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J 1.2
Fit bleiben nach dem Medientraining
Auffrischungsübungen zum Selbermachen




            Monika Wimmer
           Wolfgang Richter
             Sabine Fromm
               Katja Flieger



Mit Medientrainings ist es wie mit Erste-Hilfe-Kursen. Die vielen praktischen Übungen führen meist
schnell zu Aha-Erlebnissen und sehr guten Lerneffekten. Doch ohne regelmäßige Erste-Hilfe-Einsätze
beziehungsweise ständige Pressekontakte fehlt es schnell an der notwendigen Routine. Um auch nach
dem Workshop fit für die Medien zu bleiben, muss man das Gelernte also selber auffrischen.
In unseren Medientrainings arbeiten wir mit Persönlichkeiten aus sehr unterschiedlichen Diszipli-
nen – von Gesundheitsexperten über Hochschuljuristen bis hin zu Polarforschern. Die Wissen-
schaftler schlüpfen dabei in die Rolle von Journalisten, texten für ein Laienpublikum und treten vor
Mikrofon und Kamera auf. Aus diesen Erfahrungen heraus haben wir Übungen zum Selbermachen
zusammengestellt.
Sie können sich die Trainingseinheiten einzeln vornehmen oder beliebig kombinieren. Die ersten
vier Übungen lassen sich vollständig alleine bearbeiten – der Zeitaufwand beträgt insgesamt nur
1,5 Stunden. Im letzten Kapitel möchten wir Sie dazu ermuntern, mit anderen zusammen eine Me-
dientrainingsgruppe aufzubauen. Konkrete Ablaufpläne mit vielen Gruppenübungen sollen Sie
dabei unterstützen.


Gliederung                                                                                    Seite

1.      Übung: Ihr Thema aus Sicht der Journalisten                                               2
2.      Übung: Einen verständlichen Text schreiben                                                4
3.      Übung: Aus den Texten anderer lernen                                                      7
4.      Übung: Körpersprache und Stimme verbessern                                               11
5.      Schreib- und Kameratraining in der Gruppe                                                15




HWK 1 08 10 04                                                                                    1
J 1.2                                  Weiterbildung: Kommunikative Kompetenz trainieren

Medientraining und Interviewschulung




                              1.       Übung: Ihr Thema aus Sicht der
                                              Journalisten
                              Presse, Hörfunk und TV interessieren sich vor allem für Themen aus
                              der Wissenschaft, wenn sie alltagsnah sind. Was könnte zu einer scho-
                              nenden Zahnbehandlung führen, das Unkrautzupfen im Garten
                              erleichtern oder die Globalisierung menschenfreundlicher machen?
                              Oder wenn die Forschung Antwort auf Fragen gibt, die sich jeder
                              schon mal gestellt hat: „Warum ist der Himmel blau“? Mithilfe von
                              Nachrichtenfaktoren können Sie das, was Laien und damit auch Jour-
                              nalisten an Ihrer Forschung besonders anspricht, herausfinden und als
                              Aufhänger für eine Pressemitteilung nutzen (siehe auch Kapitel E 2.3).

                                   Nachrichtenfaktoren – was interessiert die Menschen an Wissenschaft?

                                Aktualität         •   Die gerade veröffentlichte Studie (mit genauen
                                                       Quellenangaben)

                                                   •   Neu erschienene Empfehlungen (z. B. der
                                                       Nationalen Stillkommission zur Gewichts-
                                                       entwicklung von Säuglingen)

                                                   •   Der anstehende Kongress

                                                   •   Ein erstes Experiment, das darauf hindeutet,
                                                       dass eine jahrzehntelang gültige Theorie ins
                                                       Wanken gerät

                                Nähe             Lokaler Bezug oder         Auswirkungen     auf   den
                                                 persönlichen Alltag:
                                                   •   Was passiert auf dem biologischen Versuchs-
                                                       feld neben meinem Schrebergarten?

                                                   •   Gefährdet der Laserdrucker im Büro meine
                                                       Gesundheit?

