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39. Klausurtagung in Wildbad Kreuth
09.01.2015
Solidarität, Stabilität, Sicherheit
Drei kraftvolle Tage in Wildbad Kreuth: Auf der 39. Klausurtagung
legte die CSU-Landesgruppe die Basis für ihre Arbeit im Jahr 2015.
Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt setzt dabei auf die
zentralen Botschaften Stabilität, Solidarität und Sicherheit.
In mehreren Papieren formulierte
die CSU-Landesgruppe auf der
Klausurtagung ihre Positionen
und Forderungen — etwa zum
Wirtschaftsstandort Deutschland,
zur beruflichen Bildung, zum
schnellen Internet, zur Reform
der Erbschaft- und Grundsteuer,
zur Außenpolitik, zur organisierten
Kriminalität, zur Asylpolitik sowie
ganz aktuell zu den Anschlägen
in Paris und damit verbunden
zum Kampf gegen den islamis-
tischen Terror. Die Klausurtagung
gilt als der Impulsgeber für die
Bundespolitik. Denn hier gibt die
CSU-Landesgruppe
mit ihren Beschlüs-
sen Antworten auf
die Fragen, die die
Menschen bewe-
gen. So zum Bei-
spiel zum Umgang
mit den Flüchtlingsströmen in
den vergangenen Monaten. Die
Solidarität der Bevölkerung sei
überwältigend. Doch damit diese
nicht kippe, brauche man eine
ausgewogene Politik, machte
Hasselfeldt klar. Solidarität dürfe
nicht nur nach innen, sondern
müsse auch nach außen gelten.
Dafür steht die CSU wie keine
andere Partei: Solidarität und
Sensibilität mit denjenigen, die
Foto: CSU-Landesgruppe
Hilfe benötigen aber zugleich auch
eine schnellere Abschiebung bei
unbegründeten Asylanträgen.
Die Innere Sicherheit ist eines der
Kernthemen der CSU. Doch auch
der ausgeglichene Haushalt, stabi-
le Wirtschaft und Finanzen werden
fundamental mit der Union ver-
bunden. Die positive Situation auf
dem deutschen und vor allem dem
bayerischen Arbeitsmarkt ist nach
wie vor stabil. Doch die weltweiten
Krisen mahnen angesichts der
Exportabhängigkeit der deutschen
Wirtschaft zur Wachsamkeit. „Die
jetzige Situation ist
nicht gottgegeben,
sie muss immer wie-
der neu hart erarbei-
tet werden“, sagte
Gerda Hasselfeldt.
In Kreuth stellte die
CSU-Landesgruppe klar: Es wird
keine höheren Steuern geben,
keine neuen Schulden und Inve-
stitionen werden zu einem großen
Teil in die Verkehrsinfrastruktur,
den Breitbandausbau sowie in
Bildung und Forschung fließen.
Doch nicht nur in Deutschland sei
eine stabile wirtschaftliche Lage
von großer Bedeutung. Stabilität
benötige man in ganz Europa.
Antworten auf
die Fragen, die
die Menschen
bewegen
Liebe Leserinnen und Leser,
traditionell trifft sich die CSU-Landesgruppe
zum Jahresauftakt in Kreuth, um aktuelle
Themen zu besprechen und die Schwerpunkte
der politischen Agenda festzulegen. Neben der
Wirtschaftspolitik und der inneren Sicherheit
standen bei der diesjährigen Tagung die Außen-
und die Asylpolitik im Mittelpunkt der Debatte.
Die außenpolitischen Krisenherde vor allem
in der Ukraine, in Syrien und dem Nordirak
bestimmen auch im neuen Jahr die Schlag-
zeilen. Durch intensive Diskussionen mit dem
NATO-Generalsekretär Stoltenberg und dem
ukrainischen Außenminister Klimkin haben wir
in Kreuth ein starkes Signal für die internatio-
nale Friedensordnung und gegen die Verletzung
des Völkerrechts gesetzt. Deutschland steht zu
seiner internationalen Verantwortung und ist
verlässlicher Partner für eine friedliche und
sichere Welt.
Für uns steht außer Frage, dass wir Menschen,
die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen,
sowohl vor Ort als auch bei uns unterstützen.
Wer bei uns Schutz sucht, kann sich auf unsere
Hilfe verlassen. Wer das Asylrecht allerdings
aus wirtschaftlichen Gründen missbraucht, hat
Deutschland schnell wieder zu verlassen. Dazu
wollen wir die Verfahren beschleunigen – so wie
es auch in unseren Nachbarländern Niederlande
und Schweiz erfolgreich praktikziert wird. Dies
ist auch im Sinne der Betroffenen, die schnell
Klarheit über ihre Zukunft brauchen. Damit ver-
binden wir Solidarität mit Gerechtigkeit, indem
wir die Hilfe auf diejenigen konzentrieren, die
sie tatsächlich benötigen.
Unbegleiteten Minderjährigen wollen wir hier
eine Zukunft über eine Ausbildung ermöglichen.
Mit dem Erlernen der Sprache und eines Berufes
soll ihnen eine Zukunftsperspektive eröffnet wer-
den. Wir bringen uns weiter kraftvoll ein – für
eine moderne und gerechte Asylpolitik, die die
Zustimmung unserer Bevölkerung findet.
KREUTH
BRIEF AUS
Hansjörg Durz MdB
09.01.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 2
D i e s e W o c h e
IMPRESSUM:
Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche
Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder.
Foto Editorial:
Redaktion: Inge Niebergall
Verantwortliche Redakteurin: Linda Dietze
11011 Berlin · Platz der Republik 1
Telefon:	 (030) 227	 -	70212
e-mail:	bab@cducsu.de
internet:	www.csu-landesgruppe.de
39. Klausurtagung in Wildbad Kreuth
Solidarität, Stabilität, Sicherheit	 1
Beschluss
Ausgewogene Asylpolitik	 2
Beschluss
Organisierte Kriminalität	 2
Bundesinnenminister de Maizière in Kreuth
Für eine Vorratsdatenspeicherung	 2
Beschluss
Islamistischer Terrorismus	 2
Ukrainischer Außenminister und Nato-Generalsekretär
in Kreuth
Ernsthafte und intensive Diskussionen	 3
Beschluss: „Deutschland - verlässlicher Bündnispartner“
Schulterschluss für die Sicherheit	 3
Im Dialog
Politik trifft Wirtschaft	 4
Beschluss Erbschaftsteuer
Familienunternehmen schützen	 4
Beschluss starke Wirtschaft
Wachstumsmotor Europa	 4
Beschluss
Berufliche Bildung	 4
EU-Kommissar Günther H. Oettinger in Kreuth
„Daten sind die Währung der Zukunft“	 5
Beschluss „Schnelles Internet für Stadt und Land“
Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder	 5
Presseschau
Im medialen Fokus: Schlagzeilen im Schnee	 6
Bundesinnenminister de Maizière in Kreuth
Beschluss
Ausgewogene
Asylpolitik
Die Zahl der Asylbewerber steigt.
