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Flüchtlingstragödie auf dem Mittelmeer
NR. 08| 24.04.2015 |
Liebe Leserinnen und Leser,
die Nachrichten und Bilder von Menschen,
die beim Versuch, das Mittelmeer in Richtung
Europa zu überqueren, ums Leben gekommen
sind, haben uns alle tief erschüttert.
Für uns ist klar, dass wir hier gemeinsam mit
unseren europäischen Partnern helfen müssen,
so schnell und so gut es geht. Die Staats- und
Regierungschefs der EU und die europäischen
Innen- und Außenminister haben dazu in dieser
Woche erste wichtige Beschlüsse gefasst. Die
Rettungsbemühungen werden deutlich ausge-
weitet, um kurzfristig weitere Tragödien soweit
es geht zu verhindern. Künftig stehen erheblich
mehr Mittel für den Einsatz im Mittelmeer zur
Verfügung, auch das Einsatzgebiet wird weiter
ausgedehnt. Außerdem soll die Verteilung der
Flüchtlinge über die EU-Länder in einem Pilot-
projekt besser und gerechter organisiert werden.
Ebenso klar ist für uns aber auch, dass wir ge-
gen die kriminellen Machenschaften der Schlep-
perbanden vorgehen müssen, die aus dem Leid
der Flüchtlinge in menschenverachtender Weise
Kapital schlagen. Angesichts der unübersicht-
lichen Lage insbesondere in Libyen sind hier
jedoch keine schnellen Lösungen zu erwarten.
Langfristig müssen wir uns verstärkt darum
kümmern, die Fluchtursachen zu bekämpfen.
Hier müssen wir insbesondere auch die Regie-
rungen einiger afrikanischer Staaten stärker in
die Verantwortung nehmen. Entwicklungsmini-
ster Gerd Müller hat bereits Anfang 2014 eine
Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen  
– Flüchtlinge reintegrieren“ gestartet, mit der
neue Perspektiven für Flüchtlinge geschaffen,
Aufnahmegemeinden unterstützt und Maßnah-
men zur Prävention und Deeskalation von Kon-
flikten ergriffen werden. Gemeinsam arbeiten
wir daran, unserer Verantwortung gegenüber
unseren Mitmenschen gerecht zu werden.
Zwischen Afrika und Europa
Das Entsetzen ist groß, der Schock sitzt tief – auch im Plenum
des Deutschen Bundestages. Die Abgeordneten ringen um Worte
als sie am Mittwoch über die furchtbare Flüchtlingskatastrophe
vom Mittelmeer debattieren. Doch eines wird klar: „Das Sterben
im Mittelmeer muss beendet werden“, forderte Dr. Hans-Peter
Friedrich (CSU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-
Bundestagsfraktion.
900 Menschen verloren am ver­
gangenen Wochenende ihr Le­
ben, als ein Flüchtlingsboot vor
den Toren Europas kenterte.
„Deutschland, die EU, wir alle wol­
len angesichts dieser Ereignisse
nicht einfach zur Tagesordnung
übergehen“, machte Bundes­
innenminister Dr. Thomas de
Maizière deutlich. Man müsse
nun gemeinsam europäisch han­
deln, nach Lösungen suchen und
Antworten finden. Dabei ist ein
Dreiklang nötig: Men­
schen retten, Flucht­
ursachen bekämpfen
und Schleuserban­
den das Handwerk
legen. Am Donnerstag haben
die Staats- und Regierungschefs
in Brüssel eine Verdreifachung
der Mittel für die Seenotrettung
beschlossen. Zudem könnte die
deutsche Marine eingesetzt wer­
den.
„Es ist richtig, dass sich Europa
nicht abschotten darf. Es ist aber
genauso richtig, dass Europa
nicht jeden aus Afrika aufnehmen
kann“, unterstrich de Maizière.
Dies gefährde in erster Linie die
Zukunft Afrikas selbst. Denn es
Foto: picture aliance/dpa
sind vor allem die Eliten, die den
Kontinent verlassen. Daran jedoch
dürfte auch Afrika kein Interesse
haben. Hans-Peter Friedrich schlug
deshalb vor, für Fluchtalternativen
innerhalb Afrikas zu sorgen. Zu­
dem sei es nötig, außerhalb Eu­
ropas Anlaufstellen zu schaffen,
um Asylanträge zu prüfen, so
Friedrich. Auch dies sei ein Weg
den kriminellen Schlepperbanden
das Handwerk zu legen. Diese
betreiben mit den Flüchtlingen
ein schmutziges Ge­
schäft, schleusen sie
in maroden Booten
gen Europa. Bis zu
fünf Milliarden Dollar
sollen die Schlepper pro Jahr auf
dem Mittelmeer verdienen.
