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YouTube-Tutor
Selbstgesteuertes Lernen in
musikpädagogischen Kontexten
MLDM: Musiklernen mit Digitalen Medien




Matthias Krebs
Musikpädagogik | Wintersemester 2012
Veranstaltung am 22.10.2012
Kurze Vorstellung


       •   In welchem Semester studiert ihr? Welches Instrument spielt ihr?

       •   Wie nutzt ihr das Internet?

       •   Welche Erfahrungen habt ihr in Bezug auf Musik im Internet?

       •   Was sind Eure Erwartungen an das Seminar?




Matthias Krebs 2012                                                           / 2
Agenda


       •   Intro

       •   Was ist Web2.0 bzw. Social Media?

       •   Musiklernen mit YouTube
           (erste Überlegungen)

       •   Unterrichtsprojekte




Matthias Krebs 2012                            / 3
Intro
INSTRUMENT UND GEMEINSCHAFT



Matthias Krebs 2012           / 4
Intro: Das reale Instrument


YAMAHA TENORI ON TNR-W
Synthesizer mit neuartiger Bedienoberfläche

In Aktion:
http://www.youtube.com/watch?v=_SGwDhKTrwU

Im Laden:
http://www.thomann.de/de/yamaha_tenori_on.htm




Matthias Krebs 2012                             / 5
Intro: ein ganz einfacher Step-Sequenzer – Tonematrix

http://lab.andre-michelle.com/tonematrix




                                       http://www.youtube.com/watch?v=OZFMpWKTAjY




Matthias Krebs 2012                                                           / 6
Intro: Beispiel – inudge.net
www.inudge.net
Der Step-Sequenzer iNudge ist
musikalisches Miniprogramm, mit
dem auch Nutzer ohne
Musikkenntnisse einfache
musikalische Experimente machen
können. Die kleinen Kompositionen
können gleich aus der Anwendung
an Freunde verschickt werden.




                                    Probiert dieses sehr einfache Browser-
                                    Musikprogramm selbst aus!


Matthias Krebs 2012                                                      / 7
Intro: Tonematrix in einem komplexen Browserprogramm

http://www.audiotool.com




Matthias Krebs 2012                                    / 8
Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl




Matthias Krebs 2012                             / 9
Musik im Internet




Musik ist im Internet!

            Musik kann im Internet gestaltet werden!

                      Wann, wie, mit wem und mit welchem musikalischem Ergebnis
                      entscheidet der Musizierende, der es vor einem Publikum
                      präsentieren kann.




Matthias Krebs 2012                                                           / 10
Zwischenreflexion

   Das Internet befördert durch seine technische Struktur und seine typischen
   Gebrauchsformen die Verwendung offener Prozesse und tendiert zur Aktivierung
   der Rezipienten.

   Das Internet ist nicht per se für die Vermittlung von Musik geeignet! Es kommt
   darauf an Lernumgebungen zu gestalten, die den Lernenden Lust am musikalischen
   Spiel, Herausforderung und im weitesten Sinne einen Nutzen bringt.

   Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind, ähneln
   sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung besonders der
   Musikpraxis.
   Besondere Qualität der Musikpraxis ist, dass sie sich sehr dazu eignet, Verbindungen
   zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen.


Matthias Krebs 2012                                                                / 11
Das Netz als Medium und Werkstatt                                 Quelle: Föllmer 2005, S. 20


Wird über Musik im Internet gesprochen, so beschränkt sich die Reflexion häufig auf
   die Entwicklung totaler Verfügbarkeit jeglicher gespeicherter Musik:
      • Download-Shops, Tauschbörsen, Internetradio, Archive, Youtube etc.


Ein Programmangebot wird aus einer stetig anwachsenden Auswahl >angeschaltet<.
Der Sendekanal des vernetzten Computers dient hier bloß als Fernbedienung.




Matthias Krebs 2012                                                                     / 12
Das Netz als Medium und Werkstatt                                                  Quelle: Föllmer 2005, S. 20


   Der Computer als Werkstatt zur Hervorbringung und Manipulation von Musik und
   Produktionssystemen.

   Zwei Aspekte machen den vernetzten Computer interessant für das Musikmachen
   der Zukunft:
      • zum einen die kommunikative Nutzung des Sendekanals des Hörers,
      • zum anderen jene Fähigkeit des Computers, die über Informationsaustausch
         hinausgeht, nämlich die Möglichkeit des Prozessierens von
         Informationen – die Steuerung, Modifikation oder Herstellung musikalisch
         relevanter Daten.




          http://trendpiraten.tv/2009/03/geniale-mashup-musik-aus-youtube-videos

Matthias Krebs 2012                                                                                      / 13
Basis
WAS IST WEB2.0?



