Digitalität & Bildung
weder
"mediengestützter"
Unterricht
noch Programmieren
für alle
Digitalität und Gesellschaft
 Informatik: Gesellschaft ist ein Aspekt, unter
dem man Technologie auch betrachten muss.
(Dagstuhl-Dreieck: "Wie wirkt Technologie auf
Gesellschaft?")
Technikzentrierte Perspektive
 Wirtschaft: Technologie ist das Mittel, mit
dem "wir" Probleme lösen.
Technizistisches Weltverständnis
 Gesellschaftswissenschaft: Gesellschaft ist
Kommunikation. Dazu braucht es Medien.
2
Gesellschaftsformationen - Epochen
3
4
Foto:BarrettLyon,TheOpteProject,Nov23,2003
Weltgesellschaft im
Dauergespräch mit
sich selbst -
globale Vernetzung
Arbeit und Existenz
 Verstärkung der Ungleichheit
 anspruchsvolle Arbeitsplätze, die KI nicht kann
 sehr gut gebildete Menschen
 anspruchslose Arbeitsplätze, für die KI zu
teuer ist
 Schufterei zum Billiglohn, „Working Poor“
 Mehr Arbeitsplätze werden vernichtet als neu
geschaffen
5
Krass ...
"Wir benötigen zunehmend Menschen, die
Dinge beherrschen und in Bereichen qualifiziert
sind, die nicht algorithmisiert werden können.
Alles, was automatisiert werden kann, wird auch
automatisiert werden. In diesem Sinne sind
Programmierkenntnisse zwar wichtig, doch
werden Programmierer in der Welt von morgen
eine ähnliche Rolle einnehmen wie Bandarbeiter
im Industriezeitalter."
Björn Waide, CEO smartsteuer GmbH
6
Bildung "WARUM ?"
 Es geht nicht nur darum, welche Fähigkeiten
die Menschen brauchen, um einen
Arbeitsplatz zu bekommen.
 Es geht auch darum, welche Fähigkeiten die
Menschen brauchen, um die (welt-)
gesellschaftlichen Probleme lösen zu können
(Klimawandel, Ungleichheit, Fake News,
Demokratiegefährdung ...)
7
Bildung "WAS ?" - Literacy 2 für Alle
 Kritisches Denken
 Kreativität
 Kommunikation
 Kollaboration
 Metalernen
 logisch systematisch denken
und systemisch komplex
 fachlogisch denken
und trans- u interdisziplinär
 historisch denken
 versatil denken
= „big picture“ und engen
Fokus im Wechsel
8
Elemente des Kritischen Denkens
Perspektiven
und
Standpunkte
Gegen-
stand
Ziel
Problem
Infos
auswählen
Frage-
stellung
Zusammen
-hänge
und
Schlussfol-
gerungen
Vorannah-
men
Implikatio-
nen und
Konsequen-
zen
Begriffe
und
Theorien
9
Bildung "WIE?"
Buchdruckzeitalter
lehrerzentriert
belehrend
systematisch
objektivistisch
de-kontextualisiert
allein
feststehendes Ergebnis
vorgegebene Bedeutung
 Lernmodell: Büffeln
digitales Zeitalter
lernendenzentriert
forschend
problemorientiert
perspektivisch
re-kontextualisiert
im Austausch mit anderen
ergebnisoffen
persönlicher Sinn
 Lernmodell: Rauskriegen
10
WIE geht das unter den Bedingungen
der Digitalität?
 mit problemorientierter, projektartiger
Lernprozess-Gestaltung
 unter Nutzung komplexer Medienformen
 indem die Lehrer auch ihr eigenes Lernen
projektartig und digital vernetzt organisieren
11
Beispiel
12
https://li.hamburg.de/publikationen/
5307326/globales-lernen-postwachstum/
13
PLN –
Persönliches
Lernnetzwerk
CoP –
Communities of
Practice
Arbeitsteams
Vernetztes Lernen - Vernetzung lernen
14
Das #twitterlehrerzimmer
15
16
Danke für Ihre Geduld!
Twitter: @lisarosa
Blog: shiftingschool.wordpress.com

Digitalität & Bildung