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Der LAG-
Report      2013




 www.schulbibliotheken.de
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Inhaltsverzeichnis



       Editorial                             4

       Die Schätze werden Gehoben            6

       Internatsschule Schloss Hansenberg   10

       Johann-Textor-Schule                 14

       Limesschule                          22

       Sonnenblumenschule                   26

       Franziskanergymnasium                30

       Steinwaldschule                      32

       Clemens-Brentano-Schule              34

       Aue-Schule                           38

       Was will die LAG?                    42

       Was es schon gibt                    44

       Weitere Publikationen                48

       Was tut die LAG?                     50

       Impressum                            51




                                                 3
Editorial
                           Die Schulbibliotheken sind so nötig wie Klassenräume




                 Turnhallen sind in allen Schulen ob-    Ort, an dem das Lesen gefördert wird. Sie haben
                 ligatorisch. Inzwischen bekommt         schon jetzt, vor allem in der den ganzen Tag
                 auch jede Schule eine Mensa. Nur        stattfindenden Schule, eine soziale Funktion:
                 Schulbibliotheken sind nicht vorge-     Rückzugs- und Erholungsraum. Sie könnten
                 schrieben. Die werden in manchen        noch mehr sein und sind es in vielen Ländern der
                 deutschen Schulgesetzen auch            Erde schon längst: Eine „aktive“ Schulbibliothek,
    schon einmal glatt vergessen. Wenn sie denn          ein Lernort, eine Erweiterung des Klassenraums.
    erwähnt werden, fehlen verbindliche Richtlinien      Die zukünftigen Schulbibliotheken sind multi-
    für die Realisierung. Man verlässt sich auf          funktionale und multimediale Räume. Sie erlau-
    Tausende ehren- und nebenamtlich engagierter         ben die ungestörte Einzelarbeit (für das Referat),
    Eltern und Lehrer/-innen. Manchmal sorgen            die Arbeit in der Gruppe (am gemeinsamen Pro-
    Kommunalpolitiker dafür, dass die Stadtbiblio-       jektbericht), die Präsentation im Plenum der
    thek mit einer Zweigstelle in die Schule geht        Klasse (Vortrag, Lesung, Film). Wenn man sich
    oder den Ehrenamtlichen hilft. Wenn nicht nur        vom Bild der herkömmlichen Bibliothek (Regale,
    gleichzeitig die Etats der öffentlichen Bibliothe-   Stille, Ausleihe) löst, stattdessen die Schulbiblio-
    ken gekürzt werden würden…                           thek von den Anforderungen schulischen Ler-
    Dabei könnten Schulbibliotheken erheblich zur        nens her denkt, wird sie ein Raum mit flexibler
    Verbesserung der Schulqualität und der Schüler-      Möbel- und multimedialer Geräteausstattung
    leistungen beitragen. Sie sind schon jetzt ein       werden müssen.




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Zur Grundausstattung von Grundschulkindern        Hüten wir uns vor Übertreibungen. Der Bestand
gehören inzwischen Smartphones und Tablet-        der Schulbibliothek wird digitale und nicht-
computer. Statt den weiteren passiven Medien-     digitale Medien umfassen.
konsum zu fördern wird in der Schulbibliothek     Die zukünftige Schulbibliothek ist kein
der aktive, kreative Umgang mit elektronischen    Selbstlernzentrum. Die Lehre vom Lehrer als
Medien geübt: Videoclips, Podcasts, Bildbe-       Moderator      und     dem     selbstlernenden
arbeitung.                                        Schüler überfordert die allermeisten Kinder
Das ist nicht der Untergang der Buchkultur. Im    und     Jugendlichen.    Die    Schulbibliothek
Gegenteil! Diese multimediale Praxis nimmt oft    braucht Spezialisten, die beibringen, wie
ihren Ausgang in einem gedruckten literarischen   Referate und Projektpräsentationen ge-
Text, „übersetzt“ ihn in ein anderes Medium       macht werden, wie man kreativ mit digitalen
oder führt zu eigener Textproduktion, die dann    Medien arbeiten kann. Sie braucht Experten, die
als E-Book gespeichert und gelesen werden kann.   am schulischen Intranet, am Lernmanagement-
Die zukünftige Schulbibliothek braucht ein        system und am digitalen Katalog mitarbeiten.
Cluster von Räumen. Es entsteht eine „Lern-       Sie braucht engagierte Menschen, die es verste-
landschaft“ oder sie wird Teil der Begegnungs-    hen, die Schulbibliothek zum Zentrum der
flächen zwischen den Klassenzimmern und           Schule zu machen.
zieht so in die unmittelbare Nähe zu den                                      Günter K. Schlamp
Klassenräumen.                                                                 Ehrenvorsitzender




                                                                                                    5
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Die Schätze werden gehoben
Der Wettbewerb „Hessische Schulbibliothek des Jahres“

In drei Bundesländern findet 2011 der Wettbe-          Teilen die Visitenkarte der Schulbibliothek wer-
werb um die kreativste Schulbibliothek statt:          den. Die ersten Schulen schicken, worauf aus-
Hessen, Berlin und Brandenburg. Die Absicht            drücklich hingewiesen worden war, nur noch
ist, auf Schulbibliotheken und ihr Potential für       den Link auf die Schulhomepage ein.
gute Schule und besseren Unterricht aufmerk-
sam zu machen.                                         Die Wettbewerbsschulen sind Vorreiter. Sie zei-
                                                       gen, welches Leben in der Schulbibliothek
Schulbibliotheksmenschen fördern nahezu täg-           herrscht. (Für kombinierte Bibliotheken kann
lich das Lesen. Wenn das Tivoli der prominenten        ohne Weiteres analog verfahren werden.) Es
Leseförderer, für die die Scheinwerfer angehen         lohnt, einmal einige Webseiten von Schulbiblio-
und der rote Teppich ausgerollt wird, längst wie-      theken anzuklicken und sich anregen zu lassen:
der geschlossen ist, gehen die Aktionen in den
Schulbibliotheken weiter: Antolin, Vorlesewett-        Kreativität ist gefragt
bewerb, Lesepatenschaften, Buchvorstellungen,          In der Ausschreibung waren diese Kriterien ge-
Lesungen, Lesenächte, freie Lesezeit, Lesetage-        nannt worden:
bücher, Leseportfolios, Recherchetraining,
Hausaufgabenbetreuung.                                 • Die Schulbibliothek muss einen eigenen
                                                         Medienbestand und einen Raum haben.
Die Wettbewerbsbeiträge der hessischen Schu-             (Mindestvorgaben wurden nicht gemacht.)
len aus den Jahren 2009 und 2011 zeigen, was           • Aktivitäten müssen erkennbar sein, die über
alles stattfindet, wie viel Arbeit darin steckt. Sie     eine Bücherausleihe hinausgehen.
lassen aber auch den Spaß an der Produktion            • Einbeziehung der Bibliothek in Schule und
der Präsentation erahnen und am Ende das                 Unterricht (Schulprogramm, Bibliothekskon
Staunen darüber, was man alles zu bieten hat!            zept, Lesekonzept, Schulhomepage),
                                                       • Mitwirkung der Schüler/-innen, z. B. bei der
Die Botschaft des Wettbewerbs kommt an:                  Gestaltung des Raumes, bei Bestandsauf
Die Schulbibliotheken, Schulmediotheken, In-             bau, Organisation, Planung von Aktivitäten,
formationszentren stehen jetzt auf der Schul-            eine besondere Aktivität.
homepage. Der Wettbewerbsbeitrag macht die             • Eine ansprechende Präsentation mit nicht
Bibliothek in der Schulgemeinde sichtbarer.              mehr als 6 Folien oder einem Videoclip von
                                                         nicht mehr als 3 Minuten oder einer im Um
Sehenswerte Schulbibliothekswebseiten                    fang vergleichbaren Website.
Einige Schulbibliotheken werden auf der Schul-
homepage erst einmal nur genannt oder sind             Durch die Homepage-Bedingung und den digi-
nur mit einem Foto vertreten. Aber der Anfang          talen Wettbewerbsbeitrag soll deutlich werden,
ist gemacht. Mancher Auftritt beeindruckt              dass die moderne, multimediale Schulbibliothek
schon. Er enthält Informationen über Öffnungs-         im Internetzeitalter angekommen ist.
zeiten, den WebOPAC, die Medien-ausstattung,
das Programm, die Lesetrainings- und Lese-             Prämiiert wird also nicht, wer den größten
förderungsangebote, Neuerwerbungen und                 Bestand, die längsten Öffnungszeiten, die höch-
Veranstaltungshinweise, aber auch Fotos und            sten Ausleihzahlen oder die meisten PCs vor-
Berichte von Lesungen und anderen Aktionen.            weisen kann. Prämiiert wird, wer nachweist,
                                                       dass er neben den oben genannten, sozusagen
Der Wettbewerbsbeitrag, das ist der „geheime           regulären Aktivitäten etwas tut, das noch nicht
Lehrplan“ der Ausschreibung, soll ganz oder in         weit verbreitet ist, das nachahmenswert ist.




                                                                                                          7
Hier eine Auswahl besonderer Aktivitäten von           Vereinzelt gab es Kritik an der strikten Be-
    Wettbewerbsschulen:                                    schränkung des Umfangs der Präsentation:
    • Lesepaten Oberstufe - Grundschule                    „Wir machen so viel, da reichen sechs Folien
    • Harry-Potter-Nacht                                   nicht.“ Die Ergebnisse zeigen, dass die Intention
    • Das Kollegium liest vor, der Schulleiter liest vor   des Wettbewerbes in diesem knappen Rahmen
    • Die „Leseoase“ ist aufgeteilt in Fantasie-,          sehr wohl deutlich wird.
      Denker-, Konzentrations- und Wissensecke
    • Lesestelen auf dem Schulhof (Säulen mit              Öffentlichkeitsarbeit für Schulbibliotheken
      Displays)                                            Der Wettbewerb ist Öffentlichkeitsarbeit für
    • Lesemarathon                                         Schulbibliotheken, auch innerhalb der Schule.
    • Lesefrühstuck                                        Es geht nicht um Evaluation und Ranking.
    • Vorlesen im Krankenhaus                              Daher wird auch kein Kriterienkatalog abgear-
    • Monatsrätsel                                         beitet und Einzelaspekten ein Prozentanteil
    • Kuchen in Buchform backen                            zugeordnet. Es wird auch nicht nach Schulfor-
    • Internetauftritt wird von einer                      men unterschieden, obwohl es Gründe dafür
      6. Klasse gestaltet                                  gäbe. Grundschulen entwickeln fantasievolle
    • Abitur-Regal                                         Lese-förderungsprojekte. Gymnasien realisieren
    • „Sofasektor“                                         anspruchsvolle Literaturprojekte. Erfreulich ist,
    • Individuelle Beratung für Leser/-innen               dass die Teilnehmer aus verschiedenen Schul-
    • 10. Schuljahr organisiert eine Autorenlesung         formen kommen und das sogar ziemlich ausge-
      Zeitungswand                                         wogen.
    • Intensive Kooperation mit der Stadtbücherei
    • „Schubi“ auf dem Schulhof                            Beim Wettbewerb um die Schulbibliothek des
    • Feste tägliche Lesezeiten in den Klassen             Jahres sollten sich alle als Gewinner betrachten,
    • Inszenierte Buchvorstellungen,                       auch wenn nur eine Schulbibliothek den Preis
      Bücher-Talkshows                                     erhält. Es gewinnen alle Schulbibliotheken, weil
    • Bilinguale Lesungen (türkisch, serbisch,             deutlich wird, welchen großartigen Beitrag sie
      italienisch, englisch …)                             zur Qualität von Schule und Unterricht leisten.
    • Jugendliterarisches Bistro
    • „Leseband“: Vorlesen an öffentlichen Orten           Die hessischen Wettbewerbsschulbibliotheken
      in der Gemeinde                                      2011:
                                                           Es wird hier nicht alles genannt, was die Schulen
    Laptops und Smartboards sind nichts Beson-             berichten, sondern von jeder nur eine kleine,
    deres mehr, WebOPACs gibt es schon in                  feine Auswahl:
    80 hessischen Schulen und               einen
    gemeinsamen Hessen-OPAC. Auch die                      Pestalozzi-Grundschule Kelkheim:
    Aufgabenbeschreibung im Schulprogramm,                 „Pezzis Lesefest“ bietet ein Programm für die
    im schulischen Lese- oder Förderkonzept wird           ganze Familie. Es wird ein Lesekönig gewählt.
    zur Regel.                                             Die Freude an der Schulbibliothek, der Stolz auf
    Anregung für andere                                    die tolle Arbeit übertragen sich auf den Be-
    Wir werden die Einsender/-innen bitten, ihre           trachter. Und es lohnt sich: die Schule liegt beim
    jeweils besonderen Aktivitäten       ausführli-        hessischen Lesevergleichstest deutlich über dem
    cher darzustellen. Auch dies ist eine Intention        Durchschnitt.
    des Wettbewerbes: Anregung für die anderen
    Schulbibliotheken: Sehen, was geht, und es             Grundschule Lich-Langsdorf:
    ausprobieren.                                          Die Schuler/-innen sind Lesepaten für die
                                                           Kindergartenkinder. Ihre Lekturen sammeln sie
    Zu guter Letzt soll der Beitrag gut anzuschauen        in Lese-Portfolios. Der Beitrag zeigt schöne
    sein, also eine ästhetische Qualität haben.            Fotos, auch von vorlesenden Eltern.
    Zwischen dem Wettbewerb von 2009 und dem
    von 2011 zeigt sich ein Qualitätssprung. Power-        Steinwaldschule, Neukirchen (IGS):
    point wird souveräner gehandhabt. Es herrscht          Die Mediathek verfolgt ein ambitioniertes
    eine stärkere stilistische Stringenz, es müssen        medienpädagogisches Konzept, das nicht nur
    nicht mehr alle Features der Software gleich-          die Bereitstellung von Medien umfasst, sondern
    zeitig eingesetzt werden. Und eine Handvoll            auch Produktion und Präsentation. Ein wichti-
    Schulen schickt, wie es auch vorgeschlagen war,        ges Arbeitsinstrument ist die digitale Schulta-
    nur noch einen Link zu ihrem Wettbewerbsbei-           sche, ein Stick, auf dem jeder Schüler wichtige
    trag, der schon auf der Homepage steht.                Software findet, mit der er in der Mediathek und



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am häuslichen Computer arbeiten kann. Dane-             Gesamtschule Niederaula (KGS):
ben wird die klassische Leseförderung nicht             Es gibt nicht nur ein „jugendliterarisches Bistro“,
vernachlässigt: Es gibt eine Lesepause, in der          die Leseecke ist fur „Genussleser“. In der Lesen-
aus Jugendbuchern vorgelesen wird.                      acht findet eine Halloween-Grusel-Lesung statt
                                                        und jeden Monat gibt es ein neues Rätsel.
Joseph-Heckler-Schule Bensheim:
Man legt viel Wert auf die gute Orientierung im         Grundschule 1, Stadtallendorf:
Medienbestand und im Katalog und hat dafür              Sie hat ein umfassendes pädagogisches Kon-
auch eine Erschließung mit Farben vorgenom-             zept und folgerichtig eine weitgehende Integra-
men. In der Frühstückspause wird vorgelesen.            tion der Bibliothek in Unterricht und Schulleben:
                                                        Verstärktes Lesetraining, Mitwirkung im För-
Gesamtschule Mücke:                                     derkonzept, Klassenstunden in der Bibliothek.
Es gab einen Fotowettbewerb: „Mein Lieblings-           Das Buchereiteam ist per E-Mail zu erreichen
leseort“. Fleißige Leser/-innen erhalten das            und nimmt so Vorbestellungen an. Als Evalua-
Goldene Lesezeichen.                                    tion dienen Schulerbefragungen.

Lahntalschule Biedenkopf (Gym):                         IGS Busecker Tal, Buseck:
In der Stufe 5/6 gibt es eine wöchentliche Lese-        In der Schulbibliotheksszene bestens bekannt,
stunde. Es werden Portfolios angelegt. Der              eine der ältesten Schulbibliotheken Hessens,
Wettbewerbsbeitrag ist ein Videoclip. Es gelingt        seit 35 Jahren existent. Ein Team von 18 Eltern
Schulern, Eltern und dem Schulleiter souverän in        arbeitet mit, man organisiert sich selbst Fortbil-
2´50 min die Bibliothek in ihrer ganzen Ange-           dungen. Im Beitrag gelingt es, im vorgeschrie-
botsfulle vorzustellen.                                 benen Rahmen viel Information und viele Fotos
                                                        unterzubringen. Die Bibliothek wurde zuletzt
Weibelfeldschule Dreieich (KGS, SII):                   „runderneuert“: Sie hat eine nagelneue Möbel-
Es gibt ein starkes Team aus Eltern, Lehrern und        ausstattung bekommen.
einer Dipl.-Bibliothekarin. Sie bieten für alle Jahr-
gangsstufen attraktive Unterrichtseinheiten an:         Stadt- und Schulmediothek Lollar/Staufenberg:
Z. B. Berufswahl, Leselust, Recherchetraining.          Dort wo Peter Kurzeck nach dem Krieg seinen
Schuler lesen im Krankenhaus vor.                       Lesehunger in Bucherbussen der US-Militär-
                                                        regierung stillte, gibt es heute ein Bibliotheka-
Überwald-Gymnasium, Wald-Michelbach:                    rinnenteam mit eigenem Webauftritt und
Grundschuler können eine Rallye in der Biblio-          hochkarätigen Angeboten: Medienkisten für die
thek absolvieren, es gibt ein Lesecafé. Die Bi-         Grundschulen, Besuchstage für die Kindergar-
bliothek ist in der Stadt präsent: Man kooperiert       tenkinder, maßgeschneiderte Angebote für den
mit der Buchhandlung. In der Aktion „Leseband“          Unterricht in allen Jahrgangsstufen bis zum
inszenieren die Klassen Lesungen an verschie-           Abitur, darunter eine Unterrichtseinheit mit der
denen Orten in der ganzen Stadt.                        Audiofassung eines Jugendromans, der im
                                                        Mittelalter spielt.
St.-Angela-Schule, Königstein (R, Gym):
Die Bibliothek ist unterm Dach, ein sehenswer-
ter Raum! Der Leseclub wählt jedes Jahr eine
Neuerscheinung aus und versucht den Autor/
die Autorin für eine Lesung zu bekommen. Die
Präsentation wirkt mit den sparsam verwende-
ten Bildern, den Zitaten und der klaren Typo-
graphie elegant.

Rudolf-Steiner-Schule, Dietzenbach:
Die Schule macht keinen Hehl aus ihren be-
schränkten Möglichkeiten: Lesen auf dem Flur,
die Bucher lagern teilweise in Kisten und Schrän-
ken. Bald kann man in einen Anbau umziehen.
Die Freude ist den engagierten Eltern anzuse-
hen. Und dann steht ein leibhaftiger Schulleiter
in dem leeren Anbau und schildert, was dort zu-
kunftig stattfinden wird. Das alles als mutiger
Videoclip.



                                                                                                              9
Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim




         „Das Paradies habe ich mir
             als eine Art
        Bibliothek vorgestellt.“                                                       Jorge Luis Borges


                  Bibliothek der Internatsschule Schloss Hansenberg


                      Denkmalschutz und Modernität        Bibliothek als offener Lernraum zur Verfügung.
                      prägen das äußere Erscheinungs-     In drei Bibliothekssälen stehen ca. 8000 Bücher,
                      bild unserer Schule. Im Zentrum     die nach ASB-Standard katalogisiert und sor-
          von modernen Schul- und Wohngebäuden be-        tiert sind. Die Medien wurden von den entspre-
          findet sich das alte Schloss Hansenberg, das    chenden Fachlehrern (Mathe, PoWi, NaWi,
          von Johannes de Laspée (Pädagoge, geb. 1783     Deutsch, Sprachen) ausgewählt, sodass immer,
          Johannisberg (Rheingau), gest. 1825 Wiesba-     aktuell zum Unterricht, die betreffenden Materia-
          den), eines Schülers Pestalozzis (1746-1824),   lien und Sekundärliteratur zum Nachlesen be-
          gegründet wurde. Im Kernbereich des renovier-   reit stehen. Sponsorenfirmen aus der Wirtschaft
          ten Schlosses steht den Schülern von morgens    haben unsere Schule, auch bei der Neuausstat-
          7.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr, eine moderne     tung der Bibliothek, großzügig unterstützt.

 10
Immer wieder gibt es Unterrichtseinheiten in         erfahren die Kleinen in einem sehr persönlichen
der Bibliothek, dabei sollen die Schüler auf das     Verhältnis fast wie zu einem großen Geschwi-
spätere Studium und auf die Benutzung der Uni-       ster, wie wichtig das Lesen, wie wichtig Bücher
versitätsbibliotheken vorbereitet werden. Es         sind. Zum Erfassen von Textaufgaben, fürs
geht um die Verwendung von Sekundärliteratur,        Allgemeinwissen, zum Verstehen von Argu-
dem richtigen Zitieren, sowie um die Relevanz        mentationen und Sinnzusammenhängen, zum
des gedruckten Wissens in der Fachliteratur. Zu-     Schreiben von Aufsätzen, zu allem ist erst ein-
sätzliche Recherche- und Arbeitsmöglichkeiten        mal das Lernen und Üben des Lesens nötig. Des-
gibt es an sieben PC-Plätzen vor Ort, an denen       halb ist auch inzwischen die Schulbibliothek der
zugleich ein verantwortungsvoller Umgang mit         Grundschule zu einem großen Fundus für die
Internetquellen geübt werden kann. Unsere            betreuten Grundschulkinder geworden. Sie
Bibliothek lädt zum Lesen ein, ist ein Ort für       wurde zusammen mit den Internatsschülern
Stillarbeit und Eigenstudium, aber auch für
Gruppenarbeit und Unterrichtsvorbereitung. In
einem gesonderten Raum ergänzen aktuelle
Wochen- und Monats-Zeitschriften und Zei-
tungen in vier Sprachen, sowie digitale Medien
und unterrichtsrelevante Belletristik, das reich-
haltige Angebot.