Innerhalb Europas müsse man
derweil soldarisch handeln, die
Flüchtlinge zwischen den Staa­
ten gerechter verteilen. Von den
630.000 Asylanträgen in Europa
wurden im vergangenen Jahr
mehr als 200.000 in Deutschland
gestellt. „Das bedeutet, Verant­
wortung zu übernehmen und zu
tragen. Dass wir das gemeinsam
tun, darauf hoffe ich“, stellte Fried­
rich zum Schluss klar.
Gemeinsame
Verantwortung
Hansjörg Durz MdB
24.04.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 2
Die Energiewende stellt Verbraucher,
Unternehmen und Politik vor große
Aufgaben. Bei dem Gespräch mit der
Landesgruppe lag der Fokus auf dem
Strommarktdesign. Zentrale Fragen
sind hier: Wie soll das zukünftige
Marktdesign für den Stromsektor
aussehen, um zuverlässig, umwelt­
verträglich und kosteneffizient En­
ergie für die Energieverbraucher be­
reitzustellen? Welche Stellschrauben
sind die richtigen?
Die Abgeordneten der CSU-Landes­
gruppe und Staatsministerin Aigner
waren sich einig: Die bayerische
und deutsche Industrie braucht auch
zukünftig Versorgungssicherheit. Der
Austausch zeigte aber auch, dass
vielschichtige Herausforderungen
zu bewältigen sind. Internationale
Versorgungsmöglichkeiten mit Gas,
drohende Kapazitätslücken oder der
europäische Energiebinnenmarkt
wurden intensiv diskutiert.
D i e s e W o c h e
Flüchtlingstragödie auf dem Mittelmeer
Zwischen Afrika und Europa	 1
Im Interview: Stephan Mayer,
Flüchtlingsbeauftragter der CSU-Landesgruppe
„Seenotrettung alleine wird nicht ausreichen“	2
Im Gespräch mit Staatsministerin Aigner
Stellschrauben für das Strommarktdesign	 2
Klausurtagung der Koalitionsspitzen Göttingen
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Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren
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Wirtschaftsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
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Nachtragshaushalt
Mehr Geld für die Infrastruktur	 4
Im Interview: Stephan Mayer, Flüchtlingsbeauftragter der CSU-Landesgruppe
„Seenotrettung alleine wird nicht ausreichen“
Die Flüchtlingskatastrophe fordert viele Antworten auf dringende Fragen: Wie können solche Tragödien ver-
hindert werden? Was ist nun zu tun? Die CSU-Landesgruppe hat einen eigenen Beauftragten bestimmt, um
sich diesem Thema intensiver zu widmen. Stephan Mayer gibt Antworten – im Interview.
Was sind jetzt die wichtigsten
Maßnahmen, um weitere Kata-
strophen zu verhindern?
Wir müssen alles tun, damit Men­
schen nicht auf dem Mittelmeer ster­
ben. Mit Seenotrettung alleine werden
wir dieses Ziel aber nicht erreichen. Es
ist wichtig, dass künftig weniger Men­
schen die gefährliche Reise antreten.
Dazu müssen wir den Schleppern
mit allen Mitteln das Handwerk legen
und die Lebensbedingungen der
Menschen in den Herkunftsregionen
verbessern.
Aber wie können diese Bedin-
gungen so verbessert werden,
dass die Menschen in Afrika eine
Perspektive für ihr Leben sehen?
Die Bekämpfung der Fluchtursachen
ist eine Herkulesaufgabe der Außen-
und Entwicklungspolitik: Es geht um
die Beseitigung von Armut und um
die politische Stabilisierung ganzer
Regionen. Die Situation in Syrien und
Libyen zeigt, dass die Not dort am
größten ist, wo Bürgerkrieg herrscht
und staatliche Strukturen fehlen. In der
Sub-Sahara Region steht hingegen die
Armutsbekämpfung im Vordergrund.
Wo immer möglich, muss deshalb
die Kooperation mit den afrikanischen
Staaten intensiviert werden.
Ein Punkt ist auch eine bessere
Seenotrettung. Doch wie könnte
diese funktionieren? Ist eine Neu-
auflage von Mare Nostrum nötig?
IMPRESSUM:
Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche
Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder.
Foto Editorial:
Verantwortliche Redakteurin: Linda Dietze
11011 Berlin · Platz der Republik 1
Telefon:	 (030) 227	 -	70212
e-mail:	bab@cducsu.de
internet:	www.csu-landesgruppe.de
Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­-
lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden.
Der Aufwand für die Seenotrettung
im Mittelmeer ist seit dem Ende von
Mare Nostrum im Oktober 2014
gewachsen. Die Operationen Triton
und Poseidon haben mehr Mittel zur
Verfügung.
Das Mittelmeer sicher zu machen,
wird jedoch mit keinem Aufwand
der Welt möglich sein. Denn die
Schlepperbanden haben sich auf die
verbesserte Rettung eingestellt und
nutzen Boote, die für die gesamte
Überfahrt ohnehin nicht taugen. Eine
Seenotrettung vollendet nur das Werk
der Schlepper, denen es egal ist, ob
ein Boot ankommt oder nicht.
