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N°30 – Juli 2015
.........................................................................................
ENERGIE
.........................................................................................
BRITISCHES STROMNETZ: KEINE BLACKOUTS
DURCH RESERVEKAPAZITÄT?
Der britische Netzbetreiber National Grid steht vor einer
Herausforderung. Insgesamt wächst in Großbritannien die
Stromnachfrage, doch gleichzeitig sinkt die Reservekapazi-
tät. Denn veraltete Kraftwerke mussten in den letzten
Jahren Schritt für Schritt abgeschaltet werden. Dadurch
verfügt das System für den kommenden Winter über eine
Reservekapazität von lediglich 1,2 Prozent – was dem nied-
rigsten Wert seit zehn Jahren entspricht.
Um diesen Engpass in den Griff zu bekommen, hat sich
National Grid dazu entschlossen für 36 Mio. Britische
Pfund, was in etwa 50,5 Mio. EUR entspricht, Reservekapa-
zität einzukaufen. Dies umfasst neben der Leistungsvorhal-
tung mehrerer Kraftwerke auch das Abschalten von Strom
bei einzelnen Industrien, die dafür finanziell kompensiert
werden. Damit soll die Reservekapazität auf 5 Prozent
ansteigen.
Kohle- und Gaskraftwerke, die vom Netz genommen wur-
den, sind nicht rasch genug durch neue Kraftwerke ersetzt
worden. Denn dies erfordert hohe Investitionen und Zeit.
Das jetzt aufgelegte Notprogramm von National Grid be-
ruht zudem nicht auf Langfristigkeit. Alternative Möglich-
keiten, wie beispielsweise die dezentrale Energieerzeu-
gung mit Hilfe der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), spielen
aktuell noch keine Rolle. Bei KWK-Anlagen werden hochef-
fizient Strom und Wärme produziert. Darüber hinaus kön-
nen Blockheizkraftwerke mit einem geringen Investitions-
volumen flexibel in die vorhandene Infrastruktur eingebet-
tet werden.
THEMEN / TOPICS:
Energie 1
Britisches Stromnetz: keine Blackouts durch
Reservekapazität? / National Grid Insists that
Winter Blackouts are a Thing of the Past 2
ENERGIEEFFIZIENZ 2
Energiesuffizienz – ein weiterer Schritt in
Richtung Energiewende? / Energy sufficiency:
the Next Step in the Energy Transition? 2
DIGITALISIERUNG 3
Update: Datenschutz-Grundverordnung /
Update: General Data Protection Regulation 4
VERKEHR 4
Autonome Lkw bald auf deutschen Autobahnen /
Self-Driving Trucks Coming Soon to German
Highways 5
FINANZEN 5
Grundstein für europäische Kapitalmarktunion
wird gelegt / Capital Markets Union: Moving
Right Along 6
2
N°30 – Juli 2015
NATIONAL GRID INSISTS THAT WINTER BLACKOUTS ARE A
THING OF THE PAST
National Grid has recently reported that wintertime black-
outs on are on the rise, increasing in number from last
year’s power outages. The closure of several power sta-
tions has left 1.2 per cent spare capacity on the system.
This is the gap between total electricity generating capaci-
ty and peak demand. This is the lowest in the past decade.
In order to combat the situation, the grid has paid 36 mil-
lion GBP to place several plants on standby and by asking
some industries to switch off power. With more plants on
standby, it is estimated that the overall spare capacity
should rise to 5 per cent.
Despite the measures National Grid has taken to ensure
that power continues running in the coldest months, there
has been no mention of alternative energy generation,
such as cogeneration. Cogeneration, or combined heat and
power (CHP), is the simultaneous production of electricity
and heat, both of which are used locally i.e. in a decentral-
ised manner.
........................................................................................
ENERGIEEFFIZIENZ
.........................................................................................
ENERGIESUFFIZIENZ – EIN WEITERER
SCHRITT IN RICHTUNG ENERGIEWENDE?
Energiesuffizienz bedeutet die nachhaltige Begrenzung des
Energiebedarfs. Dieses Thema hat die deutsche Bundesre-
gierung nun im Rahmen eines Programms des Bundesfor-
schungsministeriums (BMBF) auf die Agenda gesetzt. Im
Auftrag des BMBF erarbeiten Wuppertal Institut für Klima,
Umwelt, Energie GmbH, ifeu – Institut für Energie- und
Umweltforschung Heidelberg GmbH, Universität der Küns-
te Berlin sowie die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und
Klimapolitik Leipzig, Strategien und Instrumente zur Errei-
chung von Energiesuffizienz.
Der Fokus des Projektes liegt auf dem Bereich Bauen und
Wohnen. Private Haushalte sollen ihr Konsum- und Nut-
zungsverhalten so ändern, dass ihr absoluter Energiebe-
darf auf Dauer reduziert wird. Bereits bestehende Effi-
zienzstrategien der Bundesregierung sollen durch Suffi-
zienzanstrengungen ergänzt werden.
