SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen
und zukunftsfähigen Strommarktdesign
Berliner Energietage 2014
Workshop des Öko-Instituts
» Ein ganzheitliches Marktdesign für ein zukunftsfähiges
Stromsystem «
Dr. Felix Chr. Matthes
Berlin, 19. Mai 2014
• Es geht um die nachhaltige ökonomische Basis des Stromsystems
 im Kontext der Transformation zu einem regenerativen Stromsystem
 im Kontext einer ganzen Reihe anderer Entwicklungen
• Im Kern müssen zwei Fragestellungen adressiert werden
 Wie können robuste Rahmenbedingungen für die notwendigen
Investitionen geschaffen/erhalten werden?
 Wie kann ein zunehmend komplexes System mit extrem vielfältiger
Trägerschaft – über Preissignale – koordiniert werden (mit Blick auf
Betriebs- und Investitionsentscheidungen)?
• Andere (“sekundäre”) Dimensionen der Debatte
 Zusammenbrechen der klassischen Geschäftsmodelle
 Risikoasymmetrien zwischen dem erneuerbaren, dem klassisch-
konventionellen und dem komplementären (Nachfrageflexibilität,
Speicher) Segment
 Zunehmende Kompetenzkonflikte/-inkonsistenzen in der EU
Auf dem Weg zum dekarbonisierten Stromsystem
Vielfältige Dimensionen der Debatte
• Ein massiv unterinvestiertes Stromsystem (in vielen EU-Ländern)
• Politisch getriebene Außerbetriebnahmen signifikanter
Kraftwerkskapazitäten in vielen EU-Staaten (Kernenergie-Ausstieg,
Richtlinie zu Industrieemissionen)
• Massiv gestiegene Kosten für konventionelle Stromerzeugungs-
anlagen (und Infrastrukturen)
• Massiv gesunkene Kosten für (einige) erneuerbare Erzeugungs-
optionen und neue Ertragsoptionen für dezentrale
Erzeugungsoptionen (Grid-Parity)
• Problematische Preistrends für fossile (unterschiedlich CO2-
intensive) Energieträger (v.a. Steinkohle-Erdgas-Spread)
• Ambitionierte Treibhausgas-Minderungsziele der EU – aber das
Emissionshandelssystem der Europäischen Union in einer tiefen –
und längerfristigen – Krise
• Massive Interferenzen zwischen dem Ausbau der erneuerbaren
Energien etc. und dem Strommengenmarkt
Übergang zu einem dekarbonisierten Stromsystem
Vielfältige Herausforderungen
Langfristige Entwicklung der Strompreisstrukturen
Vielfältige Einflussfaktoren
Öko-Institut 2014
0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000
EUR/MWh
Stunden




