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Internationale Studierende an deutschen Universitäten
zwischen Bleibewunsch und realen Chancen
Abschlussveranstaltung zur Initiative Study & Work
Dr. Cornelia Schu | 15. Mai 2017 | Berlin
Seite 2
Agenda
2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib
3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg
4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance
5. Handlungsansätze
1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
Seite 3
Agenda
2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib
3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg
4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance
5. Handlungsansätze
1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
Deutschland ist eines der Top 5 Studienzielländer.
1. USA
784.427
2. UK
416.693
4. Frankreich
228.639
3. Australien
249.868
5. Deutschland
196.619
Quelle: Wissenschaft weltoffen 2016 auf Basis von OECD-Statistiken für 2013
Seite 5
In Deutschland studieren über 320.000 ausländische
Studierende – Tendenz steigend.
2.377.341 321.569
deutsche Studierende ausländische Studierende
235.858
85.711
Bildungsausländer Bildungsinländer
Quelle: Wissenschaft weltoffen 2016, Statisches Bundesamt für Wintersemester 2014/2015
Seite 6
Motivation für ein Studium in Deutschland: Arbeitsmarkt ist
der wichtigste Grund
Quelle: 20. DSW-Sozialerhebung (DZHW 2013)
20%
42%
49%
49%
54%
61%
65%
66%
71%
73%
81%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Studiengang auf Englisch
größeres Studienangebot
keine Studiengebühren
akademische Freiheit
D kennenlernen
D ist ein hochtechnisiertes Land
Sprachkenntnisse verbessern
bessere Studienbedingungen
Ruf deutscher Hochschulen
Spezialkenntnisse erwerben
Bessere Berufschancen
Zuwanderungspolitischer Konsens: Internationale Absolventen
halten.
Fachkräftekonzept der Bundesregierung (2011):
„Ausländische Absolventen […] durch einen hindernisfreien Zugang
zum Arbeitsmarkt als Arbeitskräfte zu halten.“
Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (2013):
„Bis Ende des Jahrzehnts wollen wir dafür sorgen, dass die Zahl
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CDU 2017: „[Ausländische] Studenten holen und halten“
SPD: „Ausländer, die einen deutschen Hochschulabschluss gemacht
haben, dafür gewinnen, dauerhaft hier zu leben und zu arbeiten.“
Seite 8
Für internationale Absolventen deutscher Hochschulen
gelten besonders liberale Bleiberegelungen.
Internationale
Hochschulabsolventen
ARBEITSUCHE IN D
max. 18 Monate
Suche direkt im
Anschluss an Studium
Erwerbstätigkeit
während Suche
möglich
nach 2
Jahren
BESCHÄFTIGUNG IN D
keine Vorrangprüfung
Job entspricht
Qualifizierung
Mindestgehalt
nur bei Blue Card
auch für Selbstständige
Das deutsche Aufenthaltsrecht für internationale Absolventen
zählt zu den großzügigsten weltweit.
Seite 9
Internationale Studierende sind Idealzuwanderer für den
Arbeitsmarkt, sie …
… sind hervorragend ausgebildet, öfter auch in MINT-Fächern.
… sind mit den Gegebenheiten in Deutschland gut vertraut.
… können oft besser Deutsch sprechen als andere Neuzuwanderer.
Aber:
Wollen sie überhaupt bleiben?
Quellen: SVR-Forschungsbereich 2012, Alichniewicz/Geis 2013
Seite 10
Agenda
2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib
3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg
4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance
5. Handlungsansätze
1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
Die Studie „Study & Work“: Wie gelingt der Berufseinstieg
von internationalen Studierenden in Deutschland?
Juli – August
2015
Dezember 2016
– März 2017
18 Monate
5.165 1.321 (25,6 %)
Seite 12
7 von 10 internationalen Studierenden wollen nach
Studienende in Deutschland bleiben.
 Im Herkunftsland
 In einem anderen EU-Staat
 In einem anderen Staat außerhalb der EU
 In Deutschland
 In Deutschland unter 1 Jahr
 In Deutschland mindestens 1 Jahr
 In Deutschland mindestens 3 Jahre
 In Deutschland mindestens 5 Jahre
Quelle: Study & Work 2015; SVR-Forschungsbereich
Seite 13
18 Monate später sind aber auch jene Absolventen
überwiegend geblieben, die eigentlich wieder gehen wollten.
Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich
Davon:
Seite 14
Regionale Bleibeabsicht: Internationale Studierende sind
mobil und wollen dorthin, wo es attraktive Jobs gibt.
