Public Affairs in einem sich wandelnden,
komplexen Umfeld
Freie Universität Berlin. Oktober 2008.




EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Jürgen Hogrefe
Generalbevollmächtigter
Wirtschaft, Politik und Gesellschaft       Energie
                                           braucht Impulse
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
    Kurzprofil

      › Drittgrößtes deutsches Energieversorgungsunternehmen
      › Sitz: Karlsruhe
      › Rund sechs Millionen Kunden
      › Rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
      › Jahresumsatz 2007: 14 Mrd. Euro
      › Kernaktivitäten: Strom, Gas und Energie- und
        Umweltdienstleistungen




2   30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
Agenda




      › Einflussarchitektur von Staat und Wirtschaft
      › Public Affairs am Beispiel Klimawandel
      › Das Engagement der EnBW




3   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Entwicklung der Einfluss-Architektur
    Der Einfluss der Wirtschaft steigt.



        Obrigkeitsstaat               Republik                 Rechtsstaat




      Einfluss des Staates




      Einfluss der Wirtschaft



           Agrarstaat                                      Marktwirtschaftliche
                                Industriegesellschaft
     Industrielle Revolution                            Informationsgesellschaft
                                  20. Jahrhundert
        19. Jahrhundert                                      21. Jahrhundert




4   30.10.2008        HOL CW Jürgen Hogrefe
Die Verantwortung eines Energieversorgers
    Energie ist Lebensmittel.




      „Wir handeln vorausschauend im Bewusstsein unserer
        besonderen Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.“
                                               Unternehmensleitbild EnBW




      › EnBW-Dreiklang: Versorger – Vorsorger - Fürsorger




5   30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
Beispiel Klimawandel




6   30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
Beispiel Klimawandel
    Die Verantwortung eines Energieversorgers

      › Als Energieversorger sind wir Teil des Problems
        und wir werden Teil der Lösung sein!


    Besonders für Energieversorger ist es essentiell, die Fakten der
    klimatischen Entwicklung zu kennen, um Strategien und
    Instrumente zur Abwendung und Anpassung entwickeln zu
    können. Eine tief greifende und ernsthafte Auseinandersetzung
    mit dem Klimawandel ist für uns nicht nur Teil unserer
    gesellschaftlichen Verantwortung, sondern auch wirtschaftliches
    Kern-Interesse.




7   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
EnBW Energie Baden-Württemberg
    Strombereitstellung und CO2-Ausstoß

      › Die EnBW ist der Energieerzeuger mit dem geringsten CO2-
        Ausstoß unter den großen Energieerzeugern in
        Deutschland (EnBW 2007: 254 g/kWh; Deutschland 2006:
        520 g/kWh).




8   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Erneuerbare Energien



    Ziel: Verdoppelung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren
    Energien bis 2020
     › Rund 7,5 TWh an zusätzlicher Jahreserzeugung
     › Investitionen von 3 Mrd. EUR geplant
     › Abrundung des Eigenerzeugungsportfolios und Nutzung von
        Wachstumschancen im dynamischen Markt




9   30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
Energieeffizienz



       › Steigerung der Effizienz in
         unseren Kraftwerken
       › Intelligenter Stromzähler
       › Netzwerk Energieeffizienz
       › Energieeffiziente Schule
       › EnBW EnyCity




10   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Gesellschaftliche und politische Aktivitäten
     1. Deutscher Klimakongress

       › 2006 war das Thema Klimawandel noch ein Nischenthema
         von Wissenschaft und NGOs – Medieninteresse gering
       › Erstmalig ging die Initiative von einem Unternehmen aus
       › Erstmalig kamen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an
         einem Tisch
       › Verabschiedung der Berliner Erklärung (2°-Ziel,
         50%Reduktion bis 2050, Wirtschaft als Keyplayer)
       › Gründung und Beitritt von Unternehmensgruppen für
         Klimaschutz




11   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Gesellschaftliche und politische Aktivitäten
     2. Deutscher Klimakongress

       › „Die Ökonomie des Klimawandels“
       › Schlüsselredner Al Gore
       › Dialog mit der Bevölkerung – Sie fragen – Al Gore antwortet
       › Durch die Live-Übertragung und den ntv-Thementag war
         der Kongress von überall in der Welt mitzuerleben.
       › „European Excellence Award“ ausgezeichnet und ist in der
         Kategorie „Beste Corporate Responsibility“ für den
         Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation nominiert.