Das ist eine Herausforderung für
Bund, Länder und Kommunen:
Für eine Vorratsdatenspeicherung
„Die Anschläge in Paris verdeutlichen die Dringlichkeit“, stellte Bundes­
innenminister de Maizière in Kreuth bezüglich einer Vorratsdatenspeiche-
rung klar. Der Minister sprach sich auch für eine schnellere Abschiebung
von Asylbewerbern aus, die unbegründet nach Deutschland kamen.
Die Anschläge in Paris auf eine
französische Zeitung stellen einen
direkten Angriff auf unsere Werte
von freier Meinungsäußerung, Tole-
ranz und Achtung vor dem mensch-
lichen Leben dar. Bundesinnenmi-
nister Thomas de Maizière warnte
jedoch vor hektischem Aktionismus.
Vielmehr sei Konsequenz und Nach-
druck notwendig, um die einge-
schlagene Strategie unerschrocken
weiter zu verfolgen, so der Minister
de Maizière. Hierfür müssen die
zuständigen Sicherheitsorgane die
nötigen technischen und rechtlichen
Mittel erhalten. De Maizière sprach
sich wie zuvor die CSU-Landesgrup-
pe für die Vorratsdatenspeicherung
im Kampf gegen den Terrorismus
aus. Er halte diese für nötig und
geboten. „Die Anschläge in Paris
verdeutlichen die Dringlichkeit“, so
der Innenminister.
Auch bei der Asylpolitik befürwor-
tet de Maizière schnelle Entschei-
dungen. Es sei auch für die Asyl-
bewerber wichtig, möglichst früh
zu wissen, ob sie in Deutschland
bleiben können.
Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­-
lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden.
Foto: picture alliance/dpa
Beschluss
Organisierte
Kriminalität
Die Zahl der Wohnungseinbrüche
hat dramatisch zugenommen. Ein
Beschluss für mehr Sicherheit:
Beschluss
Islamistischer
Terrorismus
Der Anschlag auf eine französische
Zeitung erschüttert. Bedrohungen
ist entschlossen zu begegnen:
♦♦ Die Lasten innerhalb Deutschlands
müssen gerecht verteilt werden.
♦♦ Die Mitglieder der EU müssen zeit-
nah geltendes Recht auch umsetzen.
♦♦ Wer durch Krieg, Gewalt oder ras-
sistische und religiöse Verfolgung
vertrieben wird, dem helfen wir. Wer
aber aus rein wirtschaftlichen Grün-
den Asyl sucht, muss Deutschland
zügig wieder verlassen.
♦♦ Wer im Zuge der Fachkräftezuwan-
derung kommt, muss auf Dauer
seinen Lebensunterhalt aus eigenen
Kräften bestreiten können.
♦♦ Verbesserungen bei den Aufent-
haltsbeendigungen für diejenigen,
denen kein Aufenthaltsrecht oder
Duldung zusteht.
♦♦ Die CSU-Landesgruppe fordert den
Einsatz einer modernen Software.
Diese soll Kriminalitätsschwerpunkte
besser lokalisieren können.
♦♦ Durch Telefonüberwachung, Spei-
cherung der Verbindungsdaten
und Funkzellenabfragen sollen Tä-
terstrukturen leichter aufgedeckt
werden.
♦♦ In Großstädten und grenznahen Re-
gionen sind verstärkte polizeiliche
Kontrollfahrten durchzuführen.
♦♦ Der Abbau von Polizeidienststellen in
einigen Ländern ist unverantwortlich.
♦♦ Ein bereits ausgehandeltes Poli-
zeiabkommen mit Tschechien im
Kampf gegen Grenzkriminalität soll
umgehend in Kraft treten.
♦♦ Der Angriff auf die Presse- und Mei-
nungsfreiheit ist ein Angriff auf die
freiheitlich demokratischen Grund-
werte Europas. Unsere Freiheit
muss gemeinsam verteidigt werden.
♦♦ Mehr als 500 Personen sind aus
Deutschland ausgereist, um sich für
den terroristischen Nahkampf aus-
zubilden. Dem Einheit zu gebieten,
ist in der nächsten Zeit sich stärker
zu widmen.
♦♦ Es darf keine Toleranz im weltwei-
ten Kampf gegen die Finanzierung
und Unterstützung des Terrorismus
geben.
♦♦ Sympathiewerbung für terrori-
stische Vereinigungen muss ein-
facher bestraft werden können.
Brief aus Kreuth
Marcus Mark
09.01.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 3
Ukrainischer Außenminister und Nato-Generalsekretär in Kreuth
Beschluss: „Deutschland - verlässlicher Bündnispartner“
Schulterschluss für die Sicherheit
Die internationalen Krisen verlangen Antworten. Deutschland stellt sich seiner gestiegenen internationalen
Verantwortung. Wirtschaftlich stark und stabil ist es ein gefragter und verlässlicher Partner bei der Bewälti-
gung der vielfältigen Aufgaben. Für die CSU-Landesgruppe ist klar:
♦♦ Die Achtung des Völkerrechts und
die territoriale Integrität dürfen
nicht in Frage gestellt werden. Die
Annexion der Krim ist ein Völker-
rechtsbruch und wird von uns nicht
anerkannt.
♦♦ Die Gespräche zur Lösung des
Ukraine-Konfliktes führen wir in
klarer Bündnisorientierung.
♦♦ Ein gutes Verhältnis zu Russland
zur Lösung vieler globaler Probleme
ist unerlässlich. Eine Verständigung
darf aber nicht die Aufgabe wesent-
licher Werte zum Preis haben.
♦♦ An den spürbaren, gezielten Sankti-
onen wird festgehalten. Sie können
verschärft, aber auch aufgehoben
werden.
♦♦ Das Vorgehen der NATO-Partner ge-
gen den sogenannten Islamischen
Staat ist richtig.
♦♦ Vorrangige Bedeutung kommt der
Hilfe für die Flüchtlinge im Irak,
Syrien und den umliegenden Staa-
ten zu.
♦♦ Die Waffen- und Munitionsliefe-
rungen an die Verteidiger Irakisch-
Kurdistans waren richtig.
♦♦ Für eine nachhaltige Hilfe braucht
es auch eine effektive Ausbildung
der Verteidiger.
♦♦ Der Nahe Osten benötigt neben
kurzfristigem Krisenmanagement
auch mittel- und langfristige Pers­
pektiven.
♦♦ Um Sicherheit und Frieden voran-
zubringen braucht es eine gemein-
same Außen-und Sicherheitspolitik,
in der alle 28 Staaten an einem
Strang ziehen.
♦♦ Die Geschlossenheit im Ukraine-
Konflikt ist Europas größter Trumpf.
♦♦ Die Assoziierung der Ukraine sowie
Georgiens und Moldaus mit der EU
verdient Unterstützung. Die Frage
eines EU-Beitritts stellt sich aber
derzeit nicht.
♦♦ Als verlässlicher Bündnispart-
ner brauchen wir eine moderne,
schlagkräftige Bundeswehr mit
erstklassiger Ausstattung. Die dafür
eingeplanten Haushaltsmittel müs-
sen vollständig ausgegeben werden.
