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Wie Sie Selbstsabotage vermeiden und
den inneren Kritiker für sich gewinnen
Claudia Hupprich
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BusinessVillage
Leseprobe
Wie Sie Selbstsabotage vermeiden und
den inneren Kritiker für sich gewinnen
Claudia Hupprich
BusinessVillage
Claudia Hupprich
Wuselmanagement
Wie Sie Selbstsabotage vermeiden und den inneren Kritiker für sich gewinnen
1. Auflage 2013
© BusinessVillage GmbH, Göttingen
Bestellnummern
ISBN 978-3-86980-205-3 (Druckausgabe)
ISBN 978-3-86980-206-0 (E-Book, PDF)
Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/915
Bezugs- und Verlagsanschrift
BusinessVillage GmbH
Reinhäuser Landstraße 22
37083 Göttingen
Telefon:	 +49 (0)5 51 20 99-1 00
Fax:	 +49 (0)5 51 20 99-1 05
E–Mail:	info@businessvillage.de
Web:	www.businessvillage.de
Layout und Satz
Sabine Kempke
Illustration auf dem Umschlag
Albert Ziganshin, www.fotolia.com
Illustrationen im Buch
Albert Ziganshin, www.fotolia.com
Autorenfoto
T. W. Klein, www.tw-klein.com
Druck und Bindung
Westermann Druck Zwickau GmbH
Copyrightvermerk
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der
engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar.
Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und
Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von dem Autor nach bestem Wissen
erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages. Er übernimmt deshalb
keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk be-
rechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der
Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann
benutzt werden dürfen.
Inhalt | 5
Inhalt
Über die Autorin.............................................................................. 7
Vorwort .......................................................................................... 9
1. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen ...................15
1.1 Ein Schritt vor und zwei zurück................................................16
1.2 Die Hürde zwischen uns und unseren Wünschen..........................24
1.3 Warum Selbstsabotage menschlich ist.......................................28
1.4 Die Entdeckung eines Wusels...................................................40
2. Eine Auswahl gängiger Selbstsabotage-Programme.........................47
2.1 Wusel à la carte.....................................................................48
2.2 Ein Wusel kommt selten allein ................................................62
3. Wusel in Nahaufnahme. Mentale Selbstsabotage verstehen.............65
3.1 Warum Wusel funktionieren.....................................................66
3.2 Was Wusel so alles (zu wissen) glauben.....................................72
3.3 Was Wusel wertvoll finden.......................................................95
3.4 Welche Strategien Wusel entwickeln........................................109
3.5 Wie Wusel entstehen............................................................119
3.6 Wo Wusel sich am wohlsten fühlen.........................................132
4. Freie Fahrt voraus. Mentale Selbstsabotage wirksam stoppen........137
4.1 Ein letzter Check, bevor es losgeht.........................................138
4.2 Das kleine 1 x 1 des Wuselmanagements...................................142
4.3 Die Beförderung zum Wuselmanager........................................154
4.4 Für erfahrene Wuselexperten..................................................173
5. Professionelle Unterstützung bei hartnäckigen Wuseln.................189
6 | Inhalt
6. Zum guten Schluss: Sie haben die Wahl. Viel Spaß dabei!.............197
7. Anhang.....................................................................................203
7.1 Die Wusel im Überblick.........................................................204
7.2 Die Übungen im Überblick.....................................................205
Dankeschön..................................................................................206
Ideen zum Weiterlesen..................................................................209
Anmerkungen und Literaturquellen ................................................213
Über die Autorin | 7
Über die Autorin
Claudia Hupprich ist Managementberaterin, Business Coach und Geschäfts-
führerin von consulting @ work. Sie unterstützt seit fast zwanzig Jahren
Menschen und Organisationen, die sich entweder in Veränderungsprozes-
sen befinden oder sich in solchen befinden wollen. Zu ihren Kunden zäh-
len gleichermaßen DAX-Unternehmen, mittelständische Unternehmen und
Einzelpersonen.
Als erfahrener Coach erlebt sie oft, wie sich Menschen selbst im Wege ste-
hen und deshalb ihre Ziele nicht erreichen. Ein Grund dafür sind innere Sa-
botageprogramme, die hartnäckig ihre Daseinsberechtigung einfordern. Sie
weiß, dass Menschen mentale Selbstsabotage als wenig witzig empfinden,
und nutzt daher mit einem Augenzwinkern den Begriff des Wusels als Me-
tapher. In Workshops und Vorträgen zeigt sie Möglichkeiten auf, wie man
den inneren Kritiker für sich gewinnen kann. Und im vorliegenden Buch
verrät sie eine Vielzahl von Methoden, um die eigenen Sabotageprogramme
zu erkennen, zu verstehen und erfolgreich abzustellen.
8 | Über die Autorin
Ihre Ausbildung umfasst das Studium zur Diplom-Wirtschaftsinformatike-
rin, einen internationalen Master of Business Administration sowie eine
Zertifizierung als Master-Coach.
Kontakt:
E-Mail: claudia.hupprich@consulting-at-work.com
Internet: www.consulting-at-work.com
Vorwort
„Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich
glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen,
gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie
nicht finden können, schaffen sie sie selbst.“
George Bernard Shaw, Dramatiker,
Pazifist und Literaturnobelpreisträger
10 | Vorwort
Unser Büro liegt in einem kleinen, idyllischen Ort im Untertaunus. Auf-
grund der dortigen Höhenlage liegen die Temperaturen meistens einige
Grade unter denen, die im restlichen Rhein-Main-Gebiet herrschen. Medi-
terrane Sommernächte sind bei uns also eher selten zu finden. Dafür fallen
im Winter manchmal schon die ersten Schneeflocken, wenn anderenorts
die Menschen von Heizstrahlern gewärmt noch draußen in den Cafés sit-
zen.
An einem nasskalten Montagmorgen im November, als der ganze Ort in
dichten Herbstnebel gehüllt war, rief mich ein Klient an. Nachdem wir
sein geschäftliches Anliegen besprochen hatten, fragte ich ihn, wie es ihm
ginge, denn in seiner Stimme schwang nicht die positive Energie, die ich
sonst von ihm kannte.
Er gab als Antwort, dass das zurückliegende, verregnete Wochenende nicht
wirklich das gewesen war, was er sich von einem schönen, erholsamen
Wochenende erwartet hatte. Schlimmer noch, das trübe Herbstwetter mit
sinkenden Temperaturen und anhaltendem Nieselregen wirkte sich negativ
auf seine Stimmung aus und hatte ihm nachhaltig das Wochenende ver-
miest.
„Das kann einen so richtig depressiv machen“, meinte er, „vom Gedan-
ken, dass dieses Mistwetter vermutlich bis zum Frühjahr anhält, ganz zu
schweigen.“ Ich antwortete ihm, dass doch jede Jahreszeit auch ihre schö-
nen Seiten hätte. Und das empfand ich auch so, denn während die Blätter
draußen im Novembernebel umherwirbelten, saß ich im warmen Büro und
hörte das Holzfeuer im Kamin gemütlich knacken. Aber der Versuch, mei-
nen Klienten hinsichtlich des Wetters etwas aufzuheitern, scheiterte kläg-
lich. Er hielt an seiner Überzeugung fest, dass die aktuelle Wetterlage ein
echtes Ärgernis und damit auch verantwortlich für seine schlechte Laune
war.
Vorwort | 11
Mir fiel nach diesem Telefonat das Zitat des amerikanischen Theologen
Reinhold Niebuhr wieder ein:
„Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine
vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr
Sicher, es gibt eine Menge Dinge im Leben, über die man sich ärgern kann.
Aber sich über die aktuelle Wetterlage zu ärgern, bringt herzlich wenig.
Genauso wenig macht es Sinn, mit gedrückter Stimmung im Büro zu sitzen,
weil schon wieder Montag ist oder der Lieblingsfußballverein am Wochen-
ende schlecht gespielt hat. Und die Empörung über den Verkehrs-Rowdy,
der einen auf der Autobahn rechts überholt hat, ändert auch nichts an
der Situation. Gleiches gilt für den Verdruss aufgrund der Verspätung des
Fliegers am Gate.
Oder, um es mit den Worten von einem meiner früheren Coaching-Ausbilder
auszudrücken: „Das kann man machen, muss es aber nicht.“
Wie viel sinnvoller wäre es hingegen, gelassen die Dinge hinzunehmen, die
man tatsächlich nicht ändern kann, und sich auf das zu konzentrieren,
was man verändern kann! Die Frage, ob man einen Einfluss auf die aktuelle
Wetterlage, den heutigen Wochentag oder die Spielergebnisse eines Fuß-
ballvereins hat, ist schnell beantwortet. Nicht immer ist die Antwort auf
die Frage nach der Beeinflussbarkeit jedoch so eindeutig. Denn man stört
sich manchmal nicht nur an etwas, das außerhalb des eigenen Einfluss-
bereichs liegt, sondern nimmt zusätzlich noch Dinge als gegeben hin, die
durchaus von einem selbst verändert werden könnten. Gerade in Coachings
erlebe ich es häufig, dass Menschen sich an etwas stören, aber glauben,
dass sie es nicht ändern können.
