Leitmedienwechsel und Motivation

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Vortrtag an der internen Weiterbildung der Kantonsschule Schwyz in Bad Ragaz, 16.08.2013

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Leitmedienwechsel und Motivation

  1. 1. Leitmedienwechsel und Motivation Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger 1
  2. 2. Geschichten vom Leitmedienwechsel Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger
  3. 3. 1. Es ist ein Leitmedienwechsel 2. Wir benötigen informatisches Denken 3. Bildung braucht ICT (auch im Lehrplan 21) 4. 1:1 computing wird Alltag mit BYOD
  4. 4. Es ist ein Leitmedienwechsel
  5. 5. Digitalisierung Digitalisierung als Auslöser.
  6. 6. Text Bild Audio Video Digitalisierung 000100111010111000110101010
  7. 7. 000100111010111000110101010 Computer Block Telefon Kamera TV
  8. 8. Text Bild Audio Video Digitalisierung Computer Block Telefon Kamera TV
  9. 9. Digitalisierung Computer = Konvergenz
  10. 10. Computer = Automatisierung
  11. 11. Computer Vernetzung
  12. 12. Automatisierung Informationsflut Digitalisierung Vernetzung Automatisierung und Vernetzung erhöhen die Informationsflut
  13. 13. Digitalisierung Informationsflut = Sammeln Filtern Vom Sammeln zum Filtern
  14. 14. Informationsflut Filter Informationsflut erfordert Filter.
  15. 15. Informationsflut Filterkompetenz Informationsflut erfordert Filterkompetenz.
  16. 16. Digitalisierung Konvergenz Automatisierung Vernetzung Leitmedienwechsel
  17. 17. SprachGesellschaft HandschriftGesellschaft BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft Leitmedienwechsel
  18. 18. Klaus Haefner (1982) Digitalisierung Automatisierung = Menschliche Arbeit Automatisierte Arbeit Automatisierung des Automatisierbaren
  19. 19. Digitalisierung Automatisierung = Menschliche Arbeit Automatisierte Arbeit Automatisierung des Automatisierbaren Konzentration auf das Nichtautomatisierbare
  20. 20. #leitmedienwechsel Klaus Haefner: «Menschliches Denken und Handeln wird an vielen Stellen durch technische Informationsverarbeitung verändert oder abgelöst werden.» Autonome Substituierbare 1982 http://doebe.li/b127 Unberechenbare
  21. 21. #leitmedienwechsel Nicholas Negroponte: 1982 1995 http://doebe.li/b99
  22. 22. Digitalisierung Vernetzung = Transport von Atomen Transport von bits Digitalisierung: Bits statt Atome transportieren
  23. 23. Digitalisierung Vernetzung = Transport von Atomen Transport von ebooks Digitalisierung: Weniger Gewicht für Schulkinder?
  24. 24. #leitmedienwechsel Michael Giesecke: «Man kann nicht die Risiken der Buchkultur aufdecken, ohne beispielsweise die allgemein bildenden Schulen, die wahrheitssuchenden Wissenschaften und Universitäten, unsere rückkopplungsarme parlamentarische Demokratie und manches andere mehr in Frage zu stellen.» 1982 1995 http://doebe.li/b2961 2002
  25. 25. Klaus Haefner (1982) Automatisierung Arbeitslosigkeit Digitalisierung Vernetzung Thomas Friedman, 2005 Globalisierung
  26. 26. #leitmedienwechsel Thomas Friedman: Globalisierung 1.0: Staaten (1492 Kolumbus) Globalisierung 2.0: Unternehmen (1800-2000) Globalisierung 3.0: Menschen (Web 2.0 etc.) 1982 1995 2002 2005
  27. 27. Leitmedienwechsel Dirk Baecker «Jedes neue Verbreitungsmedium konfrontiert die Gesellschaft mit neuen und überschüssigen Möglichkeiten der Kommunikation, für deren selektive Handhabung die bisherige Struktur und Kultur der Gesellschaft nicht ausreichen.»
  28. 28. #leitmedienwechsel Dirk Baecker: Sprache ▼ Stammesgesellschaft Schrift ▼ Antike Hochkultur Buchdruck ▼ Moderne Gesellschaft Computer ▼ Nächste Gesellschaft «Jedes neue Verbreitungsmedium konfrontiert die Gesellschaft mit neuen und überschüssigen Möglichkeiten der Kommunikation, für deren selektive Handhabung die bisherige Struktur und Kultur der Gesellschaft nicht ausreichen.» 1982 1995 2002 2005 2007
  29. 29. #leitmedienwechsel Erik Brynjolfsson & Andrew McAfee: 1982 1995 2002 2005 2007 2011
  30. 30. #leitmedienwechsel 1982 1995 2002 2005 2007 2011
  31. 31. Leitmedienwechsel BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft
  32. 32. Leitmedienwechsel BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft Behaviorismus Konstruktivismus
  33. 33. Leitmedienwechsel BuchdruckGesellschaft InformationsGesellschaft Behaviorismus Konstruktivismus
  34. 34. Digitale Medien als Agent of Change? Konstruktivismus Fragen Behaviorismus Antworten LernkulturWandel TechnikWandel
  35. 35. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? ?
  36. 36. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Die Schüler sollen erst richtig lesen, schreiben und rechnen lernen. Die Schule muss nicht auf jeden Modetrend reagieren.
  37. 37. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Von: Es reicht, wenn sich alle Fächer etwas mit Medien beschäftigen. Bis: Der Leitmedienwechsel findet überall statt. Also müssen Medien auch überall eingesetzt werden.
  38. 38. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Ohne Fach fehlt die Verbindlichkeit. Dann geht es einfach unter. Integrative Konzepte sind nachweislich gescheitert.
