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Führung
CC-by-Lizenz,
Autor: Bernd Schmid
für isb-w.eu
Systemische Professionalität 2013

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Dr. Bernd Schmid
Fachtag Fa. Hauser Consulting, Augsburg

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26.04.2013
Führung - Kultur - Entwicklung
Workshop
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Jenseits von Befehl und Gehorsam
Keine instruktive Kommunikation
Stimulation von Eigensteuerung lebendiger Systeme
Frei nach Bateson:
»Wenn ich einen Fußball in genau berechneter Weise trete, kann
ich berechnen wie und wohin er sich bewegt. Bei einem Hund ist
das anders.«
 Führung von Menschen bezogen auf Rollen mit erheblicher
eigener Verantwortung und bezogen auf Tätigkeiten, die
eigene Ausgestaltung erfordern.

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Definition
Führen heißt, jemanden durch Kommunikation bewegen,
sinnvoll bei Wirklichkeitsgestaltung mitzuwirken.
(Theatermetapher: Inszenierung + Regie)
Die richtige Führung gibt es nicht.
Erfolgreiche Führung ja.
Führung die Kultur transportiert und zu
Kulturentwicklung beiträgt auch!
Und es gibt Führung die bestimmten Werten zuträgt.

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Autor: Bernd Schmid
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Führungsstile
Tausend Arten und Stile Führung zu bewerkstelligen:
Pina Bausch – Wuppertal:
Aufmerksamkeit, Entfaltungsraum und Anregung
(wenig Drehbuch)
John Neumeier – HH:
Entwerfen und in enger Bezogenheit einstudieren
(viel Drehbuch)

Egal wie: am Ende tanzen die Tänzer und nicht der
Choreograph!

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Führung im Kontext
 Führung meint bestimmte Dimensionen der Gestaltung von
Wirklichkeit.
 Führung findet immer in einem Kontext statt,
der berücksichtigt werden muss.
 Führung spielt zusammen mit anderen Faktoren der
Wirklichkeitsgestaltung  Theatermetapher
(Bühne, Requisiten etc. aber auch Aufführungs- und
Trainingsbedingungen)

 Damit Führung gelingt, muss viel zusammengeführt werden!

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Führung als Perspektive






Führung ist eine komplexe Kulturleistung
eingebettet in Organisationskultur.
Führung ist kein Ding, sondern eine Perspektive
Führung als Gestaltungsdimension kann daher letztlich nicht
isoliert werden,
genauso wenig wie Leistung, Verantwortung, Macht und
andere Dimensionen der Kulturgestaltung.

Perspektivenkatalog statt System, randscharf vs. kernprägnant

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Führungsbeziehung
Ist Führung ein individuelles Verhalten?
Ist Führungskompetenz eine persönliche Eigenschaft?
Metapher: Reiter/Pferd oder Chorleiter/Chor






Kleinste Einheit: Führungsbeziehung.
Beziehung kann nicht alleine gestaltet werden.
Kompetente Führung ist Merkmal einer Beziehung
Führung ist so gut wie sie komplementär gestaltet wird
Erfordert komplementäre Kompetenz der an der
Führungsbeziehung Beteiligten.

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Autor: Bernd Schmid
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Seite 10
Führungssystem
Eigenschaft die einer Kette von Führungsbeziehungen
 Eine Systemkompetenz
Führungssystem = Netz der Führungsbeziehung
Herausgehoben: Hierarchie

Andere Führungsbeziehungen (Projekte, spezielle Vorhaben)
komplexes Netzwerk, nicht nur in einer Matrix-Organisation
 Value-Network – Kooperationsbeziehungen
über Organisationsgrenzen hinweg.

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Systemische Professionalität 2013

Auch dort ist Führung relevant z.B.  Konsortialführerschaft.

Seite 11
Führungssystem - Entwicklung
Führungssystementwicklung durch gezielte
Kulturbegegnungen und Wirklichkeitsabgleiche der
beteiligten Systeme. Horizontal + Vertikal
 Teilt man Wirklichkeiten/Horizonte?
 Kennt man die anderen Wirklichkeiten/Horizonte
 Kann man wechselseitig diese aufeinander beziehen?
 Kann man Steuerungsimpulse abgestimmt übersetzen?




