Kommunikation“
                         „PR und Integrierte Kommunikation“
                   Communications Master of Sci...
Inhalt
Von der Kakophonie zur One-voice-policy. Die Bedeutung der internen Kommunikation als
Bestandteil der Positionsbild...
Von der Kakophonie zur One-voice-policy. Die Bedeutung der internen Kommunikation
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Wie reputationsrelevant ist Social Media und welche Chancen und Risiken ergeben sich für
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Die Rolle der Bürger im Standortmarketing. Kommunikative Möglichkeiten zur Einbin-
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Geschäftsführern aus mittelständischen Unternehmen geht die Verfasserin der Frage nach, ob
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Konzepten in CSR-Berichten der Unternehmen...
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Abstracts Master Thesen PR/IK 01 (D)

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Abstracts des Dr. Felix Gress-Lehrgangs "PR und Integrierte Kommunikation" zum Communications Master of Sciene, Heidelberg/Köln 2008 - 2010

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Abstracts Master Thesen PR/IK 01 (D)

  1. 1. Kommunikation“ „PR und Integrierte Kommunikation“ Communications Master of Science (MSc) Eine Kooperation der Donau-Universität Krems und der PR PLUS GmbH Gress- Dr. Felix Gress-Lehrgang: 06.10.2008 – 22.06.2010 Abstracts aller eingereichten Master Thesen Kontakt zu den Autoren der Master Thesen? Anfragen gerne per Mail an info@prplus.de. PR PLUS GmbH · Kaiserstraße 36 · 69115 Heidelberg · Deutschland · Fon +49 (0) 62 21-90 586 10 · Fax +49 (0) 62 21-90 586 14 info@prplus.de · www.prplus.de · HRB 33 5956 Heidelberg · Geschäftsführerin Christina Fischbach
  2. 2. Inhalt Von der Kakophonie zur One-voice-policy. Die Bedeutung der internen Kommunikation als Bestandteil der Positionsbildung in Wirtschaftsverbänden ......................................................... 1 Reputationsrelevanz von Social Media am Beispiel der Bankenbranche ................................... 1 Architektur als Instrument der Vermittlung von Unternehmenswerten ........................................ 2 Die Rolle der Bürger im Standortmarketing. Kommunikative Möglichkeiten zur Einbindung der Bürger und ihre Folgen – dargestellt am Beisiel der Städte Köln und Münster ........................... 3 Möglichkeiten und Grenzen der PR-Erfolgskontrolle in kleinen und mittleren Unternehmen ...... 3 Verbandskommunikation – Die Bedeutung von Werten in Netzwerken. Eine Untersuchung am Beispiel des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. ................ 4 Aussagen zur Verbindlichkeit der Umsetzung von Corporate Social Responsibility-Konzepten in CSR-Berichten der Unternehmen. Entwicklung eines Prüfschemas und exemplarische Inhaltsanalyse von CSR-Berichten am Beispiel der DAX-30-Unternehmen in Hinblick auf Verbindlichkeits- und Selbstverpflichtungsaussagen ................................................................. 5 Presseresonanz von Gewerkschaften. Eine Untersuchung am Beispiel der IG Metall Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“ .............................................................................................. 5 Social Web-Dienste im Ausbildungsmarketing: Rahmenbedingungen, Chancen und Herausforderungen für Unternehmen ......................................................................................... 6 Kommunikation als Erfolgsfaktor von Innovationsnetzwerken. Rahmenbedingungen und Ansatzpunkte für strategische Netzwerke aus Technologieunternehmen und Forschungsinstituten .................................................................................................................. 6 Wahlkampf im Social Web – Neue Herausforderungen für Kampagnenstrategen. Integrationsmöglichkeiten von Social Web Applikationen in Wahlkampagnen ........................... 7 Der Einfluss der Finanzkrise auf die Kommunikation von Immobilienfonds. Ein Vergleich von Maßnahmen vor und in der Krise ............................................................................................... 8 Unternehmenskommunikation im Google-Zeitalter. Integrierte Kommunikation mit digitalisierten Öffentlichkeiten am Beispiel von Business-to-Business-Unternehmen in der IT-Industrie ......... 8 Integrierte Kommunikation in der zahnärztlichen Praxis – Grenzen und neue Herausforderungen ................................................................................................................................................... 9 Kulturelle Einflüsse auf die CSR-Kommunikation – Eine vergleichende Fallstudie UPS Deutschland und USA ...............................................................................................................10 Erwartungen von Journalisten an die Medienarbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Zeitalter des Web 2.0 am Beispiel des Westdeutschen Rundfunks ...........................................11 Das Europäische Parlament und die politische Öffentlichkeit – zwei soziale Systeme kommunizieren. Anforderungen an das Europäische Parlament im Rahmen der politischen Kommunikation .........................................................................................................................11