                                Prominenz          •   Z. B. Al Gore als Zugpferd der Klimaforschung:
                                                       „Menschen in aller Welt, wir müssen die
                                                       Klimakrise lösen. Es ist keine politische Frage,
                                                       es ist eine moralische Frage.“

                                                   •   Lebende oder historische Wissenschaftlerper-
                                                       sönlichkeiten, die Meilensteine im gleichen For-
                                                       schungsgebiet bewältigt haben oder einst
                                                       ähnlich wie Sie herangegangen sind.




2                                                                                          HWK 1 08 10 04
Weiterbildung: Kommunikative Kompetenz trainieren                                                     J 1.2

                                                                        Medientraining und Interviewschulung




  Gefühl            •    Patientengeschichten zum Beispiel wecken
                         Mitgefühl beim Leser oder Zuschauer.

  Fortschritt,    Neues oder Bedeutendes, was für das Leben jetzt
  Wichtigkeit     oder in absehbarer Zukunft relevant sein könnte:
                    •    Neue Technik für gezielte Gen-Reparaturen
                         (Fortschritt)

                    •    Weichmacher im Babyschnuller nachgewiesen
                         (Wichtigkeit)

  Dramatik        Schnelle Abfolge von Ereignissen oder Entscheidungen:
                    •    „Das riesige Bauteil für den neuen Fusions-
                         reaktor wird in einer Nacht-und-Nebelaktion
                         über deutsche Autobahnen zum Bestimmungs-
                         ort gebracht. Unter jeder Brücke ist Zentimeter-
                         arbeit gefragt.“

  Konsonanz       Manche Themen sind Dauerbrenner und seit Jahren
                  interessant:
                    •    Folgen des Klimawandels

                    •    Auswirkungen des Rauchens und Passivrau-
                         chens

                    •    Gentechnisch veränderte Lebensmittel

  Kuriosität      Häufig auf den Seiten „Vermischtes“ oder „Aus aller Welt“:
                    •    Z. B. die Nachricht des Berliner Forschungs-
                         verbundes im Sommer 2005, dass die Spree
                         momentan rückwärts fließt

  Sex             „Sex sells“. Wenn Sie eine geschickte Verbindung
                  herstellen können, nur zu. Klaus Wowereit hatte mit
                  seinem Slogan „Berlin ist arm, aber sexy“ ein großes
                  Medienecho. Artikel mit Sex als Aufhänger werden re-
                  gelmäßig gedruckt:
                    •    „Sexualhormon im Walnussbaum entdeckt“
                         (Progesteron)

                    •    „Kuschelhormon Oxytocin soll bei Autismus
                         helfen“


Handout J 1.2-1         Nachrichtenfaktoren – was Menschen an
                        Wissenschaft interessiert




HWK 1 08 10 04                                                                                            3
J 1.2                                  Weiterbildung: Kommunikative Kompetenz trainieren

Medientraining und Interviewschulung




                              Literatur:

                              [1]   Birkenbihl, V. F. (2008): Rhetorik Training kompakt. München.
                              [2]   Hey, J.; Reusch, F. (Bearb.) (2006): Der kleine Hey. Die Kunst des Sprechens.
                                    Mainz.
                              [3]   Maschnig, M. (2007): 30 Minuten – Körpersprache verstehen. Offenbach.
                              [4]   Molcho, S. (2005): Körpersprache des Erfolgs. München.
                              [5]   Vlcek, R. (2009): Praxis Buch Workshop Improvisationstheater: Übungs- und
                                    Spielesammlung für Theaterarbeit, Ausdrucksfindung und Gruppendynamik.
                                    Donauwörth.




             Informationen zu den Autoren:

             Monika Wimmer, Wolfgang Richter, Sabine Fromm und Dr. Katja Flieger sind
             ausgebildete Wissenschaftsjournalisten. Sie arbeiten für Tageszeitungen und Magazine
             wie die Süddeutsche Zeitung, ZEITWissen und bild der wissenschaft ebenso wie für
             Hörfunk- und Fernsehredaktionen von BR, WDR und rbb. Zudem verfügen sie über
             langjährige Erfahrung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Medizin und
             Wissenschaft.

