Lernen 2.0

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Abschlussarbeit zum Thema "Lernen 2.0" im Rahmen des Seminars "Web 2.0 und die Gesellschaft" (AW448) an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin.

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Lernen 2.0

  1. 1. Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen „Free Life Science Researchers“Friederike Hoffmann
  2. 2. Gliederung1. FreeLifeScienceResearchers1.1. Das Unternehmen „Free Life Science Researchers“ FLSR1.2. Ziele und Motive der Einführung von Web 2.01.3. Ausgangslage2. Globale Community für life sciences2.1. Grundkonzept2.2. Einführungsphase2.3. Durchführungsphase3. Erfolgsfaktoren3.1. Nutzerakzeptanz3.2. Zielerreichung4. Pro und Contra5. FazitFallbeispiel Lernen 2.0 Das UnternehmenFriederike Hoffmann 2
  3. 3. Free Life Science Researchers1.1 Das Unternehmen „Free Life Science Researchers“Das Unternehmen FLSR ist ein moderner, forschungsorientierterBetrieb im Bereich life sciences. Gegründet wurde die Firma im Jahr2000 in Berlin von einigen Doktoranden der Studiengänge Bioche-mie, Biotechnologie, Pharmazie und Medizin. Hier arbeiten Teams,die vor allem projektbezogen zusammentreten und mit anderenForscher-Teams aus Universitäten und Instituten weltweit vernetztsind. Die Teams sind international zusammengesetzt, und arbeitennicht unbedingt am gleichen Standort zusammen.Die Struktur ist dementsprechend wenig hierarchisch angelegt. DasFirmenkonzept ist der Forschung verschrieben und hat keinen kom-merziellen Hintergrund.1.2 Ziele und Motive der Einführung von Web 2.0Um die Zusammenarbeit zu erleichtern, aber auch um den Wissens-fluss sowie das Einarbeiten von neuen Kollegen, Praktikanten etc. zuvereinfachen, entstand der Wunsch, im Zusammenhang mit denentstehenden Forschungsarbeiten (Papers), Wissen, Ideen, Ergebnis-se und Innovationen leichter auffindbar und zugänglich zu machen.Indem open source contents zu vielen verschiedenen Themen undArbeitsgängen im Labor bereitgestellt werden, soll das Unterneh-men für Studenten der Naturwissenschaften und mögliche zukünfti-ge Kollegen und eigenen Mitarbeiter attraktiv und innovativ präsen-tiert werden.Mitarbeiter des Unternehmens sahen auch die Chance, Wissenabrufbar ab zu legen und Teammitgliedern an anderen Standortentrotz Zeitverschiebung Ergebnisse und Durchführungen der For-schung schnell und einfach darzustellen.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 3
  4. 4. 1.3 AusgangslageDurch die internationale Aufstellung des Unternehmens warenauch vor Einführung des Systems schon einige 2.0 Tools im Einsatz.So wurden VoIP-Dienste zur Echtzeitkommunikation (Skype) genutztund einige kollaborative Tools wie Google Docs, die das gemeinsa-me bearbeiten von Projekten unterstützten.Der Wunsch bestand jedoch schon länger, dem Unternehmenmit einer Software eine Plattform zu geben, die nicht von externenAnbietern abhängig ist. Vor allem sensible Inhalte, wie laufende For-schungsprojekte u.Ä. sollten einen geeigneten Rahmen bekommen,der sowohl offenes Kommunizieren ermöglicht als auch genügendUrheberschutz bietet.Zudem entstand der Wunsch, dem Unternehmen mehr öffentli-che Präsenz zu geben. Hier wurde besonderes Augenmerk auf dieNachwuchs-Forscher gerichtet- Studenten. Mit der Eröffnung einesSocial Networks, speziell für die Interessengruppe life sciences öffnetsich das Unternehmen der Öffentlichkeit, indem es Lernangeboteund wissenschaftliche Inhalte bereitstellt, wodurch Studenten aufdas Unternehmen aufmerksam gemacht werden.Vorteile für Mitarbeiter und Mitglieder der Community bestehen inder Möglichkeit des Erfahrungsaustauschs sowie der Kommunikati-on mittelbarer