12   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Gesellschaftliche und politische Aktivitäten
     Dialog mit den Stakeholdern

       › Öffentliche Kinovorstellung von Al Gores „Unbequeme
         Wahrheit“
       › Podiumsdiskussionen mit Klimaforschern, Politikern,
         Wissenschaftlern
       › Ausstellung „Innovation erleben“ im Berliner
         Showroom / Sommerfest „Innovation erleben“
       › Gründung der Stiftung „Energie- und Klimaschutz
         Baden-Württemberg“
       › Econsense-Nachhaltigkeitsstammtisch zu einem Elite-
         Institut für Nachhaltigkeitsstudien
       › Innovationsdialog zum Thema „Cleantech“ u.a. mit
         Sigmar Gabriel



13   30.10.2008      HOL CW Jürgen Hogrefe
Gesellschaftliche und politische Aktivitäten
     Ausblick 2. Halbjahr 2008

       › Energie- und Klimakompass - Innovationsbericht 2008
       › Innovationstagung mit der Deutschen Umwelthilfe
       › 3. Deutscher Klimakongress am 26.11.2008




                     „Klimaschutz – Was ist machbar?“
14   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.




                                       Energie
                                       braucht Impulse
Unter den TOP100 Wirtschaftseinheiten sind 52
     Unternehmen und nur 48 Staaten




                                           Quelle: Institute for Policy Studies,
                                           Washington




16   30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
EnBW Stromerzeugungsportfolio: im Vergleich zum
     Wettbewerb traditionell hoher Anteil an Erzeugung aus
     Erneuerbaren Energien.
 Strombereitstellung nach Energieträger in 2007                Erzeugungsportfolio nach Leistung² in 2007


                                    Erneuerbare Energien1                                           Kernenergie
                                                                Laufwasser- und
 Primärenergie
                                                                Speicherkraft-
 unbekannten
                                17%
                                                                werke, Sonstige
 Ursprungs                                                                           23%
                                                 Fossile und    EE                            33%
                       40%                       sonstige
                                      16%
                                                 Energie
                                                                                       44%
                              27%
                                                                Konventionelle
                                                                Kraftwerke
                                            Kernenergie

                 Total 145,5 Mrd. kWh                                             Total 14.811 MW




     ›Ausgewogener Erzeugungsmix als Garant für eine stabile Versorgung.
     ›Der Anteil der erneuerbaren Energien wird hauptsächlich durch
     Wasserkraftwerke erzielt.
     ¹ Analog Ausweisung nach §42 EnWG

17   ² Inklusive Bezugsverträge Hogrefe
     30.10.2008      HOL CW Jürgen
Wasserkraft bei EnBW


 Wasserkraft bei EnBW:

 • 63 Laufwasserkraftwerke
      • mit dem Neubau
        Rheinfelden (ED)
        derzeit europaweit
        größtes Neubauvor-
        haben (100 MW)
 • 12 Speicher-, Pump-
   speicherkraftwerke
      • Neubau KOPS II
        (+/- 450 MW)
 • insgesamt rund
   3.300 MW an
   installierter
   Leistung
 • zahlreiche interna-
   tionale Partner-
   schaften



18   30.10.2008          HOL CW Jürgen Hogrefe
Biomasse bei EnBW


 Biomasse bei EnBW:

 • 13 Anlagen mit
   insgesamt
   rd. 40 MW elektrische
   Leistung
 • Versorgung von
   industriellen und
   kommunalen Nah-
   und Fernwärme-
   netzen
 • konzerneigene
   Logistiktochter zur
   Versorgung mit
   Energieholz
 • derzeit verschiedene
   Projekte zur Unter-
   suchung der öko-
   nomischen Potentiale
   im Bereich Biogas/              Biomasse HKW Ulm – 9,6 MW el
   Biogaseinspeisung
19   30.10.2008          HOL CW Jürgen Hogrefe
Windkraft bei EnBW


