XBRL im E-Government –
eine strategische Perspektive!
Berner Fachhochschule (BFH)

-   Fachbereich Wirtschaft       -   Departement Technik und
    (Business School)                Informatik
    - 40 Forscher / 25 Stellen        - 150 Forscher ……..
        - Unternehmens-
          entwicklung
        - Regulierungsrisiken
        - IKT-Nutzung




                 Kooperation im
                 E-Bindestrich Bereich
XBRL und E-Government

- Verschiedene Länder haben
  XBRL-E-Government Projekte durchgeführt
- Sehr heterogene Situation in Europa
- Teils kommt die Initiative von den Banken, teil
  von den Regulatoren
- Im Schweizer E-Government ist XBRL noch
  kein strategisches Thema, aber Teil der eCH
  Standardisierungsaktivitäten
Inhalt

- Was ist E-Government?
- E-Government in der Schweiz
- E-Government Alt
- E-Government Neu
- Kurz und schmerzlos: Rolle von XBRL
- Offene Fragen, die beantwortet werden müssen
- Alternatives Architekturkonzept
E-Government

-   Definition
     - E-Government = Einsatz von IT in der öffentlichen
       Verwaltung und die damit verbundenen Veränderungen

-   Kernfrage
     - Der Staat der Gegenwart basiert ganz wesentlich auf den
       Beschränkungen der Kommunikationstechnologien des
       19. Jahrhunderts.
     - Wie können wir den Staat mit den Möglichkeiten der
       Kommunikationstechnologie des 21. Jahrhunderts
       gestalten?
Beispiele

-   Territorialstaat
     - Einteilung von Departementen nach
       Pferdegeschwindigkeit (max. 1 Tagesritt)
     - Wieso braucht es heute noch einen Territorialstaat?

-   Subsidiarität
     - Verwaltung konnte nur funktionieren, wenn Information
       verfügbar war.
     - Plus: lokale Legitimation und lokale Kontrolle
       gingen einst Hand in Hand.
     - Was bedeutet Subsidiarität heute?
E-Government in der Schweiz (1)

-   Strategie
-   Priorisierte Vorhaben
-   Steuerungsausschuss
     - Vorsitz Widmer-Schlumpf
     - Vertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden

-   Geschäftsstelle
     - Koordinierend tätig

-   Expertenrat
     - Vorsitz Peter Fischer („CIO“ der Schweiz)
E-Government in der Schweiz (2)

1. Priorität = G2B
2. Priorität = G2G
3. Priorität = G2C




Rest der Welt
-   Erste Priorität = G2C
E-Government Alt

-   Portale
-   Digitales Dokumentenmanagement
-   Register
                                  E-Government aktuell
-   Digitale Archive
                                  • Open Data
-   XML-Standards                 • Cloud Computing
                                  • Web 2.0
-   Leistungsverzeichnisse
-   Geschäftsprozessmanagement
-   Integrierte Vorgangsbearbeitung
-   SOA
E-Government Neu (1)




VERTRIEB   AUSFÜHRUNG
 (FRONT       (BACK       KONTROLLE
 OFFICE)     OFFICE)




       FUNKTIONENTRENNUNG
E-Government Neu (2)

            EID

          ZUGANG

         PROZESSE

       APPLIKATIONEN

           DATEN

   RESSOURCENINTEGRATION
E-Government Neu (3 bis 5)

- KOMPOSITION
  - Ontologie-basiert
  - Mix & Match, Plug & Play
  - Auflösung der Organisationssilos
  - Vernetzte Verwaltung
  - Event-basierte Verwaltung

- PERSONALISIERUNG
  - C3RM – Citizen Controlled Relationship Management

- ABSTRAKTION
  - Policy Based Design
E-Government Neu (3A)




                  BUS
Organisatorisch: Holschuld statt Bringschuld
Technisch: Multiplexing und De-Multiplexing
Filter-Pipelines