  3. 3. Von der Kakophonie zur One-voice-policy. Die Bedeutung der internen Kommunikation als Bestandteil der Positionsbildung in Wirtschaftsverbänden von Michael Barth, MSc Referent Public Sector und Anwenderbranchen BITKOM e.V. MSc, Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland mit einer neu ausgestalteten demokrati- schen Gesellschaftsform tragen Wirtschaftsverbände dazu bei, die Interessen ihrer Mitglieder zu formulieren und einzufordern. Die Forschung in verschiedenen Wissenschaftsbereichen hat sich dem Verbändewesen in der Bundesrepublik Deutschland mit unterschiedlichstem Fokus angenommen. Dabei wandelte sich das Bild von Wirtschaftsverbänden mehrfach bis zur aktuellen Einschätzung: Verbände als wichtiger Teil der gesellschaftlichen und politischen Meinungsbildung, der zur Beherrschung der Komplexität des Staatswesens beiträgt. Die Arbeit beschäftigt sich mit den Kommunikationsprozessen innerhalb von Verbänden und deren Einfluss auf die Positionsbildung zu politischen oder fachlichen Themen – eine der größ- ten Herausforderungen für große Branchenverbände. Denn in Zeiten schwindender Mitglieder- zahlen ist eine hohe Bindungskraft von Verbänden für die Mitglieder entscheidend. Diese lässt sich neben der Interessenvertretung auch durch den Nutzen der Organisation für das zahlende Mitgliedsunternehmen erhöhen. Dementsprechend gilt ein besonderer Fokus der Untersuchung der Verbandsstrukturen und den hierin zu verortenden Key-Playern für die interne Verbandskommunikation und wie diese einen Beitrag zur Interessenbündelung leisten können. Es zeigt sich, dass vor allem die offiziel- len und inoffiziellen Kommunikationsprozesse und damit die Vernetzung sowohl unter den Fachreferenten innerhalb der Verbandsgeschäftsstelle als auch unter den ehrenamtlich tätigen Unternehmensvertretern eine besondere Bedeutung zukommt. Weiterhin trägt die Vertrautheit und Erfahrung des Fachreferenten mit seinem spezifischen Thema entscheidend zur Reaktions- fähigkeit des Verbandes bei. Diese sollte durch die Implementierung geeigneter Kommunikati- ons- und auch Personalbindungsmodelle gestärkt werden. Dies kann dem Verband ebenso dazu verhelfen, den Kohäsionskräften der Verbandsentwicklung sowie den aktuellen Heraus- forderungen für Verbände (Mitgliederschwund, Internationalisierung usw.) besser zu begegnen. Reputationsrelevanz von Social Media am Beispiel der Bankenbranche von Lina Blankenagel, B.Sc. MSc, Beraterin bei Scholz & Friends Profile Die ohnehin kritische Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber den Bankunternehmen hat sich aufgrund der Finanzkrise verschlechtert. Dies hat sich wiederum negativ auf die Reputation ausgewirkt. Zu der schwierigen Situation kommen Unsicherheiten bezüglich des Umgangs mit Social Media. Denn auch wenn die Reputation eines Unternehmens schon immer angreifbar war, birgt Social Media weitere Risiken. Nun können alle Akteure ihre Meinungen und Erfahrun- gen anderen sehr leicht und schnell mitteilen, sich austauschen und vernetzen. Der Effekt der Multiplikatorenwirkung, also die Art und die Schnelligkeit der Verbreitung von Informationen, gewinnt daher für Unternehmen an Brisanz, sofern reputationsrelevante Themen in Social Me- dia behandelt werden. 1 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  4. 4. Wie reputationsrelevant ist Social Media und welche Chancen und Risiken ergeben sich für Unternehmen daraus? Diese Fragestellung bildet die Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit und wird am Beispiel der Banken beantwortet. Nach der Erarbeitung einer basistheoretischen Grundlage mit den Definitionen von Reputation und Social Media, Möglichkeiten der Reputati- onsmessung, Eigenschaften von Social Media und den kommunikativen Rahmenbedingungen der Bankenbranche, wird die Methodik zur Erhebung der Reputationsrelevanz in Social Media detailliert beschrieben. Für die Erhebung wurden die Kommunikationsaktivitäten der Social Media Nutzer in Bezug auf vier Bankunternehmen in Foren, Blogs, Sozialen Netzwerken und dem Microbloganbieter Twitter durch eine qualitative und quantitative Inhaltsanalyse unter- sucht und ausgewertet. Nach der Erhebung konnte aufgrund der Bildung von fünf Hypothesen die Forschungsfrage beantwortet werden. Demnach ist Social Media reputationsrelevant, da in jedem der untersuch- ten Social Media Kanäle reputationsrelevante Themen besprochen wurden. Wenngleich einige Themen, je nach Kanal, eine höhere Gewichtung haben als andere. Ebenso wurde herausge- funden, dass die Reputationskategorien bei jedem Unternehmen unterschiedlich verteilt sind. Bei den Untersuchungsobjekten hing die Gewichtung der Reputationskategorie von den Repu- tationsabsendern, sowie von aktuellen Ereignissen und Themen ab, die sich aus dem eigentli- chen Geschäftsprozess ergeben. Aufgrund der tendenziell negativen Berichterstattung in den Kanälen Blogs und Foren und der Präsenz der Kernzielgruppen der untersuchten Banken geht die Arbeit sogar von einer hohen Reputationsrelevanz aus. Architektur als Instrument der Vermittlung von Unternehmenswerten von Christian Brauner, MSc Christian Brauner Risk Management MSc, Unternehmen werden nicht mehr nur nach ihren ökonomischen Leistungen beurteilt. Soziale Verantwortung, Umweltbewusstsein und Reputation sind daher aktuelle Themen auf der Agen- da vieler Unternehmen. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, welche Wer- tesetzungen durch die architektonische Gestaltung von Unternehmensgebäude vermittelt wer- den können. Als theoretischer Bezugsrahmen wird ein konstruktivistisch-systemtheoretisches Verständnis des Vorgangs des „Vermittelns“ herausgearbeitet: Die Rezipienten bestimmen, was ihnen Unternehmensgebäude mitteilen, nicht die Unternehmen. Deshalb konzentriert sich die Empirie auf die Frage, welche wertbezogenen Botschaften bei Betrachtern/Benutzern von Unternehmensgebäuden tatsächlich ankommen. Als Ergebnis einer offenen, teilstrukturierten Befragung von 15 Personen kann festgestellt werden, dass Unternehmensgebäude als Aus- druck sowohl ökonomischer als auch sozialer, ökologischer und ästhetischer Wertesetzungen von Unternehmen interpretiert werden. Stakeholder interpretieren nicht nur Fassaden und Ge- samteindruck. Auch viele architektonische Details wie zum Beispiel Materialwahl oder Raum- aufteilung, aber selbst Bauvorhaben werden wahrgenommen und bewertet. Damit ist Architek- tur nicht nur Thema der Corporate Architecture. Die architektonische Gestaltung kann auch als Instrument der werteorientierten Unternehmensführung, des Reputationsmanagements und der Corporate Social Responsibility sowie der Unternehmenskommunikation genutzt werden. 2 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  5. 5. Die Rolle der Bürger im Standortmarketing. Kommunikative Möglichkeiten zur Einbin- dung der Bürger und ihre Folgen – dargestellt am Beisiel der Städte Köln und Münster von Sonja Erdenberger, B.A., MSc, Beraterin bei Scholz & Friends Profile MSc Aufgrund der zunehmenden Globalisierung sehen sich Städte einem immer größer und ernster werdenden Wettbewerb ausgesetzt. Sie konkurrieren um Unternehmen, um Anwohner, um Be- sucher und Standortvorteile. Zur Verbesserung ihrer Position bedienen sich immer mehr Städte dem Instrument des Stadt- und Standortmarketings. Denn es ist klar: Nur durch eine deutliche Positionierung, eine glaubwürdige Kommunikation von Botschaften und einer zielgerichteten Strategie kann es einem Standort gelingen, seine Position auszubauen und langfristig zu sichern. Die Kommunikation mit den internen und exter- nen Zielgruppen ist eine der zentralen Aufgaben bei der Vermarktung eines Standortes. Die vorliegende Arbeit richtet den Fokus auf die Kommunikation mit den Bürgern. Sie stellen eine Größe dar, die sehr differenziert auftritt und dadurch eine spezielle Rolle spielt. Die Frage nach der Wichtigkeit der Einbindung der Bevölkerung sowie die Konsequenzen einer intensiven Bür- gerbeteiligung für den Standort werden im Laufe der Arbeit eingehend untersucht. Mithilfe der Durchführung einer Fallstudie in der die nordrhein-westfälischen Städte Köln und Münster untersucht werden, wird die Einbindung der Bürger und deren Rollenzuweisung unter- sucht. Hierfür wurden Experteninterviews mit den Verantwortlichen des Stadt- und Standort- marketings geführt, Publikationen ausgewertet und inhaltlich analysiert. Die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt beruht zu großen Teilen auf der Einbindung und Beteiligung an der Stadtentwicklung. Sie sind Botschafter, die den Standort nach außen präsentieren. Daher ist ihre Einbindung für die Vermarktung eines Standortes essentiell. Jedoch wird der Beteiligung auch eine Reihe von Grenzen gesetzt, die diese Arbeit erläutert. Möglichkeiten und Grenzen der PR-Erfolgskontrolle in kleinen und mittleren Unterneh- men von Stephanie Gläßer, Dipl.-Betriebsw., MSc, Unternehmenskommunikation GBG - Mann- heimer Wohnungsbaugesellschaft mbH Die vorliegende Master Thesis beleuchtet das Thema Erfolgskontrolle der Public Relations aus der Sicht mittelständischer Unternehmen. Diese Perspektive wurde deshalb gewählt, weil sie in der Diskussion in der Praxis und in der wissenschaftlichen Literatur zur PR-Evaluation meist nicht berücksichtigt wird. Zudem sind die finanziellen Mittel im Mittelstand begrenzt, das PR- Budget unterliegt dem wirtschaftlichen Rechtfertigungsdruck. Mit PR-Evaluation lässt sich die Rendite von PR-Investitionen nachweisen. Eine Literaturanalyse bildet die theoretische Basis der Thesis. PR-Erfolgskontrolle dient defini- tionsgemäß dazu, den PR-Prozess kontinuierlich zu erfassen, zu bewerten und zu kontrollieren. Die Methoden, die dafür eingesetzt werden können, reichen von einfachen Pressespiegeln über Medienresonanzanalysen bis hin zu aufwändigen Kennzahlenmodellen. Durch eine empirische Untersuchung werden die theoretischen Erkenntnisse mit der unterneh- merischen Praxis abgeglichen. In zwölf qualitativen Interviews mit PR-Verantwortlichen und 3 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  6. 