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Sprachliche Routinen und Rituale
und interkulturelle Kommunikation
Germanistische Linguistik 7
Prüfungsliteratur
• Lüger, Heinz-Helmut. (1993). Routinen und Rituale in
der Alltagskommunikation. Berlin et al.: Langenscheidt.
• Heringer, Hans Jürgen (2007). Interkulturelle
Kommunikation. 2., durchgesehene Auflage. München:
A. Francke Verlag, S. 162−173.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 2
Alltagskommunikation
Merkmale der Alltagskommunikation
• Situationsbezogener Aspekt:
Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz, Informations-
und Verkaufsgespräche im Alltag usw.
• Funktionaler Aspekt:
zwanglos, weniger geplant als die Kommunikation
im institutionellen Rahmen, die Genauigkeit des
sprachlichen Ausdrucks spielt eine weniger große
Rolle usw.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 3
Sprachliche/kommunikative Routinen
• In der Alltagskommunikation verlassen wir uns oft auf
diverse Routinen (Handlungsschemata), die uns die
Kommunikation erleichtern.
• Routinen sind „verfestigte, wiederholbare Prozeduren,
die den Handelnden als fertige Problemlösungen zur
Verfügung stehen“ (Lüger 1993: 7).
• Sprachliche Routinen könnte man noch als habituelle
Lösungsmuster oder als relativ feste Ausdrucksmuster
bezeichnen oder sie sogar bildlich als „sprachliche
Fertigkeile“ beschreiben.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 4
Die Funktion von sprachlichen Routinen
• „Routinierte Gesprächsabläufe haben einen großen
Vorteil für die Sprecher, aber auch für Hörer: Die
sprachliche Gestaltung der Information wird einfacher, die
Sprechenden werden dadurch entlastet und können sich
ganz auf den Zweck des Gesprächs … konzentrieren. Auf
der anderen Seite wissen die Hörer, bei welchen Wörtern
die wichtigen Informationen kommen“ (Lüger 1993: 8).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 5
Sprachrituale
• Sprachrituale bilden eine Unterklasse von sprachlichen
Routinen.
• Zu den Sprachritualen werden diejenigen sprachlichen
Routinen gezählt, die keinen unmittelbaren praktischen
Zweck haben, sondern eine symbolische Funktion erfüllen
(Sich-Begrüßen, Fragen nach dem Wohlergehen des
Gesprächspartners, Sich-Verabschieden u. Ä.).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 6
Funktion von SprachritualenFunktionvon
Sprachritualen
Die Gesprächspartner zeigen, dass sie sich an die
Verhaltensnormen einer Kultur halten.
Die Gesprächspartner definieren dadurch ihre
Beziheung zum Thema und ihre gegenseitige
Beziehung.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 7
Sprachrituale
und gesellschaftliche Normen
• Mit Sprachritualen folgen die Gesprächspartner
gesellschaftlichen Konventionen. Damit bestätigen sie, dass
sie sich an Interaktionsnormen (Verhaltensnormen) der
entsprechenden Kultur halten.
• Wenn sich jemand an sprachliche (und andere) Rituale einer
Gesellschaft nicht hält, wird das „leicht als Ablehnung der
Normen verstanden, die in einer Gruppe oder in einer
Gesellschaft gültig sind. Dadurch fühlen sich oft auch die
Gruppenmitglieder abgelehnt, die sich mit diesen Normen
identifizieren. Wichtig ist also zunächst, dass man die soziale
Funktion, die ein Ritual in einer Gesellschaft hat, richtig
einschätzen kann“ (Lüger 1993: 25).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 8
Sprachrituale als Mittel zur Regelung
der Beziehungsebene
• Eine weitere wichtige Funktion von Sprachritualen besteht
darin, dass die Gesprächspartner dadurch ihre Beziehung
zueinander definieren, bestätigen oder neudefinieren.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 9
Sprachrituale und Variation
• Rituelle Formeln, die bei Sprachritualen zum Einsatz
kommen, sind in der Regel in mehreren Varianten
vorhanden (z. B. Ich wünsche Ihnen einen schönen guten
Morgen. / Guten Morgen. / Morgen. / Hallo. / Grüß dich.
usw.).
