SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
1 von 16
Ehrenamt –
              Chancen und Methoden
Das Beispiel des Konzerthauses Berlin




        Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Grundsätze

Ehrenamt …

…ist nie ein Ersatz, sondern immer ein Mehrwert

…ist ohne feste Strukturen meist nicht erfolgreich

…zu organisieren kostet Zeit und Geld




                Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Das Programm am Konzerthaus

•  Gegründet im Jahr 2003
•  Momentan 35 aktive Ehrenamtliche
•  Einsatzgebiete:
    –  Besucherbetreuung bei Konzerten
    –  Unterstützung des pädagogischen Programms
    –  Rundgänge durchs Konzerthaus




                 Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Lebenszyklus




Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Planung allgemein

•  Erste Fragen
   –  Welche Abteilungen wollen mit Ehrenamtlichen arbeiten, welche
      Aufgaben gibt es?...
•  Ressourcen
   –  Haben wir Räume?, Haben wir Arbeitsplätze?, Haben wir Zeit zur
      Betreuung?
•  Verantwortlichkeiten und internes Team
   –  Wer ist für die Ehrenamtlichen zuständig? Wer koordiniert?
•  Organisationsstruktur
   –  An welche Abteilung wird das Programm angegliedert?
•  Projektliste
   –  Welche Projekte kommen in frage?




                     Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Planung am Konzerthaus

•  Leitung im Haupt- und Ehrenamt:
    –  Institution: Direktor und 1 Mitarbeiter Marketing /
       Presse-ÖA
    –  Ehrenamt: 1 Gesamtkoordinatorin, dazu 2 „Sub-
       Koordinatoren“
•  Ressourcen:
    –  Zeit in Institution: 6-8 Stunden pro Woche
    –  Geld: für Outfit (Schals), Materialien (Flyer,
       Handbuch), Mailings, Incentives (Freikarten,
       Einladungen)



                   Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Auswahl allgemein

•  Festlegung der äußeren Parameter und Entwicklung der
   Aufgabenbeschreibungen
   –  Welche Voraussetzungen, wieviel Zeit, welche Aufgaben, was
      bekommen die EA im Gegenzuge
•  Plan zur Auswahl der Ehrenamtlichen und
   Bewerbungsmodalitäten
   –  Anzeigen, Handzettel, Formulare, Interviews, Tag der offenen Tür…
•  Vereinbarung
   –  Schriftliche Vereinbarung
•  Interviews und Auswahl
   –  Ablauf, Fragen, Umgang mit Ablehnung




                     Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Auswahl am Konzerthaus

•  Es gibt Aufgabenbeschreibungen
•  Es gibt offensive Bewerbungsinstrumente wie
   Informationstage, Handzettel, Eigenanzeigen etc…
•  Es gibt Bewerbungsbögen für Interessenten
   (Selbstauskunft)
•  Es gibt immer ein Interview, bevor das Engagement
   aufgenommen wird.
•  Es gibt Vereinbarungen




                 Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Training allgemein

•  Orientierungsveranstaltung
   –  Erste Veranstaltung, bei der alle Ehrenamtlichen eingewiesen
      werden
•  Handbuch
   –  Das Buch, in dem von A-Z alle wichtigen Details stehen
•  Dauer, Art, Inhalt und Aufbau der Schulungen
   –  Welche Dinge müssen die Ehrenamtlichen wissen, um ihr
      Engagement auszuüben
   –  Wie vermitteln wir das ohne Druck auszuüben
   –  Wie können wir die Qualität immer wieder überprüfen und neu
      schulen




                     Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Training am Konzerthaus

•  Schulungen:
   –  Dauer: 4 Trainingseinheiten à 4 Stunden im Abstand von ca. 14
      Tagen
   –  Inhalte: Untereinander Kennenlernen / Vermittlung: welche Ziele,
      wie funktioniert das Haus (Service-Handbuch!), wie will es
      wahrgenommen werden? Rallye, Quiz / Vermittlung der
      programmbezogenen Inhalte (Hinzuziehung von Referenten) /
      Arbeitsgruppen / „Hausaufgaben“ mit Präsentation / Probestunden
      bzw. Rollenspiele
   –  Kosten: Kopien, Büromaterialien




                     Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Motivation und Dank allgemein

