte
Dialogische Führung am Beispiel der dm DrogeriemärkteDialogische Führung am Beispiel der dm Drogeriemärkte
Dialogische Führung am Beispiel der dm Drogeriemärkte
Matthias Schubert
 
Wertschöpfung durch Wissensschöpfung final
Wertschöpfung durch Wissensschöpfung finalWertschöpfung durch Wissensschöpfung final
Wertschöpfung durch Wissensschöpfung finalideenparc GmbH
 
Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!
Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!
Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!
Birgit Mallow
 
Scrum day 2016 was zum teufel ist agile leadership
Scrum day 2016   was zum teufel ist agile leadershipScrum day 2016   was zum teufel ist agile leadership
Scrum day 2016 was zum teufel ist agile leadership
Gerd Kopetsch
 
Leadership Best-Practice - Detecon
Leadership Best-Practice - DeteconLeadership Best-Practice - Detecon
Leadership Best-Practice - DeteconMarc Wagner
 
Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...
Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...
Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...
Christoph Schlachte
 
Auswirkungen von HCM auf den Geschäftserfolg
Auswirkungen von HCM auf den GeschäftserfolgAuswirkungen von HCM auf den Geschäftserfolg
Auswirkungen von HCM auf den Geschäftserfolg
STRIMgroup
 
Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"
Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"
Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"
SabineKluge1
 
Heldentum im magischen Dreieck
Heldentum im magischen DreieckHeldentum im magischen Dreieck
Heldentum im magischen Dreieck
Hinz.Wirkt!
 
Führung im Projekt - eine projektlotsen.biz Simulation
Führung im Projekt - eine projektlotsen.biz SimulationFührung im Projekt - eine projektlotsen.biz Simulation
Führung im Projekt - eine projektlotsen.biz Simulation
Olaf Hinz
 
Integriertes Projektmanagement 2012
Integriertes Projektmanagement 2012Integriertes Projektmanagement 2012
Integriertes Projektmanagement 2012
Hagen Management
 
Social Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwinden
Social Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwindenSocial Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwinden
Social Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwinden
JP KOM GmbH
 
Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO
Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO
Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO
Detlef Kahrs
 
Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"
Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"
Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"
B-S-S Business Software Solutions GmbH
 
Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101
Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101
Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101
ICV
 
[lehre] Fallbeispiele
[lehre] Fallbeispiele [lehre] Fallbeispiele
[lehre] Fallbeispiele
Sandra Schön (aka Schoen)
 

Ähnlich wie Zusammenfassung des Forums Hochschulräte am 27. September 2012 (20)

Bundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller Entwicklungspfad
Bundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller EntwicklungspfadBundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller Entwicklungspfad
Bundesworkshop-Ergebnisse - Führung als individueller Entwicklungspfad
 
Tekom jt 2015 psychologischer vertrag __ schaffner
Tekom jt 2015   psychologischer vertrag __ schaffnerTekom jt 2015   psychologischer vertrag __ schaffner
Tekom jt 2015 psychologischer vertrag __ schaffner
 
2. Führung - Kloster Holzen 2013
2. Führung - Kloster Holzen 20132. Führung - Kloster Holzen 2013
2. Führung - Kloster Holzen 2013
 
Statt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigen
Statt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigenStatt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigen
Statt Methodik einzusetzen, lieber Haltung zeigen
 
Dialogische Führung am Beispiel der dm Drogeriemärkte
Dialogische Führung am Beispiel der dm DrogeriemärkteDialogische Führung am Beispiel der dm Drogeriemärkte
Dialogische Führung am Beispiel der dm Drogeriemärkte
 
Wertschöpfung durch Wissensschöpfung final
Wertschöpfung durch Wissensschöpfung finalWertschöpfung durch Wissensschöpfung final
Wertschöpfung durch Wissensschöpfung final
 
Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!
Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!
Scrum Day 2016 - Was zum Teufel ist eigentlich Agile Leadership?!
 
Scrum day 2016 was zum teufel ist agile leadership
Scrum day 2016   was zum teufel ist agile leadershipScrum day 2016   was zum teufel ist agile leadership
Scrum day 2016 was zum teufel ist agile leadership
 
Leadership Best-Practice - Detecon
Leadership Best-Practice - DeteconLeadership Best-Practice - Detecon
Leadership Best-Practice - Detecon
 
Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...
Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...
Organisations-Coaching statt mit Einzel-Coachings scheitern (DBVC Coaching Ko...
 