Kulturbegegnungsmodell und
Ebenen der Wirklichkeitsbegegnung

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Seite 12
Führung + Professionalitiät
Durch „Amtsantritt“ kann die Auseinandersetzung mit dem
Führungssystem nicht ersetzt werden. Sonst Papiertiger oder
Feigenblatt.
Reicht arrivierte Fachkraft?
 Bei einer Führungskraft ist Gestaltung von
Führungsbeziehungen Kernkompetenz und Kerntätigkeit.
 Dies verlangt heute Professionalität und Qualifikation.

Die Übernahme von Führungsverantwortung
sollte gut abgeklärt sein.

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Autor: Bernd Schmid
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Seite 13
Führung + Macht






Führungsbeziehungen sind Machtbeziehungen.
Führung sollte autorisiert sein. Beteiligte wollen die Führung.
Auch Hoheitsmacht hilft nur, wenn sie gewürdigt wird.
Das System muss Führung wollen und entwickeln.
Neue Besen leiden oft.
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Autor: Bernd Schmid
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Systemische Professionalität 2013

Seite 14
Führungsverantwortung
Führung stellt Fragen der wechselseitigen steuernden
Beeinflussung durch Kommunikation.
Führungsverantwortung heißt dort Antworten zu finden, wo
jemand für die Gestaltungsbeiträge anderer zuständig ist.
 Störungen im Verantwortungssystem
 Behebung durch Führungsdialog
 Notfalls durch hoheitliche Eingriffe
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Autor: Bernd Schmid
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Seite 15
Doppelte Verantwortung
Führungsverantwortung heißt dafür zuständig zu sein,
1. was durch Führung erreicht werden soll also die zu gestaltende Wirklichkeit
(soweit sie nicht die Führung selbst ist)
2. wie Kommunikation wirksam gestaltet werden kann.
Verantwortung kann nicht „wegdelegiert“ werden, weil man für die
Delegation im Rahmen von Führungsbeziehungen verantwortlich
bleibt.
(Daher müssen Minister die politische Verantwortung
übernehmen, wenn in ihrem Hause etwas schief läuft.)

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Autor: Bernd Schmid
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Systemische Professionalität 2013

Seite 16
Vermeidung von
Führungsverantwortung








Verordnung von Selbstführung durch lediglich formale
Zielvorgabe
Druck, Kontrolle etc.
Zentralisierung/Normierung
Verzicht auf Führung durch Freigabe:
„die Besten brauchen keine Führung!“
Desintegration
(Top Spieler brauchen Top Regisseure / Trainer)
Dezentralisierung
Fehlende Beziehung bzw. Barrieren zwischen
Führungsebenen  Aquaplaning-Effekt

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Seite 17
Führung: isb-Gütekriterien





Führung braucht Würdigung auf Augenhöhe
Führungsbeziehungen brauchen empfundene Gerechtigkeit
Führung wird durch Selbstwirksamkeitserfahrung in der
Führungsbeziehung gestärkt.
Führungsbeziehungen brauchen Charme für die eigenen
Identität- und Entwicklungswünsche

Vorsicht:

Sonst kein „seelischer Kontrakt“
Ausbeutungsbeziehungen und Rattenfängerei

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Seite 18
Gütekriterien eines Führungssystems
 Ein Führungssystem ist so gut, wie es durchgehende Ketten
bildet, über die Impulse vom Ausgangspunkt bis zum
relevanten Endpunkt laufen.
 (Gehirn: What fires together wires together)
 In Hierarchien gilt dies Topdown
genauso wie Bottom up.
 Eine Führungsbeziehung ist so gut wie sich die Beteiligten
aneinander ankoppeln und sich gegenseitig erreichen.
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Seite 19
Operative Führung vs.
Strategische Führung



Tagesregie vs. Neuinszenierungsregie
Ohne entwickelte Kultur operativer Führung ist Kompetenz in
strategischer Führung unwahrscheinlich

Strategische Führung und
strategisches Management




Drehbuch und Regie gehören zusammen, nicht unbedingt
innerhalb der Beteiligten.
Fehlende oder schlechte Drehbücher führen zu beliebigen
Aufführungen oder brauchen überdimensional Regie.

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Systemische Professionalität 2013

Seite 20
Führung + Reifegrad



Reifegrad der Beteiligten Individuen
Reifegrad der Führungskultur

Wenn das Führungssystem unreif ist, kann dies nur begrenzt
durch den Reifegrad einzelner Führungskräfte ausgeglichen
werden.
Engagement nicht nur für eigenes Führungsverhalten,
sondern für Pflege des Führungssystems.

