Markterfolg durch Innovationsmanagement
     - IT-Dienstleister in Deutschland


            2. Lernlaboratorium des integro-Projektes,
    Sozialforschungsstelle Dortmund, ZWE der TU Dortmund
                        5. November 2009

                      Gudrun Schlaphorst
                   enterpriser GmbH & Co. KG
               Gudrun.Schlaphorst.@enterpriser.de
Ergebnisse einer Analyse des Innovationsmanagements bei IT-
            Dienstleistungsunternehmen in Deutschland


•   Wir haben eine Feldstudie zur Standortbestimmung der Service- Innovation bei
    IT- Professional Service Unternehmen in Deutschland durchgef•hrt.
•   Die Befragung basierte auf einem Best-Practice-Modell, dessen G•te mit der Studie
    verifiziert wurde.
•   Die Ergebnisse der Feldstudie zeigen erhebliche Verbesserungspotenziale bei der
    Innovationsstrategie und im Innovationsmanagement von IT-Dienstleistungsfirmen in
    Deutschland.
•   Die identifizierten Einflussfaktoren f•r den Innovationserfolg k‚nnen einzelne
    Unternehmen verwenden, um ihr Innovationsmanagement zu reflektieren und sich mit
    anderen Unternehmen der Branche zu vergleichen. Daraus wiederum lassen sich
    dann konkrete Handlungsoptionen für Unternehmen ableiten.
•   ƒber die Handlungsempfehlungen f•r einzelne Unternehmen hinaus konnten
    übergreifende Handlungsfelder f•r die IT-Branche abgeleitet werden, die der
    gesamten Branche zugute kommen k‚nnen.
Wir haben eine Standortbestimmung der Service- Innovation bei IT-
 Professional Service Unternehmen in Deutschland durchgeführt



   Ziel der Studie war es,
   1. Erkenntnisse über den Stand der Service-Innovation bei ITK Service
      Anbietern in Deutschland zu gewinnen
   2. den Zusammenhang zwischen Reife des Innovationsmanagements
      und Business Performance aufzuzeigen
   3. den Stand des Innovationsmanagements der ITK-Service-Anbieter
      im Vergleich zu deutschen Dienstleistungsunternehmen
      einzuschätzen
   4. Handlungsoptionen für ITK-Service Unternehmen zur Verbesserung
      ihrer Service-Innovation aufzuzeigen
   5. politische Handlungsfelder für die deutsche IT-Service-Branche bzgl.
      Ausbau ihrer Stellung als Innovator in einem globalen Markt zu
      identifizieren
Gemeinschaftsprojekt von 3 Kooperationspartnern aus Wirtschaft,
          Wissenschaft und der Verbandslandschaft:

                              enterpriser GmbH & Co. KG.
Jürgen Samuel                Initiatoren der Studie
Gudrun Schlaphorst           Durchführung der Befragung
                             Auswertung und Publikation
                                  BITKOM
 Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue-Medien e.V.
Dr. Mathias Weber            Unterstützung und Begleitung der Studie über die Arbeitskreise
                             Mitwirkung bei der Befragung und Veröffentlichung der Ergebnisse
                             über die Gremien des BITKOM
                 Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship
                             der European Business School
Prof. Dr. Peter Russo        Mitwirkung bei der Gestaltung der Befragung und der statistischen
                             Auswertung
                             Sicherstellung der wissenschaftlichen Vorgehensweise
Steckbrief für die Durchführung der Studie




Zielgruppe:
•   IT-Service Unternehmen mit >50 Mitarbeiter (mit einigen Ausnahmen):
    BITKOM-Mitglieder und Adressbestand der Sales People GmbH
•   Stichprobe: 1243 Unternehmen angesprochen
•   R•cklaufquote 213 (17,1%)


Ablauf
•   Zweistufige Befragung:
     1. Online-Fragebogen mit telefonischem Nachfassen (August/September
        2008) durch die Agentur Sales People (Mannheim)
     2. Strukturiertes Telefoninterview bei 30 ausgew„hlten Teilnehmern
        (September/Oktober 2008) durch G. Schlaphorst und J. Samuel
•   Ver‚ffentlichung: Anfang Februar 2009 •ber das Eito-Portal des BITKOM
    Research GmbH http://serviceinnovation.eito.com
Die Antworten waren nach Unternehmensgrۥe und Portfolio gut
                               „balanciert“

