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Warum wir Elektromobilität für die
Verkehrswende brauchen
6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein
Florian Hacker Kiel, 3.12.2018
2
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Unser Profil
Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen
Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft.
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
● gegründet 1977
● Standorte in Freiburg, Darmstadt und
Berlin
● ca. 165 Mitarbeiter
● Jahresumsatz von etwa 14 Mio. €
● Auftraggeber: Europäische Union,
Ministerien auf Bundes- und
Landesebene, Unternehmen,
Stiftungen, Verbände, NGOs
3
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Themen meines Vortrags
I. Warum Elektromobilität?
II. Ökologische Bewertung von Elektromobilität
III. Marktsituation in Deutschland
IV. Blick in die Praxis
V. Fazit
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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Elektromobilität – wieder nur ein Hype?
Quelle: eigene Darstellung nach Fréry, Un cas d‘amnésie stratégique,
2000
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
Prognosen der Marktanteile von Elektrofahrzeugen in den USA von 1973 bis heute
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
1974
1978
1982
1986
1990
1994
1998
2002
2006
2010
2014
2018
2022
Universität Wisoncsin, 1973
Universität Princeton, 1979
WRI, 1994
Universität Berkeley, 2009
?
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Ganz sicher nicht!
Und das aus guten Gründen …
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Weltweit ansteigender Pkw-Bestand
Fortschreitende Urbanisierung Verschärfte Pkw-Effizienzstandards globalBatterieentwicklung
EU-Klimaschutzziele
6
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Die Zielsetzungen zeigen Wirkung: Die Automobil-
industrie plant hohe Produktionskapazitäten bis 2025
Quelle: ICCT (2018): Modernizing vehicle regulations
for electrification
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Erreichung des Klimaschutzziels für den Verkehr
erfordert schnellstmögliche Trendumkehr
● Aktuell:
Anstieg der THG-
Emissionen im
Verkehr auf rund
170 Mio. t in 2017
● Klimaschutzplan:
Reduktion der THG-
Emissionen des
Verkehrs um 40-
42% ggü. 1990 bis
2030
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Mit den bisher beschlossenen Maßnahmen verbleibt
eine erhebliche Minderungslücke zum Ziel 2030
Quelle: Agora Verkehrswende (2018): Klimaschutz im Verkehr:
Maßnahmen zur Erreichung des Sektorziels 2030
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‒ Entwicklung CO2-Emissionen: -11% für Gesamtverkehr 1990-2030
‒ Ziel Verkehrssektor Klimaschutzplan: 40-42% ggü. 1990 à 95 – 98 Mio. t in 2030
Minderungslücke zum Ziel des Klimaschutzplans für 2030 rd. 50 Mio. t
Für diesen Pfad müssen die
entsprechenden Instrumente
identifiziert und umgesetzt werden
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EU Effort Sharing Regulation:
Bei Zielverfehlung drohen Deutschland hohe Kosten
● Verpflichtendes Ziel für Deutschland nach der EU-Effort-Sharing
Regulation (ESR): -38 % bis 2030 ggü. 2005
● Ziel für den Verkehr aus dem Klimaschutzplan konsistent mit Effort
Sharing Regulation – Verschiebung in andere Sektoren (Gebäude,
Landwirtschaft) kaum möglich
● Bei Zielverfehlung werden Zukäufe von Zertifikaten notwendig. Nach
2020 sind nur noch Zukäufe innerhalb der EU erlaubt
● Rechenbeispiel:
‒ Lücke im Verkehrssektor von 50 Mio. t
‒ Angenommener Zertifikatspreis im Jahr 2030: 100 Euro / t
‒ Jährliche Zahlungen von 5 Mrd. Euro
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Der Straßenverkehr ist Hauptverursacher und damit
der Hauptansatzpunkt für die CO2-Minderung
Quelle: BMU 2017: Klimaschutz in Zahlen: der Verkehrssektor
(Emissionsquellen Verkehr 2015, ohne CO2-Emissionen aus
Biokraftstoffen)
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1 Million Tonnen CO2-Reduktion im Jahr 2030 bedeutet …
Quelle: Agora Verkehrswende (2018): Klimaschutz im Verkehr:
Maßnahmen zur Erreichung des Sektorziels 2030
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Elektromobilität – ein unverzichtbarer Bestandteil einer
