Bildanalyse im 

Umgang mit Social Media
Panofsky and beyond - phwa.ch/panfosky
Disney Channel, 2001-2004
Ablauf
»Für uns ist genaue Bildanalyse Alltag,
wir machen das ständig.«
»Bilder schaue ich nur genauer an,
wenn jemand drauf ist, den ich mag
oder hasse.«
»Ich habe sowas noch nie gemacht, ich
achte nicht auf Detail. Würde einfach
denken, ah, die sind abgehangt.«
Schülerinnen und Schüler, 16
natürliches Subjekt 

konventionales Subjekt

eigentliche Bedeutung
vorikonographische Beschreibung
ikonographische Beschreibung
ikonologische Interpretation
natürliches Subjekt 

konventionales Subjekt

eigentliche Bedeutung
vorikonographische Beschreibung
ikonographische Beschreibung
ikonologische Interpretation
Unser australischer Buschmann wäre
außerstande, das Sujet des letzten
Abendmahls zu erkennen; ihm würde
es nur die Vorstellung einer erregten
Tischgesellschaft vermitteln. Um die
ikonographische Bedeutung
des Bildes zu verstehen, müßte er sich
mit dem Inhalt der Evangelien
vertraut machen.
Panofsky, S. 45
[…] unsere synthetische Intuition [ist]
durch eine Einsicht in die Art und
Weise zu korrigieren, wie
unter wechselnden historischen
Bedingungen die allgemeinen und
wesentlichen Tendenzen des
menschlichen Geistes durch
bestimmte Themen und Vorstellungen
ausgedrückt wurden.
Panofsky, S.48
Before They Perished, Ausstellung in Auschwitz-Birkenau (Brager, 2014)
Gerade bei der Suche nach der
eigentlichen Bedeutung oder dem
Gehalt treffen sich die verschiedenen
geisteswissenschaftlichen Disziplinen
auf einer gemeinsamen Ebene, statt
sich gegenseitig als Handlanger zu
dienen.
Panofsky, S.49
When I wake up, I have about 40 snaps from
friends. I just roll through and respond to
them. […] 

No conversations…it’s mostly selfies.
Depending on the person, the selfie changes.
Like, if it’s your best friend, you make a gross
face, but if it’s someone you like or don’t
know very well, it’s more regular. […]

I don’t really see what they send. I tap
through so fast. It’s rapid fire.

(Rosen, 2016)
»Selbst wer als Privatperson im Garten
eine Blüte fotografiert und […] keine
Ware herstellen will, bewegt sich in
dieser Zone industrieller
Formatierung, welche vom
fotografischen Belichtungsverfahren
bis zum rechtwinkligen Bildausschnitt
reicht […].«
Bruhn, 2013, 134f.
»Als ‚Bild‘ kann seither gelten, was
einzigartig und verehrungswürdig ist,
aber ebenso gut auch das, was als
Massenbild oder als Stilform
omnipräsent in Erscheinung tritt.«
Bruhn, 2013, S. 137
»[…] aus Massentechnologien ergeben
sich Ökologien der Gewöhnung,
Aufmerksamkeit, Teilhabe, die zu
jener scheinbaren Autonomie von
Bildern des Internet führen konnten,
welche sich von ihren Trägermedien
zu lösen scheinen und ein eigenes
soziales Leben beginnen […]«
Bruhn, 2013, S. 138
Captiv8, a company that connects
brands to influencers, says someone
with three million to seven million
followers can charge, on average, […|
$75,000 for a post on Instagram or
Snapchat […]. For influencers with
50,000 to 500,000 followers, the
average is $1,000 for Instagram or
Snapchat.
Maheshwari, 2016
The company has counted more than
200,000 Instagram posts a month
tagged with “#ad,” “#sp” or
“#sponsored” […]. Any one brand
could be working with thousands of
influencers, said Ms. Engle of the
F.T.C., and most are not reality
television stars. “Most of them are just
more or less regular people,” she said.
Maheshwari, 2016
The rise of the selfie coincides with
revelations of mass surveillance: We have
all started taking more photos of ourselves
as we’ve become subjects to the
government’s massive recording
apparatuses. Being photographed and
monitored constantly, whether by friends’
cell phones or the NSA, is shattering
already unstable subject positions around
the photograph, not to mention the value
of differentiating between public and
private space. Brager, 2014
Hasan Elahi
Didaktik der Fallstudie
Dabei lernen die Studierenden nicht nur
den Umgang mit Annahmen und das Ziehen
von Schlussfolgerungen. Sie lernen
auch das aktive Zuhören und Verstehen
anderer Sichtweisen.
Matzler et al., 2006, S. 234
produktionsorientierte Verfahren
Die Schülerinnen und Schüler werden
angeregt, eigene Vorstellungen zum Text zu
entwickeln und sie in mannigfacher Form
gestaltend zum Ausdruck zu bringen. [Was
diese Verfahren besonders gut können] ist die
»Konfrontation eigener Erfahrungen« mit dem
»Unbestimmtheitsbetrag« eines Textes zu
verschärfen, […] denn all diese Verfahren
motivieren dazu die Aufmerksamkeit […] auf
das Unbestimmte oder das Besondere zu
lenken.
Spinner/Menzel/Haas, 1994, S. 9f.
Danke! 

