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Zehn Methoden, die jeder
anwenden kann
Einfach
schlagfertig
Petra Schächtele-Philipp, Peter Kensok
BusinessVillage
praxis
kompakt
Peter Kensok ist Kommunikationstrainer
und Coach. Er entwickelte unter anderem
ein Verfahren zum Werte-Management für
Einzelpersonen und Unternehmen, das er
international unterrichtet. Der gelernte
Journalist lebt in Stuttgart.
Petra Schächtele-Philipp ist Deutschlands
›Expertin für die elegante Schlagfertigkeit‹.
Wie Schlagfertigkeit einfach geht, vermittelt
sie in Trainings, Vorträgen und als Bloggerin.
Die studierte Informatikerin, Rhetorikerin,
Soziologin und Autorin lebt in Stuttgart.
Leseprobe
BusinessVillage
Zehn Methoden, die jeder
anwenden kann
Einfach
schlagfertig
Petra Schächtele-Philipp, Peter Kensok
Petra Schächtele-Philipp, Peter Kensok
Einfach schlagfertig
Zehn Methoden, die jeder anwenden kann
1. Auflage 2015
© BusinessVillage GmbH, Göttingen
Bestellnummern
ISBN 978-3-86980-290-9 (Druckausgabe)
ISBN 978-3-86980-291-6 (E-Book, PDF)
Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/959
Bezugs- und Verlagsanschrift
BusinessVillage GmbH
Reinhäuser Landstraße 22
37083 Göttingen
Telefon:	 +49 (0)5 51 20 99-1 00
Fax:	 +49 (0)5 51 20 99-1 05
E–Mail:	info@businessvillage.de
Web:	www.businessvillage.de
Layout und Satz
Sabine Kempke
Autorenfotos
Foto von Petra Schächtele-Philipp: Alfred Braun, Metzingen
Foto von Peter Kensok: Alexander Shulyakov, Moskau
Druck und Bindung
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Copyrightvermerk
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede
Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne
Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar.
Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und
die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren
nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie
des Verlages. Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa
vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in
diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme,
dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als
frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
Inhalt | 5
Inhalt
1. Vorwort ......................................................................................... 7
2. Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch ...... 11
3. Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen .................... 17
3.10 Denkrinnen........................................................................ 18
3.20 Kampf- oder Flucht-Reflex .................................................... 20
3.30 Elegante Schlagfertigkeiten.................................................. 23
4. Erste Hilfe für sprachlose und stille Gemüter .................................. 47
4.10 Das bewusste Atmen............................................................ 48
4.20 Ihr Motto oder das positive Selbstgespräch............................. 49
4.30 Der (mentale) Schutzschirm.................................................. 51
4.40 Abstand gewinnen .............................................................. 52
4.50 Die roten Knöpfe ................................................................ 55
4.60 Die Kunst, nicht zu reagieren................................................ 59
4.70 Antwortreflex ausschalten .................................................... 60
4.80 Rechtfertigungsreflex bearbeiten........................................... 61
4.90 Der Umgang mit Manipulationen ........................................... 62
4.10 Zitate ............................................................................... 69
4.11 Selbst ist die Frau............................................................... 70
5.	Zehn Methoden, die fast immer funktionieren ................................ 75
5.10 Methode 1: Schweigen, überhören ......................................... 80
5.20 Methode 2: Kurzkommentar .................................................. 86
5.30 Methode 3: Standards ......................................................... 91
5.40 Methode 4: Übergehen, vernebeln ......................................... 97
5.50 Methode 5: Fragen ............................................................ 106
5.60 Methode 6: Die andere Seite ............................................... 117
5.70 Methode 7: Spiel mit der Sprache ........................................ 124
5.80 Methode 8: Zustimmen ...................................................... 133
5.90 Methode 9: Metaebene ...................................................... 141
5.10 Methode 10: Klare Grenzen setzen ....................................... 148
6 | Inhalt
6. So gelangen die zehn Methoden in Ihren Alltag ............................. 161
7. Spielerische Einblicke: Methoden der Schlagfertigkeit in Aktion ..... 169
7.10 Sie sind doch wirklich eine blöde Kuh! ................................. 172
7.20 Du bist zu dick! ................................................................ 174
7.30 Du hältst Goethe doch für einen Animateur im Robinson Club... 176
7.40 Du könntest auch mal ein bisschen Sport vertragen................ 178
7.50 Du hast ja doch keine Ahnung, wovon wir reden!................... 180
7.60 Du bist immer gleich so emotional ...................................... 182
7.70 Sie wissen ja nicht einmal, wie man Erfolg schreibt................ 184
7.80 Sie haben ja nur Ihre Vorteile im Kopf.................................. 186
7.90 Daran haben sich schon ganz andere die Zähne ausgebissen! .. 188
7.10 Du bist ja so was von inkompetent! .................................... 190
8. Embodiment – Der Turbo für Ihre Schlagfertigkeit ......................... 193
8.10 Vorstellungsbilder für Methode 1 ›Schweigen, überhören‹ ........ 204
8.20 Vorstellungsbilder für Methode 2 ›Kurzkommentar‹ ................. 206
8.30 Vorstellungsbilder für Methode 3 ›Standards‹......................... 208
8.40 Vorstellungsbilder für Methode 4 ›Übergehen und vernebeln‹ ... 210
8.50 Vorstellungsbilder für Methode 5 ›Fragen‹ ............................. 212
8.60 Vorstellungsbilder für Methode 6 ›Die andere Seite‹................ 214
8.70 Vorstellungsbilder für Methode 7 ›Spiel mit der Sprache‹ ......... 216
8.80 Vorstellungsbilder für Methode 8 ›Zustimmen‹ ....................... 218
8.90 Vorstellungsbilder für Methode 9 ›Metaebene‹ ....................... 220
8.10 Vorstellungsbilder für Methode 10 ›Klare Grenzen setzen‹ ........ 222
8.11 Abschließende Trainingshinweise......................................... 224
Literatur ........................................................................................ 226
Die Autoren.................................................................................... 229
Vorwort
1
8 | Vorwort
»Wenn du im Recht bist, kannst du es dir leisten, die Ruhe zu be-
wahren. Wenn du es nicht bist, kannst du es dir nicht leisten, sie zu
verlieren.«
Mahatma Gandhi (1869–1948), indischer Pazifist
Schlagfertigkeit wozu?
Schlagfertigkeit hilft, besser zu kommunizieren. Vor allem dient sie
dazu, das Selbstwertgefühl zu verbessern. Das erreicht Schlagfertigkeit
durch:
•	die Erhöhung der eigenen Selbstwirksamkeit und Überzeugungskraft,
•		das Aufzeigen von Grenzen,
•	die Abwehr vor allem unfairer verbaler Angriffe und
•	die Möglichkeit, die eigene Kommunikation anschlussfähig zu
machen.
Schlagfertigkeit dient in hohem Maße auch der Unterhaltung, ohne dass
sie den Anspruch erhebt, von sich aus Probleme zu lösen. Sie schenkt
uns positive Gefühle, denn schlagfertige Menschen tun selbst etwas für
ihre Grundbedürfnisse Anerkennung und Selbstkontrolle.
Schlagfertigkeit fördert das Selbstbewusstsein. Richtig angewendet,
macht sie Spaß! Sie ist spontan, kreativ, humorvoll und führt aus der
Sprachlosigkeit heraus. Schlagfertig bedeutet neben Treffsicherheit auch
›fertig‹ für den ›Schlag‹ zu sein. Das immerhin gibt uns die Chance zur
Vorbereitung – und verpflichtet uns gleichermaßen dazu. Wer als Frau
über eins neunzig groß oder als Mann unter eins sechzig klein ist, kann
sich nicht damit entschuldigen, er habe ›es‹ nicht gewusst. In beiden
Fällen können sich Betroffene mit Standardantworten und bewusst ge-
übten Verhaltensweisen darauf vorbereiten, galant zu reagieren, wenn
Vorwort | 9
es wieder einmal seltsame Blicke oder direkte verbale Angriffe gibt, die
sich auf die Körpermaße beziehen. Wer schlagfertig ist, wird geschätzt
und geachtet – unabhängig von seiner Körpergröße. Altbundeskanzler
Gerhard Schröder ist ein hervorragendes Beispiel dafür.
In diesem Buch werden Sie lernen, dass es schnelle Zugänge zu schlag-
fertigem Verhalten gibt. Damit möchten wir Ihnen die Möglichkeit
eröffnen, für verbale Angriffe ähnlich vorbereitet zu sein wie ein trai-
nierter Kampfsportler für körperliche Angriffe. Wir stellen Ihnen zehn
Methoden der Schlagfertigkeit vor, die fast immer funktionieren. Aller-
dings stehen Sie Ihnen nur dann zur Verfügung, wenn Sie die Methoden
auch üben, in Gedanken oder aber in der direkten Aktion.