  39. 39. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Ohne Fach fehlt die Verbindlichkeit. Ohne Integration fehlt der Alltagsbezug. Deutsch gibt es schliesslich auch als Fach, obwohl in fast allen Fächern deutsch gesprochen wird.
  40. 40. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Der Leitmedienwechsel ist geprägt von totaler Konvergenz. Die Welt ist heute vernetzt und globalisiert. Fächergrenzen sind rückständig. Wir müssen nicht über Details reden, sondern über vernetztes Lernen insgesamt.
  41. 41. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Die heutige Idee der Schule ist geprägt von der Industriegesellschaft (Lernfabrik). Wir müssen uns von der bisherigen Idee des rein formalen Lernens verabschieden.
  42. 42. Wie soll die Schule auf den Leitmedienwechsel reagieren? Es braucht beides. 3 Die heutige Schule versucht Fertigkeiten zu vermitteln, die bald der Computer übernehmen wird. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass uns Computer intellektuell überflügeln werden.
  43. 43. Informatikgrundlagen
  44. 44. Informatikgrundlagen Anwendungskompetenzen
  45. 45. Medienbildung Informatikgrundlagen Anwendungskompetenzen
  46. 46. Private ICT-Nutzung Medienbildung Informatikgrundlagen Private ICT-Infrastruktur Anwendungskompetenzen
  47. 47. Private ICT-Nutzung Schulische ICT-Nutzung Medienbildung Informatikgrundlagen Private ICT-Infrastruktur Anwendungskompetenzen Schulische ICT-Infrastruktur
  48. 48. Wir benötigen informatisches Denken
  49. 49. Warum Informatik in der Schule ? WissenschaftsArgument KonzeptwissenArgument DemokratieArgument BerufswahlArgument ProblemlöseArgument WelterklärungsArgument
  50. 50. WissenschaftsArgument Informatik hat Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment hervorgebracht.
  51. 51. Simulation prägt unser Leben WissenschaftsArgument Dario Venutti: Die Diktatur der Software, TA vom 23.04.2010 (doebe.li/t11556)
  52. 52. Bindestrich-Informatiken WissenschaftsArgument
  53. 53. KonzeptwissenArgument Informatikwissen hilft, die sich rasch verändernden ICT-Produkte zu verstehen und sie rascher produktiv nutzen zu können.
  54. 54. Medienkompass 1 & 2 KonzeptwissenArgument
  55. 55. WelterklärungsArgument Aufgabe der Allgemeinbildung ist es unter anderem, die Welt zumindest in Ansätzen begreifen und erklären zu können. Unser heutiger Alltag wird zunehmend von ICT durchdrungen, die auf den Prinzipien der Informatik beruht. Darum gehören Grundkonzepte der Informatik zur Allgemeinbildung.
  56. 56. WelterklärungsArgument
  57. 57. DemokratieArgument In der Informationsgesellschaft brauchen mündige BürgerInnen Grundkenntnisse in Informatik, um kompetent Entscheide bezüglich informatischen Themen fällen zu können.
  58. 58. DemokratieArgument
  59. 59. BerufswahlArgument Architektur Medizin … Schülerinnen und Schüler sollen in der Schule erfahren was Informatik ist. Nur so besteht die Chance, dass sie einen Beruf in diesem Gebiet erlernen.
  60. 60. ProblemlöseArgument Latein Schach Musik allgemeine Kompetenz Grundkonzepte der Informatik sind hilfreich beim analytischen Denken und Lösen von Problemen über die Informatik hinaus.
  61. 61. ProblemlöseArgument Elsbeth Stern (ETH Zürich): Wissenstransfer findet nur bedingt statt. «Greeno et al. (1993) haben dies ausgiebig am Beispiel mathematischer Textaufgaben diskutiert. So wird z. B. die Beschleunigungsformel aus der Physik selten spontan auf die Zinseszinsrechnung angewendet, weil Geschwindigkeit eine kontinuierliche und Geld eine diskrete Größe ist.»
  62. 62. Warum Informatik in der Schule ? WissenschaftsArgument KonzeptwissenArgument DemokratieArgument BerufswahlArgument ProblemlöseArgument WelterklärungsArgument
  63. 63. Bildung braucht ICT (auch im Lehrplan 21)
  64. 64. Digitale Medien prägen die Wissenschaft Informatik hat Simulation als dritte wissenschaftliche Methode neben Theorie und Experiment hervorgebracht. Tages Anzeiger, 23.04.2010 (doebe.li/t11556)
  65. 65. Digitale Medien prägen die Wissenschaft
  66. 66. Digitale Medien prägen das Berufsleben
  67. 67. Digitale Medien prägen die Gesellschaft
  68. 68. Digitale Medien prägen das Privatleben
  69. 69. Fazit: Bloss eine Generationenfrage? Digital Natives Digital Immigrants
  70. 70. digital digital natives? native digital naive
  71. 71. 1:1 computing wird Alltag mit Bring Your Own Device
  72. 72. Kosten gleich viel wie 4 Laptops =
  73. 73. Handybesitz
  74. 74. Das iPhone-Projekt Goldau arte, 13.02.2011
  75. 75. 1:1 computing bedeutet nicht Dauereinsatz
  76. 76. Es müssen nicht immer Games sein…
  77. 77. Es muss nicht immer Lernsoftware sein…
  78. 78. Es muss nicht nur im Unterricht sein…
  79. 79. www.projektschule-goldau.ch
  80. 80. 1:1 auf der Sek II www.1to1learning.ch
  81. 81. Wir sollten Kurzfristiges nicht über- und Langfristiges nicht unterschätzen…
  82. 82. Hype cycle
  83. 83. beat.doebe.li/talks/kollegi13 Beat Döbeli Honegger http://beat.doebe.li

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