Sitzung 12

29. Mai 2017
Bild: Wikimedia Commons
PLN

Persönliches Lernnetzwerk
Nutzung und Pflege eines PLN zur
Grundaufgabe ist Voraussetzung nicht
nur für die eigene selbstgesteuerte
(autodidaktische) Lerntätigkeit, sondern
selbstverständlich auch für die darüber
hinausgehende notwendige Fähigkeit,
andere im Lernen Lernen anzuleiten. Bis
2033 müsste es Standard werden, dass
Schüler mit einem Zertifikat für
Studierfähigkeit (heute Abitur genannt)
ein solches PLN aufgebaut haben, es
nutzen, pflegen und aktualisieren.
»
Lisa Rosa
phwa.ch/rosa
Bild: Wikimedia Commons
PLN

Persönliches Lernnetzwerk
Did Media Literacy backfire? 

Danach Boyd
Methoden zur nachhaltigen Lektüre
Lektürekontrollen 

(als Überraschung?)
Anfangs-Ritual: Schüler*in fasst
Lektüre zusammen
Transparenz einfordern, Kultur
der Ehrlichkeit
»teilnehmen kann, wer
vorbereitet ist«
Im Übrigen bin ich ganz Deiner Meinung,
dass das ‘kein «Gegen»-Kanon, sondern der
Kanon eines anderen Faches’ bzw. einfach
ein anderer Kanon ist, ich würde ihn als
(eingeschränkten) ‘Medienkanon’ eines
sprachübergreifenden Fachs ‘Medienkunde’
bezeichnen.
(Aber das war schon immer ein Problem des gymnasialen
Deutschunterrichts, dass er als ‘Weltanschauungsfach’
bzw. literarisch vermittelte psychisch-intellektuelle
Orientierungsschulung expansiv war bzw. dazu tendierte,
über den eigenen Haag zu fressen: So lasen die
ideologischen 68-er Deutschlehrer natürlich Marxens
Kommunistisches Manifest und/oder Maos Kleines Rotes
Büchlein, und in den 30-ern war es Hitlers Mein Kampf
neben Schillers Tell (der allerdings bald verboten wurde).
Selbst auf Hochschulstufe wurden ja die Grenzen
zwischen Germanistik, Literaturwissenschaft,
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft eine Weile sehr
fliessend, meines Erachtens zum Schaden aller – jetzt hat
man’s glaub’ ich gemerkt.)
1. Klasse, 7. SJ
Keller: Kleider machen Leute
Frank: Tagebuch der Anne
Frank
Jecker: Lanz
Tieck: Der gestiefelte Kater
Büchner: Woyzeck
4. Klasse, 10. SJ
Hoffmann: Der Sandmann
Schiller: Kabale und Liebe
Goethe: Werther
Zeh: Corpus Delicti
Herrndorf: Tschick
6. Klasse, 12. SJ
Celan: Todesfuge
Kafka: Der Bau
Büchner: Leonce und Lena
Jelinek: Die Liebhaberinnen
Hoffmann: Die Elixiere des
Teufels
Sitzung 11

22. Mai 2017
• die Drittelstheorie - revisited
• Prüfungsaufgaben
• Analytisch-erarbeitender Unterricht
• digitales Arbeitsblatt Korte
In den nächsten paar Tagen
kamen die vermutlichen
Wolfsspuren immer näher ans
Dorf heran.
1. Drei Typen von Lernenden im DU:

a) an Sprache/Texten intrinsisch interessierten

b) grundsätzlich Lernbereite, aber nicht intrinsisch
interessiert

c) im Moment nicht Lernbereite, Uninteressierte
2. diese drei Typen bilden ungefähr drei Drittel in
Klassen
3. Fragen können sich nicht gleichermaßen an a)-c)
richten
4. Lehrkräfte zerfallen auch in drei Typen: 

a) sprechen primär mit a)

b) sprechen primär mit b)

c) wenden viel Energie für c) auf.
L Analytisch-erarbeitender Unterricht
1. Pre-Reading
2. Textbegegnung
3. Spontanphase
4. Verständniskontr.
5. Problemeröffnung
6. Methodenreflexion
7. Erarbeitung
8. Verarbeitung
9. Ergebnissicherung
10. Transfer
nach Einecke, 2008
phwa.ch/lektuereauswahl
Sitzung 10

15. Mai 2017
Führen Sie die Klasse anhand von geeigneten Auszügen
aus Achim von Arnims »Ankündigung der allgemeinsten
Zeitung« (Januar 1808, Heidelbergischen Jahrbüchern der
Literatur, Werke Hg. von Renate Moering, Bd. 6, S. 1-3) in
die Heidelberger Romantik ein.
Die Klasse hat zuvor die Weimarer Klassik behandelt.
Literaturgeschichtliche Hintergründe zu von Arnim und
der Funktion der Zeitung zu seiner Zeit sind erwünscht.
Reflexionsfragen
Wo war Lernerfolg wie
sichtbar?
Verhältnis Erwartung/Erlebnis?
Was würde sich bei der Planung
einer ähnlichen Lektion ändern?
Verbindung von fachlichen und
didaktischen Überlegungen
Sitzung 9

8. Mai 2017
• Rechtschreibung am Gymnasium
• Rückblick/Ausblick ÜL
• Fragen zu den ÜL
• Reflexion einer Lektion
tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/
die-suizidszene-wirkte-abschreckend
Führen Sie die Klasse in Leben und
Schreiben von Hermann Hesse ein. Die
biografisch orientierte Lektion
dient als Grundlage für eine darauf folgende
Lektüre von »Demian«.
Sichern Sie mit der Klasse Erkenntnisse,
Verfahren und Begriffe zur
erzähltheoretischen Analyse.
Verwenden Sie dafür einen geeigneten
Kurztext oder einen Textauszug.
Die Klasse benutzt diese Lektion als
Ausgangspunkt für Vorträge zu
Romanen aus dem 20. und 21.
Jahrhundert.
a) Ankunft

b) Kontingenz als Begriff, Erfahrung, Thema

c) Kommentar zu Passage schreiben
L Methodische Entscheidungen
nach Recktenwald, 1999
Sitzung 8