Quelle: Study & Work 2015; SVR-Forschungsbereich
Seite 15
Agenda
2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib
3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg
4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance
5. Handlungsansätze
1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
Seite 16
BAMF-Absolventen-Studie:
30 Prozent der in Deutschland
gebliebenen internationalen
Absolventen sind mehr als ein Jahr
nach Abschluss arbeitsuchend.
arbeitssuchend,
ohne
Beschäftigung
arbeitssuchend,
ohne Vollzeitstelle
arbeitssuchend,
trotz Vollzeitstelle
Außerdem: Bleibewillig,
aber Auswanderung nach
erfolgloser Arbeitssuche
in Deutschland
Internationale Studierende: Verbleib ≠ Berufseinstieg.
SVR-Forschungsbereich 2015; Sonderauswertung BAMF-Absolventenbefragung;
Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich
Study & Work 2015-17
bestätigt:
29,5 Prozent Arbeitssuchende
unter den verbliebenen
Absolventen.
Für internationale Studierende existieren ernstzunehmende
Hürden beim Berufseinstieg in Deutschland.
• unzureichende Sprachkenntnisse
• mangelnde Kenntnis der Arbeitswelt in Deutschland
• Unkenntnis über Bleibemöglichkeiten, uneinheitliche Verwaltungspraxis
in Ausländerbehörden
• fehlende Netzwerke in Deutschland
• wenig bedarfsgerechte Unterstützung an der Hochschule bzw.
mangelnde Inanspruchnahme
• zurückhaltende Arbeitgeber (v.a. kleinere Unternehmen)
• Studienabbruch
Seite 18
Multiple Hürden bei vielen Studierenden.
3,6
16,6
27,3
26,1
15,7
7,8
2,2 0,6 0,1
0,0%
5,0%
10,0%
15,0%
20,0%
25,0%
30,0%
Keine
Hürden
1
Hürde
2
Hürden
3
Hürden
4
Hürden
5
Hürden
6
Hürden
7
Hürden
8
Hürden
Erfragte Hürden:
• Deutschsprachgebrauch
• Arbeitserfahrungen in
Deutschland
• Bewerbungskompetenzen
• Bewerbungsrelevante
soziale Netzwerke
• Nutzung der
Beratungsangebote an
der Hochschule
• Diskriminierung bei der
Arbeitssuche
• Studienabbruch erwogen
Quelle: Study & Work 2015; SVR-Forschungsbereich
26,4 %
52,5 %
Seite 19
Gründe für Weiterwanderung: Arbeitsplatzoptionen sind sehr
wichtig.
Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich
16,0
28,2
28,7
30,9
34,6
39,9
42,6
42,6
43,1
46,8
51,1
0,0% 10,0% 20,0% 30,0% 40,0% 50,0% 60,0%
Partner/in gefolgt
Familie wollte Wegzug
In Deutschland unwohl gefühlt
Aufenthaltstitel war nicht mehr gültig
Verpflichtung zur Rückkehr ins Heimatland
Studium/Promotion im Ausland fortsetzen
Gutes Arbeitsangebot im Ausland
Wegzug von Studienbeginn an geplant
berufliche Erfahrungen in anderem Land sammeln
Keinen angemessenen Arbeitsplatz in Deutschland
gefunden
Rückkehr in die Heimat gewünscht
Seite 20
Stellensuche in Deutschland scheitert oft an fehlender
Praxiserfahrung und geringen Deutschkenntnissen.
19,2
25,3
32,3
33,3
37,4
44,4
55,6
56,2
79,5
0,0% 50,0% 100,0%
befristeter Aufenthaltstitel
schwierige Vereinbarkeit Familie-Beruf
unpassende Arbeitsbedingungen
Verwaltungsaufwand wegen Staatsangehörigkeit
fehlende Anerkennung durch Ausländerbehörde
keine Wertschätzung ausländische
Berufserfahrung
Mangelnde Deutschkenntnisse
Geringes Stellenangebot
fehlende Berufserfahrung
Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich
Seite 21
Erfolgreiche Bewerbungsstrategien wie Einstieg über Praxis
(Studienjob oder Praktikum) werden zu wenig genutzt.
Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich
14,3
16,0
23,3
26,5
33,3
35,9
37,5
54,3
54,5
61,5
78,1
6,4
15,8
18,2
48,1
2,4
26,6
25,6
24,2
17,2
6,7
93,3
0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0
Durch freiwilliges Engagement
Vermittlung durch Hochschule
Über die Bundesagentur für Arbeit
Initiativbewerbung
Unternehmensgründung
Über Freunde
Über Fachmessen
Über Praktikum/Abschlussarbeit
Über Studienjob
Vermittlung durch Hochschullehrer
Bewerbung auf Ausschreibung
Bewerbungsstrategie erfolgreiche Strategie
Seite 22
Agenda
2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib
3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg
4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance
5. Handlungsansätze
1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
Seite 23
Praxiserfahrungen begünstigen gute Startbedingungen für
den Berufseinstieg von internationalen Master-Studierenden.