Ernsthafte und intensive Diskussionen
Die Außenpolitik stand im Mittelpunkt der Klausurtagung. Dazu kamen sich der Nato-Generalsekretär Jens
Stoltenberg und der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin nach Wildbad Kreuth. Der hochrangige Besuch
zeige die Wertschätzung der CSU, so Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt.
„Wir sind wachsam und stehen fest,
um unsere Werte zu verteidigen“,
sagte NATO-Generalsekretär Jens
Stoltenberg mit Blick auf die gestri-
gen Anschläge auf die französische
Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in Paris.
Im Gespräch mit den CSU-Bun-
destagsabgeordneten hob NATO-
Generalsekretär Stoltenberg Deutsch-
lands Rolle als Schlüsselnation des
Verteidigungsbündnisses hervor und
lobte das deutsche Engagement in
der „NATO Response Force“, einer
effizienten NATO-Eingreiftruppe.
Landesgruppenvorsitzende Hassel-
feldt unterstrich die Verankerung
Deutschlands in EU und NATO. Die
CSU-Landesgruppe stellt mit ihren
Kreuther Beschlüssen Weichen für
die gestiegene internationale Ver-
antwortung Deutschlands: Das neue
Weißbuch, die Sicherung wichtiger
Schlüsseltechnologien, die erstklas-
sige Ausstattung der Bundeswehr
sowie die tatsächliche Nutzung der
bestehenden Haushaltsmittel sind
wichtige Forderungen, um Deutsch-
lands Rolle als Schlüsselnation der
NATO und EU weiter zu stärken.
Zum ukrainisch-russischen Konflikt
macht die CSU-Landesgruppe deut-
lich, dass ein gutes Verhältnis zu
Russland zur Lösung vieler globaler
Probleme notwendig ist. Mit dem
ukrainischen Außenminister Pawlo
Klimkin führte man in Kreuth eine
intensive und ernsthafte Diskussion.
Foto: CSU-Landesgruppe Foto: CSU-Landesgruppe
Brief aus Kreuth
09.01.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 4
Beschluss Erbschaftsteuer
Familienunternehmen schützen
Familienunternehmen sind die tragende Säule des
Mittelstandes und der deutschen Wirtschaft. Diese
Unternehmen sollen bei Generationswechseln von der
Erbschaftsteuer nicht stärker belastet werden – sofern
die Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Beschluss starke Wirtschaft
Wachstumsmotor Europa
Deutschland ist der Wachstumsmotor Europas und
Stabilitätsanker der Eurozone. Damit dies auch in Zu-
kunft so bleibt, müssen die Standortfaktoren gestärkt
werden: Ein Beschluss für eine „starke Wirtschaft –
starkes Bayern“.
Im Dialog
Politik trifft Wirtschaft
„Es ist höchste Zeit für ein Jahr der Wirtschaft“, sagte Hans Peter Wolls-
eifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerkes (ZDH),
in Kreuth. Nach der Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63
benötige man nun Maßnahmen, die die Unternehmen entlasten.
Die Zahlen für 2014 sind gut: Allein
im Handwerk gibt es 25.000 Ar-
beitsplätze zusätzlich gegeben. Doch
für dieses Jahr sei die Prognose bei
weitem nicht so rosig, meinte Woll­
seifer. Internationale Krisen aber auch
innenpolitische Entscheidungen seien
Gründe dafür. Als Beispiel nannte der
ZDH-Präsident unter anderem die
Dokumentationspflichten beim Min-
destlohn. Doch auch die Rente mit 63
sei kontraproduktiv. Denn diese ver-
schärfe den Mangel an Fachkräften.
Zumal immer mehr junge Menschen
sich für ein Studium und gegen eine
berufliche Ausbildung entscheiden.
In Kreuth hat die CSU-Landesgruppe
deshalb ein Papier zur Stärkung der
Dualen Ausbildung beschlossen. Die-
se sei der Grund, warum Deutschland
eine so geringe Jugendarbeitslosigkeit
habe, so Wollseifer. Er appellierte an
eine gemeinsame Bildungsinitiative
zwischen Handwerk und Politik.
Auch Margret Suckale, Präsidentin
des Chemiearbeitgeberverbandes,
möchte den Austausch zwischen
Politik und Wirtschaft stärken. Neben
qualifizierten Fachkräften sei ein en-
ger Kontakt zu den Kunden sowie zur
Wissenschaft und Forschung wichtig
für eine starke Wirtschaft, so Suckale.
Foto: CSU-Landesgruppe
(v.l.n.r.): Max Straubinger, Hans Peter Wollseifer, Margret Suckale, Gerda Hasselfeldt, Ilse Aigner
Beschluss
Berufliche Bildung
Es ist ein Exportschlager: das deut-
sche Ausbildungssystem. Die Duale
Ausbildung soll mit einem Beschluss
gestärkt werden.
♦♦ Der Hochschulpakt von heute darf
nicht den Fachkräftemangel von
morgen finanzieren.
♦♦ Für akademisch Qualifizierte soll das
Meister-Bafög geöffnet werden.
♦♦ Wir wollen dafür sorgen, dass das
Berufsbildungssystem nicht nur im
Ausland, sondern auch im Inland die
gebührende Wertschätzung erfährt.
♦♦ Wenn Wirtschaftskraft und Wohl-
stand bewahrt werden sollen, kann
auf keinen Schulabgänger verzichtet
werden.
♦♦ Unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlingen, die sich hier qualifi-
zieren wollen, soll die Möglichkeit
zu einem Schulabschluss und einer
dualen Ausbildung offen stehen.
♦♦ Gut integrierten Jugendlichen muss
die Möglichkeit gegeben werden,
eine in Deutschland begonnene
Ausbildung abzuschließen.
♦♦ Mit dem Thema Berufliche Bildung
soll sich eine Enquete-Kommission
im Deutschen Bundestag befassen.
♦♦ Bei der Reform der Grundsteuer trägt die CSU-Landes-
gruppe kein Modell mit, welches sich an Verkehrswerten
orientiert. Denn die Ermittlung der Grundsteuer würde
so verkompliziert und bliebe intransparent.
♦♦ Steuererhöhungen sind ausgeschlossen. Dieses Verspre-
chen ist auch für die anstehenden Reform der Grund-und
Erbschaftsteuer maßgebend.
♦♦ Es darf keine weitere Belastung für Wirtschaft und Be-
völkerung geben.
♦♦ Wir setzen uns weiter für eine Regionalisierung von
Grund- und Erbschaftsteuer ein. Steuern, die den
Ländern zustehen, sollen auch von den Ländern selbst
bestimmt werden.
♦♦ Familiengeführte Unternehmen dürfen beim Gene-
rationenübergang nicht durch die Reform der Erb-
schaftsteuer gefährdet werden. Deswegen müssen die
Verschonungsregelungen und Spielräume so weit wie
verfassungsrechtlich zulässig erhalten werden.
♦♦ Für die Verkehrsinfrastruktur sollen fünf Milliarden zu-
sätzlich ausgegeben werden.
