E-Learning
Ziele, Verfahren, Strategien, Trends
Dr. Roland Klemke
Pharma E-Learning Workshop
28.10.2010
Roland.Klemke@ou.nl
1 AUSGANGSLAGE UND ZIELE
Aufmerksamkeitskurve Präsenztraining
Nach 10 Min hört ein
Drittel nicht mehr zu
Nach 25 Min
hören drei Viertel
nicht mehr zu
In diesem
Zeitfenster nichts
Wichtiges sagen!
AnteilaufmerksamerTeilnehmer
Dauer in Minuten Quelle: Red Magma 2008
Ausgangslage: Präsenztraining
• Kosten (Trainerhonorare, Reisekosten)
• Qualität
• Umsetzbarkeit / Relevanz
• Vergeudete Zeit (fehlende Voraussetzungen, fehlende
Nachhaltigkeit)
• Effekt (Prüfung, Übung, Praxisbezug)
Ziele
Ziele: Kosten
„Mit E-Learning weniger Kosten verursachen“
• Kostenfaktoren Präsenztraining
– Trainerhonorare
– Trainingsmaterial
– Reisekosten und -zeit
– Arbeitszeit
• Kostenfaktoren E-Learning
– Content-Erstellung / -Beschaffung
– Lernmanagement System (LMS)
– Administration
Beispielkalkulation
Kosten
für...
Berechnungs-
grundlage
Anzahl à Summe
IST-Kalkulation
– 30 % Präsenz
Prod.kosten 2h
WBT =50.000 €
– 50 % Präsenz
Prod.kosten 3h
WBT =75.000 €
Schulung Trainertage 200 800 € 160.000 € - 50.000 € - 80.000 €
WBT
Produktion
1h = 25.000 € + 50.000 € + 75.000 €
Abwesenheit Schulungstage 2400 250 € 600.000 € - 150.000 € - 250.000 €
Reisekosten Anreise,
Unterbringung
1200 An: 50 €
Ü: 70 €
120.000 € - 84.000 €
Gesamt-
kosten
1.110.000 € - 150.000 € - 339.000 €
Einsparpotenzial E-Learning
Beispiel:
• Rollout einer Software für 1200 Anwender;
• 2tägige Schulung mit Übernachtung
Quelle: bureau42 GmbH 2007
Ziele: Qualität
„Mit E-Learning ein höheres Niveau erreichen“
• Qualitätsfaktoren Präsenztraining
– Trainerabhängig
– Gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer?
• Qualitätsfaktoren E-Learning
– Content-Qualität
– Didaktisches Konzept
– Lernstandsermittlung
– Pre-Test
• Sonstige Faktoren
– Imageträger E-Learning
– Technische Ausstattung als Anreiz
Beispiel Managment-Training Versicherung
• Ziel: Einführung
Management-Standards
• Zielgruppe:
Führungskräfte
• Themen: Management-
Handbuch Führung
• E-Learning als Mittel der
Kommunikation und des
internen Marketing
Quelle: bureau42 GmbH 2006
Ziele: Skalierung
„Mit E-Learning einen höheren Durchsatz erzielen“
• Faktoren Präsenztraining
– Begrenzte Teilnehmerzahl
– Begrenzte Trainerverfügbarkeit
• Unbegrenzte Skalierung
– Anzahl Trainingseinheiten
• Z.B. Flächenorganisation
– Räumliche Komponente
• Z.B. Außendienst
– Zeitliche Komponente
• Z.B. Neue Mitarbeiter
Beispiel Außendienst Versicherung
• Ziel: verteilte Zielgruppe
schnell und effektiv
erreichen
• Zielgruppe: Außendienst,
Vertrieb
• Themenauszug:
– EU-Vermittlerrichtlinie,
– Telefontraining,
– Produktwissen
Quelle: bureau42 GmbH 2008
Ziele: Nachhaltigkeit
„Mit E-Learning einen nachhaltigen Lerneffekt erzielen“
• Integration von Lern- und Arbeitsprozessen
– Unterstützung von Learning on the Job
– Wissen dort vermitteln, wo es benötigt wird
• Angebot von Nachhaltigkeitselementen (Kommunikation,
Nachschlagewerk)
– Auffrischen von Lerninhalten
– Vorbereiten von neuen Lernphasen
Beispiel Softwaretraining Technologiekonzern
• Ziel: Einsatz SAP
verbessern
• Zielgruppe: SAP-Nutzer,
Konzernweit
• Themen: Konzernlösung
SAP
• Verfahren: in SAP integrierte
Schulungs- und
Dokumentationslösung
– automatisierte Erstellung
von SAP- Dokumentationen
und Hilfe-Dokumenten
– Einbindung der Hilfe-
Dokumente in das SAP-
System auf
Quelle: Humance AG 2008
Ziele: Kontrolle
„Mit E-Learning Bildungsstand und –fortschritt erfassen“
• Wer hat welche Fortbildung gemacht?
