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Informatik ist mehr als Informatik - Warum sich die Informatik mit dem Leitmedienwechsel befassen muss

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Eröffnungsvortrag an der 15. GI-Fachtagung "Informatik und Schule" (INFOS), Kiel, 26.09.13

Das Paper dazu: http://doebe.li/publications/2013-doebeli-honegger-infos-2013-informatik-ist-mehr-als-informatik.pdf

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Informatik ist mehr als Informatik - Warum sich die Informatik mit dem Leitmedienwechsel befassen muss

  1. 1. Informatik ist mehr als Informatik Warum sich die Informatik mit dem Leitmedienwechsel befassen muss Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger
  2. 2. Herr Honegger
  3. 3. Beate Döbeli Honegger (Herr)
  4. 4. Dass Sie eine Frau sind, ist ein ganz besonderer Pluspunkt
  5. 5. Beat Döbeli Hartmann
  6. 6. Civis romanus sum
  7. 7. Dozent für Bildungs- und Sozialwissenschaften 9
  8. 8. «Erbsen zählen» versus «mit Gadgets spielen» 10
  9. 9. Medienpädagoge, Bildungswissenschaftler, PC-Freak
  10. 10. Was ist denn Informatik? Was ist Informatik?
  11. 11. Um Rekursion zu verstehen... Was ist Informatik? Um Rekursion zu verstehen, müssen sie Rekursion verstanden haben.
  12. 12. Wer ist Informatiker? Wer von Ihnen ist Informatiker? Wer von Ihnen hat Informatik studiert?
  13. 13. Echt, aber konditioniert?
  14. 14. Habe ich Probleme? Bin ich fremdgesteurt? Ist etwas in meinem Kopf nicht in Ordnung?
  15. 15. Perönlichkeitsspaltung?
  16. 16. Persönlichkeitsspaltung!
  17. 17. Dr. Döbeli & Prof. Honegger Dr. Döbeli, Informatik-Ingenieur ETHZ Prof. Honegger, Medienpädagoge Pädagogische Hochschule Schwyz
  18. 18. Dr. Jekill & Mr. Hyde
  19. 19. Test: Sind Sie auch gespalten? Wer von Ihnen twittert?
  20. 20. Und warum haben Sie keine psychischen Probleme? 1978 Aus welchem Jahr stammt dieser Text?
  21. 21. Wie konnte es so weit kommen? Wie konnte es soweit kommen?
  22. 22. Digitalisierung Digitalisierung als Auslöser.
  23. 23. Text Bild Audio Video Digitalisierung 000100111010111000110101010
  24. 24. 000100111010111000110101010 Computer Block Telefon Kamera TV
  25. 25. Text Bild Audio Video Digitalisierung Computer Block Telefon Kamera TV
  26. 26. Digitalisierung Computer = Konvergenz
  27. 27. Computer = Automatisierung
  28. 28. Computer Vernetzung
  29. 29. Automatisierung Informationsflut Digitalisierung Vernetzung Automatisierung und Vernetzung erhöhen die Informationsflut
  30. 30. Digitalisierung Informationsflut = Sammeln Filtern Vom Sammeln zum Filtern
  31. 31. Informationsflut Filter Informationsflut erfordert Filter.
  32. 32. Informationsflut Filterkompetenz Informationsflut erfordert Filterkompetenz.
  33. 33. Digitalisierung Konvergenz Automatisierung Vernetzung Leitmedienwechsel
  34. 34. SprachGesellschaft HandschriftGesellschaft BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft Leitmedienwechsel
  35. 35. Klaus Haefner (1982) Digitalisierung Automatisierung = Menschliche Arbeit Automatisierte Arbeit Automatisierung des Automatisierbaren
  36. 36. Digitalisierung Automatisierung = Menschliche Arbeit Automatisierte Arbeit Automatisierung des Automatisierbaren Konzentration auf das Nichtautomatisierbare
  37. 37. Klaus Haefner: «Menschliches Denken und Handeln wird an vielen Stellen durch technische Informations-verarbeitung verändert oder abgelöst werden.» Autonome Substituierbare 1982 http://doebe.li/b127 Unberechenbare
  38. 38. Nicholas Negroponte: 1982 1995 http://doebe.li/b99
  39. 39. Digitalisierung Vernetzung = Transport von Atomen Transport von bits Digitalisierung: Bits statt Atome transportieren
  40. 40. Digitalisierung Vernetzung = Transport von Atomen Transport von ebooks Digitalisierung: Weniger Gewicht für Schulkinder?
  41. 41. Michael Giesecke: «Man kann nicht die Risiken der Buchkultur aufdecken, ohne beispielsweise die allgemein bildenden Schulen, die wahrheitssuchenden Wissenschaften und Universitäten, unsere rückkopplungsarme parlamentarische Demokratie und manches andere mehr in Frage zu stellen.» 1982 1995 http://doebe.li/b2961 2002
  42. 42. Klaus Haefner (1982) Automatisierung Arbeitslosigkeit Digitalisierung Vernetzung Thomas Friedman, 2005 Globalisierung
  43. 43. Thomas Friedman: Globalisierung 1.0: Staaten (1492 Kolumbus) Globalisierung 2.0: Unternehmen (1800-2000) Globalisierung 3.0: Menschen (Web 2.0 etc.) 1982 1995 2002 2005
  44. 44. Dirk Baecker «Jedes neue Verbreitungsmedium konfrontiert die Gesellschaft mit neuen und überschüssigen Möglichkeiten der Kommunikation, für deren selektive Handhabung die bisherige Struktur und Kultur der Gesellschaft nicht ausreichen.»
