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Internet der Dienste
Janz Berlin is eene Wolke




   capitalcloud
Inhalt


 Grußwort .......................................................................................... 03

 Key facts ............................................................................................ 04
 	      Die Berliner ITK-Branche auf einen Blick
 	      Unternehmer über den Standort Berlin
 	      Akteure in der Capital Cloud

 Potenzialanalyse Internet der Dienste Berlin ................. 06
 	      Zusammenfassung
 	      Informationen über die Studie

 Forschungsstandort Berlin ...................................................... 10
 	      Universitäten
 	      Netzwerke

 Dienste ................................................................................................. 12
 	   Plattform & Infrastruktur
 	   Berater & Integratoren
 	   Programmierung & Marktplätze
 	   Datenanalyse & Semantik
 	   Sichere Geschäftsprozesse
 	   Wissensmanagement & Entwicklung
 	   Branchenlösungen
 	   Zukunftsweisendes

 Berichte aus der Capital Cloud ............................................... 20
 	      Kreativ in der Cloud
 	      Software as a Service für den Mittelstand
 	      Datensicherheit im Gesundheitswesen

 Glossar . .............................................................................................. 22

 Impressum/Ansprechpartner .................................................. 24




02
                Inhalt
Grußwort

                                              Auch wir am Fraunhofer FOKUS entwickeln
                                              gemeinsam mit Partnern aus der Industrie
                                              und der Verwaltung solche Infrastrukturen
                                              und konnten bereits zahlreiche solcher
                                              zukunftsweisender Entwicklungen für das
                                              Internet der Dienste mit auf den Weg brin-
                                              gen – sei es mit dem neuen Personalaus-
                                              weis, dem Open Data Portal daten.berlin.
                                              de oder neuen Technologien und Apps für
                                              eGovernment-Prozesse.

                                              Um weiterhin den Forschungsstandort im
                                              IKT-Sektor zu stärken und voranzutreiben,
„Chancen des Internets der Dienste            bündeln auch wir unsere Potentiale. Künftig
und der Standort Berlin“                      werden drei Berliner Fraunhofer Institute
                                              gemeinsam unter einem Dach an innovati-
Wir leben und arbeiten in einer der span-     ven Kommunikationssystemen der Zukunft
nendsten Städte weltweit: Berlin. Kreative    forschen. Wir freuen uns auf eine spannende
Köpfe und hochkarätige Wissenschaftler,       Zeit und darauf, durch kreative Zusam-
Investoren und Innovative – die Berliner      menarbeit die IT-Landschaft in Berlin aktiv
Gründerszene macht unsere Hauptstadt zu       mitzugestalten.
einem Ideen- und Investitionsstandort, der
einmalig ist in Europa.                       Wie viel Potential in unserer Hauptstadt
                                              steckt, beweist auch die Analyse in die-
Damit es aber auch zu einem produktiven       ser Broschüre. Die Ergebnisse demonst-
Austausch unter allen Beteiligten kommen      rieren deutlich – die Stadt verfügt über
kann, sind vernetze Infrastrukturen nötig –   herausragende Kreativität, hochkarätige
durch neue Konzepte von serviceorientierten   Wissenschaftler ein gutes Angebot an IT-
Architekturen (SOA) und Cloud Computing       Fachkräften. Schon jetzt ist der Standort
werden Potentiale von webfähigen Diensten     Berlin Spitzenreiter im IKT-Sektor – und was
gebündelt und Synergien geschaffen.           die Zukunft anbetrifft, wird die Stadt vom
                                              vielfältigen Angebot und den innovativen
Das Internet der Dienste macht analoge        Ansätzen nur profitieren können.
Notwendigkeiten zu digitalen Möglichkeiten:
egal ob Behördengänge, Wohnungsbesich-        Viel Spaß beim Lesen,
tigungen, der Check-In am Flughafen oder
das Buchen von Arztterminen – die Entwick-
lungs- und Dienste-Plattformen im Netz
ermöglichen individuelle Serviceleistungen
unabhängig von Ort und Zeit.
                                              Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Radu Popescu-Zeletin
                                              Institutsleiter Fraunhofer FOKUS




                                                                                                          03
                                                                                               Grußwort
Auf einen Blick                                                                             Die Capital Cloud
                                                                                                 Neue Marktpotenziale
Capital Cloud: Der IKT-Standort Berlin                                                    Vernetzung & Synergien
                                                                                  Hohe Gründungsdynamik
Die Hauptstadtregion ist Sitz zahlreicher innovativer Unternehmen                               Sehr gute IKT-Infrastruktur
                                                                                Sichtbarkeit
mit Angeboten im Internet der Dienste. Durch Forschung und Ent-
wicklung für eine Vielfalt von Anwenderbranchen hat sich Berlin zu
einem gut vernetzen und dynamischen Standort entwickelt. Insge-                                    Fachkräfteangebot
samt umfasst die ansässige IKT-Branche 5.400 Unternehmen, stellt
51.000 Arbeitsplätze und verzeichnet einen jährlichen Gesamtumsatz
                                                                                        Vorreiterrolle im Bereich
von 7.9 Milliarden Euro. Berlin ist der zweitstärkste IKT-Standort in                       der öffentlichen Verwaltung
Deutschland.
                                                                                         Wissenschaft
                                                                                     Branchenspezifische
  Öffentliche Verwaltung                                                                  Diensteplattformen
         Tourismus & Verkehr
   Gesundheitssektor
                         Wissenschaft
                               Medien & Verlage
                                               Industrie
                                          IKT-Sektor

Unternehmer über den Standort Berlin
Welche Faktoren machen Berlin attraktiver als andere deutsche
Großstadtregionen?

              Möglichkeiten zur öffentlichen Förderung
                                 für Start-ups und KMU
     Nähe zu öffentlicher Verwaltung und zu politischen
                                  Entscheidungsträgern
      Möglichkeiten der überregionalen Vernetzung und
            Kooperation mit anderen IKT-Unternehmen
                                 Wettbewerbsintensität

               Angebot an qualifizierten IT-Fachkräften

          Möglichkeiten der regionalen Vernetzung und
               Kooperation mit anderen Unternehmen
 Wissenstransfer aus Unis und Forschungseinrichtungen

                       Anteil innovativer Unternehmen

                                    Gründungsdynamik

                              Lebensqualität insgesamt



04
                                                            0              20              40              60              80          100


                          Besser
                          In etwa gleich                    Daten gemäß: Potenzialanalyse Internet der Dienste Berlin, Berlecon 2011
Akteure in der Capital-Cloud
Beratung und Netzwerke                           Investitionsbank                             IBB Beteiligungs-
Gründerwerkstatt der Beuth Hochschule            Berlin (IBB)                                 gesellschaft mbH
für Technik Berlin                              Programm zur Förderung                        Venture Capital Fonds
Existenzgründerzentrum (EGZ)                    von Forschung, Innovationen                   entrepreneursclub berlin
VENTURE CAMPUS der TU Berlin                    und Technologien Pro FIT
Gründungsberatung des Technologie               Berlin Kredit
Coaching Centers (TCC)                          Programm Innovationsassistent/-in
Beratung des Kreativ Coaching Centers (KCC)     KMU Fonds
Coworking Spaces (Projekt Zukunft)
                                                Berlin Start


Hochschulen                                                                                   Startup
Freie Universität (FU) Berlin                                                                Förderung
Humboldt-Universität (HU)
                                                     Forschung
Technische Universität (TU)
Hochschule für Technik und                            Private
Wirtschaft Berlin (HTW, ehemals FHTW)
Beuth Hochschule für Technik Berlin
                                                    Hochschulen
Universität Potsdam
Private Hochschulen

Forschungseinrichtungen
Fraunhofer-Institut für Offene Kommuni-
kationssysteme (FOKUS)
Fraunhofer-Institut für Software- und System-
technik (ISST)                                                                5.400 IKT-Unternehmen
                                                                              in der Hauptstadtregion
Heinrich-Hertz-Instituts (HHI,
Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik)
Konrad-Zuse-Zentrum für für
Informationstechnik Berlin (ZIB)
Hasso-Plattner-Institut (HPI)
Deutsche Telekom Laboratories (TLabs)
                                                 Netzwerke &
                                                  Verbände

Amt24 e. V.                                                                            Wettbewerbe &
BCIX e. V. (Berlin Commercial                                                             Awards
Internet InExchange e. V.)
eCOMM Berlin
IHK Berlin
Projekt Zukunft                                 Businessplan-Wettbewerb
Verband der Software-, Informations-            Berlin-Brandenburg (BPW)
und Kommunikationsindustrie in Berlin           Innovationspreis Berlin Brandenburg
und Brandenburg (SIBB e. V.)
Xinnovations e. V.
                                                Wettbewerbsreihe Berlin – Made to Create
                                                Open Source/Open Standards
                                                                                                                  05
                                                Apps4Berlin
                                                                                                 Key Facts
Cloud Computing in der Hauptstadt – Wachstumschancen
für Berlin durch das Internet der Dienste

Eine neue Dienstleistungswirt-                   neue Umsatzpotenziale zu erschließen.           Berliner ITK-Anwenderbranchen, wie Verkehr
schaft entsteht – Berlin profitiert              Die Dienstleistungsstadt Berlin kann vom        und Tourismus, Wissenschaft und Forschung
                                                 „Internet der Dienste“ überdurchschnittlich     sowie die öffentliche Verwaltung, enorme
Im Internet entsteht derzeit eine neue           profitieren. Wie eine aktuelle Studie von       Wachstums- bzw. Modernisierungschancen.
Dienstleistungswirtschaft, die die Struk-        Berlecon Research für die Berliner Wirt-
turen und Geschäftsmodelle nicht nur in          schaftsverwaltung verdeutlicht, haben
der ITK-Branche, sondern in der Wirtschaft       sich im Bereich Cloud Computing bereits         Die Vision vom Internet der Dienste
insgesamt fundamental verändern wird. Ein        zahlreiche hauptstädtische Akteure posi-
wichtiger Wegbereiter dafür sind Cloud-Com-      tioniert. 1 Insbesondere in der sehr aktiven    Im Internet der Dienste – so die Vision –
puting-Technologien, mit denen Dienstleis-       Berliner ITK-Start-up-Szene finden sich viele   werden Dienste und Funktionalitäten als
tungen über das Internet angeboten und           wegweisende Cloud-basiserte Geschäfts-          modulare Softwarekomponenten abgebildet
miteinander vernetzt werden können. Dies         modelle. Etliche Forschungseinrichtungen        und über das Internet (oder auch: „in der
ermöglicht auch Unternehmen außerhalb            beschäftigen sich in der Hauptstadt intensiv    Cloud“) zur Verfügung gestellt. Dies umfasst
des ITK-Sektors, selbst Anbieter webbasierter    mit Internet-der-Dienste-Technologien und       zum einen klassische IT-Dienste, wie die
Dienste und Anwendungen zu werden, inno-         entwickeln hochinnovative Lösungsansätze.       Bereitstellung von Speicherkapazität und
vative Geschäftsmodelle zu entwickeln und        Zudem eröffnen sich gerade für die wichtigen    Rechenleistung (Infrastructure as a Service –




       Das Internet als Service-Baukasten



                                                                                                           Unternehmen
             Service-Anbieter                   IT-Anbieter                  TK-Anbieter                      anderer
                                                                                                             Branchen




                                   Software                                                                     Sendungsverfolgung

                                        Geschäftsprozesse              Telefonanlagen              Anlagen-Fernüberwachung

       Services-                  Infrastruktur                                                           Online-Bonitätsprüfung
                                                                           IP-Netze
       Beispiele
                                     Entwicklungs-­­                                                   Telematik
                                                                   Audio-, Video-, Web-­
                                      plattformen
                                                                      k
                                                                      ­ onferenzen
                                                                                                                 Mobile Shopping-
                                Webservices                                                                        Assistenten




                                                                             Private                      Öffentliche
             Service-Nutzer              Unternehmen
06                                                                          Anwender                      Verwaltung



                                                                                                    Abb. 1: Das Internet als Servicebaukasten
1
       B
        erlecon Research (2011): „Potenzial-    Kommunikation“ gab es laut Statistischem         Während Anbieter von Cloud-Infra-
       analyse Internet der Dienste Berlin“      Landesamt im Jahr 2009 rund 5.400 Unter-         struktur (IaaS) in der Hauptstadt bisher
                                                 nehmen und knapp 51.000 Beschäftigte.            eher spärlich vertreten sind, finden sich im
   2
       S
        iehe vertiefend dazu: Fraunhofer ISST   Die Berliner ITK-Branche zeichnet sich vor al-   Bereich Software as a Service (SaaS)
       (2011): „Cloud-orientierte Service-       lem durch eine hohe Gründungsdynamik und         mittlerweile zahlreiche Berliner Anbieter mit
       Marktplätze“.                             einen hohen Anteil sehr kleiner, aber hoch       einem sehr breiten Spektrum an unterschied-
                                                 innovativer Unternehmen aus. Gleichzeitig        lichen Anwendungen und Branchenlösungen.
                                                 sind viele der großen Player der ITK-Branche
                                                 zumindest mit einer Niederlassung in der         Zum Internet-der-Dienste-Umfeld zählen
IaaS) oder von Office- oder Mail-Anwendun-       Hauptstadt vertreten.                            darüber hinaus Anbieter, die sich in den Be-
gen (Software as a Service – SaaS) über das                                                       reichen SOA, BPM, Platform as a Service
Internet. Das webbasierte Dienstesprekt-         Zu den Stärken des ITK-Standorts Berlin          (PaaS), Webservices-Programmierung
rum reicht jedoch bis hin zu traditionellen      zählt nach Aussage von Experten und den          und IT-Sicherheit spezialisieren. Vor allem
(Handwerker-) Dienstleistungen, fachlichen       Teilnehmern einer Unternehmensbefragung          im Bereich Geschäftsprozessmodellierung
Anwendungen und mehr oder weniger                die vielfältige und hochkarätige IT-nahe         und -management (BPM) haben sich bereits
umfangreichen Geschäftsprozessen (Business       Wissenschaftslandschaft. Denn zum einen          relativ viele Anbieter in der Hauptstadt-
Process as a Service – BaaS). Dabei ermög-       entsteht daraus ein sehr intensiver Wissen-      region etabliert. Internet-der-Dienste-
lichen die Modularisierung und webbasierte       stransfer aus Berliner Universitäten und         Technologien stehen zudem zunehmend im
Abwicklung von Geschäftsprozessen nicht          Forschungseinrichtungen. Zum anderen             Fokus der Berliner ITK-Systemhäuser und
zuletzt die Integration der Prozesse verschie-   gehen aus der Wissenschaft viele sehr gut        -Integratoren.
dener Geschäftspartner (z. B. E-Business-        ausgebildete Informatikfachkräfte und
Integration). Die vielfältigen Dienste können    spannende Start-up-Unternehmen hervor.           Durch die Vielzahl der Berliner Forschungs-
bspw. über cloud-orientierte Service-            Darüber hinaus ist der Standort Berlin für       einrichtungen, die sich mit Internet-der-
Marktplätze 2, die sich im Internet mehr         ITK-Unternehmen durch ein im Bundesver-          Dienste-Lösungen befassen, wird die
und mehr herausbilden, bereitgestellt und        gleich niedriges Lohnkostenniveau für IT-        Entwicklung dieser Technologien deutlich
miteinander integriert werden.                   Fachkräfte und ein niedriges Mietniveau für      vorangetrieben. Die Berliner Aktivitäten
                                                 Wohnungen und Geschäftsräume attraktiv.          rund um das Internet der Dienste werden
Im Internet der Dienste bieten darüber           Gerade in Bezug auf das Internet der Dienste     darüber hinaus im Rahmen von Netzwerken,
hinaus cloud-basierte Entwicklungs- und          ist zudem die gute ITK-Infrastrukturverfüg-      Verbänden sowie themenspezifischen Initia-
Diensteplattformen (Platform as a Service –      barkeit der Hauptstadt ein entscheidender        tiven und Veranstaltungen unterstützt.
PaaS) einer Vielzahl an Marktakteuren die        Standortvorteil.
Möglichkeit, webfähige Dienste zu entwi-                                                          Zu den zentralen Akteuren im Internet der
ckeln und anzubieten. Solche Plattformen         Unternehmen aus der Hauptstadt bescheini-        Dienste zählen darüber hinaus auch die
gewährleisten ein hohes Maß an Standardi-        gen Berlin sehr gute Möglichkeiten, sich mit     Nutzer webbasierter Dienste. Neben Privat­
sierung und Flexibilität. Sie können auf den     anderen lokalen Unternehmen zu vernetzen.        personen umfasst dies eine Vielzahl von
Bedarf einzelner Branchen (z. B. Automobil-      Dazu trägt die hohe Aktivität von Netzwer-       Unternehmen und öffentlichen Einrichtun-
industrie) oder auf spezifische Anwendungs-      ken, Verbänden und Initiativen bei. Poten-       gen. Aufgrund ihrer großen Bedeutung für
fälle (z. B. Autokauf) zugeschnitten sein.       ziale, die es noch stärker als bisher auszu-     den Standort Berlin, lassen sich die folgen-
Somit werden auch klassische Industrieun-        schöpfen gilt, sehen Berliner Unternehmen        den Anwenderbranchen für Technologien des
ternehmen vermehrt selbst Anbieter von           vielfach in der Intensivierung der überregi-     Internet der Dienste als besonders relevant
webbasierten Diensten.                           onalen Vernetzung und des internationalen        identifizieren:
                                                 Erfahrungsaustauschs. Zudem fänden es
Insgesamt entwickelt sich das Internet damit     viele befragte Vertreter Berliner ITK-Unter-     •	   die öffentliche Verwaltung,
zu einer Art großem Service-Baukasten            nehmen wünschenswert, mehr große An-             •	   Tourismus und Verkehr,
bzw. Service-Ökosystem, in dem Unter-            wenderfirmen in Berlin vorzufinden, bspw.        •	   der Gesundheitssektor,
nehmen aller Branchen, private Anwender          im Industriebereich oder im Handel.              •	   die Wissenschaft,
sowie die öffentliche Verwaltung Services                                                         •	   Medien und Verlage,
anbieten, in Anspruch nehmen und vernet-                                                          •	   Unternehmen der ITK-Branche selbst.
zen können. (Siehe linke Abb. 1: Das Internet    Akteure des Internet der Dienste
als Servicebaukasten)                            in Berlin

                                                 Auf ITK-Anbieterseite haben bereits viele
Berlin als Wirtschaftsstandort für               Berliner Unternehmen den Trend zu Cloud
das Internet der Dienste                         Computing und zum Internet der Dienste
                                                 erkannt und halten entsprechende Angebote


                                                                                                                                             07
Berlin hat sich in den vergangenen Jahren        bereit. Im Rahmen der Analysen wurden in
zu einem der wichtigsten ITK-Standorte           der Hauptstadtregion Ende 2010 rund 150
in Deutschland entwickelt. Im gesamten           ITK-Anbieter mit dedizierten Angeboten in
Dienstleistungsbereich „Information und          diesem Bereich identifiziert.

