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Wie Musiker_innenerfolgreich im SocialWeb kommunizieren. 
„Die perfekte Social-Media-Plattform“ 
Matthias Krebs
Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
Intro: Sollten Musiker_innenselbst im SocialWeb aktiv sein? 
„Kommt auf dich an: Auf deinen allgemeinen Typ, deine Art der Nutzung, deine Musik, deine Texte, deine Ansagen, dein Engagement. […] 
Am Ende ist es wichtig, dass du weißt, was du tust. Es nicht nur irgendwie so machst, weil man’s macht, sondern dir über Aufwände und Wirkungen im Klaren bist. 
Langfristig wird kein gelungener Social-Media-Auftritt eine verkorkste Band und miese Konzerte retten, aber wenn du deinen Auftritt sinnvoll ins soziale Netz verlängern kannst: Nur zu.“ (Musiker) 
Q: http://www.delamar.de/musikbusiness/social-media-fuer-musiker-20774/ 
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Intro: Das SocialWeb –eine Herausforderung für Musiker_innen 
•Das SocialWeb (SW) spielt heute eine bedeutende Rolle im Musikmarketing. 
•Musiker_innen, über die intensiv im SocialWeb kommuniziert wird, genießen eine hohe Aufmerksamkeit, Verbreitung, Markenbildung, Auftragslage, Verkäufe, steigende Bekanntheit etc. (-> ein Erfolgsfaktor) 
•Musiker_innen, die sich im SW aktiv beteiligen, können die Kommunikation mitbestimmen und so die Entwicklung ihrer Marke steuern. 
-> Jeder ist heute eine Marke. Doch nicht jeder entwickelt seine Marke aktiv. 
•Kommunikation ist immer mediengebunden und entwickelt sich ständig weiter. 
•Social-Media-Tools sind Kommunikationswerkzeuge, aber kommunizieren nicht selbst. 
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Intro: „Was ist die perfekte SocialMedia Plattform für Musiker_innen?“ 
•Fragen zum strategischen Vorgehen bei der Nutzung von Social-Media-Tools werden in der Regel aus der Marketing-Perspektive so behandelt: Wie kann das Musikprodukt mit Hilfe des SocialWeb effektiv positioniert und die Zielgruppe zum Konsum stimuliert werden? (-> Tools, Strategien) 
•In diesem Referat soll der Fokus einmal umgedreht und auf die Musiker_innengerichtet werden: Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, ihre Marketingaktivitäten im SocialWeb erfolgreicher zu gestalten –und sich mit ihren kommunikativen Aktivitäten wohlzufühlen? (-> Kommunikation, Dialog) 
Identifizieren von Unsicherheitender Musiker_innen 
Motiveerfolgreicher SW-Nutzung von Musiker_innen 
-> „Glück ist der Schlüssel zum Erfolg“ Albert Schweizer 
Methodenund Maßnahmen: Inspiration, Beratung, Weiterbildung 
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Intro: Mal ehrlich! 
•Dass Engagement im SocialWeb einen hohen Effekt auf die Entwicklung einer Musikerkarriere haben kann, ist im Grunde jeder Musikerin und jedem Musiker klar. 
-> Konsequent aktiv im SocialWeb ist aber nur eine Minderheit der Musiker_innen. 
•„Always-on“: Viele Künstler_innenfühlen sich von den veränderten Nutzungsweisen von Online-Kommunikationsplattformen überfordert. 
•Viele Künstler_innensind jedoch frustriert über die Wirkung, die ihre eigenen Promotion-Aktivitäten zeigen und nutzen die Tools nur passiv und sporadisch oder wenden sich von den Plattformen wieder ab. 
-> Nur wenige Musiker_innenführen wirklich Dialog im SocialWeb. 
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Intro: Zielstellung für dieses Referat 
•Das Referat soll Musiker_inneneine Orientierung rund um die Bedingungen der Online-Kommunikation im SocialWeb bieten. Fallbeispiele sollen darüber hinaus für eigene Versuche inspirieren und motivieren. 
•Das Referat soll Musikmanager_innendazu verhelfen, Musiker_innenbesser in Bezug auf ihre Aktivitäten im SocialWeb zu verstehen. Es werden Methoden und Maßnahmen aufgezeigt, die Künstler_innendabei unterstützen können, das SocialWeb zu nutzen und die Grundlagen dafür schaffen können, dass sich Künstler_inneneffektiver darin bewegen. 
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Matthias Krebs 
Matthias Krebs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am UdKBerlin CareerCollege und leitet dort das Weiterbildungsprojekt „DigiMediaL_musik“, bei dem seit 2009 über 400 Berliner Musikerinnen und Musiker teilgenommen haben. 
Neben der Trendrecherche im Feld der digitalen Musikwirtschaft allgemein beschäftigt er sich mit sämtlichen Onlineservices zur Künstlervermarktung. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen: Kommunikation im SocialWeb, Künstler- Selbstvermarktung, Netzmusik und Appmusik. 
Matthias Krebs ist Leiter der „Forschungsstelle Appmusik“ und Gründer des „DigiEnsembleBerlin“. 
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www.digimedial.udk-berlin.de 
www.forschungsstelle.appmusik.de 
www.digiensemble.de
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Agenda: Die perfekte SocialMedia Plattform 
1.Verortung:Gedanken zum Kommunikationswandel und wie Musiker_innensoziale Medien nutzen. 
2.Unsicherheiten:Warum einige Musiker_innensich vor der kommunikativen Nutzung sozialer Online-Medien verschließen. 
3.Motive und Inspiration:Welche Motivationen haben Musiker_innen, bestimmte Plattformen für ihr Marketing zu nutzen? (Fallbeispiele) 
4.Methoden: Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, soziale Medien für ihr Musikmarketing (selbst)bewusst zu nutzen? 
5.Diskussion 
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1. VERORTUNG 
Gedanken zum Kommunikationswandel und Ergebnisse einer Pilotstudie, die zeigt, wie Musiker_innensoziale Medien nutzen. 
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Allgemein: Kommunikation 
•„Kommunikation“ lässt sich in mehreren unterschiedlichen Zugangsweisen beschreiben (Handlungstheorie, Sozialpsychologie, Signaltheorie etc.). 
•Das vielzitierte Sender-Empfänger-Modell greift zu kurz, um kommunikative Prozesse über den technischen Zusammenhang (Transport) hinaus zu verdeutlichen. Nicht beschrieben wird die Konstruktion von Bedeutung, daher ist es ungeeignet zur Beschreibung zwischenmenschlicher Kommunikation. 
•communicare(lat.): „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“ / Duden 
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Allgemein: Kommunikation 
•Hier: Erfolgreiche Kommunikation findet statt, wenn beim Kommunikations- partner erkennbar ist, dass er sich auf die Kommunikationsofferte einlässt und seinerseits versucht, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. 
•Grundform der Kommunikation ist das Gespräch unter Anwesenden. 
-> Sicherlich gestaltet sich die Kommunikation auf Online-Plattformen anders als im persönlichen Gespräch und es gelten spezifische Regeln, die es anzueignen gilt. Die Grundprinzipien kommunikativen Verhaltens bleiben jedoch bestehen. 
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Kommunikation im SocialWeb 
•Neben dem Austausch von Informationen gilt Kommunikation dem Beziehungsmanagement. 
•Jedes Interesse ist zurückzuführen auf eine Form von Verbundenheit. 
-> Wer nicht bereit ist, einen persönlichen und ernst gemeinten Dialog mit Menschen zu führen, wird in der neuen Welt der SocialMedia nicht weit kommen. Einsammeln von "Facebook-Likes" greift hier zu kurz, denn es entspringt einem überholten Denken über Marketing und der Vorstellung des passiven Rezipienten. 
-> Statt darauf zu hoffen und zu warten, dass irgendwelche Konsumenten Angebote mögen, sollte man damit anfangen, Interessierte genauer kennenzulernen und auf sie einzugehen. Im Dialog kann das Selbstverständnis über die eigene Künstlerpersönlichkeit und deren Darstellung selbst aktiv, systematisch und langfristig gestaltet werden. 
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Kommunikation zum Beziehungsaufbau 
•Förderlich für kommunikativen Beziehungsaufbau sind Faktoren wie Reputation, Authentizität und Verlässlichkeit –im Sinne einer Social-Media-Bio. 
-> Missverständnis bei der Kommunikationsführung: Häufig wird davon ausgegangen, dass Kommunikationspartner_innenum diese S-M-Bio wissen. Dabei werden sie erst in der Kommunikation ausgehandelt und gleichzeitig fortgeschrieben. 