•  Täglicher Dank durch die Hauptamtlichen
•  besondere Anerkennung
   –  Geburtstagskarten, Weihnachtskarten, Auszeichnungen, etc..
•  Führung
   –  Wie gehen die Führungskräfte mit den Ehrenamtlichen um?
•  Beziehung Ehrenamtliche / Hauptamtliche
   –  Jährliches Fest zusammen mit dem Hauptamt, …




                    Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Motivation und Dank am Konzerthaus

•  Zum Abschluss der Saison gibt es jedes Jahr ein Fest
   mit den Hauptamtlichen und den Ehrenamtlichen
•  Außerdem werden 2x / Jahr Exkursionen organisiert
   (z.B. in Ausstellungen)
•  Die Ehrenamtlichen werden zum jährlichen
   Orchesterfest eingeladen
•  Die Koordinatoren erhalten eine Einladung zur
   Saisoneröffnung
•  Kartenkontingent: 10 Tickets pro Saison




                  Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Evaluation allgemein

•  Fragebögen…
•  Feedbackgespräche
   –  nach drei Monaten
   –  nach sechs Monaten




                    Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Evaluation am Konzerthaus

•  Trainings und Feedbackrunden: 3 x / Jahr
•  Rundgänge: 1x jährlich Kontrolle durch Teilnahme eines
   Mitarbeiters
•  Pädagogisches Programm: Auswertung nach jedem
   Probeneinsatz durch die ehrenamtliche Koordinatorin
•  Pädagogisches Programm: Feedback-Bögen der Lehrer




                  Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Das Programm am Konzerthaus –
     Nutzen durch das Binden von älteren Ehrenamtlichen


•  Die Ehrenamtlichen werden durch das Ehrenamt zu
   Botschaftern für das Konzerthaus
•  Die Kompetenzen der älteren Generation können
   genutzt werden – das kann allerdings auch ein Risiko
   sein (Rechthaberei und überbordendes Engagement)!
•  Interne Kommunikation: Ehrenamtliche werden als
   "Gegner" gesehen, die den Job nicht so gut können wir
   man selbst
  Das sind generelle Schwierigkeiten unabhängig vom
   Alter




                 Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
Das Ende unseres Vortrages –
der Anfang einer lebhaften Diskussion…




          Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger

Weitere ähnliche Inhalte

Ähnlich wie 2. Fachtag niedersächsischer Festivalmacher - Ehenamt

Ppt moodle lüneburg_kurs1
Ppt moodle lüneburg_kurs1Ppt moodle lüneburg_kurs1
Ppt moodle lüneburg_kurs1
AnnKell
 
Präsentation social bar
Präsentation social barPräsentation social bar
Präsentation social bar
foulder
 
Ppt moodle lüneburg_kurs2
Ppt moodle lüneburg_kurs2Ppt moodle lüneburg_kurs2
Ppt moodle lüneburg_kurs2
AnnKell
 
Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...
Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...
Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...
Jens Mittelbach
 
Bildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
Bildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und KommunikationBildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
Bildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
Beatrice Müller
 
studieninformation moodle_darmstadt
studieninformation moodle_darmstadtstudieninformation moodle_darmstadt
studieninformation moodle_darmstadt
AnnKell
 

Ähnlich wie 2. Fachtag niedersächsischer Festivalmacher - Ehenamt (20)

Grundlagen der Pressearbeit
Grundlagen der PressearbeitGrundlagen der Pressearbeit
Grundlagen der Pressearbeit
 
Ppt moodle lüneburg_kurs1
Ppt moodle lüneburg_kurs1Ppt moodle lüneburg_kurs1
Ppt moodle lüneburg_kurs1
 
PR Konzept für die DGGL
PR Konzept für die DGGLPR Konzept für die DGGL
PR Konzept für die DGGL
 
Die Rolle von Geisteswissenschaftlern in der Wirtschaft und ihre Berufspersp...
Die Rolle von Geisteswissenschaftlern in der Wirtschaft und ihre Berufspersp...Die Rolle von Geisteswissenschaftlern in der Wirtschaft und ihre Berufspersp...
Die Rolle von Geisteswissenschaftlern in der Wirtschaft und ihre Berufspersp...
 
Präsentation social bar
Präsentation social barPräsentation social bar
Präsentation social bar
 
Ppt moodle lüneburg_kurs2
Ppt moodle lüneburg_kurs2Ppt moodle lüneburg_kurs2
Ppt moodle lüneburg_kurs2
 
Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...
Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...
Ein rundes Service-Konzept: Vermittlung von Informationskompetenz und der For...
 
