KOM - Multimedia Communications Lab
TUD – Technische Universität Darmstadt
© 2014 author(s) of these slides including research results from the KOM research network and TU Darmstadt. Otherwise it is specified at the respective slide 27. Juni 2014
Christoph.Rensing@KOM.tu-darmstadt.de
Lernanwendungen im mobilen Web
Technische Herausforderungen und Lösungen,
vielfältige Potenziale und Grenzen
Dr.-Ing. Christoph Rensing
KOM – Multimedia Communications Lab 2
Begriffsbestimmung mobiles Web
Mobiles Web:
Zugriff auf das WWW mittels eines
Web-Browsers von mobilen
Endgeräten (über drahtlose
Zugangstechnologien)
KOM – Multimedia Communications Lab 3
Begriffsbestimmung mobiles Web
Mobiles Internet: Zugriff auf verschiedene Internet
Dienste (von mobilen Endgeräten) über drahtlose
Zugangstechnologien
Apps & Nutzung von Notebooks kein Bestandteil des mobilen
Webs
KOM – Multimedia Communications Lab 4
Agenda
13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web
Technische Herausforderungen & Lösungen
Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen
Web
KOM – Multimedia Communications Lab 5
Voraussetzungen für Lernanwendungen
im mobilen Web
Mobile Endgeräte
 gab es bereits vor 20 Jahren
Motorola MicroTAC International 8700
Web Browser auf mobiler Plattform
 gibt es erst seit 1999
 NOKIA 7110 das erste Mobiltelefon
mit Browser
 WAP – Wireless Accesss Protocol
drahtlose Zugangstechnologien
Quelle: Paul 1953 at en.wikipedia
Quelle: Falense -
http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Falense
KOM – Multimedia Communications Lab 6
WAP spezifische Lernprogramme seit 2001
Getragen von Netzprovidern und
Anbietern von Mobiltelefonen
primär zu Demonstrationszwecken
z.B.
 eBusinesse on the Move (2001)
 INSEAD, Nokia, ICUS
 Entwicklung in 2 Formaten WAP und
Web Format
 Telenor mLearning Wap project
 Introduction to 3G applications
 Quiz
 Ideensammlung
 Ericsson - MLEARNING ON THE WAP
TELEPHONE R520
Quelle für alle Bilder:
http://learning.ericsson.net/mlearning2
/project_one/thebook/chapter4.html
KOM – Multimedia Communications Lab 7
Wissenschaftliche Beschäftigung mit Thema
Mobile Learning
2002 European Workshop on mobile and contextual learning
(mLearn)
 heute: World Conference on mobile and contextual learning
2002 Workshop on Wireless and Mobile Technologies in Education
(WM(U)TE)
 heute: International Conference on Wireless, Mobile and Ubiquitous
Technology in Education
2005 DeLFI CfP
 Wireless und Mobile Learning
…
2011 DeLFI
1. Workshop Mobile Learning auf der DeLFI Quelle: eigenes Bild
KOM – Multimedia Communications Lab 8
Durchbruch durch Smartphones, Tablets und
UMTS
WAP wurde kaum genutzt: Riordan, Brendan, Traxler (2003):
“WAP was not used due to the reluctance of students on financial
grounds“
Durchbruch für mobiles Internet und verstärkte Beschäftigung
mit Lernanwendungen im Mobilen Web
 2007 Apple iPhone
 2007 UMTS Ausbau in Deutschland
 2008 HTC Dream – erstes Android Phone
 2010 Appple iPad
KOM – Multimedia Communications Lab 9
Agenda
13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web
Technische Herausforderungen & Lösungen
Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen
Web
KOM – Multimedia Communications Lab 10
Technische Herausforderungen
Interoperabilität der Anwendungen aufgrund Plattformvielfalt
 der mobilen Endgeräte
 der Betriebssysteme für mobile Endgeräte
 der Browser für mobile Endgeräte
Zugriff auf Sensorik der mobilen Endgeräte
Zugriffsgeschwindigkeit / Verfügbarkeit mobiler Netzzugänge
KOM – Multimedia Communications Lab 11