 Ausbau erneuerbarer Energien
(politikgetrieben)
 Knappheitsbedingte CO2-Zertifikatspreise
(politikgetriebene Internalisierung)
 Erhöhung der Brennstoffpreise
(im Wesentlichen marktautonom)
 Abbau der Kohlekraftwerkskapazitäten
(marktendogen und ggf. politikgetrieben)
Langfristige Entwicklung der Strompreisstrukturen
Erwartbare Entwicklungen im CWE-Markt
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
1 501 1001 1501 2001 2501 3001 3501 4001 4501 5001 5501 6001 6501 7001 7501 8001 8501
€2010/MWh
PowerFlex 2015
PowerFlex 2025
PowerFlex 2035
PowerFlex 2045
Öko-Institut 2014
• Erneuerbare Energien (v.a. Sonne und Wind)
 werden sich bei ambitionierten Ausbaupfaden (>60%) nicht über den
Strommengen- (Energy-only-) Markt (EOM) refinanzieren können
 Auslegungsentscheidungen haben weitreichende Implikationen für
den (langfristig teuren) Flexibilitätsbedarf des Systems
• Klassisch-konventionelles Stromerzeugungssegment
 wird sich unter wahrscheinlichen Entwicklungsszenarien für zentrale
Rahmenbedingungen nicht über den Strommengenmarkt
refinanzieren oder fixe Betriebskosten decken können
 wird für die nächsten zwei Dekaden eine wichtige Rolle behalten
• Komplementäres Stromerzeugungs- und Flexibilitätssegment
(Nachfrageflexibilität, Speicherung)
 bedarf – jenseits der „Low-hanging fruits“ –erheblicher Investitionen
und ist mit einer besonders starken Risikowahrnehmungen behaftet
 ist das zentrale Segment für Flexibilitätsbereitstellung
• Keines der Segmente ist allein über den EOM refinanzierbar
Startpunkte für ein nachhaltiges Strommarktdesign
Umgang mit Unsicherheiten
ErneuerbareEnergien
KonventionelleEnergien
EEG: (implizite) Kapazitätszahlungen,
Einheitsmodell, hohe Differenzierung
Strommarkt nach der Liberalisierung:
Zahlungen für Energie, Grenzkostenpreise
Das zukünftige Stromsystem:
koordinationsintensiv (flexibler
Dispatch, Systemdienstleistungen)
kapitalintensiv, CO2-frei (regenerativ)
Zahlungen für Energie
& Systemdienstleistungen
Zahlungen für
gesicherte Kapazität
Zahlungen für andere
(CO2-freie) Kapazität
Aufgabe: Die anstehende Transformation
einer polarisierten Struktur des Energiemarkts
a) Welcher Weg dorthin?
b) Wieviel Europa in welcher Etappe
a) “Invest, produce &
forget”
b) national
a) “Produce & forget
about investments”
b) Europa
1. Preissignale (und Einkommen) für Strommengen (existiert,
auszuweiten und zu stärken)
 Koordinationsmechanismus für effiziente Betriebsentscheidungen
2. Preissignale (und Einkommen) für Systemdienstleistungen (existiert,
zu öffnen, auszuweiten und zu stärken)
3. Preissignale (und Einkommen) aus der CO2-Bepreisung (EU ETS)
(existiert, zu reanimieren)
 CO2-minimierende Betriebsentscheidungen
 Beitrag zu CO2-minimierenden Investitionsentscheidungen im
klassisch-konventionellen Segment
4. Preissignale (und Einkommen) für gesicherte Kapazität (zu schaffen)
 Schließung der Refinanzierungslücke für Investitionen im klassisch-
konventionellen (Residuallast-Kraftwerke) und im komplementären
Segment (Nachfrageflexibilität, Speicher)
 Systemdienliche Kapazität als Finanzierungsgrundlage
 Preisbildung in transparenten Märkten, minimale EOM-Interferenzen
Das langfristige neue Marktdesign
Der Sieben-Segmente-Ansatz (1)
5. Preissignale (und Einkommen) für CO2-freie/erneuerbare Kapazität
(zu schaffen, Anschlussmechanismus für heutige Fördersysteme)
 Schließung der Refinanzierungslücke für Investitionen im
regenerativen Segment
 Systemdienliche Kapazität als Finanzierungsgrundlage, Minimierung
der EOM-Interferenzen
 Transparente Preisbildung
6. Preissignale (und Einkommen) für Energieeffizienz (zu schaffen)
 Flankierung von Energieeffizienz in einem zunehmend durch
Kapazitätszahlungen geprägten Markt
7. Investitionen befördernder regulativer Rahmen für massive
Infrastruktur-Erneuerungen und -Erweiterungen
Zwei Erinnerungen:
 Kein Segment wird allein die vollständige Investitionsrefinanzierung
ermöglichen
 Grenzüberschreitende Ansätze sind sinnvoll und anzustreben
Das langfristige neue Marktdesign
Der Sieben-Segmente-Ansatz (2)
• Wie soll für die neuen Marktsegmente die Nachfrage geschaffen
werden: Zentrale (aggregierte) Nachfrage durch den Regulierer
 Nur auf aggregierter Ebene können wichtige Entscheidungen/
Interaktionen sinnvoll getroffen/berücksichtigt werden (Beiträge
dezentraler und regenerativer Kapazitäten sowie des Auslands zur
gesicherten Kapazität, Regenerativ-Portfolio)
 Nur durch zentrale Nachfrage können investitionsfördernde,
längerfristige Zahlungsverpflichtungen eingegangen werden
 Nur durch umfassende Verpflichtung können (realistisch)
Trittbrettfahrer-Probleme vermieden werden
• Welche Rolle soll der Preisfestlegung im Wettbewerb zukommen?
 Perspektive Kostenreduktion: in unterschiedlichem Maße relevant
 Perspektive Mengensteuerung: in unterschiedlichem Maße relevant
 Ordnungspolitische Perspektive: der Staat legt keine Preise fest
 Im Zeitverlauf sind unterschiedliche Ansätze möglich und sinnvoll
• Kostenbegrenzung für Verbraucher als wichtige Rahmenbedingung
Das langfristige neue Marktdesign
Weitere Grundsatz-Überlegungen
ErneuerbareEnergien
KonventionelleEnergien
EEG: (implizite) Kapazitätszahlungen,
Einheitsmodell, hohe Differenzierung
Strommarkt nach der Liberalisierung:
Zahlungen für Energie, Grenzkostenpreise
Zahlungen für Energie
& Systemdienstleistungen
Zahlungen für
gesicherte Kapazität
Zahlungen für andere
(CO2-freie) Kapazität
Kapazitäts-
markt-Zahlungen
(schrittweise
und differenziert)
einführen
– und lernen!
(EOM-) Marktpreis-
Signale
(schrittweise)
einführen,
Förderung
(schrittweise) in
Kapazitäts-
zahlungen
überführen
– und lernen!
Das zukünftige Stromsystem:
koordinationsintensiv (flexibler
Dispatch, Systemdienstleistungen)
kapitalintensiv, CO2-frei (regenerativ)
Übergangsoption #3 (#1 & 2 gern auf Nachfrage)
Marktrealismus mit Vision auf beiden Seiten
Aufgeklärte Reform: Klare strukturelle Perspektive, auch auf
Lernen angelegte Schritte hin zu Konvergenz & Integration
Vorschlag:
Fokussierte
Kapazitäts-
märkte
Vorschlag:
Wert-
optimierte
EEG-Reform
Zuständige Regulierungsstelle
Zuständige Stelle
Flexible &
CO2-arme
Neuanlagen
Gebot
Stilllegungs-
gefährdete
Bestandsanlagen
Steuerbare
Lasten
Präqualifikation Präqualifikation
Präqualifikation
Kapazitätszahlung
Kapazitätszahlung
Erfüllungsnachweis
Erfüllungsnachweis
Versorgungs-
sicherheits-
Bericht
Energy-only- und
Regelenergie-Märkte
Bestandsanlagen-
Auktion
Neuanlagen-
Auktion
Gebote Gebote Gebote
Zahlungen
Konsultation
Netz-
Entwicklungs-
Plan
Zahlungen Zahlungen
Gebot
Bestandsanlagen
mit hinreichender Deckung
der fixen Betriebskosten
Keine Teilnahme am Kapazitätsmarkt
Der Fokussierte Kapazitätsmarkt
Robustes Einführungsmodell
2
3
4
1
1 Kapazitätsregister
2 Versorgungssicherheitsbericht
3 Differenzierte Produkte
4 Differenzierte Präqualifikation
5
7
8
6
9
10
5 Auktionsmengenfestlegung
6 Auktion (descending clock)
7 Ausgabe der Call-Option
8 Unbeschränkter Einsatz
9 Erfüllungsnachweise
10 Überwälzung
1. Alle zwei Jahre wird – im Kontext des Netzentwicklungsplans – ein
Versorgungssicherheitsbericht (Perspektive 5 bis 7 Jahre) erstellt
• angestrebtes Niveau der Versorgungssicherheit
• Überprüfung und Aktualisierung der Abgrenzungskriterien
(Präqualifikationsbedingungen) für stilllegungsgefährdete Kraftwerke
sowie für Neuanlagen
• Definition der Auktionssegmente
2. Zwei separate Ausschreibungen für stilllegungsbedrohte Bestands-
kraftwerke und nachfrageseitige Flexibilität sowie für Neuanlagen
• Kapazitätszahlungen für 1 oder 4 Jahre für Bestandsanlagen bzw.
nachfrageseitige Flexibilität
• Kapazitätszahlungen für 15 Jahre für Neuanlagen
• Flexibilitäts- und Emissionsanforderungen für Neuanlagen
• Keine Beschränkung der Teilnahme am Strommengenmarkt .
3. Für (unerwartet) hohe Erlöse im Strommengenmarkt wird ein
Abschöpfungsmechanismus eingeführt
Der Fokussierte Kapazitätsmarkt
Zentrale Elemente
• Ausgangspunkt: Versorgungssicherheit als öffentliches Gut
• Prämissen bzw. Kernpunkte
 Versorgungssicherheit
 Systemdienlichkeit der flankierten (Neuanlagen-) Kapazität
(Imprägnierung des Systems mit zusätzlicher Flexibilität)
 explizite Einbeziehung der Nachfrageseite
 Begrenzung der Kosten für die Verbraucher (ggf. unter Akzeptanz
– begrenzter – Effizienzverluste)
 Hinreichende Planungssicherheit für Investoren (längerfristige
Kapazitätszahlungen v.a. für Neuanlagen)
 Flankierung der Energiewende (Flexibilität, Emissionsstandards)
• Längerfristig wird der Fokussierte Kapazitätsmarkt in einen
umfassenden Kapazitätsmarkt hineinwachsen, dann aber eher in ein
Modell des Capability-Markts
Der Fokussierte Kapazitätsmarkt
Zusammenfassung
Die Topologie der EEG-Reformdebatte
Überblick
Kosten-
orientierte
Garantie-
vergütungen
Langfristige
Zahlungen
Langfristige Zahlungen
Kurzfristige Zahlungen
Prämienmodelle
Fixe Marktprämie
Gleitende
Marktprämie
KapazitätsprämieStrom-
mengen-
Prämie indirekt direkt
Technologiedifferenzierung
Technologieneutralität
Administrative Preissetzung
Mengenvorgaben & wettbewerbliche Preissetzung (Auktion, Quote etc.)
Administrative
Preissetzung
GrundstrukturParametrisierungen
Bonussysteme
Strommarkt-Einkommen
Technologie-
differenzierung
Strommengen Kapazitäten
ZentraleElementederReformmodelle
Festpreissysteme
AktuellesModell(EEG-Modell)
Festpreissysteme
Wertoptimierte EEG-Reform
Das Modell der wertoptimierten EEG-Reform
Überblick
Zuständige Regulierungsstelle
Zuständige Stelle (Übertragungsnetzbetreiber)
Gebote
Ggf. Bar-
ausgleich**
Zahlungen
Feststellung
des mittleren
Erlöses der
Flotte sowie
der Differenz
zum
Ausübungs-
preis
Erneuerbare-Energien-
Anlagenbetreiber
* (technologiespezifische) Kapazitätsprämie
für jede Kohorte fixiert für einen längeren
Zeitraum (20 Jahre)
** Barausgleich für die realisierte Produktion
zum Differenzbetrag zwischen mittlerem
Erlös der Flotte und Ausübungspreis
Einkommen aus der
Vermarktung (direkt/indirekt)
Steuerbare Anlagen:
Bezugskapazität: Installierte
Leistung
Dargebotsabhängige Anlagen:
Bezugskapazität: Stündliche
Einspeisung
Barausgleich
bei
Flottenerlösen
über dem
Ausübungspreis
Einkommenaus
Kapazitätsprämie
Zahlung einer fixen
Kapazitätsprämie*
Meldung von Kapazität &
stündlicher Einspeisung
Ggf.Erlös-
Abschöpfung
Festlegung der (technologiespezifischen)
Kapazitätsprämien sowie des Verfahrens zur
Ermittlung der (systemdienlichen) Bezugskapazität
Publikation der (konservativen) Erlösannahme für
die festgelegten Kapazitätsprämien sowie Festlegung
der Ausübungspreise für den Abschöpfungsmechanismus
Konditionierte Verpflich-
tung zum Barausgleich**
Strommengen- (Energy-only-)
und Regelenergie-Märkte
1. Alle (neuen) Anlagen werden mit dem Preissignal des
Strommengenmarktes konfrontiert
• strombörsenabhängiger variabler Vergütungsbestandteil
• Direktvermarktung .
2. Alle (neuen) Anlagen erhalten eine ex ante fixierte Prämie für die
Erzeugungskapazität
• auf Basis konservativer EOM-Erlöse (zunächst) administrativ festgelegt
• mit anreizkompatibler Bezugsgröße für systemdienliche Kapazität .
3. Für den Fall (unerwartet) hoher Erlöse im Strommengenmarkt wird ein
Abschöpfungsmechanismus eingeführt
4. Sonderziele (Offshore-Windkraft, Erzeugungsanlagen in
Netzengpassregionen) werden über Sonderfinanzierungen verfolgt
5. Die Privilegierungstatbestände bei Letztverbrauch und Eigen-erzeugung
bei der EEG-Umlage werden sachgerecht neu geordnet
• Reduktion der Privilegierungen auf den gerechtfertigten Kern
• Einbeziehung jeglicher Eigenerzeugung
Die Reform des EEG
Zentrale Elemente
• Ausgangspunkte
 Nächste Entwicklungsetappe für den Ausbau erneuerbarer Energien
erfordert andere Steuerungs- und Anreizmechanismen
 Perspektivwechsel vom Fördermechanismus zum (integrierten)
Marktdesign ist notwendig
 schrittweise Reform ist notwendig, Strukturreform ist (zeitlich) prioritär
 Längerfristiger Übergang zu Ausschreibungen und mehr
Technologieneutralität ist möglich (und kann zunächst offen bleiben)
• Kernpunkte
 alle Anlagen werden mit Börsenpreissignal konfrontiert
 ein zusätzlicher Erlösstrom für systemdienliche Kapazität wird erzeugt
 Preissetzung erfolgt zunächst auf administrativer Basis, festgelegt auf
Basis einer konservativen Erlösprognose (die veröffentlicht wird)
 es wird ein Abschöpfungsmechanismus für den Fall unerwartet hoher
Erlöse im Strommengenmarkt eingeführt
 (Temporäre) Sonderfinanzierung für Sonderziele wie z.B. Offshore-Wind
 Privilegierungssystem wird umfassend reformiert
Die wertoptimierte EEG-Reform
Zusammenfassung
• Öko-Institut, LBD Beratungsgesellschaft, Raue LLP
Fokussierte Kapazitätsmärkte. Ein neues Marktdesign für den Übergang
zu einem neuen Energiesystem.
Studie im Auftrag der Umweltstiftung WWF Deutschland
Berlin, 8. Oktober 2012
www.oeko.de/oekodoc/1586/2012-442-de.pdf
• Growitsch, Christian, Matthes, Felix Chr., Ziesing, Hans-Joachim
Clearing-Studie Kapazitätsmärkte.
Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Berlin/Köln, Mai 2013
www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/studie-clearing-studie-
kapazitaetsmaerkte,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf
• Öko-Institut
Erneuerbare Energien Gesetz 3.0. Spezifikation einer Reform des Erneuerbare Energien
Gesetzes auf Basis eines Prämienmodells
(im Erscheinen)
• Matthes, Felix Chr.
Ein neues Strommarktdesign für die Energiewende.
Stellungnahme zur Anhörung des Unterausschusses „Begleitung der Energiewende in
Rheinland-Pfalz“ des Landtags Rheinland-Pfalz am 20. November 2013
Berlin, 17. November 2013
http://www.oeko.de/oekodoc/1842/2013-511-de.pdf
Zum Weiterlesen
Besten Dank
für Ihre Aufmerksamkeit
Dr. Felix Chr. Matthes / Hauke Hermann
Energy & Climate Division
Büro Berlin
Schicklerstraße 5-7
D-10179 Berlin
f.matthes@oeko.de / h.hermann@oeko.de
www.oeko.de