Die Bundesregierung hat die Energieeffizienz als zweite
Säule der Energiewende auserkoren. Allerdings werden
Rebound-Effekte häufig nicht berücksichtigt. So kann der
Effizienzgewinn, etwa nach einer energetischen Sanierung,
zu einem sogenannten Preiseffekt führen. Das heißt ein
Produkt, in diesem Fall Wärme, wird günstiger. Während
eine Familie beispielsweise vor der Sanierung nur die zent-
ralen Wohnbereiche heizte, wird nun die gesamte Woh-
nung beheizt. Die Energieeffizienz wurde in diesem Haus-
halt also gesteigert, doch der Energiebedarf nicht nachhal-
tig gesenkt.
Ziel des Projektes „Energiesuffizienz“ ist es, mögliche,
regulatorische Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die der
Förderung der Energiesuffizienz dienen. Mehr Informatio-
nen zum Forschungsprojekt, das noch bis Mai 2016 läuft,
finden Sie hier: http://bit.ly/1IpGILG.
ENERGY SUFFICIENCY: THE NEXT STEP IN THE ENERGY
TRANSITION?
A sustainable energy supply has developed in Germany
over the years – a country that industrialised and wit-
nessed power consumption decrease significantly over the
decades. This left the possibility for remaining demand to
be met with renewable energy sources in accordance with
sustainable development. This is due to Germany’s “Ener-
giewende,” or energy transition. There is, however, no
guarantee of a sufficient reduction in power consumption.
This is where the concept of “Energiesuffizienz,” or energy
sufficiency comes in. Energy sufficiency is explicitly aimed
at the reduction in energy consumption by changing bene-
fit aspects – reduction, substitution or better adaptation of
benefits to actual needs and requirements.” According to
3
N°30 – Juli 2015
the Institute for Energy and Environmental Research Hei-
delberg (IFEU), sufficiency is “one of the three main strate-
gies for sustainability apart from efficiency and consisten-
cy. Optimising energy use with efficient household equip-
ment has not yet reduced Germany’s energy consumption
in the private sector.”
The IFEU holds this to be a necessary part of the “Ener-
giewende,” or the transformation of the current energy
system towards sustainability in Germany. Due to the
increasing importance of energy sufficiency, the German
Federal Ministry of Education and Research (BMBF) began
research on the project, “Energy sufficiency: Strategies and
Tools for Technical, Systemic and Cultural Transformation
Towards Sustainable Limitation of the Energy Demand in
the Consumer Sector Construction/Housing” in June 2013.
The goal of the project is to understand examples of suc-
cessful energy sufficiency and present strategies that com-
plement current efficiency strategies in industry.
The BMBF is working in tandem with the Wuppertal Insti-
tute for Climate, Environment and Energy, the Berlin Uni-
versity of the Arts as well as the Research Unit Sustainabil-
ity and Climate Policy in Leipzig. The study will be comple-
ted in May 2016.
..........................................................................................
DIGITALISIERUNG
..........................................................................................
UPDATE:
DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG
Die EU-Kommission erarbeitet aktuell die Datenschutz-
Grundverordnung, die das Datenschutzrecht aller EU-
Mitgliedstaaten ablösen wird. Dadurch wird sich die Da-
tenkommunikation innerhalb und zwischen Unternehmen
entscheidend verändern. Die Vorteile für europaweit-
tätige Unternehmen liegen auf der Hand: Der Flickentep-
pich aus 28 Vorschriften und 28 unterschiedlichen Auf-
sichtsbehörden hat ein Ende. Stattdessen gilt: „one conti-
nent, one law“, also „ein Kontinent, ein Gesetz". Alle regi-
onalen und nationalen Behörden berichten an eine über-
geordnete, europäische Aufsichtsbehörde. Dies erlaubt
den Unternehmen mehr Flexibilität, etwa im Hinblick auf
Compliance und Standort. Zudem ist das eigene Ge-
schäftsmodell dadurch leichter skalierbar.
Photo: Fotolia.com
Daten sind die Währung der digitalen Wirtschaft. Dies gilt
zunehmend auch für traditionelle Wirtschaftszweige, wie
Industrie und Produktion. Daten werden erfasst, gespei-
chert, ausgewertet und weitergegeben. Die EU-
Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) wird die Art und
Weise, wie Unternehmen Daten verwalten – insbesondere
personenbezogene – verändern. Die aktuellen Entwürfe
der Verordnung lassen bereits erahnen, dass der alltägli-
che Geschäftsverkehr der meisten Unternehmen ange-
passt werden muss.
Der Zeitplan für die Datenschutz-Grundverordnung ist nun
klar. Das Trialog-Verfahren zwischen EU-Parlament, Minis-
terrat und EU-Kommission ist gestartet und wird voraus-
sichtlich bis September 2015 laufen. Ende des Jahres soll
dann die Verordnung beschlossen sein. Unternehmen und
Mitgliedstaaten wird anschließend eine zweijährige Über-
gangsfrist gewährt, bis Sanktionen greifen. Jetzt ist also der
richtige Zeitpunkt, um sich zu informieren und das eigene
Unternehmen auf die Veränderungen vorzubereiten.
4
N°30 – Juli 2015
Für mehr Informationen und wie Sie Ihr Unternehmen auf
die Datenschutz-Grundverordnung vorbereiten können,
kontaktieren Sie unser Büro: mail@nuances.de.
UPDATE: GENERAL DATA PROTECTION REGULATION
The European Commission is reforming data protection
rules for the 28 Member States of the European Union.