12 | Vorwort
Dies kann sich dann in den unterschiedlichsten Überzeugungen ausdrücken:
•	 „Ich bin noch nie ein guter Redner gewesen.“
•	 „Mit meiner Vorgesetzten kann man sowieso nicht vernünftig reden.“
•	 „Was ich anpacke, geht schief.“
•	 „Ich war schon immer so schüchtern.“
•	 „Das schaffe ich nie, ich war schon in der Schule ein schlechter
Lerner.“
•	 „Das scheint in unserer Familie zu liegen.“
•	 „Ich kann kein Mittelmaß ertragen.“
•	 „Das ist sinnlos, da renne ich gegen eine Wand.“
Viele Menschen haben eine genaue Vorstellung davon, was sie vermeintlich
können und nicht können, was sie müssen und nicht müssen, was sie dür-
fen und nicht dürfen. Diese Überzeugungen sind jedoch nicht immer hilf-
reich, sondern verhindern häufig, dass persönliche Ziele erreicht werden.
Und damit diese hinderlichen Überzeugungen auch immer griffbereit sind,
gibt es eine Art innerer Stimme, oft auch als innerer Kritiker bezeichnet,
die einen regelmäßig daran erinnert, was sein darf und was eben nicht.
Dieser innere Kritiker kommentiert oft wenig hilfreich das jeweilige Den-
ken und Handeln aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Er ermahnt,
er klagt an, er jammert, er setzt unter Druck und sorgt im inneren Dialog
für schlechte Stimmung.
Von der von Reinhold Niebuhr genannten Gelassenheit, dem Mut und der
Weisheit nicht die geringste Spur.
Stattdessen hindert der innere Kritiker uns daran, bestimmte Gegeben-
heiten gelassen hinzunehmen oder mutig die Punkte zu verändern, auf die
man in Wirklichkeit Einfluss hat.
Vorwort | 13
Sie werden im Laufe des Buches einige Menschen kennenlernen, deren
innerer Kritiker in der Vergangenheit enormen Einfluss darauf hatte, dass
persönliche Ziele nicht erreicht wurden. Denn der innere Kritiker hat ein
weites Feld an Möglichkeiten, in dem er agieren kann: Egal ob es bei-
spielsweise darum geht, eine wichtige Präsentation überzeugend vor einem
großen Publikum zu halten, die schon lange gewünschte Beförderung zu
erhalten oder den Sprung in die eigene Selbstständigkeit zu wagen – wenn
der innere Kritiker nicht wohlwollend unterstützt, dann kann aus ihm ein
unangenehmes Sabotageprogramm werden und das jeweilige Ziel in weite
Ferne rücken. Und das gilt es zu erkennen, zu ändern oder auch ganz ab-
zuschalten. Das vorliegende Buch zeigt Ihnen, wie.
Aber klingt das Wort „Sabotageprogramm“ nicht irgendwie sehr unange-
nehm? Klar, Selbstsabotage ist unangenehm. Aber dieser Begriff lädt einen
nur begrenzt dazu ein, sich mit diesem Thema mehr zu beschäftigen. Wie
wäre es stattdessen mit einer freundlicheren Metapher, wie zum Beispiel
„Wusel“? Damit wäre dann auch folgende Definition möglich:
Wusel, der – m, umgangssprachlich
Worttrennung Wu | sel
Lautschrift [,vu : zl]
Bedeutung Eine sprachliche Metapher für ein mentales Sabotagepro-
gramm, das eine Person am Erreichen eines definierten Ziels
hindert, blockiert oder sabotiert. Kann nach dem Erkennen
und Verstehen durch gezielte Maßnahmen gestoppt, entfernt
oder optimiert werden.
Besonderheiten Herkunft oft unbekannt. Trotz der maskulinen Wortform nicht
geschlechtsspezifisch.
Englisch Wouzel
14 | Vorwort
Mit der Metapher des Wusels für die verschiedenen Formen der Selbst-
sabotage kann man besser verstehen, warum man sich manchmal mental
selbst ein Bein stellt. So wird ermöglicht, das eigene Denken, Fühlen und
Handeln aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Außerdem kann
man über das limitierende Handeln von Wuseln eher schmunzeln als über
die mentale Selbstsabotage, denn diese ist meistens wenig witzig.
Im Laufe des Buches finden Sie daher eine Auswahl weit verbreiteter Wusel
und erfahren etwas über deren Logik und Wirkweise.
Zusätzlich blicken wir hinter die Kulissen. Warum gibt es Wusel, wo haben
sie ihren Ursprung, wie geht man mit ihnen am besten um? Dazu erfahren
Sie jede Menge wirksamer Methoden für ein erfolgreiches Wuselmanage-
ment, Übungen für Einsteiger wie auch für erfahrene Wuselmanager und
Experten. Denn wer den inneren Kritiker überzeugen kann, nicht gegen,
sondern für sich zu arbeiten, erreicht entspannter seine persönlichen Ziele.
Ich wünsche Ihnen viele Aha-Erlebnisse und eine Menge Spaß beim Lesen
sowie eine erfolgreiche Umsetzung der praktischen Übungen auf dem Weg
zum professionellen Wuselmanager.
Zwei Hinweise dürfen zum Abschluss des Vorwortes nicht fehlen:
Im Buch werden Begriffe wie beispielsweise „der Manager“, „der Team-
leiter“ oder „der Unternehmer“ ausschließlich in der männlichen Version
verwendet. Selbstverständlich sind damit natürlich auch immer Manage-
rinnen, Teamleiterinnen oder Unternehmerinnen gemeint.
Sie werden außerdem im Buch immer wieder Beispiele von Menschen lesen,
die etwas erreichen wollten, sich dabei aber eingangs selbst im Wege stan-
den. Weil es sich bei diesen Beispielen um reale Praxisfälle handelt, sind
die Namen geändert, um selbstverständlich die Anonymität des jeweiligen
Menschen zu wahren.
1.
Wunsch ja, Umsetzung nein.
Selbstsabotage erkennen
„Für Wunder muss man beten, für Veränderung aber arbeiten.“
Thomas von Aquin, Philosoph und Theologe
16 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen
1.1	Ein Schritt vor und zwei zurück
Menschen haben Wünsche. Wir haben materielle Wünsche wie zum Beispiel
ein großes Haus, ein schnelles Auto oder der Gewinn eines Lottojackpots.
Und wir haben Wünsche, die mit Geld nur wenig oder gar nichts zu tun
haben, wie zum Beispiel die Sehnsucht nach einer besseren Beziehung zu
einer bestimmten Person oder der Traum von einer beruflichen oder per-
sönlichen Veränderung.
Als Managementberaterin und Business Coach arbeite ich seit vielen Jahren
mit Menschen, die sich in solchen beruflichen oder persönlichen Verän-
derungsprozessen befinden oder sich darin befinden möchten. Die The-
men sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Mal ist es der
Wunsch nach mehr Erfolg, mal geht es darum, eine neue, herausfordernde
Position zu finden oder den Start in die eigene Selbstständigkeit zu wagen.
Oder aber es geht darum, die eigenen Fähigkeiten in einem bestimmten
Bereich wie zum Beispiel der Kommunikation, der Präsentation oder der
Mitarbeiterführung zu verbessern. Die Anliegen sind unterschiedlich, der
Kern jedoch ist gleich: Das Streben nach Veränderung.
Wenn mir dann der jeweilige Gesprächspartner von seinem Wunsch erzählt,
kann ich häufig ein Funkeln in seinen Augen wahrnehmen. Ein Funkeln,
das erscheint, weil er sich vorstellt, wie es wäre, wenn der Wunsch bereits in
Erfüllung gegangen wäre. Sobald ich dann allerdings die zunächst harmlose
Frage stelle, inwieweit es schon Teilerfolge auf dem Weg der Wunscherfüllung
gibt, ist das Funkeln in den Augen meist sofort weg. Das ist dann ein biss-
chen so, als würde man es mit einem Lichtschalter ausknipsen. Klack. Aus.
Die Umsetzung unserer Wünsche ist oft nämlich alles andere als trivial.
Manchmal liegen die Gründe dafür außerhalb unseres Einflussbereichs, in
vielen, vielleicht sogar in den meisten Fällen liegt der Grund aber allein
bei uns selbst: Bei der Realisierung unserer Wünsche stehen wir uns oft
buchstäblich selbst im Wege.
Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 17
Eine wirklich überzeugende Präsentation?
Herr Thiene ist vom Vorstand seiner Firma gebeten worden, auf einem
internationalen Kongress einen Vortrag zu einem bestimmten Thema zu
halten. Er ist zunächst vollends begeistert, denn das Thema ist sein Spe-
zialgebiet, er kennt sich darin wirklich hervorragend aus. Darüber hinaus
findet der Kongress in New York vor einem großen, internationalen Pub-
likum statt, eine fantastische Gelegenheit zum Netzwerken und Knüpfen
neuer Kontakte.
Vor seinem inneren Auge sieht Herr Thiene sich schon auf dem Podium
stehen und mit einem spannenden Vortrag sein Publikum begeistern. Er
geht zügig ans Werk und bereitet diesen wichtigen Termin vor. Er schreibt
seine Rede, erstellt die dazugehörende Präsentation, beides mit jeder Men-
ge Schwung und Elan.