Diskutiert wird darüber, Asylanträ-
ge bereits vor Ort zu bearbeiten.
Was halten Sie davon?
Die Entgegennahme von Asylan­
trägen in den Fluchtländern ist kein
Allheilmittel. Sicher würden sich die
abgelehnten Asylbewerber trotzdem
auf den Weg nach Europa machen.
Foto: Henning Schacht
Stephan Mayer MdB ist auch innenpolitischer
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Im Gespräch mit Staatsministerin Aigner
Stellschrauben für das Strommarktdesign
Sicher, sauber und bezahlbar. Diese Ziele verfolgt die Energiepolitik.
Die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Energie, Ilse Aigner,
diskutierte mit der CSU-Landesgruppe die aktuellen Herausforderungen.
Foto: CSU-Landesgruppe
Brief aus Berlin
Marcus Mark
24.04.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 3
Klausurtagung der Koalitionsspitzen Göttingen
Beschluss: Alleinerziehende entlasten
Die Forschung in Deutschland stärken, Alleinerziehende unterstützen und
Kriminalität sowie Terrorismus bekämpfen. Das waren die Kernpunkte der
Klausurtagung der Fraktionsvorstände der CDU/CSU- und SPD-Bundes-
tagfraktionen vergangene Woche in Göttingen.
Die Fraktionsführungen haben sich
unter anderem auf eine steuerliche
Entlastung der Alleinerziehenden ver­
ständigt. Für diese soll der Freibetrag
angehoben werden: von 1.308 Euro
auf 1.908 Euro monatlich. „CSU und
CDU ist die Förderung von Alleiner­
ziehenden schon lange ein wichtiges
Anliegen. Die CSU hat sogar einen
entsprechenden Parteitagsbeschluss.
Es freut mich deshalb, dass wir uns
nun auf eine höhere Entlastung
verständigen konnten. Das ist ein
Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Finanzielle Verbesserung
Mehr Geld für Kinder
Ein ganzes Paket von finanziellen
Verbesserungen für Familien hat der
Deutsche Bundestag am Donnestag
in erster Lesung beraten.
So wird, wie verfassungsrechtlich
geboten, der steuerliche Kinderfrei­
betrag sowie der Grundfreibetrag
erhöht werden, ebenso wird der
Kinderzuschlag und das Kindergeld
angehoben.
Letzteres soll dem Gesetzentwurf
zufolge 2015 um vier Euro und 2016
um weitere zwei Euro pro Monat
steigen. Damit werden auch Familien
gefördert, auf die sich eine Erhöhung
des Kinderfreibetrags nicht auswirkt.
Außerdem soll der Kinderzuschlag
um 20 Euro auf monatlich 160 Euro
angehoben werden. Dies gilt ab
dem 1. Juli 2016. Davon profitieren
vor allem Familien mit niedrigem
Einkommen – laut Bundesregierung
betrifft dies rund 200.000 Familien
in Deutschland.
wichtiges Signal für alle Alleinerzie­
henden“, erklärte Gerda Hasselfeldt
im Anschluss an die Klausurtagung.
Die Vorsitzende der CSU-Landesgrup­
pe betonte jedoch auch, dass in der
zweiten Hälfte die Innovationspolitik
im Vordergrund stehen werde. Dazu
fließen 400 Millionen Euro mehr pro
Jahr in die Wissenschaftsforschung.
Insgesamt fünf Papiere haben die
Koalitionsspitzen in Göttingen be­
schlossen.
Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren
Gedenken an die Opfer
Der Deutsche Bundestag hat sich am Freitag vor den Opfern der Vertrei-
bungen und Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren verneigt. Die
Koalitionsfraktionen beklagen in einem Antrag die Taten der damaligen
türkischen Regierung, sie bedauern aber auch die unrühmliche Rolle des
Deutschen Reiches.
Am 24. April 1915 begann die Vertrei­
bung und Vernichtung von über einer
Millionen Armeniern im osmanischen
Konstantinopel. „Ihr Schicksal steht
beispielhaft für die Geschichte der
Massenvernichtungen, der ethnischen
Säuberungen, der Vertreibungen,
ja der Völkermorde, von denen das
20. Jahrhundert so schrecklich ge­
zeichnet ist“, heißt es in dem Antrag.
Die Koalition verständigte sich bewusst
darauf, den Begriff des Völkermords
zu verwenden. Man wisse jedoch
Gedenkstätte in Eriwan/Armenien	 Foto: picture alliance/dpa
um die Einzigartigkeit des Holocaust,
für den Deutschland die Schuld und
Verantwortung trage.
Der Bundestag hat mit dem Antrag,
der nun in den Ausschüssen beraten
wird, die Bundesregierung aufgefor­
dert, die türkische Seite zu ermutigen,
sich mit den damaligen Ereignissen
auseinanderzusetzen, um so den
notwendigen Grundstein zu einer
Versöhnung mit dem armenischen
Volk zu legen.