25. April 2017
• Ausfall 1. Mai
• Repetition Kompetenzen und Lernziele
• Aufträge auswerten
• ÜL besprechen
• ist »durch Zufall« entstanden
• Gleichberechtigung wäre wichtig
• hier aber nicht »hochstilisieren« 
• »what about Transmenschen«?
4 Männer-Sätze
Voten quittieren
S* sagt: »A«
L* sagt: »B« L* tut x S*’ sagt: »C«
It’s like having Popovich coach the team and
referee the game. But that’s how it is in
education.
Rhett Alain

wired.com/2017/04/think-know-grades-heres-really-work
1. eine Frage stellen und die Antwort
bewerten 



»Beurteilen Sie, ob folgender Text die
Kriterien von Wolf Schneider erfüllt.
Begründen Sie.« 
2. einen Text schreiben lassen



»Wo liegt die Grenze zwischen
Moral und Moralismus? 

Beherzigen Sie in Ihrem Aufsatz
die Regeln von Wolf Schneider.« 
3. Kompetenzvorgaben 



»Stilvorgaben für journalistische
Texte kennen und anwenden
können«
• Kriterien festlegen und ankreuzen
• Feedback geben und grobe
Globalbewertung
• 20er-Skala

20 - 6

16 - 5

12 - 4 (1 Punkte = 0.25)
Bewertung
Placemat
L Methodische Entscheidungen
1. Konzeption
2. Aktionsformen
3. Sozialformen
4. Artikulation
5. Lehrgriffe
6. Medien
nach Ried, 2004
L Methodische Entscheidungen
nach Recktenwald, 1999
L Analytisch-erarbeitender Unterricht
1. Pre-Reading
2. Textbegegnung
3. Spontanphase
4. Verständniskontr.
5. Problemeröffnung
6. Methodenreflexion
7. Erarbeitung
8. Verarbeitung
9. Ergebnissicherung
10. Transfer
nach Einecke, 2008
Sitzung 7

3. April 2017
• Ausfall 10. und 17. April
• Kompetenzen und Lernziele
• Einstieg in die Arbeit mit einem Roman
• Erste Sätze
• Kommentar ÜL
Erst war die Philosophie kompetent für alles;
dann war die Philosophie kompetent für
einiges; schließlich ist die Philosophie
kompetent nur noch für eines: nämlich das
Eingeständnis der eigenen Inkompetenz.
Marquard, Inkompetenzkompensationskompetenz
Praktisch jede Wissenschaft und jedes
Handeln sieht sich mit den Grenzen des
Wissens sowie mehr oder weniger großer
Unsicherheit konfrontiert. So wird die
Forderung nach Kompetenz tatsächlich ein
Indiz für die Kompensation von
Inkompetenz: Denn Kompetenz als
dynamisches Können ist systemisch,
entwicklungsoffen und - nicht zuletzt -
reflexiv.
Marquard, Inkompetenzkompensationskompetenz
Deswegen erlaubt sie das Finden von Wegen
und Lösungen auch dort, wo vorab
Zuständigkeiten nicht geklärt, Fertigkeiten
nicht eingeübt und Wissensbausteine nicht
vorkonfiguriert wurden. Anders gesagt:
Inkompetenzkompensationskompetenz oder
generell Kompetenz bedeutet auch, dass
neben das Lernen von Wissen das Lernen von
Entscheiden, als Ausnutzen von Nichtwissen
treten muss.
kompetenzrahmen.de
Kompetenzen: Bonati
Warum nun Kompetenzen? Erstens sind sie
‚personalisierte’ Lernziele, welche diesen Sollzustand
unmittelbar auf die Lernenden beziehen; zweitens
passen sie begrifflich zu ihrem Gegenstück, den
überfachlichen Kompetenzen; drittens wird so die
schwerfällige Zielkaskade in Lehrplänen (allgemeine
Bildungs-, Richt-, Grob-, Lernziele) umgangen, die
oft sehr abgehoben ist.
Kompetenzen: LP21
Die bei Individuen verfügbaren oder durch sie
erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten,
um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit
verbundenen motivationalen, volitionalen und
sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die
Problemlösungen in variablen Situationen
erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu
können. 



(geht zurück auf Weinert: Vergleichende Leistungsmessung, 2001)
Kompetenzen: LP21
Kompetenzmodell nach Bonati
Beispielskompetenz
Teilkompetenz »Narrative und dramaturgische
Handlungslogik im thematischen Zusammenhang
verstehen«
Niveau III: Reflektieren und Bewerten
Operationalisierung: Funktion und Aufbau der
Handlungslogik bewerten / Sachverhalte auf die eigene
Lebenswelt übertragen / zur Handlung Stellung nehmen
Prozesse: komplex begründen / Konstruktion des Textes
durchdringen / komplexes Vorwissen einbringen
Fazit
1. Lernen bedeutet Kompetenzaufbau.
2. Kompetenzen verbinden Motivation mit Wissen und
Können.
3. Viele Kompetenzen können nicht operationalisiert oder
gemessen werden.
4. Lernende weisen Kompetenzen (im Dialog) nach. Sie
verwenden dafür Lernprodukte.
Sitzung 6

27. März 2017
• Übung Reduktion
• Lektion von David
• Zum Einstieg in die Lektion
• 3-Phasen-Modell
• Lernzieltaxonomie und Kompetenzen
Drei-Phasen-Modell 

(Frederking, 2001)
Metzger et al., 1993
Metzger et al., 1993
Metzger et al., 1993
Placemat
Sitzung 5

20. März 2017
phwa.ch/mario
1. Zusammenfassen
2. Intelligentes/verbindendes Üben
3. Ergebnissicherung (vgl. Meyer)
4. Leistungen würdigen
Funktionen der Schlussphase I

vgl. Klenck/Schneider 2006
Ȇbergeordnetes Ziel der
Ergebnissicherung ist die
konstruktive Aufarbeitung der
Differenz zwischen den Lehrzielen
des Lehrers und den
Handlungszielen der Schüler.«
«Hilbert Meyer