 Windkraft bei EnBW:

 • bereits Mitte der
   80er Jahre aktiv
   (Windatlas Baden-
   Württemberg)
 • Testfeld Heroldstatt
 • derzeit Onshore
   22 WKA mit rd. 30 MW
   Leistung
 • Standorte in Baden-
   Württemberg (Eigen-
   entwicklungen), Rhein-
   land-Pfalz und Sachsen-
   Anhalt
 • als Engineering-
   Dienstleister inter-
   nationale Erfahrung
 • Aufbau Projekt-
   portfolio Offshore
20 seit 2007
    30.10.2008        HOL CW Jürgen Hogrefe
EnBW Konzern
     Photovoltaik: Solar Service mit zwei Produkten

     EnBW Solar Bürger Aktiv (ESB):                  EnBW Solar Professional (ESP):
       Kommune stellt Dachflächen; eine GbR          Verkauf „schlüsselfertiger“ Anlagen an Investor
       der Bürger investiert in die Anlage
     Leistungen der EnBW Regional AG                 Leistungen der EnBW Regional AG
     - Bereitstellung erforderlicher                 - Projektrealisierung (Planung, Beschaffung,
       Vertragsunterlagen, Beratung von                Errichtung)
       Kommunen und Investoren
                                                     - Betriebsführung (optional)
     - Projektrealisierung für Investor (optional)
                                                     - Versicherungspaket (optional)
     - Betriebsführung (optional)
     - Versicherungspaket (optional)




        In 2007 wurden 2,24 MWp errichtet, davon 346 kWp im Rahmen von
        Bürgerbeteiligungen (ESB) und 1.878 kWp für kommerzielle/
        kommunale Investoren (ESP).
21      Seit 2004 wurdenCW Jürgen Hogrefe MWp verwirklicht.
     30.10.2008       HOL insgesamt 5,2
Erneuerbare Energien
     Wasserkraft


Wasserkraft
      › Während im Bundesdurchschnitt nur 3,5 % des Stroms in
        Wasserkraftwerken erzeugt werden, stammen bereits 10 % unserer
        Stromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken und dem natürlichen
        Zufluss in Pumpspeicherwerken. Der Neubau des Wasserkraftwerks
        Rheinfelden ist Deutschlands derzeit größte Baumaßnahme bei
        erneuerbaren Energien.
Wasserkraft in Zahlen
      › Gesamtinvestitionen ca. 750 Mio. €
      › Neubau Rheinfelden 100 MW (zusätzlich 75 MW)
      › Kops II (Vorarlberg) Ausbau um 450 MW auf insges. 1200 MW
      › Ausbau vorhandener Wasserkraftkapazitäten
        (Iffezheim 38 MW, 6 weitere Projekte mit gesamt ca. 11 MW)
       › Stiftungsprofessur Universität Stuttgart
       › 63 Laufwasserkraftwerke
       › 12 Pumpspeicherkraftwerke
22
       › Rund 3.300 HOL CW Jürgen Hogrefe Leistung.
     30.10.2008
                     Megawatt installierte
Erneuerbare Energien
     Geothermie


Erdwärme (Geothermie)

       › Erdwärme (Geothermie) ist ständig verfügbare Energie. Die
         Erschließung von Erdwärme zur Stromerzeugung ist ein
         Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit. Dazu beteiligen wir
         uns an der Errichtung von Geothermiekraftwerken. Mit
         einem Förderprogramm unterstützen wir außerdem den Bau
         von Erdwärmeheizungen in Privathaushalten.