• Mit welchem Erfolg?
• Wer hat welche Fähigkeit?
• Wer hat welches Potential?
• Aber:
– Betriebsrat?
– Datenschutz?
Beispiel Händlerschulung Automobilkonzern
• Ziel: Einführung Händler-
System mit Abdeckung aller
Händler
• Zielgruppe: Vertragshändler
• Themen: Händler System
• Verfahren:
– E-Learning Inhalt mit
Anbindung an
Zertifizierungssystem
– Konzernzentrale kann
Schulungserfolg
nachvollziehen
Quelle: ILT Solutions GmbH 2007
2 VERFAHREN
Historie: Web
Historie: Web
Individuelle
Computer
Web:
Information
Mit-Mach-
Web
Mein Web,
Semantik
Trend: von Informationsangeboten zu Web2.0-Seiten
Historie: E-Learning
Individuell – Sozial – Personalisiert
Computer-
based
Training
Web-
based
Training
User-generated Content
Social Networks
Personal
Learning
Environment
Learning
Management
Systeme
Virtual
Learning
Environment
Simulation von Therapievorgängen
unter „realistischen“ Bedingungen
Grundlage: echte Falldaten aus der
HIV-Therapie und HIV-
Simulationsalgorithmen aus der
medizinischen Forschung
Ärzte bekommen Falldaten und
aktuelle Situationen präsentiert und
müssen komplexe
Therapieentscheidungen treffen
Ein komplexes Regelwerk simuliert
den Therapieverlauf und stellt eine
Folgesituation dar (z.B.
Nebenwirkungen, Resistenzen,
Viruslast)
Über verschiedene
Analysewerkzeuge kann der Arzt
Labormessungen zur Diagnose
durchführen
Beispiel Therapiesimulation
Interaktiv, Personalisiert, Komplex
Quelle: sector5 New Media GmbH 2008
Lernfunktionen
Funktionen
Vermittlung
Erarbeiten
Übung
Prüfung
Nachschlagen
Kommunikation
Didaktische Dimensionen
Formalität
Formal
Informell
Vernetzung
Individuell
Kooperativ
Aufbau
Explorativ
Exposi-
torisch
Motivation
Selbst-
gesteuert
Fremd-
gesteuert
Vorgehensmodell: Skizze
WBT Design: Lernzieloperationalisierung
 wiedergeben
nennen
aufzählen
beschreiben
erläutern
 Reproduktion
 Reorganisation
Transfer
Problemlösung
 Wissen
 Verstehen
 Anwenden
 Analyse
 Synthese
 Evaluation
 durchführen
berechnen
anwenden
 ableiten
ermitteln
entwerfen
erarbeiten
planen
bewerten
beurteilen
 Animationen/
Simulationen/
Skripte/HTML/
Videostate-
ments
 Lernkonto mit
Fehleranalyse
 Virtueller
Case
 Darbietung von
Musterlösungen
 Tutor-
Kontakt
 multiple
choice
 Lückentexte
 Interaktive
Übungen
 geschlossene
Fragen
 Rekonstruktion
komplexer
Fälle und