Dekarbonisierungsstrategie für den Verkehr
Projekt Renewbility: Effizienzszenario
Quelle: Öko-Institut et al. (2016), Renewbility III, EffizienzszenarioFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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2010 2030 2050
Pkw-BestandinMillionenFahrzeugen
Gasoline
Diesel
LPG
CNG
FCEV
PHEV
BEV
• Die verkehrsbezogenen Klimaschutzziele erfordern einen hohen E-Fahrzeuganteil
Ø 2030: bereits mehr als 1 Million elektrische Neuwagen pro Jahr (Zulassungsanteil >1/3)
• Andere Technologieoptionen sind weniger energie- und kosteneffizient
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Elektromobilität erfordert perspektivisch einen
erheblichen Ausbau der EE-Kapazitäten
Quelle: Öko-Institut et al. (2016), Renewbility III, EffizienzszenarioFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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300
400
500
600
2010 2030 2050
StrombedarfdesVerkehrsinPJ
Projekt Renewbility: Effizienzszenario
Strombedarf des Verkehrs:
• in 2030 etwa 4 %, aber 2050 fast 25 % der heutigen Gesamtstromerzeugung in Deutschland
• andere EE-basierte Kraftstoffoptionen mit 2- bis 6-mal höherem Strombedarf
Bruttostrom-
erzeugung 2015:
~ 2.300 PJ
14
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Die klimaneutralen Alternativen zum batterieelektrischen
Antrieb sind deutlich weniger energieeffizient
Quelle: Agora Verkehrswende, Agora Energiewende und Frontier
Economics (2018): Die zukünftigen Kosten strombasierter synthetischer
Brennstoffe.
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe im großen Stil kann
nicht durch eine inländische Erzeugung gedeckt werden
Quelle: Öko-Institut (2016): Renewbility III – Optionen einer
Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Abschlussbroschüre
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
● Die Potenziale für EE-Strom in Deutschland reichen mengenmäßig nicht aus, um
strombasierte Kraftstoffe in Deutschland im ausreichenden Maß herzustellen.
● Die Produktion strombasierter Kraftstoffe wird v.a. im Ausland stattfinden.
16
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Strombereitstellung für die Klimabilanz von
Elektromobilität von zentraler Bedeutung
● Sicherstellung und Ausbau des Klimavorteils von E-Mobilität:
‒ EE-Anteil an Stromerzeugung: 32% (2016), 40-45% (2025), 55-60 %
(2035)
‒ EE-Ausbauziele als relative Ziele formuliert: höhere Nachfrage durch E-
Fahrzeuge erfordert Anpassung der EE-Ausschreibungsmengen
● Möglichkeiten des individuellen / unternehmerischen Engagements:
‒ Bezug von hochwertigem Ökostrom
‒ Finanzierung von EE-Anlagen außerhalb des EEG à Entlastung der
Allgemeinheit
● Weitere Informationen im Faktencheck E-Mobilität des Öko-Instituts
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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Wirtschaftlichkeits- und Umweltvorteil von
Elektromobilität oft schon heute gegeben
Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets HamburgFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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E-Pkw Diesel-Pkw
THG-Emissionen[tCO2e]
Nutzung Herstellung
€-
€4.000
€8.000
€12.000
€16.000
E-Pkw Diesel-Pkw
Totalcostofownership(TCO)
Fahrzeuganschaffung Energiekosten
Fixkosten Sonstige variable Kosten
TCO: Elektro- versus Diesel-Pkw* CO2-Bilanz: Elektro- versus Diesel-Pkw*
* Hintergrundinformationen:
• Fahrzeugnutzung: 3-jährige Haltedauer, 20.000 km Jahresfahrleistung
• Strombereitstellung: dt. Strommixes / Produktionsprozess: 5 t höhere CO2-Emissionen des E-Pkw
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Machen Sie Ihre eigene Rechnung:
Online-E-Mobilitätsrechner für Fahrzeugflotten
Quelle: Öko-Institut (2017) Elektromobilitätsrechner für FlottenFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
Ø Verfügbar unter: http://emob-flottenrechner.oeko.de
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Nachhaltige Rohstoffversorgung der E-Mobilität ist
möglich – aber kein Selbstläufer
Zentrale Studienergebnisse:
● Die relevanten Rohstoffe sind für ein schnelles
weltweites Wachstum der Elektromobilität
ausreichend vorhanden.