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Autor: Bernd Schmid
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Systemische Professionalität 2013

Seite 21
Führung durch Kulturentwicklung
Kompetent arbeiten heißt:
 zu 50 % seine Arbeit zu machen und
 zu 50 % schauen wie man seine Arbeit macht, wie man sie
entwickeln muss, mit wem man wie kooperieren sollte

Kulturbildung muss einerseits konkret Dinge regeln und
andererseits immer wieder ein Beispiel dafür sein
 wie machen wir es hier und
 wie erfahren wir uns dabei, wie stimmen wir uns ab?
Immer mit der Frage: „What ist this an example for?“

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Systemische Professionalität 2013

Seite 22
OE-Führungs-Lernen
Teil I







Inwiefern sind Voraussetzungen für OE seitens der
Organisation gegeben?
Inwiefern sind Spielräume und Ressourcen für notwendiges
Lernen gegeben?
Welche Erfahrung hat das System, welche die
Hauptverantwortlichen?
Wo steht das Vorhaben, welche Freiheiten, „Zugzwänge“,
Unterstützungen sind möglich,
Gibt es Dialogpartner für Verantwortungsdialoge?

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Autor: Bernd Schmid
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Systemische Professionalität 2013

Seite 23
OE-Führungs-Lernen
Teil II




Wie ist Verantwortung konfiguriert, welche Rolle die
Schlüsselfiguren haben/möchten/aufgedrückt bekommen?
Welche Landkarten haben die Beteiligten für das Projekt und
ihren Beitrag, welche andere in der Organisation?
Welche Lernebenen und –bedarfe liegen in der Organisation
vor, welche bei den Hauptverantwortlichen?
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Seite 24
Lern-Kultur
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Seite 25
»Ob Kinder lernen, was wir ihnen
beibringen wollen, ist fraglich.
Unser Benehmen dabei lernen sie
allemal«
Bernd Schmid (1998):
„Originalton – Sprüche aus dem Institut für systemische Beratung“.
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Seite 26
Kann man Kultur lehren?
Damit Kultur Lernen erzeugt





Im isb gibt es keine Lehre über
richtige Kultur oder Werte im Unternehmen.
Aber wir beschränken uns nicht auf persönliches Verhalten
und Vorbild, sondern leben und vermitteln eine Didaktik, über
die andere Aufmerksamkeiten und positive Kulturbeiträge
gelernt werden.
Und natürlich gestalten wir die Rahmen, dass sie die
gewünschte Kultur befördern und nicht Kultur schlechte
Rahmenbedingungen kompensieren soll.

CC-by-Lizenz,
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Systemische Professionalität 2013

Seite 27
Wenn Lernen Kultur erzeugen soll…



Besser im Kulturraum lernen, für den gelernt werden soll.
Die Lernkultur soll prototypisch sein für intelligentes
Alltagslernen im Berufsleben.
 Beispiel kollegiale Beratung (trojanisches Pferd)




Lernen und arbeiten gehören zusammen.
Daher Didaktik für selbstorganisiertes Lernen zwischen
Professionellen bei großer Diversität (Vorbildung/berufliche
Funktionen/Felder/ Organisationstypen/ gesellschaftliche Felder)
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Seite 28
Meta-Lernen
 Jeden stärken, zu seinem Lernstil zu finden
 gemeinsame Gewohnheiten des berufsbezogenen
Lernens entwickeln
 lernen, seine Kompetenzen einzubringen (Bauweise,
Gebrauchsanweisung)
 andere optimal im Lernen fördern (Fragen, Kontrakte)
 dabei Regie- und Methodenkompetenz für
eigenständiges gemeinsames Weiterlernen erwerben

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Seite 29
Führungswissen
Für Führung gibt es bewährte Dimensionen, Kriterien und
Arbeitsfiguren. Diese waren Kultur- und Feldspezifisch, haben
aber doch zu einem Grundbestand an Know-How geführt.
Verallgemeinerung:
geteilter Grundbestand an Know-How und Orientierungen.
Spezifikation:
Ob und wie Führung gelingen kann, muss jeweils Kultur- und
Feldspezifisch erarbeitet werden.