Matthias Krebs 2012   / 14
Entwicklungsprozess des Internets
                          Krise der New
Phase 1 (1995)            Economy (2000)   Phase 2 (2004)    Phase 3 (2007)


•   statische                              •   dynamische    •   soziale Netzwerke
    Websites                                   Websites      •   Mashups (= Daten-
                                           •   Interaktion       Remix)

                                           •   Flash         •   Echtzeit




    Matthias Krebs 2012                                                     / 15
Web2.0 = Version 2.0 des Internets?
• für das „World Wide Web“ (Tim Berners-Lee, 1995) gibt es jedoch nicht mal eine
  definierte Version 1.0
• nicht alle Aspekte des Web2.0 kamen gleichzeitig auf, einige Entwicklungen
  (z.B. die Programmierschnittstelle Ajax) gab es schon seit Beginn
• neuste Entwicklungen werden von Kritikern als Modeerscheinung interpretiert


    Ist der Begriff Web2.0 ein reines Marketing-Schlagwort?


–> Entwicklung des Internets ist nicht in (technischen) Versionen darstellbar
–> Entwicklung im Netz und um das Netz herum: z.B. wirtschaftliche Aspekte
  und soziale Phänomene
–> es kann eine veränderte Nutzung des Internets festgestellt werden

                         „Mitmach-Internet“

Matthias Krebs 2012                                                            / 16
Web2.0

•   der Begriff Web2.0 wurde bei einer
    vom Verleger Tim O‘Reilly veranstal-
    teten Brainstorming-Session im Jahr
    2004 geprägt




•   nicht die technischen Veränderungen werden beschrieben
•   O‘Reilly beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen
    mindestens eine besitzen



Matthias Krebs 2012                                                         / 17
Web2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Kriterien:

       1.     Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im
              Internetbrowser ausführbar)
       2.     Interaktion als Prinzip – Mitmach-Internet
       3.     die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis
       4.     perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von
              Anwendungen
       5.     wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten
              zwischen verschiedenen Seiten
       6.     die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert
       7.     die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden
              umgesetzt

Matthias Krebs 2012                                                        / 18
Kleine Übung: www.inudge.net

1.   Plattform ?

2.   Interaktion ?

3.   Datenbasis ?

4.   Ständige Weiterentwicklung ?

5.   Wiederverwendbare Komponenten ?

6.   Gemeinschaft ?
                                       www.inudge.net

7.   Best Practices ?


Matthias Krebs 2012                                     / 19
Wahrnehmung von Web2.0

      •    unpersönlich, oberflächlich, exhibitionistisch?
                – können wir gern in der Übung diskutieren

                  Positiv                      Negativ
  •       einfache Bedienung           •   Aktivitätsdruck
  •       kostengünstig                •   man verbringt viel Zeit am
  •       Infos überall erreichbar         Computer
  •       leicht aktuell zu halten     •   viele Kanäle
  •       Interaktion                  •   Eigendynamik
  •       es macht Spaß                •   überfordernde Vielfalt



Matthias Krebs 2012                                                     / 20
Basis

WIE SIEHT WEB2.0 AUS?



Matthias Krebs 2012     / 21
Vielfalt im Web2.0

•   täglich neue Web2.0-
    StartUps
    (=neu gegründete Firmen)




                               Logo-Übersicht einiger StartUps, 2007

Matthias Krebs 2012                                                    / 22
musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl)




•  Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter:
http://www.web2null.de/category/musik
• Jedoch sind die meisten Dienste nicht für musikalische Gestaltung oder die
   Musikvermittlung geeignet.