+ + + kurz notiert + + +
Über Sparer und
Soldaten
Kleinanlegerschutzgesetz beschlos-
sen: Durch das Gesetz sollen die
Transparenz von Finanzprodukten und
Informationen über Vermögensanla­
gen verbessert werden. Dadurch wird
es Anlegern möglich, die Seriosität,
Renditeaussichten und die Risiken
der Geldanlage besser abschätzen
zu können. Das Vertrauen in die in
Deutschland angebotenen Produkte
wird somit gestärkt.
Jahresbericht 2014 des Wehrbeauf-
tragten: Die Ausrüstung und Ausstat­
tung der Soldaten der Bundeswehr
wurde verbessert, dennoch gibt es
weiterhin Defizite, die beseitigt werden
müssen. Dies hält der Wehrbericht
2014 fest. Zu einem positiven Ergebnis
kommt der Bericht bei der Betreuung
von Soldatinnen und Soldaten, die von
Einsätzen zurückkehren. Auch die Ver­
einbarkeit von Familie und Dienst ist
Thema in dem Bericht. Hier gibt es vor
allem bei der Kindertagesbetreuung
Nachholbedarf.
Brief aus Berlin
24.04.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 4
Nachtragshaushalt
Mehr Geld für die Infrastruktur
Das Zehn-Milliarden-Euro-Investitionspaket kommt. Am
Donnerstag hat der Bundestag in erster Lesung über
einen Nachtragshaushalt 2015 beraten und so den Weg
für die Investitionsoffensive in den Jahren 2016 bis 2018
freigemacht.
Insbesondere die Verkehrs- und digitale Infrastruktur soll
durch dieses Programm gestärkt werden. Allein dafür
werden 4,35 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stehen.
Es gehe darum, Deutschland zu­kunftsfest zu machen.
„Der Nachtragshaushalt 2015 ist auch ein Haushalt, der
unsere Kommunen stärkt“, unterstrich Bartholomäus Kalb,
finanzpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe. Ein
Fonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro wird zur Stärkung
der Investitionstätigkeit finanzschwacher Kommunen ge­
bildet. Außerdem werden die Kommunen und Länder in
den Jahren 2015 und 2016 mit jeweils 500 Millionen Euro
bei den Kosten für Asylbewerber entlastet.
Foto: picture alliance/chromorange
Personalien
Iris Eberl neu im Bundestag
Personalwechsel in der
CSU-Landesgruppe:
Dr. Peter Gauweiler hat
Ende März sein Bun­
destagsmandat nie­
dergelegt. Für ihn rückt
Iris Eberl neu ins Parla­
ment ein. Die 56-Jäh­
rige ist Kreisvorsitzende
der Frauen-Union in
Aichach-Friedberg und
Oberstudienrätin. „Mei­
ne langjährige beruf­
liche Erfahrung im gym­
nasialen Lehrberuf hat
mich davon überzeugt,
dass unsere Kinder und
Jugendlichen eine viel
stärkere Lobby innerhalb unserer Gesellschaft brauchen.
Ich sehe es als meine Aufgabe, in diesem Sinne meine
ordentliche Mitgliedschaft im Europaausschuss zu nut­
zen“, sagte Iris Eberl bei ihrem Amtsantritt. Ihr besonderes
Interesse gelte selbstverständlich den Anliegen der Bürger
ihrer Heimat. Im Petitionsausschuss möchte sie sich
daher intensiv um die Probleme vor Ort kümmern. Eberl
ist verheiratet und hat zwei Söhne. Zur Bundestagswahl
2013 trat sie auf Platz 41 der Landesliste an und verpasste
damals den Einzug in den Bundestag.
Iris Eberl	 Foto: Fotostudio Wessely
rausforderungen. Investitionen in
die digitale Infrastruktur und den
Breitbandausbau seien dabei von
besonderer Bedeutung, stellten alle
Diskussionsteilnehmer einhellig fest.
Denn der Breitbandausbau sei die
Voraussetzung für die Digitalisierung
und die Wirtschaft 4.0. Bundes­
kanzlerin Dr. Angela Merkel machte
deutlich: „Big Data in Deutschland ist
eine große Zukunftsentscheidung.“
Max Straubinger, der Parlamenta­
rische Geschäftsführer der CSU-
Landesgruppe, betonte in seinem
Schlusswort, dass CSU und CDU
bei allen Themen gemeinsam für
die Zukunftsfähigkeit Deutschlands
eintreten werden.
Wirtschaftsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
„Eine Revolution, die man gestalten muss“
Investitionsklima, TTIP, Erbschaftsteuerreform und vor allem die Industrie 4.0 – beim Wirtschaftsforum der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion standen die Gegenwart und Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im
Mittelpunkt. Gerade die Digitalisierung werde enorme Veränderungen mit sich bringen. Dies müsse man als
Chance begreifen, forderte CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt bei der Podiumsdiskussion.
