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So bringst du dein
agiles Team auf die
nächste Stufe
BusinessVillage
Marc Löffler
L
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BusinessVillage
Für meine Eltern Heidi und Reinhard Löffler,
die mich schon mein ganzes Leben unterstützen.
Danke!
BusinessVillage
So bringst du dein agiles Team
auf die nächste Stufe
Marc Löffler
Die scrum master journey
Marc Löffler
Die Scrum Master Journey
So bringst du dein agiles Team auf die nächste Stufe
1. Auflage 2022
©BusinessVillage GmbH, Göttingen
Bestellnummern
ISBN 978-3-86980-626-6 (Druckausgabe)
ISBN 978-3-86980-627-3 (E-Book, pdf)
ISBN 978-3-86980-628-0 (E-Book, epub)
Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/1135
Bezugs- und Verlagsanschrift
BusinessVillage GmbH
Reinhäuser Landstraße 22
37083 Göttingen
Telefon: +49 (0)5 51 20 99-1 00	 Fax: +49 (0)5 51 20 99-1 05
E–Mail: info@businessvillage.de	 Web: www.businessvillage.de
Layout und Satz | Sabine Kempke
Autorenfoto | Johannes Feederle Firma Emendare
Foto Dr. Jürgen Hoffmann | Firma Emendare
Druck und Bindung | www.booksfactory.de
Copyrightvermerk
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist
ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung
und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von dem Autor nach bestem Wissen
erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages. Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa
vorhandene Unrichtigkeiten. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne
besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten
wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
Inhalt
Über den Autor ................................................................................................................................. 7
Das Downloadangebot zum Buch ......................................................................................................... 8
Vorwort ........................................................................................................................................... 9
Einführung .................................................................................................................................... 13
1. Wer bin ich als Scrum Master? ....................................................................................................... 17
1.1 Was sind deine Werte?.................................................................................................................. 19
1.2 Was für ein Typ bist du?................................................................................................................. 23
1.3 Scrum Master Kompetenzen........................................................................................................... 25
1.4 Veränderungen initiieren.............................................................................................................. 37
1.5 Tools zur Reflexion ...................................................................................................................... 49
2. Tools, um Unternehmenskulturen zu verstehen und zu verändern ....................................................... 55
2.1 Business Culture Design................................................................................................................ 59
2.2 Arbeiten mit Glaubenssätzen ......................................................................................................... 67
2.3 Gewohnheiten............................................................................................................................ 70
2.4 PASSION Modell .......................................................................................................................... 76
2.5 Circle of Influence....................................................................................................................... 84
3. So holst du alle ins Boot ............................................................................................................... 89
3.1 Richtig zuhören .......................................................................................................................... 91
3.2 Powerful Questions ...................................................................................................................... 94
3.3 Empathie .................................................................................................................................. 95
3.4 Umgang mit Widerständen............................................................................................................ 98
3.5 Reflexionsprozess verbessern ....................................................................................................... 109
4. Selbstmanagement der Teammitglieder fördern ...............................................................................119
4.1 Das Goldfisch Problem................................................................................................................. 120
4.2 Selbstmanagement .................................................................................................................... 124
4.3 Psychologische Sicherheit ........................................................................................................... 125
4.4 Vision...................................................................................................................................... 136
4.5 Fokus....................................................................................................................................... 144
4.6 Lernumgebungen schaffen........................................................................................................... 148
4.7 Weitere Tools für das Selbstmanagement......................................................................................... 150
5. Agile Leadership für Scrum Master ................................................................................................ 163
5.1 Was ist agile Führung .................................................................................................................. 165
5.2 Agile Führungsprinzipien............................................................................................................. 168
5.3 Agile Führungskompetenzen......................................................................................................... 173
5.4 Effectuation ............................................................................................................................. 177
5.5 Cynefin.................................................................................................................................... 180
5.6 SCARF Modell ........................................................................................................................... 184
5.7 Der Werkzeugkasten der agilen Führung ......................................................................................... 188
5.8 Agile Führung als Scrum Master ................................................................................................... 196
6. Überleben im hybriden Umfeld ..................................................................................................... 199
6.1 Allgemeine Tipps und Tricks ......................................................................................................... 202
6.2 Gute Remote Retrospektiven ........................................................................................................ 215
7. Mach dich auf den Weg................................................................................................................. 221
Danksagungen............................................................................................................................... 223
Literaturquellen und Links .............................................................................................................. 226
Über den Autor | 7
Über den Autor
Marc Löffler ist selbstständiger Autor, Keynote Speaker
und Scrum-Master-Flüsterer. Seine Leidenschaft ist es
Scrum Master auf ihrer agilen Reise zu begleiten. Bevor
er im Jahr 2005 mit agilen Methoden in Berührung ge-
kommen ist, hat er als zertifizierter Senior Projektma-
nager (IPMA) bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und
EADS gearbeitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen
dabei, agile Werte zu verstehen und zu leben. Er liebt es,
neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Teams
dabei, Probleme aus anderen Blickwinkeln zu betrach-
ten. Zudem er ist der festen Meinung, dass wir mehr her-
vorragende Scrum Master brauchen.
Kontakt
E-Mail: marc@marcloeffler.eu
Web: https://marcloeffler.eu
8 | Das Downloadangebot zum Buch
Das Downloadangebot zum Buch
Jedes Kapitel in diesem Buch enthält verschiedene
Übungen, die dir dabei helfen sollen, das Gelernte in die
Praxis zu überführen. Damit das noch leichter für dich
wird, gibt es digitales Zusatzmaterial zum Buch. Zum
Zeitpunkt des Erscheinens werden folgende Tools zur
Verfügung gestellt:
1.	 Fragebogen zur Analyse der bestehenden
Unternehmenskultur
2.	 Wissenslandkarte Scrum Master Journey 	
3.	 Werteübung
4.	 Wertetabelle
5.	 Selbstanalyse Scrum Master Kompetenzen
6.	 Arbeitstool Veränderungsfelder bestimmen
7.	 Das Passion-Modell: Wie agil ist deine Organisation
8.	 Vorlage Passion-Radar zum Passion-Modell
9.	 Produkt Vision Template
10.	 Podcastfolgen
Zusätzlich kannst du dich ausdrücklich auch auf
https://scrummasterjourney.de
umschauen und auch dort weitere Vorlagen herunter-
laden.
Bei Fragen kannst du dich jederzeit an
marc@marcloeffler.eu wenden.
Das Downloadangebot
des Verlages zum Buch
https://www.businessvillage.de/
scrum-master-journey-
downloadmaterial/dl-1135.html
Vorwort
10 | Vorwort
Ich kenne Marc, seit wir uns beim Agile Coach Camp Ger-
many 2010 intensiv begegnet sind. Wir teilen die Be-
geisterung für gut ausgebildete Scrum Master. Bei Marc
führte das zu seinem Ausbildungsprogramm »Scrum
Master Journey« und zu diesem Buch – das als Referenz
und Impulsgeber in die Hände eines jeden Scrum Mas-
ters gehört.
Seit den ersten Scrum Trainings, die ich geben durf-
te, schlägt mein Herz für eine gute Scrum Master Aus-
bildung. Sie eröffnet neue Perspektiven und Hand-
lungsmöglichkeiten. Nachdem ich das Konzept der fünf
Schritte einer Retrospektive von Esther Derby und Diana
Larsen kennengelernt hatte, katapultierte dies meine
Wirksamkeit auf ein neues Level. Viele Teams und ande-
re Scrum Master durften davon profitieren. Ein Samen-
korn, eine große Ernte. Dieses Buch versammelt eine
wunderbare Kollektion von Samenkörnern. Ich bin sehr
gespannt auf die Wirkung, die sie entfalten werden.
In der Agilen Community gibt es einen Konsens, dass
Produktentwicklung inkrementell gestaltet werden
muss. Für Ausbildung gilt das identisch auch. Insofern
ist der Weg zum Scrum Master nicht mit einem einzigen
Training zu schaffen. Die »Scrum Master Journey« trägt
dieses inkrementelle Konzept des Lernens schon im Na-
men. Marc trifft sich regelmäßig mit seiner Scrum Mas-
ter Community, um den nächsten Schritt auf dieser Reise
gemeinsam zu tun.
Auch die Scrum Alliance hat das erkannt und trägt dem
mit dem »Path2CSP« Rechnung: Dem Pfad zum Certified
Scrum Professional – Scrum Master. Eine Lernreise über
Vorwort | 11
einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren echter Be-
rufserfahrung als Scrum Master gekoppelt mit überprüf-
baren Lernzielen.
Heute habe ich im Handelsblatt einen Artikel über die
aktuellen fünfundzwanzig Top-Jobs mit guter Bezahlung
und wenig Bewerberkonkurrenz gelesen. In der Liste
stand neben Entwicklungs- und Beratungsberufen ganz
selbstverständlich auch: Scrum Master.