Bibliotheks-Servicegruppen
Doch hinter all dem steckt natürlich viel Arbeit.
Unserem Schul-Leitbild der Förderung von
Eigenverantwortlichkeit und Sozialkompetenz
folgend, hilft eine Gruppe von ca. 25 Schülern in
mehreren Servicegruppen zwei Lehrern bei der
Organisation der Bibliothek. Es werden Medien
katalogisiert und eingebunden, unterstützt
werden tägliche Ausleihe-Zeiten und die Ver-         neu eingerichtet und organisiert, sie lädt ein
sorgung der lernmittelfreien Schulbücher. Ein        zum Stöbern in altersgerechten Medien, ist
großes Regal mit Prospekten von nationalen           Anstoß, Bücher weiter zu empfehlen, sich dar-
und internationalen Universitäten lädt zur In-       über mit Klassenkameraden auszutauschen.
formation ein. Es gibt einen Büchertisch, der mo-    Einige Kinder werden auch in Klassenräumen
natlich aktualisiert wird und der die Mitschüler     des Gymnasiums betreut, so dass hier ein be-
neugierig machen soll auf Neuerscheinungen. Es       sonderer Anreiz zum weiterführenden Lernen
finden Lese-Abende statt, die selbständig von        geschaffen wird.
der Servicegruppe organisiert und durchgeführt       Eine dritte Gruppe von Oberstufenschülern be-
werden, Lese-Zeichen werden entworfen oder           sucht einmal wöchentlich Schüler einer Förder-
auch einmal eine Schul-Ansichtskarte. Die            schule. Hier steht das soziale Miteinander im
Servicegruppe ist zuständig für die jährliche        Vordergrund, das Annehmen von Behinderung,
Inventur, sie sorgt während des ganzen Schul-        aber auch Hilfe beim Lernen und bei den Haus-
jahres für Ordnung und eine angenehme Lern-          aufgaben.
und Leseatmosphäre.
Eine weitere Gruppe von ca. 30 Schülern setzt        Und zu guter Letzt: kurz vor dem Abitur, wenn
sich als Schülerhilfe in der örtlichen Grundschule   die Hauptzeit des Lernens in der Bibliothek
ein. Hier gibt es z.B. Mathe-Förderung, eine         beginnt, gibt es immer wieder Äußerungen
Erdkunde-AG oder eine Schach-AG, aber vor            unserer Schüler, die besonders jetzt den Sinn
allem eine wöchentliche, individuelle Betreuung      und riesigen Schatz unserer Bibliothek verste-
von Grundschülern mit einem Lesementor. In           hen und wertschätzen können, getreu unserem
dieser Patenschaft kümmert sich, ein bis drei        Motto:
Jahre lang, jeweils ein Gymnasiast um einen          „Das Paradies habe ich mir immer als eine Art
Grundschüler. Es werden dabei Lesekompetenz,         Bibliothek vorgestellt“ – (Jorge Luis Borges)
Sprachfähigkeit und Texterfassung geübt. Hier                               Eva Herbst

                                                                                                        11
Projekte




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13
Johann-Textor-Schule, Haiger




                         Alles frisch und
                                neue Möbel
                         Eine der ersten Mediotheken in Hessen
                              wurde jetzt komplett renoviert

                    Die von Günther Brée vor 26 Jahren        Günther Brée ist, übernahm die Planung und
                    gegründete Mediothek wurde in den         Durchführung dieses Projekts.
                    letzten zwei Monaten renoviert und        Bereits in den letzten Sommerferien begannen
                    neu eingerichtet. Über ein Vierteljahr-   die Planungsarbeiten. Zunächst ging es darum,
           hundert war das Mobiliar der häufigen Nutzung      Angebote von Bibliothekseinrichtern einzuho-
           durch Schülergruppen ausgesetzt und wies           len, die auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten
           schon einige Verschleißerscheinungen auf. Eine     sein mussten. Die baulichen Gegebenheiten und
           Neueinrichtung mit modernen, zweckmäßigen          die Raumeinteilung sollten bestehen bleiben,
           Bibliotheksmöbeln war notwendig geworden.          das Preis-Leistungsverhältnis sollte stimmen.
           Pia Weidl, die seit 2006 die Nachfolgerin von      Der Lahn-Dill-Kreis entschied sich im Herbst




 14
2010 dann für das Angebot der Firma Omnithek
aus Minden, die mit der Herstellung und der
Montage der neuen Mediothekseinrichtung
beauftragt wurde.

Obwohl die Lieferung und die Montage der
Möbel erst in den Weihnachtsferien 2010/2011
erfolgen sollte, waren weitere Vorarbeiten not-
wendig. Die Wände brauchten einen Neuan-
strich und der Fußboden musste ergänzt bzw.
grundgereinigt werden. Dies ging natürlich nur,
wenn die gesamte Mediothek mit ihren insge-         standene „Lesepodest“ soll für die „Leseratten“
samt 22.000 Medien vollständig ausgeräumt           an unserer Schule gemütlich gestaltet werden.
war. Aus diesem Grund wurde die Einrichtung         Trotzdem wünschen wir dem Kollegium und den
auch ab der letzten Novemberwoche für den           Schülerinnen und Schülern viel Freude beim Be-
Publikumsverkehr geschlossen. Die elektroni-        such der neuen Mediothek!
schen Medien und Materialien für die im             Die Mediothek
Dezember stattfindenden Präsentationsprü-           Schon seit über 20 Jahren gibt es an der JTS die
fungen konnten jedoch weiterhin ausgeliehen         „Mediothek“. Sie ist damit eine der ersten Ein-
werden. Ein Teil des Forums diente in dieser Zeit   richtung ihrer Art an hessischen Schulen. Die
als Lager für die in hunderte von Kartons ver-      Mediothek ist mehr als eine Bibliothek. Das
packten Bücher und Zeitschriften.                   bedeutet, man kann dort nicht nur Bücher aus-
Trotz des Schneechaos lieferte und montierte        leihen, sondern auch CDs, DVDs, Kassetten,
die Firma Omnithek pünktlich am 21.12.2010          Spiele und sogar Laptops und Beamer (und
die neuen Möbel. Die Mediotheksleiterin, das        vieles andere mehr!). Die Schüler haben zudem
Verwaltungsteam und fünf Arbeitskräfte von          die Möglichkeit am Computer zu arbeiten, im
der GWAB fanden sich an den letzten beiden          Internet zu recherchieren und zum Beispiel mul-
Tagen der Weihnachtsferien in der Schule ein,       timediale Präsentationen zu erstellen.
um in einer „Großaktion“ die Mediothek wieder       Daneben dient sie für die Schüler aber auch als
einzuräumen. „Wo gehobelt wird, da fallen           beliebter Treffpunkt in den Pausen, in denen
                                                    man zum Beispiel eine schnelle Partie Schach
                                                    spielen oder sich in einem Sachbuch über das
                                                    eigene Hobby informieren kann.

                                                    Die „Medio“ hat den ganzen Schultag über
                                                    geöffnet.

                                                    Öffnungszeiten
                                                    montags bis donnerstags 7:30 Uhr - 15:10 Uhr
                                                    freitags                7:30 Uhr - 13:00 Uhr

                                                    Dass dies so möglich ist, verdankt die Schule vor
                                                    allem dem Förderkreis und den vielen Spendern,
                                                    die die Anstellung der drei Betreuungskräfte
Späne!“, könnte man sagen. Beim Aus- oder Ein-      Frau Hofmann, Frau Hachmann und Frau Metz
räumen sind jedenfalls einige Bücher durchein-      ermöglichen. Auf Seiten des Kollegiums wird
andergeraten. Die Verwalterinnen benötigen          die Mediothek von Frau Weidl und Herrn Brée
noch weitere drei Tage nach den Weihnachts-         geleitet.
ferien, um alles wieder richtig zu sortieren.
Jetzt beginnen erst die Feinarbeiten. Es fehlt      Unsere Mediothek ist Mitglied in der LAG Schul-
noch einiges an Dekoration und das neu ent-         bibliotheken in Hessen e.V.




                                                                                                        15
Projekte
     Lesefüchse                                            Hören




                                                           Hören muss man wieder lernen. – EinProjekt
                                                           im Projektorientierten Lernen über das literari-
                                                           sche Hören, die Akustik, den Lärm und das
                                                           Hin- und Weghören.
     „Lesefüchse“ nennen sich diese Schüler der
     Haigerer Johann-Textor-Schule. „Lesen macht
     uns Spaß, weil man, im Gegensatz zum Fernse-
     her, die Möglichkeit hat, sich ein eigenes Bild der
     Geschichte des Buches zu machen“, erklären
     die jungen „Bücherwürmer“ in einem selbst ge-
     schriebenen Pressetext. Außerdem könne man
     sich „mit anderen über das Buch unterhalten,
     sich entspannen und vom Alltag abschalten“.
     In der Textor-Schule stellen die Mädchen und
     Jungen jeden Monat Bücher vor, „von denen wir
     meinen, dass man sie unbedingt mal lesen
     müsste“.
     Gleichzeitig hat die Gruppe Autoren angefragt,
     ob sie ihre Bücher in Haiger vorstellen würden.
                                                           Im Projekt gab es auch eine von den Schüler/-
     Am morgigen Donnerstag kommt Bernd
                                                           innen redigierte Umfrage mit dem Ergebnis:
     Perplies, der Autor der „Tarean-Trilogie“ an die
                                                           Lärm und Lärm ist nicht immer dasselbe.
     Johann-Textor-Schule, um vorzulesen und mit
                                                           Während Flugzeuge als lärmende Geräusche
     den Kindern und Jugendlichen darüber zu disku-
                                                           eingeordnet werden, gehen die Meinungen bei
     tieren. Vielleicht wird ja dadurch das Interesse
                                                           lauten Musikveranstaltungen deutlich ausein-
     weiterer Schüler geweckt.
                                                           ander. Das Rockkonzert ist für den einen ein
     Das Ziel der „Lesefüchse“, die von Deutschleh-
                                                           Genuss für den Anderen eine Zumutung.
     rer Steffen Wendland betreut werden, ist klar:
     „Wir wollen andere für das Lesen begeistern.“

     (Mit freundlicher Genehmigung des Haigerer
     Kuriers, 05.10.2011, Text: fra.)




16
Entwicklung der                                     Theaterpräsentation
deutschen Schrift




Das Schreiben und die Schrift in der historischen
Entwicklung – dargestellt mittels quadratischen
„Episoden“ zur Verschönerung unserer Medio-
thek; Öl auf Leinwand von einer Künstlerin und
Pädagogin unserer Schule.
                                                    Hier sieht man die Klasse 9G2 beim Stegreifspiel
                                                    zu „Biedermann und die Brandstifter“ von Max
                                                    Frisch.
Theaterbühnen als                                   Das kulturelle Zentrum Mediothek als Probe-
                                                    bühne für Theaterprojekte in der Förderstufe
Modelle                                             und der Sekundarstufe I.




Die Mediothek als Galerie und Ausstellungs-
raum für Projekte, die in den Klassen und Kursen
entstehen. Gleichzeitig sind sie Modelle aber
auch „Vorarbeiten“ unserer aktiven schulischen
Theaterszene.                                       Im Rahmen unseres Märchen-Projekts üben
                                                    Schüler der Klasse 6 F 3 für ihre Szenen aus dem
                                                    Märchen „Aschenputtel“.




                                                                                                       17
Unsere Mediothek ist
           Lese-, Arbeits-, Informations-
             und kulturelles Zentrum



     Unser Ziel                                          • Leseförderung
     Leseförderung, Medienerziehung und das Ler-         • Medienerziehung
     nen lernen – das schaffen wir Schritt für Schritt
     mit einem Bestand an Medien, der sich an den
                                                         • Recherche mit neuen Medien
     Unterrichtsthemen orientiert, und mit einer an-      CD-ROM/DVD, Internet, WebQuest
     genehmen Atmosphäre.
                                                         • Training von Arbeitstechniken
                                                         • Curricularer Bestandsaufbau
                                                         • Kulturelles Zentrum der Schule




     Multimediale                                                         DATEN
     Präsentation                                                     • recherchieren
                                                                       • selektieren
     Die „Pädagogische Werkstatt“ unserer Medio-
                                                                       • analysieren
     thek mit der multimedialen Ausstattung für das
     selbstständige, aktive und kreative Arbeiten zur                 • organisieren
     Erstellung von Podcast und Videoclips zur Prä-                          und
     sentation von Referaten, Hausarbeiten oder
     Prüfungsarbeiten.                                                PRÄSENTIEREN
                                                                  Referate, Hausarbeiten,
                                                               eigene Sach und fiktive Texte
                                                                    Projektprüfung (HS)
                                                                 Präsentationsprüfung(RS)
                                                             … in der Pädagogischen Werkstatt



18
Lesen, Arbeiten und                                Informationen beschaffen und verarbeiten

Lernen                                             • Richtiges Buch finden:
                                                     Titel, Untertitel, Inhaltsverzeichnis
Das „Verfahrensmodell“ zur Informationsre-
cherche und -verarbeitung – entwickelt von         • Im Buch zurechtfinden:
Schulbibliothekesexperten der LAG Schulbiblio-       Register, Glossar, Stichwortverzeichnis,
theken – hilft mit einer vorgegebenen Struktur,
                                                     Index, Klappentext
Referate und Hausarbeiten besser zu erarbei-
ten. – Übertragen auf die Internetrecherche        • Stellen finden:
korrespondiert diese Struktur mit dem Lernar-        Kontext lesen, Schlüsselwörter
rangement Mediaquest.
                                                   • Stellen sichern:
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Medienangebote                                     • Nachschlagewerke (print und digital)
                                                   • Aktuelle Kinder-und Jugendbücher
Um dem Anspruch als kulturelles Zentrum
unserer Schule gerecht zu werden, bietet unsere    • Jugendsachbücher
Mediothek ein breites Angebot an Büchern für
die Freizeit und unterschiedliche Medien für den   • Sach-und Fachliteratur
unterrichtlichen Bereich – besonders für die
                                                   • Lektüren und Ganzschriften
pädagogische Mittagsbetreuung.
                                                   • Aktuelles Informations- und
                                                     statistisches Material
                                                   • Berufskundliches Material
                                                   • Didaktisch-methodische Literatur
                                                   • Fachzeitschriften
                                                   • Spiele für den Freizeitbereich und
                                                     Landheimaufenthalte
                                                   • Audiovisuelle und Neue Medien
                                                     • Literatur-u. Sprachkassetten,
                                                     • Literaturverfilmungen, Sachvideos,
                                                     • Folien-und Dia-Sätze
                                                     • CD-ROMs u. DVDs



                                                                                                19
Unterricht im Lernort                              • Mediothekseinführung im 5. Schuljahr

     Mediothek                                          • Spiralcurriculare Einbindung ins
                                                          Methodencurriculum
     Die Einbindung in das Schulcurriculum und in die
     Fachcurricula ist die Voraussetzung für den        • Handapparate zu Unterrichtsthemen
     Lernort und das Arbeiten in und mit der
                                                        • Literatur-und Medienrecherche (OPAC)
     Mediothek.
                                                        • Hilfen bei Referaten, Prüfungsvorberei-
                                                          tungen und Freiarbeit, bei Gruppen- und
                                                          individueller Arbeit
                                                        • Unterstützung im Projektorientierten
                                                          Lernen (POL)




     Schulkulturarbeit                                  • Vorlesewettbewerbe
     Leseförderung und Medienerziehung „live“ mit       • Autorenlesungen
     Autorenlesungen und dem kreativen Umgang
     mit den diversen Medien.
                                                        • Lese-Projekte (POL)
                                                        • Literarische Ausstellungen
                                                        • Schreibwerkstätten
                                                        • Foto-u. Video-Workshops
                                                        • Mitgliedschaft
                                                          LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V.




     Die Mediothek                                      • mit Hilfe der Pädagogischen Werkstatt
     unterstützt:                                       • die (neue) Lernkultur des eigenverant
     Der Lernort Mediothek unterstützt neue               wortlichen Lernens und Arbeitens der
     Unterrichtsformen und verändert Lehrer- und          Schülerinnen und Schüler
     Schülerrollen.
                                                        • mit dem Ziel Schlüsselqualifikationen wie
                                                          METHODENKOMPETENZ
                                                          (und Team- u. Kommunikationsfähigkeit)
                                                           zu erreichen;
                                                        • die „Abkehr“ von einem Unterricht, in
                                                          dem vorwiegend die Lehrerin/der Lehrer
                                                          das Lernen „managt“ und dominiert.



20
Das bietet unsere Mediothek
Bücher:
In der Medio kann man sich nicht nur Bücher an-
schauen, man kann dort zum Beispiel auch die
Computer benutzen, Spiele ausleihen oder ein-
fach in einer Ecke sitzen und sich (leise!) unter-
halten. In der Mediothek kann man natürlich
Bücher lesen. Es gibt eine sehr große Auswahl
verschiedener Arten von Büchern, zum Beispiel
Romane, Fantasy, Krimis, aber auch Sachbü-
cher, Comics oder Schulbücher.




Computer:
In der Medio gibt es auch die Möglichkeit, an
den dort stehenden Computern zu arbeiten.
Zum Beispiel kann man im Internet recherchie-
ren und das Recherchierte dann ausdrucken.
Um die Computer benutzen zu dürfen, braucht
man die Erlaubnis eines Lehrers. Mehr dazu
unter Organisation.




                                                           Folgende Geräte stehen
Multimedia-Zubehör:                                     unter anderem zur Verfügung:
In der Medio kann man verschiedenste Multi-            • Computer • Laptops • Beamer
media-Geräte nutzen und zum Teil auch auslei-         • CD-Player • Kameras jeder Art
hen (daher der Name MEDIOthek).                             • Verstärker • Scanner
                                                       • Overheadprojektoren
                                                     • Diaprojektoren ...und vieles mehr!


Spiele:
Neben Büchern und Computern gibt es auch
Spiele, die man zum Beispiel in der Pause spie-
len kann. Die Medio bietet unter anderem
Schach, verschiedene andere Brettspiele, Kar-
tenspiele und vieles andere mehr. Diese Spiele
können allerdings NICHT ausgeliehen werden.




                                                                                            21
Limesschule, Wehrheim




                                     Alles
                                   für
                                Leseratten
                 Buchauswahl für Kinder von der Vorklasse bis zur 4. Klasse




 22
Die Schulbücherei wird ehrenamtlich von zur         Klassenstufe 4
Zeit 11 Müttern geführt. Sie ist täglich in der     Die Schüler der vierten Klassen können auf
ersten großen Pause von 9.25 Uhr bis 9.55 Uhr       freiwilliger Basis den Bibliotheksführerschein
geöffnet. Die Kinder bekommen bei uns die           erwerben. Ihr Wissen über die Bibliotheksstruk-
Möglichkeit kostenlos Bücher auszuleihen. Sie       turen können sie dann als Büchereihelfer ein-
lernen selbständig, in einem überschaubaren         bringen. Ebenso können sie ihre Leseerfahrung
Rahmen mit Strukturen einer Bibliothek umzu-        an jüngere Schüler weitergeben und diesen
gehen. Unser Angebot soll die Schüler sowohl        beratend bei der Buchauswahl zur Seite stehen.
für ihre Freizeit, als auch zur Auseinanderset-     Die Schüler sind am Ende ihrer Grundschulzeit
zung mit dem Unterrichtsstoff mit Lesematerial      in der Lage auch andere, ihnen nicht vertraute,
versorgen. Gleichzeitig bieten wir den Schülern     Bibliotheken zu nutzen.
die Möglichkeit, sich mit ihren Mitschülern über
Leseerfahrungen und -gewohnheiten auszutau-         Buchangebot
schen. Neben dem eigentlichen Bibliotheksraum       In der Schulbücherei findet sich ein breites An-
können die Kinder während der Pause auch            gebot an Lesematerial für die Altersgruppe der
einen angrenzenden separaten ruhigen Lese-          6- bis 10-jährigen. Ein besonderer Schwerpunkt
raum nutzen.                                        liegt auf den Büchern für Leseanfänger. Diese
                                                    sollen in jedem Stadium des Lesenlernens genü-
Allgemeine Ziele                                    gend Anregungen zur Weiterentwicklung ihrer
• Begleiten der Schüler bei der Entwicklung ihrer   Fertigkeiten bekommen. Gleichzeitig sind wir
  Lesefähigkeit. Jedem Schüler soll seinen Fähig-   bestrebt, auch sehr guten und Viellesern der
  keiten und Interessen entsprechend Lesestoff      höheren Klassenstufen ein reichhaltiges, alters-
  zur Verfügung gestellt werden.                    gemäßes Angebot zur Verfügung zu stellen.
• Wecken und Fördern der Lesebegeisterung           Sachbücher sind den Interessen der Schüler ent-
• Förderung der Medienkompetenz                     sprechend und zu Themen des Sachunterrichts
• Förderung der Selbstständigkeit und Eigenver-     vorhanden. Parallel zum Fremdsprachenunter-
  antwortung                                        richt in der 3. und 4. Klassenstufe sind in der
• Einführung in Bibliotheksstrukturen im Klas-      Bücherei einfache fremdsprachige Bücher und
  senverband                                        auch Hörbücher vorhanden. Der Buchbestand
                                                    wird in Zusammenarbeit mit Lehrern, Schülern
Klassenstufe 1                                      und Eltern regelmäßig erweitert und aktualisiert.
Gleich zu Beginn ihrer Schulzeit werden die
Schüler im Klassenverband spielerisch in die
grundlegenden Strukturen der Schulbücherei
(insbesondere Ausleihe und Buchangebot ) ein-
geführt. Auf diese Weise werden Hemmschwel-
len und Unsicherheiten abgebaut. Durch ein
sehr breites Angebot an Erstleser-Büchern ver-
schiedenster Schwierigkeitsstufen wird der Pro-
zess des Lesenlernens begleitet.

