Fachgespräch „Medienbildung“Dr. Benjamin JörissenOtto-v.-Guericke-Univ. Magdeburgwww.joerissen.namebenjamin@joerissen.nameTwitter: @bjoerissen, @joeribenwienXtra Medienzentrum29. April 2010
„Strukturale                       Medienbildung“
Wozu der bildungstheoretische Aufwand?
Wozu Bildungstheorie?In bildungstheoretischer Hinsicht „geht es um die Frage, welcher Begriff von Bildung unter den Bedingungen der Wissensgesellschaftals Zielbestimmung pädagogischen Handelnsfungieren [kann] …“Koller, Hans-Christoph (2007): Bildung als Entstehung neuen Wissens? Zur Genese des Neuen in transformatorischen Bildungsprozessen. In: Müller, Hans-Rüdiger/Stravoradis, Wassilos (Hrsg.): Bildung im Horizont der Wissensgesellschaft. Springer 2007, S. 49-66
Wozu Bildungstheorie?… welcher Begriff also „beschreiben kann, was durch pädagogisches Handeln bewirkt, befördert oder – vorsichtiger formuliert – was dadurch unterstützt und ermöglicht werden soll.“Koller, Hans-Christoph (2007): Bildung als Entstehung neuen Wissens? Zur Genese des Neuen in transformatorischen Bildungsprozessen. In: Müller, Hans-Rüdiger/Stravoradis, Wassilos (Hrsg.): Bildung im Horizont der Wissensgesellschaft. Springer 2007, S. 49-66
ModerneOrientierungskrisenzweite Moderne /                                         Postmoderne
Krisentypen der ModerneStrukturkrisenRegulationskrisenKohäsionskrisenWilhelm HeitmeyerHeitmeyer, Wilhelm (1997): Was treibt die Gesellschaft auseinander? Bundesrepublik Deutschland: Auf dem Weg von der Konsens- zur Konfliktgesellschaft. Frankfurt/M.
BildungStrukturale Bildungstheorie (Marotzki 1990)„struktural“?Strukturmuster der WeltaufordnungMarotzki, Winfried (1990): Entwurf einer strukturalen Bildungstheorie. Weinheim: Deutscher Studien-Verl.
BildungStrukturale Bildungstheorie (Marotzki 1990)„struktural“?Transformation der Strukturmuster der WeltaufordnungMarotzki, Winfried (1990): Entwurf einer strukturalen Bildungstheorie. Weinheim: Deutscher Studien-Verl.
BildungStrukturale Bildungstheorie (Marotzki 1990)    Bildung als ProzessversusAusbildung (Lernen)versus„Gebildetheit“ (Kanon)Marotzki, Winfried (1990): Entwurf einer strukturalen Bildungstheorie. Weinheim: Deutscher Studien-Verl.
<ironicmode>„Staat, Frieden, Molekül, Geist, Sport. New York, Borneo, Bielefeld — 50 Ideen, 50 Orte, aktuelle Brennpunkte, historische Stätten.“</ironicmode>Schwanitz, Dietrich (1999): Bildung. Alles, was man wissen muß. Frankfurt/M.Die Zeit (Hrsg.) (2008): Das Wissen dieser Welt. Der ZEIT-Bildungskanon. Heidelberg.
