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TANNER AG © 2014 www.tanner.dewww.tanner.deTANNER AG © 2018
Von Papier zu digital
© 2014 vertraulich | Folie 2TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 2
Was darf ich?
© 2014 vertraulich | Folie 3TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 3
Was ich darf ist Auslegungssache!
© 2014 vertraulich | Folie 4TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 4
Die Motivation digital zu gehen:
Beitrag zum Unternehmenserfolg erhöhen
durch Digitalisierung der Technischen Dokumentation
Qualität erhöhen Aktualität erhöhen
Kosten
senken
Unternehmenserfolg
Motivation
© 2014 vertraulich | Folie 5TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 5
 Kosten senken
 Reduzierte Bereitstellung von Printinformationen, nur wo aus
normativer/rechtlicher Sicht zwingend
 Logistische Prozesse vereinfachen
 Übersetzungs- und Publishingprozesse automatisieren
 Qualität erhöhen
 Inhaltliche Optimierungen im LifeCycle
 Nachvollziehbare digitale Bereitstellung von Informationen
 Aktualität erhöhen
 Sicherstellen der Verfügbarkeit dann, wann der Kunde die
Information benötigt
 Synchrone Bereitstellung aktueller Informationen mit SW-Updates
 Schnell, einfach, jederzeit, überall verfügbar machen
Unternehmenserfolg erhöhen durch Digitalisierung
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Trends in den Gesetzen und Normen
Digital
Vertragsrecht
Keine klare
Regelung
Produkthaftung
Wenig
Rechtsprechung!
Warnhinweise
digital?
Richtlinien
Was heißt
„beigelegt“?
Medizingeräte:
sagt „digital“!
Normen
Da sind wir
zum Glück
schon weiter!
© 2014 vertraulich | Folie 7TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 7
 Kunde kann mit seinem Kunden die Form der Anleitung
vertraglich vereinbaren.
 Aber: Vorschriften und Prinzipien aus Produktsicherheits- und
Produkthaftungsrecht können vertraglich nicht ausgehebelt
werden.
 Realität: Es gibt keine vertragliche Regelung (z. B. in der Kette
vom Hersteller zum Endverbraucher).
In diesem Fall gilt nach BGB:
 Eine Sache ist mangelfrei, wenn „sie sich für die gewöhnliche
Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei
Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art
der Sache erwarten kann“ 1)
Vertragsrecht - BGB § 434 Sachmangel
Quellen:
1) BGB § 434;
Siehe auch Jens-Uwe Heuer-James: Recht und mobile Dokumentation in tekom: Technische
Kommunikation und mobile Endgeräte, 2014.
© 2014 vertraulich | Folie 8TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 8
Produkthaftung - Produkthaftungsrichtlinie
Quelle:
RiLi 85/374/EWG
(Produkthaftungsrichtlinie)
© 2014 vertraulich | Folie 9TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 9
 Was ein Fehler ist, wird in der Rechtsprechung konkretisiert.
 Zum Thema „digitale Anleitung“ gibt es bisher allerdings kaum
Rechtsprechung.
 Im Fokus der Rechtsprechung stand bisher die Gestaltung von
Warnhinweisen auf dem Produkt. Diesen wird die größte
Wirkung zur Gefahrenabwehr zugesprochen.
 Folgerung für digitale Anleitungen: Wahrnehmbarkeit digitaler
Information sollte gegenüber gedruckter Form mindestens
gleichwertig oder besser sein (Effektivität der
Informationsvermittlung).
Produkthaftungsrecht: Rechtsprechung
Quelle:
Tekom. Bereitstellung von Nutzungsinformationen in elektronischer Form – eDok, Stuttgart 2016
© 2014 vertraulich | Folie 10TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 10
Produktsicherheit - Blue Guide 2016 für die
Anwendung von Produktvorschriften in der EU
• Was bedeutet „alle Anleitungen“?