Matthias Krebs 2012                                                            / 23
Ausprägungen des Web2.0
   Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Eigenschaften zu
   systematisieren:

             •   Usergenerated Content
             •   Social Software
             •   Blogs
             •   Virtual Communities
             •   Social Network Services

   Die im Folgenden vorgestellten Beispiele zeigen eine besonders deutliche
   Ausprägung eines einzelnen Prinzips. Häufiger werden gleich mehrere
   Eigenschaften des Web2.0 bedient, was eine eindeutige Zuordnung
   erschwert.
Matthias Krebs 2012                                                           / 24
Ausprägungen des Web2.0
•   Usergenerated Content
•   Social Software
•   Blogs
•   Virtual Communities
•   Social Network Services




                                                      http://www.indiepedia.de
Usergenerated Content
• Inhalte, die nicht vom Anbieter eines Webangebots, sondern von dessen Nutzern erstellt werden
• es handelt sich um Publikationen, die in kreativer Eigenleistung entstanden sind und außerhalb
  professioneller Routinen erfolgt
• Beispiele sind Wikipedia, Youtube, Webforen und social bookmarking services (z.B. Delicious)

    Matthias Krebs 2012                                                                       / 25
Ausprägungen des Web2.0
•   Usergenerated Content
•   Social Software
•   Blogs
•   Virtual Communities
•   Social Network Services




                                              http://www.songsterr.com
Social Software
• ein Modewort für Software, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit
  dienen
• kreative Eigenproduktionen im Internet , Möglichkeiten zu kooperativer Gestaltung

    Matthias Krebs 2012                                                                  / 26
Ausprägungen des Web2.0
•   Usergenerated Content
•   Social Software
•   Blogs
•   Virtual Communities
•   Social Network Services



                                                       http://www.tastentricks.de/blog
Blogs
• Web + Log = Weblog = Blog; Ursprünglich: Ein Online-Tagebuch in Form einer Webseite,
   die periodisch neue Einträge enthält, thematisch meist auf das Internet bezogen
• Website mit ständig aktualisierten Beiträgen
• Dialog über Kommentare und Vernetzung zu anderen Seiten
• Blogs sind kein Hype, sondern eine neue Form der Publikation


    Matthias Krebs 2012                                                                  / 27
Ausprägungen des Web2.0
•   Usergenerated Content
•   Social Software
•   Blogs
•   Virtual Communities
•   Social Network Services




                                                     http://www.allaboutjazz.com/


Virtual Communities
• eine Website, die einen Themenschwerpunkt (Grundvoraussetzung) hat und die den Surfern
   auf der Website u.a. Chat, Diskussionsforen und Download-Bereiche bietet
• die Verbreitung und Verwendung von Informationen stammt möglichst von den Besuchern selbst

    Matthias Krebs 2012                                                                  / 28
Ausprägungen des Web2.0
•   Usergenerated Content
•   Social Software
•   Blogs
•   Virtual Communitys
•   Social Network Services




Social Networking Services (SNS)
• Soziale Netzwerke sind Anwendungssysteme, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum
  Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur
  Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die
  Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen.

    Matthias Krebs 2012                                                                             / 29
Und was ist Socia Media?                              verschiedene Auffassungen:

   Social Media ist ein Teilbereich des Web 2.0. Der Begriff fokussiert auf die Bereiche,
   bei denen es nicht um neue Formate oder Programmarchitekturen, sondern um die
   Unterstützung sozialer Strukturen und Interaktionen im Internet geht.
   (vgl. Ebersbach/Glaser/Heigl, 2008)

   Das Social Web (Social Media) umfassen also webbasierte Anwendungen, die für
   Menschen den Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und die
   Kommunikation in sozialen Kontexten unterstützen.
   (vgl. Hippner, 2006)




Matthias Krebs 2012                                                                   / 30
Phänomen

YOUTUBE-LERNEN?


Matthias Krebs 2012   / 31
Lehrangebote via Video


http://www.khanacademy.org




http://www.sofatutor.com




Matthias Krebs 2012          / 32
Beispiel




http://www.youtube.com/watch?v=uInl83JKdpc



Matthias Krebs 2012                          / 33
Beispiel




http://www.youtube.com/watch?v=CuNj8k1B_PU



Matthias Krebs 2012                          / 34
Welche Tutorial-Videos habt ihr gefunden?




Matthias Krebs 2012                         / 35
Welche Chancen, welche Schwierigkeiten seht ihr mit YouTube-Tutors?




Matthias Krebs 2012                                             / 36
Einblick

UNTERRICHTSPROJEKT


Matthias Krebs 2012   / 37
Impressionen aus zurückliegenden Unterrichtsprojekten




Matthias Krebs 2012                                     / 38
Projektblog zur Dokumentation

http://meimulab.wordpress.com/unterrichtsprojekt/trauer/




Matthias Krebs 2012                                        / 39
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Ich freue mich auf Ihre Fragen und Hinweise.


        Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW)

        Matthias Krebs
        Wissenschaftliche Projektentwicklung
        DigiMediaL_musik

        krebs@udk-berlin.de




 Kontakt:                                         www.matthiaskrebs.de
 krebs@udk-berlin.de
                                                  www.appmusik.de
 0177 7373939                                     www.digimusiklernen.de
                                                  www.netzmusik.wordpress.com
 www.facebook.com/matthiaskrebs
 www.twitter.com/matzerak                         www.meimulab.wordpress.com
 www.slideshare.com/matzerak                      www.muvipro.wordpress.com
 www.youtube.com/matzerak                         www.musiklernen.tumblr.com

Matthias Krebs 2012

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  • 1. YouTube-Tutor Selbstgesteuertes Lernen in musikpädagogischen Kontexten MLDM: Musiklernen mit Digitalen Medien Matthias Krebs Musikpädagogik | Wintersemester 2012 Veranstaltung am 22.10.2012
  • 2. Kurze Vorstellung • In welchem Semester studiert ihr? Welches Instrument spielt ihr? • Wie nutzt ihr das Internet? • Welche Erfahrungen habt ihr in Bezug auf Musik im Internet? • Was sind Eure Erwartungen an das Seminar? Matthias Krebs 2012 / 2
  • 3. Agenda • Intro • Was ist Web2.0 bzw. Social Media? • Musiklernen mit YouTube (erste Überlegungen) • Unterrichtsprojekte Matthias Krebs 2012 / 3
  • 5. Intro: Das reale Instrument YAMAHA TENORI ON TNR-W Synthesizer mit neuartiger Bedienoberfläche In Aktion: http://www.youtube.com/watch?v=_SGwDhKTrwU Im Laden: http://www.thomann.de/de/yamaha_tenori_on.htm Matthias Krebs 2012 / 5
  • 6. Intro: ein ganz einfacher Step-Sequenzer – Tonematrix http://lab.andre-michelle.com/tonematrix http://www.youtube.com/watch?v=OZFMpWKTAjY Matthias Krebs 2012 / 6
  • 7. Intro: Beispiel – inudge.net www.inudge.net Der Step-Sequenzer iNudge ist musikalisches Miniprogramm, mit dem auch Nutzer ohne Musikkenntnisse einfache musikalische Experimente machen können. Die kleinen Kompositionen können gleich aus der Anwendung an Freunde verschickt werden. Probiert dieses sehr einfache Browser- Musikprogramm selbst aus! Matthias Krebs 2012 / 7
  • 8. Intro: Tonematrix in einem komplexen Browserprogramm http://www.audiotool.com Matthias Krebs 2012 / 8
  • 9. Online-Musikplattformen – eine kleine Auswahl Matthias Krebs 2012 / 9
  • 10. Musik im Internet Musik ist im Internet! Musik kann im Internet gestaltet werden! Wann, wie, mit wem und mit welchem musikalischem Ergebnis entscheidet der Musizierende, der es vor einem Publikum präsentieren kann. Matthias Krebs 2012 / 10
  • 11. Zwischenreflexion Das Internet befördert durch seine technische Struktur und seine typischen Gebrauchsformen die Verwendung offener Prozesse und tendiert zur Aktivierung der Rezipienten. Das Internet ist nicht per se für die Vermittlung von Musik geeignet! Es kommt darauf an Lernumgebungen zu gestalten, die den Lernenden Lust am musikalischen Spiel, Herausforderung und im weitesten Sinne einen Nutzen bringt. Da Online-Musikplattformen hauptsächlich durch Interaktion geprägt sind, ähneln sie aus dem traditionellen Repertoire der Unterrichtsgestaltung besonders der Musikpraxis. Besondere Qualität der Musikpraxis ist, dass sie sich sehr dazu eignet, Verbindungen zu anderen Bereichen im Musikunterricht zu ziehen. Matthias Krebs 2012 / 11
  • 12. Das Netz als Medium und Werkstatt Quelle: Föllmer 2005, S. 20 Wird über Musik im Internet gesprochen, so beschränkt sich die Reflexion häufig auf die Entwicklung totaler Verfügbarkeit jeglicher gespeicherter Musik: • Download-Shops, Tauschbörsen, Internetradio, Archive, Youtube etc. Ein Programmangebot wird aus einer stetig anwachsenden Auswahl >angeschaltet<. Der Sendekanal des vernetzten Computers dient hier bloß als Fernbedienung. Matthias Krebs 2012 / 12