♦♦ Für die öffentlich-private Zusammenarbeit soll eine
Datenbank eingerichtet werden. Mittelständische Unter-
nehmen erfahren so von geplanten Projekten. Sie können
ihre Kräfte bündeln und gemeinsame Angebote abgeben.
♦♦ Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für Infrastrukturvor­
haben soll verpflichtend werden.
♦♦ Es darf keine Steuererhöhungen geben – eine Integra-
tion des Solidaritätszuschlags in die Einkommensteuer
wird abgelehnt.
♦♦ Zeitarbeit ist eine stabile Brücke in den Arbeitsmarkt.
Allerdings darf sie nicht zu Lohndumping führen. Künftig
sollen deshalb nach neun Monaten Stammbelegschaft
und Zeitarbeiter gleich bezahlt werden.
♦♦ Bürokratie muss abgebaut werden – dies muss auf na­
tionaler und europäischer Ebene vorangetrieben werden.
Brief aus Kreuth
09.01.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 5
EU-Kommissar Günther H. Oettinger in Kreuth
Beschluss „Schnelles Internet für Stadt und Land“
Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder
Die Weichen für eine Wirtschaft 4.0 stellte die CSU-Landesgruppe ihrem Kreuther Beschluss „Schnelles Internet
für Stadt und Land“. Denn Deutschland hat die Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder. Dabei ist schnelles
Internet die Voraussetzung, damit Deutschland sich an der Spitze des digitalen Fortschritts setzen kann.
„Daten sind die Währung der Zukunft“
Ein Rückstand von fünf Jahren habe Europa in Sachen Digitalisierung aufzuholen. Dieses Urteil fällte EU-
Kommissar Günther H. Oettinger bei der Klausurtagung in Wildbad Kreuth. Europa sei aber auf einem guten
Weg. „Wir stehen mit der Digitalisierung vor einer Revolution unserer Wirtschaft“, so der Kommissar.
Europa steht vor einem Jahr der Ent-
scheidungen. Die Entwicklung gerade
vor dem Hintergrund der anstehen-
den Wahlen in den Mitgliedstaaten
zeigt, dass der christlich-soziale Weg
richtig war und ist richtig: Stabilitäts-
statt Schuldenunion, Wachstum
über Reformen und Investitionen in
die Zukunft statt Schulden. Es ist
ein gutes Signal, so EU-Kommissar
Günther H. Oettinger und EVP-Vor-
sitzender Manfred Weber, dass der
Schwerpunkt des Zehn-Punkte-Plans
des neuen Kommissionspräsidenten
Jean-Claude Juncker auf Wachstum
und Beschäftigung liegt.
Zentrale Herausforderung ist die digi-
tale Revolution. „Europa ist auf einem
guten Weg, aber längst nicht am
Ziel“, sagte Oettinger und ergänzte:
„Entscheidend ist nun, dass wir das
Investitionsprogramm gut umsetzen.“
Denn Daten seien die Währung der
Zukunft. „Wir haben einen Rückstand
von etwa fünf Jahren aufzuholen“, so
Oettinger. Man brauche jedoch auch
einen Ruck durch die Gesellschaft, so
der EU-Kommissar.
Der Bundesminister für Verkehr und
digitale Infrastruktur, Alexander Dob-
rindt, erklärte: „Wir stehen mit der
Digitalisierung vor einer Revolution
unserer Wirtschaft. Die Verschmel-
zung der digitalen Wirtschaft mit der
realen, das ist unsere Zukunftsfrage.
Die Ketten der Wertschöpfung werden
aufgebrochen und neu zusammenge-
setzt. Was bei den mobilen Endgerä-
ten längst Realität ist, steht uns auch
für den Rest der Wirtschaft bevor.“
EVP-Chef Weber sprach sich in die-
sem Zusammenhang auch für eine
Europäisierung der digitalen Politik
aus: „Das ist die Chance unsere
Standards im Datenschutz weltweit
durchzusetzen. Es muss zum Beispiel
ein Recht auf Vergessen geben.“
Foto: CSU-Landesgruppe
♦♦ Auch ländliche Regionen sollen bis
2018 flächendeckend mit Breitband
von mindestens 50 MBit/s versorgt
werden.
♦♦ Der Breitbandausbau muss im We-
sentlichen durch den Markt erfolgen.
♦♦ Das Zehn-Milliarden Euro-Inve-
stitionsprogramm soll neben der
Stärkung der Verkehrsinfrastruktur
zu einem großen Teil auch in die
Breitbandinfrastruktur fließen.
♦♦ Leistungsfähige Netze sind die Basis,
damit Deutschland wettbewerbs-
und innovationsfähig bleibt.
♦♦ Die Bundesländer müssen eigene
Haushaltsmittel für den Ausbau von
Hochleistungsnetzen zur Verfügung
stellen. Außerdem sollen die Länder
jährlich einen Bericht veröffentli-
chen, um Wirtschaftslichkeitslücken
zu schließen: Wir wollen einen
Wettbewerb der Länder, von dem
die Menschen, Unternehmen, und
Kommunen profitieren.
♦♦ Die Verlegung von Glasfaserleitungen
muss bei der Erschließung von Neu-
baugebieten vorangetrieben werden.
Es muss das Motto gelten: kein Netz-
bau ohne Netzanschluss.
♦♦ Es müssen Synergieeffekte genutzt
werden. Denn 80 Prozent der Kosten
entstehen durch Tiefbauarbeiten.
Deshalb ist eine Mitnutzung von
Strom-, Gas-, Fern- und Abwasser-
leitungen zu ermöglichen.
♦♦ Es soll bei Bedarfsinfrastrukturpro-
jekten eine Pflicht zur bedarfsori-
entierten Verlegung von Leerrohren
geben.
♦♦ Entlang der Verkehrswege (Bundes-
autobahnen und ICE-Trassen) ist die
Breitbandversorgung zu verbessern.
Das heutige GSM-Netz soll durch ein
LTE-Netz ersetzt werden.
Brief aus Kreuth
09.01.2015		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 6
Presseschau
Im medialen Fokus: Schlagzeilen im Schnee
Das Echo war laut, die Aufmerksamkeit groß. Drei Tage lang tagte die CSU-Landesgruppe auf ihrer Klausur in
Wildbad Kreuth. Ebenfalls dabei: rund 150 Journalisten von Rundfunk, Online und Print, zehn Übertragungs-
wagen. Und das war die Klausurtagung 2015 in der Presseschau. Eine Auswahl:
Tagesschau.de: „Staatsbürger­
schafts­entzug, Personalausweis ab-
nehmen, Vorratsdatenspeicherung:
Die CSU hat sich in Wildbad Kreuth
nach dem Pariser Anschlag wieder
als Wahrer der inneren Sicherheit
präsentiert.“
Süddeutsche Zeitung: „Bei der
Winterklausur der CSU-Bundes-
tagsabgeordneten in Wildbad Kreuth
ist am Donnerstag Bemerkenswertes
passiert: Die Parlamentarier haben
ein aktuelles Positionspapier verfasst.