Fallstudien
Lernziele Lernziel-
stufen
Infinitiv
Beispiele
Präsentations-
Elemente
Test-
Elemente
Feedback-
Elemente
 Simulationen
Medienmix
 Workshop
Lernziel
 Planspiel
Verfahren: Blended Learning
• Didaktisches Konzept
• Mischung von verschiedenen Trainingsformen
• Präsenztraing
• E-Learning
• Virtual Classroom
• Praxistransfer
Blended Learning
- Vorbereitung -
Vorbereitung Selbstlernabschnitt Präsenzschulung
Betreuung und Aufgaben per Telefon,
E-Mail, Forum, Virtual Classroom
Blended Learning
- Nachbereitung -
Präsenzschulung Vorbereitung Selbstlernabschnitt
Betreuung und Aufgaben per Telefon,
E-Mail, Forum, Virtual Classroom
Blended Learning
- Praxisphase -
Präsenzschulung
Vorbe-
reitung
Praxis am Arbeitplatz
Betreuung und Aufgaben per
Telefon, E-Mail, Forum,
Virtual Classroom
Präsenzschulung
Blended Learning
- Lernen am Arbeitsplatz -
Vorbereitung Selbstlernabschnitt
Betreuung und Aufgaben per Telefon,
E-Mail, Forum, Virtual Classroom
Virtuelles
Zwischen-
treffen
Betreuter
Transferabschnitt
Blended Learning
- Begleitung/Integration -
Vorbe-
reitung
Betreuung und Aufgaben per Telefon,
E-Mail, Forum, Virtual Classroom
Transfer in die Praxis
Virtuelles
Abschluss-
treffen
Virtueller
Kick-off
Nachbetreuung
am Arbeitsplatz
vorbereitender Selbstlern-
abschnitt
Präsenzschulung
Kombination aus Präsenzschulung und
E-Learning
Gruppenräume werden mit interaktiver
Gruppensoftware ausgestattet
Teilnehmende Ärzte lernen in Gruppen
und lösen Aufgaben
Ein Moderator kann Gruppenergebnisse
interaktiv einsammeln und zur Diskussion
stellen
Interaktive Diskussionsmaterialien
verstärken den Lerneffekt
Projektbeispiel Blended Learning
Ärztefortbildung für HIV-Therapie
Quelle: sector5 New Media GmbH 2007
3 STRATEGIE
Strategie
Quelle: Assen & Van de Pol (2008)
Ad hoc
Training
Spontaner
Bedarf
Learning
Management
Kosten &
Transparenz
Kompetenz-
Management
Qualität & Bedarf
Unternehmens-
Akademie
Strategische
Personal-
entwicklung
Lernende
Organisation
Nachhaltige
Organisations-
entwicklung
Strategie: Faktoren
• Organisationsstruktur
– Zentral / Dezentral
• Selbstbild / Fremdbild der
Organisation
– Qualität vs. Kosten
– Top-Down vs. Bottom-Up
• Ausbildungsniveau
– Motivation, Didaktik
• Dynamik / Stabilität der
Inhalte
– Produktionskonzepte,
Formate
– Eigenproduktion vs.
