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Regierungserklärung zum Europäischen Rat
NR. 06| 20.03.2015 |
Liebe Leserinnen und Leser,
am Montag vor einem Jahr fand auf der ukrai-
nischen Halbinsel Krim ein international nicht
anerkanntes Referendum statt, das Russland
als Vorwand für die innerhalb einer Woche
vollzogene völkerrechtswidrige Annexion der
Krim benutzte. Damit hat Russland die euro-
päische Friedensordnung insgesamt in Frage
gestellt. Wir dürfen dies nicht vergessen, auch
wenn inzwischen der Krieg in der Ostukraine
mit Tausenden Toten die Schlagzeilen bestimmt.
Unsere Kanzlerin hat sich von Anfang an für
eine friedliche Lösung in der Ukraine eingesetzt
und im Februar dieses Jahres zusammen mit
Frankreichs Staatspräsident Hollande den Ab-
schluss des sogenannten Minsk-II-Abkommens
erreicht. Die darin vereinbarte Waffenruhe wird
überwiegend eingehalten, der Rückzug schwerer
Waffen hat begonnen. Für die Menschen in der
Ostukraine bleibt zu hoffen, dass die Verein-
barungen nunmehr vollständig umgesetzt und
weitere Opfer vermieden werden. Kanzlerin
Merkel gebührt für ihren unermüdlichen Einsatz
für den Frieden in Europa hohe Anerkennung
und aufrichtiger Dank.
In dieser Woche jährt sich aber nicht nur die
Annexion der Krim, sondern wir erinnern
auch an einen glücklichen Jahrestag der
deutschen Geschichte: Vor genau 25 Jahren,
am 18. März 1990, fand die erste und einzige
freie Volkskammerwahl statt. Die Menschen
in der ehemaligen DDR haben diese Wahl mit
einer historischen Wahlbeteiligung von über
93 Prozent zu einer wahren Volksabstimmung
gemacht. Mit ihrer Entscheidung für die Allianz
für Deutschland haben sie zugleich den Weg zu
einer schnellen Wiedervereinigung frei gemacht.
In einem knappen halben Jahr wurden alle
rechtlichen Voraussetzungen für die Einheit in
Freiheit geschaffen, eine unglaubliche Leistung
und ein bleibendes Vermächtnis für die Demo-
kratie in Deutschland.
Vertrauen und Verlässlichkeit
„Regeln sind dazu da, sie einzuhalten“, sagte Gerda Hasselfeldt
am Donnerstag vor dem Deutschen Bundestag. Dies gelte aktu-
ell in besonderer Weise für Griechenland, so die Vorsitzende der
CSU-Landesgruppe im Anschluss an die Regierungserklärung zum
Europäischen Rat in Brüssel. Verlässlichkeit und Vertrauen sind
feste Prinzipien, die die Stärke Europas ausmachen.
In jedem euro­päischen Land ist
erstmals seit der Finanzkrise wie­
der Wachstum zu verzeichnen.
Die Arbeitslosigkeit in Spanien
und Portugal sinkt. „All das be­
stätigt, dass der Kurs, den wir in
den letzten Jahren auch hier im
Bundestag immer wieder verfolgt
haben, der Kurs, der in Europa
gegolten hat – nämlich Solidarität
und Solidität – der richtige war
und dass wir diesen Kurs fortset­
zen müssen“, sagte Hasselfeldt
im Plenum.
Bundeskanzlerin
D r . A n g e l a
Merkel machte
zuvor in ihrer Re­
gierungserklärung
deutlich, dass der Weg Griechen­
lands aus der Krise ein „Kraftakt“
bleibe. Dieser könne jedoch nur
mit einem Dreiklang aus soliden
öffentlichen Finanzen, Struktur­
reformen und Investitionstätigkeit
gelingen, ergänzte Hasselfeldt. Ein
solider Haushalt sei der Schlüs­
sel für das Vertrauen in die Fi­
nanzmärkte, Strukturreformen
sicherten die Wettbewerbsfähig­
keit und Inves­titionen führten zu
Foto: picture aliance/dpa
Wachstum und Beschäftigung.
„Nun kann zwar ein europäischer
Rahmen gesetzt werden, aber
die Hauptverantwortung liegt –
meines Erachtens aus guten Grün­
den – bei den Nationalstaaten“,
so Hasselfeldt weiter. Doch dazu
müssten die Vereinbarungen auch
eingehalten werden. Solidarität
gebe es nur gegen Solidität. Gerda
Hasselfeldt: „Nur so behalten wir
Glaubwürdigkeit und Verlässlich­
keit in ganz Europa.“
Am Donnerstag­
abend traf Kanz­
lerin Merkel den
griechischen Mi­
nisterpräsidenten
Alexis Tsipras in
Brüssel. Im kleinen Kreis disku­
tierten die Verantwortlichen über
die aktuelle Situation. Griechen­
land verpflichtete sich dabei,
schnell eine vollständige Liste mit
Reformvorschlägen vorzulegen.