                                                                                                         Potenzialanalyse
Chancen und Herausforderungen                    allerdings darin, auch große, international    anforderungen nur in Teilbereichen nutzbar.
des Internet der Dienste für Berli-               agierende ITK-Player einzubinden, da          Allerdings liegen vielfältige Einsatzbereiche
ner ITK-Anbieter                                 entsprechende Unternehmen in der Haupt-        von Internet-der-Dienste-Lösungen im
                                                 stadtregion bisher oft nur mit kleineren       Bereich der Medizinforschung. Dort, wo mit
Im Rahmen der Berliner Unternehmensbe-           Vertriebsniederlassungen vertreten sind.       anonymisierten Daten gearbeitet wird, be-
fragung zeigen sich die hauptstädtischen                                                        steht nach Expertenmeinung ein sehr hohes
ITK-Anbieter aus dem Internet-der-Dienste-                                                      Potenzial für webbasierte und serviceorien-
Umfeld sehr optimistisch, vielfältige neue       Chancen und Herausforderungen                  tierte Architekturen.
Markt- und Umsatzpotenziale erschließen          des Internet der Dienste für
zu können. Für die nächsten zwei bis drei        zen­ rale Anwenderbranchen
                                                    t                                           In der Wissenschaft und Forschung
Jahre rechnen viele von ihnen mit deutlich                                                      könnten durch die Etablierung einer Platt-
steigenden Umsätzen für Cloud-Computing-         Aufgrund der hohen Dienstleistungsinten-       form für Cloud-Infrastrukturen und -Anwen-
Lösungen. Allerdings stellt dabei die Entwick-   sität Berlins liegen im Internet der Dienste   dungen umfangreiche Vernetzungspotenziale
lung neuer Geschäftsmodelle durchaus auch        besondere Chancen für den Standort. Nicht      realisiert werden. Denkbar wäre beispielswei-
eine Herausforderung dar.                        nur im ITK-Sektor, sondern in allen Branchen   se eine hochschulübergreifende IT-basierte
                                                 kann Cloud Computing als Wegbereiter für       Wissenschaftsplattform. Allerdings erfordert
Eine wesentliche Chance liegt in der ver-        eine intensive Serviceorientierung und ein     dies einen hohen Abstimmungsaufwand
stärkten Kooperation von Berliner Internet-      umfassendes Dienstleistungsangebot im          zwischen den beteiligten Institutionen. Vor
der-Dienste-Anbietern und der Bereitstellung     Internet dienen.                               dem Hintergrund der hohen Potenziale für
vernetzter und gebündelter Dienste, bspw.                                                       eine effizientere Zusammenarbeit und die
über cloud-basierte Diensteplattformen. Auf      Öffentliche Verwaltung: Nach Meinung           Einsparung von Kosten, gilt es diesen Prozess
diesen Plattformen können Kunden einzelne        zahlreicher Experten könnte Berlin im          frühzeitig anzustoßen.
Dienste suchen, vergleichen und zusammen-        Bereich Öffentliche Verwaltung eine Vorrei-
stellen, aber auch individualisierte Komplet-    terrolle bei der webbasierten Serviceorien-    Medien und Verlage: Den massiven
tangebote (Bündelung von Services) finden.       tierung übernehmen. Dienstleistungen für       Veränderungen in der Medien- und Verlags-
Die mühsame Suche nach Einzelangeboten           Bürger und Unternehmen werden mittlerwei-      branche wird mittelfristig nur durch mehr
könnte entfallen. Gerade für Start-ups und       le verstärkt über das Internet angeboten       webbasierte Angebote in einem Internet der
KMU eröffnen sich daraus Einsparpotenziale.      (z. B. Melderegisterauskünfte, Kfz-Anmel-      Dienste begegnet werden können. Unter-
So könnten bspw. über eine spezielle Start-      dung). Aus der Fortführung und Vernetzung      nehmen stehen aktuell vor der Herausforde-
up-Plattform die verschiedenen Stationen         entsprechender Aktivitäten entstehen so-       rung, neue Geschäfts- und Preismodelle zu
einer Unternehmensgründung am Standort           wohl der Verwaltung selbst, als auch Bürgern   entwickeln. Allerdings sind die Strategien der
Berlin – z. B. Erledigung von Melde- und För-    und Unternehmen langfristige und massive       Verlags- und Medienbranche weniger lokal,
derformalitäten, Mitarbeiter- und Partner-       Nutzenpotenziale. Allerdings besteht eine      sondern national bzw. international orien-
suche, Aufbau einer Website, Nutzung von         besondere Herausforderung in Berlin in         tiert und werden daher selten auf lokaler
Online-Speicherkapazität, Umzugsservices         der Kleinteiligkeit und verfassungsrechtlich   Ebene festgelegt.
u. v. m., über eine solche Plattform bereitge-   garantierten Selbstverwaltung der einzelnen
stellt, zusammengefasst und als Komplett-        Verwaltungsstellen. Nach wie vor stellen
service „Unternehmensgründung“ bezogen           darüber hinaus das Thema IT-Sicherheit         Berlin als Magnet für die
werden. Dabei könnte insbesondere die            und der Schutz persönlicher Daten zentrale     ITK-Branche
Berliner ITK-Branche als Vorreiter für           Herausforderungen dar.
die Etablierung einer webbasierten Dienste-                                                     Insgesamt stehen die Chancen für einen
plattform agieren, die sich mit ihren Services   Tourismus  Verkehrssysteme: Auch              Ausbau des Themenfelds Internet der Dienste
speziell an Start-up-Unternehmen der ITK-        im Bereich Tourismus  Verkehrssysteme         in der deutschen Hauptstadt gut, hat sich
Branche richtet. Aufgrund der Offenheit von      könnten Berliner Unternehmen Wegbereiter       doch Berlin in den vergangenen Jahren zu
ITK-Unternehmen in Bezug auf die Bereit-         hinsichtlich der Entwicklung einer branchen-   einem der wichtigsten ITK-Standorte in
stellung und Nutzung webbasierter Dienste,       fokussierten, webbasierten Diensteplattform    Deutschland entwickelt. Die vielfältige und
könnte eine derartige Plattform als Pilot und    sein. Ein entsprechendes Leuchtturmprojekt     hochkarätige Wissenschaftslandschaft, das
Vorzeigemodell für andere Branchen dienen        könnte neben den zu erwartenden positiven      gute IT-Fachkräfteangebot, die innovative
und dabei neuartige Funktionalitäten und         Auswirkungen im Verkehrs- und Umweltbe-        Start-up-Szene und nicht zuletzt die gute
Marktpotenziale präsentieren.                    reich auch zu zusätzlichen wirtschaftlichen    Lebensqualität bei vergleichsweise geringen
                                                 Impulsen beitragen. Durch die Nutzung          Kosten für Löhne und Mieten sind zentrale
Eine solche Plattform (ggf. mit konkretem        offener Standards eröffnen sich vielfältige    Standortvorteile der Hauptstadt. Dieser Mix
       regionalen Fokus auf Berliner Unter-      Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen         macht die Anziehungskraft der Hauptstadt
          nehmen und Services) erhöht nicht      der Region, bspw. durch die Entwicklung        für Unternehmen der ITK-Branche aus. Von
            zuletzt auch die Sichtbarkeit von    „mobiler Apps“ oder kostenpflichtiger Pre-     einer stärkeren Ansiedlung großer ITK-Player


08
             Lösungen und Anbietern –            miumdienste.                                   sowie wichtiger Handels- und Industrieun-
	            wiederum ein Vorteil insbe-­                                                       ternehmen könnte Berlin als Internet-der-
	            son­ ere für kleinere Start-ups.
                 d                               Im Gesundheitswesen sind Public-Cloud-         Dienste-Standort zusätzlich profitieren.
            Eine Herausforderung besteht         Lösungen aufgrund der hohen Datenschutz-
Über die Studie

Zentrales Ziel der Studie „Potenzialanalyse Internet der Dienste Berlin“ (Berlecon Research
2011) war es, die Möglichkeiten des Internet der Dienste für den Wirtschaftsstandort Berlin
und die Berliner Marktakteure zu analysieren sowie politische Handlungsfelder aufzuzeigen.

Dafür liefert die Studie einen Überblick über Technologien und Konzepte des Internet der
Dienste, charakterisiert und bewertet die spezifischen Rahmenbedingungen für die Akteure am
Standort Berlin, identifiziert die wichtigsten Berliner Anbieter in diesem Umfeld und arbeitet
spezifische Chancen und Herausforderungen heraus. Daraus werden konkrete Handlungsfelder
und -optionen für die Berliner Politik abgeleitet.

Die Inhalte der Studie basieren auf umfangreichem Desk Research, zahlreichen Expertenge-
sprächen mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbänden sowie der statistischen
Auswertung einer Online-Unternehmensbefragung unter Berliner ITK-Anbietern.

Die Studie wurde im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen
Berlin erstellt und ist im Februar 2011 erschienen. Sie kann im Internet auf den Seiten von
Projekt Zukunft heruntergeladen werden (www.berlin.de/projektzukunft).



                     Kontakt:
                     Dr. Katrin Schleife

                     Berlecon, a PAC Company
                     Am Kupfergraben 6a | 10117 Berlin
                     Telefon: +49 30 285 296-20
                     E-Mail: k.schleife@pac-online.com




Über Berlecon Research, a PAC Company

Berlecon Research ist ein Unternehmen der Pierre Audoin Consultants (PAC) Group, einer
weltweit tätigen Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft. Unsere Analysten sind
die führenden Experten für Technologien, Märkte und Services rund um Communications,
Collaboration und Mobility in der DACH-Region. Wir beraten Unternehmen und staatliche
Institutionen bei der Ausrichtung ihrer Technologie- und Marktstrategien.

Neben einem umfassenden Go-to-Market-Portfolio bieten wir ITK-Anbietern fundierte
Analysen zu Marktpotenzialen und -trends sowie Beratung zur strategischen Positionierung
und Produktentwicklung. CIOs und Finanzinvestoren helfen wir bei der Bewertung von ITK-
Anbietern und -Lösungen und begleiten sie bei ihren Investitionsentscheidungen. Öffentliche
Organisationen und Verbände bauen auf unsere Kennzahlen und Analysen als Grundlage für
die Gestaltung der ITK-Politik.

Berlecon Research wurde 1997 gegründet und gehört seit 2011 zur PAC-Gruppe. Das Unter-
nehmen hat seinen Sitz in Berlin.



   Weitere Informationen zum Unternehmen und zu aktuellen Publikationen:
   www.berlecon.de


                                                                                                                    09
                                                                                                 Potenzialanalyse
Forschungsstandort Berlin

Berlin-Cloud-based Infrastructures               über seine ökonomischen Auswirkungen
                                                 getroffen werden.
Im Rahmen des Projekts „Berlin Cloud-based
Infrastructures“ (BCI) der Technischen Univer-   Die Technische Universität arbeitet bereits
sität Berlin, soll die Nutzung von Cloud Com-    mit mehreren Jungunternehmen zusammen,
puting in einem neuen Anwendungsbereich          die auf die Anschaffung von Arbeitsplatz-
erforscht werden: den IT-Infrastrukturen.        rechnern und Server-Systemen verzichten.
                                                 Das neue System ist einzigartig und ein
Junge Firmen verfügen bei ihrer Gründung         Alleinstellungsmerkmal der Technischen
zunächst über keinerlei IT-Infrastruktur. Sie    Universität Berlin in der deutschen und eu-
müssen daher in Server und Arbeitsplätze,        ropäischen Forschungslandschaft. Professor
Netzwerke und Softwarelizenzen investieren,      Kao, Leiter des Projekts, lädt interessierte
sowie diese Systeme konfigurieren und war-       Technologie- und Gründerzentren sowie
ten. Dies kostet Zeit und Geld und hat in der    Jungunternehmen dazu ein, sich über die
Regel wenig mit den Kernkompetenzen und          Vorteile Cloud-basierter IT-Infrastrukturen zu
dem Aufbau des Geschäfts gemein. An dieser       informieren und das im Rahmen des Projekts
Stelle setzt das Projekt BCI an. Gründern wird   aufgebaute System kostenlos und unverbind-
eine passende Infrastruktur bereitgestellt,      lich zu erproben.
die automatsch mit den Firmen wächst, ohne
Kapital zu binden.                               Technische Universität Berlin
                                                 Institut für Telekommunikations­ ysteme
                                                                                 s




                                                                                                  (© TU Berlin/Dahl
Da das Projekt verschiedene Anwendungs-          Komplexe und Verteilte IT-Systeme
felder vorsieht, können die technologischen      www.cit.tu-berlin.de
Voraussetzungen und Möglichkeiten des
Cloud Computing getestet und Aussagen            Projektleitung:
                                                 Prof. Dr. habil. Odej Kao




Netzbasierte Informationssysteme                 Arbeitsgruppe die Nachwuchsforschergruppe
                                                 Corporate Semantic Web initiiert und eine
Die Arbeitsgruppe Netzbasierte Informati-        Förderung durch das BMBF eingeworben.
onssysteme forscht unter der Leitung von
Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf seit 2002 an     Mittlerweile liegt ein weiterer Forschungs-
der Freien Universität Berlin, Institut für      schwerpunkt auf der statistischen Unter-
Informatik. In einer Vielfalt von Projekten      suchung von Informationsnetzwerken, z.B.
wurden Anwendungsmöglichkeiten des               von Gesetzeskorpora. Für das Internet der
Semantic Web untersucht.                         Dienste verfügt die Arbeitsgruppe neben der
                                                 umfassenden Kompetenz zu semantischen
So wurden in den Anwendungsbereichen             Technologien über spezifisches Knowhow für
Jobbörsen, Reiseportale, medizinische            sehr große skalierbare verteilte semantische
Berichte oder auch Finanzinformationen           Speichersysteme, die nach naturinspirierten
versucht durch ontologisches Wissen und          selbstorganisierenden Verfahren arbeiten.
darauf basierenden Diensten wie Suche oder
Analyse, Mehrwert für Nutzer zu erzeugen.
       Das entstandene Know-How wurde in         Freie Universität Berlin
                                                                                                  Foto: Bernd Wannenmacher




          der Ontonym GmbH ausgegründet          AG Netzbasierte Informationssysteme
           und verwertet. Die Arbeitsgrup-       www.ag-nbi.de


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            pe engagiert sich in der Entre-	
	           preneurshiplehre und -förde-         Ansprechpartner:
	           rung. Im Bereich Unterneh-           Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf
            mensinformationen hat die            Telefon: +49-30-838-75221
Besser im Netzwerk                                                                                     für den Wirtschaftsstandort Berlin-Branden-
                                                                                                       burg sichtbar zu machen, hat der Xinnova-
Fortwährendes Ziel des 2001 gegründeten                                                                tions e. V. ein eigenes Veranstaltungsformat
Vereins Xinnovations ist es, Personen aus                                                              kreiert. Unter dem Label Always On wird
Wissenschaft, Wirtschaft, staatlichen und                                                              in kurzweiligen Bühnenshows gezeigt, wie
halbstaatlichen Einrichtungen überregional                                                             das mobile Internet das Leben von heute und
zu vernetzen, um die Zusammenarbeit im                                                                 morgen bestimmt, ausgewiesene Fachleute
Bereich internetbasierter Informationstech-                                                            beleuchten die technologische Entwick-
nologien zu intensivieren.                                                                             lung aus wirtschaftlicher, kultureller und
                                                 Konferenz Xinnovations – Foto: Karsten W. Schmidt   politischer Sicht. In Zusammenhang mit dem
Frei nach dem Motto Better by Networking                                                             Internet der Dienste im Sinne von webfä-
entfalten die Vereinsmitglieder das ganze        Innovationen durch IT aufzuzeigen, die den            higen maschineninterpretierbaren Diensten,
Jahr über zahlreiche interne und externe         Anwendern und den Märkten ernsthaften                 kommt der Entwicklung mobiler Applika-
Aktivitäten, um Allianzen für technologische     Mehrwert bieten können. Insofern ist das              tionen eine besondere Bedeutung zu, weil
Innovationen zu schmieden und innovati-          Internet der Dienste seit einigen Jahren ein        sie den Anwendern einen einfachen Zugang
ve Verbundprojekte anzustoßen. Darüber           Schwerpunkt der Konferenz. In diesem Zu-              ermöglichen.
hinaus übernimmt der Verein Projektträ-          sammenhang setzen sich die Konferenz und
gerschaften für Verbundprojekte, akquiriert      der Verein Xinnovations mit den Potenzialen           Xinnovations e. V.
Fördermittel, initiiert und betreut Marketing-   mobiler Internettechnologien auseinander.             Überregionales Kompetenzzentrum
und Vertriebsprojekte, betreibt eine aktive                                                            für netzbasierte Informationstechnologien
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und spürt      Gegenwärtiger Fokus sind Fragen der Sicher-           www.xinnovations.org
Technologietrends für seine Mitglieder auf.      heit mobiler Cloud-Anwendungen, Strategien
Highlight der Vereinsaktivitäten ist die         für die mobile Unternehmenskommunikati-               Ansprechpartner:
alljährlich stattfindende Konferenz Xinno-      on und digitales Publizieren auf unterschied-         Vorstandsvorsitzender Rainer Thiem
vations an der Humboldt-Universität zu          lichen mobilen Plattformen. Um die heraus-            Telefon: +49 30 21001-470
Berlin. Kernanliegen der Konferenz ist es,       ragenden Potenziale des mobilen Internets             E-Mail: rainer.thiem@xinnovations.org




Serviceorientierte Systeme                       der Nanjing University „Mass Data Analysis            Hasso-Plattner-Institut
                                                 and Knowledge Discovery“.                             www.hpi.uni-potsdam.de/research_school
„Service-oriented Systems Engineering“ ist
das Leitthema der HPI Research School des        Die Nachwuchsforscher der Research School             Ansprechpartner:
Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystem-     können sich unter anderem des HPI-                    Prof. Dr. Andreas Polze (Sprecher der HPI
technik an der Universität Potsdam. Mitt-        Spitzenforschungslabors “Future SOC Lab”              Research School, Leiter der Forschungs­
lerweile hat die HPI Research School rund        bedienen (SOC = Service-Oriented Compu-               gruppe Operating Systems and Middleware)
50 Mitglieder und Außenstellen in Südafrika      ting). Es wird seit 2010 in Kooperation mit
(University of Cape Town, seit April 2009),      renommierten Industrie-Partnern wie EMC,              Telefon: +49 331 5509-220
Israel (Technion, Haifa, seit April 2010) und    Fujitsu, Hewlett-Packard, SAP und VMware              E-Mail: andreas.polze@hpi.uni-potsdam.de
in China (Nanjing University, seit November      betrieben. Das Labor stellt neueste, massiv
2011).                                           parallel verarbeitende Mehrkern-Rechner mit
                                                 enormen Hauptspeicherkapazitäten sowie
Das jeweilige übergreifende Leitthema für        speziell dafür konzipierte Software bereit.
die HPI-Stipendiaten ist an der University of    Der Gesamtwert dieser Ressourcen liegt bei
Cape Town „ICT for Development“, am Tech-        mehreren Millionen Euro.
nion in Haifa „Scalable Computing“ und an




                                                                                                                                               11
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Plattform  Infrastruktur

Cloud-Plattform mit europäischer                 Administration, Skalierung, Ausfallsicherheit
Rechenleistung                                   und Backups.

Immer weniger Unternehmen können                 cloudControl ist Europas führender Anbieter
heute komplett auf das Internet verzichten.      einer Platform as a Service Lösung für PHP
Unternehmen aus allen Branchen greifen           Anwendungen und seit 2009 im Cloud Com-
auf webbasierte Dienste zurück, etwa in          puting Sektor aktiv. Mit seinem Geschäfts-
der Administration, für Marketingzwecke          konzept hat das Unternehmen den eco
oder gleich durch das Angebot von eigenen        Hosting Award gewonnen und wurde 2010
Webanwendungen.                                  zum Amazon AWS Solution Provider ernannt.
                                                 Rechenleistung bezieht cloudControl aus
Die cloudControl GmbH bietet Unternehmen         dem europäischen Inland.
die hierzu notwendigen Technologien. Der
Platform as a Service Anbieter stellt Rechner-
kapazität und Speicherplatz zur Verfügung.       CloudControl GmbH
Auf der Plattform von cloudControl entwi-        Platform as a Service Lösungen
ckeln und betreiben zahlreiche Unterneh-         www.cloudcontrol.de
men ihre komplexen Webanwendungen wie
Online Shops, Content Management Systeme         Ansprechpartner:
oder webbasierte Unternehmensanwen-              Henning Paulke
dungen. Die Plattform übernimmt dabei            Telefon: +49 30 609 884891
alle arbeitsintensiven Aufgaben rund um          E-Mail: hp@cloudcontrol.de




                                                 stellt seinen Kunden ein eigenes Rechenzen-     Optimierung bestehender Applikationen. So-
                                                 trum zur Verfügung, in dem Internet-Appli-      mit können Leistungsbremsen früh erkannt
                                                 kationen skalierbar betrieben und betreut       und maximale Datensicherheit garantiert
                                                 werden können. Serverkapazitäten können         werden.
                                                 dabei sowohl im Rahmen einer Public
                                                 Cloud, als auch in einer Enterprise Cloud zur
                                                 Verfügung gestellt werden. Das *um-eigene       The unbelievable Machine
                                                 Rechenzentrum steht in Berlin, sodass die       Company GmbH
                                                 Daten der Kunden nicht „irgendwo in der         Cloud-Infrastruktur und Performance-
                                                 Cloud“ und wie üblich im Ausland verwaltet      Management
Die unternehmenseigene                           werden, sondern direkt in der Hauptstadt        www.unbelievable-machine.com
Cloud in Berlin                                  unter Einhaltung deutscher Sicherheits- und
                                                 Datenschutzstandards.                           Ansprechpartner:
Das Berliner Unternehmen The unbelievable                                                        Geschäftsführer Ravin Mehta
Machine Company GmbH (kurz *um) ist              Neben der Bereitstellung einer sicheren         Telefon: +49 30 889 26 56-0
Pionier in der deutschen Cloud Computing         Cloud-Infrastruktur, bietet *um seinen          E-Mail: info@unbelievable-machine.com
       Branche. Das junge Unternehmen            Kunden Dienstleistungen für die Analyse und




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Berater  Integratoren

Cloud-Infrastrukturen für den                                                                   In Zusammenarbeit mit der FH Brandenburg
kollaborativen Wissensaustausch                                                                 hat die ]init[ AG eine Lösung für webbasierte
                                                                                                Partizipationsprojekte entwickelt. Diese bie-
Wissensaustausch über digitale Infrastruk-                                                      tet Verwaltungen, Behörden, Verbänden und
turen wird immer bedeutender. Vor allem die                                                     Stiftungen alle Möglichkeiten, um weitge-
öffentliche Verwaltung sowie Stiftungen und                                                     hend selbständig Online-Beteiligungsprojek-
Verbände setzen zunehmend auf Onlinelö-                                                         te zu entwickeln - von Bürger-Dialogen über
sungen.                                                                                         Expertenblogs bis zu Fach-Communities.