• Guide ist allerdings nicht
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© 2014 vertraulich | Folie 11TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 11
Maschinenrichtlinie
• Was bedeutet „beiliegen“?
(Papier, DVD, USB-Stick …?)
• Keine weiteren Aussagen zum
Medium
• Problem: Zollbehörden können
bei konservativer Auslegung den
Grenzübertritt verhindern.
© 2014 vertraulich | Folie 12TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 12
Guide zur Maschinenrichtlinie/EN 12100
Quellen:
1) EN 12100 Sicherheit von Maschinen
2) Leitfaden für die Anwendung der Maschinenrichtlinie, § 255
1)
2)
© 2014 vertraulich | Folie 13TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 13
Neue EMV- und Niederspannungsrichtlinie ab 2016
Was heißt „beigefügt“?
Kann das auch elektronisch
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Auch online?
→ Auslegungssache
Quelle: Jens-Uwe Heuer James im
tekom-webforum vom 09.02.09
Quelle: EMV-Richtlinie 2014/30/EU
© 2014 vertraulich | Folie 14TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 14
Guide zur bisherigen EMV-Richtlinie 2004/108-EG
Quelle:
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2004/108/EC (3.4.4) (Stand
Februar 2010)
Der Nutzer eines Geräts hat das Recht, schnell und
ohne Umwege (wie z. B. per Internet) an die
Benutzerinformation zu gelangen. Digitale
Information ist kein Ersatz für gedruckte.
© 2014 vertraulich | Folie 15TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 15
Aktuelle Guides zu den neuen Richtlinien
Quellen:
• ATEX 2014/34/EU
• Draft Guidance Document on the
Low Voltage Directive Transition
from 2006/95/EC to 2014/35/EU
Was heißt „beigefügt“?
Kann das auch elektronisch sein?
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→ Auslegungssache
© 2014 vertraulich | Folie 16TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 16
VO 207/2012 über elektronische Gebrauchsanweisungen für
Medizinprodukte
 Für bestimmte Medizinprodukte sind
Gebrauchsanweisungen in elektronischer Form anstatt in
Papierform erlaubt.
 Voraussetzung:
 Ausschließlich für professionelle Nutzer (Verwendung durch
andere Person ist nach vernünftigem Ermessen
ausgeschlossen)
 Erstellung einer dokumentierten Risikobewertung hinsichtlich
des Zugriffs auf die elektronische Gebrauchsanweisung
(Mindestinhalte der Risikobewertung definiert)
 Gebrauchsanweisung in Papierform muss auf Verlangen in
bestimmtem Zeitraum zur Verfügung gestellt werden können.
 Einhaltung eines definierten Prozesses und definierter
Vorgaben für Inhalt, Form und Zugriff
© 2014 vertraulich | Folie 17TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 17
 Alle Nutzer müssen die Informationen erreichen können, die sie
benötigen.
 Medium so wählen und konzipieren, dass der größtmögliche
Adressatenkreis erreicht wird.
 Beispiel: Bei Videos zusätzlich zum Sound-Track auch Untertitel für
Hörgeschädigte.
 Anleitungen online sollen ohne Hindernisse zugänglich sein.
 Beispiel: Eine Animation muss ohne Herunterladen von zusätzlicher
Software abrufbar sein.
 Wenn Anleitungen ausschließlich elektronisch bereitgestellt
werden:
 Bereits beim Verkauf darauf hinweisen.
 Hinweis inklusive Angabe des erforderlichen Abspiel-Mediums auf
Verpackung erforderlich.
Normung - IEC 82079
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Alternative Strategien aus der Praxis für eine
digitale Technische Dokumentation
Alternative
Strategien
Mut zur Lücke
… BA nur noch digital
zum Download …
Priorisieren
Relevantes auslagern in
z. B. einen Quickguide,
bzw. weniger
„relevantes“ zum
Download anbieten.
Dokumentieren
Entscheiden und
aufschreiben wieso was
nur digital zur Verfügung
gestellt wird.