Aus vielen Trainings wissen wir, dass es Interessierten an der Schlagfer-
tigkeit nicht am Willen zu mehr Redegewandtheit fehlt, im Gegenteil:
der Wunsch ist sehr groß, doch viele scheitern bei ihren Versuchen,
Schlagfertigkeit umzusetzen. Hier bieten wir Ihnen neue Ansätze. Zum
einen sagen wir Ihnen, welche Schlagfertigkeitsmethoden sich für wel-
chen Persönlichkeitstyp eignen. Dann machen wir Ihnen eine Fülle an
Angeboten für ein spielerisches Erlernen von mehr Schlagfertigkeit.
Außerdem haben wir eine wirkliche Neuerung für Sie: Nach Beobach-
tungen in der Weiterbildungsarbeit und Erwachsenenbildung stellen wir
Ihnen das sogenannte Embodiment als Zugang zu besseren kommu-
nikativen Fähigkeiten vor, hier erstmalig im Zusammenhang mit der
Schlagfertigkeit. Wir bieten Ihnen gewissermaßen an, wie der deutsche
Fußballnationaltrainer Joachim Löw zum Weltmeister aufzusteigen, in-
dem Sie neuere Erkenntnisse über das Zusammenwirken von Körper,
Emotionen und Stimmungen für Ihre Weiterentwicklung nutzen.
10 | Vorwort
Sie erfahren, wie Sie Ihren bevorzugten Schlagfertigkeitsstil als Rolle
üben können, bis er Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist und
damit jederzeit zur Verfügung steht. Dieser Turbo-Zugang zur Schlag-
fertigkeit ist einfacher als jeder Versuch, besonders treffende Muster-
formulierungen auswendig zu lernen, die wir Ihnen natürlich trotzdem
anbieten. Andererseits gibt es Situationen, die für schlagfertige Reak-
tionen überhaupt nicht geeignet sind. Wir würden uns hier möglicher-
weise zu einem ungerechtfertigten Angreifer machen, der dann genauso
verdient, schlagfertig auf die Plätze verwiesen zu werden.
Wer in der Regel schlagfertig ist, sollte also auch genügend Demut
davor haben, dass er damit falsch liegen könnte. Unsere Empfehlung
lautet, den Mut zu haben, sich zu entschuldigen, eine Sache richtig-
zustellen und genau dadurch der eigenen Gerechtigkeit zum Sieg zu
verhelfen. Gelungene Schlagfertigkeit ist immer elegant. Achten Sie
bei der Anwendung von Schlagfertigkeit auf das Gefühl in Ihren Finger-
spitzen, denn dort sollte sich eine möglicherweise falsche Reaktion am
ehesten bemerkbar machen – bevor sie geschehen ist. Oft ist die zweite
und damit eine spätere Antwort in diesem Sinn die bessere, bevor Sie
sich selbst Dinge sagen hören, die Sie später bereuen.
Stuttgart, im Februar 2015
Das kompakte
›Gewusst wie‹ –
Schnellanleitung
für dieses Buch
2
12 | Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch
»Angriffe sind die Argumente derer ohne weitere Argumente.«
Jean-Jacques Rousseau (1712–1778), Philosoph
Ist Schlagfertigkeit so gemein wie der Angriff? Auf diese Frage sollten
Sie eine Antwort kennen, bevor Sie weiterlesen, denn häufig reagieren
wir eben nicht mit dem passenden Gegenschlag. Sei es aus Rücksicht
auf unseren Angreifer, sei es, weil wir hoffen, er habe sich geirrt, oder
weil uns einfach keine Replik einfällt.
In traditionellen Kampfkünsten bedeutet Meisterschaft ein dauerndes
Feilen an den eigenen Fertigkeiten, selbst wenn der Ernstfall niemals
eintreten sollte. Mit jedem höheren Niveau steigt jedoch auch der Re-
spekt vor der eigenen Wehrhaftigkeit. Ein wirklicher Meister weicht der
Bedrohung rechtzeitig aus. Ist das nicht mehr möglich, wird er nach
seinem jahrelangen Training die Situation in Sekunden klären und mit
einem Schlag fertig sein.
Die Antwort auf die Frage, ob wir uns wehren dürfen, sollten wir im
Sinn der Schlagfertigkeit ein für alle Mal bejahen, bevor wir uns diese
Fähigkeit überhaupt aneignen oder sie weiterentwickeln.
Falls Sie noch überlegen: Schlagfertigkeit heißt nicht, zähnefletschend
auf seine Umwelt zuzugehen und Situationen zu provozieren, in denen
wir dann tatsächlich schlagfertig sein müssten. Sie ist ein Mittel des
Selbstschutzes und der Verteidigung und hilft vor allem dann, wenn wir
als Erstes angegriffen werden. Schlagfertigkeit ist Reaktion und niemals
aggressionsgesteuerte Aktion! Das hat für die Langsamen unter uns den
Vorteil, dass wir ein bisschen länger über eine möglicherweise vorher-
sehbare Entwicklung nachdenken können, bevor also der eigentliche
MERKE
Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch | 13
Angriff unseres Gegenübers erfolgt. Wir dürfen dann sehr wohl auch die
Dosis unserer Re-Aktion festlegen. Auch gar nicht zu reagieren, ist eine
erlaubte Option! Wir können zudem statt einer Antwort auch eine Frage
stellen. Auf diese Weise reagierte eines unserer favorisierten Vorbilder
für gelungene Schlagfertigkeit gerne, der sympathische und stets unter-
schätzte Inspektor Columbo. Einen schlagfertigen Angriff parierte er in
seinen Filmen meistens einfach mit: »Ich hätte da noch eine Frage …«
Oft setzen witzige oder direkte Repliken eindeutigere Grenzen. Danach
können wir immer noch wieder freundlicher und zur Güte handeln oder
durch eine Frage den Antwortreflex des anderen anregen. Wenn unser An-
greifer meint, Spielregeln aufstellen zu müssen, die auch für uns gelten
sollen, und versucht er, uns damit in seinem Sinn zu beeinflussen, dann
dürfen auch wir eigene Regeln aufstellen und Fragen stellen, statt ledig-
lich zu antworten. Wer sich seine Reaktion von anderen vorschreiben
lässt, der steht schnell in einer Ecke, aus der er dann kaum wieder her-
auskommt. Es ist angemessen und elegant, hier den Spieß umzudrehen.
Wir bestimmen selbst mit, welche Reaktion souverän und richtig ist!
Wer uns angreift oder beleidigt, dem können wir unterstellen, dass
er auch einstecken kann. Je schlimmer und gemeiner ein Angriff ist,
desto deutlicher darf die Abwehr sein. Vergelten wir also Gleiches mit
fast Gleichem – stets mit ein paar Prozenten unter (!) dem Angebot,
damit wir keine Spirale der Aufrüstung provozieren. Unhöfliches Ver-
halten braucht jedoch die richtige Antwort, statt der feilgehaltenen
anderen Backe.
TIPP
14 | Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch
»Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich. Die andern können
mich.«
Konrad Adenauer (1876–1967), erster deutscher Bundeskanzler
Am Anfang Ihres Zugangs zu einem neuen Schlagfertigkeitsbewusst-
sein sollten Sie wissen, was mit Ihnen in Situationen geschieht, in
denen Schlagfertigkeit angemessen wäre. Warum blockieren Sie und wie
kommen Sie da wieder heraus? Das decken wir über die Grundlagen in
Kapitel 3 ab. Wenn Sie Ihre eigenen psychischen und körperlichen Re-
aktionen nachvollziehen können, werden Sie im Fall der Fälle weniger
irritiert sein. Selbst wenn Sie gleich zur Sache kommen möchten, lohnt
es sich daher in jedem Fall, dieses Kapitel zu lesen.
Kapitel 4 ist der Erste-Hilfe-Kasten für sprachlose und stille Gemüter:
Wie gehen wir zum Beispiel mit unseren ›roten Knöpfen‹ und unserem
Antwortreflex um? Und gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Män-
nern, wenn es um die Anwendung der Schlagfertigkeit geht?
Danach stellen wir Ihnen in Kapitel 5 unsere zehn bevorzugten Schlag-
fertigkeitsstile vor. Manche davon sind extrovertiert, laut und aggres-
siv, andere wirken eher introvertiert und gehören zu der stilleren Art
– hoffentlich beängstigend still für Ihr Gegenüber.
Wir erklären zunächst jeden dieser Stile. Um Sie für schlagfertige Ant-
worten zu inspirieren, finden Sie anschließend Witze, Anekdoten und
Zitate zum jeweiligen Modell. Sie müssen also das Rad nicht neu er-
finden. Trösten Sie sich damit, dass jemand anderes vor Ihnen in der
gleichen Situation ebenfalls schlagfertig sein musste, und bedienen Sie
sich aus der Schatzkiste des Bewährten!
Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch | 15
Zu jedem Modell gibt es Übungen, die Ihre Synapsen auf Trab bringen
wollen. Ohne Mut zur Fantasie werden Sie kein Meister der Schlagfer-
tigkeit werden. Danach gibt es Vertiefungsfragen und in jedem Kapitel
zehn Anwendungsbeispiele, auf die Ihr Schlagfertigkeitsstil trennscharf
antwortet.
