Der LAG-Report      2013 www.schulbibliotheken.de
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Zur Grundausstattung von Grundschulkindern        Hüten wir uns vor Übertreibungen. Der Bestandgehören inzwischen Smartpho...
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Unsere Mediothek ist           Lese-, Arbeits-, Informations-             und kulturelles Zentrum     Unser Ziel          ...
Lesen, Arbeiten und                                Informationen beschaffen und verarbeitenLernen                         ...
Unterricht im Lernort                              • Mediothekseinführung im 5. Schuljahr     Mediothek                  ...
Das bietet unsere MediothekBücher:In der Medio kann man sich nicht nur Bücher an-schauen, man kann dort zum Beispiel auch ...
Limesschule, Wehrheim                                     Alles                                   für                     ...
Die Schulbücherei wird ehrenamtlich von zur         Klassenstufe 4Zeit 11 Müttern geführt. Sie ist täglich in der     Die ...
Projekte     Das Bücherei-Schuljahr in unserer Schule     AUGUST                                                APRIL     ...
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Jeden Tag                      geöffnet!Die Schulbibliothek ist ein Teil des Lernens mit allen SinnenDie Schulbibliothek a...
Projekte     Lesen bis zum                                     Die Lesekoffer AG     Umfallen                             ...
Der Leseclub                                       Gespieltes LesenBesondere Buchprojekte finden außerdem im          In d...
Franziskanergymnasium, Großkrotzenburg                   51.710                   sprechen                Bände      In ei...
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Steinwaldschule, Neukirchen         Hier betreuen  Fachpersonal und 15 Schüler                    Vielschichtig im Unterri...
ProjekteAltpapier-WebQuestIm Rahmen einer Projektwoche anlässlich des40jährigen Bestehens der IGS Steinwaldschuleim Septem...
Clemens-Brentano-Europaschule, Lollar                   Lesen geht immer                 Auf 454m2 warten 22.000 Medien un...
Projekte                                                   Mittlerweile sind es über zehn engagierteVorlesen verzaubert   ...
Projekte     Birgit Kegel und die Lesemäuse haben sich in die Bilderbuchecke zurückgezogen.     Kleine Forscher informiere...
Sare, Mert und Rehan freuen sich zusammen         Wer kommt mit auf die Arche Noah?mit Ortrun Grölz über lustige Lektüre....
Aue-Schule, Dietzenbach                  Lesemotivation              wecken und fördern                                   ...
ProjekteVorleseclub                                        Lesefest -Für den Vorleseclub können sich 40 Kinder an-      We...
Projekte     Vorlese-Workshop                                   Selbstbestimmtes     Im Rahmen eines ganztägigen Workshops...
LesekofferDiese Aktion findet einmal im Jahr statt. Diejahrgangsbezogenen Bücherkoffer durchlaufenalle 17 Klassen. In den ...
Was                 ?      will die42
In der Bundesrepublik Deutschland gilt eine           thek oder Wissenszentrum zugeordnet sindGrundsatzentscheidung aus de...
Was es schon gibt     Wozu     Arbeitsgemeinschaft?     Die LAG ist ein gemeinnütziger Verein, zu dem       • Kommunikatio...
Landeslizenz fürSoftwareNach dem Auswahlverfahren durch eineArbeitsgruppe kaufte das Hessische Kultusmi-nisterium auf Vors...
Fortbildung                                       • Leseförderung     Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina-      • ...
Die Bibliothekin der KisteHandapparate mit annotierter Bücherliste unddidaktischer Handreichung zu 30 Themen füralle Schul...
Weitere Publikationen     Die bisher elf Broschüren wurden von LAG-Mit-         öffentlicht. Die Grundlage waren Fotoaus- ...
Das Schulbibliotheks-Wiki                                                    Das Schulbibliotheks-Wiki ist ein digitales  ...
Was tut die LAG?                                    Aus der Arbeit des Vorstands                 „Der LAG-Report“ – so der...
IMPRESSUMHerausgeber:   © Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V., FebruarRedaktion:     2013 Günter K....
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LAG-Report 2013

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Die neueste Broschüre der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V.

Redaktion: Hans-Günther Brée und Günter K. Schlamp.
Sie kann als gedruckte Broschüre gegen Versandkostenerstattung angefordert werden. Download nach Absprache möglich.

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LAG-Report 2013

  1. 1. Der LAG-Report 2013 www.schulbibliotheken.de
  2. 2. 2
  3. 3. Inhaltsverzeichnis Editorial 4 Die Schätze werden Gehoben 6 Internatsschule Schloss Hansenberg 10 Johann-Textor-Schule 14 Limesschule 22 Sonnenblumenschule 26 Franziskanergymnasium 30 Steinwaldschule 32 Clemens-Brentano-Schule 34 Aue-Schule 38 Was will die LAG? 42 Was es schon gibt 44 Weitere Publikationen 48 Was tut die LAG? 50 Impressum 51 3
  4. 4. Editorial Die Schulbibliotheken sind so nötig wie Klassenräume Turnhallen sind in allen Schulen ob- Ort, an dem das Lesen gefördert wird. Sie haben ligatorisch. Inzwischen bekommt schon jetzt, vor allem in der den ganzen Tag auch jede Schule eine Mensa. Nur stattfindenden Schule, eine soziale Funktion: Schulbibliotheken sind nicht vorge- Rückzugs- und Erholungsraum. Sie könnten schrieben. Die werden in manchen noch mehr sein und sind es in vielen Ländern der deutschen Schulgesetzen auch Erde schon längst: Eine „aktive“ Schulbibliothek, schon einmal glatt vergessen. Wenn sie denn ein Lernort, eine Erweiterung des Klassenraums. erwähnt werden, fehlen verbindliche Richtlinien Die zukünftigen Schulbibliotheken sind multi- für die Realisierung. Man verlässt sich auf funktionale und multimediale Räume. Sie erlau- Tausende ehren- und nebenamtlich engagierter ben die ungestörte Einzelarbeit (für das Referat), Eltern und Lehrer/-innen. Manchmal sorgen die Arbeit in der Gruppe (am gemeinsamen Pro- Kommunalpolitiker dafür, dass die Stadtbiblio- jektbericht), die Präsentation im Plenum der thek mit einer Zweigstelle in die Schule geht Klasse (Vortrag, Lesung, Film). Wenn man sich oder den Ehrenamtlichen hilft. Wenn nicht nur vom Bild der herkömmlichen Bibliothek (Regale, gleichzeitig die Etats der öffentlichen Bibliothe- Stille, Ausleihe) löst, stattdessen die Schulbiblio- ken gekürzt werden würden… thek von den Anforderungen schulischen Ler- Dabei könnten Schulbibliotheken erheblich zur nens her denkt, wird sie ein Raum mit flexibler Verbesserung der Schulqualität und der Schüler- Möbel- und multimedialer Geräteausstattung leistungen beitragen. Sie sind schon jetzt ein werden müssen.4
  5. 5. Zur Grundausstattung von Grundschulkindern Hüten wir uns vor Übertreibungen. Der Bestandgehören inzwischen Smartphones und Tablet- der Schulbibliothek wird digitale und nicht-computer. Statt den weiteren passiven Medien- digitale Medien umfassen.konsum zu fördern wird in der Schulbibliothek Die zukünftige Schulbibliothek ist keinder aktive, kreative Umgang mit elektronischen Selbstlernzentrum. Die Lehre vom Lehrer alsMedien geübt: Videoclips, Podcasts, Bildbe- Moderator und dem selbstlernendenarbeitung. Schüler überfordert die allermeisten KinderDas ist nicht der Untergang der Buchkultur. Im und Jugendlichen. Die SchulbibliothekGegenteil! Diese multimediale Praxis nimmt oft braucht Spezialisten, die beibringen, wieihren Ausgang in einem gedruckten literarischen Referate und Projektpräsentationen ge-Text, „übersetzt“ ihn in ein anderes Medium macht werden, wie man kreativ mit digitalenoder führt zu eigener Textproduktion, die dann Medien arbeiten kann. Sie braucht Experten, dieals E-Book gespeichert und gelesen werden kann. am schulischen Intranet, am Lernmanagement-Die zukünftige Schulbibliothek braucht ein system und am digitalen Katalog mitarbeiten.Cluster von Räumen. Es entsteht eine „Lern- Sie braucht engagierte Menschen, die es verste-landschaft“ oder sie wird Teil der Begegnungs- hen, die Schulbibliothek zum Zentrum derflächen zwischen den Klassenzimmern und Schule zu machen.zieht so in die unmittelbare Nähe zu den Günter K. SchlampKlassenräumen. Ehrenvorsitzender 5
  6. 6. 6
