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probicon GmbH | MEHRINGDAMM 40 | D-10961 BERLIN
pro : b
Process und Change Management Infoletter 2/11
Editorial
Die häufigsten Gründe für Veränderungsprozesse
in mittelständischen Unternehmen sind: Wachstum
steigern, Kosten senken, Integration stärken, Quali-
tät verbessern.
Für Eigentümer und Geschäftsführung ist es wichtig,
dass für den weiteren Unternehmenserfolg diese Ver-
änderungsprozesse erfolgreich durchgeführt werden.
Deshalb muss klar sein, worauf es bei der Gestaltung
von Veränderungsprozessen ankommt und welche
Change Architektur angewendet werden sollte.
In der aktuellen Ausgabe unseres Infoletters mit dem
Schwerpunkt „Change Management als Instrument
für Veränderungen in mittelständische Unterneh-
men“ zeigen wir auf, wie Change Management in
Veränderungsprojekten aufgesetzt werden kann.
Erfolgreiches Change Management setzt Erfahrung
voraus. Das gilt sowohl für Großunternehmen als
auch für mittelständische Unternehmen. Im Gastbei-
trag berichtet Claudia Jahnke über ihre Erfahrungen
auf diesem Gebiet und erläutert die Bedeutung einer
ganzheitlichen Change Architektur für Verände-
rungsprojekte in mittelständischen Unternehmen.
Jürgen Marx
Woran liegt es, dass nur allzu oft und besonders in
mittelständischen Unternehmen, eine gute, Erfolg
versprechende Idee während des Prozesses ihrer Ver-
wirklichung untergeht? Welche Fehler sind ursächlich
für den teilweisen Abbruch eines gewollten Verände-
rungsprozesses im Unternehmen?
Zwar werden operative Ziele aus der Lösungsstrate-
gie, die Eigentümer und Geschäftsführung im Hin-
blick auf die Probleme des Unternehmens entwickelt
haben, abgeleitet. Eine gemeinsame Ausarbeitung
und Verabschiedung entsprechender Change-Maß-
nahmen unterbleibt dabei allerdings häufig.
Sind dann die Ergebniserwartungen an den Verände-
rungsprozess bei Projektleitung, Geschäftsführung
und Eigentümer nicht deckungsgleich, kann es zum
Eklat kommen. Schon bei der Zwischenpräsentation,
schlimmsten Falls erst bei der Endpräsentation zeigen
sich die Stakeholder überrascht: Die Resultate ent-
sprechen nicht ihren Wünschen und Erwartungen.
Zeit und Geld sind vertan. Der Veränderungsprozess
wird als gescheitert betrachtet.
Notwendige Veränderungsprozesse zu einem erfolg-
reichen Abschluss zu führen, setzt nicht nur gute
Ideen voraus. Es ist wichtig, Fehler im Veränderungs-
prozess zu vermeiden, wie sie besonders in der An-
fangsphase gemacht werden. Hier darf es keinesfalls
versäumt werden, das Verständnis für Notwendigkeit
und Dringlichkeit der Veränderung bei den Betrof-
fenen zu erzeugen.
Ein weiterer Erfolgsfaktor bei Veränderungspro-
zessen ist die genaue Auftragsklärung zwischen Ge-
schäftsführung und Eigentümer. Alle Veränderungs-
vorhaben müssen aufeinander abgestimmt und in
ihren Zielen eindeutig definiert sein. Dabei emp-
fiehlt sich die Anwendung des 4-, besser noch des
6-Augen-Prinzips durch Hinzuziehung eines Mitglieds
der Geschäftsleitung.
Die überzeugende Idee zu finden, die den Weg zu
einer Problemlösung eröffnet, ist oft Sache eines
kreativen Moments in nur einem klugen Kopf. Eine
solche Idee jedoch erfolgreich umzusetzen, insbeson-
dere wenn es um eine nachhaltige Verbesserung
einer problematischen Situation in einem Unter-
nehmen geht, erfordert hingegen die Dauer eines
Prozesses. Und vor allem: die Mitwirkung einer Viel-
zahl von Personen in unterschiedlichen Rollen bei der
Durchsetzung aller, für einen erfolgreichen Prozess-
verlauf, notwendigen Veränderungen.