BildungOrientierungUmgang mit Kontingenz
BildungOrientierungUmgang mit KontingenzFlexibilisierungUmorientierung,Reframing, Reflexivität
BildungOrientierungUmgang mit KontingenzFlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-Handeln
BildungOrientierungUmgang mit KontingenzFlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierungUmgang mit KontingenzZwischenbilanz:Diese Perspektive ist zunächstnicht primär medienorientiert.FlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierungUmgang mit KontingenzFrage:Worin liegt die besondereBildungsrelevanz der Medien?FlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierungUmgang mit KontingenzAntwort:Medien sind zugleich Teil der Welt                                 und „Weltlieferant“.FlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierungUmgang mit KontingenzAls Teil der Welt sind Medien „Gegenstand“ 			(sichtbar, objektivierbar)Als „Weltlieferanten“ sind Medien„strukturierende Strukturen“			(Voraussetzung, etwas 			         sichtbar zu machen)FlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierungUmgang mit KontingenzAls Teil der Welt sind Medien „Gegenstand“ 			(sichtbar, objektivierbar)Als „Weltlieferanten“ sind Medien„strukturierende Strukturen“			(Voraussetzung, etwas 			         sichtbar zu machen)FlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierungUmgang mit KontingenzAls Teil der Welt sind Medien „Gegenstand“► mediale EbeneAls „Weltlieferanten“ sind Medien„strukturierende Strukturen“►mediologische EbeneFlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungOrientierung Marshall McLuhan: „The Medium isthe Message“Umgang mit KontingenzAls Teil der Welt sind Medien „Gegenstand“ 			(sichtbar, objektivierbar)Als „Weltlieferanten“ sind Medien„strukturierende Strukturen“			(Voraussetzung, etwas 			         sichtbar zu machen)FlexibilisierungUmorientierung,Reframing, ReflexivitätTentativitätExploration, Kreativität , Als-ob-HandelnOffenheit für Fremdheit/AndersheitAlterität
MedienBildungFazit: Strukturale Medienbildung =Die Bildungsrelevanz   (Potenziale zur Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen)                  von Medien                        (als „stukturierende Weltlieferanten“)         einschätzbar und zugänglich machen.                                                (durch empirische Strukturanalysen)
MedienBildungFazit: Strukturale Medienbildung =Die Bildungsrelevanz   (Potenziale zur Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen)                  von Medien                        (als „stukturierende Weltlieferanten“)         einschätzbar und zugänglich machen.                                                (durch empirische Strukturanalysen)
MedienBildungFazit: Strukturale Medienbildung =Die Bildungsrelevanz   (Potenziale zur Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen)                  von Medien                        (als stukturierende „Weltlieferanten“) einschätzbar und zugänglich machen.                                                (durch empirische Strukturanalysen)
MedienBildungFazit: Strukturale Medienbildung =Die Bildungsrelevanz   (Potenziale zur Transformation von Selbst- und Weltverhältnissen)                  von Medien                        (als stukturierende „Weltlieferanten“)         einschätzbar und zugänglich machen.                                                (durch empirische Strukturanalysen)
mediale Felder
Orientierungsdimensionen der (Medien-) Bildung
Immanuel Kant – Logik (1800)Kant, Immanuel (1977): Logik. Ein Handbuch zu Vorlesungen. In: ders.: Schriften zur Metaphysik und Logik 2. Werkausgabe Bd. VI. Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Orientierungsdimensionen der (Medien-) Bildung
Orientierungsdimensionen der (Medien-) Bildung
Orientierungsdimensionen der (Medien-) Bildung
Partizipationsdimensionen interaktiver Medien
Bezug zu kulturellen Objekten
Bezug zu anderen
Selbstbezug
Umgang mit Grenzen
Medienbildung,Medienpädagogik,Medienkompetenz?
Modernisierungsphänomene, Strukturkrisen, WissensgesellschaftMediale Artikulations-und Orientierungsoptionen
Gegebene mediale Zumutungen und Chancen als pädagogische AufgabeMedien stehen Nutzern als Teil ihrer Umwelt gegenüber.
Vielen Dank für Ihre          Aufmerksamkeit!Dr. Benjamin JörissenOtto-v.-Guericke-Univ. Magdeburgwww.joerissen.namebenjamin@joerissen.nameTwitter: @bjoerissen, @joeribenwienXtra Medienzentrum29. April 2010
(folgende Folien: Beispiel für ein Strukturanalysemodell)
Virtuelle Welten – Strukturanalysemodell
Strukturanalysemodell
Strukturale Medienbildung

Strukturale Medienbildung