Helaba Floor Research

                                                  FX Daily                                                                                                             7. August 2012




                                Autor:
                                                           Fisher (Fed) warnt vor konjunkturstimulierenden Maßnahmen kurz vor der US-Wahl.
                     Ulrich Wortberg                       Asiatische Aktienmärkte tendieren überwiegend freundlich.
              Tel.: 069/91 32-18 91
              research@helaba.de
                                                   FX                  Unterstützungen                      Widerstände                      Kommentar
                           Redaktion:              EUR-USD             1,2336 – 1,2287 – 1,2360             1,2474 – 1,2500 – 1,2692         Abwärtstrendkanal überwunden?
                           Viola Julien            EUR-JPY               94,09 – 93,00 – 90,00               97,37 – 98,30 – 101,62          Langfristiger Abwärtstrend intakt
                                                   EUR-GBP             0,7753 – 0,7692 – 0,7600             0,7945 – 0,8094 – 0,8157         Bodenbildung?
                                                   EUR-CHF             1,2000 – 1,1990 – 1,1000             1,2020 – 1,2040 – 1,2075         SNB will Kursuntergrenze verteidigen



                                 Sales:           Die Politik trägt derzeit wenig dazu bei, Vertrauen in die Stabilität der Eurozone und Bewältigung
               Banken/Sparkassen                  der Schuldenkrise zu schaffen. Der Vorschlag des italienischen Regierungschefs Monti, dass euro-
 Tel.: 069/91 32-1706/-1715/-1815                 päische Regierungen gegenüber den nationalen Parlamenten unabhängiger werden müssten, zeigt,
              Institutionelle Kunden
                                                  wie verzweifelt die Politik mitunter ist. Vorstöße, bei denen die Demokratie und damit die Mitbe-
               Tel.: 069/91 32-1830               stimmung der Bevölkerung untergraben werden soll, können dazu beitragen, dass die Mehrheit der
                                                  Bürger Europas die Erhaltung des Euros um jeden Preis eines Tages nicht mehr will. Bereits jetzt
                      Firmenkunden
               Tel.: 069/91 32-1700               sind Auflösungserscheinungen sichtbar und die Akzeptanz für den Euro scheint nachzulassen.
                                                  Dies liegt aber nicht nur an der zum Teil fragwürdigen Krisenpolitik, sondern auch daran, dass die
             Internationale Kunden
       Tel.: 069/91 32-1444/-1196                 Schuldenkrise zunehmend auf die Realwirtschaft überschlägt. Der Sentix-Index sackte im August
                                                  auf den tiefsten Stand seit gut drei Jahren. Zwar hat sich das Barometer für die Konjunkturaussich-
                  Öffentliche Hand
       Tel.: 069/91 32-2664/-4078
                                                  ten leicht verbessert, was auf das energische Auftreten des EZB-Präsidenten Draghi zurückgeführt
                      /-4820/-2436                wird, dennoch ist die Stimmungslage trüb. Dies kommt zunehmend in den realwirtschaftlichen
                                                  Daten zum Ausdruck. Heute stehen die deutschen Industrieaufträge zur Veröffentlichung an, und
                         Mittelstand
               Tel.: 069/91 32-1442               nach dem überraschenden Anstieg im Vormonat, der durch Großaufträge und nicht durch eine
                                                  Trendwende bedingt war, zeichnet sich ein schwächerer Wert ab. Die Konsensschätzung scheint
                                                  aber hinreichend pessimistisch zu sein. Nicht nur die deutsche Industrie steht vor einem schwieri-
                                                  gen zweiten Halbjahr, in anderen Ländern der Währungsunion sieht es sogar wesentlich schlimmer
                 Aktuell       Vortag
                                                  aus. Beispiel Italien: Hier ist die Produktionstätigkeit bereits seit Monaten rückläufig. Zuletzt wies
EUR-USD          1,2392       1,2410
                                                  die Jahresveränderungsrate ein Minus von knapp sieben Prozent aus. Dies dürfte sich im Juni
EUR-JPY           96,99         97,02             fortgesetzt haben. Zudem werden die vorläufigen Wachstumszahlen zeigen, dass es zum vierten
USD-JPY           78,26         78,18             Quartalsminus in Folge gekommen ist. Auch wenn sich die Talfahrt im zweiten Quartal 2012 nicht
EUR-GBP          0,7950       0,7945              beschleunigt haben dürfte: Italiens Wirtschaft verharrt in einer Rezession und die heute anstehen-
GBP-USD          1,5588       1,5621              den Daten werden kaum zu einer Beruhigung beitragen. Daher bleiben die Refinanzierungskosten
EUR-CHF          1,2012       1,2012              Italiens unerfreulich hoch.
                             ggü. VT
Dax            6918,72          53,06             EUR-USD: Der Euro hat sich gut behauptet, wobei sich die Lage mit dem Anstieg über den Ab-
Bund-Future      143,20          0,25             wärtstrendkanal (1,2334) aufgehellt hat. Auch die technischen Indikatoren lassen auf eine Boden-
Gold           1611,65           9,35             bildung hoffen. Von einer Trendwende kann bisher aber keine Rede sein. Trading-Range: 1,2320
Öl US-LCF         91,91          0,80             – 1,2500.%

