ch.ch 2020
Prof. Dr. Reinhard Riedl
Leiter E-Government Institut (EGI)
Rolle und Nutzen (I)

Erster Kontaktpunkt, wenn ich virtuell mit der Schweiz in Kontakt
kommen will
   - «Leistungsinhalt» = Orientierungsangebot
       - Für rein situativ Handelnde, für Individualisten und für gut Organisierte
       - Für Standardsituationen und für Katastrophen
       - Für Interessierte an Dienstleistungen und für politisch Engagierte

   - «Leistungsform» = Einbindung gefilterter Information externer Quellen und
     Verlinkung zu diesen externen Quellen + Export von Informationsdiensten
   - «Leistungsqualität» = Klare Identität als individueller Site und als
     Repräsentant der Schweiz
   - «Leistungserbringung» = Ko-Kreation mit Partnern über automatisches Ab-
     Filtern und über Schnittstellen zum Einstellen & mit Grass-Root-
     Communities, die aus Daten nicht authorisierte Dienste machen
                                                                                     2
«Leistungsfundament»
1. Behörden-, Leistungs-, Dokumenten- und Daten-Verzeichnisse,
   das auch als Shared Service den Gemeinden angeboten wird
    -   Basierend auf einem elektronischen Identitätsraum für natürliche und juristische
        Personen und für Sachen

2. Interaktiv navigierbare audiovisuelle Plattform, die hohe Usability mit
   erkennbarer Identität verbindet
    -   Plus Informationsmodelle für Schlüsselbereiche, die eine interaktive
        Spezialinformationssuche ermöglichen und

3. Situativ schnell konfigurierbarer Informationsbroker für die
   Krisenkommunikation,der die Zweiwegkommunikation implementiert
4. OGD Standards, Policy und Prozesse
    -   Die möglichst viele Daten als 3-Stern bis 5-Stern-OGD bereitstellt

5. Governance-Konzept für Ko-Kreation
    -   Mit Implementation eines attributbasiertes Rollenkonzept für den Zugriff für
        geschützte Bereiche                                                                3
Rolle und Nutzen (II)

Langzeit-Beziehungsmanagement, das optional von den Besuchern
aktiviert und genutzt werden kann
   - «Leistungsinhalt» = Gedächtnis und Update-Push-Service für die Nutzer
   - «Leistungsform» = situativ personalisierter Zugang, ergänzt um Push-
     Transfers in persönliche Bürgerportale (Pläne Post, KDZ, Smarx++, …) und
     digitale soziale Netze
   - «Leistungsqualität» = Radikal benutzerzentriert: sie bestimmt
       - wie viel Informationen zur Personalisierung genutzt werden
       - wie intelligent die Dienste sind
       - wie die Ästhetik gestaltet ist

   - «Leistungserbringung» = Ko-Kreation mit Nutzern


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«Leistungsfundament» (Fortsetzung)

6. Architekturentwicklungskonzept, das ein schrittweises Steigern der IT-Maturität
   im Einklang mit dem Steigern der Funktionskomplexität vorsieht
   -   Grundidee Design for Redesign
   -   Ziel MIT-Maturitätslevel 5 ist Dynamic Venturing
   -   Koordination mit dem FUTURA-Projekt des SECO

7. Implementierung eines Steuerungszyklus
   -   Mit Zielerreichungsmessungen, insbesondere unter Auswertung des realen
       Benutzerverhaltens

8. Dauernde technologische Verbesserung, um die Attraktivität der audiovisuellen
   Plattform stetig zu steigern
   -   Mehr Features und steigende Performance
   -   Mehr (neue) künstliche & kollaborative Intelligenz
   -   Implementierung ereignisgesteuerte Architekturen

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Rolle und Nutzen (III)

OPTIONAL: Plattform zur Öffnung des Policy Cycle
   - Mögliche «Leistungsinhalte»
       - OGD-Portal-Service (Koordination mit BFS & Städten, dem BR bezgl. SPO und
         dem geplanten behördeninternen Testportal),
       - Intelligentes Vernehmlassungsportal (das die RI-KI-Lösungen nutzt)
       - Agenda-Setting-Portal, das eine Diskussionsplattform mit dem Analysieren der
         Diskussionsströme in digitale soziale Netze verbindet
       - …

   - Meine persönliche bisherige Erfahrung als EU-Gutachter
     für e-Participation-Projekte
       - Fast alle Projekte scheitern fundamental
       - Einige wenige Ansätze sind sehr vielversprechend (aber etwas speziell)



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Wichtige Schritte

Definition einer Roadmap
   - Antizipierend die Veränderungen bei anderen Akteuren und deshalb in
     Koordination mit diesen
   - Mit genügend Zeit für jeden einzelnen Maturitätssteigerungsschritt
Klärung offener Zuständigkeitsfragen
   - Wie tief bildet ch.ch die Verwaltungswelt ab?
   - Wie sind die Schnittstellen zu den anderen Orientierungsanbietern im
     Schweizer E-Government?
   - z.B. Wie ist die Schnittstelle zur E-Government Landkarte Schweiz
   - … aber möglichst ohne Gärtlidenken, offen für koordinierte
     Überschneidungen