Usability Herausforderungen
Usability
 Display Größe
 Segmentierung einer Seiten in mehrer Seiten
 Abweichende Sortierung von Frameinhalten
 eingeschränkte Eingabemöglichkeiten
 eingeschränkte Fenstertechnologien (nur mittels Tabs)
KOM – Multimedia Communications Lab 12
HTML5
Auszeichnungssprache für Webseiten
Vorteile
 Anzeige von Video, Audio und dynamischen 2D-
und 3D-Grafiken ohne PlugIns wie Adobe Flash
 Verwaltung und Zugriff auf Geokoordinaten
 Schnittstellen (im Entwurf)
 Auswahl von Medientyp-spezifischen Dateien im
lokalen Speicher des mobilen Endgerätes
 z.B. zur Auswahl eines Fotos zum Upload
 z.B. zur Aufnahme eines Filmes
KOM – Multimedia Communications Lab 13
Realisierung einer mobilen Lernanwendung
mittels HTML 5
Projekt MOLEM (Mobiles Lernen in
der Elektromobilität)
 Unterstützung von
Servicetechnikern während der
Arbeit
 u.a. informeller
Erfahrungsaustausch mittels eines
Frage und Antwortsystems
Quelle: eigenes Bild
KOM – Multimedia Communications Lab 14
Spracheingabe
Quelle: eigene Bilder
KOM – Multimedia Communications Lab 15
Anhänge zur Beschreibung von Frage und
Antworten
Quelle: eigene Bilder
KOM – Multimedia Communications Lab 16
HTML5 als Format für mobile
Lernanwendungen
Sergio Martin et al. (2011): „… the best approach for these new
frameworks is probably to implement these features and
functionalities based on HTML5 and Javascript, so that new
mobile learning applications built over them will run in any platform
for years, regardless of the device and platform.”
Geoff Stead (2012): “Another increasingly popular approach is to
build the app as a mobile web application that will run on the
user’s mobile browser. … This is possible due to the advanced
capabilities of HTML 5 and CSS 3…. …The big drawback would
be a poorer user experience (the browser is never as interactive
as the native phone), and restricted access to advanced device
capabilities like contacts, storage and sensors.”
Stead, Geoff. "Towards open formats for mobile Learning." 11th World Conference on Mobile and Contextual Learning, Helsinki. 2012.
Sergio Martin, Gabriel Diaz, Inmaculada Plaza, Elena Ruiz, Manuel Castro, Juan Peire, State of the art of frameworks and middleware
for facilitating mobile and ubiquitous learning development, Journal of Systems and Software, Volume 84, Issue 11, November 2011
KOM – Multimedia Communications Lab 17
Responsives Webdesign
Im Gegensatz zu mobilen Webseiten wird nur eine Webseite
erstellt, die auf Eigenschaften des mobilen Endgeräts
“reagiert”:
 Anordnung angezeigter Elemente
 Auswahl angezeigter Elemente
 Nutzung unterschiedlicher Eingabemethoden
Quelle: eigene Bilder
KOM – Multimedia Communications Lab 18
Agenda
13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web
Technische Herausforderungen & Lösungen
Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen
Web
KOM – Multimedia Communications Lab 19
Didaktik im Fokus
19
Quellen: MMB Institut
KOM – Multimedia Communications Lab 20
Didaktische Fokussierung in der Wissenschaft
DeLFI 2011 CfP:
 Werkzeuge und Technologien für e-Learning
Werkzeuge für mobiles und allgegenwärtiges e-Learning
 Didaktik des e-Learning und Erfahrungen
mobiles und allgegenwärtiges informelles Lernen
GMW 2013 Themen:
 Welche Rolle spielen z.B. folgende Phänomene in unserem
gegenwärtigen und zukünftigen Hochschulalltag: … mobiles
Lernen, …
KOM – Multimedia Communications Lab 21
Unterstützung verschiedener pädagogische
Paradigmen durch mobile Lernanwendungen
Quelle: Naismith, L.;
Lonsdale, P.; Vavoula,
G. & Sharples, M.
(2004).