Klassenstufe 2 - 3
Die Schüler lernen im Klassenverband die
Bibliotheksstruktur kennen. Sie sollen in die       Finanzierung
Lage versetzt werden, selbstständig Lesemate-       Die Schulbücherei wird aus Spendengeldern
rial nach ihren Fähigkeiten und Interessen zu       durch den Förderverein der Limesschule finan-
finden. Auch in den Abteilungen „Sachbücher“        ziert. Ein- bis zweimal im Jahr bieten wir Eltern
und „fremdsprachige Bücher“ können die              die Möglichkeit, der Schulbücherei als Buchpa-
Schüler parallel oder ergänzend zum Unterricht      ten ausgewählte Bücher zu spenden. Auch
Lesematerial finden. Die Bücherei wird nun auch     Spenden gut erhaltener Bücher oder Geldspen-
zur Informationsquelle.                             den werden von uns gerne angenommen.




                                                                                                        23
Projekte
     Das Bücherei-Schuljahr in unserer Schule

     AUGUST                                                APRIL
     Einschulungstag: Die Bücherei präsentiert sich        Bücherfrühling: Buchausstellung am Wochen-
     den Erstklässler-Eltern mit einem „Buchpaten-         ende in Zusammenarbeit mit einer Buchhand-
     stand“, an dem der Bücherei (evtl. mit Widmung        lung. Es gibt die Möglichkeit, Bücher zu kaufen.
     versehene) neue Bücher gespendet werden               Ein Teil des Umsatzes erhält die Bücherei für
     können (hauptsächlich Sach- und Erstlese-             Neuanschaffungen. Vorleseangebote für die
     bücher)                                               Kinder („Väter lesen vor“), Bücherquiz
     2. Schulwoche: Die 1. Klassen und die Vorklasse
     besuchen die Bücherei im Klassenverband. Wir
     erklären, wo in der Bücherei was zu finden ist
     und wie die Ausleihe und Rückgabe funktioniert.
     Anschließend können die Kinder in Ruhe stöbern
     und erste Bücher ausleihen.

     NOVEMBER
     Vorlesetag: Das Büchereiteam liest den Kindern
     während zwei Schulstunden aus verschiedenen
     Büchern vor. Die 4. Klassen lesen Vorschulkin-
     dern vor.
     Neu! Adventskalenderlesen: Die Büchereihelfer
     der 4. Klassen lesen anderen Kindern in der
     großen Pause täglich aus einem Adventskalen-          JUNI
     derbuch vor (z. B. Sternenschweif, ??? kids, o. ä.)   Büchereiführerschein: Interessierte Kinder der
                                                           3. Klassen werden nochmals detailliert in die
     JANUAR                                                Büchereisystematik eingelernt. Sie können dann
     Spiel- und Stöbertage: Die Schüler aller Klassen      in der 4. Klasse als Büchereihelfer arbeiten, d. h.:
     kommen im Klassenverband in die Bücherei.             - bei der Ausleihe helfen (Rückgabedatum
     1. Klassen und Vorklasse: „Bücherpuzzle“ mit            stempeln und einscannen unter Aufsicht),
     Wiederholung der Signaturfarben der verschie-         - zurückgegebene Bücher ausbuchen und zu-
     denen Buchkategorien, freies Stöbern                    rücksortieren in die Regale,
     2. - 4. Klasse: „Signaturspiel“, falsch sortierte     - Fragen anderer Kinder beantworten
     Bücher finden, freies Stöbern                         - Mitarbeit bei der Etikettierung neuer Bücher.




24
25
Sonnenblumen-Schule, Langen




 26
Jeden Tag
                      geöffnet!
Die Schulbibliothek ist ein Teil des Lernens mit allen Sinnen

Die Schulbibliothek an der Sonnen-                             der Schulbibliothek. „Das Ende der
blumenschule liegt räumlich sehr                               harten Zeit der Abstinenz wird nun
zentral im Schulgebäude, und zen-                              am 6.11.08 ausgiebig gefeiert – mit
tral für die Leseförderung an der                              verschiedenen Angeboten rund um
Schule ist die Bibliothek.                                     das Buch, wie zum Beispiel einer Vor-
                                                               lesestunde im Keller, dem Erfinden
Neben der Ausleihe finden verschie-                            von Geheimschriften, Buch- und
dene Aktivitäten statt:                                        Autorenrätseln, einer Führung durch
Vorlesen in der Bücherei für die Vorschulkinder;    die neue Bücherei oder einem englischen Buch-
Bücherrätsel, die dazu auffordern, ausgewählte      projekt.“ (Pressemitteilung 2008)
Titel genauer zu betrachten und zu lesen;
Bücherkisten für die Leseecke in der Klasse zu-     Damit eine Bücherei in der Schule eingebettet
sammenstellen – von Kindern mit Beratung der        ist in ihre Lesekultur, muss sie zu einem leben-
Kolleginnen, die hier arbeiten; Recherche im        digen Ort werden. Die Arbeit sollte hier nicht
Buch und im Internet; und am Büchertag, der         isoliert stattfinden, sondern in den Klassen auf-
seit 2008 Tradition geworden ist, liest die ganze   gegriffen werden. Bücher ausleihen und sie in
Schule: „Lesen bis zum Umfallen“ den ganzen         der Klasse oder in der Versammlung zum
Vormittag. Hier findet ein vielfältiges Programm    Wochenschluss vorstellen – das gehört zu den
(s.Übersicht) rund um Bücher statt – auch in        Standards an der Schule.




                                                                                                        „Das Ende der har-
                                                                                                        ten Zeit der Absti-
                                                                                                        nenz wird nun am
                                                                                                        6.11.08 ausgiebig
                                                                                                        gefeiert – mit ver-
                                                                                                        schiedenen Ange-
                                                                                                        boten rund um das
                                                                                                        Buch, wie zum Bei-
                                                                                                        spiel einer Vorlese-
                                                                                                        stunde im Keller,
                                                                                                        dem Erfinden von
                                                                                                        Geheimschriften,
                                                                                                        Buch- und Auto-
                                                                                                        renrätseln, einer
                                                                                                        Führung durch die
                                                                                                        neue Bücherei oder
                                                                                                        einem englischen
                                                                                                        Buchprojekt.“

                                                                                                                        27
Projekte
     Lesen bis zum                                     Die Lesekoffer AG
     Umfallen                                          In der „Lesekoffer AG“ bereiten sich Kinder auf
                                                       das Vorlesen im Kindergarten vor – das bedeu-
     Angebote Büchertag                                tet eine Herausforderung, der sich schon Kinder
     Five Litte monkeys          Frau Limbart          ab dem 2.Schuljahr stellen. „Lesen üben“ das
                                                       geschieht hier wie von selbst.
     The very hungry Caterpiller Frau Seyfert-Joiner
     Bilderbuch Pezzettino       Frau Levy
     Hörbücher                   Frau Tybussek
     Tierbücher                  Frau Henckel
     Beim Geschichtenerzähler Herr Claussen
     Mitmachbuch                 Frau Hüber
     Comics                      Frau Becker
     Vorlesen – Ausbildung
     zum Vorleser/zur Vorleserin Frau Bochenek
     Wale und Delfine            Frau Zellner
     Witze & Lesespiele          Frau Strohl
     Blauer Hund                 Frau Schloßhauer      Auch in einem besonderen Projekt findet
     Hörbuch: Das Sams           Frau Sinn             „Kinder lesen für Kinder“ statt. Leser/innen aus
                                                       einem 4.Schuljahr stellen ihr persönlich ausge-
     Bilderbuchkino              Herr Schlesinger      wähltes Buch Gleichaltrigen vor – ein besonde-
     Guck mal wie ein Brot       Frau Franzke          res Projekt mit einer Klasse der Nachbarschule.
     Schmökerzeit in der                               Ein Lesekoffer wurde gepackt – ähnlich der
     Bibliothek                  Frau Arzt             Südtiroler Rucksackbücherei – und im Boller-
                                                       wagen transportiert. Mit Engagement wurden
     Comic                       Frau Klich
                                                       Lieblingsstellen vorgelesen und über Inhalte
     Lachen – raten –                                  informiert – das animiert zur Lektüre! Wer
     Zungenbrecher               Frau Eisele           könnte für Bücher bessere Werbung machen als
     Kamishibai                  Frau Lembcke          Gleichaltrige?

     Vorlesen und malen
     (Zeraldas Riese)            Herr Eilers
     Bilderbuch „Bei drei auf    Frau Schösser
     den Bäumen“(2.- 4. Kl)      (in der Turnhalle)
     Zuckerpass und              Frau Gescher
     Blutgrätsche                (in der Turnhalle)
     Der Wegstabenverbuchsler Mel Winkler




28
Der Leseclub                                       Gespieltes Lesen
Besondere Buchprojekte finden außerdem im          In dem nächsten Projekt wird die Welt von
Leseclub statt. Einmal in der Woche treffen sich   Narnia erkundet und die Kinder verschwinden
hier Kinder mit einer Lehrerin der Schule,         jede Woche für etwa 80 Minuten in der Welt
Susanne Becker und zwei engagierten Bücher-        hinter dem Wandschrank. Diesmal führt die
fans Frau Mahler und Herrn Klump, der von den      Lesereise über den Hörbuchgenuss bis hin zum
Kindern den von ihm wertgeschätzten und mit        Theaterspielen und die geschichtenhungrigen
Stolz getragenen Titel „Leseopa“ verliehen be-     Kinder schlüpfen mit Masken in die Rollen von
kommen hat. Etwa zwanzig Kinder werden auf         Faunen, Bibern, Löwen und Fabelwesen.
kreative Weise an die Literatur herangeführt.
Es wird geschmökert oder vorgelesen, aber auch     Erich Kästner hat einmal gesagt:
ganz konkrete Projekte rund um die Lieblings-      „Wenn ein Kind lesen gelernt hat und gerne liest,
bücher der Kinder werden mit vielen handlungs-     entdeckt und erobert es eine zweite Welt“, dazu
orientierten Aktionen umgesetzt. Zu der            wollen wir mit unserer Arbeit in der Schulbiblio-
Neuerscheinung des Sams im Glück wurde der         thek beitragen.
Film mit dem Buch verglichen und eine Wunsch-
maschine gebaut, die natürlich solche wichtigen
Funktionen hat wie Bonbons ausspucken und
Kinderkaffee mit extra viel Milchschaum zu pro-
duzieren. Wünsche werden selbstverständlich
per Knopfdruck oder besser gesagt durch das
Betätigen des Joysticks erfüllt. Die Gestaltung




                                                   „Bei drei auf den Bäumen“ (Saskia Hula/Ulrike
                                                   Möltgen) , eine wunderbare Geschichte, in der
                                                   ein kleines Stinktier den großen Tiger entmach-
                                                   tet, wird erst vorgelesen und dann: Bei drei auf
                                                   die Bäume – in der Turnhalle!
sollte so herrlich skurril und bunt sein wie das
Sams, das die Kinder im Rahmen des Projektes
kennen und lieben lernten.




                                                                                                       29
Franziskanergymnasium, Großkrotzenburg




                   51.710
                   sprechen
                Bände
      In einem Gebäudetrakt sind die Bibliotheken des
                   Franziskanergymnasiums und -klosters vereinigt




 30
Projekte
Leseherbst
Jedes Jahr werden für die Jahrgangsstufen 5 bis 9
Jugendbuchautor(inn)en zum „Leseherbst in
der Schulbibliothek“ eingeladen. Die Autoren
lesen aus ihren Büchern vor und sprechen an-
schließend mit den Schülern. Bis zur Oberstufe
erleben die Schüler fünf Autoren und lernen die
unterschiedlichsten Bücher und Schreibstile
kennen.
Der „Leseherbst“ gehört zum Lesekonzept des
Franziskanergymnasiums Kreuzburg, genauso
wie die Bibliothekseinführungen aller Schüler in
der 10. Jahrgangsstufe mit den Schwerpunkten
„Literaturangabe“ und „Zitierweise“.




Ein Deutschleistungskurs veranstaltet einen
literarischen Abend zu Franz Kafka




                                                    31
Steinwaldschule, Neukirchen




         Hier betreuen
  Fachpersonal und 15 Schüler
                    Vielschichtig im Unterricht - Projektlernen
                        und vernetztes Leseförderkonzept



                                             Die Mediathek    Erweiterung im Jahr 2011 zeichnet sich der
                                             ist ganztägig    Raum durch intuitiv erfassbare, unterschiedliche
                                             geöffnet, wird   Funktionsbereiche aus, die flexible Gestaltungs-
          qualifiziert betreut und ist in das Ganztagskon-    möglichkeiten bieten und mehrere Lerngruppen
          zept integriert. Sie versteht sich als eine Lern-   nebeneinander und doch ungestörter voneinan-
          werkstatt in der vor allem selbstständiges und      der arbeiten lassen.
          individuelles Lernen gefördert und Informati-       Die Arbeit in der Mediathek lebt maßgeblich
          ons- und Medienkompetenz mit Hilfe klassi-          durch die sehr engagierte Mitarbeit von Schüle-
          scher und neuer Medien trainiert wird. Die hier     rInnen! Ein Team von 15 SchülerInnen über-
          untergebrachte Schulbibliothek ist vielschichtig    nimmt gruppenweise die alltäglichen Aufgaben
          mit Unterricht, Projektlernen und dem Leseför-      in der Schulbibliothek und plant, organisiert und
          derkonzept vernetzt.                                betreut darüber hinaus unsere zahlreichen
          Nach einem umfassenden Umbau inklusive              Aktivitäten und Projekte.


 32
Projekte
Altpapier-WebQuest
Im Rahmen einer Projektwoche anlässlich des
40jährigen Bestehens der IGS Steinwaldschule
im September 2012 boten die Bibliothekarinnen
ein jahrgangsübergreifendes Projekt an, für das
ein WebQuest entwickelt wurde.
Es kann unter
http://altpapierwebquest.wordpress.com/
genutzt werden.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich
mit Fragen zur Papierherstellung und Altpapier-
verwertung und ergründeten Zusammenhänge
zur Regenwaldabholzung. Sie informierten ein
breites Publikum beim Schulfest mit Plakaten
über ihre Erkenntnisse und entwickelten Vor-
schläge für einen sparsamen Umgang mit
Papier in der Steinwaldschule.

Der Schwerpunkt der Projektarbeit lag jedoch
auf dem praktischen und kreativen Umgang mit
Altpapier.

Ziel war es, den Wert von Altpapier und Papier
allgemein differenziert einschätzen zu können
und Zusammenhänge zu Regenwaldvernich-
tung, Wirtschaftsinteressen und dem aktiven
Umweltschutz zu erkennen.

Es entstanden wunderschöne, selbst gefertigte
Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus
Altpapier. Daneben konnten sich Gäste des
Schulfests auch ein Nageldesign mit Altpapier
gönnen.




Lesepause
Alle zwei Wochen veranstalten wir eine Lese-
pause in der SchülerInnen eigenverantwortlich
Bücher/Sachbücher ihrer Wahl vorstellen und
eine kleine Lesekostprobe geben. Die SchülerIn-
nen beschäftigen sich selbst vertieft mit ihrer
Lektüre, stärken ihr Selbstbewusstsein und
motivieren andere zum Lesen.




                                                  33
Clemens-Brentano-Europaschule, Lollar




                   Lesen geht immer
                 Auf 454m2 warten 22.000 Medien unterschiedlicher Art


          Durch die Zusammenlegung der Bibliotheken          überarbeitet und aktualisiert. Neben einem aus-
          der Städte Lollar und Staufenberg mit der Schul-   gebauten Fremdsprachenbereich bieten wir den
          bibliothek der Clemens-Brentano-Europaschule       Nutzern ein multimedial ausgestattetes Lern-
          ist 2007 der Grundstein für ein kommunales         studio und 16 internetfähige PC-Arbeitsplätze
          Zentrum für Bildung, Wissen, Freizeit und Kultur   mit vernetztem Druck- und Kopiergerät.
          gelegt worden. Auf 454 qm in neu eingerichte-      Medienausleihe, Autorenlesungen, Vorträge,
          ten hellen Räumlichkeiten erwarten unsere          ein bibliothekspädagogisches Programm mit
          Besucher rund 22.000 Medien unterschiedli-         Aktionen für junge Leser sowie ein breites
          cher Art. Die generationsübergreifende Ange-       Spektrum an Lernangeboten für die Sekundar-
          botspalette wird von unserem haupt- und            stufen I und II finden sich zusammen unter
          ehrenamtlichen Bibliotheksteam kontinuierlich      einem Dach.


 34
Projekte
                                                   Mittlerweile sind es über zehn engagierte
Vorlesen verzaubert                                ehrenamtliche Vorleser, die über 30 Kinder
                                                   regelmäßig durch die Welt der Bücher führen.
Im Rahmen des Aktionsangebotes für Kinder
hat sich das vor 5 Jahren ins Leben gerufene
„Vorlesen verzaubert“ zu einem Publikums-
magneten entwickelt. Das von nunmehr 12
ehrenamtlichen VorleserInnen getragene Pro-
jekt richtet sich an Kinder zwischen 4 und 12
Jahren. Der wöchentliche Termin am Donners-
tagnachmittag, bei dem mittlerweile 20-25
Kinder mit Familienangehörigen erscheinen,
dient der Vermittlung einer Vorlese- und Lese-
kultur in Familien. Generationsübergreifend
finden sich hier Jung und Alt zu einem einstün-
digen Event zusammen. Herausragend ist in
diesem Zusammenhang der soziale und inter-
kulturelle Aspekt. Während Kinder unterschied-     „Was wollen wir heute lesen?“
licher Alterstufen und Kulturhintergründe von      Gespannte Vorlesekinder zwischen drei und elf
einzelnen Vorlesern eine binnendifferenzierte      Jahren treffen ein. Die großen Jungs und Helmut
Sprachförderung erhalten, treffen sich die er-     Boucsein beraten sich bereits.
wachsenen TeilnehmerInnen parallel zu einem
angeregten kommunikativen Austausch. „Vor-
lesen verzaubert“ wirkt als Motor für das eigene
Lesen der Kinder, für das gegenseitige Vorlesen
im familiären Kreis. Ferner wird die auditive
Kompetenz der Kinder als integraler Bestandteil
einer Sprachentwicklung gestärkt und das
aktive Zuhören trainiert – eine Kernkompetenz
für das zukünftige Kommunikationsverhalten.




                                                   „Wer möchte mit mir zusammen ´Den Eisbären
                                                   Lars“ kennen lernen?" Um Ortrun Grölz und
                                                   Birgit Kegel scharen sich die Kleinsten.




„Liebe Kinder,
wir öffnen unsere Bücherschatzkiste für euch!
Donnerstags ab 15.00 Uhr wollen wir euch eine
Stunde lang Spannendes, Lustiges, Abenteuer-
liches, ... vorlesen“.
Diese Einladung lockt seit fast fünf Jahren
Kinder und ihre (Groß-)Eltern jede Woche in die    Die Vorlesestunde ist auch ein Treffpunkt für die
Mediothek Lollar/Staufenberg.                      Mütter.


                                                                                                       35
Projekte




     Birgit Kegel und die Lesemäuse haben sich in die Bilderbuchecke zurückgezogen.




     Kleine Forscher informieren sich zusammen mit Michael Giese in der Kinder-Sachbuchabteilung
     über Dinosaurier.
36
Sare, Mert und Rehan freuen sich zusammen         Wer kommt mit auf die Arche Noah?
mit Ortrun Grölz über lustige Lektüre.




Helmut Boucsein fesselt seine Zuhörer.            „Der Schneemann“ begeistert Alt und Jung.




Die Kinder werden auch zum Selbst-Lesen           Alle Kinder holen sich am Ende der Stunde bei
angeregt. Erika Schlögel gibt Alena Tipps für     Christel Neumeier einen Stempel in ihr Vorlese-
Vorleser.                                         kärtchen.