Das zeigt, wie aktuell und relevant der Beitrag von Marc
mit diesem Buch ist. Ich wünsche Marc viel Erfolg mit
dem Buch und jedem Leser wunderbare Momente mit
seinen Scrum Teams auf dem Weg zu exzellenten und in-
novativen Produkten.
Mentos aka Dr. Jürgen Hoffmann
Information
Jürgen Hoffmann ist Gründungsmitglied und seit 2016
im Vorstand des ScrumAlliance DACH e.V.– der Rechts-
träger des Chapters der Scrum Alliance für Österreich,
Schweiz und Deutschland.
Einführung
14 | Einführung
Meine erste Berührung mit Scrum hatte ich im Jahr 2005.
Damals fing ein neuer Kollege neu bei meiner damaligen
Firma an und erzählte mir ganz begeistert von Scrum
und wie er es in seinem letzten Unternehmen angewen-
det hatte. Ich war sofort von dieser »neuen« Methode
angetan und wollte alles darüber wissen. Das erste Buch,
das ich dazu las, war »Agile Software Development with
Scrum« von Ken Schwaber und Mike Beedle (Schwaber/
Beedle 2001). In dem Buch lernte ich alle damaligen
Elemente und Rollen von Scrum kennen (2001 gab es in
Scrum zum Beispiel noch keine Retrospektiv). Vor allem
die Idee der selbstorganisierten Teams begeisterte mich
von Anfang an.
Schon zu meiner Zeit bei Volkswagen viel es mir schwer,
erfahrenen Entwicklern genau vorzukauen, was sie als
nächstes zu tun hatten. Ich kam damals frisch von der Uni
und hatte noch wenig eigene Erfahrung in der Software-
entwicklung gemacht. Für mich machte es mehr Sinn,
einen Rahmen vorzugeben und dann darauf zu vertrauen,
dass die Entwickler in meinem Team genau wissen, was
zu tun ist. Das funktionierte erstaunlich gut. Umso mehr
freute es mich, ähnliche Idee im Scrum Framework zu fin-
den. Kurz gesagt: Die Konzepte von Scrum fielen bei mir
auf fruchtbaren Boden. Ohne weiter darüber nachzuden-
ken, setzte ich die Konzepte in meinem damaligen Team
direkt um. Na ja, zumindest glaubte ich das. In meinen
ersten Sprint Plannings war es zum Beispiel immer noch
ich, der die einzelnen Arbeitspakete aus dem Backlog auf
die Entwickler verteilte. Erst bei meinem ersten Scrum
Master Training lernte ich, dass es nicht meine Aufgabe
als Scrum Master war. Natürlich war das nicht der letzte
Fehler, den ich in den darauffolgenden Jahren machte.
Aber wie sagt man so schön: »Learning by doing«.
In den nächsten Jahren las ich so ziemlich alles, was
zum Thema Scrum oder Agilität veröffentlicht wurde und
besuchte so viele agile Konferenzen wie ich nur konnte.
Im Jahr 2014 entschied ich dann, dass es jetzt Zeit wur-
de, selbst ein Buch zu dem Thema zu schreiben. Es wurde
ein Buch zu einem meiner Steckenpferde: Retrospekti-
ven (Löffler 2014).
Einführung | 15
Viele starten ihre agile Reise mit einem Scrum Master
Training bei der Scrum Alliance oder scrum.org und ver-
mutlich bist auch du zertifizierter Scrum Master oder
denkst darüber nach, einer zu werden. Ziel dieser Trai-
nings ist es, die Scrum Basics zu vermitteln, sodass du
am Ende in der Lage bist, mit deinem ersten Scrum Team
loszulegen. Zweifellos wird in diesen Trainings auch er-
klärt, was die Aufgaben eines Scrum Masters, einer Pro-
duct Ownerin oder der Entwickler ist. Am Ende bleibt die
Aufgabenbeschreibung eines Scrum Masters dann doch
sehr schwammig und unkonkret. Während sich jeder
vorstellen kann, was eine Entwicklerin den ganzen Tag
macht oder welche Aufgaben bei einem Product Owner
anfallen, ist das bei einem Scrum Master schon schwie-
riger. In der Regel hängen am Sprint Backlog keine Auf-
gaben für den Scrum Master und so fallen vor allem un-
erfahrene Scrum Master nach dem Sprint Planning erst
einmal in ein Loch. Man hat die ganzen Meetings mode-
riert und nachbereitet und jetzt? Hol ich den restlichen
Sprint Kaffee für das Team und sorge dafür, dass es allen
gut geht? Wie genau funktioniert das eigentlich mit dem
Selbstmanagement des Teams? Und wie genau mache ich
das mit der Einführung von Scrum in der restlichen Orga-
nisation? Und so weiter und so fort.
Viele fühlen sich in ihrer neuen Rolle erst einmal allein ge-
lassen. Bücher, die sich mit der Rolle des Scrum Masters
beschäftigen gibt es nur wenige. Vor ein paar Jahren gab
es mal eine berufsbegleitende Ausbildung zur Scrum Mas-
terin bei der Firma Emendare, die leider nur noch Inhouse
angeboten wird. Und genau hier setzt dieses Buch an. Es
nimmt dich an die Hand und hilft dir dabei, deinen eige-
nen Weg zu finden. Dabei fokussiert es sich auf die folgen-
den Punkte, die laut einer Umfrage meinerseits im Novem-
ber 2020, zu den Themen gehören, bei dem die meisten
Scrum Master sich mehr Unterstützung wünschen:
	
ƒ Wer bin ich als Scrum Master?
	
ƒ Wie arbeite ich mit Unternehmenskulturen?
	
ƒ Wie fördere ich das Selbstmanagement im Team?
	
ƒ Wie nutze ich das Potenzial jedes einzelnen
Teammitglieds?
16 | Einführung
	
ƒ Was bedeutet agile Führung für mich?
	
ƒ Wie überlebe ich in der Post-Corona-Welt?
Das Buch hat nicht den Anspruch alle Scrum Master The-
men abzudecken, sondern sich der Themen anzunehmen,
mit denen man in dieser Rolle am meisten zu kämpfen
hat. Die im Buch beschriebenen Vorgehensweisen sind
praxiserprobt und basieren auf meiner Arbeit als Scrum
Master sowie vielen Jahren als Coach und Mentor von
Scrum Mastern in den verschiedensten Firmen. Viele der
Inhalte kommen auch aus meinem Scrum Master Jour-
ney Onlineprogramm inklusive der großen Community
von Scrum Mastern im deutschsprachigen Raum (Scrum
Master Journey 2021).
Dieses Buch richtet sich an alle Scrum Master und die,
die es werden wollen. Es ist sicher auch für alle anderen
interessant, die sich in Unternehmen mit den Themen
Agilität und Scrum beschäftigen, wie zum Beispiel Agile
Coaches oder agile Führungskräfte.
Noch eine Anmerkung zum derzeit heiß diskutierten The-
ma »Gendern«. Ich habe in diesem Buch auf den Einsatz
von »*« oder »:« verzichtet und versucht, den Text mög-
lichst genderneutral zu schreiben, sodass sich möglichst
alle Menschen angesprochen fühlen. Das mag mir nicht
überall gelungen sein, aber ich hoffe, du siehst mir das
nach.
Wie du das Buch liest
Das Buch folgt keiner bestimmten Reihenfolge. Jedes
Kapitel steht für sich. Wenn dich ein Thema interessiert,
kannst du direkt in diesem Kapitel starten. Jedes Kapitel
enthält verschiedene Übungen, die dir dabei helfen sol-
len, das Gelernte in die Praxis zu überführen.
Und jetzt viel Spaß mit diesem Buch.
Brigachtal, November 2021
Wer bin ich
als Scrum Master?
1
18 | Wer bin ich als Scrum Master?
Ich kann mich noch gut an meinen ersten Job als Scrum
Master in einem Großkonzern erinnern. Eigentlich hat-
te ich eine ganz andere Aufgabe und sollte als externer
Mitarbeiter das Projekt dabei unterstützen, eine Soft-
ware für verteilte Installationen an den Start zu brin-
gen. Bei dieser Arbeit wurde ich allerdings auf ein Team
aufmerksam, das gerade mit Scrum gestartet war. Zu-
mindest dachten sie, dass das Scrum war. In Wirklichkeit
hatte das Vorgehen noch recht wenig mit Scrum zu tun.
Also bot ich dem damaligen Teamleiter an, dass ich das
Team als Scrum Master unterstützen könnte, um ihnen
zu zeigen, wie das mit Scrum tatsächlich funktioniert.
Er erbat sich ein paar Tage Bedenkzeit und gab mir nach
dem Wochenende das Go.