                                                                       120
                                                                                 Verteilung Portfolio- und
                                                                                     Größenklassen
              25%                    24%                               100
                                                            BITP
                                                                             22%
                                                            ITB
                                                            ITSP        80

                                                            SSW              17%            30%
            19%                                                                                                 SSW
                                    32%                                 60                                      ITSP
                                                                                            17%                 ITB
                                                                                                                BITP
                                                                        40   42%
Kategorisierung anhand L„nendonk-Listen
SSW = Standard-Software-Unternehmen                                                         27%
       überwiegend mit Standard-Software-Produktion, -Vertrieb und -                                    20%
       Wartung
ITB = IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen                  20                              33%
       Überwiegend DV-Beratung, Individual-Software-Entwicklung und
       Systemintegration.                                                    19%            27%         13%
ITSP = IT-Service Unternehmen                                                                           33%
       Überwiegend IT-Dienstleistungen, z.B. Outsourcing, ASP, RZ-       0
       Services
BITP = Business Innovation/Transformation Partner                            < 100      101 bis 1000   > 1000
       Beratung und Dienstleistungen von Business Process Consulting
       bis Betrieb
Die Befragung basierte auf einem „Best-Practice“-Modell f„r
                  Innovationssysteme…


         Innovationsstrategie
          Markt- & Techno      Aktuelles                   Anforderungen
                                            Innovations-                     Transformations
          Trends, Kunden-    Innovations-                  an Innovations-
                                                Ziele                             -Plan
          Anforderungen         System                         System




         Service-Innovationssystem

           Positionierungs   Portfolio-     Potenzial-     Prozess-Rollen-    Performance-
             -Dimension      Dimension      Dimension        Dimension         Dimension




         Service
                                                             Prozess der
               Markt
                                Angebot      Potenziale      Leistungs-         Ergebnis
             (Nachfrage)
                                                             erbringung
… die Studie hat die G„te des Modells bewiesen!



             Modellg„te:
                                         Positio-
Insgesamt können 55% der Innovations-
 Performance über diese Einflussgrößen   nierung
            erklärt werden!




                             Poten-       Port-     Pro-
                              tial        folio     zess



                                                       Starker Zusammenhang
                                         Perfor-       Mittlerer Zusammenhang
                                                       Schwacher Zusammenhang
                                         mance
Innovationsstrategie: Unternehmen wollen innovativer sein, als sie
                es aktuell sind oder als sie wahrgenommen werden.



               Anspruch an die Wahrnehmung des                      Einschätzung der Markt-Wahrnehmung des
          Unternehmens als innovativer Serivce-Anbieter            Unternehmens als innovativer Service-Anbieter
                            (n = 211)                                                 (n = 210)
140        129                                                90              79
120                                                           80                      70
                                                              70
100                                                           60
    80                                                        50
                    50                                        40     34
    60
                                                              30
    40                                                                                            14
                             20                               20                                        10
    20                                        7               10                                                   4
                                      2                   3
    0                                                          0
            1        2       3        4       5           6          1        2        3          4     5          6



•        Dennoch haben die befragten Unternehmen häufig keine explizite
         Innovationsstrategie.
•        Wenn Innovationsziele existieren, sind diese häufig unkonkret und nicht
         quantifiziert. Demzufolge ist es schwierig, die Innovationsaktivitäten zu steuern.
Innovations-Ziele sind aber häufig unkonkret und nicht quantifiziert



                        Innovationsziele                              •   Umsatz mit neuen Services
              (n=177, Mehrfachnennungen möglich)                          überdurchschnittlich bei großen
                                                                          Unternehmen
                   31
                                                                      •   Innovationserfolgsquote
              34                                                          unterdurchschnittlich bei großen
                                           Umsatz neue Services
                                                                          Unternehmen
         37                                Innovationserfolgsquote    •   Tiefeninterviews zeigen, dass
                             150           Dauer Serviceentwicklung       Innovationsziele selten wirklich
                                           F&E-Quote                      gemessen werden.
    63                                     Sonstiges                     Demzufolge ist es schwierig, die
                                           keine Relevanz
                                                                          Innovationsaktivitäten zu steuern.
                                           keine Angabe
                   85
Viele Unternehmen sind mit ihrer Innovations-Performance nicht
                         zufrieden!



