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Energieeffizienz-Newsletter
Politik, Regulation und Strategie
13. Mai 2015
1
Themen
1. Interview mit Volkmar Vogel (CDU) zu WEG................................................................................... 2
2. Gabriel stellt Anreizprogramm Energieeffizienz vor ....................................................................... 3
3. Update: Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)............................................................... 4
4. Verteilung der KfW-Mittel auf die Bundesländer ........................................................................... 4
5. Energetische Sanierung in Mietshäusern: Nutzenkommunikation ist entscheidend..................... 5
2
1. Interview mit Volkmar Vogel (CDU) zu WEG
Die Sanierungsquote bei Wohneigentümergemeinschaften (WEG) liegt derzeit bei rund 0,6 Prozent
jährlich und damit noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von 0,9 Prozent. Um einen klima-
neutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen, bedarf es jedoch einer Sanierungsquote von 2
Prozent.
Laut dem Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) besteht bei 56 Prozent aller deut-
schen Wohnungen Sanierungsbedarf; im Bereich der Eigentümergemeinschaften liegt diese Quote
sogar bei 70 Prozent. Darüber hinaus sind etwa 22 Prozent aller Wohnungen in Deutschland Eigen-
tumswohnungen. Die 1,8 Millionen WEG in Deutschland vereinen neun Millionen Eigentumswoh-
nungen. Im Bereich der WEG liegt also ein enormes Energieeffizienz-Potenzial, das bisher kaum
adressiert wird. MdB Volkmar Vogel im Gespräch.
Herr Vogel, wie könnte es Ihrer Meinung nach gelingen, mehr WEG von einer energetischen Sanie-
rung zu überzeugen?
Die Förderung nur über Kredite und Zuschüsse der KfW halte ich offen gesagt, für zu wenig. Ich stehe
deshalb weiterhin zur steuerlichen Förderung der energetischen Sanierung. Davon würden alle Ei-
gentümer und damit auch der Klimaschutz profitieren. Bisher scheitert es an den Bundesländern, die
eine Gegenfinanzierung fordern. Ich hoffe, dass es bis Mitte des Jahres eine Einigung im Rahmen der
Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen gibt. Denn ich bin überzeugt: Die steuerliche För-
derung wäre insbesondere für alle Eigenheimbesitzer ein wichtiger Anreiz zur Durchführung energe-
tischer Modernisierungsmaßnahmen.
Die Gebäudeverwalter verfügen – auch nach eigenen Angaben – meist nicht über die notwendige
Kompetenz zur Durchführung einer energetischen Sanierung. Wo setzen Sie hier auf bundespoliti-
scher Ebene an?
Generell sollten wir – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – die Mindestanforderungen für Verwalter
einführen. Dafür setze ich mich auch ein. Doch auch diese allein reichen nicht aus, um eine energeti-
schen Sanierung erfolgreich durchzuführen. Hier benötigt eine WEG einen Energieberater. Im Rah-
men des Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) haben wir deshalb die Förderung der soge-
nannten "Vor-Ort-Beratung" erhöht. So werden seit 1. März 60 Prozent der Beratungskosten geför-
dert. Der Förderhöchstbetrag wurde von 400 für Ein- und Zweifamilienhäuser auf 800 Euro erhöht.
Für Gebäude ab drei Wohneinheiten sogar auf 1.100 Euro. Zusätzlich erhalten Energieberater bei
WEG zusätzlich bis zu 500 Euro dafür, dass sie den Bericht nicht nur dem Verwalter, sondern auch
den Eigentümern vorstellen und erklären.
Welche Möglichkeiten sehen Sie noch, Eigentümergemeinschaften künftig besser mit den Förder-
programmen der KfW zu erreichen?
Wir sollten überprüfen, ob das Programm Energetische Stadtsanierung, bei dem es um Quartiere
geht, nicht auch auf Eigentümergemeinschaften übertragen werden könnte. Die energetische Sanie-
rung im Quartier betrifft meist mehrere Hausbesitzer, bei der WEG handelt es sich um ein Gebäude
3
mit mehreren Eigentümern. Meiner Meinung nach ist das Programm deshalb übertragbar. In beiden
Fällen gilt es, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen. Bei der energetischen
Stadtsanierung kümmert sich ein Quartiersmanager darum. Dieser Quartiersmanager wird von der
KfW aus dem Programm heraus finanziert. Bei der WEG sollte diese Funktion der Verwalter über-
nehmen, wenn er fachlich dazu in der Lage ist. Doch nur wenn diese Tätigkeit entsprechend hono-
riert wird, lohnt es sich für den Verwalter sich entsprechend fortzubilden oder eine dafür qualifizierte
Person einzustellen.