Grundsätzlich bleibe dabei die
Vereinbarung der Eurogruppe vom
20. Februar 2015 die Basis. Geld
könne nur ausgezahlt werden,
wenn vorher auch die Reformplä­
ne eingehalten werden.
Solidität,
Strukturreformen,
Investitionen
Hansjörg Durz MdB
20.03.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 2
nenminister Dr. Thomas de Maizière
fassungslos. „Wer so handelt, miss­
braucht unsere Freiheitsrechte“, so
der Minister im Deutschen Bundes­
tag. Die Ausschreitungen seien nicht
aus einer Laune heraus entstanden,
sondern „sie waren von langer Hand
geplant“, ergänzte Stephan Mayer
(CSU), innenpolitischer Sprecher
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Er lobte in seiner Rede die Bundes­
regierung, die die Ausstattung der
Sicherheitskräfte verbessern möchte.
Jeder Polizist, der in Frankfurt dabei
war, „stand auch für uns“, so Mayer.
Deshalb müsse man auf eine derartige
Verrohung der Gewalt mit der gesamt­
en Härte des Rechtsstaates antworten.
D i e s e W o c h e
Regierungserklärung zum Europäischen Rat
Vertrauen und Verlässlichkeit	 1
Ausschreitungen zur EZB-Eröffnung
in Frankfurt
Ein Missbrauch der Freiheitsrechte	 2
Die Landesgruppe pflegt enge Kontakte zur
Schweiz
CSU-Bundestagsabgeordnete beim
Gespräch in der Schweizer Botschaft	 2
Vor 25 Jahren: Erste freie Wahl zur
Volkskammer der DDR
„Ein beispielloser Akt der
Selbstbefreiung“	3
Der Weg zur Deutschen Einheit
Von der freien Wahl zur deutschen
Wiedervereinigung	3
Etappensieg
Auf dem Weg zur Fachkräftesicherung	 4
Ausgehackt
Für mehr IT-Sicherheit	 4
Vorsorgeförderung
Zum Wohle der Gesundheit	 4
IMPRESSUM:
Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche
Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder.
Foto Editorial:
Verantwortliche Redakteurin: Linda Dietze
11011 Berlin · Platz der Republik 1
Telefon:	 (030) 227	 -	70212
e-mail:	bab@cducsu.de
internet:	www.csu-landesgruppe.de
Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­-
lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden.
Ausschreitungen zur EZB-Eröffnung in Frankfurt
Ein Missbrauch der Freiheitsrechte
Die Bilanz erschüttert: Mehr als 150 Einsatzkräfte wurden verletzt, zum Teil schwer. Es kam zu massiven An-
griffen auf die Polizei, Autos wurden in Brand gesetzt, Steine flogen. Während der Eröffnung des Neubaus der
Europäischen Zentralbank (EZB) sorgten linksextreme Demonstranten in Frankfurt für ein Bild der Verwüstung.
Die Anhänger der kapitalismus­
kritischen Bewegung „Blockupy“
verurteilen die Finanzpolitik der
Euro­päischen Union, doch durch
die massiven Ausschreitungen am
Mittwoch erschüttern sie den Rechts­
staat in seinen Grundfesten. Denn die
linksextremen Krawalle bei den Pro­
testen machen nicht nur Bundesin­
Foto: picture alliance/geisler fotopress
Linksextremistische Gewalttaten
Quelle: nach Angaben des Bundesministeriums des Innern
876
1.110
+ 26,7 %
	 2012	2013	
Die Landesgruppe pflegt enge Kontakte zur Schweiz
CSU-Bundestagsabgeordnete beim
Gespräch in der Schweizer Botschaft
Um aktuelle Fragen der Asyl- und Ein­
wanderungspolitik und die wirtschaft­
liche Lage in der Schweiz und den
Grenzregionen aufgrund der Aufwer­
tung des Franken ging es bei einem
Gespräch in der Schweizerischen
Botschaft. Zahlreiche Abgeordnete
der CSU-Landesgruppe um die Lan­
desgruppenvorsitzende Gerda Has­
selfeldt und den Parlamentarischen
Geschäftsführer Max Straubinger
waren in dieser Woche auf Einladung
von Botschafter Tim Guldimann in
das Schweizer Botschaftsgebäude
gekommen. An dem Gespräch nahm
auch Bundesrat Alain Berset teil, der
als Vorsteher des Eidgenössischen
Departements des Innern dem deut­
schen Bundesinnenminister vergleich­
bar ist.