Die Vorlesestunde klingt regelmäßig mit ge-       Echte Leseratten wie Kemal, Alena und Habil
meinsamen Spielen aus. Ibrahim und Eleysa ler-    nehmen sich jede Woche „Lesefutter“ mit nach
nen spielerisch von Jochen Maus Verkehrsregeln.   Hause.
                                                                                                    37
Aue-Schule, Dietzenbach




                  Lesemotivation
              wecken und fördern
                                   Vom Lesekoffer bis zum Leseratten-Treff


          Die Schülerbücherei besteht seit dem Jahre          arbeit mit dem Hessischen Literaturforum Mou-
          2002 und ist an drei Tagen für die Schüler in den   sonturm e.V. erhalten wir jährlich neue Förder-
          Pausen geöffnet. Die Ausleihe wird von den El-      mittel, die die Neuanschaffung von Büchern
          tern organisiert. Die Schüler sind in die Arbeit    ermöglichen.
          der Bücherei über den Bücherdienst eingebun-        Der Büchereiraum wird aber auch von den Klas-
          den. Sie sind als Helfer in der Bücherei einge-     sen für das freie Lesen, zur Recherche oder für
          setzt, ordnen die Bücher und bringen die            die Lesekurse genutzt.
          Lesekörbe in die Klassen.
                                                              Außerdem organisiert die Bücherei verschie-
          Der Buchbestand wächst stetig und beträgt um        dene Aktivitäten am Nachmittag. Die Kinder
          die 1000 Medien. Durch die gute Zusammen-           können sich in diese Angebote frei einwählen:



 38
Projekte
Vorleseclub                                        Lesefest -
Für den Vorleseclub können sich 40 Kinder an-      Welttag des Buches
melden. In diesen zwei Stunden bekommen die
Kinder ein Buch vor- oder angelesen und danach     Jährlich wird der Welttag des Buches mit einem
gibt es Stationen rund um den Inhalt des Buches    gemeinsamen großen Lesefest begangen. Von
(Basteln, Spiele, Internet, Quizfragen etc.). In   8.00 bis 12.00 Uhr dreht sich alles rund um das
                                                   Thema Lesen.
                                                   Zum Rahmenprogramm für diesen Tag gehören
                                                   die Eröffnungsfeier, Aktionen in den Klassen
                                                   rund um das Lesen, ein Kuchenbuffet, eine
                                                   Leserallye und das Literaturtheater „La Senty
                                                   Menti“.




der Vergangenheit lag der Schwerpunkt auf
bilingualen Vorlesungen. Wir haben dazu viele
muttersprachliche Bücher und Vorleser aus der
Elternschaft gewinnen können. Für die kleinen
Zuhörer war der Klang der fremden bzw. der ei-
genen Sprache sehr spannend.
Die eigene Sprache als Buchsprache erleben zu
können, ist für viele Migrantenkinder neu und      In den vergangenen 2 Jahren wurde „Lenchens
hat eine positive Wirkung auf das eigene Lese-     Geheimnis“ von Michael Ende für die 3. Klassen
verhal-ten. Frau Professor Ehlers von der Uni      aufgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben
Gießen hat unsere Leseprojekte fast zwei Jahre     im Vorfeld das Buch im Klassenverband ge-
begleitet und wissenschaftlich evaluiert.



Leseratten-Treff
Eine kleine Gruppe guter Leser aus den 3. und
4. Klassen trifft sich einmal im Monat zu einem
Literaturkreis. Die Kinder bringen ihre eigenen
Bücher mit, lesen daraus und stellen sich gegen-
seitig ihre Bücher vor.




                                                   meinsam gelesen und bearbeitet.
                                                   Die Kinder der 1. und 2. Klassen dürfen sich ihre
                                                   Bücher aussuchen. Die 3. und 4. Klassen können
                                                   sich in 12 verschiedene Buch-Angebote ein-
                                                   wählen. Als Vorleser fungieren Lehrer, Kinder
                                                   aus dem Vorleseworkshop der Klassen 4/5 und
                                                   Eltern.
                                                                                                       39
Projekte
     Vorlese-Workshop                                   Selbstbestimmtes
     Im Rahmen eines ganztägigen Workshops am           Lesen
     Wochenende werden sehr gute Leser aus den
                                                        Um den an unserer Schule großen Unterschie-
     4. und 5. Klassen (ehemalige Schüler der Aue-
                                                        den gerecht zu werden, ist das selbstbestimmte
     Schule) von einer professionellen Schauspielerin
                                                        Lesen ein Schwerpunkt des Leseunterrichts.
     zu Vorlesern ausgebildet („Lese-Scouts“). Die
                                                        Jeder Schüler soll nach eigenem Lesetempo,
     Kinder werden in Gestik, Mimik und Betonung
                                                        eigenem Leseinteresse und der eigenen Lese-
     beim Lesen geschult und können dies am Lese-
                                                        schwierigkeitsstufe lesen dürfen. Die Lesesozia-
     fest einbringen.
                                                        lisation im Vorschulalter spielt jedoch eine große
                                                        Rolle für das spätere Leseinteresse der Kinder.

                                                         Viele Kinder lesen nicht, weil sie nicht richtig
                                                                         lesen können.
                                                        Sie können nicht richtig lesen, weil sie nicht lesen.
                                                        vgl. Richard Bamberger, Erfolgreiche Leseerziehung, Theorie und Praxis,
                                                                           Domino Verlag München 2000


                                                        Folgende Aktivitäten unterstützen und fördern
                                                        das selbstbestimmte Lesen:
                                                        • Das klasseneigene Bücherangebot ermöglicht,
                                                          dass mehrere Kinder dieselben Bücher nach-
                                                          einander lesen können. Die Schüler empfehlen
                                                          Bücher weiter und unterhalten sich darüber.
                                                        • Das Gänsefüßchenangebot des Este-Verlages
                                                          ermöglicht auch Kindern mit geringem Budget
                                                          (Taschengeld) eigene Bücher zu erwerben und
                                                          diese zu lesen. Selbstausgesuchte Bücher
                                                          haben eine hohe Lesemotivation.
                                                        • Im Aufbau begriffen ist die Teilnahme aller
                                                          Schüler am Leseförderprogramm Antolin
                                                          (www.antolin.de). Der Internetzugang ist so-
                                                          wohl in der Schule als auch von zu Hause aus
                                                          möglich. Dort können die Kinder selbstständig
                                                          zu gelesenen Büchern Fragen beantworten.
     Leseprojekte im
     Deutschunterricht
     Um vielfältige Angebote für den Unterricht zu
     bieten, werden immer wieder neue Medien an-
     geschafft (z.B. Lernsoftware, Ganzschriften mit
     passenden Literatur-karteien und Lesetagebü-
     chern). Die Literaturprojekte schließen oft meh-
     rere Unterrichtsfächer mit ein und ermöglichen
     den ganzheitlichen Umgang mit Literatur.
     Im Zeitungsprojekt lernen die Kinder das Lesen
     des Erwachsenenalltags kennen. Die Tageszei-
     tungen werden vom Verlag kostenlos zur Verfü-
     gung gestellt.
40
Lesekoffer
Diese Aktion findet einmal im Jahr statt. Die
jahrgangsbezogenen Bücherkoffer durchlaufen
alle 17 Klassen. In den Koffern befindet sich ein
breites Angebot an Kinderbüchern aus der
Schülerbücherei mit unterschiedlichen Lese-
niveaus.
Tägliche freie Lesezeiten und Ausleihe ermögli-
chen den Kindern viele Bücher zu lesen und sich
über Gelesenes auszutauschen.




Lesestelen im                                       Zusammenarbeit mit
Schulhof                                            der Seniorenhilfe
Unser jüngstes Projekt sind die 10 Lesestelen auf   Seit vielen Jahren besteht eine gute Kooperation
unserem Schulhof, die anlässlich des Lesefestes     mit der Seniorenhilfe unter dem Motto „Alt hilft
am 21.6.2007 eingeweiht wurden. Die Schüle-         Jung“. Wöchentlich werden unsere Kinder der
rinnen und Schüler bekamen darin Anweisun-          Klassen 2 und 3 in kleinen Lesegruppen von
gen zu einem Bewegungsparcour. In Zukunft           mehreren Seniorinnen gefördert.
sollen wechselnde Lese-Ausstellungen präsen-
tiert werden: Witze, Berichte von den Klassen-
fahrten, Autoren-Vorstellungen, selbsterdachte
Texte, Lese-Fitness-Parcours, usw.




                                                                                                       41
Was
                 ?
      will die




42
In der Bundesrepublik Deutschland gilt eine           thek oder Wissenszentrum zugeordnet sind
Grundsatzentscheidung aus der Nachkriegszeit,       • Ein „Arbeitskreis Schulbibliothek“ wird beim
dass Schulbibliotheken eine freiwillige Aufgabe       Kultusministerium als Steuerungsgruppe ein-
der Schulträger, der Städte und Landkreise,           gerichtet, zu der Vertreter/-innen aus Schulbi-
sind und nicht in die Zuständigkeit der Kultus-       bliothek, Schule, Schulaufsicht und Städte-
ministerien fallen, wie das im Rest der Welt die      bzw. Landkreistag gehören
Regel ist.
                                                    Schulträger und Land müssen Verantwortung
Was will die LAG, um das hessische Schulbi-         übernehmen. Nicht zuletzt geht es um Chan-
bliothekswesen nachhaltig voranzubringen?           cengerechtigkeit für alle hessischen Schüler/-
Die Schulbibliothek ist eine pädagogische Ein-      innen, unabhängig davon, wo sie wohnen und
richtung. Sie ist Teil von Schule und Unterricht.   welchen sozialen Status ihre Eltern haben. Zu
Ihre Einbettung in die Schule bedeutet konkret:     einer modernen Bildungspolitik gehört die För-
• Sie muss im Schulprogramm stehen: Stich-          derung multimedialer und multifunktionaler
  worte sind Lesekonzept, Medienpädagogik,          Schulbibliotheken:
  Informationskompetenz                             • Konkretisierung und verbindliche Festlegun-
• Sie muss Mittel aus dem Schulhaushalt erhal-        gen im Hessischen Schulgesetz
  ten. Land und Kommunen müssen sich auf            • Richtlinienkompetenz des Kultusministeriums
  eine Mischfinanzierung einigen und Mittel in      • Haushaltsmittel bei den Schulträgern und im
  die Haushalte einstellen                            Landeshaushalt, Mischfinanzierung wie bei
• Die Schulleitungen müssen auch für die Schul-       EDV, Schulbau und Ganztagsschulen
  bibliothek zuständig und verantwortlich wer-      • Schulbibliothekarischer Support in den Kreis-
  den – nicht die öffentlichen Bibliotheken. (Mit     medienzentren oder schulbibliothekarischen
  denen sollen die Schulbibliotheken weiterhin        Arbeitsstellen öffentlicher Bibliotheken oder
  zusammenarbeiten. Das Wichtigste am Schul-          eine Zentrale für Schulbibliotheken im Lan-
  bibliothekswesen ist aber nicht die Zusam-          desschulamt, Zuschüsse des Landes für die bi-
  menarbeit von öffentlichen Bibliotheken und         bliotheksfachlichen Personalstellen in diesen
  Schulen)                                            Einrichtungen
• Ein Schulbibliotheksvertreter muss an schuli-     • Finanzielle Zuweisungen des Landes für
  schen Konferenzen teilnehmen können.                Schulen mit zertifizierter (positiv evaluierter)
• Die Schulbibliothek muss den Status eines           Bibliothek
  Fachbereichs erhalten. Das verbessert die Mit-    • Anrechnung der Arbeit in Schulbibliothe-
  wirkung an innerschulischen Entscheidungen,         ken/Mediotheken/Informationszentren bei
  nicht zuletzt den Schulhaushalt betreffend.         der Lehrer- bzw. Personalzuweisung

Eine Schulbibliothek, die konsequent von der        Die hessischen Schulbibliotheken „von unten“,
Schule aus gedacht wird, muss auch in der           ehren- und nebenamtlich geleitet, von Spenden
Schulaufsicht vertreten sein:                       abhängig, vom Selbsthilfeverein LAG Schulbi-
• Im Referenzrahmen für Schulqualität               bliotheken unterstützt, sind eine Erfolgsge-
• Evaluiert von der Schulinspektion – wie alles     schichte. Das ist aber kein Grund, sich damit
  andere in der Schule –                            zufrieden zu geben.
• Im Landesschulamt und im Ministerium muss
  es Ansprechpartner mit Zuständigkeiten geben
• Fortbildungsangebote für Lehrer/-innen, Schul-
  bibliothekar/-innen und ehrenamtlich Tätige
  müssen fortgesetzt und verstärkt werden
• Ein Weiterbildungsangebot für Leiter/-innen
  von Schulbibliotheken muss eingerichtet und
  verpflichtend für Personen werden, die sich auf
  eine Beförderungsstelle bewerben, der Aufga-
  ben aus dem Bereich Schulbibliothek, Medio-




                                                                                                         43
Was es schon gibt

     Wozu
     Arbeitsgemeinschaft?
     Die LAG ist ein gemeinnütziger Verein, zu dem       • Kommunikation
     sich Lehrerinnen, Lehrer, Eltern, Bibliothekarin-
     nen, Bibliothekare und Schulen mit Bibliothek /     • Lobby
     Mediothek zusammengeschlossen haben. Ihr            • Support
     Ziel ist die Stärkung und Weiterentwicklung der
     Schulbibliotheken. Sie setzt sich insbesondere
     für das Schulbibliothekswesen und die Leseför-
     derung in Hessen ein, führt Projekte durch und
     unterstützt die Mitglieder mit Information und
     Beratung.




     Projektbüro
     Schulbibliotheken
     Das Projektbüro Schulbibliotheken als nachge-       • Konzeptberatung
     ordnete Institution des Kultusministeriums hat
     landesweite und konzeptionelle Aufgaben und         • Leseförderung
     bietet für Schulleitungen, Fachkonferenzen und
                                                         • Medienerziehung
     Vorbereitungsteams Beratung und Fortbildung
     an zu den Themen Aufbau und Organisation            • Bibliothekspädagogik
     von Schulbibliotheken, Leseförderung, Medien-
     erziehung und Bibliothekspädagogik.




     Planung einer
     Schulbibliothek
     In Kooperation mit dem „Projektbüro Schul-
     bibliotheken“ des Hessischen Kultusministeri-
     ums zur räumlichen, organisatorischen und
     gestalterischen Planung einer Schulbibliothek.




44
Landeslizenz für
Software
Nach dem Auswahlverfahren durch eine
Arbeitsgruppe kaufte das Hessische Kultusmi-
nisterium auf Vorschlag der LAG eine Landesli-
zenz für die österreichische Bibliothekssoftware
LITTERA. Sie wird in mehr als der Hälfte aller
Schulen verwendet.




Servicestelle für EDV
in Schulbibliotheken                               • Installation
Die Servicestelle, ebenfalls eine nachgeordnete    • Schulung
Einrichtung des Kultusministeriums, unterstützt
die Schulen bzw. Schulbibliotheken beim Einsatz    • Update
und der Handhabung der hessischen Schulbi-
bliothekssoftware LITTERAWindows.




Weiterbildung zum
Bibliothekslehrer
Bisher nur ein Vorschlag:
4 Wochenlehrgänge in zwei Jahren, dazwischen
e-Learning
4 Projektarbeiten
Abschlusskolloquium/Diplom




www.schulbibliotheken.de
Die Homepage entstand 1997, als erste ihrer Art
in Deutschland.
Zur Webseite gehören u. a. Verbandsinforma-
tionen, ein Newsletter, die digitalen Versionen
der Broschüren sowie Lesetipps – in Zusam-
menarbeit mit der AG Jugendliteratur und
Medien in der GEW.



                                                                    45
Fortbildung                                       • Leseförderung
     Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina-      • Medienerziehung
     ren und Workshops.
     Im Jahr 2013 findet der 22. Schulbibliothekstag
                                                       • Unterricht aller Fächer
     statt.                                            • Arbeitstechniken
                                                       • Neue Medien
                                                       • Bibliotheksorganisation



     Hessischer
     Schulbibliothekstag
     Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina-
     ren und Workshops. Bisher fanden 21 statt.




     Wettbewerbe
     • Preis für originelle schulische Leseförderung
       1996 - 2007

     • „Schulbibliothek des Jahres“, 2009 und 2011

     • Schulbibliotheksteam/Schulbibliothekarin des
       Jahres ab 2013




     Lesetipps
     • Weihnachtswunschzettel aus der Friedrich-
       Ebert-Schule, Schwalbach a. Ts.

     • Sommer-Lesetipps aus der Gesamtschule am
       Rosenberg, Hofheim a. Ts.

     • Grundschullesetipps der AJuM der GEW



46
Die Bibliothek
in der Kiste
Handapparate mit annotierter Bücherliste und
didaktischer Handreichung zu 30 Themen für
alle Schulstufen. In 100 Kisten an drei Standor-
ten ausleihbar. Erreicht wurden ca. 50.000
Schülerinnen und Schüler. Die Bücherlisten wur-
den bis zu 8.000mal im Internet aufgerufen.
Das Projekt wurde nach zwanzigjähriger Lauf-
zeit 2012 beendet. Die Bücherkisten wurden an
Schulbibliotheken gegeben.




Webquest
Für das Lernen in und mit der Schulbibliothek
favorisiert die LAG das Webquest® als didakti-
sche Struktur, in deren Rahmen entdeckungs-
orientierte Schüleraktivitäten mit dem Internet
(und anderen Medien) geplant werden können.




Lesereise
für Mitgliedsschulen
So wie einige Jahre zuvor unterstützt die LAG
2013 wieder Autorenlesungen nach Schulform
mit einem Zuschuss. – Die Berichte, die im An-
schluss an die Lesungen auf der LAG-Home-
page eingestellt werden, erlauben ggf.
Anregungen und Tipps für andere Schulen.




Schulbibliotheks-Weblog
Die älteste Forderung von Schulbibliotheken ist
bei dem Schulreformer Johann Bernhard Base-
dow (1724 – 1790) zu finden. Daher der Name
dieses Weblogs. Er enthält Informationen und
Meinungen rund um Schulbibliotheken und
Schule. Aus Lehrersicht.

                                                   47
Weitere Publikationen
     Die bisher elf Broschüren wurden von LAG-Mit-         öffentlicht. Die Grundlage waren Fotoaus-
     gliedern geschrieben, zum kleineren Teil auch         stellungen, die die Bibliothekarin und spä-
     angekauft, z. B. in Wien vom österreichischen         tere Verlegerin Lioba Betten organisiert
     Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, in      hatte.
     Bozen vom Pädagogischen Institut Südtirol.            Die Publikationen werden an die Mitglieder
     Außerdem hat die LAG zwei Kalender mit                gegeben. Eigenpublikationen sind auch auf
     originellen Fotos zu Lesen und Bibliotheken ver-      der Homepage downloadbar.




     Mit diesem „Kongressbericht“ zum Hessischen        Ziel der Handreichung ist es, die Nutzung der
     Schulbibliothekstag 2009 gibt die LAG einen        Schulbibliothek für den Unterricht in allen Fä-
     Überblick geben über das reichhaltige Angebot      chern zu erleichtern und effektiver zu machen,
     an innovativen und grundlegenden Workshops.        damit Lehrerinnen oder Lehrer mit Ihren Schü-
     Für diejenigen, die am Kongress nicht teilneh-     lerinnen und Schülern den umfangreichen Be-
     men konnten oder aufgrund der                      stand an Sachbüchern, Nachschlagewerken,
     Vielzahl der Workshops auswählen mussten,          Primär- und Sekundärliteratur gezielt erschlie-
     liegt mit dieser Broschüre ein – wenn auch kom-    ßen und optimal einsetzen können. Kernstück
     primierter – Bericht vor, der die inhaltlichen     der Handreichung ist eine detaillierte Recher-
     Schwerpunkte aufzeigt und den thematischen         cheanleitung für die hessische Schulbibliotheks-
     Rahmen absteckt – auch für künftige Schulbi-       software LITTERA, in der der gesamte Bestand
     bliothekstage.                                     der Schulbibliothek erfasst und somit auch auf-
                                                        findbar ist.


48
Das Schulbibliotheks-Wiki




                                                    Das Schulbibliotheks-Wiki ist ein digitales
                                                    Lexikon zum Thema Schulbibliotheken, mit über
                                                    100 Stichworten und zahlreichen Links, fortlau-
                                                    fend seit 2009:
                                                    http://schulbibliothek.wikispaces.com




Lust? Last Luxus? Schulbibliotheken in Hessen,
hrsg. von Hess. Institut für Pädagogik und der
LAG Schulbibliotheken, Wiesbaden 2000, mit
einer CD-ROM.