Oft sind die in einer WEG angesparten Instandhaltungsrücklagen für umfassende Sanierungsmaß-
nahmen im Sinne des KfW-Effizienzhauses nicht ausreichend. Welche weiteren Möglichkeiten gibt
es?
Diesem Aspekt tragen wir ebenfalls mit dem NAPE Rechnung. So können Gebäudebesitzer, sowohl
Hauseigentümer als auch Eigentümergemeinschaften, nun wählen, ob sie ein Sanierungskonzept für
ein KfW-Effizienzhaus erhalten möchten oder einen Fahrplan für eine umfassende, aber schrittweise
Sanierung mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenkombinationen. Ich
setze auch beim Klimaschutz auf Wirtschaftlichkeit statt Überregulierung. Die Eigentümer sind
durchaus bereit energetische Modernisierungsmaßnahmen auf freiwilliger Basis durchzuführen,
wenn sich diese rechnen.
Kann das Modell Baden-Württemberg mit der Nullfinanzierung ein Modell für Deutschland sein?
Das zinslose Darlehen und die Bürgschaftsübernahme für WEG bietet Baden-Württemberg mit seiner
hohen Eigentümerquote eine gute Möglichkeit, seine Energieeinsparziele zu erreichen. Auch andere
Bundesländer wie Hessen und das Saarland nehmen sich der WEG in besonderer Weise an. Ein kli-
maneutraler Gebäudebestand ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur erreichen werden, wenn Bund,
Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und gemeinsam die entsprechenden Rahmenbedin-
gungen schaffen.
2. Gabriel stellt Anreizprogramm Energieeffizienz vor
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am 05. Mai 2015 das Anreizprogramm Ener-
gieeffizienz vorgestellt. Das Paket umfasst ein Fördervolumen von 165 Millionen EUR jährlich und
adressiert maßgeblich die Haustechnik. Das Anreizprogramm soll die aktuelle Förderlandschaft –
bestehend aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm, sowie dem Marktanreizprogramm für er-
neuerbare Energien – ergänzen und stärken.
Das Anreizprogramm besteht aus unterschiedlichen Maßnahmen und soll an die Stelle des bislang
geplanten Steueranreizes treten. So soll die Markteinführung von Brennstoffzellen-Heizungen durch
Investitionszuschüsse gefördert werden. Insbesondere wird die Wärmewende im Heizungskeller
forciert. Heizkessel sollen mit einem Effizienzlabel versehen werden. Der Wechsel einer Anlage durch
neue, besonders effiziente Anlagen soll eine erhöhte Förderung erhalten. Darüber hinaus sollen
Maßnahmenkombinationen für Energieeffizienz- und Wohnwertsteigerung eine Sonderförderung
erhalten. Was dies genau beinhaltet, wurde vonseiten des BMWis noch nicht definiert.
4
3. Update: Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)
Eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zum NAPE wurde von Herrn
Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stellvertretend für
die Bundesregierung beantwortet. Maßgebender Fahrplan für die Energieeffizienzsteigerung im
Gebäudesektor ist die Energieeffizienzstrategie Gebäude, die Ende 2015 vom Kabinett verabschie-
det werden soll.
Die existierenden Angebote im Bereich der Energieberatung werden aktuell „auf ihre Wirksamkeit,
die Umsetzung von Qualitätsanforderungen sowie die Durchgängigkeit und Vergleichbarkeit der Zu-
lassungsbedingungen hin geprüft“ (Seite 10). Im NAPE wurde zudem ein Förderprogramm für die
„Energieberatung für Kommunen“ verankert. Bis Ende 2015 soll hierzu eine Richtlinie vorliegen, die
dazu dient, den Investitionsstau bei kommunalen Gebäuden abzubauen.