Auf großes Interesse der bayerischen
Bundestagsabgeordneten stießen
auch verschiedene Fragen zur Ver­
kehrspolitik und dem Rentensystem
in der Schweiz. Die Schweiz stellt für
Deutschland seit jeher einen wichtigen
Partner dar. Nicht nur aufgrund der
räumlichen und kulturellen Nähe steht
die Schweiz in einem besonders en­
gen Verhältnis zu Bayern. Dies wurde
beim Gespräch der Abgeordneten der
CSU-Landesgruppe mit dem Schwei­
zer Botschafter in Deutschland in
dieser Woche einmal mehr deutlich.
Foto: CSU-Landesgruppe
Brief aus Berlin
Marcus Mark
20.03.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 3
Vor 25 Jahren: Erste freie Wahl zur Volkskammer der DDR
„Ein beispielloser Akt der Selbstbefreiung“
Es war der Tag der Demokratie in der DDR. Der Augenblick, an dem die Freiheit spürbar wurde – und das durch
ein einziges Kreuz. Am 18. März 1990 fanden in der DDR die ersten freien Wahlen statt: „ein beispielloser Akt
der Selbstbefreiung“, so Gerda Hasselfeldt, Vorsitzende der CSU-Landesgruppe. Am Mittwoch erinnerte der
Deutsche Bundestag an diesen historischen Moment, der den Weg zur deutschen Einheit ebnete.
Der 18. März 1990 war der Wen­
depunkt. Erstmals war die Stimme
der Bürger in der DDR etwas wert.
40 Jahre gab es zuvor keine ge­
heimen Wahlen, keine unabhängigen
Kandidaten, keine demokratischen
Prinzipien. Die SED-Regierung nahm
ihren Bürgern ihre demokratische
Freiheit, inhaftierte Andersdenkende,
erschoss die Menschen, die das Land
verlassen wollten.
Mit dem 18. März 1990 war die vier­
zigjährige SED-Herrschaft Geschich­
te. Die Allianz für Deutschland ging
als klarer Sieger aus den Wahlen zur
zehnten Volkskammer hervor. 48,1
Prozent stimmten für das Bündnis
aus CDU, DSU und DA. Die ersten
freien Wahlen seien die Errungen­
schaft der Bürger der DDR gewesen,
so Hasselfeldt weiter, der Menschen
auf den Straßen von Leipzig, Dresden
oder andernorts. „Die Menschen in
der DDR wollten nicht die DDR refor­
mieren, sie wollten sie überwinden“,
erklärte Hasselfeldt. Und sie wollten
die Einheit – so schnell wie möglich.
Der Weg zur Deutschen Einheit
So arbeitete die erste freigewählte
Volkskammer fortan mit Hochdruck
an der deutschen Wiedervereinigung.
„Wir haben die Freiheit gewonnen,
mit ihr wuchs die Verantwortung“,
meinte Dr. Sabine Bergmann-Pohl,
damalige Präsidentin der Volkskam­
mer bei einer Podiumsveranstaltung
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In
wenigen Monaten verabschiedeten
die Abgeordneten mehr als 160 Ge­
setze und drei große Staatsverträge.
Heute scheinen die Ereignisse von
damals alternativlos, so Hasselfeldt.
Doch das waren sie keineswegs.
Zur historischen Wahrheit gehöre
eben auch: „Es waren die Allianz für
Deutschland, der Zusammenschluss
der CDU-Ost, der DSU und des De­
mokratischen Aufbruchs, im Osten
und die Union im Westen, die sich
am klarsten für eine rasche Wieder­
vereinigung ausgesprochen haben.
Das dürfen wir nicht vergessen.“
Von der freien Wahl zur deutschen Wiedervereinigung
Deutsche Einheit
Erste freie und
demokratische
Wahl zur Volks-
kammer
12. April
Vereidigung der Re-
gierung: Lothar de
Maizière (CDU) wird
erster demokratisch
gewählter Minister-
präsident der DDR.
17. Juni
Am Jahrestag des Volksauf-
standes von 1953 ändert die
DDR ihre Verfassung. Freiheit-
lich-demokratische Prinzipien
werden darin festgeschrieben.
23. August
Die Volkskammer
stimmt für den
Beitritt der DDR zum
Geltungsbereich
des Grundgesetzes
der Bundesrepublik
Deutschland.
12. September
In Moskau wird der
Zwei-plus-Vier-Vertrag
unterzeichnet. Er
ebnete außenpolitisch
den Weg zur deutschen
Einheit.
5. April
18 Tage nach
der Wahl kon-
stituiert sich die
Volkskammer
der DDR.