This will effect business to business interaction across all
sectors. For businesses with offices throughout Europe,
this will mean an end to multiple supervisory authorities
with conflicting regulations and piecemeal regulatory
frameworks. Instead, there will be “one continent, one
law.” All local, regional and national authorities will answer
to one Supervisory Authority. This means that businesses
will be more flexible in terms of their location. This will
also allow businesses to become scalable.
Today, the digital economy’s currency is data. It is collect-
ed, stored and shared. The General Data Protection Regu-
lation (GDPR) will change the way businesses manage
consumer data. Current proposals for the regulation will
likely change the way your company does day-to-day busi-
ness.
The timeline for the reform is now clear. A trialogue be-
tween the European Parliament, Council of Ministers and
European Commission is likely to happen in September
2015. After this, there will be a two-year transition period
before sanctions are put into place. This means that now is
the time for companies to become informed and prepare
for changing regulations.
For more information or to learn how the upcoming regu-
lations could affect your business, contact nuances for
more information: mail@nuances.de.
..........................................................................................
VERKEHR
..........................................................................................
AUTONOME LKW BALD AUF DEUTSCHEN
AUTOBAHNEN
Der deutsche Automobilkonzern Daimler will noch vor
2016 selbstfahrende Lastkraftwagen (Lkw) auf deutschen
Autobahnen testen. Aktuell werden die hochautomatisier-
ten Fahrzeuge auf einer privaten Teststrecke geprüft. Die
Genehmigung, die Lkw auch auf der Autobahn in Baden-
Württemberg fahren zu lassen, steht momentan noch aus.
Im US-Bundesstaat Nevada hat Daimler bereits selbstfah-
rende Lkw auf die Highways geschickt. Der Lkw von der
Daimler-Tochter Freightliner, genannt „Inspiration Truck“,
nutzt GPS, Radar- und Kamerasysteme, um ohne jeglichen
manuellen Eingriff fahren zu können. Der Fahrer muss
allerdings im Fahrzeug bleiben, um im Notfall eingreifen zu
können. Noch im Jahr 2015 möchte Daimler seine hochau-
tomatisierten Lkw testweise auch auf deutsche Straßen
schicken. Die Produktion der autonomen Lkw wird aller-
dings erst in zwei bis drei Jahren starten.
SELF-DRIVING TRUCKS COMING SOON TO GERMAN
HIGHWAYS
German auto manufacturer Daimler recently announced
plans to test self-driving trucks before the end of 2015. The
company is currently testing the trucks on a private test
site and hopes to test on German highways, starting in the
5
N°30 – Juli 2015
federal state of Baden-Württemberg, pending government
approval.
Daimler has, however, already tested its autonomous
trucks on highways in the US state of Nevada. The truck,
called the “Freightliner Inspiration” uses GPS, radar and
camera systems to drive without any manual operation
leaving the driver hands-free. The driver is required, how-
ever, to remain in the vehicle in case of emergency. While
testing is set to begin before 2016, Daimler anticipates that
production of autonomous trucks is still two to three years
away.
..........................................................................................
FINANZEN
..........................................................................................
GRUNDSTEIN FÜR EUROPÄISCHE KAPITAL-
MARKTUNION WIRD GELEGT
Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-
Parlaments hat eine Resolution zur Kapitalmarktunion
verabschiedet und damit das Projekt begrüßt. Mit der
Kapitalmarktunion möchte die EU-Kommission einen inte-
grierten EU-Binnenmarkt schaffen. Damit soll der Frag-
mentierung der Finanzmärkte entgegengewirkt werden.
Zudem ist das Ziel der EU-Kommission, Finanzquellen zu
diversifizieren, grenzüberschreitende Investitionen zu
erleichtern und den Zugang zu finanziellen Mitteln für
kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zu ver-
bessern. Unabhängig vom Standort sollen Anleger investie-
ren und sich Unternehmen Finanzmittel beschaffen kön-
nen. Eine funktionierende Kapitalmarktunion soll innerhalb
der nächsten vier Jahre, also bis zum Jahr 2019, umgesetzt
werden, so der Plan der EU-Kommission.
Die Kapitalmarktunion ist Teil des Investmentplans von
Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der zuständi-
ge EU-Finanzkommissar Jonathan Hill wirbt für dessen
Umsetzung und erläuterte kürzlich die nächsten Schritte.
Eine erste Konsultation zum Aufbau einer Kapitalmark-
tunion wurde bereits im Mai 2015 beendet. Über 400 Sta-
keholder beteiligten sich daran. Im September 2015 soll
nun ein erster Aktionsplan veröffentlicht werden, der die
Ergebnisse der Konsultation vorstellt.
KAPITAL AUCH FÜR KMU
Eine der Herausforderungen von Hill ist es, inaktives Kapi-
tal in Europa freizusetzen, um Wachstum anzuregen. Dafür
bedarf es einer effizienten Marktstruktur und der Unter-
stützung für KMUs. Während die europäischen Kapital-
märkte in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen sind,
bleiben sie im Vergleich zu den Aktienmärkten in den USA
rückständig. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind
die Märkte in den USA fast doppelt so groß wie jene in der
EU. Zum erfolgreichen und raschen Aufbau eines KMU in
Europa, bräuchte es einen ähnlich effizienten und nachhal-
tigen Markt wie in den USA. KMU sollen sich ebenso rasch
und unkompliziert Kapital verschaffen können wie Großun-
ternehmen.