● Temporäre Verknappungen oder
Preissteigerungen für einzelne Rohstoffe sind
nicht auszuschließen.
● Die Förderung von Rohstoffen für die
Elektromobilität ist mit Umwelt- und
Sozialproblemen verbunden.
Ø Dämpfung der Nachfrage durch Materialeffizienz
und Recycling.
Ø Verbesserung der Umwelt-und Sozialstandards
durch Unternehmensverantwortung und
internationale Kooperationen.
Quelle: Öko-Institut (2017): Strategien für die nachhaltige Rohstoffversorgung
der Elektromobilität. Synthesepapier zum Rohstoffbedarf für Batterien und
Brennstoffzellen, Studie im Auftrag von Agora Verkehrswende.
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
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Elektromobilität im deutschen Markt: große Diskrepanz
zwischen Anspruch (Notwendigkeit) und Wirklichkeit
Quelle: Daten des Kraftfahrtbundesamts (KBA); NPE (2016), Wegweiser
Elektromobilität
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
Bestand Elektrofahrzeuge Marktentwicklung und Zielzahlen
• E-Fahrzeugmarkt wächst kontinuierlich, aber weiterhin auf sehr geringem Niveau
• Fahrzeugzulassungs- und Bestandszahlen weiterhin im Prozentbereich
• Große Diskrepanz zu Zielzahlen, leichte Belebung seit 2. Jahreshälfte 2017
-
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
PHEV
BEV
0,0
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2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
MillionenFahrzeuge
Zielzahl E-Fahrzeuge
Tatsächlicher Bestand (BEV+PHEV)
21
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Andere Länder erreichen durch stärkere Veränderung
der Rahmenbedingungen bereits höhere Marktanteile
Quelle: IEA (2017) Global EV OutlookFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
Verkaufszahlen und Marktanteile von Elektrofahrzeugen in ausgewählten Ländern
(2010-2016)
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Blick auf die Praxis: über 17 Mio. elektrisch gefahrene
Kilometer im Projekt ePowered Fleets Hamburg
Das Projekt in Kürze:
● Etwa 500 E-Fahrzeuge in mehr
als 200 Unternehmen von 2014
bis 2016
● Empirische Untersuchung von
Fahrzeugeinsatz und Akzeptanz
● Wirtschaftlichkeits- und
Umweltbetrachtungen
● Identifikation von Marktbarrieren
und Handlungsoptionen
Ø Wichtig: etwa 2/3 der Fahrzeug-
neuzulassungen gewerblich!
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
>10 EV6 – 102 – 51
Elektrofahrzeuge aus dem
Projekt in der Region
Hamburg
23
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Schlüssige Gesamtlösungen ermöglichen heute schon
einen 1:1-Ersatz von Fahrzeugen
Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets Hamburg; Ergebnisse für
Dienstwagennutzung
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
• E-Dienstwagen erreichen ähnliche Nutzung wie konventionelles Vorgängerfahrzeug
Ø hohe elektrische Reichweite der Fahrzeuge und verlässliche Schnellladeinfrastruktur
• Nicht-personenbezogene Poolwagen mit deutlich geringerer Fahrleistung
0%
20%
40%
60%
80%
keine Fahrt bis 50 km 51 - 100 km 101 - 150 km > 150 km
Verteilung der Tagesfahrleistung
BEV RW<300 BEV RW300+ PHEV/REEV konv.