Unterrichtsmethoden II
Funktionen der Schlussphase II

vgl. Klenck/Schneider 2006
5. Fehler korrigieren
6. Organisation
7. Rituale
8. Disziplinierung
9. Zeitmanagement
Zeitmanagement
Semesterplanung
Ferien
Prüfungen
Einheit
L
Vorgaben: LP - Fachschaft - Vergleichstest
1. Metapher in der Politik (Catherine/Vera)
2. 8 Betrachtungen/Lessing/Ekphrasis (Dési/Jasmine)
3. Erster Satz, Vortrag klassische Rhetorik (Thomas)
4. Def. Rhetorik, Arbeit mit Dramentexten (Kaj)
5. Video, »französischer Text« (Daniel)
6. Kureyshi, Migration (Matthias)
7. Werbung (Ladina)
8. Wort-/Sinnfiguren, Tropen (Julia)
9. Tisch ist ein Tisch (Jacqueline)
Didaktische Reduktion
»Neue Inhaltlichkeit«

»didaktische Analyse«, Klafki 1958
Gegenwartsbedeutung
Zukunftsbedeutung
Sachstruktur
exemplarische Bedeutung
Zugänglichkeit
Didaktische Reduktion

nach Grüner, 1967
Konkretisierung
Mengeneinschränkung
Didaktische Reduktion

nach Reichelt/Wenge 2017
Siebe der Reduktion
10 Minuten
1 Lektion
10 Lektionen
Beispiel Genie-Begriff
Kant: »Genie ist die angeborne
Gemütsanlage, durch welche die Natur
der Kunst die Regel gibt«
Mit dem G. wurde nach der Aufklärung
die Individualität und Originalität
künstlerischen Schaffens betont.
Werkstatt: Werther - Kant - Schiller -
Lavater im Gespräch mit Sherlock -
Porombka - Kracht - Dagi Bee.
Reduktionsstrategien
148 Viel Stoff – wenig Zeit
3Z-Formel
Phase
Vorbereitung
Zweck
Zielgruppe, Zeitbudget und Lernziele abstimmen.
Idee
Inhalte lassen sich unterschiedlich stark konzentrieren. Zunächst gilt es, den
Rahmen für alle weiteren inhaltlichen und methodischen Entscheidungen zu
bestimmen. Dabei hilft die 3Z-Formel: Zielgruppe, Zeitbudget und (Lern-)Ziele
sind aufeinander bezogen.
Vorgehen
Klären Sie die folgenden Aspekte hinsichtlich Ihrer Lehrveranstaltung (soweit
dies möglich ist):
• Zielgruppe: Anzahl Personen, persönlicher und beruflicher Hinter-
grund, Vorkenntnisse, Erfahrungen, Erwartungen;
• Zeitbudget: zeitlicher Rahmen, Dauer und Häufigkeit der einzelnen
Lehreinheiten;
• Ziele: unterschieden nach Wissen und Können, möglichst formuliert
als zu erwerbende Kompetenzen.
Ziele
Zielgruppe
Zeit
(c) Prof. Dr. Martin Lehner
3Z-Formel
unwesentliche Inhalte
ausscheiden
Siebe der Reduktion
Extremreduktion
Checks: 

a) Prioritäten

b) Substanz
FunktionenVorgehen
Der Reduzierer
Der Strukturierer
Der Spezialist
„Das ist viel zu viel! - Da kannst
du noch etwas weglassen!“
„Wie sind die Zusammenhänge?
Welches Ordnungsprinzip gilt
hier?“
„Da fehlt noch was! – Hast du
auch an xyz gedacht?“
Das „innere Team“ bei der
Reduktionsarbeit
Sitzung 4

13. März 2017
Regie führen
Beziehungen
den S*S zuhören
Leidenschaft zeigen
Eltern verstehen
digitale Balance
• Auswertung Unterrichtsbesuche
• Lehrplan
• Planung Rhetorik
• didaktische Reduktion
qualitätsanalyse?? hört sich etwas an als
wäre die lehrperson eine art maschine
1. Die Stunde beginnt.
2. Die Klasse erhält einen Auftrag.
3. Die Klasse bearbeitet den
Auftrag.
4. Die Klasse wertet den Auftrag
aus und sichert Resultate.
Schema einer Lektion
1. Material zu Tagelied plus
Gedanken zu den Gedichten
2. Slides zu leichter Sprache
3. Wolf Schneider, Input M.B.
4. Text über Mensa
Meine Planung (Fr)
Aleksandras Planung
In dieser Stunde wäre meiner Meinung
nach der Computer und eine
Powerpointpräsentation die besseren
Hilfsmittel gewesen. Das Aufschreiben der
Kriterien an der Wandtafel raubte Zeit,
wodurch vieles schlussendlich
unkommentiert blieb und so keinen
rechten Abschluss erfuhr.
Insgesamt also etwas oldschool.
Auch der Abschluss der Lektion hat mir
gefehlt. Ein „Was-nehmen-wir-aus-
dieser-Lektion-mit?“-Fazit wäre am Ende
einer solchen Stunde ganz schön.
Mir schien die Auswahl der zwei Gedichte,
welche die Praktikantin mit der Klasse
bearbeitete, gelungen. Jedoch fehlte mir
eine klare Rahmung des
Unterrichtsgegenstands oder ein kurzes
Statement, was der Vergleich genau
erwirken soll (Meyer nennt dies
“sinnstiftende Problemstellung”).
Es ging eher darum, seine persönliche
Meinung kund zu tun, als konstruktiv
objektive Lösungen zu präsentieren. Für
letzteres waren die Schüler vielleicht auch
noch ein bisschen zu jung, aber vielleicht
war die Idee vielmehr die, Streitgespräche
zu forcieren um darin seine persönlichen
Ansichten darzulegen und zu verteidigen.
ich wage die these aufzustellen, dass die
schüler/-innen durchaus (sehr sehr
positiv) von den lernprozessen motiviert
in anspruch genommen werden. die s+s
haben sich während der beiden
unterrichtslektionen immer sehr rege
beteiligt und sind den aufforderungen der
lehrperson (bspw. etwas zu lesen, sich in
gruppen auszutauschen, wortmeldungen
in der klasse) immer nachgekommen
Zugriff via zb.uzh.ch
Dass alle SuS einmal eine Stilregel von
Wolf Schneider vorlesen und kurz
kommentieren mussten stellte natürlich
auch einen positiven Effekt auf die aktive
Teilnahme dar…
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dies so war,
weil sie sich nicht trauten, die Texte zu
deuten, vielmehr schien mir, dass ihnen die
Thematik unangenehm war. Folglich waren
die Antworten auch verhalten und eher
bezugnehmend auf das Rollenverständnis
von Mann und Frau oder auf heutige
moralisch-rechtliche Fragen. Irgendwie hatte
ich das Gefühl, dass sie durch die Texte aus
ihrer Lebenswelt gerissen wurden, was sie
eher verstörte.
Ebenfalls schön war die Reaktion des
Lehrers, der die etwas angstbesetzte
Stimmung nach dem zweiten, etwas
schwierigeren Beispiel des Journalisten
wieder auflöste, indem er es gleich selbst
nachzuahmen versuchte. Die Motivation die
Beispiele ebenfalls nach zu ahmen war nach
kurzem Erfolgsdruck bald wieder da.
die Schüler bringen sich zwar erstaunlich gut
in den Unterricht ein, untermauern ihre
Beiträge aber kaum durch schlüssige
Argumente oder suchen eigene
Lösungswege.
Sitzung 3

