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03   Phonologische       Bewusstheit
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Phonologische Bewusstheit ist der wichtigste Einzelprädiktor der Leseentwicklung.  Es konnte ein enger Zusammenhang zwisc...
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Phonologische Bewusstheit Auch bei normalbegabten Kindern kommt es bei  Training zu einer deutlichen Erleichterung des  S...
Übungen
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Anlauttabelle
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03     Stufenmodelle des     Schriftspracherwerbs                        ..
Stufenmodell nach Frith1. Logographische Strategie Orientierung des Kindes auf hervorstechende  visuelle Details am Wort ...
Stufenmodell nach Frith2. Alphabetische Strategie Zusammensetzung der Wörter nach dem  Sequenzprinzip Die Sequenz der Ei...
Stufenmodell nach Frith3. Orthographische Strategie automatische Analyse der Wörter in orthographische  Einheiten ohne de...
Stufenmodell nach FrithGrundsätzliche Überlegungen Kontinuierlicher Verlauf - Sprünge und  Plateaus, Regressionen Wird ...
Stufenmodell nach Spitta1. Lesen: Logographische Stufe Orientierung an spezifischen visuellen Merkmalen  (Schriftzug, Anf...
Stufenmodell nach Spitta2. Lesen: Alphabetische Stufe schon nach wenigen Wochen Unterricht Erkennen von Wörtern als durc...
Stufenmodell nach Spitta3. Lesen: Orthographische Stufe Erlesen von Wörtern wird zunehmend durch  orthographische Regeln ...
4.          Stufenmodell nach Spitta1. Schreiben: Halbphonetisches Stadium Einsicht in die Funktion der Buchstaben, aber ...
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Stufenmodell nach Spitta3. Schreiben: Phonetische Umschrift und Übergangzur entwickelten Rechtschreibfähigkeit zunehmende...
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Ein dialektisches Modell             der Entwicklung                                  Alphabetische                       ...
Was leistet ein        Entwicklungsmodell?1. Nachvollziehen individueller Entwicklungsverläufe2. Fehler sind notwendig für...
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Anfänge des Schriftspracherwerbes

  1. 1. Anfänge03 schriftsprachlichen Lernens SE Aspekte des Schriftspracherwerbs - WS 2011 Grundschuldidaktik Deutsch .. Sprache 1: VO 2 – 12 Mag. phil. Sigrid Jones, MA sigrid.jones@kphvie.at sigridjones.wordpress.comKIRCHLICHE PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULE WIEN/KREMS www.kphvie.ac.at
  2. 2. Überblick1. Sprachdidaktik als wissenschaftliche Disziplin, Sprache und Mensch2. Sprachunterricht: Ziele, Kompetenzen, Bildungsstandards3. Anfänge schriftsprachlichen Lernens4. Sprechen und Zuhören5. Lesen6. Schreiben7. Sprache und Sprachgebrauch reflektierensiehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag
  3. 3. 03 ErstlesenGrundleistungen als Voraussetzung für denErstleseunterrichtLehrplan der Volksschule, September 2001
  4. 4. Erstlesen (Grundleistungen)Grundleistungen als Voraussetzung für den Erstleseunterricht laut Lehrplan VS1. Lesemotivation2. Sprachförderung3. Sprechmotorik4. Akustische Gliederungs- und Merkfähigkeit5. Visuelle Gliederungs- und Merkfähigkeit6. Symbolcharakter der Schrift und anderer Zeichen7. Grundlegende Begriffe
  5. 5. Erstlesen (Grundleistungen)Grundleistungen als Voraussetzung für den Erstleseunterricht laut Lehrplan VS1. Lesemotivation: Permanente und gezielte Maßnahmen zur Weckung des Lesewillens und zur Erhaltung der Lesefreude2. Sprachförderung: Umfassende und gezielte Maßnahmen zur Sprachentwicklung; wechselseitige Unterstützung von mündlichem Sprachunterricht und Lesenlernen3. Sprechmotorik: Artikulierendes Sprechen, Beobachten der Lautbildung
  6. 6. Erstlesen (Grundleistungen)Grundleistungen als Voraussetzung für den Erstleseunterricht laut Lehrplan VS4. Akustische Gliederungs- und Merkfähigkeit: Gehörte Sprache in Wörter gliedern; Wörter von ähnlich klingenden anderen unterscheiden und wieder erkennen; Einzellaute erkennen, von anderen unterscheiden und wieder erkennen; einfache Reime erkennen, sich merken, selbst bilden5. Visuelle Gliederungs- und Merkfähigkeit: Auf Bildern Einzelheiten erkennen und später wieder erkennen; die Gliederung von gedruckten und geschriebenen Texten in Wörter wahrnehmen, einige Wörter von anderen unterscheiden und später wiedererkennen