In Kapitel 6 geben wir Ihnen Einblicke, wie Sie die zehn Methoden in
Ihren Alltag übertragen. Wir teilen dort, wie im Buch insgesamt, gerne
unsere Erfahrungen und Empfehlungen aus unseren Trainings und Coa-
chings mit Ihnen. In Kapitel 7 erhöhen wir das Tempo: Wir skizzieren
jeweils ein Problem aus Familie, Freizeit und Beruf und lassen alle zehn
Schlagfertigkeitsmodelle darauf antworten!
Unsere Teilnehmer haben uns für Kapitel 8 außerdem dazu inspiriert,
einen Turbo-Zugang zur Schlagfertigkeit zu entwickeln. Schlagfertig-
keit ist eine Einstellung und ein Zustand. Das heißt, wir können uns
wie in einem Rollenspiel auch körperlich in eine Figur hineinbegeben,
die uns bestimmte Ressourcen der Schlagfertigkeit leicht zugänglich
macht. Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, alias Loriot, ver-
körpert wie kaum ein anderer zum Beispiel den Stil ›Kurzkommentar‹.
Worauf Sie achten sollten, wenn Sie seine Form der Schlagfertigkeit
anwenden möchten, dafür gibt es sowohl Hinweise als auch sogenann-
te Mottosätze als Gedächtnisstütze und verbale Anker: Denken Sie an
den Mottosatz, dann ist auch die Verkörperung mit ihren Eigenschaften
sofort da. Vielleicht liegen Ihnen aber auch Inspektor Columbo oder die
Queen oder der Türsteher als Modell für Ihren bevorzugten Schlagfertig-
keitsstil am besten.
16 | Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch
Danach gibt es Literaturhinweise für diejenigen, die noch mehr über
Schlagfertigkeit oder einzelne psychologische Aspekte dazu erfahren
möchten. Ein Buch kann nie alles Wissen für alle Leser gleichermaßen
relevant darstellen. Wir ermuntern Sie daher, mit uns in diesem Buch
in das Thema einzusteigen und sich anschließend der Quellen zu be-
dienen, aus denen auch wir unser Wissen schöpfen.
Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, unseren Empfehlungen zu folgen
und weitere Schlagfertigkeitsmodi zu entwickeln. Unser Embodiment-
ansatz ist offen für weitere Beispiele, mit denen Sie Ihren eigenen
Schlagfertigkeitsstil ausbauen. Was auch immer im Sinn einer fairen
Schlagfertigkeit funktioniert, hat seine Berechtigung. Und wenn Ihnen
ein neuer ergänzender Stil besonders hilfreich erscheint, freuen wir uns
über eine Nachricht an: ps@mindspots.de und Peter@Kensok.de.
Bevor Sie schlagfertig
werden – Grundlegendes
Wissen
3
18 | Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen
»Aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nicht genug.«
Ingrid Steeger (*1947) in dem Klamaukklassiker Klimbim
Warum tun wir uns so schwer mit Schlagfertigkeit? Einer der Gründe
dafür sind unsere Denkrinnen: Unser Gehirn spart gern Energie, denn
vielleicht könnte es diese Energie in einer wirklich überlebenswichtigen
Situation dringender brauchen. Situationen für Schlagfertigkeit sind
das jedoch meistens nicht.
3.1	Denkrinnen
Eine Situation für Schlagfertigkeit im Äußeren aktiviert über das Gehirn
Verhaltensweisen, die automatisch ablaufen. Wenn wir genauer darüber
nachdenken, würden wir sie spontan eher ›unangenehm‹ oder ›störend‹
finden. In beiden Fällen schalten wir auf Autopilot – wie beim Autofah-
ren. Wir denken irgendwann nicht mehr darüber nach, welcher Gang der
nächste und angemessenere sein könnte. An dieser Stelle bremsen wir
Sie ein bisschen aus: Schlagfertigkeit ist immer dann gelungen, wenn
sie im Sinn zukünftiger Begegnungen angemessen (!) ist.
ÜBUNG
Um das Prinzip der Denkrinnen kennenzulernen, lesen Sie laut die
folgenden Wörter: Morgenstern, Abendstern, Zwergelstern.*
* WusstenSie,dassZwerg-ElsternVögelsindundmitdenSternennichtszu
* tunhaben?
Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen | 19
Unser Gehirn nutzt bekannte Muster, um Energie zu sparen. Nicht im-
mer mag uns das Ergebnis deshalb gefallen, gerade in Situationen, in
denen wir unsere Schlagfertigkeit vermissen. Das ist vermutlich einer
der Gründe, warum Sie dieses Buch gekauft haben: Bisher haben Sie in
bewährten Bahnen gehandelt, das ärgert Sie und macht Sie neugierig
auf Alternativen für Ihr bisheriges kommunikatives Verhalten.
Solche traditionellen Bahnen spielen auch in dem Beispiel des unterge-
gangenen Postdampfers eine Rolle. Die Beamten auf einem Zollboot in
der Nähe des Dampfers retten die Passagiere aus dem eiskalten Wasser.
Die Zöllner tun, was sie immer tun, und fragen als Erstes: »Haben Sie
etwas zu verzollen?«
Gerade unter Stress empfiehlt unser Gehirn Verhaltensweisen, die bis
dahin schon immer funktionierten. Widerspricht irgendetwas diesem
bewährten Handeln, erleben wir das als Druck und reagieren vorrangig
mit Gegendruck. Angenommen, es würde uns gelingen, diesen Gegen-
druck für eine andere, überraschende Richtung zu nutzen, dann könnten
wir damit das gewohnte Reiz-Reaktionsschema durchbrechen. Elegante
Schlagfertigkeit tut das.
Wir lernen in diesem Buch, die Energie unseres Gegenübers ins Leere
laufen zu lassen, ihn zu irritieren, bis er im besten Fall gemeinsam mit
uns und beteiligten Dritten aus vollem Herzen lacht. Wir schicken die
verletzende oder aggressive Energie aus der vorherigen Phase unserer
Begegnung ins Nirgendwo – und die Kommunikation kann neu begin-
nen: Reset!
20 | Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen
Besondere Herausforderungen für den energiesparenden Weg, den unser
Gehirn sucht, sind in diesem Sinn sogenannte Alternativfragen wie:
›Willst du nicht, oder kannst du nicht?‹ Selbst diese lassen sich im
Sinne des Prinzips der durchbrochenen Denkrinnen leicht ummünzen in
eine Gegenfrage, die auf ein ›Sowohl-als-auch‹ oder aber auf ein ›We-
der-noch‹ zielt: ›Was wäre, wenn ich weder wollen noch können wollte?‹
oder ›Vielleicht würde ich wollen und können, darf aber nicht? – Und
ganz nebenbei: Müssen muss ich schon mal gar nicht!‹
3.2	Kampf- oder Flucht-Reflex
»Aggression ist immer ein Zeichen von Unsicherheit.«
Sigmund Freud (1856–1939), Tiefenpsychologe
Eines der Hindernisse für Schlagfertigkeit ist der sogenannte Kampf-
oder Flucht-Reflex (englisch: Fight-Flight-Reflex), zwei unserer ur-
sprünglichsten Überlebensprogramme, die irgendwo in einem der
ältesten Teile unseres Gehirns, dem limbischen System, verankert sind.
Sie haben noch eine Schwester: die Erstarrung. Bei verbalen Angriffen
erkennen Sie diese daran, dass Sie die Luft anhalten.
›Reflex‹ deutet bereits darauf hin, dass wir automatisch reagieren, da-
mit wir – evolutionsgeschichtlich gesehen – physisch überleben. Ob
damals ein Dinosaurier zuschnappte oder heute ein Bus mit ähnlichen
Dimensionen auf uns zurast: Wir springen im besten Fall ohne weitere
Überlegungen sofort zur Seite. Jede zusätzliche Information, wie zum
Beispiel die Farbe oder die TÜV-Plakette des Busses, wäre eine Infor-
mation zu viel und vermutlich ebenso tödlich wie seinerzeit das Wissen
Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen | 21
um den Halsumfang des T-Rex. Logisches Denken, das vor allem in der
linken Seite des Gehirns passiert, ist bis heute in solchen Situationen
überlebenstechnisch meistens der falsche Weg, weil viel zu langsam.
Das hier geschieht physiologisch, wenn wir uns aufregen und uns be-
droht fühlen:
•	Adrenalin wird ausgeschüttet, um dem Körper Energie für Kampf
oder Flucht zur Verfügung zu stellen.
•	Stress verändert die Atmung bei Angst oder Fluchtbedürfnis in eine
Hochatmung weit oben im Brustraum. Statt 12 bis 18 Mal atmen wir
35 bis 40 Mal pro Minute. Trotzdem nehmen wir weniger Sauerstoff
auf, als in einem entspannten Zustand.
•	Die Blutgefäße verengen sich insbesondere in den Armen und den
Beinen.
•	Das Gehirn wird mit weniger Sauerstoff versorgt. Unser System
möchte, dass wir nicht unnötig denken, sondern uns auf den
schlimmsten Fall mit schweren Verletzungen einstellen – oder aber
auf die Flucht im letzten Moment.
•	Extrem Gestresste halten die Luft insgesamt an. Je weniger wir
atmen, umso mehr glauben wir, dass wir nicht bemerkt werden. Das
kann (im Urwald) durchaus eine angemessene Überlebenstechnik
sein.