Fremdproduktion
• Zielgruppe
– Größe, örtliche Verteilung,
Zeit, Ausstattung
– Intern / Extern (Vertrieb,
Service)
Strategie: Vorgehensweise
Rollout-Plan
Ergebnismessung definieren
E-Learning Spezifikationen bestimmen
Change Management Trainingsabteilung
IT (Technologie, Zusammenarbeit, Randbedingungen)
Unterstützung Top-Management
Unternehmensziele <-> E-Learning-Ziele
Strategie: Umsetzung
Auswahl
Themen
Auswahl /
Erstellung
Inhalte
Roll-Out
Planung
Lenrstrategie
Konzpetion
Drehbuch
Produktion
Integration
Strategie: Outcome-oriented Learning
• Paradigmenwechsel: Lernergebnisse statt
Lerninhalte im Vordergrund
• Lernergebnisse: Fähigkeiten und Kompetenzen
• Offizielle Strategie der Europäischen Union
– Bologna Prozess: Studenten-zentrierte Lehre mit expliziten
„Learning Outcomes“
– European Qualification Framework: Lerner Mobilität erhöhen
durch standardisiertes Kompetenzmodell
Outcome-oriented Learning
Learning
Outcomes
Didaktik
LerninhalteLernprozess
Assessment
Lehr- & Lern Aktivitäten
IT-gestützte Prozesse
Services Daten
Outcome-oriented Learning
Standardisierungsebenen
Mensch zu Mensch
Mensch zu Maschine
Maschine zu Maschine
Standards
• Standards stellen Interoperabilität sicher:
– Verschiedene Content-Hersteller
– Verschiedene Lernmanagement-Systeme
– Heterogene HR-Infrastrukturen
• Relevante Standards
– SCORM (Sharable Content Object Reference Model)
– IMS LD
– QTI (Question & Test Interoperability)
Beispiel Daimler: Kompetenzmanagement als Basis der
Weiterbildungsstrategie
Qualifizierungsberatung
Beurteilung
Entwicklung
MA-Profil Soll-Profil
Gap-Profil
Assessments
Qualifiz.-
Katalog
WB
T
Präsen
z
CBT
Coaching Dokumente
Tutoring
Qualifi-
zierungs-
Empfehlung
Individuelles
Lernportfolio
Bildungs-
Controlling
4 TRENDS
Trends
• Personalisierung
– Personal Learning Environments
– Mobile Learning
• Soziale Netzwerke
– Social Media Integration
• Open Educational Resources
Personal Learning Environments
• Menschenbild: eigenmotivierter Lerner
• Abkehr von institutionellen Lernprozessen
• Der Lerner steht im Mittelpunkt und in der Verantwortung
• Rolle der Institution: Befähiger, Ermöglicher
• Institutionen schaffen Rahmenbedingungen, in denen Lernende
sich selbst entwickeln können
Personal Learning Environments
Quelle: Scott Wilson 2009
Mobiltelefone
werden als
Spielzeug und nicht
als Lernmittel
angesehen.
Mobile Learning
Quelle: Marcus Specht 2009
Quelle: Marcus Specht 2009
Mobiltelefone sind universelle
Werkzeuge für: Lesen,
Diskutieren, Dokumentieren,
Annotieren, und andere
Lernaktivitäten.
Quelle: Marcus Specht 2009
Mobile Learning Content (iTunes U)
Quelle: Marcus Specht 2009
Examples of sensors
GPS + compass + accelerometer
Quelle: Marcus Specht 2009
Social Media Integration
Health Care Education in Virtual Worlds
Quelle: Darlene Arlantho, Flickr.com
Offene Bildungsangebote (Open Educational Content)
MACE Project
Quelle: http://www.mace-project.eu
Fazit
• Outcome-orientierung (Kompetenzen) öffnet die Tür zu
– Personalisierung und Individualisierung (Welche Lernergebisse
benötige ich? Wie erreiche ich am Besten diese Ergebisse?)
– Offenen Bildungsressourcen (Wo bekomme ich Ressourcen zu
diesen Fähigkeiten und Ergebnissen?)
– Mobilem Lernen (Wie kann ich Lernergebnisse in mobilen
Situationen erzielen?)
– Standardisierung und Flexibilisierung
• Der Lerner steht im Mittelpunkt
Gruppenarbeit: Outcome-oriented Learning
Rollout-Plan
Ergebnismessung definieren
E-Learning Spezifikationen bestimmen
Change Management
Trainingsabteilung
IT (Technologie, Zusammenarbeit,
Randbedingungen)
Unterstützung Top-Management
Unternehmensziele <-> E-Learning-
Ziele • Wie ist die derzeitige E-
Learning-Strategie?