Informal Leadership: Case Study IAM live 2015
Informal Leadership: Case Study IAM live 2015Informal Leadership: Case Study IAM live 2015
Informal Leadership: Case Study IAM live 2015
 
Bildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
Bildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und KommunikationBildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
Bildungsprogramm 2013 von syndicom - Gewerkschaft Medien und Kommunikation
 
syndicom Bildungsprogramm 2013
syndicom Bildungsprogramm 2013syndicom Bildungsprogramm 2013
syndicom Bildungsprogramm 2013
 
studieninformation moodle_darmstadt
studieninformation moodle_darmstadtstudieninformation moodle_darmstadt
studieninformation moodle_darmstadt
 
Referate vorbereiten und präsentieren
Referate vorbereiten und präsentierenReferate vorbereiten und präsentieren
Referate vorbereiten und präsentieren
 
7. innovation for life de (final)
7. innovation for life de (final)7. innovation for life de (final)
7. innovation for life de (final)
 
Pressearbeit für Einsteiger: Herausragen in der Medienwelt
Pressearbeit für Einsteiger:   Herausragen in der MedienweltPressearbeit für Einsteiger:   Herausragen in der Medienwelt
Pressearbeit für Einsteiger: Herausragen in der Medienwelt
 
EnjoyWorkCamp: Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft
EnjoyWorkCamp: Lebens- & Arbeitswelten mit ZukunftEnjoyWorkCamp: Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft
EnjoyWorkCamp: Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft
 
Betterplace.org stärkt sein lokales Engagement durch ehrenamtliche Botschafter
Betterplace.org stärkt sein lokales Engagement durch ehrenamtliche BotschafterBetterplace.org stärkt sein lokales Engagement durch ehrenamtliche Botschafter
Betterplace.org stärkt sein lokales Engagement durch ehrenamtliche Botschafter
 
Was bringt Case Management für die Versorgung von Menschen mit Demenz - Ein B...
Was bringt Case Management für die Versorgung von Menschen mit Demenz - Ein B...Was bringt Case Management für die Versorgung von Menschen mit Demenz - Ein B...
Was bringt Case Management für die Versorgung von Menschen mit Demenz - Ein B...
 
Verhandeln
VerhandelnVerhandeln
Verhandeln
 
NPK2012 - Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen, Malte Duisberg: Wie Wertschätzung in der...
NPK2012 - Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen, Malte Duisberg: Wie Wertschätzung in der...NPK2012 - Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen, Malte Duisberg: Wie Wertschätzung in der...
NPK2012 - Dr. Paul Fuchs-Frohnhofen, Malte Duisberg: Wie Wertschätzung in der...
 
Geregelte Freiwilligendienste im Ausland und flexible Freiwilligenarbeit
Geregelte Freiwilligendienste im Ausland und flexible FreiwilligenarbeitGeregelte Freiwilligendienste im Ausland und flexible Freiwilligenarbeit
Geregelte Freiwilligendienste im Ausland und flexible Freiwilligenarbeit
 

Mehr von Musikland Niedersachsen

Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013
Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013
Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013
Musikland Niedersachsen
 
Internationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige Regie
Internationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige RegieInternationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige Regie
Internationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige Regie
Musikland Niedersachsen
 
Musik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-Plate
Musik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-PlateMusik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-Plate
Musik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-Plate
Musikland Niedersachsen
 

Mehr von Musikland Niedersachsen (20)

Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013
Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013
Musikland Niedersachsen: Festivalkarte 2013
 
M.Hutter fördermärkte
M.Hutter fördermärkteM.Hutter fördermärkte
M.Hutter fördermärkte
 
J.albrecht Ausrichtung förderer
J.albrecht Ausrichtung fördererJ.albrecht Ausrichtung förderer
J.albrecht Ausrichtung förderer
 
A.Lersch profil & branding
A.Lersch profil & brandingA.Lersch profil & branding
A.Lersch profil & branding
 
Dr. Röthele - Moral im kapitalismus
Dr. Röthele - Moral im kapitalismusDr. Röthele - Moral im kapitalismus
Dr. Röthele - Moral im kapitalismus
 
Karnehm-Wolff/Jess - Kultur im Kreis
Karnehm-Wolff/Jess - Kultur im KreisKarnehm-Wolff/Jess - Kultur im Kreis
Karnehm-Wolff/Jess - Kultur im Kreis
 