6. März 2017
• Christine Weber
• Unterrichtsbesuche
• Guter Deutschunterricht - Abschluss
• Planung Rhetorik
• didaktische Reduktion
Im besten Fall werden Portfolios zu
persönlichen Arbeitsinstrumenten, in
denen umfassendes Lernen in Verbindung
mit anderen Lernenden stattfindet.
Im schlechtesten Fall sind sie ein
Aufgabenheft, das leer bliebt, wenn
Lehrende keine Aufgaben geben.
Auftrag 1
Gebt euch selber einen Beobachtungs-
auftrag für die Besuche am Donnerstag/
Freitag.
Formuliert ihn in wenigen Sätzen im
Portfolio und wertet den Besuch danach
aus.
Planung der Lektionen
Do, 8.55: Praktikantin hält ÜL zu Lyrik 

Do, 9.50/10.50: Diskussionen in HK
Fr, 8.00: Stilregeln von Wolf Schneider /
Einführung einfache Sprache mit
Schreibauftrag Wikipedia
Sitzung 2

27. Februar 2017
• Unterrichtsprojekt
• Vorstellungen von gutem DU -
Weiterführung
• Organisatorisches: 

a) Übungslektionen

b) Kursziele
• Unterricht beobachten
»Neue Inhaltlichkeit«

»didaktische Analyse«, Klafki 1958
Gegenwartsbedeutung
Zukunftsbedeutung
Sachstruktur
exemplarische Bedeutung
Zugänglichkeit
Bahnhof Wettingen
Sitzung 1, 20. Februar
2017
• Vorstellung/Einführung
• Programm
• Organisatorisches
• Vorstellungen von gutem
Deutschunterricht
• Unterrichtsprojekt
FD I
FD II
Übungslektionen
Prüfung
fd.phwa.ch
dialogische BYOD-Didaktik
13 persönliche Prinzipien

für den gymnasialen Unterricht

Philippe Wampfler, Februar 2017
0.

Prinzipien und Planung sind weniger
wichtig als die Erfordernisse der
Situation. 

(»agile Didaktik«)
Während Sie nun erklären, um was
es geht, werden Sie immer Kontakt
halten. Auf keinen Fall werden Sie
weiterreden, wenn Sie
wahrnehmen, dass er sich nicht
mehr interessieren würde!
Sie würden stets offen sein für
Fragen. Sobald sie denken, er
könnte etwas fragen, erwidern,
ergänzen wollen, würden Sie
innehalten und dafür Raum geben.
Je mehr sich das Ganze zu einem
Gespräch entwickelt, umso
glücklicher werden Sie mit dem
Abend sein.
1.

Es gibt keinen »Stoff«. 

Und keinen Stoffdruck.
2.

Das Schulzimmer ist ein Machtraum. 

Das verpflichtet zu Zurückhaltung.
3.

»Von einem Wegweiser erwartet
man schließlich auch nicht, dass er
den angezeigten Weg geht.«
Max Scheler in einer Anekdote zugeschrieben.
4.

»Der Freiheit der Lehre entspringt
die Freiheit des Lernens. Keine
Autorität, keine vorschriftsmäßige
Lebensführung und schulmäßige
Studienleitung darf den Studenten
beherrschen. Er hat die Freiheit, zu
verkommen.«
Karl Jaspers: Die Idee der Universität. Berlin, 1946, S. 52
5.

Digitale Sprüche >

humanistische
Sprüche.
5.

Abkürzungen sind erlaubt. Oft nötig.

oder

Die ersten 95% benötigen gleich
viel Aufwand wie die letzten 5%.
6.

Unsicherheit ist ein Antrieb.

Sie zu verstecken ist menschlich.

Aber nicht nötig.
phwa.ch/unsicherheit
7.

Wir »lernen« nicht fürs
Leben, sondern für die
Schule.

Fürs Lernen braucht es die
Schule nicht. 

Aus »lernen« kann lernen
entstehen.
8.

Lernen kann nicht mit Noten
bewertet werden. 

»Lernen« schon.
9.

Wer motiviert ist, eignet sich
Handwerk an. 

Handwerkliches Geschick kann
Motivation erzeugen.
10.

Immer selber lernen. 

Selber lesen. 

Selber schreiben.
11.

Lernumgebungen mehrmals
verwenden kann wirkungsvoll sein. 

Aber auch lähmend.
12.

Neue Medien ersetzen bewährte
Lernprozesse nicht. 

Sie ergänzen sie.
13.