Veränderungsprozesse in
mittelständischen Unternehmen:
Erfolg nur bei Auftragsklarheit
Jürgen Marx und Hans Reihl
probicon GmbH | MEHRINGDAMM 40 | D-10961 BERLIN
pro : b Infoletter 2/11Seite 2
Gute Ideen zur Lösung von Problemen sind zu wert-
voll als das Umsetzungsbarrieren im Unternehmen
hingenommen werden dürfen. Im Interesse ihrer
frühzeitigen Überwindung übernimmt probicon die
Change Architektur als Erfolgsfaktor
Claudia Jahnke, jahnke-consulting, Berlin
sachbezogene, mit dem mittleren Management in
Workshops, Interviews und Geschäftsprozess-Analy-
sen gewonnene Erkenntnisse mit personenbezogenen
Entscheidungskriterien der Familie kollidierten.
Rückblickend müssen wir konstatieren, dass diese
gravierende Problemstellung schon im Vorfeld mit
den Auftraggebern hätte geklärt werden müssen.
Dadurch wäre bei allen Beteiligten klar gewesen,
welche gewachsenen Traditionen zu bewahren und
in welchen Bereichen Veränderungen und Innovati-
onen gefragt sind. Das hätte eine deutlich bessere
Zielerreichung des Projektes ermöglicht.
In gemeinsamen Workshops und Interviews mit allen
in die Projektinitialisierung Involvierten, im Allgemei-
nen die Eigentümer, Aufsichtsräte und Geschäftsfüh-
rer müssen
• die Veränderungsziele
• eine Change Strategie und
• ein gemeinsames Projektverständnis
erzeugt werden. Erst daraus lassen sich die entspre-
chenden Handlungsfelder für den Change Manage-
ment Prozess ableiten. Dazu gehören beispielsweise
Personalentwicklung, strukturelle Veränderungen
oder unternehmensweite Kommunikationskonzepte,
welche den Gesamtprozess begleiten.
Insgesamt wird somit schon zu Beginn bei allen Betei-
ligten das Bewusstsein für die Bedeutung einer ganz-
heitlichen Change Management Architektur geschaf-
fen und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusst-
sein für das spätere gemeinsame Gesamtergebnis
generiert.
Claudia Jahnke ist Projektmanagerin
und systemische Beraterin. Sie managt
seit über 10 Jahren sowohl IT-Projekte
als auch Organisationsvorhaben und
coacht unterschiedliche Rollen- und
Funktionsträger.
(www.jahnke-consulting.de)
In mittelständischen Unternehmen ist zu Beginn
eines Veränderungsvorhabens häufig zu beobachten,
dass gleich beim Projektstart ausschließlich auf eine
Strategie-Dimension fokussiert wird. Aus einem
vorherrschenden Sicherheitsbedürfnis heraus will
der Auftrageber des Unternehmens sofort wissen,
was bei einer Strategieveränderung herauskommt:
„Ich weiß ja sonst nicht, worauf ich mich einlasse.“
Aufgrund dieser mechanistisch geprägten, auf dem
Ursache-Wirkungs-Prinzip beruhenden Sicht wird
nach sicheren Erfolgsprognosen verlangt. Und nach
Experten gefragt, die sie verlässlich liefern.
Aus meiner Erfahrung ist jedoch ein Unternehmen
oder eine Organisation mit einem Mobile vergleich-
bar. Wird also im Unternehmen die Dimension Strate-
gie „angestoßen“, so geraten auch die Dimensionen
Struktur und Kultur in Bewegung.
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die nicht prognostizierbar sind. Diese Veränderungen
werden oft negiert oder ignoriert und finden deshalb
gerade am Anfang wenig bis gar keine Beachtung.
Diese Erfahrung machten wir auch im Zusammen-
hang eines Change Management-Projekts in einem
mittelständischen Familienunternehmen der Dienst-
leistungsbranche mit mehr als 1.400 Mitarbeitern.
Die geplante Restrukturierung einzelner Gesellschaf-
ten resultierte aus einer neuen Strategie des Unter-
nehmensgründers. Deren Umsetzung inklusive Busi-
ness Process Reengineering in den kaufmännischen
Geschäftsbereichen sowie die Einrichtung einer neu-
en IT-Landschaft waren Problemstellungen, die einen
umfassenden Beratungsauftrag rechtfertigten.
Eine besondere Herausforderung ergab sich dadurch,
dass das firmenspezifische Dreiecksverhältnisses zwi-
schen Familie, Eigentümer und Unternehmer weder
in die Betrachtungen noch in die Kommunikation
einbezogen werden sollte. Der Gründer und Eigen-
tümer hatte zwar die Strategie festgelegt, die struk-
turelle Umsetzung überließ er jedoch seinen Ge-
schäftsführern. In der Folge blieb es nicht aus, dass
Moderation von Workshops bei der Ableitung von
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gie und bietet Begleitung bei der Durchführung der
Veränderungsprozesse an.