17. Mai
Neue Kommunalverfas-
sung: Das „Gesetz zur
Selbstverwaltung der Ge-
meinden und Landkreise“
wird verabschiedet. Am
22. Juli folgt das Gesetz
zur Ländereinführung.
Dies teilt das Gebiet in
fünf Bundesländer auf.
1. Juli
Währungs-, Wirtschafts-
und Sozialunion zwischen
der BRD und der DDR tritt
in Kraft. Verhandlungs-
führer für die BRD war
Bundesfinanzminister
Theo Waigel (CSU).
31. August
In Berlin wird der Eini-
gungsvertrag unterzeich-
net. Am 20. September
wird der Vertrag mit der
erforderlichen Zwei-
drittelmehrheit von der
Volkskammer und vom
Bundestag verabschiedet.
18.3.1990 3.10.1990
Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Roland Jahn, Sabine Bergmann-Pohl, Marco Wanderwitz, Gerda Hasselfeldt und Eberhard Diepgen (v.l.n.r.)
bei der Podiumsveranstaltung zum Jahrestag der Volkskammer-Wahl.
CSU-Landesgruppe
Brief aus Berlin
20.03.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 4
Ausgehackt
Für mehr IT-Sicherheit
Am Freitag hat der Bundestag in erster Lesung über ein
neues IT-Sicherheitsgesetz debattiert. Der Gesetzentwurf
enthält unter anderem Anforderungen für die Betreiber
von kritischen Infrastrukturen. Dies sind beispielsweise
Unternehmern der Energieversorgung oder aber Unter­
nehmen, die im Verkehr-, Wasser- oder Gesundheitsbe­
reich tätig sind. Aber auch Banken und Versicherungen
fallen in den Anwendungsbereich des neuen Gesetzes.
Stellen diese Unternehmen nunmehr Angriffe auf ihre IT
fest, müssen sie dies umgehend an das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnik melden. Die Infor­
mationen sollen dort ausgewertet werden und zu einer
Verbesserung des Schutzes der Infrastruktur beitragen.
Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, das Bundes­
kriminalamt in seinen Rechten im Bereich der Cyber­
kriminalität zu stärken. Dazu soll die Behörde personell
und finanziell aufgestockt werden.
Vorsorgeförderung
Zum Wohle der Gesundheit
Vorsorge ist oft die beste Medizin. In erster Lesung
befasste sich am Freitag der Bundestag mit einem Ge­
setzentwurf, der Prävention und Gesundheitsförderung
stärken wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die
Kindertagesstätten, Schulen, Betriebe oder stationären
Pflegeeinrichtungen gelegt. Hier sind Möglichkeiten zu
eröffnen, die gesundheitsfördernde Maßnahmen unter­
stützen, heißt es im Entwurf der Bundesregierung.
Die Leistungen der Krankenkassen für Vorsorgemaßnah­
men werden demzufolge verdoppelt werden – auf insge­
samt 490 Millionen Euro. Präventive Früherkennungsun­
tersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
sollen ebenso wie die betriebliche Gesundheitsförderung
ausgeweitet werden. Denn je früher im Leben mit Vorsor­
ge begonnen werde, desto eher können Risikofaktoren
identifiziert werden. Die gilt insbesondere für eine immer
älter werdende Gesellschaft.
Foto: picture alliance/wavebreak media ltd Foto: picture alliance/arco images
Etappensieg
Auf dem Weg zur Fachkräftesicherung
Immer weniger Nachwuchs, immer mehr Ältere: Der demografische Wandel hinterlässt auch auf dem Arbeits-
markt Spuren. Doch ein breitflächiger Fachkräftemangel ist bisher ausgeblieben. Das Konzept der Bundes-
regierung zur Fachkräftesicherung fruchtet. Am Donnerstag hat der Bundestag über den Fortschrittsbericht
der Bundesregierung debattiert.
Die kontinuierlich gestiegene Er­
werbsbeteiligung, insbesondere
von Frauen und Älteren, sowie die
hohe Nettozuwanderung der letzten
Jahre haben den demografischen
Rückgang der Bevölkerung im er­
werbsfähigen Alter bislang ausge­
glichen. Zu diesem Ergebnis kommt
der Fortschrittsbericht 2014 der
Bundesregierung zum Fachkräfte­
konzept. Bereits im Jahr 2011 hatte
die unionsgeführte Bundesregierung
Maßnahmen ergriffen, wodurch lang­
fristig Fachkräfteengpässe vermieden
werden sollen. Alle inländischen und
ausländischen Potenziale sollten hier­
für ausgeschöpft werden.
