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Rentenpaket
NR. 07| 04.04.2014 |
Liebe Leserinnen und Leser,
die Große Koalition ist seit letzter Woche 100
Tage im Amt. Die vergangenen Wochen waren
spannend und ereignisreich. Derzeit darf ich
zwei zukunftsträchtige Themen mitgestalten: die
Energiewende und die Digitale Wende. In beiden
Bereichen gibt es große Herausforderungen, die
wir bewältigen müssen.
Für uns ist es wichtig, dass wir bei der Novel-
lierung des EEG dem Bestands- und Vertrau-
ensschutz gerecht werden. Dies gilt insbeson-
dere für den Bereich der Biogasanlagen. Wer
bestehende Anlagen auf den neuesten Stand
der Technik bringt, darf hierfür nicht mit nied-
rigeren Fördersätzen bestraft werden. Hier wird
es Änderungen im vorliegenden Entwurf geben
müssen.Im anstehenden parlamentarischen
Verfahren wird die CSU-Landesgruppe die
besonderen Interessen unseres Mittelstandes
vertreten. Wir werden darauf achten, dass un-
sere Unternehmen nicht über Gebühr belastet
werden.
Der flächendeckende Breitbandausbau steht
bei der Digitalen Agenda ganz oben. Gerade
für Bayern ist die ausreichende Versorgung mit
leistungsfähigem Internet im ländlichen Bereich
unverzichtbar. In dieser Woche haben wir im
Plenum über die Entwicklungen und Heraus-
forderungen im Bereich des Telekommunikati-
onsmarktes debattiert. Wir wollen den Ausbau
so schnell wie möglich vorantreiben und dabei
den Wettbewerb unter den einzelnen Akteuren
auf dem Markt fördern. Das Ausbauziel mit
50 Mbit/s bis 2018 für alle Haushalte ist nicht
nur sehr ambitioniert, sondern vor allem auch
kostspielig. Mit staatlicher Förderung allein
werden wir es nicht erreichen können, sehr wohl
aber im Zusammenspiel mit den Investitionen
der Unternehmen.
Ein Stück des Weges haben wir bewältigt, aber
Vieles liegt noch vor uns – nicht nur in den
nächsten 100 Tagen.
Die Mütterrente kommt
In dieser Woche wurde das Rentenpaket der Bundesregierung in
den Deutschen Bundestag eingebracht. Der Gesetzentwurf mit
dem Titel „Rentenversicherung-Leistungsver­besserungsgesetz“
stand zur ersten Lesung an.
Damit steht die von der CSU-Lan-
desgruppe seit langem geforderte
Mütterrente kurz vor ihrer Verwirk-
lichung. Etwa 9,5 Millionen Frauen,
deren Kinder vor 1992 zur Welt
kamen, sollen Kindererziehungs-
zeiten in der Rente besser honoriert
bekommen. Pro Kind bedeutet das
ab 1. Juli 2014 brutto gut 28 Euro
monatlich mehr.
Der sozialpolitische Sprecher der
CSU-Landesgruppe, Stephan
Stracke, wies darauf hin, dass mit
dem Rentenpaket zentrale Verab-
redungen des Koalitionsvertrages
umgesetzt werden. Der Gesetz-
entwurf trage deutlich
die Handschrift der
Union, denn mit der
Mütterrente und den
Verbesserungen bei
der Erwerbsminde-
rungsrente würden langjährige
Forderungen der CSU aufgegrif-
fen. „Hiervon profitieren knapp 10
Millionen Menschen in diesem
Land“, so Stracke. Er wies Kritik
zurück, die Mütterrente würde
ausschließlich aus Beiträgen der
Versicherten und Arbeitgeber fi-
nanziert. Der Bundeszuschuss zur
Rentenversicherung betrage ein
Foto: picture aliance / Arco Images GmbH
Drittel des gesamten Budgets, die
Steuerzahler leisteten damit auch
ihren Beitrag. Stracke betonte: Die
Mütterrente sei ein Generationen-
projekt, dass die junge Generation
anerkenne. „Ihr habt viel geleistet
und habt uns Chancen eröffnet, die
ihr selber nicht hattet. Deswegen
sollt ihr auch von der Mütterrente
profitieren“. Diejenigen, die Kinder
erzogen haben, verdienten eine
anständige Rente.
Teil des Rentenpakets ist auch die
Rente mit 63 für Arbeitnehmer, die
45 Jahre lang Beiträge zur Renten-
versicherunggezahlthaben.Stracke
betonteallerdings,dass
die Koalition an der
Rentenreform aus dem
Jahr 2007 festhalte.
Das Ziel „Rente mit 67“
werde mit diesem Ge-
setzespaket nicht aufgegeben, so
der CSU-Politiker. Klar sei, dass das
Rentenalter bei der abschlagsfreien
Rente langjährig Beschäftigter
schrittweise wieder angehoben
werde. Bis 2029, wenn die „Rente
mit 67“ vollständig umgesetzt sei,
werde diese Altersgrenze parallel
zu der allgemeinen Anhebung von
63 Jahren auf 65 Jahre ansteigen.
Mütterrente ist
Generationen-
projekt
Hansjörg Durz MdB
04.04.2014		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 2
D i e s e W o c h e
IMPRESSUM:
Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche
Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder.