Die alte Gewohnheit aber, bei allem
Geschehen an Ziele […] zu denken, ist
so mächtig, daß der Denker Mühe hat,
sich selber die Ziellosigkeit der Welt
nicht wieder als Absicht zu denken.
Nietzsche, Der Wille zur Macht II
Das Rezept-Problem
Unterrichtsprojekt
Rhetorik (HK) kurze Prosa Roman
• Portfolio einrichten
• zwei Beiträge: 

a) Vorstellungen von gutem
Deutschunterricht (Entwurf)

b) Idee für Unterrichtsprojekt
Auftrag

Slides zu Fachdidaktik I, 2017

  • 1.
  • 2.
  • 3.
    Nutzung und Pflegeeines PLN zur Grundaufgabe ist Voraussetzung nicht nur für die eigene selbstgesteuerte (autodidaktische) Lerntätigkeit, sondern selbstverständlich auch für die darüber hinausgehende notwendige Fähigkeit, andere im Lernen Lernen anzuleiten. Bis 2033 müsste es Standard werden, dass Schüler mit einem Zertifikat für Studierfähigkeit (heute Abitur genannt) ein solches PLN aufgebaut haben, es nutzen, pflegen und aktualisieren. » Lisa Rosa phwa.ch/rosa
  • 4.
    Bild: Wikimedia Commons PLN
 PersönlichesLernnetzwerk Did Media Literacy backfire? 
 Danach Boyd
  • 7.
    Methoden zur nachhaltigenLektüre Lektürekontrollen 
 (als Überraschung?) Anfangs-Ritual: Schüler*in fasst Lektüre zusammen Transparenz einfordern, Kultur der Ehrlichkeit »teilnehmen kann, wer vorbereitet ist«
  • 9.
    Im Übrigen binich ganz Deiner Meinung, dass das ‘kein «Gegen»-Kanon, sondern der Kanon eines anderen Faches’ bzw. einfach ein anderer Kanon ist, ich würde ihn als (eingeschränkten) ‘Medienkanon’ eines sprachübergreifenden Fachs ‘Medienkunde’ bezeichnen.
  • 10.
    (Aber das warschon immer ein Problem des gymnasialen Deutschunterrichts, dass er als ‘Weltanschauungsfach’ bzw. literarisch vermittelte psychisch-intellektuelle Orientierungsschulung expansiv war bzw. dazu tendierte, über den eigenen Haag zu fressen: So lasen die ideologischen 68-er Deutschlehrer natürlich Marxens Kommunistisches Manifest und/oder Maos Kleines Rotes Büchlein, und in den 30-ern war es Hitlers Mein Kampf neben Schillers Tell (der allerdings bald verboten wurde). Selbst auf Hochschulstufe wurden ja die Grenzen zwischen Germanistik, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft eine Weile sehr fliessend, meines Erachtens zum Schaden aller – jetzt hat man’s glaub’ ich gemerkt.)
  • 13.
    1. Klasse, 7.SJ Keller: Kleider machen Leute Frank: Tagebuch der Anne Frank Jecker: Lanz Tieck: Der gestiefelte Kater Büchner: Woyzeck
  • 14.
    4. Klasse, 10.SJ Hoffmann: Der Sandmann Schiller: Kabale und Liebe Goethe: Werther Zeh: Corpus Delicti Herrndorf: Tschick
  • 15.
    6. Klasse, 12.SJ Celan: Todesfuge Kafka: Der Bau Büchner: Leonce und Lena Jelinek: Die Liebhaberinnen Hoffmann: Die Elixiere des Teufels
  • 16.
  • 18.
    • die Drittelstheorie- revisited • Prüfungsaufgaben • Analytisch-erarbeitender Unterricht • digitales Arbeitsblatt Korte
  • 21.
    In den nächstenpaar Tagen kamen die vermutlichen Wolfsspuren immer näher ans Dorf heran.
  • 22.
    1. Drei Typenvon Lernenden im DU:
 a) an Sprache/Texten intrinsisch interessierten
 b) grundsätzlich Lernbereite, aber nicht intrinsisch interessiert
 c) im Moment nicht Lernbereite, Uninteressierte 2. diese drei Typen bilden ungefähr drei Drittel in Klassen 3. Fragen können sich nicht gleichermaßen an a)-c) richten 4. Lehrkräfte zerfallen auch in drei Typen: 
 a) sprechen primär mit a)
 b) sprechen primär mit b)
 c) wenden viel Energie für c) auf.
  • 23.
    L Analytisch-erarbeitender Unterricht 1.Pre-Reading 2. Textbegegnung 3. Spontanphase 4. Verständniskontr. 5. Problemeröffnung 6. Methodenreflexion 7. Erarbeitung 8. Verarbeitung 9. Ergebnissicherung 10. Transfer nach Einecke, 2008
  • 24.
  • 25.
  • 30.
    Führen Sie dieKlasse anhand von geeigneten Auszügen aus Achim von Arnims »Ankündigung der allgemeinsten Zeitung« (Januar 1808, Heidelbergischen Jahrbüchern der Literatur, Werke Hg. von Renate Moering, Bd. 6, S. 1-3) in die Heidelberger Romantik ein. Die Klasse hat zuvor die Weimarer Klassik behandelt. Literaturgeschichtliche Hintergründe zu von Arnim und der Funktion der Zeitung zu seiner Zeit sind erwünscht.
  • 39.
    Reflexionsfragen Wo war Lernerfolgwie sichtbar? Verhältnis Erwartung/Erlebnis? Was würde sich bei der Planung einer ähnlichen Lektion ändern? Verbindung von fachlichen und didaktischen Überlegungen
  • 40.
  • 41.
    • Rechtschreibung amGymnasium • Rückblick/Ausblick ÜL • Fragen zu den ÜL • Reflexion einer Lektion
  • 42.
  • 43.
    Führen Sie dieKlasse in Leben und Schreiben von Hermann Hesse ein. Die biografisch orientierte Lektion dient als Grundlage für eine darauf folgende Lektüre von »Demian«.
  • 44.
    Sichern Sie mitder Klasse Erkenntnisse, Verfahren und Begriffe zur erzähltheoretischen Analyse. Verwenden Sie dafür einen geeigneten Kurztext oder einen Textauszug. Die Klasse benutzt diese Lektion als Ausgangspunkt für Vorträge zu Romanen aus dem 20. und 21. Jahrhundert.
  • 53.
    a) Ankunft
 b) Kontingenzals Begriff, Erfahrung, Thema
 c) Kommentar zu Passage schreiben
  • 54.
  • 55.
  • 56.
    • Ausfall 1.Mai • Repetition Kompetenzen und Lernziele • Aufträge auswerten • ÜL besprechen
  • 58.
    • ist »durchZufall« entstanden • Gleichberechtigung wäre wichtig • hier aber nicht »hochstilisieren«  • »what about Transmenschen«? 4 Männer-Sätze
  • 60.
    Voten quittieren S* sagt:»A« L* sagt: »B« L* tut x S*’ sagt: »C«
  • 61.
    It’s like havingPopovich coach the team and referee the game. But that’s how it is in education. Rhett Alain
 wired.com/2017/04/think-know-grades-heres-really-work
  • 62.
    1. eine Fragestellen und die Antwort bewerten 
 