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Impressum
probicon GmbH
Mehringdamm 40
10961 Berlin
Tel.: 030 / 805 86 99-0
consulting@probicon.de
http://engineering.probicon.de
pro : b Infoletter 2/11Seite 3
Ansprechpartner
Dipl.-Wi.-Ing. Jürgen Marx
ist geschäftsführender Gesellschafter
der probicon GmbH in Berlin. Er be-
sitzt umfangreiche und langjährige
Erfahrungen in der Organisations-
und Managementberatung sowie im
IT-Consulting. Jürgen Marx berät namhafte Firmen
unterschiedlicher Branchen in den Gebieten Reorga-
nisation, Prozess- und Systemlandschaft, Prozess-
Benchmarking, Prozessoptimierung, Change Manage-
ment und Prozessmanagement.
Dipl.-Wi.-Ing. Hans Reihl
Dipl.-Wi.-Ing Hans Reihl hat weit über
10 Jahre Berufserfahrung als Manage-
ment Consultant. Schwerpunkte sei-
ner Beratungstätigkeit sind Organisa-
tions- und Prozessoptimierung, Re-
strukturierung und Change Management, Strategie-
entwicklung und Marktanalysen sowie analytische
Methoden für die verschiedensten Produktions- und
Dienstleistungsindustrien.
Aktuelle Veranstaltungen
Zum Thema dieses Infoletters findet am 30.08.2011 von 16:00 bis 18:00 Uhr ein kostenloser Workshop in den
Räumen der probicon statt, zu dem wir Sie hiermit herzlich einladen wollen.
Anmeldung bitte formlos per eMail an consulting@probicon.de
Ausblick auf die folgende Ausgabe
Business Process Management ist neben Change Ma-
nagement eines von zwei großen probicon Service-
angeboten. Bei beiden Serviceangeboten stehen die
Gestaltungsfelder Strategie, Prozesse / Organisation
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Business Process
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Change
Management
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Ausgabe
01/10
Ausgabe
03/10, 03/11
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02/10
In den kommenden Ausgaben werden wir als Schwer-
punkt jeweils ein Feld unserer Service-Matrix thema-
tisieren. In der Ausgabe 3/11 wird ein weiteres Thema
aus dem Change Management schwerpunktmäßig
beleuchtet.
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04/10
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Communardo Enterprise 2.0 Solution Guide
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Veränderungsprozesse in mittelständischen Unternehmen: Erfolg nur bei Auftragsklarheit

  • 1. probicon GmbH | MEHRINGDAMM 40 | D-10961 BERLIN pro : b Process und Change Management Infoletter 2/11 Editorial Die häufigsten Gründe für Veränderungsprozesse in mittelständischen Unternehmen sind: Wachstum steigern, Kosten senken, Integration stärken, Quali- tät verbessern. Für Eigentümer und Geschäftsführung ist es wichtig, dass für den weiteren Unternehmenserfolg diese Ver- änderungsprozesse erfolgreich durchgeführt werden. Deshalb muss klar sein, worauf es bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen ankommt und welche Change Architektur angewendet werden sollte. In der aktuellen Ausgabe unseres Infoletters mit dem Schwerpunkt „Change Management als Instrument für Veränderungen in mittelständische Unterneh- men“ zeigen wir auf, wie Change Management in Veränderungsprojekten aufgesetzt werden kann. Erfolgreiches Change Management setzt Erfahrung voraus. Das gilt sowohl für Großunternehmen als auch für mittelständische Unternehmen. Im Gastbei- trag berichtet Claudia Jahnke über ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet und erläutert die Bedeutung einer ganzheitlichen Change Architektur für Verände- rungsprojekte in mittelständischen Unternehmen. Jürgen Marx Woran liegt es, dass nur allzu oft und besonders in mittelständischen Unternehmen, eine gute, Erfolg versprechende Idee während des Prozesses ihrer Ver- wirklichung untergeht? Welche Fehler sind ursächlich für den teilweisen Abbruch eines gewollten Verände- rungsprozesses im Unternehmen? Zwar werden operative Ziele aus der Lösungsstrate- gie, die Eigentümer und Geschäftsführung im Hin- blick auf die Probleme des Unternehmens entwickelt haben, abgeleitet. Eine gemeinsame Ausarbeitung und