Geothermie in Zahlen
       › Engagement in tiefer Geothermie (Bruchsal:1. Geothermie-
         Kraftwerk in BaWÜ, Basel, F-Soultz)
       › Förderprogramm der oberflächennahen Geothermie
         (Erdwärmeheizung)
       › Stiftungsprofessur an der Universität Karlsruhe
23   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Erneuerbare Energien
     Bioenergie


Bioenergie

      › Wir suchen überall nach neuen Energiequellen: Altholz,
        Speiseabfälle oder Kuhmist dienen ebenso der Strom-
        und Wärmegewinnung wie Wasser, Wind, Solarkraft
        oder Erdwärme. Und wir werden unser Engagement
        weiter ausbauen.

Bioenergie in Zahlen
       › Strom und Wärme aus 5 Biomassekraftwerken
       › Elektrische Leistung: über 25 Megawatt
       › Thermische Leistung: über 150 Megawatt
       › Ausbau Biomassekraftwerke
       › Einspeisung Biogas in Erdgasnetz (1000 Haushalte)
24     › Biogas BrennstoffzelleHogrefe
     30.10.2008     HOL CW Jürgen
Energieeffizienz
      Erzeugung


Erzeugung - Steigerung der Energieeffizienz

     › Mit umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen haben wir die
      Energieeffizienz unserer Kraftwerke erheblich gesteigert. Das heißt,
      wir produzieren mehr Strom und weniger Abgase. Unser Strommix
      enthält mit 23,8 % nach wie vor einen sehr niedrigen Anteil fossiler
      und sonstiger Energieträger und erzeugt somit einen CO2-Ausstoß,
      der rund 50 % niedriger ist als der vom Verband der
      Elektrizitätswirtschaft - VDEW - e.V. ermittelte deutsche Strommix.
Erzeugung - Steigerung der Energieeffizienz in Zahlen
Wirkungsgraderhöhung von fossilen Kraftwerken
     › Dampfkreislauf (45 % -> 53 %)
     › Erdgas GuD (58 % -> 65 %)
Beispielprojekte: „Kraftwerk des 21. Jahrhunderts.“ und COMTES700
25    30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
Energieeffizienz
     Energiespar-Contracting


Energieeffiziente Schule

 › Geschäftsmodell für Energieeinsparmaßnahmen an
     Schulen, bei der gesunkene Energiekosten die baulichen
     Maßnahmen refinanzieren.
 › Schätzungsweise 30% der rund 18.000 Schulgebäude
     müssen in den nächsten 10 Jahren saniert werden.

Effekt
 › Meßstetten Bueloch: pro Jahr 43 % Energieeinsparung
     und 86% weniger CO2-Ausstoß
 › Rheinstetten-Mörsch: pro Jahr 23 % Energieeinsparung
     und 83% weniger CO2-Ausstoß
 › Stutensee Blankenloch: pro Jahr 26 %
     Energieeinsparung und 36% weniger CO2-Ausstoß.
26   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Energieeffizienz
     Intelligenter Zähler


Intelligenter Zähler

  › Elektronischer Stromzähler mit internetbasierter
     Kommunikationsschnittstelle, der den aktuellen
     Stromverbrauch eines Haushalts ermittelt und für den
     Kunden sichtbar macht.
  › So können Geräte mit hohem Stromverbrauch ausfindig
     gemacht werden und der Kunde kann Strom dann günstig
     beziehen, wenn die Nachfrage geringer ist.

Effekt
     › Pilotprojekt mit 1000 Kunden zeigt, dass der jährliche
      Stromverbrauch eines Haushalts um rund 6% sinken kann.
     › EnBW bundesweit erstes Unternehmen, das seinen
      Privatkunden den Intelligenten Zähler in Serie anbietet.
27   30.10.2008     HOL CW Jürgen Hogrefe
Energieeffizienz
     Netzwerk Energieeffizienz



Netzwerk Energieeffizienz

 › In Zusammenarbeit mit EnBW und dem Fraunhofer Institut
     entwickeln Unternehmen einer Region in einem moderierten
     Wissensmanagementprozess Verfahren zur rationellen
     Energienutzung.
 › EnBW hat bereits fünf „Netzwerke Energieeffizienz“
     gegründet, an denen je 10 – 15 Unternehmen beteiligt sind.