 »Beurteilen Sie, ob folgender Text die Kriterien von Wolf Schneider erfüllt. Begründen Sie.« 
  • 63.
    2. einen Textschreiben lassen
 
 »Wo liegt die Grenze zwischen Moral und Moralismus? 
 Beherzigen Sie in Ihrem Aufsatz die Regeln von Wolf Schneider.« 
  • 64.
    3. Kompetenzvorgaben 
 
 »Stilvorgaben fürjournalistische Texte kennen und anwenden können«
  • 65.
    • Kriterien festlegenund ankreuzen • Feedback geben und grobe Globalbewertung • 20er-Skala
 20 - 6
 16 - 5
 12 - 4 (1 Punkte = 0.25) Bewertung
  • 67.
  • 68.
    L Methodische Entscheidungen 1.Konzeption 2. Aktionsformen 3. Sozialformen 4. Artikulation 5. Lehrgriffe 6. Medien nach Ried, 2004
  • 69.
  • 70.
    L Analytisch-erarbeitender Unterricht 1.Pre-Reading 2. Textbegegnung 3. Spontanphase 4. Verständniskontr. 5. Problemeröffnung 6. Methodenreflexion 7. Erarbeitung 8. Verarbeitung 9. Ergebnissicherung 10. Transfer nach Einecke, 2008
  • 71.
  • 73.
    • Ausfall 10.und 17. April • Kompetenzen und Lernziele • Einstieg in die Arbeit mit einem Roman • Erste Sätze • Kommentar ÜL
  • 74.
    Erst war diePhilosophie kompetent für alles; dann war die Philosophie kompetent für einiges; schließlich ist die Philosophie kompetent nur noch für eines: nämlich das Eingeständnis der eigenen Inkompetenz. Marquard, Inkompetenzkompensationskompetenz
  • 75.
    Praktisch jede Wissenschaftund jedes Handeln sieht sich mit den Grenzen des Wissens sowie mehr oder weniger großer Unsicherheit konfrontiert. So wird die Forderung nach Kompetenz tatsächlich ein Indiz für die Kompensation von Inkompetenz: Denn Kompetenz als dynamisches Können ist systemisch, entwicklungsoffen und - nicht zuletzt - reflexiv. Marquard, Inkompetenzkompensationskompetenz
  • 76.
    Deswegen erlaubt siedas Finden von Wegen und Lösungen auch dort, wo vorab Zuständigkeiten nicht geklärt, Fertigkeiten nicht eingeübt und Wissensbausteine nicht vorkonfiguriert wurden. Anders gesagt: Inkompetenzkompensationskompetenz oder generell Kompetenz bedeutet auch, dass neben das Lernen von Wissen das Lernen von Entscheiden, als Ausnutzen von Nichtwissen treten muss. kompetenzrahmen.de
  • 77.
    Kompetenzen: Bonati Warum nunKompetenzen? Erstens sind sie ‚personalisierte’ Lernziele, welche diesen Sollzustand unmittelbar auf die Lernenden beziehen; zweitens passen sie begrifflich zu ihrem Gegenstück, den überfachlichen Kompetenzen; drittens wird so die schwerfällige Zielkaskade in Lehrplänen (allgemeine Bildungs-, Richt-, Grob-, Lernziele) umgangen, die oft sehr abgehoben ist.
  • 78.
    Kompetenzen: LP21 Die beiIndividuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können. 
 