Literature Review. In:
Mobile Technologies
and Learning.
Bristol: NESTA
FutureLab.
KOM – Multimedia Communications Lab 22
Beispiel Classroom Response Systeme
ArsNova – System der Technischen Hochschule Mittelhessen
Quelle: eigene Screenshots von ArsNova
KOM – Multimedia Communications Lab 23
Beispiel Drill und Feedback
CaseTrain mobile – Universität Würzburg
Quelle: Jürgen Helmerich – Universität Würzburg
KOM – Multimedia Communications Lab 24
Beispiele - lokationsbasiertes Lernen
Unterstützung von Exkursionen
TU Darmstadt mit Bauingenieuren
Erweiterung um facettierte Suche
nach domänenspezifischen Kriterien
 Konstruktionsprinzip
 Bauzeit
 Architekt
Semantic MediaWiki Extension
Semantic Properties: Semantische Charakterisierung von
 Links zwischen Wiki-Artikeln
 Daten innerhalb eines Wiki-Artikels
Quelle: eigenes Bild
KOM – Multimedia Communications Lab 25
Domänenmodell
„Die Main-Brücke, der sog. Eiserner Steg wurde 1868 nach
einem Entwurf von J.P.W. Schmick erbaut.“
Properties können Typen haben
 Bauzeit Date
 Architekt Page
 (Koordinaten) Geographic coordinate
„Die Main-Brücke, der sog. Eiserner Steg wurde [[Bauzeit::
1868]] nach einem Entwurf von [[Architekt:: J.P.W. Schmick]]
erbaut.“
KOM – Multimedia Communications Lab 26
Lokationsbasierter und facettierter
Zugriff auf Wiki-Seiten
Android-Applikation MediaWiki
Upload
Einstellungen
Bauwerkseiten
Bauwerkseiten
BauwerkseitenWebService
[api.php]
Suchfilter-
konfiguration
Geographische
Karte
Semanti MediaWiki
Domänenmodell
WebService
[Special:Ask]
Semantische
Properties
Werte-
bereiche
Quelle: eigene Bilder
KOM – Multimedia Communications Lab 27
Lokationsbasierter und facettierter
Zugriff auf Wiki-Seiten
Android-Applikation MediaWiki
Upload
Einstellungen
Bauwerkseiten
Bauwerkseiten
BauwerkseitenWebService
[api.php]
Suchfilter-
konfiguration
Geographische
Karte
Semanti MediaWiki
Domänenmodell
WebService
[Special:Ask]
KOM – Multimedia Communications Lab 28
Beispiel Situiertes Lernen
Mobiles Lernen in der Agrarwissenschaft –
httc Darmstadt und JLU Gießen
Ausgangspunkt
 Exkursionen zur Lehr- und Forschungsstation
Oberer Hardthof
Zielsetzung
 Aktivierung der Studierenden
 Eigenständige Exploration des
Kuhstalls statt nur rezipierende Aufnahme
 Eigene Erstellung von Informations-
/Lerneinheiten
 Aufteilung der Gruppe in Kleingruppen
 besseren Einblick in und direkteren Zugang
zu einzelnen Bereichen des Kuhstalls
Quelle: JLU Gießen –
Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
KOM – Multimedia Communications Lab 29
Zugriff auf Lerneinheiten
 URL der Lerneinheit per QR-Code kodiert
 Zugriff auf Lerneinheit per Scan des QR-Codes
 Lerneinheit liegt in Lernplattform vor
Quelle: JLU Gießen Quelle: JLU Gießen
KOM – Multimedia Communications Lab 30
Rückmeldungen & Herausforderungen
 Szenario hat den Studierenden persönlich gut gefallen.