Foto Editorial:
Verantwortliche Redakteurin: Christina Harbusch
Maximilian Schiele (ms)
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Rentenpaket
Die Mütterrente kommt	 1
Fraktionsoffene Sitzung „Grüne Gentechnik“
Was ist zu verantworten?	 2
Bundestags-ABC
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Spitzen von Unionsfraktion und DGB
erörtern aktuelle Fragen
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Bundestags-ABC
Fraktionsoffene Sitzung „Grüne Gentechnik“
Was ist zu verantworten?
In einer fraktionsoffenen Sitzung berieten Fachleute und Fachpolitiker der Unionsfraktion ein brisantes The-
ma: die „Grüne Gentechnik“. In einem Expertengespräch und einer Podiumsdiskussion beleuchteten sie die
Thematik aus ethischer und wissenschaftlicher Sicht.
Was ist ein... Gesetzentwurf?
Hätten Sie es gewusst? Jede Woche stehen unzählige Themen auf der
Tagesordnung des Deutschen Bundestags. Manche erklären sich selbst,
andere sind komplizierter oder unverständlich. Um Licht in das Dunkel
aus Polit-Phrasen, Verwaltungs-Deutsch und Abkürzungen zu bringen,
gibt es das Bundestags-Alphabet.
„Bei der Grünen Gentechnik bündeln
sich die großen Fragen unserer Ge-
sellschaft wie unter einem Brennglas“
so Alois Glück (CSU), Vorsitzender
des Zentralkomitees der deutschen
Katholiken. Wie können wir eine
weiter wachsende Weltbevölkerung
von bald neun Milliarden Menschen
ernähren? Wie werden sich neue
Entwicklungen auf die Landwirtschaft
auswirken, in Afrika und Indien, aber
auch in Bayern?
Grüne Gentechnik, also die Anwen-
dung gentechnischer Methoden
in der Pflanzenzüchtung, ist schon
heute weit verbreitet: Weltweit wer-
den 80 Prozent der Sojaernte und 70
Prozent der Baumwollproduktion mit
gentechnisch veränderten Pflanzen
erwirtschaftet – wir tragen also alle die
Erzeugnisse Grüner Gentechnik am
Körper. Und doch sind die Widerstän-
de vor Ort beträchtlich. In Deutschland
werden gentechnisch veränderte
Pflanzen heute nicht mehr angebaut.
Alois Glück jedenfalls überzeugt der
Nutzen der Gentechnik nicht. Für ihn
stehen die Risiken im Vordergrund:
„Noch wissen wir einfach zu wenig
über die Wechselwirkungen im Na-
turhaushalt“. Und Marlene Mortler,
Bevor ein Gesetz beschlossen wer-
den kann, muss es erst entworfen
werden. Diese Entwürfe werden
durch die Bundesregierung, den
Bundesrat oder die Abgeordneten
in den Bundestag eingebracht. Wie
das funktioniert regelt das Grund-
gesetz, nämlich in Artikel 76. Wenn
die Regierung einen Gesetzentwurf
einreicht, macht er erst einen Umweg
über den Bundesrat. Dort kann er in-
nerhalb von sechs Wochen diskutiert
werden. Umgekehrt machen Vorla-
gen der Länderkammer erst einen
Umweg über die Bundesregierung,
die sie mit einer Stellungnahme ver-
sehen ebenfalls innerhalb von sechs
Wochen dem Bundestag zuleiten
muss. Nur Gesetzentwürfe aus dem
Bundestag selbst müssen keinen
Umweg machen und können sofort
beraten werden.
Im Bundestag kann aber nicht jeder
Abgeordnete einfach einen Gesetz-
entwurf schreiben und einbringen.
Damit Abgeordnete Gesetze vor-
schlagen können, müssen sie sich
in einer Gruppe zusammenfinden,
die Fraktionsstärke hat. Denn wenn
noch nicht einmal fünf Prozent der
Abgeordneten einen Gesetzentwurf
unterstützen, soll sich der Bundestag
damit auch nicht beschäftigen müs-
sen. Das alles ist neben dem Grund-
gesetz auch in der Geschäftsordnung
des Bundestages genauer geregelt.
(siehe auch www.mitmischen.de)
Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­-
lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden.
Quelle: Auszug Gesetzentwurf Deutscher Bundestag
landwirtschaftspolitische Sprecherin
der CSU-Landesgruppe fügte hinzu:
„Es ist unsere Aufgabe, die Ängste
der Menschen ernst zu nehmen.
Genau so, wie wir es als CSU in un-
seren Wahlprogrammen versprochen
haben.“ Eben deshalb spricht sich
CSU-Landwirtschaftsminister Chri-
stian Schmidt für das „Opt-out“ aus.