• Jede Nachricht = Event
• Basierend auf einer Ontologie liefern
Umschlag und Inhalt Event-Tags
• Jeder Filter fügt Tags hinzu
• Das letzte Modul produziert Statistik
Vorteile des Bus-Verkehrs

- Vereinfachung für Firmen und Bürger:
  sie liefern nur ein Mal
- Einfache Behördenrestrukturierungen und
  einfache Delegation von Aufgaben
- Monitoring durch integrierte Event-Stream-
  Interpretation über Filter-Pipelines
- U.a. ideal wenn XML Standard plus
  Ontologie bereits definiert sind
Offene Probleme des Bus-Verkehrs

   - Definition der Funktionslogik
   - Demultiplexing, respektive Zugriffsschutz
   - Sicherstellung von Transaktionsqualität




Dies hat bisher die praktische Implementierung des
E-Government Busses Schweiz stark gebremst!
XBRL im E-Government =
XBRL auf dem Event Bus!

- Firmen liefern XBRL-Dokumente an den Bus,
  der sie zu den richtigen Adressaten bringt
- Dies funktioniert auf Behörden-Ebene wie bei
  der Bearbeitung innerhalb der Behörden
- Mittels Filter-Pipelines werden zudem alle
  Arten von interessierenden Statistiken erstellt
Offene Fragen

- Ist der Standard umfassend genug?
- In welche Umschläge werden die
  XBRL-Dokumente gesteckt?
- Wie garantieren wir glaubwürdig den
  Datenschutz für die Firmen?
Alternatives Architekturkonzept

- Firmen implementieren Reporting-Center, auf
  das Behörden zugreifen können
   - In Analogie zum Fresco-Prozessor
   - Holschuld bleibt bei den Behörden
   - Nachteil: Unterstützt weder die behördeninterne
     Verarbeitung, noch die Erstellung von Statistiken
Zusammenfassung

- XBRL ist geeignet, um den Ausbau des E-
  Government Busses Schweiz
  vorwärtszubringen
- Um dies zu realisieren ist substanzielle
  Entwicklungsarbeit notwendig
Danke! Ihre Antworten auf die
offenen Fragen?