„Die Maßnahmen wirken“, betonte
Tobias Zech (CSU) im Plenum des
Bundestages. Neben der Steigerung
des Erwerbsvolumens hat man auch
auf dem Feld der Ausbildung und der
guten Arbeitsbedingungen struktu­
relle Änderungen geschaffen, die zur
Fachkräftesicherung beitragen. Zech
forderte, dass die Politik Arbeitnehmer
weiter begleite. Besonders Älteren
müsse die Gelegenheit gegeben wer­
den, noch länger im Betrieb arbeiten
zu können. „Es geht um betriebliches
Gesundheitsmanagement. Wir müs­
sen für ältere Menschen Arbeitsplätze
schaffen, in denen körperlich nicht
mehr leistungsstarke Mitarbeiter ihren
Beitrag zum Erfolg des Unternehmens
leisten können.“
Foto: picture alliance/dpa
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  • 1. Regierungserklärung zum Europäischen Rat NR. 06| 20.03.2015 | Liebe Leserinnen und Leser, am Montag vor einem Jahr fand auf der ukrai- nischen Halbinsel Krim ein international nicht anerkanntes Referendum statt, das Russland als Vorwand für die innerhalb einer Woche vollzogene völkerrechtswidrige Annexion der Krim benutzte. Damit hat Russland die euro- päische Friedensordnung insgesamt in Frage gestellt. Wir dürfen dies nicht vergessen, auch wenn inzwischen der Krieg in der Ostukraine mit Tausenden Toten die Schlagzeilen bestimmt. Unsere Kanzlerin hat sich von Anfang an für eine friedliche Lösung in der Ukraine eingesetzt und im Februar dieses Jahres zusammen mit Frankreichs Staatspräsident Hollande den Ab- schluss des sogenannten Minsk-II-Abkommens erreicht. Die darin vereinbarte Waffenruhe wird überwiegend eingehalten, der Rückzug schwerer Waffen hat begonnen. Für die Menschen in der Ostukraine bleibt zu hoffen, dass die Verein- barungen nunmehr vollständig umgesetzt und weitere Opfer vermieden werden. Kanzlerin Merkel gebührt für ihren unermüdlichen Einsatz für den Frieden in Europa hohe Anerkennung und aufrichtiger Dank. In dieser Woche jährt sich aber nicht nur die Annexion der Krim, sondern wir erinnern auch an einen glücklichen Jahrestag der deutschen Geschichte: Vor genau 25 Jahren, am 18. März 1990, fand die erste und einzige freie Volkskammerwahl statt. Die Menschen in der ehemaligen DDR haben diese Wahl mit einer historischen Wahlbeteiligung von über 93 Prozent zu einer wahren Volksabstimmung gemacht. Mit ihrer Entscheidung für die Allianz für Deutschland haben sie zugleich den Weg zu einer schnellen Wiedervereinigung frei gemacht. In einem knappen halben Jahr wurden alle rechtlichen Voraussetzungen für die Einheit in Freiheit geschaffen, eine unglaubliche Leistung und ein bleibendes Vermächtnis für die Demo- kratie in Deutschland. Vertrauen und Verlässlichkeit „Regeln sind dazu da, sie einzuhalten“, sagte Gerda Hasselfeldt am Donnerstag vor dem Deutschen Bundestag. Dies gelte aktu- ell in besonderer Weise für Griechenland, so die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Anschluss an die Regierungserklärung zum Europäischen Rat in Brüssel. Verlässlichkeit und Vertrauen sind feste Prinzipien, die die Stärke Europas ausmachen. In jedem euro­päischen Land ist erstmals seit der Finanzkrise wie­ der Wachstum zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit in Spanien und Portugal sinkt. „All das be­ stätigt, dass der Kurs, den wir in den letzten Jahren auch hier im Bundestag immer wieder verfolgt haben, der Kurs, der in Europa gegolten hat – nämlich Solidarität und Solidität – der richtige war und dass wir diesen Kurs fortset­ zen müssen“, sagte Hasselfeldt im Plenum. Bundeskanzlerin D r . A n g e l a Merkel machte zuvor in ihrer Re­ gierungserklärung deutlich, dass der Weg Griechen­ lands aus der Krise ein „Kraftakt“ bleibe. Dieser könne jedoch nur mit einem Dreiklang aus soliden öffentlichen Finanzen, Struktur­ reformen und Investitionstätigkeit gelingen, ergänzte Hasselfeldt. Ein solider Haushalt sei der Schlüs­ sel für das Vertrauen in die Fi­ nanzmärkte, Strukturreformen sicherten die Wettbewerbsfähig­ keit und Inves­titionen führten zu Foto: picture aliance/dpa Wachstum und Beschäftigung. „Nun kann zwar ein europäischer Rahmen gesetzt werden, aber die Hauptverantwortung liegt – meines Erachtens aus guten Grün­ den – bei den Nationalstaaten“, so Hasselfeldt weiter. Doch dazu müssten die Vereinbarungen auch eingehalten werden. Solidarität gebe es nur gegen Solidität. Gerda Hasselfeldt: „Nur so behalten wir Glaubwürdigkeit und Verlässlich­ keit in ganz Europa.