Weitere ähnliche Inhalte

Was ist angesagt?

Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...
Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...
Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...Oeko-Institut
 
CSU AKE Forderungen EEG 2016
CSU AKE Forderungen EEG 2016 CSU AKE Forderungen EEG 2016
CSU AKE Forderungen EEG 2016 CSU
 
Erneuerbare energie 28 6-2011
Erneuerbare energie 28 6-2011Erneuerbare energie 28 6-2011
Erneuerbare energie 28 6-2011mipaula
 
Prospektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden Industrie
Prospektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden IndustrieProspektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden Industrie
Prospektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden IndustrieFraunhofer IFF
 
EEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgen
EEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgenEEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgen
EEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgenI W
 
Entw energiekonzept kf
Entw energiekonzept kfEntw energiekonzept kf
Entw energiekonzept kfmetropolsolar
 
Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...
Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...
Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...Oeko-Institut
 

Was ist angesagt? (11)

Bwma
BwmaBwma
Bwma
 
Efa
EfaEfa
Efa
 
Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...
Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...
Vision und Augenmaß. Zur Reform des Flankierungsrahmens für die Stromerzeugun...
 
Vku
VkuVku
Vku
 
CSU AKE Forderungen EEG 2016
CSU AKE Forderungen EEG 2016 CSU AKE Forderungen EEG 2016
CSU AKE Forderungen EEG 2016
 
Erneuerbare energie 28 6-2011
Erneuerbare energie 28 6-2011Erneuerbare energie 28 6-2011
Erneuerbare energie 28 6-2011
 
Prospektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden Industrie
Prospektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden IndustrieProspektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden Industrie
Prospektive Flexibilitätsoptionen in der produzierenden Industrie
 
EEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgen
EEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgenEEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgen
EEG 2.0 - Ein zweiter Schritt muss folgen
 
Entw energiekonzept kf
Entw energiekonzept kfEntw energiekonzept kf
Entw energiekonzept kf
 
Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...
Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...
Policy Mix revisited: Emissionshandel in der langfristigen Klimaschutzstrateg...
 