                                           •   Die Hälfte der befragten
                                               Unternehmen entwickelt nicht
                                               genug vermarktbare neue
                                               Services.
                                           •   Große Unternehmen sind
                                               weniger zufrieden mit ihrer
                                               Innovation als KMUs.
                                           •   Software-Unternehmen sind
                                               wesentlich zufriedener als
                                               Beratungsunternehmen und IT-
                                               Service-Provider.
                                           •   Ältere Unternehmen sind
                                               weniger zufrieden als junge.
                                              Es gibt erhebliche
                                               Verbesserungspotentiale.
Gründe, z.B.: Kunden werden zu wenig in die Entwicklung
                     einbezogen!


 Die Berücksichtigung von Kundenanforderungen und die Einbeziehung von Kunden bei
 der Serviceentwicklung stellt ein Verbesserungspotential für die Marktfähigkeit neuer
 Services und damit den Innovationserfolg dar.
Bei gro•en Unternehmen ist Innovation nur unterdurchschnittlich
                 im Wertesystem verankert …




            Innovation ist im Wertesystem verankert.
     100%
      95%
      90%
      85%
      80%
      75%
      70%                                          keine Angabe
      65%                                          Nein
      60%
      55%                                          Ja
      50%
… gr€•tes Verbesserungspotenzial bei gro•en Unternehmen liegt
                  in der Innovationskultur!



                       Bei allen Mitarbeitern gibt es ein hohes Maß an
                       Motivation und Engagement für neue Themen.
    100,00%
     90,00%
     80,00%
     70,00%                                                                                keine Angabe
     60,00%                                                                                6
     50,00%                                                                                5
     40,00%                                                                                4
     30,00%                                                                                3

     20,00%                                                                                2

     10,00%                                                                                1

      0,00%
              Gesamt    < 100 101-1000 > 1000   SSW   ITB   ITSP   BITP   bis 10    > 10
                                                                          Jahre    Jahre
Netzwerke und Partner werden wenig genutzt!




          Externe Netzwerke (z.B. zu Universitäten und Instituten)
          und/oder Partner sind in die Generierung neuer Service -
              Ideen bzw. Entwicklung neuer Services involviert.
100,00%
 90,00%
 80,00%
 70,00%                                                                                  keine Angabe
 60,00%                                                                                  6
 50,00%                                                                                  5

 40,00%                                                                                  4

 30,00%                                                                                  3
                                                                                         2
 20,00%
                                                                                         1
 10,00%
  0,00%
          Gesamt   < 100   101 -1000 > 1000   SSW   ITB   ITSP   BITP   bis 10    > 10
                                                                        Jahre    Jahre
Bei kleinen/mittleren Unternehmen gibt es Nachholbedarf bei
             Organisation und Finanzierung des Innovationsprozesses!

              Ideensammlung/-bewertung                                          Service-Entwicklungsprozess
80%                                                               80%                     77%
                        73%               73%
75%   69%   70%                     71%               69%         75%
                              68%                           68%
70%               65%                                             70%
                                                63%                                 63%         62%
65%                                                               65%
60%                                                               60%                                                         57%
                                                                        54%                                 54%   53%
55%                                                               55%                                 49%
50%                                                               50%                                                   44%
45%                                                               45%         40%
40%                                                               40%
35%                                                               35%
30%                                                               30%




             Steuerung Innovationsprozess                               Finanzierungsmodell Service-Entwicklung
90%                                                               50%                     47%
                        77%
80%                                                               45%                                       39%   39%   39%
      66%         67%                     66%   69%   67%   65%
70%         61%               64%   65%                           40%                           34%
                                                                        33%         33%                                       31%
60%                                                               35%         29%
                                                                  30%                                 24%
50%
                                                                  25%
40%
                                                                  20%
30%                                                               15%
20%                                                               10%
10%                                                                5%
 0%                                                                0%
Die Feldstudie zeigt erhebliche Verbesserungspotenziale im
    Innovationsmanagement von deutschen IT-Dienstleistungsfirmen