6. Geschäftsführern aus mittelständischen Unternehmen geht die Verfasserin der Frage nach, ob und wie PR-Erfolgskontrolle in kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt wird und welche Herausforderungen sich dabei stellen. Die Untersuchung zeigt, dass mittelständische Betriebe PR-Erfolgskontrolle zwar einsetzen, dabei aber nur wenige der zur Verfügung stehenden Methoden nutzen und diese auch nicht systematisch anwenden. Ihre Medienresonanz evaluieren die untersuchten Betriebe nur intuitiv oder nach quantitativen Kriterien. Die Evaluation der Zielgruppenresonanz ist für die analysier- ten Unternehmen aufgrund der mittelständischen Nähe zum Markt und zu den Kunden die wichtigste Methode der PR-Erfolgskontrolle. Abschließend werden anhand der Untersuchungsergebnisse Hypothesen aufgestellt, die zu- sammengefasst die Antwort auf die Forschungsfrage ergeben. Verbandskommunikation – Die Bedeutung von Werten in Netzwerken. Eine Untersuchung am Beispiel des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. von Tabea Jost, MSc Pressereferentin beim Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und MSc, Unfallchirurgie e.V. Werte in Organisationen haben eine Bedeutung für das Unternehmen - egal ob sie festgelegt wurden oder nicht - und sind immer existent. Indes scheint das Verhalten der Mitarbei- ter/Organisationsmitglieder mitunter nicht kongruent zu sein - siehe Bahnskandal. Im Idealfall definieren Organisationswerte, schützen und machen die Identität der Organisation lebendig, so dass diese einen Einfluss auf die Mitarbeiter und deren Sozialverhalten haben und die Identität der Organisation damit beschreiben. Die Folge ist eine Organisation der Glaubwürdigkeit, die Organisationswerte nicht nur im Leitbild festlegt hat, sondern auch auslebt, weil für sie deren Wichtigkeit von Bedeutung ist. Gerade im medizinischen Bereich werden von der Gesellschaft ethische Maßstäbe gefordert. Auch die Berufsethik der Ärzte liefert hier strikte Richtlinien. Grup- pierungen in einem medizinischen Netzwerk wie die Politik, Selbstverwaltung, Krankenkassen nehmen kommunizierte Werte unterschiedlich wahr. Wenn die eigenen mit denen des Kommu- nikationspartners übereinstimmen, eröffnet sich ein vorher ungeahnter Handlungsspielraum. Speziell im Bereich der Verbandskommunikation, welche die Interessen des Verbandes für Mit- glieder und Externe sichtbar macht, sollten interne Organisationswerte glaubhaft nach außen kommuniziert werden, um eine optimale Wirkung zu erzielen. Den Zusammenhang zwischen Organisations- und gesellschaftlichen Werten sichtbar zu machen und auch die Verbindung von Netzwerken in der Verbandskommunikation darzustellen, wird im theoretischen Teil dieser Mas- ter Thesis herausgearbeitet. Im empirischen Teil wird ein breitgefächerter Kreis an Netzwerk- mitgliedern u.a. aus dem medizinischen Bereich befragt, um die externe Wahrnehmung der Verbandswerte zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden mithilfe der Technik der qualitativen Netzwerkanalyse zusammengeführt. Es wird aufgezeigt, dass Organisationswerte und ihre Vermittlung in der Verbandskommunikation einen hohen Stellenwert haben. Ebenso findet sich in der Thesis ein Klassifizierungsmodell für strategische Beziehungen, welches die Investions- planung in Netzwerken für Lobbyisten und Verbände erleichtern soll. 4 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  7. 7. Aussagen zur Verbindlichkeit der Umsetzung von Corporate Social Responsibility- Konzepten in CSR-Berichten der Unternehmen. Entwicklung eines Prüfschemas und exemplarische Inhaltsanalyse von CSR-Berichten am Beispiel der DAX-30-Unternehmen in Hinblick auf Verbindlichkeits- und Selbstverpflichtungsaussagen von Astrid Kehsler, MSc, selbstständige Kommunikationsberaterin, Coach, Verlegerin Die Globalisierung und ein sich wandelndes Wirtschaftssystem stellen das bisherige Verständnis der Rolle von Unternehmen in der Gesellschaft in Frage. Damit verbunden ist die Erwartung, dass Unternehmen künftig nicht nur für ihren ökonomischen Erfolg Verantwortung übernehmen, sondern auch für ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Konzepte der Corporate Social Responsibility (CSR) stehen für die freiwillige Übernahme dieser unternehmerischen Verantwortung über geltendes Recht hinaus. Doch von unterschiedlichen Stakeholder-Gruppen wird eine mangelnde Verbindlichkeit kritisiert. Die vorliegende Arbeit untersucht auf der Basis rechtswissenschaftlicher, moralphilosophischer, ethischer und systemtheoretischer Überlegungen zum Begriff der Verbindlichkeit und zum Management, welche Aussagen 22 der DAX-30-Unternehmen über die Verbindlichkeit der Umsetzung ihrer CSR-Konzepte in ihren CSR- und Nachhaltigkeitsberichten machen. Die Inhaltsanalyse der Berichte bestätigt die Forschungsannahme, dass die untersuchten Unternehmen eine Vielzahl unterschiedlicher Verbindlichkeitsaussagen in ihren Berichten veröffentlichen – von der Einbindung von CSR in die Managementorganisation und -prozesse über vertragliche Vereinbarungen bis hin zur Anerkennung extern erstellter Normen und Standards. Es fehlen jedoch vielfach Definitionen dessen, was das jeweilige Unternehmen unter CSR und/oder Nachhaltigkeit versteht. Für diese Begriffe gibt es auch in der Gesellschaft keine allgemeingültige und verbindliche Inhaltsbestimmung. Da es sich um Leitbegriffe für die Zielsetzung und die Umsetzung von CSR und Nachhaltigkeit handelt, könnten Unternehmen durch konkrete Definitionen einen wesentlichen Beitrag zu einer größeren Verbindlichkeit ihrer Aussagen leisten. Presseresonanz von Gewerkschaften. Eine Untersuchung am Beispiel der IG Metall Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“ von Renate Kraft M.A., MSc, Pressereferentin der Europäischen