Auswirkungen von HCM auf den Geschäftserfolg
Auswirkungen von HCM auf den GeschäftserfolgAuswirkungen von HCM auf den Geschäftserfolg
Auswirkungen von HCM auf den Geschäftserfolg
 
Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"
Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"
Führung im Neuen Normal: "Sie werden nicht zurück kommen"
 
Heldentum im magischen Dreieck
Heldentum im magischen DreieckHeldentum im magischen Dreieck
Heldentum im magischen Dreieck
 
Führung im Projekt - eine projektlotsen.biz Simulation
Führung im Projekt - eine projektlotsen.biz SimulationFührung im Projekt - eine projektlotsen.biz Simulation
Führung im Projekt - eine projektlotsen.biz Simulation
 
Integriertes Projektmanagement 2012
Integriertes Projektmanagement 2012Integriertes Projektmanagement 2012
Integriertes Projektmanagement 2012
 
Social Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwinden
Social Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwindenSocial Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwinden
Social Collaboration: Schwellen durch Kommunikation überwinden
 
Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO
Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO
Chancen und Krisenmanagement im Mittelstand Detlef Kahrs CONSIDEO
 
Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"
Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"
Digitale Assistenz "Gute Entscheidungen trifft, wer seine Möglichkeiten kennt"
 
Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101
Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101
Strategie-Netzwerk Innovationsmanagement 1101
 
[lehre] Fallbeispiele
[lehre] Fallbeispiele [lehre] Fallbeispiele
[lehre] Fallbeispiele
 

Mehr von stifterverband

Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018
Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018
Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018
stifterverband
 
Entwickung der Unternehmensdrittmittel
Entwickung der UnternehmensdrittmittelEntwickung der Unternehmensdrittmittel
Entwickung der Unternehmensdrittmittel
stifterverband
 
Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017
Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017
Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017
stifterverband
 
Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"
Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"
Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"
stifterverband
 
Mint Hs Zittau Goerlitz
Mint Hs Zittau GoerlitzMint Hs Zittau Goerlitz
Mint Hs Zittau Goerlitz
stifterverband
 
Mint Hs Bremerhaven
Mint Hs BremerhavenMint Hs Bremerhaven
Mint Hs Bremerhaven
stifterverband
 
Fachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativ
Fachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativFachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativ
Fachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativ
stifterverband
 

Mehr von stifterverband (7)

Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018
Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018
Stiftungsprofessuren in Deutschland 2018
 
Entwickung der Unternehmensdrittmittel
Entwickung der UnternehmensdrittmittelEntwickung der Unternehmensdrittmittel
Entwickung der Unternehmensdrittmittel
 
Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017
Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017
Ergebnisse des ZiviZ-Surveys 2017
 
Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"
Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"
Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"
 
Mint Hs Zittau Goerlitz
Mint Hs Zittau GoerlitzMint Hs Zittau Goerlitz
Mint Hs Zittau Goerlitz
 
Mint Hs Bremerhaven
Mint Hs BremerhavenMint Hs Bremerhaven
Mint Hs Bremerhaven
 
Fachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativ
Fachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativFachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativ
Fachhochschule Gelsenkirchen: Mehr MINT-Absolventen mit FH kooperativ
 