Das Einüben des Vortrags geschieht anfangs noch mit einer gehörigen Por-
tion Begeisterung, aber je länger er sich mit dem Vortrag beschäftigt, desto
mehr schleichen sich Zweifel ein. Irgendwann beginnt er sich zu fragen,
ob sein Publikum die von ihm zusammengestellten Informationen tatsäch-
lich so spannend findet, wie er anfangs dachte. Vielleicht interessiert sich
ja niemand so richtig dafür? Was, wenn das Thema seine Zuschauer sogar
langweilt?
Vor seinem geistigen Auge wird aus der Wunschvorstellung, ein begeis-
ternder Redner zu sein, immer mehr das Bild eines Redners vor einem ge-
langweilt schauenden, gähnenden Publikum. Was, wenn die Teilnehmer in
Strömen den Saal verlassen?
Der Zeitpunkt des Kongresses rückt näher und Herrn Thienes Zweifel wer-
den immer größer. Mit der inneren Haltung, dass sein Vortrag niemanden
interessieren wird, hält er ihn dann schließlich. Im Ergebnis ist dieser zwar
nicht die Katastrophe, die Herr Thiene vor seinem inneren Auge visuali-
18 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen
siert hatte, er bleibt jedoch Lichtjahre von seinem Wunschbild des begeis-
ternden Redners entfernt – trotz intensiver Vorbereitung.
Der innere Kritiker und die eigenen Selbstzweifel sind manchmal über-
mächtige Gegner und können – wie im Beispiel von Herrn Thiene – zu einer
Art mentalen Selbstsabotage führen.
Auf dem Weg zur Wunschposition
Auch Frau Satorius hat die bittere Erfahrung gemacht, wie es ist, sich
selbst im Wege zu stehen. Sie ist seit vielen Jahren Teamleiterin in einem
großen Konzern und träumt davon, einmal statt eines Teams eine ganze
Abteilung zu leiten.
Dann eröffnet sich eine solche Chance. Die Leitung eines neuen Bereichs
wird ausgeschrieben. Frau Satorius sieht die Ausschreibung und findet, dass
die Stellenanforderungen in der Ausschreibung sehr gut zu ihren Erfahrun-
gen und ihrer Kompetenz passen könnten. Ihr Traum, Abteilungsleiterin
zu werden, rückt in greifbare Nähe. Denn in ihrer eigenen Wahrnehmung
bringt sie die notwendigen Fähigkeiten für diese Führungsposition mit.
Soll sie ihren Chef jetzt ansprechen?
Sie hat Glück, denn er spricht sie während eines gemeinsamen Mittag-
essens in der Kantine von alleine auf die Ausschreibung an. Und er gibt
ihr zu verstehen, dass er sie sich sehr gut als Leiterin des neuen Bereichs
vorstellen kann. Er bietet ihr an, mit seinen Kollegen im Management zu
sprechen und Frau Satorius für die offene Führungsposition zu empfehlen.
Selbstverständlich freut sie sich sehr über dieses Angebot. Jetzt, da die
Realisierung ihres Traums in greifbare Nähe rückt, kommen aber plötzlich
auch Zweifel auf. Sie gibt im Gespräch mit ihrem Vorgesetzten deshalb zu
bedenken, dass sie noch nie einen so großen Bereich geleitet habe und ihr
Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 19
momentan auch noch die Erfahrung fehle. Und dass das fachliche Gebiet
der Abteilung für sie eigentlich auch neu sei. Und dass sie sich selbst zwar
durchaus als mögliche Bewerberin für die Stelle sehen würde, aber es dann
für sie auch jede Menge Weiterbildungsbedarf gäbe.
Jetzt zögert auch der Vorgesetzte. Er hat ihr die Stelle durchaus zugetraut.
Aber wenn sie es sich selbst anscheinend nicht richtig zutraut? Sie hat die
Stelle übrigens nicht bekommen.
Das Beispiel zeigt deutlich, wie man sich mental selbst ein Bein stellen
kann und ein Gespräch dadurch eine ganz andere Wendung nimmt. Oft-
mals erfolgt jedoch diese Art der Selbstblockade nicht in einem einzigen
Gespräch, sondern ziemlich hartnäckig über einen viel längeren Zeitraum.
Der Traum von der eigenen Selbstständigkeit
Die Art der jahrelangen Selbstblockade kennt Herr Behrendt nur zu gut.
Er leitet ein Vertriebsteam in einem großen Konzern. Die Arbeit macht
ihm grundsätzlich Spaß, jedoch gibt es da diesen Traum. Der Traum von
der eigenen Selbstständigkeit. Immer und immer wieder hat er sich vor-
gestellt, wie es wäre, sein eigener Chef zu sein, Mitarbeiter zu führen,
Entscheidungen zu treffen und das alles mit eigenem Firmenlogo in den
eigenen Geschäftsräumen. Er kann sich das vor seinem inneren Auge sehr
gut vorstellen und diese Vorstellung gefällt ihm.
Es gibt aber nicht nur dieses innere Bild von ihm als selbstständigem,
erfolgreichem Unternehmer mit eigenem Team und eigenen Geschäftsräu-
men. Sondern es gibt auf der anderen Seite auch jede Menge Zweifel, aus-
gelöst durch das Grübeln über potenzielle Risiken und Stolpersteine. Wird
er sich damit vielleicht übernehmen, inhaltlich wie finanziell? Wird er
noch genügend Zeit für die Familie haben, wird diese ihn dabei überhaupt
unterstützen? Was wird passieren, wenn die Realisierung seines Traums
20 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen
doch viel komplizierter ist, als er sich das momentan vorstellt? Was, wenn
er keine Kunden für seine Geschäftsidee begeistern und keine Aufträge
akquirieren kann?
Deshalb entscheidet er sich doch lieber in seinem jetzigen Job zu blei-
ben. Der Traum von der Selbstständigkeit ist allerdings nicht weg, sondern
taucht vor allem immer dann auf, wenn Herr Behrendt von jemandem hört,
der sich erfolgreich selbstständig gemacht hat. Sein eigener Traum von
der Selbstständigkeit wird über die Jahre hinweg fast zu seinem persön-
lichen Albtraum. Er kann sich nicht entscheiden, wägt wieder und wieder
die gleichen Argumente und Gegenargumente gegeneinander ab und ist
letztendlich frustriert über seinen eigenen Mangel an Entscheidungskraft.
Das Gefühl der eigenen Entscheidungsunfähigkeit stellt mit der Zeit eine
immer größer werdende Belastung für ihn dar.
Wie wir uns manchmal selbst im Wege stehen
Wie konnte es passieren, dass alle drei hier vorgestellten Personen auf
dem Weg vom vorhandenen Wunsch zur Umsetzung tatsächlich gescheitert
sind?
Die Antwort ist relativ einfach: Sie standen sich jeweils selbst im Wege.
Herr Thienes innere Haltung basierte auf dem Gedanken, dass seine Rede
vermutlich keinen der Anwesenden interessieren würde. Und diese Über-
zeugung wurde zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Auch wenn
sein eigentliches Ziel das genaue Gegenteil davon war.
Auch Frau Satorius stellte sich auf dem Weg zu ihrer Traumposition selbst
ein Bein. Anstatt sich über das Angebot des Vorgesetzten zu freuen, wur-
den ihre Selbstzweifel größer und größer. Und diese thematisierte sie dann
mit ihm, einer erfahrenen Führungskraft. Dem Vorgesetzten wurde im Ver-
Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 21
lauf des Gesprächs mit Frau Satorius schnell klar, dass er für die zu be-
setzende Position keine Mitarbeiterin vorschlagen wollte, die sich selbst
offensichtlich die neue Aufgabe nicht zutraut.
Und Herr Behrendt kreiste in Gedanken jahrelang um die Frage, ob er das
Abenteuer Selbstständigkeit wagen sollte oder nicht, mit der Hoffnung, die
wirklich hundertprozentig richtige Entscheidung zu treffen.
Wir wissen aber oft im Leben nicht im Voraus, ob eine Entscheidung tat-
sächlich die richtige ist, bis wir sie getroffen und umgesetzt haben. Ent-
scheidungen unter Unsicherheit zu treffen, gehört im Leben eben dazu.
Und obwohl die meisten von uns sich genau darüber vermutlich im Klaren
sind, stehen wir Menschen uns bei der Erfüllung unserer Träume und Wün-
sche oft selbst im Wege und blockieren uns.
Wenn die Blockaden nicht von außen kommen
Es gibt Blockaden, die uns beim Erreichen unserer Ziele im Wege stehen
und die tatsächlich von außen kommen. Wenn Sie zum Beispiel davon
träumen, Bundeskanzlerin zu werden, sollte Ihr Vorstrafenregister ohne
Einträge sein und Sie sollten sich der Unterstützung einer politischen Par-
tei sicher sein. Ist Ihr Ziel aber stattdessen Pilot bei einer namhaften Flug-
gesellschaft zu werden, sollten Sie eine bestimmte Körpermindestgröße
erreichen. Fehlen Ihnen diese Voraussetzungen, können Sie wahrscheinlich
auch mit der besten inneren Einstellung den Traum vom Leben als Bundes-
kanzlerin oder Pilot nicht realisieren.