•	Gleichzeitig wird alles, was wir normalerweise zum Überleben
brauchen, heruntergefahren: die Verdauung, unsere Feinmotorik,
das Immunsystem und vor allem das Großhirn. Logisches Denken
ist in lebensbedrohlichen Situationen in der Regel hinderlich für
unsere Reflexe. Deshalb wird diese Fähigkeit dann im Wesentlichen
abgeschaltet.
22 | Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen
•	Meistens heißt das auch, dass unsere Psyche in den Panikmodus
geht: Uns fehlen die Worte, und wir glauben sogar, dass die
Synapsen im Denkhirn uns aufgegeben haben. Dabei halten sie
sich nur zurück, weil das gesamte System sich gerade um etwas
Wichtigeres kümmert.
Weil all das nahezu gleichzeitig geschieht, ist unser Gehirn, dieser
großartige Computer mit Abermillionen Berechnungen pro Sekunde,
überfordert, zusätzliche Informationen zu erfassen, zu bewerten und
rein kognitive Entscheidungen zu treffen. Wer uns mit Absicht böse an-
greift, baut bewusst – oder unbewusst – darauf, unser Gehirn zu über-
laden und uns auf diese Weise schachmatt zu setzen. Wie ein geübter
Straßenkämpfer hofft er auf die normale Hilflosigkeit seines Gegen-
übers, also zum Beispiel Sie und uns.
Manchmal möchten wir dann auf Programme wie diese zugreifen: Los-
heulen, im Boden versinken oder beides gleichzeitig. Dabei wissen wir
in solchen Situationen sogar, dass das ziemlich emotional und unan-
gemessen ist und schon mal gar nicht souverän wirkt. Stunden danach
fallen uns ohne die entsprechende Vorbereitung dann schlagfertige
Antworten ein – Viel. Zu. Spät.
Bis dahin tobt in unserem Körper ein ziemlicher Stress. Magenschmer-
zen, Geschwüre und Schlimmeres sind auf die Dauer mögliche Folgen
für die Gesundheit. Während unsere Aggression sich auf diese Weise
gegen uns selbst richtet, können wir uns bestenfalls damit trösten,
dass unser Gegenüber aggressiv – und damit unsicher, wie Freud sagen
würde – gegen uns vorgegangen ist.
Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen | 23
Schlagfertigkeit unterbricht das Muster unseres Angreifers, leitet seine
Energie in eine überraschende Richtung um, am besten sogar gegen ihn
selbst (!) Sie lässt uns selbstbewusst und aufrecht zurück. Wir verlassen
kreativ, humorvoll und spontan das Gelände und unsere üblichen Denk-
rinnen. Wir zwingen unseren Angreifer, das Gleiche zu tun und treffen
uns gemeinsam wieder auf einem unerwarteten, dritten Weg. Die gute
Nachricht: Das alles können wir lernen und trainieren. Schlagfertigkeit
ist also keine genetische Disposition. Schlagfertigkeit ist eine Frage
von Übung und Erfahrung!
Schlagfertigkeit ist ein Modus, den wir mit etwas Übung leicht ver-
körpern, um jederzeit in Bruchteilen von Sekunden auf eine originelle
Wehrhaftigkeit umzuschalten, eine Wehrhaftigkeit, die uns entspricht.
3.3	Elegante Schlagfertigkeiten
Schlagfertigkeit ist mehr als die immer passende Antwort oder gar das
letzte Wort zu haben. Schlagfertigkeit bedeutet Übersicht, die diploma-
tische Mitte und Fantasie. Sie ist das Produkt eines hellen Kopfes statt
das eines schnellen, vorlauten Kehlkopfs. ›Fertigkeit‹ ist bei Schlagfer-
tigkeit eine Voraussetzung für ›Schlagen‹.
Jede Sprache hat ihre eigene Grammatik. In diesem Sinn ist Schlag-
fertigkeit ein Dialekt mit Antworten nach bestimmten Mustern. Wer
diese Muster beherrscht, ist um keine Antwort mehr verlegen. Das Ziel
ist eine meisterhaft kontrollierte Reaktion, wann immer Sie selbst es für
angebracht halten. Sie brauchen dabei übrigens niemals irgendwelche
FAZIT
Die Autoren | 229
Die Autoren
Petra Schächtele-Philipp ist Deutschlands
›Expertin für die elegante Schlagfertigkeit‹.
Wie Schlagfertigkeit einfach geht, vermittelt
sie in Trainings, Vorträgen und als Bloggerin.
Die studierte Informatikerin, Rhetorikerin,
Soziologin und Autorin lebt in Stuttgart. Ihr
Unternehmen mindspots training & counseling
ist spezialisiert auf die Bereiche Kommunika-
tion, Rhetorik, Schlagfertigkeit, Verhandeln, Selbstmanagement und
Persönlichkeitsentwicklung.
Kontakt:
E-Mail: ps@mindspots.de
Internet: www.mindspots.de und www.schlagfertigkeit.tv
Peter Kensok ist Autor, Kommunikationstrai-
ner, Coach und Lehrtrainer für Verfahren des
systemischen Kurzzeitcoachings. Er entwickel-
te Methoden zum Werte-Management, die er
international unterrichtet. Der gelernte Jour-
nalist ist ebenfalls Koautor des Sachbuches
Das neue Verhandeln – Vom Schlachtfeld zum
Verhandlungstisch.
Kontakt:
E-Mail: Peter@Kensok.de
Internet: www.peterkensok.de und www.wertemanager.de
Der Alltag mit seinen vielfältigen Gesprächssituationen wird immer komplexer:
Arbeitsbesprechungen im Team, Gespräche mit Projektmitgliedern, Unterredun-
gen mit Vorgesetzten oder Mitarbeitern, Gespräche im privaten Umfeld. Alltägliche
Situationen mit viel Zündstoff, aber auch der Chance, eine gemeinsame Lösung
zu finden und ein gutes persönliches Verhältnis aufzubauen beziehungsweise zu
erhalten.
Nur wer eine empathische, wertschätzende und respektvolle Gesprächsführung
beherrscht, wird in beruflichen und privaten Gesprächssituationen eine dauerhaf-
te, gute persönliche Beziehung aufbauen und Erfolg haben. In ihrem neuen Buch
zeigt Monika Heilmann, wie Sie bewährte Kommunikationstechniken erfolgreich in
Ihrem Gesprächsalltag einsetzen.
Zahlreiche Übungen und Checklisten erleichtern Ihnen die Vorbereitung von Ge-
sprächen und helfen Ihnen Ihre kommunikativen Fähigkeiten auszubauen und
Konflikte zu vermeiden beziehungsweise zu entschärfen.
Monika Heilmann
WIN-WIN-GESPRÄCHE
Gelassen reden, selbstsicher auftreten,
Konflikte vermeiden
192 Seiten; 21,80 Euro
ISBN 978-3-86980-195-7; Art.-Nr.: 903
WIN-WIN-GESPRÄCHE
www.BusinessVillage.de
Es ist fast wie beim Elevator-Pitch. Sie haben nur wenig Zeit, Ihre Idee zu prä-
sentieren, und vor allem kaum Vorbereitungszeit – alles muss schnell gehen. Nur:
Diesmal versuchen Sie nicht im Fahrstuhl den Vorstandsvorsitzenden um den
Finger zu wickeln. Diesmal müssen Sie in einer Teamsitzung, beim Projektreffen,
bei einem Kunden oder in einem Vieraugengespräch mit dem Chef für einen
Aha-Effekt sorgen. Sie müssen ad hoc charmant, wirkungsvoll und mit Substanz
begeistern. Ganz gleich ob die Vorbereitungszeit zwei Stunden oder nur zwei
Minuten beträgt – Sie müssen die überzeugenden Daten, Fakten und Argumente
liefern und freihändig präsentieren.
Die Präsentations- und Rhetorikexpertin Anita Hermann-Ruess zeigt in diesem
Buch, wie Sie auch unter Zeitdruck immer und überall überzeugende Ad-hoc-
Präsentationen entwerfen, mit einfachen Mitteln visualisieren, einen bleibenden
Eindruck hinterlassen und nachhaltig positiv wirken.
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sundheit, Leben, Zeit, Nerven, Geld … Bedingt durch die zunehmende Schnellig-
keit der heutigen Welt wird dieses Spiel mit Gewinn und Verlust immer schneller
und unberechenbarer. Das führt unser - immer noch steinzeitliches - Gehirn an
seine Grenzen. Wir fühlen uns getrieben, unzufrieden und ein nicht enden wollen-
des Gefühl des ›Ich muss noch etwas machen‹.
Zeit, Gelassenheit als neue Überschrift für Ihr Leben zu wählen und im Kopf für
angenehme Ruhe zu sorgen. Denn mit dem gezielten Verändern des Körperzu-
stands ändert sich auch das mentale Empfinden und Ihr Gehirn beginnt, immer
weniger auf ehemalige Stressreize zu reagieren. Ab jetzt reiten Sie den inneren
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Wie das gelingt, zeigt Top-Trainer Dr. Martin Christian Morgenstern. Die Zutaten
dafür heißen gesunder Körper, gekonnte Stresssteuerung und das Loslassen
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werden Sie in wenigen Wochen zu einem gelassenen Gewinner Ihres Lebens!