Die Broschüre ist der Vorläufer des vorliegenden
LAG-Reports. Sie enthält Ratschläge zum Auf-
bau einer Schulbibliothek und beschreibt die
vom Hessischen Kultusministerium geförderten
Einrichtungen und Projekte. In einem weiteren
Kapitel wird am Beispiel der Bereiche Unterricht,
Lese- und Medienerziehung, insbes. Internet,
das Potential der Schulbibliotheken aufgezeigt.
                                                    1998 und 1999 Kalender mit Fotos lesender Kin-
                                                    der aus der ganzen Welt, in Zusammenarbeit
                                                    mit Lioba Betten

                                                                                                      49
Was tut die LAG?
                                    Aus der Arbeit des Vorstands

                 „Der LAG-Report“ – so der Titel der     litischen Sprechern der im Landtag vertretenen
                 vorliegenden Broschüre – berichtet      Parteien die Position der LAG dargelegt.
                 über die Projekte und die Arbeit der
                 LAG, hier mit dem Schwerpunkt des       Bereits traditionell und seit Jahren regelmäßig –
                 von der LAG initiierten Preises „Die    meist von den Mitgliedern schon sehnlichst er-
                 Schulbibliothek des Jahres“, der in     wartet – veröffentlicht die LAG ihre Lesetippli-
                 Fortführung des Leseförderpreises       sten, akribisch zusammengestellt vom
                 „Das Hessische Bücherschränk-           Lese-Tipp-Team der Gesamtschule Am Rosen-
                 chen“ in den Jahren 2009 und 2011       berg in Hofheim für den „LAG-Sommer-
                 verliehen wurde. Für die Auszeich-      Lesetipp“ und den „Weihnachtswunschzettel“
     nung sind Aspekte der pädagogischen Arbeit          des Bibliotheksteams der Friedrich-Ebert-Schule
     und der Integration der Bibliothek in die Schule,   in Schwalbach am Taunus.
     kreative Ideen bei der Organisation der Leseför-    Auf die vielfachen Wünsche der Mitglieder rea-
     derung oder die Vermittlung von Medien- und         gierend gibt es seit Januar – und künftig zwei
     Recherchekompetenz ausschlaggebend.                 Mal im Jahr – eine Empfehlungsliste für die
                                                         Grundschulen, die ebenso wie die beiden ande-
     Auch in 2013 soll es wieder Aufgabe der LAG         ren Listen auf der Homepage der LAG zum
     sein, zu zeigen, wie wichtig Schulbibliotheken      Download bereitstehen. Diese Liste ist exklusiv
     sind und welchen großartigen Beitrag sie zum        für die LAG aus der Kinder- und Jugendbuch-
     Schulleben und zur Schulqualität leisten. – Der     Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Jugendli-
     neue Preis bzw. Wettbewerb „Schulbibliothe-         teratur und Medien der GEW (AJuM)
     kar/-in und Schulbibliotheksteam des Jahres“        zusammengestellt.
     verdeutlicht nicht nur das Potential einer Schul-
     bibliothek, sondern will auch die Verantwortung     So wie diese gibt die LAG in unregelmäßigen
     der Schulleitung für die Schulbibliothek in den     Abständen Publikationen und Broschüren her-
     Fokus stellen – und wird auf dem 21. Hessischen     aus, die von den Mitgliedern kostenlos angefor-
     Schulbibliothekstag vorgestellt werden.             dert werden können. Ergänzend gibt es seit
                                                         diesem Jahr den LAG-Newsletter „hids news“ –
     Die Preise und Wettbewerbe wirken natürlich         bereits in der zweiten Ausgabe – als Fortfüh-
     nach außen und sind neben den Schulbiblio-          rung des „Hessischen Informationsdienstes für
     thekstagen die „Highlights“ in der öffentlichen     Schulbibliotheken“; er dient in erster Linie der
     Wahrnehmung der LAG. – Weniger spektaku-            Kommunikation zu den Mitgliedern und Mit-
     lär, aber nicht minder effektiv und arbeitsinten-   gliedsschulen, ist aber auch für alle Schulbiblio-
     siv stellt sich die „alltägliche“ Arbeit des        theksinteressierte offen.
     Vorstands dar mit den Präsenzen auf den Buch-
     messen in Frankfurt und Leipzig, den Koopera-       Last but not least – hat die Homepage der LAG
     tionsgesprächen mit der Fa. LITTERA GmbH, im        Schulbibliotheken ein neues Gesicht mit Seiten
     Kultusministerium und im Ministerium für Wis-       zu Weiterbildung, Service, Tipps und Links. –
     senschaft und Kunst und als Fortbildner nicht       Auch das Mitglied-werden ist ganz einfach, der
     nur regional, sondern auch bundesweit und in-       entsprechende Antrag steht auf der Startseite
     ternational.                                        bereit.
     Die LAG versteht sich als Lobby für die Stärkung    Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und mögen
     und Weiterentwicklung der hessischen Schulbi-       Sie ebenso viele Anregungen gewinnen für Ihre
     bliotheken. Sie setzt sich daher insbesondere für   Arbeit in der Bibliothek Ihrer Schule! – Und na-
     das Schulbibliothekswesen und die Leseförde-        türlich freuen wir uns über Kontakte und Rück-
     rung ein. Aktuell wurde Kontakt aufgenommen         meldungen.
     zum Hessischen Städte- und Landkreistag und
     in Informationsgesprächen mit den bildungspo-                                          Günther Brée
                                                                                            Vorsitzender
50
IMPRESSUM
Herausgeber:   © Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V., Februar
Redaktion:     2013 Günter K. Schlamp, gs@schulbibliotheken.de /
               Günther Brée, gb@schulbibliotheken.de
Fotografien:   S. Titel, 3, 6, 24, 25: shutterstock
               S. 42: fotolia
Konzeption und
Gestaltung:    PeakADVERTISE, Kruse International GmbH, www.peakadvertise.com
Druck:


                                                                                       51
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LAG-Report 2013

  • 1. Der LAG- Report 2013 www.schulbibliotheken.de
  • 2. 2
  • 3. Inhaltsverzeichnis Editorial 4 Die Schätze werden Gehoben 6 Internatsschule Schloss Hansenberg 10 Johann-Textor-Schule 14 Limesschule 22 Sonnenblumenschule 26 Franziskanergymnasium 30 Steinwaldschule 32 Clemens-Brentano-Schule 34 Aue-Schule 38 Was will die LAG? 42 Was es schon gibt 44 Weitere Publikationen 48 Was tut die LAG? 50 Impressum 51 3
  • 4. Editorial Die Schulbibliotheken sind so nötig wie Klassenräume Turnhallen sind in allen Schulen ob- Ort, an dem das Lesen gefördert wird. Sie haben ligatorisch. Inzwischen bekommt schon jetzt, vor allem in der den ganzen Tag auch jede Schule eine Mensa. Nur stattfindenden Schule, eine soziale Funktion: Schulbibliotheken sind nicht vorge- Rückzugs- und Erholungsraum. Sie könnten schrieben. Die werden in manchen noch mehr sein und sind es in vielen Ländern der deutschen Schulgesetzen auch Erde schon längst: Eine „aktive“ Schulbibliothek, schon einmal glatt vergessen. Wenn sie denn ein Lernort, eine Erweiterung des Klassenraums. erwähnt werden, fehlen verbindliche Richtlinien Die zukünftigen Schulbibliotheken sind multi- für die Realisierung. Man verlässt sich auf funktionale und multimediale Räume. Sie erlau- Tausende ehren- und nebenamtlich engagierter ben die ungestörte Einzelarbeit (für das Referat), Eltern und Lehrer/-innen. Manchmal sorgen die Arbeit in der Gruppe (am gemeinsamen Pro- Kommunalpolitiker dafür, dass die Stadtbiblio- jektbericht), die Präsentation im Plenum der thek mit einer Zweigstelle in die Schule geht Klasse (Vortrag, Lesung, Film). Wenn man sich oder den Ehrenamtlichen hilft. Wenn nicht nur vom Bild der herkömmlichen Bibliothek (Regale, gleichzeitig die Etats der öffentlichen Bibliothe- Stille, Ausleihe) löst, stattdessen die Schulbiblio- ken gekürzt werden würden… thek von den Anforderungen schulischen Ler- Dabei könnten Schulbibliotheken erheblich zur nens her denkt, wird sie ein Raum mit flexibler Verbesserung der Schulqualität und der Schüler- Möbel- und multimedialer Geräteausstattung leistungen beitragen. Sie sind schon jetzt ein werden müssen. 4
  • 5. Zur Grundausstattung von Grundschulkindern Hüten wir uns vor Übertreibungen. Der Bestand gehören inzwischen Smartphones und Tablet- der Schulbibliothek wird digitale und nicht- computer. Statt den weiteren passiven Medien- digitale Medien umfassen. konsum zu fördern wird in der Schulbibliothek Die zukünftige Schulbibliothek ist kein der aktive, kreative Umgang mit elektronischen Selbstlernzentrum. Die Lehre vom Lehrer als Medien geübt: Videoclips, Podcasts, Bildbe- Moderator und dem selbstlernenden arbeitung. Schüler überfordert die allermeisten Kinder Das ist nicht der Untergang der Buchkultur. Im und Jugendlichen. Die Schulbibliothek Gegenteil! Diese multimediale Praxis nimmt oft braucht Spezialisten, die beibringen, wie ihren Ausgang in einem gedruckten literarischen Referate und Projektpräsentationen ge- Text, „übersetzt“ ihn in ein anderes Medium macht werden, wie man kreativ mit digitalen oder führt zu eigener Textproduktion, die dann Medien arbeiten kann. Sie braucht Experten, die als E-Book gespeichert und gelesen werden kann. am schulischen Intranet, am Lernmanagement- Die zukünftige Schulbibliothek braucht ein system und am digitalen Katalog mitarbeiten. Cluster von Räumen. Es entsteht eine „Lern- Sie braucht engagierte Menschen, die es verste- landschaft“ oder sie wird Teil der Begegnungs- hen, die Schulbibliothek zum Zentrum der flächen zwischen den Klassenzimmern und Schule zu machen. zieht so in die unmittelbare Nähe zu den Günter K. Schlamp Klassenräumen. Ehrenvorsitzender 5
  • 6. 6
  • 7. Die Schätze werden gehoben Der Wettbewerb „Hessische Schulbibliothek des Jahres“ In drei Bundesländern findet 2011 der Wettbe- Teilen die Visitenkarte der Schulbibliothek wer- werb um die kreativste Schulbibliothek statt: den. Die ersten Schulen schicken, worauf aus- Hessen, Berlin und Brandenburg. Die Absicht drücklich hingewiesen worden war, nur noch ist, auf Schulbibliotheken und ihr Potential für den Link auf die Schulhomepage ein. gute Schule und besseren Unterricht aufmerk- sam zu machen. Die Wettbewerbsschulen sind Vorreiter. Sie zei- gen, welches Leben in der Schulbibliothek Schulbibliotheksmenschen fördern nahezu täg- herrscht. (Für kombinierte Bibliotheken kann lich das Lesen. Wenn das Tivoli der prominenten ohne Weiteres analog verfahren werden.) Es Leseförderer, für die die Scheinwerfer angehen lohnt, einmal einige Webseiten von Schulbiblio- und der rote Teppich ausgerollt wird, längst wie- theken anzuklicken und sich anregen zu lassen: der geschlossen ist, gehen die Aktionen in den Schulbibliotheken weiter: Antolin, Vorlesewett- Kreativität ist gefragt bewerb, Lesepatenschaften, Buchvorstellungen, In der Ausschreibung waren diese Kriterien ge- Lesungen, Lesenächte, freie Lesezeit, Lesetage- nannt worden: bücher, Leseportfolios, Recherchetraining, Hausaufgabenbetreuung. • Die Schulbibliothek muss einen eigenen Medienbestand und einen Raum haben. Die Wettbewerbsbeiträge der hessischen Schu- (Mindestvorgaben wurden nicht gemacht.) len aus den Jahren 2009 und 2011 zeigen, was • Aktivitäten müssen erkennbar sein, die über alles stattfindet, wie viel Arbeit darin steckt. Sie eine Bücherausleihe hinausgehen. lassen aber auch den Spaß an der Produktion • Einbeziehung der Bibliothek in Schule und der Präsentation erahnen und am Ende das Unterricht (Schulprogramm, Bibliothekskon Staunen darüber, was man alles zu bieten hat! zept, Lesekonzept, Schulhomepage), • Mitwirkung der Schüler/-innen, z. B. bei der Die Botschaft des Wettbewerbs kommt an: Gestaltung des Raumes, bei Bestandsauf Die Schulbibliotheken, Schulmediotheken, In- bau, Organisation, Planung von Aktivitäten, formationszentren stehen jetzt auf der Schul- eine besondere Aktivität. homepage. Der Wettbewerbsbeitrag macht die • Eine ansprechende Präsentation mit nicht Bibliothek in der Schulgemeinde sichtbarer. mehr als 6 Folien oder einem Videoclip von nicht mehr als 3 Minuten oder einer im Um Sehenswerte Schulbibliothekswebseiten fang vergleichbaren Website. Einige Schulbibliotheken werden auf der Schul- homepage erst einmal nur genannt oder sind Durch die Homepage-Bedingung und den digi- nur mit einem Foto vertreten. Aber der Anfang talen Wettbewerbsbeitrag soll deutlich werden, ist gemacht. Mancher Auftritt beeindruckt dass die moderne, multimediale Schulbibliothek schon. Er enthält Informationen über Öffnungs- im Internetzeitalter angekommen ist. zeiten, den WebOPAC, die Medien-ausstattung, das Programm, die Lesetrainings- und Lese- Prämiiert wird also nicht, wer den größten förderungsangebote, Neuerwerbungen und Bestand, die längsten Öffnungszeiten, die höch- Veranstaltungshinweise, aber auch Fotos und sten Ausleihzahlen oder die meisten PCs vor- Berichte von Lesungen und anderen Aktionen. weisen kann. Prämiiert wird, wer nachweist, dass er neben den oben genannten, sozusagen Der Wettbewerbsbeitrag, das ist der „geheime regulären Aktivitäten etwas tut, das noch nicht Lehrplan“ der Ausschreibung, soll ganz oder in weit verbreitet ist, das nachahmenswert ist. 7
  • 8. Hier eine Auswahl besonderer Aktivitäten von Vereinzelt gab es Kritik an der strikten Be- Wettbewerbsschulen: schränkung des Umfangs der Präsentation: • Lesepaten Oberstufe - Grundschule „Wir machen so viel, da reichen sechs Folien • Harry-Potter-Nacht nicht.“ Die Ergebnisse zeigen, dass die Intention • Das Kollegium liest vor, der Schulleiter liest vor des Wettbewerbes in diesem knappen Rahmen • Die „Leseoase“ ist aufgeteilt in Fantasie-, sehr wohl deutlich wird. Denker-, Konzentrations- und Wissensecke • Lesestelen auf dem Schulhof (Säulen mit Öffentlichkeitsarbeit für Schulbibliotheken Displays) Der Wettbewerb ist Öffentlichkeitsarbeit für • Lesemarathon Schulbibliotheken, auch innerhalb der Schule. • Lesefrühstuck Es geht nicht um Evaluation und Ranking. • Vorlesen im Krankenhaus Daher wird auch kein Kriterienkatalog abgear- • Monatsrätsel beitet und Einzelaspekten ein Prozentanteil • Kuchen in Buchform backen zugeordnet. Es wird auch nicht nach Schulfor- • Internetauftritt wird von einer men unterschieden, obwohl es Gründe dafür 6. Klasse gestaltet gäbe. Grundschulen entwickeln fantasievolle • Abitur-Regal Lese-förderungsprojekte. Gymnasien realisieren • „Sofasektor“ anspruchsvolle Literaturprojekte. Erfreulich ist, • Individuelle Beratung für Leser/-innen dass die Teilnehmer aus verschiedenen Schul- • 10. Schuljahr organisiert eine Autorenlesung formen kommen und das sogar ziemlich ausge- Zeitungswand wogen. • Intensive Kooperation mit der Stadtbücherei • „Schubi“ auf dem Schulhof Beim Wettbewerb um die Schulbibliothek des • Feste tägliche Lesezeiten in den Klassen Jahres sollten sich alle als Gewinner betrachten, • Inszenierte Buchvorstellungen, auch wenn nur eine Schulbibliothek den Preis Bücher-Talkshows erhält. Es gewinnen alle Schulbibliotheken, weil • Bilinguale Lesungen (türkisch, serbisch, deutlich wird, welchen großartigen Beitrag sie italienisch, englisch …) zur Qualität von Schule und Unterricht leisten. • Jugendliterarisches Bistro • „Leseband“: Vorlesen an öffentlichen Orten Die hessischen Wettbewerbsschulbibliotheken in der Gemeinde 2011: Es wird hier nicht alles genannt, was die Schulen Laptops und Smartboards sind nichts Beson- berichten, sondern von jeder nur eine kleine, deres mehr, WebOPACs gibt es schon in feine Auswahl: 80 hessischen Schulen und einen gemeinsamen Hessen-OPAC. Auch die Pestalozzi-Grundschule Kelkheim: Aufgabenbeschreibung im Schulprogramm, „Pezzis Lesefest“ bietet ein Programm für die im schulischen Lese- oder Förderkonzept wird ganze Familie. Es wird ein Lesekönig gewählt. zur Regel. Die Freude an der Schulbibliothek, der Stolz auf Anregung für andere die tolle Arbeit übertragen sich auf den Be- Wir werden die Einsender/-innen bitten, ihre trachter. Und es lohnt sich: die Schule liegt beim jeweils besonderen Aktivitäten ausführli- hessischen Lesevergleichstest deutlich über dem cher darzustellen. Auch dies ist eine Intention Durchschnitt. des Wettbewerbes: Anregung für die anderen Schulbibliotheken: Sehen, was geht, und es Grundschule Lich-Langsdorf: ausprobieren. Die Schuler/-innen sind Lesepaten für die Kindergartenkinder. Ihre Lekturen sammeln sie Zu guter Letzt soll der Beitrag gut anzuschauen in Lese-Portfolios. Der Beitrag zeigt schöne sein, also eine ästhetische Qualität haben. Fotos, auch von vorlesenden Eltern. Zwischen dem Wettbewerb von 2009 und dem von 2011 zeigt sich ein Qualitätssprung. Power- Steinwaldschule, Neukirchen (IGS): point wird souveräner gehandhabt. Es herrscht Die Mediathek verfolgt ein ambitioniertes eine stärkere stilistische Stringenz, es müssen medienpädagogisches Konzept, das nicht nur nicht mehr alle Features der Software gleich- die Bereitstellung von Medien umfasst, sondern zeitig eingesetzt werden. Und eine Handvoll auch Produktion und Präsentation. Ein wichti- Schulen schickt, wie es auch vorgeschlagen war, ges Arbeitsinstrument ist die digitale Schulta- nur noch einen Link zu ihrem Wettbewerbsbei- sche, ein Stick, auf dem jeder Schüler wichtige trag, der schon auf der Homepage steht. Software findet, mit der er in der Mediathek und 8
  • 9. am häuslichen Computer arbeiten kann. Dane- Gesamtschule Niederaula (KGS): ben wird die klassische Leseförderung nicht Es gibt nicht nur ein „jugendliterarisches Bistro“, vernachlässigt: Es gibt eine Lesepause, in der die Leseecke ist fur „Genussleser“. In der Lesen- aus Jugendbuchern vorgelesen wird. acht findet eine Halloween-Grusel-Lesung statt und jeden Monat gibt es ein neues Rätsel. Joseph-Heckler-Schule Bensheim: Man legt viel Wert auf die gute Orientierung im Grundschule 1, Stadtallendorf: Medienbestand und im Katalog und hat dafür Sie hat ein umfassendes pädagogisches Kon- auch eine Erschließung mit Farben vorgenom- zept und folgerichtig eine weitgehende Integra- men. In der Frühstückspause wird vorgelesen. tion der Bibliothek in Unterricht und Schulleben: Verstärktes Lesetraining, Mitwirkung im För- Gesamtschule Mücke: derkonzept, Klassenstunden in der Bibliothek. Es gab einen Fotowettbewerb: „Mein Lieblings- Das Buchereiteam ist per E-Mail zu erreichen leseort“. Fleißige Leser/-innen erhalten das und nimmt so Vorbestellungen an. Als Evalua- Goldene Lesezeichen. tion dienen Schulerbefragungen. Lahntalschule Biedenkopf (Gym): IGS Busecker Tal, Buseck: In der Stufe 5/6 gibt es eine wöchentliche Lese- In der Schulbibliotheksszene bestens bekannt, stunde. Es werden Portfolios angelegt. Der eine der ältesten Schulbibliotheken Hessens, Wettbewerbsbeitrag ist ein Videoclip. Es gelingt seit 35 Jahren existent. Ein Team von 18 Eltern Schulern, Eltern und dem Schulleiter souverän in arbeitet mit, man organisiert sich selbst Fortbil- 2´50 min die Bibliothek in ihrer ganzen Ange- dungen. Im Beitrag gelingt es, im vorgeschrie- botsfulle vorzustellen. benen Rahmen viel Information und viele Fotos unterzubringen. Die Bibliothek wurde zuletzt Weibelfeldschule Dreieich (KGS, SII): „runderneuert“: Sie hat eine nagelneue Möbel- Es gibt ein starkes Team aus Eltern, Lehrern und ausstattung bekommen. einer Dipl.-Bibliothekarin. Sie bieten für alle Jahr- gangsstufen attraktive Unterrichtseinheiten an: Stadt- und Schulmediothek Lollar/Staufenberg: Z. B. Berufswahl, Leselust, Recherchetraining. Dort wo Peter Kurzeck nach dem Krieg seinen Schuler lesen im Krankenhaus vor. Lesehunger in Bucherbussen der US-Militär- regierung stillte, gibt es heute ein Bibliotheka- Überwald-Gymnasium, Wald-Michelbach: rinnenteam mit eigenem Webauftritt und Grundschuler können eine Rallye in der Biblio- hochkarätigen Angeboten: Medienkisten für die thek absolvieren, es gibt ein Lesecafé. Die Bi- Grundschulen, Besuchstage für die Kindergar- bliothek ist in der Stadt präsent: Man kooperiert tenkinder, maßgeschneiderte Angebote für den mit der Buchhandlung. In der Aktion „Leseband“ Unterricht in allen Jahrgangsstufen bis zum inszenieren die Klassen Lesungen an verschie- Abitur, darunter eine Unterrichtseinheit mit der denen Orten in der ganzen Stadt. Audiofassung eines Jugendromans, der im Mittelalter spielt. St.-Angela-Schule, Königstein (R, Gym): Die Bibliothek ist unterm Dach, ein sehenswer- ter Raum! Der Leseclub wählt jedes Jahr eine Neuerscheinung aus und versucht den Autor/ die Autorin für eine Lesung zu bekommen. Die Präsentation wirkt mit den sparsam verwende- ten Bildern, den Zitaten und der klaren Typo- graphie elegant. Rudolf-Steiner-Schule, Dietzenbach: Die Schule macht keinen Hehl aus ihren be- schränkten Möglichkeiten: Lesen auf dem Flur, die Bucher lagern teilweise in Kisten und Schrän- ken. Bald kann man in einen Anbau umziehen. Die Freude ist den engagierten Eltern anzuse- hen. Und dann steht ein leibhaftiger Schulleiter in dem leeren Anbau und schildert, was dort zu- kunftig stattfinden wird. Das alles als mutiger Videoclip. 9
  • 10. Internatsschule Schloss Hansenberg, Geisenheim „Das Paradies habe ich mir als eine Art Bibliothek vorgestellt.“ Jorge Luis Borges Bibliothek der Internatsschule Schloss Hansenberg Denkmalschutz und Modernität Bibliothek als offener Lernraum zur Verfügung. prägen das äußere Erscheinungs- In drei Bibliothekssälen stehen ca. 8000 Bücher, bild unserer Schule. Im Zentrum die nach ASB-Standard katalogisiert und sor- von modernen Schul- und Wohngebäuden be- tiert sind. Die Medien wurden von den entspre- findet sich das alte Schloss Hansenberg, das chenden Fachlehrern (Mathe, PoWi, NaWi, von Johannes de Laspée (Pädagoge, geb. 1783 Deutsch, Sprachen) ausgewählt, sodass immer, Johannisberg (Rheingau), gest. 1825 Wiesba- aktuell zum Unterricht, die betreffenden Materia- den), eines Schülers Pestalozzis (1746-1824), lien und Sekundärliteratur zum Nachlesen be- gegründet wurde. Im Kernbereich des renovier- reit stehen. Sponsorenfirmen aus der Wirtschaft ten Schlosses steht den Schülern von morgens haben unsere Schule, auch bei der Neuausstat- 7.00 Uhr bis abends 22.00 Uhr, eine moderne tung der Bibliothek, großzügig unterstützt. 10
  • 11. Immer wieder gibt es Unterrichtseinheiten in erfahren die Kleinen in einem sehr persönlichen der Bibliothek, dabei sollen die Schüler auf das Verhältnis fast wie zu einem großen Geschwi- spätere Studium und auf die Benutzung der Uni- ster, wie wichtig das Lesen, wie wichtig Bücher versitätsbibliotheken vorbereitet werden. Es sind. Zum Erfassen von Textaufgaben, fürs geht um die Verwendung von Sekundärliteratur, Allgemeinwissen, zum Verstehen von Argu- dem richtigen Zitieren, sowie um die Relevanz mentationen und Sinnzusammenhängen, zum des gedruckten Wissens in der Fachliteratur. Zu- Schreiben von Aufsätzen, zu allem ist erst ein- sätzliche Recherche- und Arbeitsmöglichkeiten mal das Lernen und Üben des Lesens nötig. Des- gibt es an sieben PC-Plätzen vor Ort, an denen halb ist auch inzwischen die Schulbibliothek der zugleich ein verantwortungsvoller Umgang mit Grundschule zu einem großen Fundus für die Internetquellen geübt werden kann. Unsere betreuten Grundschulkinder geworden. Sie Bibliothek lädt zum Lesen ein, ist ein Ort für wurde zusammen mit den Internatsschülern Stillarbeit und Eigenstudium, aber auch für Gruppenarbeit und Unterrichtsvorbereitung. In einem gesonderten Raum ergänzen aktuelle Wochen- und Monats-Zeitschriften und Zei- tungen in vier Sprachen, sowie digitale Medien und unterrichtsrelevante Belletristik, das reich- haltige Angebot. Bibliotheks-Servicegruppen Doch hinter all dem steckt natürlich viel Arbeit. Unserem Schul-Leitbild der Förderung von Eigenverantwortlichkeit und Sozialkompetenz folgend, hilft eine Gruppe von ca. 25 Schülern in mehreren Servicegruppen zwei Lehrern bei der Organisation der Bibliothek. Es werden Medien katalogisiert und eingebunden, unterstützt werden tägliche Ausleihe-Zeiten und die Ver- neu eingerichtet und organisiert, sie lädt ein sorgung der lernmittelfreien Schulbücher. Ein zum Stöbern in altersgerechten Medien, ist großes Regal mit Prospekten von nationalen Anstoß, Bücher weiter zu empfehlen, sich dar- und internationalen Universitäten lädt zur In- über mit Klassenkameraden auszutauschen. formation ein. Es gibt einen Büchertisch, der mo- Einige Kinder werden auch in Klassenräumen natlich aktualisiert wird und der die Mitschüler des Gymnasiums betreut, so dass hier ein be- neugierig machen soll auf Neuerscheinungen. Es sonderer Anreiz zum weiterführenden Lernen finden Lese-Abende statt, die selbständig von geschaffen wird. der Servicegruppe organisiert und durchgeführt Eine dritte Gruppe von Oberstufenschülern be- werden, Lese-Zeichen werden entworfen oder sucht einmal wöchentlich Schüler einer Förder- auch einmal eine Schul-Ansichtskarte. Die schule. Hier steht das soziale Miteinander im Servicegruppe ist zuständig für die jährliche Vordergrund, das Annehmen von Behinderung, Inventur, sie sorgt während des ganzen Schul- aber auch Hilfe beim Lernen und bei den Haus- jahres für Ordnung und eine angenehme Lern- aufgaben. und Leseatmosphäre. Eine weitere Gruppe von ca. 30 Schülern setzt Und zu guter Letzt: kurz vor dem Abitur, wenn sich als Schülerhilfe in der örtlichen Grundschule die Hauptzeit des Lernens in der Bibliothek ein. Hier gibt es z.B. Mathe-Förderung, eine beginnt, gibt es immer wieder Äußerungen Erdkunde-AG oder eine Schach-AG, aber vor unserer Schüler, die besonders jetzt den Sinn allem eine wöchentliche, individuelle Betreuung und riesigen Schatz unserer Bibliothek verste- von Grundschülern mit einem Lesementor. In hen und wertschätzen können, getreu unserem dieser Patenschaft kümmert sich, ein bis drei Motto: Jahre lang, jeweils ein Gymnasiast um einen „Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Grundschüler. Es werden dabei Lesekompetenz, Bibliothek vorgestellt“ – (Jorge Luis Borges) Sprachfähigkeit und Texterfassung geübt. Hier Eva Herbst 11
  • 13. 13
  • 14. Johann-Textor-Schule, Haiger Alles frisch und neue Möbel Eine der ersten Mediotheken in Hessen wurde jetzt komplett renoviert Die von Günther Brée vor 26 Jahren Günther Brée ist, übernahm die Planung und gegründete Mediothek wurde in den Durchführung dieses Projekts. letzten zwei Monaten renoviert und Bereits in den letzten Sommerferien begannen neu eingerichtet. Über ein Vierteljahr- die Planungsarbeiten. Zunächst ging es darum, hundert war das Mobiliar der häufigen Nutzung Angebote von Bibliothekseinrichtern einzuho- durch Schülergruppen ausgesetzt und wies len, die auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten schon einige Verschleißerscheinungen auf. Eine sein mussten. Die baulichen Gegebenheiten und Neueinrichtung mit modernen, zweckmäßigen die Raumeinteilung sollten bestehen bleiben, Bibliotheksmöbeln war notwendig geworden. das Preis-Leistungsverhältnis sollte stimmen. Pia Weidl, die seit 2006 die Nachfolgerin von Der Lahn-Dill-Kreis entschied sich im Herbst 14
  • 15. 2010 dann für das Angebot der Firma Omnithek aus Minden, die mit der Herstellung und der Montage der neuen Mediothekseinrichtung beauftragt wurde. Obwohl die Lieferung und die Montage der Möbel erst in den Weihnachtsferien 2010/2011 erfolgen sollte, waren weitere Vorarbeiten not- wendig. Die Wände brauchten einen Neuan- strich und der Fußboden musste ergänzt bzw. grundgereinigt werden. Dies ging natürlich nur, wenn die gesamte Mediothek mit ihren insge- standene „Lesepodest“ soll für die „Leseratten“ samt 22.000 Medien vollständig ausgeräumt an unserer Schule gemütlich gestaltet werden. war. Aus diesem Grund wurde die Einrichtung Trotzdem wünschen wir dem Kollegium und den auch ab der letzten Novemberwoche für den Schülerinnen und Schülern viel Freude beim Be- Publikumsverkehr geschlossen. Die elektroni- such der neuen Mediothek! schen Medien und Materialien für die im Die Mediothek Dezember stattfindenden Präsentationsprü- Schon seit über 20 Jahren gibt es an der JTS die fungen konnten jedoch weiterhin ausgeliehen „Mediothek“. Sie ist damit eine der ersten Ein- werden. Ein Teil des Forums diente in dieser Zeit richtung ihrer Art an hessischen Schulen. Die als Lager für die in hunderte von Kartons ver- Mediothek ist mehr als eine Bibliothek. Das packten Bücher und Zeitschriften. bedeutet, man kann dort nicht nur Bücher aus- Trotz des Schneechaos lieferte und montierte leihen, sondern auch CDs, DVDs, Kassetten, die Firma Omnithek pünktlich am 21.12.2010 Spiele und sogar Laptops und Beamer (und die neuen Möbel. Die Mediotheksleiterin, das vieles andere mehr!). Die Schüler haben zudem Verwaltungsteam und fünf Arbeitskräfte von die Möglichkeit am Computer zu arbeiten, im der GWAB fanden sich an den letzten beiden Internet zu recherchieren und zum Beispiel mul- Tagen der Weihnachtsferien in der Schule ein, timediale Präsentationen zu erstellen. um in einer „Großaktion“ die Mediothek wieder Daneben dient sie für die Schüler aber auch als einzuräumen. „Wo gehobelt wird, da fallen beliebter Treffpunkt in den Pausen, in denen man zum Beispiel eine schnelle Partie Schach spielen oder sich in einem Sachbuch über das eigene Hobby informieren kann. Die „Medio“ hat den ganzen Schultag über geöffnet. Öffnungszeiten montags bis donnerstags 7:30 Uhr - 15:10 Uhr freitags 7:30 Uhr - 13:00 Uhr Dass dies so möglich ist, verdankt die Schule vor allem dem Förderkreis und den vielen Spendern, die die Anstellung der drei Betreuungskräfte Späne!“, könnte man sagen. Beim Aus- oder Ein- Frau Hofmann, Frau Hachmann und Frau Metz räumen sind jedenfalls einige Bücher durchein- ermöglichen. Auf Seiten des Kollegiums wird andergeraten. Die Verwalterinnen benötigen die Mediothek von Frau Weidl und Herrn Brée noch weitere drei Tage nach den Weihnachts- geleitet. ferien, um alles wieder richtig zu sortieren. Jetzt beginnen erst die Feinarbeiten. Es fehlt Unsere Mediothek ist Mitglied in der LAG Schul- noch einiges an Dekoration und das neu ent- bibliotheken in Hessen e.V. 15
