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V.   Änderung der Rechtsform ist möglich, aber nicht ohne Aufwand     Umwandlung Einzelunternehmen in GmbH     Antrag an K...
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Formalien müssen eingehalten werdenBeschlüsse müssen eindeutig, im Vorhinein gefasst werden, um verdeckte Gewinnausschüttu...
VIELEN DANK FÜR IHRE  AUFMERKSAMKEIT !          Elke Evertz             und         Andy Goßrau          www.antax-duisbur...
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NPK2012 - Andy Goßrau, Elke Evertz: Was ist die richtige Rechtsform für einen ambulanten Pflegedienst?

  1. 1. Herzlich Willkommen !Was ist die richtige Rechtsform füreinen ambulanten Pflegedienst? Niederrheinischer Pflegekongress Neuss, 13.09.2012 1
  2. 2. Gliederung: I. Was ist eine GmbH ? II. Die neue Unternehmergesellschaft III. Steuerbelastung – Haftung – Wechsel des Inhabers IV. Gehaltsbestandteile Fahrzeug, betriebliche Altersvorsorge, Sozialversicherungspflicht? V. Vom Einzelunternehmen in die GmbH – Ablauf und Zeitplan 2
  3. 3. Ihre Referenten: Fachberater / Fachberaterin für Heilberufe (IFU/ISM gGmbH)Dipl. Betriebswirt (BA) Dipl. Betriebswirtin Andy Goßrau Elke Evertz Steuerberater Steuerberaterin 3
  4. 4. I. Was ist eine GmbH ? GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist ein vom Inhaber getrenntes Rechtssubjekt – juristische Person mit eigener Rechtspersönlichkeit Für Verbindlichkeiten der GmbH haftet nur das Gesellschaftsvermögen Zur Gründung ist mindestens eine Person (Einmann-GmbH) notwendig Gründung erfolgt bei einem Notar 4
  5. 5. Stammkapital mind. 25.000 EuroTipp: ewiger Nachweis der Einzahlung des Stammkapitals wird wichtig bei einer Insolvenz, Gesellschafterwechsel und für das FinanzamtStammkapital darf für betriebliche Zwecke, wie Anschaffungen verwendet werden, aber keineEntnahme des Stammkapitals durch den GesellschafterVerträge, wie die Kassenzulassung , werden mit der GmbH abgeschlossen, liegen bei der GmbHAnerkennung schuldrechtlicher Verträge zwischen der GmbH und den Gesellschaftern 5
  6. 6. II. Die neue Unternehmergesellschaft: keine eigene Rechtsform – Regeln der GmbH sind anzuwenden Firmenzusatz: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder „UG (haftungsbeschränkt)“ Mindestkapital 1 Euro Ausschüttungssperre: 25% des Jahresüberschusses sind jährlich in eine gesetzliche Rücklage einzustellen Gesamthöhe unbegrenzt aber: sobald 25.000,- Euro erreicht sind, kann die Unternehmergesellschaft ihr Stammkapital erhöhen, dann keine zwingende Rücklagenbildung mehr Umbenennung in GmbH möglich 6
  7. 7. III. Steuerbelastung – Haftung – Wechsel des Inhabers Steuerbelastung  Einzelunternehmen: Einkommensteuer mit individuellem Steuersatz (progressiv) , Verrechenbarkeit von Verlusten mit anderen Einkünften möglich  GmbH: Körperschaftsteuer 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag 5,5 %, Ausschüttungs- belastung 25 %, in der Regel keine Gewerbesteuerbelastung für Pflegedienste, Verluste können nur auf Folgejahre vorgetragen werden (keine Verlustverrechnung mit den Einkünften der Gesellschafter) Haftung  Einzelunternehmen: unbeschränkt mit dem persönlichem Vermögen (bei einer GbR haften alle Gesellschafter gesamtschuldnerisch)  GmbH: Haftung der Gesellschaft mit ihrem Vermögen, die Haftung der Geschäftsführer/Gesellschafter beschränkt sich auf Sondertatbestände, in der Regel keine Haftung mit dem persönlichen Vermögen Wechsel des Inhabers/Tod des Inhabers  Einzelunternehmen: Verträge liegen beim Inhaber, sie stehen und fallen mit ihm (kein automatischer Eintritt des Rechtsnachfolgers)  GmbH: Verträge liegen bei der GmbH, Anteile können notariell übertragen werden, die GmbH kann auch von angestellten Personen weitergeführt werden Unsere Empfehlung: In der Regel Vorrang der GmbH, jedoch sollte man vor Umwandlung einen Steuerbelastungsvergleich durchführen lassen. 7
