Muster des Commoning
– Nach Silke Helfrich –
(Annette Schlemm, Degrow Design, 08.01.2020 in Weimar)
Was sind Commons?
2
(1) Ressource/Produkt: Gewässer, Böden, Saatgut,
Software, Wikipedia...
(2) Gemeinschaft: Kein Commons ohne Commoning!
(kein „Niemandsland“ wie in „Tragik der Allmende“)
(3) Selbstorganisierung: mit selbstbestimmten Regeln.
Was sind Commons?
3
„Commons sind lebendige soziale
Strukturen, in denen Menschen ihre
gemeinsamen Probleme in
selbstorganisierter Art und Weise
angehen.“
 Weder Markt noch Staat vermittelt
menschliche (inkl. wirtschaftliche)
Beziehungen, sondern Menschen
selbst.
Was sind Commons?
4
„Sinn und Zweck eines Commons ist,
gemeinsame Verfügung und die
Vorteile für alle Beteiligten zu
maximieren.“
 Durch UBUNTU:
Dynamik, in der meine Entfaltung
die Entfaltung der anderen
voraussetzt und umgekehrt
5
Was sind Commons?
6
Worauf bezieht sich der Commons-Charakter:
a) Auf die qualitativen Eigenschaften eines Guts
(nicht ausschließbar, nicht rival (nicht
aufbrauchbar)– wie Software)?
b) Auf die Praktiken und Prozesse ?
 Commoning
Die Commons-Praktiken und
Prozesse folgen
MUSTERN.
7
Was sind Muster?
8
Christopher Alexander (*1936)
• Architekturtheoretiker
• Vater der „Entwurfsmuster“
(design patterns)
• Entwickelte die sog. „Mustersprache“ (1977)
 Umgang mit Komplexität
 Orientierung an „Lebendigkeit“
Was sind Muster?
9
Christopher Alexander (*1936)
• Muster:
bewährte Verfahren zur Lösung
typischer Probleme, die bei
gestalterischen Tätigkeiten in
einem bestimmten
Anwendungsgebiet auftreten
 Zur Erleichterung der Kommunikation zwischen
Entwicklern
 Weitergabe von Erfahrung der Problemlösung
Was sind Muster?
10
Helmut Leitner
• Mustertheorie:
 Allgemeine Theorie der Entfaltung
 Methode, um mit der Welt kreativ und produktiv
umzugehen
 Verbindung von Intellekt und Gefühl, Struktur und
Persönlichem
 Alexanders architektonische Lösungen zeichnen
sich aus durch:
 Lebendigkeit (beruhend auf Analogien zwischen den
gewachsenen Ordnungen der Natur und den
geschaffenen Ordnungen bei von Menschen
Geschaffenem – wie Gebäuden)
Was sind Muster?
11
Was lässt je mich einen Raum lebendiger erleben als
einen anderen?
???
• ...
• ...
z.B. bezüglich Beleuchtung von wieviel/welchen
Seiten?
Was sind Muster?
12
Helmut Leitner
• Mustertheorie:
Z.B. Lebendigkeit durch das
Architekturmuster: „Licht von zwei Seiten“
 Keine Trennung mehr von Geometrie (Raum,
Gestalt) und Funktion
• Wann „lebt“ eine Struktur?
Wenn es eine Resonanz zur eigenen
Lebendigkeit gibt... (Alexander)
???
Was sind Muster?
13
Was sind Muster?
14
Christopher Alexander
• Musterbeschreibung:
1. Name des Musters
2. Kontext (verwandte Muster, die
zuvor betrachtet wurden)
3. Beschreibung des Problems
4. Generische* Problemlösung
5. Verweis auf Muster, die später
auftreten.
* generisch: Gemeinsames, das in zahlreichen
Lösungsmöglichkeiten steckt  „gemeinsame
Essenz verschiedener erfolgreicher Lösungen“
(Helfrich/Bollier)
(für Muster
der Commons
bei Helfrich
2018)
Was sind Muster?
15
Silke Helfrich
• Musterbeschreibung:
Muster bringen
Empfindungen, Erfahrungen,
Erkenntnisse und
Fachwissen in einer für Laien
verständlichen Form zum
Ausdruck
– ohne Vorschriften zu
machen.
Was sind Muster?
16
Christopher Alexander
• Mustersprache:
„Eine Menge von
Mustern wird zur
Mustersprache wenn
jedes ihrer Muster,
sobald es gelöst ist,
zu mehr Mustern
führt, die
anschließend
betrachtet werden
sollten.“
Was sind Muster?