Hinsichtlich der Entwicklung von standardisierten Sanierungsfahrplänen für Wohngebäude und
Nichtwohngebäude werden aktuell erste Erfahrungen aus der Praxis analysiert. Darauf aufbauend
soll insbesondere die Wirtschaftlichkeit sowie die energetische Bewertung in den Fahrplänen berück-
sichtigt werden. Diese Fahrpläne sollen dem Bauherren dabei unterstützen, „Teilsanierungen tech-
nisch und zeitlich aufeinander abzustimmen und individuell die für den Gebäudeeigentümer tech-
nisch, wirtschaftlich und sozial beste Lösung zu finden“ (Seite 15).
Darüber hinaus wird im Jahr 2016 die Energieeinsparverordnung (EnEV) weiterentwickelt werden,
um der EU-Gebäuderichtlinie gerecht zu werden. Allerdings ermittelt derzeit ein Gutachten, welche
Mindestanforderungen technisch und wirtschaftlich machbar sind. Die sogenannte graue Energie soll
von der EnEV nach wie vor nicht berücksichtigt werden.
Die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen finden Sie hier:
http://bit.ly/1aOHN1n. Die Antwort vonseiten der Bundesregierung ist diesem Newsletter beigefügt.
4. Verteilung der KfW-Mittel auf die Bundesländer
Aus einem Schreiben von Brigitte Zypries (SPD), parlamentarischen Staatssekretärin im BMWi, geht
hervor, dass die KfW im Jahr 2014 rund 3,7 Mrd. EUR für energetische Sanierungen vergeben hat.
Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 20 Prozent. Danach folgen Nordrhein-Westfalen (18 Pro-
zent) und Bayern (16 Prozent). Damit sind die Zahlen – wie in der beigefügten Tabelle – ähnlich wie
im Jahr 2013.
Schlusslichter bilden Bremen (0,8 Prozent), Saarland (1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (1
Prozent). Insgesamt sind die Anfragen aus den ostdeutschen Bundesländern sehr gering. Laut GdW,
Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., kann aus diesen Zahlen
jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass die energetische Sanierung im Osten nur eine gering-
fügige Bedeutung an. Axel Gedaschko, Präsident des GdW, erläutert hierzu: „Die ostdeutschen Län-
der sind Vorreiter bei der Gebäudesanierung. Die geringere Inanspruchnahme von Mitteln für die
energetische Sanierung in den neuen Ländern gegenüber Westdeutschland macht lediglich deutlich,
5
dass im Osten in diesem Bereich in der Vergangenheit bereits viel mehr geleistet wurde“. Seit 1990
wurden beispielsweise bei den ostdeutschen Wohnungsunternehmen 86,7 Prozent der Gebäude
energetisch modernisiert; während es in Westdeutschland lediglich 50 Prozent sind.
Das Antwortschreiben Zypries‘ bezieht sich auf eine Frage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die
Grünen. Im Rahmen einer Fragestunde des Deutschen Bundestages am 25. März 2015, wollte die
Grünen-Fraktion von der Bundesregierung erfahren, wie sich die KfW-Mittel im Jahr 2014 auf die
Bundesländer verteilten. Zudem wurde die Frage gestellt, wie die Bundesregierung plant, den Sanie-
rungsstau insbesondere im Bereich der Miethäuser zu lösen. Wie im Koalitionsvertrag festgehalten,
soll die Regelung zur Modernisierungsmieterhöhung angepasst werden. Allerdings gibt es hierzu
noch keine konkreten Vorhaben.
5. Energetische Sanierung in Mietshäusern: Nutzenkommunikation ist
entscheidend
Eine Studie der London School of Economics and Political Science (LSE) untersuchte, wie sich eine
energetische Modernisierung von Mietshäusern auf die Bewohner auswirkt. Trotz steigender Ener-
giekosten in Großbritannien, blieben die Rechnungen der Bewohner konstant oder sanken. Die
Bewohner wurden vor und nach der Sanierung über den Einfluss der energetischen Maßnahmen
informiert. Es zeigte sich, dass eine professionelle Energieberatung nicht nur einer bauphysikali-
schen, sondern auch einer kommunikativen Kompetenz bedarf, um Vertrauen und Akzeptanz beim
Mieter zu schaffen.