Fachhochschule Brühl Die vorliegende Master Thesis zeigt die besonderen kommunikativen Herausforderungen von Verbänden, speziell von Gewerkschaften auf. Am konkreten Beispiel der Presseresonanz einer aktuellen Gewerkschaftskampagne verdeutlicht die Arbeit, wie Gewerkschaften mit diesen Herausforderungen umgehen und welche Wirkung ihre Anstrengungen in den Medien zeigen. Die Master Thesis beschäftigt sich mit verschiedenen wissenschaftlichen Ansätzen zum Ent- stehen der Medienagenda und zeigt am Beispiel der IG Metall Kampagne „Gemeinsam für ein gutes Leben“, wie sich die begleitende Pressearbeit als externer Einfluss auf die Medienreso- nanz auswirkt. Der Vergleich mit der Medienresonanz einer zweiten, anders gearteten Gewerk- schaftskampagne verdeutlicht Unterschiede im Umgang mit den kommunikativen Herausforde- rungen und in der Art, wie die Medien Gewerkschaftsthemen aufgreifen. 5 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  8. 8. Die Arbeit liefert mögliche Ansatzpunkte für die strategische Ausrichtung gewerkschaftlicher Kommunikation gegenüber der Presse unter Berücksichtigung der wichtigsten kommunikativen Herausforderungen. Die Medien sind heute für alle politischen Akteure ein unverzichtbarer Mitt- ler auf dem Weg in ihre Zielgruppen. Auch für andere politische Akteure kann die Master Thesis Hinweise dazu geben, wie die Medien Botschaften aufgreifen und verarbeiten. Social Web-Dienste im Ausbildungsmarketing: Rahmenbedingungen, Chancen und Her- ausforderungen für Unternehmen von Ines Kühn, Dipl.-Wirtschaftsinformatikerin (BA), MSc Referentin Kommunikation Human Dipl.- MSc, Resources, BASF SE Der demografische Wandel stellt Unternehmen in Deutschland vor die Herausforderung, dass es mehr offene Ausbildungsplätze als Schulabgänger geben wird. Im Wettbewerb um die quali- fizierten und engagierten Bewerber schneiden die Unternehmen am besten ab, die sich attrak- tiv am Ausbildungsmarkt positionieren, die ihre Zielgruppe gut kennen und sich an deren Medi- ennutzungsverhalten orientieren. Das Mediennutzungsverhalten der Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren tiefgreifend verändert: Online-Kommunikation und insbesondere die Dienste des Social Web sind zu den bevorzugten Kommunikationskanälen geworden. Diese Master Thesis beantwortet die Frage, inwieweit Unternehmen Social Web-Dienste ein- setzen können, um Jugendliche bei der Ausbildungsplatzwahl anzusprechen. Es werden Anfor- derungen an Kommunikationsinstrumente im Ausbildungsmarketing vorgestellt und gezeigt, dass Social Web-Dienste diese Anforderungen erfüllen. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Social Web-Instrumenten im Ausbildungsmarke- ting, die Chancen, aber auch die Herausforderungen aufgezeigt. Die Literaturanalyse wird durch qualitative Interviews mit Verantwortlichen für Ausbildungsmarketing und Kommunikati- onsberatern ergänzt. Es zeigt sich, dass das Ausbildungsmarketing bislang nur wenig strategisch mit und im Social Web arbeitet. Die größten Herausforderungen liegen in der Auswahl passender Inhalte für das Social Web und die Zielgruppe und im Aufbau entsprechender organisatorischer Strukturen. Außerdem sind die Unternehmenskultur und das Verständnis von Kommunikation wichtig. Sie sollten möglichst nah an der Kommunikationspraxis im Social Web liegen. Kommunikation als Erfolgsfaktor von Innovationsnetzwerken. Rahmenbedingungen und Ansatzpunkte für strategische Netzwerke aus Technologieunternehmen und For- schungsinstituten von Johannes Lang, MSc, Redaktionsleiter BINE Informationsdienst (FIZ Karlsruhe, Büro Bonn) Innovation ist en vogue – in Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft. Das Mana- gement hat dabei Unternehmensnetzwerke als eine vielversprechende Organisationsform er- kannt. Doch unter dem vorherrschenden Primat von Netzwerkmanagement, Prozesssteuerung und Technologie wird die Rolle von Kommunikation meist deutlich unterschätzt. Eine integrierte 6 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  9. 9. und strategisch angelegte Innovationskommunikation fehlt oft. Dies gilt besonders für Netzwer- ke, die aus mittleren und größeren Technologieunternehmen sowie aus Forschungsinstituten bestehen. Aber gerade die Öffnung über Unternehmensgrenzen hinweg und das Zusammen- treffen unter-schiedlicher Interessen und Organisationskulturen in Netzwerken bringt neben den damit verbundenen Chancen auch vielfältige Anforderungen an die Kommunikation mit sich. In der vorliegenden Master Thesis werden Leitlinien einer integrierten Kommunikation für offene Innovationsprozesse formuliert und diese auf die besonderen Bedingungen von Innovations- netz-werken übertragen. Mit der Definition einer „Netzwerkkommunikation“ wird sodann ein Perspektivenwechsel vorgenommen: In den Blick geraten jetzt Unternehmensnetzwerke als dynamische und eigenständige Organisationsform. So wird gezeigt, wie die besonderen Anfor- derungen kollektiv ausgehandelter Innovationsstrategien auf der Netzwerkebene bewältigt und die Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Kommunikationsaufgaben geregelt werden kön- nen. In einer qualitativen Fallstudie wird ein strategisches Unternehmensnetzwerk im laufenden In- novationsprozess in seinem Kommunikationsverhalten detailliert untersucht. Auf Basis von