Weitere Faktoren: 
•Die Qualität der Beziehung (Grad der Vertrautheit oder Intimität, Beziehungs-und Kommunikationsgeschichte, gemeinsame Plattform-Erfahrungen, Zugehörigkeit zu bestimmten Sub-oder Kommunikationskulturen) 
•situative Faktoren (momentane Stimmung, Kommunikationskontext) 
•persönliche Eigenschaften (Medienkompetenz, allgemeine psychologische Persönlichkeitsfaktoren) 
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„Kommunikation“ als Gegenstand in der Weiterbildung 
•Die bloße Beschäftigung mit Social-Media-Tools bedeutet noch keine Kommunikation (denn Tools kommunizieren nicht). 
•Um Bewusstsein für kommunikatives Verhalten zu entwickeln, hat sich in Weiterbildungskursen gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit alltäglichen Kommunikationsweisen der Musiker_innenhilfreich ist. 
•Vorgehen: Es werden erst Gemeinsamkeiten und daraufhin spezifische Regeln von Situationen oder bestimmten Plattformen/Kanälen identifiziert. 
•Dabei gilt: Bei der Identifikation von Grundprinzipien macht es keinen Sinn, Offline-Kommunikation und Online-Kommunikation gegeneinander abzuwägen. 
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Allgemein: Kommunikation -Verbildlichung der Erfolgsfaktoren 
Kommunikation auf einer Party (Q: Leander Wattig) 
•Man gesellt sich zu interessanten Gesprächspartnern. 
•Man tritt persönlich in Erscheinung und stellt sich namentlich vor. 
•Man hört dem Gesprächspartner zu. 
•Will man sich aktiv an der Konversation beteiligen, sollte man etwas Substanzielles zu sagen haben. 
•Man spricht nicht nur über sich und die eigenen Interessen. 
•Bevor man einen Gefallen erwarten kann, sollte man dem Gesprächspartner schon selbst einmal behilflich gewesen sein. 
-> Diese Verhaltensregeln gelten auch für die Kommunikation im Web. 
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Kommunikationswandel (kurz) 
•Reflexive Beziehung zwischen Sozialität und Medien (Stichwort: Mediatisierung) 
•Werbung: Beeinflussung durch Abbildung bzw. Kommunikation von Bedeutung- en. Wie gelingt das im Rahmen von sozialen Onlinemedien? (Stichwort: Direktmarketing) 
•Veränderung von Modellen im Marketing: 
-> Erörterung der Frage nach den spezifischen Interaktionsbedingungen und -dynamiken in sozialen Onlinenetzwerken; Strategien zur Aneignung. 
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Source: Google ZMOT Handbook
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Erfolgreiche Kommunikation (Erfolgsfaktoren) 
-> Allg.: Erfolgreiche Kommunikation findet statt, wenn sie Anschlusskommunikation zur Folge hat–also weitergeht. 
•Erfolgreiche Kommunikation in Bezug auf Künstler_innengeht einher mit: 
•Aufmerksamkeit (<-relevante Inhalte) 
•Verkäufen (<-Austausch-/Sharing-Möglichkeit) 
•Fanbase, Kooperationspartnern, Musikernetzwerk (<-Mitgestaltungs- möglichkeit) 
•Künstlerische Anerkennung, Kritik (<-Belohnung) 
•Weiterentwicklung/Ausdifferenzierung (<-Dialog) 
•persönlicher Erfolg, Spaß am kommunikativen Austausch 
-> Erfolgreiche Kommunikation via SocialMedia ist heutzutage essentiell für die Entwicklung von Musiker_innen. 
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Müssen Musiker_innenKommunikationsprofis sein? 
•Kompetenzen von Kommunikationsprofis: 
•Kenntnisse der Social-Media-Landschaft 
•Sicherheit in web-basierter Dialogführung, Wechselwirkung mit trad. Medien 
•Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen 
•Kenntnisse zur Entwicklung der Vernetzung 
•Kenntnisse in der Entwicklung von Social-Media-Strategien 
•Erfahrungen in der Evaluation von Social-Media-Aktivitäten 
•Musiker_innenverdienen mit ihrer Musik ihren Lebensunterhalt, nicht mit Kommunikation (wie etwa Agenturberater). 
•Doch findet die Musiknutzung immer mehr in Situationen mit kommunikativen Anlässen(sozial, partizipativ) statt und wird hauptsächlich via Kommunikationstechnologien distribuiert (Web, Smartphone). 
-> Die perfekte Social-Media-Plattform fordert den Künstler kreativ heraus! 
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Studie: Wie nutzen Musiker_innensoziale Onlineplattformen? 
•Im Rahmen einer Pilotstudie wurden die teilnehmenden Musiker_innendes DigiMediaL_musik-Zertifikatskurses im Rahmen der Anfangsbefragung zu ihrer Nutzung von sozialen Onlineplattformen befragt. 
Kohorte: 
•82 Berliner Musikerinnen und Musiker 
•überwiegend Label-unabhängige Musikerinnen und Musiker 
•Alter 22 bis 60 Jahre (Mittelwert ca. 34 Jahre) 
•Berufsanfänger bis 40 Jahre Berufserfahrung (Mittelwert ca. 10 Jahre) 
•gering bis mittelmäßig verdienend 
•Klassik, Rock/Pop und Elektro 
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Musiker_innenbefragung(2014) 
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75,68% 
43,24% 
100,00% 
72,97% 
37,84% 
10,81% 
81,08% 
16,22% 
11% 
78,38% 
0,00% 
10,00% 
20,00% 
30,00% 
40,00% 
50,00% 
60,00% 
70,00% 
80,00% 
90,00% 
100,00% 
KünstlerHomepage 
KünstleraktualisierenHP selbst 
FacebookProfil 
FacebookSeite 
Twitter 
Xing 
Soundcloud 
MySpace 
Instagram 
Youtube 
Bei welchen sozialen Onlineplattformen sind die befragten Musiker_innenmit einem Profil angemeldet? (Befragung vor Beginn eines Zertifikatskurses) n=37 (2014)
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Vergleich und Interpretation der Studien 
•Musiker_innenbefragungzeigt: eigene Homepage, Facebook, Soundcloudund YouTube sind die wichtigsten Plattformen 
•Musiker_innennutzen soziale Onlineplattformen in ihrer Rolle als Produzent_innenin der Regel besonders als Veröffentlichungsplattformen (Soundcloudund YouTube) 
•Schwierigkeiten bei der Unterscheidung zw. privater Kommunikation (1:1, Freunde, Bekannte) und öffentlicher Kommunikation (n:n, Interessierte, Fans, Expert_innen, Kooperationspartner_innen) 
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öffentliche Kommunikation: Erfolgreiche Nutzung 
•Die Nutzungsweise einzelner Plattformen und die damit erzielte Kommunikationserfolg unterscheidet sich unter den befragten Musikern extrem. Nähere Ausführung im Referat. 
-> Dialog ist der wahre Online-Vorteil –nicht Reichweite. 
Entwicklung der Fanbeziehung ---------Entwicklung des Business-Netzwerks 
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Verbreitung der Musik 
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Woran erkenne ich Musiker_innen, die erfolgreich kommunizieren? 
Eigenschaften: 
•Kommunikativ 
•Haben eine positive Einstellung/Erfahrungen zum Austauschen 
•Risikofreudig, Kreativ 
•Diszipliniert, Stimmig 
•Selbstbewusstsein 
•Klare Expertise(n) 
•Emotional 
-> Erfolg kann häufig auch daran erkannt werden, dass Leute selbstbewusst und locker im Netz auftreten. Sie kommunizieren „glücklich“/positiv. 
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Beispiele: 
•Kraftklub 
•Bonaparte 
•Heike Matthiesen
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Kommunikation im SocialWeb als (Entwicklungs-)Potenzial 
•Kundenerwartung: SocialWeb unterstützt Erfolg im Musikbusiness 
•Feedback: Aktivität im SocialWeb unterstützt die Ausdifferenzierung des Musikproduktes und die Entwicklung der Musiker_innen(Markenbildung) 
•Basis-Motivation: Persönliche Kommunikation -authentische Botschaften, starke Beziehung und Nähe, Identifikation und Raum für „kreative Lebendigkeit“ 
-> Künstler_innen, die sich der Kommunikation im SocialWeb entziehen, lassen Ressourcen ungenutzt. 
-> Es existieren kaum musikbezogene Berufsfelder, die nicht auf Kommunikation angewiesen sind. 
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Ausblick zu den folgenden Folien 
•Zielstellung: Wie können Musiker_inneneine positive Einstellung zu SM- Kommunikation entwickeln, um erfolgreich SM zum Dialog zu nutzen und damit Chancen und Möglichkeiten wahrzunehmen? 
•Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, sich mit ihrer Kommunikation im SW wohl zu fühlen und selbstbewusst zu agieren? 
-> Unsicherheiten (Abschnitt 2) 
-> Einblicke in die Motive von Musiker_innen, die im SW aktiv sind (Abschnitt 3) 
-> methodische Zugänge (keine Rezepte!) bei DigiMediaL_musik, mit Hilfe derer versucht wird, zu intervenieren und Kommunikationsverhalten langfristig zu entwickeln. (Abschnitt 4) 
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2. UNSICHERHEITEN 
Warum Musiker_innensich der sozialen Online-Kommunikation verschließen oder diese scheuen. 