Die Berliner ]init[ AG gestaltet seit über 15
Jahren digitale Kommunikation für Politik,                                                      ]init[ AG
Verwaltungen, NGOs und Unternehmen. Das                                                         Full-Service Dienstleister für Digitale
Unternehmen setzt auf moderne Technologi-                                                       Kommunikation
en, um Themen und Hintergründe optimal zu                                                       www.init.de
transportieren, Wissen kollaborativ auszu-      Infrastrukturen und -Software spielt eine
tauschen und Ideen und Menschen miteinan-       zentrale Rolle bei der Konzeption und Rea-      Ansprechpartner:
der zu vernetzen.                               lisierung von Informations- und Kommuni-        Maik Farthmann
                                                kationsportalen für Regierungen im In- und      Telefon: +49 30 97006-213
Im Rahmen eines Full-Service-Ansatzes ist       Ausland, bei der Entwicklung von komplexen      E-mail: maik.farthmann@init.de
Cloud Computing eine der Schlüsseltechno-       E-Government-Infrastrukturen auf SOA-Basis
logien. Die Verlagerung von Prozessen in ab-    und bei der strategischen IT-Beratung und
strahierte und hochskalierbare On-Demand-       Entwicklung von Fachverfahren.




Der Weg in die „richtige“ Cloud                 Applikation und jeder Geschäftsprozess          oder auch in Kombination aktiviert werden.
                                                erfordert eine adäquate Cloud-Umgebung.         So können Unternehmen ihre individuelle
Unabhängig von ihrer jeweiligen Branche         Bestimmte Daten erfordern beispielsweise        Cloud-Policy definieren und sowohl sicher
erleben Unternehmen Lastspitzen, etwa           eine Verarbeitung in Deutschland oder in        als auch flexibel die Möglichkeiten der neuen
saisonbedingt oder am Monatsende. Des           der EU. Bei anderen Daten hingegen sind         Technologien für sich nutzen.
Weiteren lassen sich beim Aufbau neuer Soft-    nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen
wareangebote benötigte Kapazitäten oder         ausschlaggebend, sondern die Kosten, die
auch ein potenziell rasches Wachstum nur        Verfügbarkeit oder die Energieeffizienz.        StoneOne AG
schwer abschätzen. Die neuen Möglichkeiten                                                      Platform as a Service und Beratung
der Auslagerung von Geschäftsprozessen in       Der Cloud Extender von StoneOne über-           Cloud-Konzepte
die Cloud und damit verbunden der Zugriff       nimmt das Management für die Nutzung            www.stoneone.de
auf flexible Rechenressourcen bilden daher      von unterschiedlichsten SaaS-Angeboten
eine ideale Lösung.                             aus der jeweils passenden Cloud. Er bietet      Ansprechpartner:
                                                die Möglichkeit, die jeweils erforderlichen     Geschäftsführer Dr. Mathias Petri
Doch welche Cloud ist die richtige? Es gibt     Rechenressourcen dynamisch, nach realem         Telefon: +49 30 469 99 07 18
nicht die Cloud, sondern unterschiedliche       Bedarf, binnen Minuten aus unterschiedli-       E-Mail: mathias.petri@stoneone.de
Cloud-Konzepte, die kundenspezifische           chen Clouds zu buchen und dann umgehend
Anforderungen bedienen. Oft gibt es vielfäl-    zu nutzen. Dabei können alle Arten von
tige Entscheidungsfaktoren für den Einsatz      Clouds, ob Corporate, Private oder Public, in


                                                                                                                                          13
bestimmter Cloud-Konzepte. Jede einzelne        Abhängigkeit des konkreten Bedarfs einzeln




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Programmierung  Marktplätze

Cloud-Computing Marktplatz für                 und mobilen Diensten zur Verfügung. Der         Ein weiterer Schwerpunkt in der Forschung
webbasierte und mobile Dienste                 Asperado-Marktplatz (mit derzeit 1.112          der Asperado GmbH ist die Entwicklung
                                               Anbieterprofilen und 1.021 Diensteprofilen)     webbasierter und mobiler Dienste für den
Im Zuge der steigenden Verbreitung von         ist ein Beispiel für die Überführung von ak-    Gesundheits- und Fitnesssektor. In Koope-
mobilen Endgeräten, setzen auch Unterneh-      tuellen Forschungsergebnissen in die Praxis.    ration mit der Berliner Hochschul- und
men immer mehr auf mobile Dienste. Mit         So basieren Such- und Matchingfunktionen        Forschungslandschaft entsteht derzeit der
wissenschaftlich fundierten Methoden und       in Bezug auf Funktionalität und Qualität        Prototyp eines Fitness- und Gesundheits-
einem praxiserprobten Vorgehensmodell un-      der Dienste auf Forschungsergebnissen von       marktplatzes.
terstützt die Berliner Asperado GmbH Unter-    Prof. Dr. Tamm (Promotion “netzbasierte
nehmen bei der Identifizierung, Bewertung,     Dienste: Angebot, Nachfrage und Matching“
Auswahl und Integration webbasierter und       an der Humboldt-Universität zu Berlin) und      Asperado GmbH
mobiler Dienste. Durch diesen Beratungspro-    Prof. Dr. Stantchev (Promotion „Architectu-     Marktplatz und aggregierte Cloud Lösungen
zess soll die Transparenz der Angebote sowie   ral Translucency“ an der TU Berlin). Darauf     www.asperado.de
deren Qualität steigen.                        aufbauend hat Asperado Methoden zur
                                               Integration (Integration as a Service) und      Ansprechpartner: 		
Zudem stellt Asperado einen frei verfüg-       Steuerung, Kontrolle (Governance of Service)    Geschäftsführer Prof. Dr. Gerrit Tamm
baren Cloud Computing Marktplatz für           und Analyse (Mining for Cloud Computing)        E-Mail: info@asperado.de
Anbieter und Nachfrager von webbasierten       entwickelt.




                                               bundesweite Übertragbarkeit der Ergeb-          se Immobilienangebote und Handwerkerleis-
                                               nisse. Am Konsortium unter Führung des          tungen, werden miteinander verbunden.
                                               IT-Dienstleistungszentrums Berlin sind die      Das Projekt „goBerlin“ ist ein Gewinner des
                                               Berliner Senatsverwaltung für Inneres und       bundesweiten „Trusted Cloud“-Wettbewerbs
                                               Sport, die Fraunhofer Institute FOKUS und       des Bundesministeriums für Wirtschaft und
                                               ISST sowie die Wirtschaftspartner HSH, Atos     Technologie (BMWi).
                                               und Immoscout24 beteiligt.

                                               Der entstehende Marktplatz für Online-          goBerlin
                                               Dienste bietet Raum für neue Formen der         IT-Dienstleistungszentrum Berlin
 Sichere Umgebung für Bürger­                  Kooperation zwischen Verwaltung und             Berliner Senatsverwaltung für Inneres
 services aus der Cloud                        Unternehmen und generiert damit auch            und Sport
                                               neue Services für Bürgerinnen und Bürger        Fraunhofer Institute FOKUS und ISST
 In Berlin entsteht ein Cloud-basierter        sowie für die Wirtschaft. Anwendungsent-        Wirtschaftspartner HSH, Atos und
 Marktplatz, auf dem Dienste von Behör-        wickler verbinden die auf dem Marktplatz        Immoscout24
 den und Unternehmen angeboten und             verfügbaren Dienste und Informationen zu
 verknüpft werden können. Ein Berliner         innovativen Applikationen (Apps). Als erste     Ansprechpartner:
        Konsortium arbeitet im Rahmen          Pilotanwendungen auf dem „goBerlin“-            Dr. Matthias Flügge
            von „goBerlin“ hierfür an dem      Marktplatz sind Apps für die Lebenssituati-     Deputy Head
             Aufbau einer vertrauenswür-       onen „Umzug“ und „In der neuen Wohnung“         eGovernment Competence Center


14
               digen Cloud-Plattform. Im       geplant. Dienstleistungen der Behörden wie      Fraunhofer FOKUS Institute for Open
               Mittelpunkt steht dabei neben   Meldevorgänge, behördliche Informationen,       Communication Systems
               der Einhaltung datenschutz-     etwa zu Mietspiegel und Wohnlage, und           Telefon: +49 30 34 63 71 35
              rechtlicher Anforderungen die    Angebote privater Anbieter, wie beispielswei-
Datenanalyse  Semantik

Dezentrale Datenanalyse und                     ist Teil des Forschungsprogramms THESEUS,       Neofonie GmbH
semantische Wissensspeicher                     gefördert vom Bundesministerium für Wirt-       Internetlösungen und mobile Applikationen
                                                schaft und Technologie (BMWi).                  www.neofonie.de
Mit zunehmender Verfügbarkeit von Infor-
mationen und Datensätzen im Internet,           Des Weiteren forscht das Unternehmen            Ansprechpartner:
steigt der Bedarf an zielgerichteten Analysen   im internationalen Projekt Dicode nach          Geschäftsführer Dr. Mario Lenz
und neuen Suchtechnologien. Im Bereich          innovativen Lösungen für Unternehmen, um        Telefon: +49 30 24627 100
innovativer Technologien gehört die Berliner    große Datenmengen analysieren und inter-        E-Mail: kontakt@neofonie.de
Neofonie GmbH zu den führenden Anbietern        pretieren zu können. Ziel ist die Entwick-
rund um die Themen Suche, CMS, UX, Mobile,      lung von intelligenten Webservices, die in
Communites und E-Commerce. Gestützt auf         kürzester Zeit relevante Informationen aus
das Know-how der internen FE-Abteilung,        einem komplexen Datenbestand extrahieren
entwickelt Neofonie Lösungen in den Berei-      können.
chen Suche, Cloud Computing und Dynami-
sche Communities.                               Auch das Forschungsprojekt MIA (Förderung
                                                durch das BMWi im Rahmen der Trusted-
Mit Alexandria demonstriert Neofonie wie        Cloud Initiative) zielt auf eine effiziente
nutzergeneriertes Wissen einfacher zugäng-      Analyse und Auswertung großer Daten-
lich wird. Mit Hilfe von semantischen Web-      sätze (Milliarden von Webseiten) mithilfe
Technlogien wurde eine Wissensbasis über        von Sprachtechnologien und statistischen
berühmte Personen, Orte, Organisationen         Verfahren ab. Die Verarbeitung dieser Daten
und Ereignisse aufgebaut. Diese Wissensba-      soll auch kleinen und mittelständischen
sis lässt sich mit Suchanfragen in natürlich    Unternehmen mittels Cloud Computing
formulierter Sprache abfragen. ALEXANDRIA       ermöglicht werden.




Passendes einfacher finden –                    gen mbH an und bietet Software as a Service     Ontonym – Gesellschaft für
semantische Übersetzungs­                       Lösungen rund um semantische Technologi-        semantische Webanwendungen
komponenten                                     en an, die helfen, den Sprachgebrauch von       mbH
                                                Benutzern und Unternehmen in Internet und       Semantische Webanwendungen
Das Internet der Dienste zielt darauf ab,       Intranet vergleichbar zu machen, z.B. für die   www.ontonym.de
Dienstleistungen und Dienste modular            Bereiche Recruitment, Wissensmanagement,
verfügbar und integrierbar zu machen.           Weiterbildung, Kompetenz-, Dienst- und          Ansprechpartner:
Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist         Dienstleistungsbeschreibung.                    Geschäftsführer Dr. Thomas Hoppe
die Auffindbarkeit dieser Angebote. Wie                                                         Telefon: +49 30 3949-1572
bei allen Anwendungen, die auf der Suche        Ontonym unterstützt den Aufbau, die War-        E-Mail: kontakt@ontonym.de
von textuellen Beschreibungen basieren,         tung und die Pflege von Begriffssystemen
sprechen deren Autoren und die Suchenden        auf der Basis des gelebten Sprachgebrauchs
nicht unbedingt dieselbe Sprache. Norma-        von Benutzern und der Entwicklung semanti-
tive Begriffssysteme (wie Vokabularien oder     scher Webanwendungen. Als B2B-Dienstleis-
Klassifikationssysteme) lösen dieses Problem    ter bietet das Unternehmen Beratung zum
nicht in Gänze. Woran es mangelt ist eine       Einsatz semantischer Technologien an und
Übersetzungskomponente, die zwischen dem        übernimmt die Wissensmodellierung, die
gelebten Sprachgebrauch der Suchenden und       Entwicklung und den Betrieb semantischer
der Unternehmenssprache vermittelt.             Webanwendungen. Unternehmen können
                                                sich dadurch auf ihr Kerngeschäft konzen-


                                                                                                                                      15
An dieser Stelle setzt die Berliner Ontonym-    trieren, während ihre Kunden „passendes
Gesellschaft für semantische Webanwendun-       einfacher finden“.




                                                                                                                    Dienste
Sichere Geschäftsprozesse

Geschäftsprozesse in der Cloud                   Mit der inubit Suite stellt die inubit AG An-   inubit AG
abbilden                                         wenderunternehmen zudem eine umfassen-          IT-Integration von Geschäftsprozessen
                                                 de diensteorientierte Infrastruktur (SOA-Inf-   www.inubit.com
Die Erfolgsgeschichte der inubit AG zeigt bei-   rastruktur) zur Verfügung und versetzt sie in
spielhaft, wie aus einem Berliner startup ein    die Lage, bestehende Applikationen schnell      Ansprechpartner:
führender Anbieter von webbasierten Diens-       und einfach Webservice-fähig zu machen.         Geschäftsführer Dr. Torsten Schmale
ten werden kann. Das Unternehmen bietet                                                          Telefon: +49 30 72 61 12-0
Lösungen für Business Process Management         Seit Oktober 2011 gehört das Berliner Un-       E-Mail: contact@inubit.com
(BPM) und hat u. a. einen Schwerpunkt in         ternehmen zur Bosch Software Innovations
der Versicherungsbranche. Der angebotene         GmbH, welche ihren Schwerpunkt auf inno-
BiPRO-Server ermöglicht eine automatisierte      vativen und nutzbringenden Cloud-Services
und standardkonforme Abwicklung von Ver-         auf System- und Diensteplattformen hat. In
triebsprozessen zwischen Versicherern, Mak-      der Kombination von Produkten für Busi-
lern und Kunden. Die Prozessverwaltung von       ness Process Management (BPM), Business
der Tarifierung bis hin zu einem Angebot und     Rules Management (BRM), Business Data
schließlich dem Antrag des Kunden, verläuft      Management und Service  Infrastructure
automatisch und webbasiert. Bestehende           Management bilden die Lösungen der inubit
Systeme des Kundenbeziehungsmanage-              AG einen unverzichtbaren Teilaspekt.
ments, CRM-Systeme, werden automatisch
in diesen Prozess integriert.




Gemeinschaftliche Prozess­                       (BPM) und die Migration bestehender Pro-        Software ermöglicht die Abbildung kleiner
gestaltung                                       zesslandschaften.                               Prozessinitiativen ebenso wie organisati-
                                                                                                 onsweites Prozessmanagement.
Die Signavio GmbH mit Sitz in Berlin             Der Signavio Process Editor ist ein „Mode-
Charlottenburg bietet Softwarewerkzeu-           ling as a Service“-Angebot. Die Modellie-
ge für die Modellierung und Analyse von          rungsumgebung kann ohne Softwareinstal-         Signavio GmbH
Geschäftsprozessen. Von einer innovativen        lation genutzt werden und ermöglicht die        Modellierung und Analyse von Geschäfts­
Idee am Hasso-Plattner-Institut hat sich Si-     gemeinschaftliche Prozessgestaltung unter       prozessen
gnavio zu einer international erfolgreichen      Einbindung aller beteiligten Akteure. Dar-      www.signavio.com
Firma entwickelt. Das Berliner Unterneh-         über hinaus wird eine umfassende Unter-
men ist Technologieführer im Bereich kolla-      stützung für Modellierungsprofis geboten.       Ansprechpartner:
borativer Prozessgestaltung. Die Produkte        So setzt Signavio den neuen Modellierungs-      Geschäftsführer Dr. Gero Decker
ermöglichen Unternehmen den Einstieg in          standard BPMN 2.0 vollständig um und            E-Mail: info@signavio.com
das Management der Geschäftsprozesse             bietet passende Analysefunktionen. Die




16
Wissensmanagement  Entwicklung

Wissen als Ressource – dezentrales               Unternehmens-Wiki zur Verfügung. Die Soft-        verwaltet diese auf den eigenen Servern. Für
Wissensmanagment                                 ware wird auf den Servern der EsPresto AG         Unternehmen entfällt somit der Aufbau und
                                                 verwaltet und kann von Unternehmen online         die Wartung einer kostspieligen IT-Infra-
Das Schaffen von Wissen sowie effiziente         abgerufen werden.                                 struktur.
Kommunikationswege sind essentiell für
den Erfolg eines jeden Unternehmens. Das         Durch das Mandantensystem können Un-
Internet der Dienste bietet Unternehmen in       ternehmen ohne weitere technische Vor-            Espresto AG
dieser Hinsicht die Möglichkeit, sich voll auf   kenntnisse mit dem Wiki ihr eigenes Intranet      Unternehmens-Wiki
ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren,           umsetzen.                                         www.espresto.de
während ihr dokumentiertes Wissen von
spezialisierten Dienstleistern in der Cloud      Als Full-Service IT-Dienstleister legt EsPresto   Ansprechpartner:
verwaltet wird.                                  den Fokus darüber hinaus verstärkt auf            Maya Biersack
                                                 Web-basierte Software-Entwicklung und             Telefon: +49 30 90 226-750
Auf Basis von Software as a Service (SaaS)       Portal-Lösungen. Dabei übernimmt die              E-Mail: info@espresto.com
Technologien stellt die EsPresto AG mit Sitz     EsPresto AG die Konzeptualisierung und die
in Berlin ihren Kunden ein schlüsselfertiges     Programmierung von Webanwendungen und




Testumgebung für Prototypen in                   bis zum detailreichen Interaktionsproto-          Pidoco GmbH
der Cloud                                        typen (UX Prototyp). Zu den derzeitigen           Erstellung von Prototypen in der Cloud
                                                 Anwendern zählen Großunternehmen und              www.pidoco.com
Das Erstellen und Testen von Prototypen ist      KMUs aus verschiedenen Branchen wie ITK,
auch in der Softwarebranche komplex und          Finance, Pharma und Logistik.                     Ansprechpartner
kostenintensiv. Der Berliner Softwareher-                                                          Geschäftsführer Philipp Huy
steller Pidoco GmbH bietet eine Software         Die innovative SaaS-Lösung zeichnet sich          Telefon: +49 30 48816381
as a Service (SaaS) Lösung zum einfachen         durch besondere Produktivitäts- und               E-Mail: philipp.huy@pidoco.com
Erstellen und Testen von Softwareproto-          Kollaborationsfunktionen wie DragDrop
typen für Web-, Mobile- und Enterprise-          Prototyping, Echtzeit-Kollaboration, Remote
Anwendungen an.                                  Usability Testing, Mobile User Testing auf
                                                 iPhone/iPad, die Pidoco API und eine mo-
Mit der Anwendung können Auftraggeber            derne Grafiktechnologie auf Basis von SVG/
und Dienstleister Entwicklungskosten senken      HTML5 aus.
und die Produktqualität steigern. Ohne
tatsächliche Programmierung können sehr          Die Pidoco GmbH beteiligt sich darüber
schnell interaktive Prototypen im Webbrow-       hinaus an Forschungsprojekten und Partner-
ser erstellt und online für die Konzeption       schaften, z.B. im Bereich Usability und Proto-
oder für Nutzerakzeptanztests freigegeben        typing für neuartige Interaktionsformen.
werden. Die hierdurch frühzeitig gewonnen


                                                                                                                                            17
Erkenntnisse helfen, kostspielige Änderun-
gen in späteren Entwicklungsphasen zu
vermeiden. Prototypen reichen dabei vom
einfachen Layout (sogenannte Wireframes)

                                                                                                                        Dienste
Branchenlösungen

Verlagssoftware as a Service                                                                   T-Systems-Partner-Rechenzentrum in Berlin,
                                                                                               so dass maximale Datensicherheit garantiert
Eine branchenspezifische Software as a                                                         werden kann. Durch den Einsatz moderner
Service Lösung für Verlage wird von der                                                        Virtualisierungs-Technologien werden jedem
Berliner Klopotek  Partner GmbH angebo-                                                       Verlag separate virtuelle Server-Umgebun-
ten. Seit 1992 entwickelt das Unternehmen                                                      gen zur Verfügung gestellt, so dass die jewei-
erfolgreich Standardsoftware für Verlage, ist                                                  ligen Datensätze strikt voneinander getrennt
mittlerweile für mehr als 350 Kunden welt-                                                     sind und ihre Integrität gesichert ist.
weit tätig und bietet seine Produkte auch als
vollständig webbasierte Version an.             Software die Verwaltung von Verträgen,         Nicht zuletzt während der anstehenden Ver-
Durch die zunehmende Digitalisierung von        Rechten und Honoraren. Das integrierte         änderungsprozesse im Verlagswesen können
Texten und die Ausbreitung der eBook-           System ist auf Basis von dokumentierten        Verlage durch den Einsatz von Klopotek SaaS
Formate sowie die Notwendigkeit ‚Bundles‘       Best-Practice-Geschäftsprozessen vorkon-       ohne größere Vorausleistungen kostenef-
aus Print- und digitalen Produkten wie auch     figuriert und damit den Anforderungen der      fiziente Prozessoptimierung betreiben und
multimediale Inhalte zu vertreiben, stehen      Branche angepasst. Unabhängig von ihrer        somit wettbewerbsfähig bleiben.
klassische Verlage vor enormen Verände-         Größe oder Spezialisierung können Verlage
rungsprozessen. Diese beinhalten die Er-        diese Dienste bedarfsgerecht aus der Cloud
schließung neuer Märkte und die Einführung      abrufen und sparen somit Kosten und Res-       Klopotek
digitaler Vertriebsplattformen.                 sourcen. Da Klopotek SaaS vorkonfiguriert      Verlagssoftware
                                                angeboten wird, kann es schnell und leicht     www.klopotek.de
Die SaaS-Lösung von Klopotek unterstützt        eingesetzt werden.
Verlage in den Bereichen Lektorat und                                                          Geschäftsführer Stefan Jacob
Herstellung, sowie Titelpflege und Produkt-     Neben einem Rechenzentrum in den USA be-       Telefon: +49 30 884 53 135
marketing. Darüber hinaus übernimmt die         treibt Klopotek die Verlagssoftware in einem   E-mail: S.Jacob@klopotek.de