Verabschiedung entsprechender Change-Maß- nahmen unterbleibt dabei allerdings häufig. Sind dann die Ergebniserwartungen an den Verände- rungsprozess bei Projektleitung, Geschäftsführung und Eigentümer nicht deckungsgleich, kann es zum Eklat kommen. Schon bei der Zwischenpräsentation, schlimmsten Falls erst bei der Endpräsentation zeigen sich die Stakeholder überrascht: Die Resultate ent- sprechen nicht ihren Wünschen und Erwartungen. Zeit und Geld sind vertan. Der Veränderungsprozess wird als gescheitert betrachtet. Notwendige Veränderungsprozesse zu einem erfolg- reichen Abschluss zu führen, setzt nicht nur gute Ideen voraus. Es ist wichtig, Fehler im Veränderungs- prozess zu vermeiden, wie sie besonders in der An- fangsphase gemacht werden. Hier darf es keinesfalls versäumt werden, das Verständnis für Notwendigkeit und Dringlichkeit der Veränderung bei den Betrof- fenen zu erzeugen. Ein weiterer Erfolgsfaktor bei Veränderungspro- zessen ist die genaue Auftragsklärung zwischen Ge- schäftsführung und Eigentümer. Alle Veränderungs- vorhaben müssen aufeinander abgestimmt und in ihren Zielen eindeutig definiert sein. Dabei emp- fiehlt sich die Anwendung des 4-, besser noch des 6-Augen-Prinzips durch Hinzuziehung eines Mitglieds der Geschäftsleitung. Die überzeugende Idee zu finden, die den Weg zu einer Problemlösung eröffnet, ist oft Sache eines kreativen Moments in nur einem klugen Kopf. Eine solche Idee jedoch erfolgreich umzusetzen, insbeson- dere wenn es um eine nachhaltige Verbesserung einer problematischen Situation in einem Unter- nehmen geht, erfordert hingegen die Dauer eines Prozesses. Und vor allem: die Mitwirkung einer Viel- zahl von Personen in unterschiedlichen Rollen bei der Durchsetzung aller, für einen erfolgreichen Prozess- verlauf, notwendigen Veränderungen. Veränderungsprozesse in mittelständischen Unternehmen: Erfolg nur bei Auftragsklarheit Jürgen Marx und Hans Reihl
  • 2. probicon GmbH | MEHRINGDAMM 40 | D-10961 BERLIN pro : b Infoletter 2/11Seite 2 Gute Ideen zur Lösung von Problemen sind zu wert- voll als das Umsetzungsbarrieren im Unternehmen hingenommen werden dürfen. Im Interesse ihrer frühzeitigen Überwindung übernimmt probicon die Change Architektur als Erfolgsfaktor Claudia Jahnke, jahnke-consulting, Berlin sachbezogene, mit dem mittleren Management in Workshops, Interviews und Geschäftsprozess-Analy- sen gewonnene Erkenntnisse mit personenbezogenen Entscheidungskriterien der Familie kollidierten. Rückblickend müssen wir konstatieren, dass diese gravierende Problemstellung schon im Vorfeld mit den Auftraggebern hätte geklärt werden müssen. Dadurch wäre bei allen Beteiligten klar gewesen, welche gewachsenen Traditionen zu bewahren und in welchen Bereichen Veränderungen und Innovati- onen gefragt sind. Das hätte eine deutlich bessere Zielerreichung des Projektes ermöglicht. In gemeinsamen Workshops und Interviews mit allen in die Projektinitialisierung Involvierten, im Allgemei- nen die Eigentümer, Aufsichtsräte und Geschäftsfüh- rer müssen • die Veränderungsziele • eine Change Strategie und • ein gemeinsames Projektverständnis erzeugt werden. Erst daraus lassen sich die entspre- chenden Handlungsfelder für den Change Manage- ment Prozess ableiten. Dazu gehören beispielsweise Personalentwicklung, strukturelle Veränderungen oder unternehmensweite Kommunikationskonzepte, welche den Gesamtprozess begleiten. Insgesamt wird somit schon zu Beginn bei allen Betei- ligten das Bewusstsein für die Bedeutung einer ganz- heitlichen Change Management Architektur geschaf- fen und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusst- sein für das spätere gemeinsame Gesamtergebnis generiert. Claudia Jahnke ist Projektmanagerin und systemische Beraterin. Sie managt seit über 10 Jahren sowohl IT-Projekte als auch Organisationsvorhaben und coacht unterschiedliche Rollen- und Funktionsträger. (www.jahnke-consulting.de) In mittelständischen Unternehmen ist zu Beginn eines Veränderungsvorhabens häufig zu beobachten, dass gleich beim Projektstart ausschließlich auf eine Strategie-Dimension fokussiert wird. Aus einem vorherrschenden Sicherheitsbedürfnis heraus will der Auftrageber des Unternehmens sofort wissen, was bei einer Strategieveränderung herauskommt: „Ich weiß ja sonst nicht, worauf ich mich einlasse.