22.06.15
Wissenschaftliches
Arbeiten in sozialen
Netzwerken
Sonja Utz
Social Media – Social Learning
GLIEDERUNG
• Einführung: soziale Netzwerke
• Studie zu Research Gate
• Implikationen
SOCIAL MEDIA
• Sammelbegriff:
• „Social Media is a group of Internet-based applications
that build on the ideological and ...
SOZIALE NETZWERKSEITEN (SNS)
• We define social network sites as web-based services
that allow individuals to (1) construc...
WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN
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OPEN SCIENCE: WIE SOCIAL MEDIA DIE
FORSCHUNG VERÄNDERN (KÖNNEN)
(Bartling & Friesike; see
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SOCIAL MEDIA – MÖGLICHE VORTEILE FÜR
WISSENSCHAFTLER
• freier Zugang zu Publikationen und Daten
• Vernetzung + Kollaborati...
SOCIAL MEDIA – MÖGLICHE BARRIEREN
• zu zeitraubend
• Vorteile unklar (vs. Publikationen, Drittmittel)
• mangelnde Fähigkei...
VORTEILE VON RESEARCHGATE?
RESEARCHGATE – EIN SOZIALES NETZWERK
FÜR WISSENSCHAFTLER
• 2008 von Wissenschaftlern gegründet (Dr. Ijad Madisch,
Dr. Söre...
RESEARCHGATE
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DESIGN CHANGE –
FOLGENDE FOLIEN NOCH ALTES DESIGN!
DESIGN ZUM ZEITPUNKT DER STUDIE
DER RG SCORE
DER RG SCORE
WARUM KÖNNTE RESEARCHGATE
ATTRAKTIV SEIN?
• kein context collapse: nur andere Forscher
• starker Fokus auf Wissenschaft/Pu...
POTENTIALE – ABER WIE NUTZEN
WISSENSCHAFTLER RESEARCHGATE?
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wenig!
• überwiegend bibliometrisch (Thelwall et al.)
• z.B. Korrelationen RGscore mit anderen Met...
FORSCHUNGSFRAGEN
• Wie wird ResearchGate genutzt?
– Nutzungsverhalten: login, Aktivitäten
– Wahrnehmung: Community, Quelle...
METHODE
Online-Fragebogen
Mailinglisten
Social Media
Personal networks
Demografie &
Persönlichkeit
Alter, Geschlecht
Feld
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METHODE
• Online-Fragebogen
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• demografische Angaben
• Feld
• Erfolgsdruck im Fel...
STICHPROBE
Männer
Frauen
• 327 (vollständig ausgefüllt)
• überwiegend aus Deutschland & USA
• Psychologie & Kommunikations...
BERUFLICHE SOCIAL-MEDIA-NUTZUNG
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Wer?
• Karrierestufe: Doktoranden und Professoren weniger,
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RESEARCHGATE - BEURTEILUNG
• Faktoranalyse => 3 Skalen
– positiv für Karriere (M = 3.23, SD = .76)
– positiv für tägliche ...
NUTZER VS. NICHTNUTZER
1
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Produktivität Karrierezufriedenheit
Nichtnutzer
Nutzer
EFFEKTE DER NUTZUNG
Karriere-
zufriedenheit
Produktivität
demographische
Variablen +
Persönlichkeit
Karrierefaktoren
Resea...
DER RESEARCHGATE SCORE
n = 130-142 M SD
• RG Score 13.54 9.65
• Publications 23.15 28.10
• Impact Points 33.98 62.64
• Vie...
EFFEKTE DER NUTZUNG
ResearchGate
Score
demographische
Variablen +
Persönlichkeit
ResearchGate-
Nutzung
ResearchGate-
Netzw...
ZUSAMMENFASSUNG
• ResearchGate wird v.a. zum Selbstmarketing genutzt
Positiv:
• wird als Boost für die Karriere wahrgenomm...
IMPLIKATIONEN FÜR RESEARCHGATE
• im Querschnitt keine messbaren Effekte trotz positiver
Beurteilung
• Design von ResearchG...
IMPLIKATIONEN FÜR LEHRE
• wenig; starker Fokus auf Publikationen
• v.a. Zugang zu Artikeln
• Q&A
IMPLIKATIONEN – SOCIAL MEDIA
• social media spielen eine zunehmend wichtigere Rolle im
Wissenschaftsprozess
– teilen: open...
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Twitter: @sonjautz
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Im zugehörigen Beitrag unter https://www.e-teaching.org/community/communityevents/onlinepodium/wissenschaftliches-arbeiten-in-sozialen-netzwerken stellt Prof. Dr. Sonja Utz u.a. Ergebnisse einer Erhebung zu dem speziell für Wissenschaftler/innen entwickelten, professionellen sozialen Netzwerk ResearchGate vor, das mit mittlerweile über 5 Millionen Mitgliedern hat. Dabei zeigt sich beispielsweise, dass das Netzwerk trotz durchaus bestehender Vorbehalte auch positiv eingeschätzt wird, etwa in Bezug auf Zitationshäufigkeiten oder wissenschaftliche Reputation.