VEREINFACHTER ZUGANG UND HÖHERE TRANSPARENZ
Langfristige Investments in der EU sind stark rückgängig.
Der Juncker Plan versucht dieser Entwicklung durch die
sogenannten Europäischen Langfristigen Investmentfonds
(ELTIF) entgegen zu wirken. Diese sollen Investoren auf
Dauer stabile Renditen ermöglichen, wenn diese in Unter-
nehmen oder Infrastrukturprojekte investieren. Dieser
regulatorische Rahmen schafft laut Hill insbesondere An-
reize für Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds
mit Interesse an längerfristigen Anlagewerten. Zudem
möchte die EU-Kommission eine höhere Transparenz bei
Infrastrukturprojekten durchsetzen. Auf diesem Wege
könne laut Grünbuch zur Kapitalmarktunion, die Attrakti-
vität der jeweiligen Projekte für private Anleger gesteigert
werden.
6
N°30 – Juli 2015
DIE NÄCHSTEN SCHRITTE
Über 400 Akteure haben ihre Stellungnahmen zur Kapital-
marktunion eingereicht. Der Gemeinsame Ausschuss der
Europäischen Aufsichtsbehörden (ESA) wies etwa darauf
hin, dass sich die Risiken für Instabilitäten im europäischen
Finanzmarkt erhöht hätten. Dies liege auch an den man-
gelhaften Rahmenbedingungen. Aktuell laufen bereits die
nächsten Konsultationen zu hochwertigen Verbriefungen
sowie zur Überarbeitung der Prospektrichtlinie. Reformen
in diesen Bereichen werden als weiterer zentraler Schritt in
Richtung Kapitalmarktunion angesehen. Nächster Meilen-
stein ist der für September geplante Aktionsplan. „Die
Kapitalmarktunion soll Finanzmittel frei machen, die zwar
ausreichend vorhanden aber zurzeit gebunden sind, und
sie in den Dienst der europäischen Unternehmen, insbe-
sondere der KMU, stellen,“ so die Hoffnung des EU-
Finanzkommissars Jonathan Hill.
CAPITAL MARKETS UNION: MOVING RIGHT ALONG
The European Parliament recently announced that the
Economic and Monetary Affairs Committee (ECON) adopt-
ed a resolution on the Capital Markets Union (CMU). The
Capital Markets Union is a European Commission plan to
create more integrated capital markets within the Europe-
an Union. Its goals are to reduce fragmentation in financial
markets, diversify sources of finance, strengthen cross-
border capital flow and improve access to finance for small
and medium-sized businesses (SMEs). The Commission
expects a fully-functioning Capital Markets Union within
the next four years, at the latest by 2019.
The CMU is part of European Commission President Jean-
Claude Juncker’s Investment Plan. EU Commissioner for
Financial Services, Financial Stability and Capital Markets
Union, Jonathan Hill, has outlined at various occasions, the
CMU’s next steps. Currently, the EU commission has a
consultation process underway in order to gain better
knowledge from stakeholders. Some of the expert views
will influence the action plan, which is set to be published
in September 2015.
SUPPORT SMES, LOOK TO THE AMERICAN MODEL
Hill faces the task of linking investors and savers with
growth. A crucial aspect in the creation of a CMU is estab-
lishing efficient market infrastructure and support for
SMEs. While capital markets have expanded in the EU over
the past few decades, they remain underdeveloped in
comparison with public equity markets in the United
States. Those in the US are nearly twice the size of those in
the EU in terms of percentage of gross domestic product
(GDP). In addition, private equity markets in the US are
also around twice the size of those in the EU. In order to
successfully build a CMU in Europe, an efficient and sus-
tainable capital market modelled after the US is necessary.
The European Commission hopes that this can be
achieved, for instance, by lowering access barriers, widen-
ing the investor base and building sustainable securitisa-
tion.
IMPROVING ACCESS TO FINANCE AND TRANSPARENT IN-
FRASTRUCTURE
Long-term investment in the EU has fallen dramatically.
The Juncker Plan attempts to counteract this through the
European Long-Term Investment Funds (ELTIFs). They have
been recently established as a regulatory framework to
allow investors to put money into companies and infra-
structure projects for the long term. Hill anticipates that
this framework will appeal to investors such as insurance
companies or pension funds that require steady income
streams or long-term capital growth.
Additionally, the Commission is pushing for the transpar-
ency of infrastructure projects to “increase their attrac-
tiveness for private investment as well as help regulators
adopt a more tailored prudential regime for infrastructure
investments,” according to the Green Paper, which is the
draft policy paper on the CMU.
7
N°30 – Juli 2015
KEY STAKEHOLDERS
There are several key stakeholders that have shared their
opinions on the progress the Commission has made with
the CMU. The Joint Committee of the European Superviso-
ry Authorities (ESAs) states that the main risks to the EU
financial market stability have intensified and highlight
poor market conditions in its fifth Report on Risks and
Vulnerabilities in the EU Financial System. At the same
time, the Board of the International Organisation of Securi-
ties Commissions (IOSCO) recently published a report on
the financing of SMEs through capital markets. The report
contains recommendations on how to facilitate capital in
emerging markets. The European Banking Federation (EBF)
responded to the CMU’s progress in May, releasing a re-
sponse paper highlighting the key aspects of the CMU.