Industrie und Wirtschaft 4.0 seien
gesamtgesellschaftliche Aufgaben
der Zukunft, „eine Revolution, die
man gestalten muss“, so Gerda Has­
selfeldt. Im Gespräch mit den Spitzen
der deutschen Wirtschaftsverbände
diskutierten deshalb Volker Kauder,
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  • 1. Flüchtlingstragödie auf dem Mittelmeer NR. 08| 24.04.2015 | Liebe Leserinnen und Leser, die Nachrichten und Bilder von Menschen, die beim Versuch, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren, ums Leben gekommen sind, haben uns alle tief erschüttert. Für uns ist klar, dass wir hier gemeinsam mit unseren europäischen Partnern helfen müssen, so schnell und so gut es geht. Die Staats- und Regierungschefs der EU und die europäischen Innen- und Außenminister haben dazu in dieser Woche erste wichtige Beschlüsse gefasst. Die Rettungsbemühungen werden deutlich ausge- weitet, um kurzfristig weitere Tragödien soweit es geht zu verhindern. Künftig stehen erheblich mehr Mittel für den Einsatz im Mittelmeer zur Verfügung, auch das Einsatzgebiet wird weiter ausgedehnt. Außerdem soll die Verteilung der Flüchtlinge über die EU-Länder in einem Pilot- projekt besser und gerechter organisiert werden. Ebenso klar ist für uns aber auch, dass wir ge- gen die kriminellen Machenschaften der Schlep- perbanden vorgehen müssen, die aus dem Leid der Flüchtlinge in menschenverachtender Weise Kapital schlagen. Angesichts der unübersicht- lichen Lage insbesondere in Libyen sind hier jedoch keine schnellen Lösungen zu erwarten. Langfristig müssen wir uns verstärkt darum kümmern, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Hier müssen wir insbesondere auch die Regie- rungen einiger afrikanischer Staaten stärker in die Verantwortung nehmen. Entwicklungsmini- ster Gerd Müller hat bereits Anfang 2014 eine Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen   – Flüchtlinge reintegrieren“ gestartet, mit der neue Perspektiven für Flüchtlinge geschaffen, Aufnahmegemeinden unterstützt und Maßnah- men zur Prävention und Deeskalation von Kon- flikten ergriffen werden. Gemeinsam arbeiten wir daran, unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen gerecht zu werden. Zwischen Afrika und Europa Das Entsetzen ist groß, der Schock sitzt tief – auch im Plenum des Deutschen Bundestages. Die Abgeordneten ringen um Worte als sie am Mittwoch über die furchtbare Flüchtlingskatastrophe vom Mittelmeer debattieren. Doch eines wird klar: „Das Sterben im Mittelmeer muss beendet werden“, forderte Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU- Bundestagsfraktion. 900 Menschen verloren am ver­ gangenen Wochenende ihr Le­ ben, als ein Flüchtlingsboot vor den Toren Europas kenterte. „Deutschland, die EU, wir alle wol­ len angesichts dieser Ereignisse nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, machte Bundes­ innenminister Dr. Thomas de Maizière deutlich. Man müsse nun gemeinsam europäisch han­ deln, nach Lösungen suchen und Antworten finden. Dabei ist ein Dreiklang nötig: Men­ schen retten, Flucht­ ursachen bekämpfen und Schleuserban­ den das Handwerk legen. Am Donnerstag haben die Staats- und Regierungschefs in Brüssel eine Verdreifachung der Mittel für die Seenotrettung beschlossen. Zudem könnte die deutsche Marine eingesetzt wer­ den. „Es ist richtig, dass sich Europa nicht abschotten darf. Es ist aber genauso richtig, dass Europa nicht jeden aus Afrika aufnehmen kann“, unterstrich de Maizière. Dies gefährde in erster Linie die Zukunft Afrikas selbst. Denn es Foto: picture aliance/dpa sind vor allem die Eliten, die den Kontinent verlassen. Daran jedoch dürfte auch Afrika kein Interesse haben. Hans-Peter Friedrich schlug deshalb vor, für Fluchtalternativen innerhalb Afrikas zu sorgen. Zu­ dem sei es nötig, außerhalb Eu­ ropas Anlaufstellen zu schaffen, um Asylanträge zu prüfen, so Friedrich. Auch dies sei ein Weg den kriminellen Schlepperbanden das Handwerk zu legen. Diese betreiben mit den Flüchtlingen ein schmutziges Ge­ schäft, schleusen sie in maroden Booten gen Europa. Bis zu fünf Milliarden Dollar sollen die Schlepper pro Jahr auf dem Mittelmeer verdienen. Innerhalb Europas müsse man derweil soldarisch handeln, die Flüchtlinge zwischen den Staa­ ten gerechter verteilen. Von den 630.000 Asylanträgen in Europa wurden im vergangenen Jahr mehr als 200.000 in Deutschland gestellt. „Das bedeutet, Verant­ wortung zu übernehmen und zu tragen. Dass wir das gemeinsam tun, darauf hoffe ich“, stellte Fried­ rich zum Schluss klar. Gemeinsame Verantwortung Hansjörg Durz MdB