Geokoordinierung im öffentlichen                zieht das GIS aus der unternehmenseigenen      verdeutlicht ein GDI-Gemeinschaftsprojekt
Verkehr                                         Geodateninfrastruktur und führt sie mit den    der IVU mit der Firma MapMedia. Im
                                                aktuellen Live-Daten zusammen.                 gemeinsam entwickelten Geothermie-Portal
Geoinformationssysteme (GIS) werden                                                            Brandenburg/Berlin werden Behörden und
zur räumlichen Visualisierung von Daten         Mit den IVU.geoservices ermöglicht die IVU     privatwirtschaftlichen Nutzern Informa-
verwendet. Vor allem aus dem Bereich des        ihren Kunden zudem die sichere und beque-      tionen über Erdwärme (Geothermie) zur
öffentlichen Verkehrs sind sie nicht mehr       me Nutzung von Geodiensten, -analysen und      Verfügung gestellt. Mittlerweile verbindet
wegzudenken.                                    Karten aus der Cloud. So können weltweite      das Portal über OGC-konforme Webdienste
                                                Straßenkarten, Luft- und Satellitenbilder      die Informationen aus 14 Bundesländern.
Die IVU Traffic Technologies AG bietet in       von Microsoft Bing Maps oder Open Source
diesem Zusammenhang maßgeschneiderte            Daten (wie z.B. OpenStreetMap) direkt über
IT-Lösungen mit GIS-Unterstützung an. Die       das Internet angefordert und in die unter-     IVU Traffic Technologies AG
Software ermöglicht die räumliche Darstel-      nehmenseigenen Applikationen integriert        Geoinformationssysteme as a Service
lung von Streckennetzen und Haltestellen        werden. Die detaillierten Karten lassen sich   www.ivu.de
in Personenverkehrssystemen und bietet          mit Diensten wie dem Routing, der Geokodie-
Live-Ansichten beweglicher Objekte. So kön-     rung und der Adresssuche verknüpfen.           Frau Dr. Claudia Feix
nen etwa Busse und Bahnen in Echtzeit auf                                                      Tel. +49 85 90 6-0
       interaktiven Karten dargestellt wer-     Dass sich diese Technologien auf ande-         Claudia.Feix@ivu.de
          den. Die dafür notwendigen Daten      re Branchenlösungen übertragen lassen,




18
Zukunftsweisendes

Der mobile Arbeitsplatz                           heitsmerkmalen. So spielt es keine Rolle, ob    ge können direkt von mobilen Endgeräten
in der Cloud                                      Mitarbeiter an Smartphones, Tablets, PCs,       gesendet werden, wodurch keine Daten-
                                                  Mac Computern oder Notebooks arbeiten.          übertragung an Rechner im Firmennetzwerk
In der heutigen Arbeitswelt sind flexible Ar-     In einer zentralen Verwaltung können die        notwendig wird. Die Lösung wurde durch das
beitszeiten und –orte weit verbreitet. Immer      Zugriffsrechte externer Benutzer flexibel       Magazin Computerwoche zum besten Cloud-
wichtiger werden dadurch IT-Infrastrukturen       verwaltet und beschränkt werden.                Service 2010 gewählt.
und Software, die das mobile Arbeiten er-
möglichen. Die Berliner Cortado AG bietet in      Durch die Software as a Service Lösung
diesem Zusammenhang innovative Lösungen           Cortado Workplace können Mitarbeiter            Cloud Desktop Serivces
an. Als Vorreiter im Bereich Cloud-basierter      zeit- und ortsunabhängig auf die eigenen        www.cortado.com
Kollaborationslösungen, ermöglicht die            Dateien sowie auf das Unternehmensnetz-
Cortado AG Unternehmen die nahtlose               werk zugreifen. Eine auf den Endgeräten         Vorstandsvorsitzender Carsten Mickeleit
Einbindung von mobilen Endgeräten in die          installierbare App stellt hierzu gewohnte       Telefon: +49 30 394931-0
Unternehmens-IT.                                  Desktop-Funktionen zur Verfügung, sodass        E-Mail: info@team.cortado.com
                                                  Dokumente eingesehen und direkt bearbeitet
Der Einsatz des Cortado Corporate Server          werden können.
ermöglicht die Integration einer Vielfalt von
verwendeten Endgeräten mit ihren unter-           Bestandteil der Software ist darüber hinaus
schiedlichen Betriebssystemen und Sicher-         das innovative Cloud Printing. Druckaufrä-




                                                  Standards für Arbeitssicherheit und Um-         Seit 2009 gehören auch die Berliner Was-
                                                  weltmanagement zu erfüllen und das eigene       serbetriebe zu den Nutzern von EcoWeb-
                                                  Unternehmen ganzheitlich abzubilden. Die        Desk®. So werden die Audits verschiedener
                                                  modular aufgebaute Software ermöglicht          Standorte verwaltet, Korrektur- und
                                                  Auswertungen verbrauchter Ressourcen            Vorbeugemaßnahmen der einzelnen
                                                  (Energie, Wasser, Rohstoffe) genauso wie die    Organisationseinheiten definiert und das
                                                  Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen         Gefahrstoffmanagement abgewickelt. Die
                                                  und Betriebsanweisungen. Maßnahmen              vollständig webbasierte Software stellt in
                                                  lassen sich effizient ableiten, übersichtlich   diesen Prozessen eine effektive Alternative
                                                  planen und organisieren. Durchgeführte Ak-      zu einer dezentralen Dokumentation in
Umweltmanagement as a Service                     tivitäten werden einheitlich und ordnungs-      Papierform dar.
                                                  gemäß dokumentiert.
Die 2007 gegründete EcoIntense GmbH ist
spezialisierter Softwareanbieter für die Berei-   Mit EcoWebDesk® können Unternehmen-             EcoIntense
che Arbeitssicherheit und Umweltmanage-           sprozesse mit geringem Aufwand über-            Softwarelösungen für Umweltmanagement
ment. Diese Bereiche gewinnen nicht nur vor       wacht und gesteuert werden. Der Einsatz         und Arbeitssicherheit
dem Hintergrund gesetzlicher Anforderungen        ist branchenunabhängig möglich. Zu den          www.ecointense.de
an Bedeutung, sondern stehen zunehmend            Anwendern zählen neben mittelständischen
auch im Fokus von Unternehmen und Kun-            Unternehmen aus unterschiedlichen Bran-         Geschäftsführer Markus Becker
den selbst.                                       chen, z. B. der Kunststoffbranche oder der      Telefon: +49 30 53 04 13 00


                                                                                                                                            19
                                                  Chemischen Industrie, auch große Organisa-      E-Mail: kontakt@ecointense.de
Kernprodukt der EcoIntense GmbH ist die           tionen wie Ver-/Entsorger oder Stadtwerke.
webbasierte Standardsoftware EcoWebDesk®.
Diese unterstützt Anwender dabei, genormte

                                                                                                                       Dienste
Berichte aus der Capital Cloud
   Kreativ in der Cloud	
Mit seinem Berliner Start-up „schnee von morgen“ hat sich Gründer Nikolai Longolius zum
Ziel gesetzt, traditionelles Fernsehen zu revolutionieren. Inzwischen steht das Unternehmen
hinter bekannten Angeboten wie Spiegel.TV oder dctp.tv und wurde mit dem Lead Award 2010
ausgezeichnet. Ohne die Cloud gäbe es das Unternehmen nicht.

Herr Longolius, was macht ihr junges Unternehmen so innovativ?
   Unser Service ist die Konzeption und der Betrieb von webTV Sendern. Traditionell ist das
Digitalisieren sowie die Speicherung und das Senden von Filmen ein teures Vorhaben. Unsere
Kunden sind professionelle Broadcaster, denen wir die Möglichkeit bieten, auf eine kostspieli-
ge IT-Infrastruktur zu verzichten.                                                                 schnee von morgen webTV GmbH
                                                                                                   Nikolai Longolius
Welche Rolle spielt dabei das Internet der Dienste?                                                www.schneevonmorgen.com
    Nur durch den Einsatz von Cloud Technologien ist unser Angebot möglich. Sämtliche Pro-
zesse, wie das Transkodieren von Filmen, die Verwaltung der Beiträge und das Senden, finden
auf externen Rechnern in der Cloud statt.
    Hierdurch schaffen wir einen enorme Kosteneffizienz und eine praktische unbegrenzte Ska-
lierbarkeit. Entsprechend der Anzahl der Aufträge wächst die Cloud mit oder schrumpft, um
die Betriebskosten zu minimieren. Diese Kostenstrukturen sind mit herkömmlichen Prozessen
nicht abzubilden.

Was macht den Standort Berlin für Sie attraktiv?
   Berlin bietet gute Bedingungen für Kreative. Außerdem haben wir Kontakte zu ansässigen
Forschungseinrichtungen und Universitäten. Während sich die günstigste IT-Infrastruktur
derzeit noch im Ausland befindet, bietet uns Berlin Raum, unser innovatives Geschäftsmodell
auszubauen und dabei von einem lokalen Netzwerk zu profitieren.



                                                     Software as a Service für den Mittelstand
                                                 Die NTD NUOVO-TECH Deutschland GmbH ist Anbieter von Energieeffizienztechnologie für
                                                 Beleuchtungsanlagen. Das mittelständische Unternehmen setzt auf technische Innovationen
                                                 sowie umfassende Beratung um den Energiebedarf und somit überflüssige CO2-Emissionen
                                                 zu reduzieren. Intern nutzt das Berliner Unternehmen moderne Cloud-Technologien um Ge-
                                                 schäftsprozesse flexibel und kostengünstig gestalten zu können.

                                                 Herr Krohn, welchen Schwerpunkt hat Ihr Unternehmen?
                                                    Die Nuovo-Tech Deutschland ist ein lösungs- und technikorientiertes Unternehmen mit
                                                 Fokus auf Steuer- und Regeltechnik sowie der Erstellung von energieeffizienten Konzepten.
  NTD NUOVO-TECH Deutschland GmbH                   Energieeffizienz und Umweltschutz sind Kernpunkte aktiver Klimaschutzpolitik, zu der sich
  Umwelttechnologie                              die Regierung der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet hat. NUOVO-TECH ist ein Unter-
  Raik Krohn, Geschäftsleitung                   nehmen, das diesen Anspruch in die Praxis umsetzt: Nützliche Umwelttechnik im Einklang mit
  www.nuovo-tech.de                              wirtschaftlicher Vernunft. Unsere Lösungen kommen im öffentlichen Bereich, wie der kommu-
                                                 nalen Straßenbeleuchtung der Immobilen und Wohnungswirtschaft , dem Einzelhandels und
                                                 Dienstleistungssektor oder etwa in der Industrie wie auf Produktions- und Lagerflächen zum
                                                 Einsatz.

                                                 Ist der Standort für Ihr Unternehmen ein entscheidender Faktor?
                                                    Berlin steht für Innovation – das ist ausunserer Sicht ein überzeugender Grund für


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                                                 diesen Standort. Auch in Hinsicht auf die für uns wichtige Kooperation mit
                                                 anderen Beratungs- und Solutions-Unternehmen bietet uns die Stadt entscheidende Vorteile.
Ihr Unternehmen setzt SAP Business ByDesign ein. Welche Möglichkeiten
                                                 und Risiken ergeben sich daraus?
                                                     Derzeitig haben wir das CRM-Modul von SAP Business ByDesign im Einsatz. Dieser Service
                                                 ist für unseren Vertrieb unerlässlich, die flexible Cloud-Lösung macht den Einsatz besonders
                                                 kostengünstig und effizient. In Planung ist auch eine Erweiterung um die Bereiche Auftrags-
                                                 abwicklung, Projektmanagement und Finanzen. Die Berliner Beratung nouvenyo GmbH hat
                                                 diesbezüglich unsere bestehenden Prozesse analysiert und Einsatzpotenziale der Softwaremo-
                                                 dule aufgezeigt.
                                                     Bisher haben sich bei uns keinerlei Probleme mit Blick auf die Datensicherheit ergeben. Die
                                                 Cloud hat sich für uns als 100% sicher erwiesen.



   Datensicherheit im Gesundheitswesen
Im Rahmen von TRESOR soll erstmals eine Cloud-Infrastruktur für den Gesundheitssektor
entwickelt werden. Insgesamt sechs Konsortialpartner aus Forschung, Gesundheitswesen und
Wirtschaft erarbeiten dabei gemeinsam Lösungen. Das Vorhaben wird im Rahmen von „Trus-
ted Cloud“ durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

Herr Frank, wie lässt sich das Vorhaben TRESOR in wenigen Sätzen zusam-
menfassen?
   TRESOR hat den Aufbau eines sicheren und datenschutzkonformen Cloud-Ecosystems zum
Ziel, welches exemplarisch für den Anwendungsbereich der Patientenversorgung im Gesund-
heitswesen umgesetzt wird.                                                                          TRESOR
   Eine der größten Herausforderungen bei der klinikübergreifenden stationären Versorgung           Ansprechpartner Torsten Frank
von Patienten ist die Gestaltung einer datenschutzkonformen, geschlossenen und instituts-           medisite Systemhaus GmbH
übergreifenden Prozesskette mit einer medienbruchfreien und durchgängigen Verlaufsdoku-             www.trusted-cloud.de/de/764.php
mentation.

An wen richtet sich Ihr Vorhaben?
   Zielgruppe sind öffentliche und private Gesundheitseinrichtungen. Dazu gehören Kranken-
häuser und Ärzte aber auch mittelständische Unternehmen und Industrieunternehmen aus
dem Gesundheitswesen.Aufgrund der Vielzahl der beteiligten Akteure bestehen hohe Anforde-
rungen an Interoperabilität, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit.

Wie kommen die Dienste aus der Cloud genau zum Einsatz?
   Neben der schon genannten medizinischen Verlaufsdokumentation ist ein weiteres Anwen-
dungsszenario des Projektes die Umsetzung eines cloudbasierten, den Behandlungsprozess
begleitenden, Services zur verlässlichen Prüfung von Arzneimittelinteraktionen auf der Basis
aktuellster Informationen.
   Die Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit ist ein zentraler Bestandteil
des Vorhabens. Es besteht auf der Anwenderseite derzeit sicherlich noch einige Zurückhaltung
in Bezug auf Cloud-Technologien im Gesundheitswesen. Bisher fehlt es aber auch an überzeu-
genden Best-Practice-Beispielen. Dies wollen wir mit TRESOR ändern.

Welche Rolle spielt der Standort Berlin?                                                            Interviews geführt im November 2011
   Als gut vernetzter Wissenschaftsstandort spielt Berlin eine wichtige Rolle. So ist auch der      von Johannes Laufs, Consultant
überwiegende Teil der Konsortialpartner in Berlin ansässig.                                         Public One // Governance Consulting
   Die Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungen des Cloud-Ecosystems wird anhand von
Anwendungsszenarien aus dem Bereich der Patientenversorgung demonstriert. Das Paulinen-             Kontakt:
                                                                                                    Johannes.Laufs@publicone.com
krankenhaus und das Deutsche Herzzentrum spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, denn als
Anwendungspartner stellen sie die Relevanz und Anwendbarkeit der PaaS-Plattform und des
Cloud Brokers für den Bereich der Patientenversorgung sicher.
   Für die technische Infrastruktur greifen wir auf die Einrichtungen des Konsortialpartners
T-Systems direkt in Berlin zurück. Darüber hinaus haben wir mit den beiden Lehrstühlen SNET


                                                                                                                                            21
und IKM der TU-Berlin zwei sehr renommierte Institutionen als Konsortialpartner in TRESOR.
Die wissenschaftlichen Expertisen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Forschungsbereich
innerhalb des Projektes.


                                                                                                                   Interviews
Glossar

App                                           E-Business                                       Private Cloud Computing
Application: Anwendungsprogramm;              Automatisierter und computergestützter           Virtualisierte Infrastrukturen als quasi
Software mit begrenztem Leistungsumfang,      Daten- und Dokumentenaustausch zwischen          unternehmenseigene Clouds; können vom
meist für mobile Endgeräte                    Geschäftspartnern über elektronische Netze       Unternehmen selbst, aber auch von einem
                                                                                               externen Dienstleister betrieben oder gehos-
B2B                                           E-Government                                     tet werden
Business-to-Business: Geschäftsbeziehung      IT-unterstützte Prozesse innerhalb der
zwischen Unternehmen im Gegensatz zu B2C      öffentlichen Verwaltung                          Public Cloud Computing
(Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen                                                       IKT-Ressourcen und Dienste werden von
und Kunden)                                   Enterprise Cloud                                 einem externen Dienstleister über das öf-
                                              Ausprägung einer Trusted Cloud, mit Zu-          fentliche Internet bereitgestellt, viele Kunden
BaaS                                          gang, der auf ein einzelnes Unternehmen          teilen sich eine virtualisierte Infrastruktur
Business Process as a Service: webbasierte    beschränkt ist; Mögliche Unterteilung in
Abwicklung von Geschäftsprozessen             Departmental Clouds (Cloud Umgebung für          SaaS
                                              einzelne Unternehmensabteilungen)                Software as a Service: webbasierte Bereit­
Backup-System                                                                                  stellung von Anwendungssoftware
IT-System zur Datensicherung                  Full-Service-Anbieter
                                              Dienstleister, der mehrere Services aus einem    Semantic Web
BMWi                                          Bereich gebündelt aus einer Hand anbietet        Semantisches Web: Konzept, um die Be-
Bundesministerium für Wirtschaft und                                                           deutung von Informationen für IT-Systeme
Technologie                                   IaaS                                             automatisiert verwertbar zu machen
                                              Infrastructure as a Service: webbasierte
BPM                                           Bereitstellung von Basisinfrastruktur,           SOA
Business Process Management: Manage-          wie Datennetzen, externen Speicher- und          Service-oriented Architecture: Ansatz zur Ge-
mentkonzept zur (softwaregestützten)          Rechenkapazitäten und Backup-Systemen            staltung von IT-Landschaften auf der Basis
Optimierung und Automatisierung von                                                            von Diensten (Services); z.B. Modularisierung
Geschäftsprozessen                            IKT                                              von einzelnen Geschäftsprozessen zur leich-
                                              Informations- und Kommunikationstech­            teren und flexibleren Wiederverwendbarkeit
Cloud Computing                               nologien; Synonyme Verwendung zu ITK
Beschreibt den Ansatz, IKT-Infrastrukturen                                                     Start-up
und -Anwendungen von einem (externen)         IT-Infrastruktur                                 Junges Unternehmen in der Gründungsphase
Dienstleister netzbasiert (meist über das     Gesamtheit aller Maschinen (Hardware)
Internet) zu beziehen                         und Programme (Software) zur automati-           Trusted Cloud
                                              schen Informationsverarbeitung, z. B. in         Cloud-Computing-Umgebung, deren
Cloud-Policy                                  einem Unternehmen                                Zugang auf einen bestimmten Nutzerkreis
Regelung des Zugangs zur Cloud Umgebung                                                        beschränkt ist, um die Datensicherheit zu
sowie des Nutzungsumfangs; oft in Bezug       ITK                                              erhöhen
auf organisationsinterne Abläufe und          Informations- und Telekommunikationstech-
Prozesse                                      nologien; Synonyme Verwendung zu IKT             Webservices
                                                                                               Selbstbeschreibende, gekapselte Soft-
Collaboration                                 KMU                                              warekomponenten, deren Funktionalitäten
Zusammenarbeit                                Kleine und mittelständische Unternehmen          mittels Schnittstellen von entfernten Syste-
                                                                                               men und Anwendungen aufgerufen werden
CRM                                           On demand                                        können; ermöglichen technische Umsetzung
Customer Relationship Management:             Dienste werden nach Bedarf, d. h. „auf Ab-       von SOA-Architekturen (siehe SOA)
      Managementkonzept und Software          ruf“ angefordert und geliefert
         zur Verwaltung und Steuerung von 	                                                    Wiki
	         Kundendaten                         PaaS                                             Webbasiertes Content-Management System,


22
                                              Platform as a Service: webbasierte Bereitstel-   in dem Nutzer Inhalte selbst einstellen und
                                              lung von Entwicklungsumgebungen                  editieren können. Das bekannteste Wiki ist
                                                                                               Wikipedia



            Glossar
Projekt Zukunft

Projekt Zukunft ist die landesweite Senatsinitiative für den Strukturwandel Berlins zur Infor-
mations- und Wissensgesellschaft. Ziel ist die Entwicklung der Stadt zu einem international
anerkannten, wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort. Projekt Zukunft fördert die
Zukunftsbranchen der Medien-, IT- und Kreativwirtschaft und vernetzt sie mit Wissenschaft,
Politik und Verwaltung. Durch Strategien, Initiativen und Projekte, Public-Private-Partner-         Kontakt:
ships, Veranstaltungen, Informationskampagnen und Publikationen unterstützt Projekt
Zukunft technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen und verbessert so        Dr. Wolfgang Both
die Rahmenbedingungen für die Wachstumsfelder der Stadt.                                            Senatsverwaltung für Wirtschaft,
                                                                                                    Technologie und Forschung
Projekt Zukunft ist in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen angesie-
delt – fachlich und organisatorisch im Referat für Medien-, IKT- und Kreativwirtschaft. Hier        Telefon: +49 30 9013 8257
liegt auch das Clustermanagement für den Cluster Kommunikation und Kreativwirtschaft.               wolfgang.both@senwtf.berlin.de
Die Aktivitäten sind in einzelne Handlungsfelder gegliedert, zu denen auch das Internet der         www.projektzukunft.berlin.de
Dienste gehört. Weitere verbundene Handlungsfelder sind Open Source/Open Standards oder
Vernetzt Leben.




