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© 2017 WURZER & KOLLEGEN, München
Qualität im IP-Management
Normungsprojekt am DIN
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Patente 2017 - Symposium
09.03.2017
Prof. Dr. Alexander J. Wurzer
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Inhalt
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1. Steigende Komplexität im IP-Management
2. IP-Management in der Industrie 4.0
3. Komplexere IP-Strategien
4. IP-Management und Compliance
5. Qualität im IP-Management
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Steigende Komplexität im IP-Management
Quelle: WIPO World Intellectual Property Indicators 2016
Rankings of total (resident and abroad) IP
filing activity by origin, 2015
Total Patent Filings in China
Origin Patents Marks Designs
China 1 1 1
United States of America 2 2 4
Germany 5 3 3
Republic of Korea 4 7 2
Japan 3 5 7
Quelle: WIPO IP Statistics Data Center
China ist das erste Patentamt bei dem in einem einzigen Jahr mehr als eine Million
Patentanmeldungen eingingen.
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Steigende Komplexität im IP-Management
Branchenverteilung von Angriffen durch NPE
(Daten aus den USA)
Quelle: RPX (2016): 2015 Report NPE Litigation, Patent Marketplace, and NPE Cost
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Steigende Komplexität im IP-Management
Nationale Anmeldung
Land n
Land…
Land 2
Land 1
Europäische Anmeldung
Land n
Land…
Land 2
Land 1
EP
Internationale Anmeldung
Land n
Land…
Land 2
Land 1
EP
PCT
Land
n+1
Land
n+2
Einheitspatent
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Steigende Komplexität im IP-Management
Entwicklung Patentanmeldungen weltweit 2009 bis 2015
Quelle: WIPO IP Statistics Data Center
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Steigende Komplexität im IP-Management
Quelle: Maicher, L., Tonisson, L., Bartsch, F. & Jha, P. 2016: Intellectual Property Services Classification (IPSC). Leipzig: Fraunhofer IMW http://s.fhg.de/IPSC
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Steigende Komplexität im IP-Management
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Steigende Komplexität im IP-Management
Foto: www.idoc.eu
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Inhalt
- 10 -
1. Steigende Komplexität im IP-Management
2. IP-Management in der Industrie 4.0
3. Komplexere IP-Strategien
4. IP-Management und Compliance
5. Qualität im IP-Management
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IP-Management in der Industrie 4.0
Abbildung: IFS GmbH & Co. KG nach DFKI 2011
Die vier Stufen der
industriellen Revolution
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IP-Management in der Industrie 4.0
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Die vierte industrielle Revolution schafft eine einzige globale Wirtschaft, die von
Standards, Verbundenheit, Innovation und IP getragen wird.
Beerdigung von Papst Johannes Paul II Rede von Papst Franziskus
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IP-Management in der Industrie 4.0
FestlegungderNutzungvonIPinder
industriellenWertschöpfungskette
flexibel
rigid
hochniedrig
 IP-Strategien sind durch die
industrielle Wertschöpfungs-
kette vorgegeben
IP-Strategien können entlang
von Geschäftsmodellen,
Wettbewerbspositionen und
Marktgegebenheiten frei
gewählt werden.
Automotive
Software
Chemie
Pharma
• Keine Kundenbe-
einflussung möglich
• Wettbewerbsposition
festgelegt
Telekom
/ IT
Verkehr
Industriegüter
Food- Fast moving
Consumer Goods
Elektro- und Energie
Bau- und
Grundstoffe
Wirksamkeit von IP als
Wettbewerbsinstrument
Maschinenbau Medizin-
technik
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IP-Management in der Industrie 4.0
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Inhalt
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1. Steigende Komplexität im IP-Management
2. IP-Management in der Industrie 4.0
3. Komplexere IP-Strategien
4. IP-Management und Compliance
5. Qualität im IP-Management
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Neue Optionen für IP-Strategien
* in Anlehnung an: Pike, C.Y.:Virtual Monopoly, London: 2001
IP-Strategie
Typ.
Vertreter
Typ.
Branchen
Marktab-
schöpfungstr.
Inhärentes
Problem
Festungsmonopol
 große Portfolios
 Wettbewerbsabschottung
 konsequente Verletzungsverfolgung
 Pfizer
 Merck
 Astra Zeneca
 Xerox
 Pharma
 Chemie
 Premiumpreis  Patentauslauf
(Generika)
 Kartellrecht
Zusatznutzenmonopol
 Schutz kundenrelevanter Merkmale
 strategische Patentierung zur
Behinderung
 schnelle Dokumentation und Schutz
 Beiersdorf
 Nestlé
 Konsum-
produkte
 Automotive
 Kostenvorteile
 Nutzenvorteile
 Zeitfalle
Radnabenmonopol
 standardrelevante Schutzrechte
 Schutzrechts-Pooling
 IP-Holding
 Sony
 Philips
 Matsushita
 Siemens
 Telekom
 Unterhaltungs-
elektronik
 Informations- &
Telekomm.
Industrie
 Zugangslizenz  Technologie-
shift
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Neue Optionen für IP-Strategien
* in Anlehnung an: Pike, C.Y.:Virtual Monopoly, London: 2001
IP-Strategie
Typ.
Vertreter
Typ.
Branchen
Marktab-
schöpfungstr.
Inhärentes
Problem
Nussschalenmonopol
 gut separierbares Teilportfolio
 gute Technologieabdeckung
 sehr durchsetzungsfähige Rechte
 Cambridge
Antibody
 Powderject
 Hoffmann La
Roche
 Shimano
 Intel
 Biotechnologie
 Medizintechnik
 Konsum-
produkte
 Zugangslizenz  Technologie-
shift
Wertschöpfungskettenmonopol
 Sammeln, Aufbereiten & verfügbar
Machen produktions-relevanter
Daten für angrenzende
Wertschöpfungsstufen
 Schutz softwareimplementierter
Erfindungen
 Voith Paper
 Thyssen
Krupp
 Zuliefer-
industrie
 Papier
 Metall
 Marktanteil
 Lock-in-
Effekte
 Second Source
Anforderungen
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Interaktion verschiedener IPR
 Dyson verkauft Staubsauger, die auf
dem Zyklon Prinzip beruhen
(Fliehkraftabscheider).
 Im Marketing wird die Kraft und
Leistungsfähigkeit des Staubsaugers
besonders hervorgehoben und als
Markenversprechen verankert.
 Die gesamte Gestaltung des Geräts
zielt darauf ab, potenziellen Kunden
die überlegene Kraft des
Staubsaugers zu suggerieren.
 Die kundenrelevanten Elemente
sind zielgerichtet durch IP geschützt.
 Folge: Durchsetzung höchster
Preise im Markt
Kundennutzen und IP
Erzielen eines weit über dem Durchschnitt
liegenden Premium Preises
Beispiel: Dyson Staubsauger
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Interaktion verschiedener IPR
 Thermomix ist eine Küchenmaschine, die
den Benutzer Schritt für Schritt per Anleitung
auf dem Display durch die Zubereitung
steuert. Dazu wird das Gerät mit einem
digitalen Rezeptchip verbunden, auf dem
Rezepte gespeichert sind, für die Vorwerk
eine Gelinggarantie vergibt.
 Zur Einhaltung der Gelinggarantie muss
vermieden werden, dass Drittanbieter
kompatible Rezeptchips verkaufen können.
 Gestaltung von Wiedererkennungsmerk-
malen, sowie Realisierung einer eigenen
Schnittstelle und umfassender Schutz.
 Folge: Hoher Schutz vor unautorisierten
Imitaten und Sicherung des Folgegeschäfts
Kundennutzen und IP
Absicherung des eigenen Markenversprechens und exklusiver Verkauf von Rezepten
Beispiel: Thermomix Rezeptchip
„Cookey“
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Inhalt
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1. Steigende Komplexität im IP-Management
2. IP-Management in der Industrie 4.0
3. Komplexere IP-Strategien
4. IP-Management und Compliance
5. Qualität im IP-Management
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IP-Management und Compliance
Informations-
sicherheit
Verträge
Gesetze Datenschutz
Informations-
verfügbarkeit
Daten-
aufbewahrung
Beispiel: IT-Compliance
Komplexität/Risikopotenzial
Compliance Anforderungen
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IT-Compliance:
Relevante Regelwerke
(Beispiele)
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IP-Management und Compliance
Beispiel: IT-Compliance
Rechtliche Vorgaben / Gesetze
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Gesetz zur Kontrolle und
Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG)
Grundsätze ordnungsmäßiger
DV-gestützter Buchführungs-
systeme (GoBS)
Basel II
Grundsätze zum Datenzugriff und
zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen
(GDPdU)
Sarbanes-Oxley Act (SOX)
Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (MaRisk)
8. EU-Richtlinie (Euro-SOX)
Verträge
IT-spezifische Verträge Allgemeine Verträge
Interne Regelwerke
Richtlinie zum Umgang
mit Passwörtern
Verfahrensanweisung
zur Durchführung von
IT-Audits
Service Level
Agreement (SLA)
Externe Regelwerke
IDW PS 330 und
RS FAIT 1
ISO 20000
Deutscher Corporate
Governance Kodex
(DCGK)
ISO 27001
IT Infrastructure Library
(ITIL)
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IP-Management und Compliance
IP-Compliance:
Relevante
Aspekte
Organisation
des IP-
Managements
Beachtung von
IP-Rechten
Dritter
(Risikomanagement)
Einhaltung der
gesetzlichen
Regelungen
Kompetenz der
Mitarbeiter
Wirtschaftlicher
Umgang mit IP
Konsistente
IP-Strategie
Sicherung des
geistigen
Eigentums
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Inhalt
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1. Steigende Komplexität im IP-Management
2. IP-Management in der Industrie 4.0
3. Komplexere IP-Strategien
4. IP-Management und Compliance
5. Qualität im IP-Management
© 2017 WURZER & KOLLEGEN, München- 25 -
Qualität im IP-Management
© 2017 WURZER & KOLLEGEN, München- 26 -
Qualität im IP-Management
Branchen mit
zwingend
vorgeschriebenem
Qualitätsmanage
mentsystem
Luft- und
Raumfahrt
Automotive
Medizin-
technik
Gesundheits
-versorgung
Lebensmittel
-herstellung
Pharma
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