 Szenario hat sie zum größten Teil motiviert.
 Szenario wurde als lehrreich, inhaltlich sinnvoll und zweckmäßig
eingeschätzt.
Würden sie in Zukunft lieber
wieder eine „klassische“
Führung bevorzugen?
 UMTS/GSM Empfang sehr schlecht ggf. wegen nebliger feuchter
Wetterlage
 Arbeiten mit Smartphone schwierig wegen kalten Wetters
KOM – Multimedia Communications Lab 31
Beispiel Kontextbasiertes / Informelles Lernen
MOLEM – TU Darmstadt et al.
Dimensionen von
(persönlichem) Kontext
Wie wird der Kontext bestimmt?
 Aktuelle Aufgabe
 Auslesen mittels Diagnosesystem
 Situation des Mitarbeitern
Aktivitätsbestimmung auf Basis von Audio
 Expertise und Wissen in Wissenskategorien
 im Lernermodell dokumentiert
Aktuelle Situation
(unabhängig von
Aufgabe und
Wissensbedarf)
Expertise und Wissen
Aktuelle Aufgabe
KOM – Multimedia Communications Lab 32
Nutzung der Kontextinformation
Aktuelle Aufgabe  Selektion von Antworten zu ähnlichen
Problemen im Frage & Antwortsystem
Aktivität  Aktive Weiterleitung von Fragen an verfügbare
Kollegen bzw. von dringenden Fragen an unterbrechbare
Kollegen und Auswahl der Kommunikationskanals
hier Präsentationstitel eintragen....
Aktivität Verfügbarkeit Unterbrechbarkeit
Reparaturarbeiten in der Werkstatt X 
Reparaturarbeiten auf der Straße X X
Autofahren (nur per Telefon)  (nur per Telefon)
Besprechung / Auftragsannahme X X
Pause  
KOM – Multimedia Communications Lab 33
Kontextbestimmung
Aufgabe mittels Auslesen
der Fahrzeuginformationen
Aktivität mittels Audio-Snippets
und Machine Learning
hier Präsentationstitel eintragen....
Quelle: eigene Bilder
KOM – Multimedia Communications Lab 34
Agenda
13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web
Technische Herausforderungen & Lösungen
Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen
Web
KOM – Multimedia Communications Lab 35
Datenschutz
Wer hat Zugriff auf Informationen, die mittels der Sensorik der
mobilen Endgeräte erfasst werden? Wo werden die
Informationen gespeichert?
 Gebot der Datensparsamkeit
MOLEM Beispiel:
 Zur Erkennung der aktuellen Aktivität
Audio-Mitschnitte über Mikrofon des Smartphones,
Länge: 10 Sekunden, Intervall: alle 60 Sekunden
oder 3-5 Minuten

MOLEM
Plattform
MOLEM App
Unterbrechbarkeit/Verfügbarkeit
(Sensordaten)
(Aktivität)
KOM – Multimedia Communications Lab 36
Benutzerakzeptanz & Usability
Benutzerakzeptanz
 insbesondere im beruflichen Lernen
 Fließende Übergänge zwischen Arbeit, Lernen und Freizeit vs.
Work Life Balance
 Regelmäßige Diskussion mit Arbeitnehmervertretungen
Usability
 Bildschirmgrößen / Bildschirminhalte teilweise von Tastatur
überblendet
 wechselnde physikalische Bedingungen
Ergonomie der Eingabegeräte

Quelle: Becker, M.; Prümper, J.: Usability bei mobiler Arbeit – Bild Quelle: spiegel online
eine methodische Herausforderung.
In Mittelstand-Digital Wissenschaft trifft Praxis 1(1), S. 73-78.