  • 13. Das Netz als Medium und Werkstatt Quelle: Föllmer 2005, S. 20 Der Computer als Werkstatt zur Hervorbringung und Manipulation von Musik und Produktionssystemen. Zwei Aspekte machen den vernetzten Computer interessant für das Musikmachen der Zukunft: • zum einen die kommunikative Nutzung des Sendekanals des Hörers, • zum anderen jene Fähigkeit des Computers, die über Informationsaustausch hinausgeht, nämlich die Möglichkeit des Prozessierens von Informationen – die Steuerung, Modifikation oder Herstellung musikalisch relevanter Daten. http://trendpiraten.tv/2009/03/geniale-mashup-musik-aus-youtube-videos Matthias Krebs 2012 / 13
  • 15. Entwicklungsprozess des Internets Krise der New Phase 1 (1995) Economy (2000) Phase 2 (2004) Phase 3 (2007) • statische • dynamische • soziale Netzwerke Websites Websites • Mashups (= Daten- • Interaktion Remix) • Flash • Echtzeit Matthias Krebs 2012 / 15
  • 16. Web2.0 = Version 2.0 des Internets? • für das „World Wide Web“ (Tim Berners-Lee, 1995) gibt es jedoch nicht mal eine definierte Version 1.0 • nicht alle Aspekte des Web2.0 kamen gleichzeitig auf, einige Entwicklungen (z.B. die Programmierschnittstelle Ajax) gab es schon seit Beginn • neuste Entwicklungen werden von Kritikern als Modeerscheinung interpretiert Ist der Begriff Web2.0 ein reines Marketing-Schlagwort? –> Entwicklung des Internets ist nicht in (technischen) Versionen darstellbar –> Entwicklung im Netz und um das Netz herum: z.B. wirtschaftliche Aspekte und soziale Phänomene –> es kann eine veränderte Nutzung des Internets festgestellt werden „Mitmach-Internet“ Matthias Krebs 2012 / 16
  • 17. Web2.0 • der Begriff Web2.0 wurde bei einer vom Verleger Tim O‘Reilly veranstal- teten Brainstorming-Session im Jahr 2004 geprägt • nicht die technischen Veränderungen werden beschrieben • O‘Reilly beschreibt die Kernkompetenzen von denen erfolgreiche Firmen mindestens eine besitzen Matthias Krebs 2012 / 17
  • 18. Web2.0-Begriff nach Tim O‘Reilly – Kriterien: 1. Internet wird als Plattform benutzt (komplexe Programme im Internetbrowser ausführbar) 2. Interaktion als Prinzip – Mitmach-Internet 3. die Anwendung besitzt eine einzigartige Datenbasis 4. perpetual beta – ständige Weiterentwickelung von Anwendungen 5. wieder verwendbaren Komponenten, Verknüpfungen der Daten zwischen verschiedenen Seiten 6. die Benutzer werden in Gemeinschaften integriert 7. die bekannten „Best Practices“ (Web-Standards) wurden umgesetzt Matthias Krebs 2012 / 18
  • 19. Kleine Übung: www.inudge.net 1. Plattform ? 2. Interaktion ? 3. Datenbasis ? 4. Ständige Weiterentwicklung ? 5. Wiederverwendbare Komponenten ? 6. Gemeinschaft ? www.inudge.net 7. Best Practices ? Matthias Krebs 2012 / 19
  • 20. Wahrnehmung von Web2.0 • unpersönlich, oberflächlich, exhibitionistisch? – können wir gern in der Übung diskutieren Positiv Negativ • einfache Bedienung • Aktivitätsdruck • kostengünstig • man verbringt viel Zeit am • Infos überall erreichbar Computer • leicht aktuell zu halten • viele Kanäle • Interaktion • Eigendynamik • es macht Spaß • überfordernde Vielfalt Matthias Krebs 2012 / 20
  • 21. Basis WIE SIEHT WEB2.0 AUS? Matthias Krebs 2012 / 21
  • 22. Vielfalt im Web2.0 • täglich neue Web2.0- StartUps (=neu gegründete Firmen) Logo-Übersicht einiger StartUps, 2007 Matthias Krebs 2012 / 22
  • 23. musikalische Web2.0-Anwendungen (Auswahl) • Neu musikalische StartUps verfolgen z.B. unter: http://www.web2null.de/category/musik • Jedoch sind die meisten Dienste nicht für musikalische Gestaltung oder die Musikvermittlung geeignet. Matthias Krebs 2012 / 23
  • 24. Ausprägungen des Web2.0 Ein Versuch Web2.0-Anwendungen anhand verschiedene Eigenschaften zu systematisieren: • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network Services Die im Folgenden vorgestellten Beispiele zeigen eine besonders deutliche Ausprägung eines einzelnen Prinzips. Häufiger werden gleich mehrere Eigenschaften des Web2.0 bedient, was eine eindeutige Zuordnung erschwert. Matthias Krebs 2012 / 24