  7. 7. Die Schätze werden gehobenDer Wettbewerb „Hessische Schulbibliothek des Jahres“In drei Bundesländern findet 2011 der Wettbe- Teilen die Visitenkarte der Schulbibliothek wer-werb um die kreativste Schulbibliothek statt: den. Die ersten Schulen schicken, worauf aus-Hessen, Berlin und Brandenburg. Die Absicht drücklich hingewiesen worden war, nur nochist, auf Schulbibliotheken und ihr Potential für den Link auf die Schulhomepage ein.gute Schule und besseren Unterricht aufmerk-sam zu machen. Die Wettbewerbsschulen sind Vorreiter. Sie zei- gen, welches Leben in der SchulbibliothekSchulbibliotheksmenschen fördern nahezu täg- herrscht. (Für kombinierte Bibliotheken kannlich das Lesen. Wenn das Tivoli der prominenten ohne Weiteres analog verfahren werden.) EsLeseförderer, für die die Scheinwerfer angehen lohnt, einmal einige Webseiten von Schulbiblio-und der rote Teppich ausgerollt wird, längst wie- theken anzuklicken und sich anregen zu lassen:der geschlossen ist, gehen die Aktionen in denSchulbibliotheken weiter: Antolin, Vorlesewett- Kreativität ist gefragtbewerb, Lesepatenschaften, Buchvorstellungen, In der Ausschreibung waren diese Kriterien ge-Lesungen, Lesenächte, freie Lesezeit, Lesetage- nannt worden:bücher, Leseportfolios, Recherchetraining,Hausaufgabenbetreuung. • Die Schulbibliothek muss einen eigenen Medienbestand und einen Raum haben.Die Wettbewerbsbeiträge der hessischen Schu- (Mindestvorgaben wurden nicht gemacht.)len aus den Jahren 2009 und 2011 zeigen, was • Aktivitäten müssen erkennbar sein, die überalles stattfindet, wie viel Arbeit darin steckt. Sie eine Bücherausleihe hinausgehen.lassen aber auch den Spaß an der Produktion • Einbeziehung der Bibliothek in Schule undder Präsentation erahnen und am Ende das Unterricht (Schulprogramm, BibliothekskonStaunen darüber, was man alles zu bieten hat! zept, Lesekonzept, Schulhomepage), • Mitwirkung der Schüler/-innen, z. B. bei derDie Botschaft des Wettbewerbs kommt an: Gestaltung des Raumes, bei BestandsaufDie Schulbibliotheken, Schulmediotheken, In- bau, Organisation, Planung von Aktivitäten,formationszentren stehen jetzt auf der Schul- eine besondere Aktivität.homepage. Der Wettbewerbsbeitrag macht die • Eine ansprechende Präsentation mit nichtBibliothek in der Schulgemeinde sichtbarer. mehr als 6 Folien oder einem Videoclip von nicht mehr als 3 Minuten oder einer im UmSehenswerte Schulbibliothekswebseiten fang vergleichbaren Website.Einige Schulbibliotheken werden auf der Schul-homepage erst einmal nur genannt oder sind Durch die Homepage-Bedingung und den digi-nur mit einem Foto vertreten. Aber der Anfang talen Wettbewerbsbeitrag soll deutlich werden,ist gemacht. Mancher Auftritt beeindruckt dass die moderne, multimediale Schulbibliothekschon. Er enthält Informationen über Öffnungs- im Internetzeitalter angekommen ist.zeiten, den WebOPAC, die Medien-ausstattung,das Programm, die Lesetrainings- und Lese- Prämiiert wird also nicht, wer den größtenförderungsangebote, Neuerwerbungen und Bestand, die längsten Öffnungszeiten, die höch-Veranstaltungshinweise, aber auch Fotos und sten Ausleihzahlen oder die meisten PCs vor-Berichte von Lesungen und anderen Aktionen. weisen kann. Prämiiert wird, wer nachweist, dass er neben den oben genannten, sozusagenDer Wettbewerbsbeitrag, das ist der „geheime regulären Aktivitäten etwas tut, das noch nichtLehrplan“ der Ausschreibung, soll ganz oder in weit verbreitet ist, das nachahmenswert ist. 7
  8. 8. Hier eine Auswahl besonderer Aktivitäten von Vereinzelt gab es Kritik an der strikten Be- Wettbewerbsschulen: schränkung des Umfangs der Präsentation: • Lesepaten Oberstufe - Grundschule „Wir machen so viel, da reichen sechs Folien • Harry-Potter-Nacht nicht.“ Die Ergebnisse zeigen, dass die Intention • Das Kollegium liest vor, der Schulleiter liest vor des Wettbewerbes in diesem knappen Rahmen • Die „Leseoase“ ist aufgeteilt in Fantasie-, sehr wohl deutlich wird. Denker-, Konzentrations- und Wissensecke • Lesestelen auf dem Schulhof (Säulen mit Öffentlichkeitsarbeit für Schulbibliotheken Displays) Der Wettbewerb ist Öffentlichkeitsarbeit für • Lesemarathon Schulbibliotheken, auch innerhalb der Schule. • Lesefrühstuck Es geht nicht um Evaluation und Ranking. • Vorlesen im Krankenhaus Daher wird auch kein Kriterienkatalog abgear- • Monatsrätsel beitet und Einzelaspekten ein Prozentanteil • Kuchen in Buchform backen zugeordnet. Es wird auch nicht nach Schulfor- • Internetauftritt wird von einer men unterschieden, obwohl es Gründe dafür 6. Klasse gestaltet gäbe. Grundschulen entwickeln fantasievolle • Abitur-Regal Lese-förderungsprojekte. Gymnasien realisieren • „Sofasektor“ anspruchsvolle Literaturprojekte. Erfreulich ist, • Individuelle Beratung für Leser/-innen dass die Teilnehmer aus verschiedenen Schul- • 10. Schuljahr organisiert eine Autorenlesung formen kommen und das sogar ziemlich ausge- Zeitungswand wogen. • Intensive Kooperation mit der Stadtbücherei • „Schubi“ auf dem Schulhof Beim Wettbewerb um die Schulbibliothek des • Feste tägliche Lesezeiten in den Klassen Jahres sollten sich alle als Gewinner betrachten, • Inszenierte Buchvorstellungen, auch wenn nur eine Schulbibliothek den Preis Bücher-Talkshows erhält. Es gewinnen alle Schulbibliotheken, weil • Bilinguale Lesungen (türkisch, serbisch, deutlich wird, welchen großartigen Beitrag sie italienisch, englisch …) zur Qualität von Schule und Unterricht leisten. • Jugendliterarisches Bistro • „Leseband“: Vorlesen an öffentlichen Orten Die hessischen Wettbewerbsschulbibliotheken in der Gemeinde 2011: Es wird hier nicht alles genannt, was die Schulen Laptops und Smartboards sind nichts Beson- berichten, sondern von jeder nur eine kleine, deres mehr, WebOPACs gibt es schon in feine Auswahl: 80 hessischen Schulen und einen gemeinsamen Hessen-OPAC. Auch die Pestalozzi-Grundschule Kelkheim: Aufgabenbeschreibung im Schulprogramm, „Pezzis Lesefest“ bietet ein Programm für die im schulischen Lese- oder Förderkonzept wird ganze Familie. Es wird ein Lesekönig gewählt. zur Regel. Die Freude an der Schulbibliothek, der Stolz auf Anregung für andere die tolle Arbeit übertragen sich auf den Be- Wir werden die Einsender/-innen bitten, ihre trachter. Und es lohnt sich: die Schule liegt beim jeweils besonderen Aktivitäten ausführli- hessischen Lesevergleichstest deutlich über dem cher darzustellen. Auch dies ist eine Intention Durchschnitt. des Wettbewerbes: Anregung für die anderen Schulbibliotheken: Sehen, was geht, und es Grundschule Lich-Langsdorf: ausprobieren. Die Schuler/-innen sind Lesepaten für die Kindergartenkinder. Ihre Lekturen sammeln sie Zu guter Letzt soll der Beitrag gut anzuschauen in Lese-Portfolios. Der Beitrag zeigt schöne sein, also eine ästhetische Qualität haben. Fotos, auch von vorlesenden Eltern. Zwischen dem Wettbewerb von 2009 und dem von 2011 zeigt sich ein Qualitätssprung. Power- Steinwaldschule, Neukirchen (IGS): point wird souveräner gehandhabt. Es herrscht Die Mediathek verfolgt ein ambitioniertes eine stärkere stilistische Stringenz, es müssen medienpädagogisches Konzept, das nicht nur nicht mehr alle Features der Software gleich- die Bereitstellung von Medien umfasst, sondern zeitig eingesetzt werden. Und eine Handvoll auch Produktion und Präsentation. Ein wichti- Schulen schickt, wie es auch vorgeschlagen war, ges Arbeitsinstrument ist die digitale Schulta- nur noch einen Link zu ihrem Wettbewerbsbei- sche, ein Stick, auf dem jeder Schüler wichtige trag, der schon auf der Homepage steht. Software findet, mit der er in der Mediathek und8
  9. 9. am häuslichen Computer arbeiten kann. Dane- Gesamtschule Niederaula (KGS):ben wird die klassische Leseförderung nicht Es gibt nicht nur ein „jugendliterarisches Bistro“,vernachlässigt: Es gibt eine Lesepause, in der die Leseecke ist fur „Genussleser“. In der Lesen-aus Jugendbuchern vorgelesen wird. acht findet eine Halloween-Grusel-Lesung statt und jeden Monat gibt es ein neues Rätsel.Joseph-Heckler-Schule Bensheim:Man legt viel Wert auf die gute Orientierung im Grundschule 1, Stadtallendorf:Medienbestand und im Katalog und hat dafür Sie hat ein umfassendes pädagogisches Kon-auch eine Erschließung mit Farben vorgenom- zept und folgerichtig eine weitgehende Integra-men. In der Frühstückspause wird vorgelesen. tion der Bibliothek in Unterricht und Schulleben: Verstärktes Lesetraining, Mitwirkung im För-Gesamtschule Mücke: derkonzept, Klassenstunden in der Bibliothek.Es gab einen Fotowettbewerb: „Mein Lieblings- Das Buchereiteam ist per E-Mail zu erreichenleseort“. Fleißige Leser/-innen erhalten das und nimmt so Vorbestellungen an. Als Evalua-Goldene Lesezeichen. tion dienen Schulerbefragungen.Lahntalschule Biedenkopf (Gym): IGS Busecker Tal, Buseck:In der Stufe 5/6 gibt es eine wöchentliche Lese- In der Schulbibliotheksszene bestens bekannt,stunde. Es werden Portfolios angelegt. Der eine der ältesten Schulbibliotheken Hessens,Wettbewerbsbeitrag ist ein Videoclip. Es gelingt seit 35 Jahren existent. Ein Team von 18 ElternSchulern, Eltern und dem Schulleiter souverän in arbeitet mit, man organisiert sich selbst Fortbil-2´50 min die Bibliothek in ihrer ganzen Ange- dungen. Im Beitrag gelingt es, im vorgeschrie-botsfulle vorzustellen. benen Rahmen viel Information und viele Fotos unterzubringen. Die Bibliothek wurde zuletztWeibelfeldschule Dreieich (KGS, SII): „runderneuert“: Sie hat eine nagelneue Möbel-Es gibt ein starkes Team aus Eltern, Lehrern und ausstattung bekommen.einer Dipl.-Bibliothekarin. Sie bieten für alle Jahr-gangsstufen attraktive Unterrichtseinheiten an: Stadt- und Schulmediothek Lollar/Staufenberg:Z. B. Berufswahl, Leselust, Recherchetraining. Dort wo Peter Kurzeck nach dem Krieg seinenSchuler lesen im Krankenhaus vor. Lesehunger in Bucherbussen der US-Militär- regierung stillte, gibt es heute ein Bibliotheka-Überwald-Gymnasium, Wald-Michelbach: rinnenteam mit eigenem Webauftritt undGrundschuler können eine Rallye in der Biblio- hochkarätigen Angeboten: Medienkisten für diethek absolvieren, es gibt ein Lesecafé. Die Bi- Grundschulen, Besuchstage für die Kindergar-bliothek ist in der Stadt präsent: Man kooperiert tenkinder, maßgeschneiderte Angebote für denmit der Buchhandlung. In der Aktion „Leseband“ Unterricht in allen Jahrgangsstufen bis zuminszenieren die Klassen Lesungen an verschie- Abitur, darunter eine Unterrichtseinheit mit derdenen Orten in der ganzen Stadt. Audiofassung eines Jugendromans, der im Mittelalter spielt.St.-Angela-Schule, Königstein (R, Gym):Die Bibliothek ist unterm Dach, ein sehenswer-ter Raum! Der Leseclub wählt jedes Jahr eineNeuerscheinung aus und versucht den Autor/die Autorin für eine Lesung zu bekommen. DiePräsentation wirkt mit den sparsam verwende-ten Bildern, den Zitaten und der klaren Typo-graphie elegant.Rudolf-Steiner-Schule, Dietzenbach:Die Schule macht keinen Hehl aus ihren be-schränkten Möglichkeiten: Lesen auf dem Flur,die Bucher lagern teilweise in Kisten und Schrän-ken. Bald kann man in einen Anbau umziehen.Die Freude ist den engagierten Eltern anzuse-hen. Und dann steht ein leibhaftiger Schulleiterin dem leeren Anbau und schildert, was dort zu-kunftig stattfinden wird. Das alles als mutigerVideoclip. 9