       Prof. Dr. Reinhard Riedl
        reinhard.riedl@bfh.ch

XBRL im E-Governement, 09.09.2011

  • 1.
    XBRL im E-Government– eine strategische Perspektive!
  • 2.
    Berner Fachhochschule (BFH) - Fachbereich Wirtschaft - Departement Technik und (Business School) Informatik - 40 Forscher / 25 Stellen - 150 Forscher …….. - Unternehmens- entwicklung - Regulierungsrisiken - IKT-Nutzung Kooperation im E-Bindestrich Bereich
  • 3.
    XBRL und E-Government -Verschiedene Länder haben XBRL-E-Government Projekte durchgeführt - Sehr heterogene Situation in Europa - Teils kommt die Initiative von den Banken, teil von den Regulatoren - Im Schweizer E-Government ist XBRL noch kein strategisches Thema, aber Teil der eCH Standardisierungsaktivitäten
  • 4.
    Inhalt - Was istE-Government? - E-Government in der Schweiz - E-Government Alt - E-Government Neu - Kurz und schmerzlos: Rolle von XBRL - Offene Fragen, die beantwortet werden müssen - Alternatives Architekturkonzept
  • 5.
    E-Government - Definition - E-Government = Einsatz von IT in der öffentlichen Verwaltung und die damit verbundenen Veränderungen - Kernfrage - Der Staat der Gegenwart basiert ganz wesentlich auf den Beschränkungen der Kommunikationstechnologien des 19. Jahrhunderts. - Wie können wir den Staat mit den Möglichkeiten der Kommunikationstechnologie des 21. Jahrhunderts gestalten?
  • 6.
    Beispiele - Territorialstaat - Einteilung von Departementen nach Pferdegeschwindigkeit (max. 1 Tagesritt) - Wieso braucht es heute noch einen Territorialstaat? - Subsidiarität - Verwaltung konnte nur funktionieren, wenn Information verfügbar war. - Plus: lokale Legitimation und lokale Kontrolle gingen einst Hand in Hand. - Was bedeutet Subsidiarität heute?
  • 7.
    E-Government in derSchweiz (1) - Strategie - Priorisierte Vorhaben - Steuerungsausschuss - Vorsitz Widmer-Schlumpf - Vertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden - Geschäftsstelle - Koordinierend tätig - Expertenrat - Vorsitz Peter Fischer („CIO“ der Schweiz)
  • 8.
    E-Government in derSchweiz (2) 1. Priorität = G2B 2. Priorität = G2G 3. Priorität = G2C Rest der Welt - Erste Priorität = G2C
  • 9.
    E-Government Alt - Portale - Digitales Dokumentenmanagement - Register E-Government aktuell - Digitale Archive • Open Data - XML-Standards • Cloud Computing • Web 2.0 - Leistungsverzeichnisse - Geschäftsprozessmanagement - Integrierte Vorgangsbearbeitung - SOA
  • 10.
    E-Government Neu (1) VERTRIEB AUSFÜHRUNG (FRONT (BACK KONTROLLE OFFICE) OFFICE) FUNKTIONENTRENNUNG
  • 11.
    E-Government Neu (2) EID ZUGANG PROZESSE APPLIKATIONEN DATEN RESSOURCENINTEGRATION
  • 12.
    E-Government Neu (3bis 5) - KOMPOSITION - Ontologie-basiert - Mix & Match, Plug & Play - Auflösung der Organisationssilos - Vernetzte Verwaltung - Event-basierte Verwaltung - PERSONALISIERUNG - C3RM – Citizen Controlled Relationship Management - ABSTRAKTION - Policy Based Design
  • 13.
    E-Government Neu (3A) BUS Organisatorisch: Holschuld statt Bringschuld Technisch: Multiplexing und De-Multiplexing
  • 14.
    Filter-Pipelines • Jede Nachricht= Event • Basierend auf einer Ontologie liefern Umschlag und Inhalt Event-Tags • Jeder Filter fügt Tags hinzu • Das letzte Modul produziert Statistik
  • 15.
    Vorteile des Bus-Verkehrs -Vereinfachung für Firmen und Bürger: sie liefern nur ein Mal - Einfache Behördenrestrukturierungen und einfache Delegation von Aufgaben - Monitoring durch integrierte Event-Stream- Interpretation über Filter-Pipelines - U.a. ideal wenn XML Standard plus Ontologie bereits definiert sind
  • 16.
    Offene Probleme desBus-Verkehrs - Definition der Funktionslogik - Demultiplexing, respektive Zugriffsschutz - Sicherstellung von Transaktionsqualität Dies hat bisher die praktische Implementierung des E-Government Busses Schweiz stark gebremst!
  • 17.
    XBRL im E-Government= XBRL auf dem Event Bus! - Firmen liefern XBRL-Dokumente an den Bus, der sie zu den richtigen Adressaten bringt - Dies funktioniert auf Behörden-Ebene wie bei der Bearbeitung innerhalb der Behörden - Mittels Filter-Pipelines werden zudem alle Arten von interessierenden Statistiken erstellt
  • 18.
    Offene Fragen - Istder Standard umfassend genug? - In welche Umschläge werden die XBRL-Dokumente gesteckt? - Wie garantieren wir glaubwürdig den Datenschutz für die Firmen?
  • 19.
    Alternatives Architekturkonzept - Firmenimplementieren Reporting-Center, auf das Behörden zugreifen können - In Analogie zum Fresco-Prozessor - Holschuld bleibt bei den Behörden - Nachteil: Unterstützt weder die behördeninterne Verarbeitung, noch die Erstellung von Statistiken
  • 20.
    Zusammenfassung - XBRL istgeeignet, um den Ausbau des E- Government Busses Schweiz vorwärtszubringen - Um dies zu realisieren ist substanzielle Entwicklungsarbeit notwendig
  • 21.
    Danke! Ihre Antwortenauf die offenen Fragen? Prof. Dr. Reinhard Riedl reinhard.riedl@bfh.ch