17
Christopher Alexander
Beispiel:
• Muster: „Licht von zwei Seiten“
Verbunden mit Mustern:
• Gebäudeflügel mit Tageslicht
• Abgestufte Nordfront
• Öffnung zur Straße
• ...
18
Was sind Muster?
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
19
Muster des
Commoning:
Für Gestaltung von Commoning:
• Keine starren „Prinzipien“
• Keine moralisch-normative Wertvorgaben
sondern:
• Was funktioniert und fühlt sich dabei lebendig an?
„Wenn sich „etwas“ – auch commoning –
nicht lebendig anfühlt,
dann ist es nicht gut genug.“
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
20
• Z.B. Problem:
faire Zuteilung
von Wasser:
?
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
21
• Z.B. Problem:
faire Zuteilung
von Wasser:
 Poolen, Deckeln & Aufteilen!
Beispiel-Commons
22
Solidarische Landwirtschaft Hessen
• Grundmuster: Entkoppeln von Geben und Nehmen
• Problem: Kartoffeln fehlen, Bäuerin des Demeterhofes will
ihre nicht verkauften Kartoffeln nicht verschenken
• Lösung: Erkenntnis, dass es nicht um die Kartoffeln geht,
sondern um Anerkennung und Selbst-Entscheiden der
Demeter-Bäuerin
• Ergebnis: SoLawi muss Kartoffeln zukaufen, beide
Konfliktparteien durchlaufen einen Lernprozess
 Muster: Gegenseitigkeit behutsam ausüben
Beispiel-Commons
23
Solidarische Landwirtschaft Hessen
 Muster: Gegenseitigkeit behutsam ausüben
Anschlussmuster:
• Beziehungshaftigkeit des Habens verankern
• Konflikte beziehungswahrend bearbeiten
• Commons & Kommerz auseinanderhalten
• Im Vertrauensraum transparent sein
Beispiel-Commons
24
• Problem: Wie kann verhindert werden, dass eine dem
Markt entzogene Immobilie wieder zurückfällt?
• Lösung: Eigentumstitel für Immobilie liegt nicht beim
Hausverein, sondern einer GmbH, die zwei Gesellschafter
hat: Hausverein und Mietshäusersyndikat.
• Ergebnis: Hürden für Verkauf höher, wenn auch möglich.
Mietshäuser Syndikat
• Grundmuster: Commons&Kommerz auseinanderhalten
Beispiel-Commons
25
Mietshäuser Syndikat
 Muster: Commons&Kommerz auseinanderhalten
Anschlussmuster:
• Das Produktionsrisiko gemeinsam tragen
• Gemeinstimmig entscheiden
26
Commons-Praxen
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
Prinzipien oder Muster?
27
 vgl.
8 Prinzipien erfolgreicher Commons
nach E. Ostrom
1. Monitoring der Nutzer und der Ressource
2. Abgestufte Sanktionen
3. Konfliktlösungsmechanismen
4. (staatliche) Anerkennung
5. Eingebettete Institutionen (für große Systeme)
6. ...
Prinzipien oder Muster?
28
 vgl.
8 Prinzipien erfolgreicher Commons
nach E. Ostrom
• Komplexität der Motivationen und
Handlungsgründe der Subjekte verschwinden
• Hier wird festgelegt, „wie erfolgreiche Commons
sind, d.h. sein müssen/sollen“ – nicht: wie
Menschen handeln.
Prinzipien oder Muster?
29
 Vier Prinzipien des Commoning nach
Friederike Habermann
1. Besitz statt Eigentum
2. Teile, was du kannst
3. (Bedingungsloses) Beitragen statt Tauschen
4. Offenheit und Freiwilligkeit
Prinzipien oder Muster?
30
• Es bleibt unklar, woraus sich die Prinzipien
ableiten.
 Vier Prinzipien des Commoning nach
Friederike Habermann
• Abstraktion von konkreten Handlungskontexten
Prinzipien oder Muster?
31
 Zwei Bedingungen für Commoning
nach Simon Sutterlütti und Stefan
Meretz
1. Freiwilligkeit
2. kollektive Verfügung
Prinzipien oder Muster?
32
• Abgeleitet aus „Begriff des
Menschen“ ... (Versuch einer
„wissenschaftlichen Utopie“)
 Zwei Bedingungen für Commoning
nach Simon Sutterlütti und Stefan
Meretz
• Abstraktion von konkreten Handlungskontexten
Prinzipien oder Muster?
33
„Diese Vorstellung sollte nicht
utopisch sein, in dem Sinne, dass
sie „nirgendwo“ existiert (die
wörtliche Bedeutung von Utopie).