• Mit der Wahl einer bestimmten Varianten definieren die
Gesprächspartner ihre gegenseitige Beziehung (=
Regelung der Beziehungsebene).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 10
Die Wahl von rituellen Formeln
Die Wahl von rituellen Formeln wird von mehreren
Faktoren beeinflusst:
• Grad der Vertrautheit
• Grad der Wertschätzung
• Grad der Freundlichkeit
• Gegenwärtige Stimmungslage
• Grad der Gesprächsbereitschaft usw.
Rituelle Formeln werden oft von bestimmten Formen der
non-verbalen Kommunikation begleitet, ergänzt usw.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 11
Rituelle Formeln und wörtliche
Bedeutung
Die meisten rituellen Formeln haben ihre wörtliche Bedeutung
weitgehen verloren.
Was gibt’s?
Mach’s gut.
Grüß Gott!
Hals und Beinbruch!
Halt die Ohren steif!
Break a leg!
Здраво!
Збогом!
Где си?
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 12
Sprachliche Rituale im engeren Sinne
• Sprachliche Rituale im engeren Sinne sind an bestimmte
Institutionen gebunden (z. B. Urteilsverkündung beim
Gericht, Eheschließung im Standesamt oder in der Kirche
o. Ä.).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 13
Sprachliche Rituale und Sc/kripts
• Sprachliche Rituale sind Teil von sog. Scripts/Skripts
(engl. script − Drehbuch).
• Scripts sind stereotype Handlungs- und Ereignisabläufe
bzw. kognitive Szenarien für bestimmte Ereignisse und
Handlungen (z. B. Einkaufen gehen, zur Bank gehen,
jemanden besuchen, jemanden nach der Richtung
fragen). Neben anderen Elementen enthalten sie auch
sprachliche Mittel, die bei solchen Handlungsabläufen
eingesetzt werden.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 14
Skripts/Scripts
„Unter Skript wird gewöhnlich eine kohärente
Wissensstruktur für einen Handlungsablauf verstanden mit
Slots, die im speziellen Fall gefüllt werden“ (Heringer 2007:
141).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 15
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 16
Heringer (2007): 142
Frames
• Um die Normen einer Gesellschaft/Kultur nicht zu
verletzten, brauchen wir neben Scripts auch sog. Frames.
• Frames sind „bestimmte kognitive Rahmen…, die
diejenigen Wissenselemente zu einem Begriff gruppieren,
die in einer Sprachgemeinschaft als typisch oder
wesentlich angesehen werden“ (Lüger 1993: 25).
• Es sind z. B. unsere Vorstellungen davon, wie eine
typische Wohnung aussieht, was sich alles darin befindet,
wer da alles wohnt u. Ä.
• Ähnlich wie im Falle von Scripts, enthalten alle Frames
auch die entsprechenden sprachlichen Mittel.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 17
Sprachliche Routinen und Rituale im
kulturellen Kontext
• Im Kommunikationsprozess ist sprachliches Wissen mit
kulturspezifischen Wissenselementen aufs Engste
verknüpft.
• Um in einer fremden Sprache wirklich erfolgreich
kommunizieren zu können, muss man daher auch mit den
Verhaltensnormen der entsprechenden
Gesellschaft/Kultur vertraut sein.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 18
Fremdsprachenunterricht und
Kulturkompetenz
• „Wenn das Erlernen einer fremden Sprachen auf
erfolgreiches Handeln im fremdkulturellen Raum vorbereiten
soll, dann müssen auch spezifischen Rahmenbedingungen,
die Lebensverhältnisse der fremden Gesellschaft im
Unterricht berücksichtigt werden“ (Lüger 1993: 26).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 19
Kultur − Ein dynamisches Phänomen
Kultur ist:
• dynamisch (= nicht abgeschlossen, sie
entwickelt/verändert sich ständig)
• flexibel (= sie passt sich neuen Situationen und
Bedürfnissen an)
• komplex
• heterogen (= nicht homogen, jede Kultur besteht aus
vielen unterschiedlichen Gesellschaftssegmenten und
Gruppen)
(vgl. Heringer 2007: 158)
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 20
Jeder Mensch ist geprägt durch:
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 21
Heringer (2007): 143.