0
10.000
20.000
30.000
Konv. Pkw E-Pkw
(3 Monaten)
E-Pkw
(12 Monate)
Jahresfahrleistung[km]
Wechselspiel: Dienst- und Zweitwagen
Dienstwagen anderer Pkw im Haushalt
24
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Hauptbedenken Kosten, Reichweite, Infrastruktur –
Hemmnisse schwinden durch Erfahrung
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets Hamburg
0% 20% 40% 60% 80%
E-Fahrzeug zu leise
Technik ungewohnt
lange Ladedauer
Reichweite schlecht vorhersehbar
Anzahl Ladestationen
Technik unzuverlässig
Reichweite allgemein
Anzahl Schnellladestationen
fehlende attraktive Fahrzeugmodelle
Zugang öffentl. Ladestationen
Reichweite im Winter
Anschaffungskosten
Hemmnisse für Einsatz von E-Fahrzeugen im Unternehmen
Unternehmen im Projekt
Referenzunternehmen
25
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Zugang zur bestehenden öffentlichen Ladeinfrastruktur
ein zentrales Hemmnis
Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets HamburgFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
Probleme bei der Nutzung von öffentlicher Ladeinfrastruktur
26
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FAZIT: Elektromobilität braucht Mut zur Veränderung
bei allen Beteiligten
● Drastische Minderung der verkehrsbedingten Emissionen notwendig
● Elektromobilität als zentrale Technologie zur Zielerreichung, hinkt
aber hinter den Zielzahlen deutlich zurück
● Nutzer bemängeln Ladeinfrastruktur, Kosten und Fahrzeugangebot
● Andere Länder mit stärkeren Anreizen und klareren Langfrist-
rahmenbedingungen mit höheren Marktanteilen
● Zunehmender Druck aus wichtigen Exportländern zeigt Wirkung auf
deutsche Hersteller
● Notwendige Trendumkehr braucht veränderte Rahmenbedingungen
● Elektromobilität birgt große Chancen, diese sollten auch deutlich
kommuniziert werden
Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
27
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Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
Kontakt und weitere Informationen
Florian Hacker
Stellv. Bereichsleiter Ressourcen und Mobilität
Öko-Institut e.V.
Büro Berlin
Schicklerstrasse 5-7
10179 Berlin
Telefon: +49 30 405085 373
Email: f.hacker@oeko.de
Weitere Informationen:
● www.oeko.de – unser Internetauftritt mit aktuellen Informationen
● www.twitter.com/oekoinstitut - das Öko-Institut auf Twitter

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Warum wir Elektromobilität für die Verkehrswende brauchen

  • 1. www.oeko.de Warum wir Elektromobilität für die Verkehrswende brauchen 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein Florian Hacker Kiel, 3.12.2018
  • 2. 2 www.oeko.de Unser Profil Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 ● gegründet 1977 ● Standorte in Freiburg, Darmstadt und Berlin ● ca. 165 Mitarbeiter ● Jahresumsatz von etwa 14 Mio. € ● Auftraggeber: Europäische Union, Ministerien auf Bundes- und Landesebene, Unternehmen, Stiftungen, Verbände, NGOs
  • 3. 3 www.oeko.de Themen meines Vortrags I. Warum Elektromobilität? II. Ökologische Bewertung von Elektromobilität III. Marktsituation in Deutschland IV. Blick in die Praxis V. Fazit Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 4. 4 www.oeko.de Elektromobilität – wieder nur ein Hype? Quelle: eigene Darstellung nach Fréry, Un cas d‘amnésie stratégique, 2000 Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Prognosen der Marktanteile von Elektrofahrzeugen in den USA von 1973 bis heute 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 1974 1978 1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022 Universität Wisoncsin, 1973 Universität Princeton, 1979 WRI, 1994 Universität Berkeley, 2009 ?