• Wie wirkt sich die Outcome-
oriented Learning auf die E-
Learning Strategie Ihres
Unternehmens aus?
• Für welche Bereiche eignet
sich Outcome-oriented
Learning?
• Wo ist der Mehrwert am
höchsten?
Vielen Dank!
Dr. Roland Klemke
Center of Learning Sciences and Technology
Open Universiteit Nederland
Roland.Klemke@ou.nl

E-Learning: Ziele, Verfahren, Strategien, Trends

  • 1.
    E-Learning Ziele, Verfahren, Strategien,Trends Dr. Roland Klemke Pharma E-Learning Workshop 28.10.2010 Roland.Klemke@ou.nl
  • 2.
  • 3.
    Aufmerksamkeitskurve Präsenztraining Nach 10Min hört ein Drittel nicht mehr zu Nach 25 Min hören drei Viertel nicht mehr zu In diesem Zeitfenster nichts Wichtiges sagen! AnteilaufmerksamerTeilnehmer Dauer in Minuten Quelle: Red Magma 2008
  • 4.
    Ausgangslage: Präsenztraining • Kosten(Trainerhonorare, Reisekosten) • Qualität • Umsetzbarkeit / Relevanz • Vergeudete Zeit (fehlende Voraussetzungen, fehlende Nachhaltigkeit) • Effekt (Prüfung, Übung, Praxisbezug)
  • 5.
  • 6.
    Ziele: Kosten „Mit E-Learningweniger Kosten verursachen“ • Kostenfaktoren Präsenztraining – Trainerhonorare – Trainingsmaterial – Reisekosten und -zeit – Arbeitszeit • Kostenfaktoren E-Learning – Content-Erstellung / -Beschaffung – Lernmanagement System (LMS) – Administration
  • 7.
    Beispielkalkulation Kosten für... Berechnungs- grundlage Anzahl à Summe IST-Kalkulation –30 % Präsenz Prod.kosten 2h WBT =50.000 € – 50 % Präsenz Prod.kosten 3h WBT =75.000 € Schulung Trainertage 200 800 € 160.000 € - 50.000 € - 80.000 € WBT Produktion 1h = 25.000 € + 50.000 € + 75.000 € Abwesenheit Schulungstage 2400 250 € 600.000 € - 150.000 € - 250.000 € Reisekosten Anreise, Unterbringung 1200 An: 50 € Ü: 70 € 120.000 € - 84.000 € Gesamt- kosten 1.110.000 € - 150.000 € - 339.000 € Einsparpotenzial E-Learning Beispiel: • Rollout einer Software für 1200 Anwender; • 2tägige Schulung mit Übernachtung Quelle: bureau42 GmbH 2007
  • 8.
    Ziele: Qualität „Mit E-Learningein höheres Niveau erreichen“ • Qualitätsfaktoren Präsenztraining – Trainerabhängig – Gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer? • Qualitätsfaktoren E-Learning – Content-Qualität – Didaktisches Konzept – Lernstandsermittlung – Pre-Test • Sonstige Faktoren – Imageträger E-Learning – Technische Ausstattung als Anreiz
  • 9.
    Beispiel Managment-Training Versicherung •Ziel: Einführung Management-Standards • Zielgruppe: Führungskräfte • Themen: Management- Handbuch Führung • E-Learning als Mittel der Kommunikation und des internen Marketing Quelle: bureau42 GmbH 2006
  • 10.
    Ziele: Skalierung „Mit E-Learningeinen höheren Durchsatz erzielen“ • Faktoren Präsenztraining – Begrenzte Teilnehmerzahl – Begrenzte Trainerverfügbarkeit • Unbegrenzte Skalierung – Anzahl Trainingseinheiten • Z.B. Flächenorganisation – Räumliche Komponente • Z.B. Außendienst – Zeitliche Komponente • Z.B. Neue Mitarbeiter
  • 11.