  10. 10. Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim „Das Paradies habe ich mir als eine Art Bibliothek vorgestellt.“ Jorge Luis Borges Bibliothek der Internatsschule Schloss Hansenberg Denkmalschutz und Modernität Bibliothek als offener Lernraum zur Verfügung. prägen das äußere Erscheinungs- In drei Bibliothekssälen stehen ca. 8000 Bücher, bild unserer Schule. Im Zentrum die nach ASB-Standard katalogisiert und sor- von modernen Schul- und Wohngebäuden be- tiert sind. Die Medien wurden von den entspre- findet sich das alte Schloss Hansenberg, das chenden Fachlehrern (Mathe, PoWi, NaWi, von Johannes de Laspée (Pädagoge, geb. 1783 Deutsch, Sprachen) ausgewählt, sodass immer, Johannisberg (Rheingau), gest. 1825 Wiesba- aktuell zum Unterricht, die betreffenden Materia- den), eines Schülers Pestalozzis (1746-1824), lien und Sekundärliteratur zum Nachlesen be- gegründet wurde. Im Kernbereich des renovier- reit stehen. Sponsorenfirmen aus der Wirtschaft ten Schlosses steht den Schülern von morgens haben unsere Schule, auch bei der Neuausstat- 7.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr, eine moderne tung der Bibliothek, großzügig unterstützt. 10
  11. 11. Immer wieder gibt es Unterrichtseinheiten in erfahren die Kleinen in einem sehr persönlichender Bibliothek, dabei sollen die Schüler auf das Verhältnis fast wie zu einem großen Geschwi-spätere Studium und auf die Benutzung der Uni- ster, wie wichtig das Lesen, wie wichtig Bücherversitätsbibliotheken vorbereitet werden. Es sind. Zum Erfassen von Textaufgaben, fürsgeht um die Verwendung von Sekundärliteratur, Allgemeinwissen, zum Verstehen von Argu-dem richtigen Zitieren, sowie um die Relevanz mentationen und Sinnzusammenhängen, zumdes gedruckten Wissens in der Fachliteratur. Zu- Schreiben von Aufsätzen, zu allem ist erst ein-sätzliche Recherche- und Arbeitsmöglichkeiten mal das Lernen und Üben des Lesens nötig. Des-gibt es an sieben PC-Plätzen vor Ort, an denen halb ist auch inzwischen die Schulbibliothek derzugleich ein verantwortungsvoller Umgang mit Grundschule zu einem großen Fundus für dieInternetquellen geübt werden kann. Unsere betreuten Grundschulkinder geworden. SieBibliothek lädt zum Lesen ein, ist ein Ort für wurde zusammen mit den InternatsschülernStillarbeit und Eigenstudium, aber auch fürGruppenarbeit und Unterrichtsvorbereitung. Ineinem gesonderten Raum ergänzen aktuelleWochen- und Monats-Zeitschriften und Zei-tungen in vier Sprachen, sowie digitale Medienund unterrichtsrelevante Belletristik, das reich-haltige Angebot.Bibliotheks-ServicegruppenDoch hinter all dem steckt natürlich viel Arbeit.Unserem Schul-Leitbild der Förderung vonEigenverantwortlichkeit und Sozialkompetenzfolgend, hilft eine Gruppe von ca. 25 Schülern inmehreren Servicegruppen zwei Lehrern bei derOrganisation der Bibliothek. Es werden Medienkatalogisiert und eingebunden, unterstütztwerden tägliche Ausleihe-Zeiten und die Ver- neu eingerichtet und organisiert, sie lädt einsorgung der lernmittelfreien Schulbücher. Ein zum Stöbern in altersgerechten Medien, istgroßes Regal mit Prospekten von nationalen Anstoß, Bücher weiter zu empfehlen, sich dar-und internationalen Universitäten lädt zur In- über mit Klassenkameraden auszutauschen.formation ein. Es gibt einen Büchertisch, der mo- Einige Kinder werden auch in Klassenräumennatlich aktualisiert wird und der die Mitschüler des Gymnasiums betreut, so dass hier ein be-neugierig machen soll auf Neuerscheinungen. Es sonderer Anreiz zum weiterführenden Lernenfinden Lese-Abende statt, die selbständig von geschaffen wird.der Servicegruppe organisiert und durchgeführt Eine dritte Gruppe von Oberstufenschülern be-werden, Lese-Zeichen werden entworfen oder sucht einmal wöchentlich Schüler einer Förder-auch einmal eine Schul-Ansichtskarte. Die schule. Hier steht das soziale Miteinander imServicegruppe ist zuständig für die jährliche Vordergrund, das Annehmen von Behinderung,Inventur, sie sorgt während des ganzen Schul- aber auch Hilfe beim Lernen und bei den Haus-jahres für Ordnung und eine angenehme Lern- aufgaben.und Leseatmosphäre.Eine weitere Gruppe von ca. 30 Schülern setzt Und zu guter Letzt: kurz vor dem Abitur, wennsich als Schülerhilfe in der örtlichen Grundschule die Hauptzeit des Lernens in der Bibliothekein. Hier gibt es z.B. Mathe-Förderung, eine beginnt, gibt es immer wieder ÄußerungenErdkunde-AG oder eine Schach-AG, aber vor unserer Schüler, die besonders jetzt den Sinnallem eine wöchentliche, individuelle Betreuung und riesigen Schatz unserer Bibliothek verste-von Grundschülern mit einem Lesementor. In hen und wertschätzen können, getreu unseremdieser Patenschaft kümmert sich, ein bis drei Motto:Jahre lang, jeweils ein Gymnasiast um einen „Das Paradies habe ich mir immer als eine ArtGrundschüler. Es werden dabei Lesekompetenz, Bibliothek vorgestellt“ – (Jorge Luis Borges)Sprachfähigkeit und Texterfassung geübt. Hier Eva Herbst 11
  12. 12. Projekte12
  13. 13. 13
  14. 14. Johann-Textor-Schule, Haiger Alles frisch und neue Möbel Eine der ersten Mediotheken in Hessen wurde jetzt komplett renoviert Die von Günther Brée vor 26 Jahren Günther Brée ist, übernahm die Planung und gegründete Mediothek wurde in den Durchführung dieses Projekts. letzten zwei Monaten renoviert und Bereits in den letzten Sommerferien begannen neu eingerichtet. Über ein Vierteljahr- die Planungsarbeiten. Zunächst ging es darum, hundert war das Mobiliar der häufigen Nutzung Angebote von Bibliothekseinrichtern einzuho- durch Schülergruppen ausgesetzt und wies len, die auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten schon einige Verschleißerscheinungen auf. Eine sein mussten. Die baulichen Gegebenheiten und Neueinrichtung mit modernen, zweckmäßigen die Raumeinteilung sollten bestehen bleiben, Bibliotheksmöbeln war notwendig geworden. das Preis-Leistungsverhältnis sollte stimmen. Pia Weidl, die seit 2006 die Nachfolgerin von Der Lahn-Dill-Kreis entschied sich im Herbst 14
  15. 15. 2010 dann für das Angebot der Firma Omnithekaus Minden, die mit der Herstellung und derMontage der neuen Mediothekseinrichtungbeauftragt wurde.Obwohl die Lieferung und die Montage derMöbel erst in den Weihnachtsferien 2010/2011erfolgen sollte, waren weitere Vorarbeiten not-wendig. Die Wände brauchten einen Neuan-strich und der Fußboden musste ergänzt bzw.grundgereinigt werden. Dies ging natürlich nur,wenn die gesamte Mediothek mit ihren insge- standene „Lesepodest“ soll für die „Leseratten“samt 22.000 Medien vollständig ausgeräumt an unserer Schule gemütlich gestaltet werden.war. Aus diesem Grund wurde die Einrichtung Trotzdem wünschen wir dem Kollegium und denauch ab der letzten Novemberwoche für den Schülerinnen und Schülern viel Freude beim Be-Publikumsverkehr geschlossen. Die elektroni- such der neuen Mediothek!schen Medien und Materialien für die im Die MediothekDezember stattfindenden Präsentationsprü- Schon seit über 20 Jahren gibt es an der JTS diefungen konnten jedoch weiterhin ausgeliehen „Mediothek“. Sie ist damit eine der ersten Ein-werden. Ein Teil des Forums diente in dieser Zeit richtung ihrer Art an hessischen Schulen. Dieals Lager für die in hunderte von Kartons ver- Mediothek ist mehr als eine Bibliothek. Daspackten Bücher und Zeitschriften. bedeutet, man kann dort nicht nur Bücher aus-Trotz des Schneechaos lieferte und montierte leihen, sondern auch CDs, DVDs, Kassetten,die Firma Omnithek pünktlich am 21.12.2010 Spiele und sogar Laptops und Beamer (unddie neuen Möbel. Die Mediotheksleiterin, das vieles andere mehr!). Die Schüler haben zudemVerwaltungsteam und fünf Arbeitskräfte von die Möglichkeit am Computer zu arbeiten, imder GWAB fanden sich an den letzten beiden Internet zu recherchieren und zum Beispiel mul-Tagen der Weihnachtsferien in der Schule ein, timediale Präsentationen zu erstellen.um in einer „Großaktion“ die Mediothek wieder Daneben dient sie für die Schüler aber auch alseinzuräumen. „Wo gehobelt wird, da fallen beliebter Treffpunkt in den Pausen, in denen man zum Beispiel eine schnelle Partie Schach spielen oder sich in einem Sachbuch über das eigene Hobby informieren kann. Die „Medio“ hat den ganzen Schultag über geöffnet. Öffnungszeiten montags bis donnerstags 7:30 Uhr - 15:10 Uhr freitags 7:30 Uhr - 13:00 Uhr Dass dies so möglich ist, verdankt die Schule vor allem dem Förderkreis und den vielen Spendern, die die Anstellung der drei BetreuungskräfteSpäne!“, könnte man sagen. Beim Aus- oder Ein- Frau Hofmann, Frau Hachmann und Frau Metzräumen sind jedenfalls einige Bücher durchein- ermöglichen. Auf Seiten des Kollegiums wirdandergeraten. Die Verwalterinnen benötigen die Mediothek von Frau Weidl und Herrn Bréenoch weitere drei Tage nach den Weihnachts- geleitet.ferien, um alles wieder richtig zu sortieren.Jetzt beginnen erst die Feinarbeiten. Es fehlt Unsere Mediothek ist Mitglied in der LAG Schul-noch einiges an Dekoration und das neu ent- bibliotheken in Hessen e.V. 15