Viele Menschen glauben, dass äußere Umstände sie davon abhalten, ein
gewisses Ziel im Leben zu erreichen. Tatsächlich sind aber viele der wahr-
genommenen Blockaden hausgemacht, haben ihren Ursprung nicht in äu-
ßeren Umständen, sondern kommen von innen.
22 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen
Zugegeben, es ist manchmal nicht leicht anzuerkennen, dass die Blockade
in einem selbst steckt, dass man sich selbst ein Bein stellt. So wie in der
Geschichte von Frau Satorius. Der Weg zur Traumposition schien frei, und
die Tatsache, dass sie die Position letztendlich doch nicht erhielt, schien
ihre inneren Zweifel zu bestätigen, dass sie eben noch nicht für eine solche
Führungsaufgabe geeignet sei. Dass sie sich durch eine sich selbst erfül-
lende Prophezeiung den Weg selbst verbaute, wurde ihr erst zu einem viel
späteren Zeitpunkt während eines Coachings deutlich.
Traurig, aber wahr: Durch unsere Gedanken und Gefühle können wir manch-
mal enorme innere Blockaden schaffen. Wir brauchen gar keinen anderen
Menschen, um uns zu blockieren oder sabotieren, sondern erledigen das
alleine. Wir legen uns Steine in den Weg, wo vorher keine gewesen sind.
und bauen Hürden, die nur in unserer eigenen Wahrnehmung vorhanden
sind. Wir selbst, ohne das Zutun von anderen.
Zu wissen, was die anderen denken
Eine andere Klientin kannte sich mit diesem mentalen Mobbing bestens
aus. Ihr persönlicher Albtraum bestand darin, im Kollegenkreis etwas prä-
sentieren zu müssen. Da solche Präsentationen aber ein unvermeidbarer
Teil ihres Arbeitsalltags waren, durchlebte sie den Albtraum wieder und
wieder. Wenn es wieder einmal so weit war, stand sie vor ihren Kollegen,
lief rot an, begann zu schwitzen und wurde kurzatmig. Innerlich war sie
sich sicher, dass sich alle im Raum Anwesenden insgeheim über ihren bay-
rischen Akzent und ihre Figur, die nicht gängigen Modelmaßen entsprach,
lustig machten. Mutmaßlich lachte der Kreis der Kolleginnen und Kollegen
sogar hinter ihrem Rücken über sie. Und dass sie eine ziemliche Niete im
Präsentieren war, das war wohl auch für jeden offensichtlich – dachte sie
zumindest.
Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 23
Interessanterweise entsprach sie so gar nicht ihrer eigenen Beschreibung,
als sie mir dies erzählte. Vor mir saß eine attraktive Frau Anfang vierzig,
im professionellen, schicken Business-Outfit, mit süddeutschem Akzent
und – geschätzter – Kleidergröße 46. Von Nervosität, Schwitzen, Rotwer-
den oder Kurzatmigkeit keine Spur. Ich fragte sie, welche Situationen denn
im Kollegenkreis dazu geführt hätten, dass womöglich ein Teil oder alle
ihrer Kollegen insgeheim über sie lachen könnten. Und sie dachte lange
nach und musste dann passen. Sie konnte keine einzige Situation benen-
nen, aus der sie dies tatsächlich hätte ableiten können.
Es stellte sich aber dann im weiteren Gesprächsverlauf heraus, dass es
durchaus Situationen und Personen in ihrem Leben gegeben hatte, die
eventuell etwas mit ihrer inneren Selbstsabotage zu tun hatten. Klassen-
kameraden, die sie nach einem Umzug auf die andere Seite des „Weiß-
wurstäquators“ wegen ihres Akzents hänselten, eine frühere Kollegin,
die – obwohl schlank – einen regelrechten Diätenmarathon verfolgte, und
einen Vater, der immer wieder betonte, dass man Mädchen sehen, aber
nicht hören solle.
Wir haben während des Coachings Schritt für Schritt die Grundlagen ihrer
mentalen Selbstsabotage zerlegt. Gibt es Menschen mit Übergewicht oder
starkem Akzent, die trotz dieser Faktoren überzeugend präsentieren kön-
nen? Was, wenn beide Faktoren für ihren Kollegenkreis überhaupt keine
Relevanz hätten? Was würde passieren, wenn sie in der nächsten Präsenta-
tion ihre natürliche Gesichtsfarbe behalten und frei und entspannt reden
würde? Was würde dadurch in der Zukunft möglich werden? Wie würde sie
mit dieser Veränderung umgehen?
Durch das systematische Hinterfragen der eigenen, hinderlichen Überzeu-
gungen gelang es meiner Klientin, neue, für sie stimmige Handlungsoptio-
nen zu entdecken und bessere Strategien zum Halten von Präsentationen
zu entwickeln. Kurze Zeit später hatte sie Gelegenheit, diese auszuprobie-
ren und berichtete mir stolz, dass ein Kollege ihr anerkennend mit den
24 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen
Worten „klasse Präsentation“ auf die Schulter geklopft habe. Kopfschüt-
telnd erzählte sie, wie unglaublich sie es fände, dass sie sich selbst wäh-
rend vergangener Präsentationen mental sabotiert habe.
Eine Reaktion, die alles andere als selten ist. Wenn Menschen mentale Blo-
ckaden aus dem Weg räumen, sind sie danach oft erstaunt. Sie sind über-
rascht, dass sie Hürden erschaffen haben, wo objektiv keine waren. Und
sie sind verblüfft, wenn sie die Mechanismen verstanden haben, wie man
mit den eigenen, inneren Blockaden umgehen und diese loswerden kann.
Denn es gibt Möglichkeiten, wie man die inneren Selbstblockaden und
Sabotageprogramme stoppen kann. Ganz alleine und ohne fremde Hilfe,
einfach mit einem bisschen Übung. Und darum geht es in diesem Buch: Zu
verstehen, warum wir uns mental manchmal selbst sabotieren und was man
dagegen tun kann. Wie man innere Blockaden wahrnimmt als das, was sie
tatsächlich sind, wie man sie überwindet oder beseitigt und dadurch die
eigenen Potenziale erfolgreich nutzt.
1.2	Die Hürde zwischen uns und unseren Wünschen
Es gibt so viele unterschiedliche Wünsche, die Menschen hinsichtlich ihrer
beruflichen oder persönlichen Weiterentwicklung hegen, wie es unter-
schiedliche Menschen gibt. Deshalb greife ich aus der Vielzahl an mög-
lichen Wünschen einmal ein Beispiel heraus, dem ich in meinen Coachings
relativ häufig begegne: Den Wunsch nach mehr Erfolg.
Vermutlich haben die meisten Menschen eine Vorstellung davon, was ge-
meint ist, wenn jemand sagt, dass er erfolgreicher sein möchte. Fragt man
jedoch etwas genauer nach, dann wird schnell klar, dass die Definition von
Erfolg in höchstem Maße subjektiv ist und individuell sehr unterschiedlich
ausfallen kann.
Resilienz
Erfolgreiche Menschen haben eine Eigenschaft, die sie von anderen unterscheidet
und doch sofort wahrnehmbar ist: Gelassenheit. Sie meistern schwierige Situatio-
nen scheinbar mit Leichtigkeit, persönliche Angriffe prallen an ihnen ab und selbst
unter hohem Druck büßen sie ihre Leistungsfähigkeit nicht ein.
Was machen diese Menschen anders? Sie beherrschen die Gelassenheit im
Umgang mit sich, mit ihren Mitmenschen und mit den Herausforderungen, die das
Leben und ihre tägliche Arbeit für sie bereithalten. Eine Eigenschaft, nach der sich
immer mehr Menschen sehnen und die in der heutigen Zeit immer bedeutender
wird. Resiliente Menschen verbinden diese Fähigkeit mit einer erstaunlichen Ziel-
orientierung, Konsequenz und Disziplin in ihrem Handeln und erreichen dadurch
etwas, was sie von vielen anderen unterscheidet: persönlichen Erfolg UND ein
sehr großes Wohlbefinden.
In einer der wahrscheinlich spannendsten Reisen, der Reise zu Ihrem eigenen
Leben, bringt Ihnen Dr. Denis Mourlane das Konzept der Resilienz näher und zeigt
Ihnen, wie Sie es in Ihren Alltag integrieren.
Buch der Woche im Hamburger Abendblatt, 23./24. März 2013!
Denis Mourlane
Resilienz
Die unentdeckte Fähigkeit der
wirklich Erfolgreichen
232 Seiten; 2013; 24,80 Euro
ISBN 978-3-86980-249-7; Art-Nr.: 940
www.BusinessVillage.de
Change! Bewegung im Kopf
Barack Obamas Motto „Change“ hat Menschen angespornt und elektrisiert. Aber
wie geht eigentlich Veränderung? Reichen positives Denken, Bekämpfung des
inneren Schweinehundes und ein Motivationstraining als Schlüssel zur Verände-
rung aus?
