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Prof. Dr. Benjamin Jörissen!
Institut für Pädagogik!
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(Jahrbuch des Kaiserlich Archäologischen Instituts, Berlin 1892, Taf. 2)
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von Netzwerken
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Wie zähmt man also dieses trojanische Pferd?
(Marty Ross, schottischer Schriftsteller, reitet ein Trojanisces Schaukelpferd,
London Architecture Biennial 2004. http://...
Handlungsoptionen

Jöran Muuß-Meerholz: Schule und Web 2.0 – Wie Social Media die
schulische Kommunikation durcheinanderwi...
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Mobile learning in der Schule, oder: wie man ein trojanisches Pferd zähmt.

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2. Jahresforum für SeminarlehrerInnen. Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung der FAU in Kooperation mit dem Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken und der RLFB für die Gymnasien in Mittelfranken

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Mobile learning in der Schule, oder: wie man ein trojanisches Pferd zähmt.

  1. 1. Prof. Dr. Benjamin Jörissen! Institut für Pädagogik! http://joerissen.name! benjamin@joerissen.name Mobile learning in der formalen Bildung oder: Wie man ein Trojanisches Pferd zähmt 2. Jahresforum für SeminarlehrerInnen
 Nürnberg, FAU-Campus, 13.2.2014
  2. 2. „Mobile learning“? ! Lernen war immer schon mobil.
  3. 3. formale Bildungsinstitutionen immobilisieren das Lernen (aus gutem Grund)
  4. 4. gute Gründe sind z.B.: Schutz (sichere Umgebung) Fokussierung/Synchronisierung der Aufmerksamkeit Ermöglichung unterschiedlichster Kommunikationsformen Herstellung einer (lokal verorteten) Lerngemeinschaft und -kultur
  5. 5. (Jahrbuch des Kaiserlich Archäologischen Instituts, Berlin 1892, Taf. 2) http://archive.org/stream/jahrbuchdeskaise07kaisrich#page/n431/mode/2up
  6. 6. Struktureigenschaften trojanischer Pferde versprechen gesteigerte Macht dienen scheinbar traditionellen Zwecken bergen Kräfte, die tradierte Ordnungen sprengen
  7. 7. Struktureigenschaften trojanischer Pferde versprechen gesteigerte Macht dienen scheinbar traditionellen Zwecken bergen Kräfte, die die tradierte Ordnungen sprengen
  8. 8. „Smartboards sind vielseitiger/
 besser als Tafeln.“ „Beamer sind vielseitiger/besser als Overhead-Projektoren.“ „Smartpad s sind vielseitiger/besser als Bücher und Arbeitsbücher.“ etc. …
  9. 9. Digitale, vernetzte Med ien sind jedoch nicht einfach nur „Too ls“ Sie verändern die schulische Organisationsweise von … Lernen Schulkultur Lernkultur und insbesondere lischen Organisationkultur. der schu
  10. 10. Wieso?
  11. 11. W ei l … Netzwerke nicht begrenzt und nicht-linear sind Software eigendynamisch agiert folglich dig ital vernetzte Kulturen zahlreiche emergente Effekte zeigen!
  12. 12. W ei l … Schule braucht Ordnungen, nicht Emergenzen! Netzwerke nicht begrenzt und nicht-linear sind Software eigendynamisch agiert folglich dig ital vernetzte Kulturen zahlreiche emergente Effekte zeigen!
  13. 13. 2. ! Linearität und Kontrolle als Organisationsprinzipien von Schule
  14. 14. Schule repräsentiert eine 
 „typographische Bildungskultur“, für die (schriftliche) Literalität maßgeblich ist, mit der nicht-lineare Medien folglich inkompatibel sind. Böhme, Jeanette: Schule am Ende der Buchkultur. Bad Heilbrunn 2006.
  15. 15. Linearität ist eine der Haupteigenschaften von Text
  16. 16. Linearität ist eine der Haupteigenschaften von Text Buchstabe nach Buchstabe Wort nach Wort Satz nach Satz Absatz nach Absatz Kapitel nach Kapitel Buch nach Buch
  17. 17. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule
  18. 18. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Akten Listen Berichte Protokolle dokumentierte Prozesse
 (Scripts und Vorschriften für Entscheidungsprozesse) …
  19. 19. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation des Raumes Organisation der Zeit Ordnung der Schulklassen Ordnung der Schulfächer Festlegung der Kommunikationsstrukturen Festlegung der Wissensstrukturen
  20. 20. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation des Raumes hierarchisch aufgeteilt
  21. 21. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation des Raumes hierarchisch aufgeteilt Definiertes Schulgelände Jeder Unterricht in 1 Raum Arbeit vs. Freizeit separiert Separation von Jahrgangsstufen Notwendigkeit der räumlichen Separation 