Sie wehren sich gegen islamistischen
Terror.“
Abendzeitung München: „Nato auf
der CSU-Klausur“
Mittelbayerische.de: „CSU präsen-
tiert Antworten auf den Terror. Die
Partei spricht sich für Vorratsdaten-
speicherung aus und gegen Anti-
Islam-Hetze — ganz im Sinne ihres
prominenten Gastes.“
Deutschlandfunk: „650 Kilometer
mit dem Auto sind es von der Hanns-
Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth bis
zum Reichstagsgebäude und damit
dem Sitz des Bundestages in Berlin.
Aber die CSU-Landesgruppe kann
noch so weit wegfahren - Berlin ist für
die Abgeordneten allgegenwärtig.“
Foto: CSU-Landesgruppe
Das war Kreuth 2015
Fotos: picture alliance/dpa, CSU-Landesgruppe
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39. Klausurtagung in Wildbad Kreuth: Solidarität, Stabilität, Sicherheit

  • 1. 39. Klausurtagung in Wildbad Kreuth 09.01.2015 Solidarität, Stabilität, Sicherheit Drei kraftvolle Tage in Wildbad Kreuth: Auf der 39. Klausurtagung legte die CSU-Landesgruppe die Basis für ihre Arbeit im Jahr 2015. Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt setzt dabei auf die zentralen Botschaften Stabilität, Solidarität und Sicherheit. In mehreren Papieren formulierte die CSU-Landesgruppe auf der Klausurtagung ihre Positionen und Forderungen — etwa zum Wirtschaftsstandort Deutschland, zur beruflichen Bildung, zum schnellen Internet, zur Reform der Erbschaft- und Grundsteuer, zur Außenpolitik, zur organisierten Kriminalität, zur Asylpolitik sowie ganz aktuell zu den Anschlägen in Paris und damit verbunden zum Kampf gegen den islamis- tischen Terror. Die Klausurtagung gilt als der Impulsgeber für die Bundespolitik. Denn hier gibt die CSU-Landesgruppe mit ihren Beschlüs- sen Antworten auf die Fragen, die die Menschen bewe- gen. So zum Bei- spiel zum Umgang mit den Flüchtlingsströmen in den vergangenen Monaten. Die Solidarität der Bevölkerung sei überwältigend. Doch damit diese nicht kippe, brauche man eine ausgewogene Politik, machte Hasselfeldt klar. Solidarität dürfe nicht nur nach innen, sondern müsse auch nach außen gelten. Dafür steht die CSU wie keine andere Partei: Solidarität und Sensibilität mit denjenigen, die Foto: CSU-Landesgruppe Hilfe benötigen aber zugleich auch eine schnellere Abschiebung bei unbegründeten Asylanträgen. Die Innere Sicherheit ist eines der Kernthemen der CSU. Doch auch der ausgeglichene Haushalt, stabi- le Wirtschaft und Finanzen werden fundamental mit der Union ver- bunden. Die positive Situation auf dem deutschen und vor allem dem bayerischen Arbeitsmarkt ist nach wie vor stabil. Doch die weltweiten Krisen mahnen angesichts der Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft zur Wachsamkeit. „Die jetzige Situation ist nicht gottgegeben, sie muss immer wie- der neu hart erarbei- tet werden“, sagte Gerda Hasselfeldt. In Kreuth stellte die CSU-Landesgruppe klar: Es wird keine höheren Steuern geben, keine neuen Schulden und Inve- stitionen werden zu einem großen Teil in die Verkehrsinfrastruktur, den Breitbandausbau sowie in Bildung und Forschung fließen. Doch nicht nur in Deutschland sei eine stabile wirtschaftliche Lage von großer Bedeutung. Stabilität benötige man in ganz Europa. Antworten auf die Fragen, die die Menschen bewegen Liebe Leserinnen und Leser, traditionell trifft sich die CSU-Landesgruppe zum Jahresauftakt in Kreuth, um aktuelle Themen zu besprechen und die Schwerpunkte der politischen Agenda festzulegen. Neben der Wirtschaftspolitik und der inneren Sicherheit standen bei der diesjährigen Tagung die Außen- und die Asylpolitik im Mittelpunkt der Debatte. Die außenpolitischen Krisenherde vor allem in der Ukraine, in Syrien und dem Nordirak bestimmen auch im neuen Jahr die Schlag- zeilen. Durch intensive Diskussionen mit dem NATO-Generalsekretär Stoltenberg und dem ukrainischen Außenminister Klimkin haben wir in Kreuth ein starkes Signal für die internatio- nale Friedensordnung und gegen die Verletzung des Völkerrechts gesetzt. Deutschland steht zu seiner internationalen Verantwortung und ist verlässlicher Partner für eine friedliche und sichere Welt. Für uns steht außer Frage, dass wir Menschen, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen, sowohl vor Ort als auch bei uns unterstützen. Wer bei uns Schutz sucht, kann sich auf unsere Hilfe verlassen. Wer das Asylrecht allerdings aus wirtschaftlichen Gründen missbraucht, hat Deutschland schnell wieder zu verlassen. Dazu wollen wir die Verfahren beschleunigen – so wie es auch in unseren Nachbarländern Niederlande und Schweiz erfolgreich praktikziert wird. Dies ist auch im Sinne der Betroffenen, die schnell Klarheit über ihre Zukunft brauchen. Damit ver- binden wir Solidarität mit Gerechtigkeit, indem wir die Hilfe auf diejenigen konzentrieren, die sie tatsächlich benötigen. Unbegleiteten Minderjährigen wollen wir hier eine Zukunft über eine Ausbildung ermöglichen. Mit dem Erlernen der Sprache und eines Berufes soll ihnen eine Zukunftsperspektive eröffnet wer- den. Wir bringen uns weiter kraftvoll ein – für eine moderne und gerechte Asylpolitik, die die Zustimmung unserer Bevölkerung findet. KREUTH BRIEF AUS Hansjörg Durz MdB
  • 2. 09.01.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 2 D i e s e W o c h e IMPRESSUM: Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder. Foto Editorial: Redaktion: Inge Niebergall Verantwortliche Redakteurin: Linda Dietze 11011 Berlin · Platz der Republik 1 Telefon: (030) 227 - 70212 e-mail: bab@cducsu.de internet: www.csu-landesgruppe.de 39. Klausurtagung in Wildbad Kreuth Solidarität, Stabilität, Sicherheit 1 Beschluss Ausgewogene Asylpolitik 2 Beschluss Organisierte Kriminalität 2 Bundesinnenminister de Maizière in Kreuth Für eine Vorratsdatenspeicherung 2 Beschluss Islamistischer Terrorismus 2 Ukrainischer Außenminister und Nato-Generalsekretär in Kreuth Ernsthafte und intensive Diskussionen 3 Beschluss: „Deutschland - verlässlicher Bündnispartner“ Schulterschluss für die Sicherheit 3 Im Dialog Politik trifft Wirtschaft 4 Beschluss Erbschaftsteuer Familienunternehmen schützen 4 Beschluss starke