  8. 8. Steuern in der GmbHauf Ebene der Gesellschaft Belastung mit Körperschaftsteuer 15 % und davon 5,5 %Solidaritätszuschlag im Rahmen der VeranlagungBesonderheit Gewerbesteuer: grundsätzlich sind Kapitalgesellschaften aufgrund Ihrer Rechtsformgewerbesteuerpflichtig, es gilt jedoch:Gewerbesteuerbefreiung für Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebedürftigerPersonen nach § 3 Nr. 20d GewStGNach § 3 Nr. 20d GewStG sind Einrichtungen zur vorübergehenden Aufnahme pflegebedürftigerPersonen und Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebedürftiger Personen vonder Gewerbesteuer befreit, wenn im Erhebungszeitraum die Pflegekosten in mindestens 40 v. H.der Fälle von den gesetzlichen Trägern der Sozialversicherung oder der Sozialhilfe ganz oder zumüberwiegenden Teil getragen worden sind. Diese Befreiungsregelung ist der entsprechendenumsatzsteuerlichen Befreiung des § 4 Nr. 16k UStG nachgebildet worden, jedoch nicht identisch.Tipp: Diese Vorschrift ist in der Praxis häufig nicht bekannt! 8
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  11. 11. IV. Gehaltsbestandteile Gesellschaftergeschäftsführer ist Angestellter der GmbH Abrechnung des Gehalts erfolgt über die Lohnsteuerkarte und wird mit dem individuellen Steuersatz versteuert Das Gehalt kann aus festen Bestandteilen auch variable Bestandteile enthalten (z.B. gewinnabhängige Tantiemen) Übersteigt die Gesamtvergütung des Gesellschafter-Geschäftsführers das „fremdübliche“ Gehalt liegt eine sog. verdeckte Gewinnausschüttung vor Betriebliche Altersvorsorge ist möglich, z.B. Pensionszusagen (Stichwort nachgelagerte Besteuerung) Folgende Kriterien sind einzuhalten:  Wirksamer Anstellungsvertrag  Verbot von Nachzahlungen 11
  12. 12. Geschäftsführer kann ein Firmenfahrzeug erhalten.Versteuerung erfolgt mittels Fahrtenbuch oder 1 % Regelung sowie der Versteuerung derFahrten zwischen Wohnung und ArbeitsstätteTipp: Berechnung des 1 % Werts erfolgt immer von den historischenBruttoanschaffungskosten des Fahrzeugs auch wenn ein gebrauchtes Fahrzeug in derAnschaffung sehr viel günstiger ist, in einem solchen Fall kann die Führung einesFahrtenbuches Steuern einsparen. 12
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  14. 14. Zur Sozialversicherung zählen u.a. die Krankenversicherung, die Arbeitslosenversicherung, dieUnfallversicherung und die RentenversicherungGrundsätzlich ist es so, dass der GmbH-Geschäftsführer, der auf Grund eines AnstellungsvertragesBezüge erhält und nicht beherrschend an der GmbH beteiligt ist, wie ein normaler Arbeitnehmerder Sozialversicherungspflicht unterliegt.Für den beherrschenden Gesellschafter/Geschäftsführer besteht VersicherungsfreiheitBei einem Gesellschafter-Geschäftsführer mit einer Beteiligung von 50 % oder mehr liegt in derRegel Sozialversicherungsfreiheit vorJe geringer die Beteiligung desto geringer wird aber auch der Einfluss auf die Gesellschaft sein. Inder Regel wird bei einer geringeren Beteiligung als 45 % von einer Sozialversicherungspflichtauszugehen sein. Im Einzelnen wird dann die Weisungsabhängigkeit und die übrige vertraglicheGestaltung des Anstellungsvertrages zu prüfen sein. Im Einzelfall können sogar familiäre Bindungeneine Rolle spielenTipp: in Zweifelsfällen rechtsverbindliche Auskunft des Sozialversicherungsträgers, Bindungswirkung bei Sozialversicherungsprüfungen 14
  15. 15. V. Änderung der Rechtsform ist möglich, aber nicht ohne Aufwand Umwandlung Einzelunternehmen in GmbH Antrag an Kranken- und Pflegekassenverbände Abschluss von Verträgen für die neue Rechtsform oder Anpassung der bisherigen Vertragsverhältnisse Beachte Bearbeitungsdauer 4 - 12 Wochen! Die Umwandlung in die GmbH kostet keine Steuern! (Antrag auf Buchwertansatz beim Finanzamt) Die Umwandlung in die GmbH kann rückwirkend erfolgen, Rückwirkungszeitraum 8 Monate 15
  16. 16. Zeitabläufe Checklisten bei Umwandlungen Datum muss 100% feststehen Auf Leistungsrechnungen achten, zum Beispiel Einzelunternehmen bis – GmbH ab ! Außendarstellung Verträge Abbuchungsaufträge Meldung am Telefon Wer darf was unterschreiben? Pkw-Zulassungen Informationen an Patienten, Kooperationspartner, Geschäftspartner 16
  17. 17. Formalien müssen eingehalten werdenBeschlüsse müssen eindeutig, im Vorhinein gefasst werden, um verdeckte Gewinnausschüttungenzu vermeidenVeröffentlichung im UnternehmensregisterSiehe: www.unternehmesregister.de 17
  18. 18. VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT ! Elke Evertz und Andy Goßrau www.antax-duisburg.de info@antax-duisburg.de Tel.: 0203 99474-0

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