  • 5. 5 www.oeko.de Ganz sicher nicht! Und das aus guten Gründen … Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Weltweit ansteigender Pkw-Bestand Fortschreitende Urbanisierung Verschärfte Pkw-Effizienzstandards globalBatterieentwicklung EU-Klimaschutzziele
  • 6. 6 www.oeko.de Die Zielsetzungen zeigen Wirkung: Die Automobil- industrie plant hohe Produktionskapazitäten bis 2025 Quelle: ICCT (2018): Modernizing vehicle regulations for electrification Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 7. 7 www.oeko.de Erreichung des Klimaschutzziels für den Verkehr erfordert schnellstmögliche Trendumkehr ● Aktuell: Anstieg der THG- Emissionen im Verkehr auf rund 170 Mio. t in 2017 ● Klimaschutzplan: Reduktion der THG- Emissionen des Verkehrs um 40- 42% ggü. 1990 bis 2030 Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 8. 8 www.oeko.de Mit den bisher beschlossenen Maßnahmen verbleibt eine erhebliche Minderungslücke zum Ziel 2030 Quelle: Agora Verkehrswende (2018): Klimaschutz im Verkehr: Maßnahmen zur Erreichung des Sektorziels 2030 Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 ‒ Entwicklung CO2-Emissionen: -11% für Gesamtverkehr 1990-2030 ‒ Ziel Verkehrssektor Klimaschutzplan: 40-42% ggü. 1990 à 95 – 98 Mio. t in 2030 Minderungslücke zum Ziel des Klimaschutzplans für 2030 rd. 50 Mio. t Für diesen Pfad müssen die entsprechenden Instrumente identifiziert und umgesetzt werden
  • 9. 9 www.oeko.de EU Effort Sharing Regulation: Bei Zielverfehlung drohen Deutschland hohe Kosten ● Verpflichtendes Ziel für Deutschland nach der EU-Effort-Sharing Regulation (ESR): -38 % bis 2030 ggü. 2005 ● Ziel für den Verkehr aus dem Klimaschutzplan konsistent mit Effort Sharing Regulation – Verschiebung in andere Sektoren (Gebäude, Landwirtschaft) kaum möglich ● Bei Zielverfehlung werden Zukäufe von Zertifikaten notwendig. Nach 2020 sind nur noch Zukäufe innerhalb der EU erlaubt ● Rechenbeispiel: ‒ Lücke im Verkehrssektor von 50 Mio. t ‒ Angenommener Zertifikatspreis im Jahr 2030: 100 Euro / t ‒ Jährliche Zahlungen von 5 Mrd. Euro Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 10. 10 www.oeko.de Der Straßenverkehr ist Hauptverursacher und damit der Hauptansatzpunkt für die CO2-Minderung Quelle: BMU 2017: Klimaschutz in Zahlen: der Verkehrssektor (Emissionsquellen Verkehr 2015, ohne CO2-Emissionen aus Biokraftstoffen) Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 11. 11 www.oeko.de 1 Million Tonnen CO2-Reduktion im Jahr 2030 bedeutet … Quelle: Agora Verkehrswende (2018): Klimaschutz im Verkehr: Maßnahmen zur Erreichung des Sektorziels 2030 Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 12. 12 www.oeko.de Elektromobilität – ein unverzichtbarer Bestandteil einer Dekarbonisierungsstrategie für den Verkehr Projekt Renewbility: Effizienzszenario Quelle: Öko-Institut et al. (2016), Renewbility III, EffizienzszenarioFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 1 18 5 14 11 16 4 31 23 6 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 2010 2030 2050 Pkw-BestandinMillionenFahrzeugen Gasoline Diesel LPG CNG FCEV PHEV BEV • Die verkehrsbezogenen Klimaschutzziele erfordern einen hohen E-Fahrzeuganteil Ø 2030: bereits mehr als 1 Million elektrische Neuwagen pro Jahr (Zulassungsanteil >1/3) • Andere Technologieoptionen sind weniger energie- und kosteneffizient
  • 13. 13 www.oeko.de Elektromobilität erfordert perspektivisch einen erheblichen Ausbau der EE-Kapazitäten Quelle: Öko-Institut et al. (2016), Renewbility III, EffizienzszenarioFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 44 105 529 0 100 200 300 400 500 600 2010 2030 2050 StrombedarfdesVerkehrsinPJ Projekt Renewbility: Effizienzszenario Strombedarf des Verkehrs: • in 2030 etwa 4 %, aber 2050 fast 25 % der heutigen Gesamtstromerzeugung in Deutschland • andere EE-basierte Kraftstoffoptionen mit 2- bis 6-mal höherem Strombedarf Bruttostrom- erzeugung 2015: ~ 2.300 PJ
  • 14. 14 www.oeko.de Die klimaneutralen Alternativen zum batterieelektrischen Antrieb sind deutlich weniger energieeffizient Quelle: Agora Verkehrswende, Agora Energiewende und Frontier Economics (2018): Die zukünftigen Kosten strombasierter synthetischer Brennstoffe. Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 15. 15 www.oeko.de Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe im großen Stil kann nicht durch eine inländische Erzeugung gedeckt werden Quelle: Öko-Institut (2016): Renewbility III – Optionen einer Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Abschlussbroschüre Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 ● Die Potenziale für EE-Strom in Deutschland reichen mengenmäßig nicht aus, um strombasierte Kraftstoffe in Deutschland im ausreichenden Maß herzustellen. ● Die Produktion strombasierter Kraftstoffe wird v.a. im Ausland stattfinden.