Und so stürzte ich mich in die Arbeit. Zuerst sorgte ich
dafür, dass alle Elemente von Scrum zum Einsatz kamen:
Sprint Planning, Dailys, Reviews und Retrospektiven.
Das Product Backlog haben wir über mehrere Wochen
mit Planning Poker einmal komplett durchgeschätzt, um
überhaupt eine Idee davon zu bekommen, wo wir stan-
den. Im Teamraum baute ich eine Pinnwand mit dem
Sprint Backlog auf, vor der wir uns zum Daily trafen. Für
einige Monate lief es echt gut, bis es immer zäher wurde.
Nachdem alle low hanging fruits geerntet waren, stie-
ßen wir an unsere Teamgrenzen.
Eigentlich war das Problem von Anfang an klar: Wir wa-
ren das einzige Team in einem recht großen Projekt,
das nach Scrum arbeitete. Alle anderen Teams liefen im
Wasserfall-Modus. Wir befanden uns in einer Situation,
die ich heute gerne »Guerilla Scrum« nenne. Das ist ein
bisschen so, als ob du eine schöne Blume in die Wüs-
te pflanzt. Das sieht für einen kurzen Moment gut aus,
aber schon nach kurzer Zeit geht die Blume ein. Ohne
ein unterstützendes System rund um das Scrum Team,
ist jede Scrum Implementation früher oder später zum
Scheitern verurteilt.
Damals konnte ich das aber noch nicht sehen. Ich rödel-
te und ackerte und versuchte alles, um Scrum und das
Thema Agilität auch über die Teamgrenzen hinaus zu
Wer bin ich als Scrum Master? | 19
etablieren. Ich stieß auf nickende Führungskräfte und
verständnisvolle Blicke, aber geändert hat sich am Ende
nichts. Der Einzige, der sich änderte, war ich. Ich be-
kam schlechte Laune, war demotiviert, schlief schlecht
und saß zum Schluss nur noch meine Zeit im Büro ab.
Ich trudelte in Richtung Burn-out und bat am Ende mei-
nen Chef, mich vom Projekt abzuziehen. Schon wenige
Monate später stürzte die ganze agile Pyramide, die ich
davor so mühsam aufrecht gehalten hatte, einfach ein.
Ich hatte meine ganze Energie komplett verschwendet.
Die Fragen, die ich mir damals viel zu spät gestellt hatte,
waren: Wer bin ich als Scrum Master? Wie möchte ich wir-
ken? Was ist mir wichtig? Was brauche ich unbedingt, um
einen guten Job zu machen? Was sind die Werte, die mir
besonders wichtig sind und die sich auch im Unterneh-
men spiegeln müssen? Was sind absolute No-Gos? Hätte
ich mich weniger in die Arbeit gestürzt und stattdessen
Antworten auf diese Frage schon damals parat gehabt,
wäre mir so einiges erspart geblieben. Du hast als Scrum
Master oder Scrum Masterin nur einen begrenzten Ener-
gievorrat und auch nur eine begrenzte Lebenszeit. Also
setze deine Energie dort ein, wo du das Gefühl hast,
einen Unterschied machen zu können. Dort, wo du das
Gefühlt hast, dass dein Arbeitsplatz mit dir und deiner
Person in Resonanz steht. Dort, wo du dich wohlfühlst
und gehört wirst. Und genau darum geht es in den
nächsten Kapiteln.
1.1	Was sind deine Werte?
Im gleichen Großkonzern wie oben, gab es mal eine In-
itiative, mit der man die neuen Werte im Unternehmen
kommuniziert hatte. Jetzt hing in jedem Büro ein Poster
im A1-Format auf dem Dinge wie Transparenz, Vertrau-
en oder Respekt standen. Viele dieser Plakate wurden
in den nächsten Wochen und Monaten »verschönert«
oder man machte sich darüber lustig. Ganz abgesehen
davon, dass diese Werte völlig austauschbar sind und
im besten Fall in jedem gesunden Unternehmen gelebt
werden, hatten diese Werte nichts mit der Realität im
20 | Wer bin ich als Scrum Master?
Unternehmen gemein. Tatsächlich war oft das genaue
Gegenteil der Fall. Der Arbeitsalltag war von Misstrauen,
Micromanagement und Intransparenz durchzogen. Zwi-
schen dem Management und den Teams gab es nahezu
keine Kommunikation. Man blieb lieber unter sich. Kurz
gesagt, die ganze Atmosphäre war vergiftet.
Natürlich macht es Sinn, so etwas zu verändern. Wer
träumt nicht davon, in einer Organisation zu arbeiten,
bei der gegenseitiges Vertrauen zur Normalität gehört?
Allerdings reicht es dazu nicht, ein paar Poster in den
Büros aufzuhängen. Es braucht weitaus mehr, um eine
Unternehmenskultur zu ändern (mehr dazu im zweiten
Kapitel).
Worauf ich hier hinaus will: Hast du dir schon einmal
über deine persönlichen Werte Gedanken gemacht? Ich
meine damit Dinge und Verhaltensweisen, die dir wichtig
sind. Wie passen deine Werte zu den gelebten Werten an
deinem Arbeitsplatz? Stehen diese in Resonanz mitein-
ander oder hast du deine Werte bisher immer zur Seite
geschoben und den Werten deines Unternehmens unter-
geordnet? Deine eigenen Werte zu ignorieren, kann für
kurze Zeit funktionieren. Auf Dauer wird ein solcher Weg
aber nicht funktionieren und er hat Folgen: Am Ende
führt das Zurückstellen der eigenen Werte und Bedürf-
nisse dazu, dass du dein volles Potenzial nie wirklich
ausleben kannst. Deshalb ist es wichtig, sich seiner eige-
nen Werte bewusst zu werden und sich zu überlegen, wie
du diese wieder mehr in den Vordergrund stellen kannst.
Warum solltest du seine Lebenszeit an einem Arbeitsort
verschwenden, wenn du bei einem anderen Arbeitgeber
wirklich etwas verändern kannst?
Man muss aber nicht immer sofort den Arbeitsplatz
wechseln. Oft reicht es schon aus, darüber zu reflek-
tieren, wie du deine eigenen Werte wieder mehr in den
Vordergrund stellen kannst. Dabei kann dir die folgende
Übung helfen.
 
Wer bin ich als Scrum Master? | 21
Abbildung 1: Wertewolke
22 | Wer bin ich als Scrum Master?
Werteübung
Folgende Übung soll dir dabei helfen, dir deiner Werte
bewusst zu werden. Du kannst dir dazu gerne die Wer-
tetabelle auf https://scrummasterjourney.de herunter-
laden oder die Werte in Abbildung 1 auf der vorherigen
Seite nutzen. Welche Werte sind dir wichtig und welcher
am wichtigsten?
Die Übung will dir helfen, dass du dir deiner Werte be-
wusst wirst. Bedenke, erst wenn du deine Werte benen-
nen kannst, hast du auch die Basis, sie aktiv in deine
Arbeit als Scrum Master zu integrieren. Wie bei allem
reicht es nicht, diese Übung ein einziges Mal zu machen.
Wiederhole die Übung regelmäßig und reflektiere darü-
ber, wie sich dein Verhalten über die Zeit ändert.
Übung: Was sind deine Werte?
1.	 Schaue dir die Werte in der Tabelle oder in Abbildung
1 an.
2.	 Wähle zwölf Werte aus der Liste aus, die dir besonders
wichtig sind.
3.	 Bringe die zwölf Werte in eine Reihenfolge von sehr
wichtig bis wichtig.
4.	 Definiere für jeden Wert, was er für dich bedeutet
und was diesen Wert ausmacht und inwieweit er deine
Arbeit beeinflusst.
5.	 Reflektiere über jeden Wert: Auf einer Skala von 1 bis
10, wie sehr lebst du diesen Wert aktuell?
6.	 Überlege dir für jeden Wert, wie du ihn auf den
nächsthöheren Wert bringen könntest, also zum
Beispiel von einer 6 auf eine 7.
7.	 Wiederhole diese Übung alle drei Monate und
reflektiere über die Veränderungen, die du bei dir
wahrnimmst.
Wer bin ich als Scrum Master? | 23
1.2	Was für ein Typ bist du?
Ich bin ein großer Fan von Persönlichkeitstests. Zum
einen erfährst du viel über dich selbst, aber sie sind auch
eine gute Basis, um sich weiterzuentwickeln. In meiner
Vergangenheit musste ich die Erfahrung machen, dass
eine Weiterentwicklung nach dem Gießkannenprinzip
selten zielführend ist. Man muss sich kennen, um die
passende Richtung einschlagen zu können. Natürlich
darf man nicht übersehen, dass die meisten Persön-
lichkeitstests nur eine ungefähre Richtung vorgeben
und sich das eigene Selbstbild auch vom tatsächlichen
Fremdbild unterscheiden kann. Wenn du allerdings re-
flektiert genug bist, sind die Ergebnisse oft ziemlich gut.