Wir laufen meist noch völlig untauglichen Vorstellungen von Wahrnehmung, Ler-
nen und Motivation hinterher. Entscheidungsprozesse in unserem Kopf funktionie-
ren anders als wir denken. Der Bauch dominiert den Kopf - der rational gesteuerte
Homo oeconomicus ist ein Mythos vergangener Zeiten. Veränderung kann nur
gelingen, wenn wir die Grundlagen unseres Verhaltens verstehen und als Res-
source nutzen. Denn das Potenzial, über uns selbst hinauszuwachsen und etwas
zu verändern, ist uns angeboren – wir müssen es nur nutzen.
Leicht verständlich und unterhaltsam belegt Dr. Constantin Sander anhand neuer
wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Neuropsychologie und Biologie, wie Ver-
änderungsprozesse in der Praxis funktionieren.
Constantin Sander
Change! Bewegung im Kopf
Ihr Gehirn wird so, wie Sie es
benutzen. Mit neuen Erkenntnissen
aus Biologie und Neurowissenschaften
3., überarbeitete Auflage 2012
256 Seiten; 24,80 Euro
ISBN 978-3-86980-177-3; Art-Nr.: 881
www.BusinessVillage.de

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  • 5. Inhalt | 5 Inhalt Über die Autorin.............................................................................. 7 Vorwort .......................................................................................... 9 1. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen ...................15 1.1 Ein Schritt vor und zwei zurück................................................16 1.2 Die Hürde zwischen uns und unseren Wünschen..........................24 1.3 Warum Selbstsabotage menschlich ist.......................................28 1.4 Die Entdeckung eines Wusels...................................................40 2. Eine Auswahl gängiger Selbstsabotage-Programme.........................47 2.1 Wusel à la carte.....................................................................48 2.2 Ein Wusel kommt selten allein ................................................62 3. Wusel in Nahaufnahme. Mentale Selbstsabotage verstehen.............65 3.1 Warum Wusel funktionieren.....................................................66 3.2 Was Wusel so alles (zu wissen) glauben.....................................72 3.3 Was Wusel wertvoll finden.......................................................95 3.4 Welche Strategien Wusel entwickeln........................................109 3.5 Wie Wusel entstehen............................................................119 3.6 Wo Wusel sich am wohlsten fühlen.........................................132 4. Freie Fahrt voraus. Mentale Selbstsabotage wirksam stoppen........137 4.1 Ein letzter Check, bevor es losgeht.........................................138 4.2 Das kleine 1 x 1 des Wuselmanagements...................................142 4.3 Die Beförderung zum Wuselmanager........................................154 4.4 Für erfahrene Wuselexperten..................................................173 5. Professionelle Unterstützung bei hartnäckigen Wuseln.................189
  • 6. 6 | Inhalt 6. Zum guten Schluss: Sie haben die Wahl. Viel Spaß dabei!.............197 7. Anhang.....................................................................................203 7.1 Die Wusel im Überblick.........................................................204 7.2 Die Übungen im Überblick.....................................................205 Dankeschön..................................................................................206 Ideen zum Weiterlesen..................................................................209 Anmerkungen und Literaturquellen ................................................213
  • 7. Über die Autorin | 7 Über die Autorin Claudia Hupprich ist Managementberaterin, Business Coach und Geschäfts- führerin von consulting @ work. Sie unterstützt seit fast zwanzig Jahren Menschen und Organisationen, die sich entweder in Veränderungsprozes- sen befinden oder sich in solchen befinden wollen. Zu ihren Kunden zäh- len gleichermaßen DAX-Unternehmen, mittelständische Unternehmen und Einzelpersonen. Als erfahrener Coach erlebt sie oft, wie sich Menschen selbst im Wege ste- hen und deshalb ihre Ziele nicht erreichen. Ein Grund dafür sind innere Sa- botageprogramme, die hartnäckig ihre Daseinsberechtigung einfordern. Sie weiß, dass Menschen mentale Selbstsabotage als wenig witzig empfinden, und nutzt daher mit einem Augenzwinkern den Begriff des Wusels als Me- tapher. In Workshops und Vorträgen zeigt sie Möglichkeiten auf, wie man den inneren Kritiker für sich gewinnen kann. Und im vorliegenden Buch verrät sie eine Vielzahl von Methoden, um die eigenen Sabotageprogramme zu erkennen, zu verstehen und erfolgreich abzustellen.
  • 8. 8 | Über die Autorin Ihre Ausbildung umfasst das Studium zur Diplom-Wirtschaftsinformatike- rin, einen internationalen Master of Business Administration sowie eine Zertifizierung als Master-Coach. Kontakt: E-Mail: claudia.hupprich@consulting-at-work.com Internet: www.consulting-at-work.com
  • 9. Vorwort „Man gibt immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen, und wenn sie sie nicht finden können, schaffen sie sie selbst.“ George Bernard Shaw, Dramatiker, Pazifist und Literaturnobelpreisträger
  • 10. 10 | Vorwort Unser Büro liegt in einem kleinen, idyllischen Ort im Untertaunus. Auf- grund der dortigen Höhenlage liegen die Temperaturen meistens einige Grade unter denen, die im restlichen Rhein-Main-Gebiet herrschen. Medi- terrane Sommernächte sind bei uns also eher selten zu finden. Dafür fallen im Winter manchmal schon die ersten Schneeflocken, wenn anderenorts die Menschen von Heizstrahlern gewärmt noch draußen in den Cafés sit- zen. An einem nasskalten Montagmorgen im November, als der ganze Ort in dichten Herbstnebel gehüllt war, rief mich ein Klient an. Nachdem wir sein geschäftliches Anliegen besprochen hatten, fragte ich ihn, wie es ihm ginge, denn in seiner Stimme schwang nicht die positive Energie, die ich sonst von ihm kannte. Er gab als Antwort, dass das zurückliegende, verregnete Wochenende nicht wirklich das gewesen war, was er sich von einem schönen, erholsamen Wochenende erwartet hatte. Schlimmer noch, das trübe Herbstwetter mit sinkenden Temperaturen und anhaltendem Nieselregen wirkte sich negativ auf seine Stimmung aus und hatte ihm nachhaltig das Wochenende ver- miest. „Das kann einen so richtig depressiv machen“, meinte er, „vom Gedan- ken, dass dieses Mistwetter vermutlich bis zum Frühjahr anhält, ganz zu schweigen.“ Ich antwortete ihm, dass doch jede Jahreszeit auch ihre schö- nen Seiten hätte. Und das empfand ich auch so, denn während die Blätter draußen im Novembernebel umherwirbelten, saß ich im warmen Büro und hörte das Holzfeuer im Kamin gemütlich knacken. Aber der Versuch, mei- nen Klienten hinsichtlich des Wetters etwas aufzuheitern, scheiterte kläg- lich. Er hielt an seiner Überzeugung fest, dass die aktuelle Wetterlage ein echtes Ärgernis und damit auch verantwortlich für seine schlechte Laune war.
  • 11. Vorwort | 11 Mir fiel nach diesem Telefonat das Zitat des amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr wieder ein: „Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Reinhold Niebuhr Sicher, es gibt eine Menge Dinge im Leben, über die man sich ärgern kann. Aber sich über die aktuelle Wetterlage zu ärgern, bringt herzlich wenig. Genauso wenig macht es Sinn, mit gedrückter Stimmung im Büro zu sitzen, weil schon wieder Montag ist oder der Lieblingsfußballverein am Wochen- ende schlecht gespielt hat. Und die Empörung über den Verkehrs-Rowdy, der einen auf der Autobahn rechts überholt hat, ändert auch nichts an der Situation. Gleiches gilt für den Verdruss aufgrund der Verspätung des Fliegers am Gate. Oder, um es mit den Worten von einem meiner früheren Coaching-Ausbilder auszudrücken: „Das kann man machen, muss es aber nicht.“ Wie viel sinnvoller wäre es hingegen, gelassen die Dinge hinzunehmen, die man tatsächlich nicht ändern kann, und sich auf das zu konzentrieren, was man verändern kann! Die Frage, ob man einen Einfluss auf die aktuelle Wetterlage, den heutigen Wochentag oder die Spielergebnisse eines Fuß- ballvereins hat, ist schnell beantwortet. Nicht immer ist die Antwort auf die Frage nach der Beeinflussbarkeit jedoch so eindeutig. Denn man stört sich manchmal nicht nur an etwas, das außerhalb des eigenen Einfluss- bereichs liegt, sondern nimmt zusätzlich noch Dinge als gegeben hin, die durchaus von einem selbst verändert werden könnten. Gerade in Coachings erlebe ich es häufig, dass Menschen sich an etwas stören, aber glauben, dass sie es nicht ändern können.