Siesollte auf erfolgreichen
Erfahrungen gründen und von
echten Menschen praktiziert
werden.“
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
34
Methode:
• Pattern Mining
- Erfasst werden nicht (nur) Fakten, sondern auch
Gefühltes, d.h. bezogen auch auf Latentes
Suche nach Handlungslogiken
gelingender Commons,
d.h. Handlungslogiken, die zur
Langlebigkeit von Commoning-
Projekten beitragen:
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
35
• Musterworkshops (Beteiligung)
• Pattern Mining
• Beginn u.a. mit Fragen wie:
• Welche Probleme tauchen immer wieder auf?
• Sammeln einer „Halde vielversprechender Lösungen“
• Suche nach dem „gemeinsamen Kern gelingender
Lösungen“
• Wie kann dieses Gemeinsame allgemeinverständlich
beschrieben werden? ... Namensfindung...
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
36
• Pattern Mining
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
37
Was sind Muster
für erfolgreiches Commoning?
38
Nach Musterworkshops:
• Interviews, Expertengespräche
und Feedback-Schleifen...
Ergebnisse (Masterarbeit, Stand 2018):
 70 spezifische Muster des Commoning
Was sind Commoning-Muster?
39
Was sind Commoning-Muster?
40
= bewusste Selbstorganisation, Selbstregierung unter
Gleichrangigen
Was sind Commoning-Muster?
41
Weiterführung...
42
Keime für eine Bad-Case-Utopie
43
Zum Nachlesen
44
• Silke Helfrich: Lebensform Commons. Eine musterbasierte und
ontologisch begründete Bestimmung. Masterarbeit 2018.
• Silke Helfrich, David Bollier: Frei, fair und lebendig. Die Macht der
Commons.1 transcript 2019.
• Helmut Leitner: Mustertheorie. Einführung und Perspektiven auf den
Spuren von Christopher Alexander. Nausner&Nausner 2007.
• Helmut Leitner (2015): Mit Mustern arbeiten. 2
• Markus Meindel (2019): The Timeless Way of Re-Production3
1 https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4530-9/frei-fair-und-lebendig-die-macht-der-commons/
2 https://www.band2.dieweltdercommons.de/essays/mit_mustern_arbeiten.html
3 https://keimform.de/2019/the-timeless-way-of-re-production/

Muster der Commons

  • 1.
    Muster des Commoning –Nach Silke Helfrich – (Annette Schlemm, Degrow Design, 08.01.2020 in Weimar)
  • 2.
    Was sind Commons? 2 (1)Ressource/Produkt: Gewässer, Böden, Saatgut, Software, Wikipedia... (2) Gemeinschaft: Kein Commons ohne Commoning! (kein „Niemandsland“ wie in „Tragik der Allmende“) (3) Selbstorganisierung: mit selbstbestimmten Regeln.
  • 3.
    Was sind Commons? 3 „Commonssind lebendige soziale Strukturen, in denen Menschen ihre gemeinsamen Probleme in selbstorganisierter Art und Weise angehen.“  Weder Markt noch Staat vermittelt menschliche (inkl. wirtschaftliche) Beziehungen, sondern Menschen selbst.
  • 4.
    Was sind Commons? 4 „Sinnund Zweck eines Commons ist, gemeinsame Verfügung und die Vorteile für alle Beteiligten zu maximieren.“  Durch UBUNTU: Dynamik, in der meine Entfaltung die Entfaltung der anderen voraussetzt und umgekehrt
  • 5.
  • 6.
    Was sind Commons? 6 Woraufbezieht sich der Commons-Charakter: a) Auf die qualitativen Eigenschaften eines Guts (nicht ausschließbar, nicht rival (nicht aufbrauchbar)– wie Software)? b) Auf die Praktiken und Prozesse ?  Commoning
  • 7.
  • 8.
    Was sind Muster? 8 ChristopherAlexander (*1936) • Architekturtheoretiker • Vater der „Entwurfsmuster“ (design patterns) • Entwickelte die sog. „Mustersprache“ (1977)  Umgang mit Komplexität  Orientierung an „Lebendigkeit“
  • 9.
    Was sind Muster? 9 ChristopherAlexander (*1936) • Muster: bewährte Verfahren zur Lösung typischer Probleme, die bei gestalterischen Tätigkeiten in einem bestimmten Anwendungsgebiet auftreten  Zur Erleichterung der Kommunikation zwischen Entwicklern  Weitergabe von Erfahrung der Problemlösung
  • 10.