© 2014 vertraulich | Folie 19TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 19
 BA nur noch digital zum Download
Mut zur Lücke
QR-Code führt zum
Gerätehandbuch …
https://www.lowvoltage.siemens.com/tecdoc/3VA/GHB/HTML_de-DE/index.html
© 2014 vertraulich | Folie 20TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 20
Priorisieren
 Relevantes auf Papier, Rest nur noch digital zum Download
http://automation.bartec.de/scanner.htm#BCS3600ex
Quick-Start-Guide …
Mitgeltend …
© 2014 vertraulich | Folie 21TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 21
Dokumentieren
QR-Code führt zu
zusätzlichen
Dokumenten …
 Entscheiden und aufschreiben, wieso was nur digital …
http://www.asv-stuebbe.de/pdf_resistance/300050.pdf
© 2014 vertraulich | Folie 22TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 22
Neue Anforderungen an Erstellungsprozesse
Vorgehen
Medienkonzept
Welche
Information über
welches Medium
vermitteln?
Ausfallrisiken
Risikobeurteilung
im Bezug auf
Medien
(Verfügbarkeit)
Ausnahmen
Medizingeräte-
richtlinie
(digital)
Gefährliche
Maschinen
(Papier)
Folgen
aus
vertragsrecht-
licher Sicht
hinterfragen
© 2014 vertraulich | Folie 23TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 23
Medienkonzept
 Medienkonzept entwickeln: Welche Information über welches
Medium vermitteln? Kriterien:
 Produkt und seine Möglichkeiten der digitalen Instruktion
 Anwendungsfälle
 Nutzergruppen
Quellen und Orientierungshilfen:
• tekom, e-Dok-Richtlinie
• VO 207/2012 Artikel 4
© 2014 vertraulich | Folie 24TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 24
Ausfallrisiken
 Ausfallrisiken analysieren (Ergänzung zur Risikobeurteilung)
 1. Schritt: Bewertung der grundsätzlichen Ausfallrisiken der Medien im
Vergleich (Verfügbarkeit und Gebrauchstauglichkeit).
 2. Schritt: Bewertung der Ausfallrisiken in den einzelnen Anwendungsfällen.
 Entscheidungsprozess für digitale BA dokumentieren.
 Kurzanleitung mit Sicherheitshinweisen als Print erstellen.
(kann im Extremfall auch nur ein Warnschild in der Nähe der Gefahrenstelle
sein).
 In Kurzanleitung einfügen:
– Querverweis auf digitale BA und Hinweis, dass diese zu beachten ist.
– Hinweis, dass digitale BA situationsspezifische Warnhinweise enthält.
 Am Verkaufsort oder auf der Verpackung auf digitale Anleitung hinweisen und
erforderliches Medium angeben
© 2014 vertraulich | Folie 25TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 25
Ausnahmen
 Ausnahmen
 Gefährliche Maschinen gem. Maschinenrichtlinie Anhang IV:
Vollversion der BA als Print liefern.
 Medizinprodukte (gem. 90/385/EWG und 93/42/EWG):
– Für die in VO 207/2012 Artikel 3 aufgelisteten Produkte ist
digitale Form möglich.
– Bedingung: Anforderungen an Prozess, Inhalt, Form und Zugriff
müssen erfüllt sein (Artikel 4 bis 9).
© 2014 vertraulich | Folie 26TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 26
Folgen abwägen
 Generell für alle Produkte vertrags- und
produkthaftungsrechtlichen Folgen abwägen:
 Kann Fehlen einer vollständigen gedruckten Anleitung als
Produktmangel ausgelegt werden?
© 2014 vertraulich | Folie 27TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 27
Von Papier zu digital
© 2014 vertraulich | Folie 28TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 28Von-Behring-Straße 8A ▪ D-88131 Lindau
tomislav.matievic@tanner.de
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Von Papier zu digital – Anforderungen & Erstellungsprozesse

  • 1. TANNER AG © 2014 www.tanner.dewww.tanner.deTANNER AG © 2018 Von Papier zu digital
  • 2. © 2014 vertraulich | Folie 2TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 2 Was darf ich?