Forschungsergebnisse, die innerhalb der Communitygepostet werden. Hieraus entstehen Informationen, Ideen undFeedback, die bisher nicht kommuniziert wurden bzw. für die bisherkeine Plattform bestand. Aus dem Austausch wiederum ergebensich neue Denkanstöße für eigene Projekte.Ein weiterer Vorteil besteht darin, sensible Daten (unveröffentlichteForschungsergebnisse) unternehmensintern austauschen zu kön-nen, ohne daraus Nachteile befürchten zu müssen, wenn davonausgegangen werden kann, das jeder seine spontanen Ideen, dienicht unmittelbar zum eigenen Projekt gehören, mit allen teilt.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 4
  5. 5. 2. Globale Community für life sciences2.1 GrundkonzeptDie Basis des neugeschaffenen Systems sollte ein Social-Networksein. (z.B. am Vorbild von Facebook und ResearchGate)Integrierte Tools werden Microblogging (Twitter, aber auch persön-liche Kurznachrichten), kollaborative Oberflächen wie DimDim undauch Chat und Videokonferenzen ähnlich Skype sein.Die interaktiv gestalteten Papers können mit Tags versehen werdenund sind über RSS-Feeds abonnierbar. Neuigkeiten zu speziellenThemen erreichen den Nutzer dadurch sofort. Screenshot des Benutzerpro- fils von ResearchGate Ansicht der persönlichen Startsei- ten bei ResearchGate. Es gibt ein Microblogging-Nachrichtenfeld, das u.A. mit facebook und twit- ter vernetzt werden kann. Kon- taktlisten können aus anderen Netzwerken geladen werden. Es können Gruppen gegründet werden, und Job-Angebote ge- sucht und gefunden werden.Im Netzwerk werden Nutzerprofile angelegt, die speziell mit For-schungsinteressen, abgeschlossenen Arbeiten und anderen poten-ziell interessanten Ergebnissen in Form von Texten, Audiostreams(Podcasts), Videos etc. ausgefüllt werden können. Die Kommuni-kation innerhalb der Community wird über Kommentarfunktionensowie Microblogging und twitterähnliche öffentliche Kurznachrich-ten gestaltet.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 5
  6. 6. Ein Platz für digitale Konferenzen sollte geschaffen werden z.B. amVorbild von DimDim, damit Arbeitsgruppen schnell zusammentre-ten und Ergebnisse verglichen und besprochen werden können.DimDim ergänzt hier die Funktionen von Skype, vor allem um dieMöglichkeit von Screencasts, Umfragen und sicherem Zusammen-arbeiten an Dokumenten. Es bietet zusätzlich die Möglichkeit Mash-Ups zu erstellen, die die firmen- /communityintern genutzten Toolsauch mit anderen häufig verwendeten Tools verbinden. Screenshot DimDim DimDim ermöglicht schnell auf ei- nen Blick, ohne größeren Aufwand Web-Meetings ein zu berufen in denen gemeinsam gearbeitet werden kann, Chat- und Video- funktionen sind eingebettet und es sind noch viele weitere Mög- lichkeiten enthalten. Nachteil: kos- tenpflichtig in den Pro-VersionenGleichzeitig wird ein „Schutzraum“ für interne Belange geschaffen.Dieser wird passwortgeschützt und erlaubt nur Mitarbeitern Zugangzu diesen Daten.Die Organisation der Papers, Videos, Daten etc. wäre in einem ein-gegliederten Wiki denkbar und sinnvoll. Denn die Bearbeitung vonSeiten soll und muss für alle Mitarbeiter möglich sein, um das Wach-sen der Datenbank zu gewährleisten.Lernen ist im naturwissenschaftlichen Zusammenhang immer auchLernen von den Ideen und Ergebnissen anderer. Um den Zugangzu Themen und Ideen hinter Projekten zu erleichtern, werden des-halb Papers innerhalb der Community mit Tags, Kommentaren undzusätzlichen Features wie Videos und Podcasts erweitert. Zugleichsteht innerhalb der Community eine „cleane“ Version der Veröf-fentlichungen zur Verfügung, um das Zitieren in eigenen Projektenwissenschaftlich korrekt zu gestalten.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 6