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Herausforderung für Künstler_innen: Kommunikation im SocialWeb 
•Welche Faktoren beeinflussen, dass sich Musiker_innenmit sozialen Plattformen befassen und diese regelmäßig zur (Marketing-)Kommunikation nutzen? 
•Persönlichkeitsstruktur 
•Erfahrungen, Medienwissen 
•Unsicherheiten (angesichts rapider technologischer Veränderungen) 
•Ressourcen 
•Soziales Umfeld usw. 
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Herausforderung für Künstler_innen: Kommunikation im SocialWeb 
•Künstler_innenbeklagen: 
•mangelnde Zeit, 
•komplizierte Bedienung, 
•eingeschränkte Privatsphäre, 
•Unübersichtlichkeit der Kommunikationsstränge, 
•direktes Ausgesetztseinvon Kritik, 
•Aktivitätsdruck, 
•hohen Anspruch an Medienproduktion, 
•missbräuchlichen Umgang mit Urheberschaft, 
•eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten über die Entwicklung des Image, 
•Verantwortung gegenüber Marke, Kooperationspartnern, Unterstützer usw. 
-> Folgen: vermeintliche Do‘sandDont‘s, Resignation, eher passive Nutzung 
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Medienwissen (Beispiel zum Umgang mit Zeit und Informationsflut) 
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-> Die Herausforderung besteht darin, gewonnenes Medienwissen auch tatsächlich praktisch anzuwenden. 
(Q: Leander Wattig)
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Herausforderung für Künstler_innen: Kommunikation im SocialWeb 
Um besser zu verstehen, welche Unsicherheiten Künstler_innendavon abhalten, sich im SocialWeb kommunikativ zu engagieren, wurden explorativ Daten aus verschiedenen Quellen gesammeltund kategorisiert. 
Auf den folgenden Folien eine Übersicht der gesammelten Aussagen. Anhand dieser will ich im Referat stichpunkthaft Ansätze liefern, wie die problematisierten Sachverhalte besser verstanden bzw. wie damit umgegangen werden kann. 
Datenquellen: 
•Kommentare in Blogs oder Foren 
•Interviews 
•Beiträge in Gruppenarbeiten in Seminaren und Workshops 
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Aussagen von Künstler_innen 
1.Spam: „Ich will die Leute nicht mit Belanglosigkeiten (z.B. Selfies von mir) nerven.“ 
2.Image: „Über Twitter zu kommunizieren passt nicht zu meinem Image. Mir imponiert die Schweigsamkeit von Prinzipienbands wie GYBE“ 
3.Fokus ist die Musik: „Meine Musik und ihre Qualität sprechen für sich selbst.“ 
4.Überfluss an Kritik: „Ich vertraue in die Kritik von meinem Kreis und brauche nicht die Masse an Senfabgebern.“ 
5.Marketingeinfluss: „Meine Musik soll nicht vom Marketing beeinflusst sein.“ // „Ich will nicht machen müssen, was die Senfabgebersagen.“ 
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Aussagen von Künstler_innen 
6.Untergehen: „Relevante Infos gehen ja bei ständigen Posts doch nur unter.“ 
7.Überall dabei sein: "Man muss überall ein Profil haben, um entdeckt zu werden.“ 
8.Copyright: „Ich halte mich zurück, da ich mir nicht sicher bin, ob meine Ideen da nicht einfach kopiert werden.“ 
9.Unsicherheit: „SM beherrsche ich nicht gut genug: Ist es wichtig, ist es cool was ich schreibe? Erziele ich professionelle Wirkung? Wie soll ich professionell wirken? Ich will keine Schwächen zeigen.“ 
10.Digitalisierte Kommunikation: „Online-Kommunikation ist manipulierbar, stark eingeschränkt, nicht ehrlich, gar nicht sinnlich. Wie soll ich das für meine Kunst nutzen?“ 
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Zwischenfazit 
•Sicherlich kann diese Liste an Unsicherheiten erweitert und weiter ausdifferenziert werden. 
•Mir ist es wichtig einerseits für die Vielfalt an Unsicherheiten, die sich in der Regel auch nicht einfach durch ein Argument beiseite räumen lassen, zu sensibilisieren. Sicherheiten müssen durch Übung und Praxis mit dem Gegenstand erarbeitet werden. Andererseits will ich damit Futter für Diskussionen liefern, die aus ganz unterschiedlichen Standpunkten geführt werden kann. 
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3. MOTIVE UND INSPIRATION 
Welche Motivationen haben Musiker bestimmte Plattformen für ihr Marketing zu nutzen? (Fallbeispiele) 
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Motive 
•Auf den folgenden Folien wird klar, welche verschiedene Motive dazu beitragen, dass die Musiker_innensich für oder gegen eine spezielle Plattform entschieden haben -sei es persönliche Vorlieben, die Umstände, strategische Überlegungen usw. 
•In Interviews wurden Musiker_innen, die überwiegend ihren Lebensunterhalt mit Musik verdienen, zu den Beweggründen befragt. 
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UntersuchtePlattformen 
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Fan Page
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YouTube: Der „nette Nebeneffekt“ 
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http://www.youtube.com/user/ JasmineThomasLive 
Jasmine 
(Sängerin) 
„Hat sich echt für mich gelohnt. 
Ich bin gar nicht so aktiv auf YouTube, aber nutze die Plattform vor allem um Videos zu verbreiten. 
Ich habe bemerkt, dass meine Videos durch die Klicks öfter auf YouTube vorgeschlagen werden. Die neuen Videos haben sich schnell verbreitet.“ 
Blogbeitrag: http://www.blog.digimedial.de/blogreihe-jasmine-thomas
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Twitter: Ein schnelles Medium / 39 
Heike 
(classicalguitarist) 
„Ich bin nicht kontaktscheu und liebe die Schnelligkeit von Twitter. 
Ich nutze es meistens in Übungspausen zum Entspannen, als Substitut für die Zigarettenpause. Ich twittere einfach drauf los, auch belanglose Dinge, ziehe aber schon eine Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatleben.“ 
https://twitter.com/gitarra
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Twitter: Gut zum Lesen von Blogs 
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Javier 
(Modern Tango Pianist & Composer) 
„Ich folge gerne Blogs und Seiten, die mich persönlich interessieren. Tausche mich auch mit Bekannten aus. Mein persönliches Zielpublikum hält sich aber nicht auf Twitter auf, das macht es für meine Musik nicht lukrativ.“ 
https://twitter.com/pianotango
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Instagram: Immerdabei 
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http://instagram.com/rhymezi 
Gunnar 
(Hip Hop Künstler, RHYMEZ) 
„Auf Instagram ist mein Fankreisnoch nicht fest genug. Musikern in Amerika bringt das viel. Die Beschränkung auf Bild und Video finde ich echt praktisch. In Amerika zieht das mehr, ich wünschte das wär in Deutschland auch schon alltäglich.“
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Instagram: perfekteZeitraffer-Galerie 
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http://instagram.com/etrapanob 
Tobias 
(Sänger, Bonaparte) 
„Ich liebe die kurzweilige visuelle Kommunikation. Instagram mache darum ich für die Band. Wenn ich selbst drauf bin, dann sind das Fotos aus dem familiären Umfeld. Es entsteht eine Galerie: Man sieht in 5 Minuten gleich mal 1 Jahr im Zeitraffer.“
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Facebook: Ich mache die Page jetzt mit System 
/ 43 
Lili 
(RnB-Sängerin) 
„Ich nutze Facebook um als Musikerin nah an den Fans zu sein. Seit letztem Jahr bin ich regelmäßig aktiv. Bin da stolz drauf, meine Likes in einem Jahr auf etwa 1200 verdoppelt zu haben. Für Fotos oder Header hole ich mir aber schon mal Hilfe.“ 
https://www.facebook.com/ lilisommerfeldofficial
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Xing: Eherwas fürdie Jobsuche 
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Grant 
(Rock-Sänger, NervousGermans) 
„Ich nutze Xing eher wenig. Ich glaube aber für „Amateurmusiker“ oder Bands kommt da wenig raus. Das ist eher für Berufsmusiker wie Produzenten, Komponisten und Dirigenten auf Jobsuche.“ 
https://www.xing.com/profile/ Grant_Stevens
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Tumblr: Die simple Homepage 
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Marcel 
(Bassist) 
„Tumblr hat uns die Hemmschwelle genommen, eine Homepage einzurichten. Sie ist uns wichtig für Presse. Wir können da alle Plattformen wie Soundcloudund Infos zentral und übersichtlich bündeln.“ 
http://mreart.tumblr.com/
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Soundcloud: Szene gut vertreten / 46 
Mike 
(DJ & Producer ) 
„Als DJ kann ich auf Soundcloudmeine stundenlange Mixe oder Tracks hochladen und habe mir ein Followingvon 4500 Hörern aufbauen können. Ich nutze es auch als Promo-Tool und mache manchmal bestimmte Tracks nur für Pressekontakte sichtbar.“ 
https://soundcloud.com/mikelafunk
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Wordpress: Mein eigenes Internetfestival 
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Johannes 
(Komponist) 
„Mein Blog ist für mich mein eigenes Internetfestival. Ich poste interessante Kunst und Musik, aber genauso meine eigenen Sachen. Ich sitze beim Arbeiten sowieso den ganzen Tag am Computer, da kann ich auch ganz bequem bloggen.“ 
http://www.kulturtechno.de/
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Zwischenfazit 
•Die Fallbeispiele zeigen große Bandbreite an unterschiedlichen Motiven der Nutzungsweisen und -intensitäten. 