Additionally, Eurosif, a self-described “not-for-profit pan-
European sustainable and responsible investment (SRI)
membership organisation” is strongly in favour of the CMU
and hopes for more green growth in the future.
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  • 1. 1 N°30 – Juli 2015 ......................................................................................... ENERGIE ......................................................................................... BRITISCHES STROMNETZ: KEINE BLACKOUTS DURCH RESERVEKAPAZITÄT? Der britische Netzbetreiber National Grid steht vor einer Herausforderung. Insgesamt wächst in Großbritannien die Stromnachfrage, doch gleichzeitig sinkt die Reservekapazi- tät. Denn veraltete Kraftwerke mussten in den letzten Jahren Schritt für Schritt abgeschaltet werden. Dadurch verfügt das System für den kommenden Winter über eine Reservekapazität von lediglich 1,2 Prozent – was dem nied- rigsten Wert seit zehn Jahren entspricht. Um diesen Engpass in den Griff zu bekommen, hat sich National Grid dazu entschlossen für 36 Mio. Britische Pfund, was in etwa 50,5 Mio. EUR entspricht, Reservekapa- zität einzukaufen. Dies umfasst neben der Leistungsvorhal- tung mehrerer Kraftwerke auch das Abschalten von Strom bei einzelnen Industrien, die dafür finanziell kompensiert werden. Damit soll die Reservekapazität auf 5 Prozent ansteigen. Kohle- und Gaskraftwerke, die vom Netz genommen wur- den, sind nicht rasch genug durch neue Kraftwerke ersetzt worden. Denn dies erfordert hohe Investitionen und Zeit. Das jetzt aufgelegte Notprogramm von National Grid be- ruht zudem nicht auf Langfristigkeit. Alternative Möglich- keiten, wie beispielsweise die dezentrale Energieerzeu- gung mit Hilfe der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), spielen aktuell noch keine Rolle. Bei KWK-Anlagen werden hochef- fizient Strom und Wärme produziert. Darüber hinaus kön- nen Blockheizkraftwerke mit einem geringen Investitions- volumen flexibel in die vorhandene Infrastruktur eingebet- tet werden. THEMEN / TOPICS: Energie 1 Britisches Stromnetz: keine Blackouts durch Reservekapazität? / National Grid Insists that Winter Blackouts are a Thing of the Past 2 ENERGIEEFFIZIENZ 2 Energiesuffizienz – ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende? / Energy sufficiency: the Next Step in the Energy Transition? 2 DIGITALISIERUNG 3 Update: Datenschutz-Grundverordnung / Update: General Data Protection Regulation 4 VERKEHR 4 Autonome Lkw bald auf deutschen Autobahnen / Self-Driving Trucks Coming Soon to German Highways 5 FINANZEN 5 Grundstein für europäische Kapitalmarktunion wird gelegt / Capital Markets Union: Moving Right Along 6
  • 2. 2 N°30 – Juli 2015 NATIONAL GRID INSISTS THAT WINTER BLACKOUTS ARE A THING OF THE PAST National Grid has recently reported that wintertime black- outs on are on the rise, increasing in number from last year’s power outages. The closure of several power sta- tions has left 1.2 per cent spare capacity on the system. This is the gap between total electricity generating capaci- ty and peak demand. This is the lowest in the past decade. In order to combat the situation, the grid has paid 36 mil- lion GBP to place several plants on standby and by asking some industries to switch off power. With more plants on standby, it is estimated that the overall spare capacity should rise to 5 per cent. Despite the measures National Grid has taken to ensure that power continues running in the coldest months, there has been no mention of alternative energy generation, such as cogeneration. Cogeneration, or combined heat and power (CHP), is the simultaneous production of electricity and heat, both of which are used locally i.e. in a decentral- ised manner. ........................................................................................ ENERGIEEFFIZIENZ ......................................................................................... ENERGIESUFFIZIENZ – EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG ENERGIEWENDE? Energiesuffizienz bedeutet die nachhaltige Begrenzung des Energiebedarfs. Dieses Thema hat die deutsche Bundesre- gierung nun im Rahmen eines Programms des Bundesfor- schungsministeriums (BMBF) auf die Agenda gesetzt. Im Auftrag des BMBF erarbeiten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, Universität der Küns- te Berlin sowie die Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik Leipzig, Strategien und Instrumente zur Errei- chung von Energiesuffizienz. Der Fokus des Projektes liegt auf dem Bereich Bauen und Wohnen. Private Haushalte sollen ihr Konsum- und Nut- zungsverhalten so ändern, dass ihr absoluter Energiebe- darf auf Dauer reduziert wird. Bereits bestehende Effi- zienzstrategien der Bundesregierung sollen durch Suffi- zienzanstrengungen ergänzt werden. Die Bundesregierung hat die Energieeffizienz als zweite Säule der Energiewende auserkoren. Allerdings