•    Unternehmen wollen innovativer sein, als sie es aktuell sind oder als sie
     wahrgenommen werden. Dennoch haben die befragten Unternehmen h„ufig keine
     explizite Innovationsstrategie. Innovationsziele sind h„ufig unkonkret und nicht
     quantifiziert. Demzufolge ist es schwierig, die Innovationsaktivit„ten zu steuern.
•    Viele Unternehmen sind mit ihrer Innovations-Performance nicht zufrieden. Die
     Performance von Innovation wird allerdings fast nirgends gemessen.
•    Große Unternehmen haben im Branchendurchschnitt das gr‚…te Potenzial bzgl. der
     Verbesserung ihrer Innovationskultur, um Engagement und Motivation der Mitarbeiter
     zu steigern.
•    Kleine und mittlere Unternehmen beklagen einen Mangel an hochqualifizierten
     Mitarbeitern. Nachholbedarf zeigt sich auch bei der Organisation des
     Innovationsprozesses selbst, v.a. beim Service-Entwicklungsprozess. Kleinere
     Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Innovationen systematisch zu finanzieren.
•    Gro…e Chancen, um den Innovationsprozess voranzutreiben, bietet die st„rkere
     Nutzung von Netzwerken mit Universit„ten und Instituten sowie Partnern au…erhalb
     des Unternehmens.
Ein Innovationsindex hilft Unternehmen, ihren Innovationserfolg im
       Vergleich mit ihrer Peer-Group messbar zu steigern.
Ein Innovationsindex hilft Unternehmen, ihren Innovationserfolg im
       Vergleich mit ihrer Peer-Group messbar zu steigern.



                        Benchmark in der Größenklasse 101-1000
        100,00

         95,00

         90,00

         85,00

         80,00
                                                                       Gesamt
         75,00                                                         Best in Class

         70,00                                                         Ihr Unternehmen
                                                                       Champions
         65,00

         60,00

         55,00

         50,00
                 Positionierung   Prozess   Potentiale   Performance
Ein Innovationsindex hilft Unternehmen, ihren Innovationserfolg im
       Vergleich mit ihrer Peer-Group messbar zu steigern.



                           Benchmark in der Größenklasse >1000
        100,0

         95,0

         90,0

         85,0

         80,0
                                                                      Gesamt
         75,0                                                         Best-in-Class

         70,0                                                         Ihr Unternehmen
                                                                      Champions
         65,0

         60,0

         55,0

         50,0
                Positionierung   Prozess   Potentiale   Performance
Handlungsoptionen zur Steigerung des Innovationserfolgs



•   Die identifizierten Einflussfaktoren f•r den Innovationserfolg k‚nnen einzelne
    Unternehmen verwenden, um ihr Innovationsmanagement zu reflektieren und
    Verbesserungsbereiche zu erkennen und sich mit Innovations-Champions oder Best-
    in-Class-Unternehmen der Branche zu vergleichen. Daraus wiederum lassen sich
    dann konkrete Handlungsoptionen für Unternehmen ableiten.
•   ƒber die Handlungsempfehlungen f•r einzelne Unternehmen hinaus konnten f•nf
    übergreifende Handlungsfelder f•r die IT-Branche abgeleitet werden, die der
    gesamten Branche zugute kommen k‚nnen:
      1. Forcieren von „Best Practices“ im Innovationsmanagement,
      2. Forcieren von „Innovations-Netzen“,
      3. F‚rderung der Innovationskultur,
      4. Sicherstellung der Verf•gbarkeit ausreichender Fachkr„fte am Personalmarkt und
      5. F‚rderung von Finanzierungsmodellen f•r Innovation.
Vielen Dank!




       Gudrun Schlaphorst
    enterpriser GmbH & Co. KG
Gudrun.Schlaphorst.@enterpriser.de