6
Im Rahmen des – von Rockwool gesponserten – Projektes wurden die sogenannten Edward Woods
Gebäude im Londoner Stadtteil Shepherd‘s Bush, die in den 1960er Jahren erbaut wurden, saniert.
Der überwiegende Teil der Haushalte besteht aus Bewohnern mit geringem Einkommen, Arbeitslose
und Rentnern. Insgesamt umfasst der Gebäudekomplex 754 Wohnungen in drei Hochhäusern und
weiteren Wohnblocks.
Laut des britischen Ministeriums für Energie und Klimawandel gibt es drei Faktoren, die Energiear-
mut beeinflussen:
• Die Energieeffizienz des Gebäudes;
• Die Energiekosten;
• Das Haushaltseinkommen.
Um herauszufinden, wie die Bewohner die Modernisierung bewerten, wurden diese von 2011 bis
2014 während und nach der Modernisierung interviewt. Die Mehrheit der Befragten genießt es, ins-
besondere seit der Sanierung, in den Gebäuden zu leben. Jedoch betonen manche, dass der Fokus
der Renovierung auf der Außenwand des Gebäudes lag und kaum die Wohnverhältnisse im Innen-
raum verbessert wurden. Nur durch mehrmalige Informationsvermittlung konnte den Befragten be-
greiflich gemacht werden, dass sie als Bewohner von den Maßnahmen an der Fassade profitieren. Es
zeigte sich, dass die Kommunikation vor, während und nach einem solchen Projekt entscheidend für
die Akzeptanz ist.
In der Zeitspanne von Beginn bis kurz nach der Renovierung stiegen die Energiepreise in Großbritan-
nien durchschnittlich um zehn Prozent. Trotz dieses Kostenanstiegs, blieben die Heizungsrechnungen
der Bewohner konstant oder sanken sogar. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass den Bewoh-
nern Energiesparen wichtig ist. Häufig fehlt jedoch das Wissen darüber, wie dies am besten erreicht
werden kann.
Die vollständigen Studienergebnisse sind hier zu finden: http://bit.ly/1OdYDth.

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nuances Energieeffizienz-Newsletter, 13. Mai 2015

  • 2. 1 Themen 1. Interview mit Volkmar Vogel (CDU) zu WEG................................................................................... 2 2. Gabriel stellt Anreizprogramm Energieeffizienz vor ....................................................................... 3 3. Update: Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)............................................................... 4 4. Verteilung der KfW-Mittel auf die Bundesländer ........................................................................... 4 5. Energetische Sanierung in Mietshäusern: Nutzenkommunikation ist entscheidend..................... 5
  • 3. 2 1. Interview mit Volkmar Vogel (CDU) zu WEG Die Sanierungsquote bei Wohneigentümergemeinschaften (WEG) liegt derzeit bei rund 0,6 Prozent jährlich und damit noch unter dem bundesweiten Durchschnitt von 0,9 Prozent. Um einen klima- neutralen Gebäudebestand bis 2050 zu erreichen, bedarf es jedoch einer Sanierungsquote von 2 Prozent. Laut dem Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) besteht bei 56 Prozent aller deut- schen Wohnungen Sanierungsbedarf; im Bereich der Eigentümergemeinschaften liegt diese Quote sogar bei 70 Prozent. Darüber hinaus sind etwa 22 Prozent aller Wohnungen in Deutschland Eigen- tumswohnungen. Die 1,8 Millionen WEG in Deutschland vereinen neun Millionen Eigentumswoh- nungen. Im Bereich der WEG liegt also ein enormes Energieeffizienz-Potenzial, das bisher kaum adressiert wird. MdB Volkmar Vogel im Gespräch. Herr Vogel, wie könnte es Ihrer Meinung nach gelingen, mehr WEG von einer energetischen Sanie- rung zu überzeugen? Die Förderung nur über Kredite und Zuschüsse der KfW halte ich offen gesagt, für zu wenig. Ich stehe deshalb weiterhin zur steuerlichen Förderung der energetischen Sanierung. Davon würden alle Ei- gentümer und damit auch der Klimaschutz profitieren. Bisher scheitert es an den Bundesländern, die eine Gegenfinanzierung fordern. Ich hoffe, dass es bis Mitte des Jahres eine Einigung im Rahmen der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen gibt. Denn ich bin überzeugt: Die steuerliche För- derung wäre insbesondere für alle Eigenheimbesitzer ein wichtiger Anreiz zur Durchführung energe- tischer Modernisierungsmaßnahmen. Die Gebäudeverwalter verfügen – auch nach eigenen Angaben – meist nicht über die notwendige Kompetenz zur Durchführung einer energetischen Sanierung. Wo setzen Sie hier auf bundespoliti- scher Ebene an? Generell sollten wir – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – die Mindestanforderungen für Verwalter einführen. Dafür setze ich mich auch ein. Doch auch diese allein reichen nicht aus, um eine energeti- schen Sanierung erfolgreich durchzuführen. Hier benötigt eine WEG einen Energieberater. Im Rah- men des Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) haben wir deshalb die Förderung der soge- nannten "Vor-Ort-Beratung" erhöht. So werden seit 1. März 60 Prozent der Beratungskosten geför- dert. Der Förderhöchstbetrag wurde von 400 für Ein- und Zweifamilienhäuser auf 800 Euro erhöht. Für Gebäude ab drei Wohneinheiten sogar auf 1.100 Euro. Zusätzlich erhalten Energieberater bei WEG zusätzlich bis zu 500 Euro dafür, dass sie den Bericht nicht nur dem Verwalter, sondern auch den Eigentümern vorstellen und erklären. Welche Möglichkeiten sehen Sie noch, Eigentümergemeinschaften künftig besser mit den Förder- programmen der KfW zu erreichen? Wir sollten überprüfen, ob das Programm Energetische Stadtsanierung, bei dem es um Quartiere geht, nicht auch auf Eigentümergemeinschaften übertragen werden könnte. Die energetische Sanie- rung im Quartier betrifft meist mehrere Hausbesitzer, bei der WEG handelt es sich um ein Gebäude
  • 4. 3 mit mehreren Eigentümern. Meiner Meinung nach ist das Programm deshalb übertragbar. In beiden Fällen gilt es, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen. Bei der energetischen Stadtsanierung kümmert sich ein Quartiersmanager darum. Dieser Quartiersmanager wird von der KfW aus dem Programm heraus finanziert. Bei der WEG sollte diese Funktion der Verwalter über- nehmen, wenn er fachlich dazu in der Lage ist. Doch nur wenn diese Tätigkeit entsprechend hono- riert wird, lohnt es sich für den Verwalter sich entsprechend fortzubilden oder eine dafür qualifizierte Person einzustellen. Oft sind die in einer WEG angesparten Instandhaltungsrücklagen für umfassende Sanierungsmaß- nahmen im Sinne des KfW-Effizienzhauses nicht ausreichend. Welche weiteren Möglichkeiten gibt es? Diesem Aspekt tragen wir ebenfalls mit dem NAPE Rechnung. So können Gebäudebesitzer, sowohl Hauseigentümer als auch Eigentümergemeinschaften, nun wählen, ob sie ein Sanierungskonzept für ein KfW-Effizienzhaus erhalten möchten oder einen Fahrplan für eine umfassende, aber schrittweise Sanierung mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenkombinationen. Ich setze auch beim Klimaschutz auf Wirtschaftlichkeit statt Überregulierung. Die Eigentümer sind durchaus bereit energetische Modernisierungsmaßnahmen auf freiwilliger Basis durchzuführen, wenn sich diese rechnen. Kann das Modell Baden-Württemberg mit der Nullfinanzierung ein Modell für Deutschland sein? Das zinslose Darlehen und die Bürgschaftsübernahme für WEG bietet Baden-Württemberg mit seiner hohen Eigentümerquote eine gute Möglichkeit, seine Energieeinsparziele zu erreichen. Auch andere Bundesländer wie Hessen und das Saarland nehmen sich der WEG in besonderer Weise an. Ein kli- maneutraler Gebäudebestand ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur erreichen werden, wenn Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und gemeinsam die entsprechenden Rahmenbedin- gungen schaffen. 2. Gabriel stellt Anreizprogramm Energieeffizienz vor Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am 05. Mai 2015 das Anreizprogramm Ener- gieeffizienz vorgestellt. Das Paket umfasst ein Fördervolumen von 165 Millionen EUR jährlich und adressiert maßgeblich die Haustechnik. Das Anreizprogramm soll die aktuelle Förderlandschaft – bestehend aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm, sowie dem Marktanreizprogramm für er- neuerbare Energien – ergänzen und stärken. Das Anreizprogramm besteht aus unterschiedlichen Maßnahmen und soll an die Stelle des bislang geplanten Steueranreizes treten. So soll die Markteinführung von Brennstoffzellen-Heizungen durch Investitionszuschüsse gefördert werden. Insbesondere wird die Wärmewende im Heizungskeller forciert. Heizkessel sollen mit einem Effizienzlabel versehen werden. Der Wechsel einer Anlage durch neue, besonders effiziente Anlagen soll eine erhöhte Förderung erhalten. Darüber hinaus sollen Maßnahmenkombinationen für Energieeffizienz- und Wohnwertsteigerung eine Sonderförderung erhalten. Was dies genau beinhaltet, wurde vonseiten des BMWis noch nicht definiert.