  7. 7. Erstlesen (Grundleistungen)Grundleistungen als Voraussetzung für den Erstleseunterricht laut Lehrplan VS6. Symbolcharakter der Schrift und anderer Zeichen: Erfassen, dass Schrift und andere Zeichen (z.B. Verkehrszeichen) etwas bedeuten und daß man ihre Bedeutung durch „Lesen“ finden kann7. Grundlegende Begriffe: vor allem Raumordnungsbegriffe (links, rechts, oben, unten, zwischen) erwerben
  8. 8. 03 Phonologische Bewusstheit
  9. 9. Phonologische Bewusstheit Der Begriff bezeichnet im Fachgebiet pädagogische Psychologie und allgemein in der Leseforschung eine Form der Sprachbewusstheit. Fähigkeit, bei der Aufnahme, der Verarbeitung, dem Abruf und der Speicherung von sprachlichen Informationen Wissen über die lautliche Struktur der Sprache heranzuziehen. Kinder müssen sich hierzu vom Bedeutungsinhalt der Sprache lösen und begreifen, dass Sätze aus Wörtern, Wörter aus Silben und Silben aus Lauten aufgebaut, dass manche Wörter länger und andere kürzer sind. Es geht darum zu erfassen, was der erste Laut eines Wortes ist, wie es endet, daß manche Wörter sich reimen. (wikipedia)
  10. 10. Phonologische Bewusstheit ist der wichtigste Einzelprädiktor der Leseentwicklung. Es konnte ein enger Zusammenhang zwischen ihr und der Rechtschreibleistung nachgewiesen werden. Etwa 2/3 der Kinder, die später eine Lese-Rechtschreib- störung entwickeln, können bereits im Vorschulalter oder zum Zeitpunkt der Einschulung anhand von Schwächen der phonologischen Bewusstheit erkannt werden. frühzeitigen Diagnose von Problemen im Bereich phonologischer Bewusstheit> herausragende Rolle für die Prävention. Werden frühzeitig geeignete Fördermaßnahmen ergriffen, so kann mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Kind eine verhängnisvolle Karriere als Schulversager erspart bleiben. (wikipedia)
  11. 11. Phonologische Bewusstheit Diagnostik: Tests zur Erfassung der phonologischen Bewusstheit zu Beginn der Beschulung z.B. „Bielefelder Screening“ - Einzeltest z.B. „Gruppentest zur Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten“ – Kleingruppentest Der Test beinhaltet die sechs Abschnitte: Reimerkennung, Silbensegmentierung, Anlautanalyse, L autsynthese, Erfassung der Wortlänge und Identifikation des Endlautes.
  12. 12. Phonologische Bewusstheit Auch bei normalbegabten Kindern kommt es bei Training zu einer deutlichen Erleichterung des Schriftspracherwerbs und zu signifikanten Steigerungen der Leistungen im Lesen und Schreiben..
  13. 13. Übungen
  14. 14. Übungen
  15. 15. Anlauttabelle
  16. 16. Anlauttabelle
  17. 17. Übungen
  18. 18. Übungen
  19. 19. Übungen
  20. 20. 03 Stufenmodelle des Schriftspracherwerbs ..
  21. 21. Stufenmodell nach Frith1. Logographische Strategie Orientierung des Kindes auf hervorstechende visuelle Details am Wort selbst als auch am Kontext, in dem das Wort vorkam. (Schriftzug, Anfangsbuchstabe, Wortlänge, Buchstabenk ombination) Visuelle Merkmale steuern die Aufmerksamkeit. Lautanalyse und Lautsynthese sind kaum ausgebildet Die phonologischen Aspekte der geschriebenen Sprache sind sekundär Lediglich bekannte Wörter werden erkanntnach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  22. 22. Stufenmodell nach Frith2. Alphabetische Strategie Zusammensetzung der Wörter nach dem Sequenzprinzip Die Sequenz der Einheiten steuert nun die Aufmerksamkeit. phonologische Programme des Sprechens - motorische Programme des Schreibens und Buchstabierensnach Frith, Uta, 1985, siehe Jakob Ossner (2002) Sprachdidaktik . Einführung in dieDidaktik der deutschen Sprache und Literatur. Johann Wolfgang Goethe-Universität /Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
  23. 23. Stufenmodell nach Frith3. Orthographische Strategie automatische Analyse der Wörter in orthographische Einheiten ohne den Umweg der phonologischen Kodierung. Im Unterschied zur logographemischen Strategie ist sie dem Sequenzprinzip unterworfen. In Unterschied zu dieser wiederum unabhängig von der mosaikartigen phonologischen Kodierungsarbeit.nach Frith, Uta, 1985, siehe Jakob Ossner (2002) Sprachdidaktik. Einführung in dieDidaktik der deutschen Sprache und Literatur. Johann Wolfgang Goethe-Universität /Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