  45. 45. Dirk Baecker: Sprache ▼ Stammesgesellschaft Schrift ▼ Antike Hochkultur Buchdruck ▼ Moderne Gesellschaft Computer ▼ Nächste Gesellschaft «Jedes neue Verbreitungsmedium konfrontiert die Gesellschaft mit neuen und überschüssigen Möglichkeiten der Kommunikation, für deren selektive Handhabung die bisherige Struktur und Kultur der Gesellschaft nicht ausreichen.» 1982 1995 2002 2005 2007
  46. 46. Erik Brynjolfsson & Andrew McAfee: 1982 1995 2002 2005 2007 2011
  47. 47. 1982 1995 2002 2005 2007 2011
  48. 48. Informatik? Informatik? Leitmedienwechsel.
  49. 49. Leitmedienwechsel BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft
  50. 50. Leitmedienwechsel BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft Behaviorismus Konstruktivismus
  51. 51. Leitmedienwechsel BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft Behaviorismus Konstruktivismus
  52. 52. Digitale Medien als Agent of Change? Konstruktivismus Fragen Behaviorismus Antworten LernkulturWandel TechnikWandel
  53. 53. Informatik in der Bildung? Informatik in der Bildung! Bildung im Leitmedienwechsel?
  54. 54. Lehrplan 21 56
  55. 55. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? ?
  56. 56. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Die Schüler sollen erst richtig lesen, schreiben und rechnen lernen. Die Schule muss nicht auf jeden Modetrend reagieren.
  57. 57. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Von: Es reicht, wenn sich alle Fächer etwas mit Medien beschäftigen. Bis: Der Leitmedienwechsel findet überall statt. Also müssen Medien auch überall eingesetzt werden.
  58. 58. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Ohne Fach fehlt die Verbindlichkeit. Dann geht es einfach unter. Integrative Konzepte sind nachweislich gescheitert.
  59. 59. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Ohne Fach fehlt die Verbindlichkeit. Ohne Integration fehlt der Alltagsbezug. Deutsch gibt es schliesslich auch als Fach, obwohl in fast allen Fächern deutsch gesprochen wird.
  60. 60. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Der Leitmedienwechsel ist geprägt von totaler Konvergenz. Die Welt ist heute vernetzt und globalisiert. Fächergrenzen sind rückständig. Wir müssen nicht über Details reden, sondern über vernetztes Lernen insgesamt.
  61. 61. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Die heutige Idee der Schule ist geprägt von der Industriegesellschaft (Lernfabrik). Wir müssen uns von der bisherigen Idee des rein formalen Lernens verabschieden.
  62. 62. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Die heutige Schule versucht Fertigkeiten zu vermitteln, die bald der Computer übernehmen wird. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass uns Computer intellektuell überflügeln werden.
  63. 63. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3
  64. 64. Was ist denn Informatik? Aber Informatik ist wichtig! Und was ist jetzt Informatik?
  65. 65. Was sich die Öffentlichkeit unter Informatik vorstellt. (2013) Was Informatiker denken, dass sich die Öffentlichkeit unter Informatik vorstellt. (2001)
  66. 66. Was ist denn bezüglich Digitalisierung relevant? 68
  67. 67. Inhaltliche Bereiche Schülerinnen und Schüler verstehen Grundkonzepte der Wissenschaft Informatik und nutzen sie zur Entwicklung von Lösungsstrategien in allen Lebensbereichen Schülerinnen und Schüler nutzen Informations- und Kommunikations-technologien in allen Bereichen des Lebens effektiv und effizient Schülerinnen und Schüler produzieren digitale Inhalte und reflektieren die Nutzung, Bedeutung und Wirkung von (digitalen) Medien kritisch 69
  68. 68. Medien Informatik ICT / Anwendungskompetenzen
  69. 69. Private ICT-Nutzung Medien Informatikgrundlagen Private ICT-Infrastruktur Anwendungskompetenzen
  70. 70. Private ICT-Nutzung Schulische ICT-Nutzung Medien Informatikgrundlagen Private ICT-Infrastruktur Anwendungskompetenzen Schulische ICT-Infrastruktur
  71. 71. Informatik erweitert ihre Horizonte • Jan Vahrenhold: Von Erfahrungen anderer Fächern lernen • Kerstin Strecker: Sozialer Kontext wirft einen anderen Blick auf die Informatik • Malte Buchholz: Informatik im Kontext • Gruppe um Knobelsdorf: Schülervorstellungen von Google • Sönke Schulmeister: Fächerübergreifendes Kunst-Informatik-Projekt (STEAM!) • Jens Gallenbacher, Dominik Heun: Anchored Instruction im Informatikunterricht • Mareen Przybylla, Ralf Romeike: «Informatisches Töpfern» bzw. Physical Computing • Judith Horchert: Überwachungsstaat
  72. 72. Danke, wir fühlen uns wohl hier und stehen für Fragen zur Verfügung! Dr. Döbeli, Informatik-Ingenieur ETHZ Prof. Honegger, Medienpädagoge Pädagogische Hochschule Schwyz
  73. 73. beat@doebe.li beat.doebe.li beat.doebe.li/+ beat.doebe.li/phsz beat.doebe.li/blog beat.doebe.li/talks beat.doebe.li/twitter beat.doebe.li/biblionetz beat.doebe.li/talks/infos13

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