teil- nehmender Beobachtung, ausführlichen Netzwerkinterviews und ergänzenden Experteninter- views werden die Anforderungen und Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Innovati- onsnetzwerken überprüft und konkretisiert. Es hat sich gezeigt, dass es mit den so genannten Promotoren im Innovationsgeschehen ausgezeichnete Ansatzpunkte für eine Verzahnung von Innovations- bzw. Netzwerkmanagement und Kommunikation gibt. Und es wird deutlich, dass auf die Kommunikatoren dabei neue Funktionen und Aufgaben zukommen – ein neues, ver- netz-tes Rollenverständnis zeichnet sich ab. Netzwerke können zudem als Plattform betrachtet wer-den, mit der Innovationen und die damit verknüpften Bedeutungsangebote in einem ge- schützten sozialen Raum entwickelt und zugleich in diesem Kontext kollektiv ausgehandelt und getestet werden. Das Innovationsnetzwerk wird so zum sozialen Labor für das Konstruieren von Bedeutung und – daraus resultierend – zur Entwicklung von Akzeptanz und Vertrauen für die Innovation. Wahlkampf im Social Web – Neue Herausforderungen für Kampagnenstrategen. Integra- tionsmöglichkeiten von Social Web Applikationen in Wahlkampagnen von Timo Schwalm, MSc Berater bei fischerAppelt, ziegler GmbH Schwalm, MSc, Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Auswirkungen die Integration von Social Web Applikationen in die Wahlkampfstrategie auf die Planung, Organisation und Umset- zung von Wahlkampagnen hat. Nicht zuletzt der erfolgreiche und medial viel beachtete Einsatz des Social Webs im Rahmen der amerikanischen Präsidentschaftswahl in 2008 hatte zur Folge, dass auch bei der 17. Deutschen Bundestagwahl im September 2009 keine der etablierten Par- teien ihren Wahlkampf ohne die Berücksichtigung des Social Webs führte. Der erfolgreiche Einsatz von Social Web Applikationen im Wahlkampf bedingt aber nicht nur eine bloße Ergänzung der Wahlkampfteams um einige internetaffine Online-Wahlkämpfer, die das nötige technische Wissen mitbringen. Wie diese Master Thesis zeigen wird, hat die Integra- tion von Social Web Applikationen in den Wahlkampf Auswirkungen auf die Aufbauorganisation 7 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  10. 10. der Wahlkampfzentrale, die Kommunikations- und Führungskultur innerhalb der Partei und die Arbeitsprozesse in der Wahlkampfzentrale. Ziel dieser Arbeit ist es, diese zum Teil weitreichen- den Auswirkungen zu erfassen und zu analysieren. Der Verfasser verbindet dabei aus der Theo- rie hergeleitete Erkenntnisse über den Einsatz von Social Web Applikationen in der politischen Kommunikation im Wahlkampf mit den Erfahrungen von Kampagnenmanagern, die den Einsatz von Social Web Applikationen im Bundestagswahlkampf 2009 verantwortet haben. Hierfür wurden neben einer Analyse der wissenschaftlichen Literatur qualitative Experteninterviews mit den verantwortlichen Kampagnenmanagern geführt und ausgewertet. Der Einfluss der Finanzkrise auf die Kommunikation von Immobilienfonds. Ein Vergleich von Maßnahmen vor und in der Krise von Marcel Sekula, B.A. MSc, Geschäftsführender Gesellschafter Early & Bird Agentur für Kommunikation GmbH Die nachfolgende Untersuchung soll einen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Kommunikation von Offenen Immobilienfonds liefern. Konkret sollen Erkenntnisse über die Investor Relations-Arbeit der Fondsgesellschaften vor und in der globalen Finanz- und Wirt- schaftskrise gewonnen werden. Im Fokus der Untersuchung stehen Privatanleger als Zielgrup- pe der Immobilienfonds, da diesen in der Literatur bisher kaum Beachtung geschenkt wurde. Die Finanzkrise führte zu einem Verlust des Anlegervertrauens, da einige Fondsgesellschaften erstmals in der Geschichte die Rücknahme der Fondsanteile verweigerten und die Anleger so- mit zeitweise um ihre Liquidität brachten. Das theoretische Fundament dieser Master Thesis besteht aus der Klärung der wichtigsten Begriffe: So werden Immobilienfonds, Investor Relations, Krise und Vertrauen im Kontext dieser Arbeit erläutert. Der empirische Teil besteht aus dem Vergleich von Geschäftsberichten und Pressemitteilungen vor und in der Krise: Mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse der Texte soll- te herausgestellt werden, ob und inwiefern sich die Kommunikationsstrategie verändert hat und was dies für das Anlegervertrauen bedeutet. Unternehmenskommunikation im Google-Zeitalter. Integrierte Kommunikation mit digita- lisierten Öffentlichkeiten am Beispiel von Business-to-Business-Unternehmen in der IT- Industrie von Thomas Sprenger M.A., MSc, Presse- und PR-Manager Pironet NDH Datacenter GmbH Die Arbeit untersucht die durch Internet, Social Web und Suchmaschinen veränderten Rah- menbedingungen, unter denen Integrierte Unternehmenskommunikation heute operiert. Die Analyse fokussiert dabei auf Unternehmen der IT-Industrie im Bereich Business-to-Business (B2B). Die vorliegende Analyse arbeitet Hypothesen generierend und verfolgt einen qualitativen Ansatz. Ausgangspunkt bildet die veränderte Mediennutzung im B2B-Bereich: Nahezu jede Investitionsentscheidung nimmt heute ihren Anfang im Web, und zwar bei Google und auf den Websites der Anbieter. Vor diesem Hintergrund befragt die Arbeit im theoretischen Teil zu- nächst Modelle der Integrierten Kommunikation nach ihren Erklärungsansätzen zur Unterneh- 8 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  11. 