Bartelt - Startnext crowdfunding
Bartelt - Startnext crowdfundingBartelt - Startnext crowdfunding
Bartelt - Startnext crowdfunding
 
C. Wimmer - Exchange, Qualitäten & Evaluation in der Musikvermittlung
C. Wimmer - Exchange, Qualitäten & Evaluation in der Musikvermittlung C. Wimmer - Exchange, Qualitäten & Evaluation in der Musikvermittlung
C. Wimmer - Exchange, Qualitäten & Evaluation in der Musikvermittlung
 
Der Mond ist aufgegangen - Nachtgesang zur Fête de la musique 2011
Der Mond ist aufgegangen - Nachtgesang zur Fête de la musique 2011Der Mond ist aufgegangen - Nachtgesang zur Fête de la musique 2011
Der Mond ist aufgegangen - Nachtgesang zur Fête de la musique 2011
 
Internationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige Regie
Internationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige RegieInternationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige Regie
Internationale Händelfestspiele Göttingen - Stellenanzeige Regie
 
Nds. Musiktage Stellenausschreibung
Nds. Musiktage StellenausschreibungNds. Musiktage Stellenausschreibung
Nds. Musiktage Stellenausschreibung
 
Musik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-Plate
Musik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-PlateMusik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-Plate
Musik integrativ in Niedersachsen - Präsentation von Christiane Joost-Plate
 
KonTakt
KonTaktKonTakt
KonTakt
 
K. Thorweseten: KSK & Ausländersteuer
K. Thorweseten: KSK & AusländersteuerK. Thorweseten: KSK & Ausländersteuer
K. Thorweseten: KSK & Ausländersteuer
 
O. Sauer: Tipps & Tricks bei der Vertragsgestaltung
O. Sauer: Tipps & Tricks bei der VertragsgestaltungO. Sauer: Tipps & Tricks bei der Vertragsgestaltung
O. Sauer: Tipps & Tricks bei der Vertragsgestaltung
 
L. Schmid: GEMA 7 siegel
L. Schmid: GEMA 7 siegelL. Schmid: GEMA 7 siegel
L. Schmid: GEMA 7 siegel
 
Dokumentation jahreskonferenz 2010
Dokumentation jahreskonferenz 2010Dokumentation jahreskonferenz 2010
Dokumentation jahreskonferenz 2010
 
Dieter Falk Präsentation
Dieter Falk PräsentationDieter Falk Präsentation
Dieter Falk Präsentation
 