Kommunikation und Kultur
Alles was man sagt, trifft auf „die Fähigkeiten und das Wissen
des Hörers, und daraus entwickelt sich ein Verständnis“
(Heringer 2007: 133).
Das Wissen der Gesprächsteilnehmer besteht
aus drei Komponenten:
• Sprachliches Wissen (vor allem Grammatik und Lexik)
• Weltwissen
• Kontextwissen (Kontext und Gesprächssituation).
(vgl. Heringer 2007: 133)
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 22
sprachspezifisch
sprach- und kulturspezifisch
Weltwissen
„Weltwissen ist Wissen über die Welt, allerdings nicht nur
im engeren Sinn der physikalischen Welt, des Sach- und
Fachwissens, sondern auch der sozialen Welt: Wissen
über Kultur, soziale Gepflogenheiten, Wertsysteme und
Normen. Im Weltwissen werden öfter Faktenwissen (Know
that), Norm- und Handlungswissen (Know how)
unterschieden. Man sollte sich das aber nicht unabhängig
voneinander denken. Sinnvoll handeln kann man nur, wenn
man weiß, was es ist, was man tut“ (Heringer 2007: 133).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 23
www.acs-burger.net
Interkulturelle Kommunikation −
Konfliktpotenzial
„Kulturanalyse ist nur deshalb notwendig, weil meine Kultur nicht
die einzige auf der Welt ist. Sobald es zum Kontakt mit einer
anderen Kultur kommt ..., gibt es auch ein Konfliktpotenzial.
Denn wenn ich jemandem aus einer Kultur begegne, die von
meiner eigenen verschieden ist, dann verhalte ich mich in einer
für mich natürlichen Weise, während sich der andere so verhält,
wie es für ihn oder für sie natürlich ist.
Das einzige Problem besteht nun darin, dass unsere
’natürlichen’ Weisen nicht übereinstimmen. Trotzdem geht es die
meiste Zeit gut, weil die Tatsache, dass unsere ’Wahrheiten’
nicht dieselben sind, nicht unbedingt zum Konflikt führt. Das
Problem zeigt sich tatsächlich nur im Konfliktfall“ (Carroll 1987
nach Heringer 2007: 108).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 24
Kulturkompetenz und Sprachkompetenz
• „Solange man es mit vergleichsweise eng verwandten
Kulturen zu tun hat, leuchtet es ein, wenn man die Fähigkeit
zum sprachlichen Agieren und Reagieren nicht besonders
hervorhebt, denn schließlich können die Schüler ja bereits
fragen, bitten usw. Fraglich wird diese Position jedoch, wenn
die Kulturbereiche weiter voneinander entfernt sind. Hier kann
man nicht einfach voraussetzen, dass das sprachliche
Handeln gelingt. Selbst so elementare und alltägliche
Aktivitäten wie ’sich bedanken’, ’sich entschuldigen’,
’jemanden/sich vorstellen’ müssen nicht unbedingt in der
gleichen Form wie in der Muttersprache ablaufen, oder sie
haben möglicherweise einen ganz anderen Stellenwert“
(Lüger 1993: 26).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 25
Fremdsprachenunterricht
und Fremdsprachenerwerb
Was sollte man alles erwerben?
• die sprachlichen Mitteln
• die Regeln ihres situativen Gebrauchs
• die kulturspezifischen Hintergründe
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 26
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 27
Lüger 1993: 27
Inkogruenz
der
Handlungs-
interpretation
Reziprozität der Perspektive
• Damit es bei der interkulturellen Kommunikation zu
keinerlei Missverständnissen kommt, ist die sog.
Reziprozität der Perspektive notwendig.
• Die Reziprozität der Perspektive bedeutet, dass die
beiden Gesprächspartner die Kommunikationssituation
und das Gesagte auf die gleiche Art und Weise
sehen/interpretieren.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 28
Innergesellschaftliche Heterogenität
• „Keine Gesellschaft ist in sich so homogen, dass man von
durchgängigen Verhaltensnormen ausgehen kann. Von
einem Studenten z. B. wird ein anderes Verhalten
erwartet als von einem stressgeplagten Geschäftsmann,
in Bayern herrschen nicht unbedingt die gleichen
Erwartungen wie in Ostfriesland, in der Stadt verhält sich
manches anders als auf dem Land“ (Lüger 1993: 32).