             Gemeinsam haben sie 2004 das Unternehmen „Medientraining für Wissen-
             schaftlerInnen“ gegründet. In ihren Workshops geben sie weiter, wie man die Hürden in
             der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Medien überwindet.

             Kontakt:

             www.medientraining-fuer-wissenschaftler.de




18                                                                                                  HWK 1 08 10 04

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Monika Wimmer, Wolfgang Richter et al.: Fit bleiben nach dem Medientraining

  • 1. J 1.2 Fit bleiben nach dem Medientraining Auffrischungsübungen zum Selbermachen Monika Wimmer Wolfgang Richter Sabine Fromm Katja Flieger Mit Medientrainings ist es wie mit Erste-Hilfe-Kursen. Die vielen praktischen Übungen führen meist schnell zu Aha-Erlebnissen und sehr guten Lerneffekten. Doch ohne regelmäßige Erste-Hilfe-Einsätze beziehungsweise ständige Pressekontakte fehlt es schnell an der notwendigen Routine. Um auch nach dem Workshop fit für die Medien zu bleiben, muss man das Gelernte also selber auffrischen. In unseren Medientrainings arbeiten wir mit Persönlichkeiten aus sehr unterschiedlichen Diszipli- nen – von Gesundheitsexperten über Hochschuljuristen bis hin zu Polarforschern. Die Wissen- schaftler schlüpfen dabei in die Rolle von Journalisten, texten für ein Laienpublikum und treten vor Mikrofon und Kamera auf. Aus diesen Erfahrungen heraus haben wir Übungen zum Selbermachen zusammengestellt. Sie können sich die Trainingseinheiten einzeln vornehmen oder beliebig kombinieren. Die ersten vier Übungen lassen sich vollständig alleine bearbeiten – der Zeitaufwand beträgt insgesamt nur 1,5 Stunden. Im letzten Kapitel möchten wir Sie dazu ermuntern, mit anderen zusammen eine Me- dientrainingsgruppe aufzubauen. Konkrete Ablaufpläne mit vielen Gruppenübungen sollen Sie dabei unterstützen. Gliederung Seite 1. Übung: Ihr Thema aus Sicht der Journalisten 2 2. Übung: Einen verständlichen Text schreiben 4 3. Übung: Aus den Texten anderer lernen 7 4. Übung: Körpersprache und Stimme verbessern 11 5. Schreib- und Kameratraining in der Gruppe 15 HWK 1 08 10 04 1
  • 2. J 1.2 Weiterbildung: Kommunikative Kompetenz trainieren Medientraining und Interviewschulung 1. Übung: Ihr Thema aus Sicht der Journalisten Presse, Hörfunk und TV interessieren sich vor allem für Themen aus der Wissenschaft, wenn sie alltagsnah sind. Was könnte zu einer scho- nenden Zahnbehandlung führen, das Unkrautzupfen im Garten erleichtern oder die Globalisierung menschenfreundlicher machen? Oder wenn die Forschung Antwort auf Fragen gibt, die sich jeder schon mal gestellt hat: „Warum ist der Himmel blau“? Mithilfe von Nachrichtenfaktoren können Sie das, was Laien und damit auch Jour- nalisten an Ihrer Forschung besonders anspricht, herausfinden und als Aufhänger für eine Pressemitteilung nutzen (siehe auch Kapitel E 2.3). Nachrichtenfaktoren – was interessiert die Menschen an Wissenschaft? Aktualität • Die gerade veröffentlichte Studie (mit genauen Quellenangaben) • Neu erschienene Empfehlungen (z. B. der Nationalen Stillkommission zur Gewichts- entwicklung von Säuglingen) • Der anstehende Kongress • Ein erstes Experiment, das darauf hindeutet, dass eine jahrzehntelang gültige Theorie ins Wanken gerät Nähe Lokaler Bezug oder Auswirkungen auf den persönlichen Alltag: • Was passiert auf dem biologischen Versuchs- feld neben meinem Schrebergarten? • Gefährdet der Laserdrucker im Büro meine Gesundheit? Prominenz • Z. B. Al Gore als Zugpferd der Klimaforschung: „Menschen in aller Welt, wir müssen die Klimakrise lösen. Es ist keine politische Frage, es ist eine moralische Frage.