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(Un)Glücklich unkooperativ? Ignorieren
sich Wissenschaft und Praxis
Tagung Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung
und Entwicklungszusammenarbeit
25. Februar 2014
ZEF, Bonn
Linda Kleemann
Institut für Weltwirtschaft, Kiel
Motivation und Hintergrund
• Idee:
Entwicklungsforschung schafft einen Mehrwert, wenn (1) Wissenschaftler
relevante Antworten auf wichtige Fragen geben, und (2) Praktiker diese
beachten.
• Fragen:
Wie sehr orientieren sich Mitarbeiter deutscher
Durchführungsorganisationen an entwicklungsökonomischen
Studienergebnissen?
Wie intensiv kooperieren Forscher mit Institutionen der
Entwicklungszusammenarbeit und wie beurteilen sie diese Kooperation?
Datenerhebung
• Zwei internetbasierte Umfragen mit 27 Fragen zum Arbeitsfeld und –ort,
Nutzung von Forschungsergebnissen, Forschungserfahrung und –
Kooperation durchgeführt durch PEGNet
• 1. Befragung 2013: deutsche NROs und staatliche Institutionen der
EZ/FZ; Anlehnung an ähnliche Studien bei DFID (Jones and Mendizabal
2010) und der Weltbank (Ravallion 2011).
• 2. Befragung 2014: Wissenschaftler
• In einem Zeitraum von 5 (3) Wochen beantworteten 105 (140) Individuen
den PEGNet-Fragebogen
• Die Stichprobe ist nicht repräsentativ aber in der Lage wichtige
Anhaltspunkte zu liefern.
Praktiker: Nutzung von Forschungsergebnissen
• Gründe Forschungspublikationen zu lesen:
– Länder- und kontextspezifische Informationen (31.4%),
– Neue Methoden und Ansätze (23.8%),
– Technische Innovationen (16.2%).
• Die wichtigsten Informationsquellen:
– Informelle Diskussionen mit Kollegen und Forschern (84.8%),
– Konferenzen (69.5%),
– Newsletter (64.8%),
– Spezialisierte Zeitschriften (62.9%).
• Publikationen von internationalen Organisationen und NGOs werden
deutlich häufiger gelesen als Working Paper und Artikel in
wissenschaftlichen Fachzeitschriften.
Praktiker: Nachfrage Matrix
Wissenschaftler: Kooperationen mit der Praxis
• In den letzten 5 Jahren haben Wissenschaftler im Durchschnitt:
– 5x Praktikern Feedback zu Forschungsergebnissen gegeben,
– 3 Reden gehalten zu denen sie von Praktikern eingeladen wurden,
– 2 Consultancies durchgeführt (aber 31% gar nicht und 12% über
10x),
– 2 gemeinsame Projekte durchgeführt (aber 30% gar nicht),
– 1x Forschungsgelder aus der Praxis bekommen,
– In 1 Komitee mitgearbeitet (aber 49% gar nicht),
– 1x als externer Gutachter für Projekte oder Programme fungiert.
• 9 von 10 Wissenschaftlern möchten gerne mehr kooperieren
– Sie glauben das würde sich positiv auf die Praxis (8) und Forschung
(7) auswirken.
Wissenschaftler: In welchen Bereichen wäre mehr
Zusammenarbeit am wertvollsten?
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
Nachfragematrix aus der Sicht der Wissenschaftler
Vergleich der beiden Gruppen
Bewertung der Kooperation im Vergleich
Skala von 1(gar nicht/schlecht) -10 (sehr
gut/steigend)

8

7

6

neutral
5

4

Practitioners
Researchers

3

2

1

0

Relevanz für die tägliche
Arbeit

Relevanz steigend

Qualität der Kooperation
derzeit
Die aktuell größten Hindernisse für gute
Zusammenarbeit aus der Sicht der Wissenschaftler
…und aus Sicht der Praktiker
Wissenschaftler:

Praktiker:
Wie kann es weiter gehen?
• So gut wie alle Forscher und die meisten Praktiker glauben Kooperation
wird wichtiger, aber aktuell bleiben viele Potentiale ungenutzt.
Praktiker: Was könnte Forschung aus Sicht der
Praktiker besser machen?
Die wichtigsten Aspekte für erfolgreiche
Zusammenarbeit aus der Sicht der Wissenschaftler
Wie kann es weiter gehen?
• So gut wie alle Forscher und die meisten Praktiker glauben Kooperation
wird wichtiger, aber aktuell bleiben viele Potentiale ungenutzt.

• Was müsste geschehen damit beide Seiten zufriedener sind:
– Freier Zugang zu Forschungspublikationen
– Komprimierte einfach verständliche Präsentation von
Forschungsergebnissen
– Verständnis, Vertrauen und persönliche Kommunikation
– Finanzierung bzw. Anreize für Forscher
– Mehr Personalaustausch: Knowledge Brokers?
– Zeithorizonte anpassen - wie?
Vielen Dank.
Dr. Linda Kleemann
The Kiel Institute for the World Economy
Hindenburgufer 66
D-24105 Kiel, Germany
+49 431 8814 249
linda.kleemann@ifw-kiel.de
Arbeitsfelder (% der abgegebenen Antworten)
0.18
0.16
0.14
0.12
0.1
0.08
0.06
0.04
0.02
0

Practitioners
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Nachfragematrix aus der Sicht der Wissenschaftler

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(Un)glücklich unkooperativ? Ignorieren Entwicklungsforschung und-praxis sich gegenseitig?

