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soLSo | Entwicklung und Erprobung 
eines Fragebogeninventars

Vortragsfolien auf der Wissensgemeinschaften 2011 Tagung in Dresden am 6. September 2011

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soLSo       | selbstorganisiertes Lernen mit Social Software




                                                                                                http://www.flickr.com/photos/pocait/2235981139/
Entwicklung und Erprobung
eines Fragebogeninventars


6. September 2011
Saskia-Janina Untiet-Kepp M.A.
Dipl.-Medienwiss. Thomas Bernhardt


                                                               cc by skepp & thbernhardt 2011
Überblick
1.   Selbstorganisiertes Lernen
2.   Warum ein soLSo-Inventar?
3.   Vorgehensweise
4.   Einsatz bei „Bildungstwitterern“
5.   Vergleich mit eSTUDIs
6.   Fazit & Ausblick
Selbstorganisiertes Lernen? Warum wichtig?
‣ selbst initiierte Auswahl und Nutzung von Lernstrategien
  (vgl. Knowles 1980, S.18)
‣ Begriff der Selbstorganisation in der Definition von Reinmann (2008):
  Selbstorganisiertes Lernen als übergeordnetes Konzept, das sich durch
  selbstreguliertes (innere Strukturierung), selbstgesteuertes (äußere
  Strukturierung) und selbstbestimmtes Lernen (Ausbalancieren von
  äußerer und innerer Strukturierung) auszeichnet.
‣ in der Wissensgesellschaft ist der Erwerb von Kompetenzen und die
  Fähigkeit zum lebenslangen Lernen wichtig, um sich immer wieder in
  neue Themen einzuarbeiten und aktuelles Wissen zu erwerben
  (Erpenbeck & Sauter 2007)
Warum ein neuer Fragebogen?
‣ selbstorganisiertes Lernen insbesondere in lernerzentrierten Lernumgebungen
‣ diese lassen sich mit Hilfe von sogenannter Social Software umsetzen
  (vgl. Jadin 2008 und Baumgartner 2006)
‣ selbstorganisiertes Lernen mit Social Software – E-Learning 2.0 – zeichnet sich
  durch Partizipation und Nutzer-generierte Inhalte aus (Downes 2005):
  ‣ Inhalte von Lernenden nicht nur “konsumiert” (und von Lehrenden bereitgestellt),
    sondern von ihnen ebenso generiert, kombiniert und miteinander ausgetauscht
‣ bisherige Instrumente beschäftigen sich vorrangig mit dem konsumierenden
  Lernen anhand vorgefertigter Lerninhalte (z.B. MSLQ, LIST, WLI und LASSI)
‣ der soLSo erfasst Einsatz von veränderten kognitiven Lernstrategien, die erst
  durch Verwendung von Social Software möglich werden
Vorgehensweise
‣ Fokussierung auf Bereiche, in denen sich Lernstrategien durch Web 2.0 unterscheiden:
  (1) Informationen, Materialien, weiterführende Ressourcen (ver)teilen
  (2)   Persönliches Wissensmanagement und Netzwerkbildung
  (3)   fachspezifische Methoden und Werkzeuge
  (4)   Erwerb fachspezifischer und weiterer Kompetenzen
  (5)   Motivation und personale Kompetenzen
  (6)   Meta-Kompetenzen und Fähigkeiten höherer Ordnung
‣ aus diesen Bereichen ergeben sich verschiedene Strategie-Dimensionen
  ‣ Netzwerke aufbauen und nutzen, um Informationen zu suchen, zu filtern, zu erstellen und
    zu teilen und gemeinsam (kollaborativ) zu entwickeln
  ‣ das eigene Lernen organisieren und geeignete Werkzeuge auswählen und die eigene
    Netzidentität gestalten und steuern

12 Skalen mit 4 bis 7 Items, insgesamt 66                                 vgl. Redecker 2009
Bildungstwitterer | Biographische Angaben