    Beispiel Außendienst Versicherung •Ziel: verteilte Zielgruppe schnell und effektiv erreichen • Zielgruppe: Außendienst, Vertrieb • Themenauszug: – EU-Vermittlerrichtlinie, – Telefontraining, – Produktwissen Quelle: bureau42 GmbH 2008
  • 12.
    Ziele: Nachhaltigkeit „Mit E-Learningeinen nachhaltigen Lerneffekt erzielen“ • Integration von Lern- und Arbeitsprozessen – Unterstützung von Learning on the Job – Wissen dort vermitteln, wo es benötigt wird • Angebot von Nachhaltigkeitselementen (Kommunikation, Nachschlagewerk) – Auffrischen von Lerninhalten – Vorbereiten von neuen Lernphasen
  • 13.
    Beispiel Softwaretraining Technologiekonzern •Ziel: Einsatz SAP verbessern • Zielgruppe: SAP-Nutzer, Konzernweit • Themen: Konzernlösung SAP • Verfahren: in SAP integrierte Schulungs- und Dokumentationslösung – automatisierte Erstellung von SAP- Dokumentationen und Hilfe-Dokumenten – Einbindung der Hilfe- Dokumente in das SAP- System auf Quelle: Humance AG 2008
  • 14.
    Ziele: Kontrolle „Mit E-LearningBildungsstand und –fortschritt erfassen“ • Wer hat welche Fortbildung gemacht? • Mit welchem Erfolg? • Wer hat welche Fähigkeit? • Wer hat welches Potential? • Aber: – Betriebsrat? – Datenschutz?
  • 15.
    Beispiel Händlerschulung Automobilkonzern •Ziel: Einführung Händler- System mit Abdeckung aller Händler • Zielgruppe: Vertragshändler • Themen: Händler System • Verfahren: – E-Learning Inhalt mit Anbindung an Zertifizierungssystem – Konzernzentrale kann Schulungserfolg nachvollziehen Quelle: ILT Solutions GmbH 2007
  • 16.
  • 17.
  • 18.
  • 19.
  • 20.
    Historie: E-Learning Individuell –Sozial – Personalisiert Computer- based Training Web- based Training User-generated Content Social Networks Personal Learning Environment Learning Management Systeme Virtual Learning Environment
  • 21.
    Simulation von Therapievorgängen unter„realistischen“ Bedingungen Grundlage: echte Falldaten aus der HIV-Therapie und HIV- Simulationsalgorithmen aus der medizinischen Forschung Ärzte bekommen Falldaten und aktuelle Situationen präsentiert und müssen komplexe Therapieentscheidungen treffen Ein komplexes Regelwerk simuliert den Therapieverlauf und stellt eine Folgesituation dar (z.B. Nebenwirkungen, Resistenzen, Viruslast) Über verschiedene Analysewerkzeuge kann der Arzt Labormessungen zur Diagnose durchführen Beispiel Therapiesimulation Interaktiv, Personalisiert, Komplex Quelle: sector5 New Media GmbH 2008
  • 22.
  • 23.
  • 24.
    Vorgehensmodell: Skizze WBT Design:Lernzieloperationalisierung  wiedergeben nennen aufzählen beschreiben erläutern  Reproduktion  Reorganisation Transfer Problemlösung  Wissen  Verstehen  Anwenden  Analyse  Synthese  Evaluation  durchführen berechnen anwenden  ableiten ermitteln entwerfen erarbeiten planen bewerten beurteilen  Animationen/ Simulationen/ Skripte/HTML/ Videostate- ments  Lernkonto mit Fehleranalyse  Virtueller Case  Darbietung von Musterlösungen  Tutor- Kontakt  multiple choice  Lückentexte  Interaktive Übungen  geschlossene Fragen  Rekonstruktion komplexer Fälle und Fallstudien Lernziele Lernziel- stufen Infinitiv Beispiele Präsentations- Elemente Test- Elemente Feedback- Elemente  Simulationen Medienmix  Workshop Lernziel  Planspiel
  • 25.
