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„Bildung“ im Zeitalter vernetzten Wissens, Denkens, Handelns

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„Meine Bildung hab‘ ich aus dem Netz“
Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing
13.4.2012

Veröffentlicht in: Bildung
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„Bildung“ im Zeitalter vernetzten Wissens, Denkens, Handelns

  1. 1. Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.name„Bildung“ im Zeitalter vernetzten Wissens, Denkens, Handelns„Meine Bildung hab‘ ich aus dem Netz“ Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing 13.4.2012
  2. 2. Das offizielle Bild von (Medien-) Bildung
  3. 3. BMBF (2010) Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur. Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit, S. 5.
  4. 4. „Medienbildung umfasst Medien als Gegenstand des Lernens und das in hohem Maße selbst gesteuerte und selbst verantwortete Lernen mit Medien, das im Lebenslauf zunehmende Bedeutung gewinnt und eingeübt sein will.“BMBF (2010) Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur. Medienbildung für die Persönlichkeitsentwicklung, für die gesellschaftliche Teilhabe und für die Entwicklung von Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit, S. 7.
  5. 5. Ist denn das Internet ein Werkzeug, ein „Gegenstand“?
  6. 6. Steht es uns gegenüber?Können wir es uns gegenüber stellen?
  7. 7. 1. Kann manins Internet gehen?
  8. 8. Es gibt keine „Nonliner“ (es gibt Menschen, die den direktenKontakt zum Internet meiden und sich auf andere verlassen, die das für sie erledigen)
  9. 9. Internet überall in meinem Garten!
  10. 10. Was ist das„Internet“?
  11. 11. Software digitaleProdUser kulturelle Objekte
  12. 12. SoftwareInterface- Medio- Sphäre sphäre digitale ProdUser kulturelle Objekte kommunikativ-artikulative Sphäre
  13. 13. Software Software Software digitale digitale digitale ProdUser ProdUser kulturelle kulturelleProdUser kulturelle Objekte Objekte Objekte
  14. 14. ProdUser ProdUser Software digitale kulturelle Objekte Software digitale kulturelle digitale Objekte ProdUser kulturelle Objekte Software ProdUserProdUser
  15. 15. © Ethority http://www.social-media-prisma.ethority.de
  16. 16. © Ethority http://www.social-media-prisma.ethority.de
  17. 17. Das Social Web als Teil der (sozialen, kulturellen, materiellen) Welthttp://www.ethority.net/blog/social-media-prism/
  18. 18. vernetzte Ökonomien
  19. 19. vernetzte Öffentlichkeiten http://www.ngonlinenews.com/news/the-journey-of-a-tweet/
  20. 20. vernetzte Alltagspraxen
  21. 21. Netzwerk vernetzte Sozialität
  22. 22. vernetzte Sozialität http://overstated.net/
  23. 23. http://mattmckeon.com/facebook-privacy/ kultureller Wandel:Privatheit in vernetzten Öffentlichkeiten
  24. 24. kultureller Wandel: Autor als Wissenssubjektvs. Netzwerk als Wissensraum
  25. 25. (Nochmal gefragt:Ist das Internet ein Gegenstand?)
  26. 26. 2.„Bildung“ in der Moderne und der zweiten Moderne
  27. 27. Dr. Benjamin Jörissen – www.joerissen.name Moderne risen ng sk tie ru Orien zweite Moderne / Postmoderne
  28. 28. Wilhelm von Humboldt (1767-1835) „Der wahre Zweck des Menschen – nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welche die ewig unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt – ist die höchste und proportionlirlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.“Humboldt, Wilhelm von (1792): Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeitdes Staates zu bestimmen. In: Ders.: Werke in fünf Bänden. Bd. 1.  (3.Aufl.). Darmstadt
  29. 29. Wolfgang Klafki Drei zentrale Aspekte von Bildung: Selbstbestimmung Mitbestimmung SolidaritätsfähigkeitKlafki, Wolfgang (1985): Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Beiträge zurkritisch-konstruktiven Didaktik. Weinheim/Basel, S. 17
  30. 30. Dr. Benjamin Jörissen – www.joerissen.nametransformatorisch-strukturales Bildungsverständnis Bildung als Prozess der Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen und Bedingungen von Kontingenz und Komplexität. versus Ausbildung (Lernen) versus Gebildetheit (Kanon) Marotzki, Winfried (1990): Entwurf einer strukturalen Bildungstheorie. Weinheim: Deutscher Studien-Verl.
  31. 31. Dr. Benjamin Jörissen – www.joerissen.name BildungOrientierung Umgang mit Kontingenz Umorientierung, Flexibilisieru Reframing, Reflexivität ng Tentativität Exploration, Kreativität , Als-ob- Handeln Offenheit für Fremdheit/ Andersheit Alterität
  32. 32. 3. Medienbildung –Bildung in der Netzzeit** „Netzzeit“ geklaut bei Peter Glaser, hier aber als Epoche gemeint. http://blog.zdf.de/hyperland/2011/07/aus-jetztzeit-wird-netzzeit/
  33. 33. Subjekt Öffentlichkeiten mediale Architekturen
  34. 34. Par exion tizip atRefl ion Subjekt Öffentlichkeiten mediale Architekturen transaktionale Effekte (Um-/Gestaltung)
  35. 35. Par exion tizip atRefl ion Subjekt Öffentlichkeiten mediale Artikulation mediale Architekturen transaktionale Effekte (Um-/Gestaltung)
  36. 36. „Wer sich artikuliert, deutet seine qualitative Erfahrung, indem er sie (...) zur Sprache, zum Bild, zur Musik oder wozu auch immer bringt.“ Jung, Matthias (2005): „Making us explicit“: Artikulation alsOrganisationsprinzip von Erfahrung. In: Schlette/Jung (2005),
  37. 37. PRODUKTPROZESS
  38. 38. „…Symbolmedien haben sich von der […] Bindung an das Hier und Jetzt der Erfahrung gelöst und werden dafür genutzt, den Sinn den Erlebten durch Bezug auf intersubjektiv geltende Systeme der Bedeutungsbestimmung zu explizieren.“ Jung, Matthias (2005): „Making us explicit“: Artikulation alsOrganisationsprinzip von Erfahrung. In: Schlette/Jung (2005),
  39. 39. „Netzwerken“Kreativer Umgang mit kulturellen Objekten Vernetzte Wissensarbeit„Artikulation“: Reflexivität in der öffentlichen Teilnahme
  40. 40. 4.zum Beispiel
  41. 41. http://www.starwreck.com/faq.php
  42. 42. täglich: 9300 neue Fotos60.000 neue Bildkritiken seit 2001: 20 Millionen Fotos170 Millionen Bildkritiken
  43. 43. 51 Millionen Mitglieder 6 Milliarden Fotos
  44. 44. Dr. Benjamin Jörissen http://joerissen.name benjamin@joerissen.nameVielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Folien dieser Präsentation und weitere Materialien: www.joerissen.name

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