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Seite 30
Melodie und Musik
Einbeziehung des ganzen Menschen,
ohne ihn zum Ersatz-Inhalt zu machen.
Also die Wesensart und Selbstverwirklichungsneigungen der
beteiligten Akteure, ihre ganz eigenen Stilarten der
Wirklichkeitserzeugung mitberücksichtigen, aber als Ober- und
Untertöne der Kulturmusik, die dabei gespielt wird.
Während die Melodie wird durch den jeweiligen
Organisationszweck bestimmt wird, macht die dabei gelebte
Kultur die Musik.

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Systemische Professionalität 2013

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Fragmentarischer Ansatz
Beispiele sind Transportmittel für Kulturbildung, für all die Themen
und Kulturdimensionen, die nicht ausdrücklich angesprochen und
geregelt werden können.
Integriert lernen am Lernkulturbeispiel
Menschen und Wissen reinholen, soweit sie integriert werden
können, statt Wissenbestände anhäufen und dann
Transfer
Qualitativer Transfer
Folgelernen anbahnen  dafür Didaktik

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Systemische Professionalität 2013

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Implizites Wissen
Tacit knowledge
Letztlich kann keiner wirklich formulieren, worauf es bei
Lernen und Kultur wirklich ankommt, doch hat jeder ein
hinreichend gutes implizites Verständnis darüber.
Urteilsfähigkeit in Sachen Kultur
Man spürt die Abweichung (somatic marker) und nimmt das
zum Anlass, das Sagbare zu formulieren. Doch bildet das
Sagbare nur eine poröse Oberfläche mit Bezug zur gemeinten
Kultur
Prinzip der Beiläufigkeit (Julius Kuhl) in Schmidt G., Kuhl J.
u.a.: Die Kraft von Imaginationen und Visionen

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Balance von Konstruktion und
Selbstorganisation

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ist selten verborgen,
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2. Führung - Kloster Holzen 2013