    Verfahren: Blended Learning •Didaktisches Konzept • Mischung von verschiedenen Trainingsformen • Präsenztraing • E-Learning • Virtual Classroom • Praxistransfer
  • 26.
    Blended Learning - Vorbereitung- Vorbereitung Selbstlernabschnitt Präsenzschulung Betreuung und Aufgaben per Telefon, E-Mail, Forum, Virtual Classroom
  • 27.
    Blended Learning - Nachbereitung- Präsenzschulung Vorbereitung Selbstlernabschnitt Betreuung und Aufgaben per Telefon, E-Mail, Forum, Virtual Classroom
  • 28.
    Blended Learning - Praxisphase- Präsenzschulung Vorbe- reitung Praxis am Arbeitplatz Betreuung und Aufgaben per Telefon, E-Mail, Forum, Virtual Classroom Präsenzschulung
  • 29.
    Blended Learning - Lernenam Arbeitsplatz - Vorbereitung Selbstlernabschnitt Betreuung und Aufgaben per Telefon, E-Mail, Forum, Virtual Classroom Virtuelles Zwischen- treffen Betreuter Transferabschnitt
  • 30.
    Blended Learning - Begleitung/Integration- Vorbe- reitung Betreuung und Aufgaben per Telefon, E-Mail, Forum, Virtual Classroom Transfer in die Praxis Virtuelles Abschluss- treffen Virtueller Kick-off Nachbetreuung am Arbeitsplatz vorbereitender Selbstlern- abschnitt Präsenzschulung
  • 31.
    Kombination aus Präsenzschulungund E-Learning Gruppenräume werden mit interaktiver Gruppensoftware ausgestattet Teilnehmende Ärzte lernen in Gruppen und lösen Aufgaben Ein Moderator kann Gruppenergebnisse interaktiv einsammeln und zur Diskussion stellen Interaktive Diskussionsmaterialien verstärken den Lerneffekt Projektbeispiel Blended Learning Ärztefortbildung für HIV-Therapie Quelle: sector5 New Media GmbH 2007
  • 32.
  • 33.
    Strategie Quelle: Assen &Van de Pol (2008) Ad hoc Training Spontaner Bedarf Learning Management Kosten & Transparenz Kompetenz- Management Qualität & Bedarf Unternehmens- Akademie Strategische Personal- entwicklung Lernende Organisation Nachhaltige Organisations- entwicklung
  • 34.
    Strategie: Faktoren • Organisationsstruktur –Zentral / Dezentral • Selbstbild / Fremdbild der Organisation – Qualität vs. Kosten – Top-Down vs. Bottom-Up • Ausbildungsniveau – Motivation, Didaktik • Dynamik / Stabilität der Inhalte – Produktionskonzepte, Formate – Eigenproduktion vs. Fremdproduktion • Zielgruppe – Größe, örtliche Verteilung, Zeit, Ausstattung – Intern / Extern (Vertrieb, Service)
  • 35.
    Strategie: Vorgehensweise Rollout-Plan Ergebnismessung definieren E-LearningSpezifikationen bestimmen Change Management Trainingsabteilung IT (Technologie, Zusammenarbeit, Randbedingungen) Unterstützung Top-Management Unternehmensziele <-> E-Learning-Ziele
  • 36.
  • 37.
    Strategie: Outcome-oriented Learning •Paradigmenwechsel: Lernergebnisse statt Lerninhalte im Vordergrund • Lernergebnisse: Fähigkeiten und Kompetenzen • Offizielle Strategie der Europäischen Union – Bologna Prozess: Studenten-zentrierte Lehre mit expliziten „Learning Outcomes“ – European Qualification Framework: Lerner Mobilität erhöhen durch standardisiertes Kompetenzmodell
  • 38.