“ Am Donnerstag­ abend traf Kanz­ lerin Merkel den griechischen Mi­ nisterpräsidenten Alexis Tsipras in Brüssel. Im kleinen Kreis disku­ tierten die Verantwortlichen über die aktuelle Situation. Griechen­ land verpflichtete sich dabei, schnell eine vollständige Liste mit Reformvorschlägen vorzulegen. Grundsätzlich bleibe dabei die Vereinbarung der Eurogruppe vom 20. Februar 2015 die Basis. Geld könne nur ausgezahlt werden, wenn vorher auch die Reformplä­ ne eingehalten werden. Solidität, Strukturreformen, Investitionen Hansjörg Durz MdB
  • 2. 20.03.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 2 nenminister Dr. Thomas de Maizière fassungslos. „Wer so handelt, miss­ braucht unsere Freiheitsrechte“, so der Minister im Deutschen Bundes­ tag. Die Ausschreitungen seien nicht aus einer Laune heraus entstanden, sondern „sie waren von langer Hand geplant“, ergänzte Stephan Mayer (CSU), innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er lobte in seiner Rede die Bundes­ regierung, die die Ausstattung der Sicherheitskräfte verbessern möchte. Jeder Polizist, der in Frankfurt dabei war, „stand auch für uns“, so Mayer. Deshalb müsse man auf eine derartige Verrohung der Gewalt mit der gesamt­ en Härte des Rechtsstaates antworten. D i e s e W o c h e Regierungserklärung zum Europäischen Rat Vertrauen und Verlässlichkeit 1 Ausschreitungen zur EZB-Eröffnung in Frankfurt Ein Missbrauch der Freiheitsrechte 2 Die Landesgruppe pflegt enge Kontakte zur Schweiz CSU-Bundestagsabgeordnete beim Gespräch in der Schweizer Botschaft 2 Vor 25 Jahren: Erste freie Wahl zur Volkskammer der DDR „Ein beispielloser Akt der Selbstbefreiung“ 3 Der Weg zur Deutschen Einheit Von der freien Wahl zur deutschen Wiedervereinigung 3 Etappensieg Auf dem Weg zur Fachkräftesicherung 4 Ausgehackt Für mehr IT-Sicherheit 4 Vorsorgeförderung Zum Wohle der Gesundheit 4 IMPRESSUM: Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder. Foto Editorial: Verantwortliche Redakteurin: Linda Dietze 11011 Berlin · Platz der Republik 1 Telefon: (030) 227 - 70212 e-mail: bab@cducsu.de internet: www.csu-landesgruppe.de Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­- lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Ausschreitungen zur EZB-Eröffnung in Frankfurt Ein Missbrauch der Freiheitsrechte Die Bilanz erschüttert: Mehr als 150 Einsatzkräfte wurden verletzt, zum Teil schwer. Es kam zu massiven An- griffen auf die Polizei, Autos wurden in Brand gesetzt, Steine flogen. Während der Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgten linksextreme Demonstranten in Frankfurt für ein Bild der Verwüstung. Die Anhänger der kapitalismus­ kritischen Bewegung „Blockupy“ verurteilen die Finanzpolitik der Euro­päischen Union, doch durch die massiven Ausschreitungen am Mittwoch erschüttern sie den Rechts­ staat in seinen Grundfesten. Denn die linksextremen Krawalle bei den Pro­ testen machen nicht nur Bundesin­ Foto: picture alliance/geisler fotopress Linksextremistische Gewalttaten Quelle: nach Angaben des Bundesministeriums des Innern 876 1.110 + 26,7 % 2012 2013 Die Landesgruppe pflegt enge Kontakte zur Schweiz CSU-Bundestagsabgeordnete beim Gespräch in der Schweizer Botschaft Um aktuelle Fragen der Asyl- und Ein­ wanderungspolitik und die wirtschaft­ liche Lage in der Schweiz und den Grenzregionen aufgrund der Aufwer­ tung des Franken ging es bei einem Gespräch in der Schweizerischen Botschaft. Zahlreiche Abgeordnete der CSU-Landesgruppe um die Lan­ desgruppenvorsitzende Gerda Has­ selfeldt und den Parlamentarischen Geschäftsführer Max Straubinger waren in dieser Woche auf Einladung von Botschafter Tim Guldimann in das Schweizer Botschaftsgebäude gekommen. An dem Gespräch nahm auch Bundesrat Alain Berset teil, der als Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern dem deut­ schen Bundesinnenminister vergleich­ bar ist. Auf großes Interesse der bayerischen Bundestagsabgeordneten stießen auch verschiedene Fragen zur Ver­ kehrspolitik und dem Rentensystem in der Schweiz. Die Schweiz stellt für Deutschland seit jeher einen wichtigen Partner dar. Nicht nur aufgrund der räumlichen und kulturellen Nähe steht die Schweiz in einem besonders en­ gen Verhältnis zu Bayern. Dies wurde beim Gespräch der Abgeordneten der CSU-Landesgruppe mit dem Schwei­ zer Botschafter in Deutschland in dieser Woche einmal mehr deutlich. Foto: CSU-Landesgruppe Brief aus Berlin Marcus Mark