IT Services Innovation

  • 1.
    Markterfolg durch Innovationsmanagement - IT-Dienstleister in Deutschland 2. Lernlaboratorium des integro-Projektes, Sozialforschungsstelle Dortmund, ZWE der TU Dortmund 5. November 2009 Gudrun Schlaphorst enterpriser GmbH & Co. KG Gudrun.Schlaphorst.@enterpriser.de
  • 2.
    Ergebnisse einer Analysedes Innovationsmanagements bei IT- Dienstleistungsunternehmen in Deutschland • Wir haben eine Feldstudie zur Standortbestimmung der Service- Innovation bei IT- Professional Service Unternehmen in Deutschland durchgef•hrt. • Die Befragung basierte auf einem Best-Practice-Modell, dessen G•te mit der Studie verifiziert wurde. • Die Ergebnisse der Feldstudie zeigen erhebliche Verbesserungspotenziale bei der Innovationsstrategie und im Innovationsmanagement von IT-Dienstleistungsfirmen in Deutschland. • Die identifizierten Einflussfaktoren f•r den Innovationserfolg k‚nnen einzelne Unternehmen verwenden, um ihr Innovationsmanagement zu reflektieren und sich mit anderen Unternehmen der Branche zu vergleichen. Daraus wiederum lassen sich dann konkrete Handlungsoptionen für Unternehmen ableiten. • ƒber die Handlungsempfehlungen f•r einzelne Unternehmen hinaus konnten übergreifende Handlungsfelder f•r die IT-Branche abgeleitet werden, die der gesamten Branche zugute kommen k‚nnen.
  • 3.
    Wir haben eineStandortbestimmung der Service- Innovation bei IT- Professional Service Unternehmen in Deutschland durchgeführt Ziel der Studie war es, 1. Erkenntnisse über den Stand der Service-Innovation bei ITK Service Anbietern in Deutschland zu gewinnen 2. den Zusammenhang zwischen Reife des Innovationsmanagements und Business Performance aufzuzeigen 3. den Stand des Innovationsmanagements der ITK-Service-Anbieter im Vergleich zu deutschen Dienstleistungsunternehmen einzuschätzen 4. Handlungsoptionen für ITK-Service Unternehmen zur Verbesserung ihrer Service-Innovation aufzuzeigen 5. politische Handlungsfelder für die deutsche IT-Service-Branche bzgl. Ausbau ihrer Stellung als Innovator in einem globalen Markt zu identifizieren
  • 4.
    Gemeinschaftsprojekt von 3Kooperationspartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Verbandslandschaft: enterpriser GmbH & Co. KG. Jürgen Samuel Initiatoren der Studie Gudrun Schlaphorst Durchführung der Befragung Auswertung und Publikation BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue-Medien e.V. Dr. Mathias Weber Unterstützung und Begleitung der Studie über die Arbeitskreise Mitwirkung bei der Befragung und Veröffentlichung der Ergebnisse über die Gremien des BITKOM Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship der European Business School Prof. Dr. Peter Russo Mitwirkung bei der Gestaltung der Befragung und der statistischen Auswertung Sicherstellung der wissenschaftlichen Vorgehensweise
  • 5.
    Steckbrief für dieDurchführung der Studie Zielgruppe: • IT-Service Unternehmen mit >50 Mitarbeiter (mit einigen Ausnahmen): BITKOM-Mitglieder und Adressbestand der Sales People GmbH • Stichprobe: 1243 Unternehmen angesprochen • R•cklaufquote 213 (17,1%) Ablauf • Zweistufige Befragung: 1. Online-Fragebogen mit telefonischem Nachfassen (August/September 2008) durch die Agentur Sales People (Mannheim) 2. Strukturiertes Telefoninterview bei 30 ausgew„hlten Teilnehmern (September/Oktober 2008) durch G. Schlaphorst und J. Samuel • Ver‚ffentlichung: Anfang Februar 2009 •ber das Eito-Portal des BITKOM Research GmbH http://serviceinnovation.eito.com
  • 6.