Als ich vor einigen Jahren den Stärken-Test von Gallup
gemacht habe, waren die Ergebnisse für mich ein rich-
tiger Augenöffner. Laut der Analyse waren meine Top-
5-Stärken:
1.	Tatkraft
2.	Kommunikationsfähigkeit
3.	Kontaktfreudigkeit
4.	Zukunftsorientierung
5.	Selbstbewusstsein
Als ich danach begonnen habe, mich auf diese Stärken
bewusst zu fokussieren, bemerkte ich, dass ich mich
endlich in die richtige Richtung entwickelte. Ich begann
meine Fortbildungen auf diese Stärken auszurichten,
was mich dort hingebracht hat, wo ich heute stehe. Al-
les, was ich heute beruflich mache, nutzt jede meiner
oben genannten Stärken aus. Als selbstständiger Trai-
ner, Coach und Keynote Speaker habe ich meine beruf-
liche Erfüllung, manche sagen Berufung, gefunden.
Warum ich das erwähne? Weil du das auch kannst! Es
ist wichtig, dass du deine Stärken kennenlernst, damit
du diese in deinem beruflichen Alltag nutzen kannst.
Außerdem kannst du dich viel fokussierter fortbilden
und verschwendest keine Zeit mehr in Fortbildungen,
24 | Wer bin ich als Scrum Master?
die dich gar nicht oder nur wenig weiterbringen. Die
Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten ist mittlerwei-
le so groß, dass man oft das Gefühl hat etwas zu verpas-
sen. Es gibt heute so unglaublich viele Angebote, davon
konnten unsere Vorfahren nur träumen. Und auch wenn
es noch so schön wäre: Du kannst nicht alles machen, du
musst dich fokussieren! Deine Stärken sind dein Nord-
stern, sie helfen dir, dich auf die richtigen Dinge zu kon-
zentrieren. Dinge, die zu dir passen und deine Stärken
zum Scheinen bringen. Nur so kannst du dein volles
Potenzial ausleben und ein erfülltes Berufsleben haben.
Spannend ist natürlich auch, welche deiner Stärken dich
in deinem Job als Scrum Master unterstützen.
Wie bereits erwähnt gehört die Stärkenanalyse nach
Clifton Strength von Gallup zu meinem Lieblingsper-
sönlichkeitstests. Außerdem bin ich ein großer Fan des
16-Personalities-Test, welcher auf dem Myers-Briggs
Type Indicator (MBTI) basiert. Während du für den Clif-
ton Stärketest zahlen musst, ist der 16-Personalities-
Test kostenlos (16 Personalities 2021).
Persönlichkeitstest
Für den Anfang reicht es, wenn du den kostenlosen Test
von 16 Personalities machst (wenn du ihn nicht schon
bereits gemacht hast). Aber nur den Test zu machen,
bringt dich natürlich noch nicht weiter. Ich erinnere
mich noch an die Psychotests in der Bravo. Ja, das hat
uns als Teenager Spaß gemacht, aber wirklich weiterge-
bracht hat es einen am Ende dann doch nicht. Am besten
gehst du wie folgt vor.
Wünschst du dir, deine Ideen verständlicher und auf den Punkt zu vermitteln? Du möchtest beim Arbeiten an Lösungsstrategien die
Potenziale aller Teilnehmer voll ausschöpfen? Oder du möchtest bei Vorträgen oder Präsentationen Inhalte so vermitteln, dass deine
Zuhörer den Informationsfluten nicht durch geistige Abwesenheit trotzen? Dann ist dieses Buch die Lösung, denn ein Bild sagt mehr als
tausend Worte.
Das gilt für die immer komplexer werdende Welt mehr denn je. Wer das Visualisieren beherrscht, findet schnell eine gemeinsame Ebene
und einen gemeinsamen Zugang, der nicht durch Worte verdeckt ist.
Du kannst gar nicht zeichnen? Du hast kein Talent? Falsch! Mit diesem Buch wirst du den Zeichner in dir entdecken. Nutze die
Visualisierung, um nachhaltiger zu erklären und als ganz neue Ressource bei der Ideenentwicklung. Der Cartoonpreisträger und
Visualisierungsexperte Malte von Tiesenhausen inspiriert dich in diesem Buch, selbst den Stift in die Hand zu nehmen und ihn nicht
wieder loszulassen. In unterhaltsamer und aufgelockerter Art und Weise stellt er Methoden und Techniken vor, wie du selbst die Kraft der
Bilder nutzt und deinen Fokus auf die Welt erweiterst.
www.BusinessVillage.de
Malte von Tiesenhausen
ad hoc visualisieren
denken sichtbar machen
4. Auflage 2020
192 Seiten; 24,80 Euro
ISBN 978-3-86980-298-5; Art.-Nr.: 930
ad hoc visualisieren
Manche Präsentationen sind großartig – die meisten jedoch leider einfallslos, langweilig und ohne klare Message. Obwohl sie mit großem
Aufwand erstellt wurden, verfehlen sie die gewünschte Wirkung und verschwinden sang- und klanglos – als ob es sie nie gegeben hätte.
Warum ist das so? Was macht eine wirklich gute Präsentation aus? Und wie machen wir es besser?
Antworten darauf liefert Daisers neues Buch. Der Professor und Berater räumt mit dem Irrglauben auf, dass Präsentationen vollständige
Informationsunterlagen sein müssen und nur wunderschön gestylte Folien enthalten dürfen, die Emotionen transportieren. Er beschreitet
einen anderen Weg. Mit seiner einfachen, systematischen und praxiserprobten Vorgehensweise lassen sich zügig inhaltlich und visuell
überzeugende Präsentationen gestalten – selbst zu komplexen Sachverhalten. In diesem Playbook steckt das geballte Erfahrungswissen
für schlanke Präsentationen, die begeistern
www.BusinessVillage.de
Peter Daiser
LEAN PRESENTATION
Das Playbook für schlanke Präsentationen
1. Auflage 2019
246 Seiten; 24,95 Euro
ISBN 978-3-86980-446-0; Art.-Nr.: 1065
Lean Presentation
Die Unternehmenskultur ist die größte Herausforderung und größter Stellhebel zugleich, wenn es darum geht, eine agile Organisation
zu formen. Wie aber lässt sich das Konzept Organisationskultur auf handlungsrelevanter Ebene greifbar machen? Was macht eine agile
Kultur aus? Was sind ihre Elemente? Wie formt und entwickelt sich diese Kultur? Wo sind die Ansatzpunkte und wo liegen Fallstricke? Was
funktioniert in der Praxis wirklich?
Pucketts Buch liefert Antworten auf diese Fragen und zeigt, wie sich die Unternehmenskultur gestalten und formen lässt. Dabei taucht
es in die Organisationspsychologie ein und übersetzt die Erkenntnisse in praktische Handlungsempfehlungen. Auf Basis von Analysen
agiler Organisationen und solcher in Transformation, wird der Code agiler Unternehmenskultur entschlüsselt. Die Kernelemente agiler
Organisationskulturen werden definiert und anhand von Beispielen anschaulich beschrieben. Das Buch ist gefüllt mit Kultur-Hacks,
praxiserprobten Tipps, Werkzeugen und Methoden.
Puckett gelingt ein völlig neuer Blick auf den Begriff Organisationskultur. Denn es liegt in unseren Händen, die Kultur zu formen: Als
Einzelne, als Team, als Führungskraft. Wir sind Unternehmenskultur! Dieses Playbook lädt zum Experimentieren und Gestalten ein und
zeigt anschaulich, wie Organisationen der agile Wandel gelingt.
www.BusinessVillage.de
Stefanie Puckett
Der Code agiler Organisationen
Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur
1. Auflage 2020
252 Seiten; 24,95 Euro
ISBN 978-3-86980-482-8; Art.-Nr.: 1081
Der Code agiler Organisationen
Die Digitalisierung hat schon viele Branchen umgekrempelt, manche sogar vernichtet. Und sie wird nicht als Hype vorüberziehen. Vielmehr
wird sie eher noch schneller, noch radikaler unser Leben verändern. Denn das, was wir bisher erlebt haben, war erst der Anfang.
Aber wie bereitet man sich auf die bevorstehenden Umbrüche vor? Wie setzt man die digitale Transformation im Unternehmen in Gang?
Welche Werkzeuge sind für die digitale Transformation hilfreich? Wie steuert man diese Transformation? Und vor allem: Was bedeutet
digitale Transformation wirklich?