  • 3. 20.03.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 3 Vor 25 Jahren: Erste freie Wahl zur Volkskammer der DDR „Ein beispielloser Akt der Selbstbefreiung“ Es war der Tag der Demokratie in der DDR. Der Augenblick, an dem die Freiheit spürbar wurde – und das durch ein einziges Kreuz. Am 18. März 1990 fanden in der DDR die ersten freien Wahlen statt: „ein beispielloser Akt der Selbstbefreiung“, so Gerda Hasselfeldt, Vorsitzende der CSU-Landesgruppe. Am Mittwoch erinnerte der Deutsche Bundestag an diesen historischen Moment, der den Weg zur deutschen Einheit ebnete. Der 18. März 1990 war der Wen­ depunkt. Erstmals war die Stimme der Bürger in der DDR etwas wert. 40 Jahre gab es zuvor keine ge­ heimen Wahlen, keine unabhängigen Kandidaten, keine demokratischen Prinzipien. Die SED-Regierung nahm ihren Bürgern ihre demokratische Freiheit, inhaftierte Andersdenkende, erschoss die Menschen, die das Land verlassen wollten. Mit dem 18. März 1990 war die vier­ zigjährige SED-Herrschaft Geschich­ te. Die Allianz für Deutschland ging als klarer Sieger aus den Wahlen zur zehnten Volkskammer hervor. 48,1 Prozent stimmten für das Bündnis aus CDU, DSU und DA. Die ersten freien Wahlen seien die Errungen­ schaft der Bürger der DDR gewesen, so Hasselfeldt weiter, der Menschen auf den Straßen von Leipzig, Dresden oder andernorts. „Die Menschen in der DDR wollten nicht die DDR refor­ mieren, sie wollten sie überwinden“, erklärte Hasselfeldt. Und sie wollten die Einheit – so schnell wie möglich. Der Weg zur Deutschen Einheit So arbeitete die erste freigewählte Volkskammer fortan mit Hochdruck an der deutschen Wiedervereinigung. „Wir haben die Freiheit gewonnen, mit ihr wuchs die Verantwortung“, meinte Dr. Sabine Bergmann-Pohl, damalige Präsidentin der Volkskam­ mer bei einer Podiumsveranstaltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In wenigen Monaten verabschiedeten die Abgeordneten mehr als 160 Ge­ setze und drei große Staatsverträge. Heute scheinen die Ereignisse von damals alternativlos, so Hasselfeldt. Doch das waren sie keineswegs. Zur historischen Wahrheit gehöre eben auch: „Es waren die Allianz für Deutschland, der Zusammenschluss der CDU-Ost, der DSU und des De­ mokratischen Aufbruchs, im Osten und die Union im Westen, die sich am klarsten für eine rasche Wieder­ vereinigung ausgesprochen haben. Das dürfen wir nicht vergessen.“ Von der freien Wahl zur deutschen Wiedervereinigung Deutsche Einheit Erste freie und demokratische Wahl zur Volks- kammer 12. April Vereidigung der Re- gierung: Lothar de Maizière (CDU) wird erster demokratisch gewählter Minister- präsident der DDR. 17. Juni Am Jahrestag des Volksauf- standes von 1953 ändert die DDR ihre Verfassung. Freiheit- lich-demokratische Prinzipien werden darin festgeschrieben. 23. August Die Volkskammer stimmt für den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. 12. September In Moskau wird der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet. Er ebnete außenpolitisch den Weg zur deutschen Einheit. 5. April 18 Tage nach der Wahl kon- stituiert sich die Volkskammer der DDR. 17. Mai Neue Kommunalverfas- sung: Das „Gesetz zur Selbstverwaltung der Ge- meinden und Landkreise“ wird verabschiedet. Am 22. Juli folgt das Gesetz zur Ländereinführung. Dies teilt das Gebiet in fünf Bundesländer auf. 1. Juli Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der BRD und der DDR tritt in Kraft. Verhandlungs- führer für die BRD war Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU). 31. August In Berlin wird der Eini- gungsvertrag unterzeich- net. Am 20. September wird der Vertrag mit der erforderlichen Zwei- drittelmehrheit von der Volkskammer und vom Bundestag verabschiedet. 18.3.1990 3.10.1990 Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Roland Jahn, Sabine Bergmann-Pohl, Marco Wanderwitz, Gerda Hasselfeldt und Eberhard Diepgen (v.l.n.r.) bei der Podiumsveranstaltung zum Jahrestag der Volkskammer-Wahl. CSU-Landesgruppe Brief aus Berlin