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Einfach schlagfertig

  • 1. Zehn Methoden, die jeder anwenden kann Einfach schlagfertig Petra Schächtele-Philipp, Peter Kensok BusinessVillage praxis kompakt Peter Kensok ist Kommunikationstrainer und Coach. Er entwickelte unter anderem ein Verfahren zum Werte-Management für Einzelpersonen und Unternehmen, das er international unterrichtet. Der gelernte Journalist lebt in Stuttgart. Petra Schächtele-Philipp ist Deutschlands ›Expertin für die elegante Schlagfertigkeit‹. Wie Schlagfertigkeit einfach geht, vermittelt sie in Trainings, Vorträgen und als Bloggerin. Die studierte Informatikerin, Rhetorikerin, Soziologin und Autorin lebt in Stuttgart. Leseprobe
  • 2. BusinessVillage Zehn Methoden, die jeder anwenden kann Einfach schlagfertig Petra Schächtele-Philipp, Peter Kensok
  • 3. Petra Schächtele-Philipp, Peter Kensok Einfach schlagfertig Zehn Methoden, die jeder anwenden kann 1. Auflage 2015 © BusinessVillage GmbH, Göttingen Bestellnummern ISBN 978-3-86980-290-9 (Druckausgabe) ISBN 978-3-86980-291-6 (E-Book, PDF) Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/959 Bezugs- und Verlagsanschrift BusinessVillage GmbH Reinhäuser Landstraße 22 37083 Göttingen Telefon: +49 (0)5 51 20 99-1 00 Fax: +49 (0)5 51 20 99-1 05 E–Mail: info@businessvillage.de Web: www.businessvillage.de Layout und Satz Sabine Kempke Autorenfotos Foto von Petra Schächtele-Philipp: Alfred Braun, Metzingen Foto von Peter Kensok: Alexander Shulyakov, Moskau Druck und Bindung www.booksfactory.de Copyrightvermerk Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages. Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
  • 4. Inhalt | 5 Inhalt 1. Vorwort ......................................................................................... 7 2. Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch ...... 11 3. Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen .................... 17 3.10 Denkrinnen........................................................................ 18 3.20 Kampf- oder Flucht-Reflex .................................................... 20 3.30 Elegante Schlagfertigkeiten.................................................. 23 4. Erste Hilfe für sprachlose und stille Gemüter .................................. 47 4.10 Das bewusste Atmen............................................................ 48 4.20 Ihr Motto oder das positive Selbstgespräch............................. 49 4.30 Der (mentale) Schutzschirm.................................................. 51 4.40 Abstand gewinnen .............................................................. 52 4.50 Die roten Knöpfe ................................................................ 55 4.60 Die Kunst, nicht zu reagieren................................................ 59 4.70 Antwortreflex ausschalten .................................................... 60 4.80 Rechtfertigungsreflex bearbeiten........................................... 61 4.90 Der Umgang mit Manipulationen ........................................... 62 4.10 Zitate ............................................................................... 69 4.11 Selbst ist die Frau............................................................... 70 5. Zehn Methoden, die fast immer funktionieren ................................ 75 5.10 Methode 1: Schweigen, überhören ......................................... 80 5.20 Methode 2: Kurzkommentar .................................................. 86 5.30 Methode 3: Standards ......................................................... 91 5.40 Methode 4: Übergehen, vernebeln ......................................... 97 5.50 Methode 5: Fragen ............................................................ 106 5.60 Methode 6: Die andere Seite ............................................... 117 5.70 Methode 7: Spiel mit der Sprache ........................................ 124 5.80 Methode 8: Zustimmen ...................................................... 133 5.90 Methode 9: Metaebene ...................................................... 141 5.10 Methode 10: Klare Grenzen setzen ....................................... 148
  • 5. 6 | Inhalt 6. So gelangen die zehn Methoden in Ihren Alltag ............................. 161 7. Spielerische Einblicke: Methoden der Schlagfertigkeit in Aktion ..... 169 7.10 Sie sind doch wirklich eine blöde Kuh! ................................. 172 7.20 Du bist zu dick! ................................................................ 174 7.30 Du hältst Goethe doch für einen Animateur im Robinson Club... 176 7.40 Du könntest auch mal ein bisschen Sport vertragen................ 178 7.50 Du hast ja doch keine Ahnung, wovon wir reden!................... 180 7.60 Du bist immer gleich so emotional ...................................... 182 7.70 Sie wissen ja nicht einmal, wie man Erfolg schreibt................ 184 7.80 Sie haben ja nur Ihre Vorteile im Kopf.................................. 186 7.90 Daran haben sich schon ganz andere die Zähne ausgebissen! .. 188 7.10 Du bist ja so was von inkompetent! .................................... 190 8. Embodiment – Der Turbo für Ihre Schlagfertigkeit ......................... 193 8.10 Vorstellungsbilder für Methode 1 ›Schweigen, überhören‹ ........ 204 8.20 Vorstellungsbilder für Methode 2 ›Kurzkommentar‹ ................. 206 8.30 Vorstellungsbilder für Methode 3 ›Standards‹......................... 208 8.40 Vorstellungsbilder für Methode 4 ›Übergehen und vernebeln‹ ... 210 8.50 Vorstellungsbilder für Methode 5 ›Fragen‹ ............................. 212 8.60 Vorstellungsbilder für Methode 6 ›Die andere Seite‹................ 214 8.70 Vorstellungsbilder für Methode 7 ›Spiel mit der Sprache‹ ......... 216 8.80 Vorstellungsbilder für Methode 8 ›Zustimmen‹ ....................... 218 8.90 Vorstellungsbilder für Methode 9 ›Metaebene‹ ....................... 220 8.10 Vorstellungsbilder für Methode 10 ›Klare Grenzen setzen‹ ........ 222 8.11 Abschließende Trainingshinweise......................................... 224 Literatur ........................................................................................ 226 Die Autoren.................................................................................... 229
  • 7. 8 | Vorwort »Wenn du im Recht bist, kannst du es dir leisten, die Ruhe zu be- wahren. Wenn du es nicht bist, kannst du es dir nicht leisten, sie zu verlieren.« Mahatma Gandhi (1869–1948), indischer Pazifist Schlagfertigkeit wozu? Schlagfertigkeit hilft, besser zu kommunizieren. Vor allem dient sie dazu, das Selbstwertgefühl zu verbessern. Das erreicht Schlagfertigkeit durch: • die Erhöhung der eigenen Selbstwirksamkeit und Überzeugungskraft, • das Aufzeigen von Grenzen, • die Abwehr vor allem unfairer verbaler Angriffe und • die Möglichkeit, die eigene Kommunikation anschlussfähig zu machen. Schlagfertigkeit dient in hohem Maße auch der Unterhaltung, ohne dass sie den Anspruch erhebt, von sich aus Probleme zu lösen. Sie schenkt uns positive Gefühle, denn schlagfertige Menschen tun selbst etwas für ihre Grundbedürfnisse Anerkennung und Selbstkontrolle. Schlagfertigkeit fördert das Selbstbewusstsein. Richtig angewendet, macht sie Spaß! Sie ist spontan, kreativ, humorvoll und führt aus der Sprachlosigkeit heraus. Schlagfertig bedeutet neben Treffsicherheit auch ›fertig‹ für den ›Schlag‹ zu sein. Das immerhin gibt uns die Chance zur Vorbereitung – und verpflichtet uns gleichermaßen dazu. Wer als Frau über eins neunzig groß oder als Mann unter eins sechzig klein ist, kann sich nicht damit entschuldigen, er habe ›es‹ nicht gewusst. In beiden Fällen können sich Betroffene mit Standardantworten und bewusst ge- übten Verhaltensweisen darauf vorbereiten, galant zu reagieren, wenn
  • 8. Vorwort | 9 es wieder einmal seltsame Blicke oder direkte verbale Angriffe gibt, die sich auf die Körpermaße beziehen. Wer schlagfertig ist, wird geschätzt und geachtet – unabhängig von seiner Körpergröße. Altbundeskanzler Gerhard Schröder ist ein hervorragendes Beispiel dafür. In diesem Buch werden Sie lernen, dass es schnelle Zugänge zu schlag- fertigem Verhalten gibt. Damit möchten wir Ihnen die Möglichkeit eröffnen, für verbale Angriffe ähnlich vorbereitet zu sein wie ein trai- nierter Kampfsportler für körperliche Angriffe. Wir stellen Ihnen zehn Methoden der Schlagfertigkeit vor, die fast immer funktionieren. Aller- dings stehen Sie Ihnen nur dann zur Verfügung, wenn Sie die Methoden auch üben, in Gedanken oder aber in der direkten Aktion. Aus vielen Trainings wissen wir, dass es Interessierten an der Schlagfer- tigkeit nicht am Willen zu mehr Redegewandtheit fehlt, im Gegenteil: der Wunsch ist sehr groß, doch viele scheitern bei ihren Versuchen, Schlagfertigkeit umzusetzen. Hier bieten wir Ihnen neue Ansätze. Zum einen sagen wir Ihnen, welche Schlagfertigkeitsmethoden sich für wel- chen Persönlichkeitstyp eignen. Dann machen wir Ihnen eine Fülle an Angeboten für ein spielerisches Erlernen von mehr Schlagfertigkeit. Außerdem haben wir eine wirkliche Neuerung für Sie: Nach Beobach- tungen in der Weiterbildungsarbeit und Erwachsenenbildung stellen wir Ihnen das sogenannte Embodiment als Zugang zu besseren kommu- nikativen Fähigkeiten vor, hier erstmalig im Zusammenhang mit der Schlagfertigkeit. Wir bieten Ihnen gewissermaßen an, wie der deutsche Fußballnationaltrainer Joachim Löw zum Weltmeister aufzusteigen, in- dem Sie neuere Erkenntnisse über das Zusammenwirken von Körper, Emotionen und Stimmungen für Ihre Weiterentwicklung nutzen.