“ • Lebende oder historische Wissenschaftlerper- sönlichkeiten, die Meilensteine im gleichen For- schungsgebiet bewältigt haben oder einst ähnlich wie Sie herangegangen sind. 2 HWK 1 08 10 04
  • 3. Weiterbildung: Kommunikative Kompetenz trainieren J 1.2 Medientraining und Interviewschulung Gefühl • Patientengeschichten zum Beispiel wecken Mitgefühl beim Leser oder Zuschauer. Fortschritt, Neues oder Bedeutendes, was für das Leben jetzt Wichtigkeit oder in absehbarer Zukunft relevant sein könnte: • Neue Technik für gezielte Gen-Reparaturen (Fortschritt) • Weichmacher im Babyschnuller nachgewiesen (Wichtigkeit) Dramatik Schnelle Abfolge von Ereignissen oder Entscheidungen: • „Das riesige Bauteil für den neuen Fusions- reaktor wird in einer Nacht-und-Nebelaktion über deutsche Autobahnen zum Bestimmungs- ort gebracht. Unter jeder Brücke ist Zentimeter- arbeit gefragt.“ Konsonanz Manche Themen sind Dauerbrenner und seit Jahren interessant: • Folgen des Klimawandels • Auswirkungen des Rauchens und Passivrau- chens • Gentechnisch veränderte Lebensmittel Kuriosität Häufig auf den Seiten „Vermischtes“ oder „Aus aller Welt“: • Z. B. die Nachricht des Berliner Forschungs- verbundes im Sommer 2005, dass die Spree momentan rückwärts fließt Sex „Sex sells“. Wenn Sie eine geschickte Verbindung herstellen können, nur zu. Klaus Wowereit hatte mit seinem Slogan „Berlin ist arm, aber sexy“ ein großes Medienecho. Artikel mit Sex als Aufhänger werden re- gelmäßig gedruckt: • „Sexualhormon im Walnussbaum entdeckt“ (Progesteron) • „Kuschelhormon Oxytocin soll bei Autismus helfen“ Handout J 1.2-1 Nachrichtenfaktoren – was Menschen an Wissenschaft interessiert HWK 1 08 10 04 3
  • 4. J 1.2 Weiterbildung: Kommunikative Kompetenz trainieren Medientraining und Interviewschulung Literatur: [1] Birkenbihl, V. F. (2008): Rhetorik Training kompakt. München. [2] Hey, J.; Reusch, F. (Bearb.) (2006): Der kleine Hey. Die Kunst des Sprechens. Mainz. [3] Maschnig, M. (2007): 30 Minuten – Körpersprache verstehen. Offenbach. [4] Molcho, S. (2005): Körpersprache des Erfolgs. München. [5] Vlcek, R. (2009): Praxis Buch Workshop Improvisationstheater: Übungs- und Spielesammlung für Theaterarbeit, Ausdrucksfindung und Gruppendynamik. Donauwörth. Informationen zu den Autoren: Monika Wimmer, Wolfgang Richter, Sabine Fromm und Dr. Katja Flieger sind ausgebildete Wissenschaftsjournalisten. Sie arbeiten für Tageszeitungen und Magazine wie die Süddeutsche Zeitung, ZEITWissen und bild der wissenschaft ebenso wie für Hörfunk- und Fernsehredaktionen von BR, WDR und rbb. Zudem verfügen sie über langjährige Erfahrung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Medizin und Wissenschaft. Gemeinsam haben sie 2004 das Unternehmen „Medientraining für Wissen- schaftlerInnen“ gegründet. In ihren Workshops geben sie weiter, wie man die Hürden in der Kommunikation zwischen Wissenschaft und Medien überwindet. Kontakt: www.medientraining-fuer-wissenschaftler.de 18 HWK 1 08 10 04