Weiße Zertifikate
Weiße ZertifikateWeiße Zertifikate
Weiße Zertifikate
 

Andere mochten auch

En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...
En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...
En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...nuntiis
 
Orden y temas exposiciones electivo 4° medio
Orden y temas exposiciones electivo 4° medioOrden y temas exposiciones electivo 4° medio
Orden y temas exposiciones electivo 4° medioSan Sebastián University
 
La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...
La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...
La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...CCI LA ROCHELLE
 
Des médias sociaux au social business: le continuum social
Des médias sociaux au social business: le continuum socialDes médias sociaux au social business: le continuum social
Des médias sociaux au social business: le continuum socialThierry de Baillon
 
Retour partenariat petit bateau 25 mars 2011
Retour partenariat petit bateau   25 mars 2011Retour partenariat petit bateau   25 mars 2011
Retour partenariat petit bateau 25 mars 2011garguillo
 
Spectos Allgemeine Präsentation & Portfolio
Spectos Allgemeine Präsentation & PortfolioSpectos Allgemeine Präsentation & Portfolio
Spectos Allgemeine Präsentation & PortfolioSpectos GmbH
 
Schülerzeitung BuGaLu März 2013
Schülerzeitung BuGaLu März 2013Schülerzeitung BuGaLu März 2013
Schülerzeitung BuGaLu März 2013rschmid
 
Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...
Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...
Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...Oeko-Institut
 
IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte
IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte
IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte IxDA Hamburg
 
Bxl.0502 Besmurs X
Bxl.0502 Besmurs XBxl.0502 Besmurs X
Bxl.0502 Besmurs Xlesribnik
 
Et le français dans tout ça #19
Et le français dans tout ça #19Et le français dans tout ça #19
Et le français dans tout ça #19Florence Augustine
 
Facebook App mit Halalati einfach erstellen
Facebook App mit Halalati einfach erstellenFacebook App mit Halalati einfach erstellen
Facebook App mit Halalati einfach erstellenHalalati
 
Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009
Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009
Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009onepoint x weave
 
Der EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer Kernkraftwerke
Der EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer KernkraftwerkeDer EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer Kernkraftwerke
Der EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer KernkraftwerkeOeko-Institut
 
S20 21 la comunicación corporativa
S20 21 la comunicación corporativaS20 21 la comunicación corporativa
S20 21 la comunicación corporativaUSET
 

Andere mochten auch (20)

En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...
En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...
En association avec le CEFRIO et HEC Montréal, le CIGREF délivre les résultat...
 
Orden y temas exposiciones electivo 4° medio
Orden y temas exposiciones electivo 4° medioOrden y temas exposiciones electivo 4° medio
Orden y temas exposiciones electivo 4° medio
 
La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...
La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...
La réforme de la formation professionnelle - le 26 mars 2010 à la CCI de La R...
 
Des médias sociaux au social business: le continuum social
Des médias sociaux au social business: le continuum socialDes médias sociaux au social business: le continuum social
Des médias sociaux au social business: le continuum social
 
Retour partenariat petit bateau 25 mars 2011
Retour partenariat petit bateau   25 mars 2011Retour partenariat petit bateau   25 mars 2011
Retour partenariat petit bateau 25 mars 2011
 
Spectos Allgemeine Präsentation & Portfolio
Spectos Allgemeine Präsentation & PortfolioSpectos Allgemeine Präsentation & Portfolio
Spectos Allgemeine Präsentation & Portfolio
 
Schülerzeitung BuGaLu März 2013
Schülerzeitung BuGaLu März 2013Schülerzeitung BuGaLu März 2013
Schülerzeitung BuGaLu März 2013
 
Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...
Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...
Zusammenhang von Design, Produktnutzung und Lebensdauer bei Elektro- und Elek...
 
IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte
IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte
IxDA HH Event: Einblick in die Icon-Entwicklung für alle (!) Adobe Produkte
 
germinal
germinalgerminal
germinal
 
Bxl.0502 Besmurs X
Bxl.0502 Besmurs XBxl.0502 Besmurs X
Bxl.0502 Besmurs X
 
Planeacion 120524073932-phpapp02
Planeacion 120524073932-phpapp02Planeacion 120524073932-phpapp02
Planeacion 120524073932-phpapp02
 
8 De Març A Les Fosques
8 De Març A Les Fosques8 De Març A Les Fosques
8 De Març A Les Fosques
 
Et le français dans tout ça #19
Et le français dans tout ça #19Et le français dans tout ça #19
Et le français dans tout ça #19
 
Facebook App mit Halalati einfach erstellen
Facebook App mit Halalati einfach erstellenFacebook App mit Halalati einfach erstellen
Facebook App mit Halalati einfach erstellen
 
Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009
Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009
Eric Delannoy Journal des finances 25 avril 2009
 
Der EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer Kernkraftwerke
Der EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer KernkraftwerkeDer EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer Kernkraftwerke
Der EU-Stresstest und die Sicherheit europäischer Kernkraftwerke
 
S20 21 la comunicación corporativa
S20 21 la comunicación corporativaS20 21 la comunicación corporativa
S20 21 la comunicación corporativa
 
Vdegorwing
VdegorwingVdegorwing
Vdegorwing
 
Configurar modulo CE Teams en SugarCRM
Configurar modulo CE Teams en SugarCRMConfigurar modulo CE Teams en SugarCRM
Configurar modulo CE Teams en SugarCRM
 

Ähnlich wie Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen und zukunftsfähigen Strommarktdesign

Frischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-Ebene
Frischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-EbeneFrischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-Ebene
Frischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-EbeneOeko-Institut
 
Modellierung von Speichern im Energiesystem
Modellierung von Speichern im EnergiesystemModellierung von Speichern im Energiesystem
Modellierung von Speichern im EnergiesystemOeko-Institut
 
Austrian electricty companies
Austrian electricty companiesAustrian electricty companies
Austrian electricty companiesAhmad Eid
 
Die Wasserkraft in den Energiewelten des VSE
Die Wasserkraft in den Energiewelten des VSEDie Wasserkraft in den Energiewelten des VSE
Die Wasserkraft in den Energiewelten des VSEengineeringzhaw
 
Klimawandel und Verantwortung - Welche Optionen hat der Handel?
Klimawandel und Verantwortung  - Welche Optionen hat der Handel?Klimawandel und Verantwortung  - Welche Optionen hat der Handel?
Klimawandel und Verantwortung - Welche Optionen hat der Handel?Johannes Meier
 
Keynote: Speicher – Ein weiter Weg zur Marktreife
Keynote: Speicher – Ein weiter Weg zur MarktreifeKeynote: Speicher – Ein weiter Weg zur Marktreife
Keynote: Speicher – Ein weiter Weg zur MarktreifeVattenfall_de
 
Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...
Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...
Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...Ulla Herbst
 