Danach kann jeder Mitgliedstaat selbst
entscheiden, welche Genpflanzen er
zulässt. (ms)
Foto: picture alliance / chromorange
Brief aus Berlin
Marcus Mark
04.04.2014		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 3
Spitzen von Unionsfraktion und DGB erörtern aktuelle Fragen
Mehr Flexibilität am Ende des Berufslebens
Die geschäftsführenden Vorstände von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Unionsbundestagsfraktion
haben über arbeits- und sozialpolitische Themen diskutiert. Die CSU-Landesgruppe hat dabei auch die stetig
wachsende Zahl von Menschen, die gerne über den eigentlichen Renteneintritt hinaus arbeiten möchten, im Blick.
Nach mehr als einem Jahrzehnt gibt
der Vorsitzende des Deutschen Ge-
werkschaftsbundes (DGB), Michael
Sommer, im kommenden Mai sein
Amt ab. Kurz vor dem Ende seiner
Zeit an der Spitze des Gewerkschafts-
bundes trafen sich am vergangenen
Montag die geschäftsführenden
Vorstände von DGB und der Unions-
fraktion in der Gewerkschaftszentrale
in Berlin.
„Was die Rente betrifft, begrüße ich
ausdrücklich, dass sich die Fachleute
der Fraktion und des DGB zusam-
mensetzen, um Details für mehr
Flexibilität am Ende des Berufslebens
unabhängig vom laufenden Gesetz-
gebungsverfahren zu diskutieren“,
so die Vorsitzende der CSU-Landes-
gruppe Gerda Hasselfeldt im An-
schluss an die gemeinsame Sitzung.
Der Vorschlag der Union, in dem es
um konkrete Ausgestaltungen in die-
ser Frage geht, liege auf dem Tisch.
Konkret standen aktuelle arbeits- und
sozialpolitische Fragen auf der Tages-
ordnung. Übereinstimmung gab es
nicht auf ganzer Linie, aber doch in
Einzelfragen. So wollen Unionsfrak-
tion und DGB über Anreize für die
Weiterbeschäftigung von Rentnern
reden. Dabei soll es auch um den
Vorschlag gehen, Beschäftigte über
65 Jahren von den Sozialbeiträgen
auszunehmen. Einig waren sich beide
Gesprächspartner, dass die Rente
nach 45 Beitragsjahren nicht zu einer
Frühverrentungswelle führen darf.
Jahresbericht der Bundesnetzagentur
Vielfalt auf den Märkten erhalten
Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Tätigkeitsbericht
„Tele­kommunikation 2012/2013“ zur Entwicklung der Tele­­-
kommunikationsinfrastruktur festgestellt, dass Bürger
und Wirtschaft in Deutschland mittlerweile von einer
Vielfalt an Angeboten und von Dienstleistungen zu
attraktiven Preisen profitieren. Seit der Liberalisierung
der Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur wurden hier
mehr als 110 Milliarden Euro investiert, im Durchschnitt
7 Milliarden Euro pro Jahr. Vor 16 Jahren begann die
Marktöffnung des Telekommunikationssektors. In der
Folge kam es zu gewaltigen Veränderungen. Der her-
kömmliche Telefonapparat wurde weitgehend durch
tragbare Geräte, Handys und in letzter Zeit zunehmend
durch Smartphones ersetzt. Zugleich gab es in der für
Privatunternehmen zugänglich gemachten Branche
gewaltige Investitionen und Preissenkungen. Darüber
haben die Abgeordneten des Bundestages auf Grund-
lage des Berichtes debattiert.
Direktzahlungen-Durchführungsgesetz
Agrarreform braucht Regeln
Der Bundestag hat einen Gesetzentwurf beraten, der eine
Vereinbarung von Bund und Ländern zur Umsetzung der
neuen Förderperiode in der Gemeinsamen Agrarpolitik für
die Jahre 2014-2020 umsetzt. So sollen 4,5 Prozent der
Mittel von der 1.Säule, den Direktzahlungen an Landwirte,
auf die 2.Säule, die Förderung des ländlichen Raums, um-
geschichtet werden. Das System der Direktzahlungen, wird
innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU grundle-
gend umgestaltet. Es gilt als Herzstück der Reform. „Wir
wollen die Zukunft unserer bäuerlich unternehmerischen
Landwirtschaft in Deutschland sichern und Klima- und
Umweltschutz noch stärker als bisher Rechnung tragen“,
so Marlene Mortler, die agrarpolitische Sprecherin der
CSU-Landesgruppe. Mit dem vorgelegten Entwurf wer-
de die Grundlage für eine Agrarreform zum Wohl von
Landwirtschaft und Umwelt geschaffen. Sie wird jedoch
nur Erfolg haben, wenn in Berlin und Brüssel zügig praxis­
taugliche Regelungen auf den Weg gebracht werden.