  • 12. 12 | Vorwort Dies kann sich dann in den unterschiedlichsten Überzeugungen ausdrücken: • „Ich bin noch nie ein guter Redner gewesen.“ • „Mit meiner Vorgesetzten kann man sowieso nicht vernünftig reden.“ • „Was ich anpacke, geht schief.“ • „Ich war schon immer so schüchtern.“ • „Das schaffe ich nie, ich war schon in der Schule ein schlechter Lerner.“ • „Das scheint in unserer Familie zu liegen.“ • „Ich kann kein Mittelmaß ertragen.“ • „Das ist sinnlos, da renne ich gegen eine Wand.“ Viele Menschen haben eine genaue Vorstellung davon, was sie vermeintlich können und nicht können, was sie müssen und nicht müssen, was sie dür- fen und nicht dürfen. Diese Überzeugungen sind jedoch nicht immer hilf- reich, sondern verhindern häufig, dass persönliche Ziele erreicht werden. Und damit diese hinderlichen Überzeugungen auch immer griffbereit sind, gibt es eine Art innerer Stimme, oft auch als innerer Kritiker bezeichnet, die einen regelmäßig daran erinnert, was sein darf und was eben nicht. Dieser innere Kritiker kommentiert oft wenig hilfreich das jeweilige Den- ken und Handeln aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Er ermahnt, er klagt an, er jammert, er setzt unter Druck und sorgt im inneren Dialog für schlechte Stimmung. Von der von Reinhold Niebuhr genannten Gelassenheit, dem Mut und der Weisheit nicht die geringste Spur. Stattdessen hindert der innere Kritiker uns daran, bestimmte Gegeben- heiten gelassen hinzunehmen oder mutig die Punkte zu verändern, auf die man in Wirklichkeit Einfluss hat.
  • 13. Vorwort | 13 Sie werden im Laufe des Buches einige Menschen kennenlernen, deren innerer Kritiker in der Vergangenheit enormen Einfluss darauf hatte, dass persönliche Ziele nicht erreicht wurden. Denn der innere Kritiker hat ein weites Feld an Möglichkeiten, in dem er agieren kann: Egal ob es bei- spielsweise darum geht, eine wichtige Präsentation überzeugend vor einem großen Publikum zu halten, die schon lange gewünschte Beförderung zu erhalten oder den Sprung in die eigene Selbstständigkeit zu wagen – wenn der innere Kritiker nicht wohlwollend unterstützt, dann kann aus ihm ein unangenehmes Sabotageprogramm werden und das jeweilige Ziel in weite Ferne rücken. Und das gilt es zu erkennen, zu ändern oder auch ganz ab- zuschalten. Das vorliegende Buch zeigt Ihnen, wie. Aber klingt das Wort „Sabotageprogramm“ nicht irgendwie sehr unange- nehm? Klar, Selbstsabotage ist unangenehm. Aber dieser Begriff lädt einen nur begrenzt dazu ein, sich mit diesem Thema mehr zu beschäftigen. Wie wäre es stattdessen mit einer freundlicheren Metapher, wie zum Beispiel „Wusel“? Damit wäre dann auch folgende Definition möglich: Wusel, der – m, umgangssprachlich Worttrennung Wu | sel Lautschrift [,vu : zl] Bedeutung Eine sprachliche Metapher für ein mentales Sabotagepro- gramm, das eine Person am Erreichen eines definierten Ziels hindert, blockiert oder sabotiert. Kann nach dem Erkennen und Verstehen durch gezielte Maßnahmen gestoppt, entfernt oder optimiert werden. Besonderheiten Herkunft oft unbekannt. Trotz der maskulinen Wortform nicht geschlechtsspezifisch. Englisch Wouzel
  • 14. 14 | Vorwort Mit der Metapher des Wusels für die verschiedenen Formen der Selbst- sabotage kann man besser verstehen, warum man sich manchmal mental selbst ein Bein stellt. So wird ermöglicht, das eigene Denken, Fühlen und Handeln aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Außerdem kann man über das limitierende Handeln von Wuseln eher schmunzeln als über die mentale Selbstsabotage, denn diese ist meistens wenig witzig. Im Laufe des Buches finden Sie daher eine Auswahl weit verbreiteter Wusel und erfahren etwas über deren Logik und Wirkweise. Zusätzlich blicken wir hinter die Kulissen. Warum gibt es Wusel, wo haben sie ihren Ursprung, wie geht man mit ihnen am besten um? Dazu erfahren Sie jede Menge wirksamer Methoden für ein erfolgreiches Wuselmanage- ment, Übungen für Einsteiger wie auch für erfahrene Wuselmanager und Experten. Denn wer den inneren Kritiker überzeugen kann, nicht gegen, sondern für sich zu arbeiten, erreicht entspannter seine persönlichen Ziele. Ich wünsche Ihnen viele Aha-Erlebnisse und eine Menge Spaß beim Lesen sowie eine erfolgreiche Umsetzung der praktischen Übungen auf dem Weg zum professionellen Wuselmanager. Zwei Hinweise dürfen zum Abschluss des Vorwortes nicht fehlen: Im Buch werden Begriffe wie beispielsweise „der Manager“, „der Team- leiter“ oder „der Unternehmer“ ausschließlich in der männlichen Version verwendet. Selbstverständlich sind damit natürlich auch immer Manage- rinnen, Teamleiterinnen oder Unternehmerinnen gemeint. Sie werden außerdem im Buch immer wieder Beispiele von Menschen lesen, die etwas erreichen wollten, sich dabei aber eingangs selbst im Wege stan- den. Weil es sich bei diesen Beispielen um reale Praxisfälle handelt, sind die Namen geändert, um selbstverständlich die Anonymität des jeweiligen Menschen zu wahren.
  • 15. 1. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen „Für Wunder muss man beten, für Veränderung aber arbeiten.“ Thomas von Aquin, Philosoph und Theologe
  • 16. 16 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen 1.1 Ein Schritt vor und zwei zurück Menschen haben Wünsche. Wir haben materielle Wünsche wie zum Beispiel ein großes Haus, ein schnelles Auto oder der Gewinn eines Lottojackpots. Und wir haben Wünsche, die mit Geld nur wenig oder gar nichts zu tun haben, wie zum Beispiel die Sehnsucht nach einer besseren Beziehung zu einer bestimmten Person oder der Traum von einer beruflichen oder per- sönlichen Veränderung. Als Managementberaterin und Business Coach arbeite ich seit vielen Jahren mit Menschen, die sich in solchen beruflichen oder persönlichen Verän- derungsprozessen befinden oder sich darin befinden möchten. Die The- men sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Mal ist es der Wunsch nach mehr Erfolg, mal geht es darum, eine neue, herausfordernde Position zu finden oder den Start in die eigene Selbstständigkeit zu wagen. Oder aber es geht darum, die eigenen Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich wie zum Beispiel der Kommunikation, der Präsentation oder der Mitarbeiterführung zu verbessern. Die Anliegen sind unterschiedlich, der Kern jedoch ist gleich: Das Streben nach Veränderung. Wenn mir dann der jeweilige Gesprächspartner von seinem Wunsch erzählt, kann ich häufig ein Funkeln in seinen Augen wahrnehmen. Ein Funkeln, das erscheint, weil er sich vorstellt, wie es wäre, wenn der Wunsch bereits in Erfüllung gegangen wäre. Sobald ich dann allerdings die zunächst harmlose Frage stelle, inwieweit es schon Teilerfolge auf dem Weg der Wunscherfüllung gibt, ist das Funkeln in den Augen meist sofort weg. Das ist dann ein biss- chen so, als würde man es mit einem Lichtschalter ausknipsen. Klack. Aus. Die Umsetzung unserer Wünsche ist oft nämlich alles andere als trivial. Manchmal liegen die Gründe dafür außerhalb unseres Einflussbereichs, in vielen, vielleicht sogar in den meisten Fällen liegt der Grund aber allein bei uns selbst: Bei der Realisierung unserer Wünsche stehen wir uns oft buchstäblich selbst im Wege.