Effekt

     › Einsparung von CO2-Emissionen ca. 15 Mio. kg. jährlich


28   30.10.2008    HOL CW Jürgen Hogrefe
Energieeffizienz
      EnBW EnyCity


EnBW EnyCity
     › EnBW EnyCity ist ein innovatives Planungssystem für
      die städtische Energieversorgung in der Zukunft, ein
      computerbasiertes Rechenmodell, das das gesamte
      urbane Versorgungssystem umfasst und die komplette
      Kette von Energieerzeugung und Umwandlung über
      Transport und Verteilung bis zum Endverbraucher
      umfasst.
Effekt
     › In deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohner kann
      durch die Umsetzung einer EnBW EnyCity-Planung der
      Energieverbrauch um 5% gesenkt werden.
     › Bei Stadtneuentwicklungen können bis zu 30% der Energie
      und 25% der Treibhausgase eingespart werden.

29    30.10.2008   HOL CW Jürgen Hogrefe
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.




                                       Energie
                                       braucht Impulse

Public Affairs bei der EnBW

  • 1.
    Public Affairs ineinem sich wandelnden, komplexen Umfeld Freie Universität Berlin. Oktober 2008. EnBW Energie Baden-Württemberg AG Jürgen Hogrefe Generalbevollmächtigter Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Energie braucht Impulse
  • 2.
    EnBW Energie Baden-WürttembergAG Kurzprofil › Drittgrößtes deutsches Energieversorgungsunternehmen › Sitz: Karlsruhe › Rund sechs Millionen Kunden › Rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter › Jahresumsatz 2007: 14 Mrd. Euro › Kernaktivitäten: Strom, Gas und Energie- und Umweltdienstleistungen 2 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 3.
    Agenda › Einflussarchitektur von Staat und Wirtschaft › Public Affairs am Beispiel Klimawandel › Das Engagement der EnBW 3 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 4.
    Entwicklung der Einfluss-Architektur Der Einfluss der Wirtschaft steigt. Obrigkeitsstaat Republik Rechtsstaat Einfluss des Staates Einfluss der Wirtschaft Agrarstaat Marktwirtschaftliche Industriegesellschaft Industrielle Revolution Informationsgesellschaft 20. Jahrhundert 19. Jahrhundert 21. Jahrhundert 4 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 5.
    Die Verantwortung einesEnergieversorgers Energie ist Lebensmittel. „Wir handeln vorausschauend im Bewusstsein unserer besonderen Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.“ Unternehmensleitbild EnBW › EnBW-Dreiklang: Versorger – Vorsorger - Fürsorger 5 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 6.
    Beispiel Klimawandel 6 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 7.
    Beispiel Klimawandel Die Verantwortung eines Energieversorgers › Als Energieversorger sind wir Teil des Problems und wir werden Teil der Lösung sein! Besonders für Energieversorger ist es essentiell, die Fakten der klimatischen Entwicklung zu kennen, um Strategien und Instrumente zur Abwendung und Anpassung entwickeln zu können. Eine tief greifende und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Klimawandel ist für uns nicht nur Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung, sondern auch wirtschaftliches Kern-Interesse. 7 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 8.
    EnBW Energie Baden-Württemberg Strombereitstellung und CO2-Ausstoß › Die EnBW ist der Energieerzeuger mit dem geringsten CO2- Ausstoß unter den großen Energieerzeugern in Deutschland (EnBW 2007: 254 g/kWh; Deutschland 2006: 520 g/kWh). 8 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 9.