werden Rebound-Effekte häufig nicht berücksichtigt. So kann der Effizienzgewinn, etwa nach einer energetischen Sanierung, zu einem sogenannten Preiseffekt führen. Das heißt ein Produkt, in diesem Fall Wärme, wird günstiger. Während eine Familie beispielsweise vor der Sanierung nur die zent- ralen Wohnbereiche heizte, wird nun die gesamte Woh- nung beheizt. Die Energieeffizienz wurde in diesem Haus- halt also gesteigert, doch der Energiebedarf nicht nachhal- tig gesenkt. Ziel des Projektes „Energiesuffizienz“ ist es, mögliche, regulatorische Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die der Förderung der Energiesuffizienz dienen. Mehr Informatio- nen zum Forschungsprojekt, das noch bis Mai 2016 läuft, finden Sie hier: http://bit.ly/1IpGILG. ENERGY SUFFICIENCY: THE NEXT STEP IN THE ENERGY TRANSITION? A sustainable energy supply has developed in Germany over the years – a country that industrialised and wit- nessed power consumption decrease significantly over the decades. This left the possibility for remaining demand to be met with renewable energy sources in accordance with sustainable development. This is due to Germany’s “Ener- giewende,” or energy transition. There is, however, no guarantee of a sufficient reduction in power consumption. This is where the concept of “Energiesuffizienz,” or energy sufficiency comes in. Energy sufficiency is explicitly aimed at the reduction in energy consumption by changing bene- fit aspects – reduction, substitution or better adaptation of benefits to actual needs and requirements.” According to
  • 3. 3 N°30 – Juli 2015 the Institute for Energy and Environmental Research Hei- delberg (IFEU), sufficiency is “one of the three main strate- gies for sustainability apart from efficiency and consisten- cy. Optimising energy use with efficient household equip- ment has not yet reduced Germany’s energy consumption in the private sector.” The IFEU holds this to be a necessary part of the “Ener- giewende,” or the transformation of the current energy system towards sustainability in Germany. Due to the increasing importance of energy sufficiency, the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF) began research on the project, “Energy sufficiency: Strategies and Tools for Technical, Systemic and Cultural Transformation Towards Sustainable Limitation of the Energy Demand in the Consumer Sector Construction/Housing” in June 2013. The goal of the project is to understand examples of suc- cessful energy sufficiency and present strategies that com- plement current efficiency strategies in industry. The BMBF is working in tandem with the Wuppertal Insti- tute for Climate, Environment and Energy, the Berlin Uni- versity of the Arts as well as the Research Unit Sustainabil- ity and Climate Policy in Leipzig. The study will be comple- ted in May 2016. .......................................................................................... DIGITALISIERUNG .......................................................................................... UPDATE: DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG Die EU-Kommission erarbeitet aktuell die Datenschutz- Grundverordnung, die das Datenschutzrecht aller EU- Mitgliedstaaten ablösen wird. Dadurch wird sich die Da- tenkommunikation innerhalb und zwischen Unternehmen entscheidend verändern. Die Vorteile für europaweit- tätige Unternehmen liegen auf der Hand: Der Flickentep- pich aus 28 Vorschriften und 28 unterschiedlichen Auf- sichtsbehörden hat ein Ende. Stattdessen gilt: „one conti- nent, one law“, also „ein Kontinent, ein Gesetz". Alle regi- onalen und nationalen Behörden berichten an eine über- geordnete, europäische Aufsichtsbehörde. Dies erlaubt den Unternehmen mehr Flexibilität, etwa im Hinblick auf Compliance und Standort. Zudem ist das eigene Ge- schäftsmodell dadurch leichter skalierbar. Photo: Fotolia.com Daten sind die Währung der digitalen Wirtschaft. Dies gilt zunehmend auch für traditionelle Wirtschaftszweige, wie Industrie und Produktion. Daten werden erfasst, gespei- chert, ausgewertet und weitergegeben. Die EU- Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) wird die Art und Weise, wie Unternehmen Daten verwalten – insbesondere personenbezogene – verändern. Die aktuellen Entwürfe der Verordnung lassen bereits erahnen, dass der alltägli- che Geschäftsverkehr der meisten Unternehmen ange- passt werden muss. Der Zeitplan für die Datenschutz-Grundverordnung ist nun klar. Das Trialog-Verfahren zwischen EU-Parlament, Minis- terrat und EU-Kommission ist gestartet und wird voraus- sichtlich bis September 2015 laufen. Ende des Jahres soll dann die Verordnung beschlossen sein. Unternehmen und Mitgliedstaaten wird anschließend eine zweijährige Über- gangsfrist gewährt, bis Sanktionen greifen. Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt, um sich zu informieren und das eigene Unternehmen auf die Veränderungen vorzubereiten.