Foto: picture alliance/blickwinkel Foto: picture alliance/blickwinkel
Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion
DGB-Chef Michael Sommer, der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder und die Landesgruppenvorsitzende
Gerda Hasselfeldt diskutierten über Arbeits- und Sozialpolitik
Brief aus Berlin
04.04.2014		 www.csu-landesgruppe.de	 Seite 4
Fleischbranche
Mehr Geld
Die Fleischbranche soll in das Arbeitnehmer-Entsende­
gesetz aufgenommen werden. Das sieht ein Gesetz-
entwurf der Bundesregierung vor, der während seiner
ersten Lesung viel Zuspruch erfuhr. Wird der Entwurf
wie geplant von Bundestag und Bundesrat beschlossen,
erhalten die Arbeitnehmer in der Fleischbranche ab 1. Juli
2014 den zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften
vereinbarten Branchenmindestlohn von 7,75 Euro pro
Stunde. Diese Regelung soll dann auch für Beschäftigte
in nicht tarifgebundenen Unternehmen gelten. Gerade die
Arbeitsbedingungen in der fleischverarbeitenden Industrie
galten aufgrund der hier nur eingeschränkt herrschenden
Tarifstruktur oft als unangemessen.
Der im Januar 2014 vereinbarte bundeseinheitliche Ta-
rifvertrag für die Fleischindustrie, der einen Mindestlohn
für alle Mitarbeiter in dieser Branche festschreibt, soll
auch für entsandte ausländische Arbeitnehmer greifen.
Minderheitenrechte
Mehr Oppositionsrechte
Durch eine Ergänzung der Geschäftsordnung des
Bundestages erhalten die Oppositionsfraktionen mehr
Rechte im Parlament. Der Deutsche Bundestag hat eine
entsprechende Empfehlung für diese Wahlperiode mit
den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen beschlos-
sen. Mit dem Beschluss werde sichergestellt, dass die
Oppositionsfraktionen ihre Rolle effektiv wahrnehmen
könnten, so der Parlamentarische Geschäftsführer der
CSU-Landesgruppe, Max Straubinger. Bereits im Koaliti-
onsvertrag hatten CDU, CSU und SPD sich dazu bekannt,
die Oppositionsrechte zu stärken. Die Minderheitsquoren,
beispielsweise für die Einsetzung eines Untersuchungs-
ausschusses und einer Enquete-Kommission, werden
so geändert, dass ein Antrag von 120 Mitgliedern des
Bundestages ausreicht. Wie im Koalitionsvertrag verein-
bart, wird ebenfalls für die Dauer dieser Wahlperiode
weitere parlamentarische Möglichkeiten der Oppositions­
fraktionen ausgeweitet.
Foto: picture alliance/keystone
Foto: picture alliance/dpa
Gedenken an Ruanda
Mehr Demokratie
Bis zu 800.000 Menschen wurden Opfer des Massen­
mordens, in dem Ruanda im Jahr 1994 versank. In die-
ser Zeit der unfassbaren Gewalt, die die internationale
Staatengemeinschaft nicht beenden konnte, gab es
dennoch Ruander, die sich gegen vielfältige Widerstän-
de für die Rettung von Menschen eingesetzt haben. Für
die ruandische Nation nach dem Töten, ist ihr Beispiel
von großer Bedeutung. Es kann als Grundlage für die
schwierige Aufgabe der nationalen Versöhnung dienen,
aber auch als Erinnerung an die Zeit des Mordens. Der
Deutsche Bundestag hat deshalb an den schrecklichen
Völkermord erinnert und Parlament, Regierung und die
Gesellschaft in Ruanda ermutigt, sich mit ihrer jeweiligen
Rolle auseinander zu setzen. Die Erinnerung steht zu Be-
ginn der Aufarbeitung mit dem Ziel, eine Stärkung von
Demokratie und Menschenrechten sowie ein friedliches
Zusammenleben in Ruanda zu erreichen. Hierbei kommt
auch der Zivilgesellschaft eine wichtige Bedeutung zu.
Foto: picture alliance/dpa/dpaweb
Fußball-Weltmeisterschaft
Mehr Public-Viewing
Fußballfans in Deutschland können sich auf nächtliches
Public Viewing während der Fußball-WM in Brasilien
freuen. Am Mittwoch hat die Bundesregierung eine
Sonderverordnung gebilligt, mit der der Lärmschutz
vorübergehend gelockert wird. Übertragungen auf
Großleinwänden nach 22.00 Uhr und in Ausnahmefällen
auch nach Mitternacht werden damit erlaubt. Bei der
Welt­meisterschaft im kommenden Juni und Juli im süd-
amerikanischen Brasilien beginnen rund die Hälfte der
insgesamt 64 Begegnungen erst um 22 Uhr deutscher
Zeit oder später. Das Bundesimmissionsschutzgesetz legt
bisher fest, dass bei öffentlichen Veranstaltungen nach
22.00 Uhr in allgemeinen Wohngebieten der Geräusch-
pegel 40 dB(A) nicht überschreiten darf. Beim Public
Viewing wird es in der Regel lauter, daher wurde den
Kommunen nun ein entsprechender Handlungsspielraum
eingeräumt, sie können nun selbst über die Genehmigung
jeder Veranstaltung entscheiden.