KOM – Multimedia Communications Lab 37
Weitere Aspekte
Mobiler Datenzugriff
 Insbesondere in Präsenzlehre mit vielen Teilnehmern
 Toleranz bei Ausfällen
Dynamische Nutzungskontexte
 häufiger Wechsel zwischen Kontexten
 Verbindung mobiles Lernen und ortsgebundenes Lernen z.B. im
Klassenraum
Medienpraxis / soziale Präsenz verändert sich!
 verändern sich damit auch die präferierten Lernmethoden?
 verändert sich damit auch die Lernfähigkeit?
 befördern wir diese Veränderungen durch Lernanwendungen im
mobilen Web zusätzlich?

KOM – Multimedia Communications Lab 38
Fragen & Kontakt

Lernanwendungen im mobilen Web – technische Herausforderungen und Lösungen, vielfältige Potenziale und Grenzen

  • 1.
    KOM - MultimediaCommunications Lab TUD – Technische Universität Darmstadt © 2014 author(s) of these slides including research results from the KOM research network and TU Darmstadt. Otherwise it is specified at the respective slide 27. Juni 2014 Christoph.Rensing@KOM.tu-darmstadt.de Lernanwendungen im mobilen Web Technische Herausforderungen und Lösungen, vielfältige Potenziale und Grenzen Dr.-Ing. Christoph Rensing
  • 2.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 2 Begriffsbestimmung mobiles Web Mobiles Web: Zugriff auf das WWW mittels eines Web-Browsers von mobilen Endgeräten (über drahtlose Zugangstechnologien)
  • 3.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 3 Begriffsbestimmung mobiles Web Mobiles Internet: Zugriff auf verschiedene Internet Dienste (von mobilen Endgeräten) über drahtlose Zugangstechnologien Apps & Nutzung von Notebooks kein Bestandteil des mobilen Webs
  • 4.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 4 Agenda 13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web Technische Herausforderungen & Lösungen Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen Web
  • 5.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 5 Voraussetzungen für Lernanwendungen im mobilen Web Mobile Endgeräte  gab es bereits vor 20 Jahren Motorola MicroTAC International 8700 Web Browser auf mobiler Plattform  gibt es erst seit 1999  NOKIA 7110 das erste Mobiltelefon mit Browser  WAP – Wireless Accesss Protocol drahtlose Zugangstechnologien Quelle: Paul 1953 at en.wikipedia Quelle: Falense - http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Falense
  • 6.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 6 WAP spezifische Lernprogramme seit 2001 Getragen von Netzprovidern und Anbietern von Mobiltelefonen primär zu Demonstrationszwecken z.B.  eBusinesse on the Move (2001)  INSEAD, Nokia, ICUS  Entwicklung in 2 Formaten WAP und Web Format  Telenor mLearning Wap project  Introduction to 3G applications  Quiz  Ideensammlung  Ericsson - MLEARNING ON THE WAP TELEPHONE R520 Quelle für alle Bilder: http://learning.ericsson.net/mlearning2 /project_one/thebook/chapter4.html
  • 7.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 7 Wissenschaftliche Beschäftigung mit Thema Mobile Learning 2002 European Workshop on mobile and contextual learning (mLearn)  heute: World Conference on mobile and contextual learning 2002 Workshop on Wireless and Mobile Technologies in Education (WM(U)TE)  heute: International Conference on Wireless, Mobile and Ubiquitous Technology in Education 2005 DeLFI CfP  Wireless und Mobile Learning … 2011 DeLFI 1. Workshop Mobile Learning auf der DeLFI Quelle: eigenes Bild
  • 8.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 8 Durchbruch durch Smartphones, Tablets und UMTS WAP wurde kaum genutzt: Riordan, Brendan, Traxler (2003): “WAP was not used due to the reluctance of students on financial grounds“ Durchbruch für mobiles Internet und verstärkte Beschäftigung mit Lernanwendungen im Mobilen Web  2007 Apple iPhone  2007 UMTS Ausbau in Deutschland  2008 HTC Dream – erstes Android Phone  2010 Appple iPad
  • 9.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 9 Agenda 13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web Technische Herausforderungen & Lösungen Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen Web