Freiwilliges Engagement und Praktika während des
Studiums lohnen sich!
Ergebnisse:
 Langandauernde Praktika befördern Wissen über Arbeitsmarkt und
Aufenthaltsrecht sowie Deutschkenntnisse.
 Vielseitig engagierte Studierende sind besser informiert, haben besseren
Problemlösekompetenzen und sind besser vernetzt. Zudem fühlen sie sich
eher zu Deutschland zugehörig und haben mehr Freunde.
 Regelmäßig engagierte Studierende sprechen besser Deutsch.
Freiwilliges Engagement als niedrigschwellige und zeitökonomische
Praxiserfahrung zahlt sich für internationale Studierende für ihre Karriere aus.
Aber: Engagement ersetzt keine Praktika (s. Bewerbungskompetenzen) und
natürlich kein Studium. Es kann aber z.B. den Weg zu Praktika ebnen.
Seite 25
Agenda
2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib
3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg
4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance
5. Handlungsansätze
1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
Seite 26
Regionales Übergangsmanagement zwischen Studium und
Beruf ausbauen.
Infografik: SVR-Forschungsbereich 2015 „Zugangstor Hochschule“
Seite 27
Arbeitsmarktintegration von internationalen Studierenden
fängt im Studium an!
Bleibeabsichten
fördern:
Arbeitsmarktfähigkeit
frühzeitig verbessern:
Soziale und kulturelle Bindungen stärken
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Deutschkompetenz stärken
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Seite 28
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Kontakt: schu@svr-migration.de

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Begleitforschung zur Initiative "Study & Work"

  • 1. Internationale Studierende an deutschen Universitäten zwischen Bleibewunsch und realen Chancen Abschlussveranstaltung zur Initiative Study & Work Dr. Cornelia Schu | 15. Mai 2017 | Berlin
  • 2. Seite 2 Agenda 2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib 3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg 4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance 5. Handlungsansätze 1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
  • 3. Seite 3 Agenda 2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib 3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg 4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance 5. Handlungsansätze 1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
  • 4. Deutschland ist eines der Top 5 Studienzielländer. 1. USA 784.427 2. UK 416.693 4. Frankreich 228.639 3. Australien 249.868 5. Deutschland 196.619 Quelle: Wissenschaft weltoffen 2016 auf Basis von OECD-Statistiken für 2013
  • 5. Seite 5 In Deutschland studieren über 320.000 ausländische Studierende – Tendenz steigend. 2.377.341 321.569 deutsche Studierende ausländische Studierende 235.858 85.711 Bildungsausländer Bildungsinländer Quelle: Wissenschaft weltoffen 2016, Statisches Bundesamt für Wintersemester 2014/2015
  • 6. Seite 6 Motivation für ein Studium in Deutschland: Arbeitsmarkt ist der wichtigste Grund Quelle: 20. DSW-Sozialerhebung (DZHW 2013) 20% 42% 49% 49% 54% 61% 65% 66% 71% 73% 81% 0% 20% 40% 60% 80% 100% Studiengang auf Englisch größeres Studienangebot keine Studiengebühren akademische Freiheit D kennenlernen D ist ein hochtechnisiertes Land Sprachkenntnisse verbessern bessere Studienbedingungen Ruf deutscher Hochschulen Spezialkenntnisse erwerben Bessere Berufschancen
  • 7. Zuwanderungspolitischer Konsens: Internationale Absolventen halten. Fachkräftekonzept der Bundesregierung (2011): „Ausländische Absolventen […] durch einen hindernisfreien Zugang zum Arbeitsmarkt als Arbeitskräfte zu halten.“ Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (2013): „Bis Ende des Jahrzehnts wollen wir dafür sorgen, dass die Zahl ausländischer Studierender […] auf etwa 350.000 gesteigert wird.“ Forderung von BDA, BDI und HRK (2014): „Strategie zur Fachkräftesicherung muss […] qualifizierte Zuwanderung fördern. Internationale Absolventen deutscher Hochschulen sind ideale Zuwanderer…“ Diskussion über neues Zuwanderungsgesetz (2015): CDU 2017: „[Ausländische] Studenten holen und halten“ SPD: „Ausländer, die einen deutschen Hochschulabschluss gemacht haben, dafür gewinnen, dauerhaft hier zu leben und zu arbeiten.“
  • 8. Seite 8 Für internationale Absolventen deutscher Hochschulen gelten besonders liberale Bleiberegelungen. Internationale Hochschulabsolventen ARBEITSUCHE IN D max. 18 Monate Suche direkt im Anschluss an Studium Erwerbstätigkeit während Suche möglich nach 2 Jahren BESCHÄFTIGUNG IN D keine Vorrangprüfung Job entspricht Qualifizierung Mindestgehalt nur bei Blue Card auch für Selbstständige Das deutsche Aufenthaltsrecht für internationale Absolventen zählt zu den großzügigsten weltweit.