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  • 1. Rentenpaket NR. 07| 04.04.2014 | Liebe Leserinnen und Leser, die Große Koalition ist seit letzter Woche 100 Tage im Amt. Die vergangenen Wochen waren spannend und ereignisreich. Derzeit darf ich zwei zukunftsträchtige Themen mitgestalten: die Energiewende und die Digitale Wende. In beiden Bereichen gibt es große Herausforderungen, die wir bewältigen müssen. Für uns ist es wichtig, dass wir bei der Novel- lierung des EEG dem Bestands- und Vertrau- ensschutz gerecht werden. Dies gilt insbeson- dere für den Bereich der Biogasanlagen. Wer bestehende Anlagen auf den neuesten Stand der Technik bringt, darf hierfür nicht mit nied- rigeren Fördersätzen bestraft werden. Hier wird es Änderungen im vorliegenden Entwurf geben müssen.Im anstehenden parlamentarischen Verfahren wird die CSU-Landesgruppe die besonderen Interessen unseres Mittelstandes vertreten. Wir werden darauf achten, dass un- sere Unternehmen nicht über Gebühr belastet werden. Der flächendeckende Breitbandausbau steht bei der Digitalen Agenda ganz oben. Gerade für Bayern ist die ausreichende Versorgung mit leistungsfähigem Internet im ländlichen Bereich unverzichtbar. In dieser Woche haben wir im Plenum über die Entwicklungen und Heraus- forderungen im Bereich des Telekommunikati- onsmarktes debattiert. Wir wollen den Ausbau so schnell wie möglich vorantreiben und dabei den Wettbewerb unter den einzelnen Akteuren auf dem Markt fördern. Das Ausbauziel mit 50 Mbit/s bis 2018 für alle Haushalte ist nicht nur sehr ambitioniert, sondern vor allem auch kostspielig. Mit staatlicher Förderung allein werden wir es nicht erreichen können, sehr wohl aber im Zusammenspiel mit den Investitionen der Unternehmen. Ein Stück des Weges haben wir bewältigt, aber Vieles liegt noch vor uns – nicht nur in den nächsten 100 Tagen. Die Mütterrente kommt In dieser Woche wurde das Rentenpaket der Bundesregierung in den Deutschen Bundestag eingebracht. Der Gesetzentwurf mit dem Titel „Rentenversicherung-Leistungsver­besserungsgesetz“ stand zur ersten Lesung an. Damit steht die von der CSU-Lan- desgruppe seit langem geforderte Mütterrente kurz vor ihrer Verwirk- lichung. Etwa 9,5 Millionen Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, sollen Kindererziehungs- zeiten in der Rente besser honoriert bekommen. Pro Kind bedeutet das ab 1. Juli 2014 brutto gut 28 Euro monatlich mehr. Der sozialpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe, Stephan Stracke, wies darauf hin, dass mit dem Rentenpaket zentrale Verab- redungen des Koalitionsvertrages umgesetzt werden. Der Gesetz- entwurf trage deutlich die Handschrift der Union, denn mit der Mütterrente und den Verbesserungen bei der Erwerbsminde- rungsrente würden langjährige Forderungen der CSU aufgegrif- fen. „Hiervon profitieren knapp 10 Millionen Menschen in diesem Land“, so Stracke. Er wies Kritik zurück, die Mütterrente würde ausschließlich aus Beiträgen der Versicherten und Arbeitgeber fi- nanziert. Der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung betrage ein Foto: picture aliance / Arco Images GmbH Drittel des gesamten Budgets, die Steuerzahler leisteten damit auch ihren Beitrag. Stracke betonte: Die Mütterrente sei ein Generationen- projekt, dass die junge Generation anerkenne. „Ihr habt viel geleistet und habt uns Chancen eröffnet, die ihr selber nicht hattet. Deswegen sollt ihr auch von der Mütterrente profitieren“. Diejenigen, die Kinder erzogen haben, verdienten eine anständige Rente. Teil des Rentenpakets ist auch die Rente mit 63 für Arbeitnehmer, die 45 Jahre lang Beiträge zur Renten- versicherunggezahlthaben.Stracke betonteallerdings,dass die Koalition an der Rentenreform aus dem Jahr 2007 festhalte. Das Ziel „Rente mit 67“ werde mit diesem Ge- setzespaket nicht aufgegeben, so der CSU-Politiker. Klar sei, dass das Rentenalter bei der abschlagsfreien Rente langjährig Beschäftigter schrittweise wieder angehoben werde. Bis 2029, wenn die „Rente mit 67“ vollständig umgesetzt sei, werde diese Altersgrenze parallel zu der allgemeinen Anhebung von 63 Jahren auf 65 Jahre ansteigen. Mütterrente ist Generationen- projekt Hansjörg Durz MdB
