Methoden der e-learning Forschung
Experimenteller Ansatz
Prof. Dr. Ulrike Cress
Leibniz-Institut für Wissensmedien
Forschungsfragen
• Wie können innovative Lernsettings realisiert werden? -
Bsp: MOOC
• Wie lernen Studierende in MOOCs?
• ...
Beantwortet wird
• Machbarkeit
• Identifikation von Schwächen, Stärken
• Optimierung / formative Evaluation
• Anpassung an...
Offen bleibt
• Repräsentativität der Ergebnisse: Selbstselektion
• Konfundierungen
•Bsp: brechen schwache Lerner (mit weni...
Experimentelles Vorgehen
UV
AV
Verursachung/Wirkung
Experimentelles Vorgehen
Bedingung A
MOOC
Bedingung B
Präsenzlehre
Randomisierung: Zufallszuweisung der Personen auf die B...
Zusammenhänge auf theoretischer Ebene
(Konstruktebene)
Interesse
LeistungMOOC
Umsetzung im Experiment
(Operationalisierung...
Standardisierung
Standardisierung
Genauigkeit der Messung
Allgemeine Prinzipien
künstliche Bedingung
ökologische Validität...
Hypothesentestung
• Nullhypothese: beobachtete Unterschiede in AV sind
zufallsbedingt
Bedingung A
MOOC
Bedingung B
Präsenz...
Warum brauchen wir experimentelle
Forschung?
• hypothesenprüfend: eigene Überzeugungen prüfen
• Falsifikationsprinzip: Nul...
Probleme
• experimentelle Forschung ist immer sehr feingranular
• u.U. geringe ökologische Validität
Warum brauchen wir Design-based
Forschung?
• Innovation
• relevant in früher Umsetzungsphase, z.B. Forschung zur
Inklusion
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Methoden der E-Learning-Forschung: Pro und Contra von experimentellen und Design-Based-Ansätzen (Experimenteller Ansatz)

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Ist das systematische Nachdenken über die eigene Lehre schon Wissenschaft? Bieten Laborstudien zum Lernen mit Medien einen echten Mehrwert für die pädagogische Praxis?

Diese Fragen mögen besonders plakativ formuliert sein, doch die Herangehensweisen von anwendungsbezogener und grundlegender Forschung im E-Learning waren schon immer verschieden. Während die eine Seite E-Learning dort, „wo es passiert” untersucht, wählt die andere Seite bewusst die Künstlichkeit der Laborsituation zum besseren Verstehen von Lernprozessen. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile, doch müssen sie sich gegenseitig ausschließen? Oder sind die Herausforderungen, vor denen E-Learning-Forschung steht, sogar so komplex, dass wir auf unterschiedliche Perspektiven und eine interdisziplinäre Herangehensweise angewiesen sind?

In der Auftaktveranstaltung zum Themenspecial „E-Learning-Forschung” wurde auf e-teaching.org diskutiert, welche Fragestellungen bei der Erforschung von E-Learning-Angeboten von interdisziplinärer Bedeutung sind und welche methodischen Zugänge die Bildungsforschung bereithält, um diese gemeinsam zu beantworten.

Referentinnen des Online-Events waren Prof. Dr. Gabi Reinmann und Prof. Dr. Ulrike Cress.

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Methoden der E-Learning-Forschung: Pro und Contra von experimentellen und Design-Based-Ansätzen (Experimenteller Ansatz)

  1. 1. Methoden der e-learning Forschung Experimenteller Ansatz Prof. Dr. Ulrike Cress Leibniz-Institut für Wissensmedien
  2. 2. Forschungsfragen • Wie können innovative Lernsettings realisiert werden? - Bsp: MOOC • Wie lernen Studierende in MOOCs? • Wann und warum brechen Studierende den MOOC ab? • Welche Wirkung haben Mentoren in MOOCs?  Design-based Research  Tradition der Aktionsforschung  Wissenschaftler als „Designer“. Wissen geht in das Design ein.
  3. 3. Beantwortet wird • Machbarkeit • Identifikation von Schwächen, Stärken • Optimierung / formative Evaluation • Anpassung an die Rahmenbedingungen (Lernenden/Lehrenden/etc.) Blick von oben, Blick auf das Ganze Schwerpunkt: Realisierung • Deskription • Einzelfall
  4. 4. Offen bleibt • Repräsentativität der Ergebnisse: Selbstselektion • Konfundierungen •Bsp: brechen schwache Lerner (mit wenig Vorwissen) eher ab? – Es haben sich aber für den MOOC nur die Lerner angemeldet, die sehr hohes Interesse haben. Das hohe Interesse kompensiert eventuell das schwache Vorwissen • Unklarheit, welche Prozesse wirken? - kognitive, motivationale, emotionale etc. • Kausalitäten: Was verursacht was? Welcher Prozess ist für ein beobachtetes Ergebnis verantwortlich?
  5. 5. Experimentelles Vorgehen UV AV Verursachung/Wirkung
  6. 6. Experimentelles Vorgehen Bedingung A MOOC Bedingung B Präsenzlehre Randomisierung: Zufallszuweisung der Personen auf die Bedingungen Personen in A und B unterscheiden sich in nichts anderem als in dem Unterschied zwischen A und B (UV). deshalb können beobachtete Unterschiede in der AV auf UV attribuiert werden. Leistung UV AV
  7. 7. Zusammenhänge auf theoretischer Ebene (Konstruktebene) Interesse LeistungMOOC Umsetzung im Experiment (Operationalisierung) Interessenswert LeistungstestMOOC X Reliabilität: Genauigkeit der Messung Validität: Was wird gemessen?
  8. 8. Standardisierung Standardisierung Genauigkeit der Messung Allgemeine Prinzipien künstliche Bedingung ökologische Validität??
  9. 9. Hypothesentestung • Nullhypothese: beobachtete Unterschiede in AV sind zufallsbedingt Bedingung A MOOC Bedingung B Präsenzlehre Leistung = UV AVLeistung
  10. 10. Warum brauchen wir experimentelle Forschung? • hypothesenprüfend: eigene Überzeugungen prüfen • Falsifikationsprinzip: Nullhypothese verwerfen • Bsp: Effekt von Brainstorming; • Bsp: Kollaboration • Vergleich mit Medizin: Evidenzbasierung, Nutzung strenger Kontrollgruppen (Wirkung muss größer sein als Plazebo) • Effektgrößen messen • hohe Objektivität, Replizierbarkeit
  11. 11. Probleme • experimentelle Forschung ist immer sehr feingranular • u.U. geringe ökologische Validität
  12. 12. Warum brauchen wir Design-based Forschung? • Innovation • relevant in früher Umsetzungsphase, z.B. Forschung zur Inklusion

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