‣ 31 männliche, 28 weibliche                ‣ 31 fest angestellt, 8 selbstständig, 4
  TeilnehmerInnen                             freie Mitarbeit
‣ Altersdurchschnitt: 34 (Md: 32; Mo: 25)   ‣ Top-3-Berufsfelder
‣ Top-3-Bundesländer                          ‣ 19 Soziales/Pädagogik,
  ‣ 11 aus Bayern                             ‣ 6 Medien,
  ‣ 9 aus Nordrhein-Westfalen                 ‣ 5 IT, Computer & Dienstleistung
  ‣ 7 aus Baden-Württemberg und             ‣ 9 studieren in Gesellschafts- und
    Thüringen                                 Sozialwissenschaften, 4 Lehramt und
‣ 47 Hochschulabschluss,                      1 Ingenieurwissenschaften
  10 Abitur, 1 Hauptschulabschluss          ‣ angestrebter Abschluss: 8 Promotion,
‣ 42 arbeiten, 16 studieren /                 4 Staatsexamen, 2 BA, 1 MA
  promovieren, 1 in der Ausbildung
                                                                                  N=59

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soLSo | Entwicklung und Erprobung 
eines Fragebogeninventars

  • 1. soLSo | selbstorganisiertes Lernen mit Social Software http://www.flickr.com/photos/pocait/2235981139/ Entwicklung und Erprobung eines Fragebogeninventars 6. September 2011 Saskia-Janina Untiet-Kepp M.A. Dipl.-Medienwiss. Thomas Bernhardt cc by skepp & thbernhardt 2011
  • 2. Überblick 1. Selbstorganisiertes Lernen 2. Warum ein soLSo-Inventar? 3. Vorgehensweise 4. Einsatz bei „Bildungstwitterern“ 5. Vergleich mit eSTUDIs 6. Fazit & Ausblick
  • 3. Selbstorganisiertes Lernen? Warum wichtig? ‣ selbst initiierte Auswahl und Nutzung von Lernstrategien (vgl. Knowles 1980, S.18) ‣ Begriff der Selbstorganisation in der Definition von Reinmann (2008): Selbstorganisiertes Lernen als übergeordnetes Konzept, das sich durch selbstreguliertes (innere Strukturierung), selbstgesteuertes (äußere Strukturierung) und selbstbestimmtes Lernen (Ausbalancieren von äußerer und innerer Strukturierung) auszeichnet. ‣ in der Wissensgesellschaft ist der Erwerb von Kompetenzen und die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen wichtig, um sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten und aktuelles Wissen zu erwerben (Erpenbeck & Sauter 2007)
  • 4. Warum ein neuer Fragebogen? ‣ selbstorganisiertes Lernen insbesondere in lernerzentrierten Lernumgebungen ‣ diese lassen sich mit Hilfe von sogenannter Social Software umsetzen (vgl. Jadin 2008 und Baumgartner 2006) ‣ selbstorganisiertes Lernen mit Social Software – E-Learning 2.0 – zeichnet sich durch Partizipation und Nutzer-generierte Inhalte aus (Downes 2005): ‣ Inhalte von Lernenden nicht nur “konsumiert” (und von Lehrenden bereitgestellt), sondern von ihnen ebenso generiert, kombiniert und miteinander ausgetauscht ‣ bisherige Instrumente beschäftigen sich vorrangig mit dem konsumierenden Lernen anhand vorgefertigter Lerninhalte (z.B. MSLQ, LIST, WLI und LASSI) ‣ der soLSo erfasst Einsatz von veränderten kognitiven Lernstrategien, die erst durch Verwendung von Social Software möglich werden