  • 9. Seite 9 Internationale Studierende sind Idealzuwanderer für den Arbeitsmarkt, sie … … sind hervorragend ausgebildet, öfter auch in MINT-Fächern. … sind mit den Gegebenheiten in Deutschland gut vertraut. … können oft besser Deutsch sprechen als andere Neuzuwanderer. Aber: Wollen sie überhaupt bleiben? Quellen: SVR-Forschungsbereich 2012, Alichniewicz/Geis 2013
  • 10. Seite 10 Agenda 2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib 3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg 4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance 5. Handlungsansätze 1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
  • 11. Die Studie „Study & Work“: Wie gelingt der Berufseinstieg von internationalen Studierenden in Deutschland? Juli – August 2015 Dezember 2016 – März 2017 18 Monate 5.165 1.321 (25,6 %)
  • 12. Seite 12 7 von 10 internationalen Studierenden wollen nach Studienende in Deutschland bleiben.  Im Herkunftsland  In einem anderen EU-Staat  In einem anderen Staat außerhalb der EU  In Deutschland  In Deutschland unter 1 Jahr  In Deutschland mindestens 1 Jahr  In Deutschland mindestens 3 Jahre  In Deutschland mindestens 5 Jahre Quelle: Study & Work 2015; SVR-Forschungsbereich
  • 13. Seite 13 18 Monate später sind aber auch jene Absolventen überwiegend geblieben, die eigentlich wieder gehen wollten. Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich Davon:
  • 14. Seite 14 Regionale Bleibeabsicht: Internationale Studierende sind mobil und wollen dorthin, wo es attraktive Jobs gibt. Quelle: Study & Work 2015; SVR-Forschungsbereich
  • 15. Seite 15 Agenda 2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib 3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg 4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance 5. Handlungsansätze 1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
  • 16. Seite 16 BAMF-Absolventen-Studie: 30 Prozent der in Deutschland gebliebenen internationalen Absolventen sind mehr als ein Jahr nach Abschluss arbeitsuchend. arbeitssuchend, ohne Beschäftigung arbeitssuchend, ohne Vollzeitstelle arbeitssuchend, trotz Vollzeitstelle Außerdem: Bleibewillig, aber Auswanderung nach erfolgloser Arbeitssuche in Deutschland Internationale Studierende: Verbleib ≠ Berufseinstieg. SVR-Forschungsbereich 2015; Sonderauswertung BAMF-Absolventenbefragung; Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich Study & Work 2015-17 bestätigt: 29,5 Prozent Arbeitssuchende unter den verbliebenen Absolventen.