  16. 16. Projekte Lesefüchse Hören Hören muss man wieder lernen. – EinProjekt im Projektorientierten Lernen über das literari- sche Hören, die Akustik, den Lärm und das Hin- und Weghören. „Lesefüchse“ nennen sich diese Schüler der Haigerer Johann-Textor-Schule. „Lesen macht uns Spaß, weil man, im Gegensatz zum Fernse- her, die Möglichkeit hat, sich ein eigenes Bild der Geschichte des Buches zu machen“, erklären die jungen „Bücherwürmer“ in einem selbst ge- schriebenen Pressetext. Außerdem könne man sich „mit anderen über das Buch unterhalten, sich entspannen und vom Alltag abschalten“. In der Textor-Schule stellen die Mädchen und Jungen jeden Monat Bücher vor, „von denen wir meinen, dass man sie unbedingt mal lesen müsste“. Gleichzeitig hat die Gruppe Autoren angefragt, ob sie ihre Bücher in Haiger vorstellen würden. Im Projekt gab es auch eine von den Schüler/- Am morgigen Donnerstag kommt Bernd innen redigierte Umfrage mit dem Ergebnis: Perplies, der Autor der „Tarean-Trilogie“ an die Lärm und Lärm ist nicht immer dasselbe. Johann-Textor-Schule, um vorzulesen und mit Während Flugzeuge als lärmende Geräusche den Kindern und Jugendlichen darüber zu disku- eingeordnet werden, gehen die Meinungen bei tieren. Vielleicht wird ja dadurch das Interesse lauten Musikveranstaltungen deutlich ausein- weiterer Schüler geweckt. ander. Das Rockkonzert ist für den einen ein Das Ziel der „Lesefüchse“, die von Deutschleh- Genuss für den Anderen eine Zumutung. rer Steffen Wendland betreut werden, ist klar: „Wir wollen andere für das Lesen begeistern.“ (Mit freundlicher Genehmigung des Haigerer Kuriers, 05.10.2011, Text: fra.)16
  17. 17. Entwicklung der Theaterpräsentationdeutschen SchriftDas Schreiben und die Schrift in der historischenEntwicklung – dargestellt mittels quadratischen„Episoden“ zur Verschönerung unserer Medio-thek; Öl auf Leinwand von einer Künstlerin undPädagogin unserer Schule. Hier sieht man die Klasse 9G2 beim Stegreifspiel zu „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch.Theaterbühnen als Das kulturelle Zentrum Mediothek als Probe- bühne für Theaterprojekte in der FörderstufeModelle und der Sekundarstufe I.Die Mediothek als Galerie und Ausstellungs-raum für Projekte, die in den Klassen und Kursenentstehen. Gleichzeitig sind sie Modelle aberauch „Vorarbeiten“ unserer aktiven schulischenTheaterszene. Im Rahmen unseres Märchen-Projekts üben Schüler der Klasse 6 F 3 für ihre Szenen aus dem Märchen „Aschenputtel“. 17
  18. 18. Unsere Mediothek ist Lese-, Arbeits-, Informations- und kulturelles Zentrum Unser Ziel • Leseförderung Leseförderung, Medienerziehung und das Ler- • Medienerziehung nen lernen – das schaffen wir Schritt für Schritt mit einem Bestand an Medien, der sich an den • Recherche mit neuen Medien Unterrichtsthemen orientiert, und mit einer an- CD-ROM/DVD, Internet, WebQuest genehmen Atmosphäre. • Training von Arbeitstechniken • Curricularer Bestandsaufbau • Kulturelles Zentrum der Schule Multimediale DATEN Präsentation • recherchieren • selektieren Die „Pädagogische Werkstatt“ unserer Medio- • analysieren thek mit der multimedialen Ausstattung für das selbstständige, aktive und kreative Arbeiten zur • organisieren Erstellung von Podcast und Videoclips zur Prä- und sentation von Referaten, Hausarbeiten oder Prüfungsarbeiten. PRÄSENTIEREN Referate, Hausarbeiten, eigene Sach und fiktive Texte Projektprüfung (HS) Präsentationsprüfung(RS) … in der Pädagogischen Werkstatt18
  19. 19. Lesen, Arbeiten und Informationen beschaffen und verarbeitenLernen • Richtiges Buch finden: Titel, Untertitel, InhaltsverzeichnisDas „Verfahrensmodell“ zur Informationsre-cherche und -verarbeitung – entwickelt von • Im Buch zurechtfinden:Schulbibliothekesexperten der LAG Schulbiblio- Register, Glossar, Stichwortverzeichnis,theken – hilft mit einer vorgegebenen Struktur, Index, KlappentextReferate und Hausarbeiten besser zu erarbei-ten. – Übertragen auf die Internetrecherche • Stellen finden:korrespondiert diese Struktur mit dem Lernar- Kontext lesen, Schlüsselwörterrangement Mediaquest. • Stellen sichern: Zusammenfassen, Exzerpieren, Bibliographieren, Markieren, Zitieren • Stellen auswerten: Erläutern, in Bezug setzen, Karteikarten anlegenMedienangebote • Nachschlagewerke (print und digital) • Aktuelle Kinder-und JugendbücherUm dem Anspruch als kulturelles Zentrumunserer Schule gerecht zu werden, bietet unsere • JugendsachbücherMediothek ein breites Angebot an Büchern fürdie Freizeit und unterschiedliche Medien für den • Sach-und Fachliteraturunterrichtlichen Bereich – besonders für die • Lektüren und Ganzschriftenpädagogische Mittagsbetreuung. • Aktuelles Informations- und statistisches Material • Berufskundliches Material • Didaktisch-methodische Literatur • Fachzeitschriften • Spiele für den Freizeitbereich und Landheimaufenthalte • Audiovisuelle und Neue Medien • Literatur-u. Sprachkassetten, • Literaturverfilmungen, Sachvideos, • Folien-und Dia-Sätze • CD-ROMs u. DVDs 19
  20. 20. Unterricht im Lernort • Mediothekseinführung im 5. Schuljahr Mediothek • Spiralcurriculare Einbindung ins Methodencurriculum Die Einbindung in das Schulcurriculum und in die Fachcurricula ist die Voraussetzung für den • Handapparate zu Unterrichtsthemen Lernort und das Arbeiten in und mit der • Literatur-und Medienrecherche (OPAC) Mediothek. • Hilfen bei Referaten, Prüfungsvorberei- tungen und Freiarbeit, bei Gruppen- und individueller Arbeit • Unterstützung im Projektorientierten Lernen (POL) Schulkulturarbeit • Vorlesewettbewerbe Leseförderung und Medienerziehung „live“ mit • Autorenlesungen Autorenlesungen und dem kreativen Umgang mit den diversen Medien. • Lese-Projekte (POL) • Literarische Ausstellungen • Schreibwerkstätten • Foto-u. Video-Workshops • Mitgliedschaft LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. Die Mediothek • mit Hilfe der Pädagogischen Werkstatt unterstützt: • die (neue) Lernkultur des eigenverant Der Lernort Mediothek unterstützt neue wortlichen Lernens und Arbeitens der Unterrichtsformen und verändert Lehrer- und Schülerinnen und Schüler Schülerrollen. • mit dem Ziel Schlüsselqualifikationen wie METHODENKOMPETENZ (und Team- u. Kommunikationsfähigkeit) zu erreichen; • die „Abkehr“ von einem Unterricht, in dem vorwiegend die Lehrerin/der Lehrer das Lernen „managt“ und dominiert.20
  21. 21. Das bietet unsere MediothekBücher:In der Medio kann man sich nicht nur Bücher an-schauen, man kann dort zum Beispiel auch dieComputer benutzen, Spiele ausleihen oder ein-fach in einer Ecke sitzen und sich (leise!) unter-halten. In der Mediothek kann man natürlichBücher lesen. Es gibt eine sehr große Auswahlverschiedener Arten von Büchern, zum BeispielRomane, Fantasy, Krimis, aber auch Sachbü-cher, Comics oder Schulbücher.Computer:In der Medio gibt es auch die Möglichkeit, anden dort stehenden Computern zu arbeiten.Zum Beispiel kann man im Internet recherchie-ren und das Recherchierte dann ausdrucken.Um die Computer benutzen zu dürfen, brauchtman die Erlaubnis eines Lehrers. Mehr dazuunter Organisation. Folgende Geräte stehenMultimedia-Zubehör: unter anderem zur Verfügung:In der Medio kann man verschiedenste Multi- • Computer • Laptops • Beamermedia-Geräte nutzen und zum Teil auch auslei- • CD-Player • Kameras jeder Arthen (daher der Name MEDIOthek). • Verstärker • Scanner • Overheadprojektoren • Diaprojektoren ...und vieles mehr!Spiele:Neben Büchern und Computern gibt es auchSpiele, die man zum Beispiel in der Pause spie-len kann. Die Medio bietet unter anderemSchach, verschiedene andere Brettspiele, Kar-tenspiele und vieles andere mehr. Diese Spielekönnen allerdings NICHT ausgeliehen werden. 21
  22. 22. Limesschule, Wehrheim Alles für Leseratten Buchauswahl für Kinder von der Vorklasse bis zur 4. Klasse 22