  • 2. 04.04.2014 www.csu-landesgruppe.de Seite 2 D i e s e W o c h e IMPRESSUM: Der Meinungsbeitrag auf S. 1 gibt die persönliche Auffassung des betreffenden Abgeordneten wieder. Foto Editorial: Verantwortliche Redakteurin: Christina Harbusch Maximilian Schiele (ms) 11011 Berlin · Platz der Republik 1 Telefon: (030) 227 - 70212 Telefax: (030) 227 - 76712 e-mail: bab@cducsu.de internet: www.csu-landesgruppe.de Rentenpaket Die Mütterrente kommt 1 Fraktionsoffene Sitzung „Grüne Gentechnik“ Was ist zu verantworten? 2 Bundestags-ABC Was ist ein... Gesetzentwurf? 2 Jahresbericht der Bundesnetzagentur Vielfalt auf den Märkten erhalten 3 Spitzen von Unionsfraktion und DGB erörtern aktuelle Fragen Mehr Flexibilität am Ende des Berufslebens 3 Direktzahlungen-Durchführungsgesetz Agrarreform braucht Regeln 3 Fleischbranche Mehr Geld 4 Gedenken an Ruanda Mehr Demokratie 4 Fußball-Weltmeisterschaft Mehr Public-Viewing 4 Minderheitenrechte Mehr Oppositionsrechte 4 Bundestags-ABC Fraktionsoffene Sitzung „Grüne Gentechnik“ Was ist zu verantworten? In einer fraktionsoffenen Sitzung berieten Fachleute und Fachpolitiker der Unionsfraktion ein brisantes The- ma: die „Grüne Gentechnik“. In einem Expertengespräch und einer Podiumsdiskussion beleuchteten sie die Thematik aus ethischer und wissenschaftlicher Sicht. Was ist ein... Gesetzentwurf? Hätten Sie es gewusst? Jede Woche stehen unzählige Themen auf der Tagesordnung des Deutschen Bundestags. Manche erklären sich selbst, andere sind komplizierter oder unverständlich. Um Licht in das Dunkel aus Polit-Phrasen, Verwaltungs-Deutsch und Abkürzungen zu bringen, gibt es das Bundestags-Alphabet. „Bei der Grünen Gentechnik bündeln sich die großen Fragen unserer Ge- sellschaft wie unter einem Brennglas“ so Alois Glück (CSU), Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Wie können wir eine weiter wachsende Weltbevölkerung von bald neun Milliarden Menschen ernähren? Wie werden sich neue Entwicklungen auf die Landwirtschaft auswirken, in Afrika und Indien, aber auch in Bayern? Grüne Gentechnik, also die Anwen- dung gentechnischer Methoden in der Pflanzenzüchtung, ist schon heute weit verbreitet: Weltweit wer- den 80 Prozent der Sojaernte und 70 Prozent der Baumwollproduktion mit gentechnisch veränderten Pflanzen erwirtschaftet – wir tragen also alle die Erzeugnisse Grüner Gentechnik am Körper. Und doch sind die Widerstän- de vor Ort beträchtlich. In Deutschland werden gentechnisch veränderte Pflanzen heute nicht mehr angebaut. Alois Glück jedenfalls überzeugt der Nutzen der Gentechnik nicht. Für ihn stehen die Risiken im Vordergrund: „Noch wissen wir einfach zu wenig über die Wechselwirkungen im Na- turhaushalt“. Und Marlene Mortler, Bevor ein Gesetz beschlossen wer- den kann, muss es erst entworfen werden. Diese Entwürfe werden durch die Bundesregierung, den Bundesrat oder die Abgeordneten in den Bundestag eingebracht. Wie das funktioniert regelt das Grund- gesetz, nämlich in Artikel 76. Wenn die Regierung einen Gesetzentwurf einreicht, macht er erst einen Umweg über den Bundesrat. Dort kann er in- nerhalb von sechs Wochen diskutiert werden. Umgekehrt machen Vorla- gen der Länderkammer erst einen Umweg über die Bundesregierung, die sie mit einer Stellungnahme ver- sehen ebenfalls innerhalb von sechs Wochen dem Bundestag zuleiten muss. Nur Gesetzentwürfe aus dem Bundestag selbst müssen keinen Umweg machen und können sofort beraten werden. Im Bundestag kann aber nicht jeder Abgeordnete einfach einen Gesetz- entwurf schreiben und einbringen. Damit Abgeordnete Gesetze vor- schlagen können, müssen sie sich in einer Gruppe zusammenfinden, die Fraktionsstärke hat. Denn wenn noch nicht einmal fünf Prozent der Abgeordneten einen Gesetzentwurf unterstützen, soll sich der Bundestag damit auch nicht beschäftigen müs- sen. Das alles ist neben dem Grund- gesetz auch in der Geschäftsordnung des Bundestages genauer geregelt. (siehe auch www.mitmischen.de) Diese Veröffentlichung der CSU-Landesgruppe dient ausschließ­­­- lich der Information und darf während eines Wahlkampfes nicht zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Quelle: Auszug Gesetzentwurf Deutscher Bundestag landwirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe fügte hinzu: „Es ist unsere Aufgabe, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen. Genau so, wie wir es als CSU in un- seren Wahlprogrammen versprochen haben.“ Eben deshalb spricht sich CSU-Landwirtschaftsminister Chri- stian Schmidt für das „Opt-out“ aus. Danach kann jeder Mitgliedstaat selbst entscheiden, welche Genpflanzen er zulässt. (ms) Foto: picture alliance / chromorange Brief aus Berlin Marcus Mark