  • 5. Vorgehensweise ‣ Fokussierung auf Bereiche, in denen sich Lernstrategien durch Web 2.0 unterscheiden: (1) Informationen, Materialien, weiterführende Ressourcen (ver)teilen (2) Persönliches Wissensmanagement und Netzwerkbildung (3) fachspezifische Methoden und Werkzeuge (4) Erwerb fachspezifischer und weiterer Kompetenzen (5) Motivation und personale Kompetenzen (6) Meta-Kompetenzen und Fähigkeiten höherer Ordnung ‣ aus diesen Bereichen ergeben sich verschiedene Strategie-Dimensionen ‣ Netzwerke aufbauen und nutzen, um Informationen zu suchen, zu filtern, zu erstellen und zu teilen und gemeinsam (kollaborativ) zu entwickeln ‣ das eigene Lernen organisieren und geeignete Werkzeuge auswählen und die eigene Netzidentität gestalten und steuern 12 Skalen mit 4 bis 7 Items, insgesamt 66 vgl. Redecker 2009
  • 6. Bildungstwitterer | Biographische Angaben ‣ 31 männliche, 28 weibliche ‣ 31 fest angestellt, 8 selbstständig, 4 TeilnehmerInnen freie Mitarbeit ‣ Altersdurchschnitt: 34 (Md: 32; Mo: 25) ‣ Top-3-Berufsfelder ‣ Top-3-Bundesländer ‣ 19 Soziales/Pädagogik, ‣ 11 aus Bayern ‣ 6 Medien, ‣ 9 aus Nordrhein-Westfalen ‣ 5 IT, Computer & Dienstleistung ‣ 7 aus Baden-Württemberg und ‣ 9 studieren in Gesellschafts- und Thüringen Sozialwissenschaften, 4 Lehramt und ‣ 47 Hochschulabschluss, 1 Ingenieurwissenschaften 10 Abitur, 1 Hauptschulabschluss ‣ angestrebter Abschluss: 8 Promotion, ‣ 42 arbeiten, 16 studieren / 4 Staatsexamen, 2 BA, 1 MA promovieren, 1 in der Ausbildung N=59
  • 7. Vergleich mit eSTUDIs ‣ Studierende der Universität Bremen ‣ unterschiedliche Studiengänge und Fachbereiche ‣ eint Teilnahme am Online-Selbstlernangebot „Erfolgreich Studieren mit dem Internet“ (eSTUDI) ein Semester vor Erhebung ‣ 11 männliche, 11 weibliche TeilnehmerInnen ‣ Altersdurchschnitt: 29 (Md: 26; Mo: 25) N=26
  • 8. 1 Vernetzen mit Experten Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Wenn ich mich mit einem neuen Lernvorhaben 59 3,68 1,09 4 4 1 2 3 4 5 beschäftige, versuche ich zu diesem Thema Experten im 0,042 Internet zu finden. 26 2,96 1,51 3 1 Mit Experten zu einem für mich relevanten Lernvorhaben 59 3,37 1,46 4 5 versuche ich mich online zu vernetzen (z.B. auf Twitter 0,000 followen). 25 1,52 0,96 1 1 Bei Lernvorhaben versuche ich Personen mit ähnlichen 59 3,12 1,30 3 4 Fragen im Internet ausfindig zu machen. 0,055 26 2,54 1,27 2,5 1 Wenn ich mich mit einem neuen Lernvorhaben 58 2,72 1,37 3 3 beschäftige, schaue ich, ob dazu etwas in meinem 0,001 Online-Netzwerk (z.B. auf Facebook) passiert. 26 1,73 0,96 1 1 Ich finde im Internet die Personen oder Inhalte, die zur 59 3,97 1,00 4 4 Lösung meines Lernvorhabens beitragen können. 0,000 26 3,04 1,08 3 3 Zum Bearbeiten eines Lernvorhabens vernetze ich mich 58 3,45 1,33 4 4 mit anderen über das Internet. 0,000 26 2,00 1,31 2 1 Ich frage in meinem Online-Netzwerk, ob jemand 58 2,74 1,12 3 2 Informationen, Inhalte oder Personen kennt, die für mein 0,104 Lernvorhaben relevant sein könnten. 26 2,35 1,44 2 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 9. 2 Informationen teilen Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich veröffentliche eigene Inhalte zur Lösung eines 59 2,51 1,37 2 1 1 2 3 4 5 Lernvorhabens im Online-Netzwerk. 0,001 26 1,46 0,90 1 1 Durch die Erfahrungen und Inhalte der Personen in 59 3,39 1,23 4 4 meinem Netzwerk lerne ich etwas für mein 0,000 Lernvorhaben. 26 1,96 1,22 2 1 Neu gefundene Inhalte und Ressourcen (z.B. Weblinks, 58 2,91 1,48 3 1 PDFs, Präsentationen) für mein Lernvorhaben stelle ich 0,000 in meinem Online-Netzwerk zur Verfügung. 