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Next Media Education? „Digital Matters“ als Herausforderung der (Medien-) Pädagogik

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Veröffentlicht am

32. Forum Kommunikationskultur des GMK
Köln, Komed, 21.11.2015

Veröffentlicht in: Bildung
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Next Media Education? „Digital Matters“ als Herausforderung der (Medien-) Pädagogik

  1. 1. Prof. Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.name Next Media Education? „Digital Matters“ als Herausforderung der (Medien-) Pädagogik 32. Forum Kommunikationskultur Köln, Komed, 21.11.2015
  2. 2. Next Art Education „Die nächste Kunst ist die Kunst der nächsten Gesellschaft.“ „Next Art Education … muss, wie alle Pädagogik, radikal in Richtung Zukunft gedacht werden.“ 2013
 http://kunst.uni-koeln.de/kpp/_kpp_daten/pdf/KPP29_Meyer.pdf
  3. 3. Next Art Education Next Arts Education 2013
 http://kunst.uni-koeln.de/kpp/_kpp_daten/pdf/KPP29_Meyer.pdf
  4. 4. Next Art Education Next Media Education? 2013
 http://kunst.uni-koeln.de/kpp/_kpp_daten/pdf/KPP29_Meyer.pdf
  5. 5. I. „Medien“ und das Problem pädagogischer Gegenstandskonstruktion
  6. 6. Das digitale Netz ist ein Myzel.Was uns gegenständlich – z.B. als pädagogisches Problem oder pädagogischer Gegenstand – begegnet, sind nur seine Manifestationen. Die Infrastruktur selbst bleibt unsichtbar. h"ps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heksenkring.jpg
  7. 7. Subjekt → Handlung → Welt
  8. 8. Kompetenz → → Subjekt → Handlung → Welt
  9. 9. Subjekt → Handlung → Welt Kompetenz → → Intention
  10. 10. Subjekt → Handlung Welt Kompetenz → → Intention
  11. 11. Subjekt → Handlung Welt Kompetenz → → Intention Persönlichkeits-
 bildung Fähigkeiten & Fertigkeiten → → →→→→
  12. 12. Subjekt → Handlung Welt* Welt Kompetenz → → Intention Persönlichkeits-
 bildung Fähigkeiten & Fertigkeiten → → →→→→ * PädagogischeVermittlung =Transformation
 in Quasi-Gegenstände; sequenzierende Artikulation
  13. 13. Subjekt → Handlung Welt* Welt „Die Frage nach dem möglichen Unterrichtsgegenstand läßt sich nun beant-
 worten. Mögliche Unterrichtsgegenstände 
 sind alle objektivierten Tätigkeitsdispositionen. 
 Alle Gegenstände, die dies nicht sind, also auch 
 alle Tätigkeitsdispositionen, die nicht objekti-
 viert oder nicht objektivierbar sind, können 
 keine Unterrichtsgegenstände sein.“ „Deshalb kann Unterricht nur dann entstehen, wenn die besondere Tätigkeitsdisposition, um deren Erwerb es geht, unabhängig vom erwerbenden Subjekt und außerhalb seiner Person bereits exitiert. Die Disposition muß als Resultat menschlicher Tätigkeit bereits objektiviert (vergegenständlicht) sein und muß unabhängig von der Ausübung der Tätigkeit, zu der sie die Disposition ist, formuliert werden können.“ obj.TD n/a n/a Sünkel,W. (1996). Phänomenologie des Unterrichts. Grundriß der theoretischen Didaktik.Weinheim: Juventa, S. 67 f.
  14. 14. Subjekt → Handlung Welt* Welt Persönlichkeits-
 bildung → → →→→→ * PädagogischeVermittlung =Transformation
 in Quasi-Gegenstände; sequenzierende Artikulation
  15. 15. Medien? Form Medium Form Medium Form M Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium Form Medium
  16. 16. Medien? Kommunikation Artikulation Medialität Information
  17. 17. II. „digital matters“ Code, Daten, Netzwerke, Interfaces
  18. 18. Code Daten Netzwerke Interface
  19. 19. software studies/
 critical code studies/
 digital cultural studies Kulturalität des Digitalen
  20. 20. „computationalism“ David Golumbia: The Cultural Logic of Computation. Cambridge, MA, Harvard Univ. Press 2009.
  21. 21. code/law Lawrence Lessig (2000). Code Is Law. On Liberty in Cyberspace. http://harvardmagazine.com/2000/01/code-is-law-html [20.6.2015]
  22. 22. code as logos Wendy Hui Kyong Chun: Programmed Visions: Software and Memory. Cambridge, MA: MIT Press 2011.
  23. 23. performative prozedurale Ideologeme
  24. 24. (Entwicklungslinien einer Kulturgeschichte der Informationalisierung seit der Neuzeit) • Informationalisierung der „res extensa“ • Quantifizierung der Zahl & der Mathematik • Informationalisierung des Ökonomischen • Informationalisierung der Person (Identität als Daten-Aggregation) • Informationalisierung des Körpers (Medizin; Bioinformatik; Quantified Self) • Informationalisierung des Medialen: Remediatisierung materieller Medialitäten
  25. 25. 1. Medialität und Kultur – Kulturevolution 2. Numeralisierung, Quantifizierung, Algorithmisierung – Neuzeit 3. Informationsverarbeitende Maschinen, exponentielle Dynamik (Moore) – Gegenwart
  26. 26. Folge: Materielle Welt wird nach Standards digitalisierbarer Information normiert und produziert.
  27. 27. Code + Hardware Information (amedial) Materialität (struktural){ „Der logische Computer als abstrakter Automat ist die Welt aller möglichen endlichen und konkreten Automaten […].“ (Meder 2008, S. 47)
  28. 28. {Code + Hardware Information (amedial) Materialität (struktural) „Kommunikation“ vs. „Kommunikation“
  29. 29. Asymmetrie zwischen Medialität und Digitalität Medialität ist zunehmend dem Digitalen unterworfen, nicht aber umgekehrt.
  30. 30. Das Digitale ist welthaft und infrastrukturell Das Digitale ist eine unterliegende, vernetzende und transformative Infrastruktur ökonomischer, sozialer und kultureller Prozesse.
  31. 31. Das Digitale ist ein „epochaltypisches Schlüsselproblem“ Informationalisierung von Kultur und 
 „informatische“ Kultur
  32. 32. „Digitale Bildung“ (??) „Next Media Education“ ist die
 Medienpädagogik digitaler Kultur und digitalisierter materieller Kultur
  33. 33. Prof. Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.name Next Media Education? „Digital Matters“ als Herausforderung der (Medien-) Pädagogik 32. Forum Kommunikationskultur Köln, Komed, 21.11.2015

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