    Die Antworten warennach Unternehmensgr€•e und Portfolio gut „balanciert“ 120 Verteilung Portfolio- und Größenklassen 25% 24% 100 BITP 22% ITB ITSP 80 SSW 17% 30% 19% SSW 32% 60 ITSP 17% ITB BITP 40 42% Kategorisierung anhand L„nendonk-Listen SSW = Standard-Software-Unternehmen 27% überwiegend mit Standard-Software-Produktion, -Vertrieb und - 20% Wartung ITB = IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen 20 33% Überwiegend DV-Beratung, Individual-Software-Entwicklung und Systemintegration. 19% 27% 13% ITSP = IT-Service Unternehmen 33% Überwiegend IT-Dienstleistungen, z.B. Outsourcing, ASP, RZ- 0 Services BITP = Business Innovation/Transformation Partner < 100 101 bis 1000 > 1000 Beratung und Dienstleistungen von Business Process Consulting bis Betrieb
  • 7.
    Die Befragung basierteauf einem „Best-Practice“-Modell f„r Innovationssysteme… Innovationsstrategie Markt- & Techno Aktuelles Anforderungen Innovations- Transformations Trends, Kunden- Innovations- an Innovations- Ziele -Plan Anforderungen System System Service-Innovationssystem Positionierungs Portfolio- Potenzial- Prozess-Rollen- Performance- -Dimension Dimension Dimension Dimension Dimension Service Prozess der Markt Angebot Potenziale Leistungs- Ergebnis (Nachfrage) erbringung
  • 8.
    … die Studiehat die G„te des Modells bewiesen! Modellg„te: Positio- Insgesamt können 55% der Innovations- Performance über diese Einflussgrößen nierung erklärt werden! Poten- Port- Pro- tial folio zess Starker Zusammenhang Perfor- Mittlerer Zusammenhang Schwacher Zusammenhang mance
  • 9.
    Innovationsstrategie: Unternehmen wolleninnovativer sein, als sie es aktuell sind oder als sie wahrgenommen werden. Anspruch an die Wahrnehmung des Einschätzung der Markt-Wahrnehmung des Unternehmens als innovativer Serivce-Anbieter Unternehmens als innovativer Service-Anbieter (n = 211) (n = 210) 140 129 90 79 120 80 70 70 100 60 80 50 50 40 34 60 30 40 14 20 20 10 20 7 10 4 2 3 0 0 1 2 3 4 5 6 1 2 3 4 5 6 • Dennoch haben die befragten Unternehmen häufig keine explizite Innovationsstrategie. • Wenn Innovationsziele existieren, sind diese häufig unkonkret und nicht quantifiziert. Demzufolge ist es schwierig, die Innovationsaktivitäten zu steuern.
  • 10.
    Innovations-Ziele sind aberhäufig unkonkret und nicht quantifiziert Innovationsziele • Umsatz mit neuen Services (n=177, Mehrfachnennungen möglich) überdurchschnittlich bei großen Unternehmen 31 • Innovationserfolgsquote 34 unterdurchschnittlich bei großen Umsatz neue Services Unternehmen 37 Innovationserfolgsquote • Tiefeninterviews zeigen, dass 150 Dauer Serviceentwicklung Innovationsziele selten wirklich F&E-Quote gemessen werden. 63 Sonstiges  Demzufolge ist es schwierig, die keine Relevanz Innovationsaktivitäten zu steuern. keine Angabe 85
  • 11.
    Viele Unternehmen sindmit ihrer Innovations-Performance nicht zufrieden! • Die Hälfte der befragten Unternehmen entwickelt nicht genug vermarktbare neue Services. • Große Unternehmen sind weniger zufrieden mit ihrer Innovation als KMUs. • Software-Unternehmen sind wesentlich zufriedener als Beratungsunternehmen und IT- Service-Provider. • Ältere Unternehmen sind weniger zufrieden als junge.  Es gibt erhebliche Verbesserungspotentiale.
  • 12.
    Gründe, z.B.: Kundenwerden zu wenig in die Entwicklung einbezogen! Die Berücksichtigung von Kundenanforderungen und die Einbeziehung von Kunden bei der Serviceentwicklung stellt ein Verbesserungspotential für die Marktfähigkeit neuer Services und damit den Innovationserfolg dar.
  • 13.
    Bei gro•en Unternehmenist Innovation nur unterdurchschnittlich im Wertesystem verankert … Innovation ist im Wertesystem verankert. 100% 95% 90% 85% 80% 75% 70% keine Angabe 65% Nein 60% 55% Ja 50%
  • 14.
    … gr€•tes Verbesserungspotenzialbei gro•en Unternehmen liegt in der Innovationskultur! Bei allen Mitarbeitern gibt es ein hohes Maß an Motivation und Engagement für neue Themen. 100,00% 90,00% 80,00% 70,00% keine Angabe 60,00% 6 50,00% 5 40,00% 4 30,00% 3 20,00% 2 10,00% 1 0,00% Gesamt < 100 101-1000 > 1000 SSW ITB ITSP BITP bis 10 > 10 Jahre Jahre
  • 15.