Klimawende vor und nach der Bundestagswahl
Klimawende vor und nach der BundestagswahlKlimawende vor und nach der Bundestagswahl
Klimawende vor und nach der BundestagswahlOeko-Institut
 
Der Emissionshandel in der Langfristperspektive
Der Emissionshandel in der LangfristperspektiveDer Emissionshandel in der Langfristperspektive
Der Emissionshandel in der LangfristperspektiveOeko-Institut
 
The national and international vision for electricity grids
The national and international vision for electricity gridsThe national and international vision for electricity grids
The national and international vision for electricity gridsThearkvalais
 
Innovationstag Innsbruck Nov. 2010
Innovationstag Innsbruck Nov. 2010Innovationstag Innsbruck Nov. 2010
Innovationstag Innsbruck Nov. 2010mipaula
 
Der grunen karnten
Der grunen karntenDer grunen karnten
Der grunen karntenAhmad Eid
 
20170224 white paper vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...
20170224 white paper   vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...20170224 white paper   vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...
20170224 white paper vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...Winfried Wahl
 
Interview bannasch kurz 8 tv mps
Interview bannasch kurz 8 tv mpsInterview bannasch kurz 8 tv mps
Interview bannasch kurz 8 tv mpsmetropolsolar
 
Neuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, Netzbelastung
Neuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, NetzbelastungNeuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, Netzbelastung
Neuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, NetzbelastungVorname Nachname
 
Neue Wege in der Energiebeschaffung
Neue Wege in der EnergiebeschaffungNeue Wege in der Energiebeschaffung
Neue Wege in der EnergiebeschaffungEY
 
Nachhaltigkeit – von Strategie bis Best-Practice
Nachhaltigkeit – von Strategie bis Best-PracticeNachhaltigkeit – von Strategie bis Best-Practice
Nachhaltigkeit – von Strategie bis Best-PracticeLean Knowledge Base UG
 

Ähnlich wie Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen und zukunftsfähigen Strommarktdesign (20)

Frischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-Ebene
Frischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-EbeneFrischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-Ebene
Frischer Wind für den Emissionshandel – National und auf EU-Ebene
 
Modellierung von Speichern im Energiesystem
Modellierung von Speichern im EnergiesystemModellierung von Speichern im Energiesystem
Modellierung von Speichern im Energiesystem
 
Austrian electricty companies
Austrian electricty companiesAustrian electricty companies
Austrian electricty companies
 
Die Wasserkraft in den Energiewelten des VSE
Die Wasserkraft in den Energiewelten des VSEDie Wasserkraft in den Energiewelten des VSE
Die Wasserkraft in den Energiewelten des VSE
 
Klimawandel und Verantwortung - Welche Optionen hat der Handel?
Klimawandel und Verantwortung  - Welche Optionen hat der Handel?Klimawandel und Verantwortung  - Welche Optionen hat der Handel?
Klimawandel und Verantwortung - Welche Optionen hat der Handel?
 
Keynote: Speicher – Ein weiter Weg zur Marktreife
Keynote: Speicher – Ein weiter Weg zur MarktreifeKeynote: Speicher – Ein weiter Weg zur Marktreife
Keynote: Speicher – Ein weiter Weg zur Marktreife
 
Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...
Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...
Verdopplung des energietechnischen Fortschritts Die Rolle örtlicher Innovatio...
 
Klimawende vor und nach der Bundestagswahl
Klimawende vor und nach der BundestagswahlKlimawende vor und nach der Bundestagswahl
Klimawende vor und nach der Bundestagswahl
 
Der Emissionshandel in der Langfristperspektive
Der Emissionshandel in der LangfristperspektiveDer Emissionshandel in der Langfristperspektive
Der Emissionshandel in der Langfristperspektive
 
Vdew
VdewVdew
Vdew
 
Einsparpotenzial bei Stromkosten im Gewerbebereich
Einsparpotenzial bei Stromkosten im GewerbebereichEinsparpotenzial bei Stromkosten im Gewerbebereich
Einsparpotenzial bei Stromkosten im Gewerbebereich
 
The national and international vision for electricity grids
The national and international vision for electricity gridsThe national and international vision for electricity grids
The national and international vision for electricity grids
 
Vde etg
Vde etgVde etg
Vde etg
 
Innovationstag Innsbruck Nov. 2010
Innovationstag Innsbruck Nov. 2010Innovationstag Innsbruck Nov. 2010
Innovationstag Innsbruck Nov. 2010
 
Der grunen karnten
Der grunen karntenDer grunen karnten
Der grunen karnten
 
20170224 white paper vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...
20170224 white paper   vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...20170224 white paper   vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...
20170224 white paper vielseitigkeit von kommerziellen energiespeichern - w ...
 
Interview bannasch kurz 8 tv mps
Interview bannasch kurz 8 tv mpsInterview bannasch kurz 8 tv mps
Interview bannasch kurz 8 tv mps
 
Neuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, Netzbelastung
Neuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, NetzbelastungNeuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, Netzbelastung
Neuerungen KEV, Erwartungen Gleichzeitigkeit, Netzbelastung
 
Neue Wege in der Energiebeschaffung
Neue Wege in der EnergiebeschaffungNeue Wege in der Energiebeschaffung
Neue Wege in der Energiebeschaffung
 
Nachhaltigkeit – von Strategie bis Best-Practice
Nachhaltigkeit – von Strategie bis Best-PracticeNachhaltigkeit – von Strategie bis Best-Practice
Nachhaltigkeit – von Strategie bis Best-Practice
 

Mehr von Oeko-Institut

Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...
Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...
Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...Oeko-Institut
 
Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...
Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...
Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...Oeko-Institut
 
Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...
Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...
Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...Oeko-Institut
 
The role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governance
The role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governanceThe role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governance
The role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governanceOeko-Institut
 
Technische Probleme in den französischen AKW und ihre Auswirkungen
Technische Probleme in den französischen AKW und ihre AuswirkungenTechnische Probleme in den französischen AKW und ihre Auswirkungen
Technische Probleme in den französischen AKW und ihre AuswirkungenOeko-Institut
 
Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...
Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...
Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...Oeko-Institut
 
Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...
Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...
Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...Oeko-Institut
 
Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...
Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...
Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...Oeko-Institut
 
Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...
Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...
Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...Oeko-Institut
 
Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...
Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...
Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...Oeko-Institut
 
Klimaschutz sozial gerecht gestalten
Klimaschutz sozial gerecht gestaltenKlimaschutz sozial gerecht gestalten
Klimaschutz sozial gerecht gestaltenOeko-Institut
 
Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L...
 Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L... Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L...
Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L...Oeko-Institut
 
Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...
Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...
Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...Oeko-Institut
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagen
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagencompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagen
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld DienstwagenOeko-Institut
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnort
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnortcompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnort
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am WohnortOeko-Institut
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudget
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudgetcompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudget
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld MobilitätsbudgetOeko-Institut
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policy
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policycompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policy
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car PolicyOeko-Institut
 
An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...
An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...
An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...Oeko-Institut
 
Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...
Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...
Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...Oeko-Institut
 
Soziale Aspekte von Klimakrise und Klimapolitik
Soziale Aspekte von Klimakrise und KlimapolitikSoziale Aspekte von Klimakrise und Klimapolitik
Soziale Aspekte von Klimakrise und KlimapolitikOeko-Institut
 

Mehr von Oeko-Institut (20)

Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...
Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...
Holz, Klima und Nachhaltigkeit: Was sagt die Wissenschaft? Was bedeutet das f...
 
Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...
Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...
Co-Transformation durch kontextsensitive Partizipation in der Planung: ein Pl...
 
Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...
Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...
Perceptions of surface facilities of a potential disposal site and the role o...
 
The role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governance
The role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governanceThe role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governance
The role of Nuclear Cultural Heritage in long-term nuclear waste governance
 
Technische Probleme in den französischen AKW und ihre Auswirkungen
Technische Probleme in den französischen AKW und ihre AuswirkungenTechnische Probleme in den französischen AKW und ihre Auswirkungen
Technische Probleme in den französischen AKW und ihre Auswirkungen
 
Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...
Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...
Die aktuelle energiepolitische Situation - mit einem Ausflug in die Klimapoli...
 
Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...
Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...
Der Klimasozialfonds: Grüner Wandel in Europas Gebäuden –wie sozial und fair ...
 
Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...
Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...
Potentials and challenges of applying Artificial Intelligence (AI) in geoscie...
 
Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...
Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...
Research needs around politically influenceable factors of climate policy acc...
 
Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...
Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...
Facilitating Socially Just Carbon Pricing in the EU - Identification of vulne...
 
Klimaschutz sozial gerecht gestalten
Klimaschutz sozial gerecht gestaltenKlimaschutz sozial gerecht gestalten
Klimaschutz sozial gerecht gestalten
 
Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L...
 Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L... Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L...
Gesundes Essen fürs Klima - Auswirkungen der Planetary Health Diet auf die L...
 
Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...
Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...
Endlagerung in Deutschland - Warum brauchen wir das? Wie geht das? Und wer en...
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagen
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagencompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagen
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Dienstwagen
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnort
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnortcompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnort
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Ladeinfrastruktur am Wohnort
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudget
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudgetcompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudget
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Mobilitätsbudget
 
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policy
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policycompan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policy
compan-e: Befragungsergebnisse Themenfeld Car Policy
 
An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...
An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...
An ETS-2 for buildings and road transport: Impacts, vulnerabilities and the r...
 
Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...
Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...
Was ist umweltpolitisch „gerecht“? Überblick über die Vielfalt sozialer Aspek...
 
Soziale Aspekte von Klimakrise und Klimapolitik
Soziale Aspekte von Klimakrise und KlimapolitikSoziale Aspekte von Klimakrise und Klimapolitik
Soziale Aspekte von Klimakrise und Klimapolitik
 

Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen und zukunftsfähigen Strommarktdesign