Folien:
Kontakt: 

phwa.ch/panofsky
wampfler@schulesocialmedia.ch

+41 78 704 29 29

phwampfler
Brager, Jenna (2014): Selfie Control. http://thenewinquiry.com/essays/selfie-control/
Bruhn, Matthias (2013): Im Supermarkt der Bilder. In: Alloa/Falk (Hg.): BildÖkonomie. 

München, S. 133-149.
Haas, G.; Menzel, W; Spinner, K. H. (1994): Handlungs- und produktionsorientierter 

Literaturunterricht. In: Praxis Deutsch, 1994, H.123: S. 17-25.
Maheshwari, Sapna (2016): Endorsed on Instagram by a Kardashian, but Is It Love or 

Just an Ad? New York Times, 30. August 2016.
Matzler, Kurt; Bidmon, Sonja; Schwarz-Musch, Alexander (2006): Didaktische Aspekte
der Arbeit mit Case Studies. In: Engelhardt-Nowitzki, Corinna (Hg.): Ausbildung in der
Logistik. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag, S. 241-273.
Panofsky, Erwin (1975): Ikonographie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der 

Renaissance. In: ders.: Sinn und Deutung in der bildenden Kunst, Köln.
Rosen, Ben (2016): My Little Sister Taught Me How To “Snapchat Like The Teens” 