  23. 23. Die Schulbücherei wird ehrenamtlich von zur Klassenstufe 4Zeit 11 Müttern geführt. Sie ist täglich in der Die Schüler der vierten Klassen können aufersten großen Pause von 9.25 Uhr bis 9.55 Uhr freiwilliger Basis den Bibliotheksführerscheingeöffnet. Die Kinder bekommen bei uns die erwerben. Ihr Wissen über die Bibliotheksstruk-Möglichkeit kostenlos Bücher auszuleihen. Sie turen können sie dann als Büchereihelfer ein-lernen selbständig, in einem überschaubaren bringen. Ebenso können sie ihre LeseerfahrungRahmen mit Strukturen einer Bibliothek umzu- an jüngere Schüler weitergeben und diesengehen. Unser Angebot soll die Schüler sowohl beratend bei der Buchauswahl zur Seite stehen.für ihre Freizeit, als auch zur Auseinanderset- Die Schüler sind am Ende ihrer Grundschulzeitzung mit dem Unterrichtsstoff mit Lesematerial in der Lage auch andere, ihnen nicht vertraute,versorgen. Gleichzeitig bieten wir den Schülern Bibliotheken zu nutzen.die Möglichkeit, sich mit ihren Mitschülern überLeseerfahrungen und -gewohnheiten auszutau- Buchangebotschen. Neben dem eigentlichen Bibliotheksraum In der Schulbücherei findet sich ein breites An-können die Kinder während der Pause auch gebot an Lesematerial für die Altersgruppe dereinen angrenzenden separaten ruhigen Lese- 6- bis 10-jährigen. Ein besonderer Schwerpunktraum nutzen. liegt auf den Büchern für Leseanfänger. Diese sollen in jedem Stadium des Lesenlernens genü-Allgemeine Ziele gend Anregungen zur Weiterentwicklung ihrer• Begleiten der Schüler bei der Entwicklung ihrer Fertigkeiten bekommen. Gleichzeitig sind wir Lesefähigkeit. Jedem Schüler soll seinen Fähig- bestrebt, auch sehr guten und Viellesern der keiten und Interessen entsprechend Lesestoff höheren Klassenstufen ein reichhaltiges, alters- zur Verfügung gestellt werden. gemäßes Angebot zur Verfügung zu stellen.• Wecken und Fördern der Lesebegeisterung Sachbücher sind den Interessen der Schüler ent-• Förderung der Medienkompetenz sprechend und zu Themen des Sachunterrichts• Förderung der Selbstständigkeit und Eigenver- vorhanden. Parallel zum Fremdsprachenunter- antwortung richt in der 3. und 4. Klassenstufe sind in der• Einführung in Bibliotheksstrukturen im Klas- Bücherei einfache fremdsprachige Bücher und senverband auch Hörbücher vorhanden. Der Buchbestand wird in Zusammenarbeit mit Lehrern, SchülernKlassenstufe 1 und Eltern regelmäßig erweitert und aktualisiert.Gleich zu Beginn ihrer Schulzeit werden dieSchüler im Klassenverband spielerisch in diegrundlegenden Strukturen der Schulbücherei(insbesondere Ausleihe und Buchangebot ) ein-geführt. Auf diese Weise werden Hemmschwel-len und Unsicherheiten abgebaut. Durch einsehr breites Angebot an Erstleser-Büchern ver-schiedenster Schwierigkeitsstufen wird der Pro-zess des Lesenlernens begleitet.Klassenstufe 2 - 3Die Schüler lernen im Klassenverband dieBibliotheksstruktur kennen. Sie sollen in die FinanzierungLage versetzt werden, selbstständig Lesemate- Die Schulbücherei wird aus Spendengeldernrial nach ihren Fähigkeiten und Interessen zu durch den Förderverein der Limesschule finan-finden. Auch in den Abteilungen „Sachbücher“ ziert. Ein- bis zweimal im Jahr bieten wir Elternund „fremdsprachige Bücher“ können die die Möglichkeit, der Schulbücherei als Buchpa-Schüler parallel oder ergänzend zum Unterricht ten ausgewählte Bücher zu spenden. AuchLesematerial finden. Die Bücherei wird nun auch Spenden gut erhaltener Bücher oder Geldspen-zur Informationsquelle. den werden von uns gerne angenommen. 23
  24. 24. Projekte Das Bücherei-Schuljahr in unserer Schule AUGUST APRIL Einschulungstag: Die Bücherei präsentiert sich Bücherfrühling: Buchausstellung am Wochen- den Erstklässler-Eltern mit einem „Buchpaten- ende in Zusammenarbeit mit einer Buchhand- stand“, an dem der Bücherei (evtl. mit Widmung lung. Es gibt die Möglichkeit, Bücher zu kaufen. versehene) neue Bücher gespendet werden Ein Teil des Umsatzes erhält die Bücherei für können (hauptsächlich Sach- und Erstlese- Neuanschaffungen. Vorleseangebote für die bücher) Kinder („Väter lesen vor“), Bücherquiz 2. Schulwoche: Die 1. Klassen und die Vorklasse besuchen die Bücherei im Klassenverband. Wir erklären, wo in der Bücherei was zu finden ist und wie die Ausleihe und Rückgabe funktioniert. Anschließend können die Kinder in Ruhe stöbern und erste Bücher ausleihen. NOVEMBER Vorlesetag: Das Büchereiteam liest den Kindern während zwei Schulstunden aus verschiedenen Büchern vor. Die 4. Klassen lesen Vorschulkin- dern vor. Neu! Adventskalenderlesen: Die Büchereihelfer der 4. Klassen lesen anderen Kindern in der großen Pause täglich aus einem Adventskalen- JUNI derbuch vor (z. B. Sternenschweif, ??? kids, o. ä.) Büchereiführerschein: Interessierte Kinder der 3. Klassen werden nochmals detailliert in die JANUAR Büchereisystematik eingelernt. Sie können dann Spiel- und Stöbertage: Die Schüler aller Klassen in der 4. Klasse als Büchereihelfer arbeiten, d. h.: kommen im Klassenverband in die Bücherei. - bei der Ausleihe helfen (Rückgabedatum 1. Klassen und Vorklasse: „Bücherpuzzle“ mit stempeln und einscannen unter Aufsicht), Wiederholung der Signaturfarben der verschie- - zurückgegebene Bücher ausbuchen und zu- denen Buchkategorien, freies Stöbern rücksortieren in die Regale, 2. - 4. Klasse: „Signaturspiel“, falsch sortierte - Fragen anderer Kinder beantworten Bücher finden, freies Stöbern - Mitarbeit bei der Etikettierung neuer Bücher.24
  25. 25. 25
  26. 26. Sonnenblumen-Schule, Langen 26
  27. 27. Jeden Tag geöffnet!Die Schulbibliothek ist ein Teil des Lernens mit allen SinnenDie Schulbibliothek an der Sonnen- der Schulbibliothek. „Das Ende derblumenschule liegt räumlich sehr harten Zeit der Abstinenz wird nunzentral im Schulgebäude, und zen- am 6.11.08 ausgiebig gefeiert – mittral für die Leseförderung an der verschiedenen Angeboten rund umSchule ist die Bibliothek. das Buch, wie zum Beispiel einer Vor- lesestunde im Keller, dem ErfindenNeben der Ausleihe finden verschie- von Geheimschriften, Buch- unddene Aktivitäten statt: Autorenrätseln, einer Führung durchVorlesen in der Bücherei für die Vorschulkinder; die neue Bücherei oder einem englischen Buch-Bücherrätsel, die dazu auffordern, ausgewählte projekt.“ (Pressemitteilung 2008)Titel genauer zu betrachten und zu lesen;Bücherkisten für die Leseecke in der Klasse zu- Damit eine Bücherei in der Schule eingebettetsammenstellen – von Kindern mit Beratung der ist in ihre Lesekultur, muss sie zu einem leben-Kolleginnen, die hier arbeiten; Recherche im digen Ort werden. Die Arbeit sollte hier nichtBuch und im Internet; und am Büchertag, der isoliert stattfinden, sondern in den Klassen auf-seit 2008 Tradition geworden ist, liest die ganze gegriffen werden. Bücher ausleihen und sie inSchule: „Lesen bis zum Umfallen“ den ganzen der Klasse oder in der Versammlung zumVormittag. Hier findet ein vielfältiges Programm Wochenschluss vorstellen – das gehört zu den(s.Übersicht) rund um Bücher statt – auch in Standards an der Schule. „Das Ende der har- ten Zeit der Absti- nenz wird nun am 6.11.08 ausgiebig gefeiert – mit ver- schiedenen Ange- boten rund um das Buch, wie zum Bei- spiel einer Vorlese- stunde im Keller, dem Erfinden von Geheimschriften, Buch- und Auto- renrätseln, einer Führung durch die neue Bücherei oder einem englischen Buchprojekt.“ 27
  28. 28. Projekte Lesen bis zum Die Lesekoffer AG Umfallen In der „Lesekoffer AG“ bereiten sich Kinder auf das Vorlesen im Kindergarten vor – das bedeu- Angebote Büchertag tet eine Herausforderung, der sich schon Kinder Five Litte monkeys Frau Limbart ab dem 2.Schuljahr stellen. „Lesen üben“ das geschieht hier wie von selbst. The very hungry Caterpiller Frau Seyfert-Joiner Bilderbuch Pezzettino Frau Levy Hörbücher Frau Tybussek Tierbücher Frau Henckel Beim Geschichtenerzähler Herr Claussen Mitmachbuch Frau Hüber Comics Frau Becker Vorlesen – Ausbildung zum Vorleser/zur Vorleserin Frau Bochenek Wale und Delfine Frau Zellner Witze & Lesespiele Frau Strohl Blauer Hund Frau Schloßhauer Auch in einem besonderen Projekt findet Hörbuch: Das Sams Frau Sinn „Kinder lesen für Kinder“ statt. Leser/innen aus einem 4.Schuljahr stellen ihr persönlich ausge- Bilderbuchkino Herr Schlesinger wähltes Buch Gleichaltrigen vor – ein besonde- Guck mal wie ein Brot Frau Franzke res Projekt mit einer Klasse der Nachbarschule. Schmökerzeit in der Ein Lesekoffer wurde gepackt – ähnlich der Bibliothek Frau Arzt Südtiroler Rucksackbücherei – und im Boller- wagen transportiert. Mit Engagement wurden Comic Frau Klich Lieblingsstellen vorgelesen und über Inhalte Lachen – raten – informiert – das animiert zur Lektüre! Wer Zungenbrecher Frau Eisele könnte für Bücher bessere Werbung machen als Kamishibai Frau Lembcke Gleichaltrige? Vorlesen und malen (Zeraldas Riese) Herr Eilers Bilderbuch „Bei drei auf Frau Schösser den Bäumen“(2.- 4. Kl) (in der Turnhalle) Zuckerpass und Frau Gescher Blutgrätsche (in der Turnhalle) Der Wegstabenverbuchsler Mel Winkler28
  29. 29. Der Leseclub Gespieltes LesenBesondere Buchprojekte finden außerdem im In dem nächsten Projekt wird die Welt vonLeseclub statt. Einmal in der Woche treffen sich Narnia erkundet und die Kinder verschwindenhier Kinder mit einer Lehrerin der Schule, jede Woche für etwa 80 Minuten in der WeltSusanne Becker und zwei engagierten Bücher- hinter dem Wandschrank. Diesmal führt diefans Frau Mahler und Herrn Klump, der von den Lesereise über den Hörbuchgenuss bis hin zumKindern den von ihm wertgeschätzten und mit Theaterspielen und die geschichtenhungrigenStolz getragenen Titel „Leseopa“ verliehen be- Kinder schlüpfen mit Masken in die Rollen vonkommen hat. Etwa zwanzig Kinder werden auf Faunen, Bibern, Löwen und Fabelwesen.kreative Weise an die Literatur herangeführt.Es wird geschmökert oder vorgelesen, aber auch Erich Kästner hat einmal gesagt:ganz konkrete Projekte rund um die Lieblings- „Wenn ein Kind lesen gelernt hat und gerne liest,bücher der Kinder werden mit vielen handlungs- entdeckt und erobert es eine zweite Welt“, dazuorientierten Aktionen umgesetzt. Zu der wollen wir mit unserer Arbeit in der Schulbiblio-Neuerscheinung des Sams im Glück wurde der thek beitragen.Film mit dem Buch verglichen und eine Wunsch-maschine gebaut, die natürlich solche wichtigenFunktionen hat wie Bonbons ausspucken undKinderkaffee mit extra viel Milchschaum zu pro-duzieren. Wünsche werden selbstverständlichper Knopfdruck oder besser gesagt durch dasBetätigen des Joysticks erfüllt. Die Gestaltung „Bei drei auf den Bäumen“ (Saskia Hula/Ulrike Möltgen) , eine wunderbare Geschichte, in der ein kleines Stinktier den großen Tiger entmach- tet, wird erst vorgelesen und dann: Bei drei auf die Bäume – in der Turnhalle!sollte so herrlich skurril und bunt sein wie dasSams, das die Kinder im Rahmen des Projekteskennen und lieben lernten. 29