  • 9. 10 | Vorwort Sie erfahren, wie Sie Ihren bevorzugten Schlagfertigkeitsstil als Rolle üben können, bis er Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist und damit jederzeit zur Verfügung steht. Dieser Turbo-Zugang zur Schlag- fertigkeit ist einfacher als jeder Versuch, besonders treffende Muster- formulierungen auswendig zu lernen, die wir Ihnen natürlich trotzdem anbieten. Andererseits gibt es Situationen, die für schlagfertige Reak- tionen überhaupt nicht geeignet sind. Wir würden uns hier möglicher- weise zu einem ungerechtfertigten Angreifer machen, der dann genauso verdient, schlagfertig auf die Plätze verwiesen zu werden. Wer in der Regel schlagfertig ist, sollte also auch genügend Demut davor haben, dass er damit falsch liegen könnte. Unsere Empfehlung lautet, den Mut zu haben, sich zu entschuldigen, eine Sache richtig- zustellen und genau dadurch der eigenen Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Gelungene Schlagfertigkeit ist immer elegant. Achten Sie bei der Anwendung von Schlagfertigkeit auf das Gefühl in Ihren Finger- spitzen, denn dort sollte sich eine möglicherweise falsche Reaktion am ehesten bemerkbar machen – bevor sie geschehen ist. Oft ist die zweite und damit eine spätere Antwort in diesem Sinn die bessere, bevor Sie sich selbst Dinge sagen hören, die Sie später bereuen. Stuttgart, im Februar 2015
  • 10. Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch 2
  • 11. 12 | Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch »Angriffe sind die Argumente derer ohne weitere Argumente.« Jean-Jacques Rousseau (1712–1778), Philosoph Ist Schlagfertigkeit so gemein wie der Angriff? Auf diese Frage sollten Sie eine Antwort kennen, bevor Sie weiterlesen, denn häufig reagieren wir eben nicht mit dem passenden Gegenschlag. Sei es aus Rücksicht auf unseren Angreifer, sei es, weil wir hoffen, er habe sich geirrt, oder weil uns einfach keine Replik einfällt. In traditionellen Kampfkünsten bedeutet Meisterschaft ein dauerndes Feilen an den eigenen Fertigkeiten, selbst wenn der Ernstfall niemals eintreten sollte. Mit jedem höheren Niveau steigt jedoch auch der Re- spekt vor der eigenen Wehrhaftigkeit. Ein wirklicher Meister weicht der Bedrohung rechtzeitig aus. Ist das nicht mehr möglich, wird er nach seinem jahrelangen Training die Situation in Sekunden klären und mit einem Schlag fertig sein. Die Antwort auf die Frage, ob wir uns wehren dürfen, sollten wir im Sinn der Schlagfertigkeit ein für alle Mal bejahen, bevor wir uns diese Fähigkeit überhaupt aneignen oder sie weiterentwickeln. Falls Sie noch überlegen: Schlagfertigkeit heißt nicht, zähnefletschend auf seine Umwelt zuzugehen und Situationen zu provozieren, in denen wir dann tatsächlich schlagfertig sein müssten. Sie ist ein Mittel des Selbstschutzes und der Verteidigung und hilft vor allem dann, wenn wir als Erstes angegriffen werden. Schlagfertigkeit ist Reaktion und niemals aggressionsgesteuerte Aktion! Das hat für die Langsamen unter uns den Vorteil, dass wir ein bisschen länger über eine möglicherweise vorher- sehbare Entwicklung nachdenken können, bevor also der eigentliche MERKE
  • 12. Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch | 13 Angriff unseres Gegenübers erfolgt. Wir dürfen dann sehr wohl auch die Dosis unserer Re-Aktion festlegen. Auch gar nicht zu reagieren, ist eine erlaubte Option! Wir können zudem statt einer Antwort auch eine Frage stellen. Auf diese Weise reagierte eines unserer favorisierten Vorbilder für gelungene Schlagfertigkeit gerne, der sympathische und stets unter- schätzte Inspektor Columbo. Einen schlagfertigen Angriff parierte er in seinen Filmen meistens einfach mit: »Ich hätte da noch eine Frage …« Oft setzen witzige oder direkte Repliken eindeutigere Grenzen. Danach können wir immer noch wieder freundlicher und zur Güte handeln oder durch eine Frage den Antwortreflex des anderen anregen. Wenn unser An- greifer meint, Spielregeln aufstellen zu müssen, die auch für uns gelten sollen, und versucht er, uns damit in seinem Sinn zu beeinflussen, dann dürfen auch wir eigene Regeln aufstellen und Fragen stellen, statt ledig- lich zu antworten. Wer sich seine Reaktion von anderen vorschreiben lässt, der steht schnell in einer Ecke, aus der er dann kaum wieder her- auskommt. Es ist angemessen und elegant, hier den Spieß umzudrehen. Wir bestimmen selbst mit, welche Reaktion souverän und richtig ist! Wer uns angreift oder beleidigt, dem können wir unterstellen, dass er auch einstecken kann. Je schlimmer und gemeiner ein Angriff ist, desto deutlicher darf die Abwehr sein. Vergelten wir also Gleiches mit fast Gleichem – stets mit ein paar Prozenten unter (!) dem Angebot, damit wir keine Spirale der Aufrüstung provozieren. Unhöfliches Ver- halten braucht jedoch die richtige Antwort, statt der feilgehaltenen anderen Backe. TIPP
  • 13. 14 | Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch »Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich. Die andern können mich.« Konrad Adenauer (1876–1967), erster deutscher Bundeskanzler Am Anfang Ihres Zugangs zu einem neuen Schlagfertigkeitsbewusst- sein sollten Sie wissen, was mit Ihnen in Situationen geschieht, in denen Schlagfertigkeit angemessen wäre. Warum blockieren Sie und wie kommen Sie da wieder heraus? Das decken wir über die Grundlagen in Kapitel 3 ab. Wenn Sie Ihre eigenen psychischen und körperlichen Re- aktionen nachvollziehen können, werden Sie im Fall der Fälle weniger irritiert sein. Selbst wenn Sie gleich zur Sache kommen möchten, lohnt es sich daher in jedem Fall, dieses Kapitel zu lesen. Kapitel 4 ist der Erste-Hilfe-Kasten für sprachlose und stille Gemüter: Wie gehen wir zum Beispiel mit unseren ›roten Knöpfen‹ und unserem Antwortreflex um? Und gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Män- nern, wenn es um die Anwendung der Schlagfertigkeit geht? Danach stellen wir Ihnen in Kapitel 5 unsere zehn bevorzugten Schlag- fertigkeitsstile vor. Manche davon sind extrovertiert, laut und aggres- siv, andere wirken eher introvertiert und gehören zu der stilleren Art – hoffentlich beängstigend still für Ihr Gegenüber. Wir erklären zunächst jeden dieser Stile. Um Sie für schlagfertige Ant- worten zu inspirieren, finden Sie anschließend Witze, Anekdoten und Zitate zum jeweiligen Modell. Sie müssen also das Rad nicht neu er- finden. Trösten Sie sich damit, dass jemand anderes vor Ihnen in der gleichen Situation ebenfalls schlagfertig sein musste, und bedienen Sie sich aus der Schatzkiste des Bewährten!
  • 14. Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch | 15 Zu jedem Modell gibt es Übungen, die Ihre Synapsen auf Trab bringen wollen. Ohne Mut zur Fantasie werden Sie kein Meister der Schlagfer- tigkeit werden. Danach gibt es Vertiefungsfragen und in jedem Kapitel zehn Anwendungsbeispiele, auf die Ihr Schlagfertigkeitsstil trennscharf antwortet. In Kapitel 6 geben wir Ihnen Einblicke, wie Sie die zehn Methoden in Ihren Alltag übertragen. Wir teilen dort, wie im Buch insgesamt, gerne unsere Erfahrungen und Empfehlungen aus unseren Trainings und Coa- chings mit Ihnen. In Kapitel 7 erhöhen wir das Tempo: Wir skizzieren jeweils ein Problem aus Familie, Freizeit und Beruf und lassen alle zehn Schlagfertigkeitsmodelle darauf antworten! Unsere Teilnehmer haben uns für Kapitel 8 außerdem dazu inspiriert, einen Turbo-Zugang zur Schlagfertigkeit zu entwickeln. Schlagfertig- keit ist eine Einstellung und ein Zustand. Das heißt, wir können uns wie in einem Rollenspiel auch körperlich in eine Figur hineinbegeben, die uns bestimmte Ressourcen der Schlagfertigkeit leicht zugänglich macht. Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow, alias Loriot, ver- körpert wie kaum ein anderer zum Beispiel den Stil ›Kurzkommentar‹. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie seine Form der Schlagfertigkeit anwenden möchten, dafür gibt es sowohl Hinweise als auch sogenann- te Mottosätze als Gedächtnisstütze und verbale Anker: Denken Sie an den Mottosatz, dann ist auch die Verkörperung mit ihren Eigenschaften sofort da. Vielleicht liegen Ihnen aber auch Inspektor Columbo oder die Queen oder der Türsteher als Modell für Ihren bevorzugten Schlagfertig- keitsstil am besten.