  • 16. 16 www.oeko.de Strombereitstellung für die Klimabilanz von Elektromobilität von zentraler Bedeutung ● Sicherstellung und Ausbau des Klimavorteils von E-Mobilität: ‒ EE-Anteil an Stromerzeugung: 32% (2016), 40-45% (2025), 55-60 % (2035) ‒ EE-Ausbauziele als relative Ziele formuliert: höhere Nachfrage durch E- Fahrzeuge erfordert Anpassung der EE-Ausschreibungsmengen ● Möglichkeiten des individuellen / unternehmerischen Engagements: ‒ Bezug von hochwertigem Ökostrom ‒ Finanzierung von EE-Anlagen außerhalb des EEG à Entlastung der Allgemeinheit ● Weitere Informationen im Faktencheck E-Mobilität des Öko-Instituts Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 17. 17 www.oeko.de Wirtschaftlichkeits- und Umweltvorteil von Elektromobilität oft schon heute gegeben Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets HamburgFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 - 2 4 6 8 10 12 14 E-Pkw Diesel-Pkw THG-Emissionen[tCO2e] Nutzung Herstellung €- €4.000 €8.000 €12.000 €16.000 E-Pkw Diesel-Pkw Totalcostofownership(TCO) Fahrzeuganschaffung Energiekosten Fixkosten Sonstige variable Kosten TCO: Elektro- versus Diesel-Pkw* CO2-Bilanz: Elektro- versus Diesel-Pkw* * Hintergrundinformationen: • Fahrzeugnutzung: 3-jährige Haltedauer, 20.000 km Jahresfahrleistung • Strombereitstellung: dt. Strommixes / Produktionsprozess: 5 t höhere CO2-Emissionen des E-Pkw
  • 18. 18 www.oeko.de Machen Sie Ihre eigene Rechnung: Online-E-Mobilitätsrechner für Fahrzeugflotten Quelle: Öko-Institut (2017) Elektromobilitätsrechner für FlottenFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Ø Verfügbar unter: http://emob-flottenrechner.oeko.de
  • 19. 19 www.oeko.de Nachhaltige Rohstoffversorgung der E-Mobilität ist möglich – aber kein Selbstläufer Zentrale Studienergebnisse: ● Die relevanten Rohstoffe sind für ein schnelles weltweites Wachstum der Elektromobilität ausreichend vorhanden. ● Temporäre Verknappungen oder Preissteigerungen für einzelne Rohstoffe sind nicht auszuschließen. ● Die Förderung von Rohstoffen für die Elektromobilität ist mit Umwelt- und Sozialproblemen verbunden. Ø Dämpfung der Nachfrage durch Materialeffizienz und Recycling. Ø Verbesserung der Umwelt-und Sozialstandards durch Unternehmensverantwortung und internationale Kooperationen. Quelle: Öko-Institut (2017): Strategien für die nachhaltige Rohstoffversorgung der Elektromobilität. Synthesepapier zum Rohstoffbedarf für Batterien und Brennstoffzellen, Studie im Auftrag von Agora Verkehrswende. Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 20. 20 www.oeko.de Elektromobilität im deutschen Markt: große Diskrepanz zwischen Anspruch (Notwendigkeit) und Wirklichkeit Quelle: Daten des Kraftfahrtbundesamts (KBA); NPE (2016), Wegweiser Elektromobilität Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Bestand Elektrofahrzeuge Marktentwicklung und Zielzahlen • E-Fahrzeugmarkt wächst kontinuierlich, aber weiterhin auf sehr geringem Niveau • Fahrzeugzulassungs- und Bestandszahlen weiterhin im Prozentbereich • Große Diskrepanz zu Zielzahlen, leichte Belebung seit 2. Jahreshälfte 2017 - 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 PHEV BEV 0,0 0,2 0,4 0,6 0,8 1,0 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 MillionenFahrzeuge Zielzahl E-Fahrzeuge Tatsächlicher Bestand (BEV+PHEV)
  • 21. 21 www.oeko.de Andere Länder erreichen durch stärkere Veränderung der Rahmenbedingungen bereits höhere Marktanteile Quelle: IEA (2017) Global EV OutlookFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Verkaufszahlen und Marktanteile von Elektrofahrzeugen in ausgewählten Ländern (2010-2016)