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  1. 1. 22.06.15 Wissenschaftliches Arbeiten in sozialen Netzwerken Sonja Utz Social Media – Social Learning
  2. 2. GLIEDERUNG • Einführung: soziale Netzwerke • Studie zu Research Gate • Implikationen
  3. 3. SOCIAL MEDIA • Sammelbegriff: • „Social Media is a group of Internet-based applications that build on the ideological and technological foundations of Web 2.0, and that allow the creation and exchange of User Generated Content“ (Kaplan & Haenlein, 2010) • Affordanzen (Treem & Leonardi, 2012) – Sichtbarkeit – Editierbarkeit – Persistenz – Assoziation (Person-Person; Person-Inhalt) (CC) Gavin Llewellyn. www.onetoomanymornings.co.uk https://www.flickr.com/photos/gavinjllewellyn/6235070321
  4. 4. SOZIALE NETZWERKSEITEN (SNS) • We define social network sites as web-based services that allow individuals to (1) construct a public or semi- public profile within a bounded system, (2) articulate a list of other users with whom they share a connection, and (3) view and traverse their list of connections and those made by others within the system. (Ellison & boyd, 2007)
  5. 5. WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN CC BYCameron Neylon, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Research_cycle_with_auxiliaries.png
  6. 6. OPEN SCIENCE: WIE SOCIAL MEDIA DIE FORSCHUNG VERÄNDERN (KÖNNEN) (Bartling & Friesike; see http://book.openingscience.org/basics_background/towards_another_scientific_revolution.html)
  7. 7. SOCIAL MEDIA – MÖGLICHE VORTEILE FÜR WISSENSCHAFTLER • freier Zugang zu Publikationen und Daten • Vernetzung + Kollaboration • Informationsaustausch – Wer macht was im Feld? – interessante Artikel – Antworten auf Fragen • Online-Reputationsmanagement • Transfer in Praxis/Öffentlichkeitsarbeit
  8. 8. SOCIAL MEDIA – MÖGLICHE BARRIEREN • zu zeitraubend • Vorteile unklar (vs. Publikationen, Drittmittel) • mangelnde Fähigkeiten/Wissen • Glaubwürdigkeit • Datensicherheit/Privacy • wenig Interesse an Selbstvermarktung • context collapse: private vs. professionelle Nutzung
  9. 9. VORTEILE VON RESEARCHGATE?
  10. 10. RESEARCHGATE – EIN SOZIALES NETZWERK FÜR WISSENSCHAFTLER • 2008 von Wissenschaftlern gegründet (Dr. Ijad Madisch, Dr. Sören Hofmayer & Horst Fickenscher) • über 7 Millionen Mitglieder from http://www.researchgate.net/about 15.6.15
  11. 11. RESEARCHGATE from http://www.researchgate.net/about 15.6.15
  12. 12. DESIGN CHANGE – FOLGENDE FOLIEN NOCH ALTES DESIGN!
  13. 13. DESIGN ZUM ZEITPUNKT DER STUDIE
  14. 14. DER RG SCORE
  15. 15. DER RG SCORE
  16. 16. WARUM KÖNNTE RESEARCHGATE ATTRAKTIV SEIN? • kein context collapse: nur andere Forscher • starker Fokus auf Wissenschaft/Publikationen • Zugang zu Publikationen • ResearchGate Score • endorsements für Glaubwürdigkeit
  17. 17. POTENTIALE – ABER WIE NUTZEN WISSENSCHAFTLER RESEARCHGATE?
  18. 18. STUDIEN ZU ResearchGate wenig! • überwiegend bibliometrisch (Thelwall et al.) • z.B. Korrelationen RGscore mit anderen Metriken oder Universitätsrankings => moderate bis hohe Korrelationen • data crawling => keine Information über Bewertung durch Nutzende • theoretische Arbeiten zur potentiellen Nützlichkeit von social media für Akademiker
  19. 19. FORSCHUNGSFRAGEN • Wie wird ResearchGate genutzt? – Nutzungsverhalten: login, Aktivitäten – Wahrnehmung: Community, Quelle für Publikationen oder Plattform für die Selbstdarstellung? • Effekte: Sind ResearchGate NutzerInnen produktiver oder zufriedener mit ihrer Karriere? • Welche Nutzungsmuster sagen Produktivität und Karrierezufriedenheit vorher? • Welche Nutzungsmuster sagen den RG Score vorher? • Wie verhält sich der RG Score zu anderen Indikatoren (Google Scholar)?