  • 1. Führung CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 1
  • 2. Zu diesem PDF…  Die nachfolgenden Folien des Vortrags sind mit den dazugehörigen Stellen eines Videos verbunden.  Das Video befindet sich auf YouTube und wird automatisch an der entsprechenden Stelle geöffnet, wenn Sie unten das Symbol „YouTube“ klicken. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 2
  • 3. ... weitere Materialien Ergänzend zu diesem Beitrag bietet das isb neben Kursen auch weitere Themen des isb frei zugänglich auf http://www.systemische-professionalitaet.de/isbweb/content/view/529/477/ Dort finden Sie diesen und weitere Beiträge  in einer Übersicht („Kachelform“) inkl. Videoverknüpfung der einzelnen Stellen des Vortrags zu YouTube,  als „click-to-transfer“ für eine einfache Übertragung in Ihr eigenes PPT-Layout,  als Slideshare-Präsentation und  als Audio zum Download. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 3
  • 4. Dr. Bernd Schmid Fachtag Fa. Hauser Consulting, Augsburg www.isb-w.eu 26.04.2013 Führung - Kultur - Entwicklung Workshop CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013
  • 5. Jenseits von Befehl und Gehorsam Keine instruktive Kommunikation Stimulation von Eigensteuerung lebendiger Systeme Frei nach Bateson: »Wenn ich einen Fußball in genau berechneter Weise trete, kann ich berechnen wie und wohin er sich bewegt. Bei einem Hund ist das anders.«  Führung von Menschen bezogen auf Rollen mit erheblicher eigener Verantwortung und bezogen auf Tätigkeiten, die eigene Ausgestaltung erfordern. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 5
  • 6. Definition Führen heißt, jemanden durch Kommunikation bewegen, sinnvoll bei Wirklichkeitsgestaltung mitzuwirken. (Theatermetapher: Inszenierung + Regie) Die richtige Führung gibt es nicht. Erfolgreiche Führung ja. Führung die Kultur transportiert und zu Kulturentwicklung beiträgt auch! Und es gibt Führung die bestimmten Werten zuträgt. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 6
  • 7. Führungsstile Tausend Arten und Stile Führung zu bewerkstelligen: Pina Bausch – Wuppertal: Aufmerksamkeit, Entfaltungsraum und Anregung (wenig Drehbuch) John Neumeier – HH: Entwerfen und in enger Bezogenheit einstudieren (viel Drehbuch) Egal wie: am Ende tanzen die Tänzer und nicht der Choreograph! CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 7
  • 8. Führung im Kontext  Führung meint bestimmte Dimensionen der Gestaltung von Wirklichkeit.  Führung findet immer in einem Kontext statt, der berücksichtigt werden muss.  Führung spielt zusammen mit anderen Faktoren der Wirklichkeitsgestaltung  Theatermetapher (Bühne, Requisiten etc. aber auch Aufführungs- und Trainingsbedingungen)  Damit Führung gelingt, muss viel zusammengeführt werden! CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 8
  • 9. Führung als Perspektive      Führung ist eine komplexe Kulturleistung eingebettet in Organisationskultur. Führung ist kein Ding, sondern eine Perspektive Führung als Gestaltungsdimension kann daher letztlich nicht isoliert werden, genauso wenig wie Leistung, Verantwortung, Macht und andere Dimensionen der Kulturgestaltung. Perspektivenkatalog statt System, randscharf vs. kernprägnant CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 9
  • 10. Führungsbeziehung Ist Führung ein individuelles Verhalten? Ist Führungskompetenz eine persönliche Eigenschaft? Metapher: Reiter/Pferd oder Chorleiter/Chor      Kleinste Einheit: Führungsbeziehung. Beziehung kann nicht alleine gestaltet werden. Kompetente Führung ist Merkmal einer Beziehung Führung ist so gut wie sie komplementär gestaltet wird Erfordert komplementäre Kompetenz der an der Führungsbeziehung Beteiligten. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 10
  • 11. Führungssystem Eigenschaft die einer Kette von Führungsbeziehungen  Eine Systemkompetenz Führungssystem = Netz der Führungsbeziehung Herausgehoben: Hierarchie Andere Führungsbeziehungen (Projekte, spezielle Vorhaben) komplexes Netzwerk, nicht nur in einer Matrix-Organisation  Value-Network – Kooperationsbeziehungen über Organisationsgrenzen hinweg. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Auch dort ist Führung relevant z.B.  Konsortialführerschaft. Seite 11
  • 12. Führungssystem - Entwicklung Führungssystementwicklung durch gezielte Kulturbegegnungen und Wirklichkeitsabgleiche der beteiligten Systeme. Horizontal + Vertikal  Teilt man Wirklichkeiten/Horizonte?  Kennt man die anderen Wirklichkeiten/Horizonte  Kann man wechselseitig diese aufeinander beziehen?  Kann man Steuerungsimpulse abgestimmt übersetzen?   Kulturbegegnungsmodell und Ebenen der Wirklichkeitsbegegnung CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 12