  • 39.
    Lehr- & LernAktivitäten IT-gestützte Prozesse Services Daten Outcome-oriented Learning Standardisierungsebenen Mensch zu Mensch Mensch zu Maschine Maschine zu Maschine
  • 40.
    Standards • Standards stellenInteroperabilität sicher: – Verschiedene Content-Hersteller – Verschiedene Lernmanagement-Systeme – Heterogene HR-Infrastrukturen • Relevante Standards – SCORM (Sharable Content Object Reference Model) – IMS LD – QTI (Question & Test Interoperability)
  • 41.
    Beispiel Daimler: Kompetenzmanagementals Basis der Weiterbildungsstrategie Qualifizierungsberatung Beurteilung Entwicklung MA-Profil Soll-Profil Gap-Profil Assessments Qualifiz.- Katalog WB T Präsen z CBT Coaching Dokumente Tutoring Qualifi- zierungs- Empfehlung Individuelles Lernportfolio Bildungs- Controlling
  • 42.
  • 43.
    Trends • Personalisierung – PersonalLearning Environments – Mobile Learning • Soziale Netzwerke – Social Media Integration • Open Educational Resources
  • 44.
    Personal Learning Environments •Menschenbild: eigenmotivierter Lerner • Abkehr von institutionellen Lernprozessen • Der Lerner steht im Mittelpunkt und in der Verantwortung • Rolle der Institution: Befähiger, Ermöglicher • Institutionen schaffen Rahmenbedingungen, in denen Lernende sich selbst entwickeln können
  • 45.
  • 46.
    Mobiltelefone werden als Spielzeug undnicht als Lernmittel angesehen. Mobile Learning Quelle: Marcus Specht 2009
  • 47.
  • 48.
    Mobiltelefone sind universelle Werkzeugefür: Lesen, Diskutieren, Dokumentieren, Annotieren, und andere Lernaktivitäten. Quelle: Marcus Specht 2009
  • 49.
    Mobile Learning Content(iTunes U) Quelle: Marcus Specht 2009
  • 50.
    Examples of sensors GPS+ compass + accelerometer Quelle: Marcus Specht 2009
  • 51.
    Social Media Integration HealthCare Education in Virtual Worlds Quelle: Darlene Arlantho, Flickr.com
  • 52.
    Offene Bildungsangebote (OpenEducational Content) MACE Project Quelle: http://www.mace-project.eu
  • 53.
    Fazit • Outcome-orientierung (Kompetenzen)öffnet die Tür zu – Personalisierung und Individualisierung (Welche Lernergebisse benötige ich? Wie erreiche ich am Besten diese Ergebisse?) – Offenen Bildungsressourcen (Wo bekomme ich Ressourcen zu diesen Fähigkeiten und Ergebnissen?) – Mobilem Lernen (Wie kann ich Lernergebnisse in mobilen Situationen erzielen?) – Standardisierung und Flexibilisierung • Der Lerner steht im Mittelpunkt
  • 54.
    Gruppenarbeit: Outcome-oriented Learning Rollout-Plan Ergebnismessungdefinieren E-Learning Spezifikationen bestimmen Change Management Trainingsabteilung IT (Technologie, Zusammenarbeit, Randbedingungen) Unterstützung Top-Management Unternehmensziele <-> E-Learning- Ziele • Wie ist die derzeitige E- Learning-Strategie? • Wie wirkt sich die Outcome- oriented Learning auf die E- Learning Strategie Ihres Unternehmens aus? • Für welche Bereiche eignet sich Outcome-oriented Learning? • Wo ist der Mehrwert am höchsten?
  • 55.
    Vielen Dank! Dr. RolandKlemke Center of Learning Sciences and Technology Open Universiteit Nederland Roland.Klemke@ou.nl