Das neue Buch von Prof. Lotter gibt Antworten auf genau diese Fragen. Es liefert 33 fundamentale Prinzipien und Tools, mit denen sich
die digitale Transformation gestalten lässt. Mit diesem Playbook lassen sich zukunftsrelevante Fähigkeiten identifizieren und die eigene
Roadmap zur digitalen Transformation entwickeln. Denn erst wer die Mechanismen der digitalen Transformation verstanden hat, kann sie
gestalten.
www.BusinessVillage.de
Dennis Lotter
Digital Transformation Design
33 Prinzipien, wie Sie Organisationen ins intelligente
Zeitalter führen
1. Auflage 2019
328 Seiten; 24,95 Euro
ISBN 978-3-86980-458-3; Art.-Nr.: 1057
Digital Transformation Design

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Die Scrum Master Journey

  • 1. So bringst du dein agiles Team auf die nächste Stufe BusinessVillage Marc Löffler L e s e p r o b e
  • 2. BusinessVillage Für meine Eltern Heidi und Reinhard Löffler, die mich schon mein ganzes Leben unterstützen. Danke!
  • 3.
  • 4. BusinessVillage So bringst du dein agiles Team auf die nächste Stufe Marc Löffler Die scrum master journey
  • 5. Marc Löffler Die Scrum Master Journey So bringst du dein agiles Team auf die nächste Stufe 1. Auflage 2022 ©BusinessVillage GmbH, Göttingen Bestellnummern ISBN 978-3-86980-626-6 (Druckausgabe) ISBN 978-3-86980-627-3 (E-Book, pdf) ISBN 978-3-86980-628-0 (E-Book, epub) Direktbezug www.BusinessVillage.de/bl/1135 Bezugs- und Verlagsanschrift BusinessVillage GmbH Reinhäuser Landstraße 22 37083 Göttingen Telefon: +49 (0)5 51 20 99-1 00 Fax: +49 (0)5 51 20 99-1 05 E–Mail: info@businessvillage.de Web: www.businessvillage.de Layout und Satz | Sabine Kempke Autorenfoto | Johannes Feederle Firma Emendare Foto Dr. Jürgen Hoffmann | Firma Emendare Druck und Bindung | www.booksfactory.de Copyrightvermerk Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Alle in diesem Buch enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von dem Autor nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie des Verlages. Er übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.
  • 6. Inhalt Über den Autor ................................................................................................................................. 7 Das Downloadangebot zum Buch ......................................................................................................... 8 Vorwort ........................................................................................................................................... 9 Einführung .................................................................................................................................... 13 1. Wer bin ich als Scrum Master? ....................................................................................................... 17 1.1 Was sind deine Werte?.................................................................................................................. 19 1.2 Was für ein Typ bist du?................................................................................................................. 23 1.3 Scrum Master Kompetenzen........................................................................................................... 25 1.4 Veränderungen initiieren.............................................................................................................. 37 1.5 Tools zur Reflexion ...................................................................................................................... 49 2. Tools, um Unternehmenskulturen zu verstehen und zu verändern ....................................................... 55 2.1 Business Culture Design................................................................................................................ 59 2.2 Arbeiten mit Glaubenssätzen ......................................................................................................... 67 2.3 Gewohnheiten............................................................................................................................ 70 2.4 PASSION Modell .......................................................................................................................... 76 2.5 Circle of Influence....................................................................................................................... 84 3. So holst du alle ins Boot ............................................................................................................... 89 3.1 Richtig zuhören .......................................................................................................................... 91 3.2 Powerful Questions ...................................................................................................................... 94 3.3 Empathie .................................................................................................................................. 95 3.4 Umgang mit Widerständen............................................................................................................ 98 3.5 Reflexionsprozess verbessern ....................................................................................................... 109
  • 7. 4. Selbstmanagement der Teammitglieder fördern ...............................................................................119 4.1 Das Goldfisch Problem................................................................................................................. 120 4.2 Selbstmanagement .................................................................................................................... 124 4.3 Psychologische Sicherheit ........................................................................................................... 125 4.4 Vision...................................................................................................................................... 136 4.5 Fokus....................................................................................................................................... 144 4.6 Lernumgebungen schaffen........................................................................................................... 148 4.7 Weitere Tools für das Selbstmanagement......................................................................................... 150 5. Agile Leadership für Scrum Master ................................................................................................ 163 5.1 Was ist agile Führung .................................................................................................................. 165 5.2 Agile Führungsprinzipien............................................................................................................. 168 5.3 Agile Führungskompetenzen......................................................................................................... 173 5.4 Effectuation ............................................................................................................................. 177 5.5 Cynefin.................................................................................................................................... 180 5.6 SCARF Modell ........................................................................................................................... 184 5.7 Der Werkzeugkasten der agilen Führung ......................................................................................... 188 5.8 Agile Führung als Scrum Master ................................................................................................... 196 6. Überleben im hybriden Umfeld ..................................................................................................... 199 6.1 Allgemeine Tipps und Tricks ......................................................................................................... 202 6.2 Gute Remote Retrospektiven ........................................................................................................ 215 7. Mach dich auf den Weg................................................................................................................. 221 Danksagungen............................................................................................................................... 223 Literaturquellen und Links .............................................................................................................. 226
  • 8. Über den Autor | 7 Über den Autor Marc Löffler ist selbstständiger Autor, Keynote Speaker und Scrum-Master-Flüsterer. Seine Leidenschaft ist es Scrum Master auf ihrer agilen Reise zu begleiten. Bevor er im Jahr 2005 mit agilen Methoden in Berührung ge- kommen ist, hat er als zertifizierter Senior Projektma- nager (IPMA) bei Firmen wie Volkswagen, Siemens und EADS gearbeitet. Mit Begeisterung hilft er Unternehmen dabei, agile Werte zu verstehen und zu leben. Er liebt es, neue Einsichten zu generieren, und unterstützt Teams dabei, Probleme aus anderen Blickwinkeln zu betrach- ten. Zudem er ist der festen Meinung, dass wir mehr her- vorragende Scrum Master brauchen. Kontakt E-Mail: marc@marcloeffler.eu Web: https://marcloeffler.eu
  • 9. 8 | Das Downloadangebot zum Buch Das Downloadangebot zum Buch Jedes Kapitel in diesem Buch enthält verschiedene Übungen, die dir dabei helfen sollen, das Gelernte in die Praxis zu überführen. Damit das noch leichter für dich wird, gibt es digitales Zusatzmaterial zum Buch. Zum Zeitpunkt des Erscheinens werden folgende Tools zur Verfügung gestellt: 1. Fragebogen zur Analyse der bestehenden Unternehmenskultur 2. Wissenslandkarte Scrum Master Journey 3. Werteübung 4. Wertetabelle 5. Selbstanalyse Scrum Master Kompetenzen 6. Arbeitstool Veränderungsfelder bestimmen 7. Das Passion-Modell: Wie agil ist deine Organisation 8. Vorlage Passion-Radar zum Passion-Modell 9. Produkt Vision Template 10. Podcastfolgen Zusätzlich kannst du dich ausdrücklich auch auf https://scrummasterjourney.de umschauen und auch dort weitere Vorlagen herunter- laden. Bei Fragen kannst du dich jederzeit an marc@marcloeffler.eu wenden. Das Downloadangebot des Verlages zum Buch https://www.businessvillage.de/ scrum-master-journey- downloadmaterial/dl-1135.html
  • 11. 10 | Vorwort Ich kenne Marc, seit wir uns beim Agile Coach Camp Ger- many 2010 intensiv begegnet sind. Wir teilen die Be- geisterung für gut ausgebildete Scrum Master. Bei Marc führte das zu seinem Ausbildungsprogramm »Scrum Master Journey« und zu diesem Buch – das als Referenz und Impulsgeber in die Hände eines jeden Scrum Mas- ters gehört. Seit den ersten Scrum Trainings, die ich geben durf- te, schlägt mein Herz für eine gute Scrum Master Aus- bildung. Sie eröffnet neue Perspektiven und Hand- lungsmöglichkeiten. Nachdem ich das Konzept der fünf Schritte einer Retrospektive von Esther Derby und Diana Larsen kennengelernt hatte, katapultierte dies meine Wirksamkeit auf ein neues Level. Viele Teams und ande- re Scrum Master durften davon profitieren. Ein Samen- korn, eine große Ernte. Dieses Buch versammelt eine wunderbare Kollektion von Samenkörnern. Ich bin sehr gespannt auf die Wirkung, die sie entfalten werden. In der Agilen Community gibt es einen Konsens, dass Produktentwicklung inkrementell gestaltet werden muss. Für Ausbildung gilt das identisch auch. Insofern ist der Weg zum Scrum Master nicht mit einem einzigen Training zu schaffen. Die »Scrum Master Journey« trägt dieses inkrementelle Konzept des Lernens schon im Na- men. Marc trifft sich regelmäßig mit seiner Scrum Mas- ter Community, um den nächsten Schritt auf dieser Reise gemeinsam zu tun. Auch die Scrum Alliance hat das erkannt und trägt dem mit dem »Path2CSP« Rechnung: Dem Pfad zum Certified Scrum Professional – Scrum Master. Eine Lernreise über
  • 12. Vorwort | 11 einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren echter Be- rufserfahrung als Scrum Master gekoppelt mit überprüf- baren Lernzielen. Heute habe ich im Handelsblatt einen Artikel über die aktuellen fünfundzwanzig Top-Jobs mit guter Bezahlung und wenig Bewerberkonkurrenz gelesen. In der Liste stand neben Entwicklungs- und Beratungsberufen ganz selbstverständlich auch: Scrum Master. Das zeigt, wie aktuell und relevant der Beitrag von Marc mit diesem Buch ist. Ich wünsche Marc viel Erfolg mit dem Buch und jedem Leser wunderbare Momente mit seinen Scrum Teams auf dem Weg zu exzellenten und in- novativen Produkten. Mentos aka Dr. Jürgen Hoffmann Information Jürgen Hoffmann ist Gründungsmitglied und seit 2016 im Vorstand des ScrumAlliance DACH e.V.– der Rechts- träger des Chapters der Scrum Alliance für Österreich, Schweiz und Deutschland.