  • 4. 20.03.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 4 Ausgehackt Für mehr IT-Sicherheit Am Freitag hat der Bundestag in erster Lesung über ein neues IT-Sicherheitsgesetz debattiert. Der Gesetzentwurf enthält unter anderem Anforderungen für die Betreiber von kritischen Infrastrukturen. Dies sind beispielsweise Unternehmern der Energieversorgung oder aber Unter­ nehmen, die im Verkehr-, Wasser- oder Gesundheitsbe­ reich tätig sind. Aber auch Banken und Versicherungen fallen in den Anwendungsbereich des neuen Gesetzes. Stellen diese Unternehmen nunmehr Angriffe auf ihre IT fest, müssen sie dies umgehend an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik melden. Die Infor­ mationen sollen dort ausgewertet werden und zu einer Verbesserung des Schutzes der Infrastruktur beitragen. Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, das Bundes­ kriminalamt in seinen Rechten im Bereich der Cyber­ kriminalität zu stärken. Dazu soll die Behörde personell und finanziell aufgestockt werden. Vorsorgeförderung Zum Wohle der Gesundheit Vorsorge ist oft die beste Medizin. In erster Lesung befasste sich am Freitag der Bundestag mit einem Ge­ setzentwurf, der Prävention und Gesundheitsförderung stärken wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Kindertagesstätten, Schulen, Betriebe oder stationären Pflegeeinrichtungen gelegt. Hier sind Möglichkeiten zu eröffnen, die gesundheitsfördernde Maßnahmen unter­ stützen, heißt es im Entwurf der Bundesregierung. Die Leistungen der Krankenkassen für Vorsorgemaßnah­ men werden demzufolge verdoppelt werden – auf insge­ samt 490 Millionen Euro. Präventive Früherkennungsun­ tersuchungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen ebenso wie die betriebliche Gesundheitsförderung ausgeweitet werden. Denn je früher im Leben mit Vorsor­ ge begonnen werde, desto eher können Risikofaktoren identifiziert werden. Die gilt insbesondere für eine immer älter werdende Gesellschaft. Foto: picture alliance/wavebreak media ltd Foto: picture alliance/arco images Etappensieg Auf dem Weg zur Fachkräftesicherung Immer weniger Nachwuchs, immer mehr Ältere: Der demografische Wandel hinterlässt auch auf dem Arbeits- markt Spuren. Doch ein breitflächiger Fachkräftemangel ist bisher ausgeblieben. Das Konzept der Bundes- regierung zur Fachkräftesicherung fruchtet. Am Donnerstag hat der Bundestag über den Fortschrittsbericht der Bundesregierung debattiert. Die kontinuierlich gestiegene Er­ werbsbeteiligung, insbesondere von Frauen und Älteren, sowie die hohe Nettozuwanderung der letzten Jahre haben den demografischen Rückgang der Bevölkerung im er­ werbsfähigen Alter bislang ausge­ glichen. Zu diesem Ergebnis kommt der Fortschrittsbericht 2014 der Bundesregierung zum Fachkräfte­ konzept. Bereits im Jahr 2011 hatte die unionsgeführte Bundesregierung Maßnahmen ergriffen, wodurch lang­ fristig Fachkräfteengpässe vermieden werden sollen. Alle inländischen und ausländischen Potenziale sollten hier­ für ausgeschöpft werden. „Die Maßnahmen wirken“, betonte Tobias Zech (CSU) im Plenum des Bundestages. Neben der Steigerung des Erwerbsvolumens hat man auch auf dem Feld der Ausbildung und der guten Arbeitsbedingungen struktu­ relle Änderungen geschaffen, die zur Fachkräftesicherung beitragen. Zech forderte, dass die Politik Arbeitnehmer weiter begleite. Besonders Älteren müsse die Gelegenheit gegeben wer­ den, noch länger im Betrieb arbeiten zu können. „Es geht um betriebliches Gesundheitsmanagement. Wir müs­ sen für ältere Menschen Arbeitsplätze schaffen, in denen körperlich nicht mehr leistungsstarke Mitarbeiter ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten können.“ Foto: picture alliance/dpa Brief aus Berlin