Software as a Service und Cloud Computing im regionalen
IKT-Branchenverband SIBB e. V.

Im IKT-Branchenverband von Berlin-Brandenburg – SIBB e. V. – sind mehr als 120 Unterneh-
men aus der Region engagiert. Sie vertreten mit rund 450 Mio. € Umsatz und über 4.000
Mitarbeitern ihre wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Interessen im IKT-
Branchenverband. Der SIBB bietet seinen Mitgliedern verschiedene Foren an, um gemeinsam
Ansätze und Lösungen für ihr Geschäft durch Problemanalysen und -bewertung zu finden.
Die Aufgaben der Foren liegen darin, Anstöße zu Diskussionen zu geben, sowie Expertenwis-           Kontakt:
sen durch die Kommunikation miteinander zu erzeugen und zusammenzutragen.
                                                                                                    René Ebert
Im 2010 gegründeten Forum Software as a Service (SaaS)  Cloud Computing beschäfti-                 Geschäftsführer
gen sich mittlerweile rund 30 Mitgliedsunternehmen mit den Chancen aber auch Risiken
von Services in und aus der Wolke. Anbieter und Berater aus den Bereichen Infrastruktur             Telefon: +49 30 3949 1861
(IaaS), Plattformen (PaaS) oder Lösungen (SaaS) diskutieren regelmäßig über Finanzierung,           rene.ebert@sibb.de
Geschäftsmodelle, Sicherheit, Technologien oder Verfügbarkeit im Geschäft mit der Wolke. Ex-        www.sibb.de
perten aus Forschung und Wissenschaft steuern zusätzlich ihr Wissen bei und bereichern den
Wissenstransfer im Forum beispielsweise durch Cloud-spezifische Studien und Fachbeiträge.
Start-up´s profitieren von den Erfahrungen etablierter Anbieter mit bewährten IT-Lösungen,
gestandene Marktteilnehmer wiederum lassen sich vom Spirit junger Unternehmen und
deren Ideen inspirieren.

Schon heute gehören Unternehmen aus dem Kreis des SIBB zu den innovativsten Anbie-
tern unterschiedlichster Services rund um die Cloud – und das weit über die Region Berlin-
Brandenburg hinaus. Das Thema Cloud Computing wird im SIBB in den nächsten Jahren eine


                                                                                                                                       23
immer größere Rolle spielen, dabei wird vor allem auch die Berlin Capital Cloud ein wichtiger
Erfolgsfaktor sein.




                                                                                                 Förderung  Netzwerke
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VDC Newsletter 2006-08
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Internet der Dienste