  • 13. Führung + Professionalitiät Durch „Amtsantritt“ kann die Auseinandersetzung mit dem Führungssystem nicht ersetzt werden. Sonst Papiertiger oder Feigenblatt. Reicht arrivierte Fachkraft?  Bei einer Führungskraft ist Gestaltung von Führungsbeziehungen Kernkompetenz und Kerntätigkeit.  Dies verlangt heute Professionalität und Qualifikation. Die Übernahme von Führungsverantwortung sollte gut abgeklärt sein. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 13
  • 14. Führung + Macht      Führungsbeziehungen sind Machtbeziehungen. Führung sollte autorisiert sein. Beteiligte wollen die Führung. Auch Hoheitsmacht hilft nur, wenn sie gewürdigt wird. Das System muss Führung wollen und entwickeln. Neue Besen leiden oft. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 14
  • 15. Führungsverantwortung Führung stellt Fragen der wechselseitigen steuernden Beeinflussung durch Kommunikation. Führungsverantwortung heißt dort Antworten zu finden, wo jemand für die Gestaltungsbeiträge anderer zuständig ist.  Störungen im Verantwortungssystem  Behebung durch Führungsdialog  Notfalls durch hoheitliche Eingriffe CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 15
  • 16. Doppelte Verantwortung Führungsverantwortung heißt dafür zuständig zu sein, 1. was durch Führung erreicht werden soll also die zu gestaltende Wirklichkeit (soweit sie nicht die Führung selbst ist) 2. wie Kommunikation wirksam gestaltet werden kann. Verantwortung kann nicht „wegdelegiert“ werden, weil man für die Delegation im Rahmen von Führungsbeziehungen verantwortlich bleibt. (Daher müssen Minister die politische Verantwortung übernehmen, wenn in ihrem Hause etwas schief läuft.) CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 16
  • 17. Vermeidung von Führungsverantwortung        Verordnung von Selbstführung durch lediglich formale Zielvorgabe Druck, Kontrolle etc. Zentralisierung/Normierung Verzicht auf Führung durch Freigabe: „die Besten brauchen keine Führung!“ Desintegration (Top Spieler brauchen Top Regisseure / Trainer) Dezentralisierung Fehlende Beziehung bzw. Barrieren zwischen Führungsebenen  Aquaplaning-Effekt CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 17
  • 18. Führung: isb-Gütekriterien     Führung braucht Würdigung auf Augenhöhe Führungsbeziehungen brauchen empfundene Gerechtigkeit Führung wird durch Selbstwirksamkeitserfahrung in der Führungsbeziehung gestärkt. Führungsbeziehungen brauchen Charme für die eigenen Identität- und Entwicklungswünsche Vorsicht: Sonst kein „seelischer Kontrakt“ Ausbeutungsbeziehungen und Rattenfängerei CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 18
  • 19. Gütekriterien eines Führungssystems  Ein Führungssystem ist so gut, wie es durchgehende Ketten bildet, über die Impulse vom Ausgangspunkt bis zum relevanten Endpunkt laufen.  (Gehirn: What fires together wires together)  In Hierarchien gilt dies Topdown genauso wie Bottom up.  Eine Führungsbeziehung ist so gut wie sich die Beteiligten aneinander ankoppeln und sich gegenseitig erreichen. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 19
  • 20. Operative Führung vs. Strategische Führung   Tagesregie vs. Neuinszenierungsregie Ohne entwickelte Kultur operativer Führung ist Kompetenz in strategischer Führung unwahrscheinlich Strategische Führung und strategisches Management   Drehbuch und Regie gehören zusammen, nicht unbedingt innerhalb der Beteiligten. Fehlende oder schlechte Drehbücher führen zu beliebigen Aufführungen oder brauchen überdimensional Regie. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 20
  • 21. Führung + Reifegrad   Reifegrad der Beteiligten Individuen Reifegrad der Führungskultur Wenn das Führungssystem unreif ist, kann dies nur begrenzt durch den Reifegrad einzelner Führungskräfte ausgeglichen werden. Engagement nicht nur für eigenes Führungsverhalten, sondern für Pflege des Führungssystems. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 21
  • 22. Führung durch Kulturentwicklung Kompetent arbeiten heißt:  zu 50 % seine Arbeit zu machen und  zu 50 % schauen wie man seine Arbeit macht, wie man sie entwickeln muss, mit wem man wie kooperieren sollte Kulturbildung muss einerseits konkret Dinge regeln und andererseits immer wieder ein Beispiel dafür sein  wie machen wir es hier und  wie erfahren wir uns dabei, wie stimmen wir uns ab? Immer mit der Frage: „What ist this an example for?“ CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 22
  • 23. OE-Führungs-Lernen Teil I      Inwiefern sind Voraussetzungen für OE seitens der Organisation gegeben? Inwiefern sind Spielräume und Ressourcen für notwendiges Lernen gegeben? Welche Erfahrung hat das System, welche die Hauptverantwortlichen? Wo steht das Vorhaben, welche Freiheiten, „Zugzwänge“, Unterstützungen sind möglich, Gibt es Dialogpartner für Verantwortungsdialoge? CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 23