  • 22. 22 www.oeko.de Blick auf die Praxis: über 17 Mio. elektrisch gefahrene Kilometer im Projekt ePowered Fleets Hamburg Das Projekt in Kürze: ● Etwa 500 E-Fahrzeuge in mehr als 200 Unternehmen von 2014 bis 2016 ● Empirische Untersuchung von Fahrzeugeinsatz und Akzeptanz ● Wirtschaftlichkeits- und Umweltbetrachtungen ● Identifikation von Marktbarrieren und Handlungsoptionen Ø Wichtig: etwa 2/3 der Fahrzeug- neuzulassungen gewerblich! Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 >10 EV6 – 102 – 51 Elektrofahrzeuge aus dem Projekt in der Region Hamburg
  • 23. 23 www.oeko.de Schlüssige Gesamtlösungen ermöglichen heute schon einen 1:1-Ersatz von Fahrzeugen Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets Hamburg; Ergebnisse für Dienstwagennutzung Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 • E-Dienstwagen erreichen ähnliche Nutzung wie konventionelles Vorgängerfahrzeug Ø hohe elektrische Reichweite der Fahrzeuge und verlässliche Schnellladeinfrastruktur • Nicht-personenbezogene Poolwagen mit deutlich geringerer Fahrleistung 0% 20% 40% 60% 80% keine Fahrt bis 50 km 51 - 100 km 101 - 150 km > 150 km Verteilung der Tagesfahrleistung BEV RW<300 BEV RW300+ PHEV/REEV konv. 0 10.000 20.000 30.000 Konv. Pkw E-Pkw (3 Monaten) E-Pkw (12 Monate) Jahresfahrleistung[km] Wechselspiel: Dienst- und Zweitwagen Dienstwagen anderer Pkw im Haushalt
  • 24. 24 www.oeko.de Hauptbedenken Kosten, Reichweite, Infrastruktur – Hemmnisse schwinden durch Erfahrung Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets Hamburg 0% 20% 40% 60% 80% E-Fahrzeug zu leise Technik ungewohnt lange Ladedauer Reichweite schlecht vorhersehbar Anzahl Ladestationen Technik unzuverlässig Reichweite allgemein Anzahl Schnellladestationen fehlende attraktive Fahrzeugmodelle Zugang öffentl. Ladestationen Reichweite im Winter Anschaffungskosten Hemmnisse für Einsatz von E-Fahrzeugen im Unternehmen Unternehmen im Projekt Referenzunternehmen
  • 25. 25 www.oeko.de Zugang zur bestehenden öffentlichen Ladeinfrastruktur ein zentrales Hemmnis Quelle: Öko-Institut (2017); ePowered Fleets HamburgFlorian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Probleme bei der Nutzung von öffentlicher Ladeinfrastruktur
  • 26. 26 www.oeko.de FAZIT: Elektromobilität braucht Mut zur Veränderung bei allen Beteiligten ● Drastische Minderung der verkehrsbedingten Emissionen notwendig ● Elektromobilität als zentrale Technologie zur Zielerreichung, hinkt aber hinter den Zielzahlen deutlich zurück ● Nutzer bemängeln Ladeinfrastruktur, Kosten und Fahrzeugangebot ● Andere Länder mit stärkeren Anreizen und klareren Langfrist- rahmenbedingungen mit höheren Marktanteilen ● Zunehmender Druck aus wichtigen Exportländern zeigt Wirkung auf deutsche Hersteller ● Notwendige Trendumkehr braucht veränderte Rahmenbedingungen ● Elektromobilität birgt große Chancen, diese sollten auch deutlich kommuniziert werden Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018
  • 27. 27 www.oeko.de Florian Hacker | 6. Forum Elektromobilität Schleswig-Holstein | Kiel │3.12.2018 Kontakt und weitere Informationen Florian Hacker Stellv. Bereichsleiter Ressourcen und Mobilität Öko-Institut e.V. Büro Berlin Schicklerstrasse 5-7 10179 Berlin Telefon: +49 30 405085 373 Email: f.hacker@oeko.de Weitere Informationen: ● www.oeko.de – unser Internetauftritt mit aktuellen Informationen ● www.twitter.com/oekoinstitut - das Öko-Institut auf Twitter