Wirtschaft Wachstumsmotor Europa 4 Beschluss Berufliche Bildung 4 EU-Kommissar Günther H. Oettinger in Kreuth „Daten sind die Währung der Zukunft“ 5 Beschluss „Schnelles Internet für Stadt und Land“ Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder 5 Presseschau Im medialen Fokus: Schlagzeilen im Schnee 6 Bundesinnenminister de Maizière in Kreuth Beschluss Ausgewogene Asylpolitik Die Zahl der Asylbewerber steigt. Das ist eine Herausforderung für Bund, Länder und Kommunen: Für eine Vorratsdatenspeicherung „Die Anschläge in Paris verdeutlichen die Dringlichkeit“, stellte Bundes­ innenminister de Maizière in Kreuth bezüglich einer Vorratsdatenspeiche- rung klar. Der Minister sprach sich auch für eine schnellere Abschiebung von Asylbewerbern aus, die unbegründet nach Deutschland kamen. Die Anschläge in Paris auf eine französische Zeitung stellen einen direkten Angriff auf unsere Werte von freier Meinungsäußerung, Tole- ranz und Achtung vor dem mensch- lichen Leben dar. Bundesinnenmi- nister Thomas de Maizière warnte jedoch vor hektischem Aktionismus. Vielmehr sei Konsequenz und Nach- druck notwendig, um die einge- schlagene Strategie unerschrocken weiter zu verfolgen, so der Minister de Maizière. Hierfür müssen die zuständigen Sicherheitsorgane die nötigen technischen und rechtlichen Mittel erhalten. De Maizière sprach sich wie zuvor die CSU-Landesgrup- pe für die Vorratsdatenspeicherung im Kampf gegen den Terrorismus aus. Er halte diese für nötig und geboten. „Die Anschläge in Paris verdeutlichen die Dringlichkeit“, so der Innenminister. Auch bei der Asylpolitik befürwor- tet de Maizière schnelle Entschei- dungen. Es sei auch für die Asyl- bewerber wichtig, möglichst früh zu wissen, ob sie in Deutschland bleiben können. Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­- lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Foto: picture alliance/dpa Beschluss Organisierte Kriminalität Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat dramatisch zugenommen. Ein Beschluss für mehr Sicherheit: Beschluss Islamistischer Terrorismus Der Anschlag auf eine französische Zeitung erschüttert. Bedrohungen ist entschlossen zu begegnen: ♦♦ Die Lasten innerhalb Deutschlands müssen gerecht verteilt werden. ♦♦ Die Mitglieder der EU müssen zeit- nah geltendes Recht auch umsetzen. ♦♦ Wer durch Krieg, Gewalt oder ras- sistische und religiöse Verfolgung vertrieben wird, dem helfen wir. Wer aber aus rein wirtschaftlichen Grün- den Asyl sucht, muss Deutschland zügig wieder verlassen. ♦♦ Wer im Zuge der Fachkräftezuwan- derung kommt, muss auf Dauer seinen Lebensunterhalt aus eigenen Kräften bestreiten können. ♦♦ Verbesserungen bei den Aufent- haltsbeendigungen für diejenigen, denen kein Aufenthaltsrecht oder Duldung zusteht. ♦♦ Die CSU-Landesgruppe fordert den Einsatz einer modernen Software. Diese soll Kriminalitätsschwerpunkte besser lokalisieren können. ♦♦ Durch Telefonüberwachung, Spei- cherung der Verbindungsdaten und Funkzellenabfragen sollen Tä- terstrukturen leichter aufgedeckt werden. ♦♦ In Großstädten und grenznahen Re- gionen sind verstärkte polizeiliche Kontrollfahrten durchzuführen. ♦♦ Der Abbau von Polizeidienststellen in einigen Ländern ist unverantwortlich. ♦♦ Ein bereits ausgehandeltes Poli- zeiabkommen mit Tschechien im Kampf gegen Grenzkriminalität soll umgehend in Kraft treten. ♦♦ Der Angriff auf die Presse- und Mei- nungsfreiheit ist ein Angriff auf die freiheitlich demokratischen Grund- werte Europas. Unsere Freiheit muss gemeinsam verteidigt werden. ♦♦ Mehr als 500 Personen sind aus Deutschland ausgereist, um sich für den terroristischen Nahkampf aus- zubilden. Dem Einheit zu gebieten, ist in der nächsten Zeit sich stärker zu widmen. ♦♦ Es darf keine Toleranz im weltwei- ten Kampf gegen die Finanzierung und Unterstützung des Terrorismus geben. ♦♦ Sympathiewerbung für terrori- stische Vereinigungen muss ein- facher bestraft werden können. Brief aus Kreuth Marcus Mark
  • 3. 09.01.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 3 Ukrainischer Außenminister und Nato-Generalsekretär in Kreuth Beschluss: „Deutschland - verlässlicher Bündnispartner“ Schulterschluss für die Sicherheit Die internationalen Krisen verlangen Antworten. Deutschland stellt sich seiner gestiegenen internationalen Verantwortung. Wirtschaftlich stark und stabil ist es ein gefragter und verlässlicher Partner bei der Bewälti- gung der vielfältigen Aufgaben. Für die CSU-Landesgruppe ist klar: ♦♦ Die Achtung des Völkerrechts und die territoriale Integrität dürfen nicht in Frage gestellt werden. Die Annexion der Krim ist ein Völker- rechtsbruch und wird von uns nicht anerkannt. ♦♦ Die Gespräche zur Lösung des Ukraine-Konfliktes führen wir in klarer Bündnisorientierung. ♦♦ Ein gutes Verhältnis zu Russland zur Lösung vieler globaler Probleme ist unerlässlich. Eine Verständigung darf aber nicht die Aufgabe wesent- licher Werte zum Preis haben. ♦♦ An den spürbaren, gezielten Sankti- onen wird festgehalten. Sie können verschärft, aber auch aufgehoben werden. ♦♦ Das Vorgehen der NATO-Partner ge- gen den sogenannten Islamischen Staat ist richtig. ♦♦ Vorrangige Bedeutung kommt der Hilfe für die Flüchtlinge im Irak, Syrien und den umliegenden Staa- ten zu. ♦♦ Die Waffen- und Munitionsliefe- rungen an die Verteidiger Irakisch- Kurdistans waren richtig. ♦♦ Für eine nachhaltige Hilfe braucht es auch eine effektive Ausbildung der Verteidiger. ♦♦ Der Nahe Osten benötigt neben kurzfristigem Krisenmanagement auch mittel- und langfristige Pers­ pektiven. ♦♦ Um Sicherheit und Frieden voran- zubringen braucht es eine gemein- same Außen-und Sicherheitspolitik, in der alle 28 Staaten an einem Strang ziehen. ♦♦ Die Geschlossenheit im Ukraine- Konflikt ist Europas größter Trumpf. ♦♦ Die Assoziierung der Ukraine sowie Georgiens und Moldaus mit der EU verdient Unterstützung. Die Frage eines EU-Beitritts stellt sich aber derzeit nicht. ♦♦ Als verlässlicher Bündnispart- ner brauchen wir eine moderne, schlagkräftige Bundeswehr mit erstklassiger Ausstattung. Die dafür eingeplanten Haushaltsmittel müs- sen