  • 24. OE-Führungs-Lernen Teil II    Wie ist Verantwortung konfiguriert, welche Rolle die Schlüsselfiguren haben/möchten/aufgedrückt bekommen? Welche Landkarten haben die Beteiligten für das Projekt und ihren Beitrag, welche andere in der Organisation? Welche Lernebenen und –bedarfe liegen in der Organisation vor, welche bei den Hauptverantwortlichen? CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 24
  • 25. Lern-Kultur CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 25
  • 26. »Ob Kinder lernen, was wir ihnen beibringen wollen, ist fraglich. Unser Benehmen dabei lernen sie allemal« Bernd Schmid (1998): „Originalton – Sprüche aus dem Institut für systemische Beratung“. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 26
  • 27. Kann man Kultur lehren? Damit Kultur Lernen erzeugt    Im isb gibt es keine Lehre über richtige Kultur oder Werte im Unternehmen. Aber wir beschränken uns nicht auf persönliches Verhalten und Vorbild, sondern leben und vermitteln eine Didaktik, über die andere Aufmerksamkeiten und positive Kulturbeiträge gelernt werden. Und natürlich gestalten wir die Rahmen, dass sie die gewünschte Kultur befördern und nicht Kultur schlechte Rahmenbedingungen kompensieren soll. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 27
  • 28. Wenn Lernen Kultur erzeugen soll…   Besser im Kulturraum lernen, für den gelernt werden soll. Die Lernkultur soll prototypisch sein für intelligentes Alltagslernen im Berufsleben.  Beispiel kollegiale Beratung (trojanisches Pferd)   Lernen und arbeiten gehören zusammen. Daher Didaktik für selbstorganisiertes Lernen zwischen Professionellen bei großer Diversität (Vorbildung/berufliche Funktionen/Felder/ Organisationstypen/ gesellschaftliche Felder) CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 28
  • 29. Meta-Lernen  Jeden stärken, zu seinem Lernstil zu finden  gemeinsame Gewohnheiten des berufsbezogenen Lernens entwickeln  lernen, seine Kompetenzen einzubringen (Bauweise, Gebrauchsanweisung)  andere optimal im Lernen fördern (Fragen, Kontrakte)  dabei Regie- und Methodenkompetenz für eigenständiges gemeinsames Weiterlernen erwerben CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 29
  • 30. Führungswissen Für Führung gibt es bewährte Dimensionen, Kriterien und Arbeitsfiguren. Diese waren Kultur- und Feldspezifisch, haben aber doch zu einem Grundbestand an Know-How geführt. Verallgemeinerung: geteilter Grundbestand an Know-How und Orientierungen. Spezifikation: Ob und wie Führung gelingen kann, muss jeweils Kultur- und Feldspezifisch erarbeitet werden. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 30
  • 31. Melodie und Musik Einbeziehung des ganzen Menschen, ohne ihn zum Ersatz-Inhalt zu machen. Also die Wesensart und Selbstverwirklichungsneigungen der beteiligten Akteure, ihre ganz eigenen Stilarten der Wirklichkeitserzeugung mitberücksichtigen, aber als Ober- und Untertöne der Kulturmusik, die dabei gespielt wird. Während die Melodie wird durch den jeweiligen Organisationszweck bestimmt wird, macht die dabei gelebte Kultur die Musik. CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 31
  • 32. Fragmentarischer Ansatz Beispiele sind Transportmittel für Kulturbildung, für all die Themen und Kulturdimensionen, die nicht ausdrücklich angesprochen und geregelt werden können. Integriert lernen am Lernkulturbeispiel Menschen und Wissen reinholen, soweit sie integriert werden können, statt Wissenbestände anhäufen und dann Transfer Qualitativer Transfer Folgelernen anbahnen  dafür Didaktik CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 32
  • 33. Implizites Wissen Tacit knowledge Letztlich kann keiner wirklich formulieren, worauf es bei Lernen und Kultur wirklich ankommt, doch hat jeder ein hinreichend gutes implizites Verständnis darüber. Urteilsfähigkeit in Sachen Kultur Man spürt die Abweichung (somatic marker) und nimmt das zum Anlass, das Sagbare zu formulieren. Doch bildet das Sagbare nur eine poröse Oberfläche mit Bezug zur gemeinten Kultur Prinzip der Beiläufigkeit (Julius Kuhl) in Schmidt G., Kuhl J. u.a.: Die Kraft von Imaginationen und Visionen CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 33
  • 34. Balance von Konstruktion und Selbstorganisation CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu Systemische Professionalität 2013 Seite 34
  • 35. Alle Inhalte der Präsentation sind frei verfügbar und können (auch kommerziell) weiterverwendet werden. Als Gegenleistung wird vereinbart, die Folien wie folgt zu kennzeichnen: CC-by-Lizenz, Autor: Bernd Schmid für isb-w.eu. Mehr Informationen zur genannten CreativeCommons Lizenz gibt es unter: http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/ isb GmbH Schlosshof 1 69168 Wiesloch Fon: +49 (0)6222 81880 info@isb-w.eu www.isb-w.eu
  • 36. »Das Entscheidende ist selten verborgen, eher bleibt es unbeachtet.« B. Schmid (1998) Originalton isb GmbH Schlosshof 1 69168 Wiesloch Fon: +49 (0)6222 81880 info@isb-w.eu www.isb-w.eu