 (geht zurück auf Weinert: Vergleichende Leistungsmessung, 2001)
  • 79.
  • 80.
  • 81.
    Beispielskompetenz Teilkompetenz »Narrative unddramaturgische Handlungslogik im thematischen Zusammenhang verstehen« Niveau III: Reflektieren und Bewerten Operationalisierung: Funktion und Aufbau der Handlungslogik bewerten / Sachverhalte auf die eigene Lebenswelt übertragen / zur Handlung Stellung nehmen Prozesse: komplex begründen / Konstruktion des Textes durchdringen / komplexes Vorwissen einbringen
  • 82.
    Fazit 1. Lernen bedeutetKompetenzaufbau. 2. Kompetenzen verbinden Motivation mit Wissen und Können. 3. Viele Kompetenzen können nicht operationalisiert oder gemessen werden. 4. Lernende weisen Kompetenzen (im Dialog) nach. Sie verwenden dafür Lernprodukte.
  • 83.
  • 84.
    • Übung Reduktion •Lektion von David • Zum Einstieg in die Lektion • 3-Phasen-Modell • Lernzieltaxonomie und Kompetenzen
  • 87.
  • 89.
  • 90.
  • 91.
  • 94.
  • 95.
  • 97.
  • 101.
    1. Zusammenfassen 2. Intelligentes/verbindendesÜben 3. Ergebnissicherung (vgl. Meyer) 4. Leistungen würdigen Funktionen der Schlussphase I
 vgl. Klenck/Schneider 2006
  • 102.
    »Übergeordnetes Ziel der Ergebnissicherungist die konstruktive Aufarbeitung der Differenz zwischen den Lehrzielen des Lehrers und den Handlungszielen der Schüler.« «Hilbert Meyer
 Unterrichtsmethoden II
  • 103.
    Funktionen der SchlussphaseII
 vgl. Klenck/Schneider 2006 5. Fehler korrigieren 6. Organisation 7. Rituale 8. Disziplinierung 9. Zeitmanagement
  • 104.
  • 108.
    1. Metapher inder Politik (Catherine/Vera) 2. 8 Betrachtungen/Lessing/Ekphrasis (Dési/Jasmine) 3. Erster Satz, Vortrag klassische Rhetorik (Thomas) 4. Def. Rhetorik, Arbeit mit Dramentexten (Kaj) 5. Video, »französischer Text« (Daniel) 6. Kureyshi, Migration (Matthias) 7. Werbung (Ladina) 8. Wort-/Sinnfiguren, Tropen (Julia) 9. Tisch ist ein Tisch (Jacqueline)
  • 111.
  • 114.
    »Neue Inhaltlichkeit«
 »didaktische Analyse«,Klafki 1958 Gegenwartsbedeutung Zukunftsbedeutung Sachstruktur exemplarische Bedeutung Zugänglichkeit
  • 115.
    Didaktische Reduktion
 nach Grüner,1967 Konkretisierung Mengeneinschränkung
  • 116.
  • 119.
    Siebe der Reduktion 10Minuten 1 Lektion 10 Lektionen
  • 120.
    Beispiel Genie-Begriff Kant: »Genieist die angeborne Gemütsanlage, durch welche die Natur der Kunst die Regel gibt« Mit dem G. wurde nach der Aufklärung die Individualität und Originalität künstlerischen Schaffens betont. Werkstatt: Werther - Kant - Schiller - Lavater im Gespräch mit Sherlock - Porombka - Kracht - Dagi Bee.
  • 121.
    Reduktionsstrategien 148 Viel Stoff– wenig Zeit 3Z-Formel Phase Vorbereitung Zweck Zielgruppe, Zeitbudget und Lernziele abstimmen. Idee Inhalte lassen sich unterschiedlich stark konzentrieren. Zunächst gilt es, den Rahmen für alle weiteren inhaltlichen und methodischen Entscheidungen zu bestimmen. Dabei hilft die 3Z-Formel: Zielgruppe, Zeitbudget und (Lern-)Ziele sind aufeinander bezogen. Vorgehen Klären Sie die folgenden Aspekte hinsichtlich Ihrer Lehrveranstaltung (soweit dies möglich ist): • Zielgruppe: Anzahl Personen, persönlicher und beruflicher Hinter- grund, Vorkenntnisse, Erfahrungen, Erwartungen; • Zeitbudget: zeitlicher Rahmen, Dauer und Häufigkeit der einzelnen Lehreinheiten; • Ziele: unterschieden nach Wissen und Können, möglichst formuliert als zu erwerbende Kompetenzen. Ziele Zielgruppe Zeit (c) Prof. Dr. Martin Lehner 3Z-Formel unwesentliche Inhalte ausscheiden Siebe der Reduktion Extremreduktion Checks: 
 a) Prioritäten
 b) Substanz
  • 122.
    FunktionenVorgehen Der Reduzierer Der Strukturierer DerSpezialist „Das ist viel zu viel! - Da kannst du noch etwas weglassen!“ „Wie sind die Zusammenhänge? Welches Ordnungsprinzip gilt hier?“ „Da fehlt noch was! – Hast du auch an xyz gedacht?“ Das „innere Team“ bei der Reduktionsarbeit
  • 123.
  • 125.
    Regie führen Beziehungen den S*Szuhören Leidenschaft zeigen Eltern verstehen digitale Balance
  • 126.
    • Auswertung Unterrichtsbesuche •Lehrplan • Planung Rhetorik • didaktische Reduktion
  • 131.
    qualitätsanalyse?? hört sichetwas an als wäre die lehrperson eine art maschine
  • 132.
    1. Die Stundebeginnt. 2. Die Klasse erhält einen Auftrag. 3. Die Klasse bearbeitet den Auftrag. 4. Die Klasse wertet den Auftrag aus und sichert Resultate. Schema einer Lektion
  • 133.
    1. Material zuTagelied plus Gedanken zu den Gedichten 2. Slides zu leichter Sprache 3. Wolf Schneider, Input M.B. 4. Text über Mensa Meine Planung (Fr)
  • 134.
  • 135.
    In dieser Stundewäre meiner Meinung nach der Computer und eine Powerpointpräsentation die besseren Hilfsmittel gewesen. Das Aufschreiben der Kriterien an der Wandtafel raubte Zeit, wodurch vieles schlussendlich unkommentiert blieb und so keinen rechten Abschluss erfuhr. Insgesamt also etwas oldschool.
  • 136.
    Auch der Abschlussder Lektion hat mir gefehlt. Ein „Was-nehmen-wir-aus- dieser-Lektion-mit?“-Fazit wäre am Ende einer solchen Stunde ganz schön.
  • 137.
    Mir schien dieAuswahl der zwei Gedichte, welche die Praktikantin mit der Klasse bearbeitete, gelungen. Jedoch fehlte mir eine klare Rahmung des Unterrichtsgegenstands oder ein kurzes Statement, was der Vergleich genau erwirken soll (Meyer nennt dies “sinnstiftende Problemstellung”).
  • 138.
    Es ging eherdarum, seine persönliche Meinung kund zu tun, als konstruktiv objektive Lösungen zu präsentieren. Für letzteres waren die Schüler vielleicht auch noch ein bisschen zu jung, aber vielleicht war die Idee vielmehr die, Streitgespräche zu forcieren um darin seine persönlichen Ansichten darzulegen und zu verteidigen.