vollständig ausgegeben werden. Ernsthafte und intensive Diskussionen Die Außenpolitik stand im Mittelpunkt der Klausurtagung. Dazu kamen sich der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin nach Wildbad Kreuth. Der hochrangige Besuch zeige die Wertschätzung der CSU, so Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt. „Wir sind wachsam und stehen fest, um unsere Werte zu verteidigen“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit Blick auf die gestri- gen Anschläge auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in Paris. Im Gespräch mit den CSU-Bun- destagsabgeordneten hob NATO- Generalsekretär Stoltenberg Deutsch- lands Rolle als Schlüsselnation des Verteidigungsbündnisses hervor und lobte das deutsche Engagement in der „NATO Response Force“, einer effizienten NATO-Eingreiftruppe. Landesgruppenvorsitzende Hassel- feldt unterstrich die Verankerung Deutschlands in EU und NATO. Die CSU-Landesgruppe stellt mit ihren Kreuther Beschlüssen Weichen für die gestiegene internationale Ver- antwortung Deutschlands: Das neue Weißbuch, die Sicherung wichtiger Schlüsseltechnologien, die erstklas- sige Ausstattung der Bundeswehr sowie die tatsächliche Nutzung der bestehenden Haushaltsmittel sind wichtige Forderungen, um Deutsch- lands Rolle als Schlüsselnation der NATO und EU weiter zu stärken. Zum ukrainisch-russischen Konflikt macht die CSU-Landesgruppe deut- lich, dass ein gutes Verhältnis zu Russland zur Lösung vieler globaler Probleme notwendig ist. Mit dem ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin führte man in Kreuth eine intensive und ernsthafte Diskussion. Foto: CSU-Landesgruppe Foto: CSU-Landesgruppe Brief aus Kreuth
  • 4. 09.01.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 4 Beschluss Erbschaftsteuer Familienunternehmen schützen Familienunternehmen sind die tragende Säule des Mittelstandes und der deutschen Wirtschaft. Diese Unternehmen sollen bei Generationswechseln von der Erbschaftsteuer nicht stärker belastet werden – sofern die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Beschluss starke Wirtschaft Wachstumsmotor Europa Deutschland ist der Wachstumsmotor Europas und Stabilitätsanker der Eurozone. Damit dies auch in Zu- kunft so bleibt, müssen die Standortfaktoren gestärkt werden: Ein Beschluss für eine „starke Wirtschaft – starkes Bayern“. Im Dialog Politik trifft Wirtschaft „Es ist höchste Zeit für ein Jahr der Wirtschaft“, sagte Hans Peter Wolls- eifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerkes (ZDH), in Kreuth. Nach der Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 benötige man nun Maßnahmen, die die Unternehmen entlasten. Die Zahlen für 2014 sind gut: Allein im Handwerk gibt es 25.000 Ar- beitsplätze zusätzlich gegeben. Doch für dieses Jahr sei die Prognose bei weitem nicht so rosig, meinte Woll­ seifer. Internationale Krisen aber auch innenpolitische Entscheidungen seien Gründe dafür. Als Beispiel nannte der ZDH-Präsident unter anderem die Dokumentationspflichten beim Min- destlohn. Doch auch die Rente mit 63 sei kontraproduktiv. Denn diese ver- schärfe den Mangel an Fachkräften. Zumal immer mehr junge Menschen sich für ein Studium und gegen eine berufliche Ausbildung entscheiden. In Kreuth hat die CSU-Landesgruppe deshalb ein Papier zur Stärkung der Dualen Ausbildung beschlossen. Die- se sei der Grund, warum Deutschland eine so geringe Jugendarbeitslosigkeit habe, so Wollseifer. Er appellierte an eine gemeinsame Bildungsinitiative zwischen Handwerk und Politik. Auch Margret Suckale, Präsidentin des Chemiearbeitgeberverbandes, möchte den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft stärken. Neben qualifizierten Fachkräften sei ein en- ger Kontakt zu den Kunden sowie zur Wissenschaft und Forschung wichtig für eine starke Wirtschaft, so Suckale. Foto: CSU-Landesgruppe (v.l.n.r.): Max Straubinger, Hans Peter Wollseifer, Margret Suckale, Gerda Hasselfeldt, Ilse Aigner Beschluss Berufliche Bildung Es ist ein Exportschlager: das deut- sche Ausbildungssystem. Die Duale Ausbildung soll mit einem Beschluss gestärkt werden. ♦♦ Der Hochschulpakt von heute darf nicht den Fachkräftemangel von morgen finanzieren. ♦♦ Für akademisch Qualifizierte soll das Meister-Bafög geöffnet werden. ♦♦ Wir wollen dafür sorgen, dass das Berufsbildungssystem nicht nur im Ausland, sondern auch im Inland die gebührende Wertschätzung erfährt. ♦♦ Wenn Wirtschaftskraft und Wohl- stand bewahrt werden sollen, kann auf keinen Schulabgänger verzichtet werden. ♦♦ Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die sich hier qualifi- zieren wollen, soll die Möglichkeit zu einem Schulabschluss und einer dualen Ausbildung offen stehen. ♦♦ Gut integrierten Jugendlichen muss die Möglichkeit gegeben werden, eine in Deutschland begonnene Ausbildung abzuschließen. ♦♦ Mit dem Thema Berufliche Bildung soll sich eine Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag befassen. ♦♦ Bei der Reform der Grundsteuer trägt die CSU-Landes- gruppe kein Modell mit, welches sich an Verkehrswerten orientiert. Denn die Ermittlung der Grundsteuer würde so verkompliziert und bliebe intransparent. ♦♦ Steuererhöhungen sind ausgeschlossen. Dieses Verspre- chen ist auch für die anstehenden Reform der Grund-und Erbschaftsteuer maßgebend. ♦♦ Es darf keine weitere Belastung für Wirtschaft und Be- völkerung geben. ♦♦ Wir setzen uns weiter für eine Regionalisierung von Grund- und Erbschaftsteuer ein. Steuern, die den Ländern zustehen, sollen auch von den Ländern selbst bestimmt werden. ♦♦ Familiengeführte Unternehmen dürfen beim Gene- rationenübergang nicht durch die Reform der Erb- schaftsteuer gefährdet werden. Deswegen müssen die Verschonungsregelungen und Spielräume so weit wie verfassungsrechtlich zulässig erhalten werden. ♦♦ Für die Verkehrsinfrastruktur sollen fünf Milliarden zu- sätzlich ausgegeben werden. ♦♦ Für die öffentlich-private Zusammenarbeit soll eine Datenbank eingerichtet werden. Mittelständische Unter- nehmen erfahren so von geplanten Projekten. Sie können ihre Kräfte bündeln und gemeinsame Angebote abgeben. ♦♦ Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für Infrastrukturvor­ haben soll verpflichtend werden. ♦♦ Es darf keine Steuererhöhungen geben – eine Integra- tion des Solidaritätszuschlags in die Einkommensteuer wird abgelehnt. ♦♦ Zeitarbeit ist eine stabile Brücke in den Arbeitsmarkt. Allerdings darf sie nicht zu Lohndumping führen. Künftig sollen deshalb nach neun Monaten Stammbelegschaft und Zeitarbeiter gleich bezahlt werden. ♦♦ Bürokratie muss abgebaut werden – dies muss auf na­ tionaler und europäischer Ebene vorangetrieben werden. Brief aus Kreuth