  20. 20. METHODE Online-Fragebogen Mailinglisten Social Media Personal networks Demografie & Persönlichkeit Alter, Geschlecht Feld Karrierestufe Erfolgsdruck Wettbewerbs- orientierung Social-Media-Nutzung Social-Media-Nutzung allgemein ResearchGate-Nutzung RG-Netzwerk Beurteilung
  21. 21. METHODE • Online-Fragebogen Hintegrundinformation zum Wissenschaftler • demografische Angaben • Feld • Erfolgsdruck im Feld (Wichtigkeit von Publikationen, impact factor,…) • berufliche social media Nutzung
  22. 22. STICHPROBE Männer Frauen • 327 (vollständig ausgefüllt) • überwiegend aus Deutschland & USA • Psychologie & Kommunikationswissenschaft 8% master students 22% PhD 28% post-doc 12% assistant professor 8% associate professor 16% full professor
  23. 23. BERUFLICHE SOCIAL-MEDIA-NUTZUNG 0 10 20 30 40 50 60 ResearchGate Academia Facebook Twitter Xing/LinkedIn % %
  24. 24. NUTZUNG VON RESEARCHGATE? Wer? • Karrierestufe: Doktoranden und Professoren weniger, umgekehrtes U • Männer und Frauen gleichermaßen Wie oft? eher sporadisch • nur 5% täglich • 35% wöchentlich • 29% monatlich
  25. 25. WELCHE FEATURES WERDEN GENUTZT? (0 = nie, 1 = selten, 2 = ein paarmal im Monat, 3 = ein paarmal in der Woche, 4 = einmal am Tag, 5 = mehrmals täglich) 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 Frequency
  26. 26. RESEARCHGATE - BEURTEILUNG 0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 Agreement
  27. 27. RESEARCHGATE - BEURTEILUNG • Faktoranalyse => 3 Skalen – positiv für Karriere (M = 3.23, SD = .76) – positiv für tägliche Arbeit (M = 2.58, SD = .87) – negativ (M = 2.73, SD = .76) • => als Karriereboost wahrgenommen Korrelationen mit Hintergrundvariablen • höherer Erfolgsdruck => positivere Wahrnehmung (für Arbeit r = .32, für Karriere .14)
  28. 28. NUTZER VS. NICHTNUTZER 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5 5 Produktivität Karrierezufriedenheit Nichtnutzer Nutzer
  29. 29. EFFEKTE DER NUTZUNG Karriere- zufriedenheit Produktivität demographische Variablen + Persönlichkeit Karrierefaktoren ResearchGate- Nutzung × × ×
  30. 30. DER RESEARCHGATE SCORE n = 130-142 M SD • RG Score 13.54 9.65 • Publications 23.15 28.10 • Impact Points 33.98 62.64 • Views 1029.24 1654.22 • Downloads 890.25 2109.68 • Citations 170.79 455.42 • Scores hoch korreliert (.53 - .88) • keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern • Korrelationen mit Karrierestufe • hohe Korrelation mit Google Scholar => nicht neu!
  31. 31. EFFEKTE DER NUTZUNG ResearchGate Score demographische Variablen + Persönlichkeit ResearchGate- Nutzung ResearchGate- Netzwerk × × viele follower aus anderen Instituten
  32. 32. ZUSAMMENFASSUNG • ResearchGate wird v.a. zum Selbstmarketing genutzt Positiv: • wird als Boost für die Karriere wahrgenommen • aber keine systematischen Zusammenhänge mit Karrierezufriedenheit + Produktivität (zumindest im Querschnitt!) zweischneidig: • Erfolgsdruck korreliert mit positiver Bewertung! • RG Score kein radikal neuer Ansatz (altmetrics)
  33. 33. IMPLIKATIONEN FÜR RESEARCHGATE • im Querschnitt keine messbaren Effekte trotz positiver Beurteilung • Design von ResearchGate? – keine selbstgenerierten Updates (nur Push- Nachrichten über Aktivitäten im Netzwerk) – keine Diskussionsplattform – zu sachlich? (endorsements, aber keine Likes) – keine altmetrics • s. Wandel von LinkedIn
  34. 34. IMPLIKATIONEN FÜR LEHRE • wenig; starker Fokus auf Publikationen • v.a. Zugang zu Artikeln • Q&A
  35. 35. IMPLIKATIONEN – SOCIAL MEDIA • social media spielen eine zunehmend wichtigere Rolle im Wissenschaftsprozess – teilen: open access, open data – altmetrics (article-based; auch views, downloads, Erwähnungen in social media) • nicht nur ResearchGate! • Twitter für Hinweise auf interessante Artikel/Blogs • Blogs und Facebook-Gruppen für inhaltliche Diskussionen • optimales Tool für alles fehlt noch
  36. 36. 22.06.15 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! Kontakt: s.utz@iwm-tuebingen.de Twitter: @sonjautz

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