  7. 7. Screenshot Veröffeltichte Screenshot veröffentlichte Papers inin ResearchGate Papers ResearchGate können nicht di- Publikationen können nicht direkt rekt vollständig eingesehen wer- vollständig eingesehen werden. den. Tags existiren nur verein- Tags existiren nur vereinzelt. Im- zelt. Immerhin: Keyword-Liste merhin: Keyword-Liste mit den häufigstenhäufigsten Worten im mit den Worten im Text, (Co-) Text, (Co-)Autoren im Netwerk Autoren im Netwerk auffindbar ebenso wieebenso wie Publikati- auffindbar Publikationen mit ver- onen mit verwandten Themen. wandten Themen.Die Community selbst jedoch ist vor allem zur Öffnung des Un-ternehmens als Community der Interessengemeinschaft sinnvoll.Teams, Zukünftige sowie Ehemalige bleiben in Kontakt und könnenneue Kontakte schließen.Angesichts der modernen Vorstellung von Lernen – nicht didaktischaufbereitete Inhalte in vor portionierten Dosen zu sich nehmen- son-dern Lernen von Anderen mit ähnlichen Interessen und Beschäfti-gungen, birgt das System eine Neuheit, da hier Studenten, Forscherund Unternehmen Hand in Hand gehen und voneinander profitie-ren. Die angestrebte Lösung setzt auf informelles und inzidentellesLernen. Lerninhalte werden nebenbei aufgenommen. Im Rahmender Community kommt man mit interessanten Themen auch zufälligin Kontakt, die nicht nur in Textform sondern auf vielen verschiedenEbenen angeboten werden. Die Vielfalt entsteht durch die Nutzerselbst. Die Plattform hat viele Stellen, an denen die Nutzer viele For-mate eingliedern und hochladen können.Papers werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt, dies erleichtertAbläufe und ist vor allem auch für die Studenten von Nutzen, da diemeisten Papers bisher oft nur mit Abos eingesehen werden können,die nicht immer vollständig von den Universitäten bereitgestellt wer-den. Die von den Projektteams zusätzlich zur Verfügung gestelltenVideos, Audiodateien und Kommentare erleichtern Externen dasVerständnis der Forschungsergebnisse.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 7
  8. 8. 2.2 EinführungsphaseVorab sollte von einem speziell gebildeten Team, die sich eventuellauch dauerhaft der Pflege der Software verschreiben, möglichstviele bestehende Papers in das System geladen werden und mit ers-ten Features wie Tags versehen werden. Videos, Kommentare etc.werden dann von den jeweiligen Projektgruppen selbst ergänzt.Gute Computerkenntnisse und Umgang mit Technik sind keineProbleme in der Einführung, da die angesprochenen Nutzer mitbeidem regelmäßig umgehen.Zunächst wird die neue Software innerhalb der Firma selbst allenMitarbeitern vorgestellt und an Hand der eingestellten Papers, dieweiter vervollständigt werden sollen, die Aktion in der Communityangekurbelt.Studenten werden wenn möglich durch Mitarbeiter mit Professurenin den Hochschulen direkt erreicht. Aber auch mit auch mit printge-stützten Medien auf die neue Plattform aufmerksam gemacht.Durch Einladungen in die Community wächst so der Mitglieder-stamm, die Fülle an Material für das Wiki und anderen interessantenInhalten zum Thema life sciences.Befürchtungen, dass durch die kostenlose Veröffentlichung von For-schungsergebnissen Nachteile für den Einzelnen entstehen, solltenso gut es geht ausgeräumt werden. Dies geschieht zum einen da-durch, dass innerhalb der Community durch einen Verhaltenscodexeine Vertrauensbasis geschaffen wird und zum anderen durch dieFreiwilligkeit des Beitritts und des Einstellens von Inhalten. So könnenSkeptiker erst die Entwicklung abwarten und sehen, ob für sie Vor-oder Nachteile überwiegen und gegebenenfalls später beitreten.Für das Einsehen von Publikationen und zum Fragenstellen, ist ohneRegistrierung möglich, die