“ Aufgrund dieser mechanistisch geprägten, auf dem Ursache-Wirkungs-Prinzip beruhenden Sicht wird nach sicheren Erfolgsprognosen verlangt. Und nach Experten gefragt, die sie verlässlich liefern. Aus meiner Erfahrung ist jedoch ein Unternehmen oder eine Organisation mit einem Mobile vergleich- bar. Wird also im Unternehmen die Dimension Strate- gie „angestoßen“, so geraten auch die Dimensionen Struktur und Kultur in Bewegung. Allerdings führen diese „Bewegungen“ zu Resultaten, die nicht prognostizierbar sind. Diese Veränderungen werden oft negiert oder ignoriert und finden deshalb gerade am Anfang wenig bis gar keine Beachtung. Diese Erfahrung machten wir auch im Zusammen- hang eines Change Management-Projekts in einem mittelständischen Familienunternehmen der Dienst- leistungsbranche mit mehr als 1.400 Mitarbeitern. Die geplante Restrukturierung einzelner Gesellschaf- ten resultierte aus einer neuen Strategie des Unter- nehmensgründers. Deren Umsetzung inklusive Busi- ness Process Reengineering in den kaufmännischen Geschäftsbereichen sowie die Einrichtung einer neu- en IT-Landschaft waren Problemstellungen, die einen umfassenden Beratungsauftrag rechtfertigten. Eine besondere Herausforderung ergab sich dadurch, dass das firmenspezifische Dreiecksverhältnisses zwi- schen Familie, Eigentümer und Unternehmer weder in die Betrachtungen noch in die Kommunikation einbezogen werden sollte. Der Gründer und Eigen- tümer hatte zwar die Strategie festgelegt, die struk- turelle Umsetzung überließ er jedoch seinen Ge- schäftsführern. In der Folge blieb es nicht aus, dass Moderation von Workshops bei der Ableitung von Change-Maßnahmen aus der Problemlösungsstrate- gie und bietet Begleitung bei der Durchführung der Veränderungsprozesse an.
  • 3. probicon GmbH | MEHRINGDAMM 40 | D-10961 BERLIN Impressum probicon GmbH Mehringdamm 40 10961 Berlin Tel.: 030 / 805 86 99-0 consulting@probicon.de http://engineering.probicon.de pro : b Infoletter 2/11Seite 3 Ansprechpartner Dipl.-Wi.-Ing. Jürgen Marx ist geschäftsführender Gesellschafter der probicon GmbH in Berlin. Er be- sitzt umfangreiche und langjährige Erfahrungen in der Organisations- und Managementberatung sowie im IT-Consulting. Jürgen Marx berät namhafte Firmen unterschiedlicher Branchen in den Gebieten Reorga- nisation, Prozess- und Systemlandschaft, Prozess- Benchmarking, Prozessoptimierung, Change Manage- ment und Prozessmanagement. Dipl.-Wi.-Ing. Hans Reihl Dipl.-Wi.-Ing Hans Reihl hat weit über 10 Jahre Berufserfahrung als Manage- ment Consultant. Schwerpunkte sei- ner Beratungstätigkeit sind Organisa- tions- und Prozessoptimierung, Re- strukturierung und Change Management, Strategie- entwicklung und Marktanalysen sowie analytische Methoden für die verschiedensten Produktions- und Dienstleistungsindustrien. Aktuelle Veranstaltungen Zum Thema dieses Infoletters findet am 30.08.2011 von 16:00 bis 18:00 Uhr ein kostenloser Workshop in den Räumen der probicon statt, zu dem wir Sie hiermit herzlich einladen wollen. Anmeldung bitte formlos per eMail an consulting@probicon.de Ausblick auf die folgende Ausgabe Business Process Management ist neben Change Ma- nagement eines von zwei großen probicon Service- angeboten. Bei beiden Serviceangeboten stehen die Gestaltungsfelder Strategie, Prozesse / Organisation und IT-Systeme im Vordergrund. Business Process Management Change Management Strategie Prozesse / Organisation IT-Systeme Ausgabe 01/10 Ausgabe 03/10, 03/11 Ausgabe 02/10 In den kommenden Ausgaben werden wir als Schwer- punkt jeweils ein Feld unserer Service-Matrix thema- tisieren. In der Ausgabe 3/11 wird ein weiteres Thema aus dem Change Management schwerpunktmäßig beleuchtet. Ausgabe 04/10 Ausgabe 01/11 Ausgabe 02/11 Frühere Ausgaben finden Sie unter http://engineering.probicon.de/newsletter