    Was sind Muster? 10 HelmutLeitner • Mustertheorie:  Allgemeine Theorie der Entfaltung  Methode, um mit der Welt kreativ und produktiv umzugehen  Verbindung von Intellekt und Gefühl, Struktur und Persönlichem  Alexanders architektonische Lösungen zeichnen sich aus durch:  Lebendigkeit (beruhend auf Analogien zwischen den gewachsenen Ordnungen der Natur und den geschaffenen Ordnungen bei von Menschen Geschaffenem – wie Gebäuden)
  • 11.
    Was sind Muster? 11 Waslässt je mich einen Raum lebendiger erleben als einen anderen? ??? • ... • ... z.B. bezüglich Beleuchtung von wieviel/welchen Seiten?
  • 12.
    Was sind Muster? 12 HelmutLeitner • Mustertheorie: Z.B. Lebendigkeit durch das Architekturmuster: „Licht von zwei Seiten“  Keine Trennung mehr von Geometrie (Raum, Gestalt) und Funktion • Wann „lebt“ eine Struktur? Wenn es eine Resonanz zur eigenen Lebendigkeit gibt... (Alexander) ???
  • 13.
  • 14.
    Was sind Muster? 14 ChristopherAlexander • Musterbeschreibung: 1. Name des Musters 2. Kontext (verwandte Muster, die zuvor betrachtet wurden) 3. Beschreibung des Problems 4. Generische* Problemlösung 5. Verweis auf Muster, die später auftreten. * generisch: Gemeinsames, das in zahlreichen Lösungsmöglichkeiten steckt  „gemeinsame Essenz verschiedener erfolgreicher Lösungen“ (Helfrich/Bollier) (für Muster der Commons bei Helfrich 2018)
  • 15.
    Was sind Muster? 15 SilkeHelfrich • Musterbeschreibung: Muster bringen Empfindungen, Erfahrungen, Erkenntnisse und Fachwissen in einer für Laien verständlichen Form zum Ausdruck – ohne Vorschriften zu machen.
  • 16.
    Was sind Muster? 16 ChristopherAlexander • Mustersprache: „Eine Menge von Mustern wird zur Mustersprache wenn jedes ihrer Muster, sobald es gelöst ist, zu mehr Mustern führt, die anschließend betrachtet werden sollten.“
  • 17.
    Was sind Muster? 17 ChristopherAlexander Beispiel: • Muster: „Licht von zwei Seiten“ Verbunden mit Mustern: • Gebäudeflügel mit Tageslicht • Abgestufte Nordfront • Öffnung zur Straße • ...
  • 18.
  • 19.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 19 Muster des Commoning: Für Gestaltung von Commoning: • Keine starren „Prinzipien“ • Keine moralisch-normative Wertvorgaben sondern: • Was funktioniert und fühlt sich dabei lebendig an? „Wenn sich „etwas“ – auch commoning – nicht lebendig anfühlt, dann ist es nicht gut genug.“
  • 20.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 20 • Z.B. Problem: faire Zuteilung von Wasser: ?
  • 21.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 21 • Z.B. Problem: faire Zuteilung von Wasser:  Poolen, Deckeln & Aufteilen!
  • 22.
    Beispiel-Commons 22 Solidarische Landwirtschaft Hessen •Grundmuster: Entkoppeln von Geben und Nehmen • Problem: Kartoffeln fehlen, Bäuerin des Demeterhofes will ihre nicht verkauften Kartoffeln nicht verschenken • Lösung: Erkenntnis, dass es nicht um die Kartoffeln geht, sondern um Anerkennung und Selbst-Entscheiden der Demeter-Bäuerin • Ergebnis: SoLawi muss Kartoffeln zukaufen, beide Konfliktparteien durchlaufen einen Lernprozess  Muster: Gegenseitigkeit behutsam ausüben
  • 23.
    Beispiel-Commons 23 Solidarische Landwirtschaft Hessen Muster: Gegenseitigkeit behutsam ausüben Anschlussmuster: • Beziehungshaftigkeit des Habens verankern • Konflikte beziehungswahrend bearbeiten • Commons & Kommerz auseinanderhalten • Im Vertrauensraum transparent sein
  • 24.
    Beispiel-Commons 24 • Problem: Wiekann verhindert werden, dass eine dem Markt entzogene Immobilie wieder zurückfällt? • Lösung: Eigentumstitel für Immobilie liegt nicht beim Hausverein, sondern einer GmbH, die zwei Gesellschafter hat: Hausverein und Mietshäusersyndikat. • Ergebnis: Hürden für Verkauf höher, wenn auch möglich. Mietshäuser Syndikat • Grundmuster: Commons&Kommerz auseinanderhalten
  • 25.