•Vielleicht vergleichbar mit der Auseinandersetzung mit Musikinstrumenten: 
•Manche Musiker_innensind erfolgreich, indem sie sich auf ein einzelnes (Kommunikations-)Instrument beschränken. 
•Anderen liegt es, als „Multi-Instrumentalisten“ tätig zu sein. 
•Entscheidend ist es, einen individuellen Stil zu entwickeln (Marke). 
•Ganzheitliche Ansätze sind in der Regel besonders wirksam. 
•Ziel: Musiker_innensollten Instrument und Stil finden, die zu Bedürfnissen passen. 
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Vorweg: Impuls „Instrumentenkarussell“ (Methode aus der Weiterbildung) 
•Grundidee ist, dass Musiker_innenin einem geschlossenen Projekt oder unter einem Pseudonym verschiedene Plattformen ausprobieren, um die Mechanismen besser zu verstehen. 
•Wichtig ist auch die Botschaft, dass nicht jeder/jede Musiker_in„Multiinstrumentalist“ sein und viele Kommunikationsinstrumente gelichzeitig und gleich intensiv verwenden muss. 
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4. METHODEN 
Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, soziale Medien für ihr Marketingkommunikation (selbst)bewusst zu nutzen? 
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Ansatz 
•Statt darauf zu hoffen und zu warten, dass Künstler_innenvon allein ihre Kommunikation professionalisieren, sollten Musikmanager_innenund Ausbildungsinstitutionen damit anfangen, Künstler_innengenau kennenzulernen, um sie bei der Aneignung von Kommunikationsinstrumenten unterstützen zu können. 
•Wie Musiker_innendarin unterstützt werden können, ihren individuellen Zugang zur Kommunikation via SocialMedia zu entwickeln und passende Plattformen zu finden, dafür gibt es natürlich keine Rezepte. 
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Zugang: Grundsätzliche Einflussfaktoren 
•Die Dialogpartner_innenund die Themen müssen für den/die Künstler_inrelevant sein. 
•Motivierend ist, wenn sich mehrere aus der Band an der Kommunikation beteiligen. 
•Kommunikation sollte eher ein „Hobby“ sein, keine Aufgabe oder ein Projekt. 
•Verantwortung: Häufig fühlen sich Künstler_innenvon den Erwartungen (des Managements, Fans, Community) unter Druck gesetzt. 
-> Von außen kann man nicht Druck nehmen, sondern nur Hürden abbauen. 
-> Verbreitet ist das Denken, dass es Kommunikationsziel sei, Gesprächspartner zu manipulieren. 
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Vermeiden von Rezepten 
•Ziel: Regeln kennen, um sie kreativ anzuwendenum sie zu brechen. 
•Die Bedienung von Tools und das Verständnis von Strukturen ist eher simpel. Dagegen bedeutet die Verwendung von Kommunikationsmedien eine veränderte Kommunikation, was mit einer Verhaltensänderung einhergeht und daher mehr Übung bedarf. 
-> Die Vermittlung von SocialMedia Wissen greift zu kurz, wenn nicht Prinzipien und Unterschiede der veränderten Kommunikation differenziert und neue Verhaltensmustern eingeübt werden. 
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Anlässe schaffen 
•Auf den folgenden Folien werden beispielhaft 3 Impulse vorgestellt, die unterstützen, dass Musiker_innenihre Vorbehalte gegenüber der Onlinekommunikation und Unsicherheiten abbauen. 
•Die vorgestellten Impulse wurden im Rahmen des Weiterbildungsangebots „DigiMediaL_musik–Strategisches Musikmarketing im SocialWeb“ an der UdKBerlin entwickelt. 
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Impuls 1:ziellos –aber nicht planlos (für den Einstieg) 
•Black Out Problematik: Strategien, die für eine bestimmte Situation eingeübt wurden, treffen in variierten/realen Situationen kaum mehr zu. 
•Anstatt von (Marketing-)Zielen auszugehen und daraus Strategien abzuleiten, steht beim situierten Lernen die Identitätsentwicklung des Lernenden im Fokus (Stichwort: Bedeutungskonstruktion). 
-> Nimm persönlichen Kontakt zu Künstler- Kollegen auf. Tausche dich mit ihnen über aktuelle Projekte aus. 
-> Recherchiere zu einem Interesse (Fach oder Hobby) eine aktive Expertengruppe (ein Forum oder Facebook-Gruppe), abonniere relevante Beiträge und versuche dich mit deinem Wissen oder Fragen einzubringen. 
/ 55
Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
Impuls 2: Einschränkungen als notwendige Bedingung für Kreativität 
/ 56 
»Meine Freiheit wird um so größer und umfassender, je enger ich mein Aktionsfeld abstecke und mehr Hindernisse ich ringsum aufrichte. Wer mich eines Widerstandes beraubt, beraubt mich einer Kraft. Je mehr Zwang man sich auferlegt, um so mehr befreit man sich von den Ketten, die den Geist fesseln.« 
(Igor Strawinsky, Musikalische Poetik, 1949) 
populäres Beispiel: MacGyver 
-> das zeigen alle Bsp.: Förderlich sind-Beschränkung & -Konfrontation mit individuellen Konzepten
Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
Impuls 3: Katzentweets: Was können Künstler_innenvon Katzen lernen? 
Katzen sind die perfekten Memefürs Internet weil… 
•Katzen sich nicht beherrschenlassen. 
•Katzen Eigenschaften symbolisieren, die uns Respekt einflößen: Unabhängigkeit, Eigensinn, Pragmatismus, Skrupellosigkeit, Unberechenbarkeit, Gleichmut –Katzen sind Führer, keine Diener. 
•Katzen Dinge tun, die man nicht tut: Mit Opfern spielen, nette Leute kratzen, stundenlang ausharren um sich für ein lautes Wort mit einem Angriff zu rächen. (Q: http://www.steadynews.de/allgemein/das-phanomen-katze-im-internet-warum- sind-katzen-meme-und-nicht-hunde-video) 
/ 57 
-> Formuliert einen Facebook-Post zum Thema „Katzen und Künstler“ an eure Kontakte mit der Absicht, so viel wie möglich Kommunikation bzw. Interaktion zu generieren.
Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
Fazit: Gestaltung von Kommunikationsumgebungen 
•Ziel ist es, dass sich Künstler_innenals erfolgreich in ihrer (Marketing-) Kommunikation erleben und auf Grundlage des Dialoges eine Markenidentität entwickeln. 
•Da davon auszugehen ist, dass Künstler_innenbereits über umfangreiche Kommunikationserfahrungen verfügen, sollten allgemeine Kommunikations- prinzipien identifiziert und als Ausgangspunkt in die Auseinandersetzung mit Social-Media-Tools einbezogen werden. 
1.Ernstnehmen der Interessen und Unsicherheiten der Musiker_innen 
2.Anlässe zur Kommunikation schaffen 
-> Gestaltungsspielräume, Anerkennung, Ergebnisse 
3.Zur Inspiration: Fallbeispiele von anderen Musikern 
/ 58
Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
5. DISKUSSION 
Offene Runde: Was hält Sie von der Nutzung von Social-Media-Plattformen ab? Was motiviert Sie bestimmte Plattformen zu nutzen? Mit welcher Social-Media- Plattform haben Sie besonders gute Erfahrungen gemacht? 