  • 13.
  • 15. 14 | Einführung Meine erste Berührung mit Scrum hatte ich im Jahr 2005. Damals fing ein neuer Kollege neu bei meiner damaligen Firma an und erzählte mir ganz begeistert von Scrum und wie er es in seinem letzten Unternehmen angewen- det hatte. Ich war sofort von dieser »neuen« Methode angetan und wollte alles darüber wissen. Das erste Buch, das ich dazu las, war »Agile Software Development with Scrum« von Ken Schwaber und Mike Beedle (Schwaber/ Beedle 2001). In dem Buch lernte ich alle damaligen Elemente und Rollen von Scrum kennen (2001 gab es in Scrum zum Beispiel noch keine Retrospektiv). Vor allem die Idee der selbstorganisierten Teams begeisterte mich von Anfang an. Schon zu meiner Zeit bei Volkswagen viel es mir schwer, erfahrenen Entwicklern genau vorzukauen, was sie als nächstes zu tun hatten. Ich kam damals frisch von der Uni und hatte noch wenig eigene Erfahrung in der Software- entwicklung gemacht. Für mich machte es mehr Sinn, einen Rahmen vorzugeben und dann darauf zu vertrauen, dass die Entwickler in meinem Team genau wissen, was zu tun ist. Das funktionierte erstaunlich gut. Umso mehr freute es mich, ähnliche Idee im Scrum Framework zu fin- den. Kurz gesagt: Die Konzepte von Scrum fielen bei mir auf fruchtbaren Boden. Ohne weiter darüber nachzuden- ken, setzte ich die Konzepte in meinem damaligen Team direkt um. Na ja, zumindest glaubte ich das. In meinen ersten Sprint Plannings war es zum Beispiel immer noch ich, der die einzelnen Arbeitspakete aus dem Backlog auf die Entwickler verteilte. Erst bei meinem ersten Scrum Master Training lernte ich, dass es nicht meine Aufgabe als Scrum Master war. Natürlich war das nicht der letzte Fehler, den ich in den darauffolgenden Jahren machte. Aber wie sagt man so schön: »Learning by doing«. In den nächsten Jahren las ich so ziemlich alles, was zum Thema Scrum oder Agilität veröffentlicht wurde und besuchte so viele agile Konferenzen wie ich nur konnte. Im Jahr 2014 entschied ich dann, dass es jetzt Zeit wur- de, selbst ein Buch zu dem Thema zu schreiben. Es wurde ein Buch zu einem meiner Steckenpferde: Retrospekti- ven (Löffler 2014).
  • 16. Einführung | 15 Viele starten ihre agile Reise mit einem Scrum Master Training bei der Scrum Alliance oder scrum.org und ver- mutlich bist auch du zertifizierter Scrum Master oder denkst darüber nach, einer zu werden. Ziel dieser Trai- nings ist es, die Scrum Basics zu vermitteln, sodass du am Ende in der Lage bist, mit deinem ersten Scrum Team loszulegen. Zweifellos wird in diesen Trainings auch er- klärt, was die Aufgaben eines Scrum Masters, einer Pro- duct Ownerin oder der Entwickler ist. Am Ende bleibt die Aufgabenbeschreibung eines Scrum Masters dann doch sehr schwammig und unkonkret. Während sich jeder vorstellen kann, was eine Entwicklerin den ganzen Tag macht oder welche Aufgaben bei einem Product Owner anfallen, ist das bei einem Scrum Master schon schwie- riger. In der Regel hängen am Sprint Backlog keine Auf- gaben für den Scrum Master und so fallen vor allem un- erfahrene Scrum Master nach dem Sprint Planning erst einmal in ein Loch. Man hat die ganzen Meetings mode- riert und nachbereitet und jetzt? Hol ich den restlichen Sprint Kaffee für das Team und sorge dafür, dass es allen gut geht? Wie genau funktioniert das eigentlich mit dem Selbstmanagement des Teams? Und wie genau mache ich das mit der Einführung von Scrum in der restlichen Orga- nisation? Und so weiter und so fort. Viele fühlen sich in ihrer neuen Rolle erst einmal allein ge- lassen. Bücher, die sich mit der Rolle des Scrum Masters beschäftigen gibt es nur wenige. Vor ein paar Jahren gab es mal eine berufsbegleitende Ausbildung zur Scrum Mas- terin bei der Firma Emendare, die leider nur noch Inhouse angeboten wird. Und genau hier setzt dieses Buch an. Es nimmt dich an die Hand und hilft dir dabei, deinen eige- nen Weg zu finden. Dabei fokussiert es sich auf die folgen- den Punkte, die laut einer Umfrage meinerseits im Novem- ber 2020, zu den Themen gehören, bei dem die meisten Scrum Master sich mehr Unterstützung wünschen: ƒ Wer bin ich als Scrum Master? ƒ Wie arbeite ich mit Unternehmenskulturen? ƒ Wie fördere ich das Selbstmanagement im Team? ƒ Wie nutze ich das Potenzial jedes einzelnen Teammitglieds?
  • 17. 16 | Einführung ƒ Was bedeutet agile Führung für mich? ƒ Wie überlebe ich in der Post-Corona-Welt? Das Buch hat nicht den Anspruch alle Scrum Master The- men abzudecken, sondern sich der Themen anzunehmen, mit denen man in dieser Rolle am meisten zu kämpfen hat. Die im Buch beschriebenen Vorgehensweisen sind praxiserprobt und basieren auf meiner Arbeit als Scrum Master sowie vielen Jahren als Coach und Mentor von Scrum Mastern in den verschiedensten Firmen. Viele der Inhalte kommen auch aus meinem Scrum Master Jour- ney Onlineprogramm inklusive der großen Community von Scrum Mastern im deutschsprachigen Raum (Scrum Master Journey 2021). Dieses Buch richtet sich an alle Scrum Master und die, die es werden wollen. Es ist sicher auch für alle anderen interessant, die sich in Unternehmen mit den Themen Agilität und Scrum beschäftigen, wie zum Beispiel Agile Coaches oder agile Führungskräfte. Noch eine Anmerkung zum derzeit heiß diskutierten The- ma »Gendern«. Ich habe in diesem Buch auf den Einsatz von »*« oder »:« verzichtet und versucht, den Text mög- lichst genderneutral zu schreiben, sodass sich möglichst alle Menschen angesprochen fühlen. Das mag mir nicht überall gelungen sein, aber ich hoffe, du siehst mir das nach. Wie du das Buch liest Das Buch folgt keiner bestimmten Reihenfolge. Jedes Kapitel steht für sich. Wenn dich ein Thema interessiert, kannst du direkt in diesem Kapitel starten. Jedes Kapitel enthält verschiedene Übungen, die dir dabei helfen sol- len, das Gelernte in die Praxis zu überführen. Und jetzt viel Spaß mit diesem Buch. Brigachtal, November 2021
  • 18. Wer bin ich als Scrum Master? 1