26 1,23 0,59 1 1 Ich kommentiere Lerninhalte aus meinem Online- 58 2,53 1,33 3 1 Netzwerk. 0,003 26 1,65 1,16 1 1 Ich bewerte Lerninhalte aus meinem Online-Netzwerk 59 2,22 1,49 1 1 (z.B. mit Sternen oder Favorisieren im RSS-Reader). 0,040 26 1,58 1,24 1 1 Ich stelle meine Lerninhalte online zur Verfügung (z.B. in 57 2,11 1,28 2 1 einem Wiki), so dass sie auch von anderen Personen 0,000 erweitert und verändert werden können. 26 1,12 0,59 1 1 Wenn ich keine Tutorials für mein Lernvorhaben finde, 59 1,64 1,08 1 1 erstelle ich selbst Lerntutorials und veröffentliche sie im 0,004 Internet. 26 1,04 0,20 1 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 10. 3 Informationen suchen Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Wenn ich mich mit einem neuen Lernvorhaben 59 4,73 0,55 5 5 1 2 3 4 5 beschäftige, versuche ich passende Inhalte im Internet 0,014 zu finden. 26 4,08 1,32 5 5 Für mein Lernvorhaben relevante RSS-Feeds abonniere 59 3,44 1,56 4 5 ich, um diese dann durchzusehen. 0,002 26 2,19 1,47 2 1 Ich recherchiere neue Literatur für mein Lernvorhaben 59 2,83 1,57 3 1 über spezialisierte Suchmaschinen, z.B. 0,290 scholar.google.com, Mendeley, Zotero oder Bibsonomy. 26 2,46 1,61 2 1 Ich greife zur Lösung eines Lernvorhabens auf Social- 59 2,61 1,65 2 1 Bookmarking-Dienste wie delicious oder Mister Wong 0,013 zurück. 26 1,65 1,09 1 1 Ich suche nach Tweets (z.B. über ein Hashtag) zu einem 59 2,44 1,39 2 1 Lernthema. 0,004 26 1,54 0,95 1 1 Ich verwende Technologien wie RSS-Feeds, Twitter, E-Mail- 59 4,02 1,22 4 5 Newsletter, Google Alerts etc., um über Themen, die für 0,000 mein Lernvorhaben relevant sind, informiert zu werden. 26 2,65 1,50 2 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 11. 4 Filterung Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich filtere meine lernvorhabenbezogenen 59 2,98 1,51 3 1 1 2 3 4 5 Informationsströme (E-Mails, Feeds, Tweets, etc.) z.B. 0,002 über Schlagworte. 26 1,88 1,18 1 1 Ich verwende Schlagworte (Tags), z.B. in Social 59 3,02 1,53 3 1 Bookmarking-Diensten oder Video-Plattformen, um 0,002 Ressourcen zu strukturieren oder zu filtern. 26 1,92 1,02 2 1 Ich aktualisiere die Filtereinstellungen meines E-Mail- 59 1,68 1,06 1 1 Programms. 0,543 25 1,84 1,18 1 1 Ich passe meine Feed-Abonnements meinem 59 2,90 1,37 3 4 Lernvorhaben an (z.B. nicht mehr benötigte 0,005 Abonnements kündigen). 26 2,00 1,13 2 1 Ich sortiere Freunde in Sozialen Netzwerken in Gruppen 59 2,41 1,42 2 1 und Listen, um meine Informationsströme zu filtern. 0,294 26 2,12 1,51 1 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 12. 5 Dokumentation Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich dokumentiere meinen Lernprozess im Netz (z.B. in 59 2,17 1,39 1 1 1 2 3 4 5 einem Blog oder einem Wiki). 0,002 26 1,23 0,65 1 1 Meinen Lernfortschritt teile ich meinem Online-Netzwerk 59 2,20 1,23 2 1 mit (z.B. innerhalb eines Blogposts oder in 0,001 Statusmitteilungen). 26 1,35 0,89 1 1 Ich veröffentliche Statusmitteilungen über meinen 59 2,37 1,41 2 1 Lernprozess in Sozialen Netzwerken (z.B. Facebook 0,000 oder Twitter). 26 1,31 0,88 1 1 Ich schreibe Beiträge zur Dokumentation meines 59 1,34 0,80 1 1 Lernfortschritts in meinen Blog, die nur für mich selbst 0,238 sichtbar sind. 26 1,23 0,86 1 1 Ich veröffentliche auch unfertige Inhalte zu meinem 57 1,91 1,20 1 1 Lernvorhaben im Internet. 