/ 59
Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 
Projektseiten: 
•http://www.digimedial.udk-berlin.de 
•http://www.blog.digimedial.de 
•http://facebook.com/digimedial 
•http://twitter.com/digimedial 
•http://slideshare.net/digimedial 
Matthias KrebsLeitung DigiMediaL_musik 
matthias.krebs@digimedial.de
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Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 
NehmenSiegernKontaktmitmirauf. 
www.matthiaskrebs.de(de) 
www.matthiaskrebs.info(en) 
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Matthias Krebsresearchassociatematthias.krebs@udk-berlin.de 
Ichbin auchzufindenunter: 
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  • 1. Wie Musiker_innenerfolgreich im SocialWeb kommunizieren. „Die perfekte Social-Media-Plattform“ Matthias Krebs
  • 2. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Intro: Sollten Musiker_innenselbst im SocialWeb aktiv sein? „Kommt auf dich an: Auf deinen allgemeinen Typ, deine Art der Nutzung, deine Musik, deine Texte, deine Ansagen, dein Engagement. […] Am Ende ist es wichtig, dass du weißt, was du tust. Es nicht nur irgendwie so machst, weil man’s macht, sondern dir über Aufwände und Wirkungen im Klaren bist. Langfristig wird kein gelungener Social-Media-Auftritt eine verkorkste Band und miese Konzerte retten, aber wenn du deinen Auftritt sinnvoll ins soziale Netz verlängern kannst: Nur zu.“ (Musiker) Q: http://www.delamar.de/musikbusiness/social-media-fuer-musiker-20774/ / 2
  • 3. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Intro: Das SocialWeb –eine Herausforderung für Musiker_innen •Das SocialWeb (SW) spielt heute eine bedeutende Rolle im Musikmarketing. •Musiker_innen, über die intensiv im SocialWeb kommuniziert wird, genießen eine hohe Aufmerksamkeit, Verbreitung, Markenbildung, Auftragslage, Verkäufe, steigende Bekanntheit etc. (-> ein Erfolgsfaktor) •Musiker_innen, die sich im SW aktiv beteiligen, können die Kommunikation mitbestimmen und so die Entwicklung ihrer Marke steuern. -> Jeder ist heute eine Marke. Doch nicht jeder entwickelt seine Marke aktiv. •Kommunikation ist immer mediengebunden und entwickelt sich ständig weiter. •Social-Media-Tools sind Kommunikationswerkzeuge, aber kommunizieren nicht selbst. / 3
  • 4. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Intro: „Was ist die perfekte SocialMedia Plattform für Musiker_innen?“ •Fragen zum strategischen Vorgehen bei der Nutzung von Social-Media-Tools werden in der Regel aus der Marketing-Perspektive so behandelt: Wie kann das Musikprodukt mit Hilfe des SocialWeb effektiv positioniert und die Zielgruppe zum Konsum stimuliert werden? (-> Tools, Strategien) •In diesem Referat soll der Fokus einmal umgedreht und auf die Musiker_innengerichtet werden: Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, ihre Marketingaktivitäten im SocialWeb erfolgreicher zu gestalten –und sich mit ihren kommunikativen Aktivitäten wohlzufühlen? (-> Kommunikation, Dialog) Identifizieren von Unsicherheitender Musiker_innen Motiveerfolgreicher SW-Nutzung von Musiker_innen -> „Glück ist der Schlüssel zum Erfolg“ Albert Schweizer Methodenund Maßnahmen: Inspiration, Beratung, Weiterbildung / 4
  • 5. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Intro: Mal ehrlich! •Dass Engagement im SocialWeb einen hohen Effekt auf die Entwicklung einer Musikerkarriere haben kann, ist im Grunde jeder Musikerin und jedem Musiker klar. -> Konsequent aktiv im SocialWeb ist aber nur eine Minderheit der Musiker_innen. •„Always-on“: Viele Künstler_innenfühlen sich von den veränderten Nutzungsweisen von Online-Kommunikationsplattformen überfordert. •Viele Künstler_innensind jedoch frustriert über die Wirkung, die ihre eigenen Promotion-Aktivitäten zeigen und nutzen die Tools nur passiv und sporadisch oder wenden sich von den Plattformen wieder ab. -> Nur wenige Musiker_innenführen wirklich Dialog im SocialWeb. / 5
  • 6. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Intro: Zielstellung für dieses Referat •Das Referat soll Musiker_inneneine Orientierung rund um die Bedingungen der Online-Kommunikation im SocialWeb bieten. Fallbeispiele sollen darüber hinaus für eigene Versuche inspirieren und motivieren. •Das Referat soll Musikmanager_innendazu verhelfen, Musiker_innenbesser in Bezug auf ihre Aktivitäten im SocialWeb zu verstehen. Es werden Methoden und Maßnahmen aufgezeigt, die Künstler_innendabei unterstützen können, das SocialWeb zu nutzen und die Grundlagen dafür schaffen können, dass sich Künstler_inneneffektiver darin bewegen. / 6
  • 7. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Matthias Krebs Matthias Krebs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am UdKBerlin CareerCollege und leitet dort das Weiterbildungsprojekt „DigiMediaL_musik“, bei dem seit 2009 über 400 Berliner Musikerinnen und Musiker teilgenommen haben. Neben der Trendrecherche im Feld der digitalen Musikwirtschaft allgemein beschäftigt er sich mit sämtlichen Onlineservices zur Künstlervermarktung. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen: Kommunikation im SocialWeb, Künstler- Selbstvermarktung, Netzmusik und Appmusik. Matthias Krebs ist Leiter der „Forschungsstelle Appmusik“ und Gründer des „DigiEnsembleBerlin“. / 7 www.digimedial.udk-berlin.de www.forschungsstelle.appmusik.de www.digiensemble.de
  • 8. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de / 8
  • 9. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Agenda: Die perfekte SocialMedia Plattform 1.Verortung:Gedanken zum Kommunikationswandel und wie Musiker_innensoziale Medien nutzen. 2.Unsicherheiten:Warum einige Musiker_innensich vor der kommunikativen Nutzung sozialer Online-Medien verschließen. 3.Motive und Inspiration:Welche Motivationen haben Musiker_innen, bestimmte Plattformen für ihr Marketing zu nutzen? (Fallbeispiele) 4.Methoden: Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, soziale Medien für ihr Musikmarketing (selbst)bewusst zu nutzen? 5.Diskussion / 9
  • 10. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 1. VERORTUNG Gedanken zum Kommunikationswandel und Ergebnisse einer Pilotstudie, die zeigt, wie Musiker_innensoziale Medien nutzen. / 10
  • 11. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Allgemein: Kommunikation •„Kommunikation“ lässt sich in mehreren unterschiedlichen Zugangsweisen beschreiben (Handlungstheorie, Sozialpsychologie, Signaltheorie etc.). •Das vielzitierte Sender-Empfänger-Modell greift zu kurz, um kommunikative Prozesse über den technischen Zusammenhang (Transport) hinaus zu verdeutlichen. Nicht beschrieben wird die Konstruktion von Bedeutung, daher ist es ungeeignet zur Beschreibung zwischenmenschlicher Kommunikation. •communicare(lat.): „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“ / Duden / 11
  • 12. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Allgemein: Kommunikation •Hier: Erfolgreiche Kommunikation findet statt, wenn beim Kommunikations- partner erkennbar ist, dass er sich auf die Kommunikationsofferte einlässt und seinerseits versucht, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. •Grundform der Kommunikation ist das Gespräch unter Anwesenden. -> Sicherlich gestaltet sich die Kommunikation auf Online-Plattformen anders als im persönlichen Gespräch und es gelten spezifische Regeln, die es anzueignen gilt. Die Grundprinzipien kommunikativen Verhaltens bleiben jedoch bestehen. / 12
  • 13. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Kommunikation im SocialWeb •Neben dem Austausch von Informationen gilt Kommunikation dem Beziehungsmanagement. •Jedes Interesse ist zurückzuführen auf eine Form von Verbundenheit. -> Wer nicht bereit ist, einen persönlichen und ernst gemeinten Dialog mit Menschen zu führen, wird in der neuen Welt der SocialMedia nicht weit kommen. Einsammeln von "Facebook-Likes" greift hier zu kurz, denn es entspringt einem überholten Denken über Marketing und der Vorstellung des passiven Rezipienten. -> Statt darauf zu hoffen und zu warten, dass irgendwelche Konsumenten Angebote mögen, sollte man damit anfangen, Interessierte genauer kennenzulernen und auf sie einzugehen. Im Dialog kann das Selbstverständnis über die eigene Künstlerpersönlichkeit und deren Darstellung selbst aktiv, systematisch und langfristig gestaltet werden. / 13