  • 19. 18 | Wer bin ich als Scrum Master? Ich kann mich noch gut an meinen ersten Job als Scrum Master in einem Großkonzern erinnern. Eigentlich hat- te ich eine ganz andere Aufgabe und sollte als externer Mitarbeiter das Projekt dabei unterstützen, eine Soft- ware für verteilte Installationen an den Start zu brin- gen. Bei dieser Arbeit wurde ich allerdings auf ein Team aufmerksam, das gerade mit Scrum gestartet war. Zu- mindest dachten sie, dass das Scrum war. In Wirklichkeit hatte das Vorgehen noch recht wenig mit Scrum zu tun. Also bot ich dem damaligen Teamleiter an, dass ich das Team als Scrum Master unterstützen könnte, um ihnen zu zeigen, wie das mit Scrum tatsächlich funktioniert. Er erbat sich ein paar Tage Bedenkzeit und gab mir nach dem Wochenende das Go. Und so stürzte ich mich in die Arbeit. Zuerst sorgte ich dafür, dass alle Elemente von Scrum zum Einsatz kamen: Sprint Planning, Dailys, Reviews und Retrospektiven. Das Product Backlog haben wir über mehrere Wochen mit Planning Poker einmal komplett durchgeschätzt, um überhaupt eine Idee davon zu bekommen, wo wir stan- den. Im Teamraum baute ich eine Pinnwand mit dem Sprint Backlog auf, vor der wir uns zum Daily trafen. Für einige Monate lief es echt gut, bis es immer zäher wurde. Nachdem alle low hanging fruits geerntet waren, stie- ßen wir an unsere Teamgrenzen. Eigentlich war das Problem von Anfang an klar: Wir wa- ren das einzige Team in einem recht großen Projekt, das nach Scrum arbeitete. Alle anderen Teams liefen im Wasserfall-Modus. Wir befanden uns in einer Situation, die ich heute gerne »Guerilla Scrum« nenne. Das ist ein bisschen so, als ob du eine schöne Blume in die Wüs- te pflanzt. Das sieht für einen kurzen Moment gut aus, aber schon nach kurzer Zeit geht die Blume ein. Ohne ein unterstützendes System rund um das Scrum Team, ist jede Scrum Implementation früher oder später zum Scheitern verurteilt. Damals konnte ich das aber noch nicht sehen. Ich rödel- te und ackerte und versuchte alles, um Scrum und das Thema Agilität auch über die Teamgrenzen hinaus zu
  • 20. Wer bin ich als Scrum Master? | 19 etablieren. Ich stieß auf nickende Führungskräfte und verständnisvolle Blicke, aber geändert hat sich am Ende nichts. Der Einzige, der sich änderte, war ich. Ich be- kam schlechte Laune, war demotiviert, schlief schlecht und saß zum Schluss nur noch meine Zeit im Büro ab. Ich trudelte in Richtung Burn-out und bat am Ende mei- nen Chef, mich vom Projekt abzuziehen. Schon wenige Monate später stürzte die ganze agile Pyramide, die ich davor so mühsam aufrecht gehalten hatte, einfach ein. Ich hatte meine ganze Energie komplett verschwendet. Die Fragen, die ich mir damals viel zu spät gestellt hatte, waren: Wer bin ich als Scrum Master? Wie möchte ich wir- ken? Was ist mir wichtig? Was brauche ich unbedingt, um einen guten Job zu machen? Was sind die Werte, die mir besonders wichtig sind und die sich auch im Unterneh- men spiegeln müssen? Was sind absolute No-Gos? Hätte ich mich weniger in die Arbeit gestürzt und stattdessen Antworten auf diese Frage schon damals parat gehabt, wäre mir so einiges erspart geblieben. Du hast als Scrum Master oder Scrum Masterin nur einen begrenzten Ener- gievorrat und auch nur eine begrenzte Lebenszeit. Also setze deine Energie dort ein, wo du das Gefühl hast, einen Unterschied machen zu können. Dort, wo du das Gefühlt hast, dass dein Arbeitsplatz mit dir und deiner Person in Resonanz steht. Dort, wo du dich wohlfühlst und gehört wirst. Und genau darum geht es in den nächsten Kapiteln. 1.1 Was sind deine Werte? Im gleichen Großkonzern wie oben, gab es mal eine In- itiative, mit der man die neuen Werte im Unternehmen kommuniziert hatte. Jetzt hing in jedem Büro ein Poster im A1-Format auf dem Dinge wie Transparenz, Vertrau- en oder Respekt standen. Viele dieser Plakate wurden in den nächsten Wochen und Monaten »verschönert« oder man machte sich darüber lustig. Ganz abgesehen davon, dass diese Werte völlig austauschbar sind und im besten Fall in jedem gesunden Unternehmen gelebt werden, hatten diese Werte nichts mit der Realität im
  • 21. 20 | Wer bin ich als Scrum Master? Unternehmen gemein. Tatsächlich war oft das genaue Gegenteil der Fall. Der Arbeitsalltag war von Misstrauen, Micromanagement und Intransparenz durchzogen. Zwi- schen dem Management und den Teams gab es nahezu keine Kommunikation. Man blieb lieber unter sich. Kurz gesagt, die ganze Atmosphäre war vergiftet. Natürlich macht es Sinn, so etwas zu verändern. Wer träumt nicht davon, in einer Organisation zu arbeiten, bei der gegenseitiges Vertrauen zur Normalität gehört? Allerdings reicht es dazu nicht, ein paar Poster in den Büros aufzuhängen. Es braucht weitaus mehr, um eine Unternehmenskultur zu ändern (mehr dazu im zweiten Kapitel). Worauf ich hier hinaus will: Hast du dir schon einmal über deine persönlichen Werte Gedanken gemacht? Ich meine damit Dinge und Verhaltensweisen, die dir wichtig sind. Wie passen deine Werte zu den gelebten Werten an deinem Arbeitsplatz? Stehen diese in Resonanz mitein- ander oder hast du deine Werte bisher immer zur Seite geschoben und den Werten deines Unternehmens unter- geordnet? Deine eigenen Werte zu ignorieren, kann für kurze Zeit funktionieren. Auf Dauer wird ein solcher Weg aber nicht funktionieren und er hat Folgen: Am Ende führt das Zurückstellen der eigenen Werte und Bedürf- nisse dazu, dass du dein volles Potenzial nie wirklich ausleben kannst. Deshalb ist es wichtig, sich seiner eige- nen Werte bewusst zu werden und sich zu überlegen, wie du diese wieder mehr in den Vordergrund stellen kannst. Warum solltest du seine Lebenszeit an einem Arbeitsort verschwenden, wenn du bei einem anderen Arbeitgeber wirklich etwas verändern kannst? Man muss aber nicht immer sofort den Arbeitsplatz wechseln. Oft reicht es schon aus, darüber zu reflek- tieren, wie du deine eigenen Werte wieder mehr in den Vordergrund stellen kannst. Dabei kann dir die folgende Übung helfen.  
  • 22. Wer bin ich als Scrum Master? | 21 Abbildung 1: Wertewolke
  • 23. 22 | Wer bin ich als Scrum Master? Werteübung Folgende Übung soll dir dabei helfen, dir deiner Werte bewusst zu werden. Du kannst dir dazu gerne die Wer- tetabelle auf https://scrummasterjourney.de herunter- laden oder die Werte in Abbildung 1 auf der vorherigen Seite nutzen. Welche Werte sind dir wichtig und welcher am wichtigsten? Die Übung will dir helfen, dass du dir deiner Werte be- wusst wirst. Bedenke, erst wenn du deine Werte benen- nen kannst, hast du auch die Basis, sie aktiv in deine Arbeit als Scrum Master zu integrieren. Wie bei allem reicht es nicht, diese Übung ein einziges Mal zu machen. Wiederhole die Übung regelmäßig und reflektiere darü- ber, wie sich dein Verhalten über die Zeit ändert. Übung: Was sind deine Werte? 1. Schaue dir die Werte in der Tabelle oder in Abbildung 1 an. 2. Wähle zwölf Werte aus der Liste aus, die dir besonders wichtig sind. 3. Bringe die zwölf Werte in eine Reihenfolge von sehr wichtig bis wichtig. 4. Definiere für jeden Wert, was er für dich bedeutet und was diesen Wert ausmacht und inwieweit er deine Arbeit beeinflusst. 5. Reflektiere über jeden Wert: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr lebst du diesen Wert aktuell? 6. Überlege dir für jeden Wert, wie du ihn auf den nächsthöheren Wert bringen könntest, also zum Beispiel von einer 6 auf eine 7. 7. Wiederhole diese Übung alle drei Monate und reflektiere über die Veränderungen, die du bei dir wahrnimmst.