  • 3. © 2014 vertraulich | Folie 3TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 3 Was ich darf ist Auslegungssache!
  • 4. © 2014 vertraulich | Folie 4TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 4 Die Motivation digital zu gehen: Beitrag zum Unternehmenserfolg erhöhen durch Digitalisierung der Technischen Dokumentation Qualität erhöhen Aktualität erhöhen Kosten senken Unternehmenserfolg Motivation
  • 5. © 2014 vertraulich | Folie 5TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 5  Kosten senken  Reduzierte Bereitstellung von Printinformationen, nur wo aus normativer/rechtlicher Sicht zwingend  Logistische Prozesse vereinfachen  Übersetzungs- und Publishingprozesse automatisieren  Qualität erhöhen  Inhaltliche Optimierungen im LifeCycle  Nachvollziehbare digitale Bereitstellung von Informationen  Aktualität erhöhen  Sicherstellen der Verfügbarkeit dann, wann der Kunde die Information benötigt  Synchrone Bereitstellung aktueller Informationen mit SW-Updates  Schnell, einfach, jederzeit, überall verfügbar machen Unternehmenserfolg erhöhen durch Digitalisierung
  • 6. © 2014 vertraulich | Folie 6TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 6 Trends in den Gesetzen und Normen Digital Vertragsrecht Keine klare Regelung Produkthaftung Wenig Rechtsprechung! Warnhinweise digital? Richtlinien Was heißt „beigelegt“? Medizingeräte: sagt „digital“! Normen Da sind wir zum Glück schon weiter!
  • 7. © 2014 vertraulich | Folie 7TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 7  Kunde kann mit seinem Kunden die Form der Anleitung vertraglich vereinbaren.  Aber: Vorschriften und Prinzipien aus Produktsicherheits- und Produkthaftungsrecht können vertraglich nicht ausgehebelt werden.  Realität: Es gibt keine vertragliche Regelung (z. B. in der Kette vom Hersteller zum Endverbraucher). In diesem Fall gilt nach BGB:  Eine Sache ist mangelfrei, wenn „sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann“ 1) Vertragsrecht - BGB § 434 Sachmangel Quellen: 1) BGB § 434; Siehe auch Jens-Uwe Heuer-James: Recht und mobile Dokumentation in tekom: Technische Kommunikation und mobile Endgeräte, 2014.
  • 8. © 2014 vertraulich | Folie 8TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 8 Produkthaftung - Produkthaftungsrichtlinie Quelle: RiLi 85/374/EWG (Produkthaftungsrichtlinie)
  • 9. © 2014 vertraulich | Folie 9TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 9  Was ein Fehler ist, wird in der Rechtsprechung konkretisiert.  Zum Thema „digitale Anleitung“ gibt es bisher allerdings kaum Rechtsprechung.  Im Fokus der Rechtsprechung stand bisher die Gestaltung von Warnhinweisen auf dem Produkt. Diesen wird die größte Wirkung zur Gefahrenabwehr zugesprochen.  Folgerung für digitale Anleitungen: Wahrnehmbarkeit digitaler Information sollte gegenüber gedruckter Form mindestens gleichwertig oder besser sein (Effektivität der Informationsvermittlung). Produkthaftungsrecht: Rechtsprechung Quelle: Tekom. Bereitstellung von Nutzungsinformationen in elektronischer Form – eDok, Stuttgart 2016
  • 10. © 2014 vertraulich | Folie 10TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 10 Produktsicherheit - Blue Guide 2016 für die Anwendung von Produktvorschriften in der EU • Was bedeutet „alle Anleitungen“? • Guide ist allerdings nicht rechtsverbindlich.