  • 14. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Kommunikation zum Beziehungsaufbau •Förderlich für kommunikativen Beziehungsaufbau sind Faktoren wie Reputation, Authentizität und Verlässlichkeit –im Sinne einer Social-Media-Bio. -> Missverständnis bei der Kommunikationsführung: Häufig wird davon ausgegangen, dass Kommunikationspartner_innenum diese S-M-Bio wissen. Dabei werden sie erst in der Kommunikation ausgehandelt und gleichzeitig fortgeschrieben. Weitere Faktoren: •Die Qualität der Beziehung (Grad der Vertrautheit oder Intimität, Beziehungs-und Kommunikationsgeschichte, gemeinsame Plattform-Erfahrungen, Zugehörigkeit zu bestimmten Sub-oder Kommunikationskulturen) •situative Faktoren (momentane Stimmung, Kommunikationskontext) •persönliche Eigenschaften (Medienkompetenz, allgemeine psychologische Persönlichkeitsfaktoren) / 14
  • 15. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de „Kommunikation“ als Gegenstand in der Weiterbildung •Die bloße Beschäftigung mit Social-Media-Tools bedeutet noch keine Kommunikation (denn Tools kommunizieren nicht). •Um Bewusstsein für kommunikatives Verhalten zu entwickeln, hat sich in Weiterbildungskursen gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit alltäglichen Kommunikationsweisen der Musiker_innenhilfreich ist. •Vorgehen: Es werden erst Gemeinsamkeiten und daraufhin spezifische Regeln von Situationen oder bestimmten Plattformen/Kanälen identifiziert. •Dabei gilt: Bei der Identifikation von Grundprinzipien macht es keinen Sinn, Offline-Kommunikation und Online-Kommunikation gegeneinander abzuwägen. / 15
  • 16. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Allgemein: Kommunikation -Verbildlichung der Erfolgsfaktoren Kommunikation auf einer Party (Q: Leander Wattig) •Man gesellt sich zu interessanten Gesprächspartnern. •Man tritt persönlich in Erscheinung und stellt sich namentlich vor. •Man hört dem Gesprächspartner zu. •Will man sich aktiv an der Konversation beteiligen, sollte man etwas Substanzielles zu sagen haben. •Man spricht nicht nur über sich und die eigenen Interessen. •Bevor man einen Gefallen erwarten kann, sollte man dem Gesprächspartner schon selbst einmal behilflich gewesen sein. -> Diese Verhaltensregeln gelten auch für die Kommunikation im Web. / 16
  • 17. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Kommunikationswandel (kurz) •Reflexive Beziehung zwischen Sozialität und Medien (Stichwort: Mediatisierung) •Werbung: Beeinflussung durch Abbildung bzw. Kommunikation von Bedeutung- en. Wie gelingt das im Rahmen von sozialen Onlinemedien? (Stichwort: Direktmarketing) •Veränderung von Modellen im Marketing: -> Erörterung der Frage nach den spezifischen Interaktionsbedingungen und -dynamiken in sozialen Onlinenetzwerken; Strategien zur Aneignung. / 17 Source: Google ZMOT Handbook
  • 18. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Erfolgreiche Kommunikation (Erfolgsfaktoren) -> Allg.: Erfolgreiche Kommunikation findet statt, wenn sie Anschlusskommunikation zur Folge hat–also weitergeht. •Erfolgreiche Kommunikation in Bezug auf Künstler_innengeht einher mit: •Aufmerksamkeit (<-relevante Inhalte) •Verkäufen (<-Austausch-/Sharing-Möglichkeit) •Fanbase, Kooperationspartnern, Musikernetzwerk (<-Mitgestaltungs- möglichkeit) •Künstlerische Anerkennung, Kritik (<-Belohnung) •Weiterentwicklung/Ausdifferenzierung (<-Dialog) •persönlicher Erfolg, Spaß am kommunikativen Austausch -> Erfolgreiche Kommunikation via SocialMedia ist heutzutage essentiell für die Entwicklung von Musiker_innen. / 18
  • 19. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Müssen Musiker_innenKommunikationsprofis sein? •Kompetenzen von Kommunikationsprofis: •Kenntnisse der Social-Media-Landschaft •Sicherheit in web-basierter Dialogführung, Wechselwirkung mit trad. Medien •Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen •Kenntnisse zur Entwicklung der Vernetzung •Kenntnisse in der Entwicklung von Social-Media-Strategien •Erfahrungen in der Evaluation von Social-Media-Aktivitäten •Musiker_innenverdienen mit ihrer Musik ihren Lebensunterhalt, nicht mit Kommunikation (wie etwa Agenturberater). •Doch findet die Musiknutzung immer mehr in Situationen mit kommunikativen Anlässen(sozial, partizipativ) statt und wird hauptsächlich via Kommunikationstechnologien distribuiert (Web, Smartphone). -> Die perfekte Social-Media-Plattform fordert den Künstler kreativ heraus! / 19
  • 20. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Studie: Wie nutzen Musiker_innensoziale Onlineplattformen? •Im Rahmen einer Pilotstudie wurden die teilnehmenden Musiker_innendes DigiMediaL_musik-Zertifikatskurses im Rahmen der Anfangsbefragung zu ihrer Nutzung von sozialen Onlineplattformen befragt. Kohorte: •82 Berliner Musikerinnen und Musiker •überwiegend Label-unabhängige Musikerinnen und Musiker •Alter 22 bis 60 Jahre (Mittelwert ca. 34 Jahre) •Berufsanfänger bis 40 Jahre Berufserfahrung (Mittelwert ca. 10 Jahre) •gering bis mittelmäßig verdienend •Klassik, Rock/Pop und Elektro / 20
  • 21. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Musiker_innenbefragung(2014) / 21 75,68% 43,24% 100,00% 72,97% 37,84% 10,81% 81,08% 16,22% 11% 78,38% 0,00% 10,00% 20,00% 30,00% 40,00% 50,00% 60,00% 70,00% 80,00% 90,00% 100,00% KünstlerHomepage KünstleraktualisierenHP selbst FacebookProfil FacebookSeite Twitter Xing Soundcloud MySpace Instagram Youtube Bei welchen sozialen Onlineplattformen sind die befragten Musiker_innenmit einem Profil angemeldet? (Befragung vor Beginn eines Zertifikatskurses) n=37 (2014)
  • 22. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Vergleich und Interpretation der Studien •Musiker_innenbefragungzeigt: eigene Homepage, Facebook, Soundcloudund YouTube sind die wichtigsten Plattformen •Musiker_innennutzen soziale Onlineplattformen in ihrer Rolle als Produzent_innenin der Regel besonders als Veröffentlichungsplattformen (Soundcloudund YouTube) •Schwierigkeiten bei der Unterscheidung zw. privater Kommunikation (1:1, Freunde, Bekannte) und öffentlicher Kommunikation (n:n, Interessierte, Fans, Expert_innen, Kooperationspartner_innen) / 22
  • 23. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de öffentliche Kommunikation: Erfolgreiche Nutzung •Die Nutzungsweise einzelner Plattformen und die damit erzielte Kommunikationserfolg unterscheidet sich unter den befragten Musikern extrem. Nähere Ausführung im Referat. -> Dialog ist der wahre Online-Vorteil –nicht Reichweite. Entwicklung der Fanbeziehung ---------Entwicklung des Business-Netzwerks / / Verbreitung der Musik / 23
  • 24. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Woran erkenne ich Musiker_innen, die erfolgreich kommunizieren? Eigenschaften: •Kommunikativ •Haben eine positive Einstellung/Erfahrungen zum Austauschen •Risikofreudig, Kreativ •Diszipliniert, Stimmig •Selbstbewusstsein •Klare Expertise(n) •Emotional -> Erfolg kann häufig auch daran erkannt werden, dass Leute selbstbewusst und locker im Netz auftreten. Sie kommunizieren „glücklich“/positiv. / 24 Beispiele: •Kraftklub •Bonaparte •Heike Matthiesen
  • 25. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Kommunikation im SocialWeb als (Entwicklungs-)Potenzial •Kundenerwartung: SocialWeb unterstützt Erfolg im Musikbusiness •Feedback: Aktivität im SocialWeb unterstützt die Ausdifferenzierung des Musikproduktes und die Entwicklung der Musiker_innen(Markenbildung) •Basis-Motivation: Persönliche Kommunikation -authentische Botschaften, starke Beziehung und Nähe, Identifikation und Raum für „kreative Lebendigkeit“ -> Künstler_innen, die sich der Kommunikation im SocialWeb entziehen, lassen Ressourcen ungenutzt. -> Es existieren kaum musikbezogene Berufsfelder, die nicht auf Kommunikation angewiesen sind. / 25
  • 26. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Ausblick zu den folgenden Folien •Zielstellung: Wie können Musiker_inneneine positive Einstellung zu SM- Kommunikation entwickeln, um erfolgreich SM zum Dialog zu nutzen und damit Chancen und Möglichkeiten wahrzunehmen? •Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, sich mit ihrer Kommunikation im SW wohl zu fühlen und selbstbewusst zu agieren? -> Unsicherheiten (Abschnitt 2) -> Einblicke in die Motive von Musiker_innen, die im SW aktiv sind (Abschnitt 3) -> methodische Zugänge (keine Rezepte!) bei DigiMediaL_musik, mit Hilfe derer versucht wird, zu intervenieren und Kommunikationsverhalten langfristig zu entwickeln. (Abschnitt 4) / 26