    Erneuerbare Energien Ziel: Verdoppelung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bis 2020 › Rund 7,5 TWh an zusätzlicher Jahreserzeugung › Investitionen von 3 Mrd. EUR geplant › Abrundung des Eigenerzeugungsportfolios und Nutzung von Wachstumschancen im dynamischen Markt 9 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 10.
    Energieeffizienz › Steigerung der Effizienz in unseren Kraftwerken › Intelligenter Stromzähler › Netzwerk Energieeffizienz › Energieeffiziente Schule › EnBW EnyCity 10 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 11.
    Gesellschaftliche und politischeAktivitäten 1. Deutscher Klimakongress › 2006 war das Thema Klimawandel noch ein Nischenthema von Wissenschaft und NGOs – Medieninteresse gering › Erstmalig ging die Initiative von einem Unternehmen aus › Erstmalig kamen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einem Tisch › Verabschiedung der Berliner Erklärung (2°-Ziel, 50%Reduktion bis 2050, Wirtschaft als Keyplayer) › Gründung und Beitritt von Unternehmensgruppen für Klimaschutz 11 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
  • 12.
    Gesellschaftliche und politischeAktivitäten 2. Deutscher Klimakongress › „Die Ökonomie des Klimawandels“ › Schlüsselredner Al Gore › Dialog mit der Bevölkerung – Sie fragen – Al Gore antwortet › Durch die Live-Übertragung und den ntv-Thementag war der Kongress von überall in der Welt mitzuerleben. › „European Excellence Award“ ausgezeichnet und ist in der Kategorie „Beste Corporate Responsibility“ für den Deutschen Preis für Wirtschaftskommunikation nominiert. 12 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Gesellschaftliche und politischeAktivitäten Dialog mit den Stakeholdern › Öffentliche Kinovorstellung von Al Gores „Unbequeme Wahrheit“ › Podiumsdiskussionen mit Klimaforschern, Politikern, Wissenschaftlern › Ausstellung „Innovation erleben“ im Berliner Showroom / Sommerfest „Innovation erleben“ › Gründung der Stiftung „Energie- und Klimaschutz Baden-Württemberg“ › Econsense-Nachhaltigkeitsstammtisch zu einem Elite- Institut für Nachhaltigkeitsstudien › Innovationsdialog zum Thema „Cleantech“ u.a. mit Sigmar Gabriel 13 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Gesellschaftliche und politischeAktivitäten Ausblick 2. Halbjahr 2008 › Energie- und Klimakompass - Innovationsbericht 2008 › Innovationstagung mit der Deutschen Umwelthilfe › 3. Deutscher Klimakongress am 26.11.2008 „Klimaschutz – Was ist machbar?“ 14 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit. Energie braucht Impulse
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    Unter den TOP100Wirtschaftseinheiten sind 52 Unternehmen und nur 48 Staaten Quelle: Institute for Policy Studies, Washington 16 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    EnBW Stromerzeugungsportfolio: imVergleich zum Wettbewerb traditionell hoher Anteil an Erzeugung aus Erneuerbaren Energien. Strombereitstellung nach Energieträger in 2007 Erzeugungsportfolio nach Leistung² in 2007 Erneuerbare Energien1 Kernenergie Laufwasser- und Primärenergie Speicherkraft- unbekannten 17% werke, Sonstige Ursprungs 23% Fossile und EE 33% 40% sonstige 16% Energie 44% 27% Konventionelle Kraftwerke Kernenergie Total 145,5 Mrd. kWh Total 14.811 MW ›Ausgewogener Erzeugungsmix als Garant für eine stabile Versorgung. ›Der Anteil der erneuerbaren Energien wird hauptsächlich durch Wasserkraftwerke erzielt. ¹ Analog Ausweisung nach §42 EnWG 17 ² Inklusive Bezugsverträge Hogrefe 30.10.2008 HOL CW Jürgen