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 29
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 30
Lüger1993:32.
Hotspots
in der interkulturellen Kommunikation
• Als Hotspots werden besonders sensible Punkte in der
interkulturellen Kommunikation bezeichnet, die sich
gerade wegen ihrer sensiblen Natur oft als Stolpersteine
erweisen.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 31
Heringer 2007: 161.
Hotspots und Rich Points
• Heringers Konzept der Hotspots in der interkulturellen
Kommunikation basiert auf dem Rich-Points-Konzept von
Michael Agar.
• Als Rich Points bezeichnet Agar diejenigen Stellen, an
denen bei der Kommunikation besonders oft
Schwierigkeiten auftreten, unabhängig davon, ob die
Kommunikation interkulturell ist oder nicht.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 32
Typische Hotspots
Laut Heringer gehören zu den typischen Hotspots in der
interkulturellen Kommunikation u. a.:
• Begrüßung
• Anrede
• Sich vorstellen
• Einladungen annehmen und ablehnen
• Zustimmung und Nicht-Zustimmung äußern
• den Gesprächspartner unterbrechen
• das Wort übernehmen
• Aufmerksamkeit beim Zuhören signalisieren
• Kritik äußern
• Sich entschuldigen
• versuchen, den/die Gesprächspartner von der eigenen
Meinung zu überzeugen
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 33
• Beispiel:
Wie sollte man den/die Gesprächspartner anreden?
Siezen oder Duzen?
Mit Herr/Frau + Nachname oder?
Was ist mit akademischen Titeln, hohen Ämtern o.
Ä.?
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 34
• Beispiel: Wahl der Grußformel bei E-Mails und Briefen
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 35
www.sekretaria.de
Kommunikation und Kulturstandards
• Sprachliche Routinen und Rituale und andere
Kommunikationsregeln und –normen sind Teil unserer
Kulturstandards.
• Kulturstandards werden beim Sozialisationsprozess
erworben. Als Erwachsene halten wir sie später oft für
selbstverständlich und sind ihrer kulturspezifischen
Charakters gar nicht bewusst.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 36
Kulturstandards
• „Unter Kulturstandards werden alle Arten des
Wahrnehmens, Denkens, Wertens und Handelns
verstanden, die von der Mehrzahl der Mitglieder einer
bestimmten Kultur für sich persönlich und andere als
normal, selbstverständlich, typisch und verbindlich
angesehen werden. Eigenes und fremdes Verhalten wird
auf der Grundlage dieser Standards beurteilt und
reguliert“ (Thomas nach Heringer 2007: 195).
• Ähnlich wie andere kulturspezifische Erscheinungen sind
Kulturstandards nicht leicht zu analysieren und
darzustellen. Entsprechende Versuche führen in der
Regel zu mehr oder weniger groben Vereinfachungen.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 37
Kommunikation, Kultur und Stereotype
• Zur Erklärung des kulturspezifischen kommunikativen
Verhaltens werden oft diverse Stereotype eingesetzt.
• „Ein Stereotyp ist der verbale Ausdruck einer auf soziale
Gruppen oder einzelne Personen als deren Mitglieder
gerichteten Überzeugung. Es hat die logische form einer
Aussage, die in ungerechtfertigt vereinfachender und
generalisierender Weise, mit emotional-wertender Tendenz,
einer Klasse von Personen bestimmte Eigenschaften oder
Verhaltensweisen zu- oder abschreibt“ (Quasthoff nach
Heringer 2007: 199).
• Stereotype entlasten uns beim Denken und Handeln, haben
aber auch viele negative Seiten.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 38
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 39
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 40
Aufgaben
• Erfahren Sie Näheres über sprachliche Routinen und
Rituale in der (interkulturellen) Alltagskommunikation in
Lüger (1993): 37−85.
• Erfahren Sie Näheres über Hotspots bei der
interkulturellen Kommunikation in Heringer (2007):
161−173.
• Erfahren Sie Näheres über Kulturstandards in Heringer
(2007): 182−212.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 41
Prüfungsrelevant!