  • 2. 24.04.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 2 Die Energiewende stellt Verbraucher, Unternehmen und Politik vor große Aufgaben. Bei dem Gespräch mit der Landesgruppe lag der Fokus auf dem Strommarktdesign. Zentrale Fragen sind hier: Wie soll das zukünftige Marktdesign für den Stromsektor aussehen, um zuverlässig, umwelt­ verträglich und kosteneffizient En­ ergie für die Energieverbraucher be­ reitzustellen? Welche Stellschrauben sind die richtigen? Die Abgeordneten der CSU-Landes­ gruppe und Staatsministerin Aigner waren sich einig: Die bayerische und deutsche Industrie braucht auch zukünftig Versorgungssicherheit. Der Austausch zeigte aber auch, dass vielschichtige Herausforderungen zu bewältigen sind. Internationale Versorgungsmöglichkeiten mit Gas, drohende Kapazitätslücken oder der europäische Energiebinnenmarkt wurden intensiv diskutiert. D i e s e W o c h e Flüchtlingstragödie auf dem Mittelmeer Zwischen Afrika und Europa 1 Im Interview: Stephan Mayer, Flüchtlingsbeauftragter der CSU-Landesgruppe „Seenotrettung alleine wird nicht ausreichen“ 2 Im Gespräch mit Staatsministerin Aigner Stellschrauben für das Strommarktdesign 2 Klausurtagung der Koalitionsspitzen Göttingen Beschluss: Alleinerziehende entlasten 3 Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren Gedenken an die Opfer 3 Finanzielle Verbesserung Mehr Geld für Kinder 3 Wirtschaftsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Eine Revolution, die man gestalten muss“ 4 Nachtragshaushalt Mehr Geld für die Infrastruktur 4 Im Interview: Stephan Mayer, Flüchtlingsbeauftragter der CSU-Landesgruppe „Seenotrettung alleine wird nicht ausreichen“ Die Flüchtlingskatastrophe fordert viele Antworten auf dringende Fragen: Wie können solche Tragödien ver- hindert werden? Was ist nun zu tun? Die CSU-Landesgruppe hat einen eigenen Beauftragten bestimmt, um sich diesem Thema intensiver zu widmen. Stephan Mayer gibt Antworten – im Interview. Was sind jetzt die wichtigsten Maßnahmen, um weitere Kata- strophen zu verhindern? Wir müssen alles tun, damit Men­ schen nicht auf dem Mittelmeer ster­ ben. Mit Seenotrettung alleine werden wir dieses Ziel aber nicht erreichen. Es ist wichtig, dass künftig weniger Men­ schen die gefährliche Reise antreten. Dazu müssen wir den Schleppern mit allen Mitteln das Handwerk legen und die Lebensbedingungen der Menschen in den Herkunftsregionen verbessern. Aber wie können diese Bedin- gungen so verbessert werden, dass die Menschen in Afrika eine Perspektive für ihr Leben sehen? Die Bekämpfung der Fluchtursachen ist eine Herkulesaufgabe der Außen- und Entwicklungspolitik: Es geht um die Beseitigung von Armut und um die politische Stabilisierung ganzer Regionen. Die Situation in Syrien und Libyen zeigt, dass die Not dort am größten ist, wo Bürgerkrieg herrscht und staatliche Strukturen fehlen. In der Sub-Sahara Region steht hingegen die Armutsbekämpfung im Vordergrund. Wo immer möglich, muss deshalb die Kooperation mit den afrikanischen Staaten intensiviert werden. Ein Punkt ist auch eine bessere Seenotrettung. Doch wie könnte diese funktionieren? Ist eine Neu- auflage von Mare Nostrum nötig? IMPRESSUM: Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder. Foto Editorial: Verantwortliche Redakteurin: Linda Dietze 11011 Berlin · Platz der Republik 1 Telefon: (030) 227 - 70212 e-mail: bab@cducsu.de internet: www.csu-landesgruppe.de Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­- lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Der Aufwand für die Seenotrettung im Mittelmeer ist seit dem Ende von Mare Nostrum im Oktober 2014 gewachsen. Die Operationen Triton und Poseidon haben mehr Mittel zur Verfügung. Das Mittelmeer sicher zu machen, wird jedoch mit keinem Aufwand der Welt möglich sein. Denn die Schlepperbanden haben sich auf die verbesserte Rettung eingestellt und nutzen Boote, die für die gesamte Überfahrt ohnehin nicht taugen. Eine Seenotrettung vollendet nur das Werk der Schlepper, denen es egal ist, ob ein Boot ankommt oder nicht. Diskutiert wird darüber, Asylanträ- ge bereits vor Ort zu bearbeiten. Was halten Sie davon? Die Entgegennahme von Asylan­ trägen in den Fluchtländern ist kein Allheilmittel. Sicher würden sich die abgelehnten Asylbewerber trotzdem auf den Weg nach Europa machen. Foto: Henning Schacht Stephan Mayer MdB ist auch innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Im Gespräch mit Staatsministerin Aigner Stellschrauben für das Strommarktdesign Sicher, sauber und bezahlbar. Diese Ziele verfolgt die Energiepolitik. Die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Energie, Ilse Aigner, diskutierte mit der CSU-Landesgruppe die aktuellen Herausforderungen. Foto: CSU-Landesgruppe Brief aus Berlin Marcus Mark