  • 10.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 10 Technische Herausforderungen Interoperabilität der Anwendungen aufgrund Plattformvielfalt  der mobilen Endgeräte  der Betriebssysteme für mobile Endgeräte  der Browser für mobile Endgeräte Zugriff auf Sensorik der mobilen Endgeräte Zugriffsgeschwindigkeit / Verfügbarkeit mobiler Netzzugänge
  • 11.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 11 Usability Herausforderungen Usability  Display Größe  Segmentierung einer Seiten in mehrer Seiten  Abweichende Sortierung von Frameinhalten  eingeschränkte Eingabemöglichkeiten  eingeschränkte Fenstertechnologien (nur mittels Tabs)
  • 12.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 12 HTML5 Auszeichnungssprache für Webseiten Vorteile  Anzeige von Video, Audio und dynamischen 2D- und 3D-Grafiken ohne PlugIns wie Adobe Flash  Verwaltung und Zugriff auf Geokoordinaten  Schnittstellen (im Entwurf)  Auswahl von Medientyp-spezifischen Dateien im lokalen Speicher des mobilen Endgerätes  z.B. zur Auswahl eines Fotos zum Upload  z.B. zur Aufnahme eines Filmes
  • 13.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 13 Realisierung einer mobilen Lernanwendung mittels HTML 5 Projekt MOLEM (Mobiles Lernen in der Elektromobilität)  Unterstützung von Servicetechnikern während der Arbeit  u.a. informeller Erfahrungsaustausch mittels eines Frage und Antwortsystems Quelle: eigenes Bild
  • 14.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 14 Spracheingabe Quelle: eigene Bilder
  • 15.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 15 Anhänge zur Beschreibung von Frage und Antworten Quelle: eigene Bilder
  • 16.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 16 HTML5 als Format für mobile Lernanwendungen Sergio Martin et al. (2011): „… the best approach for these new frameworks is probably to implement these features and functionalities based on HTML5 and Javascript, so that new mobile learning applications built over them will run in any platform for years, regardless of the device and platform.” Geoff Stead (2012): “Another increasingly popular approach is to build the app as a mobile web application that will run on the user’s mobile browser. … This is possible due to the advanced capabilities of HTML 5 and CSS 3…. …The big drawback would be a poorer user experience (the browser is never as interactive as the native phone), and restricted access to advanced device capabilities like contacts, storage and sensors.” Stead, Geoff. "Towards open formats for mobile Learning." 11th World Conference on Mobile and Contextual Learning, Helsinki. 2012. Sergio Martin, Gabriel Diaz, Inmaculada Plaza, Elena Ruiz, Manuel Castro, Juan Peire, State of the art of frameworks and middleware for facilitating mobile and ubiquitous learning development, Journal of Systems and Software, Volume 84, Issue 11, November 2011
  • 17.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 17 Responsives Webdesign Im Gegensatz zu mobilen Webseiten wird nur eine Webseite erstellt, die auf Eigenschaften des mobilen Endgeräts “reagiert”:  Anordnung angezeigter Elemente  Auswahl angezeigter Elemente  Nutzung unterschiedlicher Eingabemethoden Quelle: eigene Bilder
  • 18.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 18 Agenda 13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web Technische Herausforderungen & Lösungen Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen Web
  • 19.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 19 Didaktik im Fokus 19 Quellen: MMB Institut
  • 20.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 20 Didaktische Fokussierung in der Wissenschaft DeLFI 2011 CfP:  Werkzeuge und Technologien für e-Learning Werkzeuge für mobiles und allgegenwärtiges e-Learning  Didaktik des e-Learning und Erfahrungen mobiles und allgegenwärtiges informelles Lernen GMW 2013 Themen:  Welche Rolle spielen z.B. folgende Phänomene in unserem gegenwärtigen und zukünftigen Hochschulalltag: … mobiles Lernen, …
  • 21.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 21 Unterstützung verschiedener pädagogische Paradigmen durch mobile Lernanwendungen Quelle: Naismith, L.; Lonsdale, P.; Vavoula, G. & Sharples, M. (2004). Literature Review. In: Mobile Technologies and Learning. Bristol: NESTA FutureLab.