Nein? Dann vielen Dank für IhreAufmerksamkeit.
Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 42

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Formelhafte Sprechakte und Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation

  • 1. Sprachliche Routinen und Rituale und interkulturelle Kommunikation Germanistische Linguistik 7
  • 2. Prüfungsliteratur • Lüger, Heinz-Helmut. (1993). Routinen und Rituale in der Alltagskommunikation. Berlin et al.: Langenscheidt. • Heringer, Hans Jürgen (2007). Interkulturelle Kommunikation. 2., durchgesehene Auflage. München: A. Francke Verlag, S. 162−173. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 2
  • 3. Alltagskommunikation Merkmale der Alltagskommunikation • Situationsbezogener Aspekt: Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz, Informations- und Verkaufsgespräche im Alltag usw. • Funktionaler Aspekt: zwanglos, weniger geplant als die Kommunikation im institutionellen Rahmen, die Genauigkeit des sprachlichen Ausdrucks spielt eine weniger große Rolle usw. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 3
  • 4. Sprachliche/kommunikative Routinen • In der Alltagskommunikation verlassen wir uns oft auf diverse Routinen (Handlungsschemata), die uns die Kommunikation erleichtern. • Routinen sind „verfestigte, wiederholbare Prozeduren, die den Handelnden als fertige Problemlösungen zur Verfügung stehen“ (Lüger 1993: 7). • Sprachliche Routinen könnte man noch als habituelle Lösungsmuster oder als relativ feste Ausdrucksmuster bezeichnen oder sie sogar bildlich als „sprachliche Fertigkeile“ beschreiben. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 4
  • 5. Die Funktion von sprachlichen Routinen • „Routinierte Gesprächsabläufe haben einen großen Vorteil für die Sprecher, aber auch für Hörer: Die sprachliche Gestaltung der Information wird einfacher, die Sprechenden werden dadurch entlastet und können sich ganz auf den Zweck des Gesprächs … konzentrieren. Auf der anderen Seite wissen die Hörer, bei welchen Wörtern die wichtigen Informationen kommen“ (Lüger 1993: 8). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 5
  • 6. Sprachrituale • Sprachrituale bilden eine Unterklasse von sprachlichen Routinen. • Zu den Sprachritualen werden diejenigen sprachlichen Routinen gezählt, die keinen unmittelbaren praktischen Zweck haben, sondern eine symbolische Funktion erfüllen (Sich-Begrüßen, Fragen nach dem Wohlergehen des Gesprächspartners, Sich-Verabschieden u. Ä.). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 6
  • 7. Funktion von SprachritualenFunktionvon Sprachritualen Die Gesprächspartner zeigen, dass sie sich an die Verhaltensnormen einer Kultur halten. Die Gesprächspartner definieren dadurch ihre Beziheung zum Thema und ihre gegenseitige Beziehung. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 7
  • 8. Sprachrituale und gesellschaftliche Normen • Mit Sprachritualen folgen die Gesprächspartner gesellschaftlichen Konventionen. Damit bestätigen sie, dass sie sich an Interaktionsnormen (Verhaltensnormen) der entsprechenden Kultur halten. • Wenn sich jemand an sprachliche (und andere) Rituale einer Gesellschaft nicht hält, wird das „leicht als Ablehnung der Normen verstanden, die in einer Gruppe oder in einer Gesellschaft gültig sind. Dadurch fühlen sich oft auch die Gruppenmitglieder abgelehnt, die sich mit diesen Normen identifizieren. Wichtig ist also zunächst, dass man die soziale Funktion, die ein Ritual in einer Gesellschaft hat, richtig einschätzen kann“ (Lüger 1993: 25). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 8
  • 9. Sprachrituale als Mittel zur Regelung der Beziehungsebene • Eine weitere wichtige Funktion von Sprachritualen besteht darin, dass die Gesprächspartner dadurch ihre Beziehung zueinander definieren, bestätigen oder neudefinieren. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 9