  • 17. Für internationale Studierende existieren ernstzunehmende Hürden beim Berufseinstieg in Deutschland. • unzureichende Sprachkenntnisse • mangelnde Kenntnis der Arbeitswelt in Deutschland • Unkenntnis über Bleibemöglichkeiten, uneinheitliche Verwaltungspraxis in Ausländerbehörden • fehlende Netzwerke in Deutschland • wenig bedarfsgerechte Unterstützung an der Hochschule bzw. mangelnde Inanspruchnahme • zurückhaltende Arbeitgeber (v.a. kleinere Unternehmen) • Studienabbruch
  • 18. Seite 18 Multiple Hürden bei vielen Studierenden. 3,6 16,6 27,3 26,1 15,7 7,8 2,2 0,6 0,1 0,0% 5,0% 10,0% 15,0% 20,0% 25,0% 30,0% Keine Hürden 1 Hürde 2 Hürden 3 Hürden 4 Hürden 5 Hürden 6 Hürden 7 Hürden 8 Hürden Erfragte Hürden: • Deutschsprachgebrauch • Arbeitserfahrungen in Deutschland • Bewerbungskompetenzen • Bewerbungsrelevante soziale Netzwerke • Nutzung der Beratungsangebote an der Hochschule • Diskriminierung bei der Arbeitssuche • Studienabbruch erwogen Quelle: Study & Work 2015; SVR-Forschungsbereich 26,4 % 52,5 %
  • 19. Seite 19 Gründe für Weiterwanderung: Arbeitsplatzoptionen sind sehr wichtig. Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich 16,0 28,2 28,7 30,9 34,6 39,9 42,6 42,6 43,1 46,8 51,1 0,0% 10,0% 20,0% 30,0% 40,0% 50,0% 60,0% Partner/in gefolgt Familie wollte Wegzug In Deutschland unwohl gefühlt Aufenthaltstitel war nicht mehr gültig Verpflichtung zur Rückkehr ins Heimatland Studium/Promotion im Ausland fortsetzen Gutes Arbeitsangebot im Ausland Wegzug von Studienbeginn an geplant berufliche Erfahrungen in anderem Land sammeln Keinen angemessenen Arbeitsplatz in Deutschland gefunden Rückkehr in die Heimat gewünscht
  • 20. Seite 20 Stellensuche in Deutschland scheitert oft an fehlender Praxiserfahrung und geringen Deutschkenntnissen. 19,2 25,3 32,3 33,3 37,4 44,4 55,6 56,2 79,5 0,0% 50,0% 100,0% befristeter Aufenthaltstitel schwierige Vereinbarkeit Familie-Beruf unpassende Arbeitsbedingungen Verwaltungsaufwand wegen Staatsangehörigkeit fehlende Anerkennung durch Ausländerbehörde keine Wertschätzung ausländische Berufserfahrung Mangelnde Deutschkenntnisse Geringes Stellenangebot fehlende Berufserfahrung Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich
  • 21. Seite 21 Erfolgreiche Bewerbungsstrategien wie Einstieg über Praxis (Studienjob oder Praktikum) werden zu wenig genutzt. Quelle: Study & Work 2015-17; SVR-Forschungsbereich 14,3 16,0 23,3 26,5 33,3 35,9 37,5 54,3 54,5 61,5 78,1 6,4 15,8 18,2 48,1 2,4 26,6 25,6 24,2 17,2 6,7 93,3 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 Durch freiwilliges Engagement Vermittlung durch Hochschule Über die Bundesagentur für Arbeit Initiativbewerbung Unternehmensgründung Über Freunde Über Fachmessen Über Praktikum/Abschlussarbeit Über Studienjob Vermittlung durch Hochschullehrer Bewerbung auf Ausschreibung Bewerbungsstrategie erfolgreiche Strategie
  • 22. Seite 22 Agenda 2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib 3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg 4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance 5. Handlungsansätze 1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
  • 23. Seite 23 Praxiserfahrungen begünstigen gute Startbedingungen für den Berufseinstieg von internationalen Master-Studierenden.
  • 24. Freiwilliges Engagement und Praktika während des Studiums lohnen sich! Ergebnisse:  Langandauernde Praktika befördern Wissen über Arbeitsmarkt und Aufenthaltsrecht sowie Deutschkenntnisse.  Vielseitig engagierte Studierende sind besser informiert, haben besseren Problemlösekompetenzen und sind besser vernetzt. Zudem fühlen sie sich eher zu Deutschland zugehörig und haben mehr Freunde.  Regelmäßig engagierte Studierende sprechen besser Deutsch. Freiwilliges Engagement als niedrigschwellige und zeitökonomische Praxiserfahrung zahlt sich für internationale Studierende für ihre Karriere aus. Aber: Engagement ersetzt keine Praktika (s. Bewerbungskompetenzen) und natürlich kein Studium. Es kann aber z.B. den Weg zu Praktika ebnen.
  • 25. Seite 25 Agenda 2. Study & Work-Studie: Bleibeabsicht und Verbleib 3. Study & Work-Studie: Hürden zum Berufseinstieg 4. Study & Work-Studie: Freiwilliges Engagement als Chance 5. Handlungsansätze 1. Internationale Studierende: Begehrte Idealzuwanderer
  • 26. Seite 26 Regionales Übergangsmanagement zwischen Studium und Beruf ausbauen. Infografik: SVR-Forschungsbereich 2015 „Zugangstor Hochschule“
  • 27. Seite 27 Arbeitsmarktintegration von internationalen Studierenden fängt im Studium an! Bleibeabsichten fördern: Arbeitsmarktfähigkeit frühzeitig verbessern: Soziale und kulturelle Bindungen stärken Berufliche Perspektiven aufzeigen Deutschkompetenz stärken Pflichtpraktika und Praxis fördern Frühzeitige Karriereberatung anbieten
  • 28. Seite 28 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Kontakt: schu@svr-migration.de