0,005 26 1,27 0,83 1 1 Ich stelle im Netz Fragen zu meinem Lernvorhaben (z.B. 59 2,46 1,18 2 3 auf meinem Blog, in einem Forum). 0,053 26 1,96 1,31 1 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 13. 6 Kollaboration Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich versuche Lerninhalte anderer Personen im Internet 58 1,86 1,08 1 1 1 2 3 4 5 weiterzuentwickeln. 0,048 26 1,42 0,90 1 1 Ich beteilige mich aktiv an der Bearbeitung von Artikeln 59 1,73 1,05 1 1 zu meinem Lernvorhaben in Wikis (z.B. Wikipedia oder 0,027 ein anderes Wiki). 26 1,31 0,79 1 1 Ich erstelle neue Artikel zu meinem Lernvorhaben in 58 1,59 0,99 1 1 Wikis (z.B. Wikipedia oder ein anderes Wiki). 0,003 26 1,04 0,20 1 1 Neben E-Mail nutze ich weitere Internet-Werkzeuge, um 59 3,59 1,19 4 4 gemeinsam mit anderen an meinem Lernvorhaben zu 0,037 arbeiten. 26 2,96 1,37 3 3 Ich schreibe zusammen mit anderen in einem Blog zum 58 1,66 1,18 1 1 Thema meines Lernvorhabens. 0,067 26 1,19 0,57 1 1 Zu meinem Lernvorhaben arbeite ich gemeinsam mit 59 2,81 1,51 3 1 anderen an Online-Dokumenten wie z.B. Google Text & 0,039 Tabellen, Zoho oder Etherpad. 26 2,08 1,23 2 1 Ich arbeite zusammen mit anderen an Link- und 58 1,97 1,20 2 1 Literatursammlungen zu meinem Lernvorhaben (z.B. in 0,252 Gruppen bei Mendeley, Zotero oder Mister Wong). 26 1,77 1,31 1 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 14. 7 Werkzeugwahl Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich überlege mir, welche Internet-Tools sich für die 59 3,25 1,23 3 4 1 2 3 4 5 Bearbeitung eines bestimmten Lernvorhabens eignen. 0,590 26 3,08 1,32 3 3 Ich überlege mir, wie ich ein konkretes Lernvorhaben mit 59 3,42 1,33 4 4 Hilfe des Internets bearbeiten kann (z.B. mit einem Wiki 0,015 oder Google Text & Tabellen). 26 2,69 1,26 3 3 Online-Tools und -Dienste prüfe ich auf Ihre Eignung zur 59 3,25 1,25 3 3 Erledigung meines Lernvorhabens. 0,624 26 3,08 1,32 3 3 Ich kombiniere verschiedene Tools zur Bearbeitung eines 59 2,90 1,46 3 1 Lernvorhabens (z.B. Skype mit Wiki bei der Bearbeitung 0,062 eines Textes). 26 2,27 1,40 2 1 Ich arbeite immer mit den gleichen Tools, unabhängig 59 2,41 1,07 2 2 vom Lernvorhaben. 0,929 26 2,42 1,27 2 1 Wenn ich von neuen Web-Anwendungen höre, teste ich 59 3,17 1,28 3 4 sie sofort, ob sie für mein Lernvorhaben geeignet sind. 0,004 25 2,28 1,24 2 1 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 15. 8 Lernorganisation Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich lege mir Zeiten fest, wann ich mich mit der 59 2,34 1,28 2 1 1 2 3 4 5 Bearbeitung eines Lernvorhabens beschäftige. 0,062 25 2,92 1,32 3 3 Ich lerne nach festen Vorgaben (z.B. genaue 59 2,42 1,22 2 1 Aufgabenstellung, vorgegebene Literatur). 0,202 26 2,77 1,14 3 2 Ich entwickle selbst neue Lernvorhaben. 59 3,29 1,40 3 3 0,003 26 2,27 1,25 2 1 Bevor ich mit einem Lernvorhaben beginne, setze ich mir 59 2,90 1,09 3 2 Lernziele. 0,516 26 3,08 1,29 3 3 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 16. 9 Online Kommunikation Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich reagiere auf Bewertungen und Kommentare von 59 3,22 1,44 4 4 1 2 3 4 5 anderen Personen zu meinen eigenen Lerninhalten. 