  • 4. 4 N°30 – Juli 2015 Für mehr Informationen und wie Sie Ihr Unternehmen auf die Datenschutz-Grundverordnung vorbereiten können, kontaktieren Sie unser Büro: mail@nuances.de. UPDATE: GENERAL DATA PROTECTION REGULATION The European Commission is reforming data protection rules for the 28 Member States of the European Union. This will effect business to business interaction across all sectors. For businesses with offices throughout Europe, this will mean an end to multiple supervisory authorities with conflicting regulations and piecemeal regulatory frameworks. Instead, there will be “one continent, one law.” All local, regional and national authorities will answer to one Supervisory Authority. This means that businesses will be more flexible in terms of their location. This will also allow businesses to become scalable. Today, the digital economy’s currency is data. It is collect- ed, stored and shared. The General Data Protection Regu- lation (GDPR) will change the way businesses manage consumer data. Current proposals for the regulation will likely change the way your company does day-to-day busi- ness. The timeline for the reform is now clear. A trialogue be- tween the European Parliament, Council of Ministers and European Commission is likely to happen in September 2015. After this, there will be a two-year transition period before sanctions are put into place. This means that now is the time for companies to become informed and prepare for changing regulations. For more information or to learn how the upcoming regu- lations could affect your business, contact nuances for more information: mail@nuances.de. .......................................................................................... VERKEHR .......................................................................................... AUTONOME LKW BALD AUF DEUTSCHEN AUTOBAHNEN Der deutsche Automobilkonzern Daimler will noch vor 2016 selbstfahrende Lastkraftwagen (Lkw) auf deutschen Autobahnen testen. Aktuell werden die hochautomatisier- ten Fahrzeuge auf einer privaten Teststrecke geprüft. Die Genehmigung, die Lkw auch auf der Autobahn in Baden- Württemberg fahren zu lassen, steht momentan noch aus. Im US-Bundesstaat Nevada hat Daimler bereits selbstfah- rende Lkw auf die Highways geschickt. Der Lkw von der Daimler-Tochter Freightliner, genannt „Inspiration Truck“, nutzt GPS, Radar- und Kamerasysteme, um ohne jeglichen manuellen Eingriff fahren zu können. Der Fahrer muss allerdings im Fahrzeug bleiben, um im Notfall eingreifen zu können. Noch im Jahr 2015 möchte Daimler seine hochau- tomatisierten Lkw testweise auch auf deutsche Straßen schicken. Die Produktion der autonomen Lkw wird aller- dings erst in zwei bis drei Jahren starten. SELF-DRIVING TRUCKS COMING SOON TO GERMAN HIGHWAYS German auto manufacturer Daimler recently announced plans to test self-driving trucks before the end of 2015. The company is currently testing the trucks on a private test site and hopes to test on German highways, starting in the
  • 5. 5 N°30 – Juli 2015 federal state of Baden-Württemberg, pending government approval. Daimler has, however, already tested its autonomous trucks on highways in the US state of Nevada. The truck, called the “Freightliner Inspiration” uses GPS, radar and camera systems to drive without any manual operation leaving the driver hands-free. The driver is required, how- ever, to remain in the vehicle in case of emergency. While testing is set to begin before 2016, Daimler anticipates that production of autonomous trucks is still two to three years away. .......................................................................................... FINANZEN .......................................................................................... GRUNDSTEIN FÜR EUROPÄISCHE KAPITAL- MARKTUNION WIRD GELEGT Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU- Parlaments hat eine Resolution zur Kapitalmarktunion verabschiedet und damit das Projekt begrüßt. Mit der Kapitalmarktunion möchte die EU-Kommission einen inte- grierten EU-Binnenmarkt schaffen. Damit soll der Frag- mentierung der Finanzmärkte entgegengewirkt werden. Zudem ist das Ziel der EU-Kommission, Finanzquellen zu diversifizieren, grenzüberschreitende Investitionen zu erleichtern und den Zugang zu finanziellen Mitteln für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zu ver- bessern. Unabhängig vom Standort sollen Anleger investie- ren und sich Unternehmen Finanzmittel beschaffen kön- nen. Eine funktionierende Kapitalmarktunion soll innerhalb der nächsten vier Jahre, also bis zum Jahr 2019, umgesetzt werden, so der Plan der EU-Kommission. Die Kapitalmarktunion ist Teil des Investmentplans von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Der zuständi- ge EU-Finanzkommissar Jonathan Hill wirbt für dessen Umsetzung und erläuterte kürzlich die nächsten Schritte. Eine erste Konsultation zum Aufbau einer Kapitalmark- tunion wurde bereits im Mai 2015 beendet. Über 400 Sta- keholder beteiligten sich daran. Im September 2015 soll nun ein erster Aktionsplan veröffentlicht werden, der die Ergebnisse der Konsultation vorstellt. KAPITAL AUCH FÜR KMU Eine der Herausforderungen von Hill ist es, inaktives Kapi- tal in Europa freizusetzen, um Wachstum anzuregen. Dafür bedarf es einer effizienten Marktstruktur und der Unter- stützung für KMUs. Während die europäischen Kapital- märkte in den vergangenen Jahrzehnten gewachsen sind, bleiben sie im Vergleich zu den Aktienmärkten in den USA rückständig. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind die Märkte in den USA fast doppelt so groß wie jene in der EU. Zum erfolgreichen und raschen Aufbau eines KMU in Europa, bräuchte es einen ähnlich effizienten und nachhal- tigen Markt wie in den USA. KMU sollen sich ebenso rasch und unkompliziert Kapital verschaffen können wie Großun- ternehmen. VEREINFACHTER ZUGANG UND HÖHERE TRANSPARENZ Langfristige Investments in der EU sind stark rückgängig. Der Juncker Plan versucht dieser Entwicklung durch die sogenannten Europäischen Langfristigen Investmentfonds (ELTIF) entgegen zu wirken. Diese sollen Investoren auf Dauer stabile Renditen ermöglichen, wenn diese in Unter- nehmen oder Infrastrukturprojekte investieren. Dieser regulatorische Rahmen schafft laut Hill insbesondere An- reize für Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds mit Interesse an längerfristigen Anlagewerten. Zudem möchte die EU-Kommission eine höhere Transparenz bei Infrastrukturprojekten durchsetzen. Auf diesem Wege könne laut Grünbuch zur Kapitalmarktunion, die Attrakti- vität der jeweiligen Projekte für private Anleger gesteigert werden.