  30. 30. Franziskanergymnasium, Großkrotzenburg 51.710 sprechen Bände In einem Gebäudetrakt sind die Bibliotheken des Franziskanergymnasiums und -klosters vereinigt 30
  31. 31. ProjekteLeseherbstJedes Jahr werden für die Jahrgangsstufen 5 bis 9Jugendbuchautor(inn)en zum „Leseherbst inder Schulbibliothek“ eingeladen. Die Autorenlesen aus ihren Büchern vor und sprechen an-schließend mit den Schülern. Bis zur Oberstufeerleben die Schüler fünf Autoren und lernen dieunterschiedlichsten Bücher und Schreibstilekennen.Der „Leseherbst“ gehört zum Lesekonzept desFranziskanergymnasiums Kreuzburg, genausowie die Bibliothekseinführungen aller Schüler inder 10. Jahrgangsstufe mit den Schwerpunkten„Literaturangabe“ und „Zitierweise“.Ein Deutschleistungskurs veranstaltet einenliterarischen Abend zu Franz Kafka 31
  32. 32. Steinwaldschule, Neukirchen Hier betreuen Fachpersonal und 15 Schüler Vielschichtig im Unterricht - Projektlernen und vernetztes Leseförderkonzept Die Mediathek Erweiterung im Jahr 2011 zeichnet sich der ist ganztägig Raum durch intuitiv erfassbare, unterschiedliche geöffnet, wird Funktionsbereiche aus, die flexible Gestaltungs- qualifiziert betreut und ist in das Ganztagskon- möglichkeiten bieten und mehrere Lerngruppen zept integriert. Sie versteht sich als eine Lern- nebeneinander und doch ungestörter voneinan- werkstatt in der vor allem selbstständiges und der arbeiten lassen. individuelles Lernen gefördert und Informati- Die Arbeit in der Mediathek lebt maßgeblich ons- und Medienkompetenz mit Hilfe klassi- durch die sehr engagierte Mitarbeit von Schüle- scher und neuer Medien trainiert wird. Die hier rInnen! Ein Team von 15 SchülerInnen über- untergebrachte Schulbibliothek ist vielschichtig nimmt gruppenweise die alltäglichen Aufgaben mit Unterricht, Projektlernen und dem Leseför- in der Schulbibliothek und plant, organisiert und derkonzept vernetzt. betreut darüber hinaus unsere zahlreichen Nach einem umfassenden Umbau inklusive Aktivitäten und Projekte. 32
  33. 33. ProjekteAltpapier-WebQuestIm Rahmen einer Projektwoche anlässlich des40jährigen Bestehens der IGS Steinwaldschuleim September 2012 boten die Bibliothekarinnenein jahrgangsübergreifendes Projekt an, für dasein WebQuest entwickelt wurde.Es kann unterhttp://altpapierwebquest.wordpress.com/genutzt werden.Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sichmit Fragen zur Papierherstellung und Altpapier-verwertung und ergründeten Zusammenhängezur Regenwaldabholzung. Sie informierten einbreites Publikum beim Schulfest mit Plakatenüber ihre Erkenntnisse und entwickelten Vor-schläge für einen sparsamen Umgang mitPapier in der Steinwaldschule.Der Schwerpunkt der Projektarbeit lag jedochauf dem praktischen und kreativen Umgang mitAltpapier.Ziel war es, den Wert von Altpapier und Papierallgemein differenziert einschätzen zu könnenund Zusammenhänge zu Regenwaldvernich-tung, Wirtschaftsinteressen und dem aktivenUmweltschutz zu erkennen.Es entstanden wunderschöne, selbst gefertigteKunstwerke und Gebrauchsgegenstände ausAltpapier. Daneben konnten sich Gäste desSchulfests auch ein Nageldesign mit Altpapiergönnen.LesepauseAlle zwei Wochen veranstalten wir eine Lese-pause in der SchülerInnen eigenverantwortlichBücher/Sachbücher ihrer Wahl vorstellen undeine kleine Lesekostprobe geben. Die SchülerIn-nen beschäftigen sich selbst vertieft mit ihrerLektüre, stärken ihr Selbstbewusstsein undmotivieren andere zum Lesen. 33
  34. 34. Clemens-Brentano-Europaschule, Lollar Lesen geht immer Auf 454m2 warten 22.000 Medien unterschiedlicher Art Durch die Zusammenlegung der Bibliotheken überarbeitet und aktualisiert. Neben einem aus- der Städte Lollar und Staufenberg mit der Schul- gebauten Fremdsprachenbereich bieten wir den bibliothek der Clemens-Brentano-Europaschule Nutzern ein multimedial ausgestattetes Lern- ist 2007 der Grundstein für ein kommunales studio und 16 internetfähige PC-Arbeitsplätze Zentrum für Bildung, Wissen, Freizeit und Kultur mit vernetztem Druck- und Kopiergerät. gelegt worden. Auf 454 qm in neu eingerichte- Medienausleihe, Autorenlesungen, Vorträge, ten hellen Räumlichkeiten erwarten unsere ein bibliothekspädagogisches Programm mit Besucher rund 22.000 Medien unterschiedli- Aktionen für junge Leser sowie ein breites cher Art. Die generationsübergreifende Ange- Spektrum an Lernangeboten für die Sekundar- botspalette wird von unserem haupt- und stufen I und II finden sich zusammen unter ehrenamtlichen Bibliotheksteam kontinuierlich einem Dach. 34
  35. 35. Projekte Mittlerweile sind es über zehn engagierteVorlesen verzaubert ehrenamtliche Vorleser, die über 30 Kinder regelmäßig durch die Welt der Bücher führen.Im Rahmen des Aktionsangebotes für Kinderhat sich das vor 5 Jahren ins Leben gerufene„Vorlesen verzaubert“ zu einem Publikums-magneten entwickelt. Das von nunmehr 12ehrenamtlichen VorleserInnen getragene Pro-jekt richtet sich an Kinder zwischen 4 und 12Jahren. Der wöchentliche Termin am Donners-tagnachmittag, bei dem mittlerweile 20-25Kinder mit Familienangehörigen erscheinen,dient der Vermittlung einer Vorlese- und Lese-kultur in Familien. Generationsübergreifendfinden sich hier Jung und Alt zu einem einstün-digen Event zusammen. Herausragend ist indiesem Zusammenhang der soziale und inter-kulturelle Aspekt. Während Kinder unterschied- „Was wollen wir heute lesen?“licher Alterstufen und Kulturhintergründe von Gespannte Vorlesekinder zwischen drei und elfeinzelnen Vorlesern eine binnendifferenzierte Jahren treffen ein. Die großen Jungs und HelmutSprachförderung erhalten, treffen sich die er- Boucsein beraten sich bereits.wachsenen TeilnehmerInnen parallel zu einemangeregten kommunikativen Austausch. „Vor-lesen verzaubert“ wirkt als Motor für das eigeneLesen der Kinder, für das gegenseitige Vorlesenim familiären Kreis. Ferner wird die auditiveKompetenz der Kinder als integraler Bestandteileiner Sprachentwicklung gestärkt und dasaktive Zuhören trainiert – eine Kernkompetenzfür das zukünftige Kommunikationsverhalten. „Wer möchte mit mir zusammen ´Den Eisbären Lars“ kennen lernen?" Um Ortrun Grölz und Birgit Kegel scharen sich die Kleinsten.„Liebe Kinder,wir öffnen unsere Bücherschatzkiste für euch!Donnerstags ab 15.00 Uhr wollen wir euch eineStunde lang Spannendes, Lustiges, Abenteuer-liches, ... vorlesen“.Diese Einladung lockt seit fast fünf JahrenKinder und ihre (Groß-)Eltern jede Woche in die Die Vorlesestunde ist auch ein Treffpunkt für dieMediothek Lollar/Staufenberg. Mütter. 35
  36. 36. Projekte Birgit Kegel und die Lesemäuse haben sich in die Bilderbuchecke zurückgezogen. Kleine Forscher informieren sich zusammen mit Michael Giese in der Kinder-Sachbuchabteilung über Dinosaurier.36
  37. 37. Sare, Mert und Rehan freuen sich zusammen Wer kommt mit auf die Arche Noah?mit Ortrun Grölz über lustige Lektüre.Helmut Boucsein fesselt seine Zuhörer. „Der Schneemann“ begeistert Alt und Jung.Die Kinder werden auch zum Selbst-Lesen Alle Kinder holen sich am Ende der Stunde beiangeregt. Erika Schlögel gibt Alena Tipps für Christel Neumeier einen Stempel in ihr Vorlese-Vorleser. kärtchen.Die Vorlesestunde klingt regelmäßig mit ge- Echte Leseratten wie Kemal, Alena und Habilmeinsamen Spielen aus. Ibrahim und Eleysa ler- nehmen sich jede Woche „Lesefutter“ mit nachnen spielerisch von Jochen Maus Verkehrsregeln. Hause. 37
  38. 38. Aue-Schule, Dietzenbach Lesemotivation wecken und fördern Vom Lesekoffer bis zum Leseratten-Treff Die Schülerbücherei besteht seit dem Jahre arbeit mit dem Hessischen Literaturforum Mou- 2002 und ist an drei Tagen für die Schüler in den sonturm e.V. erhalten wir jährlich neue Förder- Pausen geöffnet. Die Ausleihe wird von den El- mittel, die die Neuanschaffung von Büchern tern organisiert. Die Schüler sind in die Arbeit ermöglichen. der Bücherei über den Bücherdienst eingebun- Der Büchereiraum wird aber auch von den Klas- den. Sie sind als Helfer in der Bücherei einge- sen für das freie Lesen, zur Recherche oder für setzt, ordnen die Bücher und bringen die die Lesekurse genutzt. Lesekörbe in die Klassen. Außerdem organisiert die Bücherei verschie- Der Buchbestand wächst stetig und beträgt um dene Aktivitäten am Nachmittag. Die Kinder die 1000 Medien. Durch die gute Zusammen- können sich in diese Angebote frei einwählen: 38
  39. 39. ProjekteVorleseclub Lesefest -Für den Vorleseclub können sich 40 Kinder an- Welttag des Buchesmelden. In diesen zwei Stunden bekommen dieKinder ein Buch vor- oder angelesen und danach Jährlich wird der Welttag des Buches mit einemgibt es Stationen rund um den Inhalt des Buches gemeinsamen großen Lesefest begangen. Von(Basteln, Spiele, Internet, Quizfragen etc.). In 8.00 bis 12.00 Uhr dreht sich alles rund um das Thema Lesen. Zum Rahmenprogramm für diesen Tag gehören die Eröffnungsfeier, Aktionen in den Klassen rund um das Lesen, ein Kuchenbuffet, eine Leserallye und das Literaturtheater „La Senty Menti“.der Vergangenheit lag der Schwerpunkt aufbilingualen Vorlesungen. Wir haben dazu vielemuttersprachliche Bücher und Vorleser aus derElternschaft gewinnen können. Für die kleinenZuhörer war der Klang der fremden bzw. der ei-genen Sprache sehr spannend.Die eigene Sprache als Buchsprache erleben zukönnen, ist für viele Migrantenkinder neu und In den vergangenen 2 Jahren wurde „Lenchenshat eine positive Wirkung auf das eigene Lese- Geheimnis“ von Michael Ende für die 3. Klassenverhal-ten. Frau Professor Ehlers von der Uni aufgeführt. Die Schülerinnen und Schüler habenGießen hat unsere Leseprojekte fast zwei Jahre im Vorfeld das Buch im Klassenverband ge-begleitet und wissenschaftlich evaluiert.Leseratten-TreffEine kleine Gruppe guter Leser aus den 3. und4. Klassen trifft sich einmal im Monat zu einemLiteraturkreis. Die Kinder bringen ihre eigenenBücher mit, lesen daraus und stellen sich gegen-seitig ihre Bücher vor. meinsam gelesen und bearbeitet. Die Kinder der 1. und 2. Klassen dürfen sich ihre Bücher aussuchen. Die 3. und 4. Klassen können sich in 12 verschiedene Buch-Angebote ein- wählen. Als Vorleser fungieren Lehrer, Kinder aus dem Vorleseworkshop der Klassen 4/5 und Eltern. 39