  • 17. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 17 Eine wirklich überzeugende Präsentation? Herr Thiene ist vom Vorstand seiner Firma gebeten worden, auf einem internationalen Kongress einen Vortrag zu einem bestimmten Thema zu halten. Er ist zunächst vollends begeistert, denn das Thema ist sein Spe- zialgebiet, er kennt sich darin wirklich hervorragend aus. Darüber hinaus findet der Kongress in New York vor einem großen, internationalen Pub- likum statt, eine fantastische Gelegenheit zum Netzwerken und Knüpfen neuer Kontakte. Vor seinem inneren Auge sieht Herr Thiene sich schon auf dem Podium stehen und mit einem spannenden Vortrag sein Publikum begeistern. Er geht zügig ans Werk und bereitet diesen wichtigen Termin vor. Er schreibt seine Rede, erstellt die dazugehörende Präsentation, beides mit jeder Men- ge Schwung und Elan. Das Einüben des Vortrags geschieht anfangs noch mit einer gehörigen Por- tion Begeisterung, aber je länger er sich mit dem Vortrag beschäftigt, desto mehr schleichen sich Zweifel ein. Irgendwann beginnt er sich zu fragen, ob sein Publikum die von ihm zusammengestellten Informationen tatsäch- lich so spannend findet, wie er anfangs dachte. Vielleicht interessiert sich ja niemand so richtig dafür? Was, wenn das Thema seine Zuschauer sogar langweilt? Vor seinem geistigen Auge wird aus der Wunschvorstellung, ein begeis- ternder Redner zu sein, immer mehr das Bild eines Redners vor einem ge- langweilt schauenden, gähnenden Publikum. Was, wenn die Teilnehmer in Strömen den Saal verlassen? Der Zeitpunkt des Kongresses rückt näher und Herrn Thienes Zweifel wer- den immer größer. Mit der inneren Haltung, dass sein Vortrag niemanden interessieren wird, hält er ihn dann schließlich. Im Ergebnis ist dieser zwar nicht die Katastrophe, die Herr Thiene vor seinem inneren Auge visuali-
  • 18. 18 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen siert hatte, er bleibt jedoch Lichtjahre von seinem Wunschbild des begeis- ternden Redners entfernt – trotz intensiver Vorbereitung. Der innere Kritiker und die eigenen Selbstzweifel sind manchmal über- mächtige Gegner und können – wie im Beispiel von Herrn Thiene – zu einer Art mentalen Selbstsabotage führen. Auf dem Weg zur Wunschposition Auch Frau Satorius hat die bittere Erfahrung gemacht, wie es ist, sich selbst im Wege zu stehen. Sie ist seit vielen Jahren Teamleiterin in einem großen Konzern und träumt davon, einmal statt eines Teams eine ganze Abteilung zu leiten. Dann eröffnet sich eine solche Chance. Die Leitung eines neuen Bereichs wird ausgeschrieben. Frau Satorius sieht die Ausschreibung und findet, dass die Stellenanforderungen in der Ausschreibung sehr gut zu ihren Erfahrun- gen und ihrer Kompetenz passen könnten. Ihr Traum, Abteilungsleiterin zu werden, rückt in greifbare Nähe. Denn in ihrer eigenen Wahrnehmung bringt sie die notwendigen Fähigkeiten für diese Führungsposition mit. Soll sie ihren Chef jetzt ansprechen? Sie hat Glück, denn er spricht sie während eines gemeinsamen Mittag- essens in der Kantine von alleine auf die Ausschreibung an. Und er gibt ihr zu verstehen, dass er sie sich sehr gut als Leiterin des neuen Bereichs vorstellen kann. Er bietet ihr an, mit seinen Kollegen im Management zu sprechen und Frau Satorius für die offene Führungsposition zu empfehlen. Selbstverständlich freut sie sich sehr über dieses Angebot. Jetzt, da die Realisierung ihres Traums in greifbare Nähe rückt, kommen aber plötzlich auch Zweifel auf. Sie gibt im Gespräch mit ihrem Vorgesetzten deshalb zu bedenken, dass sie noch nie einen so großen Bereich geleitet habe und ihr
  • 19. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 19 momentan auch noch die Erfahrung fehle. Und dass das fachliche Gebiet der Abteilung für sie eigentlich auch neu sei. Und dass sie sich selbst zwar durchaus als mögliche Bewerberin für die Stelle sehen würde, aber es dann für sie auch jede Menge Weiterbildungsbedarf gäbe. Jetzt zögert auch der Vorgesetzte. Er hat ihr die Stelle durchaus zugetraut. Aber wenn sie es sich selbst anscheinend nicht richtig zutraut? Sie hat die Stelle übrigens nicht bekommen. Das Beispiel zeigt deutlich, wie man sich mental selbst ein Bein stellen kann und ein Gespräch dadurch eine ganz andere Wendung nimmt. Oft- mals erfolgt jedoch diese Art der Selbstblockade nicht in einem einzigen Gespräch, sondern ziemlich hartnäckig über einen viel längeren Zeitraum. Der Traum von der eigenen Selbstständigkeit Die Art der jahrelangen Selbstblockade kennt Herr Behrendt nur zu gut. Er leitet ein Vertriebsteam in einem großen Konzern. Die Arbeit macht ihm grundsätzlich Spaß, jedoch gibt es da diesen Traum. Der Traum von der eigenen Selbstständigkeit. Immer und immer wieder hat er sich vor- gestellt, wie es wäre, sein eigener Chef zu sein, Mitarbeiter zu führen, Entscheidungen zu treffen und das alles mit eigenem Firmenlogo in den eigenen Geschäftsräumen. Er kann sich das vor seinem inneren Auge sehr gut vorstellen und diese Vorstellung gefällt ihm. Es gibt aber nicht nur dieses innere Bild von ihm als selbstständigem, erfolgreichem Unternehmer mit eigenem Team und eigenen Geschäftsräu- men. Sondern es gibt auf der anderen Seite auch jede Menge Zweifel, aus- gelöst durch das Grübeln über potenzielle Risiken und Stolpersteine. Wird er sich damit vielleicht übernehmen, inhaltlich wie finanziell? Wird er noch genügend Zeit für die Familie haben, wird diese ihn dabei überhaupt unterstützen? Was wird passieren, wenn die Realisierung seines Traums
  • 20. 20 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen doch viel komplizierter ist, als er sich das momentan vorstellt? Was, wenn er keine Kunden für seine Geschäftsidee begeistern und keine Aufträge akquirieren kann? Deshalb entscheidet er sich doch lieber in seinem jetzigen Job zu blei- ben. Der Traum von der Selbstständigkeit ist allerdings nicht weg, sondern taucht vor allem immer dann auf, wenn Herr Behrendt von jemandem hört, der sich erfolgreich selbstständig gemacht hat. Sein eigener Traum von der Selbstständigkeit wird über die Jahre hinweg fast zu seinem persön- lichen Albtraum. Er kann sich nicht entscheiden, wägt wieder und wieder die gleichen Argumente und Gegenargumente gegeneinander ab und ist letztendlich frustriert über seinen eigenen Mangel an Entscheidungskraft. Das Gefühl der eigenen Entscheidungsunfähigkeit stellt mit der Zeit eine immer größer werdende Belastung für ihn dar. Wie wir uns manchmal selbst im Wege stehen Wie konnte es passieren, dass alle drei hier vorgestellten Personen auf dem Weg vom vorhandenen Wunsch zur Umsetzung tatsächlich gescheitert sind? Die Antwort ist relativ einfach: Sie standen sich jeweils selbst im Wege. Herr Thienes innere Haltung basierte auf dem Gedanken, dass seine Rede vermutlich keinen der Anwesenden interessieren würde. Und diese Über- zeugung wurde zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Auch wenn sein eigentliches Ziel das genaue Gegenteil davon war. Auch Frau Satorius stellte sich auf dem Weg zu ihrer Traumposition selbst ein Bein. Anstatt sich über das Angebot des Vorgesetzten zu freuen, wur- den ihre Selbstzweifel größer und größer. Und diese thematisierte sie dann mit ihm, einer erfahrenen Führungskraft. Dem Vorgesetzten wurde im Ver-
  • 21. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 21 lauf des Gesprächs mit Frau Satorius schnell klar, dass er für die zu be- setzende Position keine Mitarbeiterin vorschlagen wollte, die sich selbst offensichtlich die neue Aufgabe nicht zutraut. Und Herr Behrendt kreiste in Gedanken jahrelang um die Frage, ob er das Abenteuer Selbstständigkeit wagen sollte oder nicht, mit der Hoffnung, die wirklich hundertprozentig richtige Entscheidung zu treffen. Wir wissen aber oft im Leben nicht im Voraus, ob eine Entscheidung tat- sächlich die richtige ist, bis wir sie getroffen und umgesetzt haben. Ent- scheidungen unter Unsicherheit zu treffen, gehört im Leben eben dazu. Und obwohl die meisten von uns sich genau darüber vermutlich im Klaren sind, stehen wir Menschen uns bei der Erfüllung unserer Träume und Wün- sche oft selbst im Wege und blockieren uns. Wenn die Blockaden nicht von außen kommen Es gibt Blockaden, die uns beim Erreichen unserer Ziele im Wege stehen und die tatsächlich von außen kommen. Wenn Sie zum Beispiel davon träumen, Bundeskanzlerin zu werden, sollte Ihr Vorstrafenregister ohne Einträge sein und Sie sollten sich der Unterstützung einer politischen Par- tei sicher sein. Ist Ihr Ziel aber stattdessen Pilot bei einer namhaften Flug- gesellschaft zu werden, sollten Sie eine bestimmte Körpermindestgröße erreichen. Fehlen Ihnen diese Voraussetzungen, können Sie wahrscheinlich auch mit der besten inneren Einstellung den Traum vom Leben als Bundes- kanzlerin oder Pilot nicht realisieren. Viele Menschen glauben, dass äußere Umstände sie davon abhalten, ein gewisses Ziel im Leben zu erreichen. Tatsächlich sind aber viele der wahr- genommenen Blockaden hausgemacht, haben ihren Ursprung nicht in äu- ßeren Umständen, sondern kommen von innen.