https://www.buzzfeed.com/benrosen/how-to-snapchat-like-the-teens


Bildanalyse, Medienkompetenz und Social Media

  • 1.
    Bildanalyse im 
 Umgangmit Social Media Panofsky and beyond - phwa.ch/panfosky
  • 5.
  • 6.
  • 18.
    »Für uns istgenaue Bildanalyse Alltag, wir machen das ständig.« »Bilder schaue ich nur genauer an, wenn jemand drauf ist, den ich mag oder hasse.« »Ich habe sowas noch nie gemacht, ich achte nicht auf Detail. Würde einfach denken, ah, die sind abgehangt.« Schülerinnen und Schüler, 16
  • 19.
    natürliches Subjekt 
 konventionalesSubjekt
 eigentliche Bedeutung vorikonographische Beschreibung ikonographische Beschreibung ikonologische Interpretation
  • 20.
    natürliches Subjekt 
 konventionalesSubjekt
 eigentliche Bedeutung vorikonographische Beschreibung ikonographische Beschreibung ikonologische Interpretation
  • 21.
    Unser australischer Buschmannwäre außerstande, das Sujet des letzten Abendmahls zu erkennen; ihm würde es nur die Vorstellung einer erregten Tischgesellschaft vermitteln. Um die ikonographische Bedeutung des Bildes zu verstehen, müßte er sich mit dem Inhalt der Evangelien vertraut machen. Panofsky, S. 45
  • 22.
    […] unsere synthetischeIntuition [ist] durch eine Einsicht in die Art und Weise zu korrigieren, wie unter wechselnden historischen Bedingungen die allgemeinen und wesentlichen Tendenzen des menschlichen Geistes durch bestimmte Themen und Vorstellungen ausgedrückt wurden. Panofsky, S.48
  • 23.
    Before They Perished,Ausstellung in Auschwitz-Birkenau (Brager, 2014)
  • 24.
    Gerade bei derSuche nach der eigentlichen Bedeutung oder dem Gehalt treffen sich die verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen auf einer gemeinsamen Ebene, statt sich gegenseitig als Handlanger zu dienen. Panofsky, S.49
  • 25.
    When I wakeup, I have about 40 snaps from friends. I just roll through and respond to them. […] 
 No conversations…it’s mostly selfies. Depending on the person, the selfie changes. Like, if it’s your best friend, you make a gross face, but if it’s someone you like or don’t know very well, it’s more regular. […]
 I don’t really see what they send. I tap through so fast. It’s rapid fire.
 (Rosen, 2016)
  • 27.
    »Selbst wer alsPrivatperson im Garten eine Blüte fotografiert und […] keine Ware herstellen will, bewegt sich in dieser Zone industrieller Formatierung, welche vom fotografischen Belichtungsverfahren bis zum rechtwinkligen Bildausschnitt reicht […].« Bruhn, 2013, 134f.
  • 28.
    »Als ‚Bild‘ kannseither gelten, was einzigartig und verehrungswürdig ist, aber ebenso gut auch das, was als Massenbild oder als Stilform omnipräsent in Erscheinung tritt.« Bruhn, 2013, S. 137
  • 29.
    »[…] aus Massentechnologienergeben sich Ökologien der Gewöhnung, Aufmerksamkeit, Teilhabe, die zu jener scheinbaren Autonomie von Bildern des Internet führen konnten, welche sich von ihren Trägermedien zu lösen scheinen und ein eigenes soziales Leben beginnen […]« Bruhn, 2013, S. 138
  • 33.
    Captiv8, a companythat connects brands to influencers, says someone with three million to seven million followers can charge, on average, […| $75,000 for a post on Instagram or Snapchat […]. For influencers with 50,000 to 500,000 followers, the average is $1,000 for Instagram or Snapchat. Maheshwari, 2016
  • 34.
    The company hascounted more than 200,000 Instagram posts a month tagged with “#ad,” “#sp” or “#sponsored” […]. Any one brand could be working with thousands of influencers, said Ms. Engle of the F.T.C., and most are not reality television stars. “Most of them are just more or less regular people,” she said. Maheshwari, 2016
  • 36.
    The rise ofthe selfie coincides with revelations of mass surveillance: We have all started taking more photos of ourselves as we’ve become subjects to the government’s massive recording apparatuses. Being photographed and monitored constantly, whether by friends’ cell phones or the NSA, is shattering already unstable subject positions around the photograph, not to mention the value of differentiating between public and private space. Brager, 2014
  • 37.
  • 38.
  • 39.
    Dabei lernen dieStudierenden nicht nur den Umgang mit Annahmen und das Ziehen von Schlussfolgerungen. Sie lernen auch das aktive Zuhören und Verstehen anderer Sichtweisen. Matzler et al., 2006, S. 234
  • 40.
  • 41.
    Die Schülerinnen undSchüler werden angeregt, eigene Vorstellungen zum Text zu entwickeln und sie in mannigfacher Form gestaltend zum Ausdruck zu bringen. [Was diese Verfahren besonders gut können] ist die »Konfrontation eigener Erfahrungen« mit dem »Unbestimmtheitsbetrag« eines Textes zu verschärfen, […] denn all diese Verfahren motivieren dazu die Aufmerksamkeit […] auf das Unbestimmte oder das Besondere zu lenken. Spinner/Menzel/Haas, 1994, S. 9f.
  • 43.
  • 44.
    Brager, Jenna (2014):Selfie Control. http://thenewinquiry.com/essays/selfie-control/ Bruhn, Matthias (2013): Im Supermarkt der Bilder. In: Alloa/Falk (Hg.): BildÖkonomie. 
 München, S. 133-149. Haas, G.; Menzel, W; Spinner, K. H. (1994): Handlungs- und produktionsorientierter 
 Literaturunterricht. In: Praxis Deutsch, 1994, H.123: S. 17-25. Maheshwari, Sapna (2016): Endorsed on Instagram by a Kardashian, but Is It Love or 
 Just an Ad? New York Times, 30. August 2016. Matzler, Kurt; Bidmon, Sonja; Schwarz-Musch, Alexander (2006): Didaktische Aspekte der Arbeit mit Case Studies. In: Engelhardt-Nowitzki, Corinna (Hg.): Ausbildung in der Logistik. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag, S. 241-273. Panofsky, Erwin (1975): Ikonographie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der 
 Renaissance. In: ders.: Sinn und Deutung in der bildenden Kunst, Köln. Rosen, Ben (2016): My Little Sister Taught Me How To “Snapchat Like The Teens” 
 https://www.buzzfeed.com/benrosen/how-to-snapchat-like-the-teens