  • 11. © 2014 vertraulich | Folie 11TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 11 Maschinenrichtlinie • Was bedeutet „beiliegen“? (Papier, DVD, USB-Stick …?) • Keine weiteren Aussagen zum Medium • Problem: Zollbehörden können bei konservativer Auslegung den Grenzübertritt verhindern.
  • 12. © 2014 vertraulich | Folie 12TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 12 Guide zur Maschinenrichtlinie/EN 12100 Quellen: 1) EN 12100 Sicherheit von Maschinen 2) Leitfaden für die Anwendung der Maschinenrichtlinie, § 255 1) 2)
  • 13. © 2014 vertraulich | Folie 13TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 13 Neue EMV- und Niederspannungsrichtlinie ab 2016 Was heißt „beigefügt“? Kann das auch elektronisch sein? Auch online? → Auslegungssache Quelle: Jens-Uwe Heuer James im tekom-webforum vom 09.02.09 Quelle: EMV-Richtlinie 2014/30/EU
  • 14. © 2014 vertraulich | Folie 14TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 14 Guide zur bisherigen EMV-Richtlinie 2004/108-EG Quelle: Guide for the EMC Directive 2004/108/EC (3.4.4) (Stand Februar 2010) Der Nutzer eines Geräts hat das Recht, schnell und ohne Umwege (wie z. B. per Internet) an die Benutzerinformation zu gelangen. Digitale Information ist kein Ersatz für gedruckte.
  • 15. © 2014 vertraulich | Folie 15TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 15 Aktuelle Guides zu den neuen Richtlinien Quellen: • ATEX 2014/34/EU • Draft Guidance Document on the Low Voltage Directive Transition from 2006/95/EC to 2014/35/EU Was heißt „beigefügt“? Kann das auch elektronisch sein? Auch online? → Auslegungssache
  • 16. © 2014 vertraulich | Folie 16TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 16 VO 207/2012 über elektronische Gebrauchsanweisungen für Medizinprodukte  Für bestimmte Medizinprodukte sind Gebrauchsanweisungen in elektronischer Form anstatt in Papierform erlaubt.  Voraussetzung:  Ausschließlich für professionelle Nutzer (Verwendung durch andere Person ist nach vernünftigem Ermessen ausgeschlossen)  Erstellung einer dokumentierten Risikobewertung hinsichtlich des Zugriffs auf die elektronische Gebrauchsanweisung (Mindestinhalte der Risikobewertung definiert)  Gebrauchsanweisung in Papierform muss auf Verlangen in bestimmtem Zeitraum zur Verfügung gestellt werden können.  Einhaltung eines definierten Prozesses und definierter Vorgaben für Inhalt, Form und Zugriff
  • 17. © 2014 vertraulich | Folie 17TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 17  Alle Nutzer müssen die Informationen erreichen können, die sie benötigen.  Medium so wählen und konzipieren, dass der größtmögliche Adressatenkreis erreicht wird.  Beispiel: Bei Videos zusätzlich zum Sound-Track auch Untertitel für Hörgeschädigte.  Anleitungen online sollen ohne Hindernisse zugänglich sein.  Beispiel: Eine Animation muss ohne Herunterladen von zusätzlicher Software abrufbar sein.  Wenn Anleitungen ausschließlich elektronisch bereitgestellt werden:  Bereits beim Verkauf darauf hinweisen.  Hinweis inklusive Angabe des erforderlichen Abspiel-Mediums auf Verpackung erforderlich. Normung - IEC 82079
  • 18. © 2014 vertraulich | Folie 18TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 18 Alternative Strategien aus der Praxis für eine digitale Technische Dokumentation Alternative Strategien Mut zur Lücke … BA nur noch digital zum Download … Priorisieren Relevantes auslagern in z. B. einen Quickguide, bzw. weniger „relevantes“ zum Download anbieten. Dokumentieren Entscheiden und aufschreiben wieso was nur digital zur Verfügung gestellt wird.