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    Wasserkraft bei EnBW Wasserkraft bei EnBW: • 63 Laufwasserkraftwerke • mit dem Neubau Rheinfelden (ED) derzeit europaweit größtes Neubauvor- haben (100 MW) • 12 Speicher-, Pump- speicherkraftwerke • Neubau KOPS II (+/- 450 MW) • insgesamt rund 3.300 MW an installierter Leistung • zahlreiche interna- tionale Partner- schaften 18 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Biomasse bei EnBW Biomasse bei EnBW: • 13 Anlagen mit insgesamt rd. 40 MW elektrische Leistung • Versorgung von industriellen und kommunalen Nah- und Fernwärme- netzen • konzerneigene Logistiktochter zur Versorgung mit Energieholz • derzeit verschiedene Projekte zur Unter- suchung der öko- nomischen Potentiale im Bereich Biogas/ Biomasse HKW Ulm – 9,6 MW el Biogaseinspeisung 19 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Windkraft bei EnBW Windkraft bei EnBW: • bereits Mitte der 80er Jahre aktiv (Windatlas Baden- Württemberg) • Testfeld Heroldstatt • derzeit Onshore 22 WKA mit rd. 30 MW Leistung • Standorte in Baden- Württemberg (Eigen- entwicklungen), Rhein- land-Pfalz und Sachsen- Anhalt • als Engineering- Dienstleister inter- nationale Erfahrung • Aufbau Projekt- portfolio Offshore 20 seit 2007 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    EnBW Konzern Photovoltaik: Solar Service mit zwei Produkten EnBW Solar Bürger Aktiv (ESB): EnBW Solar Professional (ESP): Kommune stellt Dachflächen; eine GbR Verkauf „schlüsselfertiger“ Anlagen an Investor der Bürger investiert in die Anlage Leistungen der EnBW Regional AG Leistungen der EnBW Regional AG - Bereitstellung erforderlicher - Projektrealisierung (Planung, Beschaffung, Vertragsunterlagen, Beratung von Errichtung) Kommunen und Investoren - Betriebsführung (optional) - Projektrealisierung für Investor (optional) - Versicherungspaket (optional) - Betriebsführung (optional) - Versicherungspaket (optional) In 2007 wurden 2,24 MWp errichtet, davon 346 kWp im Rahmen von Bürgerbeteiligungen (ESB) und 1.878 kWp für kommerzielle/ kommunale Investoren (ESP). 21 Seit 2004 wurdenCW Jürgen Hogrefe MWp verwirklicht. 30.10.2008 HOL insgesamt 5,2
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    Erneuerbare Energien Wasserkraft Wasserkraft › Während im Bundesdurchschnitt nur 3,5 % des Stroms in Wasserkraftwerken erzeugt werden, stammen bereits 10 % unserer Stromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken und dem natürlichen Zufluss in Pumpspeicherwerken. Der Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden ist Deutschlands derzeit größte Baumaßnahme bei erneuerbaren Energien. Wasserkraft in Zahlen › Gesamtinvestitionen ca. 750 Mio. € › Neubau Rheinfelden 100 MW (zusätzlich 75 MW) › Kops II (Vorarlberg) Ausbau um 450 MW auf insges. 1200 MW › Ausbau vorhandener Wasserkraftkapazitäten (Iffezheim 38 MW, 6 weitere Projekte mit gesamt ca. 11 MW) › Stiftungsprofessur Universität Stuttgart › 63 Laufwasserkraftwerke › 12 Pumpspeicherkraftwerke 22 › Rund 3.300 HOL CW Jürgen Hogrefe Leistung. 30.10.2008 Megawatt installierte
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    Erneuerbare Energien Geothermie Erdwärme (Geothermie) › Erdwärme (Geothermie) ist ständig verfügbare Energie. Die Erschließung von Erdwärme zur Stromerzeugung ist ein Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit. Dazu beteiligen wir uns an der Errichtung von Geothermiekraftwerken. Mit einem Förderprogramm unterstützen wir außerdem den Bau von Erdwärmeheizungen in Privathaushalten. Geothermie in Zahlen › Engagement in tiefer Geothermie (Bruchsal:1. Geothermie- Kraftwerk in BaWÜ, Basel, F-Soultz) › Förderprogramm der oberflächennahen Geothermie (Erdwärmeheizung) › Stiftungsprofessur an der Universität Karlsruhe 23 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Erneuerbare Energien Bioenergie Bioenergie › Wir suchen überall nach neuen Energiequellen: Altholz, Speiseabfälle oder Kuhmist dienen ebenso der Strom- und Wärmegewinnung wie Wasser, Wind, Solarkraft oder Erdwärme. Und wir werden unser Engagement weiter ausbauen. Bioenergie in Zahlen › Strom und Wärme aus 5 Biomassekraftwerken › Elektrische Leistung: über 25 Megawatt › Thermische Leistung: über 150 Megawatt › Ausbau Biomassekraftwerke › Einspeisung Biogas in Erdgasnetz (1000 Haushalte) 24 › Biogas BrennstoffzelleHogrefe 30.10.2008 HOL CW Jürgen