                                                    Zeit       Land       Periode Indikator / Ereignis                                           Konsens              Vorperiode   Einfluss

                                                   10:30        GB           Jun      Industrieproduktion                                        -3,5 % VM              +1,0 %      gering
                                                                                                                                                 -5,3 % VJ              -1,6 %
                                                   11:00         IT          Q2       Bruttoinlandsprodukt                                       -0,8 % VQ              -0,8 %      mittel
                                                                                                                                                 -2,5 % VJ              -1,4 %
                                                   11:00         IT          Jun      Industrieproduktion                                        -1,0 % VM              +0,8 %      gering
                                                                                                                                                 -6,5 % VJ              -6,9 %
                                                   12:00        DE           Jun      Industrieaufträge                                          -0,8 % VM              +0,6 %      mittel
                                                                                                                                                 -7,0 % VJ              -5,4 %
                                                   20:30        US                    Fed-Rede: Bernanke




          Herausgeber: Helaba Volkswirtschaft/Research, verantwortlich: Dr. G. R. Traud, Chefvolkswirt/Leitung Research, Neue Mainzer Straße 52-58, 60311
          Frankfurt am Main, Telefon: 069/9132-2024, Internet: http://www.helaba.de. Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch
          lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für
          zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation
          getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.

FXDaily.pdf

  • 1.
    Helaba Floor Research FX Daily 7. August 2012 Autor:  Fisher (Fed) warnt vor konjunkturstimulierenden Maßnahmen kurz vor der US-Wahl. Ulrich Wortberg  Asiatische Aktienmärkte tendieren überwiegend freundlich. Tel.: 069/91 32-18 91 research@helaba.de FX Unterstützungen Widerstände Kommentar Redaktion: EUR-USD 1,2336 – 1,2287 – 1,2360 1,2474 – 1,2500 – 1,2692 Abwärtstrendkanal überwunden? Viola Julien EUR-JPY 94,09 – 93,00 – 90,00 97,37 – 98,30 – 101,62 Langfristiger Abwärtstrend intakt EUR-GBP 0,7753 – 0,7692 – 0,7600 0,7945 – 0,8094 – 0,8157 Bodenbildung? EUR-CHF 1,2000 – 1,1990 – 1,1000 1,2020 – 1,2040 – 1,2075 SNB will Kursuntergrenze verteidigen Sales: Die Politik trägt derzeit wenig dazu bei, Vertrauen in die Stabilität der Eurozone und Bewältigung Banken/Sparkassen der Schuldenkrise zu schaffen. Der Vorschlag des italienischen Regierungschefs Monti, dass euro- Tel.: 069/91 32-1706/-1715/-1815 päische Regierungen gegenüber den nationalen Parlamenten unabhängiger werden müssten, zeigt, Institutionelle Kunden wie verzweifelt die Politik mitunter ist. Vorstöße, bei