  40. 40. Projekte Vorlese-Workshop Selbstbestimmtes Im Rahmen eines ganztägigen Workshops am Lesen Wochenende werden sehr gute Leser aus den Um den an unserer Schule großen Unterschie- 4. und 5. Klassen (ehemalige Schüler der Aue- den gerecht zu werden, ist das selbstbestimmte Schule) von einer professionellen Schauspielerin Lesen ein Schwerpunkt des Leseunterrichts. zu Vorlesern ausgebildet („Lese-Scouts“). Die Jeder Schüler soll nach eigenem Lesetempo, Kinder werden in Gestik, Mimik und Betonung eigenem Leseinteresse und der eigenen Lese- beim Lesen geschult und können dies am Lese- schwierigkeitsstufe lesen dürfen. Die Lesesozia- fest einbringen. lisation im Vorschulalter spielt jedoch eine große Rolle für das spätere Leseinteresse der Kinder. Viele Kinder lesen nicht, weil sie nicht richtig lesen können. Sie können nicht richtig lesen, weil sie nicht lesen. vgl. Richard Bamberger, Erfolgreiche Leseerziehung, Theorie und Praxis, Domino Verlag München 2000 Folgende Aktivitäten unterstützen und fördern das selbstbestimmte Lesen: • Das klasseneigene Bücherangebot ermöglicht, dass mehrere Kinder dieselben Bücher nach- einander lesen können. Die Schüler empfehlen Bücher weiter und unterhalten sich darüber. • Das Gänsefüßchenangebot des Este-Verlages ermöglicht auch Kindern mit geringem Budget (Taschengeld) eigene Bücher zu erwerben und diese zu lesen. Selbstausgesuchte Bücher haben eine hohe Lesemotivation. • Im Aufbau begriffen ist die Teilnahme aller Schüler am Leseförderprogramm Antolin (www.antolin.de). Der Internetzugang ist so- wohl in der Schule als auch von zu Hause aus möglich. Dort können die Kinder selbstständig zu gelesenen Büchern Fragen beantworten. Leseprojekte im Deutschunterricht Um vielfältige Angebote für den Unterricht zu bieten, werden immer wieder neue Medien an- geschafft (z.B. Lernsoftware, Ganzschriften mit passenden Literatur-karteien und Lesetagebü- chern). Die Literaturprojekte schließen oft meh- rere Unterrichtsfächer mit ein und ermöglichen den ganzheitlichen Umgang mit Literatur. Im Zeitungsprojekt lernen die Kinder das Lesen des Erwachsenenalltags kennen. Die Tageszei- tungen werden vom Verlag kostenlos zur Verfü- gung gestellt.40
  41. 41. LesekofferDiese Aktion findet einmal im Jahr statt. Diejahrgangsbezogenen Bücherkoffer durchlaufenalle 17 Klassen. In den Koffern befindet sich einbreites Angebot an Kinderbüchern aus derSchülerbücherei mit unterschiedlichen Lese-niveaus.Tägliche freie Lesezeiten und Ausleihe ermögli-chen den Kindern viele Bücher zu lesen und sichüber Gelesenes auszutauschen.Lesestelen im Zusammenarbeit mitSchulhof der SeniorenhilfeUnser jüngstes Projekt sind die 10 Lesestelen auf Seit vielen Jahren besteht eine gute Kooperationunserem Schulhof, die anlässlich des Lesefestes mit der Seniorenhilfe unter dem Motto „Alt hilftam 21.6.2007 eingeweiht wurden. Die Schüle- Jung“. Wöchentlich werden unsere Kinder derrinnen und Schüler bekamen darin Anweisun- Klassen 2 und 3 in kleinen Lesegruppen vongen zu einem Bewegungsparcour. In Zukunft mehreren Seniorinnen gefördert.sollen wechselnde Lese-Ausstellungen präsen-tiert werden: Witze, Berichte von den Klassen-fahrten, Autoren-Vorstellungen, selbsterdachteTexte, Lese-Fitness-Parcours, usw. 41
  42. 42. Was ? will die42
  43. 43. In der Bundesrepublik Deutschland gilt eine thek oder Wissenszentrum zugeordnet sindGrundsatzentscheidung aus der Nachkriegszeit, • Ein „Arbeitskreis Schulbibliothek“ wird beimdass Schulbibliotheken eine freiwillige Aufgabe Kultusministerium als Steuerungsgruppe ein-der Schulträger, der Städte und Landkreise, gerichtet, zu der Vertreter/-innen aus Schulbi-sind und nicht in die Zuständigkeit der Kultus- bliothek, Schule, Schulaufsicht und Städte-ministerien fallen, wie das im Rest der Welt die bzw. Landkreistag gehörenRegel ist. Schulträger und Land müssen VerantwortungWas will die LAG, um das hessische Schulbi- übernehmen. Nicht zuletzt geht es um Chan-bliothekswesen nachhaltig voranzubringen? cengerechtigkeit für alle hessischen Schüler/-Die Schulbibliothek ist eine pädagogische Ein- innen, unabhängig davon, wo sie wohnen undrichtung. Sie ist Teil von Schule und Unterricht. welchen sozialen Status ihre Eltern haben. ZuIhre Einbettung in die Schule bedeutet konkret: einer modernen Bildungspolitik gehört die För-• Sie muss im Schulprogramm stehen: Stich- derung multimedialer und multifunktionaler worte sind Lesekonzept, Medienpädagogik, Schulbibliotheken: Informationskompetenz • Konkretisierung und verbindliche Festlegun-• Sie muss Mittel aus dem Schulhaushalt erhal- gen im Hessischen Schulgesetz ten. Land und Kommunen müssen sich auf • Richtlinienkompetenz des Kultusministeriums eine Mischfinanzierung einigen und Mittel in • Haushaltsmittel bei den Schulträgern und im die Haushalte einstellen Landeshaushalt, Mischfinanzierung wie bei• Die Schulleitungen müssen auch für die Schul- EDV, Schulbau und Ganztagsschulen bibliothek zuständig und verantwortlich wer- • Schulbibliothekarischer Support in den Kreis- den – nicht die öffentlichen Bibliotheken. (Mit medienzentren oder schulbibliothekarischen denen sollen die Schulbibliotheken weiterhin Arbeitsstellen öffentlicher Bibliotheken oder zusammenarbeiten. Das Wichtigste am Schul- eine Zentrale für Schulbibliotheken im Lan- bibliothekswesen ist aber nicht die Zusam- desschulamt, Zuschüsse des Landes für die bi- menarbeit von öffentlichen Bibliotheken und bliotheksfachlichen Personalstellen in diesen Schulen) Einrichtungen• Ein Schulbibliotheksvertreter muss an schuli- • Finanzielle Zuweisungen des Landes für schen Konferenzen teilnehmen können. Schulen mit zertifizierter (positiv evaluierter)• Die Schulbibliothek muss den Status eines Bibliothek Fachbereichs erhalten. Das verbessert die Mit- • Anrechnung der Arbeit in Schulbibliothe- wirkung an innerschulischen Entscheidungen, ken/Mediotheken/Informationszentren bei nicht zuletzt den Schulhaushalt betreffend. der Lehrer- bzw. PersonalzuweisungEine Schulbibliothek, die konsequent von der Die hessischen Schulbibliotheken „von unten“,Schule aus gedacht wird, muss auch in der ehren- und nebenamtlich geleitet, von SpendenSchulaufsicht vertreten sein: abhängig, vom Selbsthilfeverein LAG Schulbi-• Im Referenzrahmen für Schulqualität bliotheken unterstützt, sind eine Erfolgsge-• Evaluiert von der Schulinspektion – wie alles schichte. Das ist aber kein Grund, sich damit andere in der Schule – zufrieden zu geben.• Im Landesschulamt und im Ministerium muss es Ansprechpartner mit Zuständigkeiten geben• Fortbildungsangebote für Lehrer/-innen, Schul- bibliothekar/-innen und ehrenamtlich Tätige müssen fortgesetzt und verstärkt werden• Ein Weiterbildungsangebot für Leiter/-innen von Schulbibliotheken muss eingerichtet und verpflichtend für Personen werden, die sich auf eine Beförderungsstelle bewerben, der Aufga- ben aus dem Bereich Schulbibliothek, Medio- 43
  44. 44. Was es schon gibt Wozu Arbeitsgemeinschaft? Die LAG ist ein gemeinnütziger Verein, zu dem • Kommunikation sich Lehrerinnen, Lehrer, Eltern, Bibliothekarin- nen, Bibliothekare und Schulen mit Bibliothek / • Lobby Mediothek zusammengeschlossen haben. Ihr • Support Ziel ist die Stärkung und Weiterentwicklung der Schulbibliotheken. Sie setzt sich insbesondere für das Schulbibliothekswesen und die Leseför- derung in Hessen ein, führt Projekte durch und unterstützt die Mitglieder mit Information und Beratung. Projektbüro Schulbibliotheken Das Projektbüro Schulbibliotheken als nachge- • Konzeptberatung ordnete Institution des Kultusministeriums hat landesweite und konzeptionelle Aufgaben und • Leseförderung bietet für Schulleitungen, Fachkonferenzen und • Medienerziehung Vorbereitungsteams Beratung und Fortbildung an zu den Themen Aufbau und Organisation • Bibliothekspädagogik von Schulbibliotheken, Leseförderung, Medien- erziehung und Bibliothekspädagogik. Planung einer Schulbibliothek In Kooperation mit dem „Projektbüro Schul- bibliotheken“ des Hessischen Kultusministeri- ums zur räumlichen, organisatorischen und gestalterischen Planung einer Schulbibliothek.44