  • 22.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 22 Beispiel Classroom Response Systeme ArsNova – System der Technischen Hochschule Mittelhessen Quelle: eigene Screenshots von ArsNova
  • 23.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 23 Beispiel Drill und Feedback CaseTrain mobile – Universität Würzburg Quelle: Jürgen Helmerich – Universität Würzburg
  • 24.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 24 Beispiele - lokationsbasiertes Lernen Unterstützung von Exkursionen TU Darmstadt mit Bauingenieuren Erweiterung um facettierte Suche nach domänenspezifischen Kriterien  Konstruktionsprinzip  Bauzeit  Architekt Semantic MediaWiki Extension Semantic Properties: Semantische Charakterisierung von  Links zwischen Wiki-Artikeln  Daten innerhalb eines Wiki-Artikels Quelle: eigenes Bild
  • 25.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 25 Domänenmodell „Die Main-Brücke, der sog. Eiserner Steg wurde 1868 nach einem Entwurf von J.P.W. Schmick erbaut.“ Properties können Typen haben  Bauzeit Date  Architekt Page  (Koordinaten) Geographic coordinate „Die Main-Brücke, der sog. Eiserner Steg wurde [[Bauzeit:: 1868]] nach einem Entwurf von [[Architekt:: J.P.W. Schmick]] erbaut.“
  • 26.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 26 Lokationsbasierter und facettierter Zugriff auf Wiki-Seiten Android-Applikation MediaWiki Upload Einstellungen Bauwerkseiten Bauwerkseiten BauwerkseitenWebService [api.php] Suchfilter- konfiguration Geographische Karte Semanti MediaWiki Domänenmodell WebService [Special:Ask] Semantische Properties Werte- bereiche Quelle: eigene Bilder
  • 27.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 27 Lokationsbasierter und facettierter Zugriff auf Wiki-Seiten Android-Applikation MediaWiki Upload Einstellungen Bauwerkseiten Bauwerkseiten BauwerkseitenWebService [api.php] Suchfilter- konfiguration Geographische Karte Semanti MediaWiki Domänenmodell WebService [Special:Ask]
  • 28.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 28 Beispiel Situiertes Lernen Mobiles Lernen in der Agrarwissenschaft – httc Darmstadt und JLU Gießen Ausgangspunkt  Exkursionen zur Lehr- und Forschungsstation Oberer Hardthof Zielsetzung  Aktivierung der Studierenden  Eigenständige Exploration des Kuhstalls statt nur rezipierende Aufnahme  Eigene Erstellung von Informations- /Lerneinheiten  Aufteilung der Gruppe in Kleingruppen  besseren Einblick in und direkteren Zugang zu einzelnen Bereichen des Kuhstalls Quelle: JLU Gießen – Institut für Tierzucht und Haustiergenetik
  • 29.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 29 Zugriff auf Lerneinheiten  URL der Lerneinheit per QR-Code kodiert  Zugriff auf Lerneinheit per Scan des QR-Codes  Lerneinheit liegt in Lernplattform vor Quelle: JLU Gießen Quelle: JLU Gießen
  • 30.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 30 Rückmeldungen & Herausforderungen  Szenario hat den Studierenden persönlich gut gefallen.  Szenario hat sie zum größten Teil motiviert.  Szenario wurde als lehrreich, inhaltlich sinnvoll und zweckmäßig eingeschätzt. Würden sie in Zukunft lieber wieder eine „klassische“ Führung bevorzugen?  UMTS/GSM Empfang sehr schlecht ggf. wegen nebliger feuchter Wetterlage  Arbeiten mit Smartphone schwierig wegen kalten Wetters