speziellen Inhalte wie Videos oder RSS-Feeds sind nur für registrierte Mitglieder nutzbar.2.3 DurchführungsphaseIn der Durchführungsphase sollte die Community-Software sichmöglichst leicht in den Arbeitsalltag eingliedern und viel genutztwerden (können). Ihre Tools sollten die Nutzer unterstützen undanregen selbst aktiv zu werden und etwas bei zu tragen.Als Erweiterung und zur Unterstützung der täglichen Arbeit mitder Community werden Apps mit Zugang zur Community und denübrigen integrierten Tools, vor allem den RSS-Feeds, für Smartpho-nes für die mobile Nutzung angeboten. Die den Mitgliedern nochunkomplizierteren Zugang und noch schnellere Kommunikationimmer und überall ermöglicht. So können Fragen sofort gestelltFallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 8
  9. 9. und beantwortet werden, da wo sie einem einfallen und News imProjekt auch unterwegs abgerufen werden.So wird ebenfalls der soziale Faktor der Community gestärkt und esentsteht nicht die Gefahr, dass die Community einschläft, weil siezu fachbezogen, zu trocken ist, wenn sie interaktiv genutzt werdenkann und auch der Spaß-Faktor zum Tragen kommt.Für Technische Probleme und Fragen aller Art sollte ein Supporterreichbar sein, der entweder von der Firma selbst gestellt wird (vonden Experten die auch die Einrichtung begleiteten) oder von denEntwicklern der Software.Um Spam-Einträge und fasche Einträge möglichst fern zu halten,muss die Community von einigen Mitarbeitern gepflegt werden.Über Buttons die verdächtige Einträge melden erfolgt dies, wie inanderen Social-Networks auch.Fallbespiel Lernen 2.0Fallbeispiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 9
  10. 10. 3. Erfolgsfaktoren3.1 NutzerakzeptanzDas Projekt läuft erfolgreich, wenn alle Seiten ihre Vorteile in derCommunity erkennen, und diese regelmäßig nutzen, um Fragen zuklären, Wissen zu erlangen und weiter zu geben und auch Spaß beider Sache haben.Denn die Bearbeitung von den Ergebnissen der eigenen Projekteund Erweiterung um zusätzliche Formate, sollte nicht als Belastungwahrgenommen werden, sondern im Alltag, immer dann, wenndiese Ergebnisse und Inhalte entstehen einfügbar sein. Dies unter-stützt auch die Aktualität der Inhalte und zeitnahe Kommunikationdieser.Unterstützend wirkt sich sicherlich auch eine umfassende Beratungder Mitarbeiter in der Einführungsphase aus. So sinken die Hemm-schwellen und Befürchtungen, sich alle Tools der Community selbsterarbeiten zu müssen. Auch Ängste um sensible Inhalte werden soherabgesetzt.Regelmäßige Newsletter und ein News-Blog machen auf Neuig-keiten, neue Tools und prominente Mitglieder aufmerksam undbereiten diese auch für schnelles Verständnis auf, sodass neueMöglichkeiten von möglichst vielen Nutzern schnell genutzt werdenkönnen.Um eine breite Masse zu erreichen und zu unterhalten, könntenauch Amateur-Forscher-Bereiche sowie Kuriositäten-Ecken einge-richtet werden. Hier könnten Externe oder Gäste Fragen naturwis-senschaftlicher Art von Experten beantwortet bekommen. Meist istes besonders für die Gefragten selbst interessant, ihr Wissen allge-mein verständlich zu vermitteln.3.2 ZielerreichungDas Ziel ist erreicht worden wenn Mitglieder der Community aufGrund von Feedback zu Projekten das Gefühl haben bessere Ergeb-nisse erzielt zu haben. Mitarbeiter angestellt und/oder als Teammit-glieder für Projekte gewonnen werden konnten. Studenten durchdie Community beim Lernen, Studieren, bei Praktika unterstütztwerden und von weltweiten Kontakten auch im Berufseinstieg pro-fitieren.Sowohl für die Nutzerakzeptanz als auch zur Zielerreichung ist eswichtig, dass die Inhalte aktuell sind, und die Kommunikation schnellist. Ein Netzwerk in dem Fragen nicht schnell genug beantwortetwerden und wo die Papers überholt sind, hat keinen Nutzen für dieMitglieder.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 10