Zusammenfassung des Forums Hochschulräte am 27. September 2012

  • 1. 05.10.2012 Versuch einer handlungsorientierten Zusammenfassung der Diskussion des Forums Hochschulräte Prof. Dr. Frank Ziegele | Berlin, September 2012 Zusammenführung der Positionen − Konsens: Hochschulratskonstruktion kann im Prinzip klassische Blockaden überwinden in diesem Sinne ist eine Stärkung des Präsidiums richtig allerdings kann „Unterwachung“ zum Problem werden, völlig unkontrolliertes Handeln Präsidium (oder sogar Präsident(in)?) − Welche praktischen Maßnahmen taugen dazu, ein adäquates Maß an Kontrolle zu schaffen? − Umsetzung der Kontroverse in konkrete Handlungsempfehlungen, aus Defiziten Optimierungsvorschläge machen! Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 2 1
  • 2. 05.10.2012 Versuch einer handlungsorientierten Zusammenfassung der Diskussion des Forums Hochschulräte Prof. Dr. Frank Ziegele | Berlin, September 2012 Zusammenführung der Positionen − Konsens: Hochschulratskonstruktion kann im Prinzip klassische Blockaden überwinden in diesem Sinne ist eine Stärkung des Präsidiums richtig allerdings kann „Unterwachung“ zum Problem werden, völlig unkontrolliertes Handeln Präsidium (oder sogar Präsident(in)?) − Welche praktischen Maßnahmen taugen dazu, ein adäquates Maß an Kontrolle zu schaffen? − Umsetzung der Kontroverse in konkrete Handlungsempfehlungen, aus Defiziten Optimierungsvorschläge machen! Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 2 1
  • 3. 05.10.2012 Empfehlungen (I) − Besetzung des Hochschulrats optimieren: Mindestkompetenzen sicherstellen oder schaffen ausgewogenes Kompetenzportfolio (in der Summe), um in der Hochschule mitreden zu können Mitglieder (oder Gäste!), die ein anderes internes Bild als das des Präsidenten beisteuern (ohne für interne Interessen zu instrumentalisieren), inkl. Studierende „Kümmerer“, die Zeit haben ggf. Know-how einkaufen (Bsp. Finanzen) – aber nur Unterstützung nicht „inzestuös“ (unkritische und distanzlose Personen aus persönl. Umfeld) − Kommunikationsmöglichkeit in die Hochschule hinein suchen („Bypass“): präsent sein: Begehungen, bilaterale Gespräche… mehr-perspektivische Eindrücke aktiv einholen, ungeschminktes, reales Bild erhalten „Bypass“ aus dem Hinterzimmer wieder herausholen, offiziell gebilligtes Mittel Gefahren: willkürliche, zufällige Eindrücke, Einmischung in operatives Geschäft Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 3 Empfehlungen (II) − adäquates Selbstverständnis schaffen: Stakeholder-Orientierung statt Präsidenten-Orientierung (Bsp. regionale Orientierung in ländlichen Gebieten) explorative Haltung, offenes Ohr Finger weg von Operativem! „Nur mit formalen Entscheidungskompetenzen wird ein HSR ernst genommen – aber er arbeitet idealerweise so, dass er als Berater wahrgenommen wird.“ Festhalten in University Governance Codex − Berichtswesen für HSR adäquat gestalten: die richtigen globalen Kennzahlen (von denen aber nicht unmittelbar das Gehalt des Präsidenten abhängen darf) profilbezogene Ausrichtung, kein deutsches Einheitssystem auch Benchmarking mit anderen Hochschulen erwägen Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 4 2
  • 4. 05.10.2012 Empfehlungen (I) − Besetzung des Hochschulrats optimieren: Mindestkompetenzen sicherstellen oder schaffen ausgewogenes Kompetenzportfolio (in der Summe), um in der Hochschule mitreden zu können Mitglieder (oder Gäste!), die ein anderes internes Bild als das des Präsidenten beisteuern (ohne für interne Interessen zu instrumentalisieren), inkl. Studierende „Kümmerer“, die Zeit haben ggf. Know-how einkaufen (Bsp. Finanzen) – aber nur Unterstützung nicht „inzestuös“ (unkritische und distanzlose Personen aus persönl. Umfeld) − Kommunikationsmöglichkeit in die Hochschule hinein suchen („Bypass“): präsent sein: Begehungen, bilaterale Gespräche… mehr-perspektivische Eindrücke aktiv einholen, ungeschminktes, reales Bild erhalten „Bypass“ aus dem Hinterzimmer wieder herausholen, offiziell gebilligtes Mittel Gefahren: willkürliche, zufällige Eindrücke, Einmischung in operatives Geschäft Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 3 Empfehlungen (II) − adäquates Selbstverständnis schaffen: Stakeholder-Orientierung statt Präsidenten-Orientierung (Bsp. regionale Orientierung in ländlichen Gebieten) explorative Haltung, offenes Ohr Finger weg von Operativem! „Nur mit formalen Entscheidungskompetenzen wird ein HSR ernst genommen – aber er arbeitet idealerweise so, dass er als Berater wahrgenommen wird.“ Festhalten in University Governance Codex − Berichtswesen für HSR adäquat gestalten: die richtigen globalen Kennzahlen (von denen aber nicht unmittelbar das Gehalt des Präsidenten abhängen darf) profilbezogene Ausrichtung, kein deutsches Einheitssystem auch Benchmarking mit anderen Hochschulen erwägen Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 4 2
  • 5. 05.10.2012 Empfehlungen (III) − keine institutionalisierte Rechenschaftspflicht des HSR (Richtung Ministerium / Parlament o.ä.) vorsehen: sonst Gefahr einer Mehrstimmigkeit der versch. Organe – die Hochschulleitung vertritt die HS in der Öffentlichkeit! Vorrang vor vertrauensbasierter Zusammenarbeit (lebendige Kommunikation, wechselseitige Information, Einladung Ministeriumsvertreter) Transparenz pflegen über Schwerpunkte und Entscheidungen etc. (Webseite, Begegnungen…) Auf Anfrage jederzeit Auskunft geben (Senat, Landtag, Wissenschaftsausschuss...), aber keine regelmäßige formalisierte „Fleißarbeit“ − Aufgaben des HSR ausgewogen wahrnehmen: Nicht nur auf „sympathische“ Aufgaben konzentrieren Weder Überschätzung noch Unterschätzung der eigenen Bedeutung Forum Hochschulräte "Checks and Balances" | Frank Ziegele | 27. September 2012 5 3