Vortrag Kopiez
Vortrag Kopiez Vortrag Kopiez
Vortrag Kopiez
 
Schule des Singens
Schule des SingensSchule des Singens
Schule des Singens
 

2. Fachtag niedersächsischer Festivalmacher - Ehenamt

  • 1. Ehrenamt – Chancen und Methoden Das Beispiel des Konzerthauses Berlin Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 2. Grundsätze Ehrenamt … …ist nie ein Ersatz, sondern immer ein Mehrwert …ist ohne feste Strukturen meist nicht erfolgreich …zu organisieren kostet Zeit und Geld Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 3. Das Programm am Konzerthaus •  Gegründet im Jahr 2003 •  Momentan 35 aktive Ehrenamtliche •  Einsatzgebiete: –  Besucherbetreuung bei Konzerten –  Unterstützung des pädagogischen Programms –  Rundgänge durchs Konzerthaus Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 4. Lebenszyklus Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 5. Planung allgemein •  Erste Fragen –  Welche Abteilungen wollen mit Ehrenamtlichen arbeiten, welche Aufgaben gibt es?... •  Ressourcen –  Haben wir Räume?, Haben wir Arbeitsplätze?, Haben wir Zeit zur Betreuung? •  Verantwortlichkeiten und internes Team –  Wer ist für die Ehrenamtlichen zuständig? Wer koordiniert? •  Organisationsstruktur –  An welche Abteilung wird das Programm angegliedert? •  Projektliste –  Welche Projekte kommen in frage? Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 6. Planung am Konzerthaus •  Leitung im Haupt- und Ehrenamt: –  Institution: Direktor und 1 Mitarbeiter Marketing / Presse-ÖA –  Ehrenamt: 1 Gesamtkoordinatorin, dazu 2 „Sub- Koordinatoren“ •  Ressourcen: –  Zeit in Institution: 6-8 Stunden pro Woche –  Geld: für Outfit (Schals), Materialien (Flyer, Handbuch), Mailings, Incentives (Freikarten, Einladungen) Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 7. Auswahl allgemein •  Festlegung der äußeren Parameter und Entwicklung der Aufgabenbeschreibungen –  Welche Voraussetzungen, wieviel Zeit, welche Aufgaben, was bekommen die EA im Gegenzuge •  Plan zur Auswahl der Ehrenamtlichen und Bewerbungsmodalitäten –  Anzeigen, Handzettel, Formulare, Interviews, Tag der offenen Tür… •  Vereinbarung –  Schriftliche Vereinbarung •  Interviews und Auswahl –  Ablauf, Fragen, Umgang mit Ablehnung Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 8. Auswahl am Konzerthaus •  Es gibt Aufgabenbeschreibungen •  Es gibt offensive Bewerbungsinstrumente wie Informationstage, Handzettel, Eigenanzeigen etc… •  Es gibt Bewerbungsbögen für Interessenten (Selbstauskunft) •  Es gibt immer ein Interview, bevor das Engagement aufgenommen wird. •  Es gibt Vereinbarungen Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 9. Training allgemein •  Orientierungsveranstaltung –  Erste Veranstaltung, bei der alle Ehrenamtlichen eingewiesen werden •  Handbuch –  Das Buch, in dem von A-Z alle wichtigen Details stehen •  Dauer, Art, Inhalt und Aufbau der Schulungen –  Welche Dinge müssen die Ehrenamtlichen wissen, um ihr Engagement auszuüben –  Wie vermitteln wir das ohne Druck auszuüben –  Wie können wir die Qualität immer wieder überprüfen und neu schulen Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 10. Training am Konzerthaus •  Schulungen: –  Dauer: 4 Trainingseinheiten à 4 Stunden im Abstand von ca. 14 Tagen –  Inhalte: Untereinander Kennenlernen / Vermittlung: welche Ziele, wie funktioniert das Haus (Service-Handbuch!), wie will es wahrgenommen werden? Rallye, Quiz / Vermittlung der programmbezogenen Inhalte (Hinzuziehung von Referenten) / Arbeitsgruppen / „Hausaufgaben“ mit Präsentation / Probestunden bzw. Rollenspiele –  Kosten: Kopien, Büromaterialien Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 11. Motivation und Dank allgemein •  Täglicher Dank durch die Hauptamtlichen •  besondere Anerkennung –  Geburtstagskarten, Weihnachtskarten, Auszeichnungen, etc.. •  Führung –  Wie gehen die Führungskräfte mit den Ehrenamtlichen um? •  Beziehung Ehrenamtliche / Hauptamtliche –  Jährliches Fest zusammen mit dem Hauptamt, … Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 12. Motivation und Dank am Konzerthaus •  Zum Abschluss der Saison gibt es jedes Jahr ein Fest mit den Hauptamtlichen und den Ehrenamtlichen •  Außerdem werden 2x / Jahr Exkursionen organisiert (z.B. in Ausstellungen) •  Die Ehrenamtlichen werden zum jährlichen Orchesterfest eingeladen •  Die Koordinatoren erhalten eine Einladung zur Saisoneröffnung •  Kartenkontingent: 10 Tickets pro Saison Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 13. Evaluation allgemein •  Fragebögen… •  Feedbackgespräche –  nach drei Monaten –  nach sechs Monaten Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 14. Evaluation am Konzerthaus •  Trainings und Feedbackrunden: 3 x / Jahr •  Rundgänge: 1x jährlich Kontrolle durch Teilnahme eines Mitarbeiters •  Pädagogisches Programm: Auswertung nach jedem Probeneinsatz durch die ehrenamtliche Koordinatorin •  Pädagogisches Programm: Feedback-Bögen der Lehrer Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 15. Das Programm am Konzerthaus – Nutzen durch das Binden von älteren Ehrenamtlichen •  Die Ehrenamtlichen werden durch das Ehrenamt zu Botschaftern für das Konzerthaus •  Die Kompetenzen der älteren Generation können genutzt werden – das kann allerdings auch ein Risiko sein (Rechthaberei und überbordendes Engagement)! •  Interne Kommunikation: Ehrenamtliche werden als "Gegner" gesehen, die den Job nicht so gut können wir man selbst   Das sind generelle Schwierigkeiten unabhängig vom Alter Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger
  • 16. Das Ende unseres Vortrages – der Anfang einer lebhaften Diskussion… Dr. Gesa Birnkraut und Martin Redlinger