  • 27. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 2. UNSICHERHEITEN Warum Musiker_innensich der sozialen Online-Kommunikation verschließen oder diese scheuen. / 27
  • 28. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Herausforderung für Künstler_innen: Kommunikation im SocialWeb •Welche Faktoren beeinflussen, dass sich Musiker_innenmit sozialen Plattformen befassen und diese regelmäßig zur (Marketing-)Kommunikation nutzen? •Persönlichkeitsstruktur •Erfahrungen, Medienwissen •Unsicherheiten (angesichts rapider technologischer Veränderungen) •Ressourcen •Soziales Umfeld usw. / 28
  • 29. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Herausforderung für Künstler_innen: Kommunikation im SocialWeb •Künstler_innenbeklagen: •mangelnde Zeit, •komplizierte Bedienung, •eingeschränkte Privatsphäre, •Unübersichtlichkeit der Kommunikationsstränge, •direktes Ausgesetztseinvon Kritik, •Aktivitätsdruck, •hohen Anspruch an Medienproduktion, •missbräuchlichen Umgang mit Urheberschaft, •eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten über die Entwicklung des Image, •Verantwortung gegenüber Marke, Kooperationspartnern, Unterstützer usw. -> Folgen: vermeintliche Do‘sandDont‘s, Resignation, eher passive Nutzung / 29
  • 30. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Medienwissen (Beispiel zum Umgang mit Zeit und Informationsflut) / 30 -> Die Herausforderung besteht darin, gewonnenes Medienwissen auch tatsächlich praktisch anzuwenden. (Q: Leander Wattig)
  • 31. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Herausforderung für Künstler_innen: Kommunikation im SocialWeb Um besser zu verstehen, welche Unsicherheiten Künstler_innendavon abhalten, sich im SocialWeb kommunikativ zu engagieren, wurden explorativ Daten aus verschiedenen Quellen gesammeltund kategorisiert. Auf den folgenden Folien eine Übersicht der gesammelten Aussagen. Anhand dieser will ich im Referat stichpunkthaft Ansätze liefern, wie die problematisierten Sachverhalte besser verstanden bzw. wie damit umgegangen werden kann. Datenquellen: •Kommentare in Blogs oder Foren •Interviews •Beiträge in Gruppenarbeiten in Seminaren und Workshops / 31
  • 32. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Aussagen von Künstler_innen 1.Spam: „Ich will die Leute nicht mit Belanglosigkeiten (z.B. Selfies von mir) nerven.“ 2.Image: „Über Twitter zu kommunizieren passt nicht zu meinem Image. Mir imponiert die Schweigsamkeit von Prinzipienbands wie GYBE“ 3.Fokus ist die Musik: „Meine Musik und ihre Qualität sprechen für sich selbst.“ 4.Überfluss an Kritik: „Ich vertraue in die Kritik von meinem Kreis und brauche nicht die Masse an Senfabgebern.“ 5.Marketingeinfluss: „Meine Musik soll nicht vom Marketing beeinflusst sein.“ // „Ich will nicht machen müssen, was die Senfabgebersagen.“ / 32
  • 33. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Aussagen von Künstler_innen 6.Untergehen: „Relevante Infos gehen ja bei ständigen Posts doch nur unter.“ 7.Überall dabei sein: "Man muss überall ein Profil haben, um entdeckt zu werden.“ 8.Copyright: „Ich halte mich zurück, da ich mir nicht sicher bin, ob meine Ideen da nicht einfach kopiert werden.“ 9.Unsicherheit: „SM beherrsche ich nicht gut genug: Ist es wichtig, ist es cool was ich schreibe? Erziele ich professionelle Wirkung? Wie soll ich professionell wirken? Ich will keine Schwächen zeigen.“ 10.Digitalisierte Kommunikation: „Online-Kommunikation ist manipulierbar, stark eingeschränkt, nicht ehrlich, gar nicht sinnlich. Wie soll ich das für meine Kunst nutzen?“ / 33
  • 34. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Zwischenfazit •Sicherlich kann diese Liste an Unsicherheiten erweitert und weiter ausdifferenziert werden. •Mir ist es wichtig einerseits für die Vielfalt an Unsicherheiten, die sich in der Regel auch nicht einfach durch ein Argument beiseite räumen lassen, zu sensibilisieren. Sicherheiten müssen durch Übung und Praxis mit dem Gegenstand erarbeitet werden. Andererseits will ich damit Futter für Diskussionen liefern, die aus ganz unterschiedlichen Standpunkten geführt werden kann. / 34
  • 35. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 3. MOTIVE UND INSPIRATION Welche Motivationen haben Musiker bestimmte Plattformen für ihr Marketing zu nutzen? (Fallbeispiele) / 35
  • 36. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Motive •Auf den folgenden Folien wird klar, welche verschiedene Motive dazu beitragen, dass die Musiker_innensich für oder gegen eine spezielle Plattform entschieden haben -sei es persönliche Vorlieben, die Umstände, strategische Überlegungen usw. •In Interviews wurden Musiker_innen, die überwiegend ihren Lebensunterhalt mit Musik verdienen, zu den Beweggründen befragt. / 36
  • 37. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de UntersuchtePlattformen / 37 Fan Page
  • 38. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de YouTube: Der „nette Nebeneffekt“ / 38 http://www.youtube.com/user/ JasmineThomasLive Jasmine (Sängerin) „Hat sich echt für mich gelohnt. Ich bin gar nicht so aktiv auf YouTube, aber nutze die Plattform vor allem um Videos zu verbreiten. Ich habe bemerkt, dass meine Videos durch die Klicks öfter auf YouTube vorgeschlagen werden. Die neuen Videos haben sich schnell verbreitet.“ Blogbeitrag: http://www.blog.digimedial.de/blogreihe-jasmine-thomas
  • 39. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Twitter: Ein schnelles Medium / 39 Heike (classicalguitarist) „Ich bin nicht kontaktscheu und liebe die Schnelligkeit von Twitter. Ich nutze es meistens in Übungspausen zum Entspannen, als Substitut für die Zigarettenpause. Ich twittere einfach drauf los, auch belanglose Dinge, ziehe aber schon eine Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatleben.“ https://twitter.com/gitarra
  • 40. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Twitter: Gut zum Lesen von Blogs / 40 Javier (Modern Tango Pianist & Composer) „Ich folge gerne Blogs und Seiten, die mich persönlich interessieren. Tausche mich auch mit Bekannten aus. Mein persönliches Zielpublikum hält sich aber nicht auf Twitter auf, das macht es für meine Musik nicht lukrativ.“ https://twitter.com/pianotango
  • 41. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Instagram: Immerdabei / 41 http://instagram.com/rhymezi Gunnar (Hip Hop Künstler, RHYMEZ) „Auf Instagram ist mein Fankreisnoch nicht fest genug. Musikern in Amerika bringt das viel. Die Beschränkung auf Bild und Video finde ich echt praktisch. In Amerika zieht das mehr, ich wünschte das wär in Deutschland auch schon alltäglich.“
  • 42. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Instagram: perfekteZeitraffer-Galerie / 42 http://instagram.com/etrapanob Tobias (Sänger, Bonaparte) „Ich liebe die kurzweilige visuelle Kommunikation. Instagram mache darum ich für die Band. Wenn ich selbst drauf bin, dann sind das Fotos aus dem familiären Umfeld. Es entsteht eine Galerie: Man sieht in 5 Minuten gleich mal 1 Jahr im Zeitraffer.“
  • 43. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Facebook: Ich mache die Page jetzt mit System / 43 Lili (RnB-Sängerin) „Ich nutze Facebook um als Musikerin nah an den Fans zu sein. Seit letztem Jahr bin ich regelmäßig aktiv. Bin da stolz drauf, meine Likes in einem Jahr auf etwa 1200 verdoppelt zu haben. Für Fotos oder Header hole ich mir aber schon mal Hilfe.“ https://www.facebook.com/ lilisommerfeldofficial
  • 44. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Xing: Eherwas fürdie Jobsuche / 44 Grant (Rock-Sänger, NervousGermans) „Ich nutze Xing eher wenig. Ich glaube aber für „Amateurmusiker“ oder Bands kommt da wenig raus. Das ist eher für Berufsmusiker wie Produzenten, Komponisten und Dirigenten auf Jobsuche.“ https://www.xing.com/profile/ Grant_Stevens
  • 45. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Tumblr: Die simple Homepage / 45 Marcel (Bassist) „Tumblr hat uns die Hemmschwelle genommen, eine Homepage einzurichten. Sie ist uns wichtig für Presse. Wir können da alle Plattformen wie Soundcloudund Infos zentral und übersichtlich bündeln.“ http://mreart.tumblr.com/