  • 10. Sprachrituale und Variation • Rituelle Formeln, die bei Sprachritualen zum Einsatz kommen, sind in der Regel in mehreren Varianten vorhanden (z. B. Ich wünsche Ihnen einen schönen guten Morgen. / Guten Morgen. / Morgen. / Hallo. / Grüß dich. usw.). • Mit der Wahl einer bestimmten Varianten definieren die Gesprächspartner ihre gegenseitige Beziehung (= Regelung der Beziehungsebene). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 10
  • 11. Die Wahl von rituellen Formeln Die Wahl von rituellen Formeln wird von mehreren Faktoren beeinflusst: • Grad der Vertrautheit • Grad der Wertschätzung • Grad der Freundlichkeit • Gegenwärtige Stimmungslage • Grad der Gesprächsbereitschaft usw. Rituelle Formeln werden oft von bestimmten Formen der non-verbalen Kommunikation begleitet, ergänzt usw. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 11
  • 12. Rituelle Formeln und wörtliche Bedeutung Die meisten rituellen Formeln haben ihre wörtliche Bedeutung weitgehen verloren. Was gibt’s? Mach’s gut. Grüß Gott! Hals und Beinbruch! Halt die Ohren steif! Break a leg! Здраво! Збогом! Где си? Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 12
  • 13. Sprachliche Rituale im engeren Sinne • Sprachliche Rituale im engeren Sinne sind an bestimmte Institutionen gebunden (z. B. Urteilsverkündung beim Gericht, Eheschließung im Standesamt oder in der Kirche o. Ä.). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 13
  • 14. Sprachliche Rituale und Sc/kripts • Sprachliche Rituale sind Teil von sog. Scripts/Skripts (engl. script − Drehbuch). • Scripts sind stereotype Handlungs- und Ereignisabläufe bzw. kognitive Szenarien für bestimmte Ereignisse und Handlungen (z. B. Einkaufen gehen, zur Bank gehen, jemanden besuchen, jemanden nach der Richtung fragen). Neben anderen Elementen enthalten sie auch sprachliche Mittel, die bei solchen Handlungsabläufen eingesetzt werden. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 14
  • 15. Skripts/Scripts „Unter Skript wird gewöhnlich eine kohärente Wissensstruktur für einen Handlungsablauf verstanden mit Slots, die im speziellen Fall gefüllt werden“ (Heringer 2007: 141). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 15
  • 16. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 16 Heringer (2007): 142
  • 17. Frames • Um die Normen einer Gesellschaft/Kultur nicht zu verletzten, brauchen wir neben Scripts auch sog. Frames. • Frames sind „bestimmte kognitive Rahmen…, die diejenigen Wissenselemente zu einem Begriff gruppieren, die in einer Sprachgemeinschaft als typisch oder wesentlich angesehen werden“ (Lüger 1993: 25). • Es sind z. B. unsere Vorstellungen davon, wie eine typische Wohnung aussieht, was sich alles darin befindet, wer da alles wohnt u. Ä. • Ähnlich wie im Falle von Scripts, enthalten alle Frames auch die entsprechenden sprachlichen Mittel. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 17
  • 18. Sprachliche Routinen und Rituale im kulturellen Kontext • Im Kommunikationsprozess ist sprachliches Wissen mit kulturspezifischen Wissenselementen aufs Engste verknüpft. • Um in einer fremden Sprache wirklich erfolgreich kommunizieren zu können, muss man daher auch mit den Verhaltensnormen der entsprechenden Gesellschaft/Kultur vertraut sein. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 18
  • 19. Fremdsprachenunterricht und Kulturkompetenz • „Wenn das Erlernen einer fremden Sprachen auf erfolgreiches Handeln im fremdkulturellen Raum vorbereiten soll, dann müssen auch spezifischen Rahmenbedingungen, die Lebensverhältnisse der fremden Gesellschaft im Unterricht berücksichtigt werden“ (Lüger 1993: 26). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 19
  • 20. Kultur − Ein dynamisches Phänomen Kultur ist: • dynamisch (= nicht abgeschlossen, sie entwickelt/verändert sich ständig) • flexibel (= sie passt sich neuen Situationen und Bedürfnissen an) • komplex • heterogen (= nicht homogen, jede Kultur besteht aus vielen unterschiedlichen Gesellschaftssegmenten und Gruppen) (vgl. Heringer 2007: 158) Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 20
  • 21. Jeder Mensch ist geprägt durch: Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 21 Heringer (2007): 143.