  • 139.
    ich wage diethese aufzustellen, dass die schüler/-innen durchaus (sehr sehr positiv) von den lernprozessen motiviert in anspruch genommen werden. die s+s haben sich während der beiden unterrichtslektionen immer sehr rege beteiligt und sind den aufforderungen der lehrperson (bspw. etwas zu lesen, sich in gruppen auszutauschen, wortmeldungen in der klasse) immer nachgekommen
  • 140.
  • 142.
    Dass alle SuSeinmal eine Stilregel von Wolf Schneider vorlesen und kurz kommentieren mussten stellte natürlich auch einen positiven Effekt auf die aktive Teilnahme dar…
  • 143.
    Ich bin mirnicht ganz sicher, ob dies so war, weil sie sich nicht trauten, die Texte zu deuten, vielmehr schien mir, dass ihnen die Thematik unangenehm war. Folglich waren die Antworten auch verhalten und eher bezugnehmend auf das Rollenverständnis von Mann und Frau oder auf heutige moralisch-rechtliche Fragen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie durch die Texte aus ihrer Lebenswelt gerissen wurden, was sie eher verstörte.
  • 144.
    Ebenfalls schön wardie Reaktion des Lehrers, der die etwas angstbesetzte Stimmung nach dem zweiten, etwas schwierigeren Beispiel des Journalisten wieder auflöste, indem er es gleich selbst nachzuahmen versuchte. Die Motivation die Beispiele ebenfalls nach zu ahmen war nach kurzem Erfolgsdruck bald wieder da.
  • 145.
    die Schüler bringensich zwar erstaunlich gut in den Unterricht ein, untermauern ihre Beiträge aber kaum durch schlüssige Argumente oder suchen eigene Lösungswege.
  • 149.
  • 150.
    • Christine Weber •Unterrichtsbesuche • Guter Deutschunterricht - Abschluss • Planung Rhetorik • didaktische Reduktion
  • 154.
    Im besten Fallwerden Portfolios zu persönlichen Arbeitsinstrumenten, in denen umfassendes Lernen in Verbindung mit anderen Lernenden stattfindet. Im schlechtesten Fall sind sie ein Aufgabenheft, das leer bliebt, wenn Lehrende keine Aufgaben geben.
  • 159.
    Auftrag 1 Gebt euchselber einen Beobachtungs- auftrag für die Besuche am Donnerstag/ Freitag. Formuliert ihn in wenigen Sätzen im Portfolio und wertet den Besuch danach aus.
  • 160.
    Planung der Lektionen Do,8.55: Praktikantin hält ÜL zu Lyrik 
 Do, 9.50/10.50: Diskussionen in HK Fr, 8.00: Stilregeln von Wolf Schneider / Einführung einfache Sprache mit Schreibauftrag Wikipedia
  • 161.
  • 162.
    • Unterrichtsprojekt • Vorstellungenvon gutem DU - Weiterführung • Organisatorisches: 
 a) Übungslektionen
 b) Kursziele • Unterricht beobachten
  • 167.
    »Neue Inhaltlichkeit«
 »didaktische Analyse«,Klafki 1958 Gegenwartsbedeutung Zukunftsbedeutung Sachstruktur exemplarische Bedeutung Zugänglichkeit
  • 176.
  • 179.
    Sitzung 1, 20.Februar 2017
  • 180.
    • Vorstellung/Einführung • Programm •Organisatorisches • Vorstellungen von gutem Deutschunterricht • Unterrichtsprojekt
  • 182.
  • 183.
  • 184.
  • 185.
    13 persönliche Prinzipien
 fürden gymnasialen Unterricht
 Philippe Wampfler, Februar 2017
  • 186.
    0.
 Prinzipien und Planungsind weniger wichtig als die Erfordernisse der Situation. 
 (»agile Didaktik«)
  • 187.
    Während Sie nunerklären, um was es geht, werden Sie immer Kontakt halten. Auf keinen Fall werden Sie weiterreden, wenn Sie wahrnehmen, dass er sich nicht mehr interessieren würde! Sie würden stets offen sein für Fragen. Sobald sie denken, er könnte etwas fragen, erwidern, ergänzen wollen, würden Sie innehalten und dafür Raum geben. Je mehr sich das Ganze zu einem Gespräch entwickelt, umso glücklicher werden Sie mit dem Abend sein.
  • 188.
    1.
 Es gibt keinen»Stoff«. 
 Und keinen Stoffdruck.
  • 189.
    2.
 Das Schulzimmer istein Machtraum. 
 Das verpflichtet zu Zurückhaltung.
  • 190.
    3.
 »Von einem Wegweisererwartet man schließlich auch nicht, dass er den angezeigten Weg geht.« Max Scheler in einer Anekdote zugeschrieben.
  • 191.
    4.
 »Der Freiheit derLehre entspringt die Freiheit des Lernens. Keine Autorität, keine vorschriftsmäßige Lebensführung und schulmäßige Studienleitung darf den Studenten beherrschen. Er hat die Freiheit, zu verkommen.« Karl Jaspers: Die Idee der Universität. Berlin, 1946, S. 52
  • 192.
  • 193.
    5.
 Abkürzungen sind erlaubt.Oft nötig.
 oder
 Die ersten 95% benötigen gleich viel Aufwand wie die letzten 5%.
  • 194.
    6.
 Unsicherheit ist einAntrieb.
 Sie zu verstecken ist menschlich.
 Aber nicht nötig. phwa.ch/unsicherheit
  • 195.
    7.
 Wir »lernen« nichtfürs Leben, sondern für die Schule.
 Fürs Lernen braucht es die Schule nicht. 
 Aus »lernen« kann lernen entstehen.
  • 196.
    8.
 Lernen kann nichtmit Noten bewertet werden. 
 »Lernen« schon.
  • 197.
    9.
 Wer motiviert ist,eignet sich Handwerk an. 
 Handwerkliches Geschick kann Motivation erzeugen.
  • 198.
    10.
 Immer selber lernen.
 Selber lesen. 
 Selber schreiben.
  • 199.
    11.
 Lernumgebungen mehrmals verwenden kannwirkungsvoll sein. 
 Aber auch lähmend.
  • 200.
    12.
 Neue Medien ersetzenbewährte Lernprozesse nicht. 
 Sie ergänzen sie.
  • 202.
    13.
 Die alte Gewohnheitaber, bei allem Geschehen an Ziele […] zu denken, ist so mächtig, daß der Denker Mühe hat, sich selber die Ziellosigkeit der Welt nicht wieder als Absicht zu denken. Nietzsche, Der Wille zur Macht II
  • 203.
  • 204.
  • 205.
    • Portfolio einrichten •zwei Beiträge: 
 a) Vorstellungen von gutem Deutschunterricht (Entwurf)
 b) Idee für Unterrichtsprojekt Auftrag