  • 3. 24.04.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 3 Klausurtagung der Koalitionsspitzen Göttingen Beschluss: Alleinerziehende entlasten Die Forschung in Deutschland stärken, Alleinerziehende unterstützen und Kriminalität sowie Terrorismus bekämpfen. Das waren die Kernpunkte der Klausurtagung der Fraktionsvorstände der CDU/CSU- und SPD-Bundes- tagfraktionen vergangene Woche in Göttingen. Die Fraktionsführungen haben sich unter anderem auf eine steuerliche Entlastung der Alleinerziehenden ver­ ständigt. Für diese soll der Freibetrag angehoben werden: von 1.308 Euro auf 1.908 Euro monatlich. „CSU und CDU ist die Förderung von Alleiner­ ziehenden schon lange ein wichtiges Anliegen. Die CSU hat sogar einen entsprechenden Parteitagsbeschluss. Es freut mich deshalb, dass wir uns nun auf eine höhere Entlastung verständigen konnten. Das ist ein Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion Finanzielle Verbesserung Mehr Geld für Kinder Ein ganzes Paket von finanziellen Verbesserungen für Familien hat der Deutsche Bundestag am Donnestag in erster Lesung beraten. So wird, wie verfassungsrechtlich geboten, der steuerliche Kinderfrei­ betrag sowie der Grundfreibetrag erhöht werden, ebenso wird der Kinderzuschlag und das Kindergeld angehoben. Letzteres soll dem Gesetzentwurf zufolge 2015 um vier Euro und 2016 um weitere zwei Euro pro Monat steigen. Damit werden auch Familien gefördert, auf die sich eine Erhöhung des Kinderfreibetrags nicht auswirkt. Außerdem soll der Kinderzuschlag um 20 Euro auf monatlich 160 Euro angehoben werden. Dies gilt ab dem 1. Juli 2016. Davon profitieren vor allem Familien mit niedrigem Einkommen – laut Bundesregierung betrifft dies rund 200.000 Familien in Deutschland. wichtiges Signal für alle Alleinerzie­ henden“, erklärte Gerda Hasselfeldt im Anschluss an die Klausurtagung. Die Vorsitzende der CSU-Landesgrup­ pe betonte jedoch auch, dass in der zweiten Hälfte die Innovationspolitik im Vordergrund stehen werde. Dazu fließen 400 Millionen Euro mehr pro Jahr in die Wissenschaftsforschung. Insgesamt fünf Papiere haben die Koalitionsspitzen in Göttingen be­ schlossen. Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren Gedenken an die Opfer Der Deutsche Bundestag hat sich am Freitag vor den Opfern der Vertrei- bungen und Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren verneigt. Die Koalitionsfraktionen beklagen in einem Antrag die Taten der damaligen türkischen Regierung, sie bedauern aber auch die unrühmliche Rolle des Deutschen Reiches. Am 24. April 1915 begann die Vertrei­ bung und Vernichtung von über einer Millionen Armeniern im osmanischen Konstantinopel. „Ihr Schicksal steht beispielhaft für die Geschichte der Massenvernichtungen, der ethnischen Säuberungen, der Vertreibungen, ja der Völkermorde, von denen das 20. Jahrhundert so schrecklich ge­ zeichnet ist“, heißt es in dem Antrag. Die Koalition verständigte sich bewusst darauf, den Begriff des Völkermords zu verwenden. Man wisse jedoch Gedenkstätte in Eriwan/Armenien Foto: picture alliance/dpa um die Einzigartigkeit des Holocaust, für den Deutschland die Schuld und Verantwortung trage. Der Bundestag hat mit dem Antrag, der nun in den Ausschüssen beraten wird, die Bundesregierung aufgefor­ dert, die türkische Seite zu ermutigen, sich mit den damaligen Ereignissen auseinanderzusetzen, um so den notwendigen Grundstein zu einer Versöhnung mit dem armenischen Volk zu legen. + + + kurz notiert + + + Über Sparer und Soldaten Kleinanlegerschutzgesetz beschlos- sen: Durch das Gesetz sollen die Transparenz von Finanzprodukten und Informationen über Vermögensanla­ gen verbessert werden. Dadurch wird es Anlegern möglich, die