  • 5. 4 3. Update: Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) Eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zum NAPE wurde von Herrn Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, stellvertretend für die Bundesregierung beantwortet. Maßgebender Fahrplan für die Energieeffizienzsteigerung im Gebäudesektor ist die Energieeffizienzstrategie Gebäude, die Ende 2015 vom Kabinett verabschie- det werden soll. Die existierenden Angebote im Bereich der Energieberatung werden aktuell „auf ihre Wirksamkeit, die Umsetzung von Qualitätsanforderungen sowie die Durchgängigkeit und Vergleichbarkeit der Zu- lassungsbedingungen hin geprüft“ (Seite 10). Im NAPE wurde zudem ein Förderprogramm für die „Energieberatung für Kommunen“ verankert. Bis Ende 2015 soll hierzu eine Richtlinie vorliegen, die dazu dient, den Investitionsstau bei kommunalen Gebäuden abzubauen. Hinsichtlich der Entwicklung von standardisierten Sanierungsfahrplänen für Wohngebäude und Nichtwohngebäude werden aktuell erste Erfahrungen aus der Praxis analysiert. Darauf aufbauend soll insbesondere die Wirtschaftlichkeit sowie die energetische Bewertung in den Fahrplänen berück- sichtigt werden. Diese Fahrpläne sollen dem Bauherren dabei unterstützen, „Teilsanierungen tech- nisch und zeitlich aufeinander abzustimmen und individuell die für den Gebäudeeigentümer tech- nisch, wirtschaftlich und sozial beste Lösung zu finden“ (Seite 15). Darüber hinaus wird im Jahr 2016 die Energieeinsparverordnung (EnEV) weiterentwickelt werden, um der EU-Gebäuderichtlinie gerecht zu werden. Allerdings ermittelt derzeit ein Gutachten, welche Mindestanforderungen technisch und wirtschaftlich machbar sind. Die sogenannte graue Energie soll von der EnEV nach wie vor nicht berücksichtigt werden. Die Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen finden Sie hier: http://bit.ly/1aOHN1n. Die Antwort vonseiten der Bundesregierung ist diesem Newsletter beigefügt. 4. Verteilung der KfW-Mittel auf die Bundesländer Aus einem Schreiben von Brigitte Zypries (SPD), parlamentarischen Staatssekretärin im BMWi, geht hervor, dass die KfW im Jahr 2014 rund 3,7 Mrd. EUR für energetische Sanierungen vergeben hat. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 20 Prozent. Danach folgen Nordrhein-Westfalen (18 Pro- zent) und Bayern (16 Prozent). Damit sind die Zahlen – wie in der beigefügten Tabelle – ähnlich wie im Jahr 2013. Schlusslichter bilden Bremen (0,8 Prozent), Saarland (1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (1 Prozent). Insgesamt sind die Anfragen aus den ostdeutschen Bundesländern sehr gering. Laut GdW, Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., kann aus diesen Zahlen jedoch nicht der Schluss gezogen werden, dass die energetische Sanierung im Osten nur eine gering- fügige Bedeutung an. Axel Gedaschko, Präsident des GdW, erläutert hierzu: „Die ostdeutschen Län- der sind Vorreiter bei der Gebäudesanierung. Die geringere Inanspruchnahme von Mitteln für die energetische Sanierung in den neuen Ländern gegenüber Westdeutschland macht lediglich deutlich,