  • 22. Kommunikation und Kultur Alles was man sagt, trifft auf „die Fähigkeiten und das Wissen des Hörers, und daraus entwickelt sich ein Verständnis“ (Heringer 2007: 133). Das Wissen der Gesprächsteilnehmer besteht aus drei Komponenten: • Sprachliches Wissen (vor allem Grammatik und Lexik) • Weltwissen • Kontextwissen (Kontext und Gesprächssituation). (vgl. Heringer 2007: 133) Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 22 sprachspezifisch sprach- und kulturspezifisch
  • 23. Weltwissen „Weltwissen ist Wissen über die Welt, allerdings nicht nur im engeren Sinn der physikalischen Welt, des Sach- und Fachwissens, sondern auch der sozialen Welt: Wissen über Kultur, soziale Gepflogenheiten, Wertsysteme und Normen. Im Weltwissen werden öfter Faktenwissen (Know that), Norm- und Handlungswissen (Know how) unterschieden. Man sollte sich das aber nicht unabhängig voneinander denken. Sinnvoll handeln kann man nur, wenn man weiß, was es ist, was man tut“ (Heringer 2007: 133). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 23 www.acs-burger.net
  • 24. Interkulturelle Kommunikation − Konfliktpotenzial „Kulturanalyse ist nur deshalb notwendig, weil meine Kultur nicht die einzige auf der Welt ist. Sobald es zum Kontakt mit einer anderen Kultur kommt ..., gibt es auch ein Konfliktpotenzial. Denn wenn ich jemandem aus einer Kultur begegne, die von meiner eigenen verschieden ist, dann verhalte ich mich in einer für mich natürlichen Weise, während sich der andere so verhält, wie es für ihn oder für sie natürlich ist. Das einzige Problem besteht nun darin, dass unsere ’natürlichen’ Weisen nicht übereinstimmen. Trotzdem geht es die meiste Zeit gut, weil die Tatsache, dass unsere ’Wahrheiten’ nicht dieselben sind, nicht unbedingt zum Konflikt führt. Das Problem zeigt sich tatsächlich nur im Konfliktfall“ (Carroll 1987 nach Heringer 2007: 108). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 24
  • 25. Kulturkompetenz und Sprachkompetenz • „Solange man es mit vergleichsweise eng verwandten Kulturen zu tun hat, leuchtet es ein, wenn man die Fähigkeit zum sprachlichen Agieren und Reagieren nicht besonders hervorhebt, denn schließlich können die Schüler ja bereits fragen, bitten usw. Fraglich wird diese Position jedoch, wenn die Kulturbereiche weiter voneinander entfernt sind. Hier kann man nicht einfach voraussetzen, dass das sprachliche Handeln gelingt. Selbst so elementare und alltägliche Aktivitäten wie ’sich bedanken’, ’sich entschuldigen’, ’jemanden/sich vorstellen’ müssen nicht unbedingt in der gleichen Form wie in der Muttersprache ablaufen, oder sie haben möglicherweise einen ganz anderen Stellenwert“ (Lüger 1993: 26). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 25
  • 26. Fremdsprachenunterricht und Fremdsprachenerwerb Was sollte man alles erwerben? • die sprachlichen Mitteln • die Regeln ihres situativen Gebrauchs • die kulturspezifischen Hintergründe Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 26
  • 27. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 27 Lüger 1993: 27 Inkogruenz der Handlungs- interpretation
  • 28. Reziprozität der Perspektive • Damit es bei der interkulturellen Kommunikation zu keinerlei Missverständnissen kommt, ist die sog. Reziprozität der Perspektive notwendig. • Die Reziprozität der Perspektive bedeutet, dass die beiden Gesprächspartner die Kommunikationssituation und das Gesagte auf die gleiche Art und Weise sehen/interpretieren. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 28
  • 29. Innergesellschaftliche Heterogenität • „Keine Gesellschaft ist in sich so homogen, dass man von durchgängigen Verhaltensnormen ausgehen kann. Von einem Studenten z. B. wird ein anderes Verhalten erwartet als von einem stressgeplagten Geschäftsmann, in Bayern herrschen nicht unbedingt die gleichen Erwartungen wie in Ostfriesland, in der Stadt verhält sich manches anders als auf dem Land“ (Lüger 1993: 32). Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 29
  • 30. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 30 Lüger1993:32.