  • 6. 6 N°30 – Juli 2015 DIE NÄCHSTEN SCHRITTE Über 400 Akteure haben ihre Stellungnahmen zur Kapital- marktunion eingereicht. Der Gemeinsame Ausschuss der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESA) wies etwa darauf hin, dass sich die Risiken für Instabilitäten im europäischen Finanzmarkt erhöht hätten. Dies liege auch an den man- gelhaften Rahmenbedingungen. Aktuell laufen bereits die nächsten Konsultationen zu hochwertigen Verbriefungen sowie zur Überarbeitung der Prospektrichtlinie. Reformen in diesen Bereichen werden als weiterer zentraler Schritt in Richtung Kapitalmarktunion angesehen. Nächster Meilen- stein ist der für September geplante Aktionsplan. „Die Kapitalmarktunion soll Finanzmittel frei machen, die zwar ausreichend vorhanden aber zurzeit gebunden sind, und sie in den Dienst der europäischen Unternehmen, insbe- sondere der KMU, stellen,“ so die Hoffnung des EU- Finanzkommissars Jonathan Hill. CAPITAL MARKETS UNION: MOVING RIGHT ALONG The European Parliament recently announced that the Economic and Monetary Affairs Committee (ECON) adopt- ed a resolution on the Capital Markets Union (CMU). The Capital Markets Union is a European Commission plan to create more integrated capital markets within the Europe- an Union. Its goals are to reduce fragmentation in financial markets, diversify sources of finance, strengthen cross- border capital flow and improve access to finance for small and medium-sized businesses (SMEs). The Commission expects a fully-functioning Capital Markets Union within the next four years, at the latest by 2019. The CMU is part of European Commission President Jean- Claude Juncker’s Investment Plan. EU Commissioner for Financial Services, Financial Stability and Capital Markets Union, Jonathan Hill, has outlined at various occasions, the CMU’s next steps. Currently, the EU commission has a consultation process underway in order to gain better knowledge from stakeholders. Some of the expert views will influence the action plan, which is set to be published in September 2015. SUPPORT SMES, LOOK TO THE AMERICAN MODEL Hill faces the task of linking investors and savers with growth. A crucial aspect in the creation of a CMU is estab- lishing efficient market infrastructure and support for SMEs. While capital markets have expanded in the EU over the past few decades, they remain underdeveloped in comparison with public equity markets in the United States. Those in the US are nearly twice the size of those in the EU in terms of percentage of gross domestic product (GDP). In addition, private equity markets in the US are also around twice the size of those in the EU. In order to successfully build a CMU in Europe, an efficient and sus- tainable capital market modelled after the US is necessary. The European Commission hopes that this can be achieved, for instance, by lowering access barriers, widen- ing the investor base and building sustainable securitisa- tion. IMPROVING ACCESS TO FINANCE AND TRANSPARENT IN- FRASTRUCTURE Long-term investment in the EU has fallen dramatically. The Juncker Plan attempts to counteract this through the European Long-Term Investment Funds (ELTIFs). They have been recently established as a regulatory framework to allow investors to put money into companies and infra- structure projects for the long term. Hill anticipates that this framework will appeal to investors such as insurance companies or pension funds that require steady income streams or long-term capital growth. Additionally, the Commission is pushing for the transpar- ency of infrastructure projects to “increase their attrac- tiveness for private investment as well as help regulators adopt a more tailored prudential regime for infrastructure investments,” according to the Green Paper, which is the draft policy paper on the CMU.
  • 7. 7 N°30 – Juli 2015 KEY STAKEHOLDERS There are several key stakeholders that have shared their opinions on the progress the Commission has made with the CMU. The Joint Committee of the European Superviso- ry Authorities (ESAs) states that the main risks to the EU financial market stability have intensified and highlight poor market conditions in its fifth Report on Risks and Vulnerabilities in the EU Financial System. At the same time, the Board of the International Organisation of Securi- ties Commissions (IOSCO) recently published a report on the financing of SMEs through capital markets. The report contains recommendations on how to facilitate capital in emerging markets. The European Banking Federation (EBF) responded to the CMU’s progress in May, releasing a re- sponse paper highlighting the key aspects of the CMU. Additionally, Eurosif, a self-described “not-for-profit pan- European sustainable and responsible investment (SRI) membership organisation” is strongly in favour of the CMU and hopes for more green growth in the future. Für Fragen und Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an mail@nuances.de. Please feel free to send questions and comments to mail@nuances.de.* Sollten Sie den Newsletter nicht weiter beziehen wollen, senden Sie uns eine e-mail an: mail@nuances.de mit der Nachricht: „unsubscribe“. * If you wish to be removed from the newsletter mailing list, please contact mail@nuances.de and place “unsub- scribe” in the subject heading.