  • 3. 04.04.2014 www.csu-landesgruppe.de Seite 3 Spitzen von Unionsfraktion und DGB erörtern aktuelle Fragen Mehr Flexibilität am Ende des Berufslebens Die geschäftsführenden Vorstände von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Unionsbundestagsfraktion haben über arbeits- und sozialpolitische Themen diskutiert. Die CSU-Landesgruppe hat dabei auch die stetig wachsende Zahl von Menschen, die gerne über den eigentlichen Renteneintritt hinaus arbeiten möchten, im Blick. Nach mehr als einem Jahrzehnt gibt der Vorsitzende des Deutschen Ge- werkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, im kommenden Mai sein Amt ab. Kurz vor dem Ende seiner Zeit an der Spitze des Gewerkschafts- bundes trafen sich am vergangenen Montag die geschäftsführenden Vorstände von DGB und der Unions- fraktion in der Gewerkschaftszentrale in Berlin. „Was die Rente betrifft, begrüße ich ausdrücklich, dass sich die Fachleute der Fraktion und des DGB zusam- mensetzen, um Details für mehr Flexibilität am Ende des Berufslebens unabhängig vom laufenden Gesetz- gebungsverfahren zu diskutieren“, so die Vorsitzende der CSU-Landes- gruppe Gerda Hasselfeldt im An- schluss an die gemeinsame Sitzung. Der Vorschlag der Union, in dem es um konkrete Ausgestaltungen in die- ser Frage geht, liege auf dem Tisch. Konkret standen aktuelle arbeits- und sozialpolitische Fragen auf der Tages- ordnung. Übereinstimmung gab es nicht auf ganzer Linie, aber doch in Einzelfragen. So wollen Unionsfrak- tion und DGB über Anreize für die Weiterbeschäftigung von Rentnern reden. Dabei soll es auch um den Vorschlag gehen, Beschäftigte über 65 Jahren von den Sozialbeiträgen auszunehmen. Einig waren sich beide Gesprächspartner, dass die Rente nach 45 Beitragsjahren nicht zu einer Frühverrentungswelle führen darf. Jahresbericht der Bundesnetzagentur Vielfalt auf den Märkten erhalten Die Bundesnetzagentur hat in ihrem Tätigkeitsbericht „Tele­kommunikation 2012/2013“ zur Entwicklung der Tele­­- kommunikationsinfrastruktur festgestellt, dass Bürger und Wirtschaft in Deutschland mittlerweile von einer Vielfalt an Angeboten und von Dienstleistungen zu attraktiven Preisen profitieren. Seit der Liberalisierung der Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur wurden hier mehr als 110 Milliarden Euro investiert, im Durchschnitt 7 Milliarden Euro pro Jahr. Vor 16 Jahren begann die Marktöffnung des Telekommunikationssektors. In der Folge kam es zu gewaltigen Veränderungen. Der her- kömmliche Telefonapparat wurde weitgehend durch tragbare Geräte, Handys und in letzter Zeit zunehmend durch Smartphones ersetzt. Zugleich gab es in der für Privatunternehmen zugänglich gemachten Branche gewaltige Investitionen und Preissenkungen. Darüber haben die Abgeordneten des Bundestages auf Grund- lage des Berichtes debattiert. Direktzahlungen-Durchführungsgesetz Agrarreform braucht Regeln Der Bundestag hat einen Gesetzentwurf beraten, der eine Vereinbarung von Bund und Ländern zur Umsetzung der neuen Förderperiode in der Gemeinsamen Agrarpolitik für die Jahre 2014-2020 umsetzt. So sollen 4,5 Prozent der Mittel von der 1.Säule, den Direktzahlungen an Landwirte, auf die 2.Säule, die Förderung des ländlichen Raums, um- geschichtet werden. Das System der Direktzahlungen, wird innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU grundle- gend umgestaltet. Es gilt als Herzstück der Reform. „Wir wollen die Zukunft unserer bäuerlich unternehmerischen Landwirtschaft in Deutschland sichern und Klima- und Umweltschutz noch stärker als bisher Rechnung tragen“, so Marlene Mortler, die agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe. Mit dem vorgelegten Entwurf wer- de die Grundlage für eine Agrarreform zum Wohl von Landwirtschaft und Umwelt geschaffen. Sie wird jedoch nur Erfolg haben, wenn in Berlin und Brüssel zügig praxis­ taugliche Regelungen auf den Weg gebracht werden. Foto: picture alliance/blickwinkel Foto: picture alliance/blickwinkel Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion DGB-Chef Michael Sommer, der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder und die Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt diskutierten über Arbeits- und Sozialpolitik Brief aus Berlin