  • 15. 16 | Das kompakte ›Gewusst wie‹ – Schnellanleitung für dieses Buch Danach gibt es Literaturhinweise für diejenigen, die noch mehr über Schlagfertigkeit oder einzelne psychologische Aspekte dazu erfahren möchten. Ein Buch kann nie alles Wissen für alle Leser gleichermaßen relevant darstellen. Wir ermuntern Sie daher, mit uns in diesem Buch in das Thema einzusteigen und sich anschließend der Quellen zu be- dienen, aus denen auch wir unser Wissen schöpfen. Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, unseren Empfehlungen zu folgen und weitere Schlagfertigkeitsmodi zu entwickeln. Unser Embodiment- ansatz ist offen für weitere Beispiele, mit denen Sie Ihren eigenen Schlagfertigkeitsstil ausbauen. Was auch immer im Sinn einer fairen Schlagfertigkeit funktioniert, hat seine Berechtigung. Und wenn Ihnen ein neuer ergänzender Stil besonders hilfreich erscheint, freuen wir uns über eine Nachricht an: ps@mindspots.de und Peter@Kensok.de.
  • 16. Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen 3
  • 17. 18 | Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen »Aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nicht genug.« Ingrid Steeger (*1947) in dem Klamaukklassiker Klimbim Warum tun wir uns so schwer mit Schlagfertigkeit? Einer der Gründe dafür sind unsere Denkrinnen: Unser Gehirn spart gern Energie, denn vielleicht könnte es diese Energie in einer wirklich überlebenswichtigen Situation dringender brauchen. Situationen für Schlagfertigkeit sind das jedoch meistens nicht. 3.1 Denkrinnen Eine Situation für Schlagfertigkeit im Äußeren aktiviert über das Gehirn Verhaltensweisen, die automatisch ablaufen. Wenn wir genauer darüber nachdenken, würden wir sie spontan eher ›unangenehm‹ oder ›störend‹ finden. In beiden Fällen schalten wir auf Autopilot – wie beim Autofah- ren. Wir denken irgendwann nicht mehr darüber nach, welcher Gang der nächste und angemessenere sein könnte. An dieser Stelle bremsen wir Sie ein bisschen aus: Schlagfertigkeit ist immer dann gelungen, wenn sie im Sinn zukünftiger Begegnungen angemessen (!) ist. ÜBUNG Um das Prinzip der Denkrinnen kennenzulernen, lesen Sie laut die folgenden Wörter: Morgenstern, Abendstern, Zwergelstern.* * WusstenSie,dassZwerg-ElsternVögelsindundmitdenSternennichtszu * tunhaben?
  • 18. Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen | 19 Unser Gehirn nutzt bekannte Muster, um Energie zu sparen. Nicht im- mer mag uns das Ergebnis deshalb gefallen, gerade in Situationen, in denen wir unsere Schlagfertigkeit vermissen. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum Sie dieses Buch gekauft haben: Bisher haben Sie in bewährten Bahnen gehandelt, das ärgert Sie und macht Sie neugierig auf Alternativen für Ihr bisheriges kommunikatives Verhalten. Solche traditionellen Bahnen spielen auch in dem Beispiel des unterge- gangenen Postdampfers eine Rolle. Die Beamten auf einem Zollboot in der Nähe des Dampfers retten die Passagiere aus dem eiskalten Wasser. Die Zöllner tun, was sie immer tun, und fragen als Erstes: »Haben Sie etwas zu verzollen?« Gerade unter Stress empfiehlt unser Gehirn Verhaltensweisen, die bis dahin schon immer funktionierten. Widerspricht irgendetwas diesem bewährten Handeln, erleben wir das als Druck und reagieren vorrangig mit Gegendruck. Angenommen, es würde uns gelingen, diesen Gegen- druck für eine andere, überraschende Richtung zu nutzen, dann könnten wir damit das gewohnte Reiz-Reaktionsschema durchbrechen. Elegante Schlagfertigkeit tut das. Wir lernen in diesem Buch, die Energie unseres Gegenübers ins Leere laufen zu lassen, ihn zu irritieren, bis er im besten Fall gemeinsam mit uns und beteiligten Dritten aus vollem Herzen lacht. Wir schicken die verletzende oder aggressive Energie aus der vorherigen Phase unserer Begegnung ins Nirgendwo – und die Kommunikation kann neu begin- nen: Reset!
  • 19. 20 | Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen Besondere Herausforderungen für den energiesparenden Weg, den unser Gehirn sucht, sind in diesem Sinn sogenannte Alternativfragen wie: ›Willst du nicht, oder kannst du nicht?‹ Selbst diese lassen sich im Sinne des Prinzips der durchbrochenen Denkrinnen leicht ummünzen in eine Gegenfrage, die auf ein ›Sowohl-als-auch‹ oder aber auf ein ›We- der-noch‹ zielt: ›Was wäre, wenn ich weder wollen noch können wollte?‹ oder ›Vielleicht würde ich wollen und können, darf aber nicht? – Und ganz nebenbei: Müssen muss ich schon mal gar nicht!‹ 3.2 Kampf- oder Flucht-Reflex »Aggression ist immer ein Zeichen von Unsicherheit.« Sigmund Freud (1856–1939), Tiefenpsychologe Eines der Hindernisse für Schlagfertigkeit ist der sogenannte Kampf- oder Flucht-Reflex (englisch: Fight-Flight-Reflex), zwei unserer ur- sprünglichsten Überlebensprogramme, die irgendwo in einem der ältesten Teile unseres Gehirns, dem limbischen System, verankert sind. Sie haben noch eine Schwester: die Erstarrung. Bei verbalen Angriffen erkennen Sie diese daran, dass Sie die Luft anhalten. ›Reflex‹ deutet bereits darauf hin, dass wir automatisch reagieren, da- mit wir – evolutionsgeschichtlich gesehen – physisch überleben. Ob damals ein Dinosaurier zuschnappte oder heute ein Bus mit ähnlichen Dimensionen auf uns zurast: Wir springen im besten Fall ohne weitere Überlegungen sofort zur Seite. Jede zusätzliche Information, wie zum Beispiel die Farbe oder die TÜV-Plakette des Busses, wäre eine Infor- mation zu viel und vermutlich ebenso tödlich wie seinerzeit das Wissen
  • 20. Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen | 21 um den Halsumfang des T-Rex. Logisches Denken, das vor allem in der linken Seite des Gehirns passiert, ist bis heute in solchen Situationen überlebenstechnisch meistens der falsche Weg, weil viel zu langsam. Das hier geschieht physiologisch, wenn wir uns aufregen und uns be- droht fühlen: • Adrenalin wird ausgeschüttet, um dem Körper Energie für Kampf oder Flucht zur Verfügung zu stellen. • Stress verändert die Atmung bei Angst oder Fluchtbedürfnis in eine Hochatmung weit oben im Brustraum. Statt 12 bis 18 Mal atmen wir 35 bis 40 Mal pro Minute. Trotzdem nehmen wir weniger Sauerstoff auf, als in einem entspannten Zustand. • Die Blutgefäße verengen sich insbesondere in den Armen und den Beinen. • Das Gehirn wird mit weniger Sauerstoff versorgt. Unser System möchte, dass wir nicht unnötig denken, sondern uns auf den schlimmsten Fall mit schweren Verletzungen einstellen – oder aber auf die Flucht im letzten Moment. • Extrem Gestresste halten die Luft insgesamt an. Je weniger wir atmen, umso mehr glauben wir, dass wir nicht bemerkt werden. Das kann (im Urwald) durchaus eine angemessene Überlebenstechnik sein. • Gleichzeitig wird alles, was wir normalerweise zum Überleben brauchen, heruntergefahren: die Verdauung, unsere Feinmotorik, das Immunsystem und vor allem das Großhirn. Logisches Denken ist in lebensbedrohlichen Situationen in der Regel hinderlich für unsere Reflexe. Deshalb wird diese Fähigkeit dann im Wesentlichen abgeschaltet.