0,000 26 1,85 1,35 1 1 Ich beteilige mich an Konversationen auf Weblogs zu 57 2,53 1,20 2 2 meinem Lernvorhaben. 0,005 26 1,77 1,03 1 1 Ich beteilige mich an Diskussionen zu Wiki-Artikeln zu 59 1,88 1,07 1 1 meinem Lernvorhaben. 0,000 26 1,12 0,59 1 1 Ich schreibe in öffentlich zugängliche Foren, die im 59 2,05 1,25 1 1 Zusammenhang mit meinem Lernvorhaben stehen. 0,117 26 1,62 1,06 1 1 Neben E-Mail nutze ich weitere Internet-Werkzeuge, um 58 3,69 1,40 4 5 mich mit anderen (z.B. Freunde, Experten) über das 0,014 Internet zu Lernthemen auszutauschen. 26 2,88 1,37 3 2 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 17. 10 Parallelität / Multitasking Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Während des Bearbeitens eines Lernvorhabens schaue 59 3,80 1,06 4 4 1 2 3 4 5 ich auch nach meinen E-Mails oder reagiere auf 0,002 Anfragen z.B. über Chat oder Twitter. 26 2,77 1,45 3 1 Ich bearbeite Lernvorhaben, für die ich das Internet 58 2,41 1,16 2 2 nutze, nacheinander.* 0,176 26 2,88 1,40 3 2 Beim Bearbeiten eines Lernvorhabens versuche ich alle 59 2,05 1,07 2 1 störenden Faktoren abzuschalten (E-Mail, Twitter, 0,715 Facebook, ...).* 26 2,19 1,23 2 1 Wenn ich mein aktuelles Lernvorhaben bearbeite, 59 3,22 1,15 3 3 beschäftige ich mich im Internet nebenbei auch mit 0,732 anderen Inhalten. 26 3,31 1,05 4 4 *Kontrollvariable (wurden zur Skalen-Berechnung umgepolt) Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 18. 11 Prokrastination / Aufmerksamkeit Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Sig. eSTUDIs Ich beteilige mich an vielen Themen im Netz und verliere 59 2,02 0,96 2 2 1 2 3 4 5 dann mein eigentliches Lernvorhaben aus dem Blick. 0,451 26 1,88 0,99 2 1 Wenn ich mich mit einem Lernvorhaben beschäftige, bin 59 3,07 1,22 3 3 ich leicht von eingehenden Informationen abgelenkt (z.B. 0,398 Chatnachrichten, E-Mails, Tweets). 26 2,81 1,30 3 3 Ich ertappe mich dabei, dass ich beim Bearbeiten eines 59 3,68 1,12 4 4 Lernvorhabens plötzlich ganz andere Dinge tue (z.B. 0,088 Neuigkeiten bei Facebook checken). 26 3,12 1,37 3 4 Mir fallen immer wieder gute Alternativen im Netz ein 59 2,81 1,29 3 3 (z.B. YouTube-Videos), um nicht mit der Bearbeitung 0,160 meines Lernvorhabens weiterzumachen. 26 3,23 1,27 4 4 Bei der Recherche zu meinem Lernvorhaben finde ich 59 3,02 1,06 3 3 mich plötzlich bei einem ganz anderen Thema wieder. 0,040 26 2,50 0,99 2 2 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 19. 12 Identitätsentwicklung und -steuerung Bildungstwitterer N AM SD Md Mo Min eSTUDIs Ich überlege mir, was ich im Netz über mich 59 4,49 0,97 5 5 1 2 3 4 5 veröffentliche. 0,881 26 4,54 0,76 5 5 Ich mache mir Gedanken darüber, wer meine Daten 58 4,60 0,75 5 5 einsehen darf (z.B. meine Telefonnummer dürfen nur 0,590 Freunde sehen). 25 4,72 0,54 5 5 Ich versuche im Internet zu kontrollieren, was andere 59 3,22 1,46 3 5 über mich preisgeben (z.B. in Socialen Netzwerken das 0,193 Verlinken auf Bildern verbieten). 26 3,65 1,41 4 4 Ich mache mir Gedanken über die 59 4,20 1,11 5 5 Privatsphäreeinstellungen meiner Online-Profile in 0,301 Sozialen Netzwerken. 25 4,44 0,92 5 5 Skala von (1) „sehr selten“ bis (5) „sehr oft“