Seriosität, Renditeaussichten und die Risiken der Geldanlage besser abschätzen zu können. Das Vertrauen in die in Deutschland angebotenen Produkte wird somit gestärkt. Jahresbericht 2014 des Wehrbeauf- tragten: Die Ausrüstung und Ausstat­ tung der Soldaten der Bundeswehr wurde verbessert, dennoch gibt es weiterhin Defizite, die beseitigt werden müssen. Dies hält der Wehrbericht 2014 fest. Zu einem positiven Ergebnis kommt der Bericht bei der Betreuung von Soldatinnen und Soldaten, die von Einsätzen zurückkehren. Auch die Ver­ einbarkeit von Familie und Dienst ist Thema in dem Bericht. Hier gibt es vor allem bei der Kindertagesbetreuung Nachholbedarf. Brief aus Berlin
  • 4. 24.04.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 4 Nachtragshaushalt Mehr Geld für die Infrastruktur Das Zehn-Milliarden-Euro-Investitionspaket kommt. Am Donnerstag hat der Bundestag in erster Lesung über einen Nachtragshaushalt 2015 beraten und so den Weg für die Investitionsoffensive in den Jahren 2016 bis 2018 freigemacht. Insbesondere die Verkehrs- und digitale Infrastruktur soll durch dieses Programm gestärkt werden. Allein dafür werden 4,35 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stehen. Es gehe darum, Deutschland zu­kunftsfest zu machen. „Der Nachtragshaushalt 2015 ist auch ein Haushalt, der unsere Kommunen stärkt“, unterstrich Bartholomäus Kalb, finanzpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe. Ein Fonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro wird zur Stärkung der Investitionstätigkeit finanzschwacher Kommunen ge­ bildet. Außerdem werden die Kommunen und Länder in den Jahren 2015 und 2016 mit jeweils 500 Millionen Euro bei den Kosten für Asylbewerber entlastet. Foto: picture alliance/chromorange Personalien Iris Eberl neu im Bundestag Personalwechsel in der CSU-Landesgruppe: Dr. Peter Gauweiler hat Ende März sein Bun­ destagsmandat nie­ dergelegt. Für ihn rückt Iris Eberl neu ins Parla­ ment ein. Die 56-Jäh­ rige ist Kreisvorsitzende der Frauen-Union in Aichach-Friedberg und Oberstudienrätin. „Mei­ ne langjährige beruf­ liche Erfahrung im gym­ nasialen Lehrberuf hat mich davon überzeugt, dass unsere Kinder und Jugendlichen eine viel stärkere Lobby innerhalb unserer Gesellschaft brauchen. Ich sehe es als meine Aufgabe, in diesem Sinne meine ordentliche Mitgliedschaft im Europaausschuss zu nut­ zen“, sagte Iris Eberl bei ihrem Amtsantritt. Ihr besonderes Interesse gelte selbstverständlich den Anliegen der Bürger ihrer Heimat. Im Petitionsausschuss möchte sie sich daher intensiv um die Probleme vor Ort kümmern. Eberl ist verheiratet und hat zwei Söhne. Zur Bundestagswahl 2013 trat sie auf Platz 41 der Landesliste an und verpasste damals den Einzug in den Bundestag. Iris Eberl Foto: Fotostudio Wessely rausforderungen. Investitionen in die digitale Infrastruktur und den Breitbandausbau seien dabei von besonderer Bedeutung, stellten alle Diskussionsteilnehmer einhellig fest. Denn der Breitbandausbau sei die Voraussetzung für die Digitalisierung und die Wirtschaft 4.0. Bundes­ kanzlerin Dr. Angela Merkel machte deutlich: „Big Data in Deutschland ist eine große Zukunftsentscheidung.“ Max Straubinger, der Parlamenta­ rische Geschäftsführer der CSU- Landesgruppe, betonte in seinem Schlusswort, dass CSU und CDU bei allen Themen gemeinsam für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands eintreten werden. Wirtschaftsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion „Eine Revolution, die man gestalten muss“ Investitionsklima, TTIP, Erbschaftsteuerreform und vor allem die Industrie 4.0 – beim Wirtschaftsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion standen die Gegenwart und Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Mittelpunkt. Gerade die Digitalisierung werde enorme Veränderungen mit sich bringen. Dies müsse man als Chance begreifen, forderte CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt bei der Podiumsdiskussion. Industrie und Wirtschaft 4.0 seien gesamtgesellschaftliche Aufgaben der Zukunft, „eine Revolution, die man gestalten muss“, so Gerda Has­ selfeldt. Im Gespräch mit den Spitzen der deutschen Wirtschaftsverbände diskutierten deshalb Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, sowie Hasselfeldt die künftigen He­ Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion/ Brief aus Berlin