  • 22. 22 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen Zugegeben, es ist manchmal nicht leicht anzuerkennen, dass die Blockade in einem selbst steckt, dass man sich selbst ein Bein stellt. So wie in der Geschichte von Frau Satorius. Der Weg zur Traumposition schien frei, und die Tatsache, dass sie die Position letztendlich doch nicht erhielt, schien ihre inneren Zweifel zu bestätigen, dass sie eben noch nicht für eine solche Führungsaufgabe geeignet sei. Dass sie sich durch eine sich selbst erfül- lende Prophezeiung den Weg selbst verbaute, wurde ihr erst zu einem viel späteren Zeitpunkt während eines Coachings deutlich. Traurig, aber wahr: Durch unsere Gedanken und Gefühle können wir manch- mal enorme innere Blockaden schaffen. Wir brauchen gar keinen anderen Menschen, um uns zu blockieren oder sabotieren, sondern erledigen das alleine. Wir legen uns Steine in den Weg, wo vorher keine gewesen sind. und bauen Hürden, die nur in unserer eigenen Wahrnehmung vorhanden sind. Wir selbst, ohne das Zutun von anderen. Zu wissen, was die anderen denken Eine andere Klientin kannte sich mit diesem mentalen Mobbing bestens aus. Ihr persönlicher Albtraum bestand darin, im Kollegenkreis etwas prä- sentieren zu müssen. Da solche Präsentationen aber ein unvermeidbarer Teil ihres Arbeitsalltags waren, durchlebte sie den Albtraum wieder und wieder. Wenn es wieder einmal so weit war, stand sie vor ihren Kollegen, lief rot an, begann zu schwitzen und wurde kurzatmig. Innerlich war sie sich sicher, dass sich alle im Raum Anwesenden insgeheim über ihren bay- rischen Akzent und ihre Figur, die nicht gängigen Modelmaßen entsprach, lustig machten. Mutmaßlich lachte der Kreis der Kolleginnen und Kollegen sogar hinter ihrem Rücken über sie. Und dass sie eine ziemliche Niete im Präsentieren war, das war wohl auch für jeden offensichtlich – dachte sie zumindest.
  • 23. Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen | 23 Interessanterweise entsprach sie so gar nicht ihrer eigenen Beschreibung, als sie mir dies erzählte. Vor mir saß eine attraktive Frau Anfang vierzig, im professionellen, schicken Business-Outfit, mit süddeutschem Akzent und – geschätzter – Kleidergröße 46. Von Nervosität, Schwitzen, Rotwer- den oder Kurzatmigkeit keine Spur. Ich fragte sie, welche Situationen denn im Kollegenkreis dazu geführt hätten, dass womöglich ein Teil oder alle ihrer Kollegen insgeheim über sie lachen könnten. Und sie dachte lange nach und musste dann passen. Sie konnte keine einzige Situation benen- nen, aus der sie dies tatsächlich hätte ableiten können. Es stellte sich aber dann im weiteren Gesprächsverlauf heraus, dass es durchaus Situationen und Personen in ihrem Leben gegeben hatte, die eventuell etwas mit ihrer inneren Selbstsabotage zu tun hatten. Klassen- kameraden, die sie nach einem Umzug auf die andere Seite des „Weiß- wurstäquators“ wegen ihres Akzents hänselten, eine frühere Kollegin, die – obwohl schlank – einen regelrechten Diätenmarathon verfolgte, und einen Vater, der immer wieder betonte, dass man Mädchen sehen, aber nicht hören solle. Wir haben während des Coachings Schritt für Schritt die Grundlagen ihrer mentalen Selbstsabotage zerlegt. Gibt es Menschen mit Übergewicht oder starkem Akzent, die trotz dieser Faktoren überzeugend präsentieren kön- nen? Was, wenn beide Faktoren für ihren Kollegenkreis überhaupt keine Relevanz hätten? Was würde passieren, wenn sie in der nächsten Präsenta- tion ihre natürliche Gesichtsfarbe behalten und frei und entspannt reden würde? Was würde dadurch in der Zukunft möglich werden? Wie würde sie mit dieser Veränderung umgehen? Durch das systematische Hinterfragen der eigenen, hinderlichen Überzeu- gungen gelang es meiner Klientin, neue, für sie stimmige Handlungsoptio- nen zu entdecken und bessere Strategien zum Halten von Präsentationen zu entwickeln. Kurze Zeit später hatte sie Gelegenheit, diese auszuprobie- ren und berichtete mir stolz, dass ein Kollege ihr anerkennend mit den
  • 24. 24 | Wunsch ja, Umsetzung nein. Selbstsabotage erkennen Worten „klasse Präsentation“ auf die Schulter geklopft habe. Kopfschüt- telnd erzählte sie, wie unglaublich sie es fände, dass sie sich selbst wäh- rend vergangener Präsentationen mental sabotiert habe. Eine Reaktion, die alles andere als selten ist. Wenn Menschen mentale Blo- ckaden aus dem Weg räumen, sind sie danach oft erstaunt. Sie sind über- rascht, dass sie Hürden erschaffen haben, wo objektiv keine waren. Und sie sind verblüfft, wenn sie die Mechanismen verstanden haben, wie man mit den eigenen, inneren Blockaden umgehen und diese loswerden kann. Denn es gibt Möglichkeiten, wie man die inneren Selbstblockaden und Sabotageprogramme stoppen kann. Ganz alleine und ohne fremde Hilfe, einfach mit einem bisschen Übung. Und darum geht es in diesem Buch: Zu verstehen, warum wir uns mental manchmal selbst sabotieren und was man dagegen tun kann. Wie man innere Blockaden wahrnimmt als das, was sie tatsächlich sind, wie man sie überwindet oder beseitigt und dadurch die eigenen Potenziale erfolgreich nutzt. 1.2 Die Hürde zwischen uns und unseren Wünschen Es gibt so viele unterschiedliche Wünsche, die Menschen hinsichtlich ihrer beruflichen oder persönlichen Weiterentwicklung hegen, wie es unter- schiedliche Menschen gibt. Deshalb greife ich aus der Vielzahl an mög- lichen Wünschen einmal ein Beispiel heraus, dem ich in meinen Coachings relativ häufig begegne: Den Wunsch nach mehr Erfolg. Vermutlich haben die meisten Menschen eine Vorstellung davon, was ge- meint ist, wenn jemand sagt, dass er erfolgreicher sein möchte. Fragt man jedoch etwas genauer nach, dann wird schnell klar, dass die Definition von Erfolg in höchstem Maße subjektiv ist und individuell sehr unterschiedlich ausfallen kann.
  • 25. Resilienz Erfolgreiche Menschen haben eine Eigenschaft, die sie von anderen unterscheidet und doch sofort wahrnehmbar ist: Gelassenheit. Sie meistern schwierige Situatio- nen scheinbar mit Leichtigkeit, persönliche Angriffe prallen an ihnen ab und selbst unter hohem Druck büßen sie ihre Leistungsfähigkeit nicht ein. Was machen diese Menschen anders? Sie beherrschen die Gelassenheit im Umgang mit sich, mit ihren Mitmenschen und mit den Herausforderungen, die das Leben und ihre tägliche Arbeit für sie bereithalten. Eine Eigenschaft, nach der sich immer mehr Menschen sehnen und die in der heutigen Zeit immer bedeutender wird. Resiliente Menschen verbinden diese Fähigkeit mit einer erstaunlichen Ziel- orientierung, Konsequenz und Disziplin in ihrem Handeln und erreichen dadurch etwas, was sie von vielen anderen unterscheidet: persönlichen Erfolg UND ein sehr großes Wohlbefinden. In einer der wahrscheinlich spannendsten Reisen, der Reise zu Ihrem eigenen Leben, bringt Ihnen Dr. Denis Mourlane das Konzept der Resilienz näher und zeigt Ihnen, wie Sie es in Ihren Alltag integrieren. Buch der Woche im Hamburger Abendblatt, 23./24. März 2013! Denis Mourlane Resilienz Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen 232 Seiten; 2013; 24,80 Euro ISBN 978-3-86980-249-7; Art-Nr.: 940 www.BusinessVillage.de
  • 26. Change! Bewegung im Kopf Barack Obamas Motto „Change“ hat Menschen angespornt und elektrisiert. Aber wie geht eigentlich Veränderung? Reichen positives Denken, Bekämpfung des inneren Schweinehundes und ein Motivationstraining als Schlüssel zur Verände- rung aus? Wir laufen meist noch völlig untauglichen Vorstellungen von Wahrnehmung, Ler- nen und Motivation hinterher. Entscheidungsprozesse in unserem Kopf funktionie- ren anders als wir denken. Der Bauch dominiert den Kopf - der rational gesteuerte Homo oeconomicus ist ein Mythos vergangener Zeiten. Veränderung kann nur gelingen, wenn wir die Grundlagen unseres Verhaltens verstehen und als Res- source nutzen. Denn das Potenzial, über uns selbst hinauszuwachsen und etwas zu verändern, ist uns angeboren – wir müssen es nur nutzen. Leicht verständlich und unterhaltsam belegt Dr. Constantin Sander anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Neuropsychologie und Biologie, wie Ver- änderungsprozesse in der Praxis funktionieren. Constantin Sander Change! Bewegung im Kopf Ihr Gehirn wird so, wie Sie es benutzen. Mit neuen Erkenntnissen aus Biologie und Neurowissenschaften 3., überarbeitete Auflage 2012 256 Seiten; 24,80 Euro ISBN 978-3-86980-177-3; Art-Nr.: 881 www.BusinessVillage.de