  • 31. Hotspots in der interkulturellen Kommunikation • Als Hotspots werden besonders sensible Punkte in der interkulturellen Kommunikation bezeichnet, die sich gerade wegen ihrer sensiblen Natur oft als Stolpersteine erweisen. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 31 Heringer 2007: 161.
  • 32. Hotspots und Rich Points • Heringers Konzept der Hotspots in der interkulturellen Kommunikation basiert auf dem Rich-Points-Konzept von Michael Agar. • Als Rich Points bezeichnet Agar diejenigen Stellen, an denen bei der Kommunikation besonders oft Schwierigkeiten auftreten, unabhängig davon, ob die Kommunikation interkulturell ist oder nicht. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 32
  • 33. Typische Hotspots Laut Heringer gehören zu den typischen Hotspots in der interkulturellen Kommunikation u. a.: • Begrüßung • Anrede • Sich vorstellen • Einladungen annehmen und ablehnen • Zustimmung und Nicht-Zustimmung äußern • den Gesprächspartner unterbrechen • das Wort übernehmen • Aufmerksamkeit beim Zuhören signalisieren • Kritik äußern • Sich entschuldigen • versuchen, den/die Gesprächspartner von der eigenen Meinung zu überzeugen Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 33
  • 34. • Beispiel: Wie sollte man den/die Gesprächspartner anreden? Siezen oder Duzen? Mit Herr/Frau + Nachname oder? Was ist mit akademischen Titeln, hohen Ämtern o. Ä.? Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 34
  • 35. • Beispiel: Wahl der Grußformel bei E-Mails und Briefen Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 35 www.sekretaria.de
  • 36. Kommunikation und Kulturstandards • Sprachliche Routinen und Rituale und andere Kommunikationsregeln und –normen sind Teil unserer Kulturstandards. • Kulturstandards werden beim Sozialisationsprozess erworben. Als Erwachsene halten wir sie später oft für selbstverständlich und sind ihrer kulturspezifischen Charakters gar nicht bewusst. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 36
  • 37. Kulturstandards • „Unter Kulturstandards werden alle Arten des Wahrnehmens, Denkens, Wertens und Handelns verstanden, die von der Mehrzahl der Mitglieder einer bestimmten Kultur für sich persönlich und andere als normal, selbstverständlich, typisch und verbindlich angesehen werden. Eigenes und fremdes Verhalten wird auf der Grundlage dieser Standards beurteilt und reguliert“ (Thomas nach Heringer 2007: 195). • Ähnlich wie andere kulturspezifische Erscheinungen sind Kulturstandards nicht leicht zu analysieren und darzustellen. Entsprechende Versuche führen in der Regel zu mehr oder weniger groben Vereinfachungen. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 37
  • 38. Kommunikation, Kultur und Stereotype • Zur Erklärung des kulturspezifischen kommunikativen Verhaltens werden oft diverse Stereotype eingesetzt. • „Ein Stereotyp ist der verbale Ausdruck einer auf soziale Gruppen oder einzelne Personen als deren Mitglieder gerichteten Überzeugung. Es hat die logische form einer Aussage, die in ungerechtfertigt vereinfachender und generalisierender Weise, mit emotional-wertender Tendenz, einer Klasse von Personen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen zu- oder abschreibt“ (Quasthoff nach Heringer 2007: 199). • Stereotype entlasten uns beim Denken und Handeln, haben aber auch viele negative Seiten. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 38
  • 39. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 39
  • 40. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 40
  • 41. Aufgaben • Erfahren Sie Näheres über sprachliche Routinen und Rituale in der (interkulturellen) Alltagskommunikation in Lüger (1993): 37−85. • Erfahren Sie Näheres über Hotspots bei der interkulturellen Kommunikation in Heringer (2007): 161−173. • Erfahren Sie Näheres über Kulturstandards in Heringer (2007): 182−212. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 41 Prüfungsrelevant!
  • 42. Nein? Dann vielen Dank für IhreAufmerksamkeit. Prof. Dr. Jelena Kostić-Tomović 42