  45. 45. Landeslizenz fürSoftwareNach dem Auswahlverfahren durch eineArbeitsgruppe kaufte das Hessische Kultusmi-nisterium auf Vorschlag der LAG eine Landesli-zenz für die österreichische BibliothekssoftwareLITTERA. Sie wird in mehr als der Hälfte allerSchulen verwendet.Servicestelle für EDVin Schulbibliotheken • InstallationDie Servicestelle, ebenfalls eine nachgeordnete • SchulungEinrichtung des Kultusministeriums, unterstütztdie Schulen bzw. Schulbibliotheken beim Einsatz • Updateund der Handhabung der hessischen Schulbi-bliothekssoftware LITTERAWindows.Weiterbildung zumBibliothekslehrerBisher nur ein Vorschlag:4 Wochenlehrgänge in zwei Jahren, dazwischene-Learning4 ProjektarbeitenAbschlusskolloquium/Diplomwww.schulbibliotheken.deDie Homepage entstand 1997, als erste ihrer Artin Deutschland.Zur Webseite gehören u. a. Verbandsinforma-tionen, ein Newsletter, die digitalen Versionender Broschüren sowie Lesetipps – in Zusam-menarbeit mit der AG Jugendliteratur undMedien in der GEW. 45
  46. 46. Fortbildung • Leseförderung Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina- • Medienerziehung ren und Workshops. Im Jahr 2013 findet der 22. Schulbibliothekstag • Unterricht aller Fächer statt. • Arbeitstechniken • Neue Medien • Bibliotheksorganisation Hessischer Schulbibliothekstag Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina- ren und Workshops. Bisher fanden 21 statt. Wettbewerbe • Preis für originelle schulische Leseförderung 1996 - 2007 • „Schulbibliothek des Jahres“, 2009 und 2011 • Schulbibliotheksteam/Schulbibliothekarin des Jahres ab 2013 Lesetipps • Weihnachtswunschzettel aus der Friedrich- Ebert-Schule, Schwalbach a. Ts. • Sommer-Lesetipps aus der Gesamtschule am Rosenberg, Hofheim a. Ts. • Grundschullesetipps der AJuM der GEW46
  47. 47. Die Bibliothekin der KisteHandapparate mit annotierter Bücherliste unddidaktischer Handreichung zu 30 Themen füralle Schulstufen. In 100 Kisten an drei Standor-ten ausleihbar. Erreicht wurden ca. 50.000Schülerinnen und Schüler. Die Bücherlisten wur-den bis zu 8.000mal im Internet aufgerufen.Das Projekt wurde nach zwanzigjähriger Lauf-zeit 2012 beendet. Die Bücherkisten wurden anSchulbibliotheken gegeben.WebquestFür das Lernen in und mit der Schulbibliothekfavorisiert die LAG das Webquest® als didakti-sche Struktur, in deren Rahmen entdeckungs-orientierte Schüleraktivitäten mit dem Internet(und anderen Medien) geplant werden können.Lesereisefür MitgliedsschulenSo wie einige Jahre zuvor unterstützt die LAG2013 wieder Autorenlesungen nach Schulformmit einem Zuschuss. – Die Berichte, die im An-schluss an die Lesungen auf der LAG-Home-page eingestellt werden, erlauben ggf.Anregungen und Tipps für andere Schulen.Schulbibliotheks-WeblogDie älteste Forderung von Schulbibliotheken istbei dem Schulreformer Johann Bernhard Base-dow (1724 – 1790) zu finden. Daher der Namedieses Weblogs. Er enthält Informationen undMeinungen rund um Schulbibliotheken undSchule. Aus Lehrersicht. 47
  48. 48. Weitere Publikationen Die bisher elf Broschüren wurden von LAG-Mit- öffentlicht. Die Grundlage waren Fotoaus- gliedern geschrieben, zum kleineren Teil auch stellungen, die die Bibliothekarin und spä- angekauft, z. B. in Wien vom österreichischen tere Verlegerin Lioba Betten organisiert Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, in hatte. Bozen vom Pädagogischen Institut Südtirol. Die Publikationen werden an die Mitglieder Außerdem hat die LAG zwei Kalender mit gegeben. Eigenpublikationen sind auch auf originellen Fotos zu Lesen und Bibliotheken ver- der Homepage downloadbar. Mit diesem „Kongressbericht“ zum Hessischen Ziel der Handreichung ist es, die Nutzung der Schulbibliothekstag 2009 gibt die LAG einen Schulbibliothek für den Unterricht in allen Fä- Überblick geben über das reichhaltige Angebot chern zu erleichtern und effektiver zu machen, an innovativen und grundlegenden Workshops. damit Lehrerinnen oder Lehrer mit Ihren Schü- Für diejenigen, die am Kongress nicht teilneh- lerinnen und Schülern den umfangreichen Be- men konnten oder aufgrund der stand an Sachbüchern, Nachschlagewerken, Vielzahl der Workshops auswählen mussten, Primär- und Sekundärliteratur gezielt erschlie- liegt mit dieser Broschüre ein – wenn auch kom- ßen und optimal einsetzen können. Kernstück primierter – Bericht vor, der die inhaltlichen der Handreichung ist eine detaillierte Recher- Schwerpunkte aufzeigt und den thematischen cheanleitung für die hessische Schulbibliotheks- Rahmen absteckt – auch für künftige Schulbi- software LITTERA, in der der gesamte Bestand bliothekstage. der Schulbibliothek erfasst und somit auch auf- findbar ist.48
  49. 49. Das Schulbibliotheks-Wiki Das Schulbibliotheks-Wiki ist ein digitales Lexikon zum Thema Schulbibliotheken, mit über 100 Stichworten und zahlreichen Links, fortlau- fend seit 2009: http://schulbibliothek.wikispaces.comLust? Last Luxus? Schulbibliotheken in Hessen,hrsg. von Hess. Institut für Pädagogik und derLAG Schulbibliotheken, Wiesbaden 2000, miteiner CD-ROM.Die Broschüre ist der Vorläufer des vorliegendenLAG-Reports. Sie enthält Ratschläge zum Auf-bau einer Schulbibliothek und beschreibt dievom Hessischen Kultusministerium gefördertenEinrichtungen und Projekte. In einem weiterenKapitel wird am Beispiel der Bereiche Unterricht,Lese- und Medienerziehung, insbes. Internet,das Potential der Schulbibliotheken aufgezeigt. 1998 und 1999 Kalender mit Fotos lesender Kin- der aus der ganzen Welt, in Zusammenarbeit mit Lioba Betten 49
  50. 50. Was tut die LAG? Aus der Arbeit des Vorstands „Der LAG-Report“ – so der Titel der litischen Sprechern der im Landtag vertretenen vorliegenden Broschüre – berichtet Parteien die Position der LAG dargelegt. über die Projekte und die Arbeit der LAG, hier mit dem Schwerpunkt des Bereits traditionell und seit Jahren regelmäßig – von der LAG initiierten Preises „Die meist von den Mitgliedern schon sehnlichst er- Schulbibliothek des Jahres“, der in wartet – veröffentlicht die LAG ihre Lesetippli- Fortführung des Leseförderpreises sten, akribisch zusammengestellt vom „Das Hessische Bücherschränk- Lese-Tipp-Team der Gesamtschule Am Rosen- chen“ in den Jahren 2009 und 2011 berg in Hofheim für den „LAG-Sommer- verliehen wurde. Für die Auszeich- Lesetipp“ und den „Weihnachtswunschzettel“ nung sind Aspekte der pädagogischen Arbeit des Bibliotheksteams der Friedrich-Ebert-Schule und der Integration der Bibliothek in die Schule, in Schwalbach am Taunus. kreative Ideen bei der Organisation der Leseför- Auf die vielfachen Wünsche der Mitglieder rea- derung oder die Vermittlung von Medien- und gierend gibt es seit Januar – und künftig zwei Recherchekompetenz ausschlaggebend. Mal im Jahr – eine Empfehlungsliste für die Grundschulen, die ebenso wie die beiden ande- Auch in 2013 soll es wieder Aufgabe der LAG ren Listen auf der Homepage der LAG zum sein, zu zeigen, wie wichtig Schulbibliotheken Download bereitstehen. Diese Liste ist exklusiv sind und welchen großartigen Beitrag sie zum für die LAG aus der Kinder- und Jugendbuch- Schulleben und zur Schulqualität leisten. – Der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Jugendli- neue Preis bzw. Wettbewerb „Schulbibliothe- teratur und Medien der GEW (AJuM) kar/-in und Schulbibliotheksteam des Jahres“ zusammengestellt. verdeutlicht nicht nur das Potential einer Schul- bibliothek, sondern will auch die Verantwortung So wie diese gibt die LAG in unregelmäßigen der Schulleitung für die Schulbibliothek in den Abständen Publikationen und Broschüren her- Fokus stellen – und wird auf dem 21. Hessischen aus, die von den Mitgliedern kostenlos angefor- Schulbibliothekstag vorgestellt werden. dert werden können. Ergänzend gibt es seit diesem Jahr den LAG-Newsletter „hids news“ – Die Preise und Wettbewerbe wirken natürlich bereits in der zweiten Ausgabe – als Fortfüh- nach außen und sind neben den Schulbiblio- rung des „Hessischen Informationsdienstes für thekstagen die „Highlights“ in der öffentlichen Schulbibliotheken“; er dient in erster Linie der Wahrnehmung der LAG. – Weniger spektaku- Kommunikation zu den Mitgliedern und Mit- lär, aber nicht minder effektiv und arbeitsinten- gliedsschulen, ist aber auch für alle Schulbiblio- siv stellt sich die „alltägliche“ Arbeit des theksinteressierte offen. Vorstands dar mit den Präsenzen auf den Buch- messen in Frankfurt und Leipzig, den Koopera- Last but not least – hat die Homepage der LAG tionsgesprächen mit der Fa. LITTERA GmbH, im Schulbibliotheken ein neues Gesicht mit Seiten Kultusministerium und im Ministerium für Wis- zu Weiterbildung, Service, Tipps und Links. – senschaft und Kunst und als Fortbildner nicht Auch das Mitglied-werden ist ganz einfach, der nur regional, sondern auch bundesweit und in- entsprechende Antrag steht auf der Startseite ternational. bereit. Die LAG versteht sich als Lobby für die Stärkung Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und mögen und Weiterentwicklung der hessischen Schulbi- Sie ebenso viele Anregungen gewinnen für Ihre bliotheken. Sie setzt sich daher insbesondere für Arbeit in der Bibliothek Ihrer Schule! – Und na- das Schulbibliothekswesen und die Leseförde- türlich freuen wir uns über Kontakte und Rück- rung ein. Aktuell wurde Kontakt aufgenommen meldungen. zum Hessischen Städte- und Landkreistag und in Informationsgesprächen mit den bildungspo- Günther Brée Vorsitzender50
  51. 51. IMPRESSUMHerausgeber: © Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V., FebruarRedaktion: 2013 Günter K. Schlamp, gs@schulbibliotheken.de / Günther Brée, gb@schulbibliotheken.deFotografien: S. Titel, 3, 6, 24, 25: shutterstock S. 42: fotoliaKonzeption undGestaltung: PeakADVERTISE, Kruse International GmbH, www.peakadvertise.comDruck: 51
  52. 52. www.schulbibliotheken.de

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