  11. 11. 4. Pro und ContraProblematisch an dem neuen Szenario ist die Durchführbarkeit inBezug auf die Arbeitsrealität.Mit Hilfe der Community wäre es denkbar, mit einem potenziellenKollegen in Kontakt zu kommen und ein gemeinsames Projekt be-ginnen zu wollen, aber dieser Kollege ist momentan arbeitsuchend,das heißt er hat möglicherweise keinen Zugriff auf Laborplätze. Daer aber unter Umständen sehr weit entfernt (Globales Netzwerk!)lebt, kann er, eventuell aus familiären, persönlichen oder anderenGründen, das Land nicht verlassen, um zum restlichen Team hinzuzu stoßen.Einen Laborplatz in anderen Instituten an zu mieten ist bisher eherunüblich, sodass dieser Kollege gegebenenfalls nicht mit den ande-ren Teammitgliedern voll mitarbeiten kann, und nur zur Korrespon-denz zur Verfügung steht.Oder anders ausgedrückt, Bewerber ohne Anstellung könneneventuell doch nicht von den globalen Kontakten der Communityprofitieren, weil sie „keinen Platz“ zum forschen haben.Weiterhin problematisch bleibt die Bewertung der Urheberrechtsfra-ge bei einigen Publikationen. Ob den Forscherteams draus Nachtei-le erwachsen bleibt unklar. Klar ist nur das öffentlicher Zugang dieArbeit vieler erleichtern würde.Entscheidend über Erfolg oder Niederlage einer weiteren Commu-nity ist allein die Aktivität und Attraktivität. Da ähnliche Entwürfe (Re-searchGate) existieren, stellt sich die Frage wie dies konkret erreichtwird.Im besten Fall durch Kombination von Arbeit, Lernen und Unterhal-tung. Wenn durch die Tools, Tags und Features, die die Communitybietet, allen das Arbeiten, Forschen, Lernen, Studieren, KontakteKnüpfen und beisammen Sein Spaß macht, kann sich diese Lösungvon den anderen akademischen Communities abheben.Die positiven Aspekte der neuen Lösung sind vor allem, das Weiter-geben des eigenen Wissens, nicht nur im großen Maßstab, sondernvor allem im Kleinen. Ideen und Gedanken zu bestimmten Themenwerden nicht vergessen, sondern erreichen vielleicht immer den,der gerade einen neuen Denkanstoß brauchte. Dies geschieht nunnicht mehr nur in einer oder zwei Arbeitsgruppen, sondern weltweitebenso kollegial und durch mehr Schichten- Forscher, Studenten,Experten und Laien finden Antworten.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 11
  12. 12. 5. FazitWird das System angenommen und wie beschrieben genutzt, ent-steht hier eine neue Community, die sich weltweit mit ihrem Fach-gebiet auseinandersetzt. Wünschenswert wäre, dass im Gegensatzzu anderen bereits bestehenden Netzwerken (ResearchGate) ein re-ger Austausch stattfindet, damit das Netzwerk lebendig bleibt. Neuist außerdem die Idee, Papers als Open Resources allen zugänglichzu machen. Vor allem für Studenten ist die Suche nach wissen-schaftlichen Publikationen bisher mit einem erheblichen Aufwandverbunden oder aber nicht immer gratis möglich. Viele Seiten in ResearchGate kön- nen ohne zu zögern tot genannt werden. Die Gruppe der TU Ber- lin hat zwei Mitglieder, von de- nen keiner etwas gepostet hat. Die Publikation mit den meisten Kommentaren im Netzwerk hat 115 „gefällt mir“ und einen Kommentar. Dieses Werk ist unter einem Creative Com- mons Attribution-NonCommercial-NoDe- rivs 3.0 Unported Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/ by-nc-nd/3.0/ oder schicken Sie einen Brief an Creative Commons, 171 Second Street, Suite 300, San Francisco, California 94105, USA.Fallbeispiel Lernen 2.0Fallbespiel Lernen 2.0 Das Unternehmen Das UnternehmenFriederike Hoffmann 12

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