denen die Demokratie und damit die Mitbe- Tel.: 069/91 32-1830 stimmung der Bevölkerung untergraben werden soll, können dazu beitragen, dass die Mehrheit der Bürger Europas die Erhaltung des Euros um jeden Preis eines Tages nicht mehr will. Bereits jetzt Firmenkunden Tel.: 069/91 32-1700 sind Auflösungserscheinungen sichtbar und die Akzeptanz für den Euro scheint nachzulassen. Dies liegt aber nicht nur an der zum Teil fragwürdigen Krisenpolitik, sondern auch daran, dass die Internationale Kunden Tel.: 069/91 32-1444/-1196 Schuldenkrise zunehmend auf die Realwirtschaft überschlägt. Der Sentix-Index sackte im August auf den tiefsten Stand seit gut drei Jahren. Zwar hat sich das Barometer für die Konjunkturaussich- Öffentliche Hand Tel.: 069/91 32-2664/-4078 ten leicht verbessert, was auf das energische Auftreten des EZB-Präsidenten Draghi zurückgeführt /-4820/-2436 wird, dennoch ist die Stimmungslage trüb. Dies kommt zunehmend in den realwirtschaftlichen Daten zum Ausdruck. Heute stehen die deutschen Industrieaufträge zur Veröffentlichung an, und Mittelstand Tel.: 069/91 32-1442 nach dem überraschenden Anstieg im Vormonat, der durch Großaufträge und nicht durch eine Trendwende bedingt war, zeichnet sich ein schwächerer Wert ab. Die Konsensschätzung scheint aber hinreichend pessimistisch zu sein. Nicht nur die deutsche Industrie steht vor einem schwieri- gen zweiten Halbjahr, in anderen Ländern der Währungsunion sieht es sogar wesentlich schlimmer Aktuell Vortag aus. Beispiel Italien: Hier ist die Produktionstätigkeit bereits seit Monaten rückläufig. Zuletzt wies EUR-USD 1,2392 1,2410 die Jahresveränderungsrate ein Minus von knapp sieben Prozent aus. Dies dürfte sich im Juni EUR-JPY 96,99 97,02 fortgesetzt haben. Zudem werden die vorläufigen Wachstumszahlen zeigen, dass es zum vierten USD-JPY 78,26 78,18 Quartalsminus in Folge gekommen ist. Auch wenn sich die Talfahrt im zweiten Quartal 2012 nicht EUR-GBP 0,7950 0,7945 beschleunigt haben dürfte: Italiens Wirtschaft verharrt in einer Rezession und die heute anstehen- GBP-USD 1,5588 1,5621 den Daten werden kaum zu einer Beruhigung beitragen. Daher bleiben die Refinanzierungskosten EUR-CHF 1,2012 1,2012 Italiens unerfreulich hoch. ggü. VT Dax 6918,72 53,06 EUR-USD: Der Euro hat sich gut behauptet, wobei sich die Lage mit dem Anstieg über den Ab- Bund-Future 143,20 0,25 wärtstrendkanal (1,2334) aufgehellt hat. Auch die technischen Indikatoren lassen auf eine Boden- Gold 1611,65 9,35 bildung hoffen. Von einer Trendwende kann bisher aber keine Rede sein. Trading-Range: 1,2320 Öl US-LCF 91,91 0,80 – 1,2500.% Zeit Land Periode Indikator / Ereignis Konsens Vorperiode Einfluss 10:30 GB Jun Industrieproduktion -3,5 % VM +1,0 % gering -5,3 % VJ -1,6 % 11:00 IT Q2 Bruttoinlandsprodukt -0,8 % VQ -0,8 % mittel -2,5 % VJ -1,4 % 11:00 IT Jun Industrieproduktion -1,0 % VM +0,8 % gering -6,5 % VJ -6,9 % 12:00 DE Jun Industrieaufträge -0,8 % VM +0,6 % mittel -7,0 % VJ -5,4 % 20:30 US Fed-Rede: Bernanke Herausgeber: Helaba Volkswirtschaft/Research, verantwortlich: Dr. G. R. Traud, Chefvolkswirt/Leitung Research, Neue Mainzer Straße 52-58, 60311 Frankfurt am Main, Telefon: 069/9132-2024, Internet: http://www.helaba.de. Die Publikation ist mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthält jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.