  • 31.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 31 Beispiel Kontextbasiertes / Informelles Lernen MOLEM – TU Darmstadt et al. Dimensionen von (persönlichem) Kontext Wie wird der Kontext bestimmt?  Aktuelle Aufgabe  Auslesen mittels Diagnosesystem  Situation des Mitarbeitern Aktivitätsbestimmung auf Basis von Audio  Expertise und Wissen in Wissenskategorien  im Lernermodell dokumentiert Aktuelle Situation (unabhängig von Aufgabe und Wissensbedarf) Expertise und Wissen Aktuelle Aufgabe
  • 32.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 32 Nutzung der Kontextinformation Aktuelle Aufgabe  Selektion von Antworten zu ähnlichen Problemen im Frage & Antwortsystem Aktivität  Aktive Weiterleitung von Fragen an verfügbare Kollegen bzw. von dringenden Fragen an unterbrechbare Kollegen und Auswahl der Kommunikationskanals hier Präsentationstitel eintragen.... Aktivität Verfügbarkeit Unterbrechbarkeit Reparaturarbeiten in der Werkstatt X  Reparaturarbeiten auf der Straße X X Autofahren (nur per Telefon)  (nur per Telefon) Besprechung / Auftragsannahme X X Pause  
  • 33.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 33 Kontextbestimmung Aufgabe mittels Auslesen der Fahrzeuginformationen Aktivität mittels Audio-Snippets und Machine Learning hier Präsentationstitel eintragen.... Quelle: eigene Bilder
  • 34.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 34 Agenda 13 Jahre Lernanwendungen im mobilen Web Technische Herausforderungen & Lösungen Potenziale und Grenzen von Lernanwendungen im mobilen Web
  • 35.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 35 Datenschutz Wer hat Zugriff auf Informationen, die mittels der Sensorik der mobilen Endgeräte erfasst werden? Wo werden die Informationen gespeichert?  Gebot der Datensparsamkeit MOLEM Beispiel:  Zur Erkennung der aktuellen Aktivität Audio-Mitschnitte über Mikrofon des Smartphones, Länge: 10 Sekunden, Intervall: alle 60 Sekunden oder 3-5 Minuten  MOLEM Plattform MOLEM App Unterbrechbarkeit/Verfügbarkeit (Sensordaten) (Aktivität)
  • 36.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 36 Benutzerakzeptanz & Usability Benutzerakzeptanz  insbesondere im beruflichen Lernen  Fließende Übergänge zwischen Arbeit, Lernen und Freizeit vs. Work Life Balance  Regelmäßige Diskussion mit Arbeitnehmervertretungen Usability  Bildschirmgrößen / Bildschirminhalte teilweise von Tastatur überblendet  wechselnde physikalische Bedingungen Ergonomie der Eingabegeräte  Quelle: Becker, M.; Prümper, J.: Usability bei mobiler Arbeit – Bild Quelle: spiegel online eine methodische Herausforderung. In Mittelstand-Digital Wissenschaft trifft Praxis 1(1), S. 73-78.
  • 37.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 37 Weitere Aspekte Mobiler Datenzugriff  Insbesondere in Präsenzlehre mit vielen Teilnehmern  Toleranz bei Ausfällen Dynamische Nutzungskontexte  häufiger Wechsel zwischen Kontexten  Verbindung mobiles Lernen und ortsgebundenes Lernen z.B. im Klassenraum Medienpraxis / soziale Präsenz verändert sich!  verändern sich damit auch die präferierten Lernmethoden?  verändert sich damit auch die Lernfähigkeit?  befördern wir diese Veränderungen durch Lernanwendungen im mobilen Web zusätzlich? 
  • 38.
    KOM – MultimediaCommunications Lab 38 Fragen & Kontakt