  22. 22. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation der Zeit zerteilt und normalisiert
  23. 23. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Organisation der Zeit zerteilt und normalisiert Notwendigkeit eines 
 synchronisierten
 Zeitmanagements 45-Minuten-Einheiten Lehrpläne Prüfungszeiten
  24. 24. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Differenzierung von Schulklassen räumliche Trennung + Alterstrennung
  25. 25. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule zeitliche Anordnung
 Differenzierung von Themen
  26. 26. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule vordefinierte Typen sozialer Settings Festlegung der Kommunikationsstrukturen
  27. 27. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Klassenprinzip Schulgemeinschaft lokale Orientierung Notwendigkeit 
 sozialer Separation vordefinierte Typen sozialer Settings Festlegung der Kommunikationsstrukturen
  28. 28. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Vorauswahl/ Hierarchisierung von Wissenfeldern/ Kompetenzen Festlegung der Wissensstrukturen
  29. 29. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Notwendigkeit
 kontrollierbarer Medien Schulbücher Lehrfilme Lehrsoftware Vorauswahl/ Hierarchisierung von Wissenfeldern/ Kompetenzen Festlegung der Wissensstrukturen
  30. 30. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Notwendigkeit
 kontrollierbarer Medien Notwendigkeit eines 
 synchronisierten
 Zeitmanagements Notwendigkeit 
 sozialer Separation Notwendigkeit der räumlichen Separation 

  31. 31. Linearisierung als zentrales Prinzip der Komplexitätsreduktion in der
 Organisation von Schule Notwendigkeit
 kontrollierbarer Medien Notwendigkeit 
 sozialer Separation Diese Notwendigkeiten erscheinen
 uns selbstverständlich Notwendigkeit eines 
 synchronisierten
 Zeitmanagements Notwendigkeit der räumlichen Separation 

  32. 32. Neue Medien widersprechen der „linearen“ Organisation des Lernens
  33. 33. Ich bin ein klassisches Lernwerkzeug 2.0: e-Schulbuch, e-Arbeitsblatt, e-Griffel, e-Schulaufgabe. ! Du behältst die volle Kontrolle. Versprochen. (Und hier kommt das 
 trojanische Pferd ins Spiel.)
  34. 34. Das System Schule in seinen tradierten Organisationsformen wird durch nicht-lineare Netzwerke und digitale Akteure (Software-NutzerHybride) notwendig irritiert.
  35. 35. Kontrolle über Quellen und Inhalte Synchronisation soziale Separation räumliche Separation

  36. 36. Kontrolle über Quellen und Inhalte soziale Separation asynchrone & polychrone Strukturen Synchronisation räumliche Separation

  37. 37. Kontrolle über Quellen und Inhalte soziale Separation keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) asynchrone & polychrone Strukturen Synchronisation räumliche Separation

  38. 38. Kontrolle über Quellen und Inhalte keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) soziale Separation Netzwerke ohne definierte Grenzen asynchrone & polychrone Strukturen Synchronisation räumliche Separation

  39. 39. Kontrolle über Quellen und Inhalte soziale Separation keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) Netzwerke ohne definierte Grenzen asynchrone & polychrone Strukturen hybride Räume, Ubiquität, Mobilität Synchronisation räumliche Separation

  40. 40. deliberative Kontrolle über Quellen und Inhalte deliberative soziale Begrenzungen keine Kontrolle 
 (aber individuelle Filter) Netzwerke ohne definierte Grenzen asynchrone & polychrone Strukturen hybride Räume, Ubiquität, Mobilität deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

  41. 41. deliberative Kontrolle über Quellen und Inhalte deliberative soziale Begrenzungen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

  42. 42. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer deliberative soziale Begrenzungen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

  43. 43. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! deliberative Synchronisation deliberative räumliche Separation

  44. 44. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit deliberative räumliche Separation

  45. 45. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Dies sind basale Kulturtechniken digitalisierter Welten! Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
  46. 46. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Es geht um erheblich mehr als Medienkompetenz und mediale Lehr-/Lerntools. Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
  47. 47. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Es geht um soziale, kulturelle, artikulative, partizipative und mediale Kompetenzen. Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
  48. 48. Informationsrecherche, Abgleich, Quellenkritik, Diversitätsmanagement versus Echokammer Aufbau und Pfege von Netzwerken (Weak Ties!), Einschätzen von Netzwerkeffekten und -problemen Kul tivi eru be d ngs arf ! Umgang mit polychronen, beschleunigten Zeitverhältnissen, Gestaltung von Eigenzeit Handeln in hybriden on-/offline-Räumen, in globalen 
 inter- und transkulturellen Räumen
  49. 49. Wie zähmt man also dieses trojanische Pferd?
  50. 50. (Marty Ross, schottischer Schriftsteller, reitet ein Trojanisces Schaukelpferd, London Architecture Biennial 2004. http://bit.ly/trojanhorseride)
  51. 51. Handlungsoptionen Jöran Muuß-Meerholz: Schule und Web 2.0 – Wie Social Media die schulische Kommunikation durcheinanderwirbelt. In: Regenthal/ Schütte: Öffentlichkeitsarbeit macht Schule. Download: www.oeffentlichkeitsarbeit-schule.de
  52. 52. Prof. Dr. Benjamin Jörissen! Institut für Pädagogik! http://joerissen.name! benjamin@joerissen.name Präsentationsfolien → http://joerissen.name

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