  • 20. Skala N AM SD Item min max Schiefe Alpha 1 Vernetzen mit Experten 81 20,77 6,91 7 9 33 -0,174 0,863 2 Informationen teilen 81 15,05 6,92 7 7 31 0,609 0,869 3 Informationen suchen 85 18,39 5,77 6 6 29 -0,210 0,757 4 Filterung 84 11,99 4,66 5 5 22 0,136 0,697 5 Dokumentation 83 11,30 5,13 6 6 25 0,811 0,814 6 Kollaboration 81 14,11 5,40 7 7 29 0,714 0,794 7 Werkzeugwahl 84 17,56 5,12 6 6 27 -0,251 0,738 8 Lernorganisation 84 10,96 3,21 4 4 19 0,064 0,483 9 Online Kommunikation 82 12,01 5,06 5 5 22 0,181 0,843 10 Parallelität / Multitasking 84 14,08 2,94 4 5 20 -0,598 0,455 11 Prokrastination / Aufmerksamkeit 85 14,27 4,30 5 5 25 -0,101 0,793 12 Identitätsentwicklung und -steuerung 82 16,81 2,93 4 8 20 -0,856 0,652 Verteilungskennwerte und interne Konsistenzen der Skalen
  • 21. Fazit für Bildungstwitterer I ‣ nutzt das Mitmachnetz, um Experten für Lernvorhaben zu finden, findet diese auch und vernetzt sich mit ihnen ‣ verbindet sich mit anderen zum Austausch und lernt aus diesem Austausch etwas für seine Lernvorhaben ‣ verwendet das Mitmachnetz zur Informationssuche, Dienste wie RSS und Twitter unterstützen ihn hierbei; Filter spielen keine Rolle ‣ dokumentiert den Lernprozesses nicht im Mitmachnetz und auch Kollaboration findet eher selten statt ‣ überlegt sich, wie man das Internet zur Lösung eines Lernvorhabens einsetzt
  • 22. Fazit für Bildungstwitterer II ‣ definiert Lernvorhaben selbst ‣ reagiert auf Kommentare von anderen zum eigenen Lernvorhaben, diskutiert aber nicht auf Wikiseiten, Blogs oder Foren ‣ reagiert während der Bearbeitung eines Lernvorhabens auf E-Mail- Anfragen oder Chat und Twitter ‣ beschäftigt sich parallel mit anderen Dingen ‣ lässt sich vom Lernvorhaben ablenken, beschäftigt sich dann mit ganz anderen Themen, verliert Lernvorhaben aber nicht aus dem Blick ‣ macht sich Gedanken zur Sichtbarkeit im Netz, was er veröffentlicht und wie die Privatsphäre-Einstellung im Netzwerk lauten
  • 23. Bildungstwitterer vs. eSTUDIs ‣ bei signifikanten Unterschieden verwenden Bildungstwitterer Lernstrategie überwiegend häufiger ‣ trotz Besuch eines Seminars zu Lern- und Medienkompetenz sowie Einsatz von Social Software im Studium verwenden eSTUDIs diese nach einem Semester nur sehr selten Ausblick ➡ Test mit größerem N ➡ Skalen verfeinern Einladung z ur Nutzung ➡ & Weitere ntwicklung
  • 24. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Saskia-Janina Untiet-Kepp Thomas Bernhardt Mail Saskia.Kepp@gmx.net th.bernhardt@uni-bremen.de Office 0421 / 218 69 141 Mobil 0179 / 78 234 12 Blog elearning2null.de Twitter @skepp | @thbernhardt
  • 25. Quellen I ‣ Baumgartner, Peter (2006). Web 2.0: Social Software & E- Learning: Schwerpunktheft: E-Learning und Social Software. Computer + Personal (CoPers), 14(8), 2022;34. ‣ Downes, Stephen (2005). E-Learning 2.0: Feature Article. eLearn Magazine. Online: http://www.elearnmag.org/subpage.cfm?section=articles&article=29-1 (verifiziert: 7.3.2011, 9:54 MEZ) ‣ Erpenbeck, John & Sauter, Werner. 2007. Kompetenzentwicklung im Netz: New Blended Learning mit Web 2.0. PersonalwirtschaftBuch. Köln: Luchterhand/Kluwer. ‣ Jadin, Tanja (2008). Social Software für kollaboratives Lernen. Pages 2335 of: Batinic, B., Koller, A., & Sikora, H. (eds), E-Learning in Oberösterreich: Digitale Medien und lebenslanges Lernen. Linz: Trauner Verlag. ‣ Knowles, Malcolm Shepherd (1980). Self-directed learning: A guide for learners and teachers. Englewood Clis, NJ: Cambridge Adult Education.