  • 4. 04.04.2014 www.csu-landesgruppe.de Seite 4 Fleischbranche Mehr Geld Die Fleischbranche soll in das Arbeitnehmer-Entsende­ gesetz aufgenommen werden. Das sieht ein Gesetz- entwurf der Bundesregierung vor, der während seiner ersten Lesung viel Zuspruch erfuhr. Wird der Entwurf wie geplant von Bundestag und Bundesrat beschlossen, erhalten die Arbeitnehmer in der Fleischbranche ab 1. Juli 2014 den zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften vereinbarten Branchenmindestlohn von 7,75 Euro pro Stunde. Diese Regelung soll dann auch für Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Unternehmen gelten. Gerade die Arbeitsbedingungen in der fleischverarbeitenden Industrie galten aufgrund der hier nur eingeschränkt herrschenden Tarifstruktur oft als unangemessen. Der im Januar 2014 vereinbarte bundeseinheitliche Ta- rifvertrag für die Fleischindustrie, der einen Mindestlohn für alle Mitarbeiter in dieser Branche festschreibt, soll auch für entsandte ausländische Arbeitnehmer greifen. Minderheitenrechte Mehr Oppositionsrechte Durch eine Ergänzung der Geschäftsordnung des Bundestages erhalten die Oppositionsfraktionen mehr Rechte im Parlament. Der Deutsche Bundestag hat eine entsprechende Empfehlung für diese Wahlperiode mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Grünen beschlos- sen. Mit dem Beschluss werde sichergestellt, dass die Oppositionsfraktionen ihre Rolle effektiv wahrnehmen könnten, so der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Max Straubinger. Bereits im Koaliti- onsvertrag hatten CDU, CSU und SPD sich dazu bekannt, die Oppositionsrechte zu stärken. Die Minderheitsquoren, beispielsweise für die Einsetzung eines Untersuchungs- ausschusses und einer Enquete-Kommission, werden so geändert, dass ein Antrag von 120 Mitgliedern des Bundestages ausreicht. Wie im Koalitionsvertrag verein- bart, wird ebenfalls für die Dauer dieser Wahlperiode weitere parlamentarische Möglichkeiten der Oppositions­ fraktionen ausgeweitet. Foto: picture alliance/keystone Foto: picture alliance/dpa Gedenken an Ruanda Mehr Demokratie Bis zu 800.000 Menschen wurden Opfer des Massen­ mordens, in dem Ruanda im Jahr 1994 versank. In die- ser Zeit der unfassbaren Gewalt, die die internationale Staatengemeinschaft nicht beenden konnte, gab es dennoch Ruander, die sich gegen vielfältige Widerstän- de für die Rettung von Menschen eingesetzt haben. Für die ruandische Nation nach dem Töten, ist ihr Beispiel von großer Bedeutung. Es kann als Grundlage für die schwierige Aufgabe der nationalen Versöhnung dienen, aber auch als Erinnerung an die Zeit des Mordens. Der Deutsche Bundestag hat deshalb an den schrecklichen Völkermord erinnert und Parlament, Regierung und die Gesellschaft in Ruanda ermutigt, sich mit ihrer jeweiligen Rolle auseinander zu setzen. Die Erinnerung steht zu Be- ginn der Aufarbeitung mit dem Ziel, eine Stärkung von Demokratie und Menschenrechten sowie ein friedliches Zusammenleben in Ruanda zu erreichen. Hierbei kommt auch der Zivilgesellschaft eine wichtige Bedeutung zu. Foto: picture alliance/dpa/dpaweb Fußball-Weltmeisterschaft Mehr Public-Viewing Fußballfans in Deutschland können sich auf nächtliches Public Viewing während der Fußball-WM in Brasilien freuen. Am Mittwoch hat die Bundesregierung eine Sonderverordnung gebilligt, mit der der Lärmschutz vorübergehend gelockert wird. Übertragungen auf Großleinwänden nach 22.00 Uhr und in Ausnahmefällen auch nach Mitternacht werden damit erlaubt. Bei der Welt­meisterschaft im kommenden Juni und Juli im süd- amerikanischen Brasilien beginnen rund die Hälfte der insgesamt 64 Begegnungen erst um 22 Uhr deutscher Zeit oder später. Das Bundesimmissionsschutzgesetz legt bisher fest, dass bei öffentlichen Veranstaltungen nach 22.00 Uhr in allgemeinen Wohngebieten der Geräusch- pegel 40 dB(A) nicht überschreiten darf. Beim Public Viewing wird es in der Regel lauter, daher wurde den Kommunen nun ein entsprechender Handlungsspielraum eingeräumt, sie können nun selbst über die Genehmigung jeder Veranstaltung entscheiden. Foto: picture alliance Brief aus Berlin