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ch.ch 2020

  • 1.
    ch.ch 2020 Prof. Dr.Reinhard Riedl Leiter E-Government Institut (EGI)
  • 2.
    Rolle und Nutzen(I) Erster Kontaktpunkt, wenn ich virtuell mit der Schweiz in Kontakt kommen will - «Leistungsinhalt» = Orientierungsangebot - Für rein situativ Handelnde, für Individualisten und für gut Organisierte - Für Standardsituationen und für Katastrophen - Für Interessierte an Dienstleistungen und für politisch Engagierte - «Leistungsform» = Einbindung gefilterter Information externer Quellen und Verlinkung zu diesen externen Quellen + Export von Informationsdiensten - «Leistungsqualität» = Klare Identität als individueller Site und als Repräsentant der Schweiz - «Leistungserbringung» = Ko-Kreation mit Partnern über automatisches Ab- Filtern und über Schnittstellen zum Einstellen & mit Grass-Root- Communities, die aus Daten nicht authorisierte Dienste machen 2
  • 3.
    «Leistungsfundament» 1. Behörden-, Leistungs-,Dokumenten- und Daten-Verzeichnisse, das auch als Shared Service den Gemeinden angeboten wird - Basierend auf einem elektronischen Identitätsraum für natürliche und juristische Personen und für Sachen 2. Interaktiv navigierbare audiovisuelle Plattform, die hohe Usability mit erkennbarer Identität verbindet - Plus Informationsmodelle für Schlüsselbereiche, die eine interaktive Spezialinformationssuche ermöglichen und 3. Situativ schnell konfigurierbarer Informationsbroker für die Krisenkommunikation,der die Zweiwegkommunikation implementiert 4. OGD Standards, Policy und Prozesse - Die möglichst viele Daten als 3-Stern bis 5-Stern-OGD bereitstellt 5. Governance-Konzept für Ko-Kreation - Mit Implementation eines attributbasiertes Rollenkonzept für den Zugriff für geschützte Bereiche 3
  • 4.
    Rolle und Nutzen(II) Langzeit-Beziehungsmanagement, das optional von den Besuchern aktiviert und genutzt werden kann - «Leistungsinhalt» = Gedächtnis und Update-Push-Service für die Nutzer - «Leistungsform» = situativ personalisierter Zugang, ergänzt um Push- Transfers in persönliche Bürgerportale (Pläne Post, KDZ, Smarx++, …) und digitale soziale Netze - «Leistungsqualität» = Radikal benutzerzentriert: sie bestimmt - wie viel Informationen zur Personalisierung genutzt werden - wie intelligent die Dienste sind - wie die Ästhetik gestaltet ist - «Leistungserbringung» = Ko-Kreation mit Nutzern 4
  • 5.
    «Leistungsfundament» (Fortsetzung) 6. Architekturentwicklungskonzept,das ein schrittweises Steigern der IT-Maturität im Einklang mit dem Steigern der Funktionskomplexität vorsieht - Grundidee Design for Redesign - Ziel MIT-Maturitätslevel 5 ist Dynamic Venturing - Koordination mit dem FUTURA-Projekt des SECO 7. Implementierung eines Steuerungszyklus - Mit Zielerreichungsmessungen, insbesondere unter Auswertung des realen Benutzerverhaltens 8. Dauernde technologische Verbesserung, um die Attraktivität der audiovisuellen Plattform stetig zu steigern - Mehr Features und steigende Performance - Mehr (neue) künstliche & kollaborative Intelligenz - Implementierung ereignisgesteuerte Architekturen 5
  • 6.
    Rolle und Nutzen(III) OPTIONAL: Plattform zur Öffnung des Policy Cycle - Mögliche «Leistungsinhalte» - OGD-Portal-Service (Koordination mit BFS & Städten, dem BR bezgl. SPO und dem geplanten behördeninternen Testportal), - Intelligentes Vernehmlassungsportal (das die RI-KI-Lösungen nutzt) - Agenda-Setting-Portal, das eine Diskussionsplattform mit dem Analysieren der Diskussionsströme in digitale soziale Netze verbindet - … - Meine persönliche bisherige Erfahrung als EU-Gutachter für e-Participation-Projekte - Fast alle Projekte scheitern fundamental - Einige wenige Ansätze sind sehr vielversprechend (aber etwas speziell) 6
  • 7.
    Wichtige Schritte Definition einerRoadmap - Antizipierend die Veränderungen bei anderen Akteuren und deshalb in Koordination mit diesen - Mit genügend Zeit für jeden einzelnen Maturitätssteigerungsschritt Klärung offener Zuständigkeitsfragen - Wie tief bildet ch.ch die Verwaltungswelt ab? - Wie sind die Schnittstellen zu den anderen Orientierungsanbietern im Schweizer E-Government? - z.B. Wie ist die Schnittstelle zur E-Government Landkarte Schweiz - … aber möglichst ohne Gärtlidenken, offen für koordinierte Überschneidungen 7