  • 1. Auf dem Weg zu einem ganzheitlichen und zukunftsfähigen Strommarktdesign Berliner Energietage 2014 Workshop des Öko-Instituts » Ein ganzheitliches Marktdesign für ein zukunftsfähiges Stromsystem « Dr. Felix Chr. Matthes Berlin, 19. Mai 2014
  • 2. • Es geht um die nachhaltige ökonomische Basis des Stromsystems  im Kontext der Transformation zu einem regenerativen Stromsystem  im Kontext einer ganzen Reihe anderer Entwicklungen • Im Kern müssen zwei Fragestellungen adressiert werden  Wie können robuste Rahmenbedingungen für die notwendigen Investitionen geschaffen/erhalten werden?  Wie kann ein zunehmend komplexes System mit extrem vielfältiger Trägerschaft – über Preissignale – koordiniert werden (mit Blick auf Betriebs- und Investitionsentscheidungen)? • Andere (“sekundäre”) Dimensionen der Debatte  Zusammenbrechen der klassischen Geschäftsmodelle  Risikoasymmetrien zwischen dem erneuerbaren, dem klassisch- konventionellen und dem komplementären (Nachfrageflexibilität, Speicher) Segment  Zunehmende Kompetenzkonflikte/-inkonsistenzen in der EU Auf dem Weg zum dekarbonisierten Stromsystem Vielfältige Dimensionen der Debatte
  • 3. • Ein massiv unterinvestiertes Stromsystem (in vielen EU-Ländern) • Politisch getriebene Außerbetriebnahmen signifikanter Kraftwerkskapazitäten in vielen EU-Staaten (Kernenergie-Ausstieg, Richtlinie zu Industrieemissionen) • Massiv gestiegene Kosten für konventionelle Stromerzeugungs- anlagen (und Infrastrukturen) • Massiv gesunkene Kosten für (einige) erneuerbare Erzeugungs- optionen und neue Ertragsoptionen für dezentrale Erzeugungsoptionen (Grid-Parity) • Problematische Preistrends für fossile (unterschiedlich CO2- intensive) Energieträger (v.a. Steinkohle-Erdgas-Spread) • Ambitionierte Treibhausgas-Minderungsziele der EU – aber das Emissionshandelssystem der Europäischen Union in einer tiefen – und längerfristigen – Krise • Massive Interferenzen zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien etc. und dem Strommengenmarkt Übergang zu einem dekarbonisierten Stromsystem Vielfältige Herausforderungen
  • 4. Langfristige Entwicklung der Strompreisstrukturen Vielfältige Einflussfaktoren Öko-Institut 2014 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 EUR/MWh Stunden      Ausbau erneuerbarer Energien (politikgetrieben)  Knappheitsbedingte CO2-Zertifikatspreise (politikgetriebene Internalisierung)  Erhöhung der Brennstoffpreise (im Wesentlichen marktautonom)  Abbau der Kohlekraftwerkskapazitäten (marktendogen und ggf. politikgetrieben)
  • 5. Langfristige Entwicklung der Strompreisstrukturen Erwartbare Entwicklungen im CWE-Markt 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 1 501 1001 1501 2001 2501 3001 3501 4001 4501 5001 5501 6001 6501 7001 7501 8001 8501 €2010/MWh PowerFlex 2015 PowerFlex 2025 PowerFlex 2035 PowerFlex 2045 Öko-Institut 2014
  • 6. • Erneuerbare Energien (v.a. Sonne und Wind)  werden sich bei ambitionierten Ausbaupfaden (>60%) nicht über den Strommengen- (Energy-only-) Markt (EOM) refinanzieren können  Auslegungsentscheidungen haben weitreichende Implikationen für den (langfristig teuren) Flexibilitätsbedarf des Systems • Klassisch-konventionelles Stromerzeugungssegment  wird sich unter wahrscheinlichen Entwicklungsszenarien für zentrale Rahmenbedingungen nicht über den Strommengenmarkt refinanzieren oder fixe Betriebskosten decken können  wird für die nächsten zwei Dekaden eine wichtige Rolle behalten • Komplementäres Stromerzeugungs- und Flexibilitätssegment (Nachfrageflexibilität, Speicherung)  bedarf – jenseits der „Low-hanging fruits“ –erheblicher Investitionen und ist mit einer besonders starken Risikowahrnehmungen behaftet  ist das zentrale Segment für Flexibilitätsbereitstellung • Keines der Segmente ist allein über den EOM refinanzierbar Startpunkte für ein nachhaltiges Strommarktdesign Umgang mit Unsicherheiten
  • 7. ErneuerbareEnergien KonventionelleEnergien EEG: (implizite) Kapazitätszahlungen, Einheitsmodell, hohe Differenzierung Strommarkt nach der Liberalisierung: Zahlungen für Energie, Grenzkostenpreise Das zukünftige Stromsystem: koordinationsintensiv (flexibler Dispatch, Systemdienstleistungen) kapitalintensiv, CO2-frei (regenerativ) Zahlungen für Energie & Systemdienstleistungen Zahlungen für gesicherte Kapazität Zahlungen für andere (CO2-freie) Kapazität Aufgabe: Die anstehende Transformation einer polarisierten Struktur des Energiemarkts a) Welcher Weg dorthin? b) Wieviel Europa in welcher Etappe a) “Invest, produce & forget” b) national a) “Produce & forget about investments” b) Europa
  • 8. 1. Preissignale (und Einkommen) für Strommengen (existiert, auszuweiten und zu stärken)  Koordinationsmechanismus für effiziente Betriebsentscheidungen 2. Preissignale (und Einkommen) für Systemdienstleistungen (existiert, zu öffnen, auszuweiten und zu stärken) 3. Preissignale (und Einkommen) aus der CO2-Bepreisung (EU ETS) (existiert, zu reanimieren)  CO2-minimierende Betriebsentscheidungen  Beitrag zu CO2-minimierenden Investitionsentscheidungen im klassisch-konventionellen Segment 4. Preissignale (und Einkommen) für gesicherte Kapazität (zu schaffen)  Schließung der Refinanzierungslücke für Investitionen im klassisch- konventionellen (Residuallast-Kraftwerke) und im komplementären Segment (Nachfrageflexibilität, Speicher)  Systemdienliche Kapazität als Finanzierungsgrundlage  Preisbildung in transparenten Märkten, minimale EOM-Interferenzen Das langfristige neue Marktdesign Der Sieben-Segmente-Ansatz (1)
  • 9. 5. Preissignale (und Einkommen) für CO2-freie/erneuerbare Kapazität (zu schaffen, Anschlussmechanismus für heutige Fördersysteme)  Schließung der Refinanzierungslücke für Investitionen im regenerativen Segment  Systemdienliche Kapazität als Finanzierungsgrundlage, Minimierung der EOM-Interferenzen  Transparente Preisbildung 6. Preissignale (und Einkommen) für Energieeffizienz (zu schaffen)  Flankierung von Energieeffizienz in einem zunehmend durch Kapazitätszahlungen geprägten Markt 7. Investitionen befördernder regulativer Rahmen für massive Infrastruktur-Erneuerungen und -Erweiterungen Zwei Erinnerungen:  Kein Segment wird allein die vollständige Investitionsrefinanzierung ermöglichen  Grenzüberschreitende Ansätze sind sinnvoll und anzustreben Das langfristige neue Marktdesign Der Sieben-Segmente-Ansatz (2)
  • 10. • Wie soll für die neuen Marktsegmente die Nachfrage geschaffen werden: Zentrale (aggregierte) Nachfrage durch den Regulierer  Nur auf aggregierter Ebene können wichtige Entscheidungen/ Interaktionen sinnvoll getroffen/berücksichtigt werden (Beiträge dezentraler und regenerativer Kapazitäten sowie des Auslands zur gesicherten Kapazität, Regenerativ-Portfolio)  Nur durch zentrale Nachfrage können investitionsfördernde, längerfristige Zahlungsverpflichtungen eingegangen werden  Nur durch umfassende Verpflichtung können (realistisch) Trittbrettfahrer-Probleme vermieden werden • Welche Rolle soll der Preisfestlegung im Wettbewerb zukommen?  Perspektive Kostenreduktion: in unterschiedlichem Maße relevant  Perspektive Mengensteuerung: in unterschiedlichem Maße relevant  Ordnungspolitische Perspektive: der Staat legt keine Preise fest  Im Zeitverlauf sind unterschiedliche Ansätze möglich und sinnvoll • Kostenbegrenzung für Verbraucher als wichtige Rahmenbedingung Das langfristige neue Marktdesign Weitere Grundsatz-Überlegungen
  • 11. ErneuerbareEnergien KonventionelleEnergien EEG: (implizite) Kapazitätszahlungen, Einheitsmodell, hohe Differenzierung Strommarkt nach der Liberalisierung: Zahlungen für Energie, Grenzkostenpreise Zahlungen für Energie & Systemdienstleistungen Zahlungen für gesicherte Kapazität Zahlungen für andere (CO2-freie) Kapazität Kapazitäts- markt-Zahlungen (schrittweise und differenziert) einführen – und lernen! (EOM-) Marktpreis- Signale (schrittweise) einführen, Förderung (schrittweise) in Kapazitäts- zahlungen überführen – und lernen! Das zukünftige Stromsystem: koordinationsintensiv (flexibler Dispatch, Systemdienstleistungen) kapitalintensiv, CO2-frei (regenerativ) Übergangsoption #3 (#1 & 2 gern auf Nachfrage) Marktrealismus mit Vision auf beiden Seiten Aufgeklärte Reform: Klare strukturelle Perspektive, auch auf Lernen angelegte Schritte hin zu Konvergenz & Integration Vorschlag: Fokussierte Kapazitäts- märkte Vorschlag: Wert- optimierte EEG-Reform