  • 26. Quellen II ‣ Redecker, Christine (2009): Review of learning 2.0 Practices. Study on the Impact of Web 2.0 Innovations on Education and Training in Europe. JRC Scientific and technical Report. ‣ Reinmann, Gabi (2008). Selbstorganisation im Netz: Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen. ‣ Wild, Klaus-Peter, Schiefele, Ulrich und Winteler, Adi (o.A.). Inventar zur Erfassung von Lernstrategien im Studium (LIST). Online verfügbar unter: http://elbanet.ethz.ch/wikifarm/ vfriedrich/uploads/Main/LIST-Dokumentation.pdf ‣ Alle Bilder (außer 1. Folie) stammen von FreeDigitalPhotos.net ‣ jscreationszs: Folie 9, 10, 11, 13, 14, 17, 18 ‣ digitalart: Folie 15, 16, 20 ‣ renjith krishnan: Folie 12 ‣ graur razvan ionut: Folie 19
  • 28. Eckdaten erste Erhebung | Bildungstwitterer ‣ Umfrage unter Followern von @thbernhardt & @skepp sowie Lesern von elearning2null.de ‣ Erhebungszeitraum: 21. Oktober bis 19. November 2011 ‣ 15 Retweets des ersten Tweets (21.10.) und 17 des zweiten (25.10.) ‣ 366 Aufrufe (Netto 233 - Ausschöpfungsquote 63,66%) ‣ allerdings nur 59 beendeten Items zu Lernstrategien (Beendigungsquote 18,3%) ‣ Referer: 67 direkt bzw. ohne; 55 über Twitter; 31 über elearning2null.de; Rest über Facebook, StudiVZ oder Feedreader
  • 29. Computer- und Internetnutzung ‣ 53 besitzen einen Laptop, 35 einen Desktop- ‣ 47 haben zuhause Internet-Zugang mit Computer, 30 ein Smartphone mit Flatrate, 2 ohne Flatrate eingerichtetem Internetzugang, 22 ein ‣ 5 nutzen den PC ca. 1-2 Stunden am Tag, Netbook, 12 eine Stationäre Videokonsole 11 ca. 3-4 Stunden am Tag, 43 länger mit eingerichtetem Internetzugang, 6 eine ‣ 14 nutzen PC hauptsächlich privat, portable Videokonsole mit eingerichtetem 37 beruflich, 7 für Schule/Studium Internetzugang ‣ im Durchschnitt nutzen sie bereits seit ‣ im Durchschnitt 2 Geräte im Besitz 16 Jahren (Md: 15, Mo: 12) einen PC ‣ 2 keins, ‣ 1 nutzt das Internet „1-2 Stunden pro ‣ 15 zumindest 1 Gerät, Woche“, 5 nutzen „ca. 1-2 Stunden am Tag“, ‣ 23 besitzen 2 Geräte, 15 „ca. 3-4 Stunden am Tag“ und 38 „länger“ ‣ 16 besitzen 3 und ‣ als Internetexperten würden sich 31 ‣ 2 sogar 5 Geräte bezeichnen, 24 “ein wenig” und 4 “überhaupt nicht” N=59
  • 30. Andere fragen mich bei Computerproblemen um Rat... kann ich selber nein selten regelmäßig häufig nicht ...wenn der Rechner spinnt 3 7 15 20 14 ...bei der Bedienung von Software 1 2 12 26 17 ...bei der Erstellung von Webseiten 10 10 18 12 9 ...beim Programmieren 29 11 11 6 2 N=52