    Beispiel-Commons 25 Mietshäuser Syndikat  Muster:Commons&Kommerz auseinanderhalten Anschlussmuster: • Das Produktionsrisiko gemeinsam tragen • Gemeinstimmig entscheiden
  • 26.
  • 27.
    Prinzipien oder Muster? 27 vgl. 8 Prinzipien erfolgreicher Commons nach E. Ostrom 1. Monitoring der Nutzer und der Ressource 2. Abgestufte Sanktionen 3. Konfliktlösungsmechanismen 4. (staatliche) Anerkennung 5. Eingebettete Institutionen (für große Systeme) 6. ...
  • 28.
    Prinzipien oder Muster? 28 vgl. 8 Prinzipien erfolgreicher Commons nach E. Ostrom • Komplexität der Motivationen und Handlungsgründe der Subjekte verschwinden • Hier wird festgelegt, „wie erfolgreiche Commons sind, d.h. sein müssen/sollen“ – nicht: wie Menschen handeln.
  • 29.
    Prinzipien oder Muster? 29 Vier Prinzipien des Commoning nach Friederike Habermann 1. Besitz statt Eigentum 2. Teile, was du kannst 3. (Bedingungsloses) Beitragen statt Tauschen 4. Offenheit und Freiwilligkeit
  • 30.
    Prinzipien oder Muster? 30 •Es bleibt unklar, woraus sich die Prinzipien ableiten.  Vier Prinzipien des Commoning nach Friederike Habermann • Abstraktion von konkreten Handlungskontexten
  • 31.
    Prinzipien oder Muster? 31 Zwei Bedingungen für Commoning nach Simon Sutterlütti und Stefan Meretz 1. Freiwilligkeit 2. kollektive Verfügung
  • 32.
    Prinzipien oder Muster? 32 •Abgeleitet aus „Begriff des Menschen“ ... (Versuch einer „wissenschaftlichen Utopie“)  Zwei Bedingungen für Commoning nach Simon Sutterlütti und Stefan Meretz • Abstraktion von konkreten Handlungskontexten
  • 33.
    Prinzipien oder Muster? 33 „DieseVorstellung sollte nicht utopisch sein, in dem Sinne, dass sie „nirgendwo“ existiert (die wörtliche Bedeutung von Utopie). Siesollte auf erfolgreichen Erfahrungen gründen und von echten Menschen praktiziert werden.“
  • 34.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 34 Methode: • Pattern Mining - Erfasst werden nicht (nur) Fakten, sondern auch Gefühltes, d.h. bezogen auch auf Latentes Suche nach Handlungslogiken gelingender Commons, d.h. Handlungslogiken, die zur Langlebigkeit von Commoning- Projekten beitragen:
  • 35.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 35 • Musterworkshops (Beteiligung) • Pattern Mining • Beginn u.a. mit Fragen wie: • Welche Probleme tauchen immer wieder auf? • Sammeln einer „Halde vielversprechender Lösungen“ • Suche nach dem „gemeinsamen Kern gelingender Lösungen“ • Wie kann dieses Gemeinsame allgemeinverständlich beschrieben werden? ... Namensfindung...
  • 36.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 36 • Pattern Mining
  • 37.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 37
  • 38.
    Was sind Muster fürerfolgreiches Commoning? 38 Nach Musterworkshops: • Interviews, Expertengespräche und Feedback-Schleifen... Ergebnisse (Masterarbeit, Stand 2018):  70 spezifische Muster des Commoning
  • 39.
  • 40.
    Was sind Commoning-Muster? 40 =bewusste Selbstorganisation, Selbstregierung unter Gleichrangigen
  • 41.
  • 42.
  • 43.
    Keime für eineBad-Case-Utopie 43
  • 44.
    Zum Nachlesen 44 • SilkeHelfrich: Lebensform Commons. Eine musterbasierte und ontologisch begründete Bestimmung. Masterarbeit 2018. • Silke Helfrich, David Bollier: Frei, fair und lebendig. Die Macht der Commons.1 transcript 2019. • Helmut Leitner: Mustertheorie. Einführung und Perspektiven auf den Spuren von Christopher Alexander. Nausner&Nausner 2007. • Helmut Leitner (2015): Mit Mustern arbeiten. 2 • Markus Meindel (2019): The Timeless Way of Re-Production3 1 https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4530-9/frei-fair-und-lebendig-die-macht-der-commons/ 2 https://www.band2.dieweltdercommons.de/essays/mit_mustern_arbeiten.html 3 https://keimform.de/2019/the-timeless-way-of-re-production/