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    Energieeffizienz Erzeugung Erzeugung - Steigerung der Energieeffizienz › Mit umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen haben wir die Energieeffizienz unserer Kraftwerke erheblich gesteigert. Das heißt, wir produzieren mehr Strom und weniger Abgase. Unser Strommix enthält mit 23,8 % nach wie vor einen sehr niedrigen Anteil fossiler und sonstiger Energieträger und erzeugt somit einen CO2-Ausstoß, der rund 50 % niedriger ist als der vom Verband der Elektrizitätswirtschaft - VDEW - e.V. ermittelte deutsche Strommix. Erzeugung - Steigerung der Energieeffizienz in Zahlen Wirkungsgraderhöhung von fossilen Kraftwerken › Dampfkreislauf (45 % -> 53 %) › Erdgas GuD (58 % -> 65 %) Beispielprojekte: „Kraftwerk des 21. Jahrhunderts.“ und COMTES700 25 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Energieeffizienz Energiespar-Contracting Energieeffiziente Schule › Geschäftsmodell für Energieeinsparmaßnahmen an Schulen, bei der gesunkene Energiekosten die baulichen Maßnahmen refinanzieren. › Schätzungsweise 30% der rund 18.000 Schulgebäude müssen in den nächsten 10 Jahren saniert werden. Effekt › Meßstetten Bueloch: pro Jahr 43 % Energieeinsparung und 86% weniger CO2-Ausstoß › Rheinstetten-Mörsch: pro Jahr 23 % Energieeinsparung und 83% weniger CO2-Ausstoß › Stutensee Blankenloch: pro Jahr 26 % Energieeinsparung und 36% weniger CO2-Ausstoß. 26 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Energieeffizienz Intelligenter Zähler Intelligenter Zähler › Elektronischer Stromzähler mit internetbasierter Kommunikationsschnittstelle, der den aktuellen Stromverbrauch eines Haushalts ermittelt und für den Kunden sichtbar macht. › So können Geräte mit hohem Stromverbrauch ausfindig gemacht werden und der Kunde kann Strom dann günstig beziehen, wenn die Nachfrage geringer ist. Effekt › Pilotprojekt mit 1000 Kunden zeigt, dass der jährliche Stromverbrauch eines Haushalts um rund 6% sinken kann. › EnBW bundesweit erstes Unternehmen, das seinen Privatkunden den Intelligenten Zähler in Serie anbietet. 27 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Energieeffizienz Netzwerk Energieeffizienz Netzwerk Energieeffizienz › In Zusammenarbeit mit EnBW und dem Fraunhofer Institut entwickeln Unternehmen einer Region in einem moderierten Wissensmanagementprozess Verfahren zur rationellen Energienutzung. › EnBW hat bereits fünf „Netzwerke Energieeffizienz“ gegründet, an denen je 10 – 15 Unternehmen beteiligt sind. Effekt › Einsparung von CO2-Emissionen ca. 15 Mio. kg. jährlich 28 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Energieeffizienz EnBW EnyCity EnBW EnyCity › EnBW EnyCity ist ein innovatives Planungssystem für die städtische Energieversorgung in der Zukunft, ein computerbasiertes Rechenmodell, das das gesamte urbane Versorgungssystem umfasst und die komplette Kette von Energieerzeugung und Umwandlung über Transport und Verteilung bis zum Endverbraucher umfasst. Effekt › In deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohner kann durch die Umsetzung einer EnBW EnyCity-Planung der Energieverbrauch um 5% gesenkt werden. › Bei Stadtneuentwicklungen können bis zu 30% der Energie und 25% der Treibhausgase eingespart werden. 29 30.10.2008 HOL CW Jürgen Hogrefe
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    Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit. Energie braucht Impulse