  • 1. Internet der Dienste Janz Berlin is eene Wolke capitalcloud
  • 2. Inhalt Grußwort .......................................................................................... 03 Key facts ............................................................................................ 04 Die Berliner ITK-Branche auf einen Blick Unternehmer über den Standort Berlin Akteure in der Capital Cloud Potenzialanalyse Internet der Dienste Berlin ................. 06 Zusammenfassung Informationen über die Studie Forschungsstandort Berlin ...................................................... 10 Universitäten Netzwerke Dienste ................................................................................................. 12 Plattform & Infrastruktur Berater & Integratoren Programmierung & Marktplätze Datenanalyse & Semantik Sichere Geschäftsprozesse Wissensmanagement & Entwicklung Branchenlösungen Zukunftsweisendes Berichte aus der Capital Cloud ............................................... 20 Kreativ in der Cloud Software as a Service für den Mittelstand Datensicherheit im Gesundheitswesen Glossar . .............................................................................................. 22 Impressum/Ansprechpartner .................................................. 24 02 Inhalt
  • 3. Grußwort Auch wir am Fraunhofer FOKUS entwickeln gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und der Verwaltung solche Infrastrukturen und konnten bereits zahlreiche solcher zukunftsweisender Entwicklungen für das Internet der Dienste mit auf den Weg brin- gen – sei es mit dem neuen Personalaus- weis, dem Open Data Portal daten.berlin. de oder neuen Technologien und Apps für eGovernment-Prozesse. Um weiterhin den Forschungsstandort im IKT-Sektor zu stärken und voranzutreiben, „Chancen des Internets der Dienste bündeln auch wir unsere Potentiale. Künftig und der Standort Berlin“ werden drei Berliner Fraunhofer Institute gemeinsam unter einem Dach an innovati- Wir leben und arbeiten in einer der span- ven Kommunikationssystemen der Zukunft nendsten Städte weltweit: Berlin. Kreative forschen. Wir freuen uns auf eine spannende Köpfe und hochkarätige Wissenschaftler, Zeit und darauf, durch kreative Zusam- Investoren und Innovative – die Berliner menarbeit die IT-Landschaft in Berlin aktiv Gründerszene macht unsere Hauptstadt zu mitzugestalten. einem Ideen- und Investitionsstandort, der einmalig ist in Europa. Wie viel Potential in unserer Hauptstadt steckt, beweist auch die Analyse in die- Damit es aber auch zu einem produktiven ser Broschüre. Die Ergebnisse demonst- Austausch unter allen Beteiligten kommen rieren deutlich – die Stadt verfügt über kann, sind vernetze Infrastrukturen nötig – herausragende Kreativität, hochkarätige durch neue Konzepte von serviceorientierten Wissenschaftler ein gutes Angebot an IT- Architekturen (SOA) und Cloud Computing Fachkräften. Schon jetzt ist der Standort werden Potentiale von webfähigen Diensten Berlin Spitzenreiter im IKT-Sektor – und was gebündelt und Synergien geschaffen. die Zukunft anbetrifft, wird die Stadt vom vielfältigen Angebot und den innovativen Das Internet der Dienste macht analoge Ansätzen nur profitieren können. Notwendigkeiten zu digitalen Möglichkeiten: egal ob Behördengänge, Wohnungsbesich- Viel Spaß beim Lesen, tigungen, der Check-In am Flughafen oder das Buchen von Arztterminen – die Entwick- lungs- und Dienste-Plattformen im Netz ermöglichen individuelle Serviceleistungen unabhängig von Ort und Zeit. Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Radu Popescu-Zeletin Institutsleiter Fraunhofer FOKUS 03 Grußwort
  • 4. Auf einen Blick Die Capital Cloud Neue Marktpotenziale Capital Cloud: Der IKT-Standort Berlin Vernetzung & Synergien Hohe Gründungsdynamik Die Hauptstadtregion ist Sitz zahlreicher innovativer Unternehmen Sehr gute IKT-Infrastruktur Sichtbarkeit mit Angeboten im Internet der Dienste. Durch Forschung und Ent- wicklung für eine Vielfalt von Anwenderbranchen hat sich Berlin zu einem gut vernetzen und dynamischen Standort entwickelt. Insge- Fachkräfteangebot samt umfasst die ansässige IKT-Branche 5.400 Unternehmen, stellt 51.000 Arbeitsplätze und verzeichnet einen jährlichen Gesamtumsatz Vorreiterrolle im Bereich von 7.9 Milliarden Euro. Berlin ist der zweitstärkste IKT-Standort in der öffentlichen Verwaltung Deutschland. Wissenschaft Branchenspezifische Öffentliche Verwaltung Diensteplattformen Tourismus & Verkehr Gesundheitssektor Wissenschaft Medien & Verlage Industrie IKT-Sektor Unternehmer über den Standort Berlin Welche Faktoren machen Berlin attraktiver als andere deutsche Großstadtregionen? Möglichkeiten zur öffentlichen Förderung für Start-ups und KMU Nähe zu öffentlicher Verwaltung und zu politischen Entscheidungsträgern Möglichkeiten der überregionalen Vernetzung und Kooperation mit anderen IKT-Unternehmen Wettbewerbsintensität Angebot an qualifizierten IT-Fachkräften Möglichkeiten der regionalen Vernetzung und Kooperation mit anderen Unternehmen Wissenstransfer aus Unis und Forschungseinrichtungen Anteil innovativer Unternehmen Gründungsdynamik Lebensqualität insgesamt 04 0 20 40 60 80 100 Besser In etwa gleich Daten gemäß: Potenzialanalyse Internet der Dienste Berlin, Berlecon 2011
  • 5. Akteure in der Capital-Cloud Beratung und Netzwerke Investitionsbank IBB Beteiligungs- Gründerwerkstatt der Beuth Hochschule Berlin (IBB) gesellschaft mbH für Technik Berlin Programm zur Förderung Venture Capital Fonds Existenzgründerzentrum (EGZ) von Forschung, Innovationen entrepreneursclub berlin VENTURE CAMPUS der TU Berlin und Technologien Pro FIT Gründungsberatung des Technologie Berlin Kredit Coaching Centers (TCC) Programm Innovationsassistent/-in Beratung des Kreativ Coaching Centers (KCC) KMU Fonds Coworking Spaces (Projekt Zukunft) Berlin Start Hochschulen Startup Freie Universität (FU) Berlin Förderung Humboldt-Universität (HU) Forschung Technische Universität (TU) Hochschule für Technik und Private Wirtschaft Berlin (HTW, ehemals FHTW) Beuth Hochschule für Technik Berlin Hochschulen Universität Potsdam Private Hochschulen Forschungseinrichtungen Fraunhofer-Institut für Offene Kommuni- kationssysteme (FOKUS) Fraunhofer-Institut für Software- und System- technik (ISST) 5.400 IKT-Unternehmen in der Hauptstadtregion Heinrich-Hertz-Instituts (HHI, Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik) Konrad-Zuse-Zentrum für für Informationstechnik Berlin (ZIB) Hasso-Plattner-Institut (HPI) Deutsche Telekom Laboratories (TLabs) Netzwerke & Verbände Amt24 e. V. Wettbewerbe & BCIX e. V. (Berlin Commercial Awards Internet InExchange e. V.) eCOMM Berlin IHK Berlin Projekt Zukunft Businessplan-Wettbewerb Verband der Software-, Informations- Berlin-Brandenburg (BPW) und Kommunikationsindustrie in Berlin Innovationspreis Berlin Brandenburg und Brandenburg (SIBB e. V.) Xinnovations e. V. Wettbewerbsreihe Berlin – Made to Create Open Source/Open Standards 05 Apps4Berlin Key Facts
  • 6. Cloud Computing in der Hauptstadt – Wachstumschancen für Berlin durch das Internet der Dienste Eine neue Dienstleistungswirt- neue Umsatzpotenziale zu erschließen. Berliner ITK-Anwenderbranchen, wie Verkehr schaft entsteht – Berlin profitiert Die Dienstleistungsstadt Berlin kann vom und Tourismus, Wissenschaft und Forschung „Internet der Dienste“ überdurchschnittlich sowie die öffentliche Verwaltung, enorme Im Internet entsteht derzeit eine neue profitieren. Wie eine aktuelle Studie von Wachstums- bzw. Modernisierungschancen. Dienstleistungswirtschaft, die die Struk- Berlecon Research für die Berliner Wirt- turen und Geschäftsmodelle nicht nur in schaftsverwaltung verdeutlicht, haben der ITK-Branche, sondern in der Wirtschaft sich im Bereich Cloud Computing bereits Die Vision vom Internet der Dienste insgesamt fundamental verändern wird. Ein zahlreiche hauptstädtische Akteure posi- wichtiger Wegbereiter dafür sind Cloud-Com- tioniert. 1 Insbesondere in der sehr aktiven Im Internet der Dienste – so die Vision – puting-Technologien, mit denen Dienstleis- Berliner ITK-Start-up-Szene finden sich viele werden Dienste und Funktionalitäten als tungen über das Internet angeboten und wegweisende Cloud-basiserte Geschäfts- modulare Softwarekomponenten abgebildet miteinander vernetzt werden können. Dies modelle. Etliche Forschungseinrichtungen und über das Internet (oder auch: „in der ermöglicht auch Unternehmen außerhalb beschäftigen sich in der Hauptstadt intensiv Cloud“) zur Verfügung gestellt. Dies umfasst des ITK-Sektors, selbst Anbieter webbasierter mit Internet-der-Dienste-Technologien und zum einen klassische IT-Dienste, wie die Dienste und Anwendungen zu werden, inno- entwickeln hochinnovative Lösungsansätze. Bereitstellung von Speicherkapazität und vative Geschäftsmodelle zu entwickeln und Zudem eröffnen sich gerade für die wichtigen Rechenleistung (Infrastructure as a Service – Das Internet als Service-Baukasten Unternehmen Service-Anbieter IT-Anbieter TK-Anbieter anderer Branchen Software Sendungsverfolgung Geschäftsprozesse Telefonanlagen Anlagen-Fernüberwachung Services- Infrastruktur Online-Bonitätsprüfung IP-Netze Beispiele Entwicklungs-­­ Telematik Audio-, Video-, Web-­ plattformen k ­ onferenzen Mobile Shopping- Webservices Assistenten Private Öffentliche Service-Nutzer Unternehmen 06 Anwender Verwaltung Abb. 1: Das Internet als Servicebaukasten
  • 7. 1 B erlecon Research (2011): „Potenzial- Kommunikation“ gab es laut Statistischem Während Anbieter von Cloud-Infra- analyse Internet der Dienste Berlin“ Landesamt im Jahr 2009 rund 5.400 Unter- struktur (IaaS) in der Hauptstadt bisher nehmen und knapp 51.000 Beschäftigte. eher spärlich vertreten sind, finden sich im 2 S iehe vertiefend dazu: Fraunhofer ISST Die Berliner ITK-Branche zeichnet sich vor al- Bereich Software as a Service (SaaS) (2011): „Cloud-orientierte Service- lem durch eine hohe Gründungsdynamik und mittlerweile zahlreiche Berliner Anbieter mit Marktplätze“. einen hohen Anteil sehr kleiner, aber hoch einem sehr breiten Spektrum an unterschied- innovativer Unternehmen aus. Gleichzeitig lichen Anwendungen und Branchenlösungen. sind viele der großen Player der ITK-Branche zumindest mit einer Niederlassung in der Zum Internet-der-Dienste-Umfeld zählen IaaS) oder von Office- oder Mail-Anwendun- Hauptstadt vertreten. darüber hinaus Anbieter, die sich in den Be- gen (Software as a Service – SaaS) über das reichen SOA, BPM, Platform as a Service Internet. Das webbasierte Dienstesprekt- Zu den Stärken des ITK-Standorts Berlin (PaaS), Webservices-Programmierung rum reicht jedoch bis hin zu traditionellen zählt nach Aussage von Experten und den und IT-Sicherheit spezialisieren. Vor allem (Handwerker-) Dienstleistungen, fachlichen Teilnehmern einer Unternehmensbefragung im Bereich Geschäftsprozessmodellierung Anwendungen und mehr oder weniger die vielfältige und hochkarätige IT-nahe und -management (BPM) haben sich bereits umfangreichen Geschäftsprozessen (Business Wissenschaftslandschaft. Denn zum einen relativ viele Anbieter in der Hauptstadt- Process as a Service – BaaS). Dabei ermög- entsteht daraus ein sehr intensiver Wissen- region etabliert. Internet-der-Dienste- lichen die Modularisierung und webbasierte stransfer aus Berliner Universitäten und Technologien stehen zudem zunehmend im Abwicklung von Geschäftsprozessen nicht Forschungseinrichtungen. Zum anderen Fokus der Berliner ITK-Systemhäuser und zuletzt die Integration der Prozesse verschie- gehen aus der Wissenschaft viele sehr gut -Integratoren. dener Geschäftspartner (z. B. E-Business- ausgebildete Informatikfachkräfte und Integration). Die vielfältigen Dienste können spannende Start-up-Unternehmen hervor. Durch die Vielzahl der Berliner Forschungs- bspw. über cloud-orientierte Service- Darüber hinaus ist der Standort Berlin für einrichtungen, die sich mit Internet-der- Marktplätze 2, die sich im Internet mehr ITK-Unternehmen durch ein im Bundesver- Dienste-Lösungen befassen, wird die und mehr herausbilden, bereitgestellt und gleich niedriges Lohnkostenniveau für IT- Entwicklung dieser Technologien deutlich miteinander integriert werden. Fachkräfte und ein niedriges Mietniveau für vorangetrieben. Die Berliner Aktivitäten Wohnungen und Geschäftsräume attraktiv. rund um das Internet der Dienste werden Im Internet der Dienste bieten darüber Gerade in Bezug auf das Internet der Dienste darüber hinaus im Rahmen von Netzwerken, hinaus cloud-basierte Entwicklungs- und ist zudem die gute ITK-Infrastrukturverfüg- Verbänden sowie themenspezifischen Initia- Diensteplattformen (Platform as a Service – barkeit der Hauptstadt ein entscheidender tiven und Veranstaltungen unterstützt. PaaS) einer Vielzahl an Marktakteuren die Standortvorteil. Möglichkeit, webfähige Dienste zu entwi- Zu den zentralen Akteuren im Internet der ckeln und anzubieten. Solche Plattformen Unternehmen aus der Hauptstadt bescheini- Dienste zählen darüber hinaus auch die gewährleisten ein hohes Maß an Standardi- gen Berlin sehr gute Möglichkeiten, sich mit Nutzer webbasierter Dienste. Neben Privat­ sierung und Flexibilität. Sie können auf den anderen lokalen Unternehmen zu vernetzen. personen umfasst dies eine Vielzahl von Bedarf einzelner Branchen (z. B. Automobil- Dazu trägt die hohe Aktivität von Netzwer- Unternehmen und öffentlichen Einrichtun- industrie) oder auf spezifische Anwendungs- ken, Verbänden und Initiativen bei. Poten- gen. Aufgrund ihrer großen Bedeutung für fälle (z. B. Autokauf) zugeschnitten sein. ziale, die es noch stärker als bisher auszu- den Standort Berlin, lassen sich die folgen- Somit werden auch klassische Industrieun- schöpfen gilt, sehen Berliner Unternehmen den Anwenderbranchen für Technologien des ternehmen vermehrt selbst Anbieter von vielfach in der Intensivierung der überregi- Internet der Dienste als besonders relevant webbasierten Diensten. onalen Vernetzung und des internationalen identifizieren: Erfahrungsaustauschs. Zudem fänden es Insgesamt entwickelt sich das Internet damit viele befragte Vertreter Berliner ITK-Unter- • die öffentliche Verwaltung, zu einer Art großem Service-Baukasten nehmen wünschenswert, mehr große An- • Tourismus und Verkehr, bzw. Service-Ökosystem, in dem Unter- wenderfirmen in Berlin vorzufinden, bspw. • der Gesundheitssektor, nehmen aller Branchen, private Anwender im Industriebereich oder im Handel. • die Wissenschaft, sowie die öffentliche Verwaltung Services • Medien und Verlage, anbieten, in Anspruch nehmen und vernet- • Unternehmen der ITK-Branche selbst. zen können. (Siehe linke Abb. 1: Das Internet Akteure des Internet der Dienste als Servicebaukasten) in Berlin Auf ITK-Anbieterseite haben bereits viele Berlin als Wirtschaftsstandort für Berliner Unternehmen den Trend zu Cloud das Internet der Dienste Computing und zum Internet der Dienste erkannt und halten entsprechende Angebote 07 Berlin hat sich in den vergangenen Jahren bereit. Im Rahmen der Analysen wurden in zu einem der wichtigsten ITK-Standorte der Hauptstadtregion Ende 2010 rund 150 in Deutschland entwickelt. Im gesamten ITK-Anbieter mit dedizierten Angeboten in Dienstleistungsbereich „Information und diesem Bereich identifiziert. Potenzialanalyse
  • 8. Chancen und Herausforderungen allerdings darin, auch große, international anforderungen nur in Teilbereichen nutzbar. des Internet der Dienste für Berli- agierende ITK-Player einzubinden, da Allerdings liegen vielfältige Einsatzbereiche ner ITK-Anbieter entsprechende Unternehmen in der Haupt- von Internet-der-Dienste-Lösungen im stadtregion bisher oft nur mit kleineren Bereich der Medizinforschung. Dort, wo mit Im Rahmen der Berliner Unternehmensbe- Vertriebsniederlassungen vertreten sind. anonymisierten Daten gearbeitet wird, be- fragung zeigen sich die hauptstädtischen steht nach Expertenmeinung ein sehr hohes ITK-Anbieter aus dem Internet-der-Dienste- Potenzial für webbasierte und serviceorien- Umfeld sehr optimistisch, vielfältige neue Chancen und Herausforderungen tierte Architekturen. Markt- und Umsatzpotenziale erschließen des Internet der Dienste für zu können. Für die nächsten zwei bis drei zen­ rale Anwenderbranchen t In der Wissenschaft und Forschung Jahre rechnen viele von ihnen mit deutlich könnten durch die Etablierung einer Platt- steigenden Umsätzen für Cloud-Computing- Aufgrund der hohen Dienstleistungsinten- form für Cloud-Infrastrukturen und -Anwen- Lösungen. Allerdings stellt dabei die Entwick- sität Berlins liegen im Internet der Dienste dungen umfangreiche Vernetzungspotenziale lung neuer Geschäftsmodelle durchaus auch besondere Chancen für den Standort. Nicht realisiert werden. Denkbar wäre beispielswei- eine Herausforderung dar. nur im ITK-Sektor, sondern in allen Branchen se eine hochschulübergreifende IT-basierte kann Cloud Computing als Wegbereiter für Wissenschaftsplattform. Allerdings erfordert Eine wesentliche Chance liegt in der ver- eine intensive Serviceorientierung und ein dies einen hohen Abstimmungsaufwand stärkten Kooperation von Berliner Internet- umfassendes Dienstleistungsangebot im zwischen den beteiligten Institutionen. Vor der-Dienste-Anbietern und der Bereitstellung Internet dienen. dem Hintergrund der hohen Potenziale für vernetzter und gebündelter Dienste, bspw. eine effizientere Zusammenarbeit und die über cloud-basierte Diensteplattformen. Auf Öffentliche Verwaltung: Nach Meinung Einsparung von Kosten, gilt es diesen Prozess diesen Plattformen können Kunden einzelne zahlreicher Experten könnte Berlin im frühzeitig anzustoßen. Dienste suchen, vergleichen und zusammen- Bereich Öffentliche Verwaltung eine Vorrei- stellen, aber auch individualisierte Komplet- terrolle bei der webbasierten Serviceorien- Medien und Verlage: Den massiven tangebote (Bündelung von Services) finden. tierung übernehmen. Dienstleistungen für Veränderungen in der Medien- und Verlags- Die mühsame Suche nach Einzelangeboten Bürger und Unternehmen werden mittlerwei- branche wird mittelfristig nur durch mehr könnte entfallen. Gerade für Start-ups und le verstärkt über das Internet angeboten webbasierte Angebote in einem Internet der KMU eröffnen sich daraus Einsparpotenziale. (z. B. Melderegisterauskünfte, Kfz-Anmel- Dienste begegnet werden können. Unter- So könnten bspw. über eine spezielle Start- dung). Aus der Fortführung und Vernetzung nehmen stehen aktuell vor der Herausforde- up-Plattform die verschiedenen Stationen entsprechender Aktivitäten entstehen so- rung, neue Geschäfts- und Preismodelle zu einer Unternehmensgründung am Standort wohl der Verwaltung selbst, als auch Bürgern entwickeln. Allerdings sind die Strategien der Berlin – z. B. Erledigung von Melde- und För- und Unternehmen langfristige und massive Verlags- und Medienbranche weniger lokal, derformalitäten, Mitarbeiter- und Partner- Nutzenpotenziale. Allerdings besteht eine sondern national bzw. international orien- suche, Aufbau einer Website, Nutzung von besondere Herausforderung in Berlin in tiert und werden daher selten auf lokaler Online-Speicherkapazität, Umzugsservices der Kleinteiligkeit und verfassungsrechtlich Ebene festgelegt. u. v. m., über eine solche Plattform bereitge- garantierten Selbstverwaltung der einzelnen stellt, zusammengefasst und als Komplett- Verwaltungsstellen. Nach wie vor stellen service „Unternehmensgründung“ bezogen darüber hinaus das Thema IT-Sicherheit Berlin als Magnet für die werden. Dabei könnte insbesondere die und der Schutz persönlicher Daten zentrale ITK-Branche Berliner ITK-Branche als Vorreiter für Herausforderungen dar. die Etablierung einer webbasierten Dienste- Insgesamt stehen die Chancen für einen plattform agieren, die sich mit ihren Services Tourismus Verkehrssysteme: Auch Ausbau des Themenfelds Internet der Dienste speziell an Start-up-Unternehmen der ITK- im Bereich Tourismus Verkehrssysteme in der deutschen Hauptstadt gut, hat sich Branche richtet. Aufgrund der Offenheit von könnten Berliner Unternehmen Wegbereiter doch Berlin in den vergangenen Jahren zu ITK-Unternehmen in Bezug auf die Bereit- hinsichtlich der Entwicklung einer branchen- einem der wichtigsten ITK-Standorte in stellung und Nutzung webbasierter Dienste, fokussierten, webbasierten Diensteplattform Deutschland entwickelt. Die vielfältige und könnte eine derartige Plattform als Pilot und sein. Ein entsprechendes Leuchtturmprojekt hochkarätige Wissenschaftslandschaft, das Vorzeigemodell für andere Branchen dienen könnte neben den zu erwartenden positiven gute IT-Fachkräfteangebot, die innovative und dabei neuartige Funktionalitäten und Auswirkungen im Verkehrs- und Umweltbe- Start-up-Szene und nicht zuletzt die gute Marktpotenziale präsentieren. reich auch zu zusätzlichen wirtschaftlichen Lebensqualität bei vergleichsweise geringen Impulsen beitragen. Durch die Nutzung Kosten für Löhne und Mieten sind zentrale Eine solche Plattform (ggf. mit konkretem offener Standards eröffnen sich vielfältige Standortvorteile der Hauptstadt. Dieser Mix regionalen Fokus auf Berliner Unter- Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen macht die Anziehungskraft der Hauptstadt nehmen und Services) erhöht nicht der Region, bspw. durch die Entwicklung für Unternehmen der ITK-Branche aus. Von zuletzt auch die Sichtbarkeit von „mobiler Apps“ oder kostenpflichtiger Pre- einer stärkeren Ansiedlung großer ITK-Player 08 Lösungen und Anbietern – miumdienste. sowie wichtiger Handels- und Industrieun- wiederum ein Vorteil insbe-­ ternehmen könnte Berlin als Internet-der- son­ ere für kleinere Start-ups. d Im Gesundheitswesen sind Public-Cloud- Dienste-Standort zusätzlich profitieren. Eine Herausforderung besteht Lösungen aufgrund der hohen Datenschutz-
  • 9. Über die Studie Zentrales Ziel der Studie „Potenzialanalyse Internet der Dienste Berlin“ (Berlecon Research 2011) war es, die Möglichkeiten des Internet der Dienste für den Wirtschaftsstandort Berlin und die Berliner Marktakteure zu analysieren sowie politische Handlungsfelder aufzuzeigen. Dafür liefert die Studie einen Überblick über Technologien und Konzepte des Internet der Dienste, charakterisiert und bewertet die spezifischen Rahmenbedingungen für die Akteure am Standort Berlin, identifiziert die wichtigsten Berliner Anbieter in diesem Umfeld und arbeitet spezifische Chancen und Herausforderungen heraus. Daraus werden konkrete Handlungsfelder und -optionen für die Berliner Politik abgeleitet. Die Inhalte der Studie basieren auf umfangreichem Desk Research, zahlreichen Expertenge- sprächen mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbänden sowie der statistischen Auswertung einer Online-Unternehmensbefragung unter Berliner ITK-Anbietern. Die Studie wurde im Auftrag der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Berlin erstellt und ist im Februar 2011 erschienen. Sie kann im Internet auf den Seiten von Projekt Zukunft heruntergeladen werden (www.berlin.de/projektzukunft). Kontakt: Dr. Katrin Schleife Berlecon, a PAC Company Am Kupfergraben 6a | 10117 Berlin Telefon: +49 30 285 296-20 E-Mail: k.schleife@pac-online.com Über Berlecon Research, a PAC Company Berlecon Research ist ein Unternehmen der Pierre Audoin Consultants (PAC) Group, einer weltweit tätigen Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft. Unsere Analysten sind die führenden Experten für Technologien, Märkte und Services rund um Communications, Collaboration und Mobility in der DACH-Region. Wir beraten Unternehmen und staatliche Institutionen bei der Ausrichtung ihrer Technologie- und Marktstrategien. Neben einem umfassenden Go-to-Market-Portfolio bieten wir ITK-Anbietern fundierte Analysen zu Marktpotenzialen und -trends sowie Beratung zur strategischen Positionierung und Produktentwicklung. CIOs und Finanzinvestoren helfen wir bei der Bewertung von ITK- Anbietern und -Lösungen und begleiten sie bei ihren Investitionsentscheidungen. Öffentliche Organisationen und Verbände bauen auf unsere Kennzahlen und Analysen als Grundlage für die Gestaltung der ITK-Politik. Berlecon Research wurde 1997 gegründet und gehört seit 2011 zur PAC-Gruppe. Das Unter- nehmen hat seinen Sitz in Berlin. Weitere Informationen zum Unternehmen und zu aktuellen Publikationen: www.berlecon.de 09 Potenzialanalyse