  • 16. Projekte Lesefüchse Hören Hören muss man wieder lernen. – EinProjekt im Projektorientierten Lernen über das literari- sche Hören, die Akustik, den Lärm und das Hin- und Weghören. „Lesefüchse“ nennen sich diese Schüler der Haigerer Johann-Textor-Schule. „Lesen macht uns Spaß, weil man, im Gegensatz zum Fernse- her, die Möglichkeit hat, sich ein eigenes Bild der Geschichte des Buches zu machen“, erklären die jungen „Bücherwürmer“ in einem selbst ge- schriebenen Pressetext. Außerdem könne man sich „mit anderen über das Buch unterhalten, sich entspannen und vom Alltag abschalten“. In der Textor-Schule stellen die Mädchen und Jungen jeden Monat Bücher vor, „von denen wir meinen, dass man sie unbedingt mal lesen müsste“. Gleichzeitig hat die Gruppe Autoren angefragt, ob sie ihre Bücher in Haiger vorstellen würden. Im Projekt gab es auch eine von den Schüler/- Am morgigen Donnerstag kommt Bernd innen redigierte Umfrage mit dem Ergebnis: Perplies, der Autor der „Tarean-Trilogie“ an die Lärm und Lärm ist nicht immer dasselbe. Johann-Textor-Schule, um vorzulesen und mit Während Flugzeuge als lärmende Geräusche den Kindern und Jugendlichen darüber zu disku- eingeordnet werden, gehen die Meinungen bei tieren. Vielleicht wird ja dadurch das Interesse lauten Musikveranstaltungen deutlich ausein- weiterer Schüler geweckt. ander. Das Rockkonzert ist für den einen ein Das Ziel der „Lesefüchse“, die von Deutschleh- Genuss für den Anderen eine Zumutung. rer Steffen Wendland betreut werden, ist klar: „Wir wollen andere für das Lesen begeistern.“ (Mit freundlicher Genehmigung des Haigerer Kuriers, 05.10.2011, Text: fra.) 16
  • 17. Entwicklung der Theaterpräsentation deutschen Schrift Das Schreiben und die Schrift in der historischen Entwicklung – dargestellt mittels quadratischen „Episoden“ zur Verschönerung unserer Medio- thek; Öl auf Leinwand von einer Künstlerin und Pädagogin unserer Schule. Hier sieht man die Klasse 9G2 beim Stegreifspiel zu „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Theaterbühnen als Das kulturelle Zentrum Mediothek als Probe- bühne für Theaterprojekte in der Förderstufe Modelle und der Sekundarstufe I. Die Mediothek als Galerie und Ausstellungs- raum für Projekte, die in den Klassen und Kursen entstehen. Gleichzeitig sind sie Modelle aber auch „Vorarbeiten“ unserer aktiven schulischen Theaterszene. Im Rahmen unseres Märchen-Projekts üben Schüler der Klasse 6 F 3 für ihre Szenen aus dem Märchen „Aschenputtel“. 17
  • 18. Unsere Mediothek ist Lese-, Arbeits-, Informations- und kulturelles Zentrum Unser Ziel • Leseförderung Leseförderung, Medienerziehung und das Ler- • Medienerziehung nen lernen – das schaffen wir Schritt für Schritt mit einem Bestand an Medien, der sich an den • Recherche mit neuen Medien Unterrichtsthemen orientiert, und mit einer an- CD-ROM/DVD, Internet, WebQuest genehmen Atmosphäre. • Training von Arbeitstechniken • Curricularer Bestandsaufbau • Kulturelles Zentrum der Schule Multimediale DATEN Präsentation • recherchieren • selektieren Die „Pädagogische Werkstatt“ unserer Medio- • analysieren thek mit der multimedialen Ausstattung für das selbstständige, aktive und kreative Arbeiten zur • organisieren Erstellung von Podcast und Videoclips zur Prä- und sentation von Referaten, Hausarbeiten oder Prüfungsarbeiten. PRÄSENTIEREN Referate, Hausarbeiten, eigene Sach und fiktive Texte Projektprüfung (HS) Präsentationsprüfung(RS) … in der Pädagogischen Werkstatt 18
  • 19. Lesen, Arbeiten und Informationen beschaffen und verarbeiten Lernen • Richtiges Buch finden: Titel, Untertitel, Inhaltsverzeichnis Das „Verfahrensmodell“ zur Informationsre- cherche und -verarbeitung – entwickelt von • Im Buch zurechtfinden: Schulbibliothekesexperten der LAG Schulbiblio- Register, Glossar, Stichwortverzeichnis, theken – hilft mit einer vorgegebenen Struktur, Index, Klappentext Referate und Hausarbeiten besser zu erarbei- ten. – Übertragen auf die Internetrecherche • Stellen finden: korrespondiert diese Struktur mit dem Lernar- Kontext lesen, Schlüsselwörter rangement Mediaquest. • Stellen sichern: Zusammenfassen, Exzerpieren, Bibliographieren, Markieren, Zitieren • Stellen auswerten: Erläutern, in Bezug setzen, Karteikarten anlegen Medienangebote • Nachschlagewerke (print und digital) • Aktuelle Kinder-und Jugendbücher Um dem Anspruch als kulturelles Zentrum unserer Schule gerecht zu werden, bietet unsere • Jugendsachbücher Mediothek ein breites Angebot an Büchern für die Freizeit und unterschiedliche Medien für den • Sach-und Fachliteratur unterrichtlichen Bereich – besonders für die • Lektüren und Ganzschriften pädagogische Mittagsbetreuung. • Aktuelles Informations- und statistisches Material • Berufskundliches Material • Didaktisch-methodische Literatur • Fachzeitschriften • Spiele für den Freizeitbereich und Landheimaufenthalte • Audiovisuelle und Neue Medien • Literatur-u. Sprachkassetten, • Literaturverfilmungen, Sachvideos, • Folien-und Dia-Sätze • CD-ROMs u. DVDs 19
  • 20. Unterricht im Lernort • Mediothekseinführung im 5. Schuljahr Mediothek • Spiralcurriculare Einbindung ins Methodencurriculum Die Einbindung in das Schulcurriculum und in die Fachcurricula ist die Voraussetzung für den • Handapparate zu Unterrichtsthemen Lernort und das Arbeiten in und mit der • Literatur-und Medienrecherche (OPAC) Mediothek. • Hilfen bei Referaten, Prüfungsvorberei- tungen und Freiarbeit, bei Gruppen- und individueller Arbeit • Unterstützung im Projektorientierten Lernen (POL) Schulkulturarbeit • Vorlesewettbewerbe Leseförderung und Medienerziehung „live“ mit • Autorenlesungen Autorenlesungen und dem kreativen Umgang mit den diversen Medien. • Lese-Projekte (POL) • Literarische Ausstellungen • Schreibwerkstätten • Foto-u. Video-Workshops • Mitgliedschaft LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. Die Mediothek • mit Hilfe der Pädagogischen Werkstatt unterstützt: • die (neue) Lernkultur des eigenverant Der Lernort Mediothek unterstützt neue wortlichen Lernens und Arbeitens der Unterrichtsformen und verändert Lehrer- und Schülerinnen und Schüler Schülerrollen. • mit dem Ziel Schlüsselqualifikationen wie METHODENKOMPETENZ (und Team- u. Kommunikationsfähigkeit) zu erreichen; • die „Abkehr“ von einem Unterricht, in dem vorwiegend die Lehrerin/der Lehrer das Lernen „managt“ und dominiert. 20
  • 21. Das bietet unsere Mediothek Bücher: In der Medio kann man sich nicht nur Bücher an- schauen, man kann dort zum Beispiel auch die Computer benutzen, Spiele ausleihen oder ein- fach in einer Ecke sitzen und sich (leise!) unter- halten. In der Mediothek kann man natürlich Bücher lesen. Es gibt eine sehr große Auswahl verschiedener Arten von Büchern, zum Beispiel Romane, Fantasy, Krimis, aber auch Sachbü- cher, Comics oder Schulbücher. Computer: In der Medio gibt es auch die Möglichkeit, an den dort stehenden Computern zu arbeiten. Zum Beispiel kann man im Internet recherchie- ren und das Recherchierte dann ausdrucken. Um die Computer benutzen zu dürfen, braucht man die Erlaubnis eines Lehrers. Mehr dazu unter Organisation. Folgende Geräte stehen Multimedia-Zubehör: unter anderem zur Verfügung: In der Medio kann man verschiedenste Multi- • Computer • Laptops • Beamer media-Geräte nutzen und zum Teil auch auslei- • CD-Player • Kameras jeder Art hen (daher der Name MEDIOthek). • Verstärker • Scanner • Overheadprojektoren • Diaprojektoren ...und vieles mehr! Spiele: Neben Büchern und Computern gibt es auch Spiele, die man zum Beispiel in der Pause spie- len kann. Die Medio bietet unter anderem Schach, verschiedene andere Brettspiele, Kar- tenspiele und vieles andere mehr. Diese Spiele können allerdings NICHT ausgeliehen werden. 21
  • 22. Limesschule, Wehrheim Alles für Leseratten Buchauswahl für Kinder von der Vorklasse bis zur 4. Klasse 22
  • 23. Die Schulbücherei wird ehrenamtlich von zur Klassenstufe 4 Zeit 11 Müttern geführt. Sie ist täglich in der Die Schüler der vierten Klassen können auf ersten großen Pause von 9.25 Uhr bis 9.55 Uhr freiwilliger Basis den Bibliotheksführerschein geöffnet. Die Kinder bekommen bei uns die erwerben. Ihr Wissen über die Bibliotheksstruk- Möglichkeit kostenlos Bücher auszuleihen. Sie turen können sie dann als Büchereihelfer ein- lernen selbständig, in einem überschaubaren bringen. Ebenso können sie ihre Leseerfahrung Rahmen mit Strukturen einer Bibliothek umzu- an jüngere Schüler weitergeben und diesen gehen. Unser Angebot soll die Schüler sowohl beratend bei der Buchauswahl zur Seite stehen. für ihre Freizeit, als auch zur Auseinanderset- Die Schüler sind am Ende ihrer Grundschulzeit zung mit dem Unterrichtsstoff mit Lesematerial in der Lage auch andere, ihnen nicht vertraute, versorgen. Gleichzeitig bieten wir den Schülern Bibliotheken zu nutzen. die Möglichkeit, sich mit ihren Mitschülern über Leseerfahrungen und -gewohnheiten auszutau- Buchangebot schen. Neben dem eigentlichen Bibliotheksraum In der Schulbücherei findet sich ein breites An- können die Kinder während der Pause auch gebot an Lesematerial für die Altersgruppe der einen angrenzenden separaten ruhigen Lese- 6- bis 10-jährigen. Ein besonderer Schwerpunkt raum nutzen. liegt auf den Büchern für Leseanfänger. Diese sollen in jedem Stadium des Lesenlernens genü- Allgemeine Ziele gend Anregungen zur Weiterentwicklung ihrer • Begleiten der Schüler bei der Entwicklung ihrer Fertigkeiten bekommen. Gleichzeitig sind wir Lesefähigkeit. Jedem Schüler soll seinen Fähig- bestrebt, auch sehr guten und Viellesern der keiten und Interessen entsprechend Lesestoff höheren Klassenstufen ein reichhaltiges, alters- zur Verfügung gestellt werden. gemäßes Angebot zur Verfügung zu stellen. • Wecken und Fördern der Lesebegeisterung Sachbücher sind den Interessen der Schüler ent- • Förderung der Medienkompetenz sprechend und zu Themen des Sachunterrichts • Förderung der Selbstständigkeit und Eigenver- vorhanden. Parallel zum Fremdsprachenunter- antwortung richt in der 3. und 4. Klassenstufe sind in der • Einführung in Bibliotheksstrukturen im Klas- Bücherei einfache fremdsprachige Bücher und senverband auch Hörbücher vorhanden. Der Buchbestand wird in Zusammenarbeit mit Lehrern, Schülern Klassenstufe 1 und Eltern regelmäßig erweitert und aktualisiert. Gleich zu Beginn ihrer Schulzeit werden die Schüler im Klassenverband spielerisch in die grundlegenden Strukturen der Schulbücherei (insbesondere Ausleihe und Buchangebot ) ein- geführt. Auf diese Weise werden Hemmschwel- len und Unsicherheiten abgebaut. Durch ein sehr breites Angebot an Erstleser-Büchern ver- schiedenster Schwierigkeitsstufen wird der Pro- zess des Lesenlernens begleitet. Klassenstufe 2 - 3 Die Schüler lernen im Klassenverband die Bibliotheksstruktur kennen. Sie sollen in die Finanzierung Lage versetzt werden, selbstständig Lesemate- Die Schulbücherei wird aus Spendengeldern rial nach ihren Fähigkeiten und Interessen zu durch den Förderverein der Limesschule finan- finden. Auch in den Abteilungen „Sachbücher“ ziert. Ein- bis zweimal im Jahr bieten wir Eltern und „fremdsprachige Bücher“ können die die Möglichkeit, der Schulbücherei als Buchpa- Schüler parallel oder ergänzend zum Unterricht ten ausgewählte Bücher zu spenden. Auch Lesematerial finden. Die Bücherei wird nun auch Spenden gut erhaltener Bücher oder Geldspen- zur Informationsquelle. den werden von uns gerne angenommen. 23
  • 24. Projekte Das Bücherei-Schuljahr in unserer Schule AUGUST APRIL Einschulungstag: Die Bücherei präsentiert sich Bücherfrühling: Buchausstellung am Wochen- den Erstklässler-Eltern mit einem „Buchpaten- ende in Zusammenarbeit mit einer Buchhand- stand“, an dem der Bücherei (evtl. mit Widmung lung. Es gibt die Möglichkeit, Bücher zu kaufen. versehene) neue Bücher gespendet werden Ein Teil des Umsatzes erhält die Bücherei für können (hauptsächlich Sach- und Erstlese- Neuanschaffungen. Vorleseangebote für die bücher) Kinder („Väter lesen vor“), Bücherquiz 2. Schulwoche: Die 1. Klassen und die Vorklasse besuchen die Bücherei im Klassenverband. Wir erklären, wo in der Bücherei was zu finden ist und wie die Ausleihe und Rückgabe funktioniert. Anschließend können die Kinder in Ruhe stöbern und erste Bücher ausleihen. NOVEMBER Vorlesetag: Das Büchereiteam liest den Kindern während zwei Schulstunden aus verschiedenen Büchern vor. Die 4. Klassen lesen Vorschulkin- dern vor. Neu! Adventskalenderlesen: Die Büchereihelfer der 4. Klassen lesen anderen Kindern in der großen Pause täglich aus einem Adventskalen- JUNI derbuch vor (z. B. Sternenschweif, ??? kids, o. ä.) Büchereiführerschein: Interessierte Kinder der 3. Klassen werden nochmals detailliert in die JANUAR Büchereisystematik eingelernt. Sie können dann Spiel- und Stöbertage: Die Schüler aller Klassen in der 4. Klasse als Büchereihelfer arbeiten, d. h.: kommen im Klassenverband in die Bücherei. - bei der Ausleihe helfen (Rückgabedatum 1. Klassen und Vorklasse: „Bücherpuzzle“ mit stempeln und einscannen unter Aufsicht), Wiederholung der Signaturfarben der verschie- - zurückgegebene Bücher ausbuchen und zu- denen Buchkategorien, freies Stöbern rücksortieren in die Regale, 2. - 4. Klasse: „Signaturspiel“, falsch sortierte - Fragen anderer Kinder beantworten Bücher finden, freies Stöbern - Mitarbeit bei der Etikettierung neuer Bücher. 24
  • 25. 25
  • 27. Jeden Tag geöffnet! Die Schulbibliothek ist ein Teil des Lernens mit allen Sinnen Die Schulbibliothek an der Sonnen- der Schulbibliothek. „Das Ende der blumenschule liegt räumlich sehr harten Zeit der Abstinenz wird nun zentral im Schulgebäude, und zen- am 6.11.08 ausgiebig gefeiert – mit tral für die Leseförderung an der verschiedenen Angeboten rund um Schule ist die Bibliothek. das Buch, wie zum Beispiel einer Vor- lesestunde im Keller, dem Erfinden Neben der Ausleihe finden verschie- von Geheimschriften, Buch- und dene Aktivitäten statt: Autorenrätseln, einer Führung durch Vorlesen in der Bücherei für die Vorschulkinder; die neue Bücherei oder einem englischen Buch- Bücherrätsel, die dazu auffordern, ausgewählte projekt.“ (Pressemitteilung 2008) Titel genauer zu betrachten und zu lesen; Bücherkisten für die Leseecke in der Klasse zu- Damit eine Bücherei in der Schule eingebettet sammenstellen – von Kindern mit Beratung der ist in ihre Lesekultur, muss sie zu einem leben- Kolleginnen, die hier arbeiten; Recherche im digen Ort werden. Die Arbeit sollte hier nicht Buch und im Internet; und am Büchertag, der isoliert stattfinden, sondern in den Klassen auf- seit 2008 Tradition geworden ist, liest die ganze gegriffen werden. Bücher ausleihen und sie in Schule: „Lesen bis zum Umfallen“ den ganzen der Klasse oder in der Versammlung zum Vormittag. Hier findet ein vielfältiges Programm Wochenschluss vorstellen – das gehört zu den (s.Übersicht) rund um Bücher statt – auch in Standards an der Schule. „Das Ende der har- ten Zeit der Absti- nenz wird nun am 6.11.08 ausgiebig gefeiert – mit ver- schiedenen Ange- boten rund um das Buch, wie zum Bei- spiel einer Vorlese- stunde im Keller, dem Erfinden von Geheimschriften, Buch- und Auto- renrätseln, einer Führung durch die neue Bücherei oder einem englischen Buchprojekt.“ 27
  • 28. Projekte Lesen bis zum Die Lesekoffer AG Umfallen In der „Lesekoffer AG“ bereiten sich Kinder auf das Vorlesen im Kindergarten vor – das bedeu- Angebote Büchertag tet eine Herausforderung, der sich schon Kinder Five Litte monkeys Frau Limbart ab dem 2.Schuljahr stellen. „Lesen üben“ das geschieht hier wie von selbst. The very hungry Caterpiller Frau Seyfert-Joiner Bilderbuch Pezzettino Frau Levy Hörbücher Frau Tybussek Tierbücher Frau Henckel Beim Geschichtenerzähler Herr Claussen Mitmachbuch Frau Hüber Comics Frau Becker Vorlesen – Ausbildung zum Vorleser/zur Vorleserin Frau Bochenek Wale und Delfine Frau Zellner Witze & Lesespiele Frau Strohl Blauer Hund Frau Schloßhauer Auch in einem besonderen Projekt findet Hörbuch: Das Sams Frau Sinn „Kinder lesen für Kinder“ statt. Leser/innen aus einem 4.Schuljahr stellen ihr persönlich ausge- Bilderbuchkino Herr Schlesinger wähltes Buch Gleichaltrigen vor – ein besonde- Guck mal wie ein Brot Frau Franzke res Projekt mit einer Klasse der Nachbarschule. Schmökerzeit in der Ein Lesekoffer wurde gepackt – ähnlich der Bibliothek Frau Arzt Südtiroler Rucksackbücherei – und im Boller- wagen transportiert. Mit Engagement wurden Comic Frau Klich Lieblingsstellen vorgelesen und über Inhalte Lachen – raten – informiert – das animiert zur Lektüre! Wer Zungenbrecher Frau Eisele könnte für Bücher bessere Werbung machen als Kamishibai Frau Lembcke Gleichaltrige? Vorlesen und malen (Zeraldas Riese) Herr Eilers Bilderbuch „Bei drei auf Frau Schösser den Bäumen“(2.- 4. Kl) (in der Turnhalle) Zuckerpass und Frau Gescher Blutgrätsche (in der Turnhalle) Der Wegstabenverbuchsler Mel Winkler 28
  • 29. Der Leseclub Gespieltes Lesen Besondere Buchprojekte finden außerdem im In dem nächsten Projekt wird die Welt von Leseclub statt. Einmal in der Woche treffen sich Narnia erkundet und die Kinder verschwinden hier Kinder mit einer Lehrerin der Schule, jede Woche für etwa 80 Minuten in der Welt Susanne Becker und zwei engagierten Bücher- hinter dem Wandschrank. Diesmal führt die fans Frau Mahler und Herrn Klump, der von den Lesereise über den Hörbuchgenuss bis hin zum Kindern den von ihm wertgeschätzten und mit Theaterspielen und die geschichtenhungrigen Stolz getragenen Titel „Leseopa“ verliehen be- Kinder schlüpfen mit Masken in die Rollen von kommen hat. Etwa zwanzig Kinder werden auf Faunen, Bibern, Löwen und Fabelwesen. kreative Weise an die Literatur herangeführt. Es wird geschmökert oder vorgelesen, aber auch Erich Kästner hat einmal gesagt: ganz konkrete Projekte rund um die Lieblings- „Wenn ein Kind lesen gelernt hat und gerne liest, bücher der Kinder werden mit vielen handlungs- entdeckt und erobert es eine zweite Welt“, dazu orientierten Aktionen umgesetzt. Zu der wollen wir mit unserer Arbeit in der Schulbiblio- Neuerscheinung des Sams im Glück wurde der thek beitragen. Film mit dem Buch verglichen und eine Wunsch- maschine gebaut, die natürlich solche wichtigen Funktionen hat wie Bonbons ausspucken und Kinderkaffee mit extra viel Milchschaum zu pro- duzieren. Wünsche werden selbstverständlich per Knopfdruck oder besser gesagt durch das Betätigen des Joysticks erfüllt. Die Gestaltung „Bei drei auf den Bäumen“ (Saskia Hula/Ulrike Möltgen) , eine wunderbare Geschichte, in der ein kleines Stinktier den großen Tiger entmach- tet, wird erst vorgelesen und dann: Bei drei auf die Bäume – in der Turnhalle! sollte so herrlich skurril und bunt sein wie das Sams, das die Kinder im Rahmen des Projektes kennen und lieben lernten. 29
  • 30. Franziskanergymnasium, Großkrotzenburg 51.710 sprechen Bände In einem Gebäudetrakt sind die Bibliotheken des Franziskanergymnasiums und -klosters vereinigt 30
  • 31. Projekte Leseherbst Jedes Jahr werden für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 Jugendbuchautor(inn)en zum „Leseherbst in der Schulbibliothek“ eingeladen. Die Autoren lesen aus ihren Büchern vor und sprechen an- schließend mit den Schülern. Bis zur Oberstufe erleben die Schüler fünf Autoren und lernen die unterschiedlichsten Bücher und Schreibstile kennen. Der „Leseherbst“ gehört zum Lesekonzept des Franziskanergymnasiums Kreuzburg, genauso wie die Bibliothekseinführungen aller Schüler in der 10. Jahrgangsstufe mit den Schwerpunkten „Literaturangabe“ und „Zitierweise“. Ein Deutschleistungskurs veranstaltet einen literarischen Abend zu Franz Kafka 31
  • 32. Steinwaldschule, Neukirchen Hier betreuen Fachpersonal und 15 Schüler Vielschichtig im Unterricht - Projektlernen und vernetztes Leseförderkonzept Die Mediathek Erweiterung im Jahr 2011 zeichnet sich der ist ganztägig Raum durch intuitiv erfassbare, unterschiedliche geöffnet, wird Funktionsbereiche aus, die flexible Gestaltungs- qualifiziert betreut und ist in das Ganztagskon- möglichkeiten bieten und mehrere Lerngruppen zept integriert. Sie versteht sich als eine Lern- nebeneinander und doch ungestörter voneinan- werkstatt in der vor allem selbstständiges und der arbeiten lassen. individuelles Lernen gefördert und Informati- Die Arbeit in der Mediathek lebt maßgeblich ons- und Medienkompetenz mit Hilfe klassi- durch die sehr engagierte Mitarbeit von Schüle- scher und neuer Medien trainiert wird. Die hier rInnen! Ein Team von 15 SchülerInnen über- untergebrachte Schulbibliothek ist vielschichtig nimmt gruppenweise die alltäglichen Aufgaben mit Unterricht, Projektlernen und dem Leseför- in der Schulbibliothek und plant, organisiert und derkonzept vernetzt. betreut darüber hinaus unsere zahlreichen Nach einem umfassenden Umbau inklusive Aktivitäten und Projekte. 32
  • 33. Projekte Altpapier-WebQuest Im Rahmen einer Projektwoche anlässlich des 40jährigen Bestehens der IGS Steinwaldschule im September 2012 boten die Bibliothekarinnen ein jahrgangsübergreifendes Projekt an, für das ein WebQuest entwickelt wurde. Es kann unter http://altpapierwebquest.wordpress.com/ genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Fragen zur Papierherstellung und Altpapier- verwertung und ergründeten Zusammenhänge zur Regenwaldabholzung. Sie informierten ein breites Publikum beim Schulfest mit Plakaten über ihre Erkenntnisse und entwickelten Vor- schläge für einen sparsamen Umgang mit Papier in der Steinwaldschule. Der Schwerpunkt der Projektarbeit lag jedoch auf dem praktischen und kreativen Umgang mit Altpapier. Ziel war es, den Wert von Altpapier und Papier allgemein differenziert einschätzen zu können und Zusammenhänge zu Regenwaldvernich- tung, Wirtschaftsinteressen und dem aktiven Umweltschutz zu erkennen. Es entstanden wunderschöne, selbst gefertigte Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus Altpapier. Daneben konnten sich Gäste des Schulfests auch ein Nageldesign mit Altpapier gönnen. Lesepause Alle zwei Wochen veranstalten wir eine Lese- pause in der SchülerInnen eigenverantwortlich Bücher/Sachbücher ihrer Wahl vorstellen und eine kleine Lesekostprobe geben. Die SchülerIn- nen beschäftigen sich selbst vertieft mit ihrer Lektüre, stärken ihr Selbstbewusstsein und motivieren andere zum Lesen. 33
  • 34. Clemens-Brentano-Europaschule, Lollar Lesen geht immer Auf 454m2 warten 22.000 Medien unterschiedlicher Art Durch die Zusammenlegung der Bibliotheken überarbeitet und aktualisiert. Neben einem aus- der Städte Lollar und Staufenberg mit der Schul- gebauten Fremdsprachenbereich bieten wir den bibliothek der Clemens-Brentano-Europaschule Nutzern ein multimedial ausgestattetes Lern- ist 2007 der Grundstein für ein kommunales studio und 16 internetfähige PC-Arbeitsplätze Zentrum für Bildung, Wissen, Freizeit und Kultur mit vernetztem Druck- und Kopiergerät. gelegt worden. Auf 454 qm in neu eingerichte- Medienausleihe, Autorenlesungen, Vorträge, ten hellen Räumlichkeiten erwarten unsere ein bibliothekspädagogisches Programm mit Besucher rund 22.000 Medien unterschiedli- Aktionen für junge Leser sowie ein breites cher Art. Die generationsübergreifende Ange- Spektrum an Lernangeboten für die Sekundar- botspalette wird von unserem haupt- und stufen I und II finden sich zusammen unter ehrenamtlichen Bibliotheksteam kontinuierlich einem Dach. 34