  • 6. 5 dass im Osten in diesem Bereich in der Vergangenheit bereits viel mehr geleistet wurde“. Seit 1990 wurden beispielsweise bei den ostdeutschen Wohnungsunternehmen 86,7 Prozent der Gebäude energetisch modernisiert; während es in Westdeutschland lediglich 50 Prozent sind. Das Antwortschreiben Zypries‘ bezieht sich auf eine Frage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Im Rahmen einer Fragestunde des Deutschen Bundestages am 25. März 2015, wollte die Grünen-Fraktion von der Bundesregierung erfahren, wie sich die KfW-Mittel im Jahr 2014 auf die Bundesländer verteilten. Zudem wurde die Frage gestellt, wie die Bundesregierung plant, den Sanie- rungsstau insbesondere im Bereich der Miethäuser zu lösen. Wie im Koalitionsvertrag festgehalten, soll die Regelung zur Modernisierungsmieterhöhung angepasst werden. Allerdings gibt es hierzu noch keine konkreten Vorhaben. 5. Energetische Sanierung in Mietshäusern: Nutzenkommunikation ist entscheidend Eine Studie der London School of Economics and Political Science (LSE) untersuchte, wie sich eine energetische Modernisierung von Mietshäusern auf die Bewohner auswirkt. Trotz steigender Ener- giekosten in Großbritannien, blieben die Rechnungen der Bewohner konstant oder sanken. Die Bewohner wurden vor und nach der Sanierung über den Einfluss der energetischen Maßnahmen informiert. Es zeigte sich, dass eine professionelle Energieberatung nicht nur einer bauphysikali- schen, sondern auch einer kommunikativen Kompetenz bedarf, um Vertrauen und Akzeptanz beim Mieter zu schaffen.
  • 7. 6 Im Rahmen des – von Rockwool gesponserten – Projektes wurden die sogenannten Edward Woods Gebäude im Londoner Stadtteil Shepherd‘s Bush, die in den 1960er Jahren erbaut wurden, saniert. Der überwiegende Teil der Haushalte besteht aus Bewohnern mit geringem Einkommen, Arbeitslose und Rentnern. Insgesamt umfasst der Gebäudekomplex 754 Wohnungen in drei Hochhäusern und weiteren Wohnblocks. Laut des britischen Ministeriums für Energie und Klimawandel gibt es drei Faktoren, die Energiear- mut beeinflussen: • Die Energieeffizienz des Gebäudes; • Die Energiekosten; • Das Haushaltseinkommen. Um herauszufinden, wie die Bewohner die Modernisierung bewerten, wurden diese von 2011 bis 2014 während und nach der Modernisierung interviewt. Die Mehrheit der Befragten genießt es, ins- besondere seit der Sanierung, in den Gebäuden zu leben. Jedoch betonen manche, dass der Fokus der Renovierung auf der Außenwand des Gebäudes lag und kaum die Wohnverhältnisse im Innen- raum verbessert wurden. Nur durch mehrmalige Informationsvermittlung konnte den Befragten be- greiflich gemacht werden, dass sie als Bewohner von den Maßnahmen an der Fassade profitieren. Es zeigte sich, dass die Kommunikation vor, während und nach einem solchen Projekt entscheidend für die Akzeptanz ist. In der Zeitspanne von Beginn bis kurz nach der Renovierung stiegen die Energiepreise in Großbritan- nien durchschnittlich um zehn Prozent. Trotz dieses Kostenanstiegs, blieben die Heizungsrechnungen der Bewohner konstant oder sanken sogar. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass den Bewoh- nern Energiesparen wichtig ist. Häufig fehlt jedoch das Wissen darüber, wie dies am besten erreicht werden kann. Die vollständigen Studienergebnisse sind hier zu finden: http://bit.ly/1OdYDth.