  • 10. Forschungsstandort Berlin Berlin-Cloud-based Infrastructures über seine ökonomischen Auswirkungen getroffen werden. Im Rahmen des Projekts „Berlin Cloud-based Infrastructures“ (BCI) der Technischen Univer- Die Technische Universität arbeitet bereits sität Berlin, soll die Nutzung von Cloud Com- mit mehreren Jungunternehmen zusammen, puting in einem neuen Anwendungsbereich die auf die Anschaffung von Arbeitsplatz- erforscht werden: den IT-Infrastrukturen. rechnern und Server-Systemen verzichten. Das neue System ist einzigartig und ein Junge Firmen verfügen bei ihrer Gründung Alleinstellungsmerkmal der Technischen zunächst über keinerlei IT-Infrastruktur. Sie Universität Berlin in der deutschen und eu- müssen daher in Server und Arbeitsplätze, ropäischen Forschungslandschaft. Professor Netzwerke und Softwarelizenzen investieren, Kao, Leiter des Projekts, lädt interessierte sowie diese Systeme konfigurieren und war- Technologie- und Gründerzentren sowie ten. Dies kostet Zeit und Geld und hat in der Jungunternehmen dazu ein, sich über die Regel wenig mit den Kernkompetenzen und Vorteile Cloud-basierter IT-Infrastrukturen zu dem Aufbau des Geschäfts gemein. An dieser informieren und das im Rahmen des Projekts Stelle setzt das Projekt BCI an. Gründern wird aufgebaute System kostenlos und unverbind- eine passende Infrastruktur bereitgestellt, lich zu erproben. die automatsch mit den Firmen wächst, ohne Kapital zu binden. Technische Universität Berlin Institut für Telekommunikations­ ysteme s (© TU Berlin/Dahl Da das Projekt verschiedene Anwendungs- Komplexe und Verteilte IT-Systeme felder vorsieht, können die technologischen www.cit.tu-berlin.de Voraussetzungen und Möglichkeiten des Cloud Computing getestet und Aussagen Projektleitung: Prof. Dr. habil. Odej Kao Netzbasierte Informationssysteme Arbeitsgruppe die Nachwuchsforschergruppe Corporate Semantic Web initiiert und eine Die Arbeitsgruppe Netzbasierte Informati- Förderung durch das BMBF eingeworben. onssysteme forscht unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf seit 2002 an Mittlerweile liegt ein weiterer Forschungs- der Freien Universität Berlin, Institut für schwerpunkt auf der statistischen Unter- Informatik. In einer Vielfalt von Projekten suchung von Informationsnetzwerken, z.B. wurden Anwendungsmöglichkeiten des von Gesetzeskorpora. Für das Internet der Semantic Web untersucht. Dienste verfügt die Arbeitsgruppe neben der umfassenden Kompetenz zu semantischen So wurden in den Anwendungsbereichen Technologien über spezifisches Knowhow für Jobbörsen, Reiseportale, medizinische sehr große skalierbare verteilte semantische Berichte oder auch Finanzinformationen Speichersysteme, die nach naturinspirierten versucht durch ontologisches Wissen und selbstorganisierenden Verfahren arbeiten. darauf basierenden Diensten wie Suche oder Analyse, Mehrwert für Nutzer zu erzeugen. Das entstandene Know-How wurde in Freie Universität Berlin Foto: Bernd Wannenmacher der Ontonym GmbH ausgegründet AG Netzbasierte Informationssysteme und verwertet. Die Arbeitsgrup- www.ag-nbi.de 10 pe engagiert sich in der Entre- preneurshiplehre und -förde- Ansprechpartner: rung. Im Bereich Unterneh- Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf mensinformationen hat die Telefon: +49-30-838-75221
  • 11. Besser im Netzwerk für den Wirtschaftsstandort Berlin-Branden- burg sichtbar zu machen, hat der Xinnova- Fortwährendes Ziel des 2001 gegründeten tions e. V. ein eigenes Veranstaltungsformat Vereins Xinnovations ist es, Personen aus kreiert. Unter dem Label Always On wird Wissenschaft, Wirtschaft, staatlichen und in kurzweiligen Bühnenshows gezeigt, wie halbstaatlichen Einrichtungen überregional das mobile Internet das Leben von heute und zu vernetzen, um die Zusammenarbeit im morgen bestimmt, ausgewiesene Fachleute Bereich internetbasierter Informationstech- beleuchten die technologische Entwick- nologien zu intensivieren. lung aus wirtschaftlicher, kultureller und Konferenz Xinnovations – Foto: Karsten W. Schmidt politischer Sicht. In Zusammenhang mit dem Frei nach dem Motto Better by Networking Internet der Dienste im Sinne von webfä- entfalten die Vereinsmitglieder das ganze Innovationen durch IT aufzuzeigen, die den higen maschineninterpretierbaren Diensten, Jahr über zahlreiche interne und externe Anwendern und den Märkten ernsthaften kommt der Entwicklung mobiler Applika- Aktivitäten, um Allianzen für technologische Mehrwert bieten können. Insofern ist das tionen eine besondere Bedeutung zu, weil Innovationen zu schmieden und innovati- Internet der Dienste seit einigen Jahren ein sie den Anwendern einen einfachen Zugang ve Verbundprojekte anzustoßen. Darüber Schwerpunkt der Konferenz. In diesem Zu- ermöglichen. hinaus übernimmt der Verein Projektträ- sammenhang setzen sich die Konferenz und gerschaften für Verbundprojekte, akquiriert der Verein Xinnovations mit den Potenzialen Xinnovations e. V. Fördermittel, initiiert und betreut Marketing- mobiler Internettechnologien auseinander. Überregionales Kompetenzzentrum und Vertriebsprojekte, betreibt eine aktive für netzbasierte Informationstechnologien Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und spürt Gegenwärtiger Fokus sind Fragen der Sicher- www.xinnovations.org Technologietrends für seine Mitglieder auf. heit mobiler Cloud-Anwendungen, Strategien Highlight der Vereinsaktivitäten ist die für die mobile Unternehmenskommunikati- Ansprechpartner: alljährlich stattfindende Konferenz Xinno- on und digitales Publizieren auf unterschied- Vorstandsvorsitzender Rainer Thiem vations an der Humboldt-Universität zu lichen mobilen Plattformen. Um die heraus- Telefon: +49 30 21001-470 Berlin. Kernanliegen der Konferenz ist es, ragenden Potenziale des mobilen Internets E-Mail: rainer.thiem@xinnovations.org Serviceorientierte Systeme der Nanjing University „Mass Data Analysis Hasso-Plattner-Institut and Knowledge Discovery“. www.hpi.uni-potsdam.de/research_school „Service-oriented Systems Engineering“ ist das Leitthema der HPI Research School des Die Nachwuchsforscher der Research School Ansprechpartner: Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystem- können sich unter anderem des HPI- Prof. Dr. Andreas Polze (Sprecher der HPI technik an der Universität Potsdam. Mitt- Spitzenforschungslabors “Future SOC Lab” Research School, Leiter der Forschungs­ lerweile hat die HPI Research School rund bedienen (SOC = Service-Oriented Compu- gruppe Operating Systems and Middleware) 50 Mitglieder und Außenstellen in Südafrika ting). Es wird seit 2010 in Kooperation mit (University of Cape Town, seit April 2009), renommierten Industrie-Partnern wie EMC, Telefon: +49 331 5509-220 Israel (Technion, Haifa, seit April 2010) und Fujitsu, Hewlett-Packard, SAP und VMware E-Mail: andreas.polze@hpi.uni-potsdam.de in China (Nanjing University, seit November betrieben. Das Labor stellt neueste, massiv 2011). parallel verarbeitende Mehrkern-Rechner mit enormen Hauptspeicherkapazitäten sowie Das jeweilige übergreifende Leitthema für speziell dafür konzipierte Software bereit. die HPI-Stipendiaten ist an der University of Der Gesamtwert dieser Ressourcen liegt bei Cape Town „ICT for Development“, am Tech- mehreren Millionen Euro. nion in Haifa „Scalable Computing“ und an 11 Lehre Forschung
  • 12. Plattform Infrastruktur Cloud-Plattform mit europäischer Administration, Skalierung, Ausfallsicherheit Rechenleistung und Backups. Immer weniger Unternehmen können cloudControl ist Europas führender Anbieter heute komplett auf das Internet verzichten. einer Platform as a Service Lösung für PHP Unternehmen aus allen Branchen greifen Anwendungen und seit 2009 im Cloud Com- auf webbasierte Dienste zurück, etwa in puting Sektor aktiv. Mit seinem Geschäfts- der Administration, für Marketingzwecke konzept hat das Unternehmen den eco oder gleich durch das Angebot von eigenen Hosting Award gewonnen und wurde 2010 Webanwendungen. zum Amazon AWS Solution Provider ernannt. Rechenleistung bezieht cloudControl aus Die cloudControl GmbH bietet Unternehmen dem europäischen Inland. die hierzu notwendigen Technologien. Der Platform as a Service Anbieter stellt Rechner- kapazität und Speicherplatz zur Verfügung. CloudControl GmbH Auf der Plattform von cloudControl entwi- Platform as a Service Lösungen ckeln und betreiben zahlreiche Unterneh- www.cloudcontrol.de men ihre komplexen Webanwendungen wie Online Shops, Content Management Systeme Ansprechpartner: oder webbasierte Unternehmensanwen- Henning Paulke dungen. Die Plattform übernimmt dabei Telefon: +49 30 609 884891 alle arbeitsintensiven Aufgaben rund um E-Mail: hp@cloudcontrol.de stellt seinen Kunden ein eigenes Rechenzen- Optimierung bestehender Applikationen. So- trum zur Verfügung, in dem Internet-Appli- mit können Leistungsbremsen früh erkannt kationen skalierbar betrieben und betreut und maximale Datensicherheit garantiert werden können. Serverkapazitäten können werden. dabei sowohl im Rahmen einer Public Cloud, als auch in einer Enterprise Cloud zur Verfügung gestellt werden. Das *um-eigene The unbelievable Machine Rechenzentrum steht in Berlin, sodass die Company GmbH Daten der Kunden nicht „irgendwo in der Cloud-Infrastruktur und Performance- Cloud“ und wie üblich im Ausland verwaltet Management Die unternehmenseigene werden, sondern direkt in der Hauptstadt www.unbelievable-machine.com Cloud in Berlin unter Einhaltung deutscher Sicherheits- und Datenschutzstandards. Ansprechpartner: Das Berliner Unternehmen The unbelievable Geschäftsführer Ravin Mehta Machine Company GmbH (kurz *um) ist Neben der Bereitstellung einer sicheren Telefon: +49 30 889 26 56-0 Pionier in der deutschen Cloud Computing Cloud-Infrastruktur, bietet *um seinen E-Mail: info@unbelievable-machine.com Branche. Das junge Unternehmen Kunden Dienstleistungen für die Analyse und 12
  • 13. Berater Integratoren Cloud-Infrastrukturen für den In Zusammenarbeit mit der FH Brandenburg kollaborativen Wissensaustausch hat die ]init[ AG eine Lösung für webbasierte Partizipationsprojekte entwickelt. Diese bie- Wissensaustausch über digitale Infrastruk- tet Verwaltungen, Behörden, Verbänden und turen wird immer bedeutender. Vor allem die Stiftungen alle Möglichkeiten, um weitge- öffentliche Verwaltung sowie Stiftungen und hend selbständig Online-Beteiligungsprojek- Verbände setzen zunehmend auf Onlinelö- te zu entwickeln - von Bürger-Dialogen über sungen. Expertenblogs bis zu Fach-Communities. Die Berliner ]init[ AG gestaltet seit über 15 Jahren digitale Kommunikation für Politik, ]init[ AG Verwaltungen, NGOs und Unternehmen. Das Full-Service Dienstleister für Digitale Unternehmen setzt auf moderne Technologi- Kommunikation en, um Themen und Hintergründe optimal zu www.init.de transportieren, Wissen kollaborativ auszu- Infrastrukturen und -Software spielt eine tauschen und Ideen und Menschen miteinan- zentrale Rolle bei der Konzeption und Rea- Ansprechpartner: der zu vernetzen. lisierung von Informations- und Kommuni- Maik Farthmann kationsportalen für Regierungen im In- und Telefon: +49 30 97006-213 Im Rahmen eines Full-Service-Ansatzes ist Ausland, bei der Entwicklung von komplexen E-mail: maik.farthmann@init.de Cloud Computing eine der Schlüsseltechno- E-Government-Infrastrukturen auf SOA-Basis logien. Die Verlagerung von Prozessen in ab- und bei der strategischen IT-Beratung und strahierte und hochskalierbare On-Demand- Entwicklung von Fachverfahren. Der Weg in die „richtige“ Cloud Applikation und jeder Geschäftsprozess oder auch in Kombination aktiviert werden. erfordert eine adäquate Cloud-Umgebung. So können Unternehmen ihre individuelle Unabhängig von ihrer jeweiligen Branche Bestimmte Daten erfordern beispielsweise Cloud-Policy definieren und sowohl sicher erleben Unternehmen Lastspitzen, etwa eine Verarbeitung in Deutschland oder in als auch flexibel die Möglichkeiten der neuen saisonbedingt oder am Monatsende. Des der EU. Bei anderen Daten hingegen sind Technologien für sich nutzen. Weiteren lassen sich beim Aufbau neuer Soft- nicht die rechtlichen Rahmenbedingungen wareangebote benötigte Kapazitäten oder ausschlaggebend, sondern die Kosten, die auch ein potenziell rasches Wachstum nur Verfügbarkeit oder die Energieeffizienz. StoneOne AG schwer abschätzen. Die neuen Möglichkeiten Platform as a Service und Beratung der Auslagerung von Geschäftsprozessen in Der Cloud Extender von StoneOne über- Cloud-Konzepte die Cloud und damit verbunden der Zugriff nimmt das Management für die Nutzung www.stoneone.de auf flexible Rechenressourcen bilden daher von unterschiedlichsten SaaS-Angeboten eine ideale Lösung. aus der jeweils passenden Cloud. Er bietet Ansprechpartner: die Möglichkeit, die jeweils erforderlichen Geschäftsführer Dr. Mathias Petri Doch welche Cloud ist die richtige? Es gibt Rechenressourcen dynamisch, nach realem Telefon: +49 30 469 99 07 18 nicht die Cloud, sondern unterschiedliche Bedarf, binnen Minuten aus unterschiedli- E-Mail: mathias.petri@stoneone.de Cloud-Konzepte, die kundenspezifische chen Clouds zu buchen und dann umgehend Anforderungen bedienen. Oft gibt es vielfäl- zu nutzen. Dabei können alle Arten von tige Entscheidungsfaktoren für den Einsatz Clouds, ob Corporate, Private oder Public, in 13 bestimmter Cloud-Konzepte. Jede einzelne Abhängigkeit des konkreten Bedarfs einzeln Dienste
  • 14. Programmierung Marktplätze Cloud-Computing Marktplatz für und mobilen Diensten zur Verfügung. Der Ein weiterer Schwerpunkt in der Forschung webbasierte und mobile Dienste Asperado-Marktplatz (mit derzeit 1.112 der Asperado GmbH ist die Entwicklung Anbieterprofilen und 1.021 Diensteprofilen) webbasierter und mobiler Dienste für den Im Zuge der steigenden Verbreitung von ist ein Beispiel für die Überführung von ak- Gesundheits- und Fitnesssektor. In Koope- mobilen Endgeräten, setzen auch Unterneh- tuellen Forschungsergebnissen in die Praxis. ration mit der Berliner Hochschul- und men immer mehr auf mobile Dienste. Mit So basieren Such- und Matchingfunktionen Forschungslandschaft entsteht derzeit der wissenschaftlich fundierten Methoden und in Bezug auf Funktionalität und Qualität Prototyp eines Fitness- und Gesundheits- einem praxiserprobten Vorgehensmodell un- der Dienste auf Forschungsergebnissen von marktplatzes. terstützt die Berliner Asperado GmbH Unter- Prof. Dr. Tamm (Promotion “netzbasierte nehmen bei der Identifizierung, Bewertung, Dienste: Angebot, Nachfrage und Matching“ Auswahl und Integration webbasierter und an der Humboldt-Universität zu Berlin) und Asperado GmbH mobiler Dienste. Durch diesen Beratungspro- Prof. Dr. Stantchev (Promotion „Architectu- Marktplatz und aggregierte Cloud Lösungen zess soll die Transparenz der Angebote sowie ral Translucency“ an der TU Berlin). Darauf www.asperado.de deren Qualität steigen. aufbauend hat Asperado Methoden zur Integration (Integration as a Service) und Ansprechpartner: Zudem stellt Asperado einen frei verfüg- Steuerung, Kontrolle (Governance of Service) Geschäftsführer Prof. Dr. Gerrit Tamm baren Cloud Computing Marktplatz für und Analyse (Mining for Cloud Computing) E-Mail: info@asperado.de Anbieter und Nachfrager von webbasierten entwickelt. bundesweite Übertragbarkeit der Ergeb- se Immobilienangebote und Handwerkerleis- nisse. Am Konsortium unter Führung des tungen, werden miteinander verbunden. IT-Dienstleistungszentrums Berlin sind die Das Projekt „goBerlin“ ist ein Gewinner des Berliner Senatsverwaltung für Inneres und bundesweiten „Trusted Cloud“-Wettbewerbs Sport, die Fraunhofer Institute FOKUS und des Bundesministeriums für Wirtschaft und ISST sowie die Wirtschaftspartner HSH, Atos Technologie (BMWi). und Immoscout24 beteiligt. Der entstehende Marktplatz für Online- goBerlin Dienste bietet Raum für neue Formen der IT-Dienstleistungszentrum Berlin Sichere Umgebung für Bürger­ Kooperation zwischen Verwaltung und Berliner Senatsverwaltung für Inneres services aus der Cloud Unternehmen und generiert damit auch und Sport neue Services für Bürgerinnen und Bürger Fraunhofer Institute FOKUS und ISST In Berlin entsteht ein Cloud-basierter sowie für die Wirtschaft. Anwendungsent- Wirtschaftspartner HSH, Atos und Marktplatz, auf dem Dienste von Behör- wickler verbinden die auf dem Marktplatz Immoscout24 den und Unternehmen angeboten und verfügbaren Dienste und Informationen zu verknüpft werden können. Ein Berliner innovativen Applikationen (Apps). Als erste Ansprechpartner: Konsortium arbeitet im Rahmen Pilotanwendungen auf dem „goBerlin“- Dr. Matthias Flügge von „goBerlin“ hierfür an dem Marktplatz sind Apps für die Lebenssituati- Deputy Head Aufbau einer vertrauenswür- onen „Umzug“ und „In der neuen Wohnung“ eGovernment Competence Center 14 digen Cloud-Plattform. Im geplant. Dienstleistungen der Behörden wie Fraunhofer FOKUS Institute for Open Mittelpunkt steht dabei neben Meldevorgänge, behördliche Informationen, Communication Systems der Einhaltung datenschutz- etwa zu Mietspiegel und Wohnlage, und Telefon: +49 30 34 63 71 35 rechtlicher Anforderungen die Angebote privater Anbieter, wie beispielswei-
  • 15. Datenanalyse Semantik Dezentrale Datenanalyse und ist Teil des Forschungsprogramms THESEUS, Neofonie GmbH semantische Wissensspeicher gefördert vom Bundesministerium für Wirt- Internetlösungen und mobile Applikationen schaft und Technologie (BMWi). www.neofonie.de Mit zunehmender Verfügbarkeit von Infor- mationen und Datensätzen im Internet, Des Weiteren forscht das Unternehmen Ansprechpartner: steigt der Bedarf an zielgerichteten Analysen im internationalen Projekt Dicode nach Geschäftsführer Dr. Mario Lenz und neuen Suchtechnologien. Im Bereich innovativen Lösungen für Unternehmen, um Telefon: +49 30 24627 100 innovativer Technologien gehört die Berliner große Datenmengen analysieren und inter- E-Mail: kontakt@neofonie.de Neofonie GmbH zu den führenden Anbietern pretieren zu können. Ziel ist die Entwick- rund um die Themen Suche, CMS, UX, Mobile, lung von intelligenten Webservices, die in Communites und E-Commerce. Gestützt auf kürzester Zeit relevante Informationen aus das Know-how der internen FE-Abteilung, einem komplexen Datenbestand extrahieren entwickelt Neofonie Lösungen in den Berei- können. chen Suche, Cloud Computing und Dynami- sche Communities. Auch das Forschungsprojekt MIA (Förderung durch das BMWi im Rahmen der Trusted- Mit Alexandria demonstriert Neofonie wie Cloud Initiative) zielt auf eine effiziente nutzergeneriertes Wissen einfacher zugäng- Analyse und Auswertung großer Daten- lich wird. Mit Hilfe von semantischen Web- sätze (Milliarden von Webseiten) mithilfe Technlogien wurde eine Wissensbasis über von Sprachtechnologien und statistischen berühmte Personen, Orte, Organisationen Verfahren ab. Die Verarbeitung dieser Daten und Ereignisse aufgebaut. Diese Wissensba- soll auch kleinen und mittelständischen sis lässt sich mit Suchanfragen in natürlich Unternehmen mittels Cloud Computing formulierter Sprache abfragen. ALEXANDRIA ermöglicht werden. Passendes einfacher finden – gen mbH an und bietet Software as a Service Ontonym – Gesellschaft für semantische Übersetzungs­ Lösungen rund um semantische Technologi- semantische Webanwendungen komponenten en an, die helfen, den Sprachgebrauch von mbH Benutzern und Unternehmen in Internet und Semantische Webanwendungen Das Internet der Dienste zielt darauf ab, Intranet vergleichbar zu machen, z.B. für die www.ontonym.de Dienstleistungen und Dienste modular Bereiche Recruitment, Wissensmanagement, verfügbar und integrierbar zu machen. Weiterbildung, Kompetenz-, Dienst- und Ansprechpartner: Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist Dienstleistungsbeschreibung. Geschäftsführer Dr. Thomas Hoppe die Auffindbarkeit dieser Angebote. Wie Telefon: +49 30 3949-1572 bei allen Anwendungen, die auf der Suche Ontonym unterstützt den Aufbau, die War- E-Mail: kontakt@ontonym.de von textuellen Beschreibungen basieren, tung und die Pflege von Begriffssystemen sprechen deren Autoren und die Suchenden auf der Basis des gelebten Sprachgebrauchs nicht unbedingt dieselbe Sprache. Norma- von Benutzern und der Entwicklung semanti- tive Begriffssysteme (wie Vokabularien oder scher Webanwendungen. Als B2B-Dienstleis- Klassifikationssysteme) lösen dieses Problem ter bietet das Unternehmen Beratung zum nicht in Gänze. Woran es mangelt ist eine Einsatz semantischer Technologien an und Übersetzungskomponente, die zwischen dem übernimmt die Wissensmodellierung, die gelebten Sprachgebrauch der Suchenden und Entwicklung und den Betrieb semantischer der Unternehmenssprache vermittelt. Webanwendungen. Unternehmen können sich dadurch auf ihr Kerngeschäft konzen- 15 An dieser Stelle setzt die Berliner Ontonym- trieren, während ihre Kunden „passendes Gesellschaft für semantische Webanwendun- einfacher finden“. Dienste
  • 16. Sichere Geschäftsprozesse Geschäftsprozesse in der Cloud Mit der inubit Suite stellt die inubit AG An- inubit AG abbilden wenderunternehmen zudem eine umfassen- IT-Integration von Geschäftsprozessen de diensteorientierte Infrastruktur (SOA-Inf- www.inubit.com Die Erfolgsgeschichte der inubit AG zeigt bei- rastruktur) zur Verfügung und versetzt sie in spielhaft, wie aus einem Berliner startup ein die Lage, bestehende Applikationen schnell Ansprechpartner: führender Anbieter von webbasierten Diens- und einfach Webservice-fähig zu machen. Geschäftsführer Dr. Torsten Schmale ten werden kann. Das Unternehmen bietet Telefon: +49 30 72 61 12-0 Lösungen für Business Process Management Seit Oktober 2011 gehört das Berliner Un- E-Mail: contact@inubit.com (BPM) und hat u. a. einen Schwerpunkt in ternehmen zur Bosch Software Innovations der Versicherungsbranche. Der angebotene GmbH, welche ihren Schwerpunkt auf inno- BiPRO-Server ermöglicht eine automatisierte vativen und nutzbringenden Cloud-Services und standardkonforme Abwicklung von Ver- auf System- und Diensteplattformen hat. In triebsprozessen zwischen Versicherern, Mak- der Kombination von Produkten für Busi- lern und Kunden. Die Prozessverwaltung von ness Process Management (BPM), Business der Tarifierung bis hin zu einem Angebot und Rules Management (BRM), Business Data schließlich dem Antrag des Kunden, verläuft Management und Service Infrastructure automatisch und webbasiert. Bestehende Management bilden die Lösungen der inubit Systeme des Kundenbeziehungsmanage- AG einen unverzichtbaren Teilaspekt. ments, CRM-Systeme, werden automatisch in diesen Prozess integriert. Gemeinschaftliche Prozess­ (BPM) und die Migration bestehender Pro- Software ermöglicht die Abbildung kleiner gestaltung zesslandschaften. Prozessinitiativen ebenso wie organisati- onsweites Prozessmanagement. Die Signavio GmbH mit Sitz in Berlin Der Signavio Process Editor ist ein „Mode- Charlottenburg bietet Softwarewerkzeu- ling as a Service“-Angebot. Die Modellie- ge für die Modellierung und Analyse von rungsumgebung kann ohne Softwareinstal- Signavio GmbH Geschäftsprozessen. Von einer innovativen lation genutzt werden und ermöglicht die Modellierung und Analyse von Geschäfts­ Idee am Hasso-Plattner-Institut hat sich Si- gemeinschaftliche Prozessgestaltung unter prozessen gnavio zu einer international erfolgreichen Einbindung aller beteiligten Akteure. Dar- www.signavio.com Firma entwickelt. Das Berliner Unterneh- über hinaus wird eine umfassende Unter- men ist Technologieführer im Bereich kolla- stützung für Modellierungsprofis geboten. Ansprechpartner: borativer Prozessgestaltung. Die Produkte So setzt Signavio den neuen Modellierungs- Geschäftsführer Dr. Gero Decker ermöglichen Unternehmen den Einstieg in standard BPMN 2.0 vollständig um und E-Mail: info@signavio.com das Management der Geschäftsprozesse bietet passende Analysefunktionen. Die 16