    Netzwerke und Partnerwerden wenig genutzt! Externe Netzwerke (z.B. zu Universitäten und Instituten) und/oder Partner sind in die Generierung neuer Service - Ideen bzw. Entwicklung neuer Services involviert. 100,00% 90,00% 80,00% 70,00% keine Angabe 60,00% 6 50,00% 5 40,00% 4 30,00% 3 2 20,00% 1 10,00% 0,00% Gesamt < 100 101 -1000 > 1000 SSW ITB ITSP BITP bis 10 > 10 Jahre Jahre
  • 16.
    Bei kleinen/mittleren Unternehmengibt es Nachholbedarf bei Organisation und Finanzierung des Innovationsprozesses! Ideensammlung/-bewertung Service-Entwicklungsprozess 80% 80% 77% 73% 73% 75% 69% 70% 71% 69% 75% 68% 68% 70% 65% 70% 63% 63% 62% 65% 65% 60% 60% 57% 54% 54% 53% 55% 55% 49% 50% 50% 44% 45% 45% 40% 40% 40% 35% 35% 30% 30% Steuerung Innovationsprozess Finanzierungsmodell Service-Entwicklung 90% 50% 47% 77% 80% 45% 39% 39% 39% 66% 67% 66% 69% 67% 65% 70% 61% 64% 65% 40% 34% 33% 33% 31% 60% 35% 29% 30% 24% 50% 25% 40% 20% 30% 15% 20% 10% 10% 5% 0% 0%
  • 17.
    Die Feldstudie zeigterhebliche Verbesserungspotenziale im Innovationsmanagement von deutschen IT-Dienstleistungsfirmen • Unternehmen wollen innovativer sein, als sie es aktuell sind oder als sie wahrgenommen werden. Dennoch haben die befragten Unternehmen h„ufig keine explizite Innovationsstrategie. Innovationsziele sind h„ufig unkonkret und nicht quantifiziert. Demzufolge ist es schwierig, die Innovationsaktivit„ten zu steuern. • Viele Unternehmen sind mit ihrer Innovations-Performance nicht zufrieden. Die Performance von Innovation wird allerdings fast nirgends gemessen. • Große Unternehmen haben im Branchendurchschnitt das gr‚…te Potenzial bzgl. der Verbesserung ihrer Innovationskultur, um Engagement und Motivation der Mitarbeiter zu steigern. • Kleine und mittlere Unternehmen beklagen einen Mangel an hochqualifizierten Mitarbeitern. Nachholbedarf zeigt sich auch bei der Organisation des Innovationsprozesses selbst, v.a. beim Service-Entwicklungsprozess. Kleinere Unternehmen haben Schwierigkeiten, ihre Innovationen systematisch zu finanzieren. • Gro…e Chancen, um den Innovationsprozess voranzutreiben, bietet die st„rkere Nutzung von Netzwerken mit Universit„ten und Instituten sowie Partnern au…erhalb des Unternehmens.
  • 18.
    Ein Innovationsindex hilftUnternehmen, ihren Innovationserfolg im Vergleich mit ihrer Peer-Group messbar zu steigern.
  • 19.
    Ein Innovationsindex hilftUnternehmen, ihren Innovationserfolg im Vergleich mit ihrer Peer-Group messbar zu steigern. Benchmark in der Größenklasse 101-1000 100,00 95,00 90,00 85,00 80,00 Gesamt 75,00 Best in Class 70,00 Ihr Unternehmen Champions 65,00 60,00 55,00 50,00 Positionierung Prozess Potentiale Performance
  • 20.
    Ein Innovationsindex hilftUnternehmen, ihren Innovationserfolg im Vergleich mit ihrer Peer-Group messbar zu steigern. Benchmark in der Größenklasse >1000 100,0 95,0 90,0 85,0 80,0 Gesamt 75,0 Best-in-Class 70,0 Ihr Unternehmen Champions 65,0 60,0 55,0 50,0 Positionierung Prozess Potentiale Performance
  • 21.
    Handlungsoptionen zur Steigerungdes Innovationserfolgs • Die identifizierten Einflussfaktoren f•r den Innovationserfolg k‚nnen einzelne Unternehmen verwenden, um ihr Innovationsmanagement zu reflektieren und Verbesserungsbereiche zu erkennen und sich mit Innovations-Champions oder Best- in-Class-Unternehmen der Branche zu vergleichen. Daraus wiederum lassen sich dann konkrete Handlungsoptionen für Unternehmen ableiten. • ƒber die Handlungsempfehlungen f•r einzelne Unternehmen hinaus konnten f•nf übergreifende Handlungsfelder f•r die IT-Branche abgeleitet werden, die der gesamten Branche zugute kommen k‚nnen: 1. Forcieren von „Best Practices“ im Innovationsmanagement, 2. Forcieren von „Innovations-Netzen“, 3. F‚rderung der Innovationskultur, 4. Sicherstellung der Verf•gbarkeit ausreichender Fachkr„fte am Personalmarkt und 5. F‚rderung von Finanzierungsmodellen f•r Innovation.
  • 22.
    Vielen Dank! Gudrun Schlaphorst enterpriser GmbH & Co. KG Gudrun.Schlaphorst.@enterpriser.de