  • 24. Wer bin ich als Scrum Master? | 23 1.2 Was für ein Typ bist du? Ich bin ein großer Fan von Persönlichkeitstests. Zum einen erfährst du viel über dich selbst, aber sie sind auch eine gute Basis, um sich weiterzuentwickeln. In meiner Vergangenheit musste ich die Erfahrung machen, dass eine Weiterentwicklung nach dem Gießkannenprinzip selten zielführend ist. Man muss sich kennen, um die passende Richtung einschlagen zu können. Natürlich darf man nicht übersehen, dass die meisten Persön- lichkeitstests nur eine ungefähre Richtung vorgeben und sich das eigene Selbstbild auch vom tatsächlichen Fremdbild unterscheiden kann. Wenn du allerdings re- flektiert genug bist, sind die Ergebnisse oft ziemlich gut. Als ich vor einigen Jahren den Stärken-Test von Gallup gemacht habe, waren die Ergebnisse für mich ein rich- tiger Augenöffner. Laut der Analyse waren meine Top- 5-Stärken: 1. Tatkraft 2. Kommunikationsfähigkeit 3. Kontaktfreudigkeit 4. Zukunftsorientierung 5. Selbstbewusstsein Als ich danach begonnen habe, mich auf diese Stärken bewusst zu fokussieren, bemerkte ich, dass ich mich endlich in die richtige Richtung entwickelte. Ich begann meine Fortbildungen auf diese Stärken auszurichten, was mich dort hingebracht hat, wo ich heute stehe. Al- les, was ich heute beruflich mache, nutzt jede meiner oben genannten Stärken aus. Als selbstständiger Trai- ner, Coach und Keynote Speaker habe ich meine beruf- liche Erfüllung, manche sagen Berufung, gefunden. Warum ich das erwähne? Weil du das auch kannst! Es ist wichtig, dass du deine Stärken kennenlernst, damit du diese in deinem beruflichen Alltag nutzen kannst. Außerdem kannst du dich viel fokussierter fortbilden und verschwendest keine Zeit mehr in Fortbildungen,
  • 25. 24 | Wer bin ich als Scrum Master? die dich gar nicht oder nur wenig weiterbringen. Die Auswahl an Weiterbildungsmöglichkeiten ist mittlerwei- le so groß, dass man oft das Gefühl hat etwas zu verpas- sen. Es gibt heute so unglaublich viele Angebote, davon konnten unsere Vorfahren nur träumen. Und auch wenn es noch so schön wäre: Du kannst nicht alles machen, du musst dich fokussieren! Deine Stärken sind dein Nord- stern, sie helfen dir, dich auf die richtigen Dinge zu kon- zentrieren. Dinge, die zu dir passen und deine Stärken zum Scheinen bringen. Nur so kannst du dein volles Potenzial ausleben und ein erfülltes Berufsleben haben. Spannend ist natürlich auch, welche deiner Stärken dich in deinem Job als Scrum Master unterstützen. Wie bereits erwähnt gehört die Stärkenanalyse nach Clifton Strength von Gallup zu meinem Lieblingsper- sönlichkeitstests. Außerdem bin ich ein großer Fan des 16-Personalities-Test, welcher auf dem Myers-Briggs Type Indicator (MBTI) basiert. Während du für den Clif- ton Stärketest zahlen musst, ist der 16-Personalities- Test kostenlos (16 Personalities 2021). Persönlichkeitstest Für den Anfang reicht es, wenn du den kostenlosen Test von 16 Personalities machst (wenn du ihn nicht schon bereits gemacht hast). Aber nur den Test zu machen, bringt dich natürlich noch nicht weiter. Ich erinnere mich noch an die Psychotests in der Bravo. Ja, das hat uns als Teenager Spaß gemacht, aber wirklich weiterge- bracht hat es einen am Ende dann doch nicht. Am besten gehst du wie folgt vor.
  • 26. Wünschst du dir, deine Ideen verständlicher und auf den Punkt zu vermitteln? Du möchtest beim Arbeiten an Lösungsstrategien die Potenziale aller Teilnehmer voll ausschöpfen? Oder du möchtest bei Vorträgen oder Präsentationen Inhalte so vermitteln, dass deine Zuhörer den Informationsfluten nicht durch geistige Abwesenheit trotzen? Dann ist dieses Buch die Lösung, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Das gilt für die immer komplexer werdende Welt mehr denn je. Wer das Visualisieren beherrscht, findet schnell eine gemeinsame Ebene und einen gemeinsamen Zugang, der nicht durch Worte verdeckt ist. Du kannst gar nicht zeichnen? Du hast kein Talent? Falsch! Mit diesem Buch wirst du den Zeichner in dir entdecken. Nutze die Visualisierung, um nachhaltiger zu erklären und als ganz neue Ressource bei der Ideenentwicklung. Der Cartoonpreisträger und Visualisierungsexperte Malte von Tiesenhausen inspiriert dich in diesem Buch, selbst den Stift in die Hand zu nehmen und ihn nicht wieder loszulassen. In unterhaltsamer und aufgelockerter Art und Weise stellt er Methoden und Techniken vor, wie du selbst die Kraft der Bilder nutzt und deinen Fokus auf die Welt erweiterst. www.BusinessVillage.de Malte von Tiesenhausen ad hoc visualisieren denken sichtbar machen 4. Auflage 2020 192 Seiten; 24,80 Euro ISBN 978-3-86980-298-5; Art.-Nr.: 930 ad hoc visualisieren
  • 27. Manche Präsentationen sind großartig – die meisten jedoch leider einfallslos, langweilig und ohne klare Message. Obwohl sie mit großem Aufwand erstellt wurden, verfehlen sie die gewünschte Wirkung und verschwinden sang- und klanglos – als ob es sie nie gegeben hätte. Warum ist das so? Was macht eine wirklich gute Präsentation aus? Und wie machen wir es besser? Antworten darauf liefert Daisers neues Buch. Der Professor und Berater räumt mit dem Irrglauben auf, dass Präsentationen vollständige Informationsunterlagen sein müssen und nur wunderschön gestylte Folien enthalten dürfen, die Emotionen transportieren. Er beschreitet einen anderen Weg. Mit seiner einfachen, systematischen und praxiserprobten Vorgehensweise lassen sich zügig inhaltlich und visuell überzeugende Präsentationen gestalten – selbst zu komplexen Sachverhalten. In diesem Playbook steckt das geballte Erfahrungswissen für schlanke Präsentationen, die begeistern www.BusinessVillage.de Peter Daiser LEAN PRESENTATION Das Playbook für schlanke Präsentationen 1. Auflage 2019 246 Seiten; 24,95 Euro ISBN 978-3-86980-446-0; Art.-Nr.: 1065 Lean Presentation
  • 28. Die Unternehmenskultur ist die größte Herausforderung und größter Stellhebel zugleich, wenn es darum geht, eine agile Organisation zu formen. Wie aber lässt sich das Konzept Organisationskultur auf handlungsrelevanter Ebene greifbar machen? Was macht eine agile Kultur aus? Was sind ihre Elemente? Wie formt und entwickelt sich diese Kultur? Wo sind die Ansatzpunkte und wo liegen Fallstricke? Was funktioniert in der Praxis wirklich? Pucketts Buch liefert Antworten auf diese Fragen und zeigt, wie sich die Unternehmenskultur gestalten und formen lässt. Dabei taucht es in die Organisationspsychologie ein und übersetzt die Erkenntnisse in praktische Handlungsempfehlungen. Auf Basis von Analysen agiler Organisationen und solcher in Transformation, wird der Code agiler Unternehmenskultur entschlüsselt. Die Kernelemente agiler Organisationskulturen werden definiert und anhand von Beispielen anschaulich beschrieben. Das Buch ist gefüllt mit Kultur-Hacks, praxiserprobten Tipps, Werkzeugen und Methoden. Puckett gelingt ein völlig neuer Blick auf den Begriff Organisationskultur. Denn es liegt in unseren Händen, die Kultur zu formen: Als Einzelne, als Team, als Führungskraft. Wir sind Unternehmenskultur! Dieses Playbook lädt zum Experimentieren und Gestalten ein und zeigt anschaulich, wie Organisationen der agile Wandel gelingt. www.BusinessVillage.de Stefanie Puckett Der Code agiler Organisationen Das Playbook für den Wandel zur agilen Organisationskultur 1. Auflage 2020 252 Seiten; 24,95 Euro ISBN 978-3-86980-482-8; Art.-Nr.: 1081 Der Code agiler Organisationen
  • 29. Die Digitalisierung hat schon viele Branchen umgekrempelt, manche sogar vernichtet. Und sie wird nicht als Hype vorüberziehen. Vielmehr wird sie eher noch schneller, noch radikaler unser Leben verändern. Denn das, was wir bisher erlebt haben, war erst der Anfang. Aber wie bereitet man sich auf die bevorstehenden Umbrüche vor? Wie setzt man die digitale Transformation im Unternehmen in Gang? Welche Werkzeuge sind für die digitale Transformation hilfreich? Wie steuert man diese Transformation? Und vor allem: Was bedeutet digitale Transformation wirklich? Das neue Buch von Prof. Lotter gibt Antworten auf genau diese Fragen. Es liefert 33 fundamentale Prinzipien und Tools, mit denen sich die digitale Transformation gestalten lässt. Mit diesem Playbook lassen sich zukunftsrelevante Fähigkeiten identifizieren und die eigene Roadmap zur digitalen Transformation entwickeln. Denn erst wer die Mechanismen der digitalen Transformation verstanden hat, kann sie gestalten. www.BusinessVillage.de Dennis Lotter Digital Transformation Design 33 Prinzipien, wie Sie Organisationen ins intelligente Zeitalter führen 1. Auflage 2019 328 Seiten; 24,95 Euro ISBN 978-3-86980-458-3; Art.-Nr.: 1057 Digital Transformation Design