  • 17. Wissensmanagement Entwicklung Wissen als Ressource – dezentrales Unternehmens-Wiki zur Verfügung. Die Soft- verwaltet diese auf den eigenen Servern. Für Wissensmanagment ware wird auf den Servern der EsPresto AG Unternehmen entfällt somit der Aufbau und verwaltet und kann von Unternehmen online die Wartung einer kostspieligen IT-Infra- Das Schaffen von Wissen sowie effiziente abgerufen werden. struktur. Kommunikationswege sind essentiell für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Das Durch das Mandantensystem können Un- Internet der Dienste bietet Unternehmen in ternehmen ohne weitere technische Vor- Espresto AG dieser Hinsicht die Möglichkeit, sich voll auf kenntnisse mit dem Wiki ihr eigenes Intranet Unternehmens-Wiki ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren, umsetzen. www.espresto.de während ihr dokumentiertes Wissen von spezialisierten Dienstleistern in der Cloud Als Full-Service IT-Dienstleister legt EsPresto Ansprechpartner: verwaltet wird. den Fokus darüber hinaus verstärkt auf Maya Biersack Web-basierte Software-Entwicklung und Telefon: +49 30 90 226-750 Auf Basis von Software as a Service (SaaS) Portal-Lösungen. Dabei übernimmt die E-Mail: info@espresto.com Technologien stellt die EsPresto AG mit Sitz EsPresto AG die Konzeptualisierung und die in Berlin ihren Kunden ein schlüsselfertiges Programmierung von Webanwendungen und Testumgebung für Prototypen in bis zum detailreichen Interaktionsproto- Pidoco GmbH der Cloud typen (UX Prototyp). Zu den derzeitigen Erstellung von Prototypen in der Cloud Anwendern zählen Großunternehmen und www.pidoco.com Das Erstellen und Testen von Prototypen ist KMUs aus verschiedenen Branchen wie ITK, auch in der Softwarebranche komplex und Finance, Pharma und Logistik. Ansprechpartner kostenintensiv. Der Berliner Softwareher- Geschäftsführer Philipp Huy steller Pidoco GmbH bietet eine Software Die innovative SaaS-Lösung zeichnet sich Telefon: +49 30 48816381 as a Service (SaaS) Lösung zum einfachen durch besondere Produktivitäts- und E-Mail: philipp.huy@pidoco.com Erstellen und Testen von Softwareproto- Kollaborationsfunktionen wie DragDrop typen für Web-, Mobile- und Enterprise- Prototyping, Echtzeit-Kollaboration, Remote Anwendungen an. Usability Testing, Mobile User Testing auf iPhone/iPad, die Pidoco API und eine mo- Mit der Anwendung können Auftraggeber derne Grafiktechnologie auf Basis von SVG/ und Dienstleister Entwicklungskosten senken HTML5 aus. und die Produktqualität steigern. Ohne tatsächliche Programmierung können sehr Die Pidoco GmbH beteiligt sich darüber schnell interaktive Prototypen im Webbrow- hinaus an Forschungsprojekten und Partner- ser erstellt und online für die Konzeption schaften, z.B. im Bereich Usability und Proto- oder für Nutzerakzeptanztests freigegeben typing für neuartige Interaktionsformen. werden. Die hierdurch frühzeitig gewonnen 17 Erkenntnisse helfen, kostspielige Änderun- gen in späteren Entwicklungsphasen zu vermeiden. Prototypen reichen dabei vom einfachen Layout (sogenannte Wireframes) Dienste
  • 18. Branchenlösungen Verlagssoftware as a Service T-Systems-Partner-Rechenzentrum in Berlin, so dass maximale Datensicherheit garantiert Eine branchenspezifische Software as a werden kann. Durch den Einsatz moderner Service Lösung für Verlage wird von der Virtualisierungs-Technologien werden jedem Berliner Klopotek Partner GmbH angebo- Verlag separate virtuelle Server-Umgebun- ten. Seit 1992 entwickelt das Unternehmen gen zur Verfügung gestellt, so dass die jewei- erfolgreich Standardsoftware für Verlage, ist ligen Datensätze strikt voneinander getrennt mittlerweile für mehr als 350 Kunden welt- sind und ihre Integrität gesichert ist. weit tätig und bietet seine Produkte auch als vollständig webbasierte Version an. Software die Verwaltung von Verträgen, Nicht zuletzt während der anstehenden Ver- Durch die zunehmende Digitalisierung von Rechten und Honoraren. Das integrierte änderungsprozesse im Verlagswesen können Texten und die Ausbreitung der eBook- System ist auf Basis von dokumentierten Verlage durch den Einsatz von Klopotek SaaS Formate sowie die Notwendigkeit ‚Bundles‘ Best-Practice-Geschäftsprozessen vorkon- ohne größere Vorausleistungen kostenef- aus Print- und digitalen Produkten wie auch figuriert und damit den Anforderungen der fiziente Prozessoptimierung betreiben und multimediale Inhalte zu vertreiben, stehen Branche angepasst. Unabhängig von ihrer somit wettbewerbsfähig bleiben. klassische Verlage vor enormen Verände- Größe oder Spezialisierung können Verlage rungsprozessen. Diese beinhalten die Er- diese Dienste bedarfsgerecht aus der Cloud schließung neuer Märkte und die Einführung abrufen und sparen somit Kosten und Res- Klopotek digitaler Vertriebsplattformen. sourcen. Da Klopotek SaaS vorkonfiguriert Verlagssoftware angeboten wird, kann es schnell und leicht www.klopotek.de Die SaaS-Lösung von Klopotek unterstützt eingesetzt werden. Verlage in den Bereichen Lektorat und Geschäftsführer Stefan Jacob Herstellung, sowie Titelpflege und Produkt- Neben einem Rechenzentrum in den USA be- Telefon: +49 30 884 53 135 marketing. Darüber hinaus übernimmt die treibt Klopotek die Verlagssoftware in einem E-mail: S.Jacob@klopotek.de Geokoordinierung im öffentlichen zieht das GIS aus der unternehmenseigenen verdeutlicht ein GDI-Gemeinschaftsprojekt Verkehr Geodateninfrastruktur und führt sie mit den der IVU mit der Firma MapMedia. Im aktuellen Live-Daten zusammen. gemeinsam entwickelten Geothermie-Portal Geoinformationssysteme (GIS) werden Brandenburg/Berlin werden Behörden und zur räumlichen Visualisierung von Daten Mit den IVU.geoservices ermöglicht die IVU privatwirtschaftlichen Nutzern Informa- verwendet. Vor allem aus dem Bereich des ihren Kunden zudem die sichere und beque- tionen über Erdwärme (Geothermie) zur öffentlichen Verkehrs sind sie nicht mehr me Nutzung von Geodiensten, -analysen und Verfügung gestellt. Mittlerweile verbindet wegzudenken. Karten aus der Cloud. So können weltweite das Portal über OGC-konforme Webdienste Straßenkarten, Luft- und Satellitenbilder die Informationen aus 14 Bundesländern. Die IVU Traffic Technologies AG bietet in von Microsoft Bing Maps oder Open Source diesem Zusammenhang maßgeschneiderte Daten (wie z.B. OpenStreetMap) direkt über IT-Lösungen mit GIS-Unterstützung an. Die das Internet angefordert und in die unter- IVU Traffic Technologies AG Software ermöglicht die räumliche Darstel- nehmenseigenen Applikationen integriert Geoinformationssysteme as a Service lung von Streckennetzen und Haltestellen werden. Die detaillierten Karten lassen sich www.ivu.de in Personenverkehrssystemen und bietet mit Diensten wie dem Routing, der Geokodie- Live-Ansichten beweglicher Objekte. So kön- rung und der Adresssuche verknüpfen. Frau Dr. Claudia Feix nen etwa Busse und Bahnen in Echtzeit auf Tel. +49 85 90 6-0 interaktiven Karten dargestellt wer- Dass sich diese Technologien auf ande- Claudia.Feix@ivu.de den. Die dafür notwendigen Daten re Branchenlösungen übertragen lassen, 18
  • 19. Zukunftsweisendes Der mobile Arbeitsplatz heitsmerkmalen. So spielt es keine Rolle, ob ge können direkt von mobilen Endgeräten in der Cloud Mitarbeiter an Smartphones, Tablets, PCs, gesendet werden, wodurch keine Daten- Mac Computern oder Notebooks arbeiten. übertragung an Rechner im Firmennetzwerk In der heutigen Arbeitswelt sind flexible Ar- In einer zentralen Verwaltung können die notwendig wird. Die Lösung wurde durch das beitszeiten und –orte weit verbreitet. Immer Zugriffsrechte externer Benutzer flexibel Magazin Computerwoche zum besten Cloud- wichtiger werden dadurch IT-Infrastrukturen verwaltet und beschränkt werden. Service 2010 gewählt. und Software, die das mobile Arbeiten er- möglichen. Die Berliner Cortado AG bietet in Durch die Software as a Service Lösung diesem Zusammenhang innovative Lösungen Cortado Workplace können Mitarbeiter Cloud Desktop Serivces an. Als Vorreiter im Bereich Cloud-basierter zeit- und ortsunabhängig auf die eigenen www.cortado.com Kollaborationslösungen, ermöglicht die Dateien sowie auf das Unternehmensnetz- Cortado AG Unternehmen die nahtlose werk zugreifen. Eine auf den Endgeräten Vorstandsvorsitzender Carsten Mickeleit Einbindung von mobilen Endgeräten in die installierbare App stellt hierzu gewohnte Telefon: +49 30 394931-0 Unternehmens-IT. Desktop-Funktionen zur Verfügung, sodass E-Mail: info@team.cortado.com Dokumente eingesehen und direkt bearbeitet Der Einsatz des Cortado Corporate Server werden können. ermöglicht die Integration einer Vielfalt von verwendeten Endgeräten mit ihren unter- Bestandteil der Software ist darüber hinaus schiedlichen Betriebssystemen und Sicher- das innovative Cloud Printing. Druckaufrä- Standards für Arbeitssicherheit und Um- Seit 2009 gehören auch die Berliner Was- weltmanagement zu erfüllen und das eigene serbetriebe zu den Nutzern von EcoWeb- Unternehmen ganzheitlich abzubilden. Die Desk®. So werden die Audits verschiedener modular aufgebaute Software ermöglicht Standorte verwaltet, Korrektur- und Auswertungen verbrauchter Ressourcen Vorbeugemaßnahmen der einzelnen (Energie, Wasser, Rohstoffe) genauso wie die Organisationseinheiten definiert und das Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen Gefahrstoffmanagement abgewickelt. Die und Betriebsanweisungen. Maßnahmen vollständig webbasierte Software stellt in lassen sich effizient ableiten, übersichtlich diesen Prozessen eine effektive Alternative planen und organisieren. Durchgeführte Ak- zu einer dezentralen Dokumentation in Umweltmanagement as a Service tivitäten werden einheitlich und ordnungs- Papierform dar. gemäß dokumentiert. Die 2007 gegründete EcoIntense GmbH ist spezialisierter Softwareanbieter für die Berei- Mit EcoWebDesk® können Unternehmen- EcoIntense che Arbeitssicherheit und Umweltmanage- sprozesse mit geringem Aufwand über- Softwarelösungen für Umweltmanagement ment. Diese Bereiche gewinnen nicht nur vor wacht und gesteuert werden. Der Einsatz und Arbeitssicherheit dem Hintergrund gesetzlicher Anforderungen ist branchenunabhängig möglich. Zu den www.ecointense.de an Bedeutung, sondern stehen zunehmend Anwendern zählen neben mittelständischen auch im Fokus von Unternehmen und Kun- Unternehmen aus unterschiedlichen Bran- Geschäftsführer Markus Becker den selbst. chen, z. B. der Kunststoffbranche oder der Telefon: +49 30 53 04 13 00 19 Chemischen Industrie, auch große Organisa- E-Mail: kontakt@ecointense.de Kernprodukt der EcoIntense GmbH ist die tionen wie Ver-/Entsorger oder Stadtwerke. webbasierte Standardsoftware EcoWebDesk®. Diese unterstützt Anwender dabei, genormte Dienste
  • 20. Berichte aus der Capital Cloud Kreativ in der Cloud Mit seinem Berliner Start-up „schnee von morgen“ hat sich Gründer Nikolai Longolius zum Ziel gesetzt, traditionelles Fernsehen zu revolutionieren. Inzwischen steht das Unternehmen hinter bekannten Angeboten wie Spiegel.TV oder dctp.tv und wurde mit dem Lead Award 2010 ausgezeichnet. Ohne die Cloud gäbe es das Unternehmen nicht. Herr Longolius, was macht ihr junges Unternehmen so innovativ? Unser Service ist die Konzeption und der Betrieb von webTV Sendern. Traditionell ist das Digitalisieren sowie die Speicherung und das Senden von Filmen ein teures Vorhaben. Unsere Kunden sind professionelle Broadcaster, denen wir die Möglichkeit bieten, auf eine kostspieli- ge IT-Infrastruktur zu verzichten. schnee von morgen webTV GmbH Nikolai Longolius Welche Rolle spielt dabei das Internet der Dienste? www.schneevonmorgen.com Nur durch den Einsatz von Cloud Technologien ist unser Angebot möglich. Sämtliche Pro- zesse, wie das Transkodieren von Filmen, die Verwaltung der Beiträge und das Senden, finden auf externen Rechnern in der Cloud statt. Hierdurch schaffen wir einen enorme Kosteneffizienz und eine praktische unbegrenzte Ska- lierbarkeit. Entsprechend der Anzahl der Aufträge wächst die Cloud mit oder schrumpft, um die Betriebskosten zu minimieren. Diese Kostenstrukturen sind mit herkömmlichen Prozessen nicht abzubilden. Was macht den Standort Berlin für Sie attraktiv? Berlin bietet gute Bedingungen für Kreative. Außerdem haben wir Kontakte zu ansässigen Forschungseinrichtungen und Universitäten. Während sich die günstigste IT-Infrastruktur derzeit noch im Ausland befindet, bietet uns Berlin Raum, unser innovatives Geschäftsmodell auszubauen und dabei von einem lokalen Netzwerk zu profitieren. Software as a Service für den Mittelstand Die NTD NUOVO-TECH Deutschland GmbH ist Anbieter von Energieeffizienztechnologie für Beleuchtungsanlagen. Das mittelständische Unternehmen setzt auf technische Innovationen sowie umfassende Beratung um den Energiebedarf und somit überflüssige CO2-Emissionen zu reduzieren. Intern nutzt das Berliner Unternehmen moderne Cloud-Technologien um Ge- schäftsprozesse flexibel und kostengünstig gestalten zu können. Herr Krohn, welchen Schwerpunkt hat Ihr Unternehmen? Die Nuovo-Tech Deutschland ist ein lösungs- und technikorientiertes Unternehmen mit Fokus auf Steuer- und Regeltechnik sowie der Erstellung von energieeffizienten Konzepten. NTD NUOVO-TECH Deutschland GmbH Energieeffizienz und Umweltschutz sind Kernpunkte aktiver Klimaschutzpolitik, zu der sich Umwelttechnologie die Regierung der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet hat. NUOVO-TECH ist ein Unter- Raik Krohn, Geschäftsleitung nehmen, das diesen Anspruch in die Praxis umsetzt: Nützliche Umwelttechnik im Einklang mit www.nuovo-tech.de wirtschaftlicher Vernunft. Unsere Lösungen kommen im öffentlichen Bereich, wie der kommu- nalen Straßenbeleuchtung der Immobilen und Wohnungswirtschaft , dem Einzelhandels und Dienstleistungssektor oder etwa in der Industrie wie auf Produktions- und Lagerflächen zum Einsatz. Ist der Standort für Ihr Unternehmen ein entscheidender Faktor? Berlin steht für Innovation – das ist ausunserer Sicht ein überzeugender Grund für 20 diesen Standort. Auch in Hinsicht auf die für uns wichtige Kooperation mit anderen Beratungs- und Solutions-Unternehmen bietet uns die Stadt entscheidende Vorteile.
  • 21. Ihr Unternehmen setzt SAP Business ByDesign ein. Welche Möglichkeiten und Risiken ergeben sich daraus? Derzeitig haben wir das CRM-Modul von SAP Business ByDesign im Einsatz. Dieser Service ist für unseren Vertrieb unerlässlich, die flexible Cloud-Lösung macht den Einsatz besonders kostengünstig und effizient. In Planung ist auch eine Erweiterung um die Bereiche Auftrags- abwicklung, Projektmanagement und Finanzen. Die Berliner Beratung nouvenyo GmbH hat diesbezüglich unsere bestehenden Prozesse analysiert und Einsatzpotenziale der Softwaremo- dule aufgezeigt. Bisher haben sich bei uns keinerlei Probleme mit Blick auf die Datensicherheit ergeben. Die Cloud hat sich für uns als 100% sicher erwiesen. Datensicherheit im Gesundheitswesen Im Rahmen von TRESOR soll erstmals eine Cloud-Infrastruktur für den Gesundheitssektor entwickelt werden. Insgesamt sechs Konsortialpartner aus Forschung, Gesundheitswesen und Wirtschaft erarbeiten dabei gemeinsam Lösungen. Das Vorhaben wird im Rahmen von „Trus- ted Cloud“ durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Herr Frank, wie lässt sich das Vorhaben TRESOR in wenigen Sätzen zusam- menfassen? TRESOR hat den Aufbau eines sicheren und datenschutzkonformen Cloud-Ecosystems zum Ziel, welches exemplarisch für den Anwendungsbereich der Patientenversorgung im Gesund- heitswesen umgesetzt wird. TRESOR Eine der größten Herausforderungen bei der klinikübergreifenden stationären Versorgung Ansprechpartner Torsten Frank von Patienten ist die Gestaltung einer datenschutzkonformen, geschlossenen und instituts- medisite Systemhaus GmbH übergreifenden Prozesskette mit einer medienbruchfreien und durchgängigen Verlaufsdoku- www.trusted-cloud.de/de/764.php mentation. An wen richtet sich Ihr Vorhaben? Zielgruppe sind öffentliche und private Gesundheitseinrichtungen. Dazu gehören Kranken- häuser und Ärzte aber auch mittelständische Unternehmen und Industrieunternehmen aus dem Gesundheitswesen.Aufgrund der Vielzahl der beteiligten Akteure bestehen hohe Anforde- rungen an Interoperabilität, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit. Wie kommen die Dienste aus der Cloud genau zum Einsatz? Neben der schon genannten medizinischen Verlaufsdokumentation ist ein weiteres Anwen- dungsszenario des Projektes die Umsetzung eines cloudbasierten, den Behandlungsprozess begleitenden, Services zur verlässlichen Prüfung von Arzneimittelinteraktionen auf der Basis aktuellster Informationen. Die Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit ist ein zentraler Bestandteil des Vorhabens. Es besteht auf der Anwenderseite derzeit sicherlich noch einige Zurückhaltung in Bezug auf Cloud-Technologien im Gesundheitswesen. Bisher fehlt es aber auch an überzeu- genden Best-Practice-Beispielen. Dies wollen wir mit TRESOR ändern. Welche Rolle spielt der Standort Berlin? Interviews geführt im November 2011 Als gut vernetzter Wissenschaftsstandort spielt Berlin eine wichtige Rolle. So ist auch der von Johannes Laufs, Consultant überwiegende Teil der Konsortialpartner in Berlin ansässig. Public One // Governance Consulting Die Umsetzbarkeit der entwickelten Lösungen des Cloud-Ecosystems wird anhand von Anwendungsszenarien aus dem Bereich der Patientenversorgung demonstriert. Das Paulinen- Kontakt: Johannes.Laufs@publicone.com krankenhaus und das Deutsche Herzzentrum spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, denn als Anwendungspartner stellen sie die Relevanz und Anwendbarkeit der PaaS-Plattform und des Cloud Brokers für den Bereich der Patientenversorgung sicher. Für die technische Infrastruktur greifen wir auf die Einrichtungen des Konsortialpartners T-Systems direkt in Berlin zurück. Darüber hinaus haben wir mit den beiden Lehrstühlen SNET 21 und IKM der TU-Berlin zwei sehr renommierte Institutionen als Konsortialpartner in TRESOR. Die wissenschaftlichen Expertisen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für den Forschungsbereich innerhalb des Projektes. Interviews
  • 22. Glossar App E-Business Private Cloud Computing Application: Anwendungsprogramm; Automatisierter und computergestützter Virtualisierte Infrastrukturen als quasi Software mit begrenztem Leistungsumfang, Daten- und Dokumentenaustausch zwischen unternehmenseigene Clouds; können vom meist für mobile Endgeräte Geschäftspartnern über elektronische Netze Unternehmen selbst, aber auch von einem externen Dienstleister betrieben oder gehos- B2B E-Government tet werden Business-to-Business: Geschäftsbeziehung IT-unterstützte Prozesse innerhalb der zwischen Unternehmen im Gegensatz zu B2C öffentlichen Verwaltung Public Cloud Computing (Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen IKT-Ressourcen und Dienste werden von und Kunden) Enterprise Cloud einem externen Dienstleister über das öf- Ausprägung einer Trusted Cloud, mit Zu- fentliche Internet bereitgestellt, viele Kunden BaaS gang, der auf ein einzelnes Unternehmen teilen sich eine virtualisierte Infrastruktur Business Process as a Service: webbasierte beschränkt ist; Mögliche Unterteilung in Abwicklung von Geschäftsprozessen Departmental Clouds (Cloud Umgebung für SaaS einzelne Unternehmensabteilungen) Software as a Service: webbasierte Bereit­ Backup-System stellung von Anwendungssoftware IT-System zur Datensicherung Full-Service-Anbieter Dienstleister, der mehrere Services aus einem Semantic Web BMWi Bereich gebündelt aus einer Hand anbietet Semantisches Web: Konzept, um die Be- Bundesministerium für Wirtschaft und deutung von Informationen für IT-Systeme Technologie IaaS automatisiert verwertbar zu machen Infrastructure as a Service: webbasierte BPM Bereitstellung von Basisinfrastruktur, SOA Business Process Management: Manage- wie Datennetzen, externen Speicher- und Service-oriented Architecture: Ansatz zur Ge- mentkonzept zur (softwaregestützten) Rechenkapazitäten und Backup-Systemen staltung von IT-Landschaften auf der Basis Optimierung und Automatisierung von von Diensten (Services); z.B. Modularisierung Geschäftsprozessen IKT von einzelnen Geschäftsprozessen zur leich- Informations- und Kommunikationstech­ teren und flexibleren Wiederverwendbarkeit Cloud Computing nologien; Synonyme Verwendung zu ITK Beschreibt den Ansatz, IKT-Infrastrukturen Start-up und -Anwendungen von einem (externen) IT-Infrastruktur Junges Unternehmen in der Gründungsphase Dienstleister netzbasiert (meist über das Gesamtheit aller Maschinen (Hardware) Internet) zu beziehen und Programme (Software) zur automati- Trusted Cloud schen Informationsverarbeitung, z. B. in Cloud-Computing-Umgebung, deren Cloud-Policy einem Unternehmen Zugang auf einen bestimmten Nutzerkreis Regelung des Zugangs zur Cloud Umgebung beschränkt ist, um die Datensicherheit zu sowie des Nutzungsumfangs; oft in Bezug ITK erhöhen auf organisationsinterne Abläufe und Informations- und Telekommunikationstech- Prozesse nologien; Synonyme Verwendung zu IKT Webservices Selbstbeschreibende, gekapselte Soft- Collaboration KMU warekomponenten, deren Funktionalitäten Zusammenarbeit Kleine und mittelständische Unternehmen mittels Schnittstellen von entfernten Syste- men und Anwendungen aufgerufen werden CRM On demand können; ermöglichen technische Umsetzung Customer Relationship Management: Dienste werden nach Bedarf, d. h. „auf Ab- von SOA-Architekturen (siehe SOA) Managementkonzept und Software ruf“ angefordert und geliefert zur Verwaltung und Steuerung von Wiki Kundendaten PaaS Webbasiertes Content-Management System, 22 Platform as a Service: webbasierte Bereitstel- in dem Nutzer Inhalte selbst einstellen und lung von Entwicklungsumgebungen editieren können. Das bekannteste Wiki ist Wikipedia Glossar
  • 23. Projekt Zukunft Projekt Zukunft ist die landesweite Senatsinitiative für den Strukturwandel Berlins zur Infor- mations- und Wissensgesellschaft. Ziel ist die Entwicklung der Stadt zu einem international anerkannten, wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort. Projekt Zukunft fördert die Zukunftsbranchen der Medien-, IT- und Kreativwirtschaft und vernetzt sie mit Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Durch Strategien, Initiativen und Projekte, Public-Private-Partner- Kontakt: ships, Veranstaltungen, Informationskampagnen und Publikationen unterstützt Projekt Zukunft technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen und verbessert so Dr. Wolfgang Both die Rahmenbedingungen für die Wachstumsfelder der Stadt. Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Projekt Zukunft ist in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen angesie- delt – fachlich und organisatorisch im Referat für Medien-, IKT- und Kreativwirtschaft. Hier Telefon: +49 30 9013 8257 liegt auch das Clustermanagement für den Cluster Kommunikation und Kreativwirtschaft. wolfgang.both@senwtf.berlin.de Die Aktivitäten sind in einzelne Handlungsfelder gegliedert, zu denen auch das Internet der www.projektzukunft.berlin.de Dienste gehört. Weitere verbundene Handlungsfelder sind Open Source/Open Standards oder Vernetzt Leben. Software as a Service und Cloud Computing im regionalen IKT-Branchenverband SIBB e. V. Im IKT-Branchenverband von Berlin-Brandenburg – SIBB e. V. – sind mehr als 120 Unterneh- men aus der Region engagiert. Sie vertreten mit rund 450 Mio. € Umsatz und über 4.000 Mitarbeitern ihre wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Interessen im IKT- Branchenverband. Der SIBB bietet seinen Mitgliedern verschiedene Foren an, um gemeinsam Ansätze und Lösungen für ihr Geschäft durch Problemanalysen und -bewertung zu finden. Die Aufgaben der Foren liegen darin, Anstöße zu Diskussionen zu geben, sowie Expertenwis- Kontakt: sen durch die Kommunikation miteinander zu erzeugen und zusammenzutragen. René Ebert Im 2010 gegründeten Forum Software as a Service (SaaS) Cloud Computing beschäfti- Geschäftsführer gen sich mittlerweile rund 30 Mitgliedsunternehmen mit den Chancen aber auch Risiken von Services in und aus der Wolke. Anbieter und Berater aus den Bereichen Infrastruktur Telefon: +49 30 3949 1861 (IaaS), Plattformen (PaaS) oder Lösungen (SaaS) diskutieren regelmäßig über Finanzierung, rene.ebert@sibb.de Geschäftsmodelle, Sicherheit, Technologien oder Verfügbarkeit im Geschäft mit der Wolke. Ex- www.sibb.de perten aus Forschung und Wissenschaft steuern zusätzlich ihr Wissen bei und bereichern den Wissenstransfer im Forum beispielsweise durch Cloud-spezifische Studien und Fachbeiträge. Start-up´s profitieren von den Erfahrungen etablierter Anbieter mit bewährten IT-Lösungen, gestandene Marktteilnehmer wiederum lassen sich vom Spirit junger Unternehmen und deren Ideen inspirieren. Schon heute gehören Unternehmen aus dem Kreis des SIBB zu den innovativsten Anbie- tern unterschiedlichster Services rund um die Cloud – und das weit über die Region Berlin- Brandenburg hinaus. Das Thema Cloud Computing wird im SIBB in den nächsten Jahren eine 23 immer größere Rolle spielen, dabei wird vor allem auch die Berlin Capital Cloud ein wichtiger Erfolgsfaktor sein. Förderung Netzwerke