11. menskommunikation im Web. Dem schließt sich eine Darstellung der Kommunikationsbedin- gungen im B2B/IT-Bereich an unter Berücksichtigung aktueller empirischer Daten zur Medien- nutzung in diesem Wirtschaftssektor. Der Theorieteil schließt mit einer Analyse der technischen Strukturen und Akteure der digitalen Öffentlichkeit, mit denen sich Unternehmenskommunikati- on bereits heute konfrontiert sieht. Anhand halbstandardisierter Leitfadeninterviews skizziert und bewertet der empirische Part konkrete Erfahrungen von IT-Unternehmen mit Online- Unternehmenskommunikation. Die Analyse zeigt, dass Suchmaschinen wie Google angesichts der gängigen Kommunikati- onspraxis im B2B-Bereich zum zentralen Aggregator für das öffentliche Erscheinungsbild von Unternehmen geworden sind. Ihre Arbeitsweise diktiert ihnen dabei neue Bedingungen, um öffentlich wahrgenommen zu werden. Durch den Bedeutungsverlust journalistischer Gatekee- per sind professionelle Kommunikatoren dabei weitgehend auf sich gestellt. Sie müssen ein eigenes publizistisches Profil ausbilden und Leser auch ohne Massen- und Fachmedien an eigeninitiierte Informationsangebote binden. Der im Rahmen der Marktkommunikation übliche persuasive Kommunikationsstil erweist sich jedoch als wenig anschlussfähig im Web. Insofern werden die disziplinarischen Grenzen zwischen Marketing und PR nicht allein auf den Suchtref- ferlisten verschmelzen, sondern auch, weil Public Relations unverzichtbare Kompetenzen in die Online-Kommunikation einbringen können, die die Unternehmenskommunikation im Web erst anschlussfähig machen. Die Leitfadeninterviews zeigen zudem, dass die interne Kommunikati- on strategische Bedeutung hat für den Erfolg eigener Maßnahmen im Social Web. Demgegen- über verliert das Kontrollparadigma insbesondere marketingzentrierter Modelle für Integrierte Kommunikation im Web deutlich an Durchschlagskraft. Dezentrale Ansätze der Selbstorganisa- tion erscheinen in den interaktiven Kommunikationsszenarien des Webs als die flexiblere Stra- tegie. Integrierte Kommunikation in der zahnärztlichen Praxis – Grenzen und neue Herausfor- derungen von Andrea Stix, MSc Leitung Kommunikation/Marketing/PR, sterilAG MSc, Die vorliegende Master Thesis soll eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit Integrierter Kommunikation in der zahnärztlichen Praxis schaffen. Diese Arbeit untersucht, wie die Inte- grierte Kommunikation in zahnärztlichen Praxen eingesetzt werden kann, mit dem Ziel, die Be- ziehung von Arzt zu Patient zu fördern, um damit zur Erreichung der Praxis- bzw. Unterneh- mensziele beizutragen. Der zahnmedizinische Bereich wurde explizit gewählt, da er sich vom medizinischen Markt abgrenzt. Er unterscheidet sich in unternehmerischer, gesetzlicher und monetärer Sicht und bringt deshalb divergierende kommunikative Anforderungen und Möglich- keiten mit sich. Die Integrierte Kommunikation in Einzel- und Großpraxen ist bislang ein sehr junges Forschungsfeld. Anhand einer Literaturanalyse wird der theoretische Rahmen für die Thematik gesteckt, dessen Ergebnisse mit den empirischen Erkenntnissen von qualitativen Experteninterviews belegt und ergänzt werden. Der Fokus liegt auf der professionellen Kom- munikation, dem kommunikativen Umgang mit Patienten sowie der Kommunikationsarbeit in Zahnarztpraxen. Die professionelle Kommunikation ist schon heute in Großpraxen ein wichtiges Thema und wird sich für die künftigen Anforderungen zum strategischen Erfolgsfaktor entwi- ckeln. Anhand dieser Erkenntnisse hat die Verfasserin das „Modell der Integrierten Gesund- 9 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  12. 12. heitskommunikation“ entwickelt. Der Unternehmenserfolg von Zahnarztpraxen wird maßgeblich durch eine strategische Positionierung beeinflusst. In Zukunft wird Netzwerkkommunikation für Praxen einen erhöhten Stellenwert haben. Die professionelle Kommunikation hat entscheiden- den Einfluss auf Image und Reputation und fördert das Vertrauen in Zahnarzt und Praxis. Ebenso ist sie für die Patientengewinnung und -bindung bedeutend. Die Ergebnisse dieser Master Thesis sollen die Relevanz und die Möglichkeiten der Integrierten Kommunikation für zahnärztliche Praxen aufzeigen. Es ist die Intention der Verfasserin die wissenschaftlichen Er- kenntnisse für die anwendungsbezogene Praxis zu gewährleisten. Kulturelle Einflüsse auf die CSR-Kommunikation – Eine vergleichende Fallstudie UPS Deutschland und USA von Klaus Stodick M.A., MSc, Supervisor Externe Kommunikation, UPS Deutschland Corporate Social Responsibility (CSR) schafft Vertrauen, baut Glaubwürdigkeit auf und steigert die Reputation von Unternehmen. Damit dies erreicht werden kann, ist eine gute Planung und die angemessene Einbindung von CSR in die Unternehmensstrategie genauso wichtig, wie die Berücksichtigung der kulturellen Gegebenheiten, in denen das Unternehmen agiert. Die vorlie- gende Master Thesis geht davon aus, das kulturelle Unterschiede Einfluss auf die Auswahl von CSR-Bereichen und somit auf die Unternehmenskommunikation haben. Findet die Auswahl nicht mit Blick auf die kulturellen Hintergründe statt, spiegelt sich das in einer entsprechenden Unternehmensdarstellung wider. Diese Arbeit wurde als vergleichende