  • 46. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Soundcloud: Szene gut vertreten / 46 Mike (DJ & Producer ) „Als DJ kann ich auf Soundcloudmeine stundenlange Mixe oder Tracks hochladen und habe mir ein Followingvon 4500 Hörern aufbauen können. Ich nutze es auch als Promo-Tool und mache manchmal bestimmte Tracks nur für Pressekontakte sichtbar.“ https://soundcloud.com/mikelafunk
  • 47. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Wordpress: Mein eigenes Internetfestival / 47 Johannes (Komponist) „Mein Blog ist für mich mein eigenes Internetfestival. Ich poste interessante Kunst und Musik, aber genauso meine eigenen Sachen. Ich sitze beim Arbeiten sowieso den ganzen Tag am Computer, da kann ich auch ganz bequem bloggen.“ http://www.kulturtechno.de/
  • 48. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Zwischenfazit •Die Fallbeispiele zeigen große Bandbreite an unterschiedlichen Motiven der Nutzungsweisen und -intensitäten. •Vielleicht vergleichbar mit der Auseinandersetzung mit Musikinstrumenten: •Manche Musiker_innensind erfolgreich, indem sie sich auf ein einzelnes (Kommunikations-)Instrument beschränken. •Anderen liegt es, als „Multi-Instrumentalisten“ tätig zu sein. •Entscheidend ist es, einen individuellen Stil zu entwickeln (Marke). •Ganzheitliche Ansätze sind in der Regel besonders wirksam. •Ziel: Musiker_innensollten Instrument und Stil finden, die zu Bedürfnissen passen. / 48
  • 49. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Vorweg: Impuls „Instrumentenkarussell“ (Methode aus der Weiterbildung) •Grundidee ist, dass Musiker_innenin einem geschlossenen Projekt oder unter einem Pseudonym verschiedene Plattformen ausprobieren, um die Mechanismen besser zu verstehen. •Wichtig ist auch die Botschaft, dass nicht jeder/jede Musiker_in„Multiinstrumentalist“ sein und viele Kommunikationsinstrumente gelichzeitig und gleich intensiv verwenden muss. / 49
  • 50. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 4. METHODEN Wie können Musiker_innendabei unterstützt werden, soziale Medien für ihr Marketingkommunikation (selbst)bewusst zu nutzen? / 50
  • 51. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Ansatz •Statt darauf zu hoffen und zu warten, dass Künstler_innenvon allein ihre Kommunikation professionalisieren, sollten Musikmanager_innenund Ausbildungsinstitutionen damit anfangen, Künstler_innengenau kennenzulernen, um sie bei der Aneignung von Kommunikationsinstrumenten unterstützen zu können. •Wie Musiker_innendarin unterstützt werden können, ihren individuellen Zugang zur Kommunikation via SocialMedia zu entwickeln und passende Plattformen zu finden, dafür gibt es natürlich keine Rezepte. / 51
  • 52. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Zugang: Grundsätzliche Einflussfaktoren •Die Dialogpartner_innenund die Themen müssen für den/die Künstler_inrelevant sein. •Motivierend ist, wenn sich mehrere aus der Band an der Kommunikation beteiligen. •Kommunikation sollte eher ein „Hobby“ sein, keine Aufgabe oder ein Projekt. •Verantwortung: Häufig fühlen sich Künstler_innenvon den Erwartungen (des Managements, Fans, Community) unter Druck gesetzt. -> Von außen kann man nicht Druck nehmen, sondern nur Hürden abbauen. -> Verbreitet ist das Denken, dass es Kommunikationsziel sei, Gesprächspartner zu manipulieren. / 52
  • 53. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Vermeiden von Rezepten •Ziel: Regeln kennen, um sie kreativ anzuwendenum sie zu brechen. •Die Bedienung von Tools und das Verständnis von Strukturen ist eher simpel. Dagegen bedeutet die Verwendung von Kommunikationsmedien eine veränderte Kommunikation, was mit einer Verhaltensänderung einhergeht und daher mehr Übung bedarf. -> Die Vermittlung von SocialMedia Wissen greift zu kurz, wenn nicht Prinzipien und Unterschiede der veränderten Kommunikation differenziert und neue Verhaltensmustern eingeübt werden. / 53
  • 54. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Anlässe schaffen •Auf den folgenden Folien werden beispielhaft 3 Impulse vorgestellt, die unterstützen, dass Musiker_innenihre Vorbehalte gegenüber der Onlinekommunikation und Unsicherheiten abbauen. •Die vorgestellten Impulse wurden im Rahmen des Weiterbildungsangebots „DigiMediaL_musik–Strategisches Musikmarketing im SocialWeb“ an der UdKBerlin entwickelt. / 54
  • 55. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Impuls 1:ziellos –aber nicht planlos (für den Einstieg) •Black Out Problematik: Strategien, die für eine bestimmte Situation eingeübt wurden, treffen in variierten/realen Situationen kaum mehr zu. •Anstatt von (Marketing-)Zielen auszugehen und daraus Strategien abzuleiten, steht beim situierten Lernen die Identitätsentwicklung des Lernenden im Fokus (Stichwort: Bedeutungskonstruktion). -> Nimm persönlichen Kontakt zu Künstler- Kollegen auf. Tausche dich mit ihnen über aktuelle Projekte aus. -> Recherchiere zu einem Interesse (Fach oder Hobby) eine aktive Expertengruppe (ein Forum oder Facebook-Gruppe), abonniere relevante Beiträge und versuche dich mit deinem Wissen oder Fragen einzubringen. / 55
  • 56. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Impuls 2: Einschränkungen als notwendige Bedingung für Kreativität / 56 »Meine Freiheit wird um so größer und umfassender, je enger ich mein Aktionsfeld abstecke und mehr Hindernisse ich ringsum aufrichte. Wer mich eines Widerstandes beraubt, beraubt mich einer Kraft. Je mehr Zwang man sich auferlegt, um so mehr befreit man sich von den Ketten, die den Geist fesseln.« (Igor Strawinsky, Musikalische Poetik, 1949) populäres Beispiel: MacGyver -> das zeigen alle Bsp.: Förderlich sind-Beschränkung & -Konfrontation mit individuellen Konzepten
  • 57. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Impuls 3: Katzentweets: Was können Künstler_innenvon Katzen lernen? Katzen sind die perfekten Memefürs Internet weil… •Katzen sich nicht beherrschenlassen. •Katzen Eigenschaften symbolisieren, die uns Respekt einflößen: Unabhängigkeit, Eigensinn, Pragmatismus, Skrupellosigkeit, Unberechenbarkeit, Gleichmut –Katzen sind Führer, keine Diener. •Katzen Dinge tun, die man nicht tut: Mit Opfern spielen, nette Leute kratzen, stundenlang ausharren um sich für ein lautes Wort mit einem Angriff zu rächen. (Q: http://www.steadynews.de/allgemein/das-phanomen-katze-im-internet-warum- sind-katzen-meme-und-nicht-hunde-video) / 57 -> Formuliert einen Facebook-Post zum Thema „Katzen und Künstler“ an eure Kontakte mit der Absicht, so viel wie möglich Kommunikation bzw. Interaktion zu generieren.
  • 58. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Fazit: Gestaltung von Kommunikationsumgebungen •Ziel ist es, dass sich Künstler_innenals erfolgreich in ihrer (Marketing-) Kommunikation erleben und auf Grundlage des Dialoges eine Markenidentität entwickeln. •Da davon auszugehen ist, dass Künstler_innenbereits über umfangreiche Kommunikationserfahrungen verfügen, sollten allgemeine Kommunikations- prinzipien identifiziert und als Ausgangspunkt in die Auseinandersetzung mit Social-Media-Tools einbezogen werden. 1.Ernstnehmen der Interessen und Unsicherheiten der Musiker_innen 2.Anlässe zur Kommunikation schaffen -> Gestaltungsspielräume, Anerkennung, Ergebnisse 3.Zur Inspiration: Fallbeispiele von anderen Musikern / 58
  • 59. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de 5. DISKUSSION Offene Runde: Was hält Sie von der Nutzung von Social-Media-Plattformen ab? Was motiviert Sie bestimmte Plattformen zu nutzen? Mit welcher Social-Media- Plattform haben Sie besonders gute Erfahrungen gemacht? / 59
  • 60. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Projektseiten: •http://www.digimedial.udk-berlin.de •http://www.blog.digimedial.de •http://facebook.com/digimedial •http://twitter.com/digimedial •http://slideshare.net/digimedial Matthias KrebsLeitung DigiMediaL_musik matthias.krebs@digimedial.de
  • 61. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de / 61
  • 62. Matthias Krebs | DigiMediaL_musik| www.digimedial.udk-berlin.de NehmenSiegernKontaktmitmirauf. www.matthiaskrebs.de(de) www.matthiaskrebs.info(en) www.digiensemble.de The DigiEnsembleBerlin www.appmusik.de Musikmachen mit Apps Matthias Krebsresearchassociatematthias.krebs@udk-berlin.de Ichbin auchzufindenunter: www.facebook.com/matthiaskrebs www.gplus.to/matthiaskrebs www.twitter.com/matzerak www.slideshare.net/matzerak www.pinterest.com/matzerak