  • 35. Projekte Mittlerweile sind es über zehn engagierte Vorlesen verzaubert ehrenamtliche Vorleser, die über 30 Kinder regelmäßig durch die Welt der Bücher führen. Im Rahmen des Aktionsangebotes für Kinder hat sich das vor 5 Jahren ins Leben gerufene „Vorlesen verzaubert“ zu einem Publikums- magneten entwickelt. Das von nunmehr 12 ehrenamtlichen VorleserInnen getragene Pro- jekt richtet sich an Kinder zwischen 4 und 12 Jahren. Der wöchentliche Termin am Donners- tagnachmittag, bei dem mittlerweile 20-25 Kinder mit Familienangehörigen erscheinen, dient der Vermittlung einer Vorlese- und Lese- kultur in Familien. Generationsübergreifend finden sich hier Jung und Alt zu einem einstün- digen Event zusammen. Herausragend ist in diesem Zusammenhang der soziale und inter- kulturelle Aspekt. Während Kinder unterschied- „Was wollen wir heute lesen?“ licher Alterstufen und Kulturhintergründe von Gespannte Vorlesekinder zwischen drei und elf einzelnen Vorlesern eine binnendifferenzierte Jahren treffen ein. Die großen Jungs und Helmut Sprachförderung erhalten, treffen sich die er- Boucsein beraten sich bereits. wachsenen TeilnehmerInnen parallel zu einem angeregten kommunikativen Austausch. „Vor- lesen verzaubert“ wirkt als Motor für das eigene Lesen der Kinder, für das gegenseitige Vorlesen im familiären Kreis. Ferner wird die auditive Kompetenz der Kinder als integraler Bestandteil einer Sprachentwicklung gestärkt und das aktive Zuhören trainiert – eine Kernkompetenz für das zukünftige Kommunikationsverhalten. „Wer möchte mit mir zusammen ´Den Eisbären Lars“ kennen lernen?" Um Ortrun Grölz und Birgit Kegel scharen sich die Kleinsten. „Liebe Kinder, wir öffnen unsere Bücherschatzkiste für euch! Donnerstags ab 15.00 Uhr wollen wir euch eine Stunde lang Spannendes, Lustiges, Abenteuer- liches, ... vorlesen“. Diese Einladung lockt seit fast fünf Jahren Kinder und ihre (Groß-)Eltern jede Woche in die Die Vorlesestunde ist auch ein Treffpunkt für die Mediothek Lollar/Staufenberg. Mütter. 35
  • 36. Projekte Birgit Kegel und die Lesemäuse haben sich in die Bilderbuchecke zurückgezogen. Kleine Forscher informieren sich zusammen mit Michael Giese in der Kinder-Sachbuchabteilung über Dinosaurier. 36
  • 37. Sare, Mert und Rehan freuen sich zusammen Wer kommt mit auf die Arche Noah? mit Ortrun Grölz über lustige Lektüre. Helmut Boucsein fesselt seine Zuhörer. „Der Schneemann“ begeistert Alt und Jung. Die Kinder werden auch zum Selbst-Lesen Alle Kinder holen sich am Ende der Stunde bei angeregt. Erika Schlögel gibt Alena Tipps für Christel Neumeier einen Stempel in ihr Vorlese- Vorleser. kärtchen. Die Vorlesestunde klingt regelmäßig mit ge- Echte Leseratten wie Kemal, Alena und Habil meinsamen Spielen aus. Ibrahim und Eleysa ler- nehmen sich jede Woche „Lesefutter“ mit nach nen spielerisch von Jochen Maus Verkehrsregeln. Hause. 37
  • 38. Aue-Schule, Dietzenbach Lesemotivation wecken und fördern Vom Lesekoffer bis zum Leseratten-Treff Die Schülerbücherei besteht seit dem Jahre arbeit mit dem Hessischen Literaturforum Mou- 2002 und ist an drei Tagen für die Schüler in den sonturm e.V. erhalten wir jährlich neue Förder- Pausen geöffnet. Die Ausleihe wird von den El- mittel, die die Neuanschaffung von Büchern tern organisiert. Die Schüler sind in die Arbeit ermöglichen. der Bücherei über den Bücherdienst eingebun- Der Büchereiraum wird aber auch von den Klas- den. Sie sind als Helfer in der Bücherei einge- sen für das freie Lesen, zur Recherche oder für setzt, ordnen die Bücher und bringen die die Lesekurse genutzt. Lesekörbe in die Klassen. Außerdem organisiert die Bücherei verschie- Der Buchbestand wächst stetig und beträgt um dene Aktivitäten am Nachmittag. Die Kinder die 1000 Medien. Durch die gute Zusammen- können sich in diese Angebote frei einwählen: 38
  • 39. Projekte Vorleseclub Lesefest - Für den Vorleseclub können sich 40 Kinder an- Welttag des Buches melden. In diesen zwei Stunden bekommen die Kinder ein Buch vor- oder angelesen und danach Jährlich wird der Welttag des Buches mit einem gibt es Stationen rund um den Inhalt des Buches gemeinsamen großen Lesefest begangen. Von (Basteln, Spiele, Internet, Quizfragen etc.). In 8.00 bis 12.00 Uhr dreht sich alles rund um das Thema Lesen. Zum Rahmenprogramm für diesen Tag gehören die Eröffnungsfeier, Aktionen in den Klassen rund um das Lesen, ein Kuchenbuffet, eine Leserallye und das Literaturtheater „La Senty Menti“. der Vergangenheit lag der Schwerpunkt auf bilingualen Vorlesungen. Wir haben dazu viele muttersprachliche Bücher und Vorleser aus der Elternschaft gewinnen können. Für die kleinen Zuhörer war der Klang der fremden bzw. der ei- genen Sprache sehr spannend. Die eigene Sprache als Buchsprache erleben zu können, ist für viele Migrantenkinder neu und In den vergangenen 2 Jahren wurde „Lenchens hat eine positive Wirkung auf das eigene Lese- Geheimnis“ von Michael Ende für die 3. Klassen verhal-ten. Frau Professor Ehlers von der Uni aufgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben Gießen hat unsere Leseprojekte fast zwei Jahre im Vorfeld das Buch im Klassenverband ge- begleitet und wissenschaftlich evaluiert. Leseratten-Treff Eine kleine Gruppe guter Leser aus den 3. und 4. Klassen trifft sich einmal im Monat zu einem Literaturkreis. Die Kinder bringen ihre eigenen Bücher mit, lesen daraus und stellen sich gegen- seitig ihre Bücher vor. meinsam gelesen und bearbeitet. Die Kinder der 1. und 2. Klassen dürfen sich ihre Bücher aussuchen. Die 3. und 4. Klassen können sich in 12 verschiedene Buch-Angebote ein- wählen. Als Vorleser fungieren Lehrer, Kinder aus dem Vorleseworkshop der Klassen 4/5 und Eltern. 39
  • 40. Projekte Vorlese-Workshop Selbstbestimmtes Im Rahmen eines ganztägigen Workshops am Lesen Wochenende werden sehr gute Leser aus den Um den an unserer Schule großen Unterschie- 4. und 5. Klassen (ehemalige Schüler der Aue- den gerecht zu werden, ist das selbstbestimmte Schule) von einer professionellen Schauspielerin Lesen ein Schwerpunkt des Leseunterrichts. zu Vorlesern ausgebildet („Lese-Scouts“). Die Jeder Schüler soll nach eigenem Lesetempo, Kinder werden in Gestik, Mimik und Betonung eigenem Leseinteresse und der eigenen Lese- beim Lesen geschult und können dies am Lese- schwierigkeitsstufe lesen dürfen. Die Lesesozia- fest einbringen. lisation im Vorschulalter spielt jedoch eine große Rolle für das spätere Leseinteresse der Kinder. Viele Kinder lesen nicht, weil sie nicht richtig lesen können. Sie können nicht richtig lesen, weil sie nicht lesen. vgl. Richard Bamberger, Erfolgreiche Leseerziehung, Theorie und Praxis, Domino Verlag München 2000 Folgende Aktivitäten unterstützen und fördern das selbstbestimmte Lesen: • Das klasseneigene Bücherangebot ermöglicht, dass mehrere Kinder dieselben Bücher nach- einander lesen können. Die Schüler empfehlen Bücher weiter und unterhalten sich darüber. • Das Gänsefüßchenangebot des Este-Verlages ermöglicht auch Kindern mit geringem Budget (Taschengeld) eigene Bücher zu erwerben und diese zu lesen. Selbstausgesuchte Bücher haben eine hohe Lesemotivation. • Im Aufbau begriffen ist die Teilnahme aller Schüler am Leseförderprogramm Antolin (www.antolin.de). Der Internetzugang ist so- wohl in der Schule als auch von zu Hause aus möglich. Dort können die Kinder selbstständig zu gelesenen Büchern Fragen beantworten. Leseprojekte im Deutschunterricht Um vielfältige Angebote für den Unterricht zu bieten, werden immer wieder neue Medien an- geschafft (z.B. Lernsoftware, Ganzschriften mit passenden Literatur-karteien und Lesetagebü- chern). Die Literaturprojekte schließen oft meh- rere Unterrichtsfächer mit ein und ermöglichen den ganzheitlichen Umgang mit Literatur. Im Zeitungsprojekt lernen die Kinder das Lesen des Erwachsenenalltags kennen. Die Tageszei- tungen werden vom Verlag kostenlos zur Verfü- gung gestellt. 40
  • 41. Lesekoffer Diese Aktion findet einmal im Jahr statt. Die jahrgangsbezogenen Bücherkoffer durchlaufen alle 17 Klassen. In den Koffern befindet sich ein breites Angebot an Kinderbüchern aus der Schülerbücherei mit unterschiedlichen Lese- niveaus. Tägliche freie Lesezeiten und Ausleihe ermögli- chen den Kindern viele Bücher zu lesen und sich über Gelesenes auszutauschen. Lesestelen im Zusammenarbeit mit Schulhof der Seniorenhilfe Unser jüngstes Projekt sind die 10 Lesestelen auf Seit vielen Jahren besteht eine gute Kooperation unserem Schulhof, die anlässlich des Lesefestes mit der Seniorenhilfe unter dem Motto „Alt hilft am 21.6.2007 eingeweiht wurden. Die Schüle- Jung“. Wöchentlich werden unsere Kinder der rinnen und Schüler bekamen darin Anweisun- Klassen 2 und 3 in kleinen Lesegruppen von gen zu einem Bewegungsparcour. In Zukunft mehreren Seniorinnen gefördert. sollen wechselnde Lese-Ausstellungen präsen- tiert werden: Witze, Berichte von den Klassen- fahrten, Autoren-Vorstellungen, selbsterdachte Texte, Lese-Fitness-Parcours, usw. 41
  • 42. Was ? will die 42
  • 43. In der Bundesrepublik Deutschland gilt eine thek oder Wissenszentrum zugeordnet sind Grundsatzentscheidung aus der Nachkriegszeit, • Ein „Arbeitskreis Schulbibliothek“ wird beim dass Schulbibliotheken eine freiwillige Aufgabe Kultusministerium als Steuerungsgruppe ein- der Schulträger, der Städte und Landkreise, gerichtet, zu der Vertreter/-innen aus Schulbi- sind und nicht in die Zuständigkeit der Kultus- bliothek, Schule, Schulaufsicht und Städte- ministerien fallen, wie das im Rest der Welt die bzw. Landkreistag gehören Regel ist. Schulträger und Land müssen Verantwortung Was will die LAG, um das hessische Schulbi- übernehmen. Nicht zuletzt geht es um Chan- bliothekswesen nachhaltig voranzubringen? cengerechtigkeit für alle hessischen Schüler/- Die Schulbibliothek ist eine pädagogische Ein- innen, unabhängig davon, wo sie wohnen und richtung. Sie ist Teil von Schule und Unterricht. welchen sozialen Status ihre Eltern haben. Zu Ihre Einbettung in die Schule bedeutet konkret: einer modernen Bildungspolitik gehört die För- • Sie muss im Schulprogramm stehen: Stich- derung multimedialer und multifunktionaler worte sind Lesekonzept, Medienpädagogik, Schulbibliotheken: Informationskompetenz • Konkretisierung und verbindliche Festlegun- • Sie muss Mittel aus dem Schulhaushalt erhal- gen im Hessischen Schulgesetz ten. Land und Kommunen müssen sich auf • Richtlinienkompetenz des Kultusministeriums eine Mischfinanzierung einigen und Mittel in • Haushaltsmittel bei den Schulträgern und im die Haushalte einstellen Landeshaushalt, Mischfinanzierung wie bei • Die Schulleitungen müssen auch für die Schul- EDV, Schulbau und Ganztagsschulen bibliothek zuständig und verantwortlich wer- • Schulbibliothekarischer Support in den Kreis- den – nicht die öffentlichen Bibliotheken. (Mit medienzentren oder schulbibliothekarischen denen sollen die Schulbibliotheken weiterhin Arbeitsstellen öffentlicher Bibliotheken oder zusammenarbeiten. Das Wichtigste am Schul- eine Zentrale für Schulbibliotheken im Lan- bibliothekswesen ist aber nicht die Zusam- desschulamt, Zuschüsse des Landes für die bi- menarbeit von öffentlichen Bibliotheken und bliotheksfachlichen Personalstellen in diesen Schulen) Einrichtungen • Ein Schulbibliotheksvertreter muss an schuli- • Finanzielle Zuweisungen des Landes für schen Konferenzen teilnehmen können. Schulen mit zertifizierter (positiv evaluierter) • Die Schulbibliothek muss den Status eines Bibliothek Fachbereichs erhalten. Das verbessert die Mit- • Anrechnung der Arbeit in Schulbibliothe- wirkung an innerschulischen Entscheidungen, ken/Mediotheken/Informationszentren bei nicht zuletzt den Schulhaushalt betreffend. der Lehrer- bzw. Personalzuweisung Eine Schulbibliothek, die konsequent von der Die hessischen Schulbibliotheken „von unten“, Schule aus gedacht wird, muss auch in der ehren- und nebenamtlich geleitet, von Spenden Schulaufsicht vertreten sein: abhängig, vom Selbsthilfeverein LAG Schulbi- • Im Referenzrahmen für Schulqualität bliotheken unterstützt, sind eine Erfolgsge- • Evaluiert von der Schulinspektion – wie alles schichte. Das ist aber kein Grund, sich damit andere in der Schule – zufrieden zu geben. • Im Landesschulamt und im Ministerium muss es Ansprechpartner mit Zuständigkeiten geben • Fortbildungsangebote für Lehrer/-innen, Schul- bibliothekar/-innen und ehrenamtlich Tätige müssen fortgesetzt und verstärkt werden • Ein Weiterbildungsangebot für Leiter/-innen von Schulbibliotheken muss eingerichtet und verpflichtend für Personen werden, die sich auf eine Beförderungsstelle bewerben, der Aufga- ben aus dem Bereich Schulbibliothek, Medio- 43
  • 44. Was es schon gibt Wozu Arbeitsgemeinschaft? Die LAG ist ein gemeinnütziger Verein, zu dem • Kommunikation sich Lehrerinnen, Lehrer, Eltern, Bibliothekarin- nen, Bibliothekare und Schulen mit Bibliothek / • Lobby Mediothek zusammengeschlossen haben. Ihr • Support Ziel ist die Stärkung und Weiterentwicklung der Schulbibliotheken. Sie setzt sich insbesondere für das Schulbibliothekswesen und die Leseför- derung in Hessen ein, führt Projekte durch und unterstützt die Mitglieder mit Information und Beratung. Projektbüro Schulbibliotheken Das Projektbüro Schulbibliotheken als nachge- • Konzeptberatung ordnete Institution des Kultusministeriums hat landesweite und konzeptionelle Aufgaben und • Leseförderung bietet für Schulleitungen, Fachkonferenzen und • Medienerziehung Vorbereitungsteams Beratung und Fortbildung an zu den Themen Aufbau und Organisation • Bibliothekspädagogik von Schulbibliotheken, Leseförderung, Medien- erziehung und Bibliothekspädagogik. Planung einer Schulbibliothek In Kooperation mit dem „Projektbüro Schul- bibliotheken“ des Hessischen Kultusministeri- ums zur räumlichen, organisatorischen und gestalterischen Planung einer Schulbibliothek. 44
  • 45. Landeslizenz für Software Nach dem Auswahlverfahren durch eine Arbeitsgruppe kaufte das Hessische Kultusmi- nisterium auf Vorschlag der LAG eine Landesli- zenz für die österreichische Bibliothekssoftware LITTERA. Sie wird in mehr als der Hälfte aller Schulen verwendet. Servicestelle für EDV in Schulbibliotheken • Installation Die Servicestelle, ebenfalls eine nachgeordnete • Schulung Einrichtung des Kultusministeriums, unterstützt die Schulen bzw. Schulbibliotheken beim Einsatz • Update und der Handhabung der hessischen Schulbi- bliothekssoftware LITTERAWindows. Weiterbildung zum Bibliothekslehrer Bisher nur ein Vorschlag: 4 Wochenlehrgänge in zwei Jahren, dazwischen e-Learning 4 Projektarbeiten Abschlusskolloquium/Diplom www.schulbibliotheken.de Die Homepage entstand 1997, als erste ihrer Art in Deutschland. Zur Webseite gehören u. a. Verbandsinforma- tionen, ein Newsletter, die digitalen Versionen der Broschüren sowie Lesetipps – in Zusam- menarbeit mit der AG Jugendliteratur und Medien in der GEW. 45
  • 46. Fortbildung • Leseförderung Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina- • Medienerziehung ren und Workshops. Im Jahr 2013 findet der 22. Schulbibliothekstag • Unterricht aller Fächer statt. • Arbeitstechniken • Neue Medien • Bibliotheksorganisation Hessischer Schulbibliothekstag Ein Fortbildungskongress mit über 30 Semina- ren und Workshops. Bisher fanden 21 statt. Wettbewerbe • Preis für originelle schulische Leseförderung 1996 - 2007 • „Schulbibliothek des Jahres“, 2009 und 2011 • Schulbibliotheksteam/Schulbibliothekarin des Jahres ab 2013 Lesetipps • Weihnachtswunschzettel aus der Friedrich- Ebert-Schule, Schwalbach a. Ts. • Sommer-Lesetipps aus der Gesamtschule am Rosenberg, Hofheim a. Ts. • Grundschullesetipps der AJuM der GEW 46
  • 47. Die Bibliothek in der Kiste Handapparate mit annotierter Bücherliste und didaktischer Handreichung zu 30 Themen für alle Schulstufen. In 100 Kisten an drei Standor- ten ausleihbar. Erreicht wurden ca. 50.000 Schülerinnen und Schüler. Die Bücherlisten wur- den bis zu 8.000mal im Internet aufgerufen. Das Projekt wurde nach zwanzigjähriger Lauf- zeit 2012 beendet. Die Bücherkisten wurden an Schulbibliotheken gegeben. Webquest Für das Lernen in und mit der Schulbibliothek favorisiert die LAG das Webquest® als didakti- sche Struktur, in deren Rahmen entdeckungs- orientierte Schüleraktivitäten mit dem Internet (und anderen Medien) geplant werden können. Lesereise für Mitgliedsschulen So wie einige Jahre zuvor unterstützt die LAG 2013 wieder Autorenlesungen nach Schulform mit einem Zuschuss. – Die Berichte, die im An- schluss an die Lesungen auf der LAG-Home- page eingestellt werden, erlauben ggf. Anregungen und Tipps für andere Schulen. Schulbibliotheks-Weblog Die älteste Forderung von Schulbibliotheken ist bei dem Schulreformer Johann Bernhard Base- dow (1724 – 1790) zu finden. Daher der Name dieses Weblogs. Er enthält Informationen und Meinungen rund um Schulbibliotheken und Schule. Aus Lehrersicht. 47
  • 48. Weitere Publikationen Die bisher elf Broschüren wurden von LAG-Mit- öffentlicht. Die Grundlage waren Fotoaus- gliedern geschrieben, zum kleineren Teil auch stellungen, die die Bibliothekarin und spä- angekauft, z. B. in Wien vom österreichischen tere Verlegerin Lioba Betten organisiert Ministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, in hatte. Bozen vom Pädagogischen Institut Südtirol. Die Publikationen werden an die Mitglieder Außerdem hat die LAG zwei Kalender mit gegeben. Eigenpublikationen sind auch auf originellen Fotos zu Lesen und Bibliotheken ver- der Homepage downloadbar. Mit diesem „Kongressbericht“ zum Hessischen Ziel der Handreichung ist es, die Nutzung der Schulbibliothekstag 2009 gibt die LAG einen Schulbibliothek für den Unterricht in allen Fä- Überblick geben über das reichhaltige Angebot chern zu erleichtern und effektiver zu machen, an innovativen und grundlegenden Workshops. damit Lehrerinnen oder Lehrer mit Ihren Schü- Für diejenigen, die am Kongress nicht teilneh- lerinnen und Schülern den umfangreichen Be- men konnten oder aufgrund der stand an Sachbüchern, Nachschlagewerken, Vielzahl der Workshops auswählen mussten, Primär- und Sekundärliteratur gezielt erschlie- liegt mit dieser Broschüre ein – wenn auch kom- ßen und optimal einsetzen können. Kernstück primierter – Bericht vor, der die inhaltlichen der Handreichung ist eine detaillierte Recher- Schwerpunkte aufzeigt und den thematischen cheanleitung für die hessische Schulbibliotheks- Rahmen absteckt – auch für künftige Schulbi- software LITTERA, in der der gesamte Bestand bliothekstage. der Schulbibliothek erfasst und somit auch auf- findbar ist. 48
  • 49. Das Schulbibliotheks-Wiki Das Schulbibliotheks-Wiki ist ein digitales Lexikon zum Thema Schulbibliotheken, mit über 100 Stichworten und zahlreichen Links, fortlau- fend seit 2009: http://schulbibliothek.wikispaces.com Lust? Last Luxus? Schulbibliotheken in Hessen, hrsg. von Hess. Institut für Pädagogik und der LAG Schulbibliotheken, Wiesbaden 2000, mit einer CD-ROM. Die Broschüre ist der Vorläufer des vorliegenden LAG-Reports. Sie enthält Ratschläge zum Auf- bau einer Schulbibliothek und beschreibt die vom Hessischen Kultusministerium geförderten Einrichtungen und Projekte. In einem weiteren Kapitel wird am Beispiel der Bereiche Unterricht, Lese- und Medienerziehung, insbes. Internet, das Potential der Schulbibliotheken aufgezeigt. 1998 und 1999 Kalender mit Fotos lesender Kin- der aus der ganzen Welt, in Zusammenarbeit mit Lioba Betten 49
  • 50. Was tut die LAG? Aus der Arbeit des Vorstands „Der LAG-Report“ – so der Titel der litischen Sprechern der im Landtag vertretenen vorliegenden Broschüre – berichtet Parteien die Position der LAG dargelegt. über die Projekte und die Arbeit der LAG, hier mit dem Schwerpunkt des Bereits traditionell und seit Jahren regelmäßig – von der LAG initiierten Preises „Die meist von den Mitgliedern schon sehnlichst er- Schulbibliothek des Jahres“, der in wartet – veröffentlicht die LAG ihre Lesetippli- Fortführung des Leseförderpreises sten, akribisch zusammengestellt vom „Das Hessische Bücherschränk- Lese-Tipp-Team der Gesamtschule Am Rosen- chen“ in den Jahren 2009 und 2011 berg in Hofheim für den „LAG-Sommer- verliehen wurde. Für die Auszeich- Lesetipp“ und den „Weihnachtswunschzettel“ nung sind Aspekte der pädagogischen Arbeit des Bibliotheksteams der Friedrich-Ebert-Schule und der Integration der Bibliothek in die Schule, in Schwalbach am Taunus. kreative Ideen bei der Organisation der Leseför- Auf die vielfachen Wünsche der Mitglieder rea- derung oder die Vermittlung von Medien- und gierend gibt es seit Januar – und künftig zwei Recherchekompetenz ausschlaggebend. Mal im Jahr – eine Empfehlungsliste für die Grundschulen, die ebenso wie die beiden ande- Auch in 2013 soll es wieder Aufgabe der LAG ren Listen auf der Homepage der LAG zum sein, zu zeigen, wie wichtig Schulbibliotheken Download bereitstehen. Diese Liste ist exklusiv sind und welchen großartigen Beitrag sie zum für die LAG aus der Kinder- und Jugendbuch- Schulleben und zur Schulqualität leisten. – Der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft Jugendli- neue Preis bzw. Wettbewerb „Schulbibliothe- teratur und Medien der GEW (AJuM) kar/-in und Schulbibliotheksteam des Jahres“ zusammengestellt. verdeutlicht nicht nur das Potential einer Schul- bibliothek, sondern will auch die Verantwortung So wie diese gibt die LAG in unregelmäßigen der Schulleitung für die Schulbibliothek in den Abständen Publikationen und Broschüren her- Fokus stellen – und wird auf dem 21. Hessischen aus, die von den Mitgliedern kostenlos angefor- Schulbibliothekstag vorgestellt werden. dert werden können. Ergänzend gibt es seit diesem Jahr den LAG-Newsletter „hids news“ – Die Preise und Wettbewerbe wirken natürlich bereits in der zweiten Ausgabe – als Fortfüh- nach außen und sind neben den Schulbiblio- rung des „Hessischen Informationsdienstes für thekstagen die „Highlights“ in der öffentlichen Schulbibliotheken“; er dient in erster Linie der Wahrnehmung der LAG. – Weniger spektaku- Kommunikation zu den Mitgliedern und Mit- lär, aber nicht minder effektiv und arbeitsinten- gliedsschulen, ist aber auch für alle Schulbiblio- siv stellt sich die „alltägliche“ Arbeit des theksinteressierte offen. Vorstands dar mit den Präsenzen auf den Buch- messen in Frankfurt und Leipzig, den Koopera- Last but not least – hat die Homepage der LAG tionsgesprächen mit der Fa. LITTERA GmbH, im Schulbibliotheken ein neues Gesicht mit Seiten Kultusministerium und im Ministerium für Wis- zu Weiterbildung, Service, Tipps und Links. – senschaft und Kunst und als Fortbildner nicht Auch das Mitglied-werden ist ganz einfach, der nur regional, sondern auch bundesweit und in- entsprechende Antrag steht auf der Startseite ternational. bereit. Die LAG versteht sich als Lobby für die Stärkung Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und mögen und Weiterentwicklung der hessischen Schulbi- Sie ebenso viele Anregungen gewinnen für Ihre bliotheken. Sie setzt sich daher insbesondere für Arbeit in der Bibliothek Ihrer Schule! – Und na- das Schulbibliothekswesen und die Leseförde- türlich freuen wir uns über Kontakte und Rück- rung ein. Aktuell wurde Kontakt aufgenommen meldungen. zum Hessischen Städte- und Landkreistag und in Informationsgesprächen mit den bildungspo- Günther Brée Vorsitzender 50
  • 51. IMPRESSUM Herausgeber: © Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V., Februar Redaktion: 2013 Günter K. Schlamp, gs@schulbibliotheken.de / Günther Brée, gb@schulbibliotheken.de Fotografien: S. Titel, 3, 6, 24, 25: shutterstock S. 42: fotolia Konzeption und Gestaltung: PeakADVERTISE, Kruse International GmbH, www.peakadvertise.com Druck: 51