  • 5. 09.01.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 5 EU-Kommissar Günther H. Oettinger in Kreuth Beschluss „Schnelles Internet für Stadt und Land“ Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder Die Weichen für eine Wirtschaft 4.0 stellte die CSU-Landesgruppe ihrem Kreuther Beschluss „Schnelles Internet für Stadt und Land“. Denn Deutschland hat die Chance auf ein digitales Wirtschaftswunder. Dabei ist schnelles Internet die Voraussetzung, damit Deutschland sich an der Spitze des digitalen Fortschritts setzen kann. „Daten sind die Währung der Zukunft“ Ein Rückstand von fünf Jahren habe Europa in Sachen Digitalisierung aufzuholen. Dieses Urteil fällte EU- Kommissar Günther H. Oettinger bei der Klausurtagung in Wildbad Kreuth. Europa sei aber auf einem guten Weg. „Wir stehen mit der Digitalisierung vor einer Revolution unserer Wirtschaft“, so der Kommissar. Europa steht vor einem Jahr der Ent- scheidungen. Die Entwicklung gerade vor dem Hintergrund der anstehen- den Wahlen in den Mitgliedstaaten zeigt, dass der christlich-soziale Weg richtig war und ist richtig: Stabilitäts- statt Schuldenunion, Wachstum über Reformen und Investitionen in die Zukunft statt Schulden. Es ist ein gutes Signal, so EU-Kommissar Günther H. Oettinger und EVP-Vor- sitzender Manfred Weber, dass der Schwerpunkt des Zehn-Punkte-Plans des neuen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker auf Wachstum und Beschäftigung liegt. Zentrale Herausforderung ist die digi- tale Revolution. „Europa ist auf einem guten Weg, aber längst nicht am Ziel“, sagte Oettinger und ergänzte: „Entscheidend ist nun, dass wir das Investitionsprogramm gut umsetzen.“ Denn Daten seien die Währung der Zukunft. „Wir haben einen Rückstand von etwa fünf Jahren aufzuholen“, so Oettinger. Man brauche jedoch auch einen Ruck durch die Gesellschaft, so der EU-Kommissar. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dob- rindt, erklärte: „Wir stehen mit der Digitalisierung vor einer Revolution unserer Wirtschaft. Die Verschmel- zung der digitalen Wirtschaft mit der realen, das ist unsere Zukunftsfrage. Die Ketten der Wertschöpfung werden aufgebrochen und neu zusammenge- setzt. Was bei den mobilen Endgerä- ten längst Realität ist, steht uns auch für den Rest der Wirtschaft bevor.“ EVP-Chef Weber sprach sich in die- sem Zusammenhang auch für eine Europäisierung der digitalen Politik aus: „Das ist die Chance unsere Standards im Datenschutz weltweit durchzusetzen. Es muss zum Beispiel ein Recht auf Vergessen geben.“ Foto: CSU-Landesgruppe ♦♦ Auch ländliche Regionen sollen bis 2018 flächendeckend mit Breitband von mindestens 50 MBit/s versorgt werden. ♦♦ Der Breitbandausbau muss im We- sentlichen durch den Markt erfolgen. ♦♦ Das Zehn-Milliarden Euro-Inve- stitionsprogramm soll neben der Stärkung der Verkehrsinfrastruktur zu einem großen Teil auch in die Breitbandinfrastruktur fließen. ♦♦ Leistungsfähige Netze sind die Basis, damit Deutschland wettbewerbs- und innovationsfähig bleibt. ♦♦ Die Bundesländer müssen eigene Haushaltsmittel für den Ausbau von Hochleistungsnetzen zur Verfügung stellen. Außerdem sollen die Länder jährlich einen Bericht veröffentli- chen, um Wirtschaftslichkeitslücken zu schließen: Wir wollen einen Wettbewerb der Länder, von dem die Menschen, Unternehmen, und Kommunen profitieren. ♦♦ Die Verlegung von Glasfaserleitungen muss bei der Erschließung von Neu- baugebieten vorangetrieben werden. Es muss das Motto gelten: kein Netz- bau ohne Netzanschluss. ♦♦ Es müssen Synergieeffekte genutzt werden. Denn 80 Prozent der Kosten entstehen durch Tiefbauarbeiten. Deshalb ist eine Mitnutzung von Strom-, Gas-, Fern- und Abwasser- leitungen zu ermöglichen. ♦♦ Es soll bei Bedarfsinfrastrukturpro- jekten eine Pflicht zur bedarfsori- entierten Verlegung von Leerrohren geben. ♦♦ Entlang der Verkehrswege (Bundes- autobahnen und ICE-Trassen) ist die Breitbandversorgung zu verbessern. Das heutige GSM-Netz soll durch ein LTE-Netz ersetzt werden. Brief aus Kreuth
  • 6. 09.01.2015 www.csu-landesgruppe.de Seite 6 Presseschau Im medialen Fokus: Schlagzeilen im Schnee Das Echo war laut, die Aufmerksamkeit groß. Drei Tage lang tagte die CSU-Landesgruppe auf ihrer Klausur in Wildbad Kreuth. Ebenfalls dabei: rund 150 Journalisten von Rundfunk, Online und Print, zehn Übertragungs- wagen. Und das war die Klausurtagung 2015 in der Presseschau. Eine Auswahl: Tagesschau.de: „Staatsbürger­ schafts­entzug, Personalausweis ab- nehmen, Vorratsdatenspeicherung: Die CSU hat sich in Wildbad Kreuth nach dem Pariser Anschlag wieder als Wahrer der inneren Sicherheit präsentiert.“ Süddeutsche Zeitung: „Bei der Winterklausur der CSU-Bundes- tagsabgeordneten in Wildbad Kreuth ist am Donnerstag Bemerkenswertes passiert: Die Parlamentarier haben ein aktuelles Positionspapier verfasst. Sie wehren sich gegen islamistischen Terror.“ Abendzeitung München: „Nato auf der CSU-Klausur“ Mittelbayerische.de: „CSU präsen- tiert Antworten auf den Terror. Die Partei spricht sich für Vorratsdaten- speicherung aus und gegen Anti- Islam-Hetze — ganz im Sinne ihres prominenten Gastes.“ Deutschlandfunk: „650 Kilometer mit dem Auto sind es von der Hanns- Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth bis zum Reichstagsgebäude und damit dem Sitz des Bundestages in Berlin. Aber die CSU-Landesgruppe kann noch so weit wegfahren - Berlin ist für die Abgeordneten allgegenwärtig.“ Foto: CSU-Landesgruppe Das war Kreuth 2015 Fotos: picture alliance/dpa, CSU-Landesgruppe Brief aus Kreuth