  • 21. 22 | Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen • Meistens heißt das auch, dass unsere Psyche in den Panikmodus geht: Uns fehlen die Worte, und wir glauben sogar, dass die Synapsen im Denkhirn uns aufgegeben haben. Dabei halten sie sich nur zurück, weil das gesamte System sich gerade um etwas Wichtigeres kümmert. Weil all das nahezu gleichzeitig geschieht, ist unser Gehirn, dieser großartige Computer mit Abermillionen Berechnungen pro Sekunde, überfordert, zusätzliche Informationen zu erfassen, zu bewerten und rein kognitive Entscheidungen zu treffen. Wer uns mit Absicht böse an- greift, baut bewusst – oder unbewusst – darauf, unser Gehirn zu über- laden und uns auf diese Weise schachmatt zu setzen. Wie ein geübter Straßenkämpfer hofft er auf die normale Hilflosigkeit seines Gegen- übers, also zum Beispiel Sie und uns. Manchmal möchten wir dann auf Programme wie diese zugreifen: Los- heulen, im Boden versinken oder beides gleichzeitig. Dabei wissen wir in solchen Situationen sogar, dass das ziemlich emotional und unan- gemessen ist und schon mal gar nicht souverän wirkt. Stunden danach fallen uns ohne die entsprechende Vorbereitung dann schlagfertige Antworten ein – Viel. Zu. Spät. Bis dahin tobt in unserem Körper ein ziemlicher Stress. Magenschmer- zen, Geschwüre und Schlimmeres sind auf die Dauer mögliche Folgen für die Gesundheit. Während unsere Aggression sich auf diese Weise gegen uns selbst richtet, können wir uns bestenfalls damit trösten, dass unser Gegenüber aggressiv – und damit unsicher, wie Freud sagen würde – gegen uns vorgegangen ist.
  • 22. Bevor Sie schlagfertig werden – Grundlegendes Wissen | 23 Schlagfertigkeit unterbricht das Muster unseres Angreifers, leitet seine Energie in eine überraschende Richtung um, am besten sogar gegen ihn selbst (!) Sie lässt uns selbstbewusst und aufrecht zurück. Wir verlassen kreativ, humorvoll und spontan das Gelände und unsere üblichen Denk- rinnen. Wir zwingen unseren Angreifer, das Gleiche zu tun und treffen uns gemeinsam wieder auf einem unerwarteten, dritten Weg. Die gute Nachricht: Das alles können wir lernen und trainieren. Schlagfertigkeit ist also keine genetische Disposition. Schlagfertigkeit ist eine Frage von Übung und Erfahrung! Schlagfertigkeit ist ein Modus, den wir mit etwas Übung leicht ver- körpern, um jederzeit in Bruchteilen von Sekunden auf eine originelle Wehrhaftigkeit umzuschalten, eine Wehrhaftigkeit, die uns entspricht. 3.3 Elegante Schlagfertigkeiten Schlagfertigkeit ist mehr als die immer passende Antwort oder gar das letzte Wort zu haben. Schlagfertigkeit bedeutet Übersicht, die diploma- tische Mitte und Fantasie. Sie ist das Produkt eines hellen Kopfes statt das eines schnellen, vorlauten Kehlkopfs. ›Fertigkeit‹ ist bei Schlagfer- tigkeit eine Voraussetzung für ›Schlagen‹. Jede Sprache hat ihre eigene Grammatik. In diesem Sinn ist Schlag- fertigkeit ein Dialekt mit Antworten nach bestimmten Mustern. Wer diese Muster beherrscht, ist um keine Antwort mehr verlegen. Das Ziel ist eine meisterhaft kontrollierte Reaktion, wann immer Sie selbst es für angebracht halten. Sie brauchen dabei übrigens niemals irgendwelche FAZIT
  • 23. Die Autoren | 229 Die Autoren Petra Schächtele-Philipp ist Deutschlands ›Expertin für die elegante Schlagfertigkeit‹. Wie Schlagfertigkeit einfach geht, vermittelt sie in Trainings, Vorträgen und als Bloggerin. Die studierte Informatikerin, Rhetorikerin, Soziologin und Autorin lebt in Stuttgart. Ihr Unternehmen mindspots training & counseling ist spezialisiert auf die Bereiche Kommunika- tion, Rhetorik, Schlagfertigkeit, Verhandeln, Selbstmanagement und Persönlichkeitsentwicklung. Kontakt: E-Mail: ps@mindspots.de Internet: www.mindspots.de und www.schlagfertigkeit.tv Peter Kensok ist Autor, Kommunikationstrai- ner, Coach und Lehrtrainer für Verfahren des systemischen Kurzzeitcoachings. Er entwickel- te Methoden zum Werte-Management, die er international unterrichtet. Der gelernte Jour- nalist ist ebenfalls Koautor des Sachbuches Das neue Verhandeln – Vom Schlachtfeld zum Verhandlungstisch. Kontakt: E-Mail: Peter@Kensok.de Internet: www.peterkensok.de und www.wertemanager.de
  • 24. Der Alltag mit seinen vielfältigen Gesprächssituationen wird immer komplexer: Arbeitsbesprechungen im Team, Gespräche mit Projektmitgliedern, Unterredun- gen mit Vorgesetzten oder Mitarbeitern, Gespräche im privaten Umfeld. Alltägliche Situationen mit viel Zündstoff, aber auch der Chance, eine gemeinsame Lösung zu finden und ein gutes persönliches Verhältnis aufzubauen beziehungsweise zu erhalten. Nur wer eine empathische, wertschätzende und respektvolle Gesprächsführung beherrscht, wird in beruflichen und privaten Gesprächssituationen eine dauerhaf- te, gute persönliche Beziehung aufbauen und Erfolg haben. In ihrem neuen Buch zeigt Monika Heilmann, wie Sie bewährte Kommunikationstechniken erfolgreich in Ihrem Gesprächsalltag einsetzen. Zahlreiche Übungen und Checklisten erleichtern Ihnen die Vorbereitung von Ge- sprächen und helfen Ihnen Ihre kommunikativen Fähigkeiten auszubauen und Konflikte zu vermeiden beziehungsweise zu entschärfen. Monika Heilmann WIN-WIN-GESPRÄCHE Gelassen reden, selbstsicher auftreten, Konflikte vermeiden 192 Seiten; 21,80 Euro ISBN 978-3-86980-195-7; Art.-Nr.: 903 WIN-WIN-GESPRÄCHE www.BusinessVillage.de
  • 25. Es ist fast wie beim Elevator-Pitch. Sie haben nur wenig Zeit, Ihre Idee zu prä- sentieren, und vor allem kaum Vorbereitungszeit – alles muss schnell gehen. Nur: Diesmal versuchen Sie nicht im Fahrstuhl den Vorstandsvorsitzenden um den Finger zu wickeln. Diesmal müssen Sie in einer Teamsitzung, beim Projektreffen, bei einem Kunden oder in einem Vieraugengespräch mit dem Chef für einen Aha-Effekt sorgen. Sie müssen ad hoc charmant, wirkungsvoll und mit Substanz begeistern. Ganz gleich ob die Vorbereitungszeit zwei Stunden oder nur zwei Minuten beträgt – Sie müssen die überzeugenden Daten, Fakten und Argumente liefern und freihändig präsentieren. Die Präsentations- und Rhetorikexpertin Anita Hermann-Ruess zeigt in diesem Buch, wie Sie auch unter Zeitdruck immer und überall überzeugende Ad-hoc- Präsentationen entwerfen, mit einfachen Mitteln visualisieren, einen bleibenden Eindruck hinterlassen und nachhaltig positiv wirken. Anita Hermann-Ruess ad hoc präsentieren Kurz, knackig und prägnant argumentieren und überzeugen 226 Seiten; 21,80 Euro ISBN 978-3-86980-187-2; Art.-Nr.: 899 ad hoc präsentieren www.BusinessVillage.de
  • 26. Das Leben ist seit jeher stets ein Gewinnen und Verlieren: Besitz, Menschen, Ge- sundheit, Leben, Zeit, Nerven, Geld … Bedingt durch die zunehmende Schnellig- keit der heutigen Welt wird dieses Spiel mit Gewinn und Verlust immer schneller und unberechenbarer. Das führt unser - immer noch steinzeitliches - Gehirn an seine Grenzen. Wir fühlen uns getrieben, unzufrieden und ein nicht enden wollen- des Gefühl des ›Ich muss noch etwas machen‹. Zeit, Gelassenheit als neue Überschrift für Ihr Leben zu wählen und im Kopf für angenehme Ruhe zu sorgen. Denn mit dem gezielten Verändern des Körperzu- stands ändert sich auch das mentale Empfinden und Ihr Gehirn beginnt, immer weniger auf ehemalige Stressreize zu reagieren. Ab jetzt reiten Sie den inneren Affen! Wie das gelingt, zeigt Top-Trainer Dr. Martin Christian Morgenstern. Die Zutaten dafür heißen gesunder Körper, gekonnte Stresssteuerung und das Loslassen von Ängsten. Dafür müssen Sie Ihr Leben keineswegs auf den Kopf stellen, denn Gelassenheit lässt sich handfest über ganz einfache Techniken entwickeln. So werden Sie in wenigen Wochen zu einem gelassenen Gewinner Ihres Lebens! Martin Christian Morgenstern Gelassen gewinnen Gelassen reden, selbstsicher auftreten, Konflikte vermeiden 248 Seiten; 24,80 Euro ISBN 978-3-86980-238-1; Art.-Nr.: 929 Gelassen gewinnen www.BusinessVillage.de