Studie angelegt und möchte die Zusammenhänge von kulturellen Hintergründen, der Wahl der CSR-Bereiche und der daraus resultierenden Unternehmenskommunikation herausarbeiten. Der Verfasser möchte mit dieser Arbeit zudem eine weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit der Thematik anre- gen und so die Lücke zwischen interkultureller Kommunikation und dem globalen Thema CSR schließen. Diese als vergleichende Fallstudie angelegte Arbeit, wird herausfinden, dass es gilt, die kulturellen Unterschiede der Gesellschaften, in denen international tätige Konzerne ihre CSR-Programme durchführen, zu beachten sind. Denn nur auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass die ergriffenen CSR-Maßnahmen zur Innen- und Außendarstellung des Unter- nehmens und letztlich zur Steigerung der Reputation in vollem Umfang genutzt werden können. Die Bedeutung der kulturellen Einflüsse auf die CSR-Kommunikation wird am Beispiel des amerikanischen Logistikunternehmen United Parcel Service (UPS) untersucht. Der Verfasser wählt hierzu exemplarisch die Gesellschaften der USA und Deutschlands, da die gewählten Länder die für einen Vergleich notwendig und ausreichenden Differenzen, aber auch ähnliche Merkmale in ihrer gesellschaftlichen Struktur aufweisen. Hierzu wurden Dokumente wie CSR- Berichte, Pressemitteilungen und interne Kommunikationsmittel des Unternehmens analysiert und miteinander verglichen. Der Autor möchte Unternehmen auf Grundlage seiner Forschungs- ergebnisse dazu anzuregen, Überlegungen bezüglich einer in vollem Maße Erfolg versprechen- den CSR-Kommunikation, welche die kulturellen Unterschiede der jeweiligen Gesellschaften berücksichtigt, anzustellen. 10 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation
  13. 13. Erwartungen von Journalisten an die Medienarbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Zeitalter des Web 2.0 am Beispiel des Westdeutschen Rundfunks von Rüdiger Teutsch, MSc, Inhaber Mittelpunkt Media GmbH MSc Die vorliegende Master Thesis soll als Grundlage für eine wissenschaftliche Auseinanderset- zung mit dem Einsatz von Web-2.0-Anwendungen in der öffentlich-rechtlichen Medienarbeit dienen. Bislang beschränken sich die Pressestellen der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland im Bereich der Online-PR hauptsächlich auf die Aktualisierung eigener Webseiten und das Verschicken von Mails. Doch Anwendungen wie XING, Skype, Twitter oder YouTube, die wissenschaftlich als Social Software einzuordnen sind, werden als möglicher PR- Kommunikationskanal bisher ignoriert. Grund dafür sind stellenweise offenbar fehlende Online- Kompetenz in den Pressestellen und die Unsicherheit, ob es sich bei diesen Anwendungen nur um modische Trends oder ernst zu nehmende PR-Instrumente handelt. Doch Social Software bietet sich in der öffentlich-rechtlichen Medienarbeit durch seine interaktiven Einsatzmöglich- keiten an: Nutzer können sich mit anderen Nutzern vernetzen, mit ihnen über das Internet zu- sammenarbeiten und Informationen teilen. Die hier vorliegende Arbeit untersucht daher mit Hilfe qualitativer Leitfadeninterviews, welche Relevanz diese Web-2.0-Anwendungen für Jour- nalisten haben. Erwarten Medienschaffende möglicherweise längst den Einsatz von Social Software, weil sie auf diesem Weg besonders schnell zu neuen Informationen bekommen? Die wissenschaftlichen Untersuchungen wurden dabei am Fallbeispiel der Pressestelle des West- deutschen Rundfunks (WDR) vorgenommen. Als größte öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Deutschland war der WDR für diese Arbeit besonders geeignet, da die hier gewonnenen Er- kenntnisse wichtige Forschungsimpulse für andere öffentlich-rechtliche Sender liefern können. Zudem liefert diese Arbeit in einem noch wenig ausgeprägten Forschungsfeld erste Hinweise, welche Bedeutung Social Software wirklich für die öffentlich-rechtliche Medienarbeit hat. Das Europäische Parlament und die politische Öffentlichkeit – zwei soziale Systeme kommunizieren. Anforderungen an das Europäische Parlament im Rahmen der politi- schen Kommunikation von Sophia Walrafen B.A, MSc, Associate Communications & Div, Kautex Textron GmbH & Co. KG Die Diskussion um ein Kommunikations- und Legitimationsdefizit der EU begleitet den Staaten- verbund seit dem Entstehen ihrer Vorgängerorganisation, der Europäischen Gemeinschaft. Um dieses Defizit zu beheben, bedarf es einer interinstitutionellen Anstrengung aller europäischen Organe. Hierfür fehlt jedoch bis heute eine gesetzlich festgelegte Grundlage. Diese Arbeit stel- len dar, welchen Beitrag das Europäische Parlament zur Beseitigung des Kommunikations- und Legitimationsdefizits leisten kann. Die Anforderungen, welche das Europäische Parlament hier- für erfüllen muss, werden theoretisch erarbeitet und mit Hilfe von leitfadengestützten Experten- interviews verifiziert. Hierzu wurde eine systemtheoretische Perspektive gewählt mit Blick auf die politische Kommunikation. Im Ergebnis entwickelt diese Arbeit Anforderungen an das Euro- päische Parlament im Rahmen der politischen Kommunikation. Zudem bietet sie mögliche Lö- sungsansätze, wie diesen Anforderungen genüge getan werden kann. 11 Abstracts Master-Lehrgang PR und Integrierte Kommunikation

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