  • 25. Ausprägungen des Web2.0 • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network Services http://www.indiepedia.de Usergenerated Content • Inhalte, die nicht vom Anbieter eines Webangebots, sondern von dessen Nutzern erstellt werden • es handelt sich um Publikationen, die in kreativer Eigenleistung entstanden sind und außerhalb professioneller Routinen erfolgt • Beispiele sind Wikipedia, Youtube, Webforen und social bookmarking services (z.B. Delicious) Matthias Krebs 2012 / 25
  • 26. Ausprägungen des Web2.0 • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network Services http://www.songsterr.com Social Software • ein Modewort für Software, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dienen • kreative Eigenproduktionen im Internet , Möglichkeiten zu kooperativer Gestaltung Matthias Krebs 2012 / 26
  • 27. Ausprägungen des Web2.0 • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network Services http://www.tastentricks.de/blog Blogs • Web + Log = Weblog = Blog; Ursprünglich: Ein Online-Tagebuch in Form einer Webseite, die periodisch neue Einträge enthält, thematisch meist auf das Internet bezogen • Website mit ständig aktualisierten Beiträgen • Dialog über Kommentare und Vernetzung zu anderen Seiten • Blogs sind kein Hype, sondern eine neue Form der Publikation Matthias Krebs 2012 / 27
  • 28. Ausprägungen des Web2.0 • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communities • Social Network Services http://www.allaboutjazz.com/ Virtual Communities • eine Website, die einen Themenschwerpunkt (Grundvoraussetzung) hat und die den Surfern auf der Website u.a. Chat, Diskussionsforen und Download-Bereiche bietet • die Verbreitung und Verwendung von Informationen stammt möglichst von den Besuchern selbst Matthias Krebs 2012 / 28
  • 29. Ausprägungen des Web2.0 • Usergenerated Content • Social Software • Blogs • Virtual Communitys • Social Network Services Social Networking Services (SNS) • Soziale Netzwerke sind Anwendungssysteme, die ihren Nutzern Funktionalitäten zum Identitätsmanagement (d.h. zur Darstellung der eigenen Person i.d.R. in Form eines Profils) zur Verfügung stellen und darüber hinaus die Vernetzung mit anderen Nutzern (und so die Verwaltung eigener Kontakte) ermöglichen. Matthias Krebs 2012 / 29
  • 30. Und was ist Socia Media? verschiedene Auffassungen: Social Media ist ein Teilbereich des Web 2.0. Der Begriff fokussiert auf die Bereiche, bei denen es nicht um neue Formate oder Programmarchitekturen, sondern um die Unterstützung sozialer Strukturen und Interaktionen im Internet geht. (vgl. Ebersbach/Glaser/Heigl, 2008) Das Social Web (Social Media) umfassen also webbasierte Anwendungen, die für Menschen den Informationsaustausch, den Beziehungsaufbau und die Kommunikation in sozialen Kontexten unterstützen. (vgl. Hippner, 2006) Matthias Krebs 2012 / 30
  • 35. Welche Tutorial-Videos habt ihr gefunden? Matthias Krebs 2012 / 35
  • 36. Welche Chancen, welche Schwierigkeiten seht ihr mit YouTube-Tutors? Matthias Krebs 2012 / 36
  • 38. Impressionen aus zurückliegenden Unterrichtsprojekten Matthias Krebs 2012 / 38
  • 40. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Ich freue mich auf Ihre Fragen und Hinweise. Zentralinstitut für Weiterbildung (ZIW) Matthias Krebs Wissenschaftliche Projektentwicklung DigiMediaL_musik krebs@udk-berlin.de Kontakt: www.matthiaskrebs.de krebs@udk-berlin.de www.appmusik.de 0177 7373939 www.digimusiklernen.de www.netzmusik.wordpress.com www.facebook.com/matthiaskrebs www.twitter.com/matzerak www.meimulab.wordpress.com www.slideshare.com/matzerak www.muvipro.wordpress.com www.youtube.com/matzerak www.musiklernen.tumblr.com Matthias Krebs 2012