  • 12. Zuständige Regulierungsstelle Zuständige Stelle Flexible & CO2-arme Neuanlagen Gebot Stilllegungs- gefährdete Bestandsanlagen Steuerbare Lasten Präqualifikation Präqualifikation Präqualifikation Kapazitätszahlung Kapazitätszahlung Erfüllungsnachweis Erfüllungsnachweis Versorgungs- sicherheits- Bericht Energy-only- und Regelenergie-Märkte Bestandsanlagen- Auktion Neuanlagen- Auktion Gebote Gebote Gebote Zahlungen Konsultation Netz- Entwicklungs- Plan Zahlungen Zahlungen Gebot Bestandsanlagen mit hinreichender Deckung der fixen Betriebskosten Keine Teilnahme am Kapazitätsmarkt Der Fokussierte Kapazitätsmarkt Robustes Einführungsmodell 2 3 4 1 1 Kapazitätsregister 2 Versorgungssicherheitsbericht 3 Differenzierte Produkte 4 Differenzierte Präqualifikation 5 7 8 6 9 10 5 Auktionsmengenfestlegung 6 Auktion (descending clock) 7 Ausgabe der Call-Option 8 Unbeschränkter Einsatz 9 Erfüllungsnachweise 10 Überwälzung
  • 13. 1. Alle zwei Jahre wird – im Kontext des Netzentwicklungsplans – ein Versorgungssicherheitsbericht (Perspektive 5 bis 7 Jahre) erstellt • angestrebtes Niveau der Versorgungssicherheit • Überprüfung und Aktualisierung der Abgrenzungskriterien (Präqualifikationsbedingungen) für stilllegungsgefährdete Kraftwerke sowie für Neuanlagen • Definition der Auktionssegmente 2. Zwei separate Ausschreibungen für stilllegungsbedrohte Bestands- kraftwerke und nachfrageseitige Flexibilität sowie für Neuanlagen • Kapazitätszahlungen für 1 oder 4 Jahre für Bestandsanlagen bzw. nachfrageseitige Flexibilität • Kapazitätszahlungen für 15 Jahre für Neuanlagen • Flexibilitäts- und Emissionsanforderungen für Neuanlagen • Keine Beschränkung der Teilnahme am Strommengenmarkt . 3. Für (unerwartet) hohe Erlöse im Strommengenmarkt wird ein Abschöpfungsmechanismus eingeführt Der Fokussierte Kapazitätsmarkt Zentrale Elemente
  • 14. • Ausgangspunkt: Versorgungssicherheit als öffentliches Gut • Prämissen bzw. Kernpunkte  Versorgungssicherheit  Systemdienlichkeit der flankierten (Neuanlagen-) Kapazität (Imprägnierung des Systems mit zusätzlicher Flexibilität)  explizite Einbeziehung der Nachfrageseite  Begrenzung der Kosten für die Verbraucher (ggf. unter Akzeptanz – begrenzter – Effizienzverluste)  Hinreichende Planungssicherheit für Investoren (längerfristige Kapazitätszahlungen v.a. für Neuanlagen)  Flankierung der Energiewende (Flexibilität, Emissionsstandards) • Längerfristig wird der Fokussierte Kapazitätsmarkt in einen umfassenden Kapazitätsmarkt hineinwachsen, dann aber eher in ein Modell des Capability-Markts Der Fokussierte Kapazitätsmarkt Zusammenfassung
  • 15. Die Topologie der EEG-Reformdebatte Überblick Kosten- orientierte Garantie- vergütungen Langfristige Zahlungen Langfristige Zahlungen Kurzfristige Zahlungen Prämienmodelle Fixe Marktprämie Gleitende Marktprämie KapazitätsprämieStrom- mengen- Prämie indirekt direkt Technologiedifferenzierung Technologieneutralität Administrative Preissetzung Mengenvorgaben & wettbewerbliche Preissetzung (Auktion, Quote etc.) Administrative Preissetzung GrundstrukturParametrisierungen Bonussysteme Strommarkt-Einkommen Technologie- differenzierung Strommengen Kapazitäten ZentraleElementederReformmodelle Festpreissysteme AktuellesModell(EEG-Modell) Festpreissysteme Wertoptimierte EEG-Reform
  • 16. Das Modell der wertoptimierten EEG-Reform Überblick Zuständige Regulierungsstelle Zuständige Stelle (Übertragungsnetzbetreiber) Gebote Ggf. Bar- ausgleich** Zahlungen Feststellung des mittleren Erlöses der Flotte sowie der Differenz zum Ausübungs- preis Erneuerbare-Energien- Anlagenbetreiber * (technologiespezifische) Kapazitätsprämie für jede Kohorte fixiert für einen längeren Zeitraum (20 Jahre) ** Barausgleich für die realisierte Produktion zum Differenzbetrag zwischen mittlerem Erlös der Flotte und Ausübungspreis Einkommen aus der Vermarktung (direkt/indirekt) Steuerbare Anlagen: Bezugskapazität: Installierte Leistung Dargebotsabhängige Anlagen: Bezugskapazität: Stündliche Einspeisung Barausgleich bei Flottenerlösen über dem Ausübungspreis Einkommenaus Kapazitätsprämie Zahlung einer fixen Kapazitätsprämie* Meldung von Kapazität & stündlicher Einspeisung Ggf.Erlös- Abschöpfung Festlegung der (technologiespezifischen) Kapazitätsprämien sowie des Verfahrens zur Ermittlung der (systemdienlichen) Bezugskapazität Publikation der (konservativen) Erlösannahme für die festgelegten Kapazitätsprämien sowie Festlegung der Ausübungspreise für den Abschöpfungsmechanismus Konditionierte Verpflich- tung zum Barausgleich** Strommengen- (Energy-only-) und Regelenergie-Märkte
  • 17. 1. Alle (neuen) Anlagen werden mit dem Preissignal des Strommengenmarktes konfrontiert • strombörsenabhängiger variabler Vergütungsbestandteil • Direktvermarktung . 2. Alle (neuen) Anlagen erhalten eine ex ante fixierte Prämie für die Erzeugungskapazität • auf Basis konservativer EOM-Erlöse (zunächst) administrativ festgelegt • mit anreizkompatibler Bezugsgröße für systemdienliche Kapazität . 3. Für den Fall (unerwartet) hoher Erlöse im Strommengenmarkt wird ein Abschöpfungsmechanismus eingeführt 4. Sonderziele (Offshore-Windkraft, Erzeugungsanlagen in Netzengpassregionen) werden über Sonderfinanzierungen verfolgt 5. Die Privilegierungstatbestände bei Letztverbrauch und Eigen-erzeugung bei der EEG-Umlage werden sachgerecht neu geordnet • Reduktion der Privilegierungen auf den gerechtfertigten Kern • Einbeziehung jeglicher Eigenerzeugung Die Reform des EEG Zentrale Elemente
  • 18. • Ausgangspunkte  Nächste Entwicklungsetappe für den Ausbau erneuerbarer Energien erfordert andere Steuerungs- und Anreizmechanismen  Perspektivwechsel vom Fördermechanismus zum (integrierten) Marktdesign ist notwendig  schrittweise Reform ist notwendig, Strukturreform ist (zeitlich) prioritär  Längerfristiger Übergang zu Ausschreibungen und mehr Technologieneutralität ist möglich (und kann zunächst offen bleiben) • Kernpunkte  alle Anlagen werden mit Börsenpreissignal konfrontiert  ein zusätzlicher Erlösstrom für systemdienliche Kapazität wird erzeugt  Preissetzung erfolgt zunächst auf administrativer Basis, festgelegt auf Basis einer konservativen Erlösprognose (die veröffentlicht wird)  es wird ein Abschöpfungsmechanismus für den Fall unerwartet hoher Erlöse im Strommengenmarkt eingeführt  (Temporäre) Sonderfinanzierung für Sonderziele wie z.B. Offshore-Wind  Privilegierungssystem wird umfassend reformiert Die wertoptimierte EEG-Reform Zusammenfassung
  • 19. • Öko-Institut, LBD Beratungsgesellschaft, Raue LLP Fokussierte Kapazitätsmärkte. Ein neues Marktdesign für den Übergang zu einem neuen Energiesystem. Studie im Auftrag der Umweltstiftung WWF Deutschland Berlin, 8. Oktober 2012 www.oeko.de/oekodoc/1586/2012-442-de.pdf • Growitsch, Christian, Matthes, Felix Chr., Ziesing, Hans-Joachim Clearing-Studie Kapazitätsmärkte. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie Berlin/Köln, Mai 2013 www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/C-D/studie-clearing-studie- kapazitaetsmaerkte,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf • Öko-Institut Erneuerbare Energien Gesetz 3.0. Spezifikation einer Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes auf Basis eines Prämienmodells (im Erscheinen) • Matthes, Felix Chr. Ein neues Strommarktdesign für die Energiewende. Stellungnahme zur Anhörung des Unterausschusses „Begleitung der Energiewende in Rheinland-Pfalz“ des Landtags Rheinland-Pfalz am 20. November 2013 Berlin, 17. November 2013 http://www.oeko.de/oekodoc/1842/2013-511-de.pdf Zum Weiterlesen
  • 20. Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit Dr. Felix Chr. Matthes / Hauke Hermann Energy & Climate Division Büro Berlin Schicklerstraße 5-7 D-10179 Berlin f.matthes@oeko.de / h.hermann@oeko.de www.oeko.de