  24. 24. Stufenmodell nach FrithGrundsätzliche Überlegungen Kontinuierlicher Verlauf - Sprünge und Plateaus, Regressionen Wird die neue Strategie mit der älteren verschmolzen oder lernt das Kind die neue Strategie zur alten dazu, so daß beide parallel zur Verfügung stehen.nach Frith, Uta, 1985, siehe Jakob Ossner (2002) Sprachdidaktik. Einführung in dieDidaktik der deutschen Sprache und Literatur. Johann Wolfgang Goethe-Universität /Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
  25. 25. Stufenmodell nach Spitta1. Lesen: Logographische Stufe Orientierung an spezifischen visuellen Merkmalen (Schriftzug, Anfangsbuchstabe, Wortlänge, Buchstabenk ombination) Lautanalyse und Lautsynthese sind kaum ausgebildet, Zugang zur Bedeutung anhand von Oberflächenmerkmalen lediglich bekannte Wörter werden erkannt, unbekannte Wörter werden durch bekannte mit ähnlicher Oberflächenstruktur ersetztnach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  26. 26. Stufenmodell nach Spitta2. Lesen: Alphabetische Stufe schon nach wenigen Wochen Unterricht Erkennen von Wörtern als durch Buchstaben zusammengesetzte Einheiten, die durch Lautanalyse und Lautsynthese entziffert werden können Lautieren der Buchstaben und Zusammenziehen zu Wort und Silbe Wörter werden lautiert, wenn auch Bedeutung nicht immer verstanden wirdnach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  27. 27. Stufenmodell nach Spitta3. Lesen: Orthographische Stufe Erlesen von Wörtern wird zunehmend durch orthographische Regeln (Verdopplung, Dehnung von Lauten) bestimmt häufige Buchstabensequenzen und Silben werden zu Grundeinheit des Entschlüsselns von Wörtern Bedeutung der Wörter wird durchgängig erfasstnach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  28. 28. 4. Stufenmodell nach Spitta1. Schreiben: Halbphonetisches Stadium Einsicht in die Funktion der Buchstaben, aber begrenzte Buchstabenkenntnis einzelne Wörter (Name) werden auswendig aufgeschrieben selbständig geschriebene Wörter sind extrem verkürzt, es werden nur prägnante Buchstaben/ Laute abgebildetnach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  29. 29. Stufenmodell nach Spitta2. Schreiben: Phonetische Phase Buchstabenkenntnis nimmt zu Fähigkeit, Wörter lautgetreu aufzuschreiben, nimmt zu Wörter entsprechen in der Länge den gesprochenen Wort und können wieder entschlüsselt werden kaum Beachtung orthographischer Regelnnach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  30. 30. Stufenmodell nach Spitta3. Schreiben: Phonetische Umschrift und Übergangzur entwickelten Rechtschreibfähigkeit zunehmende Integration von Rechtschreibmustern und Erkenntnis, dass Wörter neben der Laut- Buchstabenzuordnung auch orthographischen Regeln folgen durch Übung wird Grundwortschatz aufgebaut, der automatisiert aufgeschrieben werden kann grundlegende Kenntnis des Rechtschreibsystems ist erworbennach Frith, Uta, 1985, auch Spitta 1989 siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin: Akademie Verlag. S. 55
  31. 31. Entwicklungsstufen nach Valtinnach Valtin Renate 1994 und Scheerer-Neumann 1987, siehe Budde, Monika et.al (2011) Sprachdidaktik. Berlin:Akademie Verlag. S. 57
  32. 32. Ein dialektisches Modell der Entwicklung Alphabetische Strategie (= Antithese) unpräzise Wortbilder werden durch Orthographische lautbezogene, streng geordnete Strategie Buchstabenfolgen präzise gemacht. (=Synthese) • das Beste aus These und Antithese: Logographemische sowohl holistische als Strategie (=These) auch analytische Prozessenach Frith, Uta, 1985, siehe Jakob Ossner (2002) Sprachdidaktik. Einführung in dieDidaktik der deutschen Sprache und Literatur. Johann Wolfgang Goethe-Universität /Institut für Deutsche Sprache und Literatur I
  33. 33. Was leistet ein Entwicklungsmodell?1. Nachvollziehen individueller Entwicklungsverläufe2. Fehler sind notwendig für den Entwicklungsprozess3. Fehler geben Hinweise auf den Entwicklungsstand4. Entwicklung von Fördermaßnahmen

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