  • 19. © 2014 vertraulich | Folie 19TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 19  BA nur noch digital zum Download Mut zur Lücke QR-Code führt zum Gerätehandbuch … https://www.lowvoltage.siemens.com/tecdoc/3VA/GHB/HTML_de-DE/index.html
  • 20. © 2014 vertraulich | Folie 20TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 20 Priorisieren  Relevantes auf Papier, Rest nur noch digital zum Download http://automation.bartec.de/scanner.htm#BCS3600ex Quick-Start-Guide … Mitgeltend …
  • 21. © 2014 vertraulich | Folie 21TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 21 Dokumentieren QR-Code führt zu zusätzlichen Dokumenten …  Entscheiden und aufschreiben, wieso was nur digital … http://www.asv-stuebbe.de/pdf_resistance/300050.pdf
  • 22. © 2014 vertraulich | Folie 22TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 22 Neue Anforderungen an Erstellungsprozesse Vorgehen Medienkonzept Welche Information über welches Medium vermitteln? Ausfallrisiken Risikobeurteilung im Bezug auf Medien (Verfügbarkeit) Ausnahmen Medizingeräte- richtlinie (digital) Gefährliche Maschinen (Papier) Folgen aus vertragsrecht- licher Sicht hinterfragen
  • 23. © 2014 vertraulich | Folie 23TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 23 Medienkonzept  Medienkonzept entwickeln: Welche Information über welches Medium vermitteln? Kriterien:  Produkt und seine Möglichkeiten der digitalen Instruktion  Anwendungsfälle  Nutzergruppen Quellen und Orientierungshilfen: • tekom, e-Dok-Richtlinie • VO 207/2012 Artikel 4
  • 24. © 2014 vertraulich | Folie 24TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 24 Ausfallrisiken  Ausfallrisiken analysieren (Ergänzung zur Risikobeurteilung)  1. Schritt: Bewertung der grundsätzlichen Ausfallrisiken der Medien im Vergleich (Verfügbarkeit und Gebrauchstauglichkeit).  2. Schritt: Bewertung der Ausfallrisiken in den einzelnen Anwendungsfällen.  Entscheidungsprozess für digitale BA dokumentieren.  Kurzanleitung mit Sicherheitshinweisen als Print erstellen. (kann im Extremfall auch nur ein Warnschild in der Nähe der Gefahrenstelle sein).  In Kurzanleitung einfügen: – Querverweis auf digitale BA und Hinweis, dass diese zu beachten ist. – Hinweis, dass digitale BA situationsspezifische Warnhinweise enthält.  Am Verkaufsort oder auf der Verpackung auf digitale Anleitung hinweisen und erforderliches Medium angeben
  • 25. © 2014 vertraulich | Folie 25TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 25 Ausnahmen  Ausnahmen  Gefährliche Maschinen gem. Maschinenrichtlinie Anhang IV: Vollversion der BA als Print liefern.  Medizinprodukte (gem. 90/385/EWG und 93/42/EWG): – Für die in VO 207/2012 Artikel 3 aufgelisteten Produkte ist digitale Form möglich. – Bedingung: Anforderungen an Prozess, Inhalt, Form und Zugriff müssen erfüllt sein (Artikel 4 bis 9).
  • 26. © 2014 vertraulich | Folie 26TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 26 Folgen abwägen  Generell für alle Produkte vertrags- und produkthaftungsrechtlichen Folgen abwägen:  Kann Fehlen einer vollständigen gedruckten Anleitung als Produktmangel ausgelegt werden?
  • 27. © 2014 vertraulich | Folie 27TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 27 Von Papier zu digital
  • 28. © 2014 vertraulich | Folie 28TANNER AG © 2018 vertraulich | Folie 28Von-Behring-Straße 8A ▪ D-88131 Lindau tomislav.matievic@tanner.de Vielen Dank für Ihr Interesse!