  • 1. (Un)Glücklich unkooperativ? Ignorieren sich Wissenschaft und Praxis Tagung Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung und Entwicklungszusammenarbeit 25. Februar 2014 ZEF, Bonn Linda Kleemann Institut für Weltwirtschaft, Kiel
  • 2. Motivation und Hintergrund • Idee: Entwicklungsforschung schafft einen Mehrwert, wenn (1) Wissenschaftler relevante Antworten auf wichtige Fragen geben, und (2) Praktiker diese beachten. • Fragen: Wie sehr orientieren sich Mitarbeiter deutscher Durchführungsorganisationen an entwicklungsökonomischen Studienergebnissen? Wie intensiv kooperieren Forscher mit Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit und wie beurteilen sie diese Kooperation?
  • 3. Datenerhebung • Zwei internetbasierte Umfragen mit 27 Fragen zum Arbeitsfeld und –ort, Nutzung von Forschungsergebnissen, Forschungserfahrung und – Kooperation durchgeführt durch PEGNet • 1. Befragung 2013: deutsche NROs und staatliche Institutionen der EZ/FZ; Anlehnung an ähnliche Studien bei DFID (Jones and Mendizabal 2010) und der Weltbank (Ravallion 2011). • 2. Befragung 2014: Wissenschaftler • In einem Zeitraum von 5 (3) Wochen beantworteten 105 (140) Individuen den PEGNet-Fragebogen • Die Stichprobe ist nicht repräsentativ aber in der Lage wichtige Anhaltspunkte zu liefern.
  • 4. Praktiker: Nutzung von Forschungsergebnissen • Gründe Forschungspublikationen zu lesen: – Länder- und kontextspezifische Informationen (31.4%), – Neue Methoden und Ansätze (23.8%), – Technische Innovationen (16.2%). • Die wichtigsten Informationsquellen: – Informelle Diskussionen mit Kollegen und Forschern (84.8%), – Konferenzen (69.5%), – Newsletter (64.8%), – Spezialisierte Zeitschriften (62.9%). • Publikationen von internationalen Organisationen und NGOs werden deutlich häufiger gelesen als Working Paper und Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.
  • 6. Wissenschaftler: Kooperationen mit der Praxis • In den letzten 5 Jahren haben Wissenschaftler im Durchschnitt: – 5x Praktikern Feedback zu Forschungsergebnissen gegeben, – 3 Reden gehalten zu denen sie von Praktikern eingeladen wurden, – 2 Consultancies durchgeführt (aber 31% gar nicht und 12% über 10x), – 2 gemeinsame Projekte durchgeführt (aber 30% gar nicht), – 1x Forschungsgelder aus der Praxis bekommen, – In 1 Komitee mitgearbeitet (aber 49% gar nicht), – 1x als externer Gutachter für Projekte oder Programme fungiert. • 9 von 10 Wissenschaftlern möchten gerne mehr kooperieren – Sie glauben das würde sich positiv auf die Praxis (8) und Forschung (7) auswirken.
  • 7. Wissenschaftler: In welchen Bereichen wäre mehr Zusammenarbeit am wertvollsten? 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0
  • 8. Nachfragematrix aus der Sicht der Wissenschaftler
  • 9. Vergleich der beiden Gruppen Bewertung der Kooperation im Vergleich Skala von 1(gar nicht/schlecht) -10 (sehr gut/steigend) 8 7 6 neutral 5 4 Practitioners Researchers 3 2 1 0 Relevanz für die tägliche Arbeit Relevanz steigend Qualität der Kooperation derzeit
  • 10. Die aktuell größten Hindernisse für gute Zusammenarbeit aus der Sicht der Wissenschaftler
  • 11. …und aus Sicht der Praktiker
  • 13. Wie kann es weiter gehen? • So gut wie alle Forscher und die meisten Praktiker glauben Kooperation wird wichtiger, aber aktuell bleiben viele Potentiale ungenutzt.
  • 14. Praktiker: Was könnte Forschung aus Sicht der Praktiker besser machen?
  • 15. Die wichtigsten Aspekte für erfolgreiche Zusammenarbeit aus der Sicht der Wissenschaftler
  • 16. Wie kann es weiter gehen? • So gut wie alle Forscher und die meisten Praktiker glauben Kooperation wird wichtiger, aber aktuell bleiben viele Potentiale ungenutzt. • Was müsste geschehen damit beide Seiten zufriedener sind: – Freier Zugang zu Forschungspublikationen – Komprimierte einfach verständliche Präsentation von Forschungsergebnissen – Verständnis, Vertrauen und persönliche Kommunikation – Finanzierung bzw. Anreize für Forscher – Mehr Personalaustausch: Knowledge Brokers? – Zeithorizonte anpassen - wie?
  • 17. Vielen Dank. Dr. Linda Kleemann The Kiel Institute for the World Economy Hindenburgufer 66 D-24105 Kiel, Germany +49 431 8814 249 linda.kleemann@ifw-kiel.de
  • 18. Arbeitsfelder (% der abgegebenen Antworten) 0.18 0.16 0.14 0.12 